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4 1 Sachverhalt Wirtschaftsplan 2024

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Altenfurt St. Johannis Haushalt & Finanzen Soziales & Gesundheit

Maschinell extrahierter Text. Verbindlich ist das Originaldokument.

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zur Sitzung des Werkausschusses (NüSt) vom 12.10.2023

Wirtschaftsplan 2024

1. Vorbemerkung

Gemäß § 11 Abs. 1 der Betriebssatzung i. V. mit § 2 Abs. 1 WkPV legt das NürnbergStift den Wirtschaftsplan für das Geschäftsjahr 2024, bestehend aus dem Erfolgs-, Vermögens- und Finanzplan, vor. Er wurde entsprechend den §§ 2, 3, 4 und 6 WkPV erstellt. Nach Begutachtung durch den Werkausschuss (NüSt) ist der Wirtschafts-, Vermögens- und Finanzplan vom Stadtrat festzustellen (§ 7 Abs. 1 Nr. 5 der Betriebssatzung).

2. Erfolgsplan

Der Erfolgsplan 2024 schließt mit einem negativen Ergebnis in Höhe von 1.999.259 Euro ab.

Nüst Gesamt(cid:10) in EUR Ergebnis 2022 WPL 2023 Nachtrags- WPL 2023 Abweichung Nachtrags- WPL zu WPL 2023 WPL 2024
Aufwendungen 41.591.508 43.422.830 45.399.272 1.976.443 4,6% 48.420.782
Erträge 38.752.650 40.756.088 39.332.879 -1.423.208 -3,5% 46.422.273
Betriebsergebnis -2.838.858 -2.666.742 -6.066.393 -3.399.651 -8,0% -1.998.509
Neutrales Ergebnis 32.828 0 99.710 99.710 0,0% -750
Ergebnis -2.806.031 -2.666.741 -5.966.683 -3.299.942 -123,7% -1.999.259

Ausgangslage

Die Versorgung pflegebedürftiger Menschen in Nürnberg steht vor großen Herausforderungen. Das Nachfragepotential wird weiter stetig wachsen, demgegenüber wird die Angebotsentwicklung an stationären Pflegeplätzen hinterherhinken. Bereits jetzt sind Pflegeplätze sehr rar und die Situation wird sich weiter verschärfen. Dem muss das NürnbergStift entgegenwirken und perspektivisch weitere Pflegeplätze aufbauen.

Daher werden die angefangenen Bauprojekte weiterentwickelt.

 Das neue August-Meier-Haus wurde am 01. April 2023 in der Regensburger Str. in Betrieb genommen und bietet 158 stationäre Pflegeplätze (vorher: 138 Plätze), 18 Plätze in der Tagespflege und 8 Plätze für Nachtpflege. Alle 158 Betten in der stationären Pflege sind bereits belegt und ausreichend Pflegepersonal ist vorhanden.

 Im Stadtteil St. Johannis baut die WBG eine neue Pflegeeinrichtung. Mit der Anmietung durch NüSt (geplant ist das dritte Quartal 2026) können 122 vollstationäre und 14 teilstationäre Pflegeplätzte (bisher 96 vollstationäre Bewohnerplätze) angeboten werden.  Ebenfalls werden die Planungen zur Senioren-Wohnanlage Platnersberg, die federführend durch das Hochbauamt realisiert werden, fortgesetzt. Eine Sanierung und Erweiterung des Bestands ist beabsichtigt.  Für den Neubau der an die Service GmbH vermieteten Küche wurde das Grundstück in der Raudtener Straße in Nürnberg, Altenfurt durch die Stadt an NüSt übertragen. Derzeit läuft die Planungsphase.  Gegenwärtig leidet die Altenpflege unter akutem Personalmangel und Kostendruck. Aus diesem Grund setzt NüSt seine ganze Energie und Ressourcen in Aktivitäten zur Personalgewinnung und -bindung durch Projekte zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen für Pflege- und Betreuungskräfte.  Außerdem stellt NüSt die Ausbildung in einen besonderen Fokus. Die Ausbildung ist auf zwei Standorte konzentriert. Sehr erfreulich ist, dass es gelungen ist, die ersten Generalistinnen für das NüSt zu begeistern. Das bedeutet, 15 von 16 Absolventen werden als Fachkräfte im September in den Einrichtungen beginnen.  Ebenfalls ist die Gewinnung von ausländischen Fachkräften und damit einhergehender Weiterentwicklung der Willkommenskultur im NüSt weiterer Bestandteil der Personalrekrutierung. Aktuell werden sechs Pflegefachkräfte aus dem Iran beschäftigt und das Arbeitsprofil eines zukünftigen Integrationsbeauftragten entwickelt.  Seit dem Juli 2023 gilt das neue Personalbemessungsverfahren in der Pflege. Das neue PeBeM bietet eine große Chance für die Gesamtorganisationsentwicklung insbesondere hinsichtlich Personalentwicklung und –qualifizierung. Das NüSt hat ein Steuerungsteam gebildet, das alle diesbezüglichen Aktivitäten im Gesamtbetrieb initiiert, unterstützt und steuert. Die Etablierung der Arbeitsprofile der Pflegeassistenz ist in allen Häusern erfolgreich umgesetzt. Die ersten Aktivitäten hinsichtlich der selbstständigen Dienstplanung durch die Pflegeteams sind in der Senioren-Wohnanlage St. Johannis gestartet. Im August-Meier-Haus sind die Maßnahmen zur Prozessanalyseund Strukturierung hinsichtlich der Arbeit in den Wohngemeinschaften initiiert und werden begleitet. Das PPZ plant mit Team am Platnersberg eine Testung zur Ausfallmanagement durch die APP- Unterstützung.

Herausforderungen 2024

Neben den bevorstehenden zeit- und kostenintensiven großen Baumaßnahmen, dem Kampf gegen den Fachkraftmangel und der neuen gesetzlichen Personalbemessung gibt es weitere Herausforderungen, welche im Wirtschaftsplan 2024 berücksichtigt wurden.

 Personalkostensteigerungen durch die hohe tarifliche Einigung im April 2024.  Erhebliche Steigerung bei den Sachkosten, vor allem im Bereich Lebensmittel und Energie, und den bezogenen Fremdleistungen.

 Gestiegener schlecht kalkulierbarer Instandhaltungsaufwand aufgrund des Instandhaltungsstaus und den damit verbundenen schlechten Zustand der Gebäude und Anlagen.  Verzögerung von Baumaßnahmen an unseren Standorten in Johannis und Platnersberg und der Zentral Küche.  Hohe Ausfallzeiten bei Pflege- und Betreuungskräften.  Umsetzung eines neuen Personalschlüssels.  Schaffung der IT-Infrastruktur für die Umsetzung der Telemedizin und Telematik.  Weiterer Ausbau des WLAN-Netzes in den Einrichtungen.  ERP-Systemwechsel von SAP R/3 zu SAP S/4 HANA.

Diese Aufgaben erfordern einen erheblichen personellen und finanziellen Aufwand, welcher im Wirtschaftsplan 2024 abzubilden ist.

3. Vermögensplan

Der Vermögensplan weist für das Jahr 2024 einen Finanzbedarf von 5.336 TEUR aus.

Dieser Finanzbedarf resultiert aus

Aktivierungspflichtiges Anlagevermögen 2.092
Darlehenstilgungen 1.245
geplanter Verlust 1.999
Finanzbedarf 2024 5.336

Die Investitionen sind vorgesehen für:

 Neubau Zentralküche 222 TEUR,  Modernisierung der Senioren-Wohnanlage Platnersberg 800 TEUR,  Ersatzbeschaffungen 1.070 TEUR.

Für Darlehenstilgungen sind 1.245 TEUR eingeplant.

Der ausgewiesene Fehlbetrag in Höhe von 1.999 TEUR ist auf neue Rechnung vorzutragen.

4. Finanzplan

Dem Finanzplan, der die Jahre 2023 bis 2027 umfasst, liegt das ausgewiesene Investitionsprogramm zugrunde. Die geplanten Ausgabepositionen stehen unter dem Vorbehalt der weiteren Entscheidungen des Werkausschusses sowie dann ggf. des Planungs- und Baufortschrittes der einzelnen Maßnahmen in Verbindung mit notwendigen Kreditmittelbereitstellungen.

Für 2024 sind keine Kreditaufnahmen für Investitionen vorgesehen.

Für die Jahre 2024 bis 2027 geht NürnbergStift davon aus, dass in diesen Jahren weiterhin Fehlbeträge ausgewiesen werden.

5. Verpflichtungsermächtigungen

Aus dem Investitionsprogramm leiten sich Verpflichtungsermächtigungen in Höhe von 69.657 TEUR für die Zentralküche, den Neubau und die Sanierung des Platnersberges und der Beschaffung der Einrichtung für die von der WBG gebaute Einrichtung in Johannis ab.

6. Kassenkredit

Für das Jahr 2024 errechnet sich ein Betrag von 7.930.000 Euro (ein Sechstel von 47.574.684,92 Euro). Zur Absicherung der rechtzeitigen Leistung von Ausgaben und für Unwägbarkeiten soll der Höchstbetrag der Kassenkredite auf 7,93 Mio. Euro festgesetzt werden.

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