K.1 Haushaltsrede des Stadtkämmerers
Maschinell extrahierter Text. Tabellen verlieren dabei ihre Form, verbindlich ist das Original.
1
Rede zur Einbringung
des Nürnberger
Stadthaushalts 2020
Hinweis: Die Haushaltsrede ist nur in Kombination
mit dem zugehörigen Foliensatz verständlich.
Es gilt das gesprochene Wort.
Die Folien finden sich in einem kleinen Format an
den entsprechenden Stellen im Text und nochmals
im Großformat für das Detailstudium nach dem Text
der Haushaltrede.
Nürnbergs Stadthaushalt 2020
PAST FORWARD – auch bei den Finanzen
Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,
sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen aus dem
Stadtrat, der Verwaltung und der Presse,
liebe Zuhörerinnen und Zuhörer,
mit der heutigen Einbringung des Haushalts 2020
starten die letzten Haushaltsberatungen dieser
Stadtratsperiode. Wir legen damit Ende November
die finanzielle Startbasis für den im März neu zu wählenden Stadtrat. Das ist eine besondere Verantwortung für die Zukunft dieser Stadt, liebe Kolleginnen
und Kollegen. Es macht Sinn, in einer solchen Situation nochmal kurz Bilanz zu ziehen mit einem Rückblick auf diese knapp 6 Jahre und dann eben den
Blick nach vorne zu richten.
Und deswegen habe ich den aus meiner Sicht sehr
starken Leitspruch unserer Kulturhauptstadtbewerbung „past forward“ auch als wegweisend für den
Stadthaushalt 2020 empfunden. Weil wir auch beim
Haushalt auf Basis eines konstruktiv-kritischen Rückblicks vor der Aufgabe stehen, Antworten auf neue
Herausforderungen zu finden. Dass die befristete
Entleihe von „past forward“ auch die unendlich große
und immer vorhandene Sympathie des Finanzreferates für die Kultur beweist, ist dabei ein nicht zu vernachlässigender Nebeneffekt.
Stadtkämmerer Harald Riedel
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Und damit auch schon zu den vier Kernzahlen des
Haushaltsplanentwurfs 2020. Das geplante Jahresergebnis steigt auf 5,1 Mio. € gegenüber 0,4 Mio. €
in 2019. Dass wir Ende November zufrieden sein
können, wenn da auch noch eine schwarze Null
steht, zeige ich Ihnen gleich.
Der Cashflow aus der Verwaltungstätigkeit, also das,
was an Cash für Tilgungen und Investitionen zur Verfügung steht, steigt leicht an auf 97,6 Mio. €. Die Investitionen aus städtischen Mitteln gehen in 2020
leicht nach unten auf 189,2 Mio. €, aber nicht, weil
wir weniger investieren, sondern weil die Fördermittel
ansteigen. Brutto steigen die Investitionen im nächsten Jahr um 5,5 %. Und die Neuverschuldung geht
auch leicht nach unten auf 30,9 Mio. €, dies wird sich
im November nochmal verschlechtern, das Ziel
bleibt, auch 2020 die Neuverschuldung unter 40 Mio.
€ zu halten.
Soviel zum Einstieg. Lassen Sie uns jetzt ganz kurz
den versprochenen Blick zurückwerfen und etwas Bilanz ziehen. Folie 4 zeigt rechts oben eine wesentliche Rahmenbedingung unseres gemeinsamen Handelns und eben auch der Haushaltsentwicklung, den
Anstieg der Bevölkerung auf dann geschätzte
540.000 Einwohnerinnen und Einwohner seit 2014.
Das sind 23.000 Bürgerinnen und Bürger mehr, dieses Wachstum entspricht immerhin der Einwohnerzahl unserer Nachbarstadt Herzogenaurach.
Wie sieht das Wachstum des Haushalts aus? Die Erträge sind um 28 v.H. von 1,6 Mrd. € auf 2,04 Mrd. €
gestiegen. Das wurde wesentlich getrieben von dem
Zuwachs der Steuereinnahmen um 28,1 v.H. auf
knapp über eine Milliarde. Dies haben wir der guten
Wirtschaftsentwicklung über die gesamte Stadtratsperiode zu verdanken. Es ging seit 2014 immer nur
bergauf, es war uns vielleicht nicht immer bewusst,
aber so gut hatte es noch kein Stadtrat vorher und
vielleicht auch nicht mehr danach. Keine Finanzmarktkrise, keine Quelle- oder AEG-Pleite. Keine
Massenarbeitslosigkeit wie zu Beginn des letzten
Jahrzehnts. Und nur so konnten wir den Anstieg der
Ausgaben um 25,2 v.H. überhaupt auffangen. Wesentlicher Treiber wiederum dieses Anstiegs war der
Zuwachs bei den Personalausgaben mit 29,2 v.H.
Daneben fast schon moderat der Anstieg der Transferausgaben, insbesondere der Sozialausgaben um
18,9 v.H. Trotz der Anstrengungen bei der Integration der Zugewanderten und der schwierigen gesellschaftlichen Entwicklung in sozial schwächeren Familien.
Bei Betrachtung des Anstiegs der Personalaufwendungen könnte man auf den bekannten Vorwurf kommen, da haben die nicht nachhaltig agiert.
Folie 5 zeigt aber, dass mehr als die Hälfte des Zuwachses auf die Tarifsteigerungen zurückgeht. Die
wir auch gebraucht haben, um wettbewerbsfähig auf
dem Nachwuchs- und Fachkräftemarkt zu bleiben.
Und dass wir da aufgestockt haben, wo wir mussten
und auch wollten. Im Geschäftsbereich OBM war es
der Druck in den Bürgerdienststellen, dazu viele
neue gesetzliche Vorgaben. Beim Kollegen Vogel
war es die Notwendigkeit, bei Feuerwehr, Grün und
Sauberkeit besser zu werden. Die Schulen mit moderatem Personalwachstum auf einer soliden Basis.
Auch mein Querschnittsreferat hat wegen der Herausforderung Digitalisierung zuletzt deutlich zugelegt. Im Umweltreferat war es Umweltplanung und
die Rolle als Genehmigungsbehörde, die zusätzliche
Kapazitäten erfordert hat. Das Kulturreferat war noch
bescheiden, dies wird sich, wenn wir Kulturhauptstadt werden, mutmaßlich ändern. Der Ausbau der
Kinderbetreuung brauchte auf allen Ebenen des Sozialreferates mehr personelle Ressourcen. Und wir
haben im Bau- und Planungsreferat massiv aufgestockt, insbesondere im Hochbauamt. Niemand soll
sagen, wir hätten dort auf die Herausforderungen
nicht rechtzeitig reagiert. Demgegenüber war der
Aufwuchs im Wirtschaftsreferat deutlich moderater.
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Stark angewachsen sind natürlich unsere Investitionsausgaben. Der Vierjahres-MIP (Mittelfristiger Investitionsplan) ist um satte 62,2 v.H. gewachsen, unsere veranschlagten Eigenmittel sogar um 70,2 v.H.
Und noch beeindruckender: das traditionell stärkste
erste Jahr des MIP hat sich verdoppelt, bei den Eigenmitteln sogar mehr als das, plus 135 v.H. Wir hatten insgesamt 74 Schulbau- und Sanierungsmaßnahmen eingeplant und 58 Kinderbetreuungsmaßnahmen.
Folie 7 zeigt unsere Investitionsschwerpunkte. Insgesamt haben wir in den sechs Jahren 1,52 Mrd. € verbaut. Die einzelnen Flächen zeigen die Größenordnungen: 223 Mio. € für Schulen, 220 Mio. € für Kinderbetreuung, 217 Mio. € für den ÖPNV, 198 Mio. €
für die Sanierung und die Neukonzeption öffentlicher
Straßen und Wege, 137 Mio. € für Sport, Freizeit und
Kultur, 88 Mio. € für unsere Feuerwehr, 82 Mio. € für
Brücken und 30 Mio. € für Grünanlagen und Spielplätze. Die Mischung entspricht vielleicht nicht allen
Kolleginnen und Kollegen in diesem Stadtrat, aber
insgesamt hoffe ich doch, dass es eine Bilanz ist, auf
die wir auch unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit gemeinsam stolz sind und die wir vielleicht mal unseren
Kindern und Enkeln zeigen. Es ist der Beweis, dass
wir in Nürnberg unseren Sanierungsstau angegangen sind, begonnen haben wir damit ja schon ab
2008. Und dass wir damit unsere Infrastrukturschulden aktiv abbauen und unsere Stadt im Sinne kommender Generationen zukunftsfest, sozial und ökologisch gestalten.
Dies ist wichtig zu betonen, weil wir all das nicht geschafft haben, ohne einen Anstieg der Verschuldung
links unten um 13,4 v.H. auf dann knapp 1,5 Mrd. €.
Positiv wiederum oben der Rückgang der Zinsaufwendungen von 38 auf 24 Mio. €. So schlecht die
Niedrigzinsphase für die Sparer ist, so gut ist sie für
die Wirtschaftsentwicklung und für uns als Kommune. Letzteres wird im allgemeinen deutschen
„Draghi-Bashing“ gerne vergessen. Die Verbesserung beim Jahresergebnis ist deutlich, wobei das fast
schon ein statistischer Ausreißer ist, weil 2014 das
einzige Jahr seit 2010 war, in dem wir ein negatives
Jahresergebnis im Ist hatten, weil die Gewerbesteuer
damals kurz geschwächelt hat.
Auch verbessert hat sich die Nettoneuverschuldung,
die gesunken ist. Dabei hat uns natürlich die Hebesatzerhöhung 2018 geholfen.
Die insgesamt positive Bilanz haben wir, so viel Ehrlichkeit muss sein, auch Bund und Land zu verdanken. Das begann 2014 mit der vollständigen Übernahme der Grundsicherung im Alter durch den Bund,
das ergibt aktuell eine Entlastung von 60 Mio. € pro
Jahr, dann ab 2015, voll entlastend ab 2019 das 5
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Mrd. €-Paket, für uns in Nürnberg 48 Mio. € pro Jahr
haushaltsverbessernd. Und dann ab 2019/2020 der
Wegfall der Gewerbesteuerumlage „Deutsche Einheit“ mit einer Entlastung von insgesamt 35 Mio. €
pro Jahr.
Auch der Freistaat hat geholfen, insbesondere mit einer Steigerung der Schlüsselzuweisungen im Betrachtungszeitraum um 50 Mio. € pro Jahr, möglich
durch die gute Steuerentwicklung in Bayern insgesamt. Zählt man das alles zusammen, dann wäre unser Haushalt aktuell mit 193 Mio. € im Minus. Dies
zeigt, wie dringend diese Unterstützung durch Bund
und Land für Kommunen wie Nürnberg war und dass
das keine Almosen sind, sondern „Hilfe zur Selbsthilfe“, damit wir diese Gesellschaft zusammenhalten
und ordentlich organisieren können.
Ergänzend im Kasten noch die Sonderinvestitionsprogramme des Bundes mit den beiden Kommunalinvestitionsprogrammen und dem DigitalPakt
Schule mit insgesamt 41,7 Mio. € an zusätzlichen Zuschüssen, abseits von FAG und Städtebau- oder
Verkehrsförderung.
Soweit die Bilanz und jetzt wieder zurück zum aktuellen Haushaltsplanentwurf und zunächst zu den Erträgen.
Insgesamt bewegen die sich bei 2,04 Mrd. €, ein
leichter Rückgang von 1 v.H.
Wesentlich dabei der Rückgang der Steuererträge
auf fast genau 1 Mrd. €. Dabei wiederum entscheidend der Rückgang des Gewerbesteueransatzes auf
467 Mio. €.
Zur Erklärung wie immer die Verlaufs- und die Vorjahreskurven. Die dicke Linie zeigt den Verlauf 2019,
der zwischenzeitlich deutlich positiver als noch im
Juli ist. Wir liegen aktuell bei 471 Mio. € bei einem
Planansatz von 484 Mio. €. Mitte Juli hatten wir einen
Knick nach unten und sind bei 440 Mio. € gehangen.
Von daher habe ich mich Mitte August entschieden,
erstmals seit Jahren beim Gewerbesteueransatz gegenüber dem Vorjahr aus Vorsichtsgründen nach unten zu gehen. Dies auch vor dem Hintergrund, dass
wir uns aktuell auf einem wirtschaftlichen Rezessionspfad befinden, d.h. zwei Quartale hintereinander
negative Wachstumsraten in unserer Wirtschaft.
D.h., auch wenn es aktuell wieder etwas besser läuft,
muss man vorsichtig sein. Ich werde die NovemberSteuerschätzung noch abwarten, evtl. müssen/können wir dann im Kämmmereipaket nochmal nachjustieren nach oben oder unten. Eines wird aber deutlich: geht es bei der Gewerbesteuer nicht wie in den
letzten Jahren jedes Jahr um 20-25 Mio. € nach
oben, sondern sogar nach unten, dann fehlt sofort
ein zweistelliger Millionenbetrag im Haushalt und die
schwarze Null ist in Gefahr.
Die Einkommensteuer bewegt sich positiv auf 330
Mio. € zu, die Grundsteuer läuft stabil, da sind wir gespannt, welches Modell wir in Bayern zur Umsetzung
bekommen. Die Umsatzsteuer planen wir mit einem
leichten Rückgang aufgrund der konjunkturellen Entwicklung.
Die Zuweisungen und Zuschüsse steigen um 3,2
v.H. auf 513,6 Mio. €. Die größte Position sind die
Schlüsselzuweisungen, die wir in derselben Höhe
wie 2019 mit 229 Mio. € einplanen. Dies heißt aber
3,6 v.H. über Plan 2019.
Um knapp 3 v.H. steigen die Leistungsentgelte, also
das, was wir direkt über Eintritts-, Verwaltungs- oder
etwa Bestattungsgebühren einnehmen. Dieser Anstieg ist insbesondere auf die Einführung einer Gebührensatzung für die Fehlbeleger in unseren Asylbewerberunterkünften zurückzuführen.
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Deutlich zurück gehen die Kostenerstattungen und -
umlagen, insbesondere bedingt durch die Rückgänge bei den Kosten der Unterkunft und den Flüchtlingskosten. Der Anstieg beim Land ist auf die Elternbeitragsentlastung im Kindergarten zurück zu führen,
die wir komplett an die Träger weitergeben und da,
wo wir selbst einsparen, bei der Wirtschaftlichen Jugendhilfe, geht der Betrag in Höhe von über 4 Mio. €
in die qualitative Weiterentwicklung und das neue
Förderprogramm für Freie Träger.
Damit komme ich zu den Aufwendungen von 2,013
Mrd. €, ein Rückgang von 1,4 v.H.
Dieser Rückgang ist wesentlich erreicht durch den
Rückgang der Sozialausgaben von 1 v.H., hier insbesondere dem Sinken der KdU-Kosten für Langzeitarbeitslose und dem Rückgang der Asylbewerberleistungen.
Auch in dem Absinken der sonstigen ordentlichen
Aufwendungen steckt ein Rückgang von Sozialausgaben, nämlich der Kosten für die Unterbringung in
Gemeinschaftsunterkünften um immerhin 17 Mio. €.
Eine deutliche Entlastung bringt uns der bereits benannte Wegfall der Gewerbesteuerumlage „Deutsche Einheit“, was uns 30 Mio. € erspart. Dies ist
sichtbar bei den „Weiteren Transferaufwendungen“.
Die Sachaufwendungen bewegen sich nahezu stabil
bei knapp 280 Mio. €, ebenso die Abschreibungen
bei 111 Mio. €.
Deutlich nach oben bewegen sich die Personalaufwendungen mit einem Plus von 2,8 v.H. auf nunmehr
689 Mio. €. Dieser Zuwachs ist einerseits verursacht
durch Tarif- und Besoldungszuwächse für unsere
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und andererseits
durch Stellenaufwüchse.
An dieser Stelle ein kurzer Rückblick. Sie wissen, wir
haben im letzten Jahr einen sogenannten Doppelpersonalhaushalt beschlossen, mit der Maßgabe in
2019 durch insgesamt 375 Stellen viele Bedarfe zu
decken, dafür aber für 2020 auf Diät zu gehen und
nur Notfälle zu bedienen. Aus diesem Grund ist es
selbstverständlich, dass wir für 2020 eine deutlich
geringere Zahl an Stellenschaffungen genehmigen
können. Der Referentenkollegin und den Referentenkollegen gebührt an dieser Stelle durchaus Dank, wir
hatten deutlich weniger Anträge, insgesamt werden
wir dem POA (Personal- und Organisationsausschuss) nach aktuellem Stand 63 gedeckte Stellen,
55 in der Kinderbetreuung, knapp 11 in der Bildung
und etwa 30 Notfälle vorschlagen. Im rechten Kasten
sehen Sie, dass es sich insbesondere um gesetzliche Verpflichtungen Bereich Bürgerämter, Feuerwehr, Gesundheits- und Sozialamt handelt.
Auf der Folie 14 haben wir mal die großen Mehraufwendungen des Planentwurfs 2020 aufgelistet. Als
Kämmerer denkt man eigentlich jedes Jahr, wir machen schon so viel, da kommt nicht mehr dazu und
jedes Jahr wird man eines Besseren belehrt. Was immer dazu kommt, ist der Anstieg der Personalkosten.
Insgesamt 20,4 Mio. € für Tarifsteigerungen, Besoldungserhöhungen und Stellenschaffungen. Dann
das Jugendamt mit 5 Mio. € für Heimunterbringung,
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Eingliederungshilfe, Vollzeitpflege, Eltern- und Kinderheime und sozialpädagogische Familienhilfe.
Auch SÖR (Servicebetrieb Öffentlicher Raum)
braucht 3,5 Mio. € mehr für Personal, Energie, Parkraummanagement, Baumscheiben und das zukünftig
wohl immer wichtiger werdende Thema Straßenbaumbewässerung. Der Zuschuss an die Kindergartenträger steigt, die Vergütung für Tagespflegepersonen, die digitale Stadtverwaltung, die Kita-Verpflegung wird ausgebaut, die Rad-Deutschland-Tour
kostet 300.000 €, die Umlage für die Integrierte Leitstelle steigt, der Minderleistungsausgleich für die Beschäftigung von Schwerbehinderten ebenso und
dem Naturschutzgebiet Pegnitztal-Ost helfen wir mit
141.000 €.
Wichtig für Sie und Ihre Beratungen: aufgrund der
Diskussionen um die Personalkostenerhöhungen bei
den Zuschussempfängern haben wir uns diese dieses Jahr nochmal speziell angesehen. Soweit Antragsteller oder Geschäftsbereich einen Nachweis
bzw. eine Begründung über eine Personalkostensteigerung gegeben haben, werden diese in der beantragten Höhe oder alternativ um 3 v.H., orientiert am
jeweiligen Personalkostenanteil gehoben. Dieser
aufwendige Klärungsprozess konnte nicht bis Mitte
August abgeschlossen werden, sondern erst jetzt.
Deswegen erhalten die Fraktionen Anfang Oktober
eine aktualisierte, mit den Referaten abgestimmte
Zuschussliste, die dann alle Informationen auch für
das Kämmereipaket enthält.
Folie 16 zeige ich Ihnen jedes Jahr, sie bildet den
langfristigen Verlauf von Erträgen und Aufwendungen ab. Interessant ist in den letzten beiden Jahren
im Gegensatz zu vorher, dass sowohl Erträge als
auch Aufwendungen leicht zurückgehen. Die Gründe
wie Gewerbesteuer, Wegfall eines Teils der Gewerbesteuerumlage, Rückgang der Flüchtlingskosten
usw. habe ich schon genannt. Problematisch für uns
ist, dass wir die beiden Linien nicht deutlicher auseinanderbekommen. Wir halten zwar die Nase bis auf
zwei Jahre immer knapp über Wasser, aber der
Haushalt bleibt auf Kante genäht.
Und dies spitzt sich in diesem Jahr noch zu. Sie sehen auf Folie 17 die jetzt feststehenden Mehrausgaben des Kämmereipaketes. Oben das aktuelle Ergebnis des Haushaltsplanentwurfs 2020 und die
Mehrausgaben von insgesamt 18,6 Mio. €, das sind
aber nur die großen. Das fängt an mit dem VAG-Innovationspaket inklusive 365 €-Ticket für Schülerinnen und Schüler ab Herbst 2020, das wir hier mit 4
Mio. € beziffert haben. Wir bekommen weniger Geld
vom Freistaat für den Belastungsausgleich Hartz IV.
Der MIP wird noch wachsen, in den Projekten sind
konsumtive Bestandteile in Höhe von 3 Mio. €. Der
Eigenbetrieb Stadion braucht einen höheren Verlustausgleich von 2,9 Mio. € wegen des Clubabstiegs
und des steigenden Bauunterhalts. Auch für den
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Wirtschaftsplan SÖR müssen wir nochmal nachlegen mit 2 Mio. €. Das neue Förderprogramm an freie
Träger kostet ebenso wie die Aufstockung des Budgets für die Spielhöfe. Wir müssen die Wahlhelferentschädigung attraktiver machen, sonst machen immer
weniger mit. Dazu kommen die Erhöhung des Mittagessenzuschusses und das neue Deutschsprachprogramm.
Damit stehen wir aktuell bei einem Minus von 13,5
Mio. € und wir arbeiten fieberhaft daran, dieses noch
in Richtung schwarze Null zu bekommen. Meine Bitte
an Sie, als Stadtrat bei den Haushaltsberatungen
wieder so vernünftig zu handeln wie in den letzten
Jahren.
Damit komme ich zum Mittelfristigen Investitionsplan
2020 – 2023. Dieser hat ein Gesamtvolumen von
1.22 Mrd. €. Davon müssen wir 665 Mio. € aus Eigenmittel und 551 Mio. € aus Zuschüssen finanzieren. Ganz oben das Thema „Straße“. Hier wird deutlich, dass unsere Benennungen nicht immer den Inhalt richtig widerspiegeln. Der Frankenschnellweg,
hier als Straßenprojekt mit den ersten bedeutsamen
Jahresscheiben enthalten, ist in Wirklichkeit mit seiner Oberflächengestaltung am Ende vor allem ein gigantisches Stadtentwicklungsprojekt mit Grünanlagen, Spielplätzen und neuen Radwegeverbindungen. Es folgen die Schulen mit knapp 200 Mio. €,
dann der ÖPNV mit 161 Mio. € und die Brücken mit
157 Mio. €. Der Rückkauf der wbg-Beteiligung (Wohnungsbaugesellschaft der Stadt Nürnberg) und die
Kapitalzufuhr Messe mit 97 Mio. €, dann der Ausbau
der Kinderbetreuung, die Kultur, die Feuerwehr,
Grün- und Spielplätze, Radwege und die IT komplettieren die Liste.
Liebe Kolleginnen und Kollegen, lassen Sie mich an
dieser Stelle einen kurzen Exkurs machen: in den
letzten Wochen und Monaten habe ich mir öfter die
Frage gestellt, wie viel unseres Haushaltes investieren wir eigentlich in ökologische Nachhaltigkeit?
Auch im Finanzausschuss des Deutschen Städtetages werden wir im November über dieses Thema diskutieren, es wird international mit dem Begriff
„sustainable finance“ bezeichnet. Die Wahrheit ist,
wir können es aktuell nicht sinnvoll beziffern, weil uns
gemeinsame Kriterien zur Bewertung fehlen. Die
Bertolt-Brecht-Schule (BBS) bauen wir neu nach
neuesten Energiestandards, weil sie u.a. eben nicht
mehr sinnvoll ökologisch weitergenutzt werden
konnte. Fließt sie damit zu 100 % oder nur zu einem
Anteil in die Rechnung ein? Oder der Neubau der
Feuerwache 1, der kurz vor der Vollendung steht. Ein
nachhaltiges Projekt, weil mit sehr guten energetischen Standards gebaut? Sie sehen, wie schwierig
diese Klassifizierung ist. Ich denke aber, in den
nächsten Jahren werden wir hier deutschland- und
europaweit einheitliche Kriterien festlegen und anwenden. Das gilt natürlich auch für den konsumtiven
Teil des Haushaltes, aber jetzt zurück zum MIP.
Auf Folie 19 haben wir einige große Einzelprojekte,
die im MIP fortgeschrieben werden mussten, aufgelistet. Darunter der Frankenschnellweg, der Obstmarkt, die beiden Brücken am Hafen, die BBS, das
Künstlerhaus und der U-Bahnhof Muggenhof.
Unten stehen die Projekte, die im Lauf des Oktobers
noch dazukommen für das Kämmereipaket: einige
Brücken und Kitas, der Jamnitzerplatz, das Feuerwehrgerätehaus Katzwang, der Palmenhofbunker
und einige Dachsanierungen in Schulen.
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8
Wenn die Investitionen so steigen, erhöhen sich
auch unsere Verbindlichkeiten, weil unsere Einnahmen endlich sind. Unten wie bekannt die Kurve der
Verwaltungshaushaltsschulden, darüber die Verbindlichkeiten inklusive der Eigenbetriebe, für die wir
Verlustausgleiche zahlen oder zahlen müssten und
ganz oben die Gesamtverschuldung inklusive ASN
und SUN, auch hier geht es wieder nach oben, weil
SUN kräftig investieren muss.
Ich bin sehr froh, dass wir aktuell eine Öffnung der
Diskussion über die Frage erleben, ob eine moderate
Verschuldung für Zukunftsinvestitionen in Zeiten von
Niedrigzinsen erlaubt ist. Wir haben dies in Nürnberg
seit langem bejaht, jetzt übernimmt zumindest der
Freistaat diese Sichtweise für seine Hochschulinvestitionen.
Wichtig ist auch für die Diskussion mit unseren Bürgerinnen und Bürgern, dass wir eben nicht nur Schulden gemacht haben, sondern damit auch echtes öffentliches Vermögen geschaffen haben, mit dem wir
täglich arbeiten. Sie sehen, dass unser Anlagevermögen in der Bilanz seit 2005 deutlich gestiegen ist,
natürlich mit einem Sondereffekt 2013 bei der Neubewertung von Flächen. Während die Verschuldung
seit 2005 um eine halbe Milliarde gestiegen ist, ist
das Anlagevermögen um das mehr als Dreifache gewachsen, ein Aspekt, der häufig vergessen wird.
Folie 22 zeigt die wesentlichen Zahlen der mittelfristigen Finanzplanung bis 2023 – oben die Ergebnisse,
alle positiv, allerdings nach hinten deutlich abfallend.
Und unten die Verschuldungslinie, die sich verblüffend stabil um die 30 Mio. € bewegt. Dies alles immer
mit dem Wissen im Kopf, dass in unserer Planung
gewisse Risiken sowohl auf der Einnahmen- als auch
der Ausgabenseite enthalten sind.
Und genau diese Risiken zeigen sich auch in der aktualisierten Version des Szenarios 2030. An der Methodik hat sich nichts geändert, das Szenario besteht
aus zwei Teilen, einer Fortschreibung der mittelfristigen Finanzplanung und der Fortschreibung des Mittelfristigen Investitionsplans bis 2030. Dabei werden
auch Projekte berücksichtigt, die mit großer Wahrscheinlichkeit realisiert werden, für die aber noch
keine belastbare Kostenschätzung vorliegt, prominentes Beispiel ist etwa die Opernhaussanierung.
Dabei schätzen wir die Kosten auf Basis von Erfahrungs- oder Vergleichswerten. Wichtig: es ist eine
Prognoserechnung des Finanzreferates, die uns Hinweise geben soll, welche Richtung unser Haushalt
nimmt und welche Weichenstellungen wir vornehmen müssen, um nicht überrascht zu werden. Dass
dies von eminenter Bedeutung ist, zeigen die neuesten Zahlen. Nicht erschrecken, sie sind deutlich
schlechter als im letzten Jahr, wir werden gleich sehen, woran das liegt.
Wir werden mutmaßlich 4,15 Mrd. € brutto investieren bis 2030, davon 2,3 Mrd. € aus städtischen Mitteln. Dies bedeutet zunächst nur eine leichte Steigerung gegenüber letztem Jahr, allerdings haben wir
ein Jahr weniger drin, so dass die Steigerung doch
spürbar ist. Wesentlich aber ist die Zahl oben, das
Finanzierungsdefizit hat sich verdoppelt, von 513
Mio. € auf jetzt 1,03 Mrd. €. Sie werden sich fragen,
wie ist so etwas möglich, was rechnet der Riedel da
und was machen wir jetzt?
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9
Folie 24 versucht, diese Fragen zu beantworten.
Was immer schon klar war, dass der lange Beobachtungszeitraum bedeutet, dass wir bei selbst kleinen
Veränderungen beträchtliche Wirkungen haben, weil
eine Verschlechterung von 20 Mio. € im Basisjahr,
wenn sie nicht mehr kompensiert werden kann, über
die 11 Jahre des Betrachtungszeitraums dann schon
220 Mio. € Verschlechterung in der Gesamtrechnung
bedeutet.
Wie kommt es also zu dieser Verschlechterung von
540 Mio. €?
Das fängt an mit einer Minderung der Steuereinnahmen aufgrund der schlechteren Steuerschätzung im
Mai gegenüber dem Vorjahr, hier waren ja die ersten
Bremsspuren schon zu spüren. Es geht auf der Einnahmenseite weiter mit geringeren Kostenerstattungen in Höhe von 400 Mio. €, erhöhten Personalaufwendungen in Höhe von 120 Mio. € und erhöhten
Sachausgaben von 40 Mio. € auf der Ausgabenseite.
Dem stehen höhere Schlüsselzuweisungen von 70
Mio. €, reduzierte Sozialausgaben von 290 Mio. €
und niedrigere Zinsaufwendungen von 60 Mio. € gegenüber. Die weiteren Anpassungen summieren sich
auf eine Entlastung von 100 Mio. €. Hier sind insbesondere die geringeren Aufwendungen zur Unterbringung von Flüchtlingen zu nennen. Dagegen laufen aber höhere Investitionsausgaben von 30 Mio. €
und vor allem höhere Verlustausgleiche von 160 Mio.
€. Dazu gibt es noch einen technischen Effekt, weil
wir ein Jahr weniger haben, fehlt auch noch ein kompletter Cashflow in Höhe von 100 Mio. €. Insgesamt
sind es allein die niedrigeren Steuereinnahmen, der
höhere Verlustausgleich und der fehlende Cashflow,
damit kommt fast schon die halbe Milliarde mehr zusammen. Warum der Ansatz des höheren Verlustausgleichs für die StWN (Städtische Werke Nürnberg)? Die StWN haben aktuell eine mittelfristige
Wirtschaftsplanung mit einem jährlichen Minus von
40 Mio. €, das wir eigentlich ausgleichen müssten.
Dass dies momentan nicht der Fall ist, hat damit zu
tun, dass die Ergebnisse bisher deutlich besser waren, wir die VAG-Tarifreform (Verkehrsaktiengesellschaft der Stadt Nürnberg) erfolgreich durchgeführt
haben und dass die StWN durch den Anteilsrückkauf
der wbg außerordentliche Erträge hatte. Aber in Anbetracht der finanziellen Belastungen aus der Energiewende, dem ÖPNV-Ausbau und der VAG-Tarifdebatte ist nicht zu erwarten, dass dies für immer so
bleibt. Wir haben im Szenario konstant 20 Mio. € Verlustausgleich angesetzt, dies ist also nicht einmal der
„Worst Case“ der aktuellen Wirtschaftsplanung.
Was ist alles zusätzlich drin und vor allem, was ist
nicht drin?
Wir haben die grobe Schätzung der Kosten für die
Sanierung Opernhaus auf 200 Mio. € verdoppelt.
Dass dies noch keineswegs das Ende der Fahnenstange sein muss, zeigt der Umstand, dass Köln
letzte Woche veröffentlicht hat, dass deren Sanierung über 800 Mio. € kostet. Wir befinden uns also
mit unserem Ansatz eher im unteren Bereich. Wir haben die geplante Multisporthalle am Tillypark mit 25
Mio. € angesetzt, könnte etwas weniger werden.
Was ist alles noch nicht drin?
Zu erwartende Mehrkosten für die gewollte Klimaneutralität Nürnbergs, die wir heute einfach noch
nicht annähernd beziffern können, ein Teilumbau der
Kongresshalle und weitere Straßenbahnverlängerungen oder -linien.
Und wir haben bisher auch keine echte, andauernde
Wirtschaftskrise kalkuliert oder etwa weiter steigende
Verlustausgleiche für StWN, Flughafen oder Klinikum.
Es ist also immer noch keine Worst Case-Rechnung,
trotzdem fehlen uns jetzt schon 1,05 Mrd. €, wenn es
nicht deutlich positiver etwa auf der Einnahmenseite
läuft. In dieser Höhe würden wir uns dann neu verschulden und damit die 2 Mrd.-Schallmauer im Kernhaushalt durchbrechen gegen Mitte oder Ende des
nächsten Jahrzehnts.
Es war nie mein Ziel, mit dem Szenario 2030 Angst
zu schüren, weil Angst häufig lähmt oder eine Gesellschaft beim Streit über Lösungen auch spalten kann,
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10
das zeigt die aktuelle Klimadiskussion. Es ist aber
klar, dass wir uns mit dieser Herausforderung auseinandersetzen müssen. Eines ist für mich gesetzt,
weitere Hebesatzerhöhungen bei Gewerbe- oder
Grundsteuer sind keine Option, da stehen wir gegenüber Wirtschaft und Bürgerschaft im Wort.
Das Szenario 2030 zeigt natürlich auch die positive
Seite des Stadthaushalts im nächsten Jahrzehnt,
wenn dies so beschlossen wird: 1,5 Mrd. € in Schulen und Kinderbetreuung, 1,3 Mrd. € für den Verkehrsbereich und 610 Mio. € für Kulturbauten. Ein
echtes Zukunftsinvestitionspaket wie es bundesweit
immer gefordert wird, wir in Nürnberg gehen es an!
Damit komme ich schon zum Fazit. Unser Ziel bleibt
ein ausgeglichenes Jahresergebnis 2020 nach dem
Kämmereipaket. Wir wollen auch im kommenden
Jahr die Neuverschuldung unter 40 Mio. € drücken.
Beides, liebe Kolleginnen und Kollegen, sind wir dem
im nächsten Jahr neu in die Verantwortung gewählten Stadtrat im Sinne einer geordneten Übergabe der
Nürnberger Stadtfinanzen schuldig.
Und ich gehe davon aus, dass wir unseren Kurs bei
den Investitionen halten.
Eckdaten, Präsentation und Haushaltsrede können
ab heute 17 Uhr auf
www.stadtfinanzen-verwaltung.nuernberg.de
heruntergeladen werden.
Ich bedanke mich bei der gesamten Verwaltung für
die gute Zusammenarbeit bei der Erstellung des
Haushaltsplanentwurfs 2020. Der Oberbürgermeister, die Bürgermeister, die Referentenkollegin und -
kollegen und natürlich das Referat für Finanzen, Personal, IT und Organisation stehen Ihnen für Gespräche zum Haushalt 2020 in den nächsten Wochen jederzeit zur Verfügung.
Herzlichen Dank an Sie alle für die Aufmerksamkeit
in der letzten Stunde.
Nürnberg, 25. September 2019
Harald Riedel, Stadtkämmerer der Stadt Nürnberg
453
Nürnbergs Stadthaushalt 2020
PAST FORWARD – auch bei den Finanzen
Stadtrat
25. September 2019
Referat für Finanzen, Personal, IT und Organisation
454
Unser Motto für den Haushalt 2020:
PAST FORWARD
Referat für Finanzen, Personal, IT und Organisation 2
STADTRATSPERIODE 2014-2020
DER BLICK NACH VORNE
UND ZURÜCK
Das Referat für Finanzen,
Personal, IT und Organisation
entschuldigt sich hiermit für die
unautorisierte Veränderung des
Logos zur Bewerbung
Nürnbergs als Kulturhauptstadt
2025!
455
<>
<>
<>
<>
+0,4 +5,1
94,8 97,6
205,2 189,2
39,5 30,8
Der Nürnberger Haushalt in Zahlen (in Mio. €)
Referat für Finanzen, Personal, IT und Organisation 3
Jahresergebnis
Cashflow aus der Verwaltungstätigkeit
Städtische Mittel Investitionen
geplante Nettoneuverschuldung
Plan 2019 Entwurf 2020
Bruttoinvestitionen um 5,5% gestiegen
> höherer Fördermittelanteil
456
1594,5
787,6
1608,5
533,5
692,9
2040,7
1008,9
2013,8
689,1
829,9
0
500
1000
1500
2000
2500
Erträge Steuererträge Aufwendungen Personalaufwendungen Transferaufwendungen
Erträge und Aufwendungen 2014/2020
Referat für Finanzen, Personal, IT und Organisation 4 2014 2020
+28,0%
in Mio. €
2014
2020
+28,1%
+25,2%
+29,2%
+18,9%
2014: Rechnungsergebnis – 2020: Haushaltsplanentwurf
516.770
540.000
400.000
420.000
440.000
460.000
480.000
500.000
520.000
540.000
560.000
Bevölkerung
ca. +23.230
2020: eigene Schätzung für Haushaltsplanung
457
Ein Blick auf die Geschäftsbereiche
Die Entwicklung der Personalaufwendungen 2014/2020
Referat für Finanzen, Personal, IT und Organisation 5
29 €
39 €
123 €
38 €
20 €
32 €
107 €
29 €
14 €
40 €
49 €
145 €
47 €
28 €
39 €
144 €
42 €
17 €
0 €
20 €
40 €
60 €
80 €
100 €
120 €
140 €
160 €
Millionen
Darstellung bereinigt um Organisationsveränderungen
2014
2020
+37,3%
Tarifsteigerung ca.
+15%
alle
Geschäftsbereiche
+28,1%
zusätzlich mit geschäftsbereichs-
/referatsübergreifendem Bereich +29,2%
+27,0%
+18,0%
+23,6% +35,3% +23,5%
+35,5%
+43,3% +24,3%
458
750,0
390,7
155,2
80,5
1216,2
664,8
310,9
189,2
0,0
200,0
400,0
600,0
800,0
1000,0
1200,0
1400,0
MIP 4 Jahre (brutto) MIP 4 Jahre (städt. Mittel) 1. Jahr (brutto) 1. Jahr (städtische Mittel)
Investitionen 2014/2020
Referat für Finanzen, Personal, IT und Organisation 6 2014 2020
+62,2%
in Mio. €
2014
2020
+70,2%
+100,3%
+135,0%
2014: Haushaltsplan – 2020: Haushaltsplanentwurf
74 Maßnahmen
im Bereich Schule
58 Maßnahmen
im Bereich
Kinderbetreuung
MIP 2014-2017 bis 2020-2023: Anzahl der
Einzelmaßnahmen und Pauschalen
459
Auszahlungen für Investitionsschwerpunkte
1,52 Mrd. € im Zeitraum 2014-2020
Referat für Finanzen, Personal, IT und Organisation 7
Hinweis: Der Zeitraum umfasst sieben Jahre. Von 2014-2018 Istauszahlungen, 2019-2020 Planwerte.
306 Mio. €
u.a. Kapitalerhöhungen, IT,
Pauschalen für
Grundstückskäufe und
Stadterneuerungsmaßnahmen
223 Mio. €
220 Mio. €
217 Mio. €
198
Mio. €
137
Mio. €
88
Mio. €
82
Mio. €
30
Mio. €
460
38,0
24,2
0,0
5,0
10,0
15,0
20,0
25,0
30,0
35,0
40,0
Zinsaufwendungen für Investitionskredite
44,1
-27,0
30,8
5,1
-40,0
-30,0
-20,0
-10,0
0,0
10,0
20,0
30,0
40,0
50,0
Neuverschuldung Jahresergebnis
1300,3
1474,0
0,0
200,0
400,0
600,0
800,0
1000,0
1200,0
1400,0
1600,0
Schuldenstand
Jahresergebnis und Verschuldung
Referat für Finanzen, Personal, IT und Organisation 8 2014 2020
in Mio. €
+13,4%
2014: Rechnungsergebnis – 2020: Haushaltsplanentwurf;
Schuldenstand: Kernstadt mit ÖÖP/ÖPP 2014 2020
-36,3%
461
Hilfen von Bund und Freistaat
Eine Auswahl aus den letzten sechs Jahren
Referat für Finanzen, Personal, IT und Organisation 9
ab 2014
Vollerstattung Grundsicherung - zuletzt 60 Mio. €
Gesamtvolumen p.a.
teilweise ab 2015
voll ab 2019
5 Mrd. €-Entlastungpaket des Bundes (KdUEntlastung, Umsatzsteuerbeteiligung, Anteil an der
Ländermilliarde) – seit 2019: 48 Mio. € p.a.
ab 2019/2020
Wegfall Gewerbesteuerumlage „Deutsche Einheit“ –
5 Mio. € ab 2019, insgesamt 35 Mio. € ab 2020 p.a.
kontinuierlicher Anstieg
FAG Schlüsselzuweisungen - ca. 50 Mio. € (mehr als
Preisindex) p.a.
Investiv:
• ab 2015
Kommunalinvestitionsprogramm
(8,4 Mio. €)
• ab 2017
Kommunalinvestitionsprogramm
Schule (9,3 Mio. €)
• ab 2019
DigitalPakt Schule (max. 24 Mio. €)
462
Die Ertragsseite 2020
Ordentliche Erträge
2.040,7 Mio. € (- 1,0 %)
Steuererträge
1.008,9 Mio. €
(- 1,2 %)
davon Gewerbesteuer
467,0 Mio. € (- 3,6 %)
Einkommensteuer
330,0 Mio. € (+ 1,6 %)
Grundsteuer
122,3 Mio. € (+ 0,6 %)
Umsatzsteuer
87,0 Mio. € (- 2,1 %)
Zuweisungen und
Zuschüsse
513,6 Mio. € (+ 3,2 %)
davon Schlüsselzuweisungen
229,0 Mio. €
(+ 3,6 %)
Leistungsentgelte
124,7 Mio. € (+ 2,9 %)
davon öffentlichrechtlich
81,4 Mio. € (+ 4,1 %)
Kostenerstattungen
und Umlagen
285,2 Mio. € (- 8,4 %)
davon
vom Land
86,1 Mio. € (+ 3,1 %)
Referat für Finanzen, Personal, IT und Organisation
463
10
200.000
220.000
240.000
260.000
280.000
300.000
320.000
340.000
360.000
380.000
400.000
420.000
440.000
460.000
480.000
500.000
Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Planansatz 2020
Planansatz 2019
Aktueller Gewerbesteuerverlauf
Die Konjunkturerwartung zeigt erste Bremsspuren
2015
2013
2017
2016
2014
T€
Aktueller Verlauf 2019
Referat für Finanzen, Personal, IT und Organisation 11
2018
464
Die Aufwandsseite 2020
Ordentliche Aufwendungen
2.013,8 Mio. € (- 1,4 %)
Personal- und
Versorgungsaufwendungen
689,1 Mio. € (+ 2,8 %)
davon
Aktivpersonalkosten
583,1 Mio. € (+ 2,2 %)
Versorgungsaufwendungen
106,0 Mio. € (+ 6,5 %)
Sachaufwendungen
277,1 Mio. € (+ 0,3 %)
Abschreibungen
110,9 Mio. € (+/- 0 %)
Transferaufwendungen
829,9 Mio. € (- 4,2 %)
davon Sozialtransferaufwendungen*
725,6 Mio. € (- 1,0 %)
darunter
Bezirksumlage
203,5 Mio. € (+ 2,3 %)
davon weitere
Transferaufwendungen
(z.B. für Verlustausgleiche)
105,3 Mio. € (- 21,9 %)
Sonstige ordentliche
Aufwendungen
106,8 Mio. € (- 10,4 %)
Referat für Finanzen, Personal, IT und Organisation 12
*) mit Bezirksumlage
465
Stellenschaffungen 2020
Rund 156 begutachtete Vollkraftstellen
Presseamt – Leichte Sprache (1 VK)
Ordnungsamt – Pflichtumtausch Führerscheine (2 VK)
Ordnungsamt – Springer Schalterkraft (2 VK)
Ordnungsamt – Führerscheinstelle –
Hintergrundsachbearbeitung (1 VK)
Einwohneramt – Kinderreisepässe - Verkürzung der
Gültigkeitsdauer (1 VK)
Einwohneramt – Einführung der EU-ID (4 VK)
Einwohneramt – Fachkräftezuwanderungsgesetz und
Folgen des Brexit (3,25 VK)
BA/NOS – Kinderreisepässe - Verkürzung der
Gültigkeitsdauer (0,5 VK)
BA/NOS – Springerstellen (2 VK)
Feuerwehr – Prüfung, Instandsetzung und Unterhaltung
von feuerwehrtechnischen Ausrüstungen (1 VK)
Gesundheitsamt – Kinder- und Jugendärztlicher Dienst –
Schuleingangsuntersuchungen (1 VK)
Sozialamt – Wohngeldnovelle 2020 (2,63 VK)
Referat VII – Erlass der Satzung über das Verbot der
Zweckentfremdung von Wohnraum (3 VK)
Marktamt – Sanierung Volkfsfestplatz (0,5 VK)
SÖR – Neubauprojekt Hafenbrücken (2 VK)
Referat für Finanzen, Personal, IT und Organisation 13
Haushalt 2020 Anträge Begutachtet
Vollständig gedeckte
Schaffungsanträge 70,26 63,05
Kinderbetreuung 59,00 55,00
Bildung 11,30 10,75
unabdingbare
Sonderbedarfe/
hohe politische Priorität
58,03 26,88
Summe 198,59 155,68
466
Mehraufwendungen im Haushalt 2020
Eine Auswahl von Beispielen für Anpassungen der verschiedenen Budgets
Angabe von konsumtiven Mehraufwänden
Referat für Finanzen, Personal, IT und Organisation 14
Tarifsteigerung und Besoldungserhöhung 13.000.000 €
Stellenschaffungen 2020 5.800.000 €
Stellenschaffungen Vorjahr (nun für 12 Monate) 1.600.000 €
Deckungsring Jugendamt (Mehrbelastung: 1,9 Mio. € für
Heimunterbringung, 1,2 Mio. € Eingliederungshilfe, 1,0 Mio. € Vollzeitpflege, 0,5
Mio. € Eltern- und Kinderheime, 0,5 Mio. € Sozialpädagogische Familienhilfe)
5.095.671 €
Mehrbedarf SÖR (u.a. für Personal, Energie, Weiterführung
Programm zum Teilhabechancengesetz mit NOA, Mehrbedarf ParkraumManagement, Sanierung von Baumscheiben, Konzept StraßenbaumBewässerung)
3.500.000 €
Erhöhung Zuschuss Kinderbetreuung 623.665 €
Vergütung für Tagespflegepersonen 555.937 €
Umsetzung Digitale Stadtverwaltung 550.000 €
Externe Unterstützung zur Abarbeitung von ITProjekten 500.000 €
Verpflegung in städtischen Kitas 485.435 €
Radrennen Deutschlandtour 300.000 €
Erhöhung der ILS-Umlage 205.000 €
Erhöhung des sog. „Minderleistungsausgleichs“
Lohnkostenzuschuss für unsere Dienststellen um 50% auf 100% gesteigert
170.000 €
Naturschutzgebiet Pegnitztal Ost 141.500 €
467
Anpassung der freiwilligen Zuschüsse
Neues Verfahren im Jahr 2019
heuer vertiefter Prozess bei der Erstellung der Zuschussliste mit den
Fachreferaten und Geschäftsbereichen aufgrund der letztjährigen Diskussion
soweit Antragsteller und/oder Geschäftsbereich einen Nachweis über eine
Personalkostensteigerung erbracht haben, werden diese im Rahmen des
Beantragten oder pauschal berücksichtigt
im Rahmen der Haushaltsplanentwurfsaufstellung konnte dieser Prozess leider
noch nicht vollständig abgeschlossen werden
Anfang Oktober erhalten die Fraktionen und Geschäftsbereiche/Referate
deshalb eine aktualisierte Zuschussliste, die dann aus dem vorgelegten
Haushaltsplanentwurf und den Verwaltungsvorschlägen des Kämmereipaketes
bestehen wird
Referat für Finanzen, Personal, IT und Organisation
468
15
Die langfristige Entwicklung der ordentlichen
Erträge und Aufwendungen
Referat für Finanzen, Personal, IT und Organisation 16
103,7 103,3 102,4 103,2 100,7 93,8 103,2 102,8 102,2 99,1 102,3 102,9 102,9 102,4 100,9 101,3
Aufwandsdeckungsgrad = ordentliche Erträge im Verhältnis zu den ordentlichen Aufwendungen (in %)
1,1
1,3
1,5
1,7
1,9
2,1
2,3
2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020
Ist Ist Ist Ist Ist Ist Ist Ist Ist Ist Ist Ist Ist Ist Plan Plan
Ordentliche Erträge Ordentliche Aufwendungen
(in Mrd. €)
469
Bereits bekannte Verschlechterungen
gegenüber Haushaltsplanentwurf 2020
Haushaltsplanentwurf 2020: Überschuss + 5,1 Mio. €
./. Verschlechterungen gegenüber Entwurf (Auswahl):
VAG/VGN (Innovationspaket, 365 €-Ticket, …) 4,0 Mio. €
Anpassung Belastungsausgleich (Hartz IV) 3,0 Mio. €
Neue konsumtive Bestandteile aus MIP 3,0 Mio. €
FSN: Höherer Verlustausgleich 2,9 Mio. €
SÖR: Höherer Zuschuss 2,0 Mio. €
Korrektur Ansatz Bauunterhalt/Gebäudetechnik
(aus Neuzuordnung Gebäude von J zur HVE) 1,5 Mio. €
J: Förderkonzept, Zuschuss an freie Träger 0,4 Mio. €
Spielhöfe: Reparaturkosten 0,3 Mio. €
Wahlhelferentschädigung 0,3 Mio. €
SHA: Erhöhung Mittagsessenzuschuss (SGB VIII) 0,2 Mio. €
Kommunales Programm Deutschspracherwerb 0,1 Mio. €
= Haushaltsergebnis 2020 aktualisiert - 13,5 Mio. €
Referat für Finanzen, Personal, IT und Organisation 17
- 18,6 Mio. €
Stand:20.09.2019
470
Bruttoinvestitionen in Höhe von 1,22 Mrd. €
Referat für Finanzen, Personal, IT und Organisation 18
2
6
8
10
12
17
34
29
12
96
37
120
76
140
65
0
0
0
0
1
3
18
44
1
76
37
85
59
228
0 50 100 150 200 250
Sport (2 Mio. €)
Verwaltungsgebäude (6 Mio. €)
Allgemeiner Hochbau (8 Mio. €)
IT-Verwaltung (10 Mio. €)
Radwege (13 Mio. €)
Grün- und Spielplätze (18 Mio. €)
Feuerwehr (37 Mio. €)
Kultur und Freizeit (47 Mio. €)
Kinderbetreuung (56 Mio. €)
Beteiligungen (z.B. wbg, Messe; 97 Mio. €)
Sonstige (113 Mio. €)
Brücken (157 Mio. €
ÖPNV (161 Mio. €)
Schulen (inkl. IT; 199 Mio. €)
Straßenbau, Plätze (294 Mio. €)
in Mio. €
Städtische Mittel (665 Mio. €) Zuschüsse (551 Mio. €)
Investive Bestandteile des MIP 2020-2023
Stand: Entwurf 2020
Sonstige: u.a. Kosten für IT-Software, Pauschalen für
Grundstückskäufe und Stadterneuerungsmaßnahmen
471
Wesentliche Änderungen MIP 2020-2023
Im MIP-Zeitraum 2020 bis 2023 wurden insbesondere folgenden Maßnahmen fortgeschrieben (die in den
Klammerzusätzen dargestellten Zahlen beziehen sich nur auf investive Mittel im MIP-Zeitraum):
Kreuzungsfreier Ausbau Frankenschnellweg (212,8 Mio. €),
Umgestaltung Obstmarkt (9,4 Mio. €)
Brücke Hafenstr. über SWT und MDK (76 Mio. €)
Brücke FSW über MDK und SWT (54 Mio. €)
Neubau Bertolt-Brecht-Schule (ÖÖP, 52,6 Mio. €)
Künstlerhaus, 3. Bauabschnitt (14,5 Mio. €)
Generalsanierung U1 Bahnhof Muggenhof (11 Mio. €)
Neben der bereits aufgenommenen Kapitalerhöhung und dem Investitionsdarlehen an die Hafen Nürnberg-Roth
GmbH (2,2 Mio. €) sind mit Hinblick auf die Haushaltsberatungen noch weitere wichtige neue Maßnahmen zur
Aufnahme in den MIP vorgesehen, wie beispielsweise:
Verschiedene Brückenprojekte (Gleißhammerstraße, Fürther Tor, Münchener Straße)
Neubau Feuerwehrgerätehaus Katzwang
Generalsanierung Jamnitzerplatz
Generalsanierung Freisportanlage Melanchthon-Gymnasium
Neubau Kindergarten Am Stadtpark
Neubau KiTa Grünewaldstraße
Bebauung des Palmenhofbunkers
Verschiedene Dachsanierungsmaßnahmen an Schulgebäuden
Referat für Finanzen, Personal, IT und Organisation
472
19
Der aktuelle Schuldenstand
Referat für Finanzen, Personal, IT und Organisation 20
1,38 1,38 1,40 1,42
1,47
1,63
1,66 1,66
1,69
1,79
1,85
1,81 1,78 1,80
1,77
1,80 1,81
1,78 1,77
1,83
0,89 0,89
0,94 0,97
1,01 1,02
1,05
1,09
1,14
1,26
1,35 1,33 1,32
1,37 1,37
1,43
1,47
1,50 1,50
1,53
0,86 0,86
0,91 0,93 0,95 0,94
0,97
1,01
1,06
1,18
1,27 1,27 1,26
1,30 1,30
1,36
1,40
1,44 1,44
1,47
0,80
1,00
1,20
1,40
1,60
1,80
2,00
Ist Ist Ist Ist Ist Ist Ist Ist Ist Ist Ist Ist Ist Ist Ist Ist Ist Ist Plan Plan
2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020
n Mrd. €
Stadt mit allen Eigenbetrieben Stadt mit steuerfinanzierten Eigenbetrieben Kernstadt (ohne Eigenbetriebe mit ÖPP)
473
Schuldenstand und Anlagevermögen
Rund 50 % Anstieg seit Einführung der Doppik
Referat für Finanzen, Personal, IT und Organisation 21
Stand: Plan 2019
0,95 0,94 0,97 1,01 1,06
1,18
1,27 1,27 1,26 1,30 1,30 1,36 1,40 1,44
2,89
2,99
3,08 3,18
3,24
3,40
3,50
3,58
4,19
4,28
4,42 4,47
4,52 4,60
0,80
1,30
1,80
2,30
2,80
3,30
3,80
4,30
4,80
Ist Ist Ist Ist Ist Ist Ist Ist Ist Ist Ist Ist Ist Ist
2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018
n Mrd. €
Kernstadt (ohne Eigenbetriebe mit ÖPP) Anlagevermögen
+ 1,71 Mrd. €
+ 59,2 %
+ 0,5 Mrd. €
+ 52,5 %
474
Die mittelfristige Planung bis 2023
Auf Basis der aktuellen Planungsgrundlagen in ähnlichen Größenordnungen wie
2020
in € 2020 2021 2022 2023
Jahresergebnis
(Jahresüberschuss) 5.065.227 9.547.751 2.779.787 456.963
Saldo aus
Finanzierungstätigkeit
(= Nettoneuverschuldung)*
30.822.000 30.508.000 30.502.000 30.476.000
Referat für Finanzen, Personal, IT und Organisation 22
*) ohne Aktivierung neuer ÖPP/ÖÖP-Projekte
475
Das Ergebnis der Szenario-Überarbeitung
Referat für Finanzen, Personal, IT und Organisation 23
1,05 Mrd. €
aktuell errechnete Unterfinanzierung
512,9 Mio. € (Szenario 2019-2030)
4,15 Mrd. €
Bruttoinvestitionen
3,93 Mio. € (Szenario 2019-2030)
2,32 Mrd. €
städtische Mittel Investitionen
2,29 Mrd. € (Szenario 2019-2030)
Stand: Entwurf 2020
Angaben Szenario 2020-2030
476
Was hat sich im Vergleich zum Vorjahr
geändert?
Die rund 540 Mio. € Differenz zum Vorjahr setzen sich
folgendermaßen zusammen (auf 10 Mio. € gerundete Summen):
Neue Ausgangsbasis Mittelfristige Finanzplanung 2020-2023 mit
• geringeren Erträgen Ansätzen bei der Steuerschätzung
• geringeren weiteren Erträgen (insb. Kostenerstattungen)
• erhöhten Personalaufwendungen (incl. Versorgung)
• höheren Sach- und Dienstleistungsaufwendungen/Mieten
• höheren Zuweisungen (z.B. Schlüsselzuweisungen)
• reduzierten Ansätzen bei Transferaufwendungen (Basiseffekt!)
• niedrigeren Zinsaufwendungen
• weiteren Anpassungen (insb. geringerer Ansatz bei sonstigen
Auszahlungen der laufenden Verwaltung* und reduzierte
Folgekosten durch Verschiebungseffekt)
(hier bezogen auf identischen Zeitraum 2020-2030)
- 210 Mio. €
- 400 Mio. €
- 120 Mio. €
- 40 Mio. €
70 Mio. €
290 Mio. €
60 Mio. €
100 Mio. €
Anpassungen der Investitionsansätze, Aufnahme neuer Maßnahmen
(bezogen auf die städtischen Mittel)
- 30 Mio. €
höhere Verlustausgleiche insbesondere StWN - 160 Mio. €
Technischer Effekt: Veränderung des Planungszeitraum – ein
Cashflow zur Finanzierung der Investitionstätigkeit entfällt
- 100 Mio. €
Referat für Finanzen, Personal, IT und Organisation 24
Generell: Der Betrachtungszeitraum wurde um ein Jahr verkürzt. D.h., der zur Investitionsfinanzierung zur
Verfügung stehende Cashflow reduziert sich damit ebenfalls um eine Jahressumme. Soweit
Investitionsprojekte (insbesondere außerhalb des MIP) geschoben werden, erhöht sich somit der
Finanzierungsbedarf.
*) Aufwendungen zur Unterbringung von Flüchtlingen
477
Was im Szenario enthalten und noch
nicht enthalten ist:
Bei den Investitionen…
… wurden u.a. mit höheren Summen bzw. neu berücksichtigt
das Opernhaus mit 200 Mio. €
die Multifunktionshalle am Tillypark mit bis zu 25 Mio. €
… sind explizit noch nicht enthalten
Mehrkosten für die „Klimaneutralität“
ein weitergehender Umbau der Kongresshalle
zusätzliche Straßenbahnverlängerungen/-linien über die StUB hinaus
Im Finanzhaushalt sind noch nicht inbegriffen
eine tiefgreifende Wirtschaftskrise mit deutlichem Rückgang der Steuererträge
weiter steigende Verlustausgleiche bei StWN und anderen Töchtern
Referat für Finanzen, Personal, IT und Organisation
478
25
Können wir alle diese Zukunftsinvestitionen
in diesem Zeitraum stemmen?
Referat für Finanzen, Personal, IT und Organisation 26
1,05 Mrd. €
Finanzierungsdefizit
765 Mio. €
Investitionen in
Straßen/
Stadtentwicklung
1.191 Mio. €
Investitionen in
Schulen
610 Mio. €
Investitionen in Kultur,
Sport und Freizeit
304 Mio. €
Investitionen in
den ÖPNV
238 Mio. €
Investitionen in
Brücken
404 Mio. €
Investitionen in
Kinderbetreuung
Angabe: Bruttoinvestitionen
2020-2030
Stand: Entwurf 2020
479
Das Fazit zum vorgelegten Nürnberger Haushalt 2020
und Szenario 2030
Ziel bleibt
ein ausgeglichenes Jahresergebnis 2020 nach dem
Kämmereipaket
eine Nettoneuverschuldung unter 40 Mio. €
die Umsetzung der Zukunftsinvestitionen jetzt und
in der Perspektive bis 2030
Referat für Finanzen, Personal, IT und Organisation
480
27
Download der Eckdaten und der Haushaltsrede
unter stadtfinanzen-verwaltung.nuernberg.de
Referat für Finanzen, Personal, IT und Organisation 28
ab 25.09.2019, 17 Uhr
481
Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.
Referat für Finanzen, Personal, IT
und Organisation
Theresienstr. 7
90403 Nürnberg
Harald Riedel
+49 (0)9 11 / 2 31-23 20
ref.i-ii@stadt.nuernberg.de
http://www.stadtfinanzenverwaltung.nuernberg.de
482