015 Liquidität und Kassenkredite
Maschinell extrahierter Text. Tabellen verlieren dabei ihre Form, verbindlich ist das Original.
G. Liquidität und Kassenkredite
Die Bewirtschaftung der Kassenmittel sowie die Sicherstellung der Liquidität sind Bestandteil der Kassenaufgaben. Im Rahmen der Liquiditätsplanung und unter
Berücksichtigung der aktuellen Finanzsituation kommt
hierbei auch die Aufnahme von Kassenkrediten in Betracht. Dabei handelt es sich um kurzfristige Finanzmittel zur Überbrückung von Liquiditätsengpässen. Der in
der Haushaltssatzung festgesetzte Höchstbetrag für
Kassenkredite liegt seit 2009 unverändert bei
280 Mio. €.
Guthaben werden von der Kasse mit unterschiedlichen
Laufzeiten entweder als Tagesgelder oder Festgelder
zur Erzielung eines rentablen Zinsertrages bei Kreditinstituten angelegt und verwaltet.
Entwicklungen im Jahr 2016
Die Zahlungsfähigkeit der Stadt Nürnberg war im Jahr
2016 zu jeder Zeit gewährleistet. Zur Liquiditätssicherung wurden drei Kassenkreditverträge mit Kreditinstituten in den Zeiträumen 05.01.2016 bis 07.03.2016,
02.03.2016 bis 02.12.2016 und 07.03.2016 bis
07.12.2016 in Höhe von je 25 Mio. € abgeschlossen.
Die Aufnahme der Kassenkredite sowie die Anlage der
Tages- und Festgelder richten sich nach den aktuellen
Marktzinsen. Ausgehend von der besonderen Marktsituation waren die Tagesgelder planmäßig auch im Soll.
Zur Liquiditätsüberbrückung ist dies möglich und auf
Basis der weiter sehr günstigen EONIATagesgeldverzinsung im Vergleich zu den höheren
Zinsen für Festgelder auch wirtschaftlich.
Die unten stehende Grafik zeigt den Verlauf der Kassenkredite, Festgeldanlagen, Tagesgelder bei Kreditinstituten sowie die Kontostände beim Hauptkonto der
Sparkasse Nürnberg nach monatlichen Durchschnittswerten.
Entwicklungen im Jahr 2017
Für das Jahr 2017 wird gemäß der Liquiditätsplanung
und nach dem bisherigen Verlauf der Ein- und Auszahlungen im Vergleich zu 2016 mit weiterhin stabilen
Bedingungen und einer insgesamt deutlich höheren
Liquidität gerechnet. Die Aufnahme der Kassenkredite
kann hinsichtlich der Höhe reduziert werden, auf Grund
der besonderen Zinssituation aber bei weiterhin längeren Laufzeiten.
Insgesamt ist Vorsorge getroffen, dass die Stadt Nürnberg ihre fälligen Zahlungsverpflichtungen jederzeit
erfüllen kann, ohne den Kassenkreditrahmen annähernd ausschöpfen zu müssen.
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