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Kurzzusammenfassung der wirtschaftlichen Lage ausgewählter Beteiligungen

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F.8 Kurzzusammenfassung der wirtschaftlichen Lage ausgewählter Beteiligungen Die Stadt Nürnberg erfüllt ihre vielfältigen Aufgaben für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt nicht nur durch ihre klassischen Dienststellen der Stadtverwaltung. Einen nicht unerheblichen Teil der Aufgaben hat die Stadt Nürnberg auf Unternehmen übertragen, an denen sie unmittelbar oder mittelbar beteiligt ist. Die wirtschaftliche Situation der ausgewählten Beteili￾gungen hat sich im Geschäftsjahr 2014 überwiegend positiv entwickelt. Die Nürnberg Messe GmbH erzielte mit 229 Mio. € den zweithöchsten Umsatz der Unter￾nehmensgeschichte und auf Konzernebene einen Jah￾resüberschuss von 8 Mio. €. Das Klinikum Nürnberg schließt mit einem Jahresüberschuss von 1,86 Mio. € (Vorjahr: Jahresüberschuss von ca. 0,8 Mio. €) ab. Die Bilanzsumme der WBG Nürnberg Gruppe hat sich weiter erhöht. Das Eigenkapital ist ebenfalls gestiegen und hat damit den Wert des Unternehmens gesteigert. Die Noris Arbeit gGmbH ist nach einem umfangreichen Restrukturierungsprozess auf dem Weg zur wirtschaftli￾chen Gesundung, mit dem Ergebnis, dass die Stadt Nürnberg seit 2014 keinen Verlustausgleich zahlen muss. Bei der noris inklusion gemeinnützige GmbH erhöhte sich der Verlust im Jahresergebnis 2014 auf T€ -946 (Vorjahr T€ -528). Das negative Ergebnis relati￾viert sich insbesondere vor dem Hintergrund, dass 2013 T€ 387 Erlöse aus Nachverhandlungen mit den Kostenträgern als periodenfremde Einmalzahlungen eingeflossen sind. Das Jahresergebnis der Flughafen Nürnberg GmbH hat sich in 2014 aufgrund von Einmaleffekten im Vorjahres￾vergleich deutlich verschlechtert. Um die Ergebnisent￾wicklung nachhaltig zu verbessern und die Finanzie￾rung zu sichern, wurde beginnend in 2013 ein Konzept erarbeitet, mit dem Ziel, eine nachhaltige Unterneh￾mens- und Finanzierungsstruktur sicherzustellen. Die￾ses wurde mit der Erhöhung des Eigenkapitals um weitere 40,0 Mio. € bereits in wesentlichen Teilen um￾gesetzt. Damit wird die Grundlage für eine Entlastung der Flughafen Nürnberg GmbH von Kapitalkosten ge￾schaffen. Zusammen mit den Effekten aus der Umset￾zung der operativen Maßnahmen aus dem Konzept rechnet die Gesellschaft langfristig mit steigenden Passagierzahlen, höheren Umsätzen durch Stärkung des Non Aviation Segments und deutlich verbesserten Jahresergebnissen auf Basis einer gesicherten Finan￾zierung. Das Jahresergebnis 2014 der Städtische Werke Nürn￾berg GmbH mit einem Fehlbetrag von 5,3 Mio. € ist geprägt von den Ergebnisabführungen der N-ERGIE und der VAG. Aufgrund des schwierigen Marktumfeldes ist aber ein gutes Jahresergebnis erreicht worden. Aus Konzernholding-Sicht ist insgesamt bei den Beteiligun￾gen in 2014 eine positive Entwicklung zu konstatieren. Diese Entwicklung hat auch einen unmittelbaren positi￾ven Einfluss auf das Konzernergebnis und auf den städtischen Kernhaushalt. Städtische Werke Nürnberg GmbH Die StWN GmbH schließt das Geschäftsjahr 2014 mit einem Jahresfehlbetrag von 5,3 Mio. € ab. Damit lag das Jahresergebnis im Vergleich zu 2013 (Jahresfehl￾betrag i.H.v. 5,1 Mio. €) in etwa auf gleichem Niveau. Gegenüber dem Wirtschaftsplan liegt das Jahresergeb￾nis um 14,2 Mio. € besser als prognostiziert. Ursächlich hierfür sind vor allem Veränderungen in der Ergebnis￾abführung der N-ERGIE und der VAG. Gegenüber dem Vorjahr erhöhte sich die Ergebnisab￾führung des N-ERGIE AG Teilkonzerns an die StWN GmbH noch einmal um 3,3 Mio. € auf 66,9 Mio. € (Vor￾jahr 63,6 Mio. €), gleichzeitig stieg der Zuschussbedarf der VAG nahezu korrespondierend von 66,8 Mio. € in 2013 auf rund 70 Mio. € in 2014. 62 Die Eigenkapitalquote auf Ebene der StWN GmbH ist im Vergleich zum Vorjahr leicht um 0,1 % auf 59,4 % gestiegen. Für 2015 erwartet die StWN GmbH aufgrund des Ve￾räußerungsgewinns aus dem Verkauf von Geschäftsan￾teilen an der wbg Nürnberg GmbH einen deutlichen Jahresüberschuss. Mit Wirkung zum 01.01.2015 hatte die StWN GmbH 19,1 % ihrer Anteile an der wbg Nürn￾berg GmbH an die wbg Immohold GmbH & Co. KG, einer mittelbaren 100%-Tochtergesellschaft der Stadt Nürnberg, verkauft. Selbstverständlich war auch in 2014 die Energiewende für die N-ERGIE AG weiterhin ein dominierendes The￾ma. Über die 100%ige Tochter N-ERGIE Regenerativ GmbH engagiert sich die N-ERGIE AG wie in den Vor￾jahren im Bereich der erneuerbaren Energien. Zusam￾men mit Partnern aus dem Stadtwerkeumfeld oder über Bürgerbeteiligungen hält die N-ERGIE Regenerativ GmbH Anteile an Gesellschaften, die Photovoltaik- und Windkraftanlagen betreiben. In Summe beträgt das Erzeugungsvolumen (installierte Leistung) der N-ERGIE Regenerativ GmbH aus erneuerbaren Ener￾gien mittlerweile rund 73,5 MW (Vorjahr: 64 MW). Für die N-ERGIE AG hat sich gleichzeitig an der unbe￾friedigenden Situation für den Betrieb konventioneller Kraftwerke auch in 2014 nichts geändert. So konnte ein rentabler Betreib der Gemeinschaftskraftwerk Irsching GmbH bei Weitem nicht erreicht werden. Das Kraftwerk wird fast ausschließlich nach Bedarf des Übertragungs￾netzbetreibers TenneT für sogenannte Redispatch￾Einsätze gefahren. Diese werden dafür im Rahmen eines bis März 2016 gültigen Vertrages vergütet. Aus den sich hieraus ergebenden wirtschaftlichen Risiken ergab sich bei der N-ERGIE AG in 2014 ein zusätzli￾cher Abwertungsbedarf der Beteiligung von 8 Mio. €. Die N-ERGIE AG rechnet aktuell damit, dass die ge￾plante Ergebnisabführung in 2015 erreicht werden kann. Bei der zweiten wesentlichen Einheit des StWN￾Konzerns, der VAG, hat sich in 2014 aufgrund der in Deutschland freundlichen wirtschaftlichen Gesamtsitua￾tion der Trend der Vorjahre im Wesentlichen fortge￾setzt. Die VAG beförderte im Jahr 2014 in Nürnberg, Fürth, Stein, Erlangen sowie in kleineren Nachbarorten rech￾nerisch 156,4 Mio. Personen. Wie bereits in den Vor￾jahren entschieden sich 22 % der Nürnberger bei der Verkehrsmittelwahl für den ÖPNV. Die rechnerische Zahl der Fahrten im öffentlichen Personennahverkehr (ÖV-Fahrten) sank damit leicht um 0,4 % von 157,04 Mio. auf 156, 4 Mio. Personen. Die eigenen Verkehrszählungen der VAG mithilfe au￾tomatischer Zählanlagen (U-Bahn) ergab für 2014 ei￾nen Fahrgastrückgang von 1,5 %. Die Umsatzerlöse der VAG stiegen im Geschäftsjahr 2014 dennoch um 5,4 Mio. € oder 3,8 % auf 149 Mio. €. Die Steigerung resultierte im Wesentlichen aus der Tariferhöhung zum 01. Januar 2014. Die Verkehrserlö￾se inklusive Verkehrsnebenerlöse erhöhten sich im Berichtsjahr um 3,8 % auf 122,1 Mio. €. Gleichzeitig stiegen die sonstigen Umsatzerlöse, bestehend aus der Vermietung von Reklameflächen, Abrechnungsaufträ￾gen und periodenfremden Umsatzerlösen, um 2,3 Mio. €. Im Zeitraum von 2015 bis 2019 ist die Anschaffung von 21 neuen U-Bahn Zügen (4-Wagen-Gliederzug) für den Betrieb der U-Bahn-Linie U 1 erforderlich. Die 21 neuen U-Bahn Züge dienen dem Ersatz der bislang eingesetz￾ten Triebwagen, deren Weiterbetrieb aufgrund der hohen Lebensdauer nicht mehr wirtschaftlich ist. Die Finanzierung der Ersatzbeschaffung sowie weiterer notwendiger Investitionen stellt die VAG vor große Herausforderungen. Aufgrund rückläufiger öffentlicher Zuschüsse seitens des Freistaates Bayern, sind die Maßnahmen im dreistelligen Millionenbereich zu gro￾ßen Teilen durch die VAG zu tragen. Zur Unterstützung der Finanzierung der U-Bahn-Züge gewährt die Stadt Nürnberg eine städtische Bürgschaft in Höhe von bis zu 160 Mio. €. 63 Klinikum Nürnberg Das Klinikum schließt das Geschäftsjahr 2014 mit ei￾nem Jahresüberschuss von rund 1,86 Mio. € (Vorjahr: Jahresüberschuss von rund 0,8 Mio. €) ab. Damit liegt das Jahresergebnis gegenüber dem Wirtschaftsplan um rund 1 Mio. € schlechter als geplant. Der Wirt￾schaftsplan 2014 hatte einen Jahresüberschuss in Höhe von 2,9 Mio. € ausgewiesen. Für das Geschäftsjahr 2015 schließt der Erfolgsplan des Klinikums mit einem Jahresüberschuss von 2,26 Mio. € ab. Eine große wirtschaftliche Herausforderung im Rahmen der mittelfristigen Unternehmensplanung stellt weiterhin die mittel- und langfristige Sicherstellung der finanziel￾len Handlungsfähigkeit dar. Vor dem Hintergrund des investiv bedingten erheblichen Liquiditätsbedarfs der kommenden Jahre, zählt hierzu insbesondere, eine ausreichende Innenfinanzierung zu gewährleisten und den Fremdfinanzierungsbedarf auf ein tragfähiges Niveau zu begrenzen. Um auch mittel- und langfristig finanziell handlungsfähig zu bleiben, ist die in der Vergangenheit angestrebte „Schwarze Null“ aufgrund der hohen eigenfinanzierten Investitionsbedarfe zukünftig nicht mehr ausreichend, um sicherzustellen, dass das Klinikum wirtschaftlich aus eigener Kraft seinen Versorgungsauftrag erfüllen kann. Ende des ersten Quartals 2015 lässt sich aufgrund der deutlich gestiegenen durchschnittlichen Fallschwere, trotz einem leichten Rückgang der vollstätionären Fall￾zahlen, eine positive Entwicklung des „Casemix“ (Summe der mit dem kaufmännischen Schweregrad gewichteten Behandlungsfälle) im Vergleich zum Vor￾jahreszeitraum feststellen. Der abgerechnete Casemix, vor Prüfung durch den Medizinischen Dienst der Kran￾kenkassen, erhöhte sich um 2,4 %. Der Landesbasisfallwert wurde 2014 gegenüber dem Vorjahr um rund 3,2 % erhöht und entspricht in etwa den erwarteten Steigerungsraten der Personal- und Sachkosten. Des Weiteren wurde 2014 ganzjährig der im August 2013 eingeführte Versorgungszuschlag fortgeführt. Bereits für 2015 bleibt Landesbasisfallwert, als wichtigste Berechnungsgrundlage der abgerechne￾ten Leistungen, mit einer Erhöhung gegenüber dem Vorjahr um rund 2,1 % hinter der Kostenentwicklung zurück und kann die verhandelten Tarifsteigerungen nicht kompensieren. Das bedeutet, dass das Klinikum - trotz der zunächst positiven Ausgangslage für 2014 - bereits im laufenden Jahr Maßnahmen einleiten muss, um dem ggf. erneu￾ten Auseinanderlaufen der Entgeltentwicklung und der allgemeinen Kostensteigerung im Jahr 2015 entgegen￾zuwirken. Flughafen Nürnberg GmbH Am Flughafen Nürnberg wurden im zurückliegenden Geschäftsjahr 3,26 Mio. Passagiere abgefertigt. Dies entspricht zwar einem leichten Rückgang um 1,6 %, dennoch blickt die Flughafen Nürnberg GmbH positiv auf 2014 zurück, da es gelungen ist, den strukturellen Einschnitt durch den Wegfall des Air Berlin￾Drehkreuzes, der bis Mai 2014 voll zum Tragen kam, im Jahresverlauf abzubauen. Das Lokalaufkommen legte in 2014 deutlich um 5,4 % zu. Air Berlin blieb trotz dieser Entwicklung mit einem Marktanteil von 34 % stärkste Airline, Platz zwei beleg￾te Lufthansa/Germanwings mit 20 %. Im Linienverkehr wurden 2014 insgesamt 2,1 Millionen Fluggäste ge￾zählt. Das entspricht einem Rückgang um 1,3 %, her￾vorgerufen durch das geringere Angebot der Air Berlin und dem Angebotsabbau der Ryanair. 64 Als neue Airline konnte WizzAir gewonnen werden. Diese Flüge waren mit knapp 80 % vom Start weg gut ausgelastet, was für das deutliche Potenzial der Metro￾polregion Nürnberg im preissensiblen Verkehr nach Osteuropa spricht. Im Touristikverkehr konnten ab Juni vor allem dank des erhöhten Engagements von TUIfly (plus 65 %) und SunExpress deutliche Wachstumsraten bei den Passagierzahlen erzielt werden. Der Konzern erwirtschaftete in 2014 Erträge in Höhe von knapp 94 Mio. € und damit deutlich mehr als ge￾plant. Diese erfreuliche Entwicklung resultiert aus Ver￾besserungen des operativen Geschäfts, auch die Um￾sätze der Töchter AirPart und der FNSG wuchsen. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis war nahezu 5 Mio. € besser als in der Planung für 2014 angenom￾men und eine halbe Mio. € besser als das Vorjahr. Das Jahresergebnis 2014 ist jedoch von einer Reihe von Einmaleffekten geprägt, hervorgerufen durch die Um￾setzung struktureller Maßnahmen zur Zukunftssiche￾rung. Diese Einmaleffekte, die in Summe rund 16,1 Mio. € ausmachen, führen zu einem Jahresfehlbetrag von 19,4 Mio. €. Hierunter fallen Kosten der Restrukturierung der Finanzierung, die in 2015 umgesetzt wird, Maßnahmen der Personalkostenoptimierung sowie eine Rückstel￾lung zur Beseitigung von Rückständen des Schadstoffs PFC in Höhe von 10,0 Mio. €. Für das Jahr 2015 rechnet die Gesellschaft auf Basis des genehmigten Wirtschaftsplans mit moderat stei￾genden Verkehrszahlen bei den Passagieren (+1,8 %), rückläufigen Startgewichten (-4,8 %) und Abfertigungen (-0,7 %). Diese Planung berücksichtigt die neuen Ver￾bindungen der WIZZ-Air sowie die von Air Berlin seit dem Winterflugplan 2014/2015 an einem Flugtag wie￾der angebotenen Umsteigeverbindungen. Weitere Passagierzuwächse resultieren aus den zusätzlichen Frequenzen der Sun Express nach Nordafrika und den Kapazitätserweiterungen von KLM und Air France. Demgegenüber fallen einzelne Verbindungen der Ryanair und der City Jet in 2015 weg. Auf der Strecke nach Zürich wird ein kleineres Flugzeug zum Einsatz kommen. Zum Ende des ersten Halbjahres 2015 zeichnet sich eine im Vergleich zur Planung positive Entwicklung ab. Die Luftverkehrserlöse des Konzerns lagen im Juni kumuliert um 1.309 T€ (+5 %) über den Planwerten. Die Anzahl der erlösrelevanten Einsteiger übertraf die Erwartungen um 3,4 %. In 2015 wird zudem mit einem deutlichen Rückgang der Aufwendungen um rd. 21,3 % gerechnet. Die geschilderten im Jahresabschluss 2014 enthalte￾nen Einmaleffekte entfallen und werden in 2015 das Jahresergebnis nicht mehr belasten. Zudem soll ab 2015 die Umsetzung von Maßnahmen zur weiteren Ertragsverbesserung zu Buche schlagen. Geplant ist eine neue Flächenallokation im Terminal mit der Schaf￾fung eines zentralen Reisemarktes. Die hierfür anfal￾lenden Aufwendungen erhöhen zunächst den Aufwand um rd. 1,0 Mio. €. Höhere Aufwendungen sind darüber hinaus vorgesehen für die Umsetzung des neuen Mar￾kenauftritts und der Namensänderung in Albrecht Dürer Airport Nürnberg. Insgesamt liegen die Aufwendungen im Geschäftsjahr 2015 um rd. 17,5 Mio. € unter denen des Geschäftsjah￾res 2014. Für das Geschäftsjahr 2015 wird laut Wirt￾schaftsplan damit ein Jahresfehlbetrag in Höhe von nur noch 3,8 Mio. € erwartet. Die Hochrechnung zum Halb￾jahr lässt hier noch einmal eine leichte Verbesserung erwarten. Das Marktumfeld der Flughafen Nürnberg GmbH befin￾det sich aktuell aber weiterhin in einer dramatischen Veränderung mit zunehmender Marktbereinigung. Sparprogramme der wichtigsten Airlines mit erhebli￾chen Kapazitätsreduzierungen und Konzentration auf große Flughäfen sowie Marktaustritte, vor allem bei Regionalairlines, führen zu einem anhaltend schwieri￾gen Marktumfeld für mittlere und kleinere Flughäfen. Die Stadt Nürnberg und der Freistaat Bayern als Ge￾sellschafter der Flughafen Nürnberg GmbH haben daher verschiedene Maßnahmen ergriffen, mit dem Ziel, die Voraussetzungen für eine positive wirtschaftli￾che Entwicklung des Flughafens zu schaffen. Die Maß￾nahmen sollen die Kapitalausstattung des Flughafens verbessern, auf der Kostenseite für Einsparungen sor￾gen und gleichzeitig auf der Marktseite wieder positive Entwicklungen ermöglichen. Die Gesellschafter haben bereits Ende 2011 beschlos￾sen, Bareinlagen im Gesamtvolumen von 40 Mio. € an die Flughafen Nürnberg GmbH zu leisten, um damit die Kapitalausstattung des Flughafens zu verbessern. Die Zuführung der Bareinlage ist paritätisch erfolgt, d.h. zu gleichen Teilen durch den Freistaat Bayern und die Stadt Nürnberg. Die letzte Teiltranche aus diesem Paket wurde von den Gesellschaftern 2015 geleistet. 65 Um die Ergebnisentwicklung nachhaltig zu verbessern und die Finanzierung zu sichern, hat der Flughafen Nürnberg in 2013 darüber hinaus in Zusammenarbeit mit einer externen Beratungsgesellschaft ein Konzept erarbeitet mit dem Ziel, eine nachhaltige Unterneh￾mens- und Finanzierungsstruktur sicherzustellen. Zur Sicherstellung einer stabilen Finanzierungsstruktur der Flughafen Nürnberg GmbH sind im Ergebnis als Gesamtpaket mit den, zu einem großen Teil bereits umgesetzten, Restrukturierungs- und Konsolidierungs￾maßnahmen der Flughafen Nürnberg GmbH sowie den Beiträgen der Belegschaft des Flughafens, auch weite￾re Gesellschafterleistungen in Form von Kapitalzufüh￾rungen und der Gewährung von Darlehen erforderlich. Die Umsetzung der in diesem Zusammenhang vorge￾schlagenen Maßnahmen ist bereits eingeleitet und zum Teil bereits erfolgt. Als eine wesentliche Maßnahme haben die Gesell￾schafter der Flughafen Nürnberg GmbH in 2015 das Eigenkapital um weitere 40,0 Mio. € erhöht. Die Barein￾lagen wurden hälftig vom Freistaat Bayern und der Stadt Nürnberg getragen. Hinzu kommt die Gewährung von Fremdkapital zu marktüblichen Bedingungen. Der Freistaat Bayern wird hierzu ein langfristiges Gesell￾schafterdarlehen in Höhe von 20 Mio. € gewähren. Die Stadt Nürnberg erweitert die Kreditlinie des bereits bestehenden Betriebsmittelkredites bei der Stadtkasse um 10 Mio. €. Die Mittel werden zur Rückzahlung von Bankdarlehen verwendet werden. Damit wird die Grundlage für eine Entlastung der Flughafen Nürnberg GmbH von Kapital￾kosten geschaffen. Zusammen mit den Effekten aus der Umsetzung der operativen Maßnahmen aus dem Konzept rechnet die Gesellschaft langfristig mit stei￾genden Passagierzahlen, höheren Umsätzen durch Stärkung des Non Aviation Segments und deutlich verbesserten Jahresergebnissen auf Basis einer gesi￾cherten Finanzierung. wbg Nürnberg GmbH In 2014 erzielte die Unternehmensgruppe einen Jah￾resüberschuss von rund 14,8 Mio. € (Vorjahr 12,4 Mio. €). Der Jahresüberschuss der wbg Nürnberg GmbH lag bei 14,9 Mio. € (Vorjahr 12,3 Mio. €). Die Bilanzsumme der WBG Nürnberg Gruppe hat sich von 521,5 Mio. € im Vorjahr auf rund 534,8 Mio. € er￾höht. Das Eigenkapital ist auf 191,8 Mio. € (Vorjahr 176,5 Mio. €) gestiegen und hat damit erneut den Wert des Unternehmens gesteigert. Die Ertragssituation hat sich damit erfreulich positiv entwickelt, auch wenn die Unternehmensgruppe nicht auf Gewinnmaximierung ausgerichtet ist. Die Durchschnittsmiete aller wbg-eigenen Wohnungen stieg pro Quadratmeter Wohnfläche und Monat um 0,14 € auf 5,70 €, die der Unternehmensgruppe um 0,15 € auf 5,79 €. Dieser Wert liegt weiterhin deutlich unter dem Mittelwert des aktuellen Nürnberger Mietenspie￾gels. Gerade hier wird deutlich, dass die wbg dämpfend auf die Mietpreisentwicklung in Nürnberg einwirkt und eine sehr verantwortungsvolle Mietpreispolitik umsetzt, die nicht auf Gewinnmaximierung ausgerichtet ist, son￾dern den satzungsmäßigen Auftrag der wbg Nürnberg GmbH ernst nimmt. Dies zeigt auch das hohe Niveau der Instandhaltungs￾ausgaben für den Wohnungsbestand. Die wbg￾Unternehmensgruppe hatte 2014 Ausgaben für laufen￾de Instandhaltung und Modernisierung in Höhe von 35,2 Mio. € (Vorjahr 29,3 Mio. €). Eine zentrale Aufgabe in den nächsten Jahren ist die weitere Entlastung des Wohnungsmarktes durch die verstärkte Neubautätigkeit. Hierzu sollen rund 1.000 Wohneinheiten neu errichtet werden, etwa hälftig im Bereich des Mietwohnungsbaus und des Wohneigen￾tums. 66 Die wbg Nürnberg GmbH rechnet aktuell damit, dass das geplante Jahresergebnis in 2015 (Jahresüber￾schuss i.H.v. 10,8 Mio. €) erreicht werden kann. Mit Vertrag vom 11.12.2014 wurde die wbg Immohold GmbH & Co. KG gegründet. Komplementär der Gesell￾schaft ist die wbg Immohold Verwaltungs-GmbH, eine 100%-Tochtergesellschaft der Stadt Nürnberg, alleinige Kommanditistin ist die wbg Nürnberg GmbH. Die Ge￾sellschaft hat mit Wirkung für das Geschäftsjahr 2015 Geschäftsanteile an der wbg Nürnberg GmbH in Höhe von 19,1 % von der StWN GmbH erworben mit der Zielsetzung, die Anteile langfristig zu halten. NürnbergMesse GmbH Die NürnbergMesse (Konzern) erzielte 2014 einen Umsatz von 229 Mio. € und blickt damit trotz des tur￾nusmäßigen Aussetzens der Fachmesse FachPack auf den zweithöchsten Umsatz in der Unternehmensge￾schichte zurück. Eigen- und Partnerveranstaltungen im Inland erreichten einen Umsatz von 93,2 Mio. €, Gastveranstaltungen 41,8 Mio. € und das NCC NürnbergConvention Center 11,5 Mio. €. Der Umsatz des MesseService (einschließlich der Holtmann GmbH & Co. KG) lag bei 61,5 Mio. € und der Umsatz im Bereich International bei 20,7 Mio. €. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies einen Umsatzan￾stieg von 36 Mio. €, dies entspricht 19 %. Gegenüber dem turnusgemäß besser vergleichbaren Rekordjahr 2012, in dem allerdings die FachPack stattfand, sinkt der Umsatz nur leicht um 3 %. Nach Veranstaltungsaufwendungen, Personalaufwen￾dungen, Abschreibungen, sonstigen betrieblichen Auf￾wendungen, Bestandsveränderungen und zuzüglich den sonstigen betrieblichen Erträgen sowie dem Betei￾ligungsergebnis erzielte die NürnbergMesse Group ein operatives Ergebnis von 16,8 Mio. € (2013: 32 Tsd. €) und ein Ergebnis vor Steuern von 11,7 Mio. € (2013: -4,0 Mio. €). Das Konzernergebnis 2014 hat sich mit einem Jahres￾überschuss von rund 8 Mio. € im Vergleich zum turnus￾gemäß schwächeren Vorjahr 2013 (Jahresfehlbetrag von -5,3 Mio. €) deutlich verbessert. 2014 nahmen 29.171 Aussteller (2012: 29.449) und 1,32 Mio. Besucher (2012: 1,36 Mio.) an 151 Veranstal￾tungen (2012: 170) der NürnbergMesse Group teil. Insgesamt wurden 2014 rund 993.000 m² Nettofläche (2012: 990.000 m²) bei Veranstaltungen der Nürnberg￾Messe Group gebucht, was eine neue absolute Best￾marke darstellt. Im Marktsegment der »internationalen Fachmessen« wuchs die NürnbergMesse deutlich stärker als der deutsche Markt: Mit 3 % mehr Ausstellern, 7 % mehr Fachbesuchern und weiteren 7 % Zuwachs bei der Ausstellerfläche, jeweils gegenüber der Vorveranstal￾tung, liegt die Entwicklung der wesentlichen Messe￾Kennzahlen bei der NürnbergMesse deutlich über dem Branchentrend. Für das laufende Geschäftsjahr zeigt sich zum 1. Halb￾jahr eine leicht überplanmäßige Entwicklung. Für das Jahresergebnis wird eine leichte Verbesserung gegen￾über den Planwerten des Wirtschaftsplans 2015 erwar￾tet. Noris Arbeit gGmbH Der laufende Restrukturierungsprozess wurde im Ge￾schäftsjahr 2014 planmäßig abgeschlossen. Der Per￾sonalbestand hat sich im Rahmen dieser Restrukturie￾rung deutlich verkleinert und die Verwaltungsstrukturen deutlich verschlankt. Die Organisation wurde an die neuen Gegebenheiten angepasst. In 2014 erwartet die NOA - zum zweiten Mal seit 1991 - ein positives Unternehmensergebnis. Der Jahresüber￾67 schuss in Höhe von etwa 880.000 € ist deutlich durch Sondereffekte geprägt. So konnten noch unerwartete Finanzmittel aus Projektzusammenhängen in Höhe von ca. 206.400 € vereinnahmt werden. Des Weiteren konnte die NOA im Rahmen der Be￾triebsprüfungen 2005 bis 2007 und 2008 bis 2011 die seit Jahren existierende Problematik der steuerlichen Behandlung in Absprache mit den Finanzbehörden großenteils klären. Folglich konnten Steuerrückstellun￾gen aufgelöst und zu viel bezahlte Steuern angefordert werden. In 2014 betrug der positive Effekt aus der Auflösung von Rückstellungen 392.500 €. Operativ erwirtschaftete die NOA somit ein Ergebnis von ca. 281.000 €. Für 2015 erwartet die NOA ebenfalls ein positives Un￾ternehmensergebnis. Nach einer geplanten „schwarzen Null“ wird das tatsächliche Unternehmensergebnis den Planwert aufgrund von wirtschaftlichem Handeln im operativen Geschäft sowie gestiegenem Kostenbe￾wusstsein deutlich überschreiten. Aus den Vereinba￾rungen zum Abschluss der Betriebsprüfungen ist zu￾dem noch eine einmalige Steuerrückerstattung zu er￾warten. Die Auftragslage und die Personalauslastung sind aktuell zufriedenstellend. Mit den Aufträgen ErFolG, Produktionsorientierte Tätigkeiten, Perspektiven im Quartier, Focus Arbeit und ArmIn konnte die NOA in 2015 gute Ergebnisse in der Akquise von Aufträgen erzielen. Die Auftragsakquise wird für die Geschäftsleitung – auch aufgrund der mangelnden Wettbewerbsfähigkeit im Bereich der Personalkosten - eine wichtige Aufgabe bleiben. noris inklusion gemeinnützige GmbH (vormals: Werkstatt für Behinderte der Stadt Nürnberg gGmbH) Im Geschäftsjahr 2014 konnten einige wichtige grund￾legende Weichenstellungen vorgenommen werden, die sich positiv ausgewirkt haben. Die Refinanzierung im Bereich Wohnen konnte durch Abschluss neuer Verträ￾ge verbessert werden. Leider wurde dieser Erfolg durch die zyklische Schwankung der Beschäftigtenzahlen in den Bereichen Arbeit und Bildung, welche einen Rück￾gang der Refinanzierung nach sich zog, relativiert. Die Entwicklung der Umsätze im Arbeitsbereich hat sich um gut 7,5 % reduziert, was zu zwei Drittel durch eine geplante Fertigungsumstellung verursacht war. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit lag zum 31.12.2014 bei T€ -927 (Vorjahr T€ -510) und in Folge erhöhte sich der Verlust im Jahresergebnis auf T€ -946 (Vorjahr T€ -528). Das negative Ergebnis rela￾tiviert sich insbesondere vor dem Hintergrund, dass 2013 T€ 387 Erlöse aus Nachverhandlungen mit den Kostenträgern als periodenfremde Einmalzahlungen eingeflossen sind. Das Geschäftsfeld Wohnen ist mit zwei Wohnheimen mit 90 Plätzen sowie 105 Plätzen im Ambulant Betreu￾ten Wohnen gut ausgelastet. Mit dem Sozialhilfeträger konnte zum 01.03.2014 endlich eine neue Vereinba￾rung für das Wohnheim Montessoristrasse unterzeich￾net werden, mit der das strukturelle Defizit auch lang￾fristig gedeckt wird. Im Arbeitsbereich sind die Entgelteinnahmen in 2014, verglichen mit 2013, um T€ 265 gesunken. Das Ergeb￾nis im Arbeitsbereich lag mit einem Rohertrag von T€ 2.182 um T€ 205 unter dem des Vorjahres (T€ 2.387). 68

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