Beilage 1
Sachverhalt: Für den Tiergarten sollen die Eintrittsgebühren angepasst werden (siehe Anlage 1). Die Preisstruktur im Vergleich zu anderen deutschen Zoos ist in Anlage 2 dargestellt. Auch in Zukunft wird es für viele Gruppen der Nürnberger Bevölkerung reduzierte Gebühren und Ermäßigungen geben. Beispielhaft sei erwähnt, dass die Inhaberinnen und Inhaber des Nürnberg-Passes eine Ermäßigung von über 50 % erhalten. Die Gebühren für die Dauerkarten bleiben unverändert. Hierdurch wird für die regelmäßigen Besucherinnen und Besucher ein besonders attraktives Angebot aufgezeigt. Eine Dauerkarte wird sich bereits ab dem fünften Besuch für Erwachsene und ab dem vierten Besuch für Jugendliche und Kinder amortisiert haben. Die Notwendigkeit, die Einnahmen des Tiergartens zu erhöhen, begründet sich zusammenfassend durch folgende Entwicklungen: 1. Jede Dienststelle, die Gebühren erhebt, ist aufgefordert eine Erhöhung der Gebühren zur Entlastung des städtischen Haushalts jährlich zur Haushaltsanmeldung zu prüfen. Der Tiergarten hat letztmalig im Februar 2026 eine Gebührenerhöhung vorgenommen. Eine Anpassung der Gebühren nach zwölf Monaten ist zwingend notwendig, um die gestiegenen Sachkosten zu kompensieren und den städtischen Haushalt nicht zusätzlich übermäßig zu belasten. 2. Der Tiergarten wurde für seine Neueröffnung im Jahr 1939 innerhalb von zwei Jahren komplett neu erstellt. Dies hat zur Folge, dass große Teile der Bausubstanz und Infrastruktur aus dieser Zeit fast zeitgleich einen hohen Instandhaltungsbedarf aufweisen. 3. Höhere gesetzliche Vorgaben zur Gewährleistung der Besuchersicherheit, gestiegene hygienische Standards sowie moderne technische Anlagen (u.a. zur Energieeinsparung und zum Umweltschutz) führen zu einem größeren Bedarf an Wartungen, Instandhaltungen und somit zu Mehrkosten des Tiergartens. 4. Das Angebot für die Tagesbesuchenden wurde bzw. wird ausgeweitet seit der letzten Gebührenanpassung im Jahr 2024 und 2026 durch die Fertigstellung
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des Klimawaldpfades mit grünem Klassenzimmer in 20 m Höhe
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der Anlage für Waldrentiere
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einer Groß-Voliere für Alpenkrähen und Alpen-Steinhühner
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von zwei Freiland-Terrarien für Kreuzottern und heimische Amphibien
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eines neuen Spielplatzes an der Waldschänke und Neugestaltung des Besucherbereichs an
der Waldschänke
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der Lagunensanierung mit modernisierter Technik für den Besucherservice
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der Vergesellschaftungsanlage für Takine und Blauschafe und Neugestaltung der Takinanla-
ge
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der Neugestaltung der Gorilla-Innengehege
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einer neuen Meerschweinchenwelt im Kinderzoo
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Fertigstellung Sanierung und Erweiterung des Giraffenhauses (in 2027)
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Erneuerung Anlage und Stall der Totenkopfaffen
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Renovierung Bistro Lagunenblick
Im Zuge dieser baulichen Neuerungen hat der Tiergarten seinen Tierbestand um sehr wertvolle neue Arten bereichert. Hervorzuheben sind dabei die Nandus im Bereich der Afrika-Weide und die Tayras, eine südamerikanische Marderart. 5. Der Tiergarten muss sich mit seinen wertvollen Bau- und Tierbeständen weiter entwickeln. Unter Bewahrung seines Landschaftscharakters muss er sich modernisieren können und als städtische Freizeiteinrichtung die Bedürfnisse seiner Besucher zufrieden stellen. Der Tiergarten will den wachsenden Herausforderungen für den Arten- und Naturschutz gerecht werden. Darüber hinaus werden dem Tiergarten als Bildungs- und Forschungseinrichtung immer wichtigere Aufgaben zu teil. Dafür bedarf er eines Jahresbudgets, das Kostensteigerungen ausgleicht und angemessene Entwicklungen zum Erhalt seiner Attraktivität ermöglicht. 6. Zur Qualitätssicherung im Bereich Besucherservice und Tierhaltung, zur Erhaltung der Bausubstanz und zur Aufrechterhaltung der Betriebssicherheit muss Tg verstärkt auf externe Vergaben und Outsourcing von Dienstleistungen setzen. Die zu erwartenden Mehreinnahmen werden überwiegend hierfür Verwendung finden.
Besonders betroffen sind Infrastrukturmaßnahmen wie Kanalsanierungen, neue Dacheindeckungen und die Sanierung des Stromnetzes. Da diese Maßnahmen nicht im Geldabflussplan des Vereins der Tiergartenfreunde berücksichtigt sind, können sie nur über Mehreinnahmen finanziert werden. Vor allem die gestiegenen Energiepreise belasten den laufenden Betrieb des Tiergartens. Gleichzeitig sind auch die Kosten für hochwertiges Tierfutter in den vergangenen Jahren erheblich gestiegen. Frisches Obst und Gemüse, sowie Fisch und Fleisch kosten heute deutlich mehr als noch vor wenigen Jahren.