F.8 Wirtschaftliche Lage ausgewählter Beteiligungen
Maschinell extrahierter Text. Tabellen verlieren dabei ihre Form, verbindlich ist das Original.
F.8 Kurzzusammenfassung der wirtschaftlichen Lage ausgewählter
Beteiligungen
Die Stadt Nürnberg erfüllt ihre vielfältigen Aufgaben für
die Bürgerinnen und Bürger der Stadt nicht nur durch
ihre klassischen Dienststellen der Stadtverwaltung. Einen nicht unerheblichen Teil der Aufgaben hat die Stadt
Nürnberg auf Unternehmen übertragen, an denen sie
unmittelbar oder mittelbar beteiligt ist.
Die wirtschaftliche Situation der ausgewählten Beteiligungen hat sich im Geschäftsjahr 2019 überwiegend positiv entwickelt.
2019 stellt das bisher erfolgreichste ungerade Jahr in der
Unternehmensgeschichte der NürnbergMesse Group
dar, sowohl bei der Umsatzentwicklung, bei der Ertragslage als auch bei den Ausstellerzahlen. Mit 285,7 Mio. €
Umsatz konnte 2019 ein neuer Rekordwert erzielt werden. Zwar liegt der Umsatz um 29,4 Mio. € oder 9,3 %
unter dem des Vorjahres. In Relation zum turnusgemäß
vergleichbaren Geschäftsjahr 2017 entspricht dies allerdings einer Umsatzsteigerung von 80,2 Mio. € oder
39,0 %. Das Jahresergebnis vor Steuern beträgt
7,6 Mio. € (Vorjahr: 39,4 Mio. €; 2017: -5,6 Mio. €). Im
Jahr 2019 nahmen 35.439 Aussteller/innen (aufgrund
Messeturnus 2017: 27.829) und 1,39 Mio. Besucher/innen (2017: 1,19 Mio.) an 176 Veranstaltungen der NürnbergMesse Group teil.
Der Jahresüberschuss der wbg Nürnberg GmbH lag
2018 bei 14,8 Mio. € (Vorjahr: 15,8 Mio. €). Die Ertragssituation ist damit nach wie vor erfreulich positiv, auch
wenn die Unternehmensgruppe nicht auf Gewinnmaximierung ausgerichtet ist. Die Durchschnittsmiete aller
wbg-eigenen Wohnungen liegt pro Quadratmeter Wohnfläche bei 6,53 €. Dieser Wert liegt weiterhin deutlich unter dem Durchschnitt des Nürnberger Mietenspiegels
2019 von monatlich 7,98 EUR je m² Wohnfläche. Gerade
hier wird deutlich, dass die wbg dämpfend auf die Mietpreisentwicklung in Nürnberg einwirkt und eine sehr verantwortungsvolle Mietpreispolitik umsetzt, die den satzungsmäßigen Auftrag der wbg Nürnberg GmbH ernst
nimmt. Gleichzeitig investiert die wbg in den Bestand
und setzt ein ambitioniertes Neubauprogramm um.
Das Klinikum Nürnberg schließt 2019 erneut mit einem
Jahresfehlbetrag (-3,62 Mio. €) ab, der aber um
1,46 Mio. € geringer ausfällt, als im Vorjahr (2018: Jahresfehlbetrag von -5,08 Mio. €). Der Wirtschaftsplan
2019 hatte noch einen Jahresfehlbetrag in Höhe von
-4,56 Mio. € ausgewiesen. Vor diesem Hintergrund sind
weiterhin Maßnahmen zur strukturellen Verbesserung
der Kostensituation erforderlich.
Mit 4,11 Millionen Passagieren im Jahr 2019 lag der Albrecht Dürer Airport Nürnberg erneut oberhalb der 4-
Millionen-Marke. Gegenüber dem Vorjahr ging die Zahl
der beförderten Fluggäste um 8,0 % zurück (2018:
4,66 Mio. Passagiere). Der Rückgang resultiert hauptsächlich aus der insolvenzbedingten Betriebseinstellung
der Germania, der bis zu diesem Zeitpunkt stärksten
Touristikairline in Nürnberg. Das geringere Verkehrsaufkommen hatte wesentlichen Einfluss auf die wirtschaftliche Lage der einzelnen Gesellschaften und damit auf
den Konzern. So ergibt sich für 2019 ein Konzerngewinn
nach Steuern in Höhe von 3,01 Mio. € (Vorjahr: 4,09
Mio. €). Der Konzernumsatz liegt auch in 2019 bei über
100 Mio. € und das EBITDA beträgt 17,6 Mio. €.
Die noris inklusion gemeinnützige GmbH verzeichnet im Jahresergebnis 2019 einen Verlust in Höhe von
-734 T€, der um 71 T€ unter dem Vorjahresniveau
(2018: 805 T€) liegt. Die Umsätze im Arbeitsbereich
erhöhten sich im Jahr 2019 um 61 T€ auf 2.718 T€
(Vorjahr 2.657 T€). Das Ergebnis im gesamten Arbeitsbereich lag mit einem Rohertrag von 828 T€ um
14 T€ über dem des Vorjahres (814 T€).
Bei der Noris Arbeit gGmbH war zum Redaktionsschluss die Prüfung des Jahresabschlusses 2019
durch den Abschlussprüfer noch nicht vollständig abgeschlossen, weshalb an dieser Stelle kein Bericht
über das Geschäftsjahr 2019 vorgelegt wird.
Das Jahresergebnis 2019 der Städtische Werke Nürnberg GmbH mit einem Jahresüberschuss von
64,3 Mio. € ist auf die Ergebnisabführungen der N-ERGIE und der VAG zurückzuführen. Gegenüber dem Vorjahr sank die Ergebnisabführung des N-ERGIE AG Teilkonzerns an die StWN GmbH um 3,9 Mio. € auf 69,7
Mio. € (Vorjahr 73,6 Mio. €), gleichzeitig erhöht sich der
Zuschussbedarf der VAG im Vergleich zum Vorjahr um
6,6 Mio. € auf 76,4 Mio. €
Aus Konzernholding-Sicht ist insgesamt bei den Beteiligungen in 2019 eine weitestgehend positive Entwicklung
zu konstatieren. Diese Entwicklung hat auch einen unmittelbaren positiven Einfluss auf das Konzernergebnis
und auf den städtischen Kernhaushalt. In der Vorschau
auf das Geschäftsjahr 2020 ist festzustellen, dass sich
diese Entwicklung im Zuge der Corona-Pandemie mitunter wesentlich verschlechtern wird.
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Städtische Werke Nürnberg GmbH
Die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der StWN
GmbH ist im Geschäftsjahr 2019 geprägt durch Sondereffekte und daher überdurchschnittlich positiv.
Die StWN GmbH schließt das Geschäftsjahr 2019 mit einem Jahresüberschuss von 64,3 Mio. € ab. Damit verbesserte sich das Jahresergebnis im Vergleich zu 2018
(Jahresüberschuss in Höhe von 3,3 Mio. €) um 61,0 Mio.
€.
Das positive Ergebnis der Geschäftstätigkeit von
65,9 Mio. € ist deutlich besser als geplant. Gründe hierfür sind insbesondere auf die außerordentlichen Erträge
aus dem Verkauf der wbg-Anteile zurückzuführen.
Die N-ERGIE führte einen Gewinn von 69.684 T€ (Vorjahr 73.597 T€) an die StWN ab, während die VAG einen
Zuschussbedarf von 76.401 T€ (Vorjahr 69.842 T€) aufweist.
Das Jahresergebnis der StWN GmbH ist weitestgehend
durch die Ergebnisabführungen bestimmt. Maßgeblich
für das Jahresergebnis ist daher vor allem die Ergebnisentwicklung bei den Tochtergesellschaften N-ERGIE
und der VAG.
Selbstverständlich war auch in 2019 die Energiewende
im Allgemeinen und das Engagement der N-ERGIE AG
im Bereich erneuerbare Energien weiterhin ein dominierendes Thema.
Bereits im Geschäftsjahr 2018 waren am Netz der N-ERGIE AG Tochter MDN Main-Donau Netzgesellschaft
GmbH mehr als 51.000 Wind-, Photovoltaik- und Biogasanlagen mit einer installierten Leistung von rund 2.400
Megawatt angeschlossen. Die N-ERGIE leistet damit in
der Region einen wesentlichen Beitrag zum Gelingen
der Energiewende, und macht damit deutlich, dass eine
stark dezentral geprägte, regionale Umsetzung der
Energiewende möglich ist.
Über die 100%ige Tochter N-ERGIE Regenerativ GmbH
engagiert sich die N-ERGIE AG wie in den Vorjahren im
Bereich der erneuerbaren Energien. Zusammen mit
Partnern aus dem Stadtwerkeumfeld oder über Bürgerbeteiligungen hält die N-ERGIE Regenerativ GmbH Anteile an Gesellschaften, die Photovoltaik- und Windkraftanlagen betreiben. In Summe beträgt das Erzeugungsvolumen (installierte Leistung) der N-ERGIE Regenerativ GmbH aus erneuerbaren Energien mittlerweile rund
93.970 kW (Vorjahr: 91.808 kW).
Für die N-ERGIE AG hat sich gleichzeitig an der unbefriedigenden Situation für den Betrieb konventioneller
Kraftwerke auch in 2018 nichts geändert.
Für die Gemeinschaftskraftwerk Irsching GmbH (GKI),
Vohburg, an der die N-ERGIE mit 25,2 % beteiligt ist,
kann trotz der gestiegenen Marktpreise weiterhin kein
positiver Einsatz in Aussicht gestellt werden. Die Gesellschafter der GKI beschäftigen sich aktuell mit einer möglichen Vermarktungsstrategie. Der Betrieb der Anlage
erfolgte ausschließlich unter der Regie des Übertragungsnetzbetreibers, wobei die hierfür an die Gesellschaft zu leistende Vergütung die Kosten weiterhin nicht
deckte. Die aktuelle Stilllegungsanzeige läuft noch bis
zum 30.09.2020. Um die Periode 4 der Netzreserve bis
30. September 2021 zu verlängern, hat der Gesellschafterkreis eine erneute Anzeige zur vorläufigen Stilllegung
des Kraftwerks gestellt. Eine Änderung zum Positiven ist
derzeit nicht in Sicht.
Die Märkte der Energiewirtschaft stehen vor großen Herausforderungen und müssen sich im Sinne der Energiewende neu definieren. Dieser Strukturwandel wird nicht
nur durch den Übergang von fossilen auf erneuerbare
Energieträger bestimmt, sondern zunehmend auch von
smarten Technologien zur Übertragung, Speicherung
und Flexibilisierung sowie zum Ausbau der Elektromobilität, da sich durch die Digitalisierung komplett neue Geschäftsfelder eröffnen.
Ein wichtiger Bestandteil zur Erreichung der Klimaschutzziele und zur dezentralen Verankerung der Energiewende ist die Förderung der Elektromobilität, deren
Markt kontinuierlich weiterwächst. Um den Aufbau und
die intelligente Steuerung von Ladepunkten für Elektrofahrzeuge individuell und skalierbar zu gestalten sowie
vorhandenes Know-How weiterzuentwickeln, hat sich
die N-ERGIE über ihre Tochtergesellschaft N-ERGIE
Regenerativ an der emonvia GmbH beteiligt. Darüber
hinaus wird die Verbreitung des Elektromobilitätsgedankens im öffentlichen Bewusstsein durch die N-ERGIE
Kampagne „wir sind das e im Auto“ sowie den dazugehörigen Internetauftritt unterstützt. Außerdem ist die NERGIE Partner im Ladeverbund+, einer Kooperation von
derzeit 60 Stadt- und Gemeindewerken in Bayern, Baden-Württemberg, Hessen und Rheinland-Pfalz. Im
Herbst 2019 konnte die 500ste Ladestation in der Metropolregion in Betrieb genommen werden.
Insgesamt entwickelte sich die Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage der N-ERGIE AG in 2019 positiv. Das Ergebnis der Geschäftstätigkeit des Geschäftsjahres 2019
liegt mit 135,0 Mio. € um 5.8 Mio. € bzw. 4,5 % über dem
Vorjahreswert und damit deutlich höher als geplant.
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Aufgrund des Organschaftsverhältnisses erhält die
Thüga Aktiengesellschaft, München, als außenstehende
Aktionärin eine Ausgleichszahlung in Höhe von rund
32 Mio. €. Unter Berücksichtigung des Steueraufwands
und nach Dotierung der Gewinnrücklage konnten an den
Organträger StWN GmbH rund 69,7 Mio. € abgeführt
werden.
Auch die zweite wesentliche Einheit des StWN-Konzerns, die VAG, blickt in 2019 auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurück.
Die VAG beförderte im Jahr 2019 in Nürnberg (Nürnberg
mit Nachbarorten und U-Bahn Fürth) 167,4 Mio. Fahrgäste (0,1 % mehr im Vergleich zum Vorjahr).
Die VAG führt kontinuierliche Marktanalysen zum Mobilitätsverhalten der Nürnberger Bevölkerung inklusive einer Erhebung der Einschätzungen und Einstellungen
zum ÖPNV durch. Mit durchschnittlich 230 ÖPNV-Fahrten pro Person und damit zwei Fahrten mehr als 2018
war erneut ein Anstieg der ÖPNV-Nutzung festzustellen.
Der ÖPNV-Anteil erreichte mit 23,1 % den bislang
höchsten gemessenen Wert. Gleichzeitig lag der PkwAnteil mit 29,6 % auf dem bislang niedrigsten Niveau.
Der Zufriedenheitsindex (Saldo aus Anteil zufriedener
und unzufriedener Kunden) mit dem Nürnberger ÖPNV
stellt einen Mittelwert aus 34 spezifisch erhobenen Leistungsmerkmalen wie Sauberkeit, Pünktlichkeit oder
Fahrtzeit dar und lag drei Punkte höher als im Vorjahr
bei +56. Deutlich überdurchschnittlich wurden die Kategorien Service, Komfort und Fahrtzeit/Zuverlässigkeit
bewertet.
Zum 1. Januar 2019 wurden die Preise im VGN angepasst. Grundlage war der im VGN jährlich berechnete
ÖPNV-spezifische Warenkorbindex, der für 2019 eine
durchschnittliche preisbedingte Kostensteigerung von
2,57 % prognostizierte. Dieser Index wurde durch die
Aussetzung der Preiserhöhung bei 4er-Tickets und TagesTickets Plus in den Tarifstufen A und B nicht voll ausgeschöpft. Inklusive eines Zuschlags von 0,5 % zur Abschmelzung der Kosten früherer Verbundraumerweiterungen ergab sich eine VGN-weite Fahrpreiserhöhung
von durchschnittlich 2,69 %. Der Geltungsbereich von
Fahrscheinen der Tarifstufen A, B und K (bislang Nürnberg-Fürth-Stein) wurde um Teile des Landkreises Fürth
(Oberasbach, Zirndorf) erweitert.
Die Verkaufsentwicklung zeigte sich insgesamt stabil. In
Summe betreut die VAG seit diesem Jahr mehr als
100.000 Abokunden. Zwei Drittel der Neubestellungen
erfolgen inzwischen online. Im Rahmen einer einjährigen
Umstellungsphase wurden alle
Privatkunden im Abonnement auf die seit 2018 ausgegebene Chipkarte als Trägermedium für das im Verbund
eingeführte eTicket umgestellt. Die Chipkarte kann
gleichzeitig zum Ausleihen eines Fahrrads im Vermietsystem „VAG_Rad“ genutzt werden. Dieses wurde im
Juni 2019 neu in Betrieb genommen.
Insgesamt erhöhten sich die Verkehrserlöse inklusive
Verkehrsnebenerlösen im Berichtsjahr im Vorjahresvergleich um 2,9 % auf 158,1 Mio. €. Die öffentlichen Ausgleichsleistungen für die Schwerbehindertenbeförderung sowie für den Schülerverkehr nehmen dabei um
5,4 % bzw. um 11,4 % ab. Die Umsatzerlöse der VAG
insgesamt sanken im Geschäftsjahr 2019 um rund 3,4
Mio. € von rund 179,9 Mio. € in 2018 auf 176,5 Mio. €.
Auf der Aufwandseite fällt die Erhöhung des Personalaufwands um 4,0 % zum Vorjahr ins Gewicht. Daneben
steigen die sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung hauptsächlich aufgrund der Zuführung zu den Pensionsrückstellungen um
insgesamt 2.278 T€.
Die planmäßigen Abschreibungen liegen um 1.314 T€
(5,9 %) infolge nachträglich gewährter Zuschüsse unter
dem Vorjahreswert. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhen sich im Berichtsjahr um 5.029 T€. Dies
ist hauptsächlich auf die Zuführung der Rückstellung für
Verbundeinnahmen sowie auf höhere IT-Aufwendungen
zurückzuführen.
Das negative Jahresergebnis und somit der Zuschussbedarf erhöht sich im Vergleich zum Vorjahr um
6.559 T€ auf 76.401 T€. Dieses wird auf Basis des bestehenden Ergebnisabführungsvertrags von der Muttergesellschaft StWN ausgeglichen.
Im Ausblick auf das Jahr 2020 geht die N-ERGIE davon
aus, dass die Ergebnisabführung an die StWN nur unterplanmäßig erfolgen kann. Zugleich zeigt sich bei der
VAG hinsichtlich des Zuschussbedarfs eine Verschlechterung im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um rund 6,8
Mio. €. Gegenüber Plan ergibt sich eine Verbesserung
von knapp 4,4 Mio. €. Hier führen die Corona-Pandemie
und die daraus resultierenden Einschränkungen im öffentlichen Leben seit März 2020 zu einem deutlichen
Einbruch der Verkehrserlöse. Im 2. Quartal hat sich die
Zahl der ÖV-Fahrten gegenüber dem Vorjahr (-61,8 %)
und Plan (-62,3 %) drastisch verringert. Die Beförderungsleistung im Stadtgebiet Nürnberg einschließl. UBahn Fürth liegt im 2. Quartal um 30,5 % unter Vorjahrsniveau. Für 2020 wurden seitens des Bundes und des
Freistaates Bayern Ausgleichszahlungen aus dem
ÖPNV-Rettungsschirm zugesagt.
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Klinikum Nürnberg
Das Klinikum Nürnberg (Kommunalunternehmen)
schließt 2019 mit einem Jahresfehlbetrag in Höhe von
-3,62 Mio. € ab. Gegenüber dem Vorjahr (-5,08 Mio. €)
fällt der Jahresfehlbetrag um 1,5 Mio. € und somit spürbar geringer aus. Auch gegenüber dem Wirtschaftsplan
liegt das Jahresergebnis besser. Der Wirtschaftsplan
2019 hatte noch einen Jahresfehlbetrag in Höhe von
-4,6 Mio. € ausgewiesen.
Die Umsatzerlöse erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr
um 4,4 % auf 585,2 Mio. €. Auch die sonstigen betrieblichen Erträge sind angestiegen (+1,4 %), was im Wesentlichen auf die Auflösung von Rückstellungen im Umfang von 9,3 Mio. € zurückzuführen ist. Der Umsatz und
die sonstigen betrieblichen Erträge konnten in der Größenordnung von zusammen 8,7 Mio. € damit stärker gesteigert werden, als im Wirtschaftsplan vorgesehen, jedoch überstiegen auch die Betriebsaufwendungen mit
591,2 Mio. € im Ist-Ergebnis den Planansatz um 6,0
Mio. € deutlich.
Wesentliche Aufwandsposition bei den Betriebsaufwendungen stellt dabei mit insgesamt 390,7 Mio. € der Personalaufwand dar. Die Kostenstruktur des Klinikums
wird im Wesentlichen durch die Personalaufwendungen
geprägt. Gegenüber dem Vorjahr sind diese um
8,6 Mio. € oder 2,3 % angestiegen. Der Aufwand für
Lohn und Gehalt – ohne die Kosten für Sozialversicherung und Altersversorgung - hat sich um 10,7 Mio. € bzw.
3,5 % erhöht. Die Aufwendungen für Sozialabgaben,
einschließlich Beihilfe, erhöhten sich um 3,7 %, wohingegen sich die Aufwendungen für Altersversorgung und
Unterstützung im Vergleich zum Vorjahr um 17,2 % reduzierten. Die Zahl der Vollkräfte ist in 2019 um 0,2 %
angestiegen.
Für das Geschäftsjahr 2019 liegen die Veränderungsraten aus der Summe der Personal- und Sachaufwendungen sowie Abschreibungen mit 3,3 % deutlich unterhalb
der Veränderungsraten aus Umsatzerlösen und sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von 4,2 %.
Insgesamt konnte das Betriebsergebnis vor Investitionen, Zinsen und Steuern (EBITDA) um 2,5 Mio. € gegenüber 2018 gesteigert werden.
Eine große wirtschaftliche Herausforderung im Rahmen
der mittelfristigen Unternehmensplanung stellt weiterhin
die mittel- und langfristige Sicherstellung der finanziellen
Handlungsfähigkeit dar. Vor dem Hintergrund des investiv bedingten erheblichen Liquiditätsbedarfs der kommenden Jahre, zählt hierzu insbesondere eine ausreichende Innenfinanzierung zu gewährleisten und den
Fremdfinanzierungsbedarf auf ein tragfähiges Niveau zu
begrenzen. Um auch mittel- und langfristig finanziell
handlungsfähig zu bleiben, ist die in der Vergangenheit
angestrebte „Schwarze Null“ aufgrund der hohen eigenfinanzierten Investitionsbedarfe zukünftig nicht mehr
ausreichend, um sicherzustellen, dass das Klinikum wirtschaftlich aus eigener Kraft seinen Versorgungsauftrag
erfüllen kann.
Aufgrund der Covid-19-Behandlunsgbeschränkungen
von elektiven Fällen im 2. Quartal 2020 kommt es zu
einem erheblichen Einbruch der Fallzahlen und somit
auch der Casemix-Punkte (Caemix = Summe der mit
dem kaufmännischen Schweregrad gewichteten Behandlungsfälle). So verringerte sich im zweiten Quartal
2020 die vollstationäre Fallzahl um rund 15,7 % und
der Casemix um 10,4 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Die Steigerung des erlösrelevanten Landesbasisfallwertes beträgt 2019 gegenüber dem Vorjahr rund
3,6 % und fällt somit erstmalig höher aus, als die erwarteten Kostensteigerungen.
Vor diesem Hintergrund sind weiterhin Maßnahmen für
ein gesundes Leistungswachstum in Kombination mit
angemessenen Konsolidierungsmaßnahmen notwendig. Die Corona-Pandemie stellt auch für das Klinikum
eine bisher noch nie dagewesene medizinische, organisatorische und auch finanzielle Herausforderung dar.
Bislang konnte die Situation jedoch gut beherrscht und
die Versorgung im Katastrophenfall stets gewährleistet
werden. Mittelfristig ist die finanzielle Entwicklung erlösseitig stark davon abhängig, wie sich das Infektionsgeschehen weiterentwickelt und mit welchen Maßnahmen
Gesetzgeber und Regierung darauf reagieren.
Flughafen Nürnberg GmbH
Mit 4,1 Millionen Passagieren im Jahr 2019 ging die Zahl
der beförderten Fluggäste am Albrecht Dürer Airport ge73
genüber dem Vorjahr um 8,0 % zurück. Dieser Rückgang resultiert hauptsächlich aus der insolvenzbedingten Betriebseinstellung der Germania, der bis zu diesem
Zeitpunkt stärksten Touristikairline in Nürnberg.
Eine besondere Herausforderung für die Kompensation
der mehr als 500.000 für 2019 geplanten GermaniaPassagiere stellte die Kurzfristigkeit der Betriebsumstellung im Februar 2019 dar. Grund dafür war, dass die
Sommersaison zu diesem Zeitpunkt bereits gut gebucht
und eine Verlagerung der saisonal knappen Flugkapazitäten nur noch bedingt möglich war. Teilkompensationen
des weggefallenen Germania-Volumens erfolgten ab
Mai 2019 durch die Stationierung eines TUIfly-Flugzeugs bzw. ab September 2019 durch die Eröffnung einer Basis der Corendon Airlines. Zu einer weiteren Verknappung des Flugangebots trug das Flugverbot für die
Boeing 737 MAX ab Mitte März 2019 bei. Aufgrund des
Flugverbots blieben weitere Wachstumsimpulse seitens
Ryanair und Turkish Airlines aus.
Im Linienverkehr konnte der Wegfall der Eurowings-Verbindung nach Berlin ab Juni 2019 nur teilweise durch die
Wachstumsimpulse von Ryanair, Wizz Air, Turkish Airlines und weiteren Linienairlines kompensiert werden, sodass in diesem Bereich mit insgesamt 2.960.440 beförderten Fluggäste ein leichter Rückgang gegenüber dem
Vorjahr (-1,3 %) zu verzeichnen war.
Trotz erster Teilkompensationen durch die Basis-Eröffnung von TUIfly und Corendon Airlines war der Touristikverkehr deutlich negativ vom Germania-Aus geprägt.
So musste in 2019 ein Rückgang um 22,4 % auf
1.107.694 touristische Passagiere verzeichnet werden.
Das geringere Verkehrsaufkommen hatte wesentlichen
Einfluss auf die wirtschaftliche Lage der einzelnen Gesellschaften und damit auf den Konzern. So ergibt sich
für 2019 ein Konzerngewinn nach Steuern in Höhe von
3,01 Mio. € (Vorjahr: 4,09 Mio. €). Der Konzernumsatz
liegt auch in 2019 bei über 100 Mio. € und das EBITDA
beträgt 17,6 Mio. €.
Betrachtet man die aktuelle Entwicklung bis zum Ende
des 2. Quartals 2020 zeigt sich eine von der CoronaPandemie bestimmte, sehr negative Entwicklung. So lag
der Umsatz aufgrund des Corona-bedingten Einbruchs
des Verkehrsaufkommens bei knapp 23 Mio. € bzw. um
24,5 Mio. € (-51,6 %) unter Vorjahr und 23,9 Mio. €
(-51,0 %) unter Plan. Die Gesamtpassagierzahl lag im
gleichen Zeitraum um 65 % unter dem Vorjahreswert
(-1,1 Mio. Paxe). Kumuliert betrachtet erreichten die
Luftverkehrserlöse im Juni eine Höhe von 12,2 Mio. €,
was einer Planunterschreitung von 17,6 Mio. € entspricht.
Bedingt durch die Folgen der Corona-Pandemie erwartet
der FNG-Konzern das schlechteste Jahresergebnis in
seiner Firmengeschichte. Das geplante Konzernergebnis 2020 in Höhe von -1,3 Mio. € wird nicht erreicht werden können. Zum 30.06.2020 liegt das kumulierte Ergebnis der FNG bei -16,1 Mio. € bzw. um -13,8 Mio. €
unter Plan.
Durch die aktuellen Lockerungen und die Rücknahme
der Reisewarnungen der Bundesregierung besteht die
Möglichkeit auf eine schrittweise Zunahme des Flugverkehrs. Erste Ankündigungen von Airlines zur Wiederaufnahme des Flugverkehrs stimmen hoffnungsvoll – jedoch ist der Zeitpunkt der Rückkehr zur Verkehrslage vor
der Corona-Pandemie aktuell nicht vorhersehbar.
wbg Nürnberg GmbH
In 2019 erzielte die Unternehmensgruppe einen Jahresüberschuss von rund 14,8 Mio. € (Vorjahr 15,6 Mio. €),
womit das Planergebnis um 2,8 Mio. € überschritten
wurde. Der Jahresüberschuss der wbg Nürnberg GmbH
lag bei 14,8 Mio. € (Vorjahr 15,8 Mio. €).
Die Bilanzsumme der wbg Nürnberg GmbH hat sich von
702,39 Mio. € im Vorjahr auf rund 722,94 Mio. € erhöht.
Das Eigenkapital ist auf 277,7 Mio. € (Vorjahr 262,9
Mio. €) angestiegen und hat damit erneut den Wert des
Unternehmens gesteigert.
Die Ertragssituation entwickelt sich damit weiterhin positiv, auch wenn die Unternehmensgruppe nicht auf Gewinnmaximierung ausgerichtet ist.
Die Durchschnittsmiete aller wbg-eigenen Wohnungen
stieg pro Quadratmeter Wohnfläche und Monat von
6,33 € in 2018 um 3,2 % auf 6,53 €. Dieser Wert liegt
weiterhin deutlich unter dem Durchschnitt des Nürnberger Mietenspiegels 2019 von derzeit monatlich 7,98 € je
m² Wohnfläche. Gerade hier wird deutlich, dass die wbg
dämpfend auf die Mietpreisentwicklung in Nürnberg einwirkt und eine sehr verantwortungsvolle Mietpreispolitik
umsetzt, die nicht auf Gewinnmaximierung ausgerichtet
ist, sondern den satzungsmäßigen Auftrag der wbg
Nürnberg GmbH ernst nimmt.
Dies zeigt auch das hohe Niveau der Instandhaltungsausgaben für den Wohnungsbestand. Die wbg-Unternehmensgruppe hatte 2018 Aufwendungen für laufende
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Instandhaltung und Modernisierung in Höhe von
40,1 Mio. € (Vorjahr 35 Mio. €).
Eine zentrale Aufgabe in den nächsten Jahren ist weiterhin die Entlastung des Wohnungsmarktes durch die verstärkte Neubautätigkeit. Hierzu sollen rund
1.000 Wohneinheiten bis zum Jahr 2020 neu errichtet
werden (sog. 1000-Wohnungen-Programm). Dabei soll
ein Anteil von etwa 780 Wohnungen im Bestand verbleiben und den Mietwohnungsmarkt entlasten. Im Jahr
2020 wurden dafür bislang 254 Wohnungen neu errichtet (z. B. IQ, NOW, Bertha-von-Suttner-Str. Johannis,
Europan). Aufgrund des hohen Bedarfs an preisgünstigem Wohnraum hat die Stadt Nürnberg daneben ein
Sonderprogramm Wohnen initiiert. Ziel dieses Sonderprogramms ist es, städtische Flächen zur Beschleunigung der Bautätigkeit zu aktivieren und diese unter anderem an die wbg zu übertragen und durch diese entwickeln zu lassen. Die betreffenden städtischen Grundstücke wurden in 2017 als Sacheinlage von der Stadt Nürnberg in die WBG Nürnberg Beteiligungs GmbH (WBG
Bet) eingebracht. Auf den eingebrachten Grundstücken
werden im Anlagevermögen ca. 315 Wohnungen mit einem hohen Anteil an gefördertem Wohnraum errichtet.
Bis Ende des Jahres 2020 werden davon bereits 122
Wohnungen (davon 79 EOF, 43 mittelbare Belegung) in
der Eduard-, Bernhard- und Neuburger Straße (ehemals
Gundelfinger Straße), sowie Hinterm Bahnhof realisiert
sein. Weitere 193 Wohnungen (davon 97 EOF) befinden
sich in der Colmberger Straße im Bau und werden dem
Markt ab Mitte 2021 sukzessive zugeführt. Insgesamt
entspricht somit ein Anteil von ca. 70% der Wohnungen
den Kriterien der einkommensorientierten Förderung.
Des Weiteren verläuft auf dem in die WBG Bet eingelegten Grundstück Kornburg-Nord (Rieterbogen) die Erschließung planmäßig – die ersten acht Einheiten konnten bereits bezogen werden.
Die wbg Nürnberg GmbH rechnet in 2020 aktuell mit einem Jahresergebnis auf Planniveau.
NürnbergMesse GmbH
2019 stellt das bisher erfolgreichste ungerade Jahr in der
Unternehmensgeschichte der NürnbergMesse Group
dar, mit einem Umsatz in Höhe von 285,7 Mio. Der Umsatz liegt um 29,4 Mio. € bzw. 9,3 % unter dem des Vorjahres. In Relation zum turnusmäßig vergleichbaren Geschäftsjahr 2017 entspricht dies einer Umsatzsteigerung
von 80,2 Mio. € bzw. 39,0 %. Zurückzuführen ist dieser
Anstieg u.a. auf das starke Wachstum der Unternehmensgruppe im In- und Ausland.
Eigen- und Partnerveranstaltungen im Inland erreichten
einen Umsatz von 97,9 Mio. €, Gastveranstaltungen
50,0 Mio. € und das NCC NürnbergConvention Center
18,3 Mio. €. Der Umsatz des MesseService (einschließlich der Holtmann GmbH & Co. KG und der Lehrieder
GmbH & Co. KG) lag bei 79,4 Mio. €, der Umsatz im Bereich International bei 40,1 Mio. €.
Nach Veranstaltungsaufwendungen, Personalaufwendungen, Abschreibungen, sonstigen betrieblichen Aufwendungen, Bestandsveränderungen und zuzüglich den
sonstigen betrieblichen Erträgen sowie dem Beteiligungsergebnis erzielte die NürnbergMesse Group ein
operatives Ergebnis von 8,4 Mio. € (2018: 43,7 Mio. €;
2017: -4,2 Mio. €) und ein Ergebnis vor Steuern von
7,6 Mio. € (2018: 39,4 Mio. €; 2017: -5,6 Mio. €). Die
Nürnberg Messe GmbH zeigt für 2019 im Einzelabschluss ein operatives Ergebnis von 6,9 Mio. € (Vorjahr:
44,5 Mio. €).
Die NürnbergMesse Group verzeichnete 2019 das mit
Abstand ausstellerstärkste ungerade Jahr der Unternehmensgeschichte. 2019 nahmen 35.439 Aussteller/innen
(aufgrund Messeturnus 2017: 27.829) und 1,39 Mio. Besucher/innen (2017: 1,19 Mio.) an 176 Veranstaltungen
der NürnbergMesse Group teil. Insgesamt wurden 2019
rund 1.102.890 m² Nettofläche (2017: 826.579 m²) bei
Veranstaltungen der NürnbergMesse Group gebucht.
Zur Finanzierung des Unternehmenswachstums sowie
des massiven Investitionsbedarfs in eine Modernisierung der Hallen und der Geländeinfrastruktur wurde im
Jahr 2017 durch die beiden Hauptgesellschafter (Stadt
Nürnberg und Freistaat Bayern) eine Eigenkapitalerhöhung von 100 Mio. Euro pro Gesellschafter in zehn Jahrestranchen von je 10 Mio. Euro im Zeitraum von 2018
bis 2027 beschlossen. Die bisherigen Planungen beinhalteten dabei einen hohen Eigenfinanzierungsbeitrag
der NürnbergMesse. Aufgrund der Auswirkungen des
Coronavirus könnten sich im Worst-Case-Szenario für
die NürnbergMesse auch für die Folgejahre in erheblichem Maße zusätzliche ungeplante Belastungen ergeben, die Auswirkungen auf den ursprünglich geplanten
Eigenfinanzierungsbeitrag haben werden. Aktuell wurde
bereits entschieden, die Eigenkapitaltranchen der Jahre
2026 und 2027 vorzuziehen.
Für das laufende Geschäftsjahr zeigt sich zum 2. Quartal
2020 aufgrund des fast vollständigen Ausfalls der Umsatzerlöse (bedingt durch das von der Staatsregierung
ausgesprochene Veranstaltungsverbot im Zuge der
75
Corona-Pandemie) ein Jahresfehlbetrag in Höhe von
-17,6 Mio. € (Jahresüberschuss zum 30.06.2019:
9,53 Mio. €). Zu erwarten ist, dass sich das operative Ergebnis gegenüber den Planwerten 2020 massiv verschlechtern wird.
noris inklusion gemeinnützige GmbH
(vormals: Werkstatt für Behinderte der Stadt Nürnberg
gGmbH)
Die Umsätze im Arbeitsbereich erhöhten sich im Jahr
2019 um 61 T€ auf 2.718 T€ (Vorjahr 2.657 T€). Folgende Gründe waren die Ursache für die Verbesserung der Arbeitserlöse:
Im Werk Süd kam es im Jahr 2019 zu einem Umsatzrückgang von rund 67 T€, der v. a. im Bereich des AKunden Sontheimer und des geringeren Absatzes bei
diesen Produkten liegt. Eine Ursache für die geringere
Absatzmenge ist der Rückgang an Beschäftigten im
Werk Süd sowie der Wegfall zweier Produktionskräfte.
Da die Arbeiten für Sontheimer sehr viele Beschäftigte
benötigen, ist eine Rückkehr zur vorherigen Produktionskapazität kaum umsetzbar – nur eine immense Fokussierung auf den Einzelkunden Sontheimer würde
dies gewährleisten, was jedoch entgegen des Vielfaltsanspruchs an Tätigkeiten steht.
Im Vergleich zu den Vorjahren macht sich im Werk
Nord neben dem deutlichen Rückgang bei A- Kunden
Conti auch ein Umsatzrückgang bei der Firma Heuschkel bemerkbar. Als Resultat steht ein Umsatzrückgang im Werk von 44 T€ zu Buche.
Im Werk West ist der Rückgang von 67 T€ insbesondere auf ein geringeres Druckaufkommen durch städtische Dienststellen im Zuge einer Umstellung der
Stadtratsunterlagen auf digitale Medien zurückzuführen. Der Anteil der städtischen Aufträge am Gesamtaufkommen ging von 65 % im Jahr 2018 auf 52 % im
Jahr 2019 zurück. Der Anlauf an Scanningaufträgen,
der zur Kompensation beitragen soll, erfolgt sukzessive. Zur teilweisen Überbrückung konnte der Bestandteil an Umsätzen von externen Kunden erhöht
werden.
Positive Entwicklungen verzeichnen hingegen die Umsätze in der Natur-Erlebnis-Gärtnerei. Sowohl der
Gartenbau (inkl. Dienstleistungen wie Parkanlagenreinigung), als auch die Töpferei konnten Zuwächse um
130 T€ bzw. 12 T€ verzeichnen. Das vollständige Geschäftsjahr ohne bauliche Maßnahmen im produktiven
Bereich trägt Früchte. Diese werden auch durch den
sich immer stärker etablierenden Marktplatz Marienberg gefördert. Im Vergleich zum Startjahr 2018 zeigt
sich hier bereits eine Umsatzsteigerung um 94 T€.
Das Ergebnis im gesamten Arbeitsbereich lag mit einem Rohertrag von 828 T€ (nach der aktualisierten
Berechnungsmethode – inkl. des Beschäftigtenlohns – des Rohertrages) um 14 T€ über dem des Vorjahres (814 T€).
Im Jahr 2019 lag der Jahresfehlbetrag mit -734 T€ um
71 T€ unter dem Vorjahresniveau (Vorjahr: 805 T€).
Das Geschäftsfeld Wohnen ist mit drei Wohnheimen
mit 100 Plätzen voll, sowie 117 Plätzen im Ambulant
Betreuten Wohnen (ABW) gut ausgelastet. Im Arbeitsbereich sind die Entgelteinnahmen in 2019 verglichen mit 2018 um 345 T€ angestiegen.
Zum Ende des 2. Quartals 2020 zeigt sich ein Niederschlag der Corona-Pandemie in den Umsatzerlösen.
So wurde der Planwert (4.936 T€) zwar leicht übertroffen, gegenüber dem Vorjahreswert sind die Abweichungen mit -154 T€ allerdings signifikant.
Das Betriebsergebnis liegt mit 255 T€ über dem Vorjahr (+61 T€) und über Plan (+195 T€), ebenso das
Jahresergebnis, das den Vorjahreswert um +63 T€
und den Planwert um +105 T€ übersteigt.
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