F.5.1 Steuererträge
Maschinell extrahierter Text. Tabellen verlieren dabei ihre Form, verbindlich ist das Original.
F.5.1 Steuererträge
Die Steuererträge stellen die primäre Einkommensquelle
der Kommunen dar, welche keine explizite Zweckbindung besitzt und daher von der Stadt für gesetzliche Aufgaben und nach eigener Priorisierung auch für freiwillige
Aufgaben zum Wohle der Bürger eingesetzt werden
kann.
Die Ansätze der Steuererträge basieren im Wesentlichen auf den Ergebnissen der Steuerschätzungen vom
September und November 2020 und der aktuellen Entwicklung der Steuern in Nürnberg. Das Risiko bei allen
Steuerertragsarten ist und bleibt die konjunkturelle Entwicklung in der Eurozone und Deutschland, die maßgeblich durch die Corona-Pandemie und deren künftige Entwicklung geprägt sein wird.
Die Steuererträge nehmen in der Planung 2021 gegenüber der Vorjahresplanung um 0,1 % oder 840 T€ ab.
Die Gewerbesteuer ist mit geplanten 448 Mio. € oder einem Anteil von 45,5 % an den Steuererträgen mit Abstand die wichtigste Steuerertragsquelle. Der Ansatz für
2021 wurde aufgrund der Steuerschätzung und den aktuellen Entwicklungen gegenüber dem Vorjahresplanwert um 19 Mio. € abgesenkt. Der Gewerbesteueransatz
ist trotz sorgfältiger Planung dennoch immer mit besonderen Risiken im Hinblick auf die wirtschaftliche Entwicklung behaftet.
Der „Gemeindeanteil an der Einkommenssteuer“ wurde
auf der Grundlage der Steuerschätzung mit
321,0 Mio. €. angesetzt. Dieser steigt gegenüber dem
coronabedingt gesenkten Vorjahresplanwert um
22,4 Mio. € oder 7,5 % an und liegt damit ca. 1 % unter
dem Rechnungsergebnis 2019.
Der Gemeindeanteil an der Umsatzsteuer sinkt in 2021
im Vergleich zum Vorjahr leicht um 4,1 Mio. € auf
90,1 Mio. €. Im Vorjahr waren Sonderpositionen enthalten (z.B. Teilkompensation Kinderbonus).
Der Grundsteuer B Hebesatz wurde zuletzt ab 2018 von
535 % um 20 Prozentpunkte auf 555 % erhöht. Die Hundesteuer wurde an die letzten Rechnungsergebnisse angepasst.
Auf der folgenden Seite findet sich eine grafische Darstellung der Entwicklung der Steuererträge seit 1999.
Die erste Tabelle zeigt die Entwicklung der absoluten
Werte in den einzelnen Steuerarten. Bei einer Indexierung der Werte mit dem Basisjahr 1999 zeigen sich deutliche Unterschiede. Danach sind die Steuern insgesamt
um 73,5 % gestiegen. Obgleich sie von der absoluten
Höhe für Nürnberg eher nachgeordnete Bedeutung hat,
ist die Umsatzsteuer, gemessen am Index, am stärksten
gestiegen. Dies ist auch auf Sondereffekte zurück zu
führen.
Plan Plan Ist
(in T€) 2021 2020 2019
Grundsteuer A -290 -280 -293
Grundsteuer B -121.900 -122.300 -121.216
Gewerbesteuer -448.000 -467.000 -476.640
Gemeindeanteil an der Einkommenssteuer -321.000 -298.600 -323.642
Gemeindeanteil an der Umsatzsteuer -90.100 -94.000 -86.174
Hundesteuer -1.900 -1.850 -1.905
Zweitwohnungssteuer -800 -800 -918
insgesamt -983.990 -984.830 -1.010.788
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