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Kurzzusammenfassung der wirtschaftlichen Lage ausgewählter Beteiligungen
Maschinell extrahierter Text. Tabellen verlieren dabei ihre Form, verbindlich ist das Original.
F.8 Kurzzusammenfassung der wirtschaftlichen Lage ausgewählter
Beteiligungen
Die Stadt Nürnberg erfüllt ihre vielfältigen Aufgaben für
die Bürgerinnen und Bürger der Stadt nicht nur durch
ihre klassischen Dienststellen der Stadtverwaltung.
Einen nicht unerheblichen Teil der Aufgaben hat die
Stadt Nürnberg auf Unternehmen übertragen, an denen
sie unmittelbar oder mittelbar beteiligt ist.
Die wirtschaftliche Situation der ausgewählten Beteiligungen hat sich im Geschäftsjahr 2015 überwiegend
positiv entwickelt. Die NürnbergMesse GmbH erzielte
mit 203,7 Mio. € den höchsten Umsatz der Unternehmensgeschichte in einem ungeraden Geschäftsjahr.
Das Klinikum Nürnberg schließt mit einem Jahresfehlbetrag von 3,84 Mio. € (Vorjahr: Jahresüberschuss von
ca. 1,8 Mio. €) ab. Der Jahresüberschuss der wbg
Nürnberg GmbH lag bei 15,8 Mio. € (Vorjahr 14,9 Mio.
€). Die Ertragssituation hat sich damit erfreulich positiv
entwickelt, auch wenn die Unternehmensgruppe nicht
auf Gewinnmaximierung ausgerichtet ist. Die Durchschnittsmiete aller wbg-eigenen Wohnungen liegt pro
Quadratmeter Wohnfläche bei 5,87 €. Dieser Wert liegt
deutlich unter dem Durchschnitt des aktuellen Nürnberger Mietenspiegels. Gerade hier wird deutlich, dass die
wbg dämpfend auf die Mietpreisentwicklung in Nürnberg einwirkt und eine sehr verantwortungsvolle Mietpreispolitik umsetzt, die den satzungsmäßigen Auftrag
der wbg Nürnberg GmbH ernst nimmt. Gleichzeitig
investiert die wbg in den Bestand und setzt ein ambitioniertes Neubauprogramm um.
Die Noris Arbeit gGmbH erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2015 einen Gewinn in Höhe von 299,59 €. Außerdem wurden 568 T€ in die zweckgebundenen Rücklagen eingestellt. Der Gewinn ist neben einem starken
operativen Geschäftsverlauf maßgeblich von einmaligen Sondereffekten – insbesondere von Rückstellungsauflösungen und ungeplanten Zuschussmittelzahlungen – geprägt. Entsprechend der vom Aufsichtsrat
beschlossenen Haushaltsplanung für 2016 ist für das
operative Geschäft erneut eine „schwarze Null“ geplant.
Bei der noris inklusion gemeinnützige GmbH reduziert
sich der Verlust im Jahresergebnis 2015 auf -293 T€
(Vorjahr -946 T€). Das Ergebnis relativiert sich insbesondere vor dem Hintergrund, dass in 2015 412 T€
Erlöse aus Nachverhandlungen mit den Kostenträgern
als periodenfremde Einmalzahlungen eingeflossen
sind.
Am Flughafen Nürnberg wurden im zurückliegenden
Geschäftsjahr 3,38 Mio. Passagiere abgefertigt. Der
Flughafen Nürnberg liegt dabei mit einem Zuwachs von
3,5 % etwa im Durchschnitt des deutschen Marktes und
ist damit erstmals seit fünf Jahren wieder auf Wachstumskurs. Zugleich schloss der Konzern das Jahr 2015
erstmals wieder mit einem positiven Ergebnis nach
Steuern in Höhe von 51 T€ ab.
Das Jahresergebnis 2015 der Städtische Werke Nürnberg GmbH mit einem Jahresüberschuss von 59,9 Mio.
€ ist geprägt durch den Veräußerungsgewinn aus dem
Verkauf von Geschäftsanteilen an der wbg Nürnberg
GmbH. Die Ergebnisabführungen der N-ERGIE und der
VAG verliefen weitgehend planmäßig.
Aus Konzernholding-Sicht ist insgesamt bei den Beteiligungen in 2015 eine weitgehend positive Entwicklung
zu konstatieren. Diese Entwicklung hat auch einen
unmittelbaren positiven Einfluss auf das Konzernergebnis und auf den städtischen Kernhaushalt.
Städtische Werke Nürnberg GmbH
Die StWN GmbH schließt das Geschäftsjahr 2015 mit
einem Jahresüberschuss von 59,9 Mio. € ab. Damit
verbesserte sich das Jahresergebnis im Vergleich zu
2014 (Jahresfehlbetrag i.H.v. 5,3 Mio. €) um 65,2 Mio.
€. Gegenüber dem Wirtschaftsplan liegt das Jahreser61
gebnis um 16,6 Mio. € besser als prognostiziert. Der
nach Tilgung der Verlustvorträge verbleibende Bilanzgewinn von 48,4 Mio. € wurde in die Gewinnrücklage
eingestellt.
Ursächlich für das Jahresergebnis ist vor allem die
Realisierung eines Veräußerungsgewinns aus dem
Verkauf von Geschäftsanteilen an der wbg Nürnberg
GmbH. Mit Wirkung zum 01.01.2015 hatte die StWN
GmbH 19,1 % ihrer Anteile an der wbg Nürnberg GmbH
an die wbg Immohold GmbH & Co. KG, einer mittelbaren 100%-Tochtergesellschaft der Stadt Nürnberg,
verkauft. Nach der Anteilsveräußerung hält die StWN
GmbH noch 40,9 % an der wbg Nürnberg GmbH.
Daneben ist das Jahresergebnis der StWN GmbH
weitestgehend durch die Ergebnisabführungen der
Tochtergesellschaften N-ERGIE und der VAG bestimmt.
Gegenüber dem Vorjahr erhöhte sich die Ergebnisabführung des N-ERGIE AG Teilkonzerns an die StWN
GmbH noch einmal um 0,8 Mio. € auf 67,7 Mio. € (Vorjahr 66,9 Mio. €), gleichzeitig stieg der Zuschussbedarf
der VAG nahezu deutlich rund 70 Mio. € in 2014 auf
rund 83,1 Mio. € in 2015.
Die Eigenkapitalquote auf Ebene der StWN GmbH ist
im Vergleich zum Vorjahr leicht um 1,4 % auf 60,8 %
gestiegen.
Selbstverständlich war auch in 2015 die Energiewende
für die N-ERGIE AG weiterhin ein dominierendes Thema. Über die 100%ige Tochter N-ERGIE Regenerativ
GmbH engagiert sich die N-ERGIE AG wie in den Vorjahren im Bereich der erneuerbaren Energien. Zusammen mit Partnern aus dem Stadtwerkeumfeld oder über
Bürgerbeteiligungen hält die N-ERGIE Regenerativ
GmbH Anteile an Gesellschaften, die Photovoltaik- und
Windkraftanlagen betreiben. In Summe beträgt das
Erzeugungsvolumen (installierte Leistung) der
N-ERGIE Regenerativ GmbH aus erneuerbaren Energien mittlerweile rund 68.511 kW (Vorjahr: 67.535 kW).
Als Folge der Unsicherheiten beim Ausbau der erneuerbaren Energien, insbesondere im Bereich der Windkraft, ließ die Dynamik gegenüber den Vorjahren deutlich nach. Auch die neu eingeführten Ausschreibungsverfahren bei der Photovoltaik erschwerten ein wirtschaftliches Engagement.
Für die N-ERGIE AG hat sich gleichzeitig an der unbefriedigenden Situation für den Betrieb konventioneller
Kraftwerke auch in 2015 nichts geändert.
Auch aus den Diskussionen zum neuen Strommarktdesign ergeben sich keine befriedigenden Aussichten zur
Lösung der durch die Energiewende geschaffenen
wirtschaftlichen Fragestellungen. Der Betrieb des Gaskraftwerks Irsching 5 erfolgte auch im Jahr 2015 fast
ausschließlich zum Zweck der Netzstabilisierung. Einem Antrag der Gesellschafter der Gemeinschaftskraftwerk Irsching GmbH (GKI) im März 2015 auf vorübergehende Stilllegung des Kraftwerks wurde nicht
stattgegeben. Auch die Situation der Vergütung aus
dem im März 2016 auslaufenden Redispatchvertrag ist
weiterhin unbefriedigend, sodass sich die Gesellschafter der GKI zu einer Klage gegen den Übertragungsnetzbetreiber auf Erhalt einer angemessenen Vergütung für die Vorhaltung des Kraftwerks entschieden
haben. Als Folge der bestehenden hohen Unsicherheiten war der verbleibende Beteiligungsbuchwert der GKI
bei der N-ERGIE um weitere 4.824 T€ auf Null T€ außerplanmäßig abzuschreiben.
Daneben erhöhten sich die laufenden Verluste als
Folge des auslaufenden Redispatchvertrages und der
ungelösten Anschlussregelung.
Die N-ERGIE AG rechnet aktuell damit, dass die geplante Ergebnisabführung in 2016 erreicht werden
kann.
Bei der zweiten wesentlichen Einheit des StWNKonzerns, der VAG, hat sich in 2015 der Trend der
Vorjahre im Wesentlichen fortgesetzt.
Die VAG beförderte im Jahr 2015 in Nürnberg (Nürnberg mit U-Bahn Fürth) 144,1 Mio. Fahrgäste. Die
rechnerische Zahl der Fahrten im öffentlichen Personennahverkehr (ÖV-Fahrten) sank damit leicht um
0,2 % von 144,4 Mio. auf 144,1 Mio. Fahrgäste. Wesentliche Ursache für den Rückgang ist der Konzessionsverlust der Linien 63 und 64.
Ähnlich wie in den Vorjahren entschieden sich 21,4 %
der Nürnberger bei der Verkehrsmittelwahl für den
ÖPNV. Mit durchschnittlich 210 ÖPNV-Fahrten pro
Person und damit drei Fahrten mehr als 2014 war ein
Anstieg der ÖPNV-Nutzung festzustellen. Durch den
Anstieg der Gesamtmobilität ging der ÖPNV-Anteil
dennoch von 21,5 % auf 21,4 % der Wege der Nürnbergerinnen und Nürnberger zurück. Die Zufriedenheit
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mit dem ÖPNV in Nürnberg erreicht mit einem Index
von +79 (Vorjahr +73) ein Rekordniveau.
Die Umsatzerlöse der VAG sanken im Geschäftsjahr
2015 um 8,2 Mio. € oder 5,5 % auf 140,1 Mio. €. Der
Rückgang resultiert im Wesentlichen aus der Anpassung des Einnahmeaufteilungsschlüssels im VGN. Die
Fahrgeldeinnahmen verringerten sich im Berichtsjahr
um 3,7 % auf 117,6 Mio. €. Gleichzeitig sanken die
sonstigen Umsatzerlöse, bestehend aus der Vermietung von Reklameflächen, Abrechnungsaufträgen und
periodenfremden Umsatzerlösen, um 7,3 Mio. €, während sich die Umsatzerlöse aus Betriebsführungsverträgen um 5,2 Mio. € auf 5,3 Mio. € erhöhten.
Auf der Aufwandseite fällt der Anstieg des Personalaufwands ins Gewicht. Dieser begründet sich neben
der Tariferhöhung bei den Löhnen und Gehältern um
1,8 Mio. € oder 2,5 % insbesondere mit dem Anstieg
der Aufwendungen für Altersversorgung um 8,1 Mio. €
aufgrund der höheren Zuführung zu den Pensionsrückstellungen.
Das negative Jahresergebnis und somit der Zuschussbedarf erhöhte sich dementsprechend im Vergleich
zum Vorjahr um 13,1 Mio. € auf 83,1 Mio. €.
Das Vergabeverfahren zur Beschaffung von 21 vierteiligen U-Bahn-Fahrzeugen vom Typ G1 und zweier
Optionen mit insgesamt 13 U-Bahn-Fahrzeugen vom
Typ G1 sowie der dafür erforderlichen Beistellungen
(zum Beispiel Videoausrüstung, Fahrgastzählgeräte,
Zugsicherungskomponenten) wurde im Jahr 2015 erfolgreich abgeschlossen. Die Firma Siemens wurde mit
der Fertigung der 21 Fahrzeuge beauftragt. Die 21
neuen U-Bahn-Züge dienen dem Ersatz der bislang
eingesetzten Triebwagen, deren Weiterbetrieb aufgrund
der hohen Lebensdauer nicht mehr wirtschaftlich ist.
Die Neubeschaffung der U-Bahn-Fahrzeuge wird im
Wesentlichen durch Fremdfinanzierung erfolgen. Zur
Unterstützung der Finanzierung der U-Bahn-Züge gewährt die Stadt Nürnberg eine städtische Bürgschaft in
Höhe von bis zu 160 Mio. €.
Im Geschäftsjahr 2015 wurde das Tarifprojekt der Stadt
Nürnberg mit externer Unterstützung erarbeitet und
beschlossen sowie ein erster Umsetzungsteil in den
Verbundgremien abgestimmt. Diese Maßnahmen wurden bereits zum 1. Januar 2016 umgesetzt.
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Klinikum Nürnberg
Das Klinikum schließt das Geschäftsjahr 2015 mit einem Jahresfehlbetrag von rund 3,84 Mio. € (Vorjahr:
Jahresüberschuss von rund 1,8 Mio. €) ab. Damit liegt
das Jahresergebnis gegenüber dem Wirtschaftsplan
deutlich schlechter als geplant. Der Wirtschaftsplan
2015 hatte zunächst einen Jahresüberschuss in Höhe
von 2,26 Mio. € ausgewiesen. Ursächlich hierfür ist
unter anderem der Anstieg der Aufwendungen für Altersversorgung aufgrund der höheren Zuführungen zu
den Pensionsrückstellungen durch den Rückgang des
handelsrechtlichen Rechnungszinses.
Für das Geschäftsjahr 2016 schließt der Erfolgsplan
des Klinikums mit einem Jahresfehlbetrag von 1,4 Mio.
€ ab. Positiv wird sich auf das Jahresergebnis in 2016
die Änderung der Regelung zur Ermittlung des handelsrechtlichen Rechnungszinses für Pensionsrückstellungen auswirken. Bei der Bewertung von Altersvorsorgeverpflichtungen ist zum Bilanzstichtag 31.12.2016 anstelle des bislang gültigen 7-Jahres-Durchschnittszinssatzes ein 10-Jahres-Durchschnittszinssatz zu Grunde
zu legen. Dies wird voraussichtlich dazu führen, dass
der Rechnungszins 2016 gegenüber 2015 wieder leicht
ansteigen wird. Somit wird in 2016, anders als noch im
Vorjahr, keine Zuführung zur Rückstellung aufgrund
des geänderten Rechnungszinses erforderlich sein und
die in 2015 gebildeten Rückstellungen können teilweise
wieder ergebniswirksam aufgelöst werden.
Eine große wirtschaftliche Herausforderung im Rahmen
der mittelfristigen Unternehmensplanung stellt weiterhin
die mittel- und langfristige Sicherstellung der finanziellen Handlungsfähigkeit dar. Vor dem Hintergrund des
investiv bedingten erheblichen Liquiditätsbedarfs der
kommenden Jahre, zählt hierzu insbesondere, eine
ausreichende Innenfinanzierung zu gewährleisten und
den Fremdfinanzierungsbedarf auf ein tragfähiges
Niveau zu begrenzen.
Um auch mittel- und langfristig finanziell handlungsfähig
zu bleiben, ist die in der Vergangenheit angestrebte
„Schwarze Null“ aufgrund der hohen eigenfinanzierten
Investitionsbedarfe zukünftig nicht mehr ausreichend,
um sicherzustellen, dass das Klinikum wirtschaftlich
aus eigener Kraft seinen Versorgungsauftrag erfüllen
kann.
Ende des ersten Quartals 2016 lässt sich eine Verringerung des abgerechneten Casemix (Summe der mit
dem kaufmännischen Schweregrad gewichteten Behandlungsfälle), vor Prüfung durch den Medizinischen
Dienst der Krankenkassen, bei einer gleichzeitigen
Zunahme der vollstationären Fallzahlen um 1,15 % im
ersten Quartal gegenüber dem Vorjahreszeitraum im
gleiche Zeitraum um 0,7 % feststellen, was auf einen
Rückgang der durchschnittlichen Fallschwere zurückzuführen ist.
Bereits für 2015 blieb der Landesbasisfallwert, als wichtigste Berechnungsgrundlage der abgerechneten Leistungen, mit einer Erhöhung gegenüber dem Vorjahr um
rund 2,1 % hinter der Kostenentwicklung zurück und
kann die verhandelten Tarifsteigerungen nicht kompensieren. In 2016 wurde der Landesbasisfallwert gegenüber dem Vorjahr um rund 1,74 % erhöht und fällt somit
deutlich geringer aus als erwartet und bleibt erneut
erheblich hinter den erwarteten Kostensteigerungen bei
Personal- und Sachkosten zurück.
Die ursprünglich im Wirtschaftsplan für 2016 vorgesehene Stabilisierung des EBITDA als operatives Ergebnis dürfte vor dem Hintergrund der geringen Steigerungsrate des Landesbasisfallwertes nur noch schwer
erreichbar sein. Einer erwarteten Erlössteigerung von
2,0 bis 2,5 % stehen Steigerungen bei den Betriebsaufwendungen in Höhe von 2,5 bis 3,0 % gegenüber.
Das Klinikum hat daher bereits begonnen, Maßnahmen
einzuleiten, um insbesondere den Anstieg der Personalaufwendungen gegenüber der ursprünglichen Planung zu reduzieren. Positiv auf das Jahresergebnis
wirkt der geschilderte Effekt durch die Änderung des
Rechnungszinses für die Pensionsrückstellungen.
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Flughafen Nürnberg GmbH
Am Flughafen Nürnberg wurden im zurückliegenden
Geschäftsjahr 3,38 Mio. Passagiere abgefertigt. Der
Flughafen Nürnberg liegt dabei mit einem Zuwachs von
3,5 % etwa im Durchschnitt des deutschen Marktes und
ist damit erstmals seit fünf Jahren wieder auf Wachstumskurs.
Während der innerdeutsche Verkehr ab Nürnberg leicht
rückläufig war (-1,4 %), konnten sich der Europaverkehr
(+5,7 %) und der Verkehr zu außereuropäischen Zielen
(+11,5 %) überproportional zum Bundesdurchschnitt
entwickeln. Der Linienverkehr steigerte sich auf 2,15
Mio. Fluggäste, der Touristikverkehr auf 1,18 Mio. Passagiere. Maßgebliche Treiber beim Fluggastaufkommen waren in 2015 SunExpress, Wizz Air, Turkish
Airlines und KLM.
Durch die Erhöhung der Passagierzahlen konnten im
Berichtsjahr im Konzern Umsatzerlöse von 92.312 T€
(im Vj. 88.654 T€) erzielt werden. Dies entspricht im
Vergleich zum Vorjahr einem Zuwachs von 4,1 %.
Damit wurde der Planwert für das Jahr 2015 um 3.171
T€ übertroffen.
Der Konzern schloss das Jahr 2015 mit einem positiven
Ergebnis nach Steuern in Höhe von 51 T€ ab. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einer Ergebnisverbesserung um 19.465 T€.
Hierzu ist anzumerken, dass das Jahresergebnis 2014
noch von einer Reihe von Einmaleffekten geprägt war,
hervorgerufen durch die Umsetzung struktureller Maßnahmen zur Zukunftssicherung. Diese Einmaleffekte,
die in Summe rund 16,1 Mio. € ausmachten, führten zu
einem Jahresfehlbetrag von 19,4 Mio. €. Hierunter
fielen in 2014 Kosten der Restrukturierung der Finanzierung, die in 2015 umgesetzt wurde, Maßnahmen der
Personalkostenoptimierung sowie eine Rückstellung
zur Beseitigung von Rückständen des Schadstoffs PFC
in Höhe von 10,0 Mio. €.
Zugleich hat sich auch die Kapitalstruktur der Flughafen
Nürnberg GmbH im zurückliegenden Geschäftsjahr
deutlich verbessert. Zur Sicherstellung einer stabilen
Finanzierungsstruktur der Flughafen Nürnberg GmbH
waren als Gesamtpaket mit Restrukturierungs- und
Konsolidierungsmaßnahmen der Flughafen Nürnberg
GmbH sowie den Beiträgen der Belegschaft des Flughafens, insbesondere auch Gesellschafterleistungen in
Form von Kapitalzuführungen erforderlich. Als eine
wesentliche Maßnahme haben die Gesellschafter der
Flughafen Nürnberg GmbH in 2015 das Eigenkapital
weiter erhöht. Die Bareinlagen wurden hälftig vom
Freistaat Bayern und der Stadt Nürnberg getragen.
Im Geschäftsjahr 2015 stieg das Eigenkapital damit
insgesamt um 47.551 T€. Diese Erhöhung setzt sich
zusammen aus der Einzahlung der Gesellschafter in
die Kapitalrücklage über 47.500 T€ und dem ausgewiesenen Jahresüberschuss über 51 T€. Gleichzeitig verringerte sich der Fremdkapitalbestand im Wesentlichen
bedingt durch die vorzeitige Rückzahlung von Darlehen. Insgesamt stieg die Eigenkapitalquote damit von
22,0 % auf 47,3 %.
Im ersten Halbjahr 2016 zeichnet sich eine gegenüber
2015 etwas schwierigere Entwicklung ab. Es flogen ab
Nürnberg bis einschließlich Juni weniger erlösrelevante
Einsteiger ab als geplant. Hauptursache hierfür ist die
instabile Sicherheitslage in der Türkei und in Nordafrika. Mit einer kurzfristigen Erholung des touristisch geprägten Türkei- und Ägyptenverkehrs ist wegen der
geopolitischen Lage in der Türkei und Nordafrika aktuell
kaum noch zu rechnen.
Die Geschäftsführung geht derzeit allerdings davon
aus, dass sich die Luftverkehrsumsätze zum Jahresende hin verbessern und die Zielwerte aus der Planung
trotz der Einbußen im Türkei- und Nordafrikaverkehr
übertroffen werden, da sich insbesondere die Erlöse
aus dem Low-Cost- und Sonderverkehr positiv entwickeln werden.
Ryanair eröffnet ab dem 1. November 2016 eine neue
Basis am Flughafen Nürnberg, mit fünf neuen Flugstrecken: nach Budapest (täglich), Malta (2 x wöchentlich),
Manchester (täglich), Mailand-Bergamo (täglich) und
Rom-Ciampino (täglich). Zudem werden zusätzliche
Flüge nach London angeboten.
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Weiterhin nimmt Germania den Flughafen Nürnberg ab
November 2016 ins Portfolio auf und weitet damit das
Angebot für die Kanarischen Inseln und Madeira ab
Nürnberg aus.
wbg Nürnberg GmbH
In 2015 erzielte die Unternehmensgruppe einen Jahresüberschuss von rund 15,6 Mio. € (Vorjahr 14,8
Mio. €). Der Jahresüberschuss der wbg Nürnberg
GmbH lag bei 15,8 Mio. € (Vorjahr 14,9 Mio. €).
Die Bilanzsumme der wbg Nürnberg GmbH hat sich
von 580,9 Mio. € im Vorjahr auf rund 605,9 Mio. € erhöht. Das Eigenkapital ist auf 216,3 Mio. € (Vorjahr
200,5 Mio. €) gestiegen und hat damit erneut den Wert
des Unternehmens gesteigert.
Die Ertragssituation hat sich damit erfreulich positiv
entwickelt, auch wenn die Unternehmensgruppe nicht
auf Gewinnmaximierung ausgerichtet ist.
Die Durchschnittsmiete aller wbg-eigenen Wohnungen
stieg pro Quadratmeter Wohnfläche und Monat um 0,17
€ auf 5,87 €. Dieser Wert liegt weiterhin deutlich unter
dem Durchschnitt des aktuellen Nürnberger Mietenspiegels. Gerade hier wird deutlich, dass die wbg
dämpfend auf die Mietpreisentwicklung in Nürnberg
einwirkt und eine sehr verantwortungsvolle Mietpreispolitik umsetzt, die nicht auf Gewinnmaximierung ausgerichtet ist, sondern den satzungsmäßigen Auftrag der
wbg Nürnberg GmbH ernst nimmt.
Dies zeigt auch das hohe Niveau der Instandhaltungsausgaben für den Wohnungsbestand. Die wbgUnternehmensgruppe hatte 2015 Ausgaben für laufende Instandhaltung und Modernisierung in Höhe von
32,5 Mio. € (Vorjahr 35,2 Mio. €).
Eine zentrale Aufgabe in den nächsten Jahren ist die
weitere Entlastung des Wohnungsmarktes durch die
verstärkte Neubautätigkeit. Hierzu sollen rund 1.000
Wohneinheiten neu errichtet werden, etwa hälftig im
Bereich des Mietwohnungsbaus und des Wohneigentums. Zudem beteiligt sich die wbg Nürnberg GmbH am
Sonderprogramm Wohnen der Stadt Nürnberg. In diesem Zusammenhang wurde das Neubauprogramm
aufgrund der aktuellen Lage und der sich verändernden
Rahmenbedingungen modifiziert und aufgrund der
beabsichtigten Übertragung von Grundstücken durch
die Stadt Nürnberg zur Schaffung von zusätzlichen
Wohnungen deutlich aufgestockt.
Die wbg Nürnberg GmbH rechnet in 2016 aktuell mit
einem Jahresergebnis leicht über dem Planwert (Jahresüberschuss i.H.v. 11,1 Mio. €).
Mit Vertrag vom 11.12.2014 wurde die wbg Immohold
GmbH & Co. KG gegründet. Komplementär der Gesellschaft ist die wbg Immohold Verwaltungs-GmbH, eine
100%-Tochtergesellschaft der Stadt Nürnberg, alleinige
Kommanditistin ist die wbg Nürnberg GmbH. Die Gesellschaft hat mit Wirkung für das Geschäftsjahr 2015
Geschäftsanteile an der wbg Nürnberg GmbH in Höhe
von 19,1 % von der StWN GmbH erworben mit der
Zielsetzung, die Anteile langfristig zu halten.
NürnbergMesse GmbH
Die NürnbergMesse (Konzern) erzielte 2015 einen
Umsatz von 203,7 Mio. € und blickt damit auf das
stärkste ungerade Geschäftsjahr in der Unternehmensgeschichte zurück.
Eigen- und Partnerveranstaltungen im Inland erreichten
einen Umsatz von 70,7 Mio. €, Gastveranstaltungen
48,1 Mio. € und das NCC NürnbergConvention Center
13,0 Mio. €.
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Der Umsatz des MesseService (einschließlich der
Holtmann GmbH & Co. KG) lag bei 49,4 Mio. € und der
Umsatz im Bereich International bei 22,4 Mio. €. Im
Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies einen turnusbedingten Umsatzrückgang von 25 Mio. €, dies entspricht
11 %. Gegenüber dem turnusgemäß besser vergleichbaren Geschäftsjahr 2013 stieg der Umsatz um 6 %.
Nach Veranstaltungsaufwendungen, Personalaufwendungen, Abschreibungen, sonstigen betrieblichen Aufwendungen, Bestandsveränderungen und zuzüglich
den sonstigen betrieblichen Erträgen sowie dem Beteiligungsergebnis erzielte die NürnbergMesse Group ein
operatives Ergebnis von 5,6 Mio. € (2014: 16,8 Mio. €;
2013: 32 T€) und ein Ergebnis vor Steuern von
1,8 Mio. € (2014: 11,7 Mio. €; 2013: -4,0 Mio. €).
Das Konzernergebnis 2015 hat sich mit einem Jahresergebnis von -109 T€ im Vergleich zum turnusgemäß
stärkeren Vorjahr 2015 (Jahresüberschuss von
8,2 Mio. €) entsprechend reduziert. Die Nürnberg Messe GmbH zeigt für 2015 im Einzelabschluss einen Jahresüberschuss von rund 1,8 Mio. €.
2015 nahmen 27.147 Aussteller (2013: 26.818) und
1,23 Mio. Besucher (2013: 1,13 Mio.) an 161 Veranstaltungen (2013: 174) der NürnbergMesse Group teil.
Insgesamt wurden 2015 rund 875.000 m² Nettofläche
(2013: 808.000 m²) bei Veranstaltungen der NürnbergMesse Group gebucht.
Im Marktsegment der »internationalen Fachmessen«
wuchs die NürnbergMesse deutlich stärker als der
deutsche Markt: Mit 4 % mehr Ausstellern, 6 % mehr
Fachbesuchern und weiteren 5 % Zuwachs bei der
Ausstellerfläche, jeweils gegenüber der Vorveranstaltung, liegt die Entwicklung der wesentlichen MesseKennzahlen bei der NürnbergMesse deutlich über dem
Branchentrend.
Für das laufende Geschäftsjahr zeigt sich zum 1. Halbjahr eine leicht überplanmäßige Entwicklung. Für das
Jahresergebnis wird eine leichte Verbesserung gegenüber den Planwerten des Wirtschaftsplans 2016 erwartet.
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Noris Arbeit gGmbH
Insgesamt fiel das Wachstum der Wirtschaft in
Deutschland im Jahr 2015 mit 1,7 % des realen Bruttoinlandsprodukts so hoch aus, wie bereits im Jahr 2014.
Auch für das Jahr 2016 liegen die Erwartungen bei 1,8
%. Insofern werden neue Jobs entstehen und es dürfte
die Arbeitslosigkeit rückläufig sein.
Gegenläufig ist jedoch der hohe Zustrom neuer Arbeitskräfte aufgrund der starken Fluchtmigration im
Jahr 2015. Die Bundesregierung verfolgt das klare Ziel,
die Arbeitsmarktintegration von Flüchtlingen nicht zu
Lasten der bestehenden Langzeitarbeitslosen und
Langzeitleistungsbeziehern nach dem SGB II zu realisieren. Insofern steigen die Leistungen zur Eingliederung in den Arbeitsmarkt sowohl im SGB III als auch im
SGB II an.
Die NOA hat diese Veränderung frühzeitig als Chance
erkannt und sich bereits Ende 2015 auf dem Markt der
Träger etabliert, die Integrationsleistungen für Flüchtlinge anbieten.
Eine Folge ist auch, dass sich die NOA beim BAMF als
Träger von Integrationssprachkursen beworben hat.
Ziel ist eine verstärkte Kombination der Sprachvermittlung mit anderen Integrationsinstrumenten.
Ab 01.08.2016 wird das neue Arbeitsmarktprogramm
„Flüchtlingsintegrationsmaßnahmen FIM“ etabliert. Die
NOA ist hier in Nürnberg Vorreiter und hat bereits mehr
als 200 solcher Arbeitsgelegenheiten beantragt und
beabsichtigt deren Verdoppelung.
Im Endausbau hätte die NOA bei sich selbst ca. 400
SGB II- und bis zu 400 FIM-Arbeitsgelegenheiten organisiert. Das Programm wir bis Ende 2020 finanziert.
Die Gesellschaft erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2015
einen Gewinn in Höhe von 299,59 €. Außerdem wurden
568 T€ in die zweckgebundenen Rücklagen eingestellt.
Der Gewinn ist neben einem starken operativen Geschäftsverlauf maßgeblich von einmaligen Sondereffekten – insbesondere von Rückstellungsauflösungen und
ungeplanten Zuschussmittelzahlungen – geprägt.
Die Umsatzerlöse sind von 10,938 Mio. € in 2014 auf
9,329 Mio. € im Jahr 2015 gesunden. Dies entspricht
einer Minderung um 14,71 %. Die gewährten Zuschüsse stiegen leicht von 4,899 Mio. € in 2014 auf 4,914
Mio. € in 2015, was einer Mehrung von 0,31 % entspricht.
Die Personalaufwendungen betrugen im Jahr 2015
6,818 Mio. €. Im Vorjahr waren Personalaufwendungen
mit 8,090 Mio. € angefallen. Die Personalkostensenkung ist im Wesentlichen im projektbedingten Teilnehmerpersonal entstanden. Die Ausgründung der
NOA.kommunal GmbH bzw. der Übergang von Personal bewirkte zudem eine Reduzierung der Personalaufwendungen im Stammpersonal.
Aufgrund der im Jahr 2015 eingetretenen Stabilisierung, der Anmietung eines neuen Stammsitzes und
dem starken Zustrom von Flüchtlingen, geht die Geschäftsführung davon aus, dass im Jahr 2016 das Volumen der Geschäftstätigkeit noch erweitert werden
kann. Entsprechend der vom Aufsichtsrat beschlossenen Haushaltsplanung für 2016 ist für das operative
Geschäft erneute eine „schwarze Null“ geplant.
noris inklusion gemeinnützige GmbH
(vormals: Werkstatt für Behinderte der Stadt Nürnberg
gGmbH)
Im Geschäftsjahr 2015 konnten nochmals positive
Einmaleffekte durch Nachzahlungen von Entgelten
verbucht werden. Der Abschluss neuer Verträge im
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Bereich des stationären Wohnens und auch im ambulanten Wohnen ist 2015 erstmals voll ertragswirksam
geworden. Hierdurch konnte die Refinanzierung in
diesen Bereichen auf fast 100 % verbessert werden.
Die Entwicklung der Umsätze im Arbeitsbereich hat
sich um gut 7,7 % erhöht, was durch eine Stabilisierung der Produktion in 2015 nach der Fertigungsumstellung 2014 geschuldet ist.
Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit lag
zum 31.12.2015 bei -271 T€ (Vorjahr -927 T€) und in
Folge reduziert sich der Verlust im Jahresergebnis auf
-293 T€ (Vorjahr -946 T€). Das Ergebnis relativiert sich
insbesondere vor dem Hintergrund, dass in 2015 412
T€ Erlöse aus Nachverhandlungen mit den Kostenträgern als periodenfremde Einmalzahlungen eingeflossen sind. Trotz Tarifsteigerungen, insbesondere beim
Tarif „Sozial- und Erziehungsdienst“ in Höhe von 117
T€, verringerten sich die Personalkosten im Jahr 2015
um 90 T€ auf 12.481 T€ (Vorjahr 12.571 T €). Dies ist
im Wesentlichen auf die Entwicklung der Personalrückstellungen zurückzuführen.
Das Geschäftsfeld Wohnen ist mit zwei Wohnheimen
mit 90 Plätzen sowie 115 Plätzen im Ambulant Betreuten Wohnen voll ausgelastet. Auch wenn durch die
Neuverhandlungen für den Bereich stationäres und
ambulantes Wohnen nun eine den Rahmenleistungsvereinbarungen entsprechende finanzielle Ausstattung
vorliegt, besteht insbesondere für das Ambulante Betreute Wohnen weiterhin Nachbesserungsbedarf.
Auch in Zukunft gibt es notwendige Organisationsleistungen (Wohnungssuche, Organisation von Ein-, Umzügen, Vorbereitung von ABW-Einzügen mit Betroffenen, Eltern, Behörden, …), die nicht von der Refinanzierung erfasst sind – obwohl die Kostenträger und die
Politik einen Ausbau der ambulanten Angebote propagieren. Ohne das Erbringen von Organisationsleistungen würde sich jedoch nicht nur eine Stagnation, sondern sogar ein Rückgang im ABW-Angebot ergeben.
Im Arbeitsbereich sind die Entgelteinnahmen in 2015,
verglichen mit 2014, um 707 T€ gestiegen. Hierin sind
jedoch die Nachzahlungen in Höhe von 412 T€ enthalten (Einmaleffekt!). Das Ergebnis im Arbeitsbereich lag
mit einem Rohertrag von 2.067 T€ um 116 T€ unter
dem des Vorjahres (2.183 T€).
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