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140924 Folien StR Haushaltseinbringung

Haushalt 2015 · Seiten 16–48 · Seiten 16–48 im PDF ansehen · Original bei der Stadt ↗

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Nürnbergs Stadthaushalt 2015 Solides Planergebnis trotz steigender Ausgaben und hoher Investitionen Finanzreferat Große finanzielle Herausforderungen im kommenden Jahrzehnt Stadtrat 24. September 2014 Haushaltseinbringung 2015  Zunächst ein Blick zurück: Abschluss 2013  Aktuelles Jahr 2014: Entwicklung der Gewerbesteuer und Ableitung für Planwert 2015  Haushalt 2015: Die wesentlichen Eckdaten  Die Bestimmungsfaktoren bei den wesentlichen Einnahme- und Ausgabenpositionen  Unsere Investitionen im Fokus: Der MIP 2015-2018  Ein Blick in die Zukunft: Mittelfristiger Finanzplan 2015-2018 und seine Simulation bis zum Jahr 2026 („Szenario 2026“) Finanzreferat 2 Jahresergebnis 2013 Ein erfreulicher Abschluss Die wichtigsten Eckdaten  Überschuss » 16,99 Mio. € (Planwert von 15,60 Mio. €; Vorjahresergebnis 19,2 Mio. €)  hohe Steuererträge » 810,4 Mio. € bei geplanten 793,2 Mio. €; Gewerbesteuer auf Allzeithoch von 423,8 Mio. € - gegenüber 2012 ein Plus von fast 45 Mio. €  Schuldentilgung » 14,2 Mio. € Nettotilgung anstelle von geplanten 12,3 Mio. € Nettoneuverschuldung im Kernhaushalt; bei steuerfinanzierten Eigenbetrieben (SÖR, NüBad, FSN und NüSt) Rückführung der Schulden um 1,9 Mio. €  Eigenkapital » Eigenkapital erreicht 773,1 Mio. € (Vorjahr 209,2 Mio. €); Grund: Bearbeitung einer Prüfungsfeststellung des Bayerischen Kommunalen Prüfungsverbands und Neubewertung von rd. 3.000 Grundstücken (resultierende Erhöhung des Eigenkapitals um 545,9 Mio. €); Eigenkapitalquote steigt von 5,0% auf 16,8 %. Finanzreferat 3 420.000 440.000 Erhöhung Steuerschätzung 2014 auf 2015, 4,0% Aktueller Gewerbesteuerverlauf Leichtes Aufatmen nach der sommerlichen Delle 2013 Planansatz 2014 Durchschnittsentwicklung für Fortschreibung 2014 Planansatz 2015 300.000 320.000 340.000 360.000 380.000 400.000 2009 2011 2012 2010 2008 2014 Berichterstattung im Juli StR Planansatz 2015 200.000 220.000 240.000 260.000 280.000 Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez Finanzreferat 4 Wie können wir die rückläufige Gewerbesteuer und Schlüsselzuweisungen ausgleichen? Gewerbesteuerprognose Einkommensteuer￾prognose + 9,5 Mio. € - 30 Mio. € Schlüsselzuweisungen - 6,7 Mio. € geringere Aufwendungen aus Ausgleichszahlungen + 3,2 Mio. € positiv geplantes Jahresergebnis + 23,2 Mio. € Finanzreferat 5 Saldo - 36,7 Mio. € Saldo + 35,9 Mio. € Im Vorgriff: Ermittlung des Gewerbesteueransatzes 2015 2014 2015 Finanzreferat 6 Eckdaten 2015 Die wesentlichen Zahlen im bekannten Überblick Ordentliche Erträge 1.634,3 Mio. € + 3,2 % 1.583,4 Mio. € Ordentliche Aufwendungen 1.620,5 Mio. € + 4,9 % 1.545,5 Mio. € Veränderungen zu Plan 2014 - Planwerte 2014 Ordentliche Aufwendungen 1.620,5 Mio. € + 4,9 % 1.545,5 Mio. € Überschuss Jahresergebnis 8,1 Mio. € - 64,9 % 23,2 Mio. € Steuereinnahmen 844,9 Mio. € + 1,4 % 833,0 Mio. € Bruttoinvestitionen (investiv) 188,8 Mio. € + 21,7 % 155,2 Mio. € Investitionen (städt. Mittel MIP inv.) 107,9 Mio. € + 34,1 % 80,5 Mio. € Investitionen der jeweils nächsten 799,1 Mio. € + 6,6 % Veränderungen zu Plan 2014 - Planwerte 2014 Finanzreferat 7 Investitionen der jeweils nächsten 799,1 Mio. € + 6,6 % 750,0 Mio. € vier Jahre (brutto investiv) Investitionen der jeweils nächsten 420,8 Mio. € + 7,7 % 390,7 Mio. € vier Jahre (städt. Mittel MIP inv.) Nettoneuverschuldung 2,5 Mio. € Nettotilgung: 6,7 Mio. € Ergebnishaushalt 2015 Die Ertragsseite Ausgewählte Erträge Plan 2015 Plan 2014 Abw. Ist 2013 Steuererträge 844.863 833.002 1,4% 810.415 Grundsteuer B 112.000 113.500 -1,3% 111.250 Gewerbesteuer 421.100 435.380 -3,3% 423.807 Gemeindeanteil an der Einkommenssteuer 255.826 234.373 9,2% 228.114 Gemeindeanteil an der Umsatzsteuer 52.457 45.088 16,3% 42.346 Schlüsselzuweisungen vom Land 175.000 160.000 Ist: 153.300 9,4% 180.641 Finanzreferat 8 Leistungsentgelte 95.730 97.549 -1,9% 97.556 Erstattungen vom Bund 92.404 80.942 14,2% 71.140 Finanzerträge 32.243 28.556 12,9% 31.740 Bestimmungsfaktoren auf der Ertragsseite Welche Faktoren sind wichtig in 2015? Einkommensteuer (Gemeindeanteil) Erhöhung um 21,5 Mio. € auf 255,8 Mio. € oder 9,2% auf Basis Istzahlen 2013 und Steigerungsraten der Steuerschätzung Umsatzsteuer (Gemeindeanteil) Erhöhung des Ansatzes um 7,4 Mio. € auf 52,5 Mio. € v.a. aufgrund Soforthilfe für Kommunen in Höhe von 1 Mrd. € (+ 5,6 Mio. €) Schlüssel- Erhöhung um 21,7 Mio. € (Ist 2014) auf 175 Mio. € aufgrund höherer Anstieg der ordentlichen Erträge um 3,2 % oder 50,9 Mio. € auf 1.634,3 Mio. € Finanzreferat 9 Schlüssel- zuweisungen aufgrund höherer Steuerbasis und relativer Steuerkraftentwicklung Nürnbergs Erstattungen von Bund und Land Höhere anteilige Erstattung des Bundes für die Kosten der Unterkunft (KdU) im SGB II und bei der Grundsicherung bzw. für Erstattungsleistungen vom Land für Vorschulkinder auf 1.634,3 Mio. € Ergebnishaushalt 2015 Die Aufwandsseite Ausgewählte Aufwendungen Plan 2015 Plan 2014 Abw. Ist 2013 Personal- und Versorgungsaufwendungen 541.393 509.392 6,3% 541.635 Sach- und Dienstleistungen 218.316 209.287 4,3% 210.391 Abschreibungen 98.537 97.887 0,7% 94.345 Transferaufwendungen 695.750 659.527 5,5% 654.405 Sozialtransferaufwendungen (mit Bezirksumlage) 567.340 531.961 6,7% 495.966 Zuschüsse an soziale Einrichtungen (gesetzl./vertragl.) 102.078 94.062 8,5% 80.671 Hilfe z. Lebensunterhalt/Grundsicherung 59.038 52.558 12,3% 49.026 Familien- und Jugendhilfe 82.928 72.412 14,5% 66.968 Finanzreferat 10 Familien- und Jugendhilfe 82.928 72.412 14,5% Kosten der Unterkunft u. weitere ALII￾Leistungen 117.161 109.781 6,7% 119.574 Bezirksumlage 150.903 151.962 -0,7% 139.818 Weitere Transferaufwendungen 128.410 127.566 0,7% 149.439 Gewerbesteuerumlage 65.002 67.190 -3,3% 61.975 Zinsen 40.274 45.754 -12,0% 45.212 Bestimmungsfaktoren auf der Aufwandsseite Welche Faktoren sind wichtig in 2015? Personal- und Versorgungs￾aufwendungen Steigerung um 32,0 Mio. € oder 6,3%. Berücksichtigt sind Tarifsteigerungen, Stellenschaffungen und aufwendungen Erhöhungen der Versorgungsrückstellungen Sozialtransfer￾aufwendungen (mit Bezirksumlage) Erhöhung des Ansatzes um 35,4 Mio. € auf 567,3 Mio. € ( + 6,7 %) Zuschüsse an soziale Einrichtungen (gesetzlich) Hilfe zum Lebensunterhalt, Grundsicherung im Alter Anstieg der ordentlichen Aufwendungen um 4,9 % oder 75,1 Mio. € Anhaltender Platzausbau auf 1.620,5 Mio. € Finanzreferat 11 Alter Familien- und Jugendhilfe Alg II, vor allem Kosten der Unterkunft Anhaltender Platzausbau auf 1.620,5 Mio. € bei der Kinderbetreuung, Fallzahlensteigerungen, Mieten, Energiekosten Mehraufwendungen im Haushalt 2015 Eine Auswahl von Beispielen für Anpassungen der verschiedenen Budgets  Büroflächenmiete zur Zusammenführung des Rechtsamtes am Hauptmarkt (102,5 T€)  Erstattungen der Feuerwehr an die N-ERGIE für Löschwasserbereitstellung (750 T€)  Erhöhte Betriebskosten für Flächenmehrungen (280 T Erhöhte Betriebskosten für Flächenmehrungen (280 T €), EDV (200 T ), EDV (200 T €) und Mieten (133 T ) und Mieten (133 T €) bei der HVE Schule  Verstärkte Baumkontrollen im Bereich der Sportflächen (20 T€)  Erhöhte Aufwendung für Betriebsstrom bei der Hausverwaltung im Rathausbereich (42 T€)  Vergütungen für E-Partizipation und De-Mail in der IT (209 T€)  Erhöhte Nutzungsentgelte für die Pflege von Software und Lizenzen (355 T€), bei SAP (50 T€)  Mindererträge durch neues Krematorium in Weißenburg und erhöhte Aufwendungen für Instandsetzungsarbeiten bei der Friedhofsverwaltung (1.400 T€)  Kartierung Ökokonto (70 T€) und Lärmaktionsplanung (60 T€) im Umweltreferat  Anpassung Tagespflegeentgelte (600T €)  Einmalige Bauwerksprüfungen der U-Bahn (70 T€) und Erhöhung beim Unterhalt der Königstorpassage (70 T€)  Gewerbeflächengutachten bei der Wirtschaftsförderung (30 T€) Finanzreferat 12 Der MIP bleibt unsere größte Herausforderung Bildung und Verkehr dominieren den Zeitraum 2015 bis 2018 Haushalt 2015 Haushalt 2014 Veränderung Investitionen brutto in 2015 (MIP, investive Mittel) davon städtische Mittel 188,8 Mio. € 107,9 Mio. € 155,2 Mio. € 80,5 Mio. € + 21,7 % + 34,1 %  Hortnotprogramm (7,5 Mio. € plus weitere 3 Mio. € in 2016)  Kita van-Gogh-Straße (6 Mio. €)  Thoner Espan - Provisorien für Schule und Hort (4,9 Mio. €)  Uhlandstraße im Bereich der Uhlandschule (1,4 Mio. €)  Straßenbahn bis Wegfeld: Bau (1,3 Mio. € zusätzlich)  Generalsanierung U-Bahnhof Muggenhof (2,9 Mio. €)  Planungskosten StUB (2,5 Mio. €) Investitionen brutto der jeweils nächsten vier Jahre (2015-2018) davon städtische Mittel 799,1 Mio. € 420,8 Mio. € 750,0 Mio. € 390,7 Mio. € + 6,6 % + 7,7 %  Planungskosten StUB (2,5 Mio. €)  Ringbuslinien (1,9 Mio. € in 2016)  Äußere Sulzbacher Straße ( insgesamt 2,1 Mio. €)  Umzug Verkehrsrechner (3,0 Mio. €)  Wöhrder See (3,5 Mio. €)  Höhere Planungsmittel für H, SÖR und wbg-k (2,7 Mio. € zusätzlich, insgesamt plus 11,2 Mio. € im MIP-Zeitraum) Finanzreferat 13 Bruttoinvestitionen 850 Investitionsschwerpunkte 2015-2018 i.H.v. 863,8 Mio. €, bzw. 539,8 Mio. € (investiv und konsumtiv in T€ im Rahmen des Mittelfristigen Investitionsplanes) Datengrundlage: Planung entsprechend Fortschreibung MIP-Excel-Liste, daher an dieser Stelle Abweichungen bei der Gesamtsumme! Stand: Stand: Entwurf 2015 Verwaltungsgebäude Städtische Mittel 850 118.985 44.566 87.982 20.308 27.645 85.624 850 144.435 53.840 40.104 177.014 22.580 27.645 90.564 Schulen Feuerwehr Sport, Freizeit und Kultur Brücken Allgemeiner Hochbau Sonstiges Verwaltungsgebäude Sonstiges Schulen Feuerwehr Brücken Allgemeiner Hochbau 34.882 11.185 44.056 63.712 87.982 11.445 84.525 210.811 Grün und Spielplätze Kinderbetreuung Straßenbau, Radwege, Plätze ÖPNV Finanzreferat 14 Sport, Freizeit und Kultur Grün und Spielplätze Straßenbau, Kinderbetreuung Radwege, Plätze ÖPNV 1.847 € 2.000 € Leichter Rückgang seit 2011 Übersicht der Kreditverbindlichkeiten Angaben zum Schuldenstand incl. Anleihe und PPP sowie Eigenbetriebe nach Angabe (Ansätze in Mio. €) 1.272 €1.269 €1.256 € 1.245 € 1.247 € 1.196 € 1.267 € 1.394 € 1.430 € 1.473 € 1.609 € 1.661 €1.659 € 1.691 € 1.789 € 1.847 € 1.808 € 1.784 € 1.756 € 1.762 € 1.089 €1.139 € 1.258 € 1.347 € 1.330 €1.319 € 1.314 € 1.323 € 1.200 € 1.400 € 1.600 € 1.800 € Stadt mit Eigenbetrieben Stadt Stadt mit Eigenbetrieben NüBad, FSN und SÖR, NüSt sowie vormals STEM 864 € 864 € 910 € 925 € 947 € 939 € 965 € 1.006 € 1.057 € 1.183 € 1.245 € 1.196 € 893 € 894 € 944 € 969 € 1.008 €1.024 € 1.051 € 800 € 1.000 € 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 Finanzreferat 15 Kernhaushalt Warum ist im Plan 2015 keine Nettotilgung gelungen? Und wie kommt es zu 2,5 Mio. € Neuverschuldung im Kernhaushalt und 7,0 Mio. € bei den Eigenbetrieben?  Die Einnahmeseite entwickelt sich im Bereich der Kommunen in Deutschland und Bayern nicht so deutlich nach oben wie in den Medien oft unterstellt. Bundesweit haben mindestens 30 Städte im Lauf des Jahres 2014 deshalb eine Haushaltssperre erlassen und auch in Bayern haben wir es wie in vergangenen Jahren mit durchaus unterschiedlichen Verläufen in den kreisfreien Städten zu tun. Dies muss sich entsprechend auf die Planung für 2015 auswirken.  Die Ausgabenseite wächst im kommenden Jahr um 4,9 % stark an. Nachholende Tarifentwicklungen im Verbund mit zu beseitigenden Defiziten im Verwaltungsbereich aufgrund von Leistungsausweitungen (Kinderbetreuung, Bürgerdienstleistungen) verursachen einen deutlichen Zuwachs bei den Personalkosten. Dies wird ergänzt durch einen weiteren Anstieg der Sozialleistungen aufgrund von Entwicklungen, die nur bedingt unseren Steuerungsinstrumenten zugänglich sind (Fallzahlen, Energiekosten, Mieten).  Das geplante Investitionsprogramm mit städtischen Mittel steigt im Jahr 2015 auf eine Höhe von 107,9 Mio. €, ein Plus von 34,1 %.  Auch bei den Eigenbetriebe müssen wichtige Bauinvestitionen finanziert werden: Deshalb die Neuverschuldung bei NüBad durch den Neubau des Langwasserbades um 5,3 Mio. € und bei NüSt wegen August-Meier-Heim um 3,1 Mio. €. Finanzreferat 16 Fazit zum Haushaltsplanentwurf 2015 Der Haushaltsplanentwurf für 2015 ist noch solide, jedoch geprägt von hohem Ausgabendruck und anhaltend hohen Investitionen:  mit einem Jahresüberschuss von 8,1 Mio. €,  mit städtischen Investitionen von 420 Mio. € in den nächsten vier Jahren bei einem Plus von 34,1% im ersten MIP-Jahr 2015  und deshalb mit einer leichten Neuverschuldung von 2,5 Mio. € im Kernhaushalt.  Im mittelfristigen Finanzplan wird eine Umsetzung der Investitionsprojekte ohne Nettoneuverschuldung sehr schwierig. Finanzreferat | Haushaltseinbringung 2014 17 Mittelfristige Finanzplanung Der Mittelfristige Finanzhaushalt enthält aufgrund des hohen Investitionsdrucks eine Finanzierungslücke von insgesamt 71,5 Mio. €, obgleich im Verwaltungsbereich ein konstant hoher Überschuss zwischen 60 und 115 Mio. € erwirtschaftet wird ! Finanzreferat 18 Mittelfristige Finanzplanung Warum verursachen nochmals steigende Investitionsausgaben ein Finanzierungsdefizit in dieser Höhe?  Weil ab 2016 unter anderem folgende wichtige Bauprojekte nach jetziger Planung voll liquiditätswirksam werden (städtische Mittel insgesamt 2016-2018 133,6 Mio. €): » Feuerwache 1 (31,2 Mio. €) » Frankenschnellweg (12,8 Mio. €) » S-Bahnbrücke Rothenburger Str. (3,3 Mio. €) » Stadtentwicklungsprojekte (9,0 Mio. €) » Schulprojekte (38,6 Mio. €) » Familien- und Kita-Bauprojekte (30,3 Mio. €) » Sebastianspital (13,4 Mio. €) » Gemeinschaftshaus Langwasser (4,2 Mio. €) » Ringbuslinien (1,9 Mio. €) » U3-Südwest (25,3 Mio. €) » U-Bahnhof Muggenhof (2,5 Mio. €) » U-Bahn Digitalfunk (3,5 Mio. €) » Sonst. Verkehrsprojekte (15,9 Mio. €) » Planungskosten nichtfinanzierte MIP-Maßnahmen (14,4 Mio. €) Finanzreferat 19 „Szenario 2026“ Macht so eine Betrachtung überhaupt Sinn?  Warum so weit in die Zukunft schauen? Reicht nicht der MIP-Zeitraum? » In Anbetracht der vielen Investitionsprojekte, die aktuell in Nürnberg zur Diskussion stehen, reicht die Vier￾Jahres-Betrachtung nicht mehr aus. Für den Frankenschnellweg beispielsweise wird von sieben Jahren Bauzeit ausgegangen und insbesondere bei den Schulneubauten sowie den Kulturprojekten reicht die Abarbeitung aller Vorhaben weit über das Jahr 2018 hinaus. Auch der Nahverkehrsentwicklungsplan mit der StUB beschränkt sich nicht auf vier Jahre. Es gibt also genug Gründe, einen Blick über den bisherigen Tellerrand hinaus zu werfen. » Die Rechnung kann keinen exakten Plan abbilden, sie soll vielmehr Hinweise für die finanziellen Dimensionen der Investitionsprojekte und deren Auswirkungen auf den Stadthaushalt geben.  Wieso gerade bis 2026? » Dieser Zeitraum umfasst zwei Stadtratsperioden, ist damit noch überschaubar und stellt für den neuen Stadtrat eine realistische Herausforderung dar. Unter dem Gesichtspunkt einer langfristig angelegten Stadtpolitik erscheint der zeitliche Horizont sinnvoll.  Was passiert mit den Zahlen bei tiefer greifenden Veränderungen, etwa einem Konjunktureinbruch? » Bei tiefgreifenden wirtschaftlichen Veränderungen muss das gesamte Zahlenwerk einschließlich Investitionen noch stärker auf den Prüfstand gestellt werden. Dies passiert einerseits Jahr für Jahr während der Fortschreibungen zum Mittelfristigen Investitionsplan. Aber es macht vielleicht auch Sinn, das Szenario 2026 regelmäßig fortzuschreiben. Finanzreferat 20 „Szenario 2026“ Das Vorgehen  Ausgangsbasis für die Simulationsrechnung ist der Mittelfristige Finanzplan bis 2018  Ab 2019 werden die regelmäßigen Erträge und Aufwendungen mit gleichmäßigen Steigerungsraten fortgeschrieben, die sich am Durchschnitt der letzten Jahre orientieren: » Bei den Steuererträgen wurde mit 2,5% Steigerung p.a. gerechnet, bei den Personal-, Sach- und Dienstleistungen mit 2,0%, bei den Transferaufwendungen mit 3,5%. Die Folgekosten der Bauprojekte sind aufgrund ihrer komplexen Hintergründe und Wirkungen vereinfachend mit 3% p.a. der Investitionssumme angenommen  Grundsätzlich sind in der Simulationsrechnung alle Investitionsvorhaben bis 2026 berücksichtigt, soweit sie zum heutigen Zeitpunkt hinreichend konkret bekannt sind. Da bei vielen Vorhaben ab 2019 noch keine belastbaren Kosten vorliegen, wird mit Hilfe von groben Annahmen aus Erfahrungswerten gearbeitet. Dies gilt auch für die entsprechenden Zuschussmittel, die jährliche Verteilung der Ausgaben sowie die Bauzeiten. Ein Sockelbetrag berücksichtigt zudem jährlich wiederkehrende Beträge, insbesondere fortgeschriebene Pauschalen, laufende ÖPP￾Verpflichtungen und kleinere Maßnahmen aus den Geschäftsbereichen.  Es ist zu betonen, dass die Aufnahme eines Projekts in die Simulationsrechnung keine Vorentscheidung über die künftige Aufnahme in den MIP oder gar die sichere Umsetzung bedeutet. Diese Entscheidungen bleiben dem Stadtrat vorbehalten !  Die Simulationsrechnung entspricht dem Kenntnisstand des Finanzreferats. Aufgrund der hohen Arbeitsbelastung wurde über die bestehenden BIC und MIP-Listen keine weiteren Abfragen vorgenommen. Finanzreferat 21 „Szenario 2026“ Was alles berücksichtigt wurde - Investitionen Einzelmaßnahmen Gebäude Feuerwache 1 - Restfinanzierung Kfz.-Zulassungsstelle Ämtergebäude Dietzstraße Brücken Brücke Höfener Straße Brückennotprogramm von SöR Brücke FSW/SWT Kultur Künstlerhaus, 3. BA, Generalsanierung Meistersingerhalle, Brandschutz - Generalsanierung Ämtergebäude Dietzstraße Tiefgaragensanierung Stöpselgasse Brandschutzmaßnahmen Rathäuser Hauptmarkt 18 Burg Hoheneck Verkehrsinfrastruktur Ostendstr. - Restfinanzierung FSW, Anpassung an Bauzeitverschiebung und Zuschusszusage Bamberger Str. ÖPNV U3 - Restfinanzierung Automatisches Betriebssystem - Schulen FöZ Paul-Moor-Schule, laufendes ÖPP Schule Großgründlach, Ausbau DG Bertolt-Brecht-Schule GS Karl-Schönleben-Straße, Neubau (2 - 5 zügig ohne TH + KiGa) VS Scharrerstraße, Erweiterung, Ganztagesbetrieb, Hort Martin-Behaim-Gymnasium, Erweiterung Schulzentrum Südwest, Neubau Schule und Hort Fürreuthweg Neue Realschule J. Pachelbel Fortschreibung ÖÖP St. Leonhard Forchheimer Str. Neubau Schule plus KiTa Gymnasium neu Masterplan J/3.BM - A-Maßnahmen (3.BM) Generalsanierung Opernhaus (Brandschutz und Technik), FAG-ähnlich Theaterparkhaus - Restfinanzierung Hochschule für Musik - Restfinanzierung Konzertsaal Z-Bau, 2. BA Reichsparteitagsgelände, Bestandserhaltung Sonstiges ehem. Quelle-Areal: weitere Verwendung Automatisches Betriebssystem - Restfinanzierung U-Bahnhof Muggenhof, Generalsanierung - Restfinanzierung Straßenbahn bis Wegfeld – Restfinanzierung U-Bahn-Sanierungsmaßnahmen Generalsanierung U-Bahnhöfe Maßnahmen aus dem NVEP incl. StUB Ringbuslinienkonzept - Restfinanzierung Finanzreferat 22 Masterplan J/3.BM - A-Maßnahmen (3.BM) Masterplan J/3.BM - B-Maßnahmen (3.BM) Masterplan J/3.BM - C-Maßnahmen (3.BM) Paket Schulen/Kinderbetreuung zusammen Bildung 2022 (wbg-k) - Schulen + KiTa's Kinderbetreuung Kinderbetreuung bis 2020 JHA März 2013 Masterplan J/3.BM - A-Maßnahmen (J) Masterplan J/3.BM - B-Maßnahmen (J) Masterplan J/3.BM - C-Maßnahmen (J) Verwendung Stadterneuerung Gibitzenhof/Steinbühl-West - Restfinanzierung Lärmminderungsplanung Sanierung Freiwillige Feuerwehr Gerätehäuser Städtische Zuschusse für Projekte in Diskussion Freiflächenkonzept „Szenario 2026“ Die Berechnung Von MIP und Finanzhaushalt 2015-2018 zum Szenario 2026 Investitionsprogramm Fortschreibung Finanzhaushalt Finanzreferat 23 Entwicklung der Kernkennzahlen Entwicklung 2015 2026 Einnahmen 1.618 Mio. € 2.278 Mio. € darunter Steuereinzahlungen 844 Mio. € 1.155 Mio. € Ausgaben 1.558 Mio. € 2.146 Mio. € darunter Personalauszahlungen 437 Mio. € 563 Mio. € darunter Transferauszahlungen 700 Mio. € 1.009 Mio. € 100.000.000 150.000.000 200.000.000 250.000.000 300.000.000 350.000.000 Saldo aus laufender Investitionstätigkeit Finanzreferat 24 -150.000.000 -100.000.000 -50.000.000 - 50.000.000 100.000.000 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023 2024 2025 2026 Saldo aus laufender Verwaltungstätigkeit Saldo aus laufender Finanzierungstätigkeit 400.000.000 450.000.000 Die Ergebnisse - Investitionen brutto Die Bruttoinvestitionen betragen von 2015-2026 2,8 Mrd. €. 150.000.000 200.000.000 250.000.000 300.000.000 350.000.000 235,7 Mio. € 200,0 Mio. € Durchschnitt 2015-2026 Durchschnitt MIP 2015-2018 253,7 Mio. € Durchschnitt 2019-2026 0 50.000.000 100.000.000 150.000.000 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023 2024 2025 2026 Finanzreferat 25 225.000.000 250.000.000 275.000.000 300.000.000 Städtische Mittel Investitionen (1,9 Mrd. €) 100.000.000 125.000.000 150.000.000 175.000.000 200.000.000 225.000.000 Durchschnitt MIP 2015-2018 161,9 Mio. € Durchschnitt 2015-2026 105,1 Mio. € 190,2 Mio. € Durchschnitt 2019-2026 0 25.000.000 50.000.000 75.000.000 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023 2024 2025 2026 105,1 Mio. € Durchschnitt MIP 2015-2018 Finanzreferat 26 Die städtischen Mittel für die Investitionen (als Saldo aus Investitionstätigkeit) betragen von 2015-2026 1,9 Mrd. € oder 162 Mio. € durchschnittlich pro Jahr, bzw. ab 2019 1,5 Mrd. oder 190 Mio. € im Durchschnitt jährlich. Die Investitionsschwerpunkte Bruttoinvestitionen 2015-2018 2019-2026 2015-2026 Schulen (mit gemischtem Paket) 144.435.000 587.741.549 732.176.549 Kinderbetreuung 84.525.000 83.020.742 167.545.742 Straßen (ohne Brücken) 210.811.000 287.148.707 497.959.707 Brücken 22.580.000 150.990.610 173.570.610 ÖPNV 177.014.000 200.808.654 377.822.654 Kultur, Sport, Freizeit 40.104.000 332.210.266 372.314.266 Städtische Mittel 2015-2018 2019-2026 2015-2026 Finanzreferat 27 Schulen (mit gemischtem Paket) 118.985.000 431.438.149 550.423.149 Kinderbetreuung 44.056.000 61.108.242 105.164.242 Straßen (ohne Brücken) 63.712.000 113.548.707 177.260.707 Brücken 20.308.000 150.990.610 171.298.610 ÖPNV 87.982.000 187.748.654 275.730.654 Kultur, Sport, Freizeit 34.882.000 196.876.933 231.758.933 90.000.000 100.000.000 Die Verläufe der Investitionsschwerpunkte Schulen explodieren, Kinderbetreuung neigt sich dem Ende entgegen in € städtische Mittel 30.000.000 40.000.000 50.000.000 60.000.000 70.000.000 80.000.000 Schulen - 10.000.000 20.000.000 30.000.000 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023 2024 2025 2026 Sport, Kultur, Freizeit ÖPNV Straßen (ohne Brücken) Brücken Kinderbetreuung Finanzreferat 28 0 20.000.000 40.000.000 Unterfinanzierung -80.000.000 -60.000.000 -40.000.000 -20.000.000 0 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023 2024 2025 2026 -36,5Mio. € -17,9 Mio. € Durchschnitt 2015-2026 Durchschnitt Finanzhaushalt 2015-2018 -45,8 Mio. € Durchschnitt 2019-2026 -140.000.000 -120.000.000 -100.000.000 Finanzreferat 29 Von 2015-2026 summiert sich die Unterfinanzierung auf 438 Mio. €! 20.000.000 40.000.000 Unterfinanzierung in der Zusatzvariante -40.000.000 -20.000.000 0 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023 2024 2025 2026 -21,8 Mio. € -17,9 Mio. € Durchschnitt 2015-2026 Durchschnitt Finanzhaushalt 2015-2018 -23,8 Mio. € Durchschnitt 2019-2026 -100.000.000 -80.000.000 -60.000.000 Finanzreferat 30 Von 2015-2026 summiert sich die Unterfinanzierung in der Zusatzvariante auf 262 Mio. €! Vorläufiges Fazit aus dem „Szenario 2026“ Bei rechtzeitigem Handeln können wir es schaffen!  Jenseits einer subjektiven Beurteilung, ob die Simulationsrechnung realistisch, zu „optimistisch“ oder zu „pessimistisch“ sei, bleibt die Erkenntnis, dass es Nürnberg bei der Umsetzung des skizzierten Investitionspakets mit zwei wesentlichen Herausforderungen zu tun hat: • der verwaltungsmäßigen und baulichen Umsetzbarkeit, d.h. der Frage der Kapazitäten sowie • der Finanzierung.  Dies auch vor dem Hintergrund, dass unwahrscheinlich ist, dass wir zum jetzigen Zeitpunkt bereits alle Bauprojekte kennen, die in den nächsten 12 Jahren auf uns zukommen. Die Erarbeitung von Lösungsmaßnahmen sollte daher baldmöglichst erfolgen. Das noch solide Planjahr 2015 kann genutzt werden, um für die Zeit ab 2016 die richtige Strategie zu haben. Die jährliche Finanzierungslücke von aktuell im Schnitt 40 Mio. € kann dann auch geschlossen werden. Finanzreferat 31 Wie lässt sich die Finanzierungslücke schließen? Grundsätzliche Handlungsoptionen aus heutiger Sicht: Verstärkter Einsatz von ÖPP/ÖÖP/ Streckung / Verschiebung Finanz￾ierungslücke Haushalts￾konsolidierung/ Sparen Nettoneuver- Verzicht auf Investitions-proj ekte schuldung erhöhen Mehr Geld von Bund und Land Steuerhöhungen Finanzreferat 32 Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit. Finanzreferat Theresienstr. 7 90403 Nürnberg Harald Riedel +49 (0)9 11 / 2 31-23 20 ref.ii@stadt.nuernberg.de http://www.stadtfinanzen.nuernberg.de

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