Anlage .1
Nürnberger Winterwelt – Durchführung 2026 auf dem Hauptmarkt
Der Stadtrat hat in seiner Sitzung vom 23.07.2025 mehrheitlich folgenden Beschluss gefasst:
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Die "Nürnberger Winterwelt" soll auch 2026 an einem geeigneten Standort stattfinden.
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Die Veranstaltung wird – wie im Vorjahr – vom Post SV Nürnberg e.V. organisiert und durchgeführt.
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Die Verwaltung legt verbindliche Auflagen fest, die verhindern, dass umweltschädlicher Plastikabrieb von der Fläche in den Wasserkreislauf gerät.
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Die Verwaltung erarbeitet eine Gestaltungsrichtlinie für die Durchführung der „Winterwelt“.
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Die Verwaltung prüft eine Verlegung der Winterwelt auf den Jakobsplatz oder an einem anderen passenden Ort in der Altstadt.
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Die Verwaltung geht in den Dialog mit den für die Nürnberger Altstadt relevanten Gruppierungen und holt deren Verbesserungsvorschläge und Anregungen ein.
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Die Stadt Nürnberg beteiligt sich finanziell wie im Bericht dargestellt mit einer Gesamtsumme von 25.000 Euro für die Bereitstellung der Koordination der Schulnutzung und die werbliche Einbindung der Stadt Nürnberg in die Gesamtkommunikation zur Winterwelt. Die Gelder werden hierfür in den Haushalt eingestellt. Der Stadtrat entscheidet darüber im Rahmen der Etatberatung.
Mehrheitlich beschlossen
Zur Umsetzung des Beschlusses:
- Geeigneter Standort
Die Verwaltung schlägt vor, die Winterwelt 2026 erneut am Hauptmarkt stattfinden zu lassen. Zu den Einzelheiten vgl. die Ausführungen unter 5.
- Auch 2026 hat sich der Post SV Nürnberg e. V. bereiterklärt, die Organisation und Durchführung zu übernehmen.
3. Plastikabrieb
Der Post SV hat erneut Rücksprache mit dem Hersteller der Eisfläche gehalten. Das bestehende System wurde technisch verbessert, zusätzlich erfolgt nun eine mehrmalige Reinigung während des Tagesbetriebs. Zudem wird der Kunststoffabrieb jeden Abend nach Ende der Öffnungszeiten abgekehrt und fachgerecht entsorgt. Die Eisfläche selbst wird regelmäßig mit einer speziellen Pflegelösung behandelt, die dafür sorgt, dass der Abrieb auf der Oberfläche verbleibt und nicht in die Luft gelangt. Auf diese Weise kann er anschließend im Rahmen der täglichen Reinigung effizient entfernt werden.
4. Gestaltungsrichtlinie
Die Anforderungen des Beschlusses vom 23.07.2025 Punkt 4 können dergestalt umgesetzt werden, dass die Verwaltung mit dem Veranstalter eine gesonderte Vereinbarung über die Gestaltung der Winterwelt trifft. Wenn absehbar ist, dass die Winterwelt dauerhaft über mehrere Jahre hinweg stattfindet und die gestalterischen Vorgaben auch über diesen Zeitraum hinweg gelten sollen, ergibt auch eine langfristige Vereinbarung Sinn; dann kann z. B. auch die Gestaltung der Buden mit rot-weißen Dächern umgesetzt werden.
Zum jetzigen Zeitpunkt strebt die Verwaltung eine Vereinbarung mit dem Veranstalter nur für das Jahr 2026 an.
Diese soll folgende Punkte beinhalten:
Die Gestaltung der Winterwelt soll ein winterliches Ambiente schaffen und sich harmonisch in die historische Bausubstanz des Veranstaltungsortes einfügen. Die Gestaltung der Buden erfolgt einheitlich, insbesondere ist auf eine einheitliche Gestaltung der Dächer zu achten. Sie sollten aus Holz hergestellt sein und eine einheitliche Oberflächengestaltung haben. Die Buden müssen in der Gesamtbetrachtung ein harmonisches Erscheinungsbild bieten. Es sollen Gestaltungselemente und warmes weißes Licht eingesetzt werden, um ein winterliches Ambiente zu erzeugen. Die Beleuchtung der Eislauffläche erfolgt mit winterlichem Licht und wird nur anlassbezogen durch buntes Licht ergänzt. Der Lagerbereich wird geordnet. Für diesen ist ein notwendiges Minimum an Fläche vorzusehen. Der Lagerraum ist so klein wie möglich zu halten, um den Anforderungen der Kühlung sowie des Müllkonzepts entsprechend nachkommen zu können. Die Wertstoffbehälter und -container sind so auszurichten und auszuwählen, dass auch der Blick von den umliegenden Häusern auf den Lagerbereich hinnehmbar ist. Die Behälter und Container müssen abgedeckt sein. Offene Bauzäune sind nicht erlaubt. Die Verkleidung der Bauzäune mit blickdichten Planen muss optisch ansprechend und dekorativ erfolgen. Die Positionierung des Toilettenwagens erfolgt nach den Vorgaben der Stadt und richtet sich grundsätzlich an dem genehmigten Anschluss zum Kanalabfluss. Bauzäune sollen die Lagerflächen und den Toilettenwagen abschirmen. Sie sind mit blickdichten, optisch ansprechenden Planen zu verkleiden. Für die südliche Seite der Eislaufbahn ist der Unterboden hinreichend abzudecken, um eine ansprechende Bandengestaltung zu gewährleisten und um den Höhenausgleich zu kaschieren. Die in den eben genannten Punkten festgelegte Gestaltung für die Winterwelt 2026 hat der Veranstalter vorab mit der Stadt Nürnberg abzustimmen und deren Zustimmung einzuholen.
Sollte die Winterwelt auch 2027 durchgeführt werden, wird diese gestalterische
Vereinbarung weiterentwickelt und es werden auch Erkenntnisse und
Verbesserungsvorschläge mit eingearbeitet, die sich aus der Winterwelt 2026 ergeben.
5. Prüfung der Verlegung
Eine Verlegung der Winterwelt wurde mit allen Beteiligten intensiv geprüft.
Trotz der klaren Aussage des der Reisegastronomie Morawski, die als Partner des Post SV den ebenen Untergrund für die Kunsteisfläche zur Verfügung stellt und das begleitende Catering übernimmt, dass diese bei einer Verlegung auf den Jakobsplatz nicht mehr zur Verfügung stehen würde, wurde diese Alternative hinsichtlich des Flächenangebotes überprüft.
Im Ergebnis ist eine Eisfläche am Jakobsplatz allein aus Platzgründen nicht realisierbar. Fluchtwege sowie die Polizeiausfahrt müssten überbaut werden. Selbst bei maßstabsgetreuer Planung lassen sich die notwendigen Elemente nicht so anordnen, dass die Sicherheitsvorgaben eingehalten werden könnten. Hütten des Schaustellers und Verweilflächen für Besucher sind dabei noch gar nicht berücksichtigt.
Auch das Liegenschaftsamt sieht die Umsetzung, aufgrund der einzuhaltenden Feuerwehrzufahrten und die neu zu beachtende Zufahrt zum Polizeipräsidium, dort als nicht realistisch an.
Auch die anderen potentiellen Flächen in der Stadt haben sich als nicht geeignet herausgestellt.
6. Austausch mit Nürnberger Altstadt – Bürgerverein Altstadt
In einem Austausch mit dem Bürgerverein Altstadt konnten das oben genannte Ergebnis der Recherche, wie auch die Unmöglichkeit der Verlegung dargestellt werden. Die Verbesserungsvorschläge wurden diskutiert und die Ergebnisse werden in die Vereinbarung mit dem Veranstalter (s. zu 4.) mit aufgenommen:
Festlegung für den Reinigungsintervall des Plastikabriebs Harmonischere Gestaltung auch der logistisch notwendigen Flächen und Einrichtungen sowie einheitliche Gestaltung der Hütten Gesamtgestaltung muss sich in die Gesamtstruktur des Hauptmarktes besser einfügen. Harmonische Lösung der Südansicht (aufgrund der Schräge des Hauptmarktes entsteht bei der Ebene eine gewisse Höhe im Süden).
Es wurde vereinbart, im Frühjahr 2026 mit dem Bürgerverein Altstadt zur Bewertung der Winterwelt 2026 frühzeitig ins Gespräch zu gehen.
7. Finanzierung
Die genannte Summe ist im Kämmereipaket enthalten.