E.1 Vorbemerkungen
Maschinell extrahierter Text. Tabellen verlieren dabei ihre Form, verbindlich ist das Original.
E.1 Vorbemerkungen Finanzhaushalt
Der Finanzhaushalt stellt im Gegensatz zum Ergebnishaushalt, der auf der Grundlage der doppelten Buchführung das Ressourcenaufkommen und den Ressourcenverzehr über Erträge und Aufwendungen vollständig
abbildet, auf die unterjährigen Zahlungsströme ab.
Daher sind im Finanzhaushalt nur zahlungswirksame
Erträge und Aufwendungen berücksichtigt (beispielsweise sind Aufwendungen aus Abschreibungen nicht
zahlungswirksam und erscheinen deshalb nicht in dem
Finanzhaushalt). Der Finanzhaushalt zeigt Mittelherkunft und Mittelverwendung und den Bestand an Finanzmittel auf. Aus sämtlichen Zahlungsbewegungen
ergibt sich die Veränderung des Finanzmittelbestandes
zum Bilanzstichtag. Der Finanzhaushalt ist mit der
betrieblichen Kapitalflussrechnung vergleichbar.
Der Finanzhaushalt ist inhaltlich in die drei Bereiche
• laufende Verwaltungstätigkeit,
• Investitionstätigkeit und
• Finanzierungstätigkeit
gegliedert.
Es gilt der Grundsatz, dass der Saldo aus laufender
Verwaltungstätigkeit mindestens zur Finanzierung der
Tilgungsleistungen und, soweit möglich, zur Finanzierung der Investitionen reichen sollte. Mit dem geplanten
Überschuss aus der laufenden Verwaltungstätigkeit in
Höhe von 91,4 Mio. € kann die Stadt Nürnberg die
Tilgungen der Investitionskredite (66,9 Mio. €) und der
kreditähnlichen Rechtsgeschäfte (11,3 Mio. €) vollständig finanzieren. Zur Finanzierung der anstehenden
Investitionen wird zusätzlich die Aufnahme neuer Kredite notwendig. Das Jahr 2020 wird im Kernhaushalt mit
einer Nettoneuverschuldung (= Saldo aus Finanzierungstätigkeit) von 39,8 Mio. € geplant, die der hohen
Investitionstätigkeit geschuldet ist.
Der Saldo aus Investitionstätigkeit in Höhe von
233,0 Mio. € ist gegenüber dem Vorjahr um 23,6 Mio. €
angestiegen.
Unter der Position „Tilgung aus kreditähnlichen Vorgängen“ werden unter anderem auch Tilgungen für
ÖPP/ÖÖP-Projekte ausgewiesen.
Wichtiger Hinweis:
Der SAP-Logik folgend, haben Einzahlungen ein negatives, Auszahlungen ein positives Vorzeichen. Daher
sind auch Defizite mit Pluszeichen und Überschüsse
mit einem Minuszeichen versehen.
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