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F.4.4 Liquidität und Kassenkredite

Haushalt 2022 · Band 1 · Seiten 43–44 · Seiten 43–44 im PDF ansehen · Original bei der Stadt ↗

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F.4.4 Liquidität und Kassenkredite Die Bewirtschaftung der Kassenmittel sowie die Sicher￾stellung der Liquidität sind Bestandteil der Kassenaufga￾ben. Im Rahmen der Liquiditätsplanung und unter Be￾rücksichtigung der aktuellen Finanzsituation kommt hier￾bei im Bedarfsfall auch die Aufnahme von Kassenkredi￾ten in Betracht. Dabei handelt es sich um kurzfristige Fi￾nanzmittel zur Überbrückung von Liquiditätsengpässen. Der in der Haushaltssatzung festgesetzte Höchstbetrag für Kassenkredite liegt seit 2009 unverändert bei 280 Mio. €. Zur Liquiditätssicherung nicht benötigte Geldmittel kön￾nen von der Kasse nach den Vorgaben der Anlagericht￾linien entweder als Tagesgelder oder Festgelder bei Kre￾ditinstituten angelegt und verwaltet werden. Aufgrund der aktuellen Finanzmarktsituation ist das Erzielen einer Rendite dabei nicht mehr möglich. Entwicklungen im Jahr 2020 Für das Jahr 2020 wurde gemäß der Liquiditätsplanung und nach dem Verlauf der Ein- und Auszahlungen im ersten Quartal im Vergleich zu 2019 mit weiterhin stabi￾len Bedingungen und einer insgesamt gleichbleibend hohen Liquidität gerechnet. Die ab Ende März 2020 ein￾setzenden finanziellen Auswirkungen der Corona-Pan￾demie fielen aber nicht so stark aus wie befürchtet. Daher war sichergestellt, dass die Stadt Nürnberg ihre fälligen Zahlungsverpflichtungen jederzeit erfüllen konnte. Die ausgebliebenen Gewerbesteuerzahlungen wurden durch Ausgleichszahlungen des Landes voll￾ständig kompensiert. Die im Jahr 2019 aufgenommenen Kassenkredite konnten ohne Gefährdung der Liquidität der Stadtkasse im Laufe des Jahres 2020 vollständig zu￾rückgezahlt werden. Die untenstehende Grafik zeigt den Verlauf der Kassen￾kredite, der angelegten Festgelder sowie der Konten￾stände der Cash-Konten (getrennt nach dem Haupt￾konto bei der Sparkasse und den sonstigen Girokonten der Stadtkasse). Entwicklungen im Jahr 2021 Für 2021 wurde bei der Erstellung der Liquiditätsplanung wegen des Fortdauerns der Pandemie mit einer deutlich geringeren Liquidität gerechnet. Diese Befürchtungen haben sich nicht bestätigt. Dank der trotzdem guten Ent￾wicklung der Gewerbesteuer war die Liquidität der Stadt￾kasse zu keiner Zeit beeinträchtigt. Eine Kassenbe￾standsverstärkung durch die Aufnahme von Kassenkre￾diten war bisher nicht erforderlich. Zum jetzigen Zeit￾punkt ist davon auszugehen, dass dies auch bis zum Jahresende 2021 nicht der Fall sein wird. Im Bedarfsfall 40 steht der komplette Kassenkreditrahmen zur Verfügung, so dass die Erfüllung der Zahlungsverpflichtungen wei￾terhin sichergestellt ist. Für 2022 ist eine geringere Liquidität zu erwarten, da hier die Gewerbesteuerveranlagungen für die Corona-Jahre 2020 und 2021 Auswirkungen haben werden. Bei uner￾warteten Liquiditätseinbrüchen kann weiterhin auf den Kassenkreditrahmen zurückgegriffen werden. 41

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