← Haushaltsplan 2017 – E_Finanzhaushalt
Vorbemerkungen
Maschinell extrahierter Text. Tabellen verlieren dabei ihre Form, verbindlich ist das Original.
E.1 Vorbemerkungen
Der Finanzhaushalt stellt im Gegensatz zum Ergebnishaushalt, der auf der Grundlage der doppelten Buchführung das Ressourcenaufkommen und den Ressourcenverzehr über Erträge und Aufwendungen vollständig
abbildet, auf die unterjährigen Zahlungsströme ab.
Daher sind im Finanzhaushalt nur zahlungswirksame
Erträge und Aufwendungen berücksichtigt (beispielsweise sind Aufwendungen aus Abschreibungen nicht
zahlungswirksam und erscheinen deshalb nicht in dem
Finanzhaushalt). Der Finanzhaushalt zeigt Mittelherkunft und Mittelverwendung und den Bestand an Finanzmittel auf. Aus sämtlichen Zahlungsbewegungen
ergibt sich die Veränderung des Finanzmittelbestandes
zum Bilanzstichtag. Der Finanzhaushalt ist mit der
betrieblichen Kapitalflussrechnung vergleichbar.
Der Finanzhaushalt ist inhaltlich in die drei Bereiche
laufende Verwaltungstätigkeit,
Investitionstätigkeit und
Finanzierungstätigkeit
gegliedert.
Es gilt der Grundsatz, dass der Saldo aus laufender
Verwaltungstätigkeit mindestens zur Finanzierung der
Tilgungsleistungen und, soweit möglich, zur Finanzierung der Investitionen reichen sollte. Mit einem Überschuss aus der laufenden Verwaltungstätigkeit in Höhe
von 63,1 Mio. € erreicht die Stadt Nürnberg im Plan
2017, bezogen auf die Tilgungen der Investitionskredite
und der kreditähnlichen Rechtsgeschäfte, dieses Ziel
nicht. Zur Finanzierung der anstehenden Investitionen
wird zusätzlich die Aufnahme neuer Kredite notwendig.
Das Jahr 2017 wird im Kernhaushalt mit einer Nettoneuverschuldung (= Saldo aus Finanzierungstätigkeit)
von 56,7 Mio. € geplant, die der hohen Investitionstätigkeit geschuldet ist.
Der Saldo aus Investitionstätigkeit in Höhe von
127,8 Mio. € ist gegenüber dem Vorjahr leicht zurück
gegangen (- 3,3 %).
Unter der Position „Tilgung aus kreditähnlichen Vorgängen“ werden seit dem Jahr 2011 Tilgungen für
ÖPP-Projekte ausgewiesen.
Wichtiger Hinweis:
Der SAP-Logik folgend, haben Einzahlungen ein negatives, Auszahlungen ein positives Vorzeichen. Daher
sind auch Defizite mit Pluszeichen und Überschüsse
mit einem Minuszeichen versehen.
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