HaushaltssperreBeta

← Sitzung des Stadtrates (19.06.2024)

Evaluation Gleichstellungsaktionsplan 2021-2023

Anlage · 19.06.2024 · PDF ansehen · Originaldokument im RIS ↗

Maschinell extrahierter Text. Verbindlich ist das Originaldokument.

Evaluation des Gleichstellungsaktionsplans 2021-2023

Inhaltsverzeichnis Seite

1. Eine geschlechtergerechte Stadtverwaltung ..................2

1.1 Abbau von Rollenstereotypen ............................................ 2 1.2 Vereinbarkeit von Privatleben und Beruf............................. 7 1.3 Ausgewogenheit auf der Führungsebene ......................... 11 1.4 Ausbau von Gender- und Diversitykompetenz .................. 14 1.5 Antidiskriminierung .......................................................... 17 1.6 Geschlechtergerechte Gesundheit ................................... 19

2. Eine geschlechtergerechte Stadtgesellschaft...............21

2.1 Abbau von Rollenstereotypen .......................................... 21 2.2 Bekämpfung geschlechtsspezifischer Gewalt ................... 30 2.3 Geschlechtergerechte Bildung und Erziehung .................. 33 2.4 Geschlechtergerechte Stadtentwicklung ........................... 40 2.5 Antidiskriminierung .......................................................... 43 2.6 Geschlechtergerechte Gesundheit ................................... 45

1

1. Eine geschlechtergerechte Stadtverwaltung

Kommunen wirken nach außen, durch Angebote für ihre Bürger*innen, aber auch nach innen, über Prioritätensetzung in der Personal- und Organisationsentwicklung. Ziel ist es, die Stadt zu einer fairen und geschlechtergerechten Arbeitgeberin zu machen und damit auch die Qualität der kommunalen Dienstleistungen zu verbessern. Auf der Grundlage des Frauenförderplans und der Gender Mainstreaming Strategie als verbindliches Prinzip der Personal- und Organisationsentwicklung arbeitet die Stadt Nürnberg am Abbau von bestehenden Ungleichheiten.

1.1 Abbau von Rollenstereotypen

Geschlecht spielt in vielen Bereichen nach wie vor eine große Rolle, z.B. bei der Berufswahl, bei Fragen von Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben, bei der Benennung öffentlicher Plätze oder aber bei der Verwendung geschlechtergerechter Sprache. Der Stadt Nürnberg ist es ein Anliegen auch innerhalb der Verwaltung über vielfältige Maßnahmen Benachteiligungen aufgrund des Geschlechts und/oder anderer Kategorien abzubauen, Rollenstereotype zu vermindern und Diskriminierung entgegenzuwirken. Der Abbau von Rollenstereotypen ist daher eine Querschnittsaufgabe, die von allen Geschäftsbereichen und Referaten in Angriff genommen werden muss. Dies spiegelt sich nicht nur in den folgenden Zielen, sondern auch in den jeweiligen Zuständigkeiten wider.

Nr. Ziel/e Maßnahme/n und Zeitplan Zuständig- Evaluation/Ergebnisse
Zielgruppe/n keit
1. Gremien sind paritätisch be- setzt. Bei der Besetzung von Gremien und Arbeitsgruppen soll auf ein möglichst paritätisches Geschlechterverhältnis geachtet werden Zielgruppe: Mitglieder von Gremien und Arbeitsgruppen Fortlau- fend BgA, alle Dienststel- len Geschlechtsspezifische und stereotypische Arbeitsteilungen und Rollenzu- weisungen unserer Gesellschaft spiegeln sich weiterhin in der Besetzung der Stadtratsausschüsse wider. So weisen z. B. der RWA, der Bau- und Vergabeausschuss und der WerkA SUN hohe Männer- und der JhA, SozA und WerkA NüSt hohe Frauenquoten auf. Sehr positiv ist dagegen die ausgewogene Besetzung auf der Ebene der Referent*innen.
Bei der Besetzung von Vorständen und Aufsichtsräten der städtischen Tochtergesellschaften soll auf ein möglichst paritätisches Geschlechter- verhältnis geachtet werden Zielgruppe: Mitglieder von Vorständen und Aufsichtsräten der städtischen Tochtergesellschaften Fortlau- fend Stadtrats- fraktionen Geschlechtsspezifische und stereotypische Arbeitsteilungen und Rollenzu- weisungen unserer Gesellschaft spiegeln sich weiterhin in der Besetzung der Vorstände und Aufsichtsräte der städtischen Tochtergesellschaften wi- der. So weisen z.B. der Verwaltungsrat des Klinikums und der Aufsichtsrat der Noris-Arbeit gGmbH eine hohe Frauenquote und der Aufsichtsrat des Hafens Nürnberg-Roth GmbH und der NürnbergMesse GmbH hohe Män- nerquoten auf.

2

Nr. Ziel/e Maßnahme/n und Zeitplan Zuständig- Evaluation/Ergebnisse
Zielgruppe/n keit
2. Die Anzahl von Frauen in Preis- gerichten städti- scher Wettbe- werbe und Bei- räten ist erhöht. Feststellung aktueller Besetzung, In- terpretation der Ergebnisse und Dis- kussion weitere Schritte, wie ggf. Än- derung der Satzung Zielgruppe: Preisgerichte städtischer Wettbewerbe und Beiräte Ab 2021 GST in Koopera- tion mit je- weiligen Dienststel- len Eine Auswertung einiger städtischer Preisgerichte zeigte eine fast paritäti- sche Verteilung u.a. beim Preis für diskriminierungsfreie Unternehmens- kultur, beim Beratergremium zur Vergabe der Kulturpreise der Stadt Nürn- berg sowie beim Architekturpreis der Stadt Nürnberg. Die Jury für den Mo- saik-Jugendpreis weist ein erhöhte und die Jury des Menschenrechtsprei- ses eine hohe Frauenquote auf.
3. Bei der Ausbil- dungswahl spie- len Geschlech- terstereotype keine Rolle. Jährliche Organisation und Durchfüh- rung des Girls´ und Boys´ Day bei der Stadtverwaltung Zielgruppe: Jugendliche Ab 2021 PA mit beteilig- ten Dienst- stellen Organisation wurde 2023 komplett von PA/2 übernommen
Teilnahmen 2023:
Girls’ Day: 23
Boys’ Day: 24
Auswertung der weiblichen/männlichen Nachwuchskräfte erfolgt im Perso-
nalbericht; an einer ausdifferenzierten Betrachtung nach Ausbildungsberu-
fen wird gearbeitet.
Gezielte Ansprache des jeweils „un- typischen“ Geschlechts bei der Prä- sentation der Ausbildungsberufe im Internet, in Videos sowie in Broschü- ren, wo möglich und sinnvoll Zielgruppe: potenzielle Auszubil- dende Fortlau- fend PA/2-Mar- keting, GST Es wird darauf geachtet, diesbezüglich die Geschlechterrollen zu durch- brechen. Dies hat allerdings insofern seine Grenzen, dass nach wie vor der vorhandene Bewerbendenkreis angesprochen werden muss. Hier kann nur behutsam vorgegangen werden, um möglichst zusätzliche Be- werbende zu gewinnen, aber auch keine Bewerbenden zu verlieren. Bei- spiel: Flyer Brandmeister/in mit einer Frau auf dem Bild.
Prüfung des Beitritts der Stadt Nürn- berg zur Initiative Klischeefrei und gegebenenfalls Beitritt Zielgruppe: potentielle Auszubil- dende und Mitarbeitende ab 2021 GST mit re- levanten Dienststel- len Nach intensiven fachlichen Vorgesprächen und Abstimmungen mit dem Personalamt und dem Bürgermeisteramt beschloss der Stadtrat im De- zember 2023 auf Antrag der Gleichstellungsstelle den Beitritt der Stadt Nürnberg zur Initiative Klischeefrei. Das Personal Recruiting der Stadt Nürnberg wird anhand der Kriterien und mit Unterstützung der Initiative Klischeefrei überprüft und weiterentwi- ckelt.

Bei der Ausbil-

dungswahl spie-

len Geschlech-

terstereotype

keine Rolle.

Jährliche Organisation und Durchfüh-

rung des Girls´ und Boys´ Day bei

der Stadtverwaltung

Zielgruppe: Jugendliche

PA

mit beteilig-

ten Dienst-

stellen

3

Nr. Ziel/e Maßnahme/n und Zielgruppe/n Zeitplan Zuständig- keit Evaluation/Ergebnisse
4. Die Möglichkeit Elternzeit zu nehmen, wird von bei der Stadt beschäf- tigten Vätern stärker genutzt. Durchführung der Väter- und Mütter- befragung Auswertung und Evaluation der Er- gebnisse, Formulierung und Umset- zung von nächsten Schritten Zielgruppe: Väter und Mütter in ei- nem Beschäftigungsverhältnis bei der Stadt Nürnberg 2020- 2023 GST, Bündnis für Familie, PA/M Die Befragung wurde durchgeführt und ausgewertet. Die Ergebnisse und Handlungsempfehlungen wurden im POA vorgestellt. Workshops in großer Runde zwischen Ref. I/II, PA, Ref. V, GST, GPR und GSBV sind in 2022 und 2023 erfolgt. Fortführung in AG Vereinbarkeitskultur bereits anberaumt. Hier wurde u.a. Anschreiben für potentielle Eltern erarbeitet. Eigene Elternmappe wurde abgelehnt.
5. Männer sind im Erzieherberuf gestärkt. Es besteht die Möglichkeit zu kollegialem Aus- tausch zu aus- gewählten spe- zifischen The- men. Verstetigung des AK Männer in Kitas Zielgruppe: Männer in Erziehungsbe- rufen 4 Tref- fen im Jahr GST, J/B1 Umsetzung planmäßig erfolgt. Der AK Männer in Kitas trifft sich regelmä- ßig. Organsiert und moderiert wird der AK vom Ansprechpartner für Män- ner (GST).
6. Die Anerken- In der Rahmenkonzeption wird das Thema Anerkennung von Lebenswel- ten konkretisiert. Zielgruppe: Familien mit Kindern in Kitas 2021- 2022 J/B1-L Umsetzung planmäßig erfolgt: Konkretisierung in den 7 Prinzipien der Le- bensweltorientierung (siehe auch JHA 04.2022) - Ausrollung dieser kon- zeptionellen Grundlagen am J/B1 Trägertag im Mai 2023
nung der ver-
schiedenen Le-
benswelten von
Kindern und Fa-
milien in Kitas
wird konkreti-
siert.

Nr.

Ziel/e

Maßnahme/n und

Zielgruppe/n

Zuständig-

keit

In der Rahmenkonzeption wird das

Thema Anerkennung von Lebenswel-

ten konkretisiert.

Zielgruppe: Familien mit Kindern in

Kitas

2021-

2022

Umsetzung planmäßig erfolgt: Konkretisierung in den 7 Prinzipien der Le-

bensweltorientierung (siehe auch JHA 04.2022) - Ausrollung dieser kon-

zeptionellen Grundlagen am J/B1 Trägertag im Mai 2023

4

Nr. Ziel/e Maßnahme/n und Zielgruppe/n Zeitplan Zuständig- keit Evaluation/Ergebnisse
7. Gender-Kompe- tenz bei den Er- zieher*innen in Nürnberger Kin- dertageseinrich- tungen ist vor- handen und das Fachpersonal handelt ge- schlechtersensi- bel bei offenen Angeboten für Kinder Die Fortbildung ‚Jungen und Mäd- chen stärken‘ ist in Nürnberger Kin- dertageseinrichtungen bekannt und wird von den jeweiligen Teams indivi- duell durchgeführt. Zielgruppe: Erzieher*innen in Nürn- berger Kindertageseinrichtungen Ab 2022 GST, J/B1 Fortbildungen zur geschlechtersensiblen Pädagogik und Erziehung mit Fokus Starke Jungs und Fokus Starke Mädchen wird als Regel-Fortbil- dung im Bildungsprogramm angeboten
Das Fortbildungskonzept wird hin- Ab 2021 J/B2-5 mit Bereichslei- tung und Abt. Leitun- gen Regio- nen Bei der Teilnahme an der Leitungsqualifizierung werden geschlechtsspe- zifisch ausgewogene Anmeldungen angestrebt. Fortbildungen zu geschlechtsspezifischen Themen von PEF intern noch nicht ausreichend beworben.
sichtlich der Passgenauigkeit für Per-
sonal in offenen Angeboten für Kin-
der überprüft und ggf. angepasst
Zielgruppe: Mitarbeitende in der
OKJA – Zielgruppe Kinder
8. Die Anzahl der Männer bei den Beschäftigten im Kulturbereich ist erhöht: Das Ver- hältnis Männer und Frauen ist angeglichen. Entwicklung und Durchführung von Maßnahmen zur Zielerreichung Beteiligung am Boys‘ Day Zielgruppe: potentielle Mitarbeitende im Kulturbereich Entwicklung und Durchführung von Fortlau- fend KuF Generell: 50 % zu erreichen wird schwieriger, wenn nicht nachbesetzt
Maßnahmen zur Zielerreichung werden kann/darf.
Bsp. KuF/2 Kulturelle und politische Bildung: Männerquote derzeit: 22 %.
Beteiligung am Boys‘ Day Bsp. KuF/Kinderkultur: Beteiligung am Boys‘ Day, hat sich aber noch nicht
im Personal widergespiegelt – kleines Team, derzeit nur Frauen. Einziger
Zielgruppe: potentielle Mitarbeitende Mann mit befristeter Rehastelle ist mittlerweile ausgeschieden.
im Kulturbereich KuF/Fußball-Kultur: 50:50
Bsp. KuF/3 Kulturläden: 37,04 % der Beschäftigten sind männlich,
63,64 % weiblich.
Zukünftig: In den vergangenen Jahren haben sich vermehrt männliche
Kollegen beworben und konnten eingestellt werden. KuF/3 geht davon
aus, dass sich dieser Trend fortsetzen wird.
Bsp. KuF/Integrationsprogramm:
Derzeit 60 % weiblich, 30 % männlich

Nr.

Ziel/e

Maßnahme/n und

Zielgruppe/n

Zuständig-

keit

J/B2-5 mit

Bereichslei-

tung und

Abt. Leitun-

gen Regio-

nen

Bei der Teilnahme an der Leitungsqualifizierung werden geschlechtsspe-

zifisch ausgewogene Anmeldungen angestrebt.

Fortbildungen zu geschlechtsspezifischen Themen von PEF intern noch

nicht ausreichend beworben.

Die Anzahl der

Männer bei den

Beschäftigten im

Kulturbereich ist

erhöht: Das Ver-

hältnis Männer

und Frauen ist

angeglichen.

Fortlau-

fend

5

Nr. Ziel/e Maßnahme/n und Zielgruppe/n Zeitplan Zuständig- keit Evaluation/Ergebnisse
9. Bei der Aus- schreibung von Reinigungsleis- tungen ist der geschlechter- spezifische As- pekt berücksich- tigt. Klärung mit ZD als zuständige Dienststelle, ob der Aspekt- „Weibli- ches Personal reinigt den Damenbe- reich-, männliches Personal reinigt den Herrenbereich“ mit in die Aus- schreibung aufgenommen werden kann oder wie sich ein solches Vor- gehen finanziell darstellt Zum nächs- ten Aus- schrei- bungs- zeit- punkt NüBad mit ZD 3.BM
Da in der Regel immer nur eine Reinigungskraft in einem Bad tätig ist,
kann eine Geschlechtertrennung nicht erfolgen.
Es werden aber die geltenden Verhaltensregeln beim Betreten des an-
deren Geschlechtsbereiches eingehalten.
Am Frauenbade- bzw. Frauensaunatag wird in erster Linie weibliches
Personal eingesetzt, es sei denn besondere Umstände lassen dies nicht
zu.

Nr.

Ziel/e

Maßnahme/n und

Zielgruppe/n

Zuständig-

keit

Bei der Aus-

schreibung von

Reinigungsleis-

tungen ist der

geschlechter-

spezifische As-

pekt berücksich-

tigt.

Klärung mit ZD als zuständige

Dienststelle, ob der Aspekt- „Weibli-

ches Personal reinigt den Damenbe-

reich-, männliches Personal reinigt

den Herrenbereich“ mit in die Aus-

schreibung aufgenommen werden

kann oder wie sich ein solches Vor-

gehen finanziell darstellt

Zum

nächs-

ten Aus-

schrei-

bungs-

zeit-

punkt

NüBad mit

ZD

6

1.2 Vereinbarkeit von Privatleben und Beruf

Seit 01.01.2018 sind die Dienststellen angehalten, alle vakanten Führungspositionen mit Hilfe des im März 2017 vom Personal- und Organisationsausschusses verabschiedeten Leitfadens „Führen mit reduzierter Arbeitszeit“ zu betrachten, um festzustellen, ob eine Wiederbesetzung mit reduzierter Arbeitszeit oder in Jobsharing möglich ist. Auf Grundlage des Ergebnisses soll für die Stellenausschreibungen von Führungspositionen künftig eine transparentere und fundierte Prüfung zu der erforderlichen Arbeitszeit, hinsichtlich des Mindeststundenumfangs und der Arbeitszeitverteilung, gemacht werden können. Einige Dienststellen haben bereits ein besonderes Augenmerk auf Führen mit reduzierter Arbeitszeit gelegt und dienststelleninterne Maßnahmen ergriffen. Die Erfahrungen zeigen jedoch auch, dass der Feststellungsprozess noch verbessrungswürdig und der Anteil von Führungskräften mit reduzierter Arbeitszeit steigerungsfähig ist. Jüngste gesellschaftliche Entwicklungen im Rahmen der Pandemiebekämpfung erfordern außerdem erweiterte Möglichkeiten bezüglich Mobilem Arbeiten und Homeoffice. Jene Arbeitsformen bergen Chancen für die Gleichstellung im Sinne der Vereinbarkeit von Privatleben und Beruf, aber auch Gefahren für die Sichtbarkeit von Frauen. Diese Themen prägen die Ziele und Maßnahmen im Folgenden.

Nr. Ziel/e Maßnahme/n und Zielgruppe/n Zeitplan Zustän- digkeit Evaluation/Ergebnisse
10. Der Anteil der Führungskräfte mit reduzierter Arbeitszeit bei der Stadt ist in allen Führungs- ebenen erhöht. Führung mit reduzierter Arbeitszeit wird verstärkt gefördert Anpassen des Prozesses der Ab- frage Führen mit reduzierter Arbeits- zeit unter Einbezug GST und GPR Intranet-Auftritt der PA Seite zum Thema wird überarbeitet und aufge- wertet Veranstaltungen von GST zur Sensi- bilisierung der Kolleg*innen für das Thema Zielgruppe: Führungskräfte und an Führungsaufgaben interessierte Mit- arbeitende der Stadt Nürnberg Ab 2021 PA/2-R in Koope- ration mit GST und GPR M i t tlerweile ist es möglich, den Fragebogen (Analyse, ob die Stelle auch mit reduzierter Arbeitszeit wahrgenommen werden kann) über die BeeSite hochzuladen. Die Sensibilisierung der Dienststellen wurde auf informeller Ebene intensiviert. Weitere Prozessanpassungen sind derzeit nicht vorge- sehen. Die Überarbeitung des Intranetangebots wurde angestoßen, ist aber aus Kapazitätsgründen noch offen.

Nr.

Ziel/e

Maßnahme/n und

Zielgruppe/n

Zustän-

digkeit

7

Nr. Ziel/e Maßnahme/n und Zielgruppe/n Zeitplan Zuständig- keit Evaluation/Ergebnisse
Modell „Führen mit reduzierter Ar- Fortlau- fend J/B2- Abtei- lungsleitun- gen und Bereichslei- tung Von 34 Einrichtungsleitungen mit Team sind 19 weiblich und 15 männ- lich. In Teilzeit arbeiten 9 weibliche und 7 männliche Leitungen (Kinder- und Jugendhäuser und Jugendtreffs) Dabei konnten alle Wünsche berücksichtig werden. Geteilte Leitung wird in einem Haus praktiziert (Stand 12/2023).
beitszeit“ gezielt kommunizieren; sys-
tematische Ansprache und Unterstüt-
zung betroffener Mitarbeitender
Zielgruppe: Pädagog*innen in Lei-
tungsstellen
Begleiteter Prozess zur Organisati- onsentwicklung, Führen mit reduzier- ter Arbeitszeit zu ermöglichen als Grundlage für eine stärkere Berück- sichtigung dieses Modellverfahrens bei Stellenbesetzungsverfahren Zielgruppe: Führungskräfte bei Gh Begleiteter Prozess zur Organisati- Fortlau- fend Gh/L in Koopera- tion mit PA Ref. III: Die Organisationsentwicklung fand nicht statt. Im Zuge mit der Bewältigung der Corona-Pandemie fand eine Organisa- tionsuntersuchung mit anderem Fokus satt.
onsentwicklung, Führen mit reduzier-
ter Arbeitszeit zu ermöglichen als
Grundlage für eine stärkere Berück-
sichtigung dieses Modellverfahrens
bei Stellenbesetzungsverfahren
Zielgruppe: Führungskräfte bei Gh
Modell „Führen mit reduzierter Ar- beitszeit“ gezielt kommunizieren Zielgruppe: Führungskräfte bei UwA Fortlau- fend UwA in Koopera- tion mit PA D as Modell „Führen mit reduzierter Arbeitszeit“ hat sich bei UwA etab-
liert.
Derzeit sind von den besetzten Führungskraftstellen 50% in Teilzeit.
Die Herausforderung besteht darin, im Rahmen der gesamtstädtischen
Verwaltungsvorgaben das vorhandene Stundenkontingent flexibel be-
darfsorientiert zu nutzen.

Nr.

Ziel/e

Maßnahme/n und

Zielgruppe/n

Zuständig-

keit

Fortlau-

fend

J/B2- Abtei-

lungsleitun-

gen und

Bereichslei-

tung

Von 34 Einrichtungsleitungen mit Team sind 19 weiblich und 15 männ-

lich. In Teilzeit arbeiten 9 weibliche und 7 männliche Leitungen (Kinder-

und Jugendhäuser und Jugendtreffs)

Dabei konnten alle Wünsche berücksichtig werden.

Geteilte Leitung wird in einem Haus praktiziert (Stand 12/2023).

Fortlau-

fend

Gh/L

in Koopera-

tion mit PA

Ref. III:

Die Organisationsentwicklung fand nicht statt.

Im Zuge mit der Bewältigung der Corona-Pandemie fand eine Organisa-

tionsuntersuchung mit anderem Fokus satt.

Modell „Führen mit reduzierter Ar-

beitszeit“ gezielt kommunizieren

Zielgruppe: Führungskräfte bei UwA

Fortlau-

fend

UwA

in Koopera-

tion mit PA

8

Nr. Ziel/e Maßnahme/n und Zielgruppe/n Zeitplan Zuständig- keit Evaluation/Ergebnisse
11. Die genderge- rechte Personal- politik in den Geschäftsberei- chen 2. BM und 3. BM ist ausge- baut und weiter- geführt. Schaffung/Etablierung verschiedener Arbeitszeitmodelle Besondere Berücksichtigung der be- ruflichen Weiterentwicklungsmöglich- keiten in den verschiedenen Arbeits- zeitmodellen von Mitarbeitenden Zielgruppe: Mitarbeitende der Ge- schäftsbereiche 2. BM und 3. BM Fortlau- fend Alle Dienst- stellen und Eigenbe- triebe der Geschäfts- bereiche 2. BM und 3. BM Generell sind bei KuF mehrere Arbeitszeitmodelle vorhanden, zuneh-
mend Teilzeit
Zukünftig:
Bleibt Ausbau möglich, insofern Bedarf besteht; Modelle wie Führen mit
reduzierter Arbeitszeit oder geteilte Führung, mobiles Arbeiten
Thema wird KuF auch in Zukunft beschäftigen
Bsp.:
KuF/3:
Es existieren verschiedene Teilzeitmodelle, unterstützt von der Möglich-
keit des mobilen Arbeitens.
Bsp. KuF/Integrationsprogramm:
Alle 3 Teammitglieder sind in Teilzeit beschäftigt.
2. BM:
Durch die Möglichkeit der Teilzeit werden verschiedene Arbeitszeitmo-
delle genutzt. Folge ist ein nahezu paritätisches Verhältnis bei den Be-
schäftigten (48 % Frauen, 52 % Männer).
3. BM:
Entsprechend der rechtlichen und städtischen Vorgaben sowie der prak-
tischen Umsetzbarkeit werden die verschiedensten Arbeitszeitmodelle
ermöglicht. Dies gilt ebenso für entsprechende Weiterentwicklungsmög-
lichkeiten, z.B. Führen mit reduzierter Arbeitszeit
12. Die Vereinbar- keit von Privatle- ben und Beruf bei SpS wird verstärkt geför- dert. Teilnahme an Telearbeit, Förderung von Elternzeit für Väter Einladung zur Teilnahme am Mento- ringprogramm für Frauen Zielgruppe: Mitarbeitende bei SpS Fortlau- fend SpS Ref. IV
Telearbeit
17 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Telearbeit
2022: 4 Neuanträge
2023: 8 Neuanträge
Elternzeit für Väter
2021 - 2023: zwei Väter in Elternzeit (teilweise Teilzeit / teilweise Voll-
zeit)
Teilzeit
7 Frauen und 4 Männer arbeiten in Teilzeit
(2020: 7 Frauen und 2 Männer)
Mentoringprogramm für Frauen:
Eine Teilnehmerin von 05/21 bis 12/22

Nr.

Ziel/e

Maßnahme/n und

Zielgruppe/n

Zuständig-

keit

Die genderge-

rechte Personal-

politik in den

Geschäftsberei-

chen 2. BM und

  1. BM ist ausge-

baut und weiter-

geführt.

Schaffung/Etablierung verschiedener

Arbeitszeitmodelle

Besondere Berücksichtigung der be-

ruflichen Weiterentwicklungsmöglich-

keiten in den verschiedenen Arbeits-

zeitmodellen von Mitarbeitenden

Zielgruppe: Mitarbeitende der Ge-

schäftsbereiche 2. BM und 3. BM

Fortlau-

fend

Alle Dienst-

stellen und

Eigenbe-

triebe der

Geschäfts-

bereiche 2.

BM und 3.

BM

Die Vereinbar-

keit von Privatle-

ben und Beruf

bei SpS wird

verstärkt geför-

dert.

Teilnahme an Telearbeit,

Förderung von Elternzeit für Väter

Einladung zur Teilnahme am Mento-

ringprogramm für Frauen

Zielgruppe: Mitarbeitende bei SpS

Fortlau-

fend

9

Nr. Ziel/e Maßnahme/n und Zielgruppe/n Zeitplan Zuständig- keit Evaluation/Ergebnisse
13. Die Vereinbar- keit von Privatle- ben und Beruf wird durch digi- tale Lernange- bote verbessert. Etablierung von digitalen Lernange- Ab 2021 PA/1-1 Podcasts, Videos, E-Learning Module, digitale Netzwerktreffen, Füh- rungstalks, ein digitaler Assistent, eine Zusammenstellung von Regelun- gen für Führungskräfte und Links mit ergänzenden Lernangeboten sind fester Bestandteil der Infobox für Führungskräfte. Somit wird ein orts- und zeitunabhängiges Lernen erleichtert. Führungsleitbild (nuernberg.de)
boten (AG Digitales Lernen)
Konzeption: Die digitalen Lerneinhei-
ten sollen aus mehreren, kurzen Mo-
dulen bestehen, die ein zeitlich flexib-
les Lernen ermöglichen sollen.
Verweis auf geeignete externe Ange-
bote
Zielgruppe: Mitarbeitende der Stadt
Nürnberg

Nr.

Ziel/e

Maßnahme/n und

Zielgruppe/n

Zuständig-

keit

Die Vereinbar-

keit von Privatle-

ben und Beruf

wird durch digi-

tale Lernange-

bote verbessert.

Podcasts, Videos, E-Learning Module, digitale Netzwerktreffen, Füh-

rungstalks, ein digitaler Assistent, eine Zusammenstellung von Regelun-

gen für Führungskräfte und Links mit ergänzenden Lernangeboten sind

fester Bestandteil der Infobox für Führungskräfte. Somit wird ein orts-

und zeitunabhängiges Lernen erleichtert.

Führungsleitbild (nuernberg.de)

10

1.3 Ausgewogenheit auf der Führungsebene

Während das Geschlechterverhältnis auf der Ebene der Referent*innen jüngst Parität erreichte, erweisen sich Entwicklungen dieser Art in anderen Bereichen als langwieriger. Um die Anzahl von Frauen in Führungspositionen zu erhöhen, wurden vom Personalamt und der Gleichstellungsstelle Programme und Netzwerke ins Leben gerufen, die Frauen dabei ermutigen und unterstützen sollen, in Führungspositionen zu gelangen. Maßnahmen in diesem Bereich werden jedoch auch von anderen Geschäftsbereichen und Dienststellen ergriffen.

Nr. Ziel/e Maßnahme/n und Zielgruppe/n Zeitplan Zuständig- keit Evaluation/Ergebnisse
14. Die Anzahl von Frauen (auch Frauen mit Mig- rationshinter- grund) in Füh- rungspositionen ist erhöht. Fortführung des Mentoringpro- Mai PA/1-1 Ergebnisse der Evaluation des 4. Programmdurchlaufs flossen in Kon- zeption des 5. Programmdurchlaufs ein, der im Mai 2023 begann und im Oktober 2024 enden wird.
gramms für Frauen: 2021 -
4. Programmdurchlauf Dezem-
ber
Zielgruppe: An Führungsaufgaben in- 2022
teressierte Mitarbeiterinnen
Beteiligung an Maßnahmen zur Ziel- erreichung im KuF, z. B. Mentoring- programme, gezielte Ansprache Zielgruppe: An Führungsaufgaben im KuF interessierte Frauen Beteiligung an Maßnahmen zur Ziel- Fortlau- fend Fortlau- KuF/L Anteil Frauen in Führungspositionen deutlich erhöht.
erreichung im KuF, z. B. Mentoring- fend
programme, gezielte Ansprache Bsp. KuF/2:
Mehrere Kolleginnen haben teilgenommen, wird bei Mitarbeitenden-
Zielgruppe: An Führungsaufgaben im gesprächen immer kommuniziert.
KuF interessierte Frauen
Bsp. KuF/3:
Mitarbeiterinnen bewerben sich regelmäßig für das Mentoringprogramm
für Frauen in Führungspositionen und werden seitens der Führungs-
kräfte dazu ermuntert. Aktuelles Geschlechterverhältnis in Führungspo-
sitionen: 38,46 % Männer zu 61,54 % Frauen.
Zukünftig:
Im Rahmen der Personalentwicklung sollen alle Mitarbeitenden für eine
berufliche Weiterbildung gefördert werden.
Bsp. KuF/Integrationsprogramm:
Geteilte Führung.
Eine Führungskraft ist weiblich (und hat eine Zuwanderungsgeschichte)

Nr.

Ziel/e

Maßnahme/n und

Zielgruppe/n

Zuständig-

keit

Die Anzahl von

Frauen (auch

Frauen mit Mig-

rationshinter-

grund) in Füh-

rungspositionen

ist erhöht.

Ergebnisse der Evaluation des 4. Programmdurchlaufs flossen in Kon-

zeption des 5. Programmdurchlaufs ein, der im Mai 2023 begann und im

Oktober 2024 enden wird.

11

Nr. Ziel/e Maßnahme/n und Zielgruppe/n Zeitplan Zuständig- keit Evaluation/Ergebnisse
Frauen im Ref. VI für Führen mit re- Fortlau- fend Ref. VI mit allen Dienststel- len 30 Frauen in Führung (von 82 Führungskräften, entspricht 36,6 %), da- von 14 Frauen mit reduzierter Arbeitszeit Ref.VI internes Mentoring mit 6 Mentees 2021/2022, 2. Durchlauf mit 5 Mentees in 2023/2024
duzierter Arbeitszeit sensibilisieren,
sie unterstützen und Möglichkeiten
schaffen, da insbesondere Frauen oft
mit reduzierter Arbeitszeit arbeiten
Zielgruppe: An Führungsaufgaben in-
teressierte Frauen im Ref. VI
15. Die Leitungs- ebene im J/B2 ist paritätisch besetzt. Förderung von Leitungsnachwuchs in Fortlau- fend J/B2-Abtei- lungsleitun- gen und Bereichslei- tung Von 34 Einrichtungsleitungen mit Team (Kinder- und Jugendhäuser + Jugendtreffs) sind 19 weiblich und 15 männlich. In Teilzeit arbeiten 9 weibliche und 7 männliche Leitungen. Teilzeitwünsche werden nach Möglichkeit erfüllt. Von sechs Abteilungsleitungen sind drei männlich und drei weiblich be- setzt.
den Einrichtungen; gezielte Anspra-
che von Pädagog*innen je nach Stel-
lenbedarf
Zielgruppe: An Führungsaufgaben im
J/B2 interessierte Frauen
16. Frauen in Füh- rungspositionen sind gestärkt. Verstetigung des Netzwerks für Frauen in Führungspositionen bei der Stadt Nürnberg Jährlicher Austausch mit den frauen- politischen Sprecherinnen der Stadt- rats-Fraktionen im Rahmen der Netz- werktreffen Zielgruppe: Frauen in Führungsposi- tionen 3 Netz- werk- treffen im Jahr GST Es wurden jährlich drei Netzwerktreffen durchgeführt. 2021 nur digital 2022 fanden ein digitales Treffen und zwei Veranstaltungen in Präsenz statt. Seit 2023 werden die Treffen wieder in Präsenz durchgeführt. Insgesamt wurden zwei Austauschtreffen mit den frauenpolitischen Sprecherinnen durchgeführt und eins mit dem neuen Personalreferen- ten. Die durchschnittliche Teilnehmerinnenzahl liegt bei ca. 40 weibliche Führungskräfte.

Nr.

Ziel/e

Maßnahme/n und

Zielgruppe/n

Zuständig-

keit

Fortlau-

fend

Ref. VI mit

allen

Dienststel-

len

30 Frauen in Führung (von 82 Führungskräften, entspricht 36,6 %), da-

von 14 Frauen mit reduzierter Arbeitszeit

Ref.VI internes Mentoring mit 6 Mentees 2021/2022,

  1. Durchlauf mit 5 Mentees in 2023/2024

Die Leitungs-

ebene im J/B2

ist paritätisch

besetzt.

Fortlau-

fend

J/B2-Abtei-

lungsleitun-

gen und

Bereichslei-

tung

Von 34 Einrichtungsleitungen mit Team (Kinder- und Jugendhäuser +

Jugendtreffs) sind 19 weiblich und 15 männlich. In Teilzeit arbeiten 9

weibliche und 7 männliche Leitungen. Teilzeitwünsche werden nach

Möglichkeit erfüllt.

Von sechs Abteilungsleitungen sind drei männlich und drei weiblich be-

setzt.

12

Nr. Ziel/e Maßnahme/n und Zeitplan Zuständig- Evaluation/Ergebnisse
Zielgruppe/n keit
17. Netzwerke für weibliche Füh- rungskräfte im jeweiligen Ge- schäftsbereich sind initiiert und gestärkt. Lockerer Erfahrungsaustausch bei Treffen mit weiblichen Führungskräf- ten (Kennenlernen, Erfahrungen und Probleme austauschen, Hilfestellun- gen geben) zum Teil mit Themen- schwerpunkten und mit teilweiser Unterstützung von PA Zielgruppe: Frauen in Führungsposi- tionen der jeweiligen Geschäftsberei- che Lockerer Erfahrungsaustausch bei Regel- mäßig OBM, 2. BM, 3. BM, Ref. VI bzw. alle Geschäfts- bereiche OBM: Durchführung 1x jährlich 2022 und 2023. Durchschnittliche Teilnahmezahl: 17 2. BM: Keine spezifische Netzwerkstruktur, Beteiligung an stadtweiten Füh- rungskräfteprogrammen 3.BM: Das Netzwerktreffen hat auch aufgrund der Pandemie pausiert. Die ersten Treffen waren ein Erfolg. Im Moment findet eine Themensuche für eine evtl. neue Auflage statt. Ref VI: Durchführung 1x jährlich geplant, Interesse eher bei jüngeren (frisch in Führung befindlichen) Kolleginnen (aufgrund Corona in 2021/2022 nicht stattgefunden)
Treffen mit weiblichen Führungskräf-
ten (Kennenlernen, Erfahrungen und
Probleme austauschen, Hilfestellun-
gen geben) zum Teil mit Themen-
schwerpunkten und mit teilweiser
Unterstützung von PA
Zielgruppe: Frauen in Führungsposi-
tionen der jeweiligen Geschäftsberei-
che

Netzwerke für

weibliche Füh-

rungskräfte im

jeweiligen Ge-

schäftsbereich

sind initiiert und

gestärkt.

Regel-

mäßig

13

1.4 Ausbau von Gender- und Diversitykompetenz

Gender- und Diversitykompetenz bedeutet, sich die (sozialen) Wirkungsmechanismen von Geschlecht und anderen Kategorien wie beispielsweise Herkunft, Alter oder Behinderung bewusst zu machen, mögliche vorhandene Ausgrenzungsmechanismen und Chancenungleichheiten zu prüfen und im eigenen beruflichen Verantwortungsbereich kompetent und diskriminierungsfrei tätig zu sein. Um die theoretische und methodische Kompetenz stadtweit zu stärken wird eine Reihe von Maßnahmen angeboten. Schwerpunkte sind die Sensibilisierung sowie Schulungsangebote mit direktem Bezug zum Verwaltungshandeln. Knappe finanzielle Mittel in der aktuellen Krise lenken zusätzlich den Blick auf eine faire und geschlechtergerechte Verteilung dieser Mittel: Gender Budgeting muss auch im Verwaltungskontext stärker in den Mittelpunkt rücken.

Nr. Ziel/e Maßnahme/n und Zielgruppe/n Zeitplan Zuständig- keit Evaluation/Ergebnisse
18. Die Diversity- Kompetenz der Führungskräfte ist erhöht. Integration eines Bausteins zur Diversity-Kompetenz bei der Füh- rungskräfteentwicklung im Rahmen der Netzwerktreffen der FKE 2 und FKE 3 Zielgruppe: Führungskräfte Fortlau- fend PA/1-1 GST Ergänzender Programmbaustein für die FKE 2 und FKE 3 ist in Planung; zudem wird das Thema in Netzwerkveranstaltungen für alle Führungs- kräfte aufgegriffen.
19. Die Diversity- Kompetenz als wichtige Schlüs- selqualifikation städtischer Mit- arbeitender ist erhöht. Ausdehnung der Fortbildungen zu Ab 2021 PA/1-1 An Diversity-Qualifizierungen nehmen jährlich ca. 100 Mitarbeitende teil. Eine Intensivierung interkultureller Qualifizierungen gemäß des XENOS- PIK Konzeptes konnte aufgrund von Personalengpässen in den Dienst- stellen mit Publikumsverkehr nicht realisiert werden.
Vielfalt (z. B. Gender und Interkultu-
reller Kompetenz) auf mehr Mitarbei-
tende (basierend auf dem Konzept
Xenos PIK)
Relaunch interkulturelle Qualifizierun-
gen: Neukonzeption Xenos PIK
Workshops; Angebot von Beratungs-
gesprächen für Dienststellen
Zielgruppe: Mitarbeitende der Stadt
Nürnberg

Maßnahme/n und

Zielgruppe/n

Zuständig-

keit

Die Diversity-

Kompetenz als

wichtige Schlüs-

selqualifikation

städtischer Mit-

arbeitender ist

erhöht.

An Diversity-Qualifizierungen nehmen jährlich ca. 100 Mitarbeitende teil.

Eine Intensivierung interkultureller Qualifizierungen gemäß des XENOS-

PIK Konzeptes konnte aufgrund von Personalengpässen in den Dienst-

stellen mit Publikumsverkehr nicht realisiert werden.

14

Nr. Ziel/e Maßnahme/n und Zielgruppe/n Zeitplan Zuständig- keit Evaluation/Ergebnisse
20. Die Schulungen, die im Themen- bereich Diversity angesiedelt sind, sind mitei- nander ver- knüpft und auf die spezifischen Bedürfnisse der jeweiligen Dienststellen zu- geschnitten. Weiterführung des Diversity-Stem- pels, der Schulungen mit Diversity- Dimension kennzeichnet Zielgruppe: Mitarbeitenden der Kom- munen Nürnberg, Fürth, Erlangen & Schwabach Fortlau- fend PA/1 GST Diversity Kompetenz ist Bestandteil des Überfachlichen Kompetenzkata- logs. Auch Erlangen, Fürth und Schwabach verwenden Diversity-Stempel im Fortbildungsprogramm der Städteakademie.
Angebot der Diversity-Kurzschulun- gen bekannt machen: Intranet Fortbildungsprogramm Newsletter Querblick Anschreiben an Dienststellenleitun- gen Zielgruppe: Mitarbeitende der Stadt Nürnberg Fortlau- fend MRB, GST Die verwaltungsinterne Arbeitsgruppe zu Diversitätsthemen (AG Diversity), bestehend aus der Beauftragten für Diskriminierungsfragen, Vertreter*innen der Gleichstellungsstelle und des Menschenrechtsbüros, der Inklusionsbeauftragten, Vertreter*innen des städtischen Integrations- programms (KuF), des Geschäftsbereichs OBM sowie von Ref. V erar- beitet aktuell sowohl mit PA/1 als auch mit KoM eine Strategie, das Fort- und Weiterbildungsangebot im Bereich Diversität Mitarbeitenden über- sichtlich und niederschwellig zu kommunizieren (Intranet). Im Anschluss daran wird die Übersicht im Intranet entsprechend beworben.
Organisation eines regelmäßigen Treffens aller Akteur*innen, die Schu- lungen im Bereich Diversity anbieten Zielgruppe: Akteur*innen im Kontext Diversity-Schulungen Fortlau- fend GST PA/1 Gespräche mit BgA/Bildungsbüro, GST, Ref. V und PA haben das Ziel, neue Qualifizierungsangebote zu konzipieren.
21. Die Broschüre „Sie und Er - nur so ist es fair“ ist in überarbeiteter Version im Print- format erhältlich. Erstellung des Printformats Zielgruppe: Zielgruppe: Mitarbeitende der Stadtverwaltung & allgemeine Öf- fentlichkeit 2022 GST, KoM Die Broschüre liegt im Juni 2024 gedruckt vor. Die aktualisierten Intra- netseiten standen bereits 2022 zur Verfügung. .

Maßnahme/n und

Zielgruppe/n

Zuständig-

keit

15

Nr. Ziel/e Maßnahme/n und Zeitplan Zuständig- keit Evaluation/Ergebnisse
Zielgruppe/n
22. Die Mitarbeiten- den der Dienst- stellen sind für die Themen Gender und Diversity sensi- bilisiert. Ansprechpartner*innen in den Fortlau- fend Ref. VI mit allen Dienststel- len Erfolgt, Anpassung bei Fluktuation oder Aufgabentransfer
Dienststellen benennen
Kontakt zum/zur Ansprechpartner*in
im Referat
Zielgruppe: Ansprechpartner*innen,
Mitarbeitende der Stadt Nürnberg
Ausweitung oben genannter Maß- nahme auf andere Geschäftsberei- che und deren Dienststellen Zielgruppe: Ansprechpartner*innen, Mitarbeitende der Stadt Nürnberg Fortlau- fend GST mit den Ge- schäftsbe- reichen Der Ansatz, dass Mitglieder der geschäfts- und referatsübergreifenden Koordinierungsgruppe Gender in ihren Bereichen als Ansprechpersonen für Gender und Diversity fungieren, konnte aus Ressourcengründen noch nicht überall angewandt werden.
23. Geschlechter- sensibles Han- deln ist gestärkt. Erarbeitung von Leitlinien für ge- Bis Ende 2021 Ref. V Überarbeitung des gesamten Orientierungsrahmens des Geschäftsbe- reichs Ref. V im Jahr 2022/23 unter Berücksichtigung von Vielfaltsdi- mensionen.
schlechtersensibles Handeln im
Ref. V
Zielgruppe: Mitarbeitende des Ref. V
Schulungen und Informationen zu geschlechtergerechter Sprache im Geschäftsbereich 2. BM und 3. BM Zielgruppe: Mitarbeitende der Ge- schäftsbereich 2. BM und 3. BM Schulungen und Informationen zu Fortlau- fend 2. BM und 3. BM 2. BM:
geschlechtergerechter Sprache im Aufgrund städtischer Vorgaben so nicht umgesetzt.
Geschäftsbereich 2. BM und 3. BM
3. BM:
Zielgruppe: Mitarbeitende der Ge- Die Mitarbeitenden können alle Angebote/Schulungen der Stadt Nürn-
schäftsbereich 2. BM und 3. BM berg und ggf. darüber hinaus in Anspruch nehmen.
Um eine gute Nutzung der Schulungen zu geschlechtergerechter Spra-
che usw. zu erreichen, soll regelmäßig darauf aufmerksam gemacht
werden.

Zuständig-

keit

Die Mitarbeiten-

den der Dienst-

stellen sind für

die Themen

Gender und

Diversity sensi-

bilisiert.

Fortlau-

fend

Ref. VI mit

allen

Dienststel-

len

Geschlechter-

sensibles Han-

deln ist gestärkt.

Bis

Ende

2021

Überarbeitung des gesamten Orientierungsrahmens des Geschäftsbe-

reichs Ref. V im Jahr 2022/23 unter Berücksichtigung von Vielfaltsdi-

mensionen.

Fortlau-

fend

  1. BM und

  2. BM

16

Nr. Ziel/e Maßnahme/n und Zeitplan Zuständig- Evaluation/Ergebnisse
Zielgruppe/n keit
24. Die Gender- Erweiterung Hochbau / Nutzer*innen- Fortlau- fend Ref. VI, H Ref. VI, H Integration in den obligatorischen Projektablauf.
Checklisten sind kreis
angepasst.
Zielgruppe: Mitarbeitende bei H
25. Das Gender Budgeting findet Anwendung in ausgewählten Dienststellen. Durchführung einer Fachveranstal- tung „Gender Budgeting“ in der Koor- dinierungsgruppe Gender Entwicklung und Erprobung von Kennzahlen für Gender Budgeting für ausgewählte Dienststellen Zielgruppe: Koordinierungsgruppe Gender und ausgewählte Dienststel- len Fortlau- fend GST Zum Thema Gender Budgeting gab es erste Gespräche zwischen GST und Ref. I/II, in wie weit Gender Budgeting bei der Ausrichtung des Haushalts nach den Nachhaltigkeitskriterien (SDGs - Sustainable Deve- lopment Goals) der Vereinten Nationen berücksichtigt werden kann. GST ist der Auffassung, dass SDG 5 „Geschlechtergerechtigkeit“ hier eine sinnvolle Grundlage bieten könnte. Aus Ressourcengründen konnte die Fachveranstaltung nicht durchge- führt werden.

Fortlau-

fend

1.5 Antidiskriminierung

Diskriminierung bezeichnet eine Benachteiligung aufgrund von Kategorien wie Geschlecht, ethnischer oder sozialer Herkunft, Religion oder Weltanschauung, Alter, Behinderung, sexueller Orientierung oder Geschlechtsidentität. Auch innerhalb der Stadtverwaltung gibt es das klare Bekenntnis für Chancengleichheit und Gleichberechtigung einzutreten und jeder Form von Diskriminierung entgegen zu wirken. In die Entwicklung von gezielten Maßnahmen werden auch die Erfahrungen der Beschäftigten eingebunden. Ziele und Maßnahmen, die den Bereich LSBTI betreffen, werden zukünftig auch Niederschlag im Masterplan Queeres Nürnberg finden.

Nr. Ziel/e Maßnahme/n und Zeitplan Zuständig- Evaluation/Ergebnisse
Zielgruppe/n keit
26. Die Vergabe der leistungsorien- tierten Bezah- lung ist frei von Diskriminierung. Auswertung nach Geschlecht, Teil- zeit und Grad der Behinderung wird um Differenzierung nach Stunden- kontingenten ergänzt (Teilzeit, halbe Stelle, Vollzeitnah) Zielgruppe: Mitarbeitende der Stadt Nürnberg Jährlich GPR, GST, GSBV Auswertungen wurden erstellt und eingebracht: Auf gesamtstädtischer Ebene gibt es keine relevanten Unterschiede zwischen Männern und Frauen im Hinblick auf den Erhalt einer leistungsorientierten Bezahlung (LOB). Teilzeitbeschäftigte mit sinkendem Beschäftigungsgrad haben je- doch eine zum Teil deutlich geringere Wahrscheinlichkeit eine LOB zu erhalten.

17

Nr. Ziel/e Maßnahme/n und Zeitplan Zuständig- Evaluation/Ergebnisse
Zielgruppe/n keit
27. Die Stadtverwal- tung ist frei von Diskriminierung. Antidiskriminierungsseminare mit Baustein Diversity in der Verwaltung Zielgruppe: Mitarbeitende der Stadt Nürnberg Fortlau- fend MRB/Bil- dung Im Zeitraum 2021-2023 wurden 21 Workshops mit Beschäftigten der Stadt Nürnberg durchgeführt. Ca. 70 % fanden mit städtischen Auszubildenden statt. Die übrigen 30 % wurden nach Bedarf von städtischen Dienststellen gebucht. Insgesamt wurden über 400 Personen durch die Workshops erreicht.
28. Das städtische Bekenntnis zu Vielfalt und Diversität ist im Bereich sexuelle Orientierung und Identität sichtbar. Teilnahme mit einem Informations- stand am Christopher-Street-Day (CSD) Ggfs. Unterstützung durch PA, z. B. mit Ausbildungskräften am Stand Zielgruppe: Teilnehmende und Besu- cher*innen des CSD Im Zwei- Jahres- Rhyth- mus, also wieder 2022 MRB – BfD/LSBTI Ziel erreicht: Städtisches Bekenntnis ist sichtbar u.a. durch Regenbo-
genbänke, Regenbogenzebrastreifen sowie Regenbogenbeflaggung und
Beteiligung anlässlich des CSD. Durch entsprechende Veranstaltungs-
formate gibt es zwischenzeitlich mehr Sichtbarkeit auch in der Jugend-
und Senior*innenarbeit.
Darüber hinaus Beispiele aus dem Bereich 2. BM:
KuF/Fußball-Kultur:
Beteiligung/Support Come Together Cup. Dieser fand wegen des orga-
nisatorischen Aufwands 2023 nicht mehr statt.
Kontaktpflege Queeres Nürnberg: Input an KuF-Beschäftigte
Diverse Veranstaltungen bei KuF/3
29. Ein Arbeitskreis Regelmäßiger Austausch findet statt und ist bekannt Zielgruppe: LSBTI-Beschäftigte Regel- mäßige Treffen MRB – BfD/LSBTI Netzwerktreffen fanden bis September 2023 alle zwei Monate statt, seit September 2023 finden sie monatlich statt. An den Netzwerktreffen nehmen regelmäßig ca. 20 bis 25 Personen teil. Netzwerktreffen fanden bis September 2023 alle zwei Monate statt, seit
für LSBTI-Be- September 2023 finden sie monatlich statt.
schäftigte be-
steht. An den Netzwerktreffen nehmen regelmäßig ca. 20 bis 25 Personen teil.

Das städtische

Bekenntnis zu

Vielfalt und

Diversität ist im

Bereich sexuelle

Orientierung

und Identität

sichtbar.

Teilnahme mit einem Informations-

stand am Christopher-Street-Day

(CSD)

Ggfs. Unterstützung durch PA, z. B.

mit Ausbildungskräften am Stand

Zielgruppe: Teilnehmende und Besu-

cher*innen des CSD

Im Zwei-

Jahres-

Rhyth-

mus,

also

wieder

2022

MRB –

BfD/LSBTI

Regelmäßiger Austausch findet statt

und ist bekannt

Zielgruppe: LSBTI-Beschäftigte

Regel-

mäßige

Treffen

MRB –

BfD/LSBTI

18

1.6 Geschlechtergerechte Gesundheit

Männer und Frauen reagieren auf Umwelt und Krankheiten unterschiedlich – und dieser Unterschied verändert sich stetig. So haben sie einen unterschiedlichen Blick auf ihre Gesundheit und messen präventiven Gesundheitsfürsorgeangeboten unterschiedliche Bedeutung bei. Diese Erkenntnisse sollen bei der Gestaltung von Arbeitsbereichen und den Angeboten des betrieblichen Gesundheitsmanagements stärkere Berücksichtigung finden.

Nr. Ziel/e Maßnahme/n und Zeitplan Zuständig- Evaluation/Ergebnisse
Zielgruppe/n keit
30. Die Teilnahme von Männern an Angeboten des Betrieblichen Gesundheitsma- nagements (BGM) ist er- höht. Gewinnung von mehr Männern für Fortlau- fend PA/1-1 PA/1-1 Der Anteil der Männer an Maßnahmen des Betrieblichen Gesundheits- managements liegt zwischen 14 % und 32 %. An den Maßnahmen zur Gewinnung von mehr Männern für Gesundheitsangebote wird weiterge- arbeitet; aber Kapazitätsengpässe im BGM. Kürzungen im PA-BGM-Budget und der Wegfall des dezentralen BGM- Budgets erschweren Zielerreichung. Messgerätewochen in Kooperation mit der AOK konnten 2023 nicht an- geboten werden.
Gesundheitsangebote
Maßgeschneiderte Qualifizierungsan-
gebote für Männer
Fortführung der Messgerätewochen
in Kooperation mit der AOK
Verstetigung der bewegten Pause in
den Dienststellen; Gewinnung von
Männern als „Bewegungsbotschafter“
für die Dienststellen
Zielgruppe: Mitarbeiter der Stadt
Nürnberg
Spezielle Angebote für Männer bei der städtischen Gesundheitswoche initiieren, erproben, einführen. ggf. quotierte Anmeldelisten anlegen Zielgruppe: Mitarbeiter der Stadt Nürnberg Fortlau- fend PA/1-1 ggfs. Unter- stützung durch GST Spezielle Angebote für Männer bei der städtischen Gesundheitswoche wurden mit BCN konzipiert. Quotierte Anmeldelisten für Männer wurden/werden bei Gesundheitsta- gen seit 2020 angelegt; bei Nichtbelegung durch Männer erhalten Mitar- beiterinnen aus der Warteliste kurz vor Veranstaltungsbeginn die Mög- lichkeit der Teilnahme.

Die Teilnahme

von Männern an

Angeboten des

Betrieblichen

Gesundheitsma-

nagements

(BGM) ist er-

höht.

Fortlau-

fend

Der Anteil der Männer an Maßnahmen des Betrieblichen Gesundheits-

managements liegt zwischen 14 % und 32 %. An den Maßnahmen zur

Gewinnung von mehr Männern für Gesundheitsangebote wird weiterge-

arbeitet; aber Kapazitätsengpässe im BGM.

Kürzungen im PA-BGM-Budget und der Wegfall des dezentralen BGM-

Budgets erschweren Zielerreichung.

Messgerätewochen in Kooperation mit der AOK konnten 2023 nicht an-

geboten werden.

19

Nr. Ziel/e Maßnahme/n und Zeitplan Zuständig- Evaluation/Ergebnisse
Zielgruppe/n keit
31. Besonders gen- Stärkere Berücksichtigung des Genderaspekts bei Stellenbesetzun- gen Zielgruppe: Bewerber*innen bei Gh Stärkere Berücksichtigung des Fortlau- fend Gh, alle Be- reichslei- tungen Gh, alle Be- Ref. III: Die Verteilung von Männern und Frauen variiert zwischen den verschie- denen Fachbereichen. Im Bereich Gesundheitsförderung konnte mit ge- eigneten Bewerbungen die Anzahl der männlichen Beschäftigten von 0 auf 5 erhöht werden.
dersensible Auf- Genderaspekts bei Stellenbesetzun- reichslei-
gabenbereiche gen tungen
sind durch eine
geschlechtsspe- Zielgruppe: Bewerber*innen bei Gh
zifische Diversi-
fizierung der
Personalstruktur
erhalten und
ausgebaut.

Fortlau-

fend

Ref. III:

Die Verteilung von Männern und Frauen variiert zwischen den verschie-

denen Fachbereichen. Im Bereich Gesundheitsförderung konnte mit ge-

eigneten Bewerbungen die Anzahl der männlichen Beschäftigten von 0

auf 5 erhöht werden.

20

2. Eine geschlechtergerechte Stadtgesellschaft

Gleichberechtigte Partizipation ist die Grundlage für eine geschlechtergerechte Stadtgesellschaft. Alle Einwohner*innen in Nürnberg sollen sich wohl fühlen und gleichberechtigt am Stadtleben teilnehmen können. Festgefahrene Geschlechterstereotypen müssen mit Maßnahmen in unterschiedlichen Lebensbereichen aufgebrochen werden. Um zur Chancengleichheit und Gleichberechtigung aller Menschen beizutragen, soll jeder Form von Diskriminierung, nicht nur aufgrund des Merkmals Geschlecht, entgegengetreten werden. Auch die Rolle, die Gender, das soziale Geschlecht, in den Bereichen Gewalt, Gesundheit, Bildung, Kultur und der Stadtentwicklung immer noch spielt, muss fortlaufend mitgedacht und berücksichtigt werden.

2.1 Abbau von Rollenstereotypen

Geschlecht spielt in vielen Bereichen nach wie vor eine große Rolle, sei es bei der Berufswahl, in der Werbung, Kunst, Kultur, Musik, bei der Benennung öffentlicher Plätze oder aber bei der Verwendung geschlechtergerechter Sprache. Die Stadt Nürnberg trägt über unterschiedliche Maßnahmen dazu bei, Rollenstereotype aufzubrechen und abzubauen und somit Diskriminierung entgegenzuwirken und neue Perspektiven zu eröffnen. Damit wird ein aktiver Beitrag zur Chancengleichheit aller Bürger*innen geleistet.

Nr. Ziel/e Maßnahme/n und Zeitplan Zuständig- Evaluation/Ergebnisse
Zielgruppe/n keit
32. Die Anzahl von Frauen in politi- schen Ämtern ist erhöht. Durchführung eines Speed-Da- tings in einer Schule mit Politike- rinnen der Kommunal-, Landes-, Bundes- oder Europaebene zur Förderung von Frauen in poli- tischen Ämtern Zielgruppe: Schülerinnen Jährlich GST in Koopera- tion mit Ref. IV Für das Speed-Dating hat GST zusammen mit dem Mädchennetzwerk Mittelfranken ein Konzept erarbeitet, das in den kommenden Jahren an- gewandt werden soll. Speed-Dating in einer Nürnberger Schule wurde aufgrund der Folgen der Corona-Pandemie und Mangel an zeitlichen Ressourcen bei GST und Ref. IV nicht durchgeführt.
33. Die Anzahl von Frauen bei der Gründung von Un- ternehmen ist er- höht. Sichtbarmachen der Angebote für Gründerinnen und Maßnahmen, um stereotypes Denken aufzubre- chen Zielgruppe: Gründerinnen Fortlau- fend WiF Veranstaltungen im ZOLLHOF: Im ZOLLHOF Tech Incubator fanden
zahlreiche Veranstaltungen rund um
„Female Founders“ statt.
Frauen in der Digitalwirtschaft:
Gemeinsam mit NIK e.V. hat die Wirtschaftsförderung Nürnberg im Jahr
2021 das Nürnberger Netzwerk für Frauen in der Digitalwirtschaft ins Le-
ben gerufen.

Die Anzahl von

Frauen bei der

Gründung von Un-

ternehmen ist er-

höht.

Sichtbarmachen der Angebote für

Gründerinnen und Maßnahmen,

um stereotypes Denken aufzubre-

chen

Zielgruppe: Gründerinnen

Fortlau-

fend

21

Nr. Ziel/e Maßnahme/n und Zeitplan Zuständig- Evaluation/Ergebnisse
Zielgruppe/n keit
Initiierung eines Mentoring-Pro- Fortlau- fend WiF WiF Durch das Mentorennetzwerk des ZOLLHOF Tech Incubators konnten zahlreiche Kontakte zu neuen Mentorinnen hergestellt werden.
gramms mit Unterstützung hiesi-
ger Unternehmen
Zielgruppe: ansässige Unterneh-
men
34. Frauen sind trotz der Coronapande- mie und der damit verbundenen Be- lastung für Familie und Privatleben auf dem Arbeitsmarkt präsent und neh- men unterstützende Angebote vor Ort wahr. Gemeinsame Veranstaltung und Kampagne der BCAs und GBs Mittelfranken Zielgruppe: Frauen in Nürnberg bzw. Mittelfranken Ab Herbst 2021 GST in Koopera- tion mit BCAs und GBs Mittel- franken Auftaktveranstaltung der Kampagne #rollevorwärts fand am 08.02.2022 online via Zoom statt, 206 Personen nahmen daran teil. Insgesamt fanden im Jahr 2023 15 Veranstaltungen und Aktionen der mittelfränkischen kommunalen Gleichstellungsbeauftragten (GBs) sowie 28 Veranstaltungen und Aktionen der mittelfränkischen Beauftragten für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt (BCAs) der Jobcenter und Agentu- ren statt. Dabei wurden über 1.500 Menschen erreicht.
35. Es herrscht ein ausgewogenes Ge- schlechterverhältnis bei Benennung öf- fentlicher Straßen, Plätze und Brü- cken. Straßenbenennungen in neuen Wohngebieten erfolgen ge- schlechterparitätisch Fortlau- fend Geo In der Sitzung des Verkehrsausschusses vom 15.11.2018 haben Stadt-
verwaltung und Stadtratsmitglieder einmütig bekundet, künftig mehr
Straßen nach Frauen zu benennen. Sollen mehrere Benennungen
gleichzeitig umgesetzt werden, wird stets darauf geachtet, dass die Zahl
der Benennungen nach Frauen, die der Benennungen nach Männern
überwiegt. Seit Januar 2018 wurden (Stand 09/2023) 51 Straßen neu
benannt. Davon entfielen 39 Benennungen auf Personen, wovon 22 Be-
nennungen auf Frauen und 17 Benennungen auf Männer entfielen.
Geschlechtersensible Themen- festlegung für neue Wohngebiete Fortlau- fend Geo Die Verwirklichung der Gleichstellung ist abhängig von dem gewählten
Themenfeld und nicht immer leicht umzusetzen. Eine geschlechtersen-
sible Themenfestlegung bei Clusterbenennungen (→ Gebündelte Be-
nennungen zu einem bestimmten Themengebiet in einem abgrenzbaren
Raum) wird durch eine neutrale Themenfestlegung gewährleistet. Clus-
terbenennungen erfolgen stets nach geschlechterneutralen Themenge-
bieten wie zum Beispiel Wissenschaft, Astronomie und NS-Widerstand.
In Letzterem wurden von insgesamt 13 nach Personen benannten Stra-
ßen acht nach Frauen benannt. Bei Clusterbenennungen wird stets da-
rauf geachtet, dass die Zahl der Benennungen nach Frauen, die der Be-
nennungen nach Männern nach Möglichkeit übersteigt.

Fortlau-

fend

Durch das Mentorennetzwerk des ZOLLHOF Tech Incubators konnten

zahlreiche Kontakte zu neuen Mentorinnen hergestellt werden.

Es herrscht ein

ausgewogenes Ge-

schlechterverhältnis

bei Benennung öf-

fentlicher Straßen,

Plätze und Brü-

cken.

Straßenbenennungen in neuen

Wohngebieten erfolgen ge-

schlechterparitätisch

Fortlau-

fend

Geschlechtersensible Themen-

festlegung für neue Wohngebiete

Fortlau-

fend

22

Nr. Ziel/e Maßnahme/n und Zeitplan Zuständig- Evaluation/Ergebnisse
Zielgruppe/n keit
36. Die Sichtbarkeit von Frauenge- schichte in Nürn- berg ist erhöht. Umsetzung eines Frauen-Stra- ßen-Netzes online Zielgruppe: Stadtgesellschaft Frühjahr 2022 GST in Koopera- tion mit Ge- schäftsbe- reich 2. BM Ist in Arbeit
37. Männer nehmen ihre Erziehungsver- antwortung wahr und sind in ihrer Rolle als Vater ge- stärkt. Veranstaltung der Nürnberger Vä- terwoche Zielgruppe: Väter Jährlich GST mit AK Väter in Nürnberg Die Väterwoche 2021 konnte aufgrund der Pandemie ausschließlich in Form von Onlineveranstaltungen angeboten und durchgeführt werden. Im Jahr 2023 hat die Väterwoche wieder mit Präsenzangeboten stattge- funden. Fast alle Angebote fanden statt und wurden gut bis sehr gut angenom- men. Am beliebtesten sind die Vater-Kind-Aktionsangebote. Eine Plakatkampagne „Papa macht das schon …“ über/zu Väter in El- ternzeit war während der Väterwoche auf vielen Plakatwänden in Nürn- berg zu sehen. Zusätzlich waren drei Busse der VAG mit je einem Motiv der Plakatkam- pagne für 3 Monate beklebt. Aus den Plakaten wurde eine ausleihbare Ausstellung erstellt. Format: 18 Multiplexplatten (DIN A1) mit Aufhängung Aufgrund von fehlenden Ressourcen wird die Väterwoche künftig alle zwei Jahre (ungerade Jahre) im Wechsel mit den Männerwochen statt- finden.
38. Männer gestalten ihr Leben – frei von Rollenerwartungen und Zwängen. Männerwochen im Kontext des Weltmännertags (03.11.) und des Internationalen Männertags (19.11.) Veranstaltung zu Gleichberechti- gung und positivem Männlich sein Zielgruppe: Männer Jährlich GST in Koopera- tion mit Netzwerk Jungen und Männerar- beit Die Männerwochen haben 2022 stattgefunden. Film und Fachgespräche, Lesungen mit Diskussionen, Veranstaltungen zu Männergesundheitsthemen und Angebote für Fachkräfte zum Thema männliche Rollenstereotype haben stattgefunden. Zukünftig werden die Männerwochen alle zwei Jahre (gerade Jahre) im Wechsel mit der Väterwoche stattfinden.

23

Nr. Ziel/e Maßnahme/n und Zeitplan Zuständig- Evaluation/Ergebnisse
Zielgruppe/n keit
39. Eine Vielfalt von männlichen Le- bensentwürfen ist gesellschaftlich ak- zeptiert und selbst- verständlich. Kampagne zu/gegen männliche/n Rollenklischees und für positives Männlich sein Zielgruppe: Stadtgesellschaft 2022 GST in Koopera- tion mit Netzwerk Jungen und Männerar- beit Die Kampagne „Männlichkeit entscheidest du. Jeden Tag. Zusammen- stehen gegen Sexismus, Frauenfeindlichkeit und Gewalt“ hat stattgefun- den. Plakataktion an über 200 Plakatwänden in Nürnberg. Postkarten in Nürnberg verteilt. Der Oberbürgermeister hat sich mit einem eigenen Plakat beteiligt. Es wurden A1 Plakate auf Tafeln gedruckt, welche nun als Wanderaus- stellung ausgeliehen werden können.
40. Die Öffentlichkeits- arbeit ist ge- schlechtergerecht und frei von Diskri- minierung. Verwendung des Leitfadens für diskriminierungsfreie Sprache bei Veröffentlichungen des Ref. IV Zielgruppe: Stadtgesellschaft Fortlau- fend Ref. IV Der Leitfaden zur geschlechtergerechten Sprache wird umgesetzt. Auf die Broschüre „sie & er – nur so ist‘s fair“ wird regelmäßig verwiesen.
41. Die Anzahl der Männer bei den Be- suchen kultureller Einrichtungen ist erhöht: Das Ver- hältnis Männer und Frauen ist angegli- chen. Entwicklung und Durchführung von Angeboten und Projekten zur Zielerreichung Zielgruppe: Besucher*innen kultu- reller Einrichtungen Fortlau- fend KuF/L Bsp. KuF/Kinderkultur:
Gelingt durch gute Arbeit mit Einrichtungen (Schule, Hort, Kita)
Bsp. KuF/Fußball-Kultur:
Mehr männliche Besucher
Spricht thematisch eher männliche Besucher an; Veranstaltungsspezi-
fisch keine Änderungen, sonst andere Ziele (Öffnung für Besucherinnen,
Sensibilisierung für Geschlechterfragen) beabsichtigt
Bsp. KuF/3:
Das Kursgeschehen spricht unverändert vorrangig weibliche Besucher
an. Mit Veranstaltungen im Bereich Nachhaltigkeit, StreetArt oder be-
stimmten Genres konnten z. T. mehr männliche Besucher angesprochen
werden.
Das Programm wird auch weiterhin ein eher weibliches Publikum an-
sprechen; bestimmte Angebote können ausgeweitet werden.
42. Doppelung: Siehe Gleiche Maßnahme wurde verse-
Nr. 40 hentlich zwei Mal aufgenommen.

Die Anzahl der

Männer bei den Be-

suchen kultureller

Einrichtungen ist

erhöht: Das Ver-

hältnis Männer und

Frauen ist angegli-

chen.

Entwicklung und Durchführung

von Angeboten und Projekten zur

Zielerreichung

Zielgruppe: Besucher*innen kultu-

reller Einrichtungen

Fortlau-

fend

24

Nr. Ziel/e Maßnahme/n und Zeitplan Zustän- Evaluation/Ergebnisse
Zielgruppe/n digkeit
43. Vielfalt wird als selbstverständlicher Bestandteil des Le- bens erfahrbar ge- macht. Ein positives Be- wusstsein für Viel- falt ist etabliert. Inklusionskonzept Erfahrungsfeld: steht noch nicht fest KuF/2 KuF/2 KuF/2: Wird versucht, in kleinen Schritten umzusetzen. Um einen großen Schritt zu machen, benötigt es zusätzliches Personal und Geld. 2022: – Blinde Mitarbeitende in der pädagogischen Betreuung einer Erfah- rungsfeldstation integriert – Zudem ein besonderes Sensibilisierungsangebot im Bereich „Erfah- rungen im Dunkeln“ aufgelegt – Ein inklusives Feriencamp für Kinder von 8 bis 13 Jahren durchgeführt – Das inklusive Feriencamp soll etabliert werden. – Weitere Mitarbeitende mit Handicaps sollen an Erfahrungsfeldstatio- nen arbeiten. – Ein weiteres Sensibilisierungskonzept soll aufgebaut werden. – Die Backstation soll einen zusätzlichen Tisch für Rollstuhlfahrer*innen erhalten.
Erfahrungsorientierte Lernstatio-
nen, Aktionen und Veranstaltun-
gen
Einbezug von Menschen mit Be-
hinderungen in die tägliche Arbeit
auf dem Erfahrungsfeld
Einbezug geschlechtssensibler,
geschlechtergerechter oder ge-
schlechtsbezogener pädagogi-
scher Maßnahmen bei der Pla-
nung neuer Stationen
Zielgruppe: Menschen mit Behin-
derung, Stadtgesellschaft
44. Verschiedenheit ist als Chance und Ressource verstan- den. Fortbildungsveranstaltung der Er- Ab 2021 KuF/2 KuF/2: Konzept wurde mangels Personalressourcen nicht fortentwickelt. Zukünftig: Team versucht, was möglich ist; unklare Aussichten
fahrungsfeld-Akademie „Diver-
sity – Die Kraft der Vielfalt“ mit ei-
nem überarbeiteten Konzept
Zielgruppe: Stadtgesellschaft
45. Die Ausstattung, Überprüfung der Einrichtungen, Ab 2021 KuF/3 KuF/3: 2022: Erstellung Checkliste Barrierefreiheit für alle Kulturläden; Antragstellung für Maßnahmen zur weiteren Barrierefreiheit Zukünftig: Umsetzung von technischen Maßnahmen zur Barrierefreiheit (Feststell- anlagen, Leichte Sprache) und Umsetzung der Checkliste zur Barriere- freiheit; inklusive Veranstaltungen zusammen mit den Kooperations- partner*innen; Veranstaltungsreihe 11xFAIR widmet sich explizit sozialer Nachhaltigkeit mit internen Maßnahmen und öffentlichen Angeboten
Strukturen und An- Ausstattung, Strukturen und An-
gebote in den Kul- gebote unter Gesichtspunkten der
turläden sind unter Teilhabegerechtigkeit, des Gen-
den Gesichtspunk- der Mainstreamings und Barriere-
ten der Teilhabege- freiheit
rechtigkeit und Bar-
rierefreiheit geplant. Fertigstellung und Anwendung ei-
ner entsprechenden Checkliste
Das Publikum und
die Belegschaft Zielgruppe: Mitarbeitende und Be-
sind divers. sucher*innen der Kulturläden

Vielfalt wird als

selbstverständlicher

Bestandteil des Le-

bens erfahrbar ge-

macht.

Ein positives Be-

wusstsein für Viel-

falt ist etabliert.

steht

noch

nicht

fest

KuF/2:

Wird versucht, in kleinen Schritten umzusetzen. Um einen großen Schritt

zu machen, benötigt es zusätzliches Personal und Geld.

2022:

– Blinde Mitarbeitende in der pädagogischen Betreuung einer Erfah-

rungsfeldstation integriert

– Zudem ein besonderes Sensibilisierungsangebot im Bereich „Erfah-

rungen im Dunkeln“ aufgelegt

– Ein inklusives Feriencamp für Kinder von 8 bis 13 Jahren durchgeführt

– Das inklusive Feriencamp soll etabliert werden.

– Weitere Mitarbeitende mit Handicaps sollen an Erfahrungsfeldstatio-

nen arbeiten.

– Ein weiteres Sensibilisierungskonzept soll aufgebaut werden.

– Die Backstation soll einen zusätzlichen Tisch für Rollstuhlfahrer*innen

erhalten.

Verschiedenheit ist

als Chance und

Ressource verstan-

den.

KuF/2

KuF/2:

Konzept wurde mangels Personalressourcen nicht fortentwickelt.

Zukünftig:

Team versucht, was möglich ist; unklare Aussichten

KuF/3:

2022:

Erstellung Checkliste Barrierefreiheit für alle Kulturläden; Antragstellung

für Maßnahmen zur weiteren Barrierefreiheit

Zukünftig:

Umsetzung von technischen Maßnahmen zur Barrierefreiheit (Feststell-

anlagen, Leichte Sprache) und Umsetzung der Checkliste zur Barriere-

freiheit; inklusive Veranstaltungen zusammen mit den Kooperations-

partner*innen; Veranstaltungsreihe 11xFAIR widmet sich explizit sozialer

Nachhaltigkeit mit internen Maßnahmen und öffentlichen Angeboten

25

Nr. Ziel/e Maßnahme/n und Zeitplan Zustän- Evaluation/Ergebnisse
Zielgruppe/n digkeit
46. Die Angebote in kulturellen Einrich- tungen sind unter den Gesichtspunk- ten der Teilhabege- rechtigkeit, des Gender Mainstreamings und der Interkultu- rellen Öffnung ge- plant. Die im „Interkultur“-Check verein- barten Prüfkriterien werden auf weitere Merkmale angewendet Zielgruppe: Besucher*innen kultu- reller Einrichtungen 2022 KuF/Inter- Kultur-Büro Aufgrund fehlender Ressourcen konnte der Interkultur-Check nicht er- weitert werden. Die Maßnahme wird im neuen Gleichstellungsaktions- plan aufgenommen.
47. Die Angebote des Stabs Kinderkultur sind unter den Ge- sichtspunkten der Teilhabegerechtig- keit geplant. Das Personal und die eingesetzten Künstler*innen sind divers. Das Publikum der Angebote ist divers. Entwicklung und Anwendung ei- ner entsprechenden Checkliste Überprüfung der Angebote unter den Gesichtspunkten Teilhabege- rechtigkeit Kund*innen-Befragung, um Grundlagen für die Diversity-Ori- entierung zu erhalten Zielgruppe: Mitarbeitende und Be- sucher*innen des Stabs Kinder- kultur 2022 KUF/ Stab Kinderkul- tur Kund*innenbefragung / Zahlen der Besucher*innen, nach Merkmalen sortiert, wurde in der Praxis aus Ressourcengründen nicht ausreichend umgesetzt. Zahl erfasst im Produkthaushalt bei Besucher*innen Ster- nenhaus Kita/Schule weiblich/männlich. Ein Großteil der Angebote richtet sich an Kitas und Schulen – Hier wer- den alle Kinder erreicht. Es gibt spezifische Kurse/Kreativklassen und Workshops für Kinder mit besonderem Förderbedarf / Beeinträchtigungen z.B. Zusammenarbeit mit Paul-Ritter Schule für Gehörlose Die Eintrittspreise sind generell niedrig, BuT Gutscheine werden ange- nommen, es gibt Ermäßigungen für Nürnberg-Pass-Inhaber*innen um Zugänge zu erleichtern. Diversität des Personals und der Künstler*innen konnte nur bedingt um- gesetzt werden, da es sich um festes Personal handelt, welches z.B. nur weiblich ist und die Künstler*innenschaft im KinderKunstRaum mehrheit- lich weiblich ist. Bei z.B. rezeptiven Angeboten Kindertheater/Sternen- haus gibt es weniger interkulturelle Gruppen. Ein Großteil des Publikums ist divers, da es aus Kitas und Schulen kommt.

26

Nr. Ziel/e Maßnahme/n und Zeitplan Zuständig- Evaluation/Ergebnisse
Zielgruppe/n keit
48. Das Publikum der Musikschule Nürn- berg ist divers. Besucher*innen-Befragung, um 2022 KuF/4 KuF/4 KuF/Musikschule: Die Musikschule hat neue Angebote für bestimmte Zielgruppen geschaf- fen, z. B. elementare Musizierpraxis für Erwachsene, Trommeln für Er- wachsene, Blagma, Musiktheorie online.
Grundlagen für die verstärkte
Diversity-Orientierung der Musik-
schule Nürnberg zu erhalten
Zielgruppe: Besucher*innen der
Musikschule Nürnberg
49. Das Publikum und die Belegschaft der Kulturwerkstatt auf AEG ist divers. Diversity-Check der Kulturwerk- Fortlau- fend KuF/Stab, KuF/3 KuF/Kulturwerkstatt Auf AEG: Umsetzung der Maßnahme läuft aktuell noch.
statt Auf AEG: Überprüfung der
Einrichtung, Ausstattung, Struktu-
ren und Angebote unter Gesichts-
punkten der Teilhabegerechtig-
keit, des Gender Mainstreamings
und der Interkulturellen Öffnung
Zielgruppe: Publikum und die Be-
legschaft der Kulturwerkstatt auf
AEG
50. Die Geschlechter- verteilung der Be- sucher*innen des NüBad ist erfasst. Studienarbeit bzw. Kund*innen- Sobald NüBad Aufgrund der Corona-Pandemie und deren längerfristigen Auswirkungen musste das Projekt pausieren. Die Zielsetzung der Fragen und entsprechender Handlungskonsequen- zen wird noch bearbeitet.
Analyse durch Fremdfirma zur der re-
Auswertung der Besucher*innen- guläre
Struktur als Anhaltspunkt für wei- Betrieb
tere Gestaltungsmaßnahmen nach
auch in Hinblick auf den Corona
Genderaspekt wieder-
aufge-
nom-
Zielgruppe: Besucher*innen des men
NüBad wird

Das Publikum der

Musikschule Nürn-

berg ist divers.

KuF/Musikschule:

Die Musikschule hat neue Angebote für bestimmte Zielgruppen geschaf-

fen, z. B. elementare Musizierpraxis für Erwachsene, Trommeln für Er-

wachsene, Blagma, Musiktheorie online.

Das Publikum und

die Belegschaft der

Kulturwerkstatt

auf AEG ist divers.

Fortlau-

fend

KuF/Stab,

KuF/3

KuF/Kulturwerkstatt Auf AEG:

Umsetzung der Maßnahme läuft aktuell noch.

Die Geschlechter-

verteilung der Be-

sucher*innen des

NüBad ist erfasst.

Aufgrund der Corona-Pandemie und deren längerfristigen Auswirkungen

musste das Projekt pausieren.

Die Zielsetzung der Fragen und entsprechender Handlungskonsequen-

zen wird noch bearbeitet.

27

Nr. Ziel/e Maßnahme/n und Zeitplan Zuständig- Evaluation/Ergebnisse
Zielgruppe/n keit
51. Die Teilhabe an Sportangeboten un- abhängig von Ge- schlecht, Alter, Be- hinderung, Herkunft ist gefördert. Bekanntmachung spezifischer Sportangebote von Frauen für Frauen Zielgruppe: Frauen Bekanntmachung spezifischer Fortlau- fend SpS SpS Zugriffszahlen Sportsuche online (Seitenansichten)
Sportangebote von Frauen für 2019: 5 900
Frauen 2022: 9 500
Zielgruppe: Frauen Angebote von Frauen für Frauen (auf Sportsuche online):
2020: 58
2023: 44
Wichtiger Hinweis: Auf Zahl und Einstellung der Angebote hat SpS kei-
nen direkten Einfluss, da die Anbieter ihre Kurse melden.
Bekanntmachung spezifischer Fortlau- fend SpS Angebote für Seniorinnen und Senioren (auf Sportsuche online): 2020: 28 2023: 30 Angebote für Seniorinnen und Senioren (auf Sportsuche online):
Sportangebote für Senior*innen 2020: 28
2023: 30
Zielgruppe: Senior*innen
Unterstützung und Bekanntma- chung spezifischer Sportangebote für Menschen mit Behinderungen Zielgruppe: Menschen mit Behin- derungen Unterstützung und Bekanntma- Fortlau- fend Freizeit- netzwerk Sport der Lebenshilfe Nürnberg, SpS Angebote für Menschen mit Handicap (auf Sportsuche online):
chung spezifischer Sportangebote 2020: 114
für Menschen mit Behinderungen 2023: 106
Zielgruppe: Menschen mit Behin- Freizeitnetzwerk Sport: mehrere Anfragen pro Woche von Menschen mit
derungen Beeinträchtigung, die gerne sportlich aktiv sein möchten. Die Anliegen
und Sport-Wünsche sind sehr vielfältig und es bedarf häufig einer aus-
führlichen Beratung und Begleitung der Menschen mit Beeinträchtigung
beim Herausfinden sportlicher Interessen. Weiterhin erreichen uns auch
vermehrt Anfragen neuer Sportanbieter, die gerne Teil des Netzwerks
werden wollen und sich im inklusiven Sport engagieren möchten.
Initiierung von Sportangeboten für Geflüchtete und Vermittlung in be- reits bestehende Angebote Zielgruppe: Geflüchtete Fortlau- fend SpS Vermittlung:
2020: 346 Sportlerinnen und Sportler
2023: 420 Sportlerinnen und Sportler
Seit 2020 sechs Mannschaften für Mädchen gegründet
2022: Come-Together-Cup ins Leben gerufen

Die Teilhabe an

Sportangeboten un-

abhängig von Ge-

schlecht, Alter, Be-

hinderung, Herkunft

ist gefördert.

Fortlau-

fend

Fortlau-

fend

Fortlau-

fend

Freizeit-

netzwerk

Sport der

Lebenshilfe

Nürnberg,

SpS

Initiierung von Sportangeboten für

Geflüchtete und Vermittlung in be-

reits bestehende Angebote

Zielgruppe: Geflüchtete

Fortlau-

fend

SpS

28

Nr. Ziel/e Maßnahme/n und Zeitplan Zuständig- Evaluation/Ergebnisse
Zielgruppe/n keit
52. Die geschlechter- gerechte Teilhabe an Sportangeboten sowie die gesund- heitliche Chancen- gleichheit sind ge- währleistet. Gewinnung von Sportvereinen zur Öffnung der Angebote unabhän- gig vom Geschlecht der Kinder für Kinder einkommensschwacher Familien/Alleinerziehender im Rahmen des Bildungs- und Teil- habepakts (BuT) und des Pro- gramms „Hinein in den Sportver- ein“ Zielgruppe: Sportvereine Fortlau- fend SpS Unterstützte Personen über „Hinein in den Sportverein“: 2019: 55 2020: 61 2021: 70 2022: 55 Im Zeitraum von 2021 bis 2023 haben insgesamt 299 Vereine im Rah- men Ihres Angebots BuT-Gutscheine angenommen.
Sozialamt
Durchführung von Bewegungs- projekten unabhängig vom Ge- schlecht der Kinder in Kitas und Schulen mit Priorität bei Einrich- tungen aus Brennpunktstadtteilen (Bewegte KiTa) Zielgruppe: Kindertageseinrich- tungen und Schulen Fortlau- fend SpS Gh SpS Ref. III:
Gh Bei den teilnehmenden Kindern werden Geschlecht, Migrationshinter-
grund und Bezug wirtschaftlicher Jugendhilfe nicht erhoben.
Die Teilnahme soll allen Interessierten unabhängig von Geschlecht,
Migrationshintergrund und wirtschaftlicher Situation möglich sein.
Ref. IV:
Vom Projekt Bewegte Kita profitierten in
2020:
6 Einrichtungen
195 Kinder
2022:
10 Einrichtungen
508 Kinder

Fortlau-

fend

Unterstützte Personen über „Hinein in den Sportverein“:

2019: 55

2020: 61

2021: 70

2022: 55

Im Zeitraum von 2021 bis 2023 haben insgesamt 299 Vereine im Rah-

men Ihres Angebots BuT-Gutscheine angenommen.

Fortlau-

fend

29

2.2 Bekämpfung geschlechtsspezifischer Gewalt

Geschlechterspezifische Gewalt ist Gewalt, der Menschen aufgrund ihres Geschlechts ausgesetzt sind. Sie verletzt das Grundrecht auf Leben, Freiheit, Sicherheit und Würde. Geschlechterspezifische Gewalt ereignet sich täglich, in unterschiedlichen Formen wie häusliche Gewalt, sexualisierte Gewalt oder Menschenhandel. Die aktuellste kriminalistische Auswertung von Partnerschaftsgewalt des Bundeskriminalamts (BKA), bezogen auf das Berichtsjahr 2019 belegt, dass es meist Frauen sind (81%), die von Partnerschaftsgewalt betroffen sind. Auch der Großteil der Opfer von Menschenhandel innerhalb und außerhalb der EU sind Frauen und Mädchen. Laut dem Dritten Bericht über die Fortschritte bei der Bekämpfung des Menschenhandels der Europäischen Kommission sind 72% der Opfer von Menschenhandel Frauen und Mädchen. Einen Rahmen für die wirksame Bekämpfung von geschlechtsspezifischer Gewalt kann das Übereinkommen des Europarats zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt – auch bekannt als Istanbul-Konvention – bilden. Deutschland hat den völkerrechtlichen Vertrag Ende der Jahres 2017 ratifiziert und somit zu einem geltenden Bundesgesetz gemacht. Basierend auf dieser Konvention soll ein kommunaler Aktionsplan zur Prävention und Bekämpfung von geschlechtsspezifischer und häuslicher Gewalt zusammen mit allen relevanten Akteur*innen erstellt werden.

Nr. Ziel/e Maßnahme/n und Zeitplan Zuständig- Evaluation/Ergebnisse
Zielgruppe/n keit
53. Die Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen wird als Pri- orität und gesamt- gesellschaftliche Aufgabe wahrge- nommen. Verstätigung der Brottüten-Aktion im Rahmen des Internationalen Tags gegen Gewalt an Frauen (25. November) zur Sensibilisie- rung und Skandalisierung Stetig wachsende Beteiligung der Bäckereien Zielgruppe: Stadtgesellschaft Jährlich im No- vember GST in Koopera- tion mit der AG der Gleichstel- lungsbeauf- tragten Mit- telfranken 2021: 30.000 Tüten, 11 Bäckereien 2022: 65.700 Tüten, 11 Bäckereien, 22 Apotheken und Nürnberger Tafel 2023: 57.200 Tüten, 12 Bäckereien, 22 Apotheken und Nürnberger Tafel
Durchführung einer Anti-Gewalt- woche im Rahmen des Internatio- nalen Tags gegen Gewalt an Frauen Zielgruppe: Stadtgesellschaft Jährlich im No- vember GST in Koopera- tion mit AK Häusliche und Sexua- lisierte Ge- walt Aus Ressourcengründen findet die Anti-Gewalt-Woche alle zwei Jahren statt. Im Jahr 2021 wurde noch ein Übersichtsflyer gedruckt. Zwei Jahre später erstellte die Gleichstellungsstelle eine online Veranstaltungsüber- sicht und die Öffentlichkeitsarbeit erfolgte rein digital.

30

Nr. Ziel/e Maßnahme/n und Zeitplan Zuständig- Evaluation/Ergebnisse
Zielgruppe/n keit
Die Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen wird als Pri- orität und gesamt- gesellschaftliche Aufgabe wahrge- nommen. Selbstverteidigungskurs für gehör- lose Mädchen und Frauen im Kontext des Internationalen Tags gegen Gewalt an Frauen Zielgruppe: gehörlose Mädchen und Frauen 2022 Konzep- tent- wicklung und Mit- telak- quise Ab 2023 Durch- führung SHA-Inklu- sion und GST AURA e.V. wurde als Partner-Institution angefragt, ein Kurs wurde kon- zipiert und angeboten. Das Angebot wurde breit beworben, musste aller- ding aufgrund von fehlenden Anmeldungen abgesagt werden.
Vermittlung von Wissen zum Thema „sexuelle Gewalt“ in Leich- ter Sprache als Kurs in Einrichtun- gen für geistig behinderte Frauen und Männer Zielgruppe: Frauen und Männer mit geistiger Behinderung 2022 Konzep- tent- wicklung und Mit- telak- quise Ab 2023 Durch- führung SHA-Inklu- sion und GST AURA e.V. wurde als Partner-Institution angefragt. AURA e.V. bietet sol- che Kurse für Institutionen wie die noris inklusion bereits auf Anfrage an. Die Institutionen finanzieren die Kursleitung/das Angebot selbstständig. Ein Aktivwerden von Seiten der Fachstelle Inklusion der Stadt Nürnberg ist daher nicht erforderlich.
54. Die Konvention des Europarats zur Ver- hütung und Be- kämpfung von Ge- walt gegen Frauen und häuslicher Ge- walt (Istanbul-Kon- vention) wird auf kommunaler Ebene umgesetzt. Erstellen und Durchführen einer Bestandsaufnahme zur Bedarfsa- nalyse Auswertung der Bedarfsanalyse und Diskussion der Ergebnisse Erarbeitung eines Aktionsplans zur Bekämpfung geschlechtsspe- zifischen Gewalt um bestehende Strukturen anzupassen bzw. neue Angebote zu schaffen Zielgruppe: Stadtgesellschaft Ab 2021 GST und Ref. V. in Koopera- tion mit der KG Gender und den re- levanten Akteur*in- nen aus der Zivilgesell- schaft Bestandsaufnahme liegt vor und wurde im Oktober 2022 im Sozialaus- schuss vorgestellt. Der Gleichstellungsaktionsplan 2024-2027 wird sich mit dem Schwer- punktthema Bekämpfung Geschlechtsspezifischer Gewalt der Umset- zung der Istanbul-Konvention widmen. Der Aktionsplan ist in Arbeit und soll im September 2024 dem Stadtrat zum Beschluss vorgelegt werden.

31

Nr. Ziel/e Maßnahme/n und Zeitplan Zuständig- Evaluation/Ergebnisse
Zielgruppe/n keit
55. Menschenhandel wird bekämpft. Verstetigung des Arbeitskreises Menschenhandel mit relevanten Akteur*innen Nürnbergs Durchführung von Arbeitskreistref- fen 2x jährlich Ggf. Durchführung von Fortbildun- gen/inhaltlichen Veranstaltungen und Erstellung von Informations- materialien Zielgruppe: Stadtgesellschaft Ab 2021 MRB/GST Mitglieder des Arbeitskreises beteiligen sich regelmäßig an den Sitzun- gen In den Jahren 2021 und 2023 fand jeweils eine Sitzung und im Jahr 2022 zwei Sitzungen des Arbeitskreises statt. Anlassbezogene Veranstaltungen konnten aus Ressourcengründen nicht durchgeführt werden.
56. Städtepartnerschaf- ten und internatio- nale Kooperationen sind als Plattform für den Austausch von Erfahrungen und gegenseitigen Lernprozessen in Bezug auf die Gleichberechtigung von Frauen und Männern genutzt. Durchführung von Veranstaltun- gen mit Vertretungen aus Städte- partnerschaften und befreundeten Städten im Rahmen der Veran- staltungsreihe rundum den Inter- nationalen Frauentag im März Zielgruppe: Stadtgesellschaft Jährlich im März IB, GST Aufgrund der Corona-Pandemie kam im März 2021 keine Frauendelega- tion nach Nürnberg. 2022 nahmen vier engagierte Frauen aus Cordobá die Einladung aus Nürnberg an. Im März 2023 konnte aus finanziellen Gründen keine Frauendelegation nach Nürnberg reisen.

32

2.3 Geschlechtergerechte Bildung und Erziehung

Geschlecht spielt in der Bildung eine nach wie vor große Rolle und ist zudem bedeutsam für die Studien- und Berufswahl von Jugendlichen und jungen Menschen. Benachteiligungen in der Bildung aufgrund des Geschlechts werden oft in Kombination mit anderen Kategorien wie soziale Herkunft, Alter, Behinderung und ethnische Herkunft wirksam. Hier ist es Ziel, mit gendersensibler Bildung und Erziehung dazu beizutragen, Rollenstereotype abzubauen und Diskriminierung entgegenzuwirken.

Nr. Ziel/e Maßnahme/n und Zeitplan Zuständig- Evaluation/Ergebnisse
Zielgruppe/n keit
57. Die Lernförderung für Schüler*innen ist etabliert. Ausgleich geschlechtsspezifischer Benachteiligung sowie Begabtenförderung durch das Förderprogramm MSRG („Mehr Schulerfolg an Re- alschulen und Gymnasien) Zielgruppe: Schüler*innen an kommunalen Realschulen und Gymnasien Ausgleich geschlechtsspezifischer Schul- jahres- bezogen SchA SchA Ref. IV
Benachteiligung Die Lernförderung im Rahmen des MSRG-Programms zeigt nach Ein-
sowie Begabtenförderung schätzung von Schulleitungen und Lehrkräften Wirkung im Rahmen der
durch das Förderprogramm angebotenen MSRG-Unterrichte und sollte daher weitergeführt werden.
MSRG („Mehr Schulerfolg an Re- Die Budgetstunden hierfür werden vielfältig für die Vertiefung von
alschulen und Gymnasien) Fachinhalten, psychosoziale Stärkung und individuelle Lernförderung
eingesetzt. Projekte wie das Safari-Programm an der BBS, welches von
Zielgruppe: Schüler*innen an fünf Lehrkräften in vier verschiedenen Modulen Benachteiligungen ab-
kommunalen Realschulen und bauen und Stärke, Akzeptanz und Resilienz fördern, sind dem MSRG-
Gymnasien Programm zu verdanken. Eine umfassende Evaluation der Maßnahmen
ist für 2024 geplant.
Ausgleich geschlechtsspezifischer Schul- jahres- bezogen SchB Die Ergebnisse der Abschlussprüfungen hängen sehr stark von sich über die Jahre verändernden Eingangsvoraussetzungen ab. MSBS ist eine sehr wichtige Unterstützung, vor allem auch vor dem Hin- tergrund, der zunehmenden Heterogenität und den Folgen von Corona zu begegnen. Die Ergebnisse der Abschlussprüfungen hängen sehr stark von sich
Benachteiligung sowie Begabten- über die Jahre verändernden Eingangsvoraussetzungen ab.
förderung durch das Förderpro- MSBS ist eine sehr wichtige Unterstützung, vor allem auch vor dem Hin-
gramm MSBS („Mehr Schulerfolg tergrund, der zunehmenden Heterogenität und den Folgen von Corona
an beruflichen Schulen“) zu begegnen.
Zielgruppe: Schüler*innen an be-
ruflichen Schulen
Implementierung von berufs- sprachlichem Förderunterricht an BS zur Verbesserung der Sprach- kompetenz der Schüler*innen Zielgruppe: Schüler*innen an be- ruflichen Schulen Schul- jahres- bezogen SchB Vergleiche der schulischen Leistungen der Schülergruppen verschiede- ner Jahrgänge sind aufgrund der stark variierenden Eingangsvorausset- zungen und divergierender Sprachkompetenzen als Indikator nicht ge- eignet. Ohne zusätzliche Förderung würden die Ergebnisse in jedem Fall schlechter ausfallen und die Abbruchquoten höher liegen. Die Sprachkompetenz nimmt im Verlauf des Schulbesuchs zu. Vor allem der berufssprachliche Förderunterricht wird sehr positiv aufgenommen.

Die Lernförderung

für Schüler*innen

ist etabliert.

Schul-

jahres-

bezogen

Schul-

jahres-

bezogen

Schul-

jahres-

bezogen

Vergleiche der schulischen Leistungen der Schülergruppen verschiede-

ner Jahrgänge sind aufgrund der stark variierenden Eingangsvorausset-

zungen und divergierender Sprachkompetenzen als Indikator nicht ge-

eignet. Ohne zusätzliche Förderung würden die Ergebnisse in jedem Fall

schlechter ausfallen und die Abbruchquoten höher liegen.

Die Sprachkompetenz nimmt im Verlauf des Schulbesuchs zu. Vor allem

der berufssprachliche Förderunterricht wird sehr positiv aufgenommen.

33

Nr. Ziel/e Maßnahme/n und Zeitplan Zuständig- Evaluation/Ergebnisse
Zielgruppe/n keit
58. Die nicht-traditio- nelle Berufswahl ist erhöht. Förderung geschlechtsuntypi- scher Berufswahlentscheidungen im Rahmen des Übergangsmana- gements Schule – Ausbildung, insbesondere bei den Berufsfach- schulen Zielgruppe: Schüler*innen (an den Berufsschulen) Förderung geschlechtsuntypi- Schul- jahres- bezogen SchA, SchB SchA, An allgemeinbildenden und beruflichen Schulen (z. B. Wirtschaftsschule)
scher Berufswahlentscheidungen SchB wird die geschlechtsuntypische Berufswahl durch verschiedene Ange-
im Rahmen des Übergangsmana- bote wie z. B. Berufsbasare, Tag des Handwerks, Berufsinformations-
gements Schule – Ausbildung, veranstaltungen und Berufspraktika gefördert.
insbesondere bei den Berufsfach-
schulen Die Kontaktinformationen der zuständigen Beratungslehrkräfte werden
zu Schuljahresbeginn an alle Schülerinnen und Schüler kommuniziert.
Zielgruppe: Schüler*innen (an den
Berufsschulen) Es wurde ein 1:1 Matching zwischen den Mitarbeitenden der Agentur für
Arbeit und den Beratungslehrkräften der Schulen implementiert.
SCHLAU stützt seine Beratung auf die Fähigkeiten und Neigungen der
Jugendlichen, und nicht ausschließlich auf das Geschlecht.
Gezielte Bewerbung und Diskus- sion der Angebote des Girls'- und des Boys´- Days im Unterricht an den Schulen Teilnahme von Multiplikator*innen oder ggf. Gruppen / Klassen an den Angeboten Zielgruppe: Schüler*innen/ po- tentielle Teilnehmer*innen des Girls'- und des Boys´- Days jährlich SchA, SchB in Koopera- tion mit GST und PA Der Girls‘ und Boys‘ Day wird an allen städtischen allgemeinbildenden und auch an beruflichen Schulen nach der Zeit der Corona-Pandemie wieder angeboten und an den Schulen intensiv beworben. Da sich das Projekt großer Beliebtheit erfreut, nehmen über alle Jahrgangsstufen der Mittelstufe Schülerinnen und Schüler daran teil.
59. Die Genderkompe- tenz bei Lehrkräf- ten, Verwaltungs- mitarbeitenden und Nachwuchskräften ist erhöht. Erweiterung der Genderkompe- Jährlich IPSN, SchA, SchB, SpS Geplante Veranstaltung von SpS in 2021 Corona-bedingt entfallen Qualifizierungskurs für Lehrkräfte „Schule der Vielfalt“ (23 TN): - Basismodul Anti-Bias Training und Wahlmodul Anti-Bias Übungen - Wahlmodul „Gender und Diversity“
tenz durch Fachtagungen, Fortbil-
dungen für Lehrkräfte, Verwal-
tungsmitarbeitende, Nachwuchs-
kräfte, gendergerechter Lehrmitte-
leinsatz und Unterrichtsentwick-
lung
Zielgruppe: Lehrkräfte, Verwal-
tungsmitarbeitenden und Nach-
wuchskräfte

Die nicht-traditio-

nelle Berufswahl ist

erhöht.

Schul-

jahres-

bezogen

Die Genderkompe-

tenz bei Lehrkräf-

ten, Verwaltungs-

mitarbeitenden und

Nachwuchskräften

ist erhöht.

Jährlich

IPSN,

SchA,

SchB, SpS

Geplante Veranstaltung von SpS in 2021 Corona-bedingt entfallen

Qualifizierungskurs für Lehrkräfte „Schule der Vielfalt“ (23 TN):

34

Nr. Ziel/e Maßnahme/n und Zeitplan Zuständig- Evaluation/Ergebnisse
Zielgruppe/n keit
Berufseinsteiger*innen- Jährlich IPSN IPSN BEST-Modul: „Kulturelle Vielfalt in der Schule. Interkulturelle Bildung in Unterricht, Elternarbeit“ (19 TN) Weitere Angebote wie der Qualifizierungskurs „Schule der Vielfalt“, wel- cher unterschiedliche Diversitätsdimensionen ins Auge fasst, wurde sehr gut angenommen. Jährliches Veranstaltungsangebot „Weiblich, männlich, divers – Der Schulische Umgang mit Diversity in der Geschlechtsidentität“
seminar BEST mit Fokus auf die
verschiedenen Diversitätsmerk-
male und deren Zusammenwir-
ken, d.h. die Effekte der Intersek-
tionalität auf Handlungsansätze in
kulturell diversen Klassenzimmern
Zielgruppe: Berufseinsteiger*in-
nen
60. Die Genderkompe- tenz bei Führungs- kräften in Schulen ist erhöht. Führungskräftequalifizierung Jährlich IPSN Konstruktives Führungshandeln als personale Kompetenz (9 TN) Demokratie lernen durch demokratisches Handeln (13 TN) Kommunikation I (8 TN) GFK-Übungsgruppe für Lehrkräfte, IPSN-Mitarbeiterinnen und Mitarbei- ter, ehrenamtliche NEST-Elternlotsinnen und -lotsen, BuT-Lernförder- kräfte (11 TN) kontinuierliche Qualifizierung von IPSN-Mitarbeiterinnen: Förderung der Teilnahme an den kommunalen Führungskräftequalifizierungen und am Mentoringprogramm für Frauen
durch Module zu Genderkompe-
tenz in den Grund- und Aufbau-
kursen an den kommunalen
Schulen (Realschulen, Gymna-
sien, Berufsschulen)
Methoden der wertschätzenden
Kommunikation im Hinblick auf
zunehmende Vielfalt in Schulklas-
sen, die ungeachtet des Ge-
schlechts, der ethnischen Her-
kunft und Religion wirksam sind,
v.a. gewaltfreie Kommunikation
Zielgruppe: Führungskräfte in
Schulen

BEST-Modul: „Kulturelle Vielfalt in der Schule. Interkulturelle Bildung in

Unterricht, Elternarbeit“ (19 TN)

Weitere Angebote wie der Qualifizierungskurs „Schule der Vielfalt“, wel-

cher unterschiedliche Diversitätsdimensionen ins Auge fasst, wurde sehr

gut angenommen.

Jährliches Veranstaltungsangebot „Weiblich, männlich, divers – Der

Schulische Umgang mit Diversity in der Geschlechtsidentität“

Die Genderkompe-

tenz bei Führungs-

kräften in Schulen

ist erhöht.

Jährlich

Konstruktives Führungshandeln als personale Kompetenz (9 TN)

Demokratie lernen durch demokratisches Handeln (13 TN)

Kommunikation I (8 TN)

GFK-Übungsgruppe für Lehrkräfte, IPSN-Mitarbeiterinnen und Mitarbei-

ter, ehrenamtliche NEST-Elternlotsinnen und -lotsen, BuT-Lernförder-

kräfte (11 TN)

kontinuierliche Qualifizierung von IPSN-Mitarbeiterinnen: Förderung der

Teilnahme an den kommunalen Führungskräftequalifizierungen und am

Mentoringprogramm für Frauen

35

Nr. Ziel/e Maßnahme/n und Zeitplan Zustän- Evaluation/Ergebnisse
Zielgruppe/n digkeit
61. Die ganztägige Schulkinderbetreu- ung ist bereitge- stellt und bedarfs- gerecht entwickelt. Erweiterung der schulischen Maß- Jährli- che An- passung SchA SchA Seit 2014 dient der vom damaligen Geschäftsbereich Schule und Sport - heute Referat für Schule und Sport bzw. Referat IV - und Referat für Ju- gend, Familie und Soziales gemeinsam entwickelte „Masterplan“ als kommunales Planungsinstrument für den bedarfsgerechten Ausbau der ganztägigen Bildungs-, Betreuungs- und Erziehungsangebote. Aktueller Stand der Betreuungsversorgung von Nürnberger Grundschul- kindern:  16.800 Kinder  11.900 Plätze im Hort, Mittagsbetreuung, gebundene und offene Ganztagsschule = 71%
nahmen für die ganztägige Schul-
kinderbetreuung (z. B. offene und
gebundene Ganztagsschule) zur
besseren Vereinbarkeit von Pri-
vatleben und Beruf.
Angesichts des demografischen
Wandels und eines ggf. Rechts-
anspruchs auf Ganztagsbetreu-
ung im Grundschulalter (abge-
stimmt mit den Betreuungsange-
boten von J)
Zielgruppe: Eltern, bzw. Erzie-
hungsberechtigte innerhalb der
Stadtgesellschaft
62. Die Zusammenar- beit der Schulen (insbesondere der Schulen mit Ganz- tagsangeboten) mit Sport-, Freizeit- und Kultureinrich- tungen ist geför- dert. Die Koordinierungsgruppe Kultu- Schul- jahres- bezogen SchA, SchB, SpS Projekt MädelsGOBasketball des Post SV Nürnberg e.V. mit wachsen- der Teilnehmerinnenzahl 200 Mädchen wöchentlich 20 Sportarbeitsgemeinschaften (SAGs) an Grundschulen 2 SAGs an Gymnasien Artio e.V. mit Basketball Angebot im offenen Ganztag einer Schule 2 Sportvereine (Post SV Nürnberg e.V. und ATV 1873 Frankonia Nürn- berg e.V.) als Träger von Ganztagsangeboten an 2 Nürnberger Schulen
relle Bildung, Sport in Schule und
Verein
in Kooperation mit dem BLSV
entwickelt und erweitert die Ange-
botsstruktur für die Schulen. Jun-
gen und Mädchen werden ermu-
tigt,
gleichermaßen auch an
Sport und Kulturaktivitäten
teilzunehmen, die traditionell dem
anderen Geschlecht zugeschrie-
ben werden.
Zielgruppe: Mädchen und Jungen

Die ganztägige

Schulkinderbetreu-

ung ist bereitge-

stellt und bedarfs-

gerecht entwickelt.

Jährli-

che An-

passung

Seit 2014 dient der vom damaligen Geschäftsbereich Schule und Sport -

heute Referat für Schule und Sport bzw. Referat IV - und Referat für Ju-

gend, Familie und Soziales gemeinsam entwickelte „Masterplan“ als

kommunales Planungsinstrument für den bedarfsgerechten Ausbau der

ganztägigen Bildungs-, Betreuungs- und Erziehungsangebote.

Aktueller Stand der Betreuungsversorgung von Nürnberger Grundschul-

kindern:

 16.800 Kinder

 11.900 Plätze im Hort, Mittagsbetreuung, gebundene und offene

Ganztagsschule = 71%

Die Zusammenar-

beit der Schulen

(insbesondere der

Schulen mit Ganz-

tagsangeboten) mit

Sport-, Freizeit-

und Kultureinrich-

tungen ist geför-

dert.

Schul-

jahres-

bezogen

SchA,

SchB, SpS

Projekt MädelsGOBasketball des Post SV Nürnberg e.V. mit wachsen-

der Teilnehmerinnenzahl

200 Mädchen wöchentlich

20 Sportarbeitsgemeinschaften (SAGs) an Grundschulen

2 SAGs an Gymnasien

Artio e.V. mit Basketball Angebot im offenen Ganztag einer Schule

2 Sportvereine (Post SV Nürnberg e.V. und ATV 1873 Frankonia Nürn-

berg e.V.) als Träger von Ganztagsangeboten an 2 Nürnberger Schulen

36

Nr. Ziel/e Maßnahme/n und Zeitplan Zustän- Evaluation/Ergebnisse
Zielgruppe/n digkeit
63. Die Anzahl von Männern in Fortbil- dungen ist erhöht. Zielgruppengerechte Angebote erstellen mit Umsetzung der BCN- Zielgruppenkonzeption (junge Su- chende, Newcomer + Deutsch ler- nen) Zielgruppe: potenzielle Teilneh- mer an Fortbildungen Zielgruppengerechte Angebote Mittelfristig über Pro- grammpla- nungspro- zess und Aufbau der Bildungsbe- ratung BCN/BZ BCN/BZ Über verschiedene Maßnahmen wie Fortbildung, Bildungsberatung und die Ansprache von männlichen Teilnehmenden in Deutsch- und Integrationskursen konnte der Anteil an männlichen Teilnehmenden um ca. 10 % erhöht werden.
erstellen mit Umsetzung der BCN-
Zielgruppenkonzeption (junge Su-
chende, Newcomer + Deutsch ler-
nen)
Zielgruppe: potenzielle Teilneh-
mer an Fortbildungen
64. Die Anzahl von Frauen in Fortbil- dungen im Bereich MINT ist erhöht. Zielgruppengerechte Angebote Mittelfristig über Pro- grammpla- nungspro- zess und Aufbau der Bildungsbe- ratung BCN/BZ Durch die Verankerung von MINT-Veranstaltungen im Kinderpro- gramm StB konnte die Teilnahme von Mädchen leicht erhöht werden.
erstellen mit Umsetzung der BCN-
Zielgruppenkonzeption (MINT)
Zielgruppe: potenzielle Teilneh-
merinnen an Fortbildungen im Be-
reich MINT
65. Die geschlechts- spezifische Benachteiligung ist beseitigt. „Jungs als Bildungsverlierer“ Ziel- gruppengerechte Angebote (#Campus 16+) Zielgruppe: Jungen „Jungs als Bildungsverlierer“ Ziel- Mittelfristig BCN/BZ Das Projekt „Campus 16+“ wird aufgrund von mangelnden personellen Ressourcen aktuell nicht weiterverfolgt
gruppengerechte Angebote über Pro-
(#Campus 16+) grammpla-
nungspro-
Zielgruppe: Jungen zess (mit
Aufbau der
Marke)

Die Anzahl von

Männern in Fortbil-

dungen ist erhöht.

Mittelfristig

über Pro-

grammpla-

nungspro-

zess und

Aufbau der

Bildungsbe-

ratung

Über verschiedene Maßnahmen wie Fortbildung, Bildungsberatung

und die Ansprache von männlichen Teilnehmenden in Deutsch- und

Integrationskursen konnte der Anteil an männlichen Teilnehmenden

um ca. 10 % erhöht werden.

Die Anzahl von

Frauen in Fortbil-

dungen im Bereich

MINT ist erhöht.

Mittelfristig

über Pro-

grammpla-

nungspro-

zess und

Aufbau der

Bildungsbe-

ratung

Durch die Verankerung von MINT-Veranstaltungen im Kinderpro-

gramm StB konnte die Teilnahme von Mädchen leicht erhöht werden.

Die geschlechts-

spezifische

Benachteiligung ist

beseitigt.

Das Projekt „Campus 16+“ wird aufgrund von mangelnden personellen

Ressourcen aktuell nicht weiterverfolgt

37

Nr. Ziel/e Maßnahme/n und Zeitplan Zustän- Evaluation/Ergebnisse
Zielgruppe/n digkeit
66. Die Grundlage für Gendergerechtig- keit ist in der früh- kindlichen Betreu- ung verankert. Erweiterung des Angebots „Bü- Kurzfristig realisierbar bei zusätzli- chem Per- sonal BCN/StB BCN/StB Das Angebot wurde ohne zusätzliches Personal auf 3 weitere Stand- orte übertragen; dadurch Gewinnung neuer Teilnehmer*innen.
cherzwerge – gezielte Leseförde-
rung von Anfang an!“ auf andere
Standorte von BCN/StB übertra-
gen
Zielgruppe: Kinder bis zum Vor-
schulalter
67. Die frühkindliche Im Rahmen der BCN-Bildungsbe- ratung Beratungsangebote für El- tern im weiteren Verlauf schaffen Zielgruppe: Eltern Im Rahmen der BCN-Bildungsbe- Mittelfristig bei Aufbau der Bil- dungsbera- tung BCN/BZ Der Bereich frühkindliche Bildung ist in den letzten Jahren von ziel- gruppenrelevanten Institutionen übernommen worden (Schulen, Bera- tungsstellen etc.). Das BZ wird daher das Thema nicht weiterverfolgen.
Betreuung sowie ratung Beratungsangebote für El-
die Beratung und tern im weiteren Verlauf schaffen
Unterstützung für
Eltern ist ausge- Zielgruppe: Eltern
baut.
68. Mädchen und Jun- Geschlechtsspezifische und ge- schlechtsreflektierte Angebote werden geplant, umgesetzt und evaluiert Zielgruppe: Mädchen und Jungen/ junge Frauen und Männer Fortlaufend J/B2- Ein- richtungs- leitungen und Abtei- lungslei- tungen Von den 440.750 Nutzungen im Jahr 2019 waren 42,73 % weiblich. Von den 356.036 Nutzungen im Jahr 2022 (ab April ohne Pandemie- auflagen) waren 40,77 % weiblich. Von den 267.761 Nutzungen Januar bis Juli 2023 waren 40,84 % weib- lich. Nicht nur in Nürnberg hat die Pandemie Mädchen und (junge) Frauen wieder verstärkt in den häuslichen/ familiären Bereich zurückgedrängt.
gen/ junge Frauen
und Männer nutzen
die Einrichtun-
gen/Angebote der
Offenen Kinder-
und Jugendarbeit
(OKJA) zu annäh-
rend gleichen Tei-
len.
69. In jedem Team der Berücksichtigung bei Ausschrei- bungen und Anwerben von Sozi- alpädagogen und Psychologen Zielgruppe: anzuwerbende Sozial- pädagogen und Psychologen Bei zu be- setzenden Stellen J/B2-EB- Abtei- lungslei- tung In jedem Team steht mindestens eine männliche Beratungsfachkraft zur Verfügung. Trotzdem ist die Zahl noch sehr unausgewogen. 13 weiblichen Fachkräften stehen nur 6 männliche Fachkräfte gegenüber.
Erziehungsbera-
tung stehen sowohl
männliche als auch
weibliche An-
sprechpersonen
zur Verfügung.

Die Grundlage für

Gendergerechtig-

keit ist in der früh-

kindlichen Betreu-

ung verankert.

Kurzfristig

realisierbar

bei zusätzli-

chem Per-

sonal

Das Angebot wurde ohne zusätzliches Personal auf 3 weitere Stand-

orte übertragen; dadurch Gewinnung neuer Teilnehmer*innen.

Mittelfristig

bei Aufbau

der Bil-

dungsbera-

tung

Der Bereich frühkindliche Bildung ist in den letzten Jahren von ziel-

gruppenrelevanten Institutionen übernommen worden (Schulen, Bera-

tungsstellen etc.). Das BZ wird daher das Thema nicht weiterverfolgen.

Geschlechtsspezifische und ge-

schlechtsreflektierte Angebote

werden geplant, umgesetzt und

evaluiert

Zielgruppe: Mädchen und Jungen/

junge Frauen und Männer

J/B2- Ein-

richtungs-

leitungen

und Abtei-

lungslei-

tungen

Von den 440.750 Nutzungen im Jahr 2019 waren 42,73 % weiblich.

Von den 356.036 Nutzungen im Jahr 2022 (ab April ohne Pandemie-

auflagen) waren 40,77 % weiblich.

Von den 267.761 Nutzungen Januar bis Juli 2023 waren 40,84 % weib-

lich.

Nicht nur in Nürnberg hat die Pandemie Mädchen und (junge) Frauen

wieder verstärkt in den häuslichen/ familiären Bereich zurückgedrängt.

Berücksichtigung bei Ausschrei-

bungen und Anwerben von Sozi-

alpädagogen und Psychologen

Zielgruppe: anzuwerbende Sozial-

pädagogen und Psychologen

Bei zu be-

setzenden

Stellen

J/B2-EB-

Abtei-

lungslei-

tung

In jedem Team steht mindestens eine männliche Beratungsfachkraft

zur Verfügung. Trotzdem ist die Zahl noch sehr unausgewogen. 13

weiblichen Fachkräften stehen nur 6 männliche Fachkräfte gegenüber.

38

Nr. Ziel/e Maßnahme/n und Zeitplan Zustän- Evaluation/Ergebnisse
Zielgruppe/n digkeit
70. Die Besucher*in- nen der Einrichtun- gen finden männli- che und weibliche Pädagog*innen als Ansprechpersonen vor. Nachwuchsförderung durch Prak- Bei zu be- setzenden Stellen J/B2-Ein- richtungs- leitungen und Abtei- lungslei- tungen J/B2-Ein- Insgesamt arbeiten (minus unbesetzter Stellen) 51 männliche und 68 weibliche Mitarbeitende in den Häusern (KiJHs + JTs). Der Fachbereich ist auf Berufsmessen und in Ausbildungsstätten ver- treten. Leider können immer weniger Praktikumsplätze besetzt werden.
tika; nahtlose Einstellungen nach richtungs-
Anerkennungsjahr; Übernahme leitungen
von Praktikant*innen nach Aner- und
kennungsjahr auch überplanmä- Abtei-
ßig lungslei-
tungen
Zielgruppe: anzuwerbende Päda-
gog*innen

Die Besucher*in-

nen der Einrichtun-

gen finden männli-

che und weibliche

Pädagog*innen als

Ansprechpersonen

vor.

Bei zu be-

setzenden

Stellen

Insgesamt arbeiten (minus unbesetzter Stellen) 51 männliche und 68

weibliche Mitarbeitende in den Häusern (KiJHs + JTs).

Der Fachbereich ist auf Berufsmessen und in Ausbildungsstätten ver-

treten. Leider können immer weniger Praktikumsplätze besetzt werden.

39

Geschlechtergerechte Stadtentwicklung

2.4 Geschlechtergerechte Stadtentwicklung

Unterschiedliche Menschen nutzen auch öffentliche Plätze, Bauten und Bereiche sehr verschieden. So wünschen und fordern z.B. Frauen und Männer für die Nutzung öffentlicher Bereiche ganz unterschiedliche Dinge. Um diese Aspekte zu berücksichtigen, sollen bereits bekannte Kriterien umgesetzt und bei neuen Projekten durch Beteiligungsmöglichkeiten Bedarfe erhoben werden. Auch die Mobilitätsbedürfnisse der Menschen abhängig von der jeweiligen Lebenssituation, der Herkunft, dem Geschlecht oder dem Alter unterscheiden sich. Daher muss die Zielsetzung einer geschlechtergerechten Stadtentwicklung die Schaffung gleicher Mobilitätschancen für alle sein. Vor diesem Hintergrund sind die weitere Verbesserung der Bedingungen für Zufußgehende und Radfahrende sowie der Ausbau und die Steigerung der Qualität des ÖPNV unerlässlich für eine gender- bzw. diversitygerechte Stadtentwicklung.

Nr. Ziel/e Maßnahme/n und Zeitplan Zuständig- Evaluation/Ergebnisse
Zielgruppe/n keit
71. Öffentliche Räume sind angstfrei ge- staltet. Zusammenstellung der Pla- fortlau- fend Ref. VI, UB Ref. VI, UB Scharfreiterring wurde inzwischen unter Berücksichtigung der angst- freien Gestaltung revitalisiert. Muggenhof wird derzeit unter Berücksichtigung der angstfreien Gestal- tung revitalisiert, Fertigstellung voraussichtlich 2024
nungskriterien im U-Bahnbe-
reich unter Berücksichtigung der
Merkmale Alter, Geschlecht, Be-
hinderung
Zielgruppe: Stadtgesellschaft
72. Die Gestaltung des öffentlichen Raums erfolgt unter dem Gesichtspunkt der gleichberechtigten Teilhabe. Ausweitung und Verstetigung von Bürger*innenbeteiligungen bei der Gestaltung des Öffentli- chen Raums, zum Beispiel bei Spielplätzen, Grünanlagen, Plät- zen Je nach Projekt: Bürger*inneninfo, Bürger*innen- gespräche, ePartizipation, Pla- nungswerkstätten und weitere Maßnahmen Zielgruppe: Stadtgesellschaft Ausweitung und Verstetigung Langfris- SÖR, Ref. VI in Koopera- tion mit Nutzer*in- nen (z.B. Ref. V/J) Ref. VI: Wird bei neuen Planungen umgesetzt 3.BM: Die Öffentlichkeitsbeteiligung erfolgt sehr häufig in mehreren Schritten, z.B. erst Ortsbegehung, dann Infoveranstaltung. Bei besonders großen und bedeutsamen Anlagen wird die Bürgerschaft häufig in weiteren Stufen, wie e-Partizipation eingebunden. Bei rund 95 % solcher Maßnahmen erfolgt eine Öffentlichkeitsbeteili- gung. Es wird geprüft, ob es Möglichkeiten gibt, zu erfassen, welche Bevölke- rungsgruppen sich beteiligen.
von Bürger*innenbeteiligungen tige Etab-
bei der Gestaltung des Öffentli- lierung
chen Raums, zum Beispiel bei von Bür-
Spielplätzen, Grünanlagen, Plät- ger*in-
zen nenbetei-
ligungen
Je nach Projekt: bei Um-
Bürger*inneninfo, Bürger*innen- und Neu-
gespräche, ePartizipation, Pla- gestal-
nungswerkstätten und weitere tungs-
Maßnahmen maßnah-
men in
Zielgruppe: Stadtgesellschaft den
nächsten
Jahren

Öffentliche Räume

sind angstfrei ge-

staltet.

fortlau-

fend

Scharfreiterring wurde inzwischen unter Berücksichtigung der angst-

freien Gestaltung revitalisiert.

Muggenhof wird derzeit unter Berücksichtigung der angstfreien Gestal-

tung revitalisiert, Fertigstellung voraussichtlich 2024

Die Gestaltung des

öffentlichen Raums

erfolgt unter dem

Gesichtspunkt der

gleichberechtigten

Teilhabe.

SÖR, Ref.

VI

in Koopera-

tion mit

Nutzer*in-

nen (z.B.

Ref. V/J)

40

Geschlechtergerechte Stadtentwicklung

Nr. Ziel/e Maßnahme/n und Zeitplan Zuständig- Evaluation/Ergebnisse
Zielgruppe/n keit
73. Beim Umbau bzw. bei der Neugestal- tung von Räumlich- keiten ist der ge- schlechterspezifi- sche Aspekt be- rücksichtigt. Hinterfragen der geplanten Maß- nahmen in Hinblick auf Ge- schlechterfragen: z.B. „Gibt es dunkle Ecken?“ Zielgruppe: Stadtgesellschaft Im Zu- sammen- hang mit geplanten baulichen und sons- tigen Maßnah- men NüBad Berücksichtigung und Bewertung der Rückmeldungen der Gäste des Nürnbergbades. Sensibilisierung der Mitarbeitenden für diesen Aspekt in Hinblick auf die jeweilige örtliche Situation und die Kommunikation mit den Besucherin- nen und Besuchern.
74. Der barrierefreie Zugang zum ÖPNV ist gewährleistet. Priorisierung und barrierefreier Fortlau- fend Vpl Die Planung des barrierefreien Ausbaus von Haltestellen erfolgt kontinu- ierlich.
Umbau der bereits erfassten
Bus- und Straßenbahnhaltestel-
len
Zielgruppe: Eltern(teile) mit Kin-
derwägen
75. Der ÖPNV ist aus- gebaut. Verlängerung der Straßenbahn Vpl Noch in Ausführung
zur Brunecker Straße:
Durchführung einer Nutzen-Kos-
ten-Untersuchung, Einleitung ei-
nes Planfeststellungsverfahrens,
Beantragung von Fördermitteln
Verlängerung der U-Bahnlinie 2019 - 2025 UB Baubeginn Anfang 2020 erfolgt, Fördermittelzusage nach Präsentation der Nutzen-Kosten-Untersuchung erhalten, Planfeststellung durchge- führt, Fertigstellung voraussichtlich 2026
U3 SW bis Gebersdorf
Zielgruppe: Stadtgesellschaft
76. Das alternative Mo- Ausweitung des Mobilpunktnet- zes im Stadtgebiet Zielgruppe: Stadtgesellschaft Ausweitung des Mobilpunktnet- Vpl in Ab- In 2023 wurde die 3. Ausbaustufe umgesetzt. Damit bestehen 78 Mobil- punkte mit fast 130 Carsharing-Fahrzeugen. Befragung der Nutzerinnen und Nutzer zeigt hohe Zufriedenheit.
bilitätsangebot Car- zes im Stadtgebiet stimmung
Sharing ist geför- mit DiP/OS
dert. Zielgruppe: Stadtgesellschaft (ePa), LA
(Vertrag)
und SÖR
(Aufbau)

Der barrierefreie

Zugang zum ÖPNV

ist gewährleistet.

Fortlau-

fend

Die Planung des barrierefreien Ausbaus von Haltestellen erfolgt kontinu-

ierlich.

Der ÖPNV ist aus-

gebaut.

2019 -

2025

Baubeginn Anfang 2020 erfolgt, Fördermittelzusage nach Präsentation

der Nutzen-Kosten-Untersuchung erhalten, Planfeststellung durchge-

führt, Fertigstellung voraussichtlich 2026

In 2023 wurde die 3. Ausbaustufe umgesetzt. Damit bestehen 78 Mobil-

punkte mit fast 130 Carsharing-Fahrzeugen. Befragung der Nutzerinnen

und Nutzer zeigt hohe Zufriedenheit.

41

Nr. Ziel/e Maßnahme/n und Zeitplan Zuständig- Evaluation/Ergebnisse
Zielgruppe/n keit
77. Die Bedingungen für Zufußgehende sind verbessert. Erarbeitung eines Fußverkehrs- Vpl/M Vpl/M Fußverkehrsstrategie wurde erarbeitet und vom AfV beschlossen. Nach und nach sollen alle Stadtteile innerhalb des Rings auf Fußgänger- freundlichkeit untersucht und die Bedingungen/Sicherheit für den Fuß- verkehr verbessert werden.
konzepts
Zielgruppe: Zufußgehende
78. Die Bedingungen für Radfahrende sind verbessert. Projekt „Radständer für die Vpl/M SÖR (Auf- bau) Das achte Radständerprojekt mit Onlinebeteiligung ist angelaufen.
Stadtteile“, Errichtung von
Radabstellanlagen in Projektge-
bieten mit
e-Partizipation
Zielgruppe: Radfahrende

Die Bedingungen

für Zufußgehende

sind verbessert.

Fußverkehrsstrategie wurde erarbeitet und vom AfV beschlossen. Nach

und nach sollen alle Stadtteile innerhalb des Rings auf Fußgänger-

freundlichkeit untersucht und die Bedingungen/Sicherheit für den Fuß-

verkehr verbessert werden.

Die Bedingungen

für Radfahrende

sind verbessert.

Vpl/M

SÖR (Auf-

bau)

42

2.5 Antidiskriminierung

Diskriminierung bezeichnet eine Benachteiligung aufgrund von Kategorien wie Geschlecht, ethnischer oder sozialer Herkunft, Religion oder Weltanschauung, Alter, Behinderung, sexueller Orientierung oder Geschlechtsidentität und Sprache. Ziel der städtischen Antidiskriminierungspolitik ist es, für die Stärkung der Chancengleichheit und Gleichberechtigung aller Menschen einzutreten und jeder Form von Diskriminierung oder gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit entgegen zu wirken. Der Schutz vor Diskriminierung kann sowohl das Verbot von Benachteiligung beinhalten als auch die gezielte Förderung von benachteiligten Personen oder Gruppen. Wichtig hierbei ist, die Lebensrealitäten der Bürger*innen spezifisch zu erfassen, um Bedarfe zu identifizieren und gezielte Maßnahmen ergreifen zu können. In diesem Sinne erarbeitet die Beauftragte für Diskriminierungsfragen in Kooperation mit Akteur*innen aus der Stadtverwaltung und der Stadtgesellschaft derzeit im Auftrag der Stadtratsfraktionen den Masterplan Queeres Nürnberg.

Nr. Ziel/e Maßnahme/n und Zeitplan Zuständig- Evaluation/Ergebnisse
Zielgruppe/n keit
79. Öffentliche Aktio- Aktionen an Gedenktagen Einzelveranstaltungen zu inhaltli- chen Schwerpunkten Zielgruppe: LSBTI Aktionen an Gedenktagen 2 x jähr- lich MRB- BfD/LSBTI MRB- Ziel erreicht: Beauftragte für Diskriminierungsfragen führt zusammen mit der Stadtbibliothek jährlich die Aktionswochen Queer im Mai durch und beteiligt sich an Aktionen anlässlich Gedenktagen. Darüber hinaus gibt es unterschiedliche städtische Veranstaltungen zu den PRIDE Weeks. Außerdem wurde 2023 ein Regenbogenzebrastreifen installiert und Re- genbogenflaggen werden jährlich anlässlich der Pride Weeks gehisst. Durch entsprechende Formate gibt es zwischenzeitlich regelmäßige Veranstaltungen auch in der Jugend- und Senior*innenarbeit.
nen und Veranstal- BfD/LSBTI
tungen zum The- Einzelveranstaltungen zu inhaltli-
menbereich Les- chen Schwerpunkten
ben, Schwule, Bi-
Trans- und Interse- Zielgruppe: LSBTI
xuelle (LSBTI) sind
durchgeführt.
80. In der lokalen Anti- Mitarbeit in der lokalen Antidiskri- Fortlau- fend MRB- BfD/LSBTI Ziel erreicht: Das Beratungsangebot zu Queeren Themen und für die Queere Community wurde ausgebaut und in den Strategieentwicklungs- prozessen horizontal verankert.
diskriminierungsar- minierungsstrategie
beit ist das Thema
LSBTI berücksich- Zielgruppe: Akteur*innen in der
tigt. Antidiskriminierungsarbeit
81. LSBTI-Geflüchtete sind geschützt vor Diskriminierung und Gewalt. Verstetigung des Arbeitskreises Flucht und LSBTI Zielgruppe: LSBTI-Geflüchtete Fortlau- fend MRB- BfD/LSBTI Ziel teilweise erreicht: Schutzunterkünfte bestehen, darüber hinaus be- steht ein hoher Schutzbedarf der Zielgruppe. Nicht alle Betroffenen ha- ben Zugang zu Schutzunterkünften. AK-Treffen fanden mangels Res- sourcen noch nicht statt. Neuauflage eines Austauschs nach Neubeset- zung der Fachstelle für Geflüchtete.

2 x jähr-

lich

Ziel erreicht: Beauftragte für Diskriminierungsfragen führt zusammen mit

der Stadtbibliothek jährlich die Aktionswochen Queer im Mai durch und

beteiligt sich an Aktionen anlässlich Gedenktagen. Darüber hinaus gibt

es unterschiedliche städtische Veranstaltungen zu den PRIDE Weeks.

Außerdem wurde 2023 ein Regenbogenzebrastreifen installiert und Re-

genbogenflaggen werden jährlich anlässlich der Pride Weeks gehisst.

Durch entsprechende Formate gibt es zwischenzeitlich regelmäßige

Veranstaltungen auch in der Jugend- und Senior*innenarbeit.

Fortlau-

fend

MRB-

BfD/LSBTI

Ziel erreicht: Das Beratungsangebot zu Queeren Themen und für die

Queere Community wurde ausgebaut und in den Strategieentwicklungs-

prozessen horizontal verankert.

43

Nr. Ziel/e Maßnahme/n und Zeitplan Zuständig- Evaluation/Ergebnisse
Zielgruppe/n keit
82. Rassismus und Diskriminierung sind bekämpft. Zielgruppenspezifische Unter- Fortlau- fend SHA SHA Diese Unterkünfte bestehen weiterhin. Mittlerweile ist beabsichtigt, dass auch die Regierung von Mittelfranken eine zusätzliche Einrichtung (An- schluss) eröffnen wird.
künfte für Geflüchtete bleiben er-
halten
Zielgruppe: Geflüchtete
83. Gewährleistung ei- ner toleranten und offenen jungen Ge- neration Toleranzstiftende Projekte wie Schul- jahres- bezogen SchA, SchB In Nürnberg sind seit 2008 inzwischen 44 Schulen sämtlicher Schularten
durch „Schule ohne Rassismus – Teil des Netzwerks.
Schule mit Courage“ an den
Schulen fördern Besonders wichtig ist die Selbstverpflichtung, welche mindestens ein
jährliches Projekt vorgibt und damit die Qualität des Netzwerks unter-
Zielgruppe: Schüler*innen streicht.
84. Kompetenzen sich Schulungen zur Zivilcourage Zielgruppe: Stadtgesellschaft Schulungen zur Zivilcourage Mittel- fristig BCN/BZ Kurse und Veranstaltungen mit dem Thema „Antidiskriminierung“ sind regelmäßig im Portfolio der Fachteams „Gesellschaft und Kultur“ und „Grundbildung“ (Schulabschlüsse) verankert. Kurse und Veranstaltungen mit dem Thema „Antidiskriminierung“ sind
in vielen Lebenssi- regelmäßig im Portfolio der Fachteams „Gesellschaft und Kultur“ und
tuationen ange- Zielgruppe: Stadtgesellschaft „Grundbildung“ (Schulabschlüsse) verankert.
messen gegen Be-
nachteiligungen
einzusetzen sind
angeeignet.
85. Im Aktionsplan zur Die Maßnahmen berücksichtigen geschlechterspezifische Bedürf- nisse/Aspekte. Zielgruppe: Stadtgesellschaft 2021 Ref. V / Koordinie- rungs- gruppe Inklusion Der Aktionsplan UN-BRK berücksichtigt geschlechterspezifische Bedürf-
Umsetzung der Be- nisse/Aspekte. Spezielle Maßnahmen sind die Website zur „Vertrauli-
hindertenrechts- chen Spurensicherung bei sexualisierter Gewalt“ in Leichter Sprache
konvention der Ver- und die Gebärdendolmetschung der Informationen zur Vertraulichen
einten Nationen Spurensicherung sowie die unter Ziel Nr. 53 gelisteten Maßnahmen:
(UN-BRK) findet Selbstverteidigungskurs für gehörlose Mädchen und Frauen und die
die Diversitätsdi- Vermittlung von Wissen zum Thema „sexuelle Gewalt“ in Einrichtungen
mension „Ge- für Frauen und Männer mit geistiger Behinderung in Leichter Sprache.
schlecht/Gender“ Der Aktionsplan Inklusion wird in 2021 Ref.V / KoG Inklu- sion Der Erste Aktionsplan UN-BRK ist in geschlechtergerechter Sprache for- muliert. Auch die Fortschreibung des Aktionsplans über die Website www.inklusion.nuernberg.de ist und wird in geschlechtergerechter Spra- che geschrieben. Der Erste Aktionsplan UN-BRK ist in geschlechtergerechter Sprache for-
als Querschnitts- geschlechtergerechter Sprache muliert. Auch die Fortschreibung des Aktionsplans über die Website
thema Berücksichti- formuliert www.inklusion.nuernberg.de ist und wird in geschlechtergerechter Spra-
gung. che geschrieben.
Zielgruppe: Stadtgesellschaft

Rassismus und

Diskriminierung

sind bekämpft.

Fortlau-

fend

Diese Unterkünfte bestehen weiterhin. Mittlerweile ist beabsichtigt, dass

auch die Regierung von Mittelfranken eine zusätzliche Einrichtung (An-

schluss) eröffnen wird.

Gewährleistung ei-

ner toleranten und

offenen jungen Ge-

neration

Schul-

jahres-

bezogen

SchA,

SchB

Mittel-

fristig

Die Maßnahmen berücksichtigen

geschlechterspezifische Bedürf-

nisse/Aspekte.

Zielgruppe: Stadtgesellschaft

Ref. V /

Koordinie-

rungs-

gruppe

Inklusion

Ref.V /

KoG Inklu-

sion

44

Nr. Ziel/e Maßnahme/n und Zeitplan Zuständig- Evaluation/Ergebnisse
Zielgruppe/n keit
86. Alle Veranstaltun- gen der GST sind nach Bedarf barrie- refrei. Bereitstellung von Gebärden-Dol- metscher*innen, wenn erforderlich Möglichkeit bei Anmeldungen, Be- darf anzukreuzen Zielgruppe: gehörlose Menschen Fortlau- fend GST Bei Veranstaltungen der Gleichstellungsstelle besteht die Möglichkeit, Dolmetschleistungen in Gebärdensprache durch Ankreuzen auf Anmel- deformularen/Online-Services in Anspruch zu nehmen. Im Berichtszeitraum wurde dies von gehörlosen Menschen jedoch nicht nachgefragt.

2.6 Geschlechtergerechte Gesundheit

Männer und Frauen reagieren auf Umwelt und Krankheiten unterschiedlich – und dieser Unterschied verändert sich stetig. Daher wird in der Medizin und Gesundheitsförderung die Notwendigkeit der Berücksichtigung des Geschlechts immer deutlicher. Neben dem biologischen hat auch das soziale Geschlecht eine entscheidende Bedeutung. In der Gendermedizin steht die Beschäftigung mit dem durch das soziale Umfeld und Rollenzuschreibungen zugewiesenen Geschlecht im Zentrum des Interesses. Diese Erkenntnisse sollen sowohl in die strukturelle Gestaltung von Rahmenbedingungen, sowie in die Erfassung und Bewertung von Krankheitsbildern Eingang finden, als auch bei der Planung und Durchführung praktischer Gesundheitsangebote berücksichtigt werden.

Nr. Ziel/e Maßnahme/n und Zeitplan Zuständig- Evaluation/Ergebnisse
Zielgruppe/n keit
87. Das Gender Mainstreaming ist in allen Angeboten vom Gh berück- sichtigt. Systematische Berücksichtigung Fortlaufend Gesamt Gh, insbe- sondere Gh/Gf-Stu- dio G/Gf-Stadt Gh/Inf-FSG Gh/MD- SpDi Gesamt Ref. III
des Genderaspekts in den An- Gh, insbe- Die Fachstelle für sexuelle Gesundheit berät Menschen aller Ge-
geboten des Gesundheitsstu- sondere schlechtsidentitäten.
dios und auch bei den Aktivitä- Gh/Gf-Stu-
ten der stadtteilbezogenen Ge- dio Die Angebote des Gesundheitsstudios richten sich an alle Kinder und
sundheitsförderung G/Gf-Stadt Jugendliche unabhängig des Geschlechts. Dadurch kann ein ge-
Gh/Inf-FSG schützter und wohlwollender Raum bei den Angeboten zur Verfügung
Beratung für alle Geschlechtsi- Gh/MD- gestellt und durch die Mitarbeitenden gewährleistet werden.
dentitäten in der Fachstelle für SpDi
sexuelle Gesundheit und dem Das Stadtteilprojekt hat während seiner Laufzeit spezifische Angebote
SpDi für Frauen bereitgestellt; insbes. für Frauen mit Migrationshintergrund.
Zielgruppe: Stadtgesellschaft Das Projekt Jungen- und Männergesundheit adressiert gesundheitsför-
derliche Angebote für Jungen und Männer.

Das Gender

Mainstreaming ist

in allen Angeboten

vom Gh berück-

sichtigt.

Fortlaufend

45

Nr. Ziel/e Maßnahme/n und Zeitplan Zuständig- keit Evaluation/Ergebnisse
Zielgruppe/n
88. Eine gendersen- sible Gesundheits- berichterstattung ist etabliert. Alle Auswertungen finden expli- Fortlaufend Gh/Gf-GBE Ref. III Nach der Corona-Pandemie wurde die Arbeit der Gesundheitsbericht- erstattung 2023 wiederaufgenommen.
zit gendersensibel statt, z. B.
Todesursachenstatistik, Schu-
leingangsuntersuchung, weitere
kleinräumige Datenauswertun-
gen
Zielgruppe: Stadtgesellschaft
89. Die Grundlage für den weiteren Aus- bau der ge- schlechtsbezoge- nen Gesundheits- förderung von Jun- gen und Männern ist geschaffen. Entwicklung einer Gesamtstrate- Coronabe- dingt aus- gesetzt, Wiederauf- nahme ab 01.07.2021 bzw. 01.01.2022 geplant. Ende: 31.12.2023 Gh/Gf-JM Die Stelle zur Koordination Jungen- und Männergesundheit wurde ein- gerichtet. Bedingt durch die Corona-Pandemie musste die Koordina- tion ausgesetzt werden. Dafür konnte die Projektlaufzeit verlängert werden. Die Bestands- und Bedarfserhebung ist nahezu abgeschlos- sen. Ein Netzwerk zur Jungen- und Männergesundheit konnte aufge- baut werden. Erste Projekte wurden und werden durchgeführt.
gie „Jungen- und Männer-
gesundheit in Nürnberg“
Einrichtung einer Koordinie-
rungsstelle Männergesundheit
Entwicklung und Umsetzung von
ressortübergreifenden Ansätzen
zur Entwicklung ineinandergrei-
fender lebenslagenspezifischer
gesundheitsbezogener Ange-
bote
Zielgruppe: Jungen und Männer
Gründung eines Netzwerks Jun- gen- und Männergesundheit in Nürnberg im Rahmen des Mo- dellprojekts Nürnberg mit der Techniker Kranken- kasse und Gh Zielgruppe: in der Jungen- und Männergesundheit tätige Be- schäftigte/Institutionen/Vereine Coronabe- dingt aus- gesetzt, Wiederauf- nahme ab 01.07.21 oder 01.01.23 geplant. GST, Gh Das Netzwerk hat sich gegründet. Verantwortlichkeit ist an Gh - Fachstelle geschlechtersensible Präven- tion übergegangen. Das Netzwerk wächst weiter und trifft sich regelmäßig

Zuständig-

keit

Eine gendersen-

sible Gesundheits-

berichterstattung ist

etabliert.

Ref. III

Nach der Corona-Pandemie wurde die Arbeit der Gesundheitsbericht-

erstattung 2023 wiederaufgenommen.

Die Grundlage für

den weiteren Aus-

bau der ge-

schlechtsbezoge-

nen Gesundheits-

förderung von Jun-

gen und Männern

ist geschaffen.

Coronabe-

dingt aus-

gesetzt,

Wiederauf-

nahme ab

01.07.2021

bzw.

01.01.2022

geplant.

Ende:

31.12.2023

Die Stelle zur Koordination Jungen- und Männergesundheit wurde ein-

gerichtet. Bedingt durch die Corona-Pandemie musste die Koordina-

tion ausgesetzt werden. Dafür konnte die Projektlaufzeit verlängert

werden. Die Bestands- und Bedarfserhebung ist nahezu abgeschlos-

sen. Ein Netzwerk zur Jungen- und Männergesundheit konnte aufge-

baut werden. Erste Projekte wurden und werden durchgeführt.

46

Nr. Ziel/e Maßnahme/n und Zeitplan Zuständig- keit Evaluation/Ergebnisse
Zielgruppe/n
90. Männer nehmen die Fürsorge für ihre Gesundheit wahr. Weltmännertag 03.11. Thema Gesundheit Veranstaltung(en) zu Männer- gesundheit Aktion/Kampagne, z. B. Novem- ber Zielgruppe: Männer Jährlich GST Im Rahmen der Männerwochen 2022 haben Angebote und Veranstal- tungen zu Männergesundheit und Prävention stattgefunden. Themen waren Essstörungen, Resilienz, Sexualität und Männerherzen.
91. Der Zugang zu (muttersprachli- cher) Gesundheits- versorgung und -förderung für Ge- flüchtete ist ge- währleistet. Fortführungen der Medizini- Fortlaufend Gh/MD- Asyl In Koopera- tion mit weiteren externen Partner*in- nen Die Medizinische Fachstelle für Flüchtlinge mit Fachstelle Trauma wurde bis 12/2025 verlängert.
schen Fachstelle/Flüchtlinge mit
Fachstelle Trauma mit besonde-
rer Berücksichtigung der gen-
dersensiblen Versorgung
Genderadäquate Personalaus-
stattung
Zielgruppe: Geflüchtete
92. Die geschlechts- sensible Gesund- heit älterer Men- schen ist gefördert. Punktuelle Angebote zu Frauen- und Männergesundheit (gemäß unterschiedlicher geschlechts- spezifischer Gesundheitsprob- leme von Senior*innen) Zielgruppe: Senior*innen Fortlaufend SenA Frauen: Angebote sind bereits stetige Kursangebote Männer: Teils verstetigte Angebote, teils Verstetigung geplant.

Zuständig-

keit

Der Zugang zu

(muttersprachli-

cher) Gesundheits-

versorgung und

-förderung für Ge-

flüchtete ist ge-

währleistet.

Gh/MD-

Asyl

In Koopera-

tion mit

weiteren

externen

Partner*in-

nen

Die Medizinische Fachstelle für Flüchtlinge mit Fachstelle Trauma

wurde bis 12/2025 verlängert.

47

Download ↓