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Zusammenfassung Konzernabschluss 2021

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Maschinell extrahierter Text. Verbindlich ist das Originaldokument.

Zusammenfassung: Konsolidierter Jahresabschluss der Stadt Nürnberg zum 31.12.2021

Die Stadt Nürnberg legt zum 31.12.2021 zum sechsten Mal einen konsolidierten Jahresabschluss vor.

Bei dem konsolidierten Jahresabschluss handelt es sich um einen nach den Vorschriften der GO und KommHV- Doppik aufgestellten gemeinsamen Jahresabschluss der Stadt mit den in Form von Eigenbetrieben, Kommunalunternehmen oder privater Rechtsform verselbständigten Aufgabenträgern. Aufgrund der umfangreichen Auslagerung der kommunalen Aufgabenerfüllung aus der Kernstadt heraus, ist es sinnvoll, mittels eines konsolidierten Jahresabschlusses einen Gesamtüberblick über die finanziellen Verhältnisse und Leistungsbeziehungen über das komplette Aufgabenspektrum der Kommune zu ermöglichen und so auch die Sicherstellung der dauernden Leistungsfähigkeit insgesamt abzubilden.

Die Aufstellung des konsolidierten Jahresabschlusses ist ein sehr aufwendiger Prozess: zunächst müssen detaillierte Abstimmungen und ein Abgleich des gemeldeten Zahlenmaterials in Bezug auf alle Konzern- Leistungsbeziehungen erfolgen. Insbesondere die Aufklärung von Differenzen, tlw. bis auf Ebene einzelner Belege, erfordert sowohl seitens der Stadtkämmerei als auch der vollkonsolidierten Töchter einen erheblichen Ressourceneinsatz. Anschließend ist eine Vielzahl manueller Buchungen zur Auflösung der innerkonzernlichen Verflechtungen nötig, um einen korrekten Ausweis der Sachverhalte im Sinne einer Darstellung des Konzerns Stadt als einheitliche Organisation zu erreichen.

Der Konsolidierungskreis im engeren Sinne (Vollkonsolidierungskreis) umfasst die in untenstehender Tabelle aufgeführten städtischen Töchter, bei denen ein beherrschender Einfluss, z. B. durch Mehrheit der Stimmrechte oder aufgrund der Rechtsstellung (Eigenbetrieb) vorliegt.

Im Konsolidierungskreis ergab sich für 2021 nur eine Änderung: Zum 01.04.2021 wurde die AmbulantesBehandlungsCentrum2 GmbH als 100%ige Tochtergesellschaft vom Klinikum Nürnberg Kommunalunternehmen erworben und in den Konsolidierungskreis aufgenommen.

Eigenbetrieb Abfallwirtschaftsbetrieb Nürnberg - ASN

Eigenbetrieb Franken Stadion Nürnberg - FSN

Kommunalunternehmen Klinikum Nürnberg (Teilkonzern) - KH

Noris Arbeit gGmbH - NOA

noris inklusion gGmbH - NOI

Noris inklusion kommunal gGmbH - NIK

Eigenbetrieb NürnbergBad – NüBad

Eigenbetrieb NürnbergStift - NüSt

Städtische Werke Nürnberg GmbH (Teilkonzern) -StWN

Eigenbetrieb Stadtentwässerung und Umweltanalytik - SUN

Eigenbetrieb Servicebetrieb Öffentlicher Raum Nürnberg – SÖR

Wohnungsbaugesellschaft der Stadt Nürnberg mbH (Teilkonzern) - wbg

Diese städtischen Töchter werden mit dem kompletten Vermögen und sämtlichen Schulden in den konsolidierten Jahresabschluss aufgenommen (sog. Vollkonsolidierung).

Dem Konsolidierungskreis im weiteren Sinne gehören die NürnbergMesse GmbH und Flughafen Nürnberg GmbH an. Sie werden mit ihrem fortgeschriebenen Eigenkapital, das sich insbesondere um die jeweiligen nicht ausgeschütteten Jahresergebnisse verändert, in den Abschluss einbezogen (sog. Equity-Konsolidierung1). Dies erfolgt, weil die Stadt bei diesen Gesellschaften über einen maßgeblichen, aber keinen beherrschenden Einfluss verfügt. Ein maßgeblicher Einfluss wird z. B. vermutet, wenn Stimmrechtsanteile über 20 % vorliegen.

1 Zur Equity-Konsolidierung finden sich detaillierte Erläuterungen im Glossar des Konzernberichts.

Im Rahmen der Aufstellung des Abschlusses werden bei den vollkonsolidierten Aufgabenträgern sämtliche konzerninternen Leistungsbeziehungen und Kapitalverflechtungen eliminiert, d.h. der „Konzern“ Stadt wird so betrachtet, als ob er eine einheitliche bilanzierende Einheit wäre.

Aus dem Abschluss 2021 ergeben sich folgende Ergebnisse:

Bilanzposition Betrag konso- lidiert 2021 in Mio. € Einzelab- schluss Kernstadt 2021 in Mio. € Vergleich Kernstadt zu Konzern in %2 Betrag konso- lidiert 2020 in Mio. € Wesentliche Bestimmungsgrößen bei den städtischen Töchtern (nach Konsolidierung)
Jahresüberschuss 96,11 18,01 18,74 -4,17 Überwiegend wieder Jahresüberschüsse, insb. positive Ergebnisse bei der Kern- stadt und bei vielen Töchtern (StWN, wbg, SUN). Jahresfehlbeträge: Equity- konsolidierte Töchter Messe und Flughafen (insg. 28, 44 Mio. €- weiterhin Auswirkungen der Corona-Pandemie) sowie ASN und NüBad.
Anlagevermögen 8.914,85 5.210,77 58,45 8.672,87 StWN 2.367,26 Mio. €, wbg 671,04 Mio. €, SUN 610,62 Mio. €, Klinikum 496,00 Mio. €
immaterielles Vermögen 218,49 234,47 107,31 208,56 Darunter: Geleistete Investitionszuschüsse (nur Kernstadt), Konzessionen, DV-Lizenzen, Geschäfts- oder Firmenwerte und Anzahlungen auf immaterielle Vermögensgegenstände) StWN 13,77 Mio. €, Klinikum 6,81 Mio. €
Sachanlagen 7.843,45 4.089,95 52,14 7.645,72 StWN 1.805,30 Mio. €, insb. Infrastruktur, wbg: 670,76 Mio. €, SUN: 584,75 Mio. €, Klinikum: 489,08 Mio. €
Finanzanlagen 852,91 886,35 103,92 818,59 StWN 548,19 Mio. € (assoziierte Unternehmen), ASN: 82,00 Mio. € (Wertpapiere), SUN 25,01 Mio. € (Ausleihungen)
Umlaufvermögen 1.828,67 670,90 36,69 1.576,47 StWN 741,39 Mio. €, Klinikum 250,09 Mio. €, wbg 197,17 Mio. €
Davon: Forderungen 961,54 216,39 22,50 781,64 StWN: 577,29 Mio. €, Klinikum 220,23 Mio. €
Eigenkapital 1.934,10 929,47 48,06 1.818,56 StWN: 246,07 Mio. € (Minderheitenanteile)
Sonderposten 1.711,36 1.054,20 61,60 1.757,13 Klinikum 290,20 Mio. €, StWN 198,01 Mio. €, SUN 157,95 Mio. €
Rückstellungen 2.896,85 1.962,65 67,75 2.828,79 StWN 810,57 Mio. €, Klinikum 160,94 Mio. €, SUN 75,16 Mio. €
Verbindlichkeiten 4.197,88 1.930,82 46,00 3.841,97 StWN 1.280,81 Mio. €, wbg 624,80 Mio. €,

2 Diese Zahl stellt dar, wie hoch der Wert des Einzelabschlusses Kernstadt in Relation zum Wert des Konzerns ist.

SUN 276,84 Mio. €
 Davon: Verb. für Investitionen und Anleihen 3.013,67 1.407,49 46,70 2.873,93 StWN: 781,85 Mio. €, wbg: 445,58 Mio. €, SUN 268,15 Mio. €
 Davon: Ver- bindlichkeiten aus Krediten zur Liquidi- tätssicherung 179,50 93,62 191,72 123,33 Stadt: 38,02 Mio. € (konsolidiert), Wbg: 127,20 Mio. € NüBad: 0,00 Mio. €
 Davon: Verb aus kreditähnlichen Rechtsgeschäften (insb. ÖPP/ÖÖP) 110,02 102,51 107,32 120,97 FSN 7,51 Mio. € (Stadionumbau WM 2006)
Bilanzsumme 10.786,66 5.919,02 54,87 10.285,61

Die Bilanzsumme beträgt 10.786,66 Mio. € und gliedert sich auf Seiten der Aktiva und Passiva wie folgt:

Zusammensetzung Aktiva:

Forderungen und sonstige immaterielle Vermögensgegenstände (962,2 Mio. €) Vermögensgegenstände 9% (218,5 Mio. €)…

Abbildung 1

Vorräte (366,6 Mio. €) 4%

Finanzanlagen (852,9 Mio. €) 8% Sachanlagen (7.834,2 Mio. €) 77%

Hier wird die hohe Anlagenintensität sichtbar (82,65 %), insb. bei Sachanlagen, die sich vor allem aus den Schulen, Kindertagesstätten Verwaltungsgebäuden, Straßen und Brücken der Kernstadt, aber auch aus den Infrastrukturanlagen der VAG und der N-ERGIE AG ergibt.

Zusammensetzung Passiva:

Passive Rechnungsabgrenzung (46,5 Mio. €) 0%

Abbildung 5

Abbildung 2

Eigenkapital (1.934,4 Mio. €) 18% Verbindlichkeiten (4.198,5 Mio. €) Sonderposten 39% (1.711,4 Mio. €) 16%

Abbildung 3

Abbildung 4

Rückstellungen (2.896,2 Mio. €) 27%

Die ordentlichen Gesamterträge des „Konzerns Stadt Nürnberg“ erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um 10,19 % (658,20 Mio. €) auf 7.115,57 Mio. €.

Sonstige ordentliche Aktivierte Eigenleistungen Kostenerstattungen und Erträge 145,5 Mio. €) (136,1 Mio. €) Kostenumlagen (331,5 Mio. €) 2% 2% 5%

Abbildung 6

Privatrechtliche Leistungsentgelte (225,5 Mio. €) Steuern und ähnliche 3% Abgaben (1.097,7 Mio. €) Auflösung von 16% Zuwendungen und allgemeine Sonderposten (83,6 Mio. €) Umlagen (710,2 Mio. €) 1% 10%

Abbildung 8

Abbildung 7

Öffentlich-rechtliche Leistungsentgelte (4.357,4 Mio. €) 61%

Die ordentlichen Gesamtaufwendungen des Konzerns betragen 2021 6.973,25 Mio. € und sind damit im Vergleich zu 2020 gestiegen (9,57 % respektive 608,81 Mio. €). Konzernintern konsolidiert wurden 399,16 Mio. €.

Die Zusammensetzung der Aufwendungen im Konzern ergibt sich wie folgt:

Sonstige ordentliche Aufwendungen (687,6 Mio. €) 10%

Abbildung 9

Abbildung 11

Transferaufwendungen (860,3 Mio. €) Personalaufwendungen 12% (1.574,4 Mio. €) 23% Bilanzielle Versorgungsaufwendun Abschreibungen gen (166,4 Mio. €) (434,1 Mio. €) Aufwendungen für 2% 6% Sach-und Dienstleistungen (3.250,5 Mio. €) 47%

Abbildung 10

Folgende Kennzahlen errechnen sich zum 31.12.2021 aus den Werten der konsolidierten Vermögens- und Ergebnisrechnung:

Kennzahlen 31.12.2021 „Konzern“ Kernstadt „Konzern“
Stadt 2021 2021 Stadt 2020
Eigenkapitalquote 17,9 % 15,1 % 17,7 %
Anlagendeckung3 102,6 % 98,86 % 102,7 %
Aufwandsdeckungsgrad 102,0 % 102,0 % 99,7 % 99,7 % 101,5 % 101,5 %
(ordentliche Erträge/ordentliche Aufwendungen)
Steuerquote 15,4 % 48,4 % 14,6 %
(Steuererträge/ordentliche Erträge)
Personalintensität 25,0 % 29,9 % 26,8 %
(Personal- und Versorgungsaufwendungen/
ordentliche Aufwendungen)
Zinslastquote 1,7 % 1,2% 2,0 %
(Zinsaufwendungen/ordentliche Aufwendungen)

Hierbei wird sichtbar, dass im Konzern insgesamt ähnliche Verhältnisse wie bei der Kernstadt in Bezug auf die wesentlichen Bilanzkennzahlen herrschen. Lediglich die Personalintensität der Kernstadt ist überdurchschnittlich – hier bedingt der Dienstleistungsschwerpunkt einen hohen Personaleinsatz, bei etlichen Aufgabenträgern dominiert die Infrastruktur bei geringem Personaleinsatz. Erträge aus Steuern bzw. ähnlichen Abgaben (z. B. Gewerbesteuer,

3 Die Kennzahl „Anlagendeckung“ stellt dar, inwieweit langfristig gebundenes Vermögen langfristig finanziert ist und damit, inwieweit die sog. „Goldene Bilanzregel“ der Fristenkongruenz erfüllt ist.

Grundsteuer, Einkommensteueranteil) fallen nur bei der Kernstadt an, entsprechend sinkt deren rechnerische Anteil an den gesamten ordentlichen Konzernerträgen. Deren Bedeutung als Finanzierungsquelle für die ganze „städtische Familie“ lässt sich daran ermessen, dass diese ohne konkrete Gegenleistung erhobenen Erträge bereits 15,4 % der gesamten ordentlichen Erträge stellen. Bei der Zinslastquote schlägt sich die seit 2017 in dieser Position auszuweisenden Garantiedividenden des Minderheitsgesellschafters bei der StWN (Thüga AG) erhöhend nieder.

Der konsolidierte Jahresabschluss zeigt auf, dass die Kernstadt zu vielen Bilanz- und Ergebnispositionen wertmäßig einen sehr hohen Anteil beiträgt, gefolgt von den StWN und dem Klinikum. Hierdurch wird deutlich, wo organisatorische und finanzielle Maßnahmen innerhalb des Gesamtkonzerns die größte potenzielle Wirkungskraft entfalten. Das Verhältnis der buchhalterischen Größen der einzelnen Aufgabenträger wird transparent und damit implizit auch der Aufwand bzw. der Ertrag, der aus der Wahrnehmung der einzelnen kommunalen Aufgaben erwächst – gerade auch in Relation zueinander.

Umgekehrt gibt der konsolidierte Jahresabschluss auch Aufschluss darüber, in welchem Umfang die einzelnen Konzerntöchter mit der Stadt selbst und untereinander in Leistungsbeziehung stehen. Beispielsweise entfallen zwar nur 70,03 Mio. €, d.h. 1,99 % der kompletten Umsatzerlöse der StWN auf Einheiten des städtischen Konsolidierungskreises, hingegen waren 136,36 Mio. € bzw. 49,97 % der Sach- und Dienstleistungsaufwendungen der Kernstadt konzernintern, insbesondere die Aufwendungen für Gas, Strom und Wasser sowie die Kostenerstattungen an den Eigenbetrieb SÖR. Von den städtischen Steuererträgen wurden nur 6,66 Mio. € (0,60 %) bei der Konsolidierung bereinigt, jedoch über 52,76 Mio. € der von der Kernstadt gemeldeten sonstigen ordentlichen Erträge (entsprechend 66,36 %!). Konzernweit wurden 136,48 Mio. €, d.h. 48,21 % der sonstigen ordentlichen Erträge eliminiert.

Weiterhin wurden 147,76 Mio. € der im Gesamtkonzern gemeldeten sonstigen ordentlichen Aufwendungen gekürzt (17,69 %). Hier fällt insb. die Konzessionsabgabe ins Gewicht, wodurch alleine bei den StWN 9,81 % respektive 36,68 Mio. € konsolidiert werden. Als weiteres Beispiel sind die Aufwendungen für Sach- und Dienstleistungen anzuführen: Hier entfallen beim Klinikum 4,92 % respektive 8,76 Mio. € der entstandenen Aufwendungen auf konzerninterne wirtschaftliche Verflechtungen. Konzernweit verminderten sich die angefallenen Aufwendungen für Sach- und Dienstleistungen durch die Konsolidierung um 213,61 Mio. € (entsprechend 6,17 %) auf gesamt 3.250,47 Mio. €.

Bei den Transferaufwendungen wurden 31,59 Mio. €, entsprechend 3,54 % herauskonsolidiert, vorwiegend Verlustausgleiche an städtische Töchter und Eigenbetriebe.

Aufgrund der Konsolidierungsbuchungen veränderte sich das Konzernergebnis zum 31.12.2021 um 16,48 Mio. €. Dieser Betrag setzte sich insb. aus Aufwands- und Ertragsbereinigungen der vollkonsolidierten Unternehmen i. H. v. 11,86 Mio. € und den Ergebnisbeiträgen der At-Equity konsolidierten Unternehmen (-28,44 Mio. €) zusammen.

In 2021 erhöhten sich wieder durch die Konsolidierung die Verbindlichkeiten aus Krediten zur Liquiditätssicherung respektive der Cash-Pooling-Kontokorrente (um -28,14 %). Damit wird deutlich, dass die Schuldenkonsolidierung hier die Summe der tatsächlichen Verschuldung erst transparent macht. Weitere starke konzerninterne Verflechtungen bestanden bei Forderungen, hier wurden 25,41 % im Rahmen der Schuldenkonsolidierung herausgestrichen, bei den Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistungen 25,24 %.

Der konsolidierte Jahresabschluss 2021 ist zum Teil noch von einer aufgrund der Corona-Pandemie schwierigen Ertragslage geprägt, insb. auch bei den At-Equity-Töchtern Messe und Flughafen, bei denen die Auswirkungen der Pandemie noch einmal voll durchschlugen. Dennoch konnte im Gesamtkonzern wieder ein Jahresüberschuss erzielt werden.

Die dauernde Leistungsfähigkeit ist sichergestellt: nach Durchführung der Kapitalkonsolidierung im Rahmen des konsolidierten Jahresabschlusses sind Gewinn-/Ergebnisrücklagen in Höhe von 925,98 Mio. € vorhanden.

Die Eigenkapitalquote ist ausreichend, das Anlagevermögen ist durch langfristiges Kapital finanziert. Nicht nur in der Kernstadt, auch bei den anderen konsolidierten Aufgabenträgern wird ein starker Investitionskurs gefahren, um den Herausforderungen der Zukunft zu begegnen.

Die Verschuldung (Investitionskredite, Anleihen und kreditähnliche Verpflichtungen) beläuft sich im Konzern zum 31.12.2021 insgesamt auf 3,12 Mrd. €. Sie ist damit mehr als doppelt so hoch wie bei der Kernstadt (Stand zum 31.12.2021: 1.51 Mrd. €).

Detaillierte Entwicklung der Verschuldung im Vergleich zum Vorjahr:

Bilanzposten Konzernbilanz (in Mio. €) 2021 2020
Anleihen 80,00 80,00
Verbindlichkeiten aus Krediten für Investitionen 2.933,67 2.793,93
Verbindlichkeiten, die Kreditaufnahmen 110,02 110,02 120,97 120,97
wirtschaftlich gleichkommen
Summe 3.123,69 2.994,90

Die obige Tabelle zeigt, dass sich im Vergleich zum Vorjahr im Konzern ein leichter Schuldenaufbau von insgesamt 128,78 Mio. € stattfand (im Gegensatz zum Einzelabschluss der Kernstadt; hier errechnet sich ein geringfügiger Schuldenabbau von 0,6 Mio. €).

Der Schuldenaufbau von 128,78 Mio. € resultierte aus der Erhöhung der Verbindlichkeiten der Kredite für Investitionen: Diese nahmen um 139,74 Mio. € zu und entfallen überwiegend auf die StWN, die wbg und SUN.

Ein Schuldenabbau konnte vor allem im Bereich der kreditähnlichen Verpflichtungen erreicht werden: Hier reduzierten sich die Verbindlichkeiten um insgesamt -10,96 Mio. € gegenüber dem Vorjahr und kompensierten geringfügig den Schuldenaufbau bei den Verbindlichkeiten der Kredite für Investitionen.

Zusätzlich nahmen jedoch auch die Verbindlichkeiten aus Krediten zur Liquiditätssicherung um 56,2 Mio. € zu, insbesondere aufgrund der Zwischenfinanzierung des kooperativen Schulzentrums der Bertolt-Brecht-Schule (BBS) bei der wbg (38,12 Mio. €).

Im Gegenzug konnten im Konzern erhebliche vermögensseitige Zuwächse erzielt werden: Allein das Sachanlagevermögen stieg um 197,73 Mio. € (entsprechend 2,59 %) gegenüber dem Vorjahr an.

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