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C Beteiligungen

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Beteiligungsbericht der Stadt Nürnberg 2020 Ansprechpartner: Referat für Finanzen, Personal und IT Tel: +49 (0) 911 / 2 31-2681 Inhalt C. Beteiligungen C.1 Kurzzusammenfassung der wirtschaftlichen Lage der Beteiligungen C.2 Städtische Werke Nürnberg GmbH C.3 N-ERGIE Aktiengesellschaft C.4 VAG Verkehrs-Aktiensgesellschaft C.5 Nürnberg Messe GmbH C.6 Flughafen Nürnberg GmbH C.7 Wohnungsbaugesellschaft der Stadt Nürnberg C.8 Klinikum Nürnberg C.9 Noris-Arbeit gGmbH C.10 noa.Kommunal GmbH C.11 noris inklusion gGmbH C.12 Hafen Nürnberg-Roth GmbH C.13 Projektentwicklungsgesellschaft St. Leonhard-Nord mbH C.14 GkF - Gesellschaft für kulturelle Freiräume mbH C.1 Kurzzusammenfassung der wirtschaftlichen Lage ausgewählter Beteiligungen Die Stadt Nürnberg erfüllt ihre vielfältigen Aufgaben für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt nicht nur durch ihre klassischen Dienststellen der Stadtverwaltung. Ei￾nen nicht unerheblichen Teil der Aufgaben hat die Stadt Nürnberg auf Unternehmen übertragen, an denen sie unmittelbar oder mittelbar beteiligt ist. Die wirtschaftliche Situation der ausgewählten Beteili￾gungen hat sich im Geschäftsjahr 2019 überwiegend po￾sitiv entwickelt. Das Jahresergebnis 2019 der Städtische Werke Nürn￾berg GmbH mit einem Jahresüberschuss von 64,3 Mio. € ist auf die Ergebnisabführungen der N-ER￾GIE zurückzuführen. Gegenüber dem Vorjahr sank die Ergebnisabführung des N-ERGIE AG Teilkonzerns an die StWN GmbH um 3,9 Mio. € auf 69,7 Mio. € (Vorjahr 73,6 Mio. €), gleichzeitig erhöht sich der Zuschussbedarf der VAG im Vergleich zum Vorjahr um 6,6 Mio. € auf 76,4 Mio. €. Das Klinikum Nürnberg schließt 2019 erneut mit einem Jahresfehlbetrag (-3,62 Mio. €) ab, der aber um 1,46 Mio. € geringer ausfällt, als im Vorjahr (2018: Jahresfehlbetrag von -5,08 Mio. €). Der Wirt￾schaftsplan 2019 hatte noch einen Jahresfehlbetrag in Höhe von -4,56 Mio. € ausgewiesen. Vor diesem Hin￾tergrund sind weiterhin Maßnahmen zur strukturellen Verbesserung der Kostensituation erforderlich. Mit 4,1 Millionen Passagieren im Jahr 2019 lag der Alb￾recht Dürer Airport Nürnberg erneut oberhalb der 4- Millionen-Marke. Gegenüber dem Vorjahr ging die Zahl der beförderten Fluggäste um 8,0 % zurück (2018: 4,66 Mio. Passagiere). Der Rückgang resultiert haupt￾sächlich aus der insolvenzbedingten Betriebseinstellung der Germania, der bis zu diesem Zeitpunkt stärksten Touristikairline in Nürnberg. Das geringere Verkehrsauf￾kommen hatte wesentlichen Einfluss auf die wirtschaftli￾che Lage der einzelnen Gesellschaften und damit auf den Konzern. So ergibt sich für 2019 ein Konzerngewinn nach Steuern in Höhe von 3,01 Mio. € (Vorjahr: 4,09 Mio. €). Der Konzernumsatz liegt auch in 2019 bei über 100 Mio. € und das EBITDA beträgt 17,6 Mio. €. Der Jahresüberschuss der wbg Nürnberg GmbH lag 2019 bei 14,8 Mio. € (Vorjahr: 15,8 Mio. €). Die Ertrags￾situation war damit nach wie vor erfreulich positiv, auch wenn die Unternehmensgruppe nicht auf Gewinnmaxi￾mierung ausgerichtet ist. Die Durchschnittsmiete aller wbg-eigenen Wohnungen liegt pro Quadratmeter Wohn￾fläche bei 6,53 €. Dieser Wert liegt weiterhin deutlich un￾ter dem Durchschnitt des Nürnberger Mietenspiegels 2019 von monatlich 7,98 EUR je m² Wohnfläche. Gerade hier wird deutlich, dass die wbg dämpfend auf die Miet￾preisentwicklung in Nürnberg einwirkt und eine sehr ver￾antwortungsvolle Mietpreispolitik umsetzt, die den sat￾zungsmäßigen Auftrag der wbg Nürnberg GmbH ernst nimmt. Gleichzeitig investiert die wbg in den Bestand und setzt ein ambitioniertes Neubauprogramm um. 2019 stellt das bisher erfolgreichste ungerade Jahr in der Unternehmensgeschichte der NürnbergMesse Group dar, sowohl bei der Umsatzentwicklung, bei der Ertrags￾lage als auch bei den Ausstellerzahlen. Mit 285,7 Mio. € Umsatz konnte 2019 ein neuer Rekordwert erzielt wer￾den. Zwar liegt der Umsatz um 29,4 Mio. € oder 9,3 % unter dem des Vorjahres. In Relation zum turnusgemäß vergleichbaren Geschäftsjahr 2017 entspricht dies aller￾dings einer Umsatzsteigerung von 80,2 Mio. € oder 39,0 %. Das Jahresergebnis vor Steuern beträgt 7,6 Mio. € (Vorjahr: 39,4 Mio. €; 2017: -5,6 Mio. €). Im Jahr 2019 nahmen 35.439 Aussteller/-innen (aufgrund Messeturnus 2017: 27.829) und 1,39 Mio. Besucher/-in￾nen (2017: 1,19 Mio.) an 176 Veranstaltungen der Nürn￾bergMesse Group teil. Die Noris Arbeit gGmbH hat im Geschäftsjahr 2019 einen Jahresüberschuss in Höhe von 36 T€ ausge￾wiesen. Die Umsatzerlöse haben sich im Vergleich zum Vorjahr um 11,39 % verringert. Bei der noris inklusion gemeinnützige GmbH ist im Jahresergebnis 2019 ein Verlust in Höhe von -734 T€ zu verzeichnen, der um 71 T€ unter dem Vorjahresniveau (2018: 805 T€) liegt. Die Umsätze im Arbeitsbereich erhöhten sich im Jahr 2019 um 61 T€ auf 2.718 T€ (Vorjahr: 2.657 T€). Das Er￾gebnis im gesamten Arbeitsbereich lag mit einem Roher￾trag von 828 T€ um 14 T€ über dem des Vorjahres (814 T€). Aus Konzernholding-Sicht ist in 2019 insgesamt bei den Beteiligungen eine weitestgehend positive Entwicklung zu konstatieren. Diese Entwicklung hat auch einen un￾mittelbaren positiven Einfluss auf das Konzernergebnis und auf den städtischen Kernhaushalt. In der Vorschau auf das Geschäftsjahr 2020 ist festzustellen, dass sich diese Entwicklung im Zuge der Corona-Pandemie mitun￾ter wesentlich verschlechtern wird, insbesondere beim Albrecht Dürer Airport Nürnberg und der Nürnberg￾Messe Group. Städtische Werke Nürnberg GmbH Die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der StWN GmbH ist im Geschäftsjahr 2019 geprägt durch Sonder￾effekte und daher überdurchschnittlich positiv. Die StWN GmbH schließt das Geschäftsjahr 2019 mit ei￾nem Jahresüberschuss von 64,3 Mio. € ab. Damit ver￾besserte sich das Jahresergebnis im Vergleich zu 2018 (Jahresüberschuss in Höhe von 3,3 Mio. €) um 61,0 Mio. €. Das positive Ergebnis der Geschäftstätigkeit von 65,9 Mio. € ist deutlich besser, als geplant. Gründe hier￾für sind insbesondere auf die außerordentlichen Erträge aus dem Verkauf der wbg-Anteile zurückzuführen. Die N-ERGIE führte einen Gewinn von 69.684 T€ (Vor￾jahr 73.597 T€) an die StWN ab, während die VAG einen Zuschussbedarf von 76.401 T€ (Vorjahr 69.842 T€) auf￾weist. Das Jahresergebnis der StWN GmbH ist weitestgehend durch die Ergebnisabführungen bestimmt. Maßgeblich für das Jahresergebnis ist daher vor allem die Ergebnis￾entwicklung bei den Tochtergesellschaften N-ERGIE und der VAG. Selbstverständlich war auch in 2019 die Energiewende im Allgemeinen und das Engagement der N-ERGIE AG im Bereich erneuerbare Energien weiterhin ein dominie￾rendes Thema. Bereits im Geschäftsjahr 2018 waren am Netz der N-ER￾GIE AG Tochter MDN Main-Donau Netzgesellschaft GmbH mehr als 51.000 Wind-, Photovoltaik- und Biogas￾anlagen mit einer installierten Leistung von rund 2.400 Megawatt angeschlossen. Die N-ERGIE leistet damit in der Region einen wesentlichen Beitrag zum Gelingen der Energiewende, und macht damit deutlich, dass eine stark dezentral geprägte, regionale Umsetzung der Energiewende möglich ist. Über die 100%ige Tochter N-ERGIE Regenerativ GmbH engagiert sich die N-ERGIE AG wie in den Vorjahren im Bereich der erneuerbaren Energien. Zusammen mit Partnern aus dem Stadtwerkeumfeld oder über Bürger￾beteiligungen hält die N-ERGIE Regenerativ GmbH An￾teile an Gesellschaften, die Photovoltaik- und Windkraft￾anlagen betreiben. In Summe beträgt das Erzeugungs￾volumen (installierte Leistung) der N-ERGIE Regenera￾tiv GmbH aus erneuerbaren Energien mittlerweile rund 93.970 kW (Vorjahr: 91.808 kW). Für die N-ERGIE AG hat sich gleichzeitig an der unbe￾friedigenden Situation für den Betrieb konventioneller Kraftwerke auch in 2019 nichts geändert. Für die Gemeinschaftskraftwerk Irsching GmbH (GKI), Vohburg, an der die N-ERGIE mit 25,2 % beteiligt ist, kann trotz der gestiegenen Marktpreise weiterhin kein positiver Einsatz in Aussicht gestellt werden. Die Gesell￾schafter der GKI beschäftigen sich aktuell mit einer mög￾lichen Vermarktungsstrategie. Der Betrieb der Anlage erfolgte ausschließlich unter der Regie des Übertra￾gungsnetzbetreibers, wobei die hierfür an die Gesell￾schaft zu leistende Vergütung die Kosten weiterhin nicht deckte. Die aktuelle Stilllegungsanzeige läuft noch bis zum 30.09.2020. Um die Periode 4 der Netzreserve bis 30. September 2021 zu verlängern, hat der Gesellschaf￾terkreis eine erneute Anzeige zur vorläufigen Stilllegung des Kraftwerks gestellt. Eine Änderung zum Positiven ist derzeit nicht in Sicht. Die Märkte der Energiewirtschaft stehen vor großen Her￾ausforderungen und müssen sich im Sinne der Energie￾wende neu definieren. Dieser Strukturwandel wird nicht nur durch den Übergang von fossilen auf erneuerbare Energieträger bestimmt, sondern zunehmend auch von smarten Technologien zur Übertragung, Speicherung und Flexibilisierung sowie zum Ausbau der Elektromobi￾lität, da sich durch die Digitalisierung komplett neue Ge￾schäftsfelder eröffnen. Ein wichtiger Bestandteil zur Erreichung der Klima￾schutzziele und zur dezentralen Verankerung der Ener￾giewende ist die Förderung der Elektromobilität, deren Markt kontinuierlich weiterwächst. Um den Aufbau und die intelligente Steuerung von Ladepunkten für Elektro￾fahrzeuge individuell und skalierbar zu gestalten sowie vorhandenes Know-How weiterzuentwickeln, hat sich die N-ERGIE über ihre Tochtergesellschaft N-ERGIE Regenerativ an der emonvia GmbH beteiligt. Darüber hinaus wird die Verbreitung des Elektromobilitätsgedan￾kens im öffentlichen Bewusstsein durch die N-ERGIE Kampagne „wir sind das e im Auto“ sowie den dazuge￾hörigen Internetauftritt unterstützt. Außerdem ist die N￾ERGIE Partner im Ladeverbund+, einer Kooperation von derzeit 60 Stadt- und Gemeindewerken in Bayern, Ba￾den-Württemberg, Hessen und Rheinland-Pfalz. Im Herbst 2019 konnte die 500ste Ladestation in der Metro￾polregion in Betrieb genommen werden. Insgesamt entwickelte sich die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der N-ERGIE AG in 2019 positiv. Das Ergeb￾nis der Geschäftstätigkeit des Geschäftsjahres 2019 liegt mit 135,0 Mio. € um 5,8 Mio. € bzw. 4,5 % über dem Vorjahreswert und damit deutlich höher, als geplant. Aufgrund des Organschaftsverhältnisses erhält die Thüga Aktiengesellschaft, München, als außenstehende Aktionärin eine Ausgleichszahlung in Höhe von rund 32 Mio. €. Unter Berücksichtigung des Steueraufwands und nach Dotierung der Gewinnrücklage konnten an den Organträger StWN GmbH rund 69,7 Mio. € abgeführt werden. Auch die zweite wesentliche Einheit des StWN-Kon￾zerns, die VAG, blickt in 2019 auf ein erfolgreiches Ge￾schäftsjahr zurück. Die VAG beförderte im Jahr 2019 in Nürnberg (Nürnberg mit Nachbarorten und U-Bahn Fürth) 167,4 Mio. Fahr￾gäste (0,1 % mehr im Vergleich zum Vorjahr). Die VAG führt kontinuierliche Marktanalysen zum Mobi￾litätsverhalten der Nürnberger Bevölkerung inklusive ei￾ner Erhebung der Einschätzungen und Einstellungen zum ÖPNV durch. Mit durchschnittlich 230 ÖPNV-Fahr￾ten pro Person und damit zwei Fahrten mehr als 2018 war erneut ein Anstieg der ÖPNV-Nutzung festzustellen. Der ÖPNV-Anteil erreichte mit 23,1 % den bislang höchsten gemessenen Wert. Gleichzeitig lag der Pkw￾Anteil mit 29,6 % auf dem bislang niedrigsten Niveau. Der Zufriedenheitsindex (Saldo aus Anteil zufriedener und unzufriedener Kunden) mit dem Nürnberger ÖPNV stellt einen Mittelwert aus 34 spezifisch erhobenen Leis￾tungsmerkmalen wie Sauberkeit, Pünktlichkeit oder Fahrtzeit dar und lag mit +56 um drei Punkte höher, als im Vorjahr. Deutlich überdurchschnittlich wurden die Ka￾tegorien Service, Komfort und Fahrtzeit/Zuverlässigkeit bewertet. Zum 1. Januar 2019 wurden die Preise im VGN ange￾passt. Grundlage war der im VGN jährlich berechnete ÖPNV-spezifische Warenkorbindex, der für 2019 eine durchschnittliche preisbedingte Kostensteigerung von 2,57 % prognostizierte. Dieser Index wurde durch die Aussetzung der Preiserhöhung bei 4er-Tickets und Ta￾gesTickets Plus in den Tarifstufen A und B nicht voll aus￾geschöpft. Inklusive eines Zuschlags von 0,5 % zur Ab￾schmelzung der Kosten früherer Verbundraumerweite￾rungen ergab sich eine VGN-weite Fahrpreiserhöhung von durchschnittlich 2,69 %. Der Geltungsbereich von Fahrscheinen der Tarifstufen A, B und K (bislang Nürn￾berg-Fürth-Stein) wurde um Teile des Landkreises Fürth (Oberasbach, Zirndorf) erweitert. Die Verkaufsentwicklung zeigte sich insgesamt stabil. In Summe betreut die VAG seit diesem Jahr mehr als 100.000 Abokunden/-kundinnen. Zwei Drittel der Neube￾stellungen erfolgen inzwischen online. Im Rahmen einer einjährigen Umstellungsphase wurden alle Privatkun￾den/-kundinnen im Abonnement auf die seit 2018 aus￾gegebene Chipkarte als Trägermedium für das im Ver￾bund eingeführte eTicket umgestellt. Die Chipkarte kann gleichzeitig zum Ausleihen eines Fahrrads im Vermiet￾system „VAG_Rad“ genutzt werden. Dieses wurde im Juni 2019 neu in Betrieb genommen. Insgesamt erhöhten sich die Verkehrserlöse inklusive Verkehrsnebenerlöse im Berichtsjahr im Vorjahresver￾gleich um 2,9 % auf 158,1 Mio. €. Die öffentlichen Aus￾gleichsleistungen für die Schwerbehindertenbeförde￾rung sowie für den Schülerverkehr nehmen dabei um 5,4 % bzw. um 11,4 % ab. Die Umsatzerlöse der VAG insgesamt sanken im Geschäftsjahr 2019 um rund 3,4 Mio. € von rund 179,9 Mio. € in 2018 auf 176,5 Mio. €. Auf der Aufwandseite fällt die Erhöhung des Personal￾aufwands um 4,0 % zum Vorjahr ins Gewicht. Daneben steigen die sozialen Abgaben und Aufwendungen für Al￾tersversorgung und für Unterstützung hauptsächlich auf￾grund der Zuführung zu den Pensionsrückstellungen um insgesamt 2.278 T€. Die planmäßigen Abschreibungen liegen um 1.314 T€ (5,9 %) infolge nachträglich gewährter Zuschüsse unter dem Vorjahreswert. Die sonstigen betrieblichen Aufwen￾dungen erhöhen sich im Berichtsjahr um 5.029 T€. Dies ist hauptsächlich auf die Zuführung der Rückstellung für Verbundeinnahmen sowie auf höhere IT-Aufwendungen zurückzuführen. Das negative Jahresergebnis und somit der Zuschuss￾bedarf erhöht sich im Vergleich zum Vorjahr um 6.559 T€ auf 76.401 T€. Das negative Jahresergebnis wird auf Basis des bestehenden Ergebnisabführungs￾vertrags von der Muttergesellschaft StWN ausgeglichen. Im Ausblick auf das Jahr 2020 geht die N-ERGIE davon aus, dass die Ergebnisabführung an die StWN nur unter￾planmäßig erfolgen kann. Zugleich zeigt sich bei der VAG hinsichtlich des Zuschussbedarfs eine Verschlech￾terung im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um rund 6,8 Mio. €. Gegenüber Plan ergibt sich eine Verbesse￾rung von knapp 4,4 Mio. €. Hier führen die Corona-Pan￾demie und die daraus resultierenden Einschränkungen im öffentlichen Leben seit März 2020 zu einem deutli￾chen Einbruch der Verkehrserlöse. Im 2. Quartal hat sich die Zahl der ÖV-Fahrten gegenüber dem Vorjahr (-61,8 %) und Plan (-62,3 %) drastisch verringert. Die Beförde￾rungsleistung im Stadtgebiet Nürnberg einschließl. U￾Bahn Fürth liegt im 2. Quartal um 30,5 % unter Vorjahrs￾niveau. Für 2020 wurden seitens des Bundes und des Freistaates Bayern Ausgleichszahlungen aus dem ÖPNV-Rettungsschirm zugesagt. Klinikum Nürnberg Das Klinikum Nürnberg (Kommunalunternehmen) schließt 2019 mit einem Jahresfehlbetrag in Höhe von -3,62 Mio. € ab. Gegenüber dem Vorjahr (-5,08 Mio. €) fällt der Jahresfehlbetrag um 1,5 Mio. € und somit spür￾bar geringer aus. Auch gegenüber dem Wirtschaftsplan liegt das Jahresergebnis besser. Der Wirtschaftsplan 2019 hatte noch einen Jahresfehlbetrag in Höhe von -4,6 Mio. € ausgewiesen. Die Umsatzerlöse erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um 4,4 % auf 585,2 Mio. €. Auch die sonstigen betriebli￾chen Erträge sind angestiegen (+1,4 %), was im We￾sentlichen auf die Auflösung von Rückstellungen im Um￾fang von 9,3 Mio. € zurückzuführen ist. Der Umsatz und die sonstigen betrieblichen Erträge konnten in der Grö￾ßenordnung von zusammen 8,7 Mio. € damit stärker ge￾steigert werden, als im Wirtschaftsplan vorgesehen, je￾doch überstiegen auch die Betriebsaufwendungen mit 591,2 Mio. € im Ist-Ergebnis den Planansatz um 6,0 Mio. € deutlich. Wesentliche Aufwandsposition bei den Betriebsaufwen￾dungen stellt dabei mit insgesamt 390,7 Mio. € der Per￾sonalaufwand dar. Die Kostenstruktur des Klinikums wird im Wesentlichen durch die Personalaufwendungen geprägt. Gegenüber dem Vorjahr sind diese um 8,6 Mio. € oder 2,3 % angestiegen. Der Aufwand für Lohn und Gehalt – ohne die Kosten für Sozialversiche￾rung und Altersversorgung – hat sich um 10,7 Mio. € bzw. 3,5 % erhöht. Die Aufwendungen für Sozialabga￾ben, einschließlich Beihilfe, erhöhten sich um 3,7 %, wo￾hingegen sich die Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung im Vergleich zum Vorjahr um 17,2 % reduzierten. Die Zahl der Vollkräfte ist in 2019 um 0,2 % angestiegen. Für das Geschäftsjahr 2019 liegen die Veränderungsra￾ten aus der Summe der Personal- und Sachaufwendun￾gen sowie Abschreibungen mit 3,3 % deutlich unterhalb der Veränderungsraten aus Umsatzerlösen und sonsti￾gen betrieblichen Erträgen in Höhe von 4,2 %. Insgesamt konnte das Betriebsergebnis vor Investitio￾nen, Zinsen und Steuern (EBITDA) um 2,5 Mio. € gegen￾über 2018 gesteigert werden. Eine große wirtschaftliche Herausforderung im Rahmen der mittelfristigen Unternehmensplanung stellt weiterhin die mittel- und langfristige Sicherstellung der finanziellen Handlungsfähigkeit dar. Vor dem Hintergrund des inves￾tiv bedingten erheblichen Liquiditätsbedarfs der kom￾menden Jahre, zählt hierzu insbesondere eine ausrei￾chende Innenfinanzierung zu gewährleisten und den Fremdfinanzierungsbedarf auf ein tragfähiges Niveau zu begrenzen. Um auch mittel- und langfristig finanziell handlungsfähig zu bleiben, ist die in der Vergangenheit angestrebte „Schwarze Null“ aufgrund der hohen eigen￾finanzierten Investitionsbedarfe zukünftig nicht mehr ausreichend, um sicherzustellen, dass das Klinikum wirt￾schaftlich aus eigener Kraft seinen Versorgungsauftrag erfüllen kann. Aufgrund der Covid-19-Behandlunsgbeschränkungen von elektiven Fällen im 2. Quartal 2020 kommt es zu einem erheblichen Einbruch der Fallzahlen und somit auch der Casemix-Punkte (Casemix = Summe der mit dem kaufmännischen Schweregrad gewichteten Be￾handlungsfälle). So verringerte sich im zweiten Quartal 2020 die vollstationäre Fallzahl um rund 15,7 % und der Casemix um 10,4 % gegenüber dem Vorjahreszeit￾raum. Die Steigerung des erlösrelevanten Landesba￾sisfallwertes beträgt 2019 gegenüber dem Vorjahr rund 3,6 % und fällt somit erstmalig höher aus, als die erwar￾teten Kostensteigerungen. Vor diesem Hintergrund sind weiterhin Maßnahmen für ein gesundes Leistungswachstum in Kombination mit angemessenen Konsolidierungsmaßnahmen notwen￾dig. Die Corona-Pandemie stellt auch für das Klinikum eine bisher noch nie dagewesene medizinische, organi￾satorische und auch finanzielle Herausforderung dar. Bislang konnte die Situation jedoch gut beherrscht und die Versorgung im Katastrophenfall stets gewährleistet werden. Mittelfristig ist die finanzielle Entwicklung erlös￾seitig stark davon abhängig, wie sich das Infektionsge￾schehen weiterentwickelt und mit welchen Maßnahmen Gesetzgeber und Regierung darauf reagieren. Flughafen Nürnberg GmbH Mit 4,1 Millionen Passagieren im Jahr 2019 ging die Zahl der beförderten Fluggäste am Albrecht Dürer Airport ge- genüber dem Vorjahr um 8,0 % zurück. Dieser Rück￾gang resultiert hauptsächlich aus der insolvenzbeding￾ten Betriebseinstellung der Germania, der bis zu diesem Zeitpunkt stärksten Touristikairline in Nürnberg. Eine besondere Herausforderung für die Kompensation der mehr als 500.000 für 2019 geplanten Germania￾Passagiere stellte die Kurzfristigkeit der Betriebsumstel￾lung im Februar 2019 dar. Grund dafür war, dass die Sommersaison zu diesem Zeitpunkt bereits gut gebucht und eine Verlagerung der saisonal knappen Flugkapazi￾täten nur noch bedingt möglich war. Teilkompensationen des weggefallenen Germania-Volumens erfolgten ab Mai 2019 durch die Stationierung eines TUIfly-Flug￾zeugs bzw. ab September 2019 durch die Eröffnung ei￾ner Basis der Corendon Airlines. Zu einer weiteren Ver￾knappung des Flugangebots trug das Flugverbot für die Boeing 737 MAX ab Mitte März 2019 bei. Aufgrund des Flugverbots blieben weitere Wachstumsimpulse seitens Ryanair und Turkish Airlines aus. Im Linienverkehr konnte der Wegfall der Eurowings-Ver￾bindung nach Berlin ab Juni 2019 nur teilweise durch die Wachstumsimpulse von Ryanair, Wizz Air, Turkish Airli￾nes und weiteren Linienairlines kompensiert werden, so￾dass in diesem Bereich mit insgesamt 2.960.440 beför￾derten Fluggäste ein leichter Rückgang gegenüber dem Vorjahr (-1,3 %) zu verzeichnen war. Trotz erster Teilkompensationen durch die Basis-Eröff￾nung von TUIfly und Corendon Airlines war der Touris￾tikverkehr deutlich negativ vom Germania-Aus geprägt. So musste in 2019 ein Rückgang um 22,4 % auf 1.107.694 touristische Passagiere verzeichnet werden. Das geringere Verkehrsaufkommen hatte wesentlichen Einfluss auf die wirtschaftliche Lage der einzelnen Ge￾sellschaften und damit auf den Konzern. So ergibt sich für 2019 ein Konzerngewinn nach Steuern in Höhe von 3,01 Mio. € (Vorjahr: 4,09 Mio. €). Der Konzernumsatz liegt auch in 2019 bei über 100 Mio. € und das EBITDA beträgt 17,6 Mio. €. Betrachtet man die aktuelle Entwicklung bis zum Ende des 2. Quartals 2020 zeigt sich eine von der Corona￾Pandemie bestimmte, sehr negative Entwicklung. So lag der Umsatz aufgrund des Corona-bedingten Einbruchs des Verkehrsaufkommens bei knapp 23 Mio. € bzw. um 24,5 Mio. € (-51,6 %) unter Vorjahr und 23,9 Mio. € (-51,0 %) unter Plan. Die Gesamtpassagierzahl lag im gleichen Zeitraum um 65 % unter dem Vorjahreswert (-1,1 Mio. Paxe). Kumuliert betrachtet erreichten die Luftverkehrserlöse im Juni eine Höhe von 12,2 Mio. €, was einer Planunterschreitung von 17,6 Mio. € ent￾spricht. Bedingt durch die Folgen der Corona-Pandemie erwartet der FNG-Konzern das schlechteste Jahresergebnis in seiner Firmengeschichte. Das geplante Konzernergeb￾nis 2020 in Höhe von -1,3 Mio. € wird nicht erreicht wer￾den können. Zum 30.06.2020 liegt das kumulierte Er￾gebnis der FNG bei -16,1 Mio. € bzw. um -13,8 Mio. € unter Plan. Durch die aktuellen Lockerungen und die Rücknahme der Reisewarnungen der Bundesregierung besteht die Möglichkeit auf eine schrittweise Zunahme des Flugver￾kehrs. Erste Ankündigungen von Airlines zur Wiederauf￾nahme des Flugverkehrs stimmen hoffnungsvoll – je￾doch ist der Zeitpunkt der Rückkehr zur Verkehrslage vor der Corona-Pandemie aktuell nicht vorhersehbar. wbg Nürnberg GmbH In 2019 erzielte die Unternehmensgruppe einen Jahres￾überschuss von rund 14,8 Mio. € (Vorjahr 15,6 Mio. €), womit das Planergebnis um 2,8 Mio. € überschritten wurde. Der Jahresüberschuss der wbg Nürnberg GmbH lag bei 14,8 Mio. € (Vorjahr 15,8 Mio. €). Die Bilanzsumme der wbg Nürnberg GmbH hat sich von 702,39 Mio. € im Vorjahr auf rund 722,94 Mio. € erhöht. Das Eigenkapital ist auf 277,7 Mio. € (Vorjahr 262,9 Mio. €) angestiegen und hat damit erneut den Wert des Unternehmens gesteigert. Die Ertragssituation entwickelt sich damit weiterhin posi￾tiv, auch wenn die Unternehmensgruppe nicht auf Ge￾winnmaximierung ausgerichtet ist. Die Durchschnittsmiete aller wbg-eigenen Wohnungen stieg pro Quadratmeter Wohnfläche und Monat von 6,33 € in 2018 um 3,2 % auf 6,53 € in 2019. Dieser Wert liegt weiterhin deutlich unter dem Durchschnitt des Nürn￾berger Mietenspiegels 2019 von derzeit monatlich 7,98 € je m² Wohnfläche. Gerade hier wird deutlich, dass die wbg dämpfend auf die Mietpreisentwicklung in Nürnberg einwirkt und eine sehr verantwortungsvolle Mietpreispo￾litik umsetzt, die nicht auf Gewinnmaximierung ausge￾richtet ist, sondern den satzungsmäßigen Auftrag der wbg Nürnberg GmbH ernst nimmt. Dies zeigt auch das hohe Niveau der Instandhaltungs￾ausgaben für den Wohnungsbestand. Die wbg-Unter￾nehmensgruppe hatte 2019 Aufwendungen für laufende Instandhaltung und Modernisierung in Höhe von 40,1 Mio. € (Vorjahr 35 Mio. €). Eine zentrale Aufgabe in den nächsten Jahren ist weiter￾hin die Entlastung des Wohnungsmarktes durch die ver￾stärkte Neubautätigkeit. Hierzu sollen rund 1.000 Wohneinheiten bis zum Jahr 2020 neu errichtet werden (sog. 1000-Wohnungen-Programm). Dabei soll ein Anteil von etwa 780 Wohnungen im Bestand verblei￾ben und den Mietwohnungsmarkt entlasten. Im Jahr 2020 wurden dafür bislang 254 Wohnungen neu errich￾tet (z. B. IQ, NOW, Bertha-von-Suttner-Str. Johannis, Europan). Aufgrund des hohen Bedarfs an preisgünsti￾gem Wohnraum hat die Stadt Nürnberg daneben ein Sonderprogramm Wohnen initiiert. Ziel dieses Sonder￾programms ist es, städtische Flächen zur Beschleuni￾gung der Bautätigkeit zu aktivieren und diese unter an￾derem an die wbg zu übertragen und durch diese entwi￾ckeln zu lassen. Die betreffenden städtischen Grundstü￾cke wurden in 2017 als Sacheinlage von der Stadt Nürn￾berg in die WBG Nürnberg Beteiligungs GmbH (WBG Bet) eingebracht. Auf den eingebrachten Grundstücken werden im Anlagevermögen ca. 315 Wohnungen mit ei￾nem hohen Anteil an gefördertem Wohnraum errichtet. Bis Ende des Jahres 2020 werden davon bereits 122 Wohnungen (davon 79 EOF, 43 mittelbare Belegung) in der Eduard-, Bernhard- und Neuburger Straße (ehemals Gundelfinger Straße), sowie Hinterm Bahnhof realisiert sein. Weitere 193 Wohnungen (davon 97 EOF) befinden sich in der Colmberger Straße im Bau und werden dem Markt ab Mitte 2021 sukzessive zugeführt. Insgesamt entspricht somit ein Anteil von ca. 70% der Wohnungen den Kriterien der einkommensorientierten Förderung. Des Weiteren verläuft auf dem in die WBG Bet eingeleg￾ten Grundstück Kornburg-Nord (Rieterbogen) die Er￾schließung planmäßig – die ersten acht Einheiten konn￾ten bereits bezogen werden. Die wbg Nürnberg GmbH rechnet in 2020 aktuell mit ei￾nem Jahresergebnis auf Planniveau. NürnbergMesse GmbH 2019 stellt das bisher erfolgreichste ungerade Jahr in der Unternehmensgeschichte der NürnbergMesse Group dar, mit einem Umsatz in Höhe von 285,7 Mio. Der Um￾satz liegt um 29,4 Mio. € bzw. 9,3 % unter dem des Vor￾jahres. In Relation zum turnusmäßig vergleichbaren Ge￾schäftsjahr 2017 entspricht dies einer Umsatzsteigerung von 80,2 Mio. € bzw. 39,0 %. Zurückzuführen ist dieser Anstieg u.a. auf das starke Wachstum der Unterneh￾mensgruppe im In- und Ausland. Eigen- und Partnerveranstaltungen im Inland erreichten einen Umsatz von 97,9 Mio. €, Gastveranstaltungen 50,0 Mio. € und das NCC NürnbergConvention Center 18,3 Mio. €. Der Umsatz des MesseService (einschließ￾lich der Holtmann GmbH & Co. KG und der Lehrieder GmbH & Co. KG) lag bei 79,4 Mio. €, der Umsatz im Be￾reich International bei 40,1 Mio. €. Nach Veranstaltungsaufwendungen, Personalaufwen￾dungen, Abschreibungen, sonstigen betrieblichen Auf￾wendungen, Bestandsveränderungen und zuzüglich den sonstigen betrieblichen Erträgen sowie dem Beteili￾gungsergebnis erzielte die NürnbergMesse Group ein operatives Ergebnis von 8,4 Mio. € (2018: 43,7 Mio. €; 2017: -4,2 Mio. €) und ein Ergebnis vor Steuern von 7,6 Mio. € (2018: 39,4 Mio. €; 2017: -5,6 Mio. €). Die Nürnberg Messe GmbH zeigt für 2019 im Einzelab￾schluss ein operatives Ergebnis von 6,9 Mio. € (Vorjahr: 44,5 Mio. €). Die NürnbergMesse Group verzeichnete 2019 das mit Abstand ausstellerstärkste ungerade Jahr der Unterneh￾mensgeschichte. 2019 nahmen 35.439 Aussteller/innen (aufgrund Messeturnus 2017: 27.829) und 1,39 Mio. Be￾sucher/-innen (2017: 1,19 Mio.) an 176 Veranstaltungen der NürnbergMesse Group teil. Insgesamt wurden 2019 rund 1.102.890 m² Nettofläche (2017: 826.579 m²) bei Veranstaltungen der NürnbergMesse Group gebucht. Zur Finanzierung des Unternehmenswachstums sowie des massiven Investitionsbedarfs in eine Modernisie￾rung der Hallen und der Geländeinfrastruktur wurde im Jahr 2017 durch die beiden Hauptgesellschafter (Stadt Nürnberg und Freistaat Bayern) eine Eigenkapitalerhö￾hung von 100 Mio. Euro pro Gesellschafter in zehn Jah￾restranchen von je 10 Mio. Euro im Zeitraum von 2018 bis 2027 beschlossen. Die bisherigen Planungen bein￾halteten dabei einen hohen Eigenfinanzierungsbeitrag der NürnbergMesse. Aufgrund der Auswirkungen des Coronavirus könnten sich im Worst-Case-Szenario für die NürnbergMesse auch für die Folgejahre in erhebli￾chem Maße zusätzliche ungeplante Belastungen erge￾ben, die Auswirkungen auf den ursprünglich geplanten Eigenfinanzierungsbeitrag haben werden. Aktuell wurde bereits entschieden, die Eigenkapitaltranchen der Jahre 2026 und 2027 vorzuziehen. Für das laufende Geschäftsjahr zeigt sich zum 2. Quartal 2020 aufgrund des fast vollständigen Ausfalls der Um￾satzerlöse (bedingt durch das von der Staatsregierung ausgesprochene Veranstaltungsverbot im Zuge der Corona-Pandemie) ein Jahresfehlbetrag in Höhe von -17,6 Mio. € (Jahresüberschuss zum 30.06.2019: 9,53 Mio. €). Zu erwarten ist, dass sich das operative Er￾gebnis gegenüber den Planwerten 2020 massiv ver￾schlechtern wird. Noris Arbeit gGmbH Das Geschäftsjahr 2019 stand im Zeichen des neuen Teilhabechancengesetzes. Dies beinhaltet die Einglie￾derung von Langzeitarbeitslosen nach § 16e SGB II und die Teilhabe am Arbeitsmarkt nach § 16 i SGB II. Jedoch konnte der erhoffte Anstieg von gefördert Beschäftigten nicht realisiert werden, da für diese Maßnahmen die Ta￾rifbindung galt. Im Geschäftsjahr 2019 wurden Umsatz￾erlöse in Höhe von 11,288 Mio. € (im Vorjahr: 12,740 Mio. €) erzielt. Dies entspricht einer Verringerung um 0,145 Mio. € bzw. 11,40 %. Die Personalaufwendun￾gen haben im Jahr 2019 insgesamt 8,013Mio. € (im Vor￾jahr: 9,280 Mio. €) betragen. Damit ergab sich gegen￾über dem Vorjahr eine Verringerung um 1,267 Mio. € bzw. 13,65 % korrespondierend zu den Umsatzerlösen. Zum Stichtag 31. Dezember 2019 hatten insgesamt 176 Personen (im Vorjahr: 236 Personen) einen Arbeitsver￾trag bzw. Ausbildungsvertrag mit der NOA gGmbH. Da￾mit hat sich die Gesamtbelegschaft gegenüber dem Vor￾jahresstichtag um 25,4 % verringert. Von den genannten 176 Personen gehörten 145 Mitarbeiter/-innen (im Vor￾jahr: 133) zur Stammbelegschaft der NOA gGmbH. Wie in den Vorjahren war der Anteil der Frauen (60 %) an der Stammbelegschaft etwas höher, als derjenige der Män￾ner (40 %). Insgesamt wurde im Geschäftsjahr 2019 ein Jahresüberschuss in Höhe von 0,036 Mio. € erzielt, wäh￾rend im Vorjahr ein Jahresfehlbetrag in Höhe von 0,138 Mio. € angefallen ist. noris inklusion gemeinnützige GmbH (vormals: Werkstatt für Behinderte der Stadt Nürnberg gGmbH) Die Umsätze im Arbeitsbereich erhöhten sich im Jahr 2019 um 61 T€ auf 2.718 T€ (Vorjahr 2.657 T€). Fol￾gende Gründe waren die Ursache für die Verbesse￾rung der Arbeitserlöse: Im Werk Süd kam es im Jahr 2019 zu einem Umsatz￾rückgang von rund 67 T€, der v. a. im Bereich des A￾Kunden Sontheimer und des geringeren Absatzes bei diesen Produkten liegt. Eine Ursache für die geringere Absatzmenge ist der Rückgang an Beschäftigten im Werk Süd sowie der Wegfall zweier Produktionskräfte. Da die Arbeiten für Sontheimer sehr viele Beschäftigte benötigen, ist eine Rückkehr zur vorherigen Produkti￾onskapazität kaum umsetzbar – nur eine immense Fo￾kussierung auf den Einzelkunden Sontheimer würde dies gewährleisten, was jedoch entgegen des Viel￾faltsanspruchs an Tätigkeiten steht. Im Vergleich zu den Vorjahren macht sich im Werk Nord neben dem deutlichen Rückgang bei A- Kunden Conti auch ein Umsatzrückgang bei der Firma Heu￾schkel bemerkbar. Als Resultat steht ein Umsatzrück￾gang im Werk von 44 T€ zu Buche. Im Werk West ist der Rückgang von 67 T€ insbeson￾dere auf ein geringeres Druckaufkommen durch städ￾tische Dienststellen im Zuge einer Umstellung der Stadtratsunterlagen auf digitale Medien zurückzufüh￾ren. Der Anteil der städtischen Aufträge am Gesamt￾aufkommen ging von 65 % im Jahr 2018 auf 52 % im Jahr 2019 zurück. Der Anlauf an Scanning-Aufträgen, der zur Kompensation beitragen soll, erfolgt sukzes￾sive. Zur teilweisen Überbrückung konnte der Be￾standteil an Umsätzen von externen Kunden erhöht werden. Positive Entwicklungen verzeichnen hingegen die Um￾sätze in der Natur-Erlebnis-Gärtnerei. Sowohl der Gartenbau (inkl. Dienstleistungen wie Parkanlagenrei￾nigung), als auch die Töpferei konnten Zuwächse um 130 T€ bzw. 12 T€ verzeichnen. Das vollständige Ge￾schäftsjahr ohne bauliche Maßnahmen im produktiven Bereich trägt Früchte. Diese werden auch durch den sich immer stärker etablierenden Marktplatz Marien￾berg gefördert. Im Vergleich zum Startjahr 2018 zeigt sich hier bereits eine Umsatzsteigerung um 94 T€. Das Ergebnis im gesamten Arbeitsbereich lag mit ei￾nem Rohertrag von 828 T€ (nach der aktualisierten Berechnungsmethode – inkl. des Beschäftigten￾lohns – des Rohertrages) um 14 T€ über dem des Vor￾jahres (814 T€). Im Jahr 2019 lag der Jahresfehlbetrag mit -734 T€ um 71 T€ unter dem Vorjahresniveau (Vorjahr: 805 T€). Das Geschäftsfeld Wohnen ist mit drei Wohnheimen mit 100 Plätzen voll, sowie 117 Plätzen im Ambulant Betreuten Wohnen (ABW) gut ausgelastet. Im Ar￾beitsbereich sind die Entgelteinnahmen in 2019 ver￾glichen mit 2018 um 345 T€ angestiegen. Zum Ende des 2. Quartals 2020 zeigt sich ein Nieder￾schlag der Corona-Pandemie in den Umsatzerlösen. So wurde der Planwert (4.936 T€) zwar leicht übertrof￾fen, gegenüber dem Vorjahreswert sind die Abwei￾chungen mit -154 T€ allerdings signifikant. Das Betriebsergebnis liegt mit 255 T€ über dem Vor￾jahr (+61 T€) und über Plan (+195 T€), ebenso das Jahresergebnis, das den Vorjahreswert um +63 T€ und den Planwert um +105 T€ übersteigt.

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