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Zusammenfassung und Ausblick (vom September 2016)
Maschinell extrahierter Text. Tabellen verlieren dabei ihre Form, verbindlich ist das Original.
F.9 Zusammenfassung und Ausblick (vom September 2016)
Es gibt in diesem Jahr ganz klar zwei Ziele für die
Haushaltsberatungen im November:
Eine breite Mehrheit für einen genehmigungsfähigen Haushaltsplan 2017.
Die richtige Weichenstellung zur langfristigen
Finanzierung unseres Investitionshaushalts.
Die wesentlichen Eckdaten des Haushaltsplanentwurfs
2017 sind sehr nahe an den Eckdaten des Haushaltsplans 2016 - was bedeutet das?
Gut ist, dass die Zahlen 2017 insgesamt nicht
wesentlich schlechter sind und der Haushalt
genehmigungsfähig ist.
Nicht so gut ist, dass sich wesentliche Zahlen nicht
verbessert haben. Wir haben keinen ausgeglichenen Haushalt, sondern wieder ein leicht
negatives Haushaltsergebnis. Und wir haben wieder eine hohe Verschuldung im mittleren zweistelligen Millionenbereich.
Der Grund liegt darin, dass der prognostizierte
Zuwachs bei den Steuereinnahmen und Zuschüssen
sowie bei wesentlichen Ausgabenpositionen wie
Personal- und Sozialausgaben parallel läuft und
deshalb keine Haushaltsentlastung möglich ist. Das
populäre Argument, die Rekordsteuereinnahmen
müssten doch reichen, vergisst, dass wir es auch mit
hohen Anforderungen zu tun haben, die Geld kosten:
Sauberkeit und schöne Grünflächen, Digitalisierung von
Verwaltung und Bildung, Bereitstellung von
Wohnflächen, Schulen und Kinderbetreuung in einer
wachsenden Stadt, Sanierung von Infrastruktur und die
positive Bewältigung der Integration unserer Flüchtlinge.
Deswegen haben wir auch 2017 steigende Haushaltsausgaben bei Personal- und Sozialausgaben, zur
Mobilisierung von Bauflächen und bei den IT-Kosten.
Auch der Mittelfristige Investitionsplan steigt nochmal
an, wir mussten neue Maßnahmen aufnehmen wie
das Sirenenwarnsystem,
die Sanierung der Lagune,
drei neue Kinderhorte,
die Verbesserung des Radwegeausbaus,
die Schule und den Hort Thoner Espan sowie
die neue Taekwondo-Halle.
Deshalb bleibt die geplante Verschuldung hoch, viele
werden sagen, zu hoch - allerdings muss man
bedenken, dass wir damit langfristig eine wichtige
Infrastruktur und damit Lebensqualität für unsere
Bürgerinnen und Bürger finanzieren.
Aber die Zahlen zeigen auch, dass die Prognosen des
„Szenarios 2026“ aus dem Jahr 2014 und der
Fortschreibung 2015 Realität sind und werden und sich
konkret in unserem Haushalt zeigen.
Zusammengefasst ist die Situation kurz vor den
Haushaltsberatungen im Jahr 2016 ähnlich wie im
letzten Jahr, die Haushaltsdaten sehr ähnlich, die
Perspektiven unverändert, aber der Handlungsdruck
hat sich erhöht. Wir brauchen dieses Jahr eine
Entscheidung über die langfristige Finanzierung des
Stadthaushalts.
Dabei halte ich die Strategie eines Dreiklangs aus
Sparen, Einnahmensteigerung und Neuverschuldung
für vertretbar im Sinne künftiger Generationen. Ich hoffe
daher auch hier auf einen breiten Konsens im Sinne der
Zukunft unserer Stadt.
Nürnberg, im September 2016
Harry Riedel, Stadtkämmerer Nürnberg
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