F.4.4 Liquidität und Kassenkredite
Maschinell extrahierter Text. Tabellen verlieren dabei ihre Form, verbindlich ist das Original.
F.4.4 Liquidität und Kassenkredite
Die Bewirtschaftung der Kassenmittel sowie die Sicherstellung der Liquidität sind Bestandteil der Kassenaufgaben. Im Rahmen der Liquiditätsplanung und unter Berücksichtigung der aktuellen Finanzsituation kommt hierbei im Bedarfsfall auch die Aufnahme von Kassenkrediten in Betracht. Dabei handelt es sich um kurzfristige Finanzmittel zur Überbrückung von Liquiditätsengpässen.
Der in der Haushaltssatzung festgesetzte Höchstbetrag
für Kassenkredite liegt seit 2009 unverändert bei
280 Mio. €.
Zur Liquiditätssicherung nicht benötigte Geldmittel können von der Kasse nach den Vorgaben der Anlagerichtlinien entweder als Tagesgelder oder Festgelder bei Kreditinstituten angelegt und verwaltet werden. Aufgrund
der aktuellen Finanzmarktsituation kann dabei wieder
eine ordentliche Rendite erzielt werden.
Entwicklungen im Jahr 2022
Die Befürchtung, dass man durch die fortdauernde
Corona-Pandemie 2021 mit deutlich gesunkenen Gewerbesteuer-Einzahlungen rechnen müsste, hatte sich
nicht bestätigt. Darum konnte die Stadtkasse mit einer
nur unwesentlich geringeren Liquidität wie zu Beginn
des Jahres 2021 in das Jahr 2022 starten. Die äußerst
positive Entwicklung der Gewerbesteuer setzte sich
trotz gegenteiliger Bedenken (Ukrainekrieg) und entsprechend zurückhaltender Liquiditätsplanung auch
2022 fort, so dass die Liquidität der Stadtkasse ständig
gesichert war. Die Inanspruchnahme von Kassenkrediten zur Liquiditätssicherung war zu keinem Zeitpunkt
erforderlich.
Die untenstehende Grafik zeigt den Verlauf der Kassenkredite, der angelegten Festgelder, Tagesgelder sowie
der Kontenstände der Cash-Konten (getrennt nach dem
Hauptkonto bei der Sparkasse und den sonstigen Girokonten der Stadtkasse) während des gesamten Jahres
2022.
Entwicklungen im Jahr 2023
Die Liquidität zum Jahresbeginn 2023 war zwar geringer
als in den Jahren zuvor, aber auf Basis der Erfahrungen
aus den Vorjahren ging die Stadtkasse bei der Liquiditätsplanung von einer ähnlich guten Liquidität wie 2021
und 2022 aus. Da die Gewerbesteuerzahlungen im Jahr
2023 unerwartet einen Höchststand erreicht haben, gab
es im Jahr 2023 keine Liquiditätsprobleme. Zum Jahresende 2023 und zum Start in das Jahr 2024 ist deshalb
weiterhin von einer stabilen Liquidität auszugehen.
Sollte es im Jahr 2024 zu starken Einbrüchen beispielsweise bei der Gewerbsteuer kommen, so steht dann im
Bedarfsfall der komplette Kassenkreditrahmen
(280 Mio. €) zur Verfügung, so dass die Erfüllung der
Zahlungsverpflichtungen auf jeden Fall sichergestellt
werden kann.
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