H.1 Vorbemerkungen
Maschinell extrahierter Text. Tabellen verlieren dabei ihre Form, verbindlich ist das Original.
H. Budgetierung
H.1 Vorbemerkungen
Das Thema Budgetierung hat bei der Stadt Nürnberg
eine lange Tradition, die sich bis in die 90er Jahre zurück verfolgen lässt.
Mit der Einführung des Produkthaushaltes zum
01.01.2014, in dem Produkte und eine outputorientierte
Steuerung eine wichtige Rolle spielen, wurde das
Budgetmodell an die neuen Erfordernisse angepasst.
Der eingeschlagene Weg der dezentralen Ressourcenverantwortung sollte dabei nicht verlassen werden.
Ein Budget stellt grundsätzlich den finanziellen Ermächtigungsrahmen für die bewirtschaftende Stelle dar, in
dem sie die zur Zielerreichung notwendigen Maßnahmen eigenverantwortlich einleiten, steuern und überwachen muss.
Die den Dienststellen/Organisationseinheiten zugeordneten Produkte sollen ergebnisorientiert mit Leistungsund Finanzvorgaben gesteuert werden. Die Leistungsvorgaben werden dabei über Ziele und Kennzahlen
abgebildet. Die Finanzvorgaben erfolgen grundsätzlich
in Form von Budgets. Mit dem vorliegenden Budgetmodell wird den Produktverantwortlichen im Vergleich zum
bis zum Jahr 2013 gültigen Modell mehr Steuerungskompetenz und -verantwortung übertragen. Das vom
Produktverantwortlichen zu verantwortende Budgetvolumen wurde erweitert.
Funktional gesehen erfolgt die Steuerung auf den vier
Ebenen: Produkte, Dienststellen/Organisationseinheiten, Referate/Geschäftsbereiche und Gesamtstadt
(„Vier-Ebenen-Steuerung“). Mit dieser hierarchischen
Trennung soll die dezentrale Ressourcenverantwortung
gefördert werden. Aus Produktsicht heraus werden in
der Regel Abteilungen für die Leistungserstellung und -
steuerung verantwortlich sein. Leistungen werden zu
Produkten (= Budgetebene) zusammengefasst, die von
den Dienststellen zu steuern und verantworten sind.
Auf der nächsten Steuerungsebene sollen die Referate/Geschäftsbereiche vor allem eine Finanzverantwortung für die vereinbarten Produktbudgets ihrer Dienststellen übernehmen, und, entsprechend der Regelungen steuernd eingreifen. Erst wenn auf dieser Steuerungsebene keine Lösungen erreicht werden können,
greift die Gesamtstadt steuernd ein.
In Anlehnung an die Begrifflichkeiten der KommHVDoppik (siehe Muster zu § 4 Abs. 4 KommHV-Doppik),
in dem für die Darstellung der internen Leistungsbeziehungen auch die Begriffe Erträge und Aufwendungen
benutzt werden, werden im Budgetierungsmodell
durchgängig die Begriffe Erträge und Aufwendungen
verwendet.
H.2 Budgetmodell
Im Produkthaushalt sind Produkte mit den zugehörigen
Finanzdaten, Zielen und Kennzahlen das zentrale
Steuerungselement. Aus diesem Grunde werden die
Budgets bei der Stadt Nürnberg - unter Beachtung des
§ 4 KommHV-Doppik - unterhalb der Teilhaushalte
(= Geschäftsbereiche/Referate) auf der Produktebene
festgelegt und durch den jeweiligen Produktverantwortlichen verantwortet.
H.2.1 Produktbudgets
Zur besseren Informationsgewinnung (Transparenz)
und zur Trennung unterschiedlicher steuerungsrelevanter Bestandteile werden die Budgetmittel eines Produktes in die folgenden Teilbudgets unterteilt:
Die Teilbudgets K1 bis K5 umfassen den konsumtiven
Bereich, das heißt alle Aufwendungen und Erträge des
Ergebnishaushalts (= Plan) beziehungsweise der Er107