F.5.1 Steuererträge
Maschinell extrahierter Text. Tabellen verlieren dabei ihre Form, verbindlich ist das Original.
F.5.1 Steuererträge
Die Ansätze der Steuererträge basieren im Wesentlichen auf den Ergebnissen der Steuerschätzungen vom
Oktober 2025 und der aktuellen immer noch positiven
Entwicklung der Steuern in Nürnberg. Das Risiko bei allen Steuerertragsarten ist und bleibt die konjunkturelle
Entwicklung in der Eurozone und Deutschland, die maßgeblich durch das Weltgeschehen beeinflusst wird.
Die Steuererträge nehmen gegenüber der Vorjahresplanung um 1,7 % oder 23,3 Mio. € zu.
Die Gewerbesteuer ist mit geplanten 745 Mio. € oder einem Anteil von 53,7 % an den Steuererträgen mit Abstand die wichtigste Steuerertragsquelle. Der Ansatz für
2026 wurde aufgrund der Oktober-Steuerschätzung, und
insbesondere des Jahresergebnisses 2024 und der aktuellen Entwicklungen der Gewerbesteuer in Nürnberg
gegenüber dem Vorjahresplanwert, der durch einen
Nachtragshaushalt erhöht wurde, um 3,8 Mio. € reduziert. Der Gewerbesteueransatz ist trotz sorgfältiger Planung dennoch immer mit besonderen Risiken im Hinblick
auf die wirtschaftliche Entwicklung behaftet.
Der „Gemeindeanteil an der Einkommenssteuer“ wurde
auf der Grundlage der Oktober-Steuerschätzung mit
405,1 Mio. € angesetzt. Dieser nimmt gegenüber der
Vorjahresplanung um 18,3 Mio. € oder 4,7 % zu.
Der Gemeindeanteil an der Umsatzsteuer steigt in 2026
im Vergleich zum Vorjahr um 16,2 Mio. € auf
106,4 Mio. €. Der relativ hohe Anstieg beinhaltet einen
Ausgleich durch den Bund für Steuerentlastungen bei
Unternehmen (sog. Investitionsbooster).
Der Grundsteuer B Hebesatz wurde im Jahr 2018 von
535 % um 20 Prozentpunkte auf 555 % erhöht. Im Rahmen der Grundsteuerreform kam es im November des
Jahres 2024 zu einer Neufestlegung des Grundsteuerhebesatzes auf 780 %. Aufgrund der Erfahrungen mit
dem neuen Hebesatz und unter dem Versprechen einer
aufkommensneutralen Umsetzung hat der Stadtrat in
seiner Sitzung am 22.10.2025 den Hebesatz ab 2026 auf
750 % abgesenkt.
Die Hundesteuer wurde an die letzten Rechnungsergebnisse angepasst.
Die Zweitwohnungssteuer liegt konstant bei ca.
1,1 Mio. €.
Auf der folgenden Seite findet sich eine grafische Darstellung der Entwicklung der Steuererträge seit 1999.
Die erste Tabelle zeigt die Entwicklung der absoluten
Werte in den einzelnen Steuerarten. Bei einer Indexierung der Werte mit dem Basisjahr 1999 zeigen sich deutliche Unterschiede. Danach sind die Steuern seit dem
Jahr 1999 insgesamt um 144,7 % gestiegen. Obgleich
sie von der absoluten Höhe für Nürnberg eher nachgeordnete Bedeutung hat, ist die Umsatzsteuer, gemessen
am Index, am stärksten gestiegen. Dies ist auch auf Sondereffekte zurück zu führen.
Plan Plan Ist
(in T€) 2026 2025 2024
Grundsteuer A -90 -300 -298
Grundsteuer B -127.500 -134.800 -125.343
Gewerbesteuer -745.200 -749.000 -676.470
Gemeindeanteil an der Einkommenssteuer -405.097 -386.779 -372.573
Gemeindeanteil an der Umsatzsteuer -106.428 -90.200 -87.514
Hundesteuer -2.250 -2.200 -2.271
Zweitwohnungssteuer -1.100 -1.100 -1.121
insgesamt -1.387.665 -1.364.379 -1.265.590
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