Geschäftsbericht
NürnbergStift
2022
Geschäftsbericht
Impressum
Herausgeber:
NürnbergStift,
ein Eigenbetrieb der Stadt Nürnberg
Auflage:
7 gedruckte Exemplare und digital im Ratsinformationssystem
Gestaltung:
NürnbergStift
nuest@stadt.nuernberg.de
www.nuernbergstift.de
Stand: 01.09.2023
Inhalt
- Vorwort ...................................................................................................................................... 5 2. Lagebericht .............................................................................................................................. 5
2.1. Geschäft, Rahmenbedingungen und allgemeine Grundlagen ........................... 5
2.1.1. Rechtliche Grundlagen ................................................................................................. 5 2.1.2. Betriebliche Grundlagen ............................................................................................... 7 2.2. Geschäftsverlauf ............................................................................................................. 8 2.2.1. Jahresergebnis 2022 ..................................................................................................... 8
2.3. Belegungszahlen und Auslastung ............................................................................. 9
2.3.1. Belegungszahlen Gesamt ............................................................................................ 9 2.3.2. Heilig Geist Spital ......................................................................................................... 11 2.3.3. Geriatrische Reha ......................................................................................................... 11
2.3.5. Pflegezentrum Sebastianspital am Wöhrder See (AHS) .................................... 12
2.3.6. August-Meier-Heim (AHR) .......................................................................................... 13
2.3.7. Senioren-Wohnanlage St. Johannis (AHJ) ............................................................ 14
2.3.8. Senioren-Wohnanlage Platnersberg (AHP) ........................................................... 15
2.3.9. Ambulante Pflege ......................................................................................................... 16 2.4. Vermögensplan ............................................................................................................. 16 2.5. Vermögenslage ............................................................................................................. 17 2.6. Finanzlage ...................................................................................................................... 18 2.6.1. Kapitalstruktur ............................................................................................................... 18 2.6.2. Investitionen .................................................................................................................. 19 2.6.4. Liquidität ......................................................................................................................... 20 2.7. Ertragslage ..................................................................................................................... 20 2.7.1. Plan-Ist Vergleich 2022 ............................................................................................... 20 2.7.3. Fünfjahresübersicht ..................................................................................................... 24
2.8. Voraussichtliche Entwicklung 2023 ........................................................................ 25
2.9. Chancen und Risiken .................................................................................................. 26
2.10. Unterzeichnung des Lageberichtes ......................................................................... 27
- Jahresabschluss................................................................................................................... 28
3.1. Bilanz für dem Eigenbetrieb Nürnberg Stift .......................................................... 28
3.2. Gewinn- und Verlustrechnung .................................................................................. 30
- Anhang .................................................................................................................................... 32 4.1. Bewertungsgrundlagen .............................................................................................. 32 4.2. Erläuterungen zur Bilanz ............................................................................................ 33 4.2.1. Anlagevermögen ........................................................................................................... 33 4.2.2. Vorräte ............................................................................................................................. 40
4.2.3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände ......................................... 40
4.2.4. Liquide Mittel ................................................................................................................. 41 4.2.5. Eigenkapital ................................................................................................................... 41 4.2.6. Sonderposten ................................................................................................................ 42 4.2.8. Rückstellungen ............................................................................................................. 43 4.2.9. Verbindlichkeiten .......................................................................................................... 45
4.4. Erläuterung zur Gewinn- und Verlustrechnung ................................................... 47
4.4.1. Erträge ............................................................................................................................. 47 4.4.2. Personalaufwand .......................................................................................................... 48 4.4.3. Sachaufwand ................................................................................................................. 50 4.4.4. Finanzergebnis .............................................................................................................. 51 4.4.5. Jahresergebnis ............................................................................................................. 52 Wichtige Begriffe und Abkürzungen ........................................................................................... 53
1. Vorwort
Gemäß § 11 Abs. 2 der Betriebssatzung legt das NürnbergStift den Jahresabschluss und den zugehö-
rigen Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022 vor.
Der Jahresabschluss und der Lagebericht wurden entsprechend § 4 PBV i. V. m. § 9 WkPV bzw. § 11 WkPV erstellt.
Nach Begutachtung durch den Werkausschuss (NüSt) und den Rechnungsprüfungsausschuss be-
schließt der Stadtrat gemäß § 7 Abs. 1 Nr. 7 der Betriebssatzung die Feststellung des geprüften Jah-
resabschlusses, die Verwendung des Jahresergebnisses sowie die Entlastung der Werkleitung (Art. 102 Abs. 3 GO).
Der Abschluss für das Geschäftsjahr 2022 führt die Anwendung der Vorschriften des Bilanzrichtlinie-
Umsetzungsgesetzes (BilRUG) fort, so dass die Vergleichbarkeit der Daten zum Vorjahr uneinge-
schränkt gegeben ist.
2. Lagebericht
2.1. Geschäft, Rahmenbedingungen und allgemeine Grundlagen
2.1.1. Rechtliche Grundlagen
Die im NürnbergStift zusammengefassten ambulanten, teil- und vollstationären Einrichtungen
einschließlich der Nebenbetriebe sind öffentliche Einrichtungen der Stadt Nürnberg. Das NürnbergStift
ist als Eigenbetrieb organisiert und wird als Sondervermögen verwaltet (§1 WkPV).
Gemäß § 3 der Betriebssatzung verfolgt das NürnbergStift ausschließlich und unmittelbar
gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts „Steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenordnung,
welche durch die Förderung der Altenhilfe, des öffentlichen Gesundheitswesens und der öffentlichen
Gesundheitspflege im Rahmen der Unterhaltung von Seniorenwohn- und Pflegeeinrichtungen bestimmt
sind.
Zuständige Organe für das NürnbergStift sind der Oberbürgermeister, der Stadtrat, der Werkausschuss
und die Werkleitung (§4 der Betriebssatzung). Die Werkleitung setzt sich zusammen aus der Referentin
für Jugend, Familie und Soziales als 1. Werkleiterin und den 2. Werkleiterinnen mit der gleichzeitigen
Funktion als Dienststellenleiter. Durch Satzungsänderung im Werksausschuss am 10.02.2022 kann die
die zweite Werkleitung seitdem aus zwei Personen bestehen.
Die Werkleitung war im Geschäftsjahr 2022 wie folgt besetzt:
| 1. Werkleitung | Elisabeth Ries | |
|---|---|---|
| 2. Werkleitung | Michael Pflügner | bis 31.08.2022 |
| fachlich-kaufmännische zweite Werkleitung | Indira Schmude-Basic | ab 01.06.2022 |
| technisch-organisatorische zweite Werkleitung | Dr. Barbara Sterl | ab 01.09.2022 |
Der Werksausschuss war im Geschäftsjahr 2022 wie folgt besetzt:
| Werkausschuss | Name | Partei | Beruf |
|---|---|---|---|
| Vorsitzender Stadträtin Stadträtin Stadträtin Stadträtin Stadträtin Stadträtin Stadträtin Stadträtin Stadträtin Stadträtin Stadrat Stadtrat Stadträtin Stadtrat Stadträtin Stadtrat | Vogel, Christian Alesik, Nicole Bälz, Claudia Heinemann, Rita Kasfiki, Eleni Seel, Catrin Bieswanger, Jasmin Härtel, Elke Liberova, Diana Penzkofer-Röhrl, Gabriele Friedel, Andrea Kahl, Alexander (ab 31.03.2022) Scherzer, Uwe (bis 13.02.2022) Yiyit, Lemia Feder, Michael Demir, Özlem Damm, Alexander | SPD CSU CSU CSU CSU CSU SPD SPD SPD SPD Bündnis 90 / Die Grünen Bündnis 90 / Die Grünen Bündnis 90 / Die Grünen Bündnis 90 / Die Grünen AfD Die Linke Freie Wähler | Bürgermeister Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin Heilpraktikerin Altenpflegerin Fachärztin für Allgemeinmedizin Steuerberaterin Intensivkrankenschwester Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin Pädagogin Geschäftsführerin i.R. Hebamme Student Dragqueen Patientenvertreterin Bankkaufmann Altenpflegerin Apotheker |
Aufgabe des NürnbergStift ist, die bestmögliche und bedarfsgerechte Versorgung der älteren Bevölke-
rung durch ambulante, teilstationäre und vollstationäre Hilfen nach dem auf Landesebene geltenden
Pflege- und Wohnqualitätsgesetz (PfleWoqG), dem auf Bundesebene geltenden Wohn- und Betreu-
ungsvertragsgesetz (WBVG), dem SGB V und dem SGB XI sicherzustellen.
Der Betrieb der Einrichtungen ist privatrechtlich geregelt. Mit den Vertretern der Krankenkassen wird
die Vergütung nach §111 SGB V für die Geriatrische Rehabilitationseinrichtung vereinbart. Für die Pfle-
gebereiche werden die Entgelte mit den Vertretern der Pflegekassen und dem überörtlichen
Sozialhilfeträger nach § 85 SGB XI verhandelt und abgeschlossen. Für den sogenannten „Rüstigen“ -
Bereich sind die Pensionssätze mit dem überörtlichen Sozialhilfeträger zu vereinbaren. Die Entgelte für
die Wohnheime werden durch NüSt festgesetzt. Die Vergütung der ambulanten Pflegeleistungen und
der hauswirtschaftlichen Versorgung erfolgt gemäß § 89 SGB XI nach dem Vertrag, der auf
Landesebene zwischen den Vertretern der Leistungserbringer und den Vertretern der Pflegekassen, der sonstigen Sozialversicherungsträger und den Sozialhilfeträgern abgeschlossen wird.
2.1.2. Betriebliche Grundlagen
Im Eigenbetrieb NürnbergStift sind folgende Einrichtungen zusammengefasst:
Pflegezentrum Sebastianspital am Wöhrder See (AHS)
Tagespflege im Pflegezentrum Sebastianspital am Wöhrder See (AHS TP)
August-Meier-Heim (AHR)
Senioren-Wohnanlage St. Johannis (AHJ)
Senioren-Wohnanlage Platnersberg (AHP)
Senioren-Wohnanlage Heilig-Geist-Spital (HSP)
Ambulanter Dienst (AMBD)
Geriatrische Rehabilitation (REHA)
Praxis für Ergotherapie (ERGO)
Im stationären Bereich und im Wohnbereich wurden lt. Versorgungsverträgen folgende Plätze bzw. Wohneinheiten angeboten:
| Plätze | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Einrichtung | Pflegeheim | Tagespflege | Altenheim | Wohnheim | Reha | Gesamt |
| AHS | 254 | 18 | 0 | 0 | 0 | 272 |
| AHR | 139 | 42 | 0 | 0 | 181 | |
| AHJ | 96 | 72 | 64 | 0 | 232 | |
| AHP | 64 | 28 | 0 | 0 | 92 | |
| HSP | 0 | 106 | 0 | 106 | ||
| Reha | 0 | 0 | 44 | 44 | ||
| Gesamt | 553 | 18 | 142 | 170 | 44 | 927 |
Facility - Aufgaben und Unterstützungsleistungen für die Pflege werden durch die NürnbergStift Ser-
vice GmbH (NüStSG) erbracht. Der Betrieb der NüSt - eigenen Küche, die auf dem Gelände des Au-
gust-Meier-Heimes verortet ist, wird durch die NüStSG sichergestellt. In diesem Zusammenhang wer-
den NüSt - Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter (insbesondere aus dem Küchen- und Betriebsdienstbe-
reich) über einen Gestellungsvertrag der NüStSG überlassen. Wäscherei-Leistungen werden vollstän-
dig von einer Fremdfirma erbracht.
2.2. Geschäftsverlauf
2.2.1. Jahresergebnis 2022
Im vom Stadtrat beschlossenen Wirtschaftsplan für 2022 wurde ein Jahresfehlbetrag -673.680 EUR
veranschlagt. Das Geschäftsjahr 2022 schließt tatsächlich mit einem Jahresfehlbetrag in Höhe von
2.806.030,57- EUR ab und liegt damit um 2.132 TEUR unter den Wirtschaftsplanwert. Gegenüber dem
Vorjahr verschlechtert sich das Ergebnis um 2.095 TEUR.
Eine Wirkung auf das Ergebnis 2022 ist wie im Vorjahr den Folgen der Corona-Pandemie zuzuschrei-
ben. Den sich ergebenden Umsatzreduzierungen und den Kostenerhöhungen wurden Erstattungsmög-
lichkeiten nur noch für das erste Halbjahr 2022 eingeräumt. Die Erstattungsgrundlagen stellen die Ein-
führungen des §150 SGB XI für Mindereinnahmen und Mehraufwendungen, sowie der Kostenerstat-
tungs Festlegungen zur Testverordnung dar. Für NüSt wirkten in 2022 ertragsseitig und ggf. aufwands-
seitig:
für die Pflegebereiche 1.127.987,55 EUR aus Erstattungen für Mehrkosten,
für die Pflegebereiche 1.487.542,67 EUR Erstattungen aus Mindererlösen im Vergleich zum Refe-
renzmonat Januar 2020,
Ausgleichszahlungen für die Corona bedingten Mindereinnahmen bei der Umlage der gesondert
berechenbaren Investitionsaufwendungen 70.144,17 EUR, für Testungen gem. Testverordnung 489.633 EUR.
Zusammenfassend ergeben sich für Erstattungen der Mindererlöse 1.558 TEUR und für
Mehraufwendungen 1.128 TEUR. Die Mindererlöse im Bereich der gesondert berechenbaren
Investitionskosten) wurden wie schon in den Vorjahren nur teilweise mit rund 70 TEUR erstattet. Weiterhin wirkte die Beibehaltung der ISO-Bereiche bis April 2022 erlösmindernd.
Ursachen für das negative Jahresergebnis sind:
Entfall der Erstattungen aus dem Corona Rettungsschirm Pflege ab dem zweiten Halbjahr
2022“
die zusätzlichen nicht refinanzierten jährlichen Abschreibungen in Höhe von ca. 450 TEUR, die sich in der Folge des Immobilen-Verkaufs von St. Johannis ergaben,
nicht geplante Rückzahlungen für Erstattungen aus dem Corona Rettungsschirm Pflege 2020
in Höhe von 598 TEUR,
Rückstellungsentwicklung für Pensionen und Beihilfen in Höhe von ca. 587 TEUR
nicht geplante Kosten der Altersteilzeit in Höhe von 221 TEURO durch den Abschluss von
acht neuen Altersteilzeitverträgen,
die ggü. der Planung erhöhten Sachkostensteigerungen bei den Wirtschafts-, Verwaltungs-, Betreuungs-/Med.-therap. Bedarf in Höhe von 1.234 TEUR,
hohe Krankheitsquoten bei Pflege- und Betreuungspersonal
die Erreichung einer durchschnittlichen Fachkraftquote von 56,46 % (Vorjahr 60,98 %),
welche vor dem Hintergrund langfristiger Personalsicherung einerseits ein Erfolg ist, anderer-
seits zu einer Erhöhung der in den Planansätzen hinterlegten Personalkosten führt.
2.3. Belegungszahlen und Auslastung
Einfluss auf die Leistungserträge haben im stationären Bereich die Belegungszahlen, die Bewoh-
nerstruktur inklusive der Pflegegradverteilung, die Kundenstruktur und die Leistungsverteilung im am-
bulanten Bereich sowie die Vergütungssätze. Im ersten halben Jahr 2022 sind die Auswirkungen der
Corona-Pandemie in der Auslastungsquote sichtbar.
In den nachfolgenden Übersichten werden die Leistungsdaten für das NürnbergStift gesamt sowie für
die Einrichtungen dargestellt. Die Vergleichbarkeit zum Vorjahr ist hergestellt.
2.3.1. Belegungszahlen Gesamt
| Belegungsdaten NüSt | Bereich | 2022 | Vorjahr |
|---|---|---|---|
| Plätze/Wohneinheiten (WE) (im Jahresdurchschnitt) | Tagespflege: - maximal belegbare Plätze Pflege: - maximal belegbare Plätze Rüstig: - maximal belegbare Plätze Wohnen: - maximal belegbare Plätze Rehabilitation: - maximal belegbare Plätze | 18 553 142 170 44 | 18 553 142 170 44 |
| insgesamt: - maximal belegbare Plätze/WE | 927 | 927 | |
| Belegungstage (BT) | Tagespflege: Pflege: Rüstig: Wohnen: Rehabilitation: | 2.292 187.549 12.259 58.408 11.125 | 1.758 182.066 16.715 58.801 7.925 |
| insgesamt | 271.633 | 267.265 | |
| NürnbergStift gesamt: | |||
| Auslastungsgrad (in %) | - maximal belegbare Plätze/WE | 79,5 |
Für NüSt gesamt ist im Jahr 2022 eine leichte Steigerung in der gesamten Auslastung zu erkennen.
| Bewohnerstr | uktur | 2022 | Vorjahr | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| NüSt (a) Tagespfle (a) Pflege davon: | BT | BewohnerØ | in % | BT | BewohnerØ | in % | ||
| ge | 2.292 | 9 | 0,8 | 1.758 | 7 | 0,7 68,1 | ||
| 187.549 | 514 | 69,0 | 182.066 | 499 | ||||
| ohne PG / noch nicht gestuft | 53 | 0 | 0,0 | 248 | 1 | 0,1 | ||
| Kurzzeitpflege | 7.192 | 20 | 2,6 | 7.370 | 20 | 2,8 | ||
| PG 1 | 8.447 | 23 | 3,1 | 8.112 | 22 | 3,0 | ||
| PG 2 | 43.804 | 120 | 16,1 | 40.765 | 112 | 15,3 | ||
| PG 3 PG 4 PG 5 (b) Rüstig (c) Wohnen (d) Rehabilitat insgesamt | 61.075 42.117 24.861 | 167 115 68 | 22,5 15,5 9,2 | 58.302 40.506 26.763 | 160 111 73 | 21,8 15,2 10,0 | ||
| 12.259 | 34 | 4,5 | 16.715 | 46 | 6,3 | |||
| 58.408 | 160 | 21,5 | 58.801 | 161 | 22,0 | |||
| ion | 11.125 | 30 | 4,1 | 7.925 | 22 | 3,0 | ||
| 271.633 | 747,1 | 100,0 | 267.265 | 727 | 100,0 |
Unverändert gehen allerdings die Kostenträger bei der Kalkulation der Pflegesätze im stationären Be-
reich von einer Auslastung von 97 % aus, obwohl in der Realität die Auslastung deutlich darunterliegt. Dies hat die kritische Folge, dass sich daraus eine Unterdeckung, insbesondere für den Fixkostenteil, ergibt. Nachfolgend die Auslastungsquote für den stationären Bereich der letzten fünf Jahre.
Pflege gesamt
100,0%
95,0%
90,0% 85,7%
85,0% 79,6% 79,2% 79,2% 79,6%
80,0%
75,0%
70,0%
65,0%
60,0%
55,0%
50,0%
2018 2019 2020 2021 2022
2.3.2. Heilig Geist Spital
Unsere Senioren-Wohnanlage Heilig Geist Spital war im Jahr 2022 mit einer Auslastungsquote von
100 % vollbesetzt.
| Belegungsdaten HSP | Bereich | 2022 | Vorjahr |
|---|---|---|---|
| Wohneinheiten (im Jahresdurchschnitt) | Wohnheim: - maximal belegbare Plätze | 106 | 106 |
| Belegungstage (BT) | Wohnheim | 38.690 | 38.481 |
| Auslastungsgrad (in %) | Einrichtung | 100,0 | 99,5 |
2.3.3. Geriatrische Reha
| Belegungsdaten Reha | Bereich | 2022 | Vorjahr |
|---|---|---|---|
| Plätze | Rehabilitation | ||
| (im Jahresdurchschnitt) | - maximal belegbare Plätze | 44 | 44 |
| Belegungstage (BT) | Rehabilitation | 11.125 | 7.925 |
| Auslastungsgrad (in %) | Einrichtung | 69,3 | 49,2 |
In der Auslastungsquote der geriatrischen Reha sind die Auswirkungen durch die Corona Pandemie
am stärksten zu sehen.
Reha Auslastungsquote
95,0% 91,3% 90,7%
90,0%
85,0%
80,0%
75,0% 69,3%
70,0%
65,0%
60,0%
53,6%
49,2%
55,0%
50,0%
45,0%
40,0%
2018 2019 2020 2021 2022
2.3.5. Pflegezentrum Sebastianspital am Wöhrder See (AHS)
| Belegungsdaten AHS | Bereich | 2022 | Vorjahr |
|---|---|---|---|
| Plätze (im Jahresdurchschnitt) (im Jahresdurchschnitt) | Pflege: - maximal belegbare Plätze Tagespflege - maximal belegbare Plätze Dauerpflege | 18 254 | 18 254 |
| insgesamt: - maximal belegbare Plätze | 272 | 272 | |
| Belegungstage (BT) | Tagespflege: | 2.292 | 1.758 |
| Pflege: | 79.811 | 77.530 | |
| insgesamt | 82.103 | 79.288 | |
| Auslastungsgrad (in %) | Einrichtung: | 84,5 | 81,6 |
Nachfolgend wird die durchschnittliche Auslastungsquote der letzten fünf Jahre dargestellt.
AHS Auslastungsquote
100,0% 97,7%
93,8%
89,9%
90,0% 84,5%
81,6%
80,0%
70,0%
60,0%
50,0%
2018 2019 2020 2021 2022
Nachfolgend die Darstellung der Bewohnerstruktur nach Pflegegradverteilung.
| Bewohnerstruktur | 2022 | Vorjahr | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| AHS | BT | BewohnerØ | in % | BT | BewohnerØ | in % |
| (a) Tagespflege | 2.292 | 10 | 2,8 | 1.758 | 7 | 2,2 |
| (b) Pflege ohne PG / noch nicht gestuft Kurzzeitpflege PG 1 PG 2 PG 3 PG 4 | 79.811 53 5.666 249 12.446 27.703 20.226 | 219 0 16 1 34 76 55 | 97,2 0,1 6,9 0,3 15,2 33,7 24,6 | 77.530 248 5.713 76 13.112 25.639 19.032 | 213 1 16 0 36 70 52 | 97,8 0,3 7,2 0,1 16,5 32,3 24,0 |
| PG 5 | 13.468 | 37 | 16,4 | 13.710 | 38 | 17,3 |
| insgesamt | 82.103 | 228 | 100,0 | 79.288 | 220 | 100,0 |
2.3.6. August-Meier-Heim (AHR)
| Belegungsdaten AHR | Bereich | 2022 | Vorjahr |
|---|---|---|---|
| Plätze/Wohneinheiten (WE) (im Jahresdurchschnitt) | Pflege: - maximal belegbare Plätze Rüstig: - maximal belegbare Plätze | 139 42 | 139 42 |
| insgesamt: - maximal belegbare Plätze | 181 | 181 | |
| Belegungstage (BT) | Pflege: Rüstig: | 47.209 1.607 | 45.398 3.614 |
| insgesamt | 48.816 | 49.012 | |
| Auslastungsgrad (in %) | Einrichtung | 73,9 | 74,2 |
Nachfolgend wird die durchschnittliche Auslastungsquote der letzten fünf Jahre dargestellt.
AHR Auslastungsquote
100,0%
95,0%
90,0%
83,0%
85,0% 82,6%
79,0%
80,0% 74,2% 73,9%
75,0%
70,0%
65,0%
60,0%
55,0%
50,0%
2018 2019 2020 2021 2022
Nachfolgend die Darstellung der Bewohnerstruktur nach Pflegegradverteilung.
| Bewohnerstruktur | 2022 | Vorjahr | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| AHR | BT | BewohnerØ | in % | BT | BewohnerØ | in % |
| (a) Pflege ohne PG / noch nicht gestuft Kurzzeitpflege PG 1 PG 2 PG 3 PG 4 PG 5 | 47.209 483 4.085 15.707 13.338 8.704 4.892 | 129 0 1 11 43 37 24 13 | 96,7 0,0 1,0 8,4 32,2 27,3 17,8 10,0 | 45.398 790 4.250 14.007 12.884 8.272 5.195 | 124 0 2 12 38 35 23 14 | 92,6 0,0 1,6 8,7 28,6 26,3 16,9 10,6 |
| (b) Rüstig | 1.607 | 4 | 3,3 | 3.614 | 10 | 7,4 |
| insgesamt | 48.816 | 134 | 100,0 | 49.012 | 134 | 100,0 |
2.3.7. Senioren-Wohnanlage St. Johannis (AHJ)
| Belegungsdaten AHJ | Bereich | 2022 | Vorjahr |
|---|---|---|---|
| Plätze/Wohneinheiten (WE) (im Jahresdurchschnitt) | Pflege: - maximal belegbare Plätze Rüstig: - maximal belegbare Plätze Wohnen: - maximal belegbare Plätze | 96 72 64 | 96 72 64 |
| insgesamt: - maximal belegbare Plätze | 232 | 232 | |
| Belegungstage (BT) | Pflege: Rüstig: Wohnen: | 33.489 7.319 19.718 | 33.180 8.869 20.320 |
| insgesamt | 60.526 | 62.369 | |
| Auslastungsgrad (in %) | Einrichtung | 71,5 | 73,7 |
Nachfolgend wird die durchschnittliche Auslastungsquote der letzten fünf Jahre dargestellt
Nachfolgend die Darstellung der Bewohnerstruktur nach Pflegegradverteilung
| Bewohnerstruktur | 2022 | Vorjahr | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| AHJ | BT | BewohnerØ | in % | BT | BewohnerØ | in % |
| (a) Pflege ohne PG / noch nicht gestuft Kurzzeit- & Verhinderungspflege PG 1 PG 2 PG 3 PG 4 PG 5 | 33.489 626 2.128 8.214 11.770 7.392 3.359 | 92 0 2 6 23 32 20 9 | 55,3 0,0 1,0 3,5 13,6 19,4 12,2 5,5 | 33.180 371 2.130 6.923 11.016 8.185 4.555 | 91 0 1 6 19 30 22 12 | 53,2 0,0 0,6 3,4 11,1 17,7 13,1 7,3 |
| (b) Rüstig | 7.319 | 20 | 12,1 | 8.869 | 24 | 14,2 |
| (c) Wohnen | 19.718 | 54 | 32,6 | 20.320 | 56 | 32,6 |
| insgesamt | 60.526 | 166 | 100,0 | 62.369 | 171 | 100,0 |
2.3.8. Senioren-Wohnanlage Platnersberg (AHP)
| Belegungsdaten AHP | Bereich | 2022 | Vorjahr |
|---|---|---|---|
| Plätze/Wohneinheiten (WE) (im Jahresdurchschnitt) | Pflege: - maximal belegbare Plätze Rüstig: - maximal belegbare Plätze | 64 28 | 64 28 |
| insgesamt: - maximal belegbare Plätze | 92 | 92 | |
| Belegungstage (BT) | Pflege: Rüstig: | 27.040 3.333 | 25.958 4.232 |
| insgesamt | 30.373 | 30.190 | |
| Auslastungsgrad (in %) | Einrichtung | 90,4 | 89,9 |
Nachfolgend wird die durchschnittliche Auslastungsquote der letzten fünf Jahre dargestellt.
AHP Auslastungsquote
97,4%
100,0% 97,1%
91,5% 89,9%
95,0% 90,4%
90,0%
85,0%
80,0%
75,0%
70,0%
65,0%
60,0%
55,0%
50,0%
2018 2019 2020 2021 2022
Nachfolgend die Darstellung der Bewohnerstruktur nach Pflegegradverteilung.
| Bewohnerstruktur | 2022 | Vorjahr | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| AHP | BT | BewohnerØ | in % | BT | BewohnerØ | in % |
| (a) Pflege ohne PG / noch nicht gestuft Kurzzeit- & Verhinderungspflege PG 1 PG 2 PG 3 PG 4 PG 5 | 27.040 417 1.985 7.437 8.264 5.795 3.142 | 74 0 1 5 20 23 16 9 | 89,0 0,0 1,4 6,5 24,5 27,2 19 10 | 25.958 496 1.656 6.723 8.763 5.017 3.303 | 71 0 1 5 18 24 14 9 | 86,0 0,0 1,6 5,5 22,3 29,0 16,6 10,9 |
| (b) Rüstig | 3.333 | 9 | 11,0 | 4.232 | 12 | 14,0 |
| insgesamt | 30.373 | 83 | 100,0 | 30.190 | 83 | 100,0 |
2.3.9. Ambulante Pflege
In der nachfolgenden Grafik wird die im Jahresverlauf durchschnittliche Anzahl der Klienten darge-
stellt.
durchschnittliche Klientenzahl
130
125
125
120
115
110
105
100
2018 2019 2020 2021 2022
2.4. Vermögensplan
Da im Vermögensplan nur Einnahmen und Ausgaben, d.h. die auf monetären Vorgängen beruhenden
Änderungen des Vermögens und der Schulden veranschlagt sind, die Bilanz hingegen den gesamten
Vermögens- und Schuldenstand zu einem bestimmten Stichtag ausweist, ist ein direkter Vergleich der
Planansätze mit den Bilanzposten nicht möglich. Aus diesem Grund werden folgende Planansätze
den entsprechenden Veränderungen der Bilanzwerte zwischen zwei Bilanzstichtagen gegenüberge-
stellt:
Ansatz im Vermögensplan 2022 EUR Veränderung des Bilanzwertes zwischen dem EUR
31.12.2021 und 31.12.2022
Investitionsausgaben 40.777.769 Zugänge Anlagevermögen 2.682.886
Tilgungsleistungen 781.988 Tilgung von Darlehensverbindlichkeiten 457.041
Ausgaben für Verluste 673.680 Jahresfelhlbetrag 2.806.031
Summe 42.233.437 5.945.958
Die im Jahr 2022 geplante Inbetriebnahme des neuen August-Meier-Hause erfolgte erst im April 2023.
Aus diesem Grund liegen die Investitionsaufwendungen und die Tilgungsleistungen für Darlehen unter
den Planwerten
2.5. Vermögenslage
In der nachfolgenden Übersicht wird die Vermögensstruktur der Bilanz zum 31.Dezember 2022 zusam-
mengefasst und den entsprechenden Vorjahreszahlen gegenübergestellt.
Bilanzwert zum Veränderung
Vermögensstruktur 31.12.2022 Vorjahr ggü. Vorjahr
TEUR % TEUR % TEUR %
Langfristige Aktiva
Anlagevermögen 32.526 71,8 31.979 70,3 546 1,7
Kurzfristig Aktiva
Vorräte 158 0,3 205 0,5 -46 -22,7
Forderungen aus Lieferungen 1.554 3,4 2.207 4,9 -653 -29,6
und Leistungen
Forderungen ggü. Träger der 178 0,4 237 0,5 -59 -25,0
Einrichtung
Forderungen aus öffentlicher 285 0,6 1.475 3,2 -1.189 -80,6
Forderung
Sonstige 158 0,3 97 0,2 61 63,3
Vermögensgegenstände
Liquide Mittel 10.321 22,8 9.228 20,3 1.092 11,8
Rechnungsabgrenzungsposten 92 0,2 64 0,1 27 43,1
Summe Aktiva 45.272 100,0 45.492 100,0 -220 -0,5
Die Bilanzsumme ist mit 45.271,5 TEUR um 220,3 TEUR niedriger als zum Vorjahr (45.491,8 TEUR).
Das Anlagevermögen beträgt planmäßig mit 32.525,6 TEUR rund 546,4 TEUR mehr als zum Vorjahr
(31.979 TEUR), der Anteil an der Bilanzsumme beträgt 71,85 % (Vorjahr 70,30 %). Der Anteil des Um-
laufvermögens (12.745,9 TEUR) liegt bei 28,15 % (Vorjahr 28,15 %). Der Rückgang bei den Forderun-
gen beträgt stichtagsbedingt 1.901,3 TEUR, die Zunahme bei den liquiden Mitteln beträgt 1.092,3 TEUR
und damit 11,8 %.
2.6. Finanzlage
2.6.1. Kapitalstruktur
In der nachfolgenden Übersicht wird die Kapitalstruktur der Bilanz zum 31.Dezember 2022 zusammen-
gefasst und den entsprechenden Vorjahreszahlen gegenübergestellt.
| Bilanzwert zum | Veränderung | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Kapitalstruktur | 31.12.2022 TEUR % | Vorjahr TEUR % | gegenüber TEUR % | |||
| Langfristig Eigenkapital | 18.647 | 41,2 | 20.720 | 45,5 | -2.073 | -10,0 |
| Zuwendungen aus öffentlicher Förderung | ||||||
| - verwendet - noch nicht verwendet | 815 0 | 1,8 0,0 | 956 0 | 2,1 0,0 | -141 0 | -14,8 |
| Zuwendungen aus | ||||||
| nicht öffentlicher Förderung: | ||||||
| - verwendet - noch nicht verwendet | 2.417 2.936 | 5,3 6,5 | 2.567 1.638 | 5,6 3,6 | -150 1.298 | -5,9 79,2 |
| Verbindlichkeiten | 6.636 | 14,7 | 7.094 | 15,6 | -458 | -6,5 |
| Rückstellungen | 7.851 | 17,3 | 7.046 | 15,5 | 805 | 11,4 |
| Kurzfristig | 2.818 | |||||
| Verbindlichkeiten | 6,2 | 2.961 | 6,5 | -143 | -4,8 | |
| Rückstellungen | 3.151 | 7,0 | 2.511 | 5,5 | 640 | 25,5 |
| Summe Passiva | 45.272 | 100,0 | 45.492 | 100,0 | -220 | -0,5 |
Auf der Passivseite beträgt der Werteverzehr im Eigenkapital insgesamt 2.073 TEUR. Die Veränderun-
gen ist zum einem auf den auf den Jahresfehlbetrag 2022 in Höhe von 2.806,0 TEUR zurückzuführen
und auf einer Grundstücksübertragung in Höhe von 732,9 TEUR.
Aus dem bilanziellen Vermögen der Stadt Nürnberg in das Betriebsvermögen des Eigenbetriebes NüSt
ist ein Grundstück im Wert von 732.919 EUR übertragen worden für den Bau der neuen Zentralküche. Laut Stadtratsbeschluss vom 20.07.2022 wurde der Betrag als Kapitaleinlage bei NüSt bilanziert.
Die Sonderposten haben sich planmäßig um 291,8 TEUR verringert.
Die langfristigen Rückstellungen in Höhe von 7.851,4 TEUR umfassen die Pensionsrückstellungen, die
Rückstellungen für Beihilfeleistungen, Altersteilzeit, Dienstjubiläen, Archivierung sowie die im Zusam-
menhang mit dem Verkauf des Grundstückes St. Johannis verbundene Rückstellung aus zukünftigen
Verpflichtungen aus dem Baulandbeschluss der Stadt Nürnberg. Im Vergleich zum Vorjahr trat eine
Erhöhung um 805,6 TEUR auf, die sich aus der Erhöhung der Pensionsrückstellungen (um 381,2
TEUR), der Altersteilzeitrückstellungen (um 221,0 TEUR), der Beihilferückstellung (um 205,3 TEUR), der Jubiläumsrückstellung (-2,3 TEUR) und der Archivierungsrückstellung (0,4 TEUR) ergibt.
Die Zunahme bei den kurzfristigen Rückstellungen um 639,9 TEUR ist begründet in der Bildung der
Rückstellung für Corona Zahlungen aus dem Rettungsschirm des Jahres 2020 in Höhe von
597,8 TEUR. Die weiter bestehende Rückstellung für Großreparaturen wird über das Jahr 2020 hinaus
im Hinblick auf den Instandhaltungsbedarf der Einrichtungen und unter Beachtung der Möglichkeiten
des Art. 67 Abs. 3 EGHGB belassen.
Die kurzfristigen Verbindlichkeiten verringerten sich stichtagsbedingt um 143 TEUR im Berichtsjahr.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstitute sind planmäßig getilgt in Höhe von 457,9 TEUR, die
Verbindlichkeiten aus nicht öffentlicher Förderung erhöhten sich um 1.298,0 TEUR, die Verbindlichkei-
ten ggü. der Stadt Nürnberg erhöhten sich um 457,4 TEUR.
2.6.2. Investitionen
Das Investitionsvolumen im Jahr 2022 in Höhe von 2.682,9 TEUR beinhaltet Anlagen in Bau von 1.571,2
TEUR an, Grundstücke 732,9 TEUR, und Einrichtungen und Ausstattungen in Höhe von 186,3 TEUR.
technische Anlagen 176,6 TEUR (Patientenrufanlage Haus 2 in AHS) und Betriebsbauten in Höhe von
15,9 TEUR.
Die Anlagen im Bau verteilen sich wie folgt
Sebastianspital (W-Lan Haus 1) 45.000,08 €
August-Meier-Haus 944.847,21 €
Johannis 6.448,42 €
Platnersberg 564.127,09 €
Zentrale (Zentralküche) 10.737,38 €
Summe 1.571.160,18 €
2.6.4. Liquidität
Die Zahlungsfähigkeit von NürnbergStift war im Betrachtungszeitraum jederzeit gesichert. Der durch-
schnittliche Bestand an liquiden Mitteln lag im Jahr 2022 bei 11.126 TEUR.
Der aktuelle Liquiditätsstatus zum 31.Juli 2023 liegt bei 1.164 TEUR. Der Rückgang der liquiden Mittel
im Jahr 2023 liegt begründet an der Zwischenfinanzierung der zugesagten Fördermittel des bayerischen
Landesamtes für Pflege in Höhe 9.9820 TEUR. Mit der Abnahme des August-Meier-Haus am 9. Januar
2023 wurde dieser Betrag NüSt in Rechnung gestellt. Für die Zwischenfinanzierung und die Deckung
der laufenden Aufgaben wurde auch ein Betriebsmittelkredit bei der Stadt Nürnberg in Anspruch ge-
nommen, zum Stand 31.Juli 2023 beträgt dieser 4.770 TEUR.
2.7. Ertragslage
2.7.1. Plan-Ist Vergleich 2022
Das GuV Ergebnis endet mit einem Verlust von 2.806 TEUR. Gegenüber der Planung ist das eine Er-
gebnisverschlechterung um 2.132 TEUR.
Die ggü. der Planung positive Abweichung beim Zinsergebnis beträgt 99 TEUR, da die Fertigstellung
des neuen August-Meier-Hauses sich verzögerte und erst mit der Übergabe am 9. Januar 2023 die
Darlehen von NüSt übernommen wurden. In den Zinsaufwendungen in Höhe von 310 TEUR sind Auf-
wendungen für Darlehensverbindlichkeiten in Höhe von 123 TEUR und BilMoG Zinsen für Rückstellun-
gen in Höhe von 151 TEUR enthalten.
Das Ergebnis aus öffentlicher und nicht öffentlicher Förderung beläuft sich 2022 auf 35 TEUR und
ist damit rund 29 TEUR besser als geplant. Bei diesen Positionen stehen sich erfolgswirksame Auflö-
sungen von Verbindlichkeiten aus öffentlicher und nicht öffentlicher Förderung und entsprechende Be-
triebsaufwendungen sowie die Neutralisierung der Abschreibungen für gefördertes Anlagevermögen
gegenüber.
Das neutrale Ergebnis in Höhe von 64 TEUR ist rund 30 TEUR besser als geplant. Den neutralen
Erträgen für Abrechnungen/Korrekturen aus vorangegangen Geschäftsjahren in Höhe von 804 TEUR
stehen Aufwendungen in Höhe von 741 TEUR gegenüber. In den periodenfremden Aufwendungen sind
nicht geplante Rückzahlungen für den Corona Rettungsschirm in Höhe von 598 TEUR enthalten, die
nach Prüfung durch die zuständige Pflegekasse zurückbezahlt werden mussten.
Eine differenzierte Betrachtung der Erträge wird in der nachfolgenden Tabelle aufgezeigt.
| Betriebserträge | Veränderung | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 2022 | WPL | zum WPL | ||||
| TEUR | TEUR | absolut in % | ||||
| a | Leistungserträge davon: Erträge aus teilstationärer Pflegeleistung Erträge aus stationärer Pflegeleistung | 31.946 184 25.184 | 35.643 287 27.007 | -3.697 -103 -1.823 | -10,4 -35,9 -6,7 | |
| Erträge aus Leistungen der Kurzzeitpflege | 1.082 | 1.945 | -862 | -44,3 | ||
| Erträge aus ambulaten Pflegeleistungen Erträge aus Rüstigenbereich Erträge aus Wohnen Erträge aus der geriatrischen Rehabilitation | 1.148 809 782 2.757 | 1.245 1.050 810 3.300 | -97 -241 -28 -543 | -7,8 -23,0 -3,4 -16,4 | ||
| b | sonstige Erträge | 8.533 | 5.428 | 3.105 | 57,2 | |
| davon: Zuweisungen / Zuschüsse zu Betriebskosten | 2.798 | 2.808 | -9 | -0,3 | ||
| Kostenausgleich Versorgungslasten | 1.105 | 1.105 | 0 | 0,0 | ||
| Erträge aus Vermietung und Verpachtung Erstattung Dienstleistungen und Gestellungs- | 584 | 570 | 14 | 2,4 | ||
| kräfte von NüStSG | 364 | 373 | -9 | -2,4 | ||
| weitere Erträge | 3.681 | 572 | 3.109 | 543,7 | ||
| Betriebserträge insgesamt | 40.479 | 41.070 | -592 | -1,4 |
Die Leistungserträge in Höhe von 31.496 TEUR liegen mit 3.697 TEUR unter den geplanten Erträgen,
diese beinhalten die Leistungen aus den unmittelbaren pflegerischen Leistungen. Deutlich sind hier in
allen Bereichen die Auswirkungen der Corona Pandemie zu sehen, die Auslastung 2022 erreichte ins-
gesamt nur 79,7 % (WPL. 90,1 %).
Die sonstigen Erträge erhöhten sich zum WPL um 3.105 TEUR auf 8.533 TEUR. Ursache sind die
Ausgleichszahlungen aufgrund der Corona Pandemie in Höhe von 2.866 TEUR und Erstattungen für
Testungen in Höhe von 490 TEUR, die im WPL 2022 nicht geplant waren.
Die Betriebsaufwendungen liegen mit 1,708 TEUR über den Planansatz von 41.372 TEUR.
| Betriebsaufwendungen | Veränderung | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 2022 | WPL | zum WPL | ||||
| TEUR | TEUR | absolut in % | ||||
| a | Personalaufwendungen | 28.892 | 28.548 | 344 | 1,2 | |
| b | Sachaufwendungen | 12.347 | 10.946 | 1.401 | 12,8 | |
| davon: | ||||||
| Lebensmittel Wasser, Energie, Brennstoffe Wirtschaftsbedarf Verwaltungsbedarf Betreuungsbedarf Pflege-/Med.- therapeutischer Bedarf Zentrale Dienstleistungen Wartung und Instandhaltung Steuern, Abgaben, Versicherungen Mieten, Pachten, Leasing Abschreibungen auf Forderungen sonstige ordentliche Aufwendungen | 95 1.309 5.412 1.068 98 1.071 485 1.164 839 512 43 251 | 76 1.295 4.955 514 79 867 483 1.098 865 510 20 184 | 19 14 456 555 19 204 2 66 -27 3 23 66 | 25,3 1,1 9,2 108,0 24,7 23,5 0,5 6,0 -3,1 0,5 115,0 36,0 | ||
| c | Abschreibungen auf Anlagevermögen | 1.842 | 1.878 | -37 | -2,0 | |
| (ohne Förderung) | ||||||
| Betriebsaufwendungen insgesamt | 43.081 | 41.372 | 1.708 | 4,1 |
Ursache für die ggü. der Planung erhöhten Personalkosten (28.892 TEUR) in Höhe von 344 TEUR
sind die Veränderungen bei der Pension- Beihilfe und Altersteilzeitrückstellungen.
Die größte negative Abweichung ggü. der Planung ist bei den Sachkosten in Höhe von 1.401 TEUR zu
verzeichnen. Die größten Abweichungen sind in den Positionen:
456 TEUR Wirtschaftsbedarf (bezogene Leistungen für Reinigung, Wäscherei, Betriebsdienst
und Gartenpflege aufgrund inflationären Preissteigerungen), 555 TEUR Verwaltungsbedarf, 204 TEUR Med.-therap. Bedarf, 66 TEUR Wartungs- und Instandhaltungsaufwand, 19 TEUR Betreuungsbedarf,
In den sonstigen ordentlichen Aufwendungen in Höhe von 251 TEUR sind Fortbildungskosten (154
TEUR), Wertberichtungen auf Forderungen (57 TEUR), und die Aufwendungen für Mitgliedschaften in
Verbänden (28 TEUR) enthalten.
2.7.3. Fünfjahresübersicht
Nachfolgend wird das Ergebnis in der Übersicht der vergangenen fünf Jahre dargestellt.
| Erfolgsvergleich | IST 2021 TEUR | IST 2020 TEUR | IST 2019 TEUR | IST 2018 TEUR | |
|---|---|---|---|---|---|
| Leistungserträge Sonstige Erträge | 31.946 8.533 | 29.231 12.401 | 30.115 10.654 | 31.851 3.942 | 30.779 3.874 |
| Betriebserträge | 40.479 | 41.637 | 40.768 | 35.793 | 34.653 |
| Personalaufwendungen Sachaufwendungen Abschreibungen auf AV (ohne Förderung) | 28.892 12.347 1.842 | 27.878 12.294 1.859 | 27.675 11.897 1.879 | 25.542 10.533 1.893 | 23.489 10.763 1.455 |
| Betriebsaufwendungen | 43.081 | 42.031 -400 | 41.451 -683 | 37.968 -2.175 | 35.707 |
| Betriebsergebnis | -2.602 | -1.054 | |||
| Zinsen und ähnliche Erträge Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 7 310 | 1 245 | 1 258 | 0 228 | 6 273 |
| Finanzergebnis | -302 | -244 | -257 | -228 | -266 |
| Erträge aus öffentlicher und nicht- öffentlicher Förderung Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögens- gegenstände und sonstige Aufwen- dungen im geförderten/bezuschussten Bereich | 1.666 1.631 | 1.240 1.180 | 965 961 | 565 586 | 404 293 |
| Ergebnis aus öffentlicher und | 35 | ||||
| nichtöffentlicher Förderung | 60 | 4 | -21 | 111 | |
| Neutrale Erträge Ertrag Verkauf AHJ Aufwand Baulandsbeschluss AHJ Neutrale Aufwendungen | 804 741 | 88 215 | 94 133 | 129 41 | 63 10.873 2.600 107 |
| Neutrales Ergebnis | 64 | -127 | -40 | 88 | 8.229 |
| Jahresüberschuss / Jahresfehlbetrag | -2.806 | -711 | -976 | -2.336 | 7.021 |
| Jahresüberschuss / Jahresfehlbetrag ohne Effekt Verkauf AHJ | -1.252 |
Die Leistungserträge sind im Jahr 2022 rund 2.715 TEUR höher als im Vorjahr, in dieser Position sind
deutlich die Auswirkungen durch die Corona Pandemie zu sehen.
Die Veränderung bei den sonstigen Erträgen beruht auch auf die Corona Pandemie, hier sind die Er-
träge Corona Ausgleich und aus Testungen enthalten. In den Jahren 2020 – 2022 betrugen diese:
2020 5.912.975,46 €
2021 6.690.094,94 €
2022 3.175.307,76 €
Die größte Steigerung innerhalb der Sachkosten ist im Wirtschaftsbedarf mit 514 TEUR erkennbar und
beruht auf Preissteigerungen bei den bezogenen Leistungen der Service GmbH. Die Aufwendungen für
den Pflege-Med.-therapeutischen Bedarf sind ggü. dem Vorjahr rund 664 TEUR gesunken.
Der um den Verkauf von AHJ bereinigte Jahresverlust beträgt 1.252 TEUR.
Auf die Ursachenanalyse des Jahresfehlbetrages 2022 wird auf die vorherige Ziffer 2.7.1 verwiesen.
2.8. Voraussichtliche Entwicklung 2023
Das Wirtschaftsjahr 2023 wurde mit einem Jahresverlust in Höhe von -2.667 TEUR geplant. Die Hoch-
rechnung geht zum jetzigen Zeitpunkt von einem Verlust in Höhe von 5,967 TEUR aus. Die massive
Planabweichung ist begründet in folgenden:
anhaltende hohe Krankheitsquote insbesondere bei Pflege- und Betreuungskräften,
Entwicklung der Belegung und ihre Auswirkung auf die Erlöse, durch den Pflegekräftemangel
ist die Erreichung der geplanten Belegung im Jahresdurchschnitt gefährdet. So liegt die durch-
schnittliche Belegung in den ersten sieben Monaten mit 87,3 % deutlich unter der geplanten,
Personalkostensteigerung auf Grund des neuen Tarifvertrages, dieser sieht für das Jahr 2023
einen steuer- und abgabenfreien Inflationsausgleich für jeden Mitarbeiter in Höhe von 2.560
Euro vor. Im WPL 2023 wurde das in dieser Höhe nicht berücksichtigt, geplant wurde mit einer
Personalkostensteigerung von 3 %,
fehlende Rechnungen im Energiebereich, hier fehlen uns seit März 2023 die Rechnungen un-
seres Versorgers, wodurch wir die Anträge im Energie Rettungsschirm nur unvollständig stel-
len können, nicht einschätzbare Rückerstattungen aus dem Energierettungsschirm,
Mit den steigenden Kosten für Lebensmittel, Energie und Personal steigt der Aufwand der be-
zogenen Fremdleistungen für die Küche, Reinigung, Betriebsdienst und Wäscherei.
gesteigerter unkalkulierbarer Instandhaltungsaufwand, so ist aktuell die Heizungssteuerung im
AHS in Haus 1 ausgefallen und muss vor der Heizperiode ausgetauscht werden, die Kosten-
schätzung geht von ca. 105 TEUR aus,
Bewertung der Rückstellungen zum 31.12.2023, insbesondere der Personalrückstellungen für
Pensionen, Beihilfen, Urlaub und Gleitzeit.
Vor dem Hintergrund der kritischen Sachkostenpreisentwicklung, die in dieser Dynamik in den Pfleges-
ätzen des ersten Halbjahres nicht abgebildet waren, wird sich der Jahresfehlbetrag zwangsläufig erhö-
hen. Ferner sind die Personalengpässe hinsichtlich der allgemein angespannten Lage auf dem Pflege-
markt aus eigener Kraft für NüSt nicht kompensierbar.
Positiv ist das Ergebnis der diesjährigen Vergütungsverhandlungen, die deutlich über der geplanten
Erhöhung von 3,5 % liegt. Das abgeschlossene Verhandlungsergebnis zum 1. Juli 2023 beinhaltet in
den einzelnen Standorten eine Budgeterhöhung bei einer Vollbelegung von:
Pflegezentrum Sebastianspital am Wöhrder See 9,69 %
August-Meier-Haus allgemeine Pflege: 5,22 %
August-Meier-Haus Geronto 9,71 %
August-Meier-Haus Pflegoase 19,28 %
Senioren Wohnanlage St. Johannis 10,38 %
Senioren Wohnanlage Platnersberg 10,76 %
Mit Inbetriebnahme des August-Meier-Hauses steigt die Belegung in dieser Einrichtung kontinuierlich
an. Im März 2023 sind wir mit insgesamt 137 Bewohnerinnen umgezogen, Ende August leben bereits
158 Bewohner in unserer neuen Einrichtung. Wir rechnen, dass diese volle Belegung weiterhin anhalten
wird, da die Bewerberlage sehr gut ist.
Die geplante Eröffnung der Tagespflege zum 1. August 2023 mit 16 Plätzen musste aufgrund eines
Wasserschadens verschoben werden, für die Nachtpflege mit 8 Plätzen fehlt uns immer noch der Ver-
sorgungsvertrag.
2.9. Chancen und Risiken
Eine umfassende Pflegereform ist vorerst ausgeblieben und die finanziellen Risiken für die Pflegeheim-
träger bleiben weiterhin unkalkulierbar. Das führt zu zunehmenden Insolvenzmeldungen insbesondere
bei großen Pflegekonzernen in privaten Trägerschaft.
Die Versorgung pflegebedürftiger Menschen in Nürnberg steht vor großen Herausforderungen. Das
Nachfragepotential wird weiter stetig wachsen, dem die Angebotsentwicklung an stationären Pflegeplät-
zen hinterherhinken wird. Bereits jetzt sind Pflegeplätze in Nürnberg sehr rar und die Situation wird sich
weiter verschärfen.
Das NürnbergStift muss diesem Sachverhalt entgegenwirken und wird perspektivisch weitere Pflege-
plätze aufbauen. Mit der Inbetriebnahme des neuen August-Meier-Haus zum 1. April 2023 in der Re-
gensburger Str. bieten wir seitdem an diesen Standort 158 stationäre Pflegeplätze an, zuvor waren es
138 Plätze. Ende August 2023 sind wir bereits vollbelegt, da die Bewerberlage sehr gut ist rechnen wir
hier mit einer dauerhaft sehr guten Auslastungsquote. Auch ist die Fachkräfteqewinnung in unserem
neuem AMH problemlos.
Im Stadtteil Johannis baut die WBG eine neue Pflegeeinrichtung. Mit der Anmietung durch NüSt (ge-
plant ist das dritte Quartal 2026) werden wir dann 122 vollstationären und 14 teilstationäre Pflegeplätze
anbieten. Die Baumaßnahme wurde im Werksausschuss am 09. März 2023 vorgestellt Dies bedeutet
eine deutliche Erhöhung zu den jetzigen 96 vollstationären Plätzen.
Auf dem NüST eigenen Grundstück am Platnersberg planen wir den Bestand in den nächsten Jahren
baulich zu erweitern und zu sanieren.
Die direkte Folge dieser Investitionen ist, dass in den kommenden Jahren Abschreibungs- und Mietbe-
lastungen auf NüSt zukommen werden, die nur durch eine gute Auslastung der neuen Einrichtungen
aufzufangen sind. Von entscheidender Bedeutung wird dabei sein, ob es gelingt, dem Personalmangel
erfolgreich zu begegnen, damit bestehende Plätze auch betrieben werden können.
Aus diesem Grund setzt NüSt viel Energie und Ressourcen in die Aktivitäten zur Personalgewinnung-
und Bindung durch Projekte zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen für unsere Pflege- und Betreu-
ungskräfte. Eine wesentliche Säule der Personalgewinnung bildet weiterhin die Ausbildung. Erfreuli-
cherweise ist es gelungen die ersten Generalistinnen für das NüSt zu begeistern, sodass ab September
voraussichtlich 15 von 16 Absolventinnen im NürnbergStift als Fachkräfte beginnen werden.
Das neue PeBeM bietet eine große Chance für Gesamtorganisationsentwicklung insbesondere hinsicht-
lich der Personalentwicklung- und Qualifizierung. Das NüSt hat bereits ein Steuerungsteam gebildet
das alle diesbezüglichen Aktivitäten im Gesamtbetrieb initiiert, unterstützt und steuert. Die Etablierung
der Arbeitsprofile der Pflegeassistenz ist in allen Häusern erfolgreich umgesetzt. Die ersten Aktivitäten
hinsichtlich der selbstständigen Dienstplanung durch die Pflegeteams sind in Senioren-Wohnanlage St.
Johannis gestartet. Im August-Meier-Haus sind die Maßnahmen zur Prozessanalyse- und Strukturie-
rung hinsichtlich der Arbeit in den Wohngemeinschaften initiiert und werden begleitet. Das PPZ plant
mit Team am Platnersberg eine Testung zur Ausfallmanagement durch die APP-Unterstützung.
Ferner ist die Gewinnung aus dem Ausland weiterer Bestandteil der Personalrekrutierung. Aktuell be-
schäftigen wir bereits sechs Pflegefachkräfte aus dem Iran. Gegenwärtig wird das Arbeitsprofil eines*r
Integrationsbeauftragtens*n entwickelt. Geplant ist, dass eine erfahrene Pflegekraft des NüSt diese Auf-
gaben übernimmt und somit eine gelingende Integration für die Pflegekräfte aus anderen Ländern si-
cherstellt.
2.10. Unterzeichnung des Lageberichtes
Die Werkleitung des NürnbergStift legt den nach den geltenden Vorschriften des HGB und der WkPV
erstellten Lagebericht vor und unterzeichnet diesen.
Nürnberg, den 01.09.2023
Elisabeth Ries Dr. Barbara Sterl Indira Schmude-Basic
Erste Werkleiterin technisch-organisatorische fachlich-kaufmännische
Zweite Werkleiterin Zweite Werkleiterin
3. Jahresabschluss
3.1. Bilanz für dem Eigenbetrieb Nürnberg Stift
| A k t i v s e i t e | Vorjahr EUR EUR | ||
|---|---|---|---|
| A. Anlagevermögen: I. Immaterielle Vermögensgegenstände II. Sachanlagen: 1. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Betriebsbauten 2. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Wohnbauten 3. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte ohne Bauten 4. Technische Anlagen 5. Einrichtungen und Ausstattungen ohne Fahrzeuge 6. Fahrzeuge 7. Geleistete Anzahlungen und Anlagen | 96.908,00 96.908,00 28.013.906,81 798,67 0,00 627.335,00 912.978,29 4.233,00 2.868.415,21 32.427.666,98 1.000,00 157.555,18 0,00 157.555,18 1.554.377,56 (0,00) 177.914,41 (0,00) 285.319,37 (285.319) (0,00) 157.970,78 (0,00) 0,00 2.175.582,12 10.320.727,95 92.062,34 | 142.427,00 29.030.361,81 798,67 0,00 502.242,00 959.737,29 6.969,00 | |
| im Bau | 1.335.613,01 | 31.835.721,78 | |
| III. Finanzanlagen B. Umlaufvermögen: I. Vorräte: 1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe. 2. Unfertige Leistungen II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände: 1. Forderungen aus | 1.000,00 204.921,52 0,00 204.921,52 | ||
| Lieferungen und Leistungen, | 2.207.250,44 | ||
| davon mit einer Restlaufzeit | |||
| von mehr als einem Jahr | (0,00) | ||
| 2. Forderungen an Träger der Einrichtung davon mit einer Restlaufzeit | 237.151,12 | ||
| von mehr als einem Jahr | (0,00) | ||
| 3. Forderungen aus öffentlicher Förderung davon mit einer Restlaufzeit | 1.474.517,83 | ||
| von mehr als einem Jahr. | (0,00) | ||
| 4. Sonstige Vermögensgegenstände, davon mit einer Restlaufzeit | 96.713,69 | ||
| von mehr als einem Jahr. | (0,00) | ||
| 5. Umsatzsteuer III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten. D. Rechnungsabgrenzungsposten: | 0,00 4.015.633,08 9.228.420,18 63.656,56 | ||
| Summe A k t i v s e i t e | 45.491.780,12 |
| P a s s i v s e i t e | Vorjahr EUR EUR | |
|---|---|---|
| A. Eigenkapital: I. Stammkapital II. Kapitalrücklagen III. Gewinnvortrag / Verlustvortrag IV. Jahresüberschuss, -fehlbetrag B. Sonderposten aus Zuschüssen und Zuweisungen zur Finanzierung des Sachanlagevermögens 1. Sonderposten aus öffentlichen Fördermitteln für Investitionen 2. Sonderposten aus nicht-öffentlichen Fördermitteln für Investitionen C. Rückstellungen: D. Verbindlichkeiten: 1. Verbindlichkeiten aus | 620.000,00 23.168.615,04 -2.335.866,19 -2.806.030,57 18.646.718,28 814.591,00 2.416.553,00 3.231.144,00 11.002.581,28 11.002.581,28 760.282,26 (739.114,65) 7.079.158,45 (464.112,19) 549.395,48 (549.395,48) 0,00 (0,00) 2.936.589,80 (2.936.589,80) 434.237,78 (434.237,78) 596.548,80 6.822,58 12.363.035,15 28.023,86 | 620.000,00 22.435.696,04 -1.625.139,63 -710.726,56 20.719.829,85 955.888,00 2.567.072,00 3.522.960,00 9.557.059,60 |
| Lieferungen und Leistungen, davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr; 2. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr; 3. Verbindlichkeiten gegenüber dem Träger der Einrichtung davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr; 4. Verbindlichkeiten aus öffentlicher Förderung davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr; nicht - öffentlicher Förderung davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr; 5. sonstige Verbindlichkeiten davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr; 6. Verwahrgeldkonto | 1.144.909,41 (1.123.741,80) 7.537.037,32 (464.652,39) 91.995,61 (91.995,61) 0,00 (0,00) 1.638.563,34 (1.638.563,34) 448.885,86 (448.885,86) 792.175,26 | |
| 7. Umsatzsteuer F. Rechnungsabgrenzungsposten: | 7.697,07 11.661.263,87 30.666,80 | |
| Summe P a s s i v s e i t e | 45.491.780,12 |
3.2. Gewinn- und Verlustrechnung
| Gewinn- und Verlustrechnung für den Eigenbetrieb NürnbergStift | 2022 EUR | Vorjahr EUR |
|---|---|---|
| 1. Erträge aus ambulanter, teilstationärer und vollstationärer Pflege sowie aus Kurzzeitpflege, sonstige Leistungen 2. Erträge aus Unterkunft und Verpflegung 3. Erträge aus Zusatzleistungen und Transportleistungen 4. Erträge aus gesonderter Berechnung von Investitionskosten gegenüber Pflegebedürftigen 4a.Umsatzerlöse nach § 277 Absatz 1 HGB | 24.712.353,60 4.946.986,74 56.304,06 2.230.289,74 | 22.376.044,49 4.573.465,92 62.658,78 2.218.667,19 |
| soweit nicht in den Nummern 1 bis 4 enthalten | 6.279.267,25 | 9.116.084,71 |
| 5. Zuweisungen und Zuschüsse zu Betriebskosten | 2.798.413,20 | 2.525.859,93 |
| 6. Erhöhung/Verminderung des Bestands an unfertigen Leistungen 7. Andere aktivierte Eigenleistungen 8. Sonstige betriebliche Erträge 9. Personalaufwand: a)Löhne und Gehälter b)Sozialabgaben, Altersversorgung und sonstige Aufwendungen 10.Materialaufwand: a)Lebensmittel b)Wasser, Energie, Brennstoffe c)Wirtschafts-/Verwaltungs-/Betreuungs-/Med.-therap. Bedarf 11.Aufwendungen für zentrale Dienstleistungen 12.Steuern, Abgaben, Versicherungen 14.Mieten, Pacht, Leasing | 0,00 46.032,55 249.114,12 41.318.761,26 | 0,00 5.330,41 1.114.563,57 41.992.675,00 |
| 22.125.098,14 6.767.297,21 95.460,18 1.308.897,13 7.649.173,94 485.071,23 838.519,35 512.112,65 39.781.629,83 | 21.276.598,51 6.601.600,62 70.655,00 1.361.620,17 7.712.249,74 482.266,41 684.113,10 518.377,14 38.707.480,69 | |
| Zwischenergebnis | 1.537.131,43 | 3.285.194,31 |
| Gewinn- und Verlustrechnung für den Eigenbetrieb NürnbergStift | 2022 EUR | Vorjahr EUR | |
|---|---|---|---|
| Übertrag Zwischenergebnis 15.Erträge aus öffentlicher und nicht-öffentlicher Förderung von Investitionen 16.Erträge aus der Auflösung von Sonderposten/Verbindlichkeiten 18.Aufwendungen aus der Zuführung zu Sonderposten/ Verbindlichkeiten 20.Abschreibungen: a)Abschreibungen auf immaterielle Vermögens- gegenstände und Sachanlagen b)Abschreibungen auf Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 21.Aufwendungen für Instandhaltung und Instand- setzung | 1.537.131,43 1.300.000,00 329.738,66 1.335.949,12 2.136.459,42 43.005,56 1.163.843,17 | 3.285.194,31 600.000,00 367.082,36 872.958,28 2.166.200,76 37.344,87 1.157.877,54 | |
| 22.Sonstige betriebliche Aufwendungen | 991.403,13 | -4.040.921,74 | 484.998,51 -3.752.297,60 |
| Zwischenergebnis 25.Zinsen und ähnliche Erträge 27.Zinsen und ähnliche Aufwendungen 29.Jahresüberschuss / Jahresfehlbetrag nachrichtlich Vorschlag zur Verwendung des Jahresergebnisses: | -2.503.790,31 7.296,00 309.536,26 -302.240,26 | -467.103,29 1.070,00 244.693,27 -243.623,27 | |
| -2.806.030,57 | -710.726,56 | ||
| Auf neue Rechnung vorzutragen | -2.806.030,57 | ||
| Verlustausgleich Behandlung des Jahresüberschusses: | |||
| Auf neue Rechnung vorzutragen | -710.726,56 | ||
| gegen Gewinnvortrag gegen Kapitalrücklage |
4. Anhang
4.1. Bewertungsgrundlagen
Der Jahresabschluss des NürnbergStift berücksichtigt für das Wirtschaftsjahr 2022 die Vorschriften der
Pflege - Buchführungsverordnung (PBV) vom 22. November 1995 (BGBl. I S. 1528), zuletzt geändert
durch Artikel 1 der Verordnung vom 21.12 2016 (BGBl. I S. 3076) und die Verordnung über die
Wirtschaftsführung der kommunalen Pflegeeinrichtungen (WkPV) vom 3. März 1998 (GVBl. S. 132, BayRS 861-3-I), in der Fassung nach § 5 der Verordnung vom 5. Oktober 2007 (GVBl. S. 707).
Die Gliederung der Bilanz, der Gewinn- und Verlustrechnung sowie der Anlagen- und Fördernachweise
entspricht den Vorgaben der PBV und WkPV. Gemäß § 4 Abs. 1 und § 11 Abs. 2 PBV sind bestimmte
Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB), Art. 24 Abs. 5 Satz 2, Art. 28 und Art. 67 des
Einführungsgesetzes zum Handelsgesetzbuch (EGHGB) sowie die Regelungen des BilRUG vom 17.07. 2015 angewandt worden.
Der Jahresabschluss berücksichtigt grundsätzlich die bisherigen Ansatz- und Bewertungsvorschriften, einschließlich der Anpassungen aus dem BilMoG und BilRUG.
Die Gliederung der Bilanz, der Gewinn- und Verlustrechnung sowie des Anlagenspiegels entsprechen
den Vorgaben des HGB mit den Regelungen des BilRUG vom 17.Juli 2015.
Die „Erhaltenen Anzahlungen“ wurden, wie in den Vorjahren praktiziert, dem Passivposten „Sonstige
Verbindlichkeiten“ zugeordnet.
Die im NürnbergStift zusammengefassten ambulanten, teil- und vollstationären Einrichtungen
einschließlich der Nebenbetriebe sind öffentliche Einrichtungen der Stadt Nürnberg. Das NürnbergStift
ist als Eigenbetrieb seit 01.01.1999 organisiert und wird als Sondervermögen verwaltet (§ 1 WkPV).
Liquide Mittel valutieren zum Nennwert.
Die Pensionsrückstellungen werden durch ein versicherungsmathematisches Gutachten belegt. Dieses
wurde für den Abschluss 2022 durch die Stadt Nürnberg mit der Unterstützung der Software HPR
(Version 6.0.7.0-Kommunal, Testierung vom 28.08.2018) eigenverantwortlich erstellt. Die Ausfertigung
erfolgte nach alter (in komprimierter Form) und neuer Berechnungsmethodik unter Anwendung der
Artikel 7 - 9 des Gesetzes zur Umsetzung der Wohnimmobilienkreditrichtlinie und zur Änderung
handelsrechtlicher Vorschriften vom 11.03.2016 (veröffentlicht BGBl. I, 2016, Nr. 12 vom 16.03.2016). Weitere Erläuterungen hierzu unter Ziffer XXX.
Die Sonderposten aus Investitionszuschüssen werden entsprechend der Stellungnahme IDW HFA
a/1984 i.d.F. v. 1990 gebildet und nach Maßgabe der Nutzungsdauer der finanzierten
Vermögensgegenstände aufgelöst.
Mittelbare Versorgungszusagen gegenüber der Arbeitnehmerschaft bestehen bei der Bayerischen
Versorgungskammer (BVK), München. Auf eine Bilanzierung der mittelbaren Pensionsverpflichtungen
wurde in Ausübung des Wahlrechts nach Art. 28 Abs. 1 Satz 2 EGHGB verzichtet. Die Altersversorgung
durch die BVK wird über Beiträge finanziert. Als Beitrag werden 4,8 % des zusatzversorgungspflichtigen
Entgelts erhoben. Die Altzusagen werden über Umlagen finanziert. Die Höhe des Umlagesatzes beträgt 3,75 % (Vorjahr:
3,75 %) der entsprechenden Löhne und Gehälter. Darüber hinaus wird jährlich ein vom Arbeitgeber zu
tragender Zusatzbeitrag in Höhe von 4,0 % erhoben.
Die sonstigen Rückstellungen werden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung nach der
voraussichtlichen Inanspruchnahme in Höhe des Erfüllungsbetrags gebildet.
Die Verbindlichkeiten wurden mit den Erfüllungsbeiträgen angesetzt.
Veränderungen der Bewertungsmethoden wurden nicht vorgenommen, somit ist die Vergleichbarkeit
mit den Vorjahresbeträgen gegeben.
4.2. Erläuterungen zur Bilanz
4.2.1. Anlagevermögen
Die immateriellen Vermögensgegenstände beinhalten Software und Lizenzen, welche ausschließlich
von NüSt bis zum 31.12.2022 entgeltlich beschafft wurden. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermö-
gensgegenstände des Anlagevermögens wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der
Abnutzung unterlagen, abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet.
Der Ansatz des Sachanlagevermögens erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten. Anschaf-
fungskostenminderungen werden abgesetzt. Es kommt ausschließlich die lineare Abschreibungsme-
thode zur Anwendung, wobei für bewegliche Anlagegüter bei der Anschaffung die zeitanteilige Jahres-
abschreibung berücksichtigt wurde. Die Abschreibungssätze richten sich nach der betriebsgewöhnli-
chen Nutzungsdauer. Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer bei den Wohnbauten und den Betriebs-
bauten liegt zwischen 40 und 58 Jahren. Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer der Außenanlagen
sowie der Geschäftsausstattung richtet sich nach den amtlichen steuerlichen Afa-Tabellen und der Afa
Tabelle für das Gesundheitswesen.
Die Beteiligungen wurden zu Anschaffungskosten bewertet.
Das Anlagevermögen veränderte sich durch Investitionen in Höhe von 2.682,9 TEUR und planmäßige
Abschreibungen in Höhe von 2.136,5 TEUR
Die Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus dem Bruttoanlagespiegel als Bestandteil des
Anhangs.
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37,450.332 93,327.216.5 61,547.385.6 52,110.571
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Die Finanzierungsarten des Anlagevermögens bestimmen sich durch Finanzierungsschlüssel:
| Finanzierungsart | Finanzierungsschlüssel |
|---|---|
| Eigenkapital Darlehen öffentliche Förderung Kommune öffentliche Fördeung Land nicht öffentliche Förderung | 1,84,81,90 8,50,78,98 2,31,75,95 15,30,58,92 11,45,74,94 |
Die Finanzierungsschlüssel (FSL) sind nachfolgend definiert.
| FLS | Einrichtungsart | Finanzierungschlüssel |
|---|---|---|
| 1 | reine Pflege (Bereich SGB XI) | Eigenkapital |
| 2 | reine Pflege (Bereich SGB XI) | öffentliche Förderung Kommune |
| 8 | reine Pflege (Bereich SGB XI) | Darlehen |
| 11 | reine Pflege (Bereich SGB XI) | nicht öffentliche Förderung |
| 15 | reine Pflege (Bereich SGB XI) | öffentliche Förderung Land |
| 30 | gemischte Einrichtung - Pflege | öffentliche Förderung Land |
| 31 | gemischte Einrichtung - Pflege | öffentliche Förderung Kommune |
| 46 | gemischte Einrichtung - Pflege | nicht öffentliche Förderung |
| 50 | gemischte Einrichtung - Pflege | Darlehen |
| 54 | gemischte Einrichtung - Pflege | Eigenkapital |
| 58 | gemische Einrichtung - nicht Pflege | öffentliche Förderung Land |
| 74 | gemische Einrichtung - nicht Pflege | nicht öffentliche Förderung |
| 75 | gemische Einrichtung - nicht Pflege | öffentliche Förderung Kommune |
| 78 | gemische Einrichtung - nicht Pflege | Darlehen |
| 81 | gemische Einrichtung - nicht Pflege | Eigenkapital |
| 90 | andere Einrichtungen - nicht Pflege | Eigenkapital |
| 92 | andere Einrichtungen - nicht Pflege | öffentliche Förderung Land |
| 94 | andere Einrichtungen - nicht Pflege | nicht öffentliche Fördeurng |
| 95 | andere Einrichtungen - nicht Pflege | öffentliche Förderung Kommune |
| 98 | andere Einrichtungen - nicht Pflege | Darlehen |
Anbei der Anlagen-und Fördernachweis nach § 4 PVB.
76,897
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93,327.216.5
23,182.661.24
08,518.795.14
RUE
8
"tfitSgrebnrüN
00,0
00,0
00,0
00,0
00,0
19,075
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90,113.08
53,874.29
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61,547.385.6
40,495.256.67
59,114.149.57
RUE
7
beirtebnegiE"
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00,0
00,0
00,0
00,0
00,0
00,0
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00,0
00,0
00,0
94,841
52,232
86,127.571
52,110.571
52,110.571
RUE
6
etrewsgnuffahcsnA
00,0
00,0
00,0
00,0
00,0
00,0
00,0
00,0
00,0
00,0
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00,0
00,0
00,0
00,0
00,0
00,0
00,0
00,0
00,0
00,0
00,0
00,0
00,0
00,0
79,598.51
79,598.51
-stfähcseG sed negnuhcub
serhaj RUE
RUE
5
ned
rüf
00,0
00,0
00,0
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00,0
00,0
00,0
00,0
00,0
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00,0
00,0
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00,0
00,0
00,0
00,0
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89,753.83-
89,753.83- 08,224.065.1 03,930.662.1
lessülhcssgnureiznaniF
RUE
-mU
red gnulkciwtnE
4
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00,0
00,0
00,0
00,0
00,0
00,0
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00,0
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00,0
00,0
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56,989.666.2
81,061.175.1
gnaguZ
RUE
3
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00,0
00,0
00,0
00,0
19,075
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00,000.2
37,826.2
07,806.3
53,874.29
10,954.51
00,006.21
16,093.25
12,878.74
58,369.07
23,443.46
63,534.15
52,658.62
31,405.782
31,753.681
62,457.163
10,316.533.1
86,064.275.6
01,034.541.47
85,735.334.37
-sgnafnA 00,0
dnatseb
RUE 41
2
hcan
siewhcannegalnA
1
eguezrhaF enho negnuttatssuA dnu negnuthcirniE.1.5 00,201.435 29,433.418.1 53,871.46
uaB mi negalnA dnu negnulhaznA etetsieleG.1.7 21,401.887.2 00,0
netsopznaliB
negömrevegalnA
:negalnaznaniF
eguezrhaF
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09 LSF
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09 LSF 00,0
18 LSF 00,28
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45 LSF 00,0
11 LSF 00,0
10 LSF 00,0
89 LSF
59 LSF 00,0
49 LSF 00,0
29 LSF 00,734.8 70,096.72 41,157.11
09 LSF 00,0
18 LSF 92,311.582 22,990.316.2 24,008.38
47 LSF 00,0
85 LSF 00,0
45 LSF 00,0
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10 LSF 00,0
.II
tmaseG
emmuS
.III
.A
.6 00,151.4 16,932.84
Anbei Fördernachweis öffentliche Förderung
00,0
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00,449.81
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etrewhcubtseR
:dnatS( dnatsdnE
RUE
41
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00,0
00,0
00,0
00,0
00,0
91,941.86
21,864.124.2
39,813.353.2
RUE
31
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00,0
00,0
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00,0
00,0
rüf emhantnE negnubierhcsuZ
2202.21.13
egnägbA -stfähcseG sed negnuhcub -stfähcseG sed dnatseb
RUE
21
negnubierhcsbA
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muz
serhaj
RUE
11
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00,0
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00,0 00,009.91 48,663.072 48,619.953 00,0
00,0
00,0
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00,0 00,942.011 47,576.785.1 47,470.914.2 00,0
00,0
red gnulkciwtnE
RUE
-mU
"tfitSgrebnrüN
01
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00,687
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00,539.031
negnubierhcsbA -sgnafnA dnatsdnE gnagbA negnubierhcsuZ
serhaj
RUE
9
beirtebnegiE"
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00,0
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00,0
00,0
00,0
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53,143.463 53,579.963 00,0
21,071.082.2
39,383.222.2
RUE
8
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00,0
00,0
00,0
00,0
00,0
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RUE
ned
7
rüf
00,0
00,0
00,0
00,0
00,0
00,0
00,0
00,0
00,0
-
RUE
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6
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00,0
00,0
00,0
00,0
00,0
00,0
00,0
00,0
00,0
00,0
00,0
00,0
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-stfähcseG sed negnuhcub
serhaj
RUE
5
ehciltneffö
red gnulkciwtnE
00,0
00,0
00,0
00,0
00,0
00,0
00,0
00,0
00,0
00,0
00,0
00,0
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00,0
00,0
RUE
-mU
4
-
siewhcanredröF2
00,0
00,0
00,0 39,669.841.3 .2.7 dnu .6 ,.2.5 ,.2.4 ,.2.1
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00,0
00,0
00,0
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00,0 53,579.963 eguezrhaF -sbeirteB ni :retnurad.2.5 ,negalnaneßuA ni ,netuab etrewtseF dnu
00,0 48,619.953
00,0 48,619.953 negalnA ehcsinhceT.1.4 -sbeirteB ni :retnurad.2.4 -neßuA ni dnu netuab 00,056.96 48,662.092 00,0
00,0
00,0
00,0 47,470.914.2
00,0 47,470.914.2
00,0
gnaguZ -sgnafnA )2202.21.13
RUE
3
00,0
00,0
00,0
00,0
00,0
00,0
91,390.78
21,060.632.3
39,669.841.3
dnatseb
RUE
2
-snegömreV
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.II emmusnehcsiwZ netsoP red emmuS
netsopznaliB
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negömrevegalnA
negalnaneßuA dnu -dnurg dnu ekcütsdnurG
netuabsbeirteB tim netuabsbeirteB :retnurad.2.1 00,051.127 47,429.796.1 00,0
1
netuabsbeirteB ni 00,0
negalnaznaniF
netuabnhoW tim -dnurg dnu ekcütsdnurG
ednätsnegeg :negalnahcaS
elleiretammI
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eguezrhaF
negalna -suA dnu negnuthcirniE.1.5 enho negnuttats 00,848.4 53,721.563 00,0
tmasegsni
s'GWG
netuab
:retnurad 00,846.597 24,661.872.2 15,251.57
.III
.A
.6 negnulhaznA etetsieleG.1.7 00,0
.3 ethceR ehcielgskcüts 00,0
.2 ethceR ehcielgskcüts 00,0
.II
.I
Anbei Fördernachweis nicht öffentliche Förderung
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00,480.11
00,355.614.2
00,964.504.2
etrewhcubtseR
:dnatS(
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00,0
00,0
00,0
00,0
37,826.22
41,772.17
39,462.233
39,462.233
62,611.921
62,611.921
15,990.151.4
73,228.970.4
dnatsdnE
RUE
31
00,0
00,0
00,0
00,0
00,0
00,0
00,0
00,0
00,0
00,0
00,0
45,656.52
45,656.52
45,656.52
45,656.52
rüf emhantnE negnubierhcsuZ
egnägbA -stfähcseG sed negnuhcub -stfähcseG sed
RUE
21
00,0
00,0
00,0
00,0
00,0
00,0
00,0
00,0
00,0
00,0
00,0
00,0
00,0
00,0
00,0
00,0
negnubierhcsbA
2202.21.13
serhaj
RUE
11
muz
00,0
00,0
00,0
00,0
00,0
00,0
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00,0
00,0
00,0
00,0
00,0
00,0
00,0
00,0
00,0
red gnulkciwtnE
RUE
-mU negnubierhcsbA -sgnafnA
)tSüN(
01
"tfitSgrebnrüN
00,0
00,0
00,0
00,0
00,0
00,0
00,0
00,0
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00,161.03
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00,846.611 54,461.974.3 54,161.319.5
serhaj
RUE
9
00,0
00,0
00,0
00,0
00,0
37,826.22
41,934.46
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74,067.723 39,483.024
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62,611.921 62,611.921
50,901.320.4
19,966.859.3
beirtebnegiE"
dnatseb
RUE
8
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00,0
00,0
00,0
00,0
37,826.22
41,163.28
15,256.765.6
73,192.584.6
dnatsdnE
ned
RUE
7
rüf
-
gnuredröF
00,0
00,0
00,0
00,0
00,0
00,0
00,0
00,0
00,0
00,0
00,0
45,656.52
45,656.52
45,656.52
45,656.52
gnagbA negnubierhcsuZ
RUE
6
ehciltneffö-thcin
etrewsgnuffahcsnA
00,0
00,0
00,0
00,0
00,0
00,0
00,0
00,0
00,0
€ 00,0
00,0
00,0
00,0
00,0
00,0
-stfähcseG sed negnuhcub
serhaj RUE
RUE
5
00,0
00,0
00,0
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00,0
00,0
00,0
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00,0
€ 00,0
00,0
00,0
00,0
00,0
00,0
red gnulkciwtnE
-
RUE
-mU
siewhcanredröF
4
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00,0
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00,0
00,0
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00,0
00,0
00,0
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00,821.3 19,918.705.6
00,821.3
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00,821.3 74,319.244
gnaguZ
RUE
3
00,0
00,0
00,0
00,0
00,0
37,826.22
41,163.28
62,611.921 negalna -suA dnu negnuthcirniE .1.5 enho negnuttats 00,021.88
62,611.921
50,181.095.6
19,918.705.6
54,161.319.5
54,161.319.5
-sgnafnA )2202.21.13
dnatseb
RUE 41
2
-snegömreV
-dnurg dnu ekcütsdnurG .1.1 ethceR ehcielgskcüts 00,943.713.2 54,218.595.3
.II emmusnehcsiwZ netsoP red emmuS
eguezrhaF -sbeirteB ni :retnurad .2.5 ,negalnaneßuA ni ,netuab etrewtseF dnu s'GWG 00,021.88
netsopznaliB
negalnA ehcsinhceT .1.4 -sbeirteB ni :retnurad .2.4 -neßuA ni dnu netuab 00,0
.2.7 dnu .6 ,.2.5 ,.2.4 ,.2.1
uaB mi negalnA dnu -sbeirteB rüf :retnurad .2.7 00,0
negömrevegalnA
negalnaneßuA dnu -dnurg dnu ekcütsdnurG
1
netuabsbeirteB tim netuabsbeirteB :retnurad .2.1 00,943.713.2 54,218.595.3
netuabsbeirteB ni 00,0
negalnaznaniF
netuabnhoW tim -dnurg dnu ekcütsdnurG
ednätsnegeg :negalnahcaS
elleiretammI
netuaB enho 00,0
eguezrhaF
tmasegsni
netuab
:retnurad 00,964.504.2 73,228.970.4 45,656.52
.III
.A
.6 negnulhaznA etetsieleG .1.7 00,0
.3 ethceR ehcielgskcüts 00,0
.2 ethceR ehcielgskcüts 00,0
.II
.I
4.2.2. Vorräte
Die Bestände wurden zum Bilanzstichtag körperlich aufgenommen. Bewertet wurde der medizinische
und pflegerische Bedarf nach der FIFO-Methode. Der restliche Lagerbestand wurde nach
Anschaffungskosten einzeln bewertet. Die in der Bilanz zusammengefassten Vorräte gliedert sich wie
folgt:
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 2022 EUR | Vorjahr EUR | ||
|---|---|---|---|---|
| a b c | Medizinischer / Pflegerischer Bedarf - Inkontinenzartikel - Sonstiges Wirtschaftsbedarf Verwaltungsbedarf | 13.916,26 49.196,32 93.127,91 1.314,69 | 10.636,43 74.396,00 116.025,92 3.863,17 | |
| insgesamt | 157.555,18 | 204.921,52 |
4.2.3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert angesetzt.
Aus dem Prüfbericht des BKPV über die überörtliche Prüfung der Jahre 1999 – 2009 wurde die
Anregung der TZ 5 zur Werthaltigkeit von Forderungen ab Abschlussjahr 2013 aufgenommen und in
den Folgejahren fortgeschrieben. D.h., im Jahresabschluss 2022 wurden Einzelwertberichtigungen
teilweise bis zu 100 % und Pauschalwertberichtigungen nach Beachtung der EWB im Wesentlichen mit
2,5 % auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen vorgenommen.
Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 1.554,4 TEUR entfallen 945,9
TEUR auf Pflege-/Krankenkassen, Sozialhilfeträge und 543,6 TEUR auf Selbstzahler. Der Rückgang in
Höhe von 652,8 TEUR auf 1.554,3 TEUR (Vorjahr 2.207,2 TEUR) beruht auf den Rückgang der sons-
tigen Forderungen in Höhe von 826,4 TEUR. Im Vorjahr war hier ein Grundstücksverkauf an SÖR in
Höhe von 803 TEUR ausgewiesen.
Unter den Forderungen an Träger der Einrichtung in Höhe von 177,9 TEUR werden Forderungen an
die Stadt Nürnberg ausgewiesen.
Die zum 31.12.2022 ausgewiesene Forderungen aus öffentlicher Förderung in Höhe von 285,3
TEUR setzt sich zusammen aus Forderungen für Corona Testungen des Jahres 2022 (233,5 TEUR),
der Forderung der solitären Tagespflege (36,7 TEUR) und der Forderungen aus PPZ-Aktivitäten
(15,1 TEUR).
Die sonstigen Vermögensgegenstände betreffen:
| Sonstige Vermögensgegenstände | 2022 EUR | Vorjahr EUR | |
|---|---|---|---|
| Forderungen an Mitarbeiter | 4.776,03 | 5.461,15 | |
| Debitorische Kreditoren Sonstige Forderungen | 3.776,47 149.418,28 | 2.512,93 88.739,61 | |
| insgesamt | 157.970,78 | 96.713,69 |
4.2.4. Liquide Mittel
Die liquiden Mittel haben sich im Vergleich zum Vorjahr um 1.092,3 TEUR erhöht.
| Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten | 2022 EUR | Vorjahr EUR |
|---|---|---|
| Kassenbestand Guthaben bei Kreditiinstituten | 33.297,20 10.287.430,75 | 37.655,98 9.190.764,20 |
| insgesamt | 10.320.727,95 | 9.228.420,18 |
4.2.5. Eigenkapital
Der Werteverzehr im Eigenkapital beträgt insgesamt 2.073 TEUR im Geschäftsjahr 2022. Der im Ge-
schäftsjahr 2022 ausgewiesene Verlust beträgt 2.806.030,57 Euro.
Gemäß Stadtratsbeschluss vom 14.12.2022 wurde der Jahresfehlbetrag 2021 in Höhe von
710.726,56 EUR auf neue Rechnung vorgetragen.
Von der Stadt Nürnberg an NürnbergStift ist das Grundstück in der Raudtener Straße mit der Flurnum-
mer 193/154 mit einem Verkehrswert von 732.919,00 EUR übertragen worden.
Die Übertragung erfolgte zum 01.08.2022 über die Erhöhung der Kapitalrücklage, ein Zahlungsmittel-
abfluss fand nicht statt. Die in Anlagevermögen gebundene Kapitalrücklage erhöhte sich dementspre-
chend auf 24.316.435,12 EUR.
| Anfangsstand 01.01.2022 | Zugänge | Abgänge | Umbuchung | Endstand 31.12.2022 | |
|---|---|---|---|---|---|
| Stammkapital Kapitalrücklagen Gewinn-/Verlustvortrag Jahresergebnis Eigenkapital | 620.000,00 22.435.696,04 -1.625.139,63 -710.726,56 20.719.829,85 | 732.919,00 € - 2 .806.030,57 € - 2 .073.111,57 € | - € | - 710.726,56 € 710.726,56 € - € | 620.000,00 € 23.168.615,04 € - 2 .335.866,19 € - 2 .806.030,57 € 18.646.718,28 € |
4.2.6. Sonderposten
Gemäß § 5 Abs. 2 PBV sind „Vermögensgegenstände des Anlagevermögens, die mit öffentlichen För-
dermitteln oder sonstigen Zuwendungen Dritter angeschafft oder hergestellt worden sind, auf der Ak-
tivseite der Bilanz mit dem Bruttowert anzusetzen. Auf der Passivseite der Bilanz sind die bereits
zweckentsprechend verwendeten Fördermittel oder Zuwendungen als Sonderposten gesondert aus-
zuweisen, vermindert um den Betrag der bis zum jeweiligen Bilanzstichtag angefallenen Abschreibun-
gen auf die mit diesen Mitteln finanzierten Vermögensgegenstände des Anlagevermögens.“
Die Entwicklung des Sonderpostens aus öffentlichen Fördermitteln für Investitionen wird in der
nachfolgenden Tabelle dargestellt. Er entspricht den Restbuchwerten der mit diesen Mitteln (Fördermit-
tel des Landes: FSL 15, 30, 58, 92; Fördermittel der Stadt Nürnberg: FSL 02, 31, 75, 95) finanzierten
Vermögensgegenstände des Anlagevermögens.
| Entwicklung des Sonderpostens aus öffentlichen Fördermitteln für Investitionen | 2022 EUR | Vorjahr EUR |
|---|---|---|
| Stand zum 01.01. | 955.888,00 | 1.097.186,00 |
| (a) Zuführung | 0,00 | 0,00 |
| (b) Auflösung | 141.297,00 | 141.298,00 |
| - Abschreibungen | (141.297,00) | (141.298,00) |
| - Anlagenabgänge zu RBW | (0,00) | (0,00) |
| Stand zum 31.12. | 814.591,00 | 955.888,00 |
Die Entwicklung des Sonderpostens aus nicht öffentlichen Fördermitteln für Investitionen wird in
der nachfolgenden Tabelle dargestellt. Er entspricht den Restbuchwerten der mit diesen Mitteln (nicht
öffentliche Förderung: FSL 11, 46, 74, 94) finanzierten Vermögensgegenstände des Anlagevermögens.
| Entwicklung des Sonderpostens aus nichtöffentlichen Fördermitteln für Investitio | 2022 nen EUR | Vorjahr EUR |
|---|---|---|
| Stand zum 01.01. | 2.567.072,00 | 2.703.899,00 |
| (a) Zuführung | 3.128,00 | 29.244,54 |
| - Anlagenzugänge (inkl. Umfinanzierung) | (3.128,00) | (0,00) |
| - sonstiges | (0,00) | (0,00) |
| (b) Auflösung | (153.647,00) | 166.071,54 |
| - Abschreibungen | (153.647,00) | (166.071,54) |
| - sonstiges | (0,00) | (0,00) |
| Stand zum 31.12. | 2.416.553,00 | 2.567.072,00 |
4.2.8. Rückstellungen
Die Rückstellungen haben sich im Berichtsjahr 2022 wie folgt entwickelt.
| Langfristige Rückstellungen | Stand zum 01.01.2021 EUR | Verbrauch EUR | Auflösung EUR | Zuführung | Zinseffekt EUR | Stand zum 31.12.2022 EUR |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Pensionsverpflichtungen Pensionsähnliche Beihilfeverpflichtungen | 3.599.392,87 542.533,00 | 2.879,66 46.663,00 | 87.480,48 1.572,00 | 322.274,71 258.488,00 | 149.264,56 -4.909,00 | 3.980.572,00 747.877,00 |
| Altersteilzeit | 190.726,32 | 30.440,11 | 249.432,06 | 2.055,00 | 411.773,27 | |
| Summe Personalrückstellungen | 4.332.652,19 | 79.982,77 | 89.052,48 | 830.194,77 | 146.410,56 | 5.140.222,27 |
| Dienstjubiläen Archivierung Abgang Grundstück AHJ Baulandbeschluss | 83.740,00 29.471,73 2.600.000,00 | 2.340,00 5.174,43 | 5.489,30 | 84,43 | 81.400,00 29.871,03 2.600.000,00 | |
| Summe sonstige Rückstellungen | 2.713.211,73 | 7.514,43 | 0,00 | 5.489,30 | 84,43 | 2.711.271,03 |
| Summe langfristige Rückstellungen | 7.045.863,92 | 87.497,20 | 89.052,48 | 835.684,07 | 146.494,99 | 7.851.493,30 |
| Kurzfristige Rückstellungen | ||||||
| Urlaub Überstunden Leistungsentgelte | 788.781,72 360.063,85 300,00 | 788.781,72 321.368,19 300,00 | 38.695,66 | 845.516,03 328.919,94 5.966,07 | 845.516,03 328.919,94 5.966,07 | |
| Summe Personalrückstellungen | 1.149.145,57 | 1.110.449,91 | 38.695,66 | 1.180.402,04 | 0,0 | 1.180.402,04 |
| Erstellung des Jahresabschlusses örtliche Prüfung überörtliche Prüfung Ausstehende Rechnungen Großreparaturen Instandhaltung Rettungsschirm 2020 Corona Prämie 2022 Corona | 47.324,00 10.817,00 24.289,78 425.636,21 765.311,92 0 88.671,20 | 47.324,00 10.817,00 11.430 370.609,77 | 55.026,44 | 47.918,00 10.817,00 424.099,76 597.820,28 23.188,00 | 47.918,00 10.817,00 12.859,78 424.099,76 765.311,92 0 597.820,28 23.188,00 88.671,20 | |
| Summe sonst. Rückstellungen | 1.362.050,11 | 440.180,77 | 55.026,44 | 1.103.843,04 | 0,00 | 1.970.685,94 |
| Summe kurzfristige Rückstellungen | 2.511.195,68 | 1.550.630,68 | 93.722,10 | 2.284.245,08 | 0,00 | 3.151.087,98 |
| insgesamt | 9.557.059,60 | 1.638.127,88 | 182.774,58 | 3.119.929,15 | 146.494,99 | 11.002.581,28 |
Die Pensionsrückstellungen werden durch ein versicherungsmathematisches Gutachten belegt. Die-
ses wurde für den Abschluss 2022 durch die Stadt Nürnberg mit der Unterstützung der Software HPR
(Version 6.0.8.2-Kommunal, Testierung vom 28.08.2018) eigenverantwortlich erstellt. Die Ausfertigung
erfolgte nach alter (in komprimierter Form) und neuer Berechnungsmethodik unter Anwendung der Ar-
tikel 7 - 9 des Gesetzes zur Umsetzung der Wohnimmobilienkreditrichtlinie und zur Änderung handels-
rechtlicher Vorschriften vom 11.03.2016 (veröffentlicht BGBl. I, 2016, Nr. 12 vom 16.03.2016). In beiden
Gutachten sind folgende Grundlagen einheitlich zur Anwendung gebracht worden:
Bewertung mit dem HGB Teilwertverfahren
Trend der zukünftigen Gehaltssteigerungen 2,5%
Rentendynamik 1,75%
Finanzierungsendalter ist die Regelaltersgrenze nach Geburtsdatum
Fluktuation 0%
Berechnungsgrundlage Richttafeln Heubeck 2018 G.
Die Abweichung beider Gutachten liegt in der Anwendung der für die Diskontierung der Altersversor-
gungsverpflichtungen heranzuziehenden durchschnittlichen Marktzinssätze, die von der Deutschen
Bundesbank veröffentlicht werden. Nach alter Methodik werden Zinssätze herangezogen, welche sich
für eine pauschal angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren, ermittelt aus 7 Geschäftsjahren, ergeben
(Wahlrecht gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB – bisher). Diese betrugen zum 31.12.2022 1,44 %. Im
Gutachten des Vorjahres wurde mit 1,35 % kalkuliert.
Nach neuer Methodik ergeben sich die Zinssätze aus 10 Geschäftsjahren. Die in beiden Gutachten
ermittelten Gesamtpensionen belaufen sich auf 15.295.493 EUR (alte Methodik – durchschnittlicher
Zinssatz der letzten 7 Jahre) bzw. 14.632.496 EUR (neue Methodik – durchschnittlicher Zinssatz der
letzten 10 Jahre). Der Unterschiedsbetrag beläuft sich auf 662.547 EUR.
In der Pensionsrückstellung werden nur passivierungspflichtige Rückstellungen für „Neuzusagen“
(Rechtsanspruch ab dem 01.01.1987) gebildet. Bei Verpflichtungen für laufende Versorgungsleistungen
oder Anwartschaften auf Versorgungsleistungen aufgrund einer unmittelbaren Zusage nach beamten-
rechtlichen Grundsätzen oder tarifvertraglichen Vereinbarungen, für den die Berechtigten ihren Rechts-
anspruch bereits vor dem 01.01.1987 erworben haben, wurde das Wahlrecht zur Passivierung nicht in
Anspruch genommen. Der Bestand an passivierungspflichtigen Pensionsansprüchen zum 31.12.2022
beträgt nach neuer Bewertungsmethodik lautet 3.980.572 EUR.
Der Unterschiedsbetrag aus der Berechnung mit dem 10-Jahresdurchschnittsatz und dem 7-Jahres-
durchschnittsatz beträgt bei den passivierungspflichtigen Pensionsrückstellungen 327.835 Euro zum
31.12.2022. Zum Jahresabschluss 31.12.2022 wurde die Pensionsrückstellung mit einem Zinssatz von
1,78 % berechnet. Im Vorjahr wurde mit einem Zinssatz von 1,87 % gerechnet, der Effekt aus der Zins-
änderung beträgt 81.845 Euro.
Die Beihilferückstellung wird durch ein versicherungsmathematisches Gutachten durch die Stadt
Nürnberg belegt. Analog zum Pensionsgutachten wurde als Berechnungsmethode das Teilwertverfah-
ren angewandt und die Diskontierung der Rückstellung nach den von der Deutschen Bundesbank ver-
öffentlichten, durchschnittlichen Marktzinssätzen (2022: 1,44 %, Vorjahr: 1,35 %) vorgenommen, wel-
che sich für eine pauschal angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren ergeben. Für diese Rückstellung
sind die neuen Regelungen zum Marktzinssatz nicht anwendbar. Der Berechnung liegen die Richttafeln
Heubeck 2018 G zugrunde, eine Berücksichtigung von Fluktuation erfolgte nicht. Für die Anpassung
der laufenden Beihilfen wurde ein Wert von 3 % pro Jahr angesetzt.
Das versicherungsmathematische Gutachten für die Altersteilzeitrückstellung ist durch die Stadt
Nürnberg erstellt worden. Durch den Neuabschluss von sieben neuen Altersteilzeitverträgen im Jahr
2022 erhöhte sich die Rückstellung zum 31.12.2022 um 248 TEUR auf 400,2 TEUR. Für eine beste-
hende Sabbatregelung beträgt der Rückstellungswert zum 31.12.2022 11,5 TEUR. Die Diskontierung der Rückstellung wurde nach den von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten,
durchschnittlichen Marktzinssätzen (gebildet aus 7 Geschäftsjahren; 2022 1,44 %, Vorjahr :1,35 %)
vorgenommen, welche sich für eine pauschal angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren ergeben. Als
Gehaltstrend wurde eine Steigerung von 1,75 % pro Jahr angenommen. Auch diesem Gutachten liegen
die Richttafeln Heubeck 2018 G zugrunde. Die Sozialversicherungsbeiträge ergeben sich aus den ak-
tuell anzusetzenden Sätzen für Arbeitgeber, inklusive Aufstockungsbetrag zur gesetzlichen Rentenver-
sicherung. Als Bewertungsverfahren wurde IDW mit Abfindungscharakter (Verlautbarung IDW RS HFA
3 n.F.) angewendet.
Zur Berechnung der Rückstellungen für noch nicht abgegoltene Urlaubsansprüche wurden für die ein-
zelnen Personalgruppen die durchschnittlichen Jahrespersonalkosten je Vollkraft, abzgl. enthaltener
Bestandteile für Zeitarbeit, angesetzt. Die für die Berechnung der Rückstellung notwendige Anzahl der
durchschnittlichen Ist-Arbeitstage sind für 2021 mit 220 Tagen definiert. Zum 31.12.2022 bestanden
Urlaubsansprüche in Höhe von 2.854 Tagen, im Vergleich zum Vorjahr mit 4.076 Tagen sind es 1.222
Tage weniger.
Die bestehenden Rückstellungen für Archivierungskosten und Dienstjubiläen wurden zum
31.12.2022 fortgeschrieben.
Bei der Bewertung der Urlaubs- und Überstundenrückstellungen wurde ein Gehaltstrend von 3,0 %
berücksichtigt.
Zum 31.12.2022 wurde für 8.509 Überstunden eine Rückstellung gebildet. Dies ist ein Aufbau im Ver-
gleich zum Vorjahr (8.028 Stunden) um 481 Stunden.
Die örtliche Prüfung des Jahresabschlusses wird durch das örtliche Rechnungsprüfungsamt durchge-
führt. Die Prüfung des Jahresabschlusses 2022 erfolgt im Jahr 2023. Die Rückstellung ergibt sich aus
der Verwaltungskostenerstattung. Die überörtliche Prüfung erfolgt durch den Bayerischen Kommunalen
Prüfungsverband (BKPV). Die letzte Prüfung umfasste die Jahre 2016 bis 2019 und wurde größtenteils
verbraucht. Für die Bildung der neuen Rückstellung erfolgte eine Neubewertung des Erfüllungsbetrages
auf Basis der in Rechnung gestellten Prüfungskosten. Die Diskontierung erfolgte für die Restlaufzeit
von 2 Jahren entsprechend mit dem von der Deutschen Bundesbank vorgegebenen Zinssatz in Höhe
von 0,75%.
Die In Vorjahren gebildete Aufwandsrückstellung für Großreparaturen wurde beibehalten und beträft
zum Stichtag 31.12.2022 unverändert 765 TEUR ausgewiesen. Diese beinhaltet für AHS 420 TEUR für
die Fassaden- und Dacherneuerung, für AHJ 240,5 TEUR für die Dacherneuerung und für AHP 104,8
TEUR für die Dacherneuerung.
Die betrifft auch die aus dem Jahr 2018 gebildete Rückstellung für ungewisse Verbindlichkeiten im Zu-
sammenhang mit dem Verkauf des Grundstücks St. Johannis, welche mögliche Verbindlichkeiten aus
dem Baulandbeschluss der Stadt Nürnberg (Stand Oktober 2018) abdecken soll. Diese Rückstellung
wurde beibehalten, da derzeit dieser Vorgang nicht abgeschlossen ist.
4.2.9. Verbindlichkeiten
Der Verbindlichkeitsspiegel zum 31.12.2022 stellt sich wie folgt dar:
| Bilanzposten | Restlaufzeit | Restlaufzeit | Restlaufzeit | ||
|---|---|---|---|---|---|
| bis zu 1 Jahr | Zwischen 1 und 5 Jahren | von mehr als 5 Jahren | insgesamt | ||
| EUR | EUR | EUR | |||
| aus Lieferungen und Leistungen | 739.114,65 | 21.167,61 | 760.282,26 | ||
| gegenüber dem Träger der Einrichtung | 549.395,48 | 549.395,48 | |||
| gegenüber Kreditinstituten | 464.112,19 | 1.710.665,07 | 4.904.381,19 | 7.079.158,45 | |
| aus öffentlicher Förderung aus nichtöffentlicher Förderung Sonstige Verwahrgelder Umsatzsteuer | 0,00 2.936.589,80 434.237,78 596.548,80 6.822,58 | 0,00 2.936.589,80 434.237,78 596.548,80 6.822,58 | |||
| insgesamt | 5.726.821,28 | 1.710.665,07 | 12.363.035,15 |
Unter den Verbindlichkeiten gegenüber dem Träger der Einrichtung wird der Saldo des Kontokorrent-
kontos zur Stadt Nürnberg in Höhe von 447,0 TEUR und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leis-
tungen in Höhe von 102,4 TEUR ausgewiesen.
Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten kreditorische Debitoren (215,2 TEUR), die abzuführende
Lohnsteuer aus Dezember 2022 (199,2 TEUR), erhaltene Anzahlungen (14,2 TEUR), Verbindlichkeiten
ggü. Mitarbeitern (5,0 TEUR und sonstige Verbindlichkeiten (0,8 TEUR).
Es bestehen keine Haftungsverhältnisse nach § 251 HGB.
Sonstige Verpflichtungen ergeben sich aus Leasingverträgen für Pkw des Ambulanten Dienstes mit
einer Laufzeit bis 2025 sowie der Zentrale auch mit einer Laufzeit bis 2025 (jährliche Leasingraten für
13 Pkw 24 TEUR brutto).
Weiterhin sind die zwischen dem NürnbergStift und der NürnbergStift Service GmbH geschlossenen
Verträge (Raum-und Gerätemietvertrag, Werkvertrag und Dienstleistungsvertrag) auf unbestimmte Zeit
abgeschlossen und mit einer Kündigungszeit von 3 Monaten zum Quartalsende von beiden Seiten künd-
bar.
Der Vertrag zu Beratungs- und Unterstützungsleistungen mit der Firma Schwan & Partner ist auf unbe-
fristete Zeit abgeschlossen und kann aktuell mit einer Kündigungsfrist von 1 Monat von beiden Seiten
gekündigt werden.
4.4. Erläuterung zur Gewinn- und Verlustrechnung
4.4.1. Erträge
Die Leistungserträge beinhalten alle Leistungen aus den unmittelbaren pflegerischen Leistungen und
berechnen sich aus Pflegeleistungen, Erträge aus Unterkunft und Verpflegung und den gesondert be-
rechneten Investitionskosten. Im Jahr 2022 stellen Sie sich wie folgt dar:
| 2022 TEUR | |||
|---|---|---|---|
| Erträge aus teilstationärer Pflegeleistung Erträge aus stationärer Pflegeleistung Erträge aus Leistungen der Kurzzeitpflege Erträge aus ambulaten Pflegeleistungen Erträge aus Rüstigenbereich Erträge aus Wohnen Erträge aus der geriatrischen Rehabilitation Summe Leistungserträge | 184 25.184 1.082 1.148 809 782 2.757 | 140 23.450 1.071 1.056 1.037 793 1.684 | 44 1.734 11 92 -228 -11 1.073 |
| 31.946 |
erung
orjahr
in %
31,4
7,4
1,1
8,7
-22,0
-1,4
63,7
9,3
Unter den Umsatzerlösen nach § 277 Abs. 1 HGB in Höhe von 6.279 TEUR sind als größte Positionen
zu nennen die Erstattungen aus dem Corona Rettungsschirm Pflege (2.686 TEUR), Erstattungen für
Corona Testungen (490 TEUR), Kostenausgleich der Stadt Nürnberg für Versorgungsansprüche (1.105
TEUR), periodenfremde Umsatzerlöse (804 TEUR), Erträge aus Vermietung und Verpachtung (584
TEUR) und Erstattungen der NüSTSG für Gestellungskräfte 282 TEUR).
Bei den Zuweisungen und Zuschüssen für Betriebskosten in Höhe von 2.798 TEUR sind die Erstat-
tung PAFF (1.041 TEUR), Erstattungen Pflegepersonal-Stärkungs-Gesetz (360 TEUR), Mietzuschuss
Heilig-Geist-Spital (388 TEUR), Fördermittel für das Pflege-Praxis Zentrum (235 TEUR), Mutterschafts-
geld (227 TEUR) und Eingliederungszuschüsse/Erstattung ATZ (212 TEUR) zu nennen.
Unter den anderen aktivierten Eigenleistungen werden im Jahr 2022 46 TEUR Erträge aus aktivierten
Personalkosten der bei Nürnberg Stift angestellten Architekten für die Neubauten ausgewiesen.
In den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von 249 TEUR sind Erträge aus der Auflösung von
Rückstellungen (183 TEUR), Spenden (36 TEUR), Erträge aus der Änderung von Wertberichtigungen
(29 TEUR) und sonstige Erträge (1 TEUR) enthalten.
Die im Berichtsjahr 2022 ausgewiesenen Erträge aus der öffentlicher und nicht öffentlicher Förde-
rung von Investitionen in Höhe von 1.300 TEUR beinhalten zwei große Einzelspenden:
800 TEUR für den Neubau der Tagespflege im neuen August-Meier-Haus durch die „Fritz – und
- Dr. Edith – Rieder - Stiftung“,
500 TEUR durch die Stiftung Laurusstern für den anstehenden Neubau und die Sanierung der
Senioren-Wohnanlage Platnersberg.
Da diese Spenden im Berichtsjahr 2022 noch nicht verbraucht wurden, wurden Sie den Verbindlichkei-
ten aus nicht öffentlicher Förderung zugeführt.
4.4.2. Personalaufwand
Der Personalaufwand besteht aus
| Personalaufwand | 2022 EUR | Vorjahr EUR | ||
|---|---|---|---|---|
| a | Löhne und Gehälter | 22.125.098,14 | 21.276.598,51 | |
| b | - Gesetzliche Sozialausgaben - Altersversorgung - Beihilfen und Unterstützungen Sozialabgaben und Altersversorgung | 4.062.503,39 2.430.478,88 274.314,94 6.767.297,21 | 3.996.582,98 2.516.013,30 89.004,34 6.601.600,62 | |
| insgesamt | 28.892.395,35 | 27.878.199,13 |
Nach § 285 Nr. 7 HGB verteilen sich die durchschnittlich 2022 beschäftigten Arbeitnehmerinnen und
Arbeitnehmer wie folgt auf die Funktionen:
| Personalgruppe | 31.03.2022 | 30.06.2022 | 30.09.2022 | 31.12.2022 | 2022 | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 00 Leitung 01 Pflegedienst Pflegefachkräfte Pflegehilfskräfte Betreuungskräfte nach §43 SGB XI Betreuungshilfskräfte | 4,00 176,00 156,00 44,00 22,00 48,00 54,00 7,00 3,00 6,00 11,00 | 4,00 174,00 159,00 44,00 21,00 47,00 52,00 7,00 3,00 6,00 11,00 | 3,00 178,00 159,00 40,00 22,00 45,00 51,00 7,00 2,00 6,00 11,00 | 5,00 177,00 168,00 41,00 20,00 44,00 51,00 7,00 3,00 6,00 11,00 | 4 176,25 160,50 42,25 21,25 | |
| 02 Hauswirtschaftlicher Dienst 03 Verwaltungsdienst 04 Technischer Dienst | 46,00 52,00 7,00 | |||||
| 05 Sonstige Dienste 06 Sozialdienst, Ergotherapie 07 Med.-technischer Dienst | 2,75 6,00 11,00 | |||||
| insgesamt | 531 | 529,00 |
Der Zuwachs der Personalkosten ist wie schon im Vorjahr im Wesentlichen durch die Auswirkungen der
Corona-Pandemie begründet. Dies sind Reaktionen auf die erhöhten Hygiene-Maßnahmen, das Aus-
bruchsgeschehen bei Bewohnenden und Mitarbeitenden, durch die Abdeckung über Arbeitszeiterhö-
hungen, Einsatz von Zeitarbeit und zusätzlichen Unterstützungskräften sowie durch Zahlung der Prä-
mien.
Entsprechend der Tarifeinigung vom 25.10.2020 erfolgte zum 01.04.2022 eine Erhöhung der Tabellen-
entgelte für die Beschäftigten nach dem TVöD-V, TVöD-B und TVöD-E um durchschnittlich 1,8 %, min-
destens aber um 50 Euro (Quelle: Mitteilung aus dem Personalbereich 024/A vom 15.04.2021).
Die Entwicklung der Personalaufwendungen, der Vollkraft-Zahlen und der durchschnittlichen Personal-
aufwendungen je Vollkraft - gegliedert nach Personalgruppen - des Eigenbetriebes NürnbergStift zeigen
nachfolgende Tabellen:
| Entwicklung des Personalaufwandes | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Personalgruppe/Aufwandsart | 2022 EUR | Vorjahr EUR | Veränderung absolut in % | ||
| 00 Leitungen der Einrichtungen 01 Pflegedienst 02 Hauswirtschaftlicher Dienst 03 Verwaltungsdienst 04 Technischer Dienst 05 Sonstige Dienste | 553.504,94 21.444.342,20 1.170.916,67 2.973.887,94 226.212,32 162.901,28 | 362.140,38 20.666.503,26 1.356.952,70 2.989.603,57 223.373,59 189.010,63 | 191.364,56 777.838,94 -186.036,03 -15.715,63 2.838,73 -26.109,35 | 52,8 3,8 -13,7 -0,5 1,3 -13,8 | |
| 06 Sozialdienst, Ergotherapie 07 Med.-technischer Dienst 09 nicht zurechenbare Personalkosten | 477.931,85 361.243,32 1.521.454,83 | 385.338,84 352.354,06 1.352.922,10 | 92.593,01 8.889,26 168.532,73 | 24,0 2,5 12,5 | |
| insgesamt | 28.892.395,35 | 27.878.199,13 | 1.014.196,22 | 3,6 | |
| darin enthalten: | |||||
| Aufwand für Versorgungsempfänger | 991.314,95 | 980.435,31 | |||
| Pensionsrückstellungen | 319.395,05 | 493.942,87 | |||
| Urlaubsrückstellungen Altersteilzeitrückstellungen | 28.856,58 218.991,95 | -332.213,47 68.641,70 | |||
| Überstundenrückstellungen Aufwand für Beihilfen Rückstellungen für Leistungsentgelt Aufwand für Zeitarbeit | 35.429,48 211.825,00 5.666,07 1.442.067,36 | 27.440,30 72.375,00 0,00 1.529.511,94 |
Bereinigt man die Personalaufwendungen um die Buchungen für Rückstellungen, Versorgungsempfän-
ger und Zeitarbeit (Tabelle oben: Positionen „darin enthalten“), so ergeben sich folgende Kennzahlen:
| Entwicklung der Personaldaten (ohne Rückstellungen, Versorgungsempfänger, Zeitarbeit) | ||||
|---|---|---|---|---|
| 2022 EUR | Vorjahr EUR | Veränderung absolut in % | ||
| Personalaufwand bereinigt (EUR) Vollkräfte (VK) durchschnittliche Personalauf- wendungen je Vollkraft (EUR / VK) | 25.638.848,91 405,09 63.291,73 | 25.038.065,48 420,16 59.591,74 | 600.783,43 -15,07 3.699,99 | 2,4 -3,6 6,2 |
Die Erhöhung der (bereinigten) Personalaufwendungen in Höhe von 600,8 TEUR begründet sich aus
der Tarifanpassung, Entwicklung der Entgeltgruppen und der Personalstruktur.
Die Entwicklung der Vollkräfte (VK) stellt sich wie folgt dar:
| Entwicklung der Vollkräfte (VK) | ||||
|---|---|---|---|---|
| Personalgruppe/Aufwandsart | 2022 VK | Vorjahr VK | Veränderung absolut in % | |
| 00 Leitungen der Einrichtungen 01 Pflegedienst 02 Hauswirtschaftlicher Dienst 03 Verwaltungsdienst 04 Technischer Dienst 05 Sonstige Dienste 06 Sozialdienst, Ergotherapie 07 Med.-technischer Dienst | 4,03 312,92 28,82 40,55 4,83 2,27 6,59 5,08 | 3,93 324,23 35,20 38,89 4,30 2,49 6,00 5,12 | 0,10 -11,31 -6,38 1,66 0,53 -0,22 0,59 -0,04 | 2,5 -3,5 -18,1 4,3 12,3 -8,8 9,8 -0,8 |
| insgesamt | 405,09 | 420,16 | -15,07 | -3,6 |
4.4.3. Sachaufwand
Der Materialaufwand im Berichtsjahr 2022 in Höhe von 9.053,5 TEUR setzt sich zusammen aus Roh, Hilfs- und Betriebsstoffen in Höhe von 3.560,5 TEUR und Fremdleistungen in Höhe von 5.493,1 TEUR. Die Veränderungen zum Vorjahr stellen sich dar:
| Materialaufwand | 2022 | Vorjahr | Veränderung | |
|---|---|---|---|---|
| Lebensmittel Wasser, Energie, Brennstoffe Wirtschaftsbedarf Verwaltungsbedarf Betreuungs-, Med. - therap. Bedarf | EUR | EUR | ||
| 95.460,00 1.308.897,00 5.411.763,61 1.068.217,97 1.169.192,33 | 70.655,00 1.361.620,17 4.897.930,12 971.294,69 1.843.024,93 | 24.805,00 -52.723,17 513.833,49 96.923,28 -673.832,60 | ||
| insgesamt | 9.053.530,91 | 9.144.524,91 | -90.994,00 |
Die Veränderungen im Wirtschaftsbedarf in Höhe von 513,8 TEUR beruhen auf gestiegenen Kosten bei
den Fremdleistungen Küche (242,1 TEUR), Fremdleistungen Betriebsdienst (86,6 TEUR), Hausver-
brauchsmittel (85,5 TEUR), Fremdleistungen Wäscherei (36,6 TEUR) und den Fremdleistungen HWD
(22,5 TEUR).
Die positiven Veränderungen im Betreuungs, Med.- therap. Bedarf in Höhe von 673,8 TEUR beruhen
auf dem pflegerischen Verbrauchsmaterial in Höhe von 498,9 TEUR und sonstigen Aufwendungen in
Höhe von 206,7 TEUR. Begründet ist dies durch einen Rückgang der Corona bedingten Hygieneauf-
wendungen.
Unter den im Berichtsjahr ausgewiesenen Aufwendungen für zentrale Dienstleistungen in Höhe von
485,1 TEUR werden unverändert die Verwaltungskostenerstattung (VKE) und Aufwendungen für er-
brachte Leistungen des IT-Bereiches der Stadt Nürnberg ausgewiesen. Die VKE beinhaltet städtische
Overheadkosten (z.B. Stadtrat, Rathäuser, statistisches Amt, Referate, etc.) und die zentralen Leistun-
gen der Querschnitts-Dienststellen (z.B. DIP, PA, Rpr) und wird auf Basis einer geschätzten Inanspruch-
nahme ermittelt. Ein großer Teil der Verwaltungskostenerstattungen an den Träger wird von den Kos-
tenträgern als spezifischer Aufwand nicht anerkannt und ist daher nicht über die Pflegesätze refinan-
ziert.
Die Veränderungen bei den Steuern, Abgaben und Versicherungen sind begründet auf gestiegenen
Zahlungen an den Pflegeausbildungsfonds in Höhe von 120,4 TEUR.
| 2022 EUR | Vorjahr EUR | Veränderung EUR | |
|---|---|---|---|
| Steuern Abgaben Versicherungen | 44.753,46 762.517,56 31.248,33 | 27.998,33 631.473,98 24.640,79 | 16.755,13 131.043,58 6.607,54 |
| Summe | 684.113,10 | 154.406,25 |
Unter der Position Mieten, Pacht und Leasing in Höhe von 512 TEUR ist die Miete für die Senioren-
Wohnanlage Heilig-Geist-Spital enthalten. Für Letztere erfolgt unter der GuV-Position „Zuweisungen
und Zuschüsse zu Betriebskosten“ ein Ausgleich.
Die im Berichtsjahr 2022 angefallene Aufwendungen für Instandhaltung und Instandsetzung in
Höhe von 1.164 TEUR bewegten sich auf Vorjahresniveau (1.158 TEUR),
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Berichtsjahr 2022 mit 991,4 TEUR um 506,5
TEUR höher zum Vorjahr. In dieser Position sind Rückzahlungen für den Corona Rettungsschirm 2020
in Höhe von 597,8 TEUR enthalten.
4.4.4. Finanzergebnis
| 2022 EUR | Vorjahr EUR | Veränderung | |
|---|---|---|---|
| Zinsen und ähnliche Erträge Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 7.296,00 309.536,26 | 1.070,00 244.693,27 | 6.226,00 64.842,99 |
| Finanzergebnis | 243.623,27 | 58.616,99 |
Die Zinserträge in Höhe von 7,3 TEUR (Vorjahr: 1,1 TEUR) enthalten Erträge aus der Abzinsung von
Rückstellungen. Die Zinsaufwendungen in Höhe von 302,4 TEUR (Vorjahr: 4,9 TEUR 244,7 TEUR)
enthalten 151,4 TEUR aus der Aufzinsung von Rückstellungen.
4.4.5. Jahresergebnis
Der im Geschäftsjahr 2022 ausgewiesene Fehlbetrag in Höhe von 2.806.030,57 Euro wird vorgeschla-
gen auf neue Rechnung vorzutragen. Unterzeichnung des Jahresabschlusses
Die Werkleitung des NürnbergStift legt den nach den geltenden Vorschriften der PBV, des HGB und der
WkPV erstellten Jahresabschluss vor und unterzeichnet diesen gemäß § 245 HGB.