013 Finanzhaushalt Vorbemerkungen
Maschinell extrahierter Text. Tabellen verlieren dabei ihre Form, verbindlich ist das Original.
F. Finanzhaushalt
Der Finanzhaushalt stellt im Gegensatz zum Ergebnishaushalt, der auf der Grundlage der doppelten Buchführung das Ressourcenaufkommen und den Ressourcenverzehr über Erträge und Aufwendungen vollständig
abbildet, auf die unterjährigen Zahlungsströme ab.
Daher sind im Finanzhaushalt nur zahlungswirksame
Erträge und Aufwendungen berücksichtigt (beispielsweise sind Aufwendungen aus Abschreibungen nicht
zahlungswirksam und erscheinen deshalb nicht in dem
Finanzhaushalt). Der Finanzhaushalt zeigt Mittelherkunft und Mittelverwendung und den Bestand an Finanzmittel auf. Aus sämtlichen Zahlungsbewegungen
ergibt sich die Veränderung des Finanzmittelbestandes
zum Bilanzstichtag. Der Finanzhaushalt ist mit der
betrieblichen Kapitalflussrechnung vergleichbar.
Der Finanzhaushalt ist inhaltlich in die drei Bereiche
• laufende Verwaltungstätigkeit,
• Investitionstätigkeit und
• Finanzierungstätigkeit
gegliedert.
Es gilt der Grundsatz, dass der Saldo aus laufender
Verwaltungstätigkeit mindestens zur Finanzierung der
Tilgungsleistungen und, soweit möglich, zur Finanzierung der Investitionen reichen sollte. Mit einem Überschuss aus der laufenden Verwaltungstätigkeit in Höhe
von 50,1 Mio. € erreicht die Stadt Nürnberg im Plan
2016, bezogen auf die Tilgungen der Investitionskredite, dieses Ziel nicht. Zur Finanzierung der anstehenden
Investitionen wird zusätzlich die Aufnahme neuer Kredite notwendig. Das Jahr 2016 wird im Kernhaushalt mit
einer Nettoneuverschuldung (= Saldo aus Finanzierungstätigkeit) von 52,4 Mio. € geplant, die der hohen
Investitionstätigkeit geschuldet ist.
Der Saldo aus Investitionstätigkeit in Höhe von
132,1 Mio. € (+ 26,3 % im Vergleich zum Vorjahr) spiegelt deutlich den gestiegenen Eigeninvestitionsmittelbedarf und die hohen Auszahlungen für Investitionsförderungen wider.
Unter der Position „Tilgung aus kreditähnlichen Vorgängen“ werden seit dem Jahr 2011 Tilgungen für das
Schul-ÖPP-Projekt ausgewiesen.
Wichtiger Hinweis:
Der SAP-Logik folgend, haben Einzahlungen ein negatives, Auszahlungen ein positives Vorzeichen. Daher
sind auch Defizite mit Pluszeichen und Überschüsse
mit einem Minuszeichen versehen.
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