HaushaltssperreBeta

← Haushaltsplan 2020 – Band 1

F.5.1 Steuererträge

Haushalt 2020 · Band 1 · Seiten 48–49 · Seiten 48–49 im PDF ansehen · Original bei der Stadt ↗

Maschinell extrahierter Text. Tabellen verlieren dabei ihre Form, verbindlich ist das Original.

F.5.1 Steuererträge Die Ansätze der Steuererträge basieren im Wesentli￾chen auf den Ergebnissen der Steuerschätzungen vom Oktober 2019. Ein Risiko bei allen Steuerertragsarten ist und bleibt wie in den Vorjahren die konjunkturelle Ent￾wicklung in der Eurozone und Deutschland. Die Steuererträge nehmen in der Planung 2020 gegen￾über der Vorjahresplanung um 0,7 % oder 6,8 Mio. € ab. Die Gewerbesteuer ist mit geplanten 467 Mio. € oder ei￾nem Anteil von 46 % an den Steuererträgen mit Abstand die wichtigste Steuerertragsquelle. Der Ansatz für 2020 wurde aufgrund der Steuerschätzung und den aktuellen Entwicklungen gegenüber dem Vorjahresplanwert um 17 Mio. € abgesenkt. Ab dem Jahr 2018 wurde der He￾besatz von 447 um 20 Prozentpunkte auf 467 angeho￾ben, was zu jährlichen geplanten Mehrerträgen in Höhe von 20 Mio. € führt. Der Gewerbesteueransatz ist trotz sorgfältiger Planung dennoch immer mit besonderen Ri￾siken im Hinblick auf die wirtschaftliche Entwicklung ver￾bunden. In den Planwerten zulegen kann abermals der soge￾nannte „Gemeindeanteil an der Einkommenssteuer“ mit erwarteten 330,6 Mio. €. Dieser steigt gegenüber dem Vorjahresplanwert um 5,9 Mio. € oder 1,8 %. Der Gemeindeanteil an der Umsatzsteuer nimmt in 2020 im Vergleich zum Vorjahr um 3,2 Mio. € auf 92 Mio. € zu. In der Planung enthalten ist der Anteil des Bundes an den Integrationskosten der Länder und Kommunen, der anstelle über die Leistungen für Unterkunft und Heizung (KdU) über die Umsatzsteuerbeteiligung abgewickelt wird. Der Umsatzsteuer-Härteausgleich ist ab dem Jahr 2018 entfallen. Der Grundsteuer B Hebesatz wurde ab 2018 von 535 % um 20 Prozentpunkte auf 555 % erhöht, was zu jährlichen geplanten Mehreinnahmen in Höhe von rund 6 Mio. € führt. Die Hunde- und Zweitwohnungs￾steuer wurde an die letzten Rechnungsergebnisse ange￾passt. Auf der folgenden Seite findet sich eine grafische Dar￾stellung der Entwicklung der Steuererträge seit 1999. Die erste Tabelle zeigt die Entwicklung der absoluten Werte in den einzelnen Steuerarten. Bei einer Indexie￾rung der Werte mit dem Basisjahr 1999 zeigen sich deut￾liche Unterschiede. Danach sind die Steuern insgesamt um 79 % gestiegen. Obgleich sie von der absoluten Höhe für Nürnberg eher nachgeordnete Bedeutung hat, ist die Umsatzsteuer, gemessen am Index, am stärksten gestiegen. Dies ist auch auf Sondereffekte zurück zu führen. Plan Plan Ist (in T€) 2020 2019 2018 Grundsteuer A -280 -280 -291 Grundsteuer B -122.300 -121.300 -119.938 Gewerbesteuer -467.000 -484.000 -469.876 Gemeindeanteil an der Einkommenssteuer -330.600 -324.700 -307.837 Gemeindeanteil an der Umsatzsteuer -92.000 -88.800 -77.732 Hundesteuer -1.850 -1.800 -1.816 Zweitwohnungssteuer -800 -750 -858 insgesamt -1.014.830 -1.021.630 -978.348 44 45

Download ↓