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Kurzzusammenfassung der wirtschaftlichen Lage ausgewählter Beteiligungen
Maschinell extrahierter Text. Tabellen verlieren dabei ihre Form, verbindlich ist das Original.
F.8 Kurzzusammenfassung der wirtschaftlichen Lage ausgewählter
Beteiligungen
Die Stadt Nürnberg erfüllt ihre vielfältigen Aufgaben für
die Bürgerinnen und Bürger der Stadt nicht nur durch
ihre klassischen Dienststellen der Stadtverwaltung.
Einen nicht unerheblichen Teil der Aufgaben hat die
Stadt Nürnberg auf Unternehmen übertragen, an denen
sie unmittelbar oder mittelbar beteiligt ist.
Die wirtschaftliche Situation der ausgewählten Beteiligungen hat sich im Geschäftsjahr 2013 überwiegend
positiv entwickelt. Die Nürnberg Messe GmbH konnte
den Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 11 % steigern. Das Klinikum Nürnberg schließt mit einem Jahresüberschuss von rund 0,8 Mio. € (Vorjahr: Jahresfehlbetrag von ca. 4,7 Mio. €) ab. Die Bilanzsumme der
WBG Nürnberg Gruppe hat sich weiter erhöht. Das
Eigenkapital ist ebenfalls gestiegen und hat damit den
Wert des Unternehmens gesteigert. Die Noris Arbeit
gGmbH ist nach einem umfangreichen Restrukturierungsprozess auf dem Weg zur wirtschaftlichen Gesundung, mit dem Ergebnis, dass die Stadt Nürnberg
ab 2014 keinen Verlustausgleich zahlen muss. Nachdem bei der noris inklusion gGmbH die Entgeltsituation
für angebotene Leistungen sich weiter verbessert hatte,
konnte der Verlust im Jahresergebnis entscheidend
gesenkt werden. Das Jahresergebnis der Flughafen
Nürnberg GmbH hat sich im Vorjahresvergleich verschlechtert. Aufgrund des schwierigen Marktumfeldes
wurden jedoch verschiedene Maßnahmen ergriffen, um
die wirtschaftliche Entwicklung des Flughafens in eine
positive Richtung zu bringen. Das Jahresergebnis 2013
der Städtische Werke Nürnberg GmbH mit einem Fehlbetrag von 5,1 Mio. € ist geprägt von den Ergebnisabführungen der N-ERGIE und der VAG. Aufgrund des
schwierigen Marktumfeldes ist aber ein gutes Jahresergebnis erreicht worden. Aus Konzernholding-Sicht ist
insgesamt bei den Beteiligungen in 2013 eine positive
Entwicklung zu konstatieren. Diese Entwicklung hat
auch einen unmittelbaren positiven Einfluss auf das
Konzernergebnis und auf den städtischen Kernhaushalt.
Städtische Werke Nürnberg GmbH
Die StWN GmbH schließt das Geschäftsjahr 2013 mit
einem Jahresfehlbetrag von 5,1 Mio. € ab. Damit hat
sich das Jahresergebnis im Vergleich zu 2012 (Jahresfehlbetrag i.H.v. 15,5 Mio. €) um 10,4 Mio. € verbessert.
Gegenüber dem Wirtschaftsplan liegt das Jahresergebnis um 9,76 Mio. € besser als prognostiziert. Ursächlich
hierfür sind vor allem Veränderungen in der Ergebnisabführung der N-ERGIE und der VAG.
Gegenüber dem Vorjahr erhöhte sich die Ergebnisabführung des N-ERGIE AG Teilkonzerns an die StWN
GmbH deutlich auf 63,6 Mio. € (Vorjahr 54,4 Mio. €),
gleichzeitig stieg der Zuschussbedarf der VAG nur
leicht von 65,8 Mio. € in 2012 auf 66,8 Mio. € in 2013.
Die Eigenkapitalquote auf Ebene der StWN GmbH ist
im Vergleich zum Vorjahr um 1,8 % auf 59,3 % gestiegen. Dies ist in erster Linie auf den Verlustausgleich
seitens der Stadt Nürnberg i.H.v. 11 Mio. € für 2012
zurückzuführen.
Für den Haushalt 2015 ist im Ergebnishaushalt ein
Verlustausgleich durch die Stadt Nürnberg in Höhe von
2,5 Mio. € eingeplant. Dies trägt der Erwartung einer
mittelfristigen Stabilisierung des Jahresergebnisses der
StWN GmbH Rechnung und verdeutlicht gleichzeitig,
dass die Stadt bereit ist, im Rahmen ihrer finanziellen
Möglichkeiten, die StWN GmbH bilanziell und liquiditätsmäßig auf Stabilitätskurs zu halten.
Selbstverständlich war auch in 2013 die Energiewende
für die N-ERGIE AG ein dominierendes Thema. Seit
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2011 wurde der Ausbau der Energieerzeugung aus
regenerativen Quellen bei der N-ERGIE AG vorangetrieben und auch in 2013 fortgesetzt. Über die 100%ige
Tochter N-ERGIE Regenerativ GmbH wurden, zusammen mit Partnern aus dem Stadtwerkeumfeld oder über
Bürgerbeteiligungen, Photovoltaik- und Windkraftanlagen erworben und in Betrieb genommen. In Summe
beträgt das Erzeugungsvolumen der N-ERGIE Regenerativ GmbH aus erneuerbaren Energien mittlerweile
rund 64 MW.
Die N-ERGIE AG rechnet aktuell damit, dass die geplante Ergebnisabführung in 2014 erreicht werden
kann.
Bei der zweiten wesentlichen Einheit des StWNKonzerns, der VAG, hat sich in 2013 aufgrund der in
Deutschland freundlichen wirtschaftlichen Gesamtsituation der Trend der Vorjahre fortgesetzt.
Die VAG beförderte im Jahr 2013 in Nürnberg, Fürth,
Stein, Erlangen sowie in kleineren Nachbarorten rechnerisch 157,0 Mio. Personen. Wie bereits in den Vorjahren entschieden sich 22 % der Nürnberger bei der
Verkehrsmittelwahl für den ÖPNV. Die rechnerische
Zahl der Fahrten im öffentlichen Personennahverkehr
(ÖV-Fahrten) stieg damit leicht um 0,2 % von 156,77
Mio. auf 157,04 Mio. Personen.
Die eigenen Verkehrszählungen der VAG mithilfe automatischer Zählanlagen (U-Bahn) ergab für 2013 einen Fahrgastzuwachs von 2,0 %.
Die Umsatzerlöse der VAG sanken im Geschäftsjahr
2013 um 9,5 Mio. € oder 6,2 % auf 143,6 Mio. €. Der
Rückgang ist im Wesentlichen auf den Wegfall der
Betriebsführungsverträge mit der ESTW in Höhe von
11,6 Mio. € zurückzuführen. Die Verkehrserlöse inklusive Verkehrsnebenerlöse erhöhten sich im Berichtsjahr
um 1,3 % auf 117,7 Mio. €. Die Steigerung resultierte
aus der Tariferhöhung zum 01. Januar 2013 sowie der
Anpassung des Einnahmeaufteilungsschlüssels.
Ergebnisrisiken ergeben sich unter anderem aus der
bislang ungeklärten Perspektive der öffentlichen Investitionsförderung. Im Zeitraum von 2014 bis 2019 erreichen 42 Altfahrzeuge des Typs DT1, die aktuell auf der
U-Bahn-Linie U1 im Einsatz sind, ihr kalkuliertes Lebensdauerende. Die Finanzierung der Ersatzbeschaffung sowie weiterer notwendiger Investitionen ist bisher
nicht abschließend geklärt. Aufgrund rückläufiger öffentlicher Zuschüsse seitens des Freistaates Bayern,
wären die Maßnahmen im dreistelligen Millionenbereich
zu großen Teilen durch die VAG zu tragen.
Klinikum Nürnberg
Das Klinikum schließt das Geschäftsjahr 2013 mit einem Jahresüberschuss von rund 0,8 Mio. € (Vorjahr:
Jahresfehlbetrag von rund 4,7 Mio. €) ab. Damit liegt
das Jahresergebnis gegenüber dem Wirtschaftsplan
um rund 375 T € besser als geplant. Der Wirtschaftsplan 2013 hatte einen Jahresüberschuss in Höhe von
422.000 € ausgewiesen.
Für das Geschäftsjahr 2014 schließt der Erfolgsplan
des Klinikums mit einem Jahresüberschuss von 2,9
Mio. € ab.
Eine große wirtschaftliche Herausforderung im Rahmen
der mittelfristigen Unternehmensplanung stellt die mittel- und langfristige Sicherstellung der finanziellen
Handlungsfähigkeit dar. Vor dem Hintergrund des investiv bedingten erheblichen Liquiditätsbedarfs der
kommenden Jahre, zählt hierzu insbesondere, eine
ausreichende Innenfinanzierung zu gewährleisten und
den Fremdfinanzierungsbedarf auf ein tragfähiges
Niveau zu begrenzen.
Um auch mittel- und langfristig finanziell handlungsfähig
zu bleiben, ist die in der Vergangenheit angestrebte
„Schwarze Null“ aufgrund der hohen eigenfinanzierten
Investitionsbedarfe zukünftig nicht mehr ausreichend,
um sicherzustellen, dass das Klinikum wirtschaftlich
aus eigener Kraft seinen Versorgungsauftrag erfüllen
kann.
Ende des ersten Quartals 2014 lässt sich eine leicht
positive Entwicklung der Fallzahlen sowie des
„Casemix“ (Summe der mit dem kaufmännischen
Schweregrad gewichteten Behandlungsfälle) im Vergleich zum Vorjahreszeitraum feststellen. Der abgerechnete Casemix, vor Prüfung durch den Medizini60
schen Dienst der Krankenkassen, bewegte sich im
ersten Halbjahr in etwa auf dem Vorjahresniveau.
Der Landesbasisfallwert wurde 2014 gegenüber dem
Vorjahr um rund 3,2 % erhöht und entspricht in etwa
den erwarteten Steigerungsraten der Personal- und
Sachkosten. Des Weiteren wird 2014 ganzjährig der im
August 2013 eingeführte Versorgungszuschlag fortgeführt. Ursprünglich sollte dieser Zuschlag ab 2015 entfallen. Derzeit zeichnet sich zwar eine Verlängerung
dieser Sonderfinanzierung um eine Jahr ab, die genaue
Ausgestaltung ist jedoch noch offen.
Das bedeutet, dass das Klinikum - trotz dieser zunächst
positiven Ausgangslage für 2014 - bereits im laufenden
Jahr Maßnahmen einleiten muss, um dem ggf. erneuten Auseinanderlaufen der Entgeltentwicklung und der
allgemeinen Kostensteigerung im Jahr 2015 entgegenzuwirken.
Flughafen Nürnberg GmbH
Mit der Akquisition der Air Berlin, dem gemeinsamen
Aufbau und der ständigen Weiterentwicklung des Drehkreuzes ab 1997 sowie der permanenten Streckenoptimierung mit den übrigen Airlines konnte der Flughafen
Nürnberg bis 2007 z. T. überproportionale Wachstumsraten erzielen.
Dieses Wachstum zog umfangreiche Investitionen in
die Infrastruktur nach sich, die in der Vergangenheit
ihrerseits erhebliche Finanzierungsmittel erforderten.
Die Kapazität des Flughafens Nürnberg liegt bei 5,0
Mio. - 5,5 Mio. Passagieren.
Die Investitionen der Jahre 2006 - 2009 und die Refinanzierung auslaufender Darlehen wurden im Jahr
2006 durch ein Konsortialdarlehen langfristig finanziert.
Mit Beginn der Finanz- und Wirtschaftskrise in
2008/2009 blieb aber dieses Wachstum nicht nur aus,
sondern die Krise hat zu einem massiven Verkehrsund Umsatzeinbruch geführt. Mit aktuell 3,315 Mio.
Passagieren im Jahr 2013 am Flughafen Nürnberg
bleibt die Verkehrs- und Umsatzentwicklung aktuell
nachhaltig unter der damaligen Erwartung. Dies entspricht zugleich einem Rückgang von 8,0 % im Vergleich zum Vorjahr. Vor allem die Einstellung des Air
Berlin-Drehkreuzes und damit die Ausdünnung des
touristischen Angebots wirkten sich negativ aus. Die
Anzahl der Passagiere, die in Nürnberg aus- oder einstiegen (Lokalpassagiere), blieb jedoch stabil und der
Linienverkehr konnte mit 2,6 % Wachstum auf 2,1 Mio.
Fluggäste sogar leicht zulegen.
Mit dem zunehmenden Wettbewerb unter den Airlines
und zwischen den Flughäfen erhöht sich gleichzeitig
der Druck auf die für die Nutzung der Infrastruktur und
der Dienstleistungen des Flughafens erhobenen Entgelte. Der aktuelle Markt- und Wettbewerbsdruck erschwert es, kostendeckende Preise am Markt durchzusetzen, ohne dadurch das Streckenangebot zu gefährden. Vielmehr erwarten die Airlines zur Sicherung des
bestehenden Verkehrs mehr und mehr preisliche Zugeständnisse.
In 2013 hat sich das Jahresergebnis der Flughafen
Nürnberg GmbH im Vorjahresvergleich verschlechtert
(Jahresfehlbetrag 2013 i.H.v. 3,9 Mio. €). Aufgrund von
Einsparungsmaßnahmen ist das Ergebnis um rund 1,2
Mio. € besser als geplant. Das handelsrechtliche Jahresergebnis bleibt jedoch weiterhin stark geprägt durch
Abschreibungen und Zinsen aus den Investitionen der
zurückliegenden Jahre.
Das Marktumfeld der Flughafen Nürnberg GmbH befindet sich aktuell weiterhin in einer dramatischen Veränderung mit zunehmender Marktbereinigung.
Sparprogramme der wichtigsten Airlines mit erheblichen Kapazitätsreduzierungen und Konzentration auf
große Flughäfen sowie Marktaustritte, vor allem bei
Regionalairlines führen zu einer anhaltend sehr schwierigen Situation für mittlere und kleinere Flughäfen.
Die Stadt Nürnberg und der Freistaat Bayern als Gesellschafter der Flughafen Nürnberg GmbH haben
daher verschiedene Maßnahmen ergriffen, mit dem
Ziel, die Voraussetzungen für eine positive wirtschaftliche Entwicklung des Flughafens zu schaffen. Die Maßnahmen sollen die Kapitalausstattung des Flughafens
verbessern, auf der Kostenseite für Einsparungen sor61
gen und gleichzeitig auf der Marktseite wieder positive
Entwicklungen ermöglichen.
Die Gesellschafter haben bereits Ende 2011 beschlossen, Bareinlagen im Gesamtvolumen von 40 Mio. € an
die Flughafen Nürnberg GmbH zu leisten, um damit die
Kapitalausstattung des Flughafens zu verbessern. Die
Zuführung der Bareinlage erfolgt paritätisch, d.h. zu
gleichen Teilen durch den Freistaat Bayern und die
Stadt Nürnberg. Die Beiträge (Bareinlage) der Stadt
Nürnberg für 2015 in Höhe von 3,75 Mio. € sind im
Haushaltsplanentwurf enthalten.
Angesichts der geschilderten Entwicklung des Marktumfeldes hat die Geschäftsführung in Abstimmung mit
den Gesellschaftern darüber hinaus ein Konzept für
eine langfristig tragfähige Unternehmens- und Finanzierungsstruktur ausgearbeitet, mit dem Ziel, Handlungsoptionen aufzuzeigen, welche die Gesellschaft in die
Lage versetzen, Betrieb und Weiterentwicklung des
Flughafens wieder aus eigener Kraft zu bewältigen.
Zur Sicherstellung einer stabilen Finanzierungsstruktur
der Flughafen Nürnberg GmbH sind im Ergebnis als
Gesamtpaket mit den, zu einem großen Teil bereits
umgesetzten, Restrukturierungs- und Konsolidierungsmaßnahmen der Flughafen Nürnberg GmbH sowie den
Beiträgen der Belegschaft des Flughafens, auch weitere Gesellschafterleistungen in Form von Kapitalzuführungen und der Gewährung von Darlehen erforderlich.
Die Gesellschafter haben daher, vorbehaltlich einer EUbeihilferechtlichen Unbedenklichkeit, ihre grundsätzliche Bereitschaft erklärt, zusätzliche Bareinlagen im
Gesamtvolumen von 40 Mio. € an die Flughafen Nürnberg GmbH zu leisten, die je hälftig vom Freistaat Bayern und der Stadt Nürnberg getragen werden. Eine
Auszahlung der Bareinlagen ist für 2015 vorgesehen.
Der Beitrag (Bareinlage) der Stadt Nürnberg wurde
bereits vollumfänglich im Jahresabschluss 2013 abgebildet.
Hinzu kommt die Gewährung von Fremdkapital zu
marktüblichen Bedingungen. Der Freistaat Bayern wird
hierzu ein langfristiges Gesellschafterdarlehen in Höhe
von 20 Mio. € gewähren. Die Stadt Nürnberg erweitert
die Kreditlinie des bereits bestehenden Betriebsmittelkredites bei der Stadtkasse um 10 Mio. €.
Bereits im abgeschlossenen Geschäftsjahr 2013 hat
der Aufsichtsrat einstimmig beschlossen, dass Herr Dr.
Michael Hupe als Alleingeschäftsführer die Nachfolge
der bisherigen Flughafen-Geschäftsführer Herr KarlHeinz Krüger und Herr Harry Marx übernimmt. Herr Dr.
Hupe hat zum 01.11.2013 seinen Dienst angetreten.
wbg Nürnberg GmbH
In 2013 erzielte die Unternehmensgruppe einen Jahresüberschuss von rund 12,4 Mio. € (Vorjahr 12,5 Mio.
€). Der Jahresüberschuss der wbg Nürnberg GmbH lag
bei 12,2 Mio. € (Vorjahr 12,8 Mio. €).
Die Bilanzsumme der WBG Nürnberg Gruppe hat sich
von 510,4 Mio. € im Vorjahr auf rund 521,5 Mio. € erhöht. Das Eigenkapital ist auf 176,5 Mio. € (Vorjahr
164,1 Mio. €) gestiegen und hat damit erneut den Wert
des Unternehmens gesteigert.
Die Ertragssituation hat sich damit erfreulich positiv
entwickelt, auch wenn die Unternehmensgruppe nicht
auf Gewinnmaximierung ausgerichtet ist.
Die Durchschnittsmiete aller wbg-eigenen Wohnungen
stieg pro Quadratmeter Wohnfläche und Monat um 0,09
€ auf 5,56 €, die der Unternehmensgruppe ebenfalls
um 0,09 € auf 5,64 €. Dieser Wert liegt deutlich unter
dem Mittelwert des aktuellen Nürnberger Mietenspiegels. Gerade hier wird deutlich, dass die wbg dämpfend
auf die Mietpreisentwicklung in Nürnberg einwirkt und
eine sehr verantwortungsvolle Mietpreispolitik umsetzt,
die nicht auf Gewinnmaximierung ausgerichtet ist, sondern den satzungsmäßigen Auftrag der wbg Nürnberg
GmbH ernst nimmt.
Dies zeigt auch das hohe Niveau der Instandhaltungsausgaben für den Wohnungsbestand. Die wbgUnternehmensgruppe hatte 2013 Ausgaben für laufende Instandhaltung und Modernisierung in Höhe von
29,3 Mio. € (Vorjahr 29,7 Mio. €).
Eine zentrale Aufgabe in den nächsten Jahren ist die
weitere Entlastung des Wohnungsmarktes durch die
verstärkte Neubautätigkeit. Hierzu sollen rund 1.000
Wohneinheiten neu errichtet werden, etwa hälftig im
Bereich des Mietwohnungsbaus und des Wohneigentums.
Die wbg Nürnberg GmbH rechnet aktuell damit, dass
das geplante Jahresergebnis in 2014 (Jahresüberschuss i.H.v. 11,2 Mio. €) erreicht werden kann.
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NürnbergMesse GmbH
Die NürnbergMesse Group erzielte im Geschäftsjahr
2013 einen Umsatz von knapp 193 Mio. €.
Im Vergleich zum (messe-)turnusgemäß entsprechenden Geschäftsjahr 2011 ist der Umsatz damit um 11 %
gestiegen. Ein Vergleich zum Vorjahr ist aufgrund der
unterschiedlichen Taktung der Messen und Veranstaltungen nur bedingt aussagekräftig. Erwartbar und geplant war somit auch, dass 2013 unter dem Ergebnis
von 2012 liegt. 2012 stellte das stärkste Geschäftsjahr
in der Unternehmensgeschichte dar: 236 Mio. € Umsatz
und ein Jahresüberschuss von 10,1 Mio. €.
Als Jahresfehlbetrag erzielte die NürnbergMesse Group
in 2013 ein Ergebnis nach Steuern von -5,3 Mio. Euro.
Insgesamt umfasste das Portfolio der NürnbergMesse
Group 2013 174 Fachmessen, Kongresse, Publikumsveranstaltungen und Firmenevents. Die Veranstaltungen zählten insgesamt 26.818 Aussteller (2011:
25.808) und rund 1,13 Mio. Besucher (2011: 1,11 Mio.).
Die verkaufte Nettofläche stieg im Vergleich zum Referenzjahr 2011 um 5 % und lag bei über 808.000 m²
(2011: 767.000 m²). Die Zahl der internationalen Aussteller erreichte ebenfalls eine Steigerung um 5 % auf
9.961 (2011: 9.519). Die Anzahl internationaler Besucher verzeichnete einen leichten Rückgang um 1 % auf
164.000 (2011: 166.000). Die internationale Nettofläche
stieg um ca. 1 % auf 212.228 m² (2011: 210.353 m²).
In der ‚Besten-Liste‘ des Messeplatzes Deutschland ist
die NürnbergMesse Group hinsichtlich des Umsatzes in
2012 erstmals auf Platz 6 vorgerückt. Dieser Platz
konnte auch in 2013 gehalten werden.
Für das laufende Geschäftsjahr zeigt sich zum 1. Halbjahr, dass Im Vergleich zur jeweiligen Vorveranstaltung
bei Internationalen Fachmessen am Messeplatz Nürnberg weiter zugelegt werden kann. Bei Ausstellern um 4
%, bei der Aussteller-Standfläche um 7 % und bei Besuchern etwa um 8 %.
Für das Jahresergebnis wird eine leichte Verbesserung
gegenüber den Planwerten des Wirtschaftsplans 2014
erwartet. Dieser sieht für 2014 ein positives Jahresergebnis von rund 3,6 Mio. € vor.
Noris Arbeit gGmbH
Im Geschäftsjahr 2013 wurden in der NOA umfangreiche Restrukturierungsmaßnahmen umgesetzt. Dies war
notwendig, um den für die Gesellschaft negativen arbeitsmarktpolitischen Entwicklungen entgegenzuwirken.
Der Umstrukturierungsprozess wurde in 2012 begonnen und soll 2014 abgeschlossen sein.
In 2013 erwirtschaftete die NOA daher einen operativen
Verlust in Höhe von 4,8 Mio. €. Darin enthalten sind
Abfindungszahlungen auf Grundlage der zur Erreichung
des notwendigen Personalabbaus abgeschlossenen
Betriebsvereinbarung (sog. „Jobplan“) in Höhe von 1,3
Mio. €.
Im Geschäftsjahr 2013 haben 61 Personen auf Grundlage der Betriebsvereinbarung einen Auflösungsvertrag
mit dem Unternehmen geschlossen.
Aufgrund der im Jahr 2012 eingeleiteten Maßnahmen
zur Anpassung der Geschäftstätigkeit und der Struktur
des Unternehmens an die aktuellen Möglichkeiten,
Umsätze zu erwirtschaften, geht die Geschäftsführung
davon aus, dass im Jahr 2014 das Volumen der Geschäftstätigkeit stabil gehalten werden kann. Aufgrund
der Umstellung der Finanzierungssystematik durch die
Stadt Nürnberg auf projektbezogene Zuschüsse an die
NOA, wird es ab dem Jahr 2014 keinen Verlustausgleich mehr geben.
Entsprechend der vom Aufsichtsrat beschlossenen
Haushaltsplanung für 2014 ist für das operative Geschäft erstmalig eine „schwarze Null“ geplant. Trotzdem
war ein weiterer Personalabbau und -umbau notwendig, der bis 31.12.2013 beendet wurde.
Die Entwicklung der Beschäftigung von Teilnehmern in
den Servicebetrieben der NOA verläuft in 2014 positiv.
So konnten im Rahmen von Ausschreibungen und
Anträgen neue Maßnahmen und Projekte realisiert
werden. Auch wurde die negative Entwicklung bei den
Arbeitsgelegenheiten mit Mehraufwandsentschädigung
gestoppt. Es zeichnet sich in diesem Zusammenhang
eine leicht positive Entwicklung ab.
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noris inklusion gemeinnützige GmbH
(vormals: Werkstatt für Behinderte der Stadt Nürnberg
gGmbH)
Das Geschäftsjahr 2013 ist deutlich besser verlaufen
als das Vorjahr, da die Beendigung von Rechtsstreitigkeiten über Entgelte mit dem überörtlichen Sozialhilfeträger zu einem für die Erlössituation positiven Ende
geführt werden konnten. Im Arbeitsbereich sind die
Entgelteinnahmen deutlich gestiegen.
Insbesondere aufgrund der höheren Entgelte konnte
der Verlust im Jahresergebnis 2013 auf -0,5 Mio. € im
Vergleich zum Vorjahr (-1,1 Mio. €) gesenkt werden.
Das Thema Entgelte wird auch in Zukunft prägend sein,
da die Entgelte die Haupterlöse des Unternehmens
darstellen. Die noris inklusion gemeinnützige GmbH
erwirtschaftet im Werkstattbereich aktuell 71 % der
Gesamterlöse im Entgeltbereich über die Sozialleistungsträger. Beim Gesamtumsatz des Unternehmens
beträgt die Quote der durch Entgelte erzielten Erlöse 79
%.
Damit wird deutlich, dass für die angebotenen Leistungen auch kostendeckende Entgelte von den Sozialleistungsträgern erzielt werden müssen. Dies stellt einen
entscheidenden Schlüssel zur Verbesserung der Ergebnissituation dar.
Augenfällig war sicherlich auch die Umfirmierung Anfang 2013 im Rahmen einer Satzungsrevision. Die
Satzung der Werkstatt für Behinderte stammte aus dem
Jahr 1980. Seit dieser Zeit hat sich das Aufgabengebiet
der Gesellschaft stark verändert. Aufgrund der Anpassungen der Angebote bestand zwischenzeitlich nur
noch eine teilweise Deckung der Tätigkeit der Gesellschaft mit dem eingetragenen Satzungszweck.
Vor diesem Hintergrund wurde der Gegenstand der
Gesellschaft an die aktuellen Gegebenheiten angepasst. Gleichzeitig hat die Werkstatt für Behinderte
ihren Firmennamen in "noris inklusion gemeinnützige
GmbH" geändert um dem an die tatsächlichen Gegebenheiten angepassten Satzungszweck Ausdruck zu
verleihen.
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