Investitionen
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Hafen Nürnberg-Roth GmbH
Allgemein
Die Hafen Nürnberg-Roth GmbH ist die Betreibergesellschaft des bayernhafen Nürnberg und des bayernhafen Roth. Der bayernhafen Nürnberg ist mit 337 ha Fläche, über 200 ansässigen Unternehmen mit mehr als
6.600 Arbeitsplätzen sowie rd. 18,1 Mio. Tonnen Güterumschlag im Jahr 2019 das bedeutendste trimodale
Güterverkehrs- und Logistikzentrum Süddeutschlands.
Wirtschaftliche Entwicklung / Verkehrsleistungen
Der Güterumschlag der umweltverträglicheren Verkehrsträger Bahn und Schiff im bayernhafen Nürnberg und
bayernhafen Roth konnte im Jahr 2019 gegenüber dem Vorjahr leicht gesteigert werden. Mit 4.310 Tsd. Tonnen wurde der Umschlag des Vorjahres um 28 Tsd. Tonnen (+ 0,7 %) übertroffen.
Beim Schiffsgüterumschlag ist im Vorjahresvergleich im bayernhafen Nürnberg ein Zuwachs von 21 Tsd.
Tonnen (+ 11,2 %) und im bayernhafen Roth von 20 Tsd. Tonnen (+ 28,6 %) zu verzeichnen. Insgesamt wurden im bayernhafen Nürnberg und bayernhafen Roth 303 Tsd. Tonnen (Vorjahr 262 Tsd. Tonnen) umgeschlagen, das sind 41 Tsd. Tonnen (+ 15,6 %) mehr als im Vorjahr.
Der Bahnumschlag im bayernhafen Nürnberg ist im Jahr 2019 im Vergleich zum Vorjahr nahezu konstant
geblieben. Im Berichtsjahr wurden 4.006 Tsd. Tonnen umgeschlagen, das sind 13 Tsd. Tonnen (- 0,3 %)
weniger als im Vorjahr (4.019 Tsd. Tonnen). Davon wurden 2.811 Tsd. Tonnen (- 0,2 %) im Kombinierten
Verkehr und 1.195 Tsd. Tonnen (- 0,7 %) bei den konventionellen Verkehren umgeschlagen.
Der Containerumschlag im bayernhafen Nürnberg lag im Jahr 2019 mit 796.257 TEU (Twenty-foot equivalent
unit) 37.064 TEU (- 4,4 %) unter dem Vorjahresumschlag von 833.321 TEU. Im Bahnbereich wurde mit
301.468 TEU nahezu der Vorjahreswert von 301.846 TEU erreicht. Im Lkw-Bereich verringerte sich das Aufkommen der Container um 6,8 % von 530.995 TEU auf 494.717 TEU. Per Schiff wurden 72 TEU (Vorjahr:
480 TEU) umgeschlagen.
Das Ergebnis vor Gewinnabführung und Ausgleichzahlung an Minderheitsgesellschafter liegt bei 1.598 T€
(VJ: 1.616 T€). Vom Ergebnis erhalten die Städte Nürnberg und Roth eine Garantiedividende von gesamt
12 T€, an die Bayernhafen GmbH & Co. KG wird ein Gewinn von 1.586 T€ (Vorjahr: 102 T€, Gewinnrücklage
1.502 T€)) abgeführt.
Investitionen
Die Investitionen der Hafen Nürnberg-Roth GmbH im Geschäftsjahr 2018 betrugen 470 T€ und betrafen insbesondere technische Anlagen und Maschinen, Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie vorbereitende
Maßnahmen zur Erweiterung der KV-Umschlaganlage.
Liegenschaften und Vertriebsaktivitäten
Aufgrund von Optimierungsprozessen, nicht zuletzt entstanden durch den Flächenmangel im bayernhafen
Nürnberg, rücken neue Projekte und Planungen in den Fokus. So ist eine Projektgruppe aus Experten
entstanden, die an der Realisierung der ”Logistikimmobilie²” zusammen mit Entwicklern und potenziellen
Nutzern arbeitet. Ziel ist es, aus den vorhandenen Flächen die bestmöglichste Wertschöpfung zu ziehen,
indem mehrgeschossige Logistikimmobilien zum Einsatz kommen.
Zusammen mit den ansässigen Unternehmen arbeitet die Hafen Nürnberg-Roth GmbH stetig an neuen
Dienstleistungen und Services zur Steigerung der Attraktivität des Standortes.. Dazu zählen ”Sicherheit und
Sauberkeit”, Einsatz von Synergien unter den ansässigen Unternehmen, Parkraumkonzepte und SharingModelle.
Die Deutsche GVZ-Gesellschaft erstellte ihr drittes Standort-Ranking unter europäischen
Güterverkehrszentren (GVZ), und erneut kam der bayernhafen Nürnberg unter die besten drei. Für das
Ranking 2020 wurden insgesamt 38 Bewertungskriterien herangezogen, darunter erstmals auch
Digitalisierung und Sicherheitstechnologien. Wieder sehr viel Wert wurde auf Intermodalität gelegt.
Ausblick auf das Jahr 2020
Wir erwarten im Geschäftsjahr 2019 ein positives Jahresergebnis vor Ausgleichszahlung an die Minderheitsgesellschafter und vor Gewinnabführung, das etwas unter dem Vorjahresergebnis liegen wird. Negative Auswirkungen auf das Ergebnis werden durch die Corona-Pandemie erwartet. Eine genaue Einschätzung ist zum
derzeitigen Zeitpunkt nicht möglich, da die Entwicklung der gesamtwirtschaftlichen Lage insbesondere von
der Dauer der Pandemie und den damit verbundenen Einschränkungen abhängen wird.