F.5.1 Steuererträge
Maschinell extrahierter Text. Tabellen verlieren dabei ihre Form, verbindlich ist das Original.
F.5.1 Steuererträge
Die Ansätze der Steuererträge basieren im Wesentlichen auf den Ergebnissen der Steuerschätzungen vom
November 2021 und der aktuellen Entwicklung der Steuern in Nürnberg. Das Risiko bei allen Steuerertragsarten
ist und bleibt die konjunkturelle Entwicklung in der Eurozone und Deutschland, die maßgeblich durch die
Corona-Pandemie und deren künftige Entwicklung geprägt sein wird.
Die Steuererträge nehmen - nach dem Rückgang in der
Vorjahresplanung - in der Planung 2022 nun gegenüber
dieser Vorjahresplanung wieder um 8,0 % oder
78,5 Mio. € zu.
Die Gewerbesteuer ist mit geplanten 515 Mio. € oder einem Anteil von 48,5 % an den Steuererträgen mit Abstand die wichtigste Steuerertragsquelle. Der Ansatz für
2022 wurde aufgrund der Steuerschätzung und den aktuellen Entwicklungen gegenüber dem Vorjahresplanwert um 67 Mio. € angehoben. Der Gewerbesteueransatz ist trotz sorgfältiger Planung dennoch immer mit besonderen Risiken im Hinblick auf die wirtschaftliche Entwicklung behaftet.
Der „Gemeindeanteil an der Einkommenssteuer“ wurde
auf der Grundlage der Steuerschätzung mit 340 Mio. €
angesetzt. Dieser steigt gegenüber der Vorjahresplanung um 19 Mio. € oder 5,9 %.
Der Gemeindeanteil an der Umsatzsteuer geht in 2022
im Vergleich zum Vorjahr um 8,6 Mio. € auf 81,5 Mio. €
zurück. Im Vorjahr waren verschiedene Sonderfaktoren
enthalten, wie zusätzliche Umsatzsteuererstattungen für
Corona-Ausgleichszahlungen (insbesondere Umsatzsteuersenkung) und die zeitlich befristete Verschiebung
innerhalb des Bundesentlastungspakets.
Der Grundsteuer B Hebesatz wurde zuletzt ab 2018 von
535 % um 20 Prozentpunkte auf 555 % erhöht. Die Hundesteuer wurde an die letzten Rechnungsergebnisse angepasst.
Auf der folgenden Seite findet sich eine grafische Darstellung der Entwicklung der Steuererträge seit 1999.
Die erste Tabelle zeigt die Entwicklung der absoluten
Werte in den einzelnen Steuerarten. Bei einer Indexierung der Werte mit dem Basisjahr 1999 zeigen sich deutliche Unterschiede. Danach sind die Steuern insgesamt
um 82,4 % gestiegen. Obgleich sie von der absoluten
Höhe für Nürnberg eher nachgeordnete Bedeutung hat,
ist die Umsatzsteuer, gemessen am Index, am stärksten
gestiegen. Dies ist auch auf Sondereffekte zurück zu
führen.
Plan Plan Ist
(in T€) 2022 2021 2020
Grundsteuer A -290 -290 -295
Grundsteuer B -122.900 -121.900 -122.401
Gewerbesteuer -515.000 -448.000 -421.014
Gemeindeanteil an der Einkommenssteuer -340.000 -321.000 -307.658
Gemeindeanteil an der Umsatzsteuer -81.500 -90.100 -94.528
Hundesteuer -2.000 -1.900 -1.935
Zweitwohnungssteuer -800 -800 -927
insgesamt -1.062.490 -983.990 -948.758
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