Städtepartnerschaft Nürnberg – Braşov (Kronstadt) in Rumänien (Absichtserklärung)
Antrag der CSU- und SPD-Fraktion vom 25. Juli 2023
1. Beginn der Beziehungen zwischen Nürnberg und Braşov (Kronstadt)
Gemeinsame Interessen im Rahmen der europäischen Verkehrsplanung und der Beitritt Rumäniens zur Europäischen Union am 01.01.2007 waren ausschlaggebend für eine Annäherung und gegenseitige Besuche zwischen der Stadt und Metropolregion Nürnberg und der Stadt und Region Braşov (Kronstadt) in Rumänien.
Am 21.07.2006 wurde eine Absichtserklärung zur Kooperation und Intensivierung der Beziehungen zwischen der Stadt Braşov (Kronstadt) und der Stadt Nürnberg durch Oberbürgermeister Dr. Maly und Repräsentanten der Stadt und Region Braşov (Kronstadt) in Nürnberg unterzeichnet. Neben einer Kooperation im Rahmen der Eisenbahn-Achse Athen/Constanza – Nürnberg/Dresden („TEN 22“) wurde ein Austausch und eine Zusammenarbeit in den Bereichen Verkehr, Umweltschutz, Bildungswesen, Kultur und Tourismus und anderen, beiderseits interessierenden Bereichen sowie ein Austausch der Bürgerinnen und Bürger beider Städte, insbesondere die Begegnung von jungen Menschen angestrebt.
Ergänzt wurde diese erste Erklärung am 20. Juni 2014 durch eine weitere Absichtserklärung, die während des Aufenthaltes einer Delegation der Stadt Braşov (Kronstadt) in Nürnberg von Oberbürgermeister Dr. Maly und Bürgermeister Scripcaru unterzeichnet wurde. Schwerpunkt der Erklärung war die Förderung des kulturellen und sportlichen Austausches sowie die Intensivierung von Begegnungen junger Menschen und der Zusammenarbeit von Experten beider Stadtverwaltungen.
Seit Beginn der freundschaftlichen Kontakte finden Aktivitäten und gemeinsame Projekte in beiden Städten statt, die einerseits von IB initiiert oder koordiniert werden, andererseits aber auch von den verschiedenen rumänischen Vereinen und Organisationen organisiert werden. Eine wichtige Rolle spielen dabei ehemalige rumänische Bürgerinnen und Bürger, die teilweise schon seit vielen Jahren in Nürnberg leben, in Kontakt mit ihrer alten Heimat sind und sich stark für die Verbindung zwischen beiden Städten bzw. Ländern einsetzen und sich in den verschiedenen Vereinen engagieren. Dazu zählen v.a. Romanima e.V., das Deutsch- Rumänische Kulturzentrum DACIA e.V. und der Verein Haus der Heimat e.V.
2. Bisherige Aktivitäten
Schwerpunkt der Aktivitäten liegen seit Beginn der Beziehungen im kulturellen Austausch und im Bereich Bildungs- und Jugendarbeit, vor allem in Form von Kunstprojekten, Ausstellungen, Vernetzung von Schulen und Ausbildungsstätten, Jugendaustausch, Autoren- und Journalistenbegegnungen, Wirtschafts- und Bildungskonferenzen, Bürgerreisen und deutschrumänischen Festen.
Der Verein Romanima e.V. betreibt seit 2006 die Bude Braşov/Kronstadt am Markt der Partnerstädte. Am Christkindlesmarkt treten regelmäßig Künstlerinnen und Künstler aus Braşov (Kronstadt) auf. Die Braşov/Kronstadt Bude des Romanima-Vereins ist ein beliebter Treffpunkt von allen Unterstützenden und Freunden der rumänischen Kultur.
Seit 2010 gibt es in Braşov (Kronstadt) einen Weihnachtsmarkt nach deutschem Vorbild, der unter Mithilfe und Beratung durch Nürnberger Marktfachleute organisiert wurde. An der Nürnberg Bude werden seitdem neben Informationen zu Nürnberg auch Nürnberger Lebkuchen, Glühwein, Rostbratwürstchen und andere fränkische Spezialitäten angeboten. Für
das Jahr 2024 bat Bürgermeister Coliban um weitere Unterstützung aus Nürnberg für eine besonders schöne Nürnberg Bude und den Besuch des Christkinds zur Eröffnung. Das deutsch-rumänische Sommerfest, organisiert von Romanima e.V. und unterstützt von IB, findet seit 17 Jahren jedes Jahr auf dem Kornmarkt statt, oft auch unter Beteiligung von Kulturgruppen und Delegationen aus Braşov (Kronstadt). Es wird ausschließlich von Ehrenamtlichen des Vereins gestemmt und bietet ein buntes Wochenende mit musikalischem Bühnenprogramm und rumänischen Spezialitäten an, das Tausende von Bürgerinnen und Bürger anlockt. Romanima e.V. ist ein interkultureller Verein mit rumänischen Wurzeln. Er bietet allen Interessierten, und vor allem Menschen mit rumänischer Herkunft, einen Ort des Zusammenkommens und des Austausches. Mit regelmäßigen Kulturangeboten wie Theater, Tanz, Ausstellungen und Festlichkeiten bereichert der Verein Romanima e.V. die kulturelle Landschaft Nürnbergs.
Am Theaterprojekt „Schattenorte“ des Staatstheaters nahmen im Jahr 2006 15 Jugendliche aus Braşov (Kronstadt) teil und im Jahr 2009 besuchte eine Nürnberger Jugendgruppe Braşov(Kronstadt).
2009 fand die Kulturveranstaltung „Eines Tages in Siebenbürgen“ mit Bühne am Jakobsplatz und im Rathaus statt.
Zwei Glasbläser aus Braşov (Kronstadt) zeigten im Jahr 2011 beim IB-Fest auf dem Hans- Sachs-Platz ihre Kunst und ließen zarte Glasobjekte entstehen und die Live-Auftritte der Ritter und der Feuertruppe „Hypnosis of fire“ aus Braşov begeisterten die zahlreichen Besucherinnen und Besucher dieses Festes.
Im September 2011 startete IB ein Austauschprojekt von Nürnberger und Braşover Künstlerinnen und Künstlern. Nürnberger Fotokünstler porträtieren über 30 Persönlichkeiten in Nürnberg und entwickeln ein interessantes Konzept, welches bei einer Ausstellung in Braşov (Kronstadt) präsentiert wurde.
Bei einer Lesung im Internationalen Haus (2011) stellte die aus Braşov (Kronstadt) stammende und seit 1970 in Deutschland lebende Autorin Karin Bruder ihren (Jugend-)Roman „Zusammen allein“ vor, der in Braşov (Kronstadt) und anderen Orten Rumäniens spielt.
Am Hermann-Kesten-Stipendium des IB nahm 2008 Adrian Lacatus, 2010 Dan Marius Taranu, 2012 der junge Schriftsteller Andrei Dosa und 2016 Alina Andrei, teil. Vor allem mit Adrian Lacatus, der inzwischen als Professor an der renommierten Transilvanian University Braşov arbeitet, besteht noch guter Kontakt.
Die Stadt Braşov (Kronstadt) 2013 lud Nürnberg zur Teilnahme an einem Kunstprojekt ein. Ein Nürnberger Künstler konnte gemeinsam mit anderen internationalen Künstlerinnen und Künstlern seine Arbeiten in der kleinen städtischen Galerie präsentieren.
Bei allen Kunstprojekten zwischen Nürnberg und Braşov (Kronstadt) spielt die rumänische Galerie „Tiny Griffon Gallery“ geleitet von der Kuratorin Frau Dr. Simion eine wichtige Rolle. Am 17. Oktober 2014 wurde dort die Ausstellung „Gedächtnis einer Stadt“ mit alten Familienfotos und einem Vortrag des ehemaligen Stipendiaten Adrian Lakatus über die multikulturelle Gesellschaft in Braşov (Kronstadt) präsentiert. Die Kunstausstellungen „Lichtspuren“ und „Lotussteine“ im Jahr 2016 führten zu intensiven Begegnungen mit Kunstschaffenden aus Braşov (Kronstadt).
Der Nürnberger Künstler Thomas May nahm im selben Jahr an der 2. Auflage der Künstlerresidenz für zeitgenössische Kunst in Braşov (Kronstadt) teil. Organisiert wird das Programm von dem Kulturzentrum Reduta in Kooperation mit dem Deutschen Kulturzentrum
Kronstadt, bei dem internationale und rumänische Kunstschaffende zusammen wohnen und arbeiten.
Seit 2017 kuratiert die „Tiny Griffon Gallery“ jährlich eine Ausstellung eines Künstlers oder Künstlerin aus Braşov (kronstadt) im Foyer des Internationalen Hauses und stellt damit fruchtbare Verbindungen zwischen der Kunstszene in Nürnberg und Braşov (Kronstadt) her.
Auch der Stadtverband der Kleingärtner organisierte 2017 ein Kunstcamp in Nürnberg und lud auf Vermittlung des deutsch-rumänischen Kulturvereins Romanima e.V. eine Bildhauerin aus Rumänien ein. (2017)
Der Nürnberger Künstler Capar Hüter nahm an der 3. Auflage der Künstlerresidenzen für zeitgenössische Kunst in Braşov (Kronstadt) teil (2017).
Die Nürnberg Künstlergruppe „Der KREIS“ wurde 2018 zu einer Gruppenausstellung mit Werkgesprächen und Symposien nach Braşov (Kronstadt) eingeladen.
Im Oktober 2019 fand die erste Kunstbiennale in Braşov (Kronstadt) statt, bei der zwei Kuratorinnen, aus Nürnberg und Braşov (Kronstadt) Hand in Hand das Programm gestalteten und Nürnberger Kunst präsentierten. (2019)
Werke des Künstlers Dimitriu Schiopu wurden 2019 im Foyer des Internationalen Haus ausgestellt und an der Universität Transilvania/ Braşov gezeigt.
Der Bach Chor St. Lorenz begeisterte 2019 die Bürgerinnen und Bürger in Braşov (Kronstadt) bei seinem Konzert in der schwarzen Kirche ebenso wie das traditionelle Oktoberfest, das jährlich unter Anwesenheit eines Nürnberger Repräsentanten eröffnet wird.
2019 las Mihai Ignat von der Universität Transilvania/Braşov bei Literatur ohne Grenzen.
2020 fand in Nürnberg eine Ausstellung der für die Biennale in Braşov (Kronstadt) entstandenen Arbeiten der Künstlerin Petra Krischke statt sowie die Ausstellung “Nürnberg Inspirierend” des rumänischen Künstlers Doru Crihana.
2021 wurde in Nürnberg die Ausstellung “Die unendliche Geschichte” mit Werken der Künstlerfamilie Mattis-Teutsch gezeigt. Die Nürnberger Künstlerin Anja Melndijk nahm bei der 2. Biennale in Braşov (Kronstadt) teil.
Die Ausstellung „Balkanika“ mit Werken der Braşov (Kronstadt) Künstlerin Iulia Schiopu wurde 2022 im Foyer des Internationalen Hauses präsentiert. Im selben Jahr fand eine zweisprachige Lesung mit dem Schriftsteller Flavius Ardelean im Rahmen von Literatur ohne Grenzen statt.
Es fanden auch bereits mehrere Jugendbegegnungen statt: Durchgeführt vom Turnverein Eibach und finanziert von IB, Jugendamt, Sportservice und Bayerischer Sportjugend sowie privaten Sponsoren, begegneten sich im Rahmen der 4. internationalen Jugendbegegnung junge Menschen aus Braşov (Kronstadt) und Nürnberg (2017).
2018 besuchten die jungen Handballer des Turnvereins Eibach Braşov (Kronstadt).
2022 war eine Jugendgruppe aus Braşov (Kronstadt) beim Nürnberger Jugendhaus Nordlicht zu Gast.
Zum Aufbau und zur Festigung der internationalen Jugendarbeit entstand ein mehrteiliger Fachkräfteaustausch mit jungen Erwachsenen zwischen Nürnberg, Braşov (Kronstadt) und
Krakau, zunächst mit einer digitalen Kick-off Veranstaltung in 2020 und einem Aufenthalt in Präsenz in Nürnberg 2021. Das Projekt wird bis Ende 2023 fortgesetzt und über das europäische Förderprogramm Erasmus+, dem Deutsch-Polnischen Jugendwerk und aus städtischen Eigenmitteln finanziert. Aus den Kontakten entstand ein reger Austausch mit einer Jugendorganisation in Braşov (Kronstadt) und dem Nürnberger Jugendhaus Nordlicht.
Schulaustausch und Bildungskooperationen: Studierende der Fachakademie für Ernährungs- und Versorgungsmanagement B7 bekamen einen Einblick in die Hospitality-Ausbildung in Braşov (Kronstadt) und Anregungen für die Veranstaltung „Tafel der Esskultur“. (2019).
Zur Förderung des deutschsprachigen Unterrichts im rumänischen Bildungssystem startet die Schulpartnerschaft zwischen dem Johannes Honterus-Lyceum (Gymnasium) in Braşov (Kronstadt) und dem Nürnberger Sigmund-Schuckert Gymnasium im Oktober 2023 mit einem Austausch der 9. Klassen.
Mit der Handwerkskammer arbeitet IB an einer Kooperation zwischen den Beruflichen Schulen, um das duale Ausbildungssystem in Braşov (Kronstadt) für die Anwerbung von jungen rumänischen Fachkräften in den Bereichen Metzgereiwesen und Metallberufe zu nutzen. Die in Braşov (Kronstadt) niedergelassenen Unternehmen aus der Metropolregion (z.B. Schaeffler) haben in Zusammenarbeit mit der IHK Nürnberg erfolgreich das duale Ausbildungssystem eingeführt, welches nun auch in anderen rumänischen Städten übernommen wurde.
Bürgerbegegnungen: Bürgerreisen nach Braşov (Kronstadt) und Siebenbürgen wurden in den Jahren 2009, 2010 und 2019 durchgeführt.
Expert*innenaustausch: 2015 fand die Experten-Städtetagung Nürnberg-Braşov im Nürnberger Rathaus statt. Vertretende der Kreisregierung Braşov (Kronstadt) und des deutschen Wirtschaftsclubs Kronstadt tauschen sich mit Vertretern des Amtes für Internationale Beziehungen, des Wirtschaftsreferats, der Industrie- und Handelskammer Nürnberg, des Nürnberger Flughafens und der Congress- und Tourismuszentrale im Rahmen von Präsentationen und Vorträgen aus.
Sachbearbeiter*innen aus Braşov (Kronstadt) beteiligten sich an einer einwöchigen Hospitation an Workshops zum Thema zukünftige Jugendprojekte zwischen Braşov (Kronstadt) und Nürnberg (2019) sowie beim zweiten Treffen in Krakau. Im Oktober 2023 findet das dritte Treffen in Braşov (Kronstadt) statt.
Namhafte deutsche Unternehmen mit Repräsentanzen in Nürnberg (u. a. Schäffler, Bosch, Continental) pflegen wirtschaftliche Beziehungen nach Braşov (Kronstadt).
Seit dem Frühsommer fliegt Dan Air von Nürnberg nach Braşov (Kronstadt). Ab dem Winter
2023/2024 wird die Airline die Verbindung nach Braşov (Kronstadt) von einem auf zwei
wöchentliche Flüge erhöhen. Anlässlich des Erstflugs von Dan Air am 15. Juni 2023 waren
Vertreterinnen und Vertreter der rumänischen Community in Nürnberg zu Gast am Airport.
Delegationen: Regelmäßig finden auch Treffen zwischen den Stadtspitzen und Vertretern des Stadtrates statt. Zuletzt besuchten Stadträtinnen aus Braşov (Kronstadt) Nürnberg anlässlich des deutsch-rumänischen Sommerfestes 2023 und Stadtrat Werner Henning reiste als Vertreter des Oberbürgermeisters zur jährlichen Konferenz „The Green Cities Forum“ sowie zur Eröffnung des „Oktoberfestes“. Bei der Konferenz 2022 präsentierte Umweltreferentin Britta Walthelm online die Nürnberger Nachhaltigkeitsstrategie.
Die Aufzählung der bisherigen Aktivitäten zeigt die Bandbreite der vorhandenen Beziehungen und ist sicherlich nicht vollständig. Viele Aktivitäten laufen auf bürgerschaftlicher Ebene und werden nicht umfassend von IB erfasst.
3. Von der Städtefreundschaft zur Städtepartnerschaft
Die Stadtratsfraktionen von CSU und SPD beantragen, die jahrelangen freundschaftlichen Beziehungen durch einen Städtepartnerschaftsvertrag zu verstetigen und zu besiegeln.
Die Stadt Nürnberg hat derzeit 14 offizielle Partnerstädte und 10 befreundete Städte.
Klassische Städtepartnerschaften bilden seit über 55 Jahren das Fundament der interkommunalen Kooperation in Europa und mittlerweile weltweit; die Tatsache, dass sie weder zeitlich noch thematisch befristet sind, ermöglicht langfristige und umfassende Projekte und fördert in besonderer Weise die Völkerverständigung.
Die Städtefreundschaften sind i.d.R. auf einige, beide Seiten interessierende Themen begrenzt und tragen der Tatsache Rechnung, dass die Städte nur begrenzte Ressourcen für die internationale Arbeit zur Verfügung stellen können und dennoch gewillt sind, den Kreis der Partner zu erhöhen.
In der praktischen Arbeit von IB verschwimmen die Grenzen zwischen Städtepartnerschaften und Städtefreundschaften. Entscheidend ist i.d.R. der Wille auf beiden Seiten, die Beziehungen zwischen den beiden Städten mit Leben zu erfüllen. So gibt es Städtepartnerschaften, die nur wenige Aktivitäten aufweisen und sehr aktive Städtefreundschaften.
Die Stadt Braşov (Kronstadt) unterhält ebenfalls Beziehungen zu Partnerstädten und befreundeten Städten. In den vergangenen Jahren wurde der Wunsch aus Braşov (Kronstadt) nach einer offiziellen Städtepartnerschaft allerdings immer dringender, da laut Bürgermeister Coliban eine offizielle Partnerschaft die Möglichkeiten für Finanzmittel und Aktivitäten verbessern würde.
Der Stadtrat der Stadt Braşov hatte bereits am 31. Juli 2014 den offiziellen Beschluss gefasst, eine Städtepartnerschaft mit Nürnberg einzugehen. Konkret wurde folgendes beschlossen: Art. 1 Die Städtepartnerschaft zwischen den Städten Nürnberg – Deutschland und Braşov – Rumänien wird genehmigt. Art. 2 Der Bürgermeister von Braşov wird für die Umsetzung dieser Entscheidung sorgen.
Aufgrund der Erfahrungen des Amtes für Internationale Beziehungen tragen folgende Voraussetzungen für das Gelingen einer guten Städtepartnerschaft bei:
Es besteht Interesse seitens der Bevölkerung an der Partnerschaft und bürgerschaftliches Engagement ist in beiden Städten vorhanden. Von Vorteil ist das Vorhandensein eines Netzwerks von Menschen, die in beiden Kulturen verankert sind bzw. eines Städtepartnerschaftsvereins, der eigene Aktivitäten entwickelt und mit der Stadtverwaltung zusammenarbeitet. Es bestehen bereits Kontakte zwischen den Stadtverwaltungen und es wurden schon verschiedene Aktivitäten durchgeführt. Es gibt feste Ansprechpartner in der Verwaltung mit personellen Ressourcen zur Betreuung der Partnerschaft. Es besteht die Bereitschaft der Vorgesetzten, Mitarbeitende/Expert*innen/Lehrkräfte für den Austausch freizustellen Ein festes Budget für die Partnerschaftsarbeit ist in beiden Städten vorhanden
Es besteht Einvernehmen über gemeinsame Aktivitäten und Inhalte der Partnerschaft und der Wille, zusammen eine Strategie zur Umsetzung der Planungen und Ziele der Partnerschaft zu entwickeln.
Das Interesse an der Städtepartnerschaft sowohl seitens der Bevölkerung als auch der Stadtverwaltung ist in beiden Städten vorhanden. Es bestehen bereits zahlreiche Kontakte zwischen städtischen Dienststellen, Organisationen und Einzelpersonen. Die Stadtverwaltung Braşov (Kronstadt) verfügt auch über eine Struktur, die für die internationalen Kontakte zuständig ist. Allerdings ist die personelle Kapazität für die Arbeit derzeit noch begrenzt.
Aufgrund des aktuellen Antrags hatte IB die Vorstellungen der Stadt Braşov (Kronstadt) zur weiteren Entwicklung der Zusammenarbeit angefragt und folgende Rückmeldung erhalten:
„Wir danken Ihnen für Ihre ständige Unterstützung bei der Entwicklung der gegenseitigen Zusammenarbeit und freuen uns über die Möglichkeit, die partnerschaftlichen Beziehungen zwischen unseren Städten durch den Status einer Partnerstadt auf eine höhere Ebene zu bringen. Wir möchten Ihnen auch für die Klarstellungen danken, die Sie uns bezüglich der Informationen übermittelt haben, die Sie benötigen, um die Stellungnahme für den Stadtrat von Nürnberg vorzubereiten.
Es ist sicher, dass dieser Schritt, zusammen mit dem von den Vertretern beider Städte geäußerten Wunsch und Engagement sowie den neuen und schnellen Verbindungsmöglichkeiten zwischen den beiden Gemeinden, der Zusammenarbeit zwischen Nürnberg und Braşov einen großen Schub geben wird.
Wir möchten Sie davon in Kenntnis setzen, dass es einen Beschluss des Gemeinderats von Braşov über die Städtepartnerschaft zwischen unseren Städten gibt. Wir möchten an das Memorandum erinnern, das von den beiden damaligen Bürgermeistern Ulrich Maly und George Scripcaru am 20. Juni 2014 anlässlich des Besuchs des Bürgermeisters von Braşov in Nürnberg unterzeichnet wurde. Einen Monat später, nach dem Treffen der beiden Vertreter unserer Städte, wurde der Beschluss Nr. 387/31.07.2014 des Gemeinderats von Braşov gefasst, mit dem die Städtepartnerschaft zwischen den beiden Städten genehmigt wurde.
Was das Budget betrifft, so möchte die Gemeinde Braşov für das nächste Jahr den gleichen Betrag wie Nürnberg bereitstellen, nämlich 6.000 Euro.
Wir denken über folgende Aktivitäten für das nächste Jahr nach:
- Kulturelle Austausche
- Rumänisches Festival in Nürnberg (Anfang Juli 2024) - Teilnahme von Künstlern aus
Braşov, der Transport nach Nürnberg wird von der Stadtverwaltung Braşov unterstützt;
- Braşov-Weihnachtsmarkt (30. November 2024 - 7. Januar 2025) - Einladung an Vertreter
aus Nürnberg, um für ihre Stadt zu werben, die Stadtverwaltung Braşov stellt den Weihnachtskiosk zur Verfügung.
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Austausch bewährter Verfahren / Zusammenarbeit im Umweltbereich Teilnahme von Vertretern der Stadt Nürnberg an der International Environmental Public Policy Conference, 4. Ausgabe, 3. bis 5. September 2024 (Frau Britta Walthelm, Referentin für Umweltangelegenheiten, hat bereits ihr Interesse an der Teilnahme als Rednerin bekundet), die Stadtverwaltung Braşov wird die Kosten für Unterkunft und Verpflegung während der Veranstaltung übernehmen.
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Offizieller Besuch Einladung zum Gegenbesuch von Oberbürgermeister König in Braşov anlässlich des Junii Festes, das am 12. Mai 2024 stattfinden wird. In diesem Zusammenhang wurde Oberbürgermeister König die offizielle Einladung von Bürgermeister Coliban durch Stadtrat Henning überreicht, der vom 5. bis 7. September 2023 an der Internationalen Konferenz für öffentliche Umweltpolitik teilgenommen hat. Die Stadt Braşov wird die Kosten für Unterkunft, Verpflegung und Aktivitäten der Delegation während des Besuchs übernehmen. Bei dieser Gelegenheit kann das Partnerschaftsprotokoll offiziell unterzeichnet werden.
Weitere Aktivitäten können in gegenseitigem Einvernehmen in die Liste aufgenommen werden, z. B. Programme für Partnerschulen, Sport, Künstler/Ausstellungen, Austausch von Jugendbetreuern.
Im Bereich der Jugendarbeit sollten sowohl die drei Erasmus+-Seminare in Nürnberg (2021), Krakau (2022) und Braşov (2023) fortgesetzt werden, als auch der Wissensaustausch zur Unterstützung der Bemühungen der Stadt Braşov zur Errichtung von Jugendzentren nach Nürnberger Vorbild genutzt werden.
Wir möchten darauf hinweisen, dass das ursprünglich für die gegenseitige Zusammenarbeit vorgesehene Budget durch einen Beschluss des Gemeinderats aufgestockt werden kann, um zusätzliche Aktivitäten durchzuführen.
Die Kommunikation zwischen den beiden Städten sollte über die beiden entsprechenden Abteilungen aufrechterhalten werden, auf unserer Seite sind die Kontaktpersonen: Frau Nicoleta Cîrjan - Leiterin des Büros für Außenbeziehungen, Tourismus und Veranstaltungen und Herr Bogdan Iancu - Referent für Außenbeziehungen.
Sollten Sie weitere Informationen benötigen, können Sie sich gerne an die oben genannten Personen wenden.
Im Zusammenhang mit den oben genannten Informationen möchten wir Sie darauf hinweisen, dass der dritte Teil des Erasmus+ Projekts "Create Strong Bridges for More Youth Exchanges" für Jugendarbeiter aus Deutschland, Rumänien und Polen vom 4. bis 9. Oktober 2023 in Braşov stattfinden wird. An dem Seminar nehmen 8 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Nürnberg teil, von denen einige vom Jugendamt Nürnberg kommen. Diese Veranstaltung stellt einen Austausch dar, und diese Art des Austauschs möchten beide Seiten unterstützen und fördern.“
IB hat bereits seit vielen Jahren Personalkapazitäten und finanzielle Mittel für Braşov (Kronstadt) eingeplant. Sollte sich aufgrund einer Intensivierung der Aktivitäten durch den Beschluss eine Städtepartnerschaft einzugehen der Bedarf erhöhen, müsste IB Personal und Finanzmittel für andere Städte reduzieren bzw. eine Erhöhung beantragen.
Zum weiteren Vorgehen schlägt IB vor: Nach Beschluss des Nürnberger Stadtrates über das Eingehen einer Partnerschaft zwischen Nürnberg und Braşov (Kronstadt) werden Verhandlungen mit der Stadt Braşov (Kronstadt) über die Ausgestaltung eines Partnerschaftsvertrages und der weiteren Aktivitäten aufgenommen.
Das Ergebnis wird sowohl dem Stadtrat von Nürnberg als auch von Braşov zur Beschlussfassung vorgelegt.