11253000 F.5 Erträge und Aufwendungenx
Maschinell extrahierter Text. Tabellen verlieren dabei ihre Form, verbindlich ist das Original.
Ertragslage
Einer Analyse der ordentlichen Erträge und Aufwendungen kommt besondere Bedeutung zu, da bei einer
Gegenüberstellung beider Zahlen die Leistungsfähigkeit
einer Kommune in Bezug auf die Deckungsfähigkeit
ihrer Aufwendungen aus den Erträgen beurteilt werden
kann. Die Aufwendungen und Erträge sind dabei um
die Finanzerträge und -aufwendungen und außerordentlichen Positionen bereinigt.
2014 werden die ordentlichen Erträge um 4,7 % oder
70,7 Mio. € ansteigen. Die ordentlichen Aufwendungen
sind mit einer Steigerung von 4,3 % oder 63,4 Mio. €
angesetzt.
Die Grafik zeigt im Jahr 2010 den Sondereffekt Klinikum. Das Verhältnis zwischen ordentlichen Erträgen
und Aufwendungen ergibt dadurch einen rechnerischen
Aufwanddeckungsgrad (ordentliche Erträge / ordentliche Aufwendungen) von 93,8 %. Da in dieser Betrachtung jedoch nur die ordentlichen Erträge und Aufwendungen betrachtet werden, bei der Auflösung des Sondervermögens jedoch ordentliche und außerordentliche
Positionen betroffen waren, ist ein direkter Vergleich mit
den Werten der anderen Jahre nicht möglich.
Erfreulich ist, dass sich der Trend mit ordentlichen
Erträgen über den ordentlichen Aufwendungen und
einem Aufwanddeckungsgrad jenseits der 100%-Marke
auch im Jahr 2014 fortsetzt. Ein dauerhafter Wert über
100 % setzt voraus, dass Stadtrat und Verwaltung auch
weiterhin Disziplin bei den konsumtiven Ausgaben
üben, weil die Differenz insgesamt noch niedrig ist.
Finanzreferat
1.100.000 €
1.150.000 €
1.200.000 €
1.250.000 €
1.300.000 €
1.350.000 €
1.400.000 €
1.450.000 €
1.500.000 €
1.550.000 €
1.600.000 €
2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014
Ordentliche Erträge und Aufwendungen
Sondereffekt
„Sondervermögen
Klinikum“
Ordentliche Erträge
Ordentliche Aufwendungen
103,7 % 103,3 % 102,4 % 103,2 % 100,7 % 93,8 % 103,2 % 102,8 %
> Planwerte
AUFWANDDECKUNGSGRAD
102,1 % 102,5 %
13
Steuererträge
Die Ansätze der Steuererträge basieren im Wesentlichen auf den Ergebnissen der Steuerschätzungen vom
November 2013. Risiko in Bezug auf die Steuererträge
ist und bleibt die konjunkturelle Entwicklung in der Eurozone und Deutschland.
Die Gesamterträge der Steuern steigen damit gegenüber dem Planansatz 2013 um 5,0 % oder 39,8 Mio. €.
Wie seit langem hat die Gewerbesteuer mit geplanten
435,4 Mio. € oder einem Anteil von 52,3 % die weitaus
wichtigste Bedeutung unter den Steuererträgen für den
Stadthaushalt. Der Ansatz für 2014 geht von einem
prognostizierten Ergebnis von 2013 aus, der entsprechend der Steuerschätzung fortgeschrieben wird. Er ist
aufgrund seiner Höhe mit Risiken im Hinblick auf die
wirtschaftliche Entwicklung verbunden. Dies gilt auch
für den Anteil an der Einkommenssteuer in Höhe von
234,4 Mio. €. Auch die Umsatzsteuer wurde entsprechend der Steuerschätzung fortgeschrieben. Grund-,
Hunde- und Zweitwohnungssteuer bewegen sich weitgehend auf der Höhe der Vorjahresplanwerte.
Auf der folgenden Seite finden Sie eine grafische Darstellung der Entwicklung der Steuererträge seit 1999.
Die erste Tabelle zeigt die absoluten Werte der einzelnen Steuerarten. Bei einer Indexierung der Werte mit
dem Basisjahr 1999 zeigen sich deutliche Unterschiede. Danach sind die Steuern insgesamt um 47 % gestiegen, etwas überdurchschnittlich dabei die Gewerbesteuer als wichtigster Steuerart, die damit das eher
zurückhaltende Wachstum der Einkommenssteuer
kompensiert hat. Obgleich sie von der absoluten Höhe
für Nürnberg eher nachgeordnete Bedeutung hat, ist
die Umsatzsteuer, gemessen am Index, am meisten
gestiegen, gefolgt von der Grundsteuer.
Ansatz
Haushaltsjahr
2014
Ansatz
des
Vorjahres
Ergebnis
des VorVorjahres
€ € €
Steuererträge -833.001.500,00 -793.223.000,00 -747.908.699,91
Grundsteuer A -240.000,00 -240.000,00 -419.717,31
Grundsteuer B -113.500.000,00 -113.500.000,00 -112.016.863,68
Gewerbesteuer -435.380.000,00 -414.000.000,00 -379.061.094,78
Gemeindeanteil an der
Einkommensteuer -234.373.000,00 -217.541.000,00 -210.022.456,00
Gemeindeanteil an der
Umsatzsteuer -45.088.000,00 -43.521.000,00 -41.860.508,00
Härtefallausgleich
Gewerbesteuer -2.360.500,00 -2.361.000,00 -2.360.720,00
Hundesteuer -1.400.000,00 -1.400.000,00 -1.475.720,96
Zweitwohnungssteuer -660.000,00 -660.000,00 -691.619,18
14
Finanzreferat
60,0
70,0
80,0
90,0
100,0
110,0
120,0
130,0
140,0
150,0
160,0
170,0
180,0
190,0
1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014
Entwicklung der Steuererträge
Indexierte Werte seit 1999
Gewerbesteuer
Steuern (Summe)
Anteil Einkommensteuer
Anteil Umsatzsteuer
> Planwerte
Index: 1999 = 100
Grundsteuer A/B
Finanzreferat
Entwicklung der Steuererträge
Absolute Werte in Euro seit 1999
Gewerbesteuer
Steuern (Summe)
Anteil Einkommensteuer
Anteil Umsatzsteuer
> Planwerte
Grundsteuer A/B
0
100.000.000
200.000.000
300.000.000
400.000.000
500.000.000
600.000.000
700.000.000
800.000.000
900.000.000
1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014
15
Erklärung: avE = außerhalb von Einrichtungen, iE = in Einrichtungen
Zuweisungen, Zuschüsse und sonstige
Transfererträge
Die Erträge aus Zuweisungen und Zuschüssen liegen
um 4,4 % über den Vorjahreswerten.
Die Schlüsselzuweisungen wurden gegenüber dem
Vorjahr leicht reduziert mit 160 Mio. € angesetzt. Wie
auch in den Vorjahren ist hier eine verlässliche Prognose schwierig, die im vorliegenden Plan noch durch
den Faktor „Ergebnisse des Zensus 2011“ verstärkt
werden.
Die „Zuweisungen vom Land“, die in 2014 insbesondere Zuweisung für den öffentlichen Personennahverkehr
in Bayern und den auf die Stadt entfallender Anteil am
Kraftfahrzeugsteueraufkommen enthalten, sind durch
eine Umgruppierung der Erstattungen für Personal- und
Sozialtransferaufwendungen (Plan 2014: 44,8 Mio. €)
zu den „sonstigen Zuweisungen, Zuschüssen, Spenden“ um 38,0 Mio. € gesunken. Die entsprechenden
Zeilen sind grau hinterlegt.
Die übrigen Ansätze bewegen sich im Rahmen der
plangemäßen Fortschreibung.
Ansatz
Haushaltsjahr
2014
Ansatz
des
Vorjahres
Ergebnis
des VorVorjahres
€ € €
Erträge aus Zuweisungen und
Zuschüsse -379.965.248,95 -363.977.199,00 -362.435.744,67
Schlüsselzuweisungen vom Land -160.000.000,00 -163.000.000,00 -148.395.120,00
Zuweisung zum Verwaltungsaufwand -16.537.000,00 -17.054.100,00 -16.890.613,80
Zuweisungen Land
Grunderwerbsteuer -21.000.000,00 -18.500.000,00 -21.271.903,12
ESt-Ersatz
(Familienleistungsausgleich) -19.832.600,00 -18.341.000,00 -18.848.431,00
Zuweisungen vom Land -19.512.670,02 -57.506.599,00 -62.891.356,81
Zuw. v. Land
(Belastungsausgl. Hartz IV) -15.000.000,00 -15.000.000,00 -16.749.482,00
Zuweisungen für Schulbetrieb/
Beförderung -71.799.187,15 -68.332.600,00 -61.837.746,83
Sonstige Zuweisungen, Zuschüsse,
Spenden -56.283.791,78 -6.242.900,00 -15.551.091,11
Sonstige Transfererträge -5.473.479,84 -5.072.700,00 -5.597.069,36
Leistungen v.
Sozialleistungsträgern avE -946.720,00 -886.100,00 -1.159.330,67
Sonstige Ersatzleistungen avE -385.500,00 -352.400,00 -344.195,26
Kostenbeitr./Aufwen.ersatz/
Kosteners. iE -1.891.500,00 -1.791.300,00 -1.889.229,73
Leistungen von
Sozialleistungsträgern iE -787.800,00 -667.200,00 -784.632,26
Sonstiges -1.461.959,84 -1.375.700,00 -1.419.681,44
16
Leistungsentgelte
Die Leistungsentgelte unterscheidet man in öffentlichrechtlich und privatrechtlich erhobene Entgelte.
Insgesamt steigen die Leistungsentgelte der Stadt
Nürnberg um insgesamt 1,9 % und bewegen sich damit
etwas unterhalb der für 2014 prognostizierten Inflationsrate, in jedem Fall aber unterhalb der durch die EZB für
die Eurozone insgesamt angestrebten Preissteigerungsrate. Damit bestätigt die Stadt auch für das nächste Jahr ihre moderate Gebührenpolitik, die seit Jahren
versucht, die Belastungen für die Bürgerinnen und
Bürger im Rahmen zu halten.
Dabei gehen die öffentlich-rechtlichen Leistungsentgelte sogar etwas nach unten, während die privatrechtlichen Gebühren und Entgelte um insgesamt 5,9 v.H.
ansteigen. Hauptgrund für den Rückgang der öffentlichrechtlichen Leistungsentgelte ist die Kürzung des Ansatzes für Bestattungsgebühren. In den Vorjahresplanungen bis zum Jahr 2013 wurde die Friedhofsverwaltung als Kostendecker unter der Berücksichtigung von
Verlusten im Plan auf null gesetzt. Dabei wurden die
Bestattungsgebühren zumeist als Ausgleichsposition
verwendet. Ab dem Jahr 2014 wird auf diese Vorgehensweise verzichtet und den Bestattungsgebühren
realistische Ansätze zugrunde gelegt. Diese orientieren
sich an den Rechnungsergebnissen.
Ansatz
Haushaltsjahr
2014
Ansatz
des
Vorjahres
Ergebnis
des VorVorjahres
€ € €
Leistungsentgelte -97.548.737,52 -95.701.450,28 -97.764.632,25
Öffentlich-rechtliche Leistungsentgelte -58.607.913,75 -58.931.161,63 -58.390.103,69
Verwaltungsgebühren -17.234.542,06 -17.312.408,73 -19.452.926,46
Gebühren für öffentlichrechtl.Nutzungen -19.343.686,53 -17.904.931,35 -16.367.170,36
Bestattungsgebühren öffentlichrechtlich -2.748.344,16 -4.449.169,10 -2.810.329,53
Wohn-/Verpflegungsgebühren
öff.-rechtl. -3.878.860,15 -4.008.000,00 -3.896.828,50
Eintrittsgelder (öffentlich-rechtlich) -9.713.369,74 -10.109.852,00 -9.727.701,73
Elternentgelte Ganztagesbetreuung 0,00 -40.000,00 -48.590,00
Sonstige öffentlich-rechtliche
Entgelte -5.689.111,11 -5.106.800,45 -6.086.557,11
Privatrechtliche Leistungsentgelte -38.940.823,77 -36.770.288,65 -39.374.528,56
Erträge aus Verkauf privatrechtlich -4.801.541,94 -3.817.900,00 -4.148.592,84
Miet- und Pachterträge -16.007.249,76 -15.800.464,00 -16.202.411,73
Erbbauzinsen -2.704.600,00 -2.363.800,00 -2.608.065,86
Ersatzleistungen -1.637.099,92 -1.295.600,00 -1.727.759,33
Privatrechtliche Eintrittsgelder -1.192.030,97 -1.229.500,00 -1.382.999,63
Privatrechtliche Teilnehmerbeiträge -4.710.958,50 -4.625.961,00 -5.021.065,71
Sonstige privatrechtl. Leistungsent
gelte -2.567.306,56 -2.213.300,00 -2.752.413,38
Sonstige privatrechtliche Entgelte -5.320.036,12 -5.423.763,65 -5.531.220,08
17
Kostenerstattungen und Umlagen
Die Kostenerstattungen und Kostenumlagen steigen
2014 um 5,6 %.
Dieser Anstieg ist insbesondere auf zwei Positionen
zurückzuführen:
• Die Erstattungen vom Bund erhöhen sich insgesamt um 8,3 Mio. €. Dies erklärt sich durch
die Erhöhung der Erstattung des Bundes für
die Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung. Ab 2014 wird die Grundsicherung
in voller Höhe erstattet (2013: 75 %), ein Verhandlungserfolg der kommunalen Spitzenverbände im Rahmen der Fiskalpaktverhandlungen mit dem Bund.
• Auch die Erstattungen vom Freistaat Bayern
steigen um 19,2 v.H. Dies ist im Wesentlichen
auf den Anstieg der der Erstattungen für Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz in Höhe von ca. 1,8 Mio. € zurückzuführen. Diese Leistungen stellen Aufwand im
Transferleistungsbereich dar und werden in
voller Höhe vom Freistaat erstattet.
Ansatz
Haushaltsjahr
2014
Ansatz
des
Vorjahres
Ergebnis
des VorVorjahres
€ € €
Kostenerstattungen und Umlagen -167.523.239,21 -158.637.000,42 -142.347.906,17
Erstattungen vom Bund -80.942.076,69 -72.687.250,00 -54.928.511,97
Erstattungen vom Land -15.450.802,01 -12.965.020,00 -14.074.627,34
Erstattungen von
Gemeinden/Gemeindeverbänden -16.457.280,50 -16.251.155,00 -17.453.203,51
Erstattungen Bezirk (Sozialleistungen) -11.179.900,00 -10.986.900,00 -11.349.928,65
Erstattungen von Zweckverbände,
kommunalen Sonderrechnungen -13.714.331,58 -13.672.900,00 -13.006.749,61
Erstattungen vom NürnbergStift -231.260,00 -265.000,00 -303.592,24
Erstattungen vom ASN -377.530,22 -658.000,00 -648.213,06
Erstattungen vom Klinikum -7.723.400,00 -9.860.601,00 -6.738.457,02
Erstattungen von SUN -1.526.975,06 -1.774.050,00 -1.542.604,86
Erstattungen von NürnbergBad -101.800,00 -90.900,00 -186.969,96
Erstattungen vom FSN -87.000,00 -81.000,00 -119.259,87
Erstattungen von SÖR -1.610.750,00 -1.658.800,00 -2.648.616,41
VKE Eigenbetriebe -7.752.900,00 -7.948.600,00 -8.527.900,00
Erstatt. priv. Unternehmen und u.a. -9.620.153,15 -8.930.318,42 -10.117.721,79
Erstattungen vom Staatstheater
Nürnberg -747.080,00 -806.506,00 -701.549,88
18
Sonstige ordentliche Erträge
Die ertragswirksame Auflösung von Sonderposten,
insbesondere von Zuschüssen aus vorvergangenen
Jahren wurden an das Rechnungsergebnis des Vorvorjahres angepasst. Gründe sind hier die steigenden
Investitionen, die wiederum zu höheren Abschreibungen führen. Diese korrelieren mit der Höhe der Auflösung der Sonderposten für erhaltene Investitionszuwendungen.
Die sonstigen ordentlichen Erträge sinken um 4,4 %
gegenüber dem Plan 2013. Der Rückgang gegenüber
2012 für das Planjahr 2014 erklärt sich aus u. a. aus
Erträgen aus dem Verkauf von Vermögen sowie aus
der Auflösung sonstiger Rückstellungen, wie z. B.
Instandhaltungsrückstellungen, welche in 2012 verbucht wurden. Diesen Positionen stehen mangels Vorliegen valider Werte keine Planzahlen gegenüber.
2014 sind 6,5 Mio. € aus der Auflösung der Finanzausgleichsrückstellung für die Bezirksumlage von 2012 im
Haushalt veranschlagt.
Demgegenüber ist der Ansatz für die Konzessionsabgabe auf 35,5 Mio. € reduziert, da aufgrund des Zensusergebnisses für Nürnberg ein zu berücksichtigendes
Risiko für eine geringere Konzessionsabgabe durch
den Rückgang der amtlichen Einwohnerzahl existiert.
Desweiteren sind bei den sonstigen Erträgen nicht
planbare Veräußerungsgewinne und weitere Rückstellungsauflösungen, wie z.B. geringe Erträge aus der
Auflösung von Instandhaltungsrückstellungen enthalten.
Ansatz
Haushaltsjahr
2014
Ansatz
des
Vorjahres
Ergebnis
des VorVorjahres
€ € €
Auflösung Sonderposten -44.840.794,83 -40.834.140,89 -43.428.591,01
Auflösung Sonderposten -44.840.794,83 -40.834.140,89 -43.428.591,01
Sonstige ordentliche Erträge -47.298.558,00 -49.481.793 -82.551.946,33
Ordnungsrechtliche Erträge
(Bußgelder) -138.499,92 -163.700,00 -142.357,93
Verzugs- und Beitreibungsentgelte -2.025.800,00 -2.220.000,00 -3.774.041,89
Erträge aus der Gewährung von
Bürgschaften, Gewährvertr. usw. -510.717,07 -900.000,00 -462.260,20
Erträge aus Ausgleichszahlungen -1.200.000,00 -800.000,00 -1.510,00
Konzessionsabgabe -35.500.000,00 -41.000.000,00 -40.873.753,83
Aktivierte Bauzeitzinsen U-Bahn -206.468,37 -206.500,00 -398.022,55
Ertrag Honorarverrechnung
Bauunterhalt 0,00 -4.041.700,00 -2.562.581,15
Neutral. Zahlungen
Aufwandsrückstellung -6.507.000,00 -16.258.979,71
Aktivierte Eigenleistungen -7.167.772,89 -5.077.100,00 -1.517.555,57
Aktivierte Eigenleistungen -7.167.772,89 -5.077.100,00 -1.517.555,57
19
Personal- und Versorgungsaufwendungen
Die Personal- und Versorgungsaufwendungen steigen
insgesamt um 18,1 Mio. € oder 3,7 %.
Hinweis:
Große Veränderungen gibt es bei der Zusammenstellung der Personalaufwendungen. Die bisher gebräuchliche Unterscheidung in Aktiv- und Passivpersonalkosten wurde zugunsten der verständlicheren Aufteilung in
Personal- und Versorgungsaufwendungen aufgegeben
und damit gleichzeitig dem gesetzlichen Muster angepasst. In diesem Zuge wurden auch Sachkonten zwischen diesen beiden Kontengruppen, sowie auch in die
sonstigen ordentlichen Aufwendungen verschoben.
Da die Zuführungen für Pensions- und Beihilferückstellungen für aktiv Beschäftigte zukünftig bei Ruhestandsversetzungen nicht mehr im Bestand der Aktiven aufgelöst und gleichzeitig bei den Versorgungsempfängern
neu gebildet werden sollen, sondern nur noch eine
Umbuchung stattfinden soll, ergaben sich Verschiebungen zwischen den beiden Blöcken in Höhe von rund 36
Mio. €. Auch historisch gewachsene Zuordnungen, wie
beispielsweise die Verortung von Arbeitgeberanteilen
zur Sozialversicherung von aktiv Beschäftigten im Bereich der Passivpersonalkosten, konnten durch die
Neuordnung bereinigt werden.
Als Regel gilt damit, dass alle Kosten für aktiv im Dienst
beschäftigte Angestellte und Beamtinnen und Beamte
zukünftig bei den Personalaufwendungen veranschlagt
werden, wohingegen die Aufwendungen für Ruheständler und Pensionisten bei den Versorgungsaufwendungen zu finden sind.
Die Personalaufwendungen (für Aktive) erhöhen sich im
Plan um 57,4 Mio. € gegenüber dem Plan 2013 auf
nunmehr 446,2 Mio. €. Darin enthalten sind auch die
Stellenschaffungen insbesondere im Bereich der Kinderbetreuung. Für die in 2014 anfallenden Tarifsteigerungen wurden für Beamte und Beamtenversorgungsempfänger 2,95 v.H. und für Beschäftigte, Aushilfskräfte u. a. 2,5 v. H. angenommen.
In der Position „sonstige Rückstellungen für Aktive“
werden die Rückstellungen für Altersteilzeit abgebildet.
Da zunehmend Verträge auslaufen und Neuverträge
aufgrund veränderter Konditionen kaum noch abgeschlossen werden, ist im Saldo mit einer vermehrten
Auflösung zu rechnen.
Die Zunahme der Zuführung zu Pensionsrückstellungen
für Aktive gegenüber dem Plan 2013 um 37,3 Mio. € ist
der oben beschriebenen Änderung bei der Darstellung
der Personal- und Versorgungsaufwendungen geschuldet. Dieser Wert muss mit den Zuführungen zu Pensionsrückstellungen für Versorgungsempfänger (Beamte/
Lehrkräfte/ Arbeitnehmer) im Bereich der Versorgungsaufwendungen saldiert werden (Reduzierung gegenüber dem Plan 2013 in Summe von 33,15 Mio. €). Die
tatsächliche Erhöhung der Zuführung zu Pensionsrückstellungen beträgt daher 4,1 Mio. €. Das gleiche Prinzip
gilt für die Zuführung zu den Beihilferückstellungen.
Unter Berücksichtigung der Verschiebungen zwischen
Personal- und Versorgungsaufwendungen hat sich die
Zuführung gegenüber dem Plan 2013 lediglich um 459
T€ erhöht. Die durch die Umgruppierung hauptsächlich
betroffenen Bereiche sind in der untenstehenden Tabelle grau unterlegt.
Die Versorgungsaufwendungen reduzieren sich auf
63,2 Mio. €. Dieser Rückgang folgt im Wesentlichen
aus der o. g. Neugliederung der Personal- und Versorgungsrückstellungen.
20
Ansatz
Haushaltsjahr
2014
Ansatz
des
Vorjahres
Ergebnis
des VorVorjahres
€ € €
Personal- und
Versorgungsaufwendungen 509.392.112,65 491.302.899,17 453.089.923,74
Personalaufwendungen 446.213.767,97 388.785.680,17 365.253.053,82
Bezüge Beamte 70.950.731,16 69.216.243,20 65.543.713,94
Bezüge Beamte-Lehrkräfte 69.941.406,53 66.467.211,86 62.604.755,47
Vergütungen Arbeitnehmer 191.796.632,46 180.680.341,46 171.782.097,09
Vergütungen Aushilfskräfte 4.990.415,00 5.909.212,65 5.196.525,34
Vergütungen Bundesfreiwilligen
dienst, Praktikanten 2.352.218,67 1.976.635,00 1.944.465,20
Vergütungen für Dozenten, freiwilliges ökologisches/soziales Jahr 2.915.150,00 2.821.100,00 2.700.641,51
Vergütungen für Honorarkräfte u.ä. 1.258.250,00 703.900,00 702.217,85
Sonstige Rückstellungen für Aktive -7.007.298,41 -2.452.200,00 -9.681.850,74
Erträge/Auflösung Pensions-
/Beihilferückstellungen -3.892.016,09
Beiträge Versorgungskassen 15.281.936,10 14.120.572,00 15.617.156,98
Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung 39.871.731,19 38.215.396,00 37.122.036,61
Beihilfen 8.425.671,24 8.435.000,00 8.149.361,22
Zuführung Pensionsrückstellung
Aktive 38.787.149,48 1.506.800,00 4.477.922,00
Zuführung Beihilferückstellung
Aktive 5.368.001,02 84.700,00 1.881.651,00
Pauschalierte Lohnsteuer 1.281.773,53 1.100.768,00 1.104.376,44
Versorgungsaufwendungen 63.178.344,68 102.517.219,00 87.836.869,92
Ertr./Auflös.Pensions-
/Beihilferückstellungen Vers.
Neutralisation Versorgungszahlungen -81.342.200,00 -78.546.592,00 -75.449.641,23
Neutralisation Beihilfen
Versorgungsempfänger -11.607.400,00 -11.090.000,00 -11.608.936,55
Versorgung Beamte und Lehrkräfte 74.873.454,68 71.201.753,00 68.734.951,42
Versorgung Arbeitnehmer 10.354.300,00 11.713.357,00 10.685.582,86
Beihilfen für Versorgungsempfänger 11.892.500,00 11.362.500,00 11.880.709,55
Zuführ. Pensionsrückst. Beamte
(Vers.) 26.793.100,00 39.910.551,00 35.764.807,74
Zuführ. Pensionsrückst.
Lehrkräfte(Vers.) 19.313.900,00 36.908.300,00 31.083.463,70
Zuführ. Pensionsrückst.
Arbeitnehmer (Vers.) 5.779.300,00 8.214.300,00 4.611.411,88
Zuführung Beihilferückstellungen
Versorgungsempfänger 7.121.390,00 12.843.050,00 12.134.520,55
21
Sachaufwendungen und
Abschreibungen
Die Sachaufwendungen insgesamt steigen moderat
um 0,2 % auf 209,3 Mio. €.
Entsprechend der Preisentwicklung steigen die Aufwendungen für Strom, Gas und Wasser/Abwasser um
knapp 1,3 Mio. €. Der sinkende Wert beim Gebäudeunterhalt ist auf eine Änderung beim Einbezug der Honorare zurückzuführen. Diese werden zukünftig als Interne Leistungsverrechnung auf anderen Konten verbucht.
In den Zahlen von 2013 waren hierfür noch 5,2 Mio. €
eingerechnet.
Die Position „Erstattungen an Dritte“ beinhaltet 63,6
Mio. € für den Servicebetrieb Öffentlicher Raum zur
Finanzierung des operativen Betriebs im Bereich des
„Grau- und Grün“-Infrastrukturvermögens der Stadt.
Diese Position steigt gegenüber 2013 um 11,8 v.H.
aufgrund von Kostensteigerungen in den Bereichen
Personal, Unterhaltskosten Straßenbegleitgrün und
Treibstoffen.
Im Ansatz 2014 wird einmal mehr deutlich, dass die
Abschreibungen aufgrund des hohen Investitionsniveaus weiter ansteigen werden auf nunmehr 97,9 Mio.
€, das ist ein Plus von 5,8 v.H., und aus dem Ergebnishaushalt refinanziert werden müssen.
Der Unterhalt von Grünanlagen und sonstigem Grund
geht nominell um 2,2 Mio. € zurück. Bei dieser Position
handelt es nicht um die Pflege von Parks und Straßenbegleitgrün, die im Wirtschaftsplan von SÖR veranschlagt werden, sondern um die Pflege und den Unterhalt von sonstigen Grün und Flächen, insbesondere im
Umfeld von städtischen Gebäuden oder ungenutzten
Grundstücken. Auch sind darin z. B. Unterhaltskosten
für Brunnen und Denkmäler und für das Schwachstromkabelnetz enthalten. Die Reduzierung der Position
erklärt sich einerseits durch eine Verschiebung in die
neu gegründete "Hausverwaltende Einheit Schule
("HvE Schule")“ im Umfang von einer Mio. € und durch
eine Reduzierung der Aufwendungen für die Sanierung
von Altlasten (um 1,1 Mio. €).
Ansatz
Haushaltsjahr
2014
Ansatz
des
Vorjahres
Ergebnis
des VorVorjahres
€ € €
Aufwendungen Sach- und
Dienstleistungen 209.286.906,64 208.927.088,34 193.149.873,47
Verbrauchsmittel und
Gebrauchsgegenstände 5.545.251,18 5.543.940,00 5.276.666,39
Strom, Gas, Wasser/Abwasser etc. 19.045.118,54 17.758.583,34 17.745.219,81
Fahrzeugunterhaltung
ohne Steuern und Versicherungen 440.922,18 421.800,00 470.563,42
Gebäudeunterhalt, -technik 31.883.284,04 34.907.400,00 23.006.452,36
Unterhalt von Grünanlagen und
sonstigem Grund 4.396.288,60 6.607.700,00 4.663.170,89
Unterhalt v. Straßen, Brücken, Verkehr 782.574,87 242.600,00 335.429,80
Gebäudereinigung, Müll, Kanal, sonst. 26.226.020,95 26.785.030,00 25.237.549,33
Lehrmittel, Schülerbeförderung u. ä. 12.167.730,63 11.208.900,00 10.979.508,13
Erstattungen an Dritte 101.777.691,45 95.639.235,00 88.258.002,02
Sonstiges 7.022.024,20 9.811.900,00 17.177.311,32
Abschreibungen 97.887.381,01 92.580.630,00 89.347.253,62
Abschreibungen 97.887.381,01 92.580.630,00 89.347.253,62
22
Transferaufwendungen
Die Transferaufwendungen sind zu unterscheiden in
Sozialtransferaufwendungen und weitere Transferaufwendungen.
Die Sozialtransferaufwendungen umfassen dabei die
klassischen Sozialleistungen, die die Stadt selbst zu
tragen hat, wie beispielsweise die Kosten der Unterkunft im SGB II oder die Familien- und Jugendhilfen.
Hinzu kommen die Zuschüsse an soziale Einrichtungen, insbesondere an die freien Träger der Kindertagesstätten. Diese Teilmenge der Transferaufwendungen mit einem Volumen von knapp 380 Mio. € repräsentiert ca. ein Viertel der gesamten ordentlichen Aufwendungen. Gedanklich hinzu addieren sollte man an
dieser Stelle noch die Bezirksumlage, die aufgrund der
Aufgabenschwerpunkte des Bezirks im Wesentlichen
ebenfalls aus Sozialausgaben besteht. Zusammen
stellen diese Positionen mit insgesamt 532,0 Mio. € ca.
ein Drittel der Gesamtausgaben des Nürnberger Stadthaushalts dar.
Die weiteren Transferaufwendungen mit 127,6 Mio. €
(ohne Bezirksumlage) oder 8,1% der ordentlichen Aufwendungen beinhalten sonstige Ausgleichszahlungen.
Diese sind z.B. die Gewerbesteuerumlage, Verlustausgleiche an städtische Töchter und Eigenbetriebe, weitere Zuschüsse aufgrund gesetzlicher und sozialer Verpflichtungen, die allerdings nicht den Sozialbereich
betreffen, sowie Zuweisungen an das Land u.a. im
Rahmen der Krankenhausumlage. In der tabellarischen
Darstellung beinhaltet dieser Block auch die oben angesprochene Bezirksumlage.
Sozialtransferaufwendungen mit Bezirksumlage
Die Zuschüsse an soziale Einrichtungen (gesetzlich)
steigen erneut stark um 15,4 % auf 94,1 Mio. €. Hintergrund ist hier wie in den Vorjahren insbesondere der
anhaltende Platzausbau bei Kinderhorten und Kinderkrippen freier Träger.
Bei den Familien- und Jugendhilfen beträgt die Steigerungsrate 3,5 % auf nunmehr 72,4 Mio. €. Sie ist im
Wesentlichen begründet durch steigende Belegungstage und höhere Tagessätze bei der Heimunterbringung.
Die Position Hilfe zum Lebensunterhalt und Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung (SGB XII)
steigt um 3,5 Mio. € oder 7,2 %. Dies ist durch Mehraufwendungen bei der Grundsicherung begründet. Da
die Fallzahlen bei diesen Leistungen aufgrund der
demographischen Entwicklung in 2012 um rund 6 %
und die Fallkosten (steigende Mieten, Mietnebenkosten
und Anpassung der Regelsätze) um ca. 2,2 % gestiegen sind, wird gegenüber dem Plan 2013 mit entsprechendem Mehrbedarf geplant (+ rund 3,5 Mio. € auf ca.
48,5 Mio. €).
Die Hilfen zur Pflege erhöhen sich um 24,1 % auf nunmehr 7,6 Mio. €. Aufgrund der demographischen Entwicklung sowie der Zunahme der an Demenz erkrankten Personen, ist weiter mit einem Anstieg der Pflegebedürftigen zu rechnen. Dies spiegelt sich auch in der
Kostenentwicklung wider.
Bei Asylbewerberleistungen sind gegenüber dem Vorjahresplan 28,1 % mehr Mittel eingeplant. Diese sind
sowohl auf die Steigerung von Fallzahlen als auch von
Fallkosten, insbesondere für Leistungen für Krankheit,
Schwangerschaft und Geburt, zurückzuführen. Die
erbrachten Leistungen werden jedoch in voller Höhe
vom Land erstattet.
Die Kosten der Unterkunft und Heizung beim Arbeitslosengeld II konnten aufgrund der positiven Arbeitsmarktentwicklung erneut geringer angesetzt werden.
Sie sinken um gut 4 Mio. € gegenüber dem Vorjahresplanwert. Dabei konnten die einmaligen Leistungen für
Unterkunft und Heizung um 1,2 Mio. € reduziert werden. Diese Reduzierung ist auf eine Änderung im SGB
II zurückzuführen, wonach diese Leistungen nun teilweise in Form von Darlehen gewährt und von den Leistungsberechtigten eingezogen werden können.
Sozialtransferaufwendungen
Weitere Transferaufwendungen
Weitere Zuschüsse
und Zuweisungen,
Verlustausgleiche,
Gewerbesteuerumlage, Krankenhausumlage
Bezirksumlage
23
Die Bezirksumlage wurde für 2014 mit einer 8,6%-igen
Steigerung auf 152,0 Mio. € angehoben.
Weitere Transferaufwendungen
Die Zuweisungen und Zuschüsse beinhalten gemäß
der Zuschussliste ca. 34 Mio. € an weiteren Zuschüssen, die aus gesetzlichen oder rechtlichen Verpflichtungen entstehen, z.B. u.a. an das Germanische Nationalmuseum oder die Nürnberger Symphoniker. Ferner
ist mit ca. 9 Mio. € die Krankenhausumlage enthalten.
Für 2014 wird für die Städtischen Werke Nürnberg
GmbH ein Verlustausgleich von 2,5 Mio. € veranschlagt. Für die noris inklusion gemeinnützige GmbH
(vormals: Werkstatt für Behinderte der Stadt Nürnberg
gGmbH) ist ein Verlustausgleich in Höhe von 1,1 Mio. €
eingeplant. Weiterhin enthält der Plan 2014 als Risikoposition eine Summe von 0,5 Mio. € für unvorhergesehene Verlustausgleiche.
Für den Flughafen wurde eine Kapitalzuführung von
3,75 Mio. € eingestellt.
Die Finanzierungssystematik der NOA wird grundlegend umgestellt. Statt der bisherigen Finanzierung über
die Gewährung eines Verlustausgleichs nach Feststellung des Jahresergebnisses, erfolgt die Finanzierung
bereits seit 2013 durch einzelne Zuschüsse aus dem
städtischen Haushalt. Ein zusätzlicher Verlustausgleich
wird nach der neuen Systematik grundsätzlich nicht
mehr gewährt.
24
*) beim Flughafen handelt es sich um eine Kapitalzuführung
Ansatz
Haushaltsjahr
2014
Ansatz
des
Vorjahres
Ergebnis
des VorVorjahres
€ € €
Transferaufwendungen 659.527.247,98 624.856.754,00 640.243.122,72
Transferaufwendungen Sozialbereich
(direkt)
379.999.162,00 361.458.300,00 342.908.647,49
Zuschüsse an soz. Einrichtungen
(ges./vertr.) 94.062.402,00 81.538.900,00 71.669.521,60
Zuschüsse an soziale Einrichtungen
(freiw.) 15.761.960,00 13.060.900,00 13.339.246,88
Hilfe zum Lebensunterhalt,
Grundsicherung SGBXII 52.558.000,00 49.020.800,00 44.992.670,77
Hilfe zur Pflege 7.580.000,00 6.110.000,00 5.908.717,04
Eingliederungshilfe 0,00 1.300,00 473,40
Hilfe zur Gesundheit 11.857.000,00 11.884.000,00 11.870.243,76
Sonstige Hilfen außerhalb von
Einrichtungen 3.023.600,00 2.940.200,00 2.832.570,94
Kriegsopferfürsorge 275.000,00 310.000,00 274.069,28
Familien- und Jugendhilfe 72.412.000,00 69.995.000,00 64.648.072,25
Asylbewerberleist. (HLU und andere
Hilfen) 8.260.000,00 6.448.500,00 7.183.485,23
AL II v.a. Kosten der Unterkunft
(SGBII) 109.781.000,00 113.806.000,00 116.338.918,80
Bildungs- und Teilhabepaket 4.428.200,00 6.342.700,00 3.850.657,54
Weitere Transferaufwendungen 279.528.085,98 263.398.454,00 297.334.475,23
Zuweisungen und Zuschüsse
(ohne Verlustausgleiche) 43.736.844,98 42.972.635,00 38.584.822,62
Verlustausausgleiche Eigenbetriebe,
Flughafen* 12.538.841,00 12.219.780,00 22.023.887,96
Verlustausgleiche StWN, Klinikum,
NOA, noris inklusion 4.100.000,00 4.400.000,00
Gewerbesteuerumlage
(Grundbetrag) 34.090.000,00 32.416.107,00 31.101.880,58
Gewerbesteuerumlage
(Deutsche Einheit) 33.100.000,00 31.489.932,00 30.213.255,42
Soldiarumlage, Schuldendiensthilfe 0,00
Bezirksumlage 151.962.400,00 139.900.000,00 145.434.894,02
Zuführungen zu Rückstellungen 0,00 29.975.734,63
25
Sonstige ordentliche Aufwendungen
Die sonstigen ordentlichen Aufwendungen steigen
gegenüber dem Ansatz 2013 um 7,8 %.
Der Anstieg beim sonstigen Personal- und Dienstaufwand ist vor allem auf Mehrkosten für Aus- und Fortbildung sowie für Entschädigungen für ehrenamtliche
Tätigkeiten für Wahlhelfer zurückzuführen. Während im
Vorjahr Entschädigungen für den Wahldienst bei Landtags- und Bundestagswahl eingeplant waren, sind für
2014 Kosten für Entschädigungen für den Dienst bei
Europa- und Kommunalwahl sowie für eine mögliche
Oberbürgermeisterstichwahl eingeplant (insgesamt plus
240 TEUR). Bei der Aus- und Fortbildung sind in 2014
zusätzliche Mittel von insgesamt ca. 300 TEUR erforderlich, u. a. für die Einführung des Gebäudemanagements und für Projekte zur beruflichen Weiterbildung,
welche jedoch größtenteils durch den Europäischen
Sozialfonds gefördert werden.
Bei den Aufwendungen für Betriebsmittel konsumtiver
MIP-Maßnahmen handelt es sich um konsumtive Bestandteile von im MIP veranschlagten Investitionen
(dort gesondert ausgewiesen). Beispielsweise sind in
2014 konsumtiv 719 T€ für die Generalsanierung des
Sigena-Gymnasiums und 628 T€ für die Generalsanierung der Kopernikusschule im Rahmen von ÖPPMaßnahmen veranschlagt.
Ansatz
Haushaltsjahr
2014
Ansatz
des
Vorjahres
Ergebnis
des VorVorjahres
€ € €
Sonstige ordentliche Aufwendungen 69.351.365,28 64.315.994,15 67.412.666,37
Sonstiger Personal-/ Dienstaufwand 4.525.086,60 3.850.300,00 3.096.136,07
Entschädigung Mitglieder des
Stadtrates 2.010.000,10 2.010.000,00 1.726.609,19
Betriebsmittel (konsumtive MIPMaßnahme) 4.560.000,00 3.035.000,00 3.704.268,88
Miet- und Pachtaufwand
Immobilien, Erbbauzins 10.439.801,65 10.180.560,00 9.088.341,52
Mietnebenkosten von Immobilien 1.673.035,95 1.510.800,00 1.545.804,76
Mieten/Pachten/Leasing bewegliche
Sachen 2.924.502,84 2.629.850,00 1.865.666,65
Mietaufwand für Heime und Pensionen 1.300.000,09 1.317.500,00 1.304.313,51
Kosten für Sachverständige und
Gutachten 3.024.289,35 2.213.240,00 1.822.024,21
Nutzungsentgelte/Pflege
Software/Lizenzen 3.581.264,90 3.598.800,00 3.088.467,12
Vergütungen für Leistungen Dritter 6.904.030,05 5.535.700,00 6.789.643,49
Versicherungsbeiträge (incl. KUV) 5.776.550,00 5.443.500,00 5.186.529,29
Aufwendungen aus Ausgleichszahlungen 4.560.000,00 4.400.000,00 1.364.885,63
Sonstige ordentliche Aufwendungen 18.072.803,75 18.590.744,15 26.829.976,05
26
Finanzergebnis
Das Finanzergebnis fällt mit insgesamt 17,2 Mio. € im
Plan 2014 um 40,6 % besser aus als im Plan 2013.
Ein wesentlicher Grund für das bessere Ergebnis ist die
erhöhte Planung aus der Verzinsung der Gewerbesteuer, die aufgrund der zu erwartenden Differenz zwischen
Gewerbesteuervorauszahlungen und -festsetzungen
um 3 Mio. € höher als im Vorjahr angesetzt werden
konnte.
Die Zinsaufwendungen bei Kreditinstituten können mit
38,6 Mio. € um 13,6 % niedriger angesetzt werden als
im Vorjahr. Das anhaltend niedrige Zinsniveau ermöglicht trotz der hohen Investitionssummen knapp die
Hälfte dieser Anpassung. Die zweite Hälfte resultiert
aus einem niedrigeren Ansatz beim Zinsaufwand für
Derivatgeschäfte im Vergleich zum Vorjahr, bei denen
damals von einem zu hohem Aufwand ausgegangen
wurde.
Dennoch bleiben die Zinsaufwendungen mit insgesamt
über 45 Mio. € auch zukünftig eine Risikoposition des
Stadthaushaltes, sollte das Zinsniveau wieder deutlich
steigen.
Ansatz
Haushaltsjahr
2014
Ansatz
des
Vorjahres
Ergebnis
des VorVorjahres
€ € €
Finanzergebnis 17.197.638,34 28.948.510,00 24.042.826,33
Finanzerträge -28.556.357,49 -23.458.010,00 -25.183.837,65
Zinserträge -3.045.864,43 -2.248.410,00 -1.813.899,66
Erträge Gewinnanteile aus
Beteiligungen -7.008.600,00 -6.008.600,00 -6.299.814,86
Erträge aus Wertpapieren des
Anlagevermögens -2.100,00 -900,00 -4.636,15
Verzins. Gewerbe-/Umsatzsteuer
§233a AO -18.000.000,00 -15.000.000,00 -16.489.673,06
Zinserträge (Versorgungsrücklage) -14,24 -100,00 -3,04
Stundungszinsen und andere
Finanzerträge -499.778,82 -200.000,00 -575.810,88
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 45.753.995,83 52.406.520,00 49.226.663,98
Zinsaufwendungen an den Bund
Zinsaufwendungen an das Land
und sonstige öffentliche Bereiche 6.312,33
Zinsaufwendungen an verbundene
Unternehmen, Beteiligungen,
Sondervermögen
53.168,77
Zinsaufwendungen sonstige
öffentliche Sonderrechnungen
Zinsaufwendungen an Kreditinstitute 38.625.140,00 44.683.720,00 43.820.307,75
Zinsaufwendungen an übrige
Bereiche 1.000,00 5.937,50
Zinsaufwendungen Kassenkredite 500.000,00 59.075,09
Erstattungszinsen (Gewerbesteuer) 7.000.000,00 7.000.000,00 5.240.663,00
Sonstige Zinsaufwendungen 128.855,83 221.800,00 41.199,54
27