TAGESORDNUNG
Sitzung
Sitzung des Ausschusses für Recht, Wirtschaft und Arbeit
Sitzungszeit
Mittwoch, 28.06.2023, 15:00 Uhr
Sitzungsort
Rathaus, Fünferplatz 2, Großer Sitzungssaal
TAGESORDNUNG
Öffentliche Sitzung
1. Transformationsmotor Wissenschaft: Strategie Hochschul- und Bericht
Wissenschaftsstandort Nürnberg Ref.VII/003/2023
Sachverständige: Frau Dr. Sybille Reichert – Reichert Consulting,
Policy & Development in Higher Education, Bamberg / Berlin
Fraas, Michael, Dr.
2. Wohnungs- und Haushaltserhebungensatzung - WoHausS Gutachten
StA/004/2023 König, Marcus
3. Vollzug des Ladenschlussgesetzes (LadSchlG) Gutachten
Neuerlass der Verordnung über den Verkauf von Bäcker- und OA/005/2023
Konditorwaren an Sonn- und Feiertagen im Stadtgebiet Nürnberg
(Bäcker- und Konditorwarenverkaufsverordnung – BKVerkVO)
König, Marcus
4. Vollzug des Landesstraf- und Verordnungsgesetzes (LStVG) Gutachten
Neuerlass der Volksfestverordnung (VolksfestVO – VfVO) OA/006/2023
- Unterlagen werden nachgereicht -
König, Marcus
5. twi.N City – Urbaner Digitaler Zwilling der Nürnberger Innenstadt Bericht
(EU-Innenstadt- Förderinitiative (REACT-EU)) DiP/009/2023
hier: Ergebnisse, Perspektive und Vorschlag zum weiteren
Vorgehen
König, Marcus
6. EU-geförderte Projekte der Stadt Nürnberg im Jahr 2022 und in Bericht
der Förderperiode 2014 bis 2020 Ref.VII/002/2023
Fraas, Michael, Dr.
7. Innovationsorte in Nürnberg Bericht
Fraas, Michael, Dr.
8. Umsetzung der Wasserstoffstrategie Nürnberg Beschluss
Fraas, Michael, Dr.
9. Gewerbeflächenentwicklung am Standort Nürnberg - Bericht
Herausforderungen und Konflikte WiF/016/2023
Fraas, Michael, Dr.
10. Satzung zur Änderung der Sondernutzungsgebührensatzung mit Gutachten
Anlage 1 LA/015/2023
- Erhöhung der Sondernutzungsgebühren und Entgelte zum
01.01.2024
Fraas, Michael, Dr.
11. Berufung ehrenamtlicher Mitglieder des Gutachterausschusses Beschluss
für Grundstückswerte im Bereich der kreisfreien Stadt Nürnberg Geo/005/2023
nach der Verordnung über die Gutachterausschüsse, die
Kaufpreissammlungen und die Bodenrichtwerte nach dem
Baugesetzbuch (Gutachterausschussverordnung - BayGaV)
Fraas, Michael, Dr.
- Genehmigung der Niederschrift der Sitzung vom 24.05.2023,
öffentlicher Teil
Ref.VII/003/2023
Beratung Datum Behandlung Ziel
Ausschuss für Recht, Wirtschaft und 28.06.2023 öffentlich Bericht
Arbeit
Betreff: Transformationsmotor Wissenschaft: Strategie Hochschul- und Wissenschaftsstandort
Nürnberg
Sachverständige: Frau Dr. Sybille Reichert – Reichert Consulting, Policy & Development in
Higher Education, Bamberg / Berlin
Bericht:
Mit der Strategie Hochschul- und Wissenschaftsstandort Nürnberg konzentriert sich die Stadt auf die Entwicklung ihrer Zukunftsfähigkeit. In einer Ära multipler Transformationen, in der eine disruptive Innovation auf die nächste folgt und mehr denn je unsere Phantasie, unsere Veränderungsbereitschaft und unser Umdenken erfordert, wird die Wissenschaft, der Wissenstransfer und das Zusammenspiel der Wissenschaftsinstitutionen mit wissenschaftsnahen Unternehmen oder Organisationen und mit der sie Stützenden und nutznießenden Öffentlichkeit zum zentralen Erfolgsfaktor einer resilienten Stadtgesellschaft. Die Frage stellt sich also nicht, ob die Stadt Nürnberg eine Wissenschaftsstadt sein, sondern wie sie ihre Rolle als Wissenschaftsstadt ausfüllen will.
Der Entwurf der Strategie wird vorgestellt.
Als Sachverständige berichtet in der Sitzung Frau Dr. Sybille Reichert – Reichert Consulting, Policy & Development in Higher Education, Bamberg / Berlin - die die Strategie im Auftrag des Wirtschafts- und Wissenschaftsreferats / Wirtschaftsförderung Nürnberg entworfen hat.
Noch offen, ob finanzielle Auswirkungen Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:
(→ weiter bei 2.)
Nein (→ weiter bei 2.)
Ja
Kosten noch nicht bekannt
Kosten bekannt
Gesamtkosten € Folgekosten € pro Jahr
dauerhaft nur für einen begrenzten Zeitraum
davon investiv € davon Sachkosten € pro Jahr
davon konsumtiv € davon Personalkosten € pro Jahr
(mit Ref. I/II / Stk - entsprechend der vereinbarten Haushaltsregelungen - abgestimmt, ansonsten Ref. I/II / Stk in Kenntnis gesetzt) Ja Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:
2a. Auswirkungen auf den Stellenplan:
Nein (→ weiter bei 3.)
Ja
Deckung im Rahmen des bestehenden Stellenplans
Auswirkungen auf den Stellenplan im Umfang von Vollkraftstellen (Einbringung und Prüfung im Rahmen des Stellenschaffungsverfahrens)
Siehe gesonderte Darstellung im Sachverhalt
Ja Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:
- Diversity-Relevanz:
Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich: Ja Keine Diversity-Relevanz erkennbar.
- Abstimmung mit weiteren Geschäftsbereichen / Dienststellen:
RA und DiP (verpflichtend bei Satzungen und Verordnungen)
Transformationsmotor Wissenschaft –
Strategie Hochschul- und Wissenschaftsstandort Nürnberg
Sachverhalt
I. Grundlagen
1. Hochschule und Wissenschaft als kommunale Aufgabe?
Aus formaler Sicht ist Hochschul- und Wissenschaftspolitik keine klassische kommunale Aufgabe. Im Rahmen der föderalen Kompetenzverteilung ist der Bund insbesondere für die Förderung der wissenschaftlichen Forschung (Art. 74 Abs. 3 Nr. 13 GG), die Hochschulzulassung und die Hochschulabschlüsse (Art. 74 Abs. 3 Nr. 33 GG) zuständig, während die Länder Träger der Hochschulen und auch für deren Finanzierung zuständig sind. Dabei arbeiten Bund und Länder auf Grund von Vereinbarungen bei der Förderung von Wissenschaft, Forschung und Lehre zusammen (Art. 91b GG).
Tatsächlich finden Hochschule und Wissenschaft in der Stadt statt, so dass städtische Aufgaben und städtisches Handeln in nahezu allen Bereichen Bezüge zu den Hochschulen und Forschungseinrichtungen haben – zum Beispiel: Die Studierenden und das Personal der Hochschulen und Forschungseinrichtungen verbringen einen großen Teil ihrer Zeit in der Stadt, ja sind zu einem großen Teil Bürgerinnen und Bürger der Stadt. Die Bauten der Hochschulen und Forschungseinrichtungen stehen in der Stadt, weshalb die Planungshoheit hierfür bei der Stadt liegt. Auch kulturelles Leben und Freizeit haben einen engen Bezug zu den Hochschulen und Forschungseinrichtungen. Damit ist die Stadt nicht nur Heimat, sondern auch wichtigster Ansprechpartner der Hochschulen und Forschungseinrichtungen vor Ort.
2. Historisches
In der Vergangenheit hat die Stadt Nürnberg stets Hochschulen gegründet, beginnend im Jahr 1575 mit der Universität Altdorf („Academia Norica“ bzw. „Altdorfiana), die im Jahr 1809 von König Maximilian I. aufgelöst wurde. Mit Ausnahme der zum 01.01.2021 vom Freistaat Bayern gegründeten Technischen Universität Nürnberg (UTN) gehen letztlich sämtliche heute in Nürnberg bestehenden staatlichen Hochschulen bzw. Hochschuleinrichtungen auf die Stadt Nürnberg zurück:
- Akademie der Bildenden Künste Nürnberg (AdBK): Gründung im Jahr 1662 durch den Kup-
ferstecher und Kunsthändler Jacob von Sandrart zusammen mit dem Mathematiker, Astronomen und Stecher Georg Christoph Eimmart, dem Maler und Architekten Elias von Goedeler und dem Ratsherrn Joachim Nützel – sie ist die älteste Kunstschule im deutschsprachigen Raum;
- Technische Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm: Gründung im Jahr 1803 als Städti-
sche Industrieschule für Knaben, später Polytechnisches Institut, durch den damaligen Bürgermeister Johannes Scharrer;
- Fachbereich Wirtschafts- und Sozialwissenschaften (WiSo) der Universität Erlangen-Nürn-
berg (FAU): Gründung im Jahr 1918 als Freie Hochschule für Handel, Industrie und allgemeine Volksbildung;
- Hochschule für Musik: Gründung im Jahr 1821 als Städtische Singschule durch den dama-
ligen Bürgermeister Johannes Scharrer.
Das unmittelbare Engagement der Stadt Nürnberg im Hochschulbereich setzt sich bis in die heutige Zeit fort. So ist das städtische Klinikum der Nürnberger Standort und Ausbildungs-
partner der Paracelsus Medizinische Universität (PMU). Hier wird seit dem Jahr 2014 das Studium der Humanmedizin angeboten. Der Nürnberger Campus der PMU befindet sich auf dem Gelände des Klinikums.
3. Hochschulen und Forschungseinrichtungen in Nürnberg
Nürnberg ist heute Standort sieben öffentlicher und acht privater Hochschulen, an denen derzeit über 30.000 Studierende eingeschrieben sind. Durch die Neuansiedlung der Technischen Universität Nürnberg kommen in den nächsten Jahren noch einmal 6.000 Studierende hinzu.
| Öffentliche Hochschulen am Standort Nürnberg | Website | ||
|---|---|---|---|
| Akademie der Bildenden Künste Nürnberg (AdbK) | www.adbk-nuernberg.de | ||
| Evangelische Hochschule Nürnberg | www.evhn.de | ||
| Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) | www.fau.de | ||
| Hochschule für Musik Nürnberg (HfM) | www.hfm-nuernberg.de | ||
| Regionalzentrum Nürnberg der Fern-Universität Hagen | www.fernuni-hagen.de/nuernberg/ | ||
| Technische Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm (THN) | www.th-nuernberg.de | ||
| Technische Universität Nürnberg (UTN) | www.utn.de | ||
| Private Hochschulen und Studienzentren | |||
| Campus M University | www.campus-m-university.de | ||
| FOM - Hochschule für Oekonomie & Management | www.fom.de | ||
| HAM – Hochschule für angewandtes Management GmbH | www.fham.de/studienorte/campus-nuern- berg/ | ||
| iba - Internationale Berufsakademie der F+U Unter- nehmensgruppe gGmbH | www.ibaDual.com/Nuernberg | ||
| IU Internationale Hochschule | www.iubh-dualesstudium.de/standorte/nu- ernberg/ | ||
| Paracelsus Medizinische Privatuniversität, Klinikum Nürnberg | www.pmu.ac.at/universitaet/standorte/nu- ernberg.html | ||
| Studienzentrum Nürnberg der Hamburger Fern- Hochschule | www.hamburger-fh.de/studienzentren/Nu- ernberg |
Neben den zahlreichen Forschungseinrichtungen der verschiedenen Hochschulen gibt es in Nürnberg fünf außeruniversitäre Forschungseinrichtungen.
| Außeruniversitäre Forschungs- und Entwicklungseinrich- | Website | |
|---|---|---|
| tungen | ||
| Forschungszentrum Migration, Integration und Asyl – Bundesamt für Migration und Flüchtlinge | www.bamf.de/forschung | |
| Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen IIS (Bereich Lokalisierung und Vernetzung) | www.iis.fraunhofer.de | |
| Helmholtz-Institut Erlangen-Nürnberg für Erneuerbare Energien | www.hi-ern.de | |
| Leibniz-Gemeinschaft - Germanisches Nationalmuseum ist Forschungsmuseum | www.gnm.de | |
| Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung | www.iab.de |
Zudem gibt es eine Vielzahl von Kooperationseinrichtungen in Nürnberg, die eine starke Verknüpfung zwischen Hochschulen (private wie staatliche), Unternehmen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen darstellen. Hier findet neben Forschung, Lehre und Entwicklung auch Unternehmensgründungen erfolgreich statt.
| Kooperationseinrich- | Wissenschaftli- che Kooperati- onspartner | Fachlicher Schwerpunkt | Website | |
|---|---|---|---|---|
| tungen mit wissen- | ||||
| schaftlicher Beteili- | ||||
| gung | ||||
| ADA Lovelace Center for Analytics, Data and Applications | FAU, Fraunhofer IIS, Ludwig-Maxi- milians-Universität München | Datenanalyse und Anwendun- gen | www.scs.fraunhofer.de/de/refe- renzen/ada-center.html | |
| Embedded System Institute (ESI) - Anwendungszentrum | FAU, Fraunhofer IIS | Eingebettete Systeme | www.esi-anwendungszentrum.de | |
| Energie Campus Nürnberg | FAU, THN, Hoch- schule Ansbach, Fraunhofer IIS, IISB, IBP | Energie-for- schung | www.encn.de | |
| MAN Hydrogen Cam- pus | FAU, THN | Wasserstoff | -- | |
| Nürnberg School of Health | THN | Gesundheits- wissenschaften | www.th-nuernberg.de/fakultae- ten/soh/ | |
| Nuremberg Campus of Technology | FAU, THN | Smart City | www.ncatec.de | |
| Pflegepraxiszentrum (PPZ) Nürnberg | Forschungsinstitut IDC der SRH Wil- helm Löhe Hoch- schule, Institut Ret- tungswesen, Not- fall- und Katastro- phen-management | Pflege | www.ppz-nuernberg.de | |
| Zentrum für altersge- rechte Dienstleistun- gen | Fraunhofer IIS, FAU | Gerontologie | www.zad-nuernberg.de |
Wissenschaftli-
che Kooperati-
onspartner
Fachlicher
Schwerpunkt
Die in Nürnberg ansässigen Gründer- und Innovationszentren arbeiten größtenteils eng mit den Hochschulen und Forschungseinrichtungen zusammen.
| Gründer- und Innovationszentren | Wissenschaftliche | Website | |
|---|---|---|---|
| Kooperations- | |||
| partner | |||
| European Space Agency (ESA) Busi- ness Incubation Center | Fraunhofer IIS | www.esa.int | |
| JOSEPHS – Das offene Innovationslabor | Fraunhofer IIS | www.josephs-innovation.de | |
| Klee-Center Existenzgründerzentrum | u.a. FAU, THN | www.kleecenter.de | |
| LEONARDO – Zentrum für Kreativität und Innovation | THN, AdbK, HfM | www.leonardo-zentrum.de | |
| NKubator – Innovations- und Gründer- zentrum für Energie, GreenTech und Nachhaltigkeit | FAU zur Gründung, geplant auch THN | www.nkubator.de | |
| OM7 - Business Innovation Center für Existenzgründungen und junge Unter- nehmen der Kreativwirtschaft | www.om7.de | ||
| ZOLLHOF Tech Incubator | FAU, THN | www.zollhof.de |
Neben den Hochschulen und Forschungseinrichtungen gibt es in Nürnberg zahlreiche Unternehmen mit eigenen Forschungs- und Entwicklungsabteilungen.
4. Stadt und Hochschulen als Kooperationspartner und Innovationstreiber
Zahlreiche Beispiele zeigen, wie erfolgreich die Zusammenarbeit zwischen Stadt und Hochschulen ist:
a) Aus der engen Kooperation zwischen Stadt und Hochschulen sind viele Projekte und neue Einrichtungen hervorgegangen, wie zum Beispiel der Energie Campus Nürnberg (an dem die Stadt finanziell beteiligt ist) oder Gründerzentren wie der ZOLLHOF Tech Incubator (an dem u.a. die Stadt Nürnberg und die FAU als Gesellschafter beteiligt sind), der NKubator – Innovations- und Gründerzentrum für Energie, GreenTech und Nachhaltigkeit und das OM7 - Business Innovation Center für Existenzgründungen und junge Unternehmen der Kreativwirtschaft.
b) Die Stadt hat immer wieder „Lobby-Arbeit“ für die Ansiedlungen neuer wissenschaftlicher Einrichtungen betrieben, zuletzt für den Energie Campus Nürnberg, das ESI- Anwendungszentrum, das ADA Lovelace-Center oder das Helmholtz-Institut für Erneuerbare Energien Erlangen-Nürnberg (HI-ERN).
c) Die Stadt begleitet den Aufbau der UTN von Anfang in. Schon in der Konzeptionsphase hat die Stadt ihre inhaltlichen Vorstellungen von der neuen Universität mit einem eigenen Papier formuliert.
d) Bereits im Zuge des Strukturwandels der 1990er Jahren haben sich in Nürnberg Kompetenz- und Clusterinitiativen wie die Nürnberger Initiative für die Kommunikationswirtschaft e.V. (heute: NIK – Netzwerk der Digitalwirtschaft), CNA Center for Transportation and Logistics Neuer Adler e.V. oder die ENERGIEregion Nürnberg e.V. gebildet, in denen sich Unternehmen, Kommunen, Hochschulen, Forschungseinrichtungen, Kammern, Verbände, etc. zusammenfanden. Maßgeblich waren an der Gründung Stadt und Hochschulen beteiligt. Die Kompetenz- und Clusterinitiativen sind seitdem wichtige Innovationstreiber für die gesamte Region. Sie sind zudem die wesentlichen Träger des im Jahre 2010 beschlossenen Leitbilds für nachhaltiges Wachstum und Beschäftigung (WaBe) in der Europäischen Metropolregion Nürnberg. Das Leitbild identifiziert sieben Kompetenzfelder, in denen die Metropolregion wirtschaftliche und technologische Stärken aufweist:
-
Verkehr und Logistik,
-
Automotive,
-
Information und Kommunikation,
-
Medizin und Gesundheit,
-
Energie und Umwelt,
-
Neue Materialien,
-
Automation und Produktionstechnik.
Im Jahr 2015/16 wurde das Leitbild WaBe fortentwickelt und durch die Aktionsfelder „Digitale Gesundheitswirtschaft“, „Intelligente Mobilität“, „Nachhaltige Energiesysteme“ und „Vernetzte Produktion“ ergänzt.
e) Das Projekt „transform_EMN" zur Transformation der Automotive-Industrie in der Metropolregion Nürnberg (vgl. StR vom 26.10.2022) ist ohne die enge Kooperation zwischen Stadt, Hochschulen und Forschungseinrichtungen nicht denkbar.
f) Die NürnbergMesse ist nicht nur die Unternehmen, sondern auch für die Hochschulen und Forschungseinrichtungen ein wichtiger Faktor. So finden in Nürnberg Weltleitmessen wie die it-sa (Informationssicherheit), die embedded world (eingebettete Systeme), hydrogen dialogue (Wasserstoff) oder sps (Automatisierungstechnik) jeweils begleitet von Fachkongressen statt. Messen dienen dem interanationalen Austausch und Transfer. Hiervon profitieren auch Hochschulen und Forschungseinrichtungen.
5. „Third Mission“ der Hochschulen
Eine besondere Rolle findet die Kommune im Zuge der „third mission“ der Hochschulen. Neben Forschung und Lehre besteht die Mission der Hochschulen auch darin, Beiträge aus Forschung und Lehre auf gesellschaftlich relevante Herausforderungen und Zukunftsthemen anzuwenden und zwar zusammen mit Akteurinnen und Akteuren aus Gesellschaft und Wirtschaft.
Es geht dabei u.a. um das Hineinwirken der Hochschulen in Umwelt und Gesellschaft bei Themen wie
-
Technologietransfer und Innovation,
-
wissenschaftliche Weiterbildung,
-
soziales Engagement.
Kommunen und Hochschulen sind hierbei natürliche Partner und können Herausforderungen wie Klimawandel, Mobilitätswende, Energiewende oder digitale Transformation gemeinsam angehen, indem
-
sie konkrete gemeinsame „use cases“ schaffen,
-
gemeinsame Projektideen realisieren, und
-
sich die Stadt dabei als „transformation lab“ bzw. „urban lab“ für die Hochschulen und
Forschungseinrichtungen versteht.
II. Strategieprozess
1. Formulierung der Strategie
Vor dem oben skizzierten Hintergrund will sich die Stadt Nürnberg eine Strategie als Hochschul- und Wissenschaftsstandort geben und geht dabei neue Wege. Das Wirtschafts- und Wissenschaftsreferat / Wirtschaftsförderung Nürnberg hat Frau Dr. Sybille Reichert – Reichert Consulting, Policy & Development in Higher Education, Bamberg / Berlin beauftragt, die Strategie zu entwerfen. Frau Dr. Reichert berät weltweit Hochschulen in ihrer strategischen Ausrichtung, Politik und Organisation. Sie beschäftigt sich dabei auch mit der Rolle von Hochschulen in regionalen Innovationsökosystemen. Aus ihrer Zeit als Kanzlerin der FAU kennt sie die konkrete Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Akteurinnen und Akteuren in einem solchen Ökosystem aus der Praxis. Sie weiß, wie Hochschulen und Forschungseinrichtungen funktionieren und „denken“ sowie welche Anforderungen und Erwartungen die verschiedenen Akteure eines regionalen Innovationsökosystems aneinander stellen.
2. Wesen und Ziele
Mit der Strategie Hochschul- und Wissenschaftsstandort Nürnberg konzentriert sich die Stadt auf die Entwicklung ihrer Zukunftsfähigkeit. In einer Ära multipler Transformationen, in der eine disruptive Innovation auf die nächste folgt und mehr denn je unsere Phantasie, unsere Veränderungsbereitschaft und unser Umdenken erfordert, wird die Wissenschaft, der Wissenstransfer und das Zusammenspiel der Wissenschaftsinstitutionen mit wissenschaftsnahen Unternehmen oder Organisationen und mit der sie stützenden und nutznießenden Öffentlichkeit zum zentralen Erfolgsfaktor einer resilienten Stadtgesellschaft. Die Frage stellt sich also nicht, ob die Stadt Nürnberg eine Wissenschaftsstadt sein, sondern wie sie ihre Rolle als Wissenschaftsstadt ausfüllen will.
Die Stadt verfolgt mit der Strategie im wesentlichen drei Ziele:
- Zum ersten werden die städtischen Möglichkeiten aufgezeigt, die zur Dynamik der lokalen
Wissenschaftslandschaft und einer möglichst förderlichen Entwicklung ihrer Rahmenbedingungen beitragen können. Da die Stadt weder Trägerin der Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen ist, noch über die Inhalte und Angebote regelt, stellt sich die Frage nach den Möglichkeiten und Instrumenten der Stadt, um zielgerichtet, strategisch und effektiv eine dynamische Entwicklung des Hochschul- und Wissenschaftsstandorts zu befördern.
- Zum zweiten soll die Strategie aufzeigen, wie die Potentiale und Chancen der Hochschulen
und außeruniversitären Forschungseinrichtungen sowie ihrer Netzwerke, der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklung der Stadt nützen können. Sie identifiziert Ansatzpunkte für Handlungspfade, die einen derartigen Nutzen mit etwaiger Hebelwirkung versehen könnten. Entsprechend setzt diese Strategie nicht nur an den strategischen Schwerpunkten und Entwicklungen der Wissenschaftsinstitutionen selbst an, sondern auch an den bereits entwickelten städtischen Konzepten, Beschlüssen und laufenden Initiativen und soll an die Zielvorstellungen der zentralen Akteurinnen und Akteure andocken. Die Schnittfläche zwischen Wissenschaftsinstitutionen, städtischen öffentlichen Akteuren und vor Ort ansässigen Unternehmen – die viel beschworene Triple Helix – steht im Fokus dieser Strategie.
- Zum dritten zeigt diese Strategie Rahmenbedingungen und Potentiale der Wissenschafts-
landschaft für Entrepreneurship im weitesten Sinne, für Gründungen, Kooperationen und die Generierung von technologischen, wirtschaftlichen und sozialen Innovationen in Zusammenarbeit zwischen unterschiedlichen Institutionen und Sektoren auf, um der Entwicklung möglichst dynamischer wissenschaftsbasierter „Multi-Stakeholder“-Innovationsnetzwerke Vorschub zu leisten. Die Qualität der Netzwerkarbeit ist wissenschaftlich erwiesener maßgeblicher Erfolgsfaktor einer dynamischen Entwicklung wissens- und technologiebasierter Innovationsökosysteme. Diese Strategie soll daher aufzeigen, wie an bestehende Netzwerke angeknüpft, diese evtl. thematisch oder in ihrer Akteurskonstellation erweitert, vertieft oder ergänzt werden können. Diese Netzwerke können gerade in Zeiten der dringlichen und gleichzeitigen Transformationen in allen Sektoren von Wirtschaft und Gesellschaft einen entscheidenden Beitrag zur Gestaltung der Zukunft leisten, wenn wissenschaftliche Akteure zusammen mit Unternehmen, öffentlichen Akteuren und Zivilgesellschaft zu einem Themenkomplex oder einer großen gesellschaftlichen Herausforderung zu den „grand challenges“ - auf städtischer Ebene Probleme sichten, konkretisieren, und ihre geographische und soziale Nähe nutzen, um möglichst effektiv und ko-kreativ zu deren Lösungen beizutragen.
3. Weiteres Vorgehen
Nach der Vorstellung im RWA als „erste Lesung“ soll der Entwurf mit den Akteurinnen und Akteuren des Innovationsökosystems diskutiert und konkrete Schritte daraus abgeleitet werden. Die endgültige Beschlussfassung ist dem Stadtrat vorbehalten.
Als Sachverständige berichtet in der Sitzung Frau Dr. Sybille Reichert.
Anmerkung zur Diversity-Relevanz Es bestehen keine Anhaltspunkte, dass diese Maßnahme bestimmte Personengruppen, beispielsweise unterschiedlichen Geschlechts, verschiedener ethnischer Herkunft, mit Behinderungen, unterschiedlichen Alters, sozialer Lage bevorteilt oder benachteiligt. Das Vorhaben ist damit nicht Diversity-relevant. Die Maßnahme hat weder diskriminierende Auswirkungen noch erschließt sie Potenziale für Gleichberechtigung bzw. Gleichstellung und Chancengleichheit.
Referat VII
Transformationsmotor Wissenschaft
Strategie Hochschul- und
Wissenschaftsstandort
- Ausgangslage und Zielvorstellungen
Mit einer Strategie Hochschul- und Wissenschaftsstandort Nürnberg , konzentriert sich die Stadt Nürnberg auf die Entwicklung ihrer Zukunftsfähigkeit. In einer Ära multipler Transformationen, in der eine disruptive Innovation auf die nächste folgt und mehr denn je unsere Fantasie, unsere Veränderungsbereitschaft und unser Umdenken erfordert, wird die Wissenschaft, der Wissenstransfer und das Zusammenspiel der Wissenschaftsinstitutionen mit wissenschaftsnahen Unternehmen oder Organisationen und mit der sie Stützenden und nutznießenden Öffentlichkeit zum zentralen Erfolgsfaktor einer resilienten Stadtgesellschaft. Die Frage stellt sich also nicht, ob die Stadt Nürnberg eine Wissenschaftsstadt sein, sondern wie sie ihre Rolle als Wissenschaftsstadt ausfüllen will.
Die Stadt Nürnberg verfolgt mit der Strategie verschiedene Ziele:
Zum ersten werden die städtischen Möglichkeiten aufgezeigt, die zur Dynamik der lokalen Wissenschaftslandschaft und einer möglichst förderlichen Entwicklung ihrer Rahmenbedingungen beitragen können. Da die Stadt weder Trägerin der Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen ist, noch über die Inhalte und Angebote regelt, stellt sich die Frage, nach den Möglichkeiten und Instrumenten der Stadt, um zielgerichtet, strategisch und effektiv eine dynamische Entwicklung des Hochschul- und Wissenschaftsstandorts zu befördern.
Zum zweiten soll diese Strategie aufzeigen, wie die Potentiale und Chancen der Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen sowie ihrer Netzwerke, der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklung der Stadt nützen können. Sie identifiziert Ansatzpunkte für Handlungspfade, die einen derartigen Nutzen mit etwaiger Hebelwirkung versehen könnten. Entsprechend setzt diese Strategie nicht nur an den strategischen Schwerpunkten und Entwicklungen der Wissenschaftsinstitutionen selbst an, sondern auch an den bereits entwickelten städtischen Konzepten, Beschlüssen und laufenden Initiativen an und soll an die Zielvorstellungen der zentralen Akteurinnen und Akteure andocken. Die Schnittfläche zwischen Wissenschaftsinstitutionen, städtischen öffentlichen Akteuren und vor Ort ansässigen Unternehmen die viel beschworene Triple Helix steht im Fokus dieser Strategie.
Zum dritten zeigt diese Strategie Rahmenbedingungen und Potentiale der Wissenschaftslandschaft für Entrepreneurship im weitesten Sinne, für Gründungen, Kooperationen und die Generierung von technologischen, wirtschaftlichen und sozialen Innovationen in Zusammenarbeit zwischen unterschiedlichen Institutionen und Sektoren, auf, um der Entwicklung möglichst dynamischer
-S -Innovationsnetzwerke Vorschub zu leisten. Die Qualität der Netzwerkarbeit ist wissenschaftlich erwiesener maßgeblicher Erfolgsfaktor einer dynamischen Entwicklung wissens- und technologiebasierter Innovationsökosysteme. Diese Strategie soll daher aufzeigen, wie an bestehende Netzwerke angeknüpft, diese evtl. thematisch oder in ihrer Akteurskonstellation erweitert, vertieft oder ergänzt werden können. Diese Netzwerke können gerade in Zeiten der dringlichen und gleichzeitigen Transformationen in allen Sektoren von Wirtschaft und Gesellschaft einen entscheidenden Beitrag zur Gestaltung der Zukunft leisten, wenn wissenschaftliche Akteure zusammen mit Unternehmen, öffentlichen Akteuren und Zivilgesellschaft zu einem Themenkomplex oder einer großen gesellschaftlichen Herausforderung - zu den s auf städtischer Ebene Probleme sichten, konkretisieren, und ihre geographische und soziale Nähe nutzen, um möglichst effektiv und ko-kreativ zu deren Lösungen beizutragen.
So werden die Eigenschaften eines dynamischen Wissenschaftsstandorts, welche bereits in der im Jahr 2020 erfolgten Überprüfung und Neuausrichtung der INSEK-Ziele1 festgehalten wurden, zum Brennglas des Zusammenspiels der Transformationsrolle der Wissenschaft mit dem Transformationsraum Stadt: das Zusammenwirken von Institutionen, Akteuren, Strukturen/Netzwerken, die Nutzung der Kooperations- und Innovationspotenziale zwischen Wissenschaft, Stadtverwaltung und Unternehmen, die Attraktivität für junge, gebildete Bevölkerung und hohes Fachkräftepotenzial die Förderung einer aktiven Gründungskultur und einer lebendigen Stadtkultur mit engagierter Bevölkerung und weltoffener Atmosphäre.
Die Stadt Nürnberg hat bereits auf zentrale Herausforderungen hingewiesen, die implizit sowohl die erwähnte Transformationsrolle der Wissenschaft als auch die städtischen ko-kreativen Gestaltungsräume im Zusammenspiel zwischen wissenschaftlichen und anderen Akteuren einfordern. Dazu gehören2: die Notwendigkeit einer resilienten, dynamischen und innovationsfreudigen Wirtschaft als wichtige Grundlage, um anpassungsfähig und erfolgreich mit variablen und disruptiven Entwicklungen umzugehen, der Umgang mit dem demografischen Wandel, die Integrationserfordernisse einer immer diverser werdenden Gesellschaft, die Klimakrise, die neben technologischen Innovationen auch gesellschaftliche Rahmenbedingungen erfordert.
Die erwähnten Eigenschaften werden in dieser Strategie als Dimensionen der Entwicklung des Hochschul- und Wissenschaftsstandorts und Leitaspekte der Strategieentwicklung gefasst:
1 https://www.nuernberg.de/imperia/md/stadtentwicklung/dokumente/publikationen/sebericht_2020_200204a_web.pdf 2 https://onlineservice2.nuernberg.de/buergerinfo/vo0050.asp?__kvonr=24315
Dimensionen der Wissenschaftsstadt Nürnberg
Stadt der Talente Wissenschaft als Gestaltungsraum:
Auch wenn die Institutionen und ihre Landesträger die Rahmenbedingungen für die Attraktivität
maßgeblich setzen, kann die Stadt zur Attraktivität für qualifizierte Köpfe, wissenschaftlichen
Nachwuchs und weltweit renommierte Wissenschaftler/-innen durch attraktiven Wohnraum
Quartiersgestaltung und kommunikative Stadtkultur maßgeblich beitragen. Vor allem in den
besonders Impact-orientierten jüngeren Generationen sind Möglichkeiten des Austauschs im
Stadtleben, der Verquickung von Wissenschaftsleben und Stadtleben wichtiger Attraktor.
Stadt der Ko-kreation Wissenschaft als kollaborative Praxis: ,
Innovative Lösungen werden immer häufiger in ko-kreativen Formaten in multi-stakeholder-
basierten Netzwerken entwickelt. Die Stadt spielt eine wesentliche Rolle bei der Inszenierung vo
Kollaboration. Wissenschaft wird zur Grundlage zur ko-kreativen Innovation, so z.B. in Real- und
Innovationslaboren zur Zukunft der Stadt, der Energie, des Verkehrs, der Gesundheitsversorgung
der Kreislaufwirtschaft.
Stadt der Wissenschaftskommunikation Wissenschaft als Erlebniskultur:
Erkenntnis- und Problemlösungssuche sind Erlebnisformen, die auch kulturell und infrastrukturel
geprägt werden. Wie die Stadt die Wissenschaft und ihren Beitrag zur Lösung gesellschaftlicher
Herausforderung, sozusagen als Zukunftsschmiede inszeniert und feiert, kann die Dynamik dieser
Erlebniskultur und damit auch ihre Attraktivität für Externe maßgeblich erhöhen.
Wissenstransfer ist nicht mehr Einbahnstraße sondern Austauschpraxis, in der Interesse an
Wissenschaft geweckt, Verständnis für wissenschaftliche Praxis und ihre Unvorhersehbarkeit,
ihre Umwege und ihr methodisches Fortschreiten, sowie für wissenschaftsbasierte
Entscheidungen in Politik und Gesellschaft gefördert werden können. Die Stadt erlangt hier die
Rolle einer Aufklärungsplattform oder -moderators.
Stadt der Gründer/-innen und Innovator/-innen - Wissenschaft als Transformation:
Wissenschaftliche Ideen sind Quellen der Innovation, auch für neue wirtschaftliche und soziale
Ansätze. Die Stadt kann diese Wirkung im Sinne eines Gründungs- und Impacthubs befördern
zur Vernetzung und Einbettung relevanter Akteure, beitragen und damit, das Wissen zum Motor
der Zukunftsgestaltung gereicht.
Stadt des globalen Wissenschaftsaustauschs Wissenschaft als offenes System:
Wissenschaft lebt von der ständigen Selbstüberprüfung, Verbesserung, Erweiterung, Vertiefung,
angeregt durch Kritik und Weiterentwicklung aus der Vielfalt unterschiedlicher Perspektiven, die
sich offen und global austauschen. Die Stadt kann wesentlich zu diesem Austausch beitragen und
diesen für ihre eigene Entwicklung, Branding und internationale Sichtbarkeit nutzbar machen
indem sie internationale Kongresse und Tagungen anlockt und fördert.
n
,
-
l
Diese Strategie soll für diese Dimensionen vorhandene Stärken und Standortvorteile, Potentiale, Chancen, verfügbare Ressourcen, Grenzen und Risiken aufzeigen, um damit eine Identifikation und Priorisierung von herausragenden strategischen Chancen, Bedarfen und Investitionen zu ermöglichen.
Der Vision, Nürnberg als weltoffenes und dynamisches Zuhause für die Wissenschaft und Anziehungspunkt für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, Hochqualifizierte, Studierende und
innovationsfreudige Unternehmen zu gestalten, wird man einen großen Schritt näher kommen, wenn in Zukunft alle Dimensionen mit konkreten Prioritäten, Maßnahmen, vielversprechenden Akteurskonstellationen und Netzwerken, benötigten Unterstützungsformen, effektiven Kollaborations- und Kommunikationsformaten, institutionellen Rahmenbedingungen, Infrastrukturbedarfen, Ressourcen und Ressourcenpotentialen (Drittmittel) versehen werden.
- Methodik
Zur Beschreibung der Ausgangssituation und Sichtung von Wissenschaftsschwerpunkten, möglichen Chancen und Handlungspfade wurden die vorhandenen strategischen Dokumente der Stadt sowie der Wissenschaftsinstitutionen (Universitäten, Hochschulen für angewandte Wissenschaften, Forschungsinstitute, thematische Netzwerke) im Hinblick auf ihre strategischen Themenschwerpunkte und für Nürnberg wichtigen Kooperationen und Netzwerke ausgewertet. Auf der Basis der Dokumentenanalyse wurden leitfadenbasierte semi-strukturierte Interviews mit den Hauptakteuren der städtischen Wissenschaftslandschaft und ihrer städtischen Stakeholder durchgeführt. Dabei wurden Repräsentanten von sechs Arten von Wissenschafts- wissenschaftsnahen Akteuren interviewt. Beispielhaft werden die angesprochenen institutionsspezifischen Themen in Tabelle 1 aufgeführt.
Tabelle 1: Interviewpartner der Wissenschafts(nahen) Institutionen mit institutions-spezifischen Themenvorschlägen
| ( O | Wissenschafts | Institution | Interviewthemen |
|---|---|---|---|
| -nahe) | |||
| rganisation | |||
| 1. Hochschulen | Technische Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm (TH Nürnberg) | Präsident, 4 Professoren der Kompetenzzentren Umsetzung Transferstrategie: strategische Partnerschaften, ko-kreative Formate, Kooperationspotentiale, infrastrukturelle/ Rahmenbedingungen und Opportunitäten, insbesondere -tech Agenda Bayern Bedeutung von Forschungsschwerpunkten, Kompetenzzentren, Joint Labs, Service-Learning und Praxisprojekten, als Formate für Koop. mit städtischen Akteuren u. Quadruple Helix Ko-kreation | |
| Technische Universität Nürnberg(UTN) | Profil der Universitätsgründung Rolle der Stadt für neue Forschungsschwerpunkte und projektbasiertes Lernen KI in N | ||
| Friedrich-Alexander- Universität Erlangen- Nürnberg (FAU), insbesondere der in Nürnberg ansässige Fachbereich WiSo | Bedeutung von Forschungsschwerpunkten für Koop. mit städtischen Akteuren Entwicklungschancen Gründungshub N challenge-based Lernprojekte mit städtischen Partnern städtische Projekte der FAU in Schulen, Bedeutung für Wissenschaftsstandort |
| 2. Außeruniver- sitäre Forschungs- einrichtungen | Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen IIS, Standort Nürnberg | Energie Campus Nürnberg und Zukunft Energie-Hub Nürnberg KI in Nürnberg |
|---|---|---|
| Helmholtz-Institut für Erneuerbare Energien | Nürnberg als Wasserstoff-Standort, neue Chancen für Gründungen u. Kooperationen | |
| Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) | Wiss. Zugänge, Kooperationen zu städtischen Herausforderungen im Hinblick auf Arbeit im Wandel | |
| 3. Wissenschafts- nahe Netzwerke | Energie Campus Nürnberg | Potentiale systemischer Innnovation und multi- stakeholder basierte Netzwerke in N |
| NIK | Erfahrungen mit Netzwerkqualität Future Cities: Netzwerkakteure, Möglichkeiten von Quadruple Helix Interaktion mit Bürgerinnen und Bürgern | |
| IHK | Standortentwicklung EMN Fachkräftemangel | |
| 4. Wissenschafts- basierte Einrichtungen | Klinikum Nürnberg | Herausforderungen bei Rekrutierung wiss.qualifizierter Fachkräfte Digital Health Denkfabrik Smart Hospital Entwicklung Gesundheitscampus |
| (Deutsches) Museum Nürnberg / Zukunftsmuseum | Neue Kommunikations- und Ko-kreationsformate, Effektivität von Quadruple Helix Think tanks | |
| 5. Gründungs- u. Innovations- hubs | ZOLLHOF Tech Incubator | Städtische Rahmenbedingungen für Gründungen und Gründungskultur |
| JOSEPHS Innovationslabor | Offene Innovation in Nürnberg Effektive ko-kreative Formate, Erfolgsfaktoren für Quadruple Helix Kooperation | |
| 6. Wissens- intensive Unternehmen | DATEV, GfK oder andere | Potentiale Agiler Innovation (inkl. Einbezug von Nutzerinnen und Nutzern) in Nürnberg Fachkräftemangel |
Auf der Grundlage der Dokumentenanalyse und Interviews wurden die Vorstellungen der Hochschulen, anderen Wissenschaftsinstitutionen und wissensintensiven Unternehmen oder Organisationen zur Entwicklung des Hochschul- und Wissenschaftsstandorts Nürnberg, zu ihren strategischen Prioritäten und möglichen Handlungsfelder, Chancen und Grenzen städtischer Netzwerkbildung, zu Erfolgsfaktoren kooperativer Projekte und neuer Ko-kreationsformate, etwaiger gemeinsamer Services und Infrastrukturentwicklung, gesammelt und ausgewertet.
- Nürnberg als Wissenschaftsstadt, Innovationshub und Zukunftsschmiede
Hochschul- und Wissenschaftsstandor proaktive Rolle als Hochschul- und Wissenschaftsstandort einnehmen, obwohl die Trägerschaft für Hochschulen und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen nicht auf städtischer Ebene angesiedelt ist? Für Forschung liegt sie vor allem auf Bundes- z.T. auch auf Landesebene, für Universitäten und Hochschulen auf Landesebene, für wissenschaftliche Inhalte bei den Hochschulen und ihren Mitgliedern selbst. Was kann die Stadt also der Wissenschaft, ihren Institutionen und Mitgliedern bieten und welchen Mehrwert bringt eine solche proaktive Rolle der Stadt?
Die Rolle der Stadt als Wissenschaftsstadt zielt naturgemäß auf die soziale und geographische Verortung wissenschaftlicher und wissenschaftsbasierter Innovationsprozesse, auf die Vorteile der geographischen Nähe für Vernetzungsqualität, Kompetenz- und Wissensaustausch. Insbesondere ungeplante zufällige Austauschformen durch Ko-lokation unterschiedlicher Akteure, die thematische Schnittstellen oder komplementäre Expertisen haben, und informelle Netzwerke erlauben die
Grenzen, die für bahnbrechende Innovationen von besonderer Bedeutung sind. In Zeiten intensiven Transformationsdrucks, in denen unterschiedliche Disziplinen und Akteure auf intensive Zusammenarbeit angewiesen sind, um komplexe Problem neu zu verstehen und zu lösen, werden neue Kooperationsformate und ihre geographische und soziale Erleichterung um so entscheidender. Entsprechend wird ihre Erleichterung, Förderung, oder Orchestrierung durch städtische Akteure zur strategischen Aufgabe, die immer häufiger auch durch Landes- oder Bundesmittel, z.T. auch EU-Mittel (EFRE, Horizon Europe) unterstützt wird.
Das strategische Wirken der städtischen Akteure erstreckt sich auf eine große Bandbreite verschiedener Aspekte der Wissens- und Innovationsstandortentwicklung und lässt sich somit multidimensional fassen, wie die folgende Grafik darstellt. Die einzelnen Aspekte der Rolle der Stadt werden danach kurz erläutert und mit relevanten Nürnberger Beispielen oder Ansätzen illustriert.
Abbildung 1: Rolle der Stadt als Wissenschafts- und Innovationshub
3.1 Talentpipeline
Auch wenn es Hochschulen, Unternehmen und öffentliche Organisationen ihre Talente selbst identifizieren und rekrutieren, können Städte auf die Attraktivität des Standorts für Studierende, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter großen Einfluss ausüben. Diese betrifft nicht nur harte Faktoren wie verfügbaren bezahlbaren Wohnraum, dichte Verkehrsinfrastruktur, Kita und Schulplätze und städtische Services, sondern auch die für Studierende und qualifizierte Fachkräfte relevante Alltagskultur, die Offenheit der Bürgerschaft für Zugezogene und Zugänglichkeit lokaler Netzwerke, die Vielfalt der Freizeitangebote und Erlebnismöglichkeiten, insgesamt die Leichtigkeit, mit der sich Gestaltungsräume für Zugezogene eröffnen. Da sich abzeichnet, dass die Verfügbarkeit qualifizierter Fachkräfte die Achillesferse europäischer Wirtschaftssysteme wird, lässt sich hier ein harter Wettbewerb um mobile Talente aus dem in und Ausland voraussagen.
Dass sich gerade international mobile Talente sehr bewusst für ihren Wirkungsstandort entscheiden und dabei auch sog. weiche Faktoren wie die Toleranz der Alltagsgesellschaft und die Dynamik des informellen Austausches jenseits des Arbeitsumfelds berücksichtigen, ist bereits seit den Studien von Richard Florida bekannt3. Im letzten Jahrzehnt wird aber auch immer häufiger beobachtet, dass gerade für die jüngeren Generationen hochqualifizierter Fachkräfte die Möglichkeiten, in einem sinnstiftenden Arbeitsumfeld mit anderen gemeinsam eine bessere Zukunft zu entwickeln und auch als Individuum in der Welt Wirkung entfalten zu können, häufig an erster Stelle bei der Entscheidung für einen Standort angesiedelt sind. Für die Stadtentwicklung und die städtischen Akteurinnen und heißt dies, dass auch das Durchdenken kultureller Dynamiken des Zusammenlebens und -wirkens in Stadtquartieren von zunehmender Bedeutung für die Attraktivität des Standorts ist. Zudem engagieren sich gerade international ausgerichtete Städte im globalen Wettbewerb um Talente auch verstärkt im Standortmarketing für neue Zielgruppen und unterstützen dabei die ortsansässigen Institutionen. Stadtmarketing und institutionelles Marketing können hier neue Allianzen eingehen und ihre Netzwerke gegenseitig nutzen, um die Rekrutierung der Fachkräfte aus dem Ausland zu erleichtern.
Ein wichtiger Standortvorteil bei der Rekrutierung von Talenten besteht auch in der Verfügbarkeit von beruflichen Chancen für die jeweiligen Partner/-innen. Qualifizierte Fachkräfte haben zumeist qualifizierte Partner/-innen, die mit ihnen eine Entscheidung für den Standort fällen. Dual Career Services sind seit einigen Jahren daher wichtiger Bestandteil international ausgerichteter Institutionen und werden häufig tatkräftig unterstützt von städtischen Netzwerken und Akteuren. Zur Übersiedlung aus dem Ausland gehört häufig auch ein Relocation Service, der alle wichtigen Fragen über die für Auswärtige nicht vertrauten Rahmenbedingungen von Visabedingungen über Schulsystem zu Versicherungen und Immobilienmärkten - beantworten. Auch hier sind städtische Netzwerke und Institutionen von großer Bedeutung. Die Stadt selbst kann zur Entwicklung des Wissenschafts- und Innovationsstandorts einen wichtigen Beitrag leisten, indem sie oder ihre Beteiligungsunternehmen Dienstleistungen anbietet, wie z.B. die erleichterte Abwicklung bei der Einreise, Dual Career und Relocation Services oder andere Unterstützungsangebote für zugezogene Fachkräfte aus dem Ausland, ferner Netzwerkkoordination, Gründungsunterstützung, Event- und Tagungsservice.
3 Richard Florida, The Rise of the Creative Class, 2002.
Auch Nürnberg hat sich in den letzten Jahren der Rekrutierung hochqualifizierter Fachkräfte zugewendet. Auf regionaler Ebene hat die IHK Nürnberg z.B. die erleichterte und schnellere Abwicklung von Einwanderungsprozessen unterstützt. Die Stadt Nürnberg hat für ausländische Fachkräfte Informationen über verfügbare Services gebündelt. Die Initiative Innovationskunst der Metropolregion zielt darauf ab, die Dynamik, den Ideenreichtum und die Wirkungsmöglichkeiten herausragender Innovatoren - z.B. Unternehmen, Hochschulen, Forschungseinrichtungen - so zu vermitteln, dass Auswärtige die Vorzüge der Region als Gestaltungsraum wahrnehmen und Interesse gewinnen.
3.2 Kommunikation
Eine Wissenschaftsstadt und Innovationshub lebt von der Dynamik der Kommunikation zwischen verschiedenen Akteuren und Institutionen. Gerade in der Vielfalt der Perspektiven und ihrer lebhaften Kommunikation entstehen neue Ansätze, wegweisende Ideen und gemeinsame Initiativen. Im Zusammenleben und zufälligen Aufeinandertreffen entsteht die emotionale und soziale Bereitschaft, zwischen den verschiedenen Perspektiven, Expertisen und Lebenswelten zu vermitteln. Die Stadt kann in ihrer Rolle als Veranstalterin, ihrem Standortmarketing und ihrer Netzwerkunterstützung wesentlich zur Qualität der Kommunikation beitragen und somit aus dem Nebeneinander der Vielfalt ein Miteinander ko-kreativer Ansätze entwickeln helfen. Dazu gehören städtische Veranstaltungen, Workshops und Netzwerkgespräche, Tagungen und Barcamps, thematische Cluster und Denkfabriken, welche wissenschaftliche Akteure, wissenschaftsnahe Unternehmen, wissenschaftsaffine Bürgerschaft in zukunftsgerichteten Gesprächsforen zusammenbringen. Auch zur international ausgerichteten Kommunikation tragen die Stadt und ihre Beteiligungsunternehmen mit internationalen Messen, Tagungen und Kultur-Highlights entscheiden bei. Auf diese Weise wird die Stadt auf der globalen Landkarte als dynamisches kreatives und wirtschaftlich vibrierendes Umfeld verortet.
Die Stadt Nürnberg hat eine reiche Palette von Veranstaltungen, Kommunikationsformaten und Plattformen für ein vielfältiges kreatives und wissenschaftsaffines Publikum und eine partizipative Bürgerschaft ins Leben gerufen, welches qualifizierte Fachkräfte, Wissenschaftler/-innen und Bürger/innen sowohl in ihren Expertisen als auch in ihren kulturellen Neigungen vielfältig und lebhaft unterstützt. Eine dynamische und kulturell vielfältige Zivilgesellschaft erlaubt gerade in Nürnberg viele neue soziale Ansätze und Innovationen, die nationale Vorreiterrollen einnehmen können - wie das nutzerzentrierte Innovationslabor JOSEPHS oder das Barcamp für soziale Innovation der Evangelischen Hochschule Nürnberg4, an denen verschiedenartige Akteure neue Ansätze für soziale Herausforderungen und Dienstleistungen entwickeln. Die Bewerbung Nürnbergs zur Kulturhauptstadt Europas hat in ihren Ansätzen gerade diese vielfältige Zivilgesellschaft mit Recht betont. Nürnberg veranstaltet die größte und erfolgreichste Lange Nacht der Wissenschaften Deutschlands. Hier werden mit neuen Foren zum Austausch und zur Kommunikation wie dem JOSEPHS, dem Deutschen Museum Nürnberg / Zukunftsmuseum oder dem Nürnberg Digital Festival neue Wege der Wissenschaftskommunikation und partizipativen Ko-Kreation beschritten. In all diesem zeigt Nürnberg ein reges Engagement für neue Formen der Wissenschaftskommunikation, der Verbindung von Erlebniskultur mit wissenschaftlichen Fragen und Inhalten und damit auch das Bemühen um einen
4 https://www.innovation-sozial.de.
erleichterten Zugang einer breiten Bevölkerung zur Wissenschaft. Auf diese dynamische Bürgerschaftskultur kann der Hochschul- und Wissenschaftsstandort Nürnberg bauen.
Schließlich birgt auch das Zusammenspiel zwischen der NürnbergMesse und den Hochschulen und Wissenschaftsinstitutionen der Metropolregion viel Potential. So erweist sich die Entwicklung neuer Events in enger Kooperation mit Wissenschaft und Clustern als sehr erfolgreich. Beispiele sind der Hydrogen Dialogue5, die it-sa Expo & Congress6 oder die Embedded World Exhibition & Conference7.
Zur Kommunikation gehört auch der Einsatz städtischer Akteure als Lobbyisten für den Wissenschaftsstandort auf Landes- oder Bundesebene. Die Entwicklung von Wissenschafts- und Innovationsstandorten, in denen hochqualifizierte Wissenschaftler/-innen und Fachkräfte ihre Expertise in enger Kooperation mit Partnern aus anderen Institutionen mithilfe kollaborationsfördernder Infrastrukturen und international wettbewerbsfähiger Services einbringen und für Wirtschaft und Gesellschaft ko-kreativ nutzbar machen, ist nicht kostenneutral. Zwar sind diese Kosten keine konsumtiven Ausgaben sondern zahlen sich langfristig als Zukunftsinvestitionen aus: durch die Ansiedelung oder Expansion wertschöpfender Unternehmen und die damit verbundenen kommunalen Einnahmen, durch die Höherqualifizierung der Arbeitnehmer/-innen, durch die Bildung, Toleranz und Innovationsoffenheit der Bürgerschaft. Aber die Investitionskosten, die gerade im hochtechnologischen Bereich zukunftsträchtiger Industrien und Dienstleistungen aufwändiger technischer Infrastrukturen bedürfen, können nur begrenzt aus kommunalen Budgets finanziert werden. Um so mehr kann ein gemeinsames Lobbying und eine abgestimmte Standortpositionierung der städtischen Akteure zusammen mit regionalen Partnerinstitutionen bei Fördermittelgebern auf Landes-, Bundes- oder EU-Ebene als match-entscheidenden Aufgabe der Stadt angesehen werden kann. Der enge Austausch von Expertisen und Information über politische und Fördermittelopportunitäten wird langfristig die Qualität der Standortentwicklung als Wissens- und Innovationshub maßgeblich bestimmen.
Die Stadt Nürnberg hat ihre Rolle als Netzwerkerin, Lobbyistin und Fürsprecherin für Wissens- und Innovations- Institutionen bei Landes- und anderen Förderern immer wieder unter Beweis gestellt: zuletzt in der erfolgreichen Beantragung des Projekts transform_EMN, seit mehr als 10 Jahren in der tatkräftigen Unterstützung der Anträge von Landesmitteln für den Energie Campus Nürnberg und der Investitionen auf dem ehemaligen AEG-Areal. Seit dem Jahr 2018 unterstützt die Stadt Nürnberg tatkräftig den Aufbau und die Planung einer neuen Technischen Universität in Nürnberg (UTN) durch entsprechende Stadtentwicklung, Schaffung von Baurecht und die Vernetzung der UTN mit Stadtgesellschaft und Wirtschaft.
3.3 Gründungen und Unternehmensansiedelungen
Zu einem dynamischen Innovationsökosystem gehört an erster Stelle das Gründungsgeschehen, das gerade im technologischen Bereich sehr häufig aus Hochschulen und Wissenschaftsinstitutionen entspringt. Die Unterstützung von Spin-offs und Start-ups der Universitäten und Hochschulen ist somit zu einer der wichtigen Aufgaben der Regionalen und städtischen Wirtschafts- und Standortförderung
5 https://www.hydrogendialogue.com 6 https://www.itsa365.de/de-de 7 https://www.embedded-world.de/
geworden. Auch wissensintensive Unternehmen suchen die Nähe und Kooperation mit relevanten Startups, um neue Ideen, technologische Ansätze und Geschäftsmodelle zu erproben. Die Ko-Location von Neugründungen, etablierten Unternehmen und relevanten Wissenschaftsakteuren ist dabei ein entscheidender Erfolgsfaktor für die Dynamik des Ökosystems. Im nationalen Wettbewerb Innovative Hochschule8, in dem sich Hochschulen für angewandte Wissenschaften und kleinere Universitäten um institutionelle Förderung ihrer Strategieentwicklung bewerben konnten, spielte daher auch das Zusammenspiel der Hochschulen mit ihren regionalen Ökosystemen im Allgemeinen und den Gründungen im Besonderen eine maßgebliche Rolle. Für die Neugründungen selbst ist der Zugang zu relevanten Netzwerken und Fachkräften und damit auch zu den Hochschulen von entscheidender Bedeutung. Auch können Aufträge städtischer Organisationen hilfreiche Use Cases für Start-ups oder andere wissensintensive Unternehmen bedeuten. Bereits erfolgreiche Beispiele für derartige Use Cases, in denen wissenschaftliche Forschung direkt zur Nutzungsentwicklung beitrug, sind die Nutzung von batteriebetriebenen und Wasserstoff-LKWs von MAN, die Nutzung der MIOTY Sensoren von Fraunhofer IIS und die Smart City Anwendungen auf Basis von kommunalen Daten. Auch modellhafte Reallabore für ökologische oder digitale Transformationsprozesse können die Attraktivität und Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen und Wissenschaftsinstitutionen der angewandten Forschung national oder evtl. international erhöhen.
Für stark wachsende Neugründungen ist vor allem die Verfügbarkeit von städtischen Flächen entscheidend. Insgesamt ist die Frage der Verortung, Unterstützung und Netzwerkorchestrierung von Innovation Hubs mit einem möglichst dichten Gründungsgeschehen zur Meisterdisziplin der Stadtentwicklung geworden. Dabei gehört die Konkurrenz zwischen der Ansiedelung erst langfristig vorteilhafter Gründungs- und Wissenschaftsinstitutionen und kurzfristig gewinnbringenden Immobilieninvestitionen privater Investoren zum permanenten Abwägungskonflikt städtischer Zukunftsgestaltung.
Nürnberg hat im letzten Jahrzehnt das lokale Gründungsgeschehen stark unterstützt. In Kooperation zwischen Stadt, FAU und mehreren großen Unternehmen ist der erfolgreiche und deutschlandweit sichtbare ZOLLHOF Tech Incubator9 entstanden, der im Digitalbereich ein dynamisches Gründungs- und Investitionsumfeld geschaffen hat, das bereits nach wenigen Jahren in der Lage war, Gründungen und Investitionen aus ganz Deutschland nach Nürnberg zu locken. In den letzten Jahren wurden weitere thematische Gründungshubs wie der NKubator Innovations- und Gründerzentrum für Energie, Green Tech und Nachhaltigkeit10 und das OM7 Business Innovation Center für Existenzgründungen und junge Unternehmen der Kreativwirtschaft11 eingerichtet, um Neugründungen Raum, unterstützende Services und Netzwerke zu eröffnen.
3.4 Kooperation
| darlegte, wie in einer globalisierten Welt die | |
|---|---|
| Entwicklung regionaler Cluster zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeiten von Unternehmen und | |
| Regionen in einem geöffneten Weltmarkt beitragen kann, begann eine neue Ära der inter- |
8 https://www.innovative-hochschule.de/ 9 https://www.zollhof.de/ 10 http://www.nkubator.eu/ 11 https://www.om7.de/
| organisationalen Vernetzung in der Region.12 Seit zwei Jahrzehnten untersuchen Studien die | |
|---|---|
| besondere Bedeutung der Universitäten und Hochschulen in diesen Netzwerken und Ökosystemen | |
| -Kooperation zwischen Wissenschaft, | |
| Unternehmen und öffentlich-staatlichen Akteuren hin,13 in jüngeren Jahren wird diese Rolle immer | |
| wieder als eine der Kernfragen der Strategieentwicklung der Hochschulen gefasst.14 Mit der Bedeutung | |
| der Wissenschaft und Technologie für die Wirtschaft steigt die Bedeutung der | |
| Wissenschaftsinstitutionen - ihrer Forschungsrelevanz, Fachkräftesicherung und ihrer Offenheit für | |
| Kooperationen und Transfer - für die Wirtschaftsentwicklung und damit das Augenmerk auf der | |
| Förderung der Kooperationen durch staatliche Zuwendungen. Regionale staatliche Akteure sind hier | |
| ebenso wichtig wie Landes- oder nationalen Fördermittelgeber. Unklar ist die Frage der Abgrenzung | |
| regionaler oder städtischer Verantwortlichkeiten: Während Kooperationen nicht an politischen | |
| Grenzen halt machen und von geographischer Nähe und Vernetzung nur profitieren, können regionale | |
| Grenzziehunge | n und unterschiedliche Zuständigkeiten regionaler Akteure für Standortentwicklung zu |
| territorialen Interessen und Abgrenzungen führen, welche die Kooperationsförderung auch behindern | |
| können. Fest steht, dass die Dynamik der Standortentwicklung von der Dichte der sozialen Netzwerke | |
| und der Bereitschaft über Institutions- und Stadtgrenzen hinweg zu kooperieren und Probleme zu |
lösen abhängt.
Zur Qualität der Kooperation zwischen wissenschaftlichen Institutionen und regionalen oder
städtischen Partnern gehört auch die Entwicklung agiler Kooperationsformate. Die Vielfalt der
Kooperationsformen hat in den letzten Jahren stark zugenommen und reicht von traditionellen
Forschungskooperationen über Reallabore zur Lösung konkreter Herausforderungen der ökologischen
oder digitalen Transformation bis zu Denkfabriken und Barcamps, um neue Probleme zu sichten,
Erfahrungsaustausche zu strukturieren oder neue Lösungsansätze über disziplinäre Grenzen hinweg zu
entwickeln.
In Nürnberg werden Kooperationen zwischen Hochschulen, Wissenschaftsinstitutionen Unternehmen
und Stadt direkt oder im Rahmen regionaler oder bayerischer Cluster unterstützt. Dies erfolgt z.T. mit
Mitteln der Stadt, zum großen Teil mithilfe von Landesmitteln oder wettbewerblich eingeworbenen
Fördermitteln des Bundes oder der EU (wie für den landesmittelfinanzierten Energie Campus Nürnberg
oder das neue bundesfinanzierte Großprojekt transform_EMN zur Transformation der
Zulieferindustrie in der Metropolregion). Besonders dynamische Cluster-Kooperationsplattformen
sind die ENERGIEregion Nürnberg e.V., CNA Neuer Adler e.V. und das Netzwerk der Digitalwirtschaft
NIK e.V., die Vernetzung und Kooperationen fördern
Auch mit neuen Kooperationsformaten haben Nürnberger Organisationen vielfältige Erfahrung
gesammelt. Im Rahmen der Förderung durch das Programm Innovative Hochschule wurde zwischen
der TH Nürnberg, der Akademie der Bildenden Künste und der Hochschule für Musik die
Kooperationsplattform Leonardo Zentrum für Kreativität und Innovation ins Leben gerufen, die
künstlerische und technologische Innovationen in ko-kreativen Entwicklungsprojekten im Bereich von
12 Porter, M. Porter, M. (1998) Clusters and competition: New agendas for companies, governments and institutions. In: Porter, M.E. (ed.) On competition. Boston: HBS Press, pp. 197 299. 13 Etzowitz, Triple Helix Etzkowitz, H. (2003) Innovation in innovation: The triple helix of university-industrygovernment relations. Social Science Information, 42 (3), 293 337. 14 Siehe Bund-Länder-Initiative Innovative Hochschule oder Sybille Reichert (2019), The Role of Universities in Regional Innovation Ecosystems, Brüssel: EUA.
KI und Menschmaschine-Interaktion befördert15. Die Evangelische Hochschule Nürnberg rief das
erwähnte Barcamp Soziale Innovation ins Leben16. Auch die international ausgerichteten Open
Research Challenges (Problemlösungswettbewerbe) der FAU oder die regional ausgerichtete Railway
Challenge der TH Nürnberg sind spannende neue Kooperationsformate zwischen Wissenschaft und
Anwendung, in welchen Studierende als zukünftige Expert/-innen und Fachkräfte konkrete
Herausforderungen der Praxis mit wissenschaftlichen Methoden lösen und somit wissenschaftlichen
Impact erfahren und erfahrbar machen. Auch am JOSEPHS oder am ZOLLHOF Tech Incubator oder im
KI-Showroom des Fraunhofer IIS im Augustinerhof gehören neue Kooperationsformate und Open
Science Formate der Wissenschaftspartizipation zum Selbstverständnis der Innovations- und der
Wissenstransferrolle.
Als wichtigste hoheitliche Aufgabe der Stadt gehört auch und gerade die Stadtentwicklung zu den wichtigsten Beiträgen der Stadt zur Entwicklung des Wissenschafts- und Innovationsstandorts und im weiteren Sinne auch zur Gestaltung der Kooperationsnetzwerke. Denn durch gezielte Stadtplanung können vielfältige Perspektiven leichter zusammenfinden und dynamische Innovationsquartiere entstehen. Das Durchdenken der Begegnungsflächen, der flexiblen Gestaltung von neuen Kooperationen, der erleichterten Entwicklung von Projekten in gemeinsamen Räumen und technischen Infrastrukturen, das Verzahnen von Wohnen, Arbeiten, wissenschaftlichem, kulturellem und gesellschaftlichem Austausch gehört zur Orchestrierung dynamischer Wissenschafts- und Innovationsstandorte maßgeblich dazu und kennzeichnet damit die Innovationsquartier- oder Campusentwicklung als neue Meisterdisziplin der Stadtentwicklung. Der High Tech-Campus in Eindhoven (Niederlande), die Entwicklung des Aalto Campus in Espoo (Finnland), die Entwicklung des Science Corridor in Manchester sind alles Beispiele dieses Zusammendenkens von Kooperation und Kolokation verschiedenartiger Akteure in und um Wissenschaft und Innovation.
Während in den letzten Jahrzehnten in Deutschland (im Gegensatz zu den Niederlanden oder nordeuropäischen Ländern) die Infrastrukturinvestitionen für öffentliche Institutionen, insbesondere Hochschulen, stark vernachlässigt wurden, wird inzwischen die Notwendigkeit zukunftsträchtiger technischer und physischer wissenschaftlicher Infrastrukturen für den Industrie- und Wirtschaftsstandort Deutschland wieder stärker erkannt. In Bayern hat dies jüngst zu einem neuen Investitionsschub geführt, der auch und gerade Nürnberg betrifft. Insbesondere die aus Landesmitteln finanzierte Neugründung der Technischen Universität Nürnberg (UTN) mit einer entsprechenden Quartierentwicklung im Nürnberger Stadtteil Lichtenreuth, aber auch die Entwicklung des Innovationscampus der TH Nürnberg auf dem ehemaligen AEG-Areal, bieten herausragende Gelegenheiten für neue Kooperationsverdichtung. Auch der Energie Camus Nürnberg auf dem ehemaligen AEG-Areal zeigt, wie wichtig wissenschaftsgetriebene Innovationsquartiere für Strukturentwicklung, Quartiertransformation und Wirtschaftsförderung sein können.
Dabei werden seit einigen Jahren Fragen der ökologischen und digitalen Transformation immer häufiger zu integralen Bestandteilen der Stadtentwicklung, wie z.B. die Urbane Gartenschau 2030, die sich als Labor für zukunftsfähige Stadtentwicklung positioniert, oder in Nürnbergs Smart City-Projekt für Lichtenreuth, welches als Reallabor ein integriertes Digitales Entwicklungskonzept (IDEK)
15 https://leonardo-zentrum.de/ 16 Barcamp Soziale Innovation: https://www.innovation-sozial.de.
erarbeitet17. Die Campusentwicklung der neuen Technischen Universität Nürnberg (UTN) wird ebenfalls mit einem Nachhaltigkeitsbau eingeleitet. Soweit Erkenntnissuche und Experimentiergeist als Grundlagen wissenschaftlichen Fortschritts verstanden werden, könnte sich in Nürnberg somit die Stadtentwicklung zum Reallabor für die Twin Transition (ökologische und digitale Transformation) entwickeln und - entsprechende Kooperation mit wissenschaftlichen Partnern vorausgesetzt - zur Anwendungsdomäne für wissenschaftsbasierte Zukunftsgestaltung werden.
3.5 Globaler Austausch Wissenschaft und Handel leben beide von globalem Austausch und können ohne diesen keine nachhaltige Qualität und Wirkung entfalten. Als global ausgerichtete Handels- und Messestadt hat Nürnberg seit der Renaissance Weltoffenheit mit wirtschaftlicher und technologischer Innovation verbunden. In der heutigen Neuauflage der Gründerzeit sind, ähnlich wie in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, globale wissenschaftliche Entwicklungen wieder zu Motoren der wirtschaftlichen Dynamik geworden. Handel und Wissenschaft können gegenseitig von ihren globalen Zugängen und Perspektiven profitieren. Dies zeigt sich zum einen in der beidseitigen Notwendigkeit, global Talente zu rekrutieren (siehe 3.1), zum anderen in den Möglichkeiten, die Vorzüge und Stärken des Standorts über eine gemeinsame Nutzung von Netzwerken zu vermitteln.
Das globale Standortmarketing und die internationale Messe Nürnbergs können von der global ausgerichteten Wissenschaft der Metropolregion in den jeweiligen Themenfeldern profitieren und vice versa. Die gegenseitige Ergänzung von globalen Austauschformaten zwischen Wissenschaft und Wirtschaft, wie international ausgerichteten Tagungen oder Messen, durch die jeweilige wissenschaftliche oder wirtschaftliche Expertise sowie die gegenseitige Nutzung von relevanten Kontakten für das Standortmarketing wird den Impakt und die Wettbewerbsvorteile sowohl der in Nürnberg ansässigen Wissenschaft als auch ihren global ausgerichteten Unternehmen verstärken.
17 Stadt Nürnberg, Nachrichten aus dem Rathaus Nr. 678 https://www.nuernberg.de/presse/mitteilungen/presse_73038.html; sowie Bürogemeinschaft Gauly & Volgmann Urban Planning Process Consulting, https://bgh-leipzig.de/erarbeitung-eines-integrierten-digitalen-entwicklungskonzepts-fuer-das-nuernberger-areallichtenreuth/. Siehe auch https://www.merkur.de/bayern/nuernberg/nuernberg-stadtteil-lichtenreuthmodellkommune-entwicklungskonzept-zr-90847649.html.
- Systemische Chancen für städtische Standortentwicklung - besondere Chancen für Nürnberg als Wissenschafts- und Innovationsstandort
Die Vorzeichen für die Entwicklung einer Strategie Wissenschaftsstadt, die die Wissenschaft ins Zentrum stellt und auf ihren Beitrag zur technologischen, gesellschaftlichen und ökologischen Innovation fokussiert, waren nie günstiger.
In einer Zeit omnipräsenter disruptiver Veränderungen, in der bestehende Bedingungen in allen Sektoren und gesellschaftlichen Belangen in Frage gestellt werden und in der systemisches Zusammendenken unterschiedlicher Wissensbestände und Perspektiven wie auch wissensbasierter Innovations- und Gründergeist mehr denn je gefragt ist, um Wandel zu gestalten, birgt gerade für die enge Kooperation zwischen städtischen, wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Akteuren und ihren Anspruchsgruppen oder Bürger/-.innen - bekannt als Quadruple Helix -Kooperationen - besondere Chancen. Diese werden zunehmend auch von Fördermittelgebern und Gestaltern der Rahmenbedingungen auf europäischer und nationaler Ebene erkannt und gezielt unterstützt, wie die folgende Auflistung der Chancen auf verschiedenen Ebenen (EU, Bund, Bayern, Stadt) veranschaulicht.
4.1 Neue Fördermittel und Strategische Aufwertung des Wissens- und Technologietransfers, der und transformativen Rolle der Hochschulen
Hochschulen und Fördermittelgeber haben die große Bedeutung von Transferaufgaben der Hochschulen und Universitäten erkannt. Gemäß einer 2022 veröffentlichen Studie des Stifterverbands verfügen über 58,3 Prozent der Hochschulen über eine Transferstrategie (eine Verdoppelung in weniger als einem Jahrzehnt: 2013 waren es nur 28 Prozent). Gefragt nach den wichtigsten Maßnahmen zur Zusammenarbeit mit Unternehmen werden vor allem regionale Netzwerke (von 72,0 Prozent), eigene Netzwerkveranstaltungen (64,3 Prozent) und die gezielte Ansprache von Unternehmen (61,5 Prozent) hervorgehoben.18 Auch eine Auswertung der Transferstrategien bestätigt die hohe Bedeutung der Region.
Auf Landes- und Bundesebene werden neue Fördermittel, Rahmenbedingungen und Anreizstrukturen für die Unterstützung der Transfer- und Innovationsrolle der Hochschulen entwickelt. Nachdem der Stifterverband für die deutsche Wissenschaft jahrelang mit großangelegten Initiativen, Studien und Förderprojekten den Transfer als wesentliche Dimension der strategischen Entwicklung der Hochschulen zu etablieren suchte, erfährt die Third Mission seit dem Jahr 2018 durch die Bund-Länder-Initiative im Innovative Hochschule eine gezielte Aufwertung durch institutionelle Zuwendungen, welche die strategische Ausrichtung auf Wissens- und Technologietransfer qualitativ verstärken.19 Auf Landesebene erhöhen die Bayern High Tech Agenda und das neue Hochschul-Innovationsgesetz den Stellenwert von Innovationsleistungen, erleichtern Kooperationen mit externen Partnern und fördern Ausgründungen. Das neue bayerische Hochschulinnovationsgesetz von 202220 ist ein deutschlandweit viel zitiertes prägnantes Beispiel für diese neuen Vorzeichen. Impact und Wissenstransfer, Kooperation mit externen Stakeholdern sollen in der Zukunft bei der Mittelzuweisung in weiteren Bundesländern mehr Gewicht erhalten.
18 M. Burk, C. Grindel, P. Hetze (November 2022), Transferkompass. Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft. 19 Bundesministerium für Bildung und Forschung und Gemeinsame Wissenschaftskonferenz, Bund-Länder- Initiative Innovative Hochschule, https://www.innovative-hochschule.de. 20 https://www.bayern.de/innovatives-neues-hochschulgesetz-fr-bayerns-hochschulen/.
Jüngstes vielbeschworenes Beispiel dieser neuen Betonung von Wissenstransfer, Innovation und Vernetzung von Hochschulen und externen Partnern ist die Einrichtung der neuen DATI, der Deutschen Agentur für Transfer und Innovation, die (wie bereits angekündigt im Koalitionsvertrag der Regierungs-Koalition im Bund) - als kleineres Pendant zur DFG - die dritte Mission der Hochschulen für angewandte Wissenschaften und kleine und mittlere Universitäten mit Bundesmitteln unterstützen wird. Die entsprechenden Bundes-Haushaltsmittel wurden für das Jahr 2023 bereits entsperrt.21 Vor allem Innovationsprojekte regionaler Netzwerke der Hochschulen werden auf der Grundlage regionaler oder städtischer Strategien gefördert werden. Diejenigen Hochschulen, Regionen und Städte, die auf der Grundlage gemeinsamer Netzwerke strategische Ansätze entwickelt haben, können sich mit einer strategischen Positionierung entsprechend besser im Wettbewerb durchsetzen. Unterstützung für hochschulgetriebene Innovationshubs und Gründungsaktivitäten multiakteurbasierte Reallabore oder größere Transformationsvorhaben gehören alle zu förderfähigen Aktivitäten. Die DATI-Förderung soll regional und thematisch offen von den konkreten Interessen, Kompetenzen und Bedarfen vor Ort ausgehen, dabei unterschiedliche Partner einbeziehen, die sich in Innovationscommunities zusammenschließen und gemeinsam daran arbeiten, Lösungsansätze, Verfahren oder Produkte in die Anwendung zu bringen und so ihre regionalen Innovationsökosysteme stärken.
Neben der DATI bieten auch sogenannte Innovationsregionen neue Fördermöglichkeiten auf Bundesebene.22 Als Leuchttürme der Spitzenforschung sollen themen- und akteuroffene Innovationsund Experimentierräume geschaffen werden, die eine hohe Strahlkraft in der internationalen
Start-Ups, Unternehmen oder Institute BMBF auf, in denen innovative Netzwerke aus Hochschulen, außeruniversitären Forschungseinrichtungen, Industrie und KMU sowie öff abzubauen, administrative Prozesse zu beschleunigen und Elemente smarter Regulierung zu integrieren. Dadurch können regionale Innovationsräume als Inkubator für kreative Forschung und -Nürnberg die Region bereicherte, könnten in der Zukunft weitere international ausstrahlende Forschungs- und Transfercluster in Nürnberg ihren Kristallisationspunkt finden.
Die Grundannahmen betonen die erwähnte Aufwertung der Third Mission der Hochschulen als deutlich erweiterter Wissenstransfer und dritter Dimension des Hochschulwirkens neben Lehre und Forschung Eine moderne Innovations- und Transferkultur zu schaffen, ist nicht nur Sache von Forscherinnen und Forschern. Es bedarf neuer Strukturen. Wir setzen Anreize für anwendungsorientierte Kooperationen und den Auf- und Ausbau regionaler Innovationsökosysteme. Dabei eröffnen wir neue Chancen und legen einen breiten Innovationsbegriff zugrunde, der
21 https://www.bmbf.de/bmbf/de/forschung/dati/deutsche-agentur-fuer-transfer-und-innovation_node.html . Für eine Beschreibung der Eckpunkte der DATI-Planungen siehe auch https://www.bmbf.de/bmbf/shareddocs/downloads/_pressestelle/pressemitteilung/2022/04/Eckpunktepapier.pdf? __blob=publicationFile&v=8 22 Loc.cit. 23 Loc.cit.
Die Aufwertung der Third Mission schlägt sich auch auf europäischer Ebene in Fördermitteln, in der Einrichtung des neuen Innovationsrats und -fonds und entsprechender politischer Aufmerksamkeit nieder sowie in der Betonung des strategischen Beitrags von Hochschulen zu den Innovationsstrategien der Regionen, welche im Rahmen der EFRE-Mittel eingefordert werden (HES3: Higher Education in Smart Specialisations Strategies).24
Insgesamt wird der Beitrag der Hochschulen zu den großen Herausforderungen der Gesellschaft und ihre Kooperationsfähigkeit mit externen Partnern auf allen Ebenen eingefordert, die Gewichtsverschiebung zum -based research funding ist nicht nur auf Ebene der EU zu beobachten. Innovation wird dabei nicht mehr allein als Technologietransfer, sondern immer häufiger systemisch verstanden, d.h. im Hinblick auf die Einbettung technologischer Entwicklungen in menschliche Handlungszusammenhänge oder auf gesellschaftliche Innovationen, die eine nachhaltigeren Umgang mit natürlichen Ressourcen erlauben.
Je strategisch vernetzter sich die Stadt Nürnberg und die Hochschulen, Wissenschaftsorganisationen und wissensintensiven Unternehmen am Standort gemeinsam aufstellen, desto besser können sie auch miteinander die neuen Fördermittelopportunitäten auf Landes-, Bundes- und EU-Ebene nutzen, da diese immer häufiger auf multi-stakeholder-basierte Transformationsprozesse abzielen und dabei die transformative Rolle der Hochschulen und deren strategische Nutzung in regionalen oder städtischen Netzwerken gezielt fördern.
4.2 Herausragende Chancen für Nürnberg als national und international sichtbare Wissenschaftsstadt und Innovation Hub
Vor dem Hintergrund dieses Ausbaus nationaler und europäischer Förderung wissenschaftsbasierter Netzbildung und hochschulgetriebener Innovation ergeben sich für Nürnberg zusätzliche Chancen, die ein strategisches Vorgehen um so wichtiger erscheinen lassen:
- An erster Stelle bietet sich für Nürnberg seit 2020 eine Jahrhundertchance mit der Neugründung einer international ausgerichteten Technischen Universität, die als Modelluniversität gerade von landespolitischer Seite mit großer Aufmerksamkeit aber auch bundesweit mit besonderem Interesse bedacht wird. den Weg frei für die Errichtung der neuen Universität zum 1. Januar 2021. Als erste staatliche Neugründung einer Universität seit mehreren Jahrzehnten, die mit großen Innovationsansprüchen bereits in ihrer Gründungsphase für Furore sorgte, richten sich die Augen auf Nürnberg mit der Erwartung neuer interdisziplinärer Ansätze und Strukturen (inkl. flacher Hierarchien, Integration von Geistes- und Sozialwissenschaften, neuer hybride Lehr- und Lernformate), international sichtbarer Wissenschaftler:innen und global rekrutierter Studierende, sowie neuer ko-kreativer Netzwerke, die dem expliziten Anspruch der UTN als Universität in der Stadt gerecht werden. Bisher konnte Nürnberg ja für seine Größe mit vergleichsweise wenigen Studierenden aufwarten und zwar eine große Hochschule für Angewandte Wissenschaften und vier Standorte der
24 https://s3platform.jrc.ec.europa.eu/higher-education.
Universität Erlangen-Nürnberg, aber keinen eigenen Universitätshauptsitz, der sie als Wissenschaftsstadt international markiert, vorweisen. Nun soll gerade hier eine Universität entstehen, die den neuen Erwartungen an Technologieentwicklung im 21.Jahrhundert, auch und gerade im Hinblick auf ihre soziale und systemische Einbettung, entsprechen soll. Zwar dauert ein solcher Universitätsaufbau mehr als ein paar Jahre, und auch eine internationale Reputation lässt sich auch nur schwer in einem Jahrzehnt aufbauen, aber die ersten Initiativen und Berufungen der UTN zeugen bereits von der institutionellen Offenheit und internationalen Ausrichtung, die in ihrer Gründungsgeschichte vorgezeichnet wurde. Neben der internationalen Forschung und dem ersten Schwerpunkt auf KI bietet die Neugründung auch für neue Lernformate und die Integration externer Stakeholder in der universitären Lern- und Projektalltag neue Chancen. Die Vizepräsidentin für Lehre und Internationales, Jahnke, die in diesem Bereich international sichtbare Expertise mitbringt, betont die Planungen der UTN, innovative, digital-gestützte und evidenzbasierte Lerndesigns von Anfang an in der Universität zu integrieren und dort nachhaltig zu verankern. Das Konzept der TU Nürnberg ermöglicht es uns, 25 Auch die Anknüpfung an ein Zukunftsfähigkeit förderndes learni Unternehmen in Stadt und Region ist hier mit vorgezeichnet. Die Stadt Nürnberg hat mit ihrem im Jahr 2018 erstellten Positionspapier zur Ausgestaltung einer neuen technisch ausgerichteten Universität in Nürnberg Anregungen der Stadt Nürnberg (welches in den Arbeiten der Gründungskommission berücksichtigt wurde) und ihrer tatkräftigen planerischen und kommunikativen Unterstützung der ersten Aufbauphase bewiesen, dass sie sich der Bedeutung dieser Entwicklung für ihre eigene Zukunft bewusst ist und die damit verbundenen Vernetzungschancen proaktiv nutzen will. Die Planung des neu zu entwickelnden Stadtquartiers in Lichtenreuth und das damit verbundene Smart City Projekt zeugen ebenfalls von dem Willen, neue Wege der Stadtentwicklung gehen zu wollen, welche die Einrichtung ko-kreativer Verortungsstrukturen von Wohnen, Arbeiten, Forschen, Entwickeln ernst nehmen.
- Neue Chancen ergeben sich auch mit dem Ausbau der angewandten Forschung an der Technischen Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm (THN), die mit 9000 Studierenden zu einer der größten Hochschulen für angewandte Wissenschaften gehört. Die Ausrichtung der Kompetenzfelder der THN orientiert sich gezielt an den regionalen Bedarfen und umfasst die Lehrund Forschungsfelder Energie und Umwelt, Information und Kommunikation, Innovative Dienstleistungen, Medizin und Gesundheit, Verkehr und Logistik. Für die Innovation und Transformation der Nürnberger Wirtschaft ist die langjährige Kooperationserfahrung der THN mit den regionalen KMU besonders wertvoll (zum Beispielbei den Innovationsprojekten am Energie Campus Nürnberg), aber auch die Erprobung von ko-kreativen Formaten in Lehre, Forschung und Wissenstransfer (z.B. im Service-Learning oder im Rahmen des Leonardo-Projekts als Innovative Hochschule). Von besonderer Bedeutung für die digitale Transformation ist die Einrichtung von neuen Forschungsprofessuren im Rahmen der High Tech Agenda Bayern. Der Aufbau des Innovationscampus im ehemaligen AEG-Areal wird vielfältige Chancen zum Ausbau der Innovationsdynamik auf dem Standort mit sich bringen. Die unter 4.1 erwähnten neuen Fördermöglichkeiten, die im Rahmen der neuen DATI regionale Netzwerke von Hochschulen für angewandte Wissenschaften fördern bieten gerade für die THN und ihre städtischen
25 https://www.utn.de/ueber/organisation/gruendungspraesidium/
Kooperationspartner eine herausragende strategische Chance zur Vertiefung dieser Netzwerke und zum Ausbau neuer Kooperationsformate.
- Die Chancen, die sich für die Stadt Nürnberg durch die FAU Erlangen- Nürnberg ergeben, bieten sich zum einen durch ihre in Nürnberg ansässigen Einrichtungen, zum anderen mit Spillover Effekten und Kooperationen mit den in Erlangen verorteten Einrichtungen. Da die FAU einen Ruf als international herausragender Innovationshub erworben hat (Europas
Reuters Ranking26) und bekannt ist für seine exzellente Vernetzung mit der global ausgerichteten regionalen Wirtschaft vor Ort (vor allem als strategischer Partner von Siemens, Adidas und Schaeffler), ist ihre Abbildung 2: Forschungsprofil der WISO (FAU) strategische Bedeutung für Nürnberg nicht nur bei den in Nürnberg angesiedelten Akteuren zu suchen. Insgesamt sind die Forschungsschwerpunkte der FAU und viele ihrer Lehrstühle eng mit der regionalen Wirtschaft der Metropolregion Nürnberg verwoben. In Nürnberg selbst ist die FAU mit den Wirtschaftswissenschaften, die im Gegensatz zu vielen Standorten in Deutschland immer noch wächst (ca. 6000 Studierende), und den Lehramtsstudien (4770 Studierende) sowie einigen technischen Lehrstühlen im ehemaligen AEG-Areal verortet. Der Fachbereich WISO (Wirtschafts- und Sozialwissenschaften) ist international attraktiv für Studierende und bekannt für dichte lokale Vernetzung z.B. in den Steuer- Versicherungs-, Marktforschungs- und Wirtschaftsinformatiksektoren, in Forschungskooperation und praxisorientierter Lehre. Er ist entsprechend stark in den letzten Jahrzehnten stark expandiert und gehört inzwischen zu den größten wirtschaftswissenschaftlichen Fachbereichen Deutschlands. Die WISO ist zudem gefragter Standortpartner für lokale große Unternehmen wie die NÜRNBERGER Versicherungsgruppe, GfK, DATEV sowie öffentliche Organisationen wie die Bundesagentur für Arbeit, deren Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) durch WISO-Professuren geführt wird. Ihre Absolventen und Absolventinnen sowie Ausgründungen (DATEV, GfK, etc., einschließlich in jüngerer Zeit der national viel beachtete ZOLLHOF Tech Incubator mit seinen Gründungsservices und -netzwerk) tragen wesentlich zu den Zukunftschancen Nürnbergs bei. Der Beitrag der WISO zur Transformation von Industrie und Wirtschaft verortet sich zudem direkt in den Stärke- und Potentialfeldern der Nürnberger Wirtschaft (siehe Abbildung 2)27. Allein im Schwerpunkt Energiemärkte und Energiesystem-analyse sind sieben Lehrstühle beteiligt. Im Energiecampus Nürnberg ist die WISO seit Jahren in Forschungsprojekten engagiert - mit der
26 https://www.reuters.com/graphics/EUROPE-UNIVERSITY-INNOVATION/010091N02HR/index.html. 27 FAU, Fachbereich Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, Forschungsprofil: Forschungsschwerpunkte, https://www.wiso.rw.fau.de/forschung/forschungsprofil/. Zuletzt aufgerufen 13.2.2023
Wirtschaftsweisen Veronika Grimm als national sichtbarste Beraterin Deutschlands in der Energiewende wird Nürnbergs Expertise mit dem Energiemarktdesign der Zukunft assoziiert. Auch der Erfolg der Nürnberger Wirtschaftsinformatik wirkt als Motor der Nürnberger Wirtschaft und Talentschmiede der Digital- und Dienstleistungswirtschaft. Dies spiegelt sich in einer Verdoppelung der Studierendenzahlen allein im letzten Jahrzehnt, in einem entsprechenden Zuwachs an Lehr- und Forschungskapazität durch Professuren und an einer besonders dynamischen Start-up Szene, von jahrzehntelang etablierten Leuchttürmen wie DATEV und GfK, über jüngere Erfolgsgeschichten wie die dynamische Gründerszene des ZOLLHOF Tech Incubators, der innerhalb weniger Jahre nationale Sichtbarkeit und Attraktivität für Gründer/-innen aus dem ganzen Land erlangt hat. Die Dynamik, die von der WISO für den Standort Nürnberg ausgeht, bietet große Chancen für zukünftiges Wachstum und Wirtschaftstransformation, aber auch für Standortmarketing bestehender Stärken. Die vielen Erfolgsgeschichten der WISO (DATEV, GfK, Zollhof) sind zwar national und z.T. international sichtbar, werden allerdings nicht unbedingt mit dem Standort Nürnberg assoziiert. Neben den zahlreichen lang etablierten Kooperationsnetzwerken der Technischen und Philosophischen Fakultät ergeben sich auch am Erlanger Standort der FAU in Erlangen neue Chancen, die für Nürnberg als Standort wichtig werden, wie z.B. durch den starken Ausbau der KI im Rahmen der High Tech Agenda. Dieser fokussiert vor allem auf KI-Anwendungen in der Medizin und Medizintechnik und baut damit die internationalen Stärken der FAU und ihre strategische Stellung im Medical Valley aus. Das neue Department Artificial Intelligence in Biomedical Engineering (AIBE) der FAU mit 14 neuen international sichtbaren Professuren28 bietet auch für Nürnberg ein reiches Portfolio neuer Vernetzungsmöglichkeiten, die sowohl für Unternehmen, das Klinikum und den Aufbau der Nürnberg School of Health an der THN und deren Fokus auf Digital Health im Gesundheitsmanagement relevante Anknüpfungspunkte ergeben (siehe auch 6.3).
- Eine herausragende Chance ergibt sich für Nürnberg durch die gleichzeitig starke wissenschaftliche Präsenz in Energieforschung und IT/ KI-Forschung, wodurch der Standort Nürnberg sich besonders gut in der angewandten Forschung und der Transition , d.h. der gleichzeitigen ökologischen und digitalen Transformation, positionieren kann. Die Herausforderung, nachhaltigen Umgang mit Ressourcen und Energieversorgung und digitale Transformation für Unternehmen und öffentliche Organisationen gleichzeitig nutzbar zu machen und zwar so, dass sich diese nicht gegenseitig behindern sondern sogar verstärken, wird sowohl auf EU-Ebene im Rahmen des European Green Deal29 als auch auf Bundesebene als größte Herausforderung der Forschungs- und Industriepolitik für die nächsten Jahrzehnte verstanden.30
28 FAU, Department Artificial Intelligence in Biomedical Engineering, https://www.aibe.tf.fau.de. Zuletzt aufgerufen 13.2.2023 29 Cf. Jüngst die Studie der EU-Kommission, welche als Grundlage des Strategic Foresight Report 2022 der EU- Kommission im Rahmen des European Green deal dient: https://joint-research-centre.ec.europa.eu/jrcnews/twin-green-digital-transition-how-sustainable-digital-technologies-could-enable-carbon-neutral-eu-2022- 06-29_en Siehe Bundesministerium für Bildung und Forschung, welches mit dem Aktionsplan Digitalisierung und nachhaltige Entwicklung gezielt zusammenführen will (https://www.bmbf.de/bmbf/de/forschung/umwelt-und-klima/digitalisierung-und-nachhaltigkeit/digitalisierungund-nachhaltigkeit.html), im Rahmen des Leitbilds der deutschen Wirtschaftspolitik (https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Dossier/soziale-marktwirtschaft.html ) oder in der Entwicklungszusammenarbeit, deren Hauptakteur BMZ sich als Transformationsministerium versteht, das weltweit den Umbau hin zu einer nachhaltigen, klima- und naturverträglichen Wirtschaftsweise voranbringt und
Von den sieben technologischen Kompetenzfeldern der Europäischen Metropolregion N rnberg (Information und Kommunikation, Medizin und Gesundheit, Energie und Umwelt, Neue Materialien, Automation und Produktionstechnik, Verkehr und Logistik, und Automotive) sind alle in ihrem Kern von der Twin Transition betroffen und gefordert, sich im nächsten Jahrzehnt der ökologischen und digitalen Transformation zu widmen. Für die Standortentwicklung der Stadt Nürnberg ist ihre erfolgreiche Entwicklung entscheidend für die nachhaltige Sicherung des Wohlstands und Zusammenhalts in der Metropole. Jeder Dritte der 1,8 Millionen Beschäftigten der Metropolregion arbeitet in technologischen Schl sselbranchen, so dass deren Zukunftsfähigkeit diejenige des Standort mitbestimmen wird, so dass Nürnberg an ihren Fachkräftebedarfen und Innovationsabsorptionsfähigkeit ein ureigenes Interesse hat durch die Wissenschaftsinstitutionen, ihre Netzwerke und die besonderen Chancen Nürnbergs, die regionalen Kompetenzfelder systemisch und multi-akteur-basiert zusammenzudenken, kann diese Zukunftsfähigkeit gewährleistet werden. In Nürnberg bietet sich die einmalige Chance, durch das gezielte Koppeln verschiedener Sektoren und die Betonung systemischer Innovationsansätze zum Vorreiter der Twin Transition zu werden. Mit ihrem Kompetenzportfolio und ihrer Vernetzungserfahrung die Chance kann sich die Stadt Nürnberg als Living Lab der Twin Transition und damit erneut als der Zukunftshub Deutschlands positionieren. 5. In diesem Zusammenhang sollte die besondere Rolle der außeruniversitären Forschungsinstitute im Nürnberger Wissenschafts- und Innovationsökosystem hervorgehoben werden. Zum einen sollte die mögliche und z.T. bereits ausgeübte Rolle des Fraunhofer Instituts für Integrierte Schaltungen (Fraunhofer IIS) als Netzwerk-Knotenpunkt hingewiesen werden, das große Standorte sowohl in Erlangen als auch in Nürnberg unterhält. Gerade im Nürnberger Nordostpark und auf dem Energie Campus Nürnberg ist es sehr stark und proaktiv in angewandter Wissenschaft und innovativem Wissenstransfer in KI und Energieforschung vertreten. Das IIS, insbesondere das in Nürnberg ansässige Ada Lovelace Center als Kompetenzzentrum für Data Analytics und KI in der Praxis, und die Arbeitsgruppe Supply Chain Services hat bereits nicht nur führende Expertise in KI- Anwendungen sondern auch in den Anwendungen der Datenwissenschaften und KI auf Energiefragen. Bei der Verknüfpung der beiden großen Transformationen bietet das IIS in Nürnberg die Chance als Brückenkopf der Twin Transition und in der Vernetzung der Nürnberger und Erlanger Wissenschaftlichen Akteure zu agieren. Das Helmholtz-Institut Erlangen-Nürnberg für Erneuerbaren Energien (HI ERN), das material- und prozessbasierte Lösungen für eine klimaneutrale, nachhaltige und kostengünstige Nutzbarmachung erneuerbarer Energien erforscht und entwickelt, insbesondere die Charakterisierung, Modellierung und Herstellung von Materialien für die Wasserstoff- und Solartechnik, baut einen zweiten Standort auf beim Energie Campus Nürnberg auf auf. Dies bietet für Wissenschaft, Wissens- und Technologietransfer sowie Ausgründungen im Rahmen der Energiewende Erlangen und Nürnberg einen großen Standortvorteil. 6. Zu den Nürnberger Chancen gehören auch die bereits unter Kapitel 3.2 und 3.4 erwähnten Nürnberger Erfahrungen mit neuen Wissenschaftskommunikations- und kooperationsformen. Dies sind zum einen partizipative Formen mit der Öffentlichkeit wie das Zukunftsmuseum, das JOSEPHS oder der KI-Showroom von Fraunhofer IIS in der Nürnberger Altstadt. Zum anderen sind dies größere Verbundstrukturen an einem gemeinsamen Standort wie der EnCN. Für die Zukunft
zugleich Frieden, Freiheit und Menschenrechte stärkt, und dabei digitale Technologien einsetzt (https://www.bmz-digital.global/ueber-uns/).
bieten sich in diesem Zusammenhang hervorragende Chancen für das Zusammendenken von öffentlichen und wirtschaftlichen Bedarfen und Nutzern. Die immer wieder beschworene Quadruple Helix", d.h. das Zusammenspiel von Wissenschaft, Unternehmen, Stadt / Staat und Öffentlichkeit, kann dank dieser Erfahrungen in Nürnberg leichter zur gelebten Wirklichkeit werden als in den meisten anderen Städten Deutschlands.
- Das lange kulturelle Erbe Nürnbergs eines innovativen Umgangs mit städtischen Herausforderungen (mindestens seit der Renaissance), welches sich auch in der lokalen Netzwerkbildung widerspiegelt, kann nicht nur für unternehmerische sondern auch und gerade für städtische Herausforderungen genutzt werden. Hierfür bieten die bereits beschlossenen städtischen Strategien (wie die Digitale Dachstrategie & Roadmap, die Strategie Industriestandort Nürnberg, die Integrierten Stadtentwicklungskonzepte, der Klimaschutzfahrplan Nürnberg 2020- 2030, Mobilitätsbeschluss 2021) oder begonnene Großprojekte (wie transform_EMN im Bereich der Automobil-Zuliefererindustrie, Bewerbung für die Urbane Gartenschau 2030) hervorragende thematische Innovationsansätze, die von Kooperation mit wissenschaftlichen Akteurinnen und Akteuren erheblich profitieren. Angesichts der Dringlichkeit der anstehenden globalen und städtischen Herausforderungen bietet sich jetzt die Chance, von der höheren Abstraktionsebene der Zielsetzung runter zur Konkretisierung städtischer Ziele vorzudringen und gemeinsam mit relevanten Kooperationspartnern aus Wissenschaft und Gesellschaft, über die einzelnen Ressortgrenzen hinaus, konkrete städtische Ziele, Zielgrößen, Meilensteine und Maßnahmen zu definieren, die nur systemisch, interdisziplinär, sektor- und ressortübergreifend sowie multiakteursbasiert gelöst werden können.
Die Stadt Nürnberg hat jetzt die Chance, auf der Basis der bereits beschlossenen Strategien, ihre Fragen, Themen, Herausforderungen in allen Politikbereichen in und zwischen den Ressorts zu konkretisieren, sie mit denen der Unternehmen so weit wie möglich zu verknüpfen und auf dieser Grundlage die Expertise oder Kooperation mit der Wissenschaft gezielt zu suchen und die Beteiligung der Gesellschaft zu orchestrieren. Für alle systemischen Herausforderungen könnte und sollte sie die Fragen was, wann, wer, mit wem, wie und womit konkret festlegen: Was bis wann: was wollen wir bis 2030 in der Stadt Nürnberg konkret erreicht haben? Wer mit wem: welche Expertisen brauchen wir dafür, welche haben wir vor Ort, welche müssen wir dazu gewinnen? Welches sind die Kernakteure, welche Akteure müssen wir beteiligen, um nachhaltige Lösungen entwickeln zu können? Wie und womit: Welche konkreten Reallabore, Verbundprojekte, oder andere Kooperationsformate sind die geeigneten? Wie müssen wir deren Zusammenarbeit in der Zukunft auch in der Stadtentwicklung erleichtern? Welche externen Fördermittel lassen sich für diese an welcher Stelle einwerben?
Wenn die Stadt Nürnberg nicht nur Themen nennt, sondern diese mit konkreten ambitionierten aber machbaren Aufgaben als versieht und diese zusammen mit ihren Kooperationspartnern in Wissenschaft, Industrie und Gesellschaft als Aufgaben der städtischen Ökosystems durchdenkt und umsetzt, dann wird Nürnberg - angesichts seines Kompetenzportfolios, seiner Netzwerke, seiner Wissenschaftsinstitutionen, seiner Kooperationserfahrung, seines Engagements in der Wissenschaftskommunikation - zu einem No.1 Transformation Lab Deutschlands werden. An das traditionelle Zusammenspiel eines technologischen, künstlerischen und unternehmerischen Gründergeists in Nürnberg kann dieser systemische Transformationsansatz hervorragend anknüpfen.
Eine Renaissance 2030 , welche den Kreativ- und Unternehmergeist der Dürer-Zeit ins digitale Zeitalter hebt und damit ökologische und soziale Herausforderungen des 21. Jahrhundert adressiert, würde nirgendswo besser hinpassen als nach Nürnberg.
Auf der Grundlage der im Kapitel 3. beschriebenen Rolle der Stadt bei der Entwicklung eines Wissenschafts- und Innovationsstandorts und angesichts der in Kapitel 4. genannten Chancen ergibt sich für die Zukunft Nürnbergs als Transformation Lab die Frage, wie sie auf vorhandenen Erfahrungen und Stärken aufbauen kann, um diese Chancen zu nutzen. Dabei ergaben die Hintergrund- Dokumente und durchgeführten Interviews neben der Identifikation der beschriebenen Chancen auch Hinweise auf die zu adressierenden Schwächen und Risiken. Zusammenfassend lässt sich die folgende SWOT-Analyse (Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken) aus diesen ableiten:
| Stärken: Langjährige und breite Kooperationserfahrung zwischen Hochschulen und Unternehmen - anerkannt Innovations- und Kooperationserfahrene Hochschulen Innovative und partizipative Wissenschaftskommunikation Diverse und kreative Zivilgesellschaft breites Industrieportfolio, Dialog insbesondere in Hightech Sektoren Breit aufgestellt in Forschung/Innovation für die Energiewende und digitale Transformation Dynamische Gründungsszene (ZOLLHOF Tech Incubator als erfolgreich etabliertes Brand), Investitionen im Gründungsservices durch Stadt, Hochschulen, Land, Bund Starke Angewandte Forschung und Ausbau in zentralen High Tech-Bereichen in allen Hochschulen, Forschungsinstituten Breiter, wissensintensiver Arbeitsmarkt der Region mit globalen Brands / Großunternehmen bietet entsprechende Attraktivität für qualifizierte Arbeitskräfte | Chancen: Strategischer Ausbau der Kooperation im Hinblick auf die großen Herausforderungen der städtischen/ regionalen Industrie und Gesellschaft systemische Innovationsvorhaben der Aufbau eines vernetzten strategischen Standortmarketings zwischen Hochschulen, Unternehmen und Stadt (Triple Helix) gemeinsame Positionierung und Antragstellung in neuen (Triple Helix-) Förderwettbewerben auf Landes-, Bundes-, EU -Ebene (missions-based research & innovation, DATI, Ressortforschung der Bundesministerien) gegenseitige Unterstützung und Vernetzung bei der Rekrutierung internationaler Talente (hochqualifizierte Fachkräfte, Studierende, Wissenschaftler/-innen) Investition Bayerns in Hightech Agenda und Infrastrukturen UTN als bundesweit sichtbare Neugründung und Modelluniversität stärkt Innovationsbranding Nürnbergs Integrierte Stadtentwicklung, indem Planungsprozesse ganzheitlich gestaltet und Siedlungsstruktur, Mobilität, Wirtschaft, Umwelt und soziale Belange im Zusammenhang zu betrachtet werden, ist ideale Voraussetzung für eine Integration der Wissenschaft/wiss.basierten Innovation als Dimension. |
|---|---|
| Schwächen / Herausforderungen: Kooperation eher auf Projektebene, wenig strategisch, systemisch, sektorübergreifend Ausbaufähige Erfahrung mit Marketing, Rekrutierung, Willkommensservices und Integration internationaler Talente | Risiken: Bei fehlender Bereitschaft in größeren komplexeren Netzwerken zu kooperieren, würde systemische Innovation und Transformation unterbinden und so die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Metropole schwächen |
| (Studierende, Fachkräfte und Wissenschaftler/-innen) im vgl. zu Wettbewerbsstädten/-regionen Aufbaufähiger Dialog/ Kooperation zwischen Wissenschaftler/-innen und städtischen Akteuren im Hinblick auf städtische Innovation | Ohne gemeinsame Betonung und Ausbau der Stärken und Vorzüge Nürnbergs für mobile Fachkräfte aus dem In- und Ausland könnte die Metropole im immer härteren Wettbewerb um die besten Köpfe (Fachkräfte, Studierende, Wiss., Innovatoren) abgehängt werden |
|---|
- Vision Wissenschaftsstadt Nürnberg als Transformation Lab der ökologischen und digitalen Transformation (Twin Transition)
Auf der Grundlage der Chancen und SWOT-Analyse lässt sich eine Vision entwickeln, die als Ausgangspunkt der weiteren Strategievorschläge dienen kann: Nürnberg ist für innovative Unternehmen und Organisationen und für herausragende Talente - Studierende, hochqualifizierte Fachkräfte, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftleri aus dem In- und Ausland einer der attraktivsten Standorte Deutschlands. Angesichts der Vorzüge Nürnbergs als Gestaltungsumfeld entscheiden sie sich bewusst für Nürnberg, weil sie dort ihr Wissen und ihre Innovationskraft einbringen können, um die großen Problemstellungen der Zukunft gemeinsam anzugehen, um zusammen mit anderen Akteurinnen und Akteuren die bestmöglichen Lösungen für die globalen Herausforderungen vor Ort gemeinsam zu entwerfen, zu erproben und im Zusammenspiel von technologischen, ökologischen und sozialen Anforderungen zu meistern. Unternehmen siedeln sich gerne in Nürnberg an oder bleiben gerne dort, weil sie vor Ort ein hervorragendes Umfeld an hochqualifizierten Arbeitskräften, an Wissenschaftlicher Innovation und an effektiven Austauschformen mit einer Vielfalt von relevanten Expert/-innen vorfinden. Dabei beruht die Attraktivität Nürnbergs auf fünf Kerneigenschaften: 1. Nürnberg bietet eine hohe Dichte an Hochschulen, Forschungseinrichtungen, wissensintensiven Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen bzw. Dienststellen, die sich intensiv miteinander über ihre Fragen und relevante wissenschaftliche Lösungsansätze austauschen, um sowohl ihre eigenen Wissens- und Innovationshorizonte zu erweitern als auch gesellschaftlichen Impact zu schaffen. Diese Vernetzung wird von der Stadt Nürnberg und anderen intermediären Organisationen gezielt und systematisch gefördert. 2. In Nürnberg werden die Probleme und Herausforderungen der privatwirtschaftlichen und öffentlichen Akteurinnen und Akteure in multi-akteur- und wissenschaftsbasierten Plattformen, Projekten und Netzwerken gemeinsam gesichtet, definiert und bearbeitet. Die gemeinsame Orientierung an kleinen und großen Challenges und das vernetzte Erarbeiten von Lösungen gehört zur DNA des Nürnberger Selbstverständnisses. 3. In Nürnberg gehört Wissenschaft zur Zukunftsschmiede von Wirtschaft und Gesellschaft: Nürnberg ist bekannt als Innovations- und Wissenshub für die großen thematischen Herausforderungen unserer Zeit und die Bereitschaft, diese als systemische Innovationen sektorübergreifend zu begreifen. Nürnberg ist führendes Transformation Lab für die Twin Transition der digitalen und ökologischen Transformation, von den technologischen Entwicklungen bis zu ihren gesellschaftlichen Voraussetzungen und Wirkungen. Nürnberg baut Innovationsbrücken zwischen Wissenschaft und Unternehmen, Wissenschaft und Kunst, Expertise und Öffentlichkeit. Die Stadt Nürnberg nimmt ihre zentrale Rolle als Brückenbauer wahr. 4. Nürnberg ist bekannt als offene Stadt für internationale Hochqualifizierte, die sich um eine möglichst hilfreiche Erstinformation, Unterstützung der Übersiedlung und Integration in relevante Netzwerke am neuen Schaffensstandort bemüht. Die diesbezüglichen Dienstleistungen erfolgen eng vernetzt durch Unternehmen, Hochschulen, der Stadt Nürnberg und anderen öffentlichen Einrichtungen und Dienststellen. 5. In Nürnberg werden die Bedarfe der Hochschul- und Wissenschaftsinstitutionen und ihrer Angehörigen als Teil der integrierten Stadtentwicklung begriffen, weil diese als Investitionen in die Zukunft, die Innovationsdynamik und das Wohlergehen der Gesellschaft verstanden werden. Dies
betrifft vor allem die Flächen-, Infrastruktur- und Stadtquartierentwicklung. Die Verschränkung wissenschaftlicher, unternehmerischer und öffentlicher Akteurinnen und Akteure sowie Horizonte in ko-kreativen Formate des Wissenstransfers und häufig auch in städtischer Ko-Lokation gehört zum Motor des Nürnberger Wohlstands.
- Strategische Aktionsfelder
Im Sinne der oben beschriebenen Chancen und entwickelten Vision ergeben sich vier strategische Aktionsfelder, in denen die verschiedenen Aspekte und Handlungsdimensionen einer Wissenschaftsund Innovationsstadt Nürnberg möglichst verschränkt und gegenseitig verstärkend entwickelt werden sollten. Gemäß der Rückmeldung durch die Interviews sollen dabei vor allem die Rekrutierung hochqualifizierter Talente und damit auch die Internationalisierung sowie die integrierte Stadtentwicklung, in der die langfristigen Bedarfe und Mehrwerte der Wissenschaftsakteure und ihrer Kooperationsnetzwerke gezielt und strategisch angegangen werden. Die Strategischen Aktionsfelder umfassen daher sowohl thematische integrierte Living Labs, in der die Stadt und ihre Wissenschaftsund Innovationsnetzwerke die Herausforderungen der Twin Transition gemeinsam angehen (Energiewende, Digitale Transformation, KI und Mensch-Maschine-Interaktion, Soziale Innovation für die Twin Transition ), als auch übergreifende strategische Handlungsstränge (Vernetzte Talent Pipeline und Standortmarketing).
6.1 Energiewende Future Energy
Standortvoraussetzungen
Als Wissenschafts- und Innovationsstandort für die Energiewende verbindet Nürnberg ein breites
Portfolio in der Energieforschung ihrer Wissenschaftsinstitutionen, die sich zudem durch exzellente
Kooperation mit Unternehmen auszeichnen, mit gut etablierten Vernetzungsplattformen (wie der Energie Campus Nürnberg, der ENERGIEregion Nürnberg e.V. und der Wasserstoff-Metropolregion hy+), einer großen Bandbreite von energierelevanten Unternehmen sowie ehrgeizigen Energiezielen der Stadt und Metropolregion. Letztere sind zuletzt im Mai 2022 durch den Nürnberger Stadtrat im städtischen Klimaschutzfahrplan 2020 - 2030 verschärft worden.31 So verfolgt die Stadt Nürnberg die ambitionierten Klimaschutzziele einer Reduktion der CO2-Emissionen um 65% bis zum Jahr 2030, d.h. in nur 7 Jahren, sowie der Klimaneutralität der Stadtverwaltung bis zum Jahr 2035 sowie der Gesamtstadt bis spätestens zum Jahr 2040.
| über 71.000 Beschäftigten im Bereich Energie und Umwelt kann | |
|---|---|
| Nürnberg mit zahlreichen Unternehmen im Energiesektor, breiter interdisziplinärer Spitzenforschung | |
| und langjähriger Vernetzungserfahrung um den Energie Campus Nürnberg und die ENERGIEregion | |
| Nürnberg e.V. aufwarten. Der Klimapakt der Europäischen Metropolregion Nürnberg legt verbindliche | |
| Klimaschutzziele fest. Angestrebt wird eine Reduzierung der CO2-Emissionen für die gesamte | |
| Metropolregion Nürnberg bis 2050 um bis zu 95 Prozent. BMBF-gefördertes Leuchtturmprojekt ist der | |
| auf fünf Jahre angelegte | |
| der angestrebten Ziele. Parallel wurde bereits eine Reihe von Maßnahmen angestoßen, die auf die | |
| Umsetzung des Klimapakts abzielen, u.a. die Analyse Metropolregion als Energiewende |
31 Stadt Nürnberg (2020), Klimaschutzfahrplan Nürnberg 2020-2030, https://www.nuernberg.de/imperia/md/klimaschutz/dokumente/inhalt_klimaschutzfahrplan2020_v2.pdf.
renzregion , die Studie Wasserstoff in der Metropolregion
berg Analyse der Kompetenzen, Chancen und Herausforderungen oder das Projekt Clean Tech
petenz: Accelerator Kliman
Refe Nürn Kom
erprobt, wie unter Einbeziehung von Kommunen, Stadtwerken,
erinnen und Bürgern u.a. relevanten Akteuren, notwendige Maßnahmen der Energiewende in die
e gebracht werden können. Das Projekt basiert auf der Weiterentwicklung des regionalen
apakts, der fortgeschrieben wird. Zusätzlich soll die Mehrebenen-Governance der Metropolregion
Strukturen einer neuen Energie-Governance erweitert werden. In zwei Reallaboren werden
enfelder mit großer Hebelwirkung bei den CO2-Emissionen in den Fokus genommen. Im
und
esellschaftliche Organisationen hinsichtlich effizienter Maßnahmen informiert, vernetzt und die
, mit denen die
getische Sanierung von Wohngebäuden privater Eigentümerinnen und Eigentümer sowie auch
Nichtwohngebäuden befördert werden soll. Unterstützt wird die Arbeit in den Reallaboren zum
n durch eine sozialökologische Begleitforschung und zum anderen durch ein neu zu entwickelndes,
lationsgestütztes Beratungstool. Die strategische Handlungsnotwendigkeit auf städtischer und
opolitaner Ebene ist identifiziert. Wissenschaftsinstitutionen leisten wichtige Beiträge zum
Bürg Fläch Klim um Them
zivilg
ener von eine simu metr
Darüber hinaus setzt sich die Stadt Nürnberg seit mehr als einem Jahrzehnt tatkräftig dafür ein, die Energiewende mithilfe gezielter Netzwerkunterstützung zu adressieren. Pfeiler dieses Vernetzungsansatzes sind der Energie Campus Nürnberg die Kompetenz- und Clusterinitiative ENERGIEregion Nürnberg e.V. als regionale Vernetzungsplattform. Der Energie Campus Nürnberg steht für wegweisende Forschungsprojekte mit Innovation in angewandter Forschung und Wissensvermittlung in die Praxis. Die beteiligten Partner FAU TH Nürnberg, Hochschule Ansbach und Fraunhofer IIS und IISB, sind komplementär ausgerichtet und konnten insofern alle Bereiche von der Grundlagenforschung bis hin zur Anwendung in der Praxis abdecken. Vor allem dank der interdisziplinären Verknüpfung verschiedener Wissenschaftsbereiche, der damit möglichen gemeinsamen Durchdringung der Herausforderungen der Energiewende im Hinblick auf die Vielfalt von Nutzerperspektiven beschreitet der Energie Campus Nürnberg neue Wege. Auch hat sich die Verortung des Themengebiets an einem Standort mit verdichteter Expertise als Erfolgsrezept für Wissenschaftskommunikation und Unternehmensansiedelung erwiesen der Energie Campus Nürnberg hat insofern auch ein erfolgreiches Branding betrieben. Die infrastruktur- und kostenintensive Grundlagenforschung muss sich nunmehr im Anschluss an die letzte Förderphase ihre Forschungsmittel in anderen kompetitiven Verfahren sichern und dabei vor allem im nationalen und internationalen Forschungswettbewerb behaupten. Die primäre Rolle des Energie Campus Nürnberg liegt in einem Expertisehub, Innovationsbroker und Austauschplattform für Anwender/-innen in Unternehmen und öffentlichen Organisationen, für Start-ups und Nutzer/innen. Dieser Bedarf stellt sich angesichts der inzwischen prioritären Energiewende mit neuer Dringlichkeit. Neue strategisch wichtige Elemente der thematischen Standortentwicklung kommen dazu: die Entwicklung des Innovationscampus der TH Nürnberg auf dem ehemaligen AEG-Areal, die Ansiedelung eines Standorts des HI ERN (Helmholtz-Instituts für erneuerbare Energien Nürnberg Erlangen) sowie die Einrichtung eines auf Nachhaltigkeit ausgerichteten Gründungshubs NKubator, der durch die Stadt Nürnberg finanziert wird. Als erfolgreiche Kooperations-, Kolokations- und
Kommunikationsplattform ist der Energie Campus Nürnberg ein Standortvorzeigeprojekt und eine erfolgreiche Marke, auf das hervorragend aufgebaut werden kann. Die Mitglieder der Kompetenz- und Clusterinitiative ENERGIEregion Nürnberg e.V. decken thematisch die gesamte Energie-Wertsch pfungskette der Energieerzeugung, -verteilung und -speicherung in allen zentralen Anwendungsbereichen Mobilität, Gebäude und Produktion ab. Damit ist die ENERGIEregion Nürnberg auch für die Bearbeitung von Fragestellungen der Sektorenkopplung zwischen Strom, Wärme und Mobilität bestens gerüstet, die gerade auch im Energie Campus Nürnberg als Standortchance Nürnbergs gesehen wird. Das Service-Portfolio umfasst neben Austausch von Wissens- und Expertise auch Fördermittelberatung, Experten-vermittlung, Marketing, Kooperationsförderung und Interessensvertretung (siehe Abbildung 3).32 Abbildung 3: Angebote der ENERGIEregion Nürnberg e.V., (Quelle: Jahresbericht 2021)
Die Energiewende bildet auch einen international und national sichtbaren Forschungsschwerpunkt der FAU (Energiesysteme der Zukunft) inkl. der in Nürnberg verorteten Wirtschaftswissenschaften (WISO). Der dortige geht von der Tatsache aus, dass eine nachhaltige Transformation in ein klimaneutrales Energiesystem zu einer stärkeren Integration von Märkten verschiedener Energieträger führt. Der Fokus liegt insofern auf der Weiterentwicklung des Marktdesigns mit Marktanreizen für zentrale und dezentrale Entwicklungen, Koordination der Infrastrukturplanung in gekoppelten Energiemärkten sowie die Berücksichtigung von Unsicherheit und Risikoaversion bei Investitionsentscheidungen. Im Energie Campus Nürnberg und in der bundesweiten Öffentlichkeit wurde dieser Schwerpunkt besonders prominent repräsentiert durch Frau Prof. Veronika Grimm, die Vorsitzende der wissenschaftlichen Leitung des Energie Campus
32 Energieregion Nürnberg (2021), Jahresbericht, https://www.energieregion.de/die-energieregion/energieregionjahresberichte/.
Nürnberg war und als Mitglied des Sachverständigenrats ( ) eine führende Rolle bei der wissenschaftlichen Beratung für die Energiepolitik auf Bundesebene spielt. Für Nürnberg bietet der Fokus auf Sektorenkoppelung im Hinblick auf neue Energiesysteme im Hinblick auf Nürnberger Industrie, Dienstleistungssektor und städtische Bedarfe eine große Chance für Innovation und Profilierung des Standorts.
An der TH Nürnberg bündelt das Kompetenzzentrum Energietechnik als fachübergreifende Einrichtung wissenschaftlicher Expertisen aus den Bereichen Verfahrenstechnik, Maschinenbau, Versorgungstechnik, Werkstofftechnik, Chemie, Elektrotechnik, Bauingenieurwesen und Architektur, die gemeinsam und mit Partnern aus der Industrie an neuen technischen Lösungen zur effizienten Wandlung, Speicherung und Transport von Wärme, Kälte, Strom oder chemischen Energieträgern arbeiten. Die Schwerpunkte des Kompetenzzentrum Energietechnik, das intensiv mit KMUs kooperiert, liegen in der Erforschung von innovativen Systemen zur Wärme- und Kälteerzeugung und zur Abwärmenutzung, in der Entwicklung von optimierten Generatoren, Antriebssystemen, Batteriespeichern, Brennstoffzellen, Elektrolyse- und Elektrosyntheseverfahren, der dazugehörigen Leistungselektronik und Steuer- und Regelverfahren sowie der Entwicklung von energieeffizienten Gesamtsystemen aus Gebäude- und Anlagentechnik. Eine besondere Chance der Wissenschafts- und Innovationsprofilierung des Energie-Standorts Nürnberg bietet die Wasserstoffforschung und -wirtschaft, die sich im letzten Jahrzehnt herausragend entwickelt hat. Aufseiten der Wissenschaftsinstitutionen und Hochschulen ist an der FAU die Wasserstoffforschung im Rahmen des Forschungsprofilschwerpunkts Energiesysteme der Zukunft mit international und national sichtbarer Exzellenz vertreten. In enger Verbindung mit dem Helmholtz- Institut für Erneuerbare Energien sind Forschung, Technologietransfer und das Unternehmen Hydrogenious Technologies (ein Spin Off aus dem Energie Campus Nürnberg) national und international herausragend und inzwischen im In- und Ausland innovationstreibend, vor allem im Bereich der flüssigen organischen Wasserstoffträger (LOHC). Daraus ergeben sich Chancen für Startups und industrielle Innovation in Nürnberg und der gesamten Metropolregion (siehe unten). An der TH Nürnberg betreibt das H2Ohm angewandte Forschung an elektrochemischen und thermochemischen Energiesystemen entlang der Wertschöpfungskette von Wasserstoff und wasserstoffhaltigen Substanzen als Energieträger. Mit der Ohm Professional School werden Weiterbildungsangebote im Bereich Wasserstoff konzipiert und angeboten. Neben und wegen der erwähnten wissenschaftlichen Forschungsexzellenz wurde in der Metropolregion Nürnberg der zentrale Netzwerkknoten f r die bayerische Wasserstoffwirtschaft, das Zentrum Wasserstoff.Bayern (H2.B) mit dem dort angesiedelten Wasserstoffb ndnis Bayern, verortet. Es dient als Vernetzungs-, Wissens- und Technologietransferplattform f r Unternehmen und Forschungseinrichtungen in Bayern und koordiniert das Wasserstoffbündnis Bayern, mit mehr als 300 Akteurinnen und Akteuren aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik, welchen den Einsatz von Wasserstoff in der breiten Praxisanwendung vorantreiben soll. Insbesondere sollen nationale und internationale Demonstrationsprojekte auf den Weg gebracht werden. Im Jahr 2020 erarbeitete das H2.B ein Positionspapier zur bayerischen Wasserstoffwirtschaft, 2022 dann die Wasserstoff-Roadmap Bayern. Weitere Sichtbarkeit wird Nürnberg durch den im Jahr 2020 geschaffenen jährlich stattfindenden Hydrogen Dialogue der Messe Nürnberg zuteil, der sich ebenfalls durch die das H2.B in Nürnberg als wiederkehrende Vernetzungsplattform etabliert hat.
Auf regionaler Ebene bündelt die Plattform Wasserstoff-Metropolregion Nürnberg hy+ (www.hyplus.de) der ENERGIEregion Nürnberg die Kompetenzen, Akteure, Projekte und Aktivitäten zum Thema Wasserstoff in der Metropolregion und kooperiert mit Bildungspartnern von der Schulbildung zur Weiterbildung in Unternehmen. Die Wirtschaftsförderung Nürnberg unterstützt den Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft in Stadt und Metropolregion Nürnberg33. Herausragend ist jedoch die Standortchance, die sich für die Stadt mit der dynamischen Entwicklung des Nürnberger MAN-Standorts ergibt: Für die Fragen einer erfolgreichen Industrialisierung alternativer Antriebe wie dem batterie-elektrischen-Antrieb, der Brennstoffzelle oder dem Wasserstoffverbrennungsmotor werden Kooperationen von Wissenschaft, Großunternehmen, Mittelstand, Start-ups und öffentlicher Infrastrukturentwicklung (Ladestationen mit 20 Ladepunkten von 20 Megawatt, Hochspannungsleitungen etc.) benötigt. Der Campus Future Drive Line von MAN, FAU und TH Nürnberg auf dem Werksgelände von MAN mit hochwertig ausgestatteten Laboren und Prüfständen für Antriebssysteme für schwere Nutzfahrzeuge, ist bereits eine erfolgreich erprobte Kooperationsplattform zur Erforschung und Entwicklung nachhaltiger Systeme für wasserstoffbasierte und batterieelektrische Antriebe. Dies bietet eine Chance für die Ansiedelung von technologisch orientierteren Start-ups und Spin-offs nahelegen, deren Interaktion mit dem MAN- Innovationsquartier neue Potentiale bieten könnte. Gerade hier wäre ein enges Zusammenspiel zwischen MAN mit relevanten Instituten/ Professuren/ Forschungsgruppen der Hochschulen und Forschungsinstitute wertvoll, um neue Bedarfe und Chancen zu identifizieren und aufeinander abzustimmen. Dies gilt vor auch für die neue UTN, deren Campus in unmittelbarer Nähe des MAN- Werks entsteht. Die Frage neuer Antriebe und der damit verbundenen Transformationschancen und -risiken für die gesamte Automobilzuliefererindustrie wird in dem großen Verbundprojekt transform-EMN adressiert. Das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz geförderte Großprojekt (6,6 Millionen Euro) unterstützt bei der Entwicklung neuer Geschäftsideen und beim Technologietransfer und bietet . vom Forum Wirtschaft und Infrastruktur der Europäischen Metropolregion Nürnberg zusammen mit der IHK Nürnberg für Mittelfranken, dem Lehrstuhl für Fertigungsautomatisierung und Produktionssystematik (FAPS) der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, dem Fraunhofer-Institut für Integrierte Systeme und Bauelementetechnologie IISB und dem gewerkschaftsnahen IMU-Institut GmbH verantwortet und von der Wirtschaftsförderung Nürnberg fachlich geleitet.34 Die Einschätzung der Wettbewerbsvorteile des Standorts Nürnberg in der Energieforschung und Innovation durch die interviewten Expert/-innen betont zwar die Vielfalt und Breite der Aufstellung und die dichte Präsenz national und z.T. auch international sichtbarer Akteurinnen und Akteure, sieht aber bisher kaum herausragende Profileigenheiten, welche den Standort von anderen national deutlich abheben. Als Idee für eine zukünftige Profilierung wird zum einen, wie oben erwähnt, die Sektorkoppelung ins Feld geführt, welche integrierte Ansätze für die sonst nur unabhängig betrachteten Sektoren von Elektrizität, Wärme- (Kälte-)versorgung, Verkehr und Industrie zur Dekarbonisierung und optimierten Energieversorgung entwickelt35, sowie die Verbindung von Data
33 siehe https://wirtschaftsblog.nuernberg.de/2023/03/03/wasserstoff-studie-deckt-potenziale-in-dermetropolregion-nuernberg-auf/ 34 https://www.metropolregionnuernberg.de/service/presse/start-grossprojekt-transform-emn. 35 Sektorenkopplung wird definiert als Verbindung der Sektoren Strom, Wärme, Verkehr sowie des nichtenergetischen Verbrauch fossiler Rohstoffe (v. a. Chemie) über Energiespeicher und Energiewandler. Durch die
Science und KI mit Energiesystemen als Anwendungsdomaine (z.B. zur Optimierung von Netzwerken, Sensorik, Steuerungstechnik, Verteilung etc.) vorgeschlagen. Hier kommen Stärken des Standorts mit Potentialen der in der Anwendung noch weniger besiedelten Data Sciences zusammen. Der Nürnberger Standort umfasst hier ein breites Portfolio von Expertisen, vom Fraunhofer IIS am Nordostpark, über die WiSo mit ihrer Energiedatenexpertise im Zentrum der Stadt, sowie weitere Lehrstühle der FAU (Energieverfahrenstechnik und Leistungselektronik, aber auch im Bereich der KI, die gerade im Rahmen der High-Tech Agenda stark ausgebaut wurden), bis zur angewandten Forschung im Kompetenzzentrum Energietechnik der TH Nürnberg. Die gezielte Nutzung von Gründungsinitiativen im Umfeld des Campus Future Driveline36 in systematischer Verbindung mit den Universitäten und Hochschulen bietet weitere herausragende Standortentwicklungspotentiale für die Stadt Nürnberg.
SWOT Wissenschafts- und Innovationsstandort Energiewende /Nachhaltige Energiesysteme
| Stärken Starke Forschungslandschaft und dichtes Innovationsökosystem für Energiesystemtransformation Große Erfahrung mit multi-akteursbasierter interdisziplinärer Kooperation im Verbund von FAU, THN, Industrie, Stadt inkl. gemeinsame Nutzung von Infrastrukturen EnCN als Innovationshub und als Vorbild in der Wissenschaftskommunikation Breite vielfältige Talentpipeline an Hochschulen Nachhaltige Energiesysteme als großer Forschungsschwerpunkt der FAU mit entsprechend großer Anzahl von qualifiziertem Nachwuchs für die Region Helmholtz-Institut für Erneuerbare Energien Erlangen Nürnberg (HIERN) als Standortvorteil mit nationaler und internationaler Sichtbarkeit in der Energiewende Kompetenzzentrum Energietechnik der TH Nürnberg mit dichter Vernetzung mit KMU Gut etablierte Vernetzung der FAU und THN mit großen Unternehmen (Siemens) und großer Vielfalt an KMU Relevante internationale Messen verschaffen dem Innovationsökosystem internationale Sichtbarkeit (z.B. Hydrogen Dialogue der NürnbergMesse) | Herausforderungen Wenig Überblick bzw. größtenteils fragmentierte Außendarstellung der Kompetenzen am Standort, trotz Angebotsdichte, keine Darstellung der internationalen USP oder herausragenden Rankings Jenseits der Breite der Energieforschung und - industrie sind herausragende Profilmerkmale des Energiestandorts unklar Wenige Use Cases , Demonstrationsprojekte der Stadt in Kooperation von wissenschaftlichem und öffentlichem Transformationsbedarf |
|---|---|
| Chancen Großprojekt transform_EMN als Transformationsakzelerator für die Automobilzuliefererindustrie: Vorzeigekooperation zwischen Wissenschaft, Industrie, Stadt, Metropolregion und IHK Nürnberger Standort des HI ERN auf dem EnCN als Innovations- und Kooperationschance Weiterentwicklung des EnCN als multi-akteurbasierter Triple Helix- Innovationscampus (Wissensch., Unternehmen, Stadt) | Risiken Ausmaß der Infrastrukturinvestitionen für alternative Antriebe kann Entwicklung der alternativen Antriebe und Innovation behindern; staatliche Akteure spielen |
| Kopplung der unterschiedlichen Sektoren können elektrische Energieträger zur Dekarbonisierung der anderen | ||
|---|---|---|
| Sektoren genutzt werden. Siehe | Michael Sterner | , Ingo Stadler (Hrsg.): |
, Integration. 2. Auflage, Springer Verlag, Berlin Heidelberg 2017. 36 https://press.mantruckandbus.com/corporate/de/campus-future-driveline-man-forscht-gemeinsam-mithochschulen-an-den-antrieben-der-zukunft/
| Nutzung neuer Fördermittel für die Energiewende für Kooperations- und Verbundprojekte von Wissenschaft, Unternehmen und Stadt MAN-Wasserstoff Campus und Elektro-Antriebe als Chance für Kooperation und Ansiedelung von Spin-offs der Universität/ THN und vice versa Gute Voraussetzung für eine Profilierung bei der Sektorenkoppelung als Voraussetzung der Energiewende Gute Voraussetzung für eine Profilierung als Verbindung von Energiewende und KI, Energiesysteme als Anwendungsdomaine für KI und Data Science NKubator als Chance für thematisch gezielte Unterstützung von Netzwerkbildung, Venture Capital und Marktzugang für Spin-offs und Start-ups im Erneuerbare Energien/ Energiewende-Sektor Vorbildliche Wissenschaftskommunikation des EnCN und neue Kompetenzen des Zukunftsmuseums für partizipative Wissenschaftskommunikation bieten herausragende Chancen für Citizen Science und städtische Reallabore für nachhaltige Transformation Stadt als Living Lab der Energiewende | entscheidende Rolle, die durch Budgetknappheit beeinträchtigt werden kann Unzureichende öffentliche Investition in gemeinsame Gebäudeinfrastrukturen Starker Wettbewerb der Regionen und Städte um Führung in der Energiewende |
|---|
Strategische Maßnahmen
Nürnberg Future Energy Strategy Council und Denkfabrik zur Positionierung als Future Energy Hub Einrichtung eines Strategierats zur Positionierung des Standorts Nürnbergs, z.B. als Hub für Sektorenkoppelung und KI/Daten-basierte Energietransformation. Dieser sollte institutionelle Leitungsperspektive und breite fachliche Expertise verbinden und nicht nur langfristige Ziele sondern auch kurz- bis mittelfristige Handlungsempfehlungen für ein verschränktes Handeln von Wissenschaft, Unternehmen, Stadt, Nutzern festlegen. Auch neue Kompetenzbedarfe sollten gemeinsam gesichtet und erarbeitet werden. Dabei kann die Erfahrung des Energie Campus Nürnberg und der ENERGIEregion Nürnberg genutzt werden für die Profilierung des Standorts in der Sektorenkoppelung als Verbindung von Energiewende und KI, unter Nutzung der Verbindungen zwischen Hochschulen und Außeruniversitären Forschungseinrichtungen, Unternehmen und städtischen bzw. weiteren öffentlichen Akteurinnen und Akteuren. Zentrale Akteure: FAU (Universitätsleitung und ausgewählte Lehrstühle), THN (Hochschulleitung, Leitung Kompetenzzentrum ET und ausgewählte Prof., HI ERN, Fraunhofer IIS, Fraunhofer IISB, Energie Campus Nürnberg, ENERGIERegion Nürnberg, Josephs, NKubator, Stadt und Unternehmen.
Energiewende als KI-Anwendungsdomain Einrichtung eines Future Labs Systematische Profilierung der Schnittstelle von Wissenschaft, Unternehmensinnovation, betroffenen städtischen Dienststellen oder Beteiligungsunternehmen in Erneuerbaren Energien und KI / Data Science zur Definition gemeinsamer Profilchancen und Kooperationsmehrwert, Innovationsprojekte, Use Cases, Sichtung und Einwerbung von Multiakteur-basierten Verbund-Drittmitteln (EU, Bund, Land), Identifikation wettbewerbsrelevanter gemeinsamer Infrastrukturentwicklung oder -nutzung Zentrale Akteure: Fraunhofer IIS (Ada Lovelace Center), Energie Campus Nürnberg, ENERGIERegion Nürnberg, FAU, THN, UTN Stadt und Unternehmen.
Inno Hub Future Energy Systems: Wasserstoff und Energiespeicherung: Innovationsquartierentwicklung im Nürnberger Süden und Westen
Gemeinsame Sichtung von Innovationsbedarfen und Chancen im Zuge des Campus Future Driveline und des Ausbaus des EnCN als Innovationhub, in Kooperation zwischen Wissenschaft (HI ERN, FAU, THN, UTN,
Fraunhofer IIS), Unternehmen (z.B. MAN, Siemens Energy, ausgewählte KMUs), Start-ups / Spin-offs (z.B. aus ZOLLHOF und NKubator), Energie Campus Nürnberg, ENERGIEregion Nürnberg und Stadt.
Bildungsinitiative Nachhaltige Energiesysteme BNE (Bildung für Nachhaltige Entwicklung) Gemeinsame Identifikation von Bildungsbedarfen auf allen Bildungsebenen, fachlich und überfachlich (Schlüsselqualifikationen und Handlungskompetenzen), Ausbau/ Integration von projektbasiertem Lernen zur Förderung relevanter Handlungskompetenzen, Unterstützung zeitintensiver Challenge-Projekte in fachlich relevanten Bereichen: Schulen (unter Einbindung der FAU Lehrer:innenbildung, Nürnberger Schulen); Berufsschulen; Hochschulen: Redefinition benötigter Kompetenzprofile, Anpassung Schlüsselqualifikationen, Integration neuer Projektangebote in Koop. zwischen HS, Unternehmen, städtische Betriebe in Studiengängen Zentrale Akteure: Vizepräsidenten /-innen Lehre und ausgewählte Studiengangleiter/-innen von FAU, THN, UTN, sowie Unternehmen.
Verknüpfung der internationalen Messen in KI mit wissenschaftlichen Tagungen, Summer Schools Gezielte Koppelung von Messen und wissenschaftlichen Tagungen zur Stärkung des globalen Marketings der Region als Future Energy Systems Hub Zentrale Akteure: NürnbergMesse, Fraunhofer IIS, Leiter/-innen der Departments oder Schwerpunkte oder Kompetenzzentren Energietechnik von FAU, THN, UTN, HI ERN und relevante Start-ups (insbesondere aus dem NKubator).
6.2 Digitale Transformation, Maschinelles Lernen, Menschliches Handeln im digitalen Zeitalter Future Agency
Standortvoraussetzungen
Die Digitale Transformation von Industrie, Dienstleistungen und Gesellschaft ist so allgegenwärtig wie unabwendbar, so dass die Frage einer Standortpositionierung und -profilierung eine besondere Herausforderung darstellt. Als Hightech-, Industrie- und innovativer Dienstleistungsstandort hängt die Zukunft Nürnbergs in besonderem Maße von ihrer Fähigkeit ab, in Digitalisierung und Informationsund Kommunikationstechnologien (IKT) nicht nur Follower sondern Vorreiter zu sein. Nürnberg hat zu diesem Zweck - unter Mitwirkung der Stadtgesellschaft - eine Digitale Dachstrategie und Roadmap entwickelt, die auch Passagen zu Innovationsökosystemen sowie Wissenschaft und Forschung enthält. Allerdings beschränken sich diese auf die Betonung der offenen Innovation in kooperativen Netzwerken sowie der Bedeutung von Wissenstransfer an Hochschulen, auf eine kurze Darstellung einiger weniger Kernakteure und ausgewählter Beispiele, sowie die Formulierung eines Handlungsansatzes. Die Empfehlung, sich in der anwendungsorientierten Forschung über Digitalisierung und Nachhaltigkeit zu profilieren, entspricht dem hier vertretenen - Ansatz, lässt aber offen, in welchen Bereichen angesichts der Breite dieser Themenfelder diese Profilierung erfolgen soll. Weiterhin wird die Einrichtung von Reallaboren innerhalb des Nürnberger Stadtgebiets empfohlen, in denen die Erprobung nachhaltiger Lebens- und Wirtschaftsformen durch Bürger/-innen und Unternehmen wissenschaftlich begleitet und durch die Stadtverwaltung unterstützt werden soll.37
37 Stadt Nürnberg (2019), Digitale Dachstrategie/ Integriertes Stadtentwicklungskonzept (INSEK). Digitales Nürnberg. Teil 2: Roadmap Perspektiven für die Weiterentwicklung, S.42-44.
Die Hochschulen und Wissenschaftsinstitutionen Nürnbergs und der gesamten Metropolregion haben in den letzten Jahrzehnten den Ausbau der Informatik und Informations- und Kommunikationstechnologien stark vorangetrieben und auf regionale Bedarfe gezielt reagiert. In der Informatik und Elektro- und Informationstechnik ist die FAU mit jeweils 1350 und 2600 Studierenden ein großer universitärer Lehr- und Forschungsstandort mit einem breit aufgestellten international sichtbaren Forschungsschwerpunkt in Hochleistungsrechnen, Datenanalytik, Elektronik und digitale Transformation. Dieser reicht von Hardware-Grundlagen, über Informationstechnische Forschung und modernste Audio- und Videocodierung (Home of MP3), Datenanalytik, Big Data, Modellierung und Simulation komplexer Systeme, bis hin zu einer breiten Palette von wissenschaftsnahen und gesellschaftlichen Anwendungen (von atomaren Strukturen und Materialwissenschaften über Energiesysteme und digitaler Gesundheit und Mustererkennung in der medizinischen Diagnose). Im Bereich der KI arbeiten mehr als 60 Lehrstühle und Professuren von den Grundlagen und Embedded Systems bis zu den Anwendungen in der Fertigung, Digital Humanities und Gesundheit.38
Die Technische Hochschule Nürnberg zählt mit jeweils 630 und 700 Studierenden in Informatik und Elektro- und Informationstechnik zu den großen Hochschulen für angewandte Wissenschaften mit einem stark wachsenden Anteil an angewandter Forschung. Diese ist in den Kompetenzzentren für KI und Virtual Reality (OHM-UX) gebündelt und unterstützt gezielt die digitale Transformation in den KMU. Die neue gegründete UTN setzt in der KI ihren ersten Schwerpunkt und leitet mit dem international herausragenden Inhaber des Gründungs-Chair des Department Engineering eine international ausgerichtete Berufungs- und Rekrutierungspolitik ein. Alle drei Hochschulen profitieren von der HighTech Agenda Bayern mit entsprechenden neuen Professuren und Infrastrukturen. Fraunhofer IIS und IISB sind als Treiber der Digitalisierung und deren Überführung in Unternehmensinnovation weitere wesentliche Innovationsakteure, deren Innovation weltweit bekannt wurden (insbesondere MP3 bei Fraunhofer IIS). Mit dem Nationalen Leistungszentrum Elektroniksysteme (LZE) wurde vor wenigen Jahren ein neuer nationaler Leuchtturm in der Metropolregion etabliert39, welches nicht nur Anwendungen sondern auch Weiterbildung zur digitalen Transformation in die Unternehmen überführt. Das Ada Lovelace Center for Analytics, Data and Applications am Nürnberger Standort von Fraunhofer IIS schlägt die Brücke von der Angewandten Forschung in KI zur Industrie. 40 Dank der High Tech Agenda Bayern haben die FAU, die TH Nürnberg und die neu gegründete UTN in den letzten Jahren einen starken Ausbau der KI-Forschung und Ausbildung erfahren, der auch im Hinblick auf den Gesundheitssektor starke Wirkungen in der Region und in Nürnberg entfaltet. Die damit verbunden Potentiale sind z.T. noch zu sichten, bzw. werden sich erst mit dem Aufbau und der Integration der neuen Professuren entfalten. Sicher ist, dass nicht nur am Erlanger Standort der FAU, wo bereits ein neues Department den Fokus auf KI im Gesundheitssektor legt, auch Nürnberg im Bereich der Nutzung von KI im Gesundheitssektor einer dynamischen Entwicklung entgegensieht. Hierfür stehen vor allem das Nürnberger Klinikum (das zusammen mit der Paracelsus Medizinischen Universität Ärzte ausbildet) und die Nürnberg School of Health der TH Nürnberg (in Kooperation mit dem Klinikum) mit ihren Fokus auf Digital Health. Das Unternehmens- und Gründungsumfeld bietet neue Chancen, die strategisch genutz werden solltne.
38 https://www.ki.fau.de. 39 https://www.lze.bayern/ueber-uns/ 40 https://www.scs.fraunhofer.de/en/focus-projects/ada-center.html.
Ein sichtbarer erster Meilenstein der KI-Expansion im Gesundheitssektor ist der Digital Health Hub am ZOLLHOF Tech Incubator in Zusammenarbeit dem Medical Valley. Dessen Fokus liegt auf Digitalisierung im Gesundheitswesen. Themen wie Datenbanken zur Erfassung und Systematisierung von Gesundheits- und Krankheitsverläufen, Big Data und Artificial Intelligence zur Wissenserzeugung für die Prävention und Früherkennung von Krankheiten sowie IoT-Anwendung für die spielerische Aktivierung von Bürgerinnen und Bürgern zur gesundheitsförderlichen Betätigung stehen im Vordergrund. Das vom Bundesministerium für Wirtschaft geförderte Cluster führt Kompetenzen aus Wissenschaft und Wirtschaft zusammen und bietet Unterstützung bei der Akquisition von Fördermitteln, Beratung bei der Startup-Finanzierung, Beratung bei der Zulassung und Erstattung und Zugang zu einem aktiven Netzwerk aus Forschung, Wissenschaft und Industrie im Gesundheitsbereich. Technologien und Netzwerke mit international führenden Forschungseinrichtungen und Unternehmen aus der Medizintechnik werden unterstützt und auf das nächste Level gehoben. Neben der Organisation von unterschiedlichen Digitalisierungsmaßnahmen verschreibt sich das Ökosystem vor allem der Förderung junger Talente. Träger des Digital Health Hubs sind der ZOLLHOF Tech Incubator in Nürnberg, der Medizintechnik-Cluster Medical Valley in Erlangen und die Health Hackers Erlangen.41 Zu den unterstützenden Unternehmen gehören Adidas, Siemens Healthineers und die Nürnberger Versicherung. Auch die spätere Entwicklung eines Gesundheitscampus Nürnberg Nord könnte mit Gründungsinitiativen verbunden sein, deren Bedarfe anzudenken ist. Neben KI ist auch die sogenannte Extended Reality (XR) - XR steht dabei als Oberbegriff für Virtual Reality (VR), Mixed Reality (MR) und Augmented Reality (AR) - eine Zukunftstechnologie der IKT- Branche, die in der Metropolregion Nürnberg bereits von einer großen Anzahl an etablierten Unternehmen sowie Start-Ups, die XR eingesetzt und vorangetrieben wird. Das Netzwerk der Digitalwirtschaft NIK e.V., die Wirtschaftsförderung Nürnberg und die IHK Nürnberg für Mittelfranken haben deshalb bereits im Jahr 2017 das Unternehmensnetzwerk VR-NUE ins Leben gerufen. Die Mitglieder des VR-NUE treffen sich regelmäßig und haben bereits einige Aktivitäten in der Region wie den VR-Day 2018 oder den VR-NUE: Virtual Reality in Nürnberg 2019 im Rahmen des Nürnberg Digital Festivals durchgeführt, um den Einsatz der Technologie in der Öffentlichkeit bekannter zu machen. Das Business Innovation Center für Existenzgründungen und junge Unternehmen der Kreativwirtschaft - , welcher aus den oben erwähnten Aktivitäten hervorging. Angesichts dieser Konzentration von Lehre, Forschung, Technologietransfer und Vernetzung am Standort gilt die Metropolregion als einer der führenden IKT-Standorte Europas mit mehr als 100.000 Beschäftigten (mit großen namhaften Unternehmen wie DATEV oder Siemens und einer großen Vielfalt von IKT-getriebenen KMU und Startups). Umso mehr mag es überraschen, dass sich die Talentpipeline für Nürnberg zunehmend als Fachkräftemangel darstellt. Der Wettbewerb um Talente in Wissenschaft und Industrie nimmt zu, wird im nationalen Umfeld schärfer und wird sich in der Zukunft vermehrt auf internationale Märkte verlagern. An FAU werden in den relevanten Studienrichtungen bereits 6 MSc-ICT/DT/KI Studiengänge auf Englisch angeboten42, an der TH Nürnberg bisher keine, an der UTN startet der erste international MSc im Jahr 2023.
41Digital Health Hub: https://www.de-hub.de/die-hubs/nuernbergerlangen/; Medical Valley: https://www.medical-valley-emn.de/en/ ; Healthhackers Erlangen: https://www.healthhackers.de/verein/ 42 https://www.fau.eu/education/degree-programmes/international-degree-programmes/degree-programmestaught-exclusively-in-english/
SWOT Digitale Transformation und KI / Maschinelles Lernen
| Stärken Starke Forschungslandschaft von den Grundlagen zu den Anwendungen an FAU, Fraunhofer (IIS, IISB, Ada Lovelace Center) und LZW mit besonderer Stärke in der Unternehmenskooperation, Breite Talentpipeline an Hochschulen Gut etablierte Vernetzung der FAU und TH Nürnberg mit großen Unternehmen und KMU, breite Palette von kooperativen Digitalisierungsprojekten der Wissenschafts- institutionen mit der Industrie (Industrie 4.0) NIK als engagierte, gut genutzte Vernetzungsplattform für Digitale Transformation für Unternehmen und Wissenschaft, inkl. gemeinsame Projekte und Weiterbildung National sichtbare Gründerszene in DT/ICT/KI (umfangreiche Hochschulunterstützung für Entrepreneurship und Ausgründungen, ZOLLHOF Tech Incubator) National sichtbare XR-Techn./Forschung und Gaming Szene, inkl. erfolgreiche Verknüpfung von Technologischen und künstlerischen Kompetenzen (z.B. Leonardo-Zentrum) Exzellente Vernetzungs- und Wissenstransferformate (Josephs, IIS Showroom, Zukunftsmuseum, Digital Festival) Relevante internationale Messen verschaffen dem Digitalen Innovationsökosystem internationale Sichtbarkeit (Embedded World, it-sa SPS IPC) | Schwächen/ Herausforderungen Fehlender Überblick bzw. fragmentierte Außendarstellung der Kompetenzen am Standort, kein Mapping der Wissenschafts- und Innovationsstärken, der Angebotsdichte, internationalen USP, Rankings Fehlende gemeinsame Botschaft der Stärken des Lebensumfelds, der Vernetzungschancen vor Ort, der exzellenten Kooperation zwischen Hochschulen und Unternehmen zuhanden auswärtiger Interessenten in dem Bereich weiterer Nachholbedarf in der öffentlichen Verwaltung |
|---|---|
| Chancen Ausbau der KI und Datenwissenschaften an FAU, THN, UTN, inkl. Verbindung zwischen Energie und Gesundheit als Anwendungsdomains für KI und Data Science Digital Health Hub von ZOLLHOF Tech Incubator und Medical Valley Hervorragendes Portfolio der Hochschulen mit dem Fokus Denkfabrik, Hub für Fragen der Mensch-Maschine-Interaktion, Human Agency in a Digital Age, von Grundlagenforschung bis zu Anwendungen und Start-ups, Ventures Quadruple Helix-Bewusstsein der Notwendigkeit von Kooperation zwischen Stadt, Hochschulen, Unternehmen und Öffentlichkeit (daher nicht nur Triple sondern Quadruple Helix) wird durch Digitales Nürnberg und Strategie Industriestandort Nürnberg gefördert Verbindung des lebhaften Umfelds Sozialer Innovation-Umfeld und Social Entrepreneurship mit Digitalisierung Ausbau der internationalen Studiengänge Ausbau der internationalen Messen in KI und Verknüpfung mit wissenschaftlichen Tagungen, Summer Schools Ausbau der Verknüpfung von internationalen Stärken der Hochschulen mit internationalen Tagungen, Summer Schools und Messen im Bereich DT, Ind.4.0, Maschinelles Lernen, XR, in | Risiken Schwächung der Wettbewerbsfähigkeit im globalen Wettbewerb um Talente wg. Überbetonung des Wettbewerbs der Akteurinnen und Akteure gegeneinander in der Region (Kirchturmdenken statt globales Standortdenken) Fehlende Bereitschaft zur gemeinsamen Angebotsgestaltung, - abstimmung, -kooperation zugunsten internationaler Sichtbarkeit oder gemeinsamer Fördermitteleinwerbung Fehlende Personalkapazität an den Hochschulen wg. veralteter Kapazitätsregelung als Hindernis für projektbasiertes Lernen und Lehrinnovation Fehlende Personalkapazität in der Fachkräfte. |
Abstimmung mit städtischen Akteuren (inkl. hochschulkompatible Hotelangebote) Ausbau der bereits vorhandenen Projektbasierten Lehre in den Studiengängen mit Unternehmen, inkl. Challenge Projekte an FAU, THN, UTN Unterstützung der internationalen Rekrutierung durch Unternehmensnetzwerk (Berufseinstieg, Praktika) und Stadt (Standortmarketing), vernetzte Willkommensdienstleistungen Weiterbildungsangebote für Digitale Transformation der Hochschulen und wissenschaftlichen Institutionen sowie Digital Learning Experience Design-Expertise an UTN könnten als Nürnberg Digital Transformation Learning Hub für Unternehmen positionieren. Voraussetzung ist, dass vernetzt angeboten, beworben und das Angebot regional, national und international ausgebaut wird, um dem en Genüge zu leisten und die Attraktivität des Digital Hub Nürnberg sichtbar zu machen
Strategische Maßnahmen
Energiewende als KI-Anwendungsdomain Einrichtung eines Future Labs Systematische Profilierung der Schnittstelle von Wissenschaft, Unternehmensinnovation, relevanten städtischen Dienststellen oder Beteiligungsunternehmen in Erneuerbaren Energien und KI / Data Science zur Definition gemeinsamer Profilchancen und Kooperationsmehrwert, Innovationsprojekten, Use Cases, Sichtung und Einwerbung von Multiakteur-basierten Verbund- Drittmitteln (EU, Bund, Land), Identifikation wettbewerbsrelevanter gemeinsamer Infrastrukturentwicklung oder -nutzung
Digital Health als KI-Anwendungsdomain Future Health Care: Profilierung als Innovationshub für Gesundheitsmanagement der Zukunft Systematische Profilierung der Schnittstelle von Wissenschaft und Gesundheitsversorgung und - Dienstleistungsunternehmen, Definition gemeinsamer Profilchancen und Kooperationsmehrwert, von Innovationsprojekten und möglichen Fördermitteln, Entwicklung von Use Cases, Sichtung und Einwerbung von Multiakteur-basierten Verbund-Drittmitteln (EU, Bund, Land), Identifikation wettbewerbsrelevanter gemeinsamer Infrastrukturentwicklung oder -nutzung, multi-stakeholderbasierte Stadtentwicklung unter Einbezug von gegenwärtigen und zukünftigen Nutzungsbedarfen für Entwicklung eines dynamischen Innovationsquartiers im Norden Nürnbergs
Digital Skills Council Nürnberg Abstimmung der Bedarfe an grundständigen Studiengängen und Weiterbildungsangeboten, regionalen, nationalen und internationalen Fachkräfte- und Kompetenzbedarfen zwischen allen Hochschulen und Wissenschaftsinstitutionen in der Stadt/Metropolregion und in Unternehmen, um von kurzfristigen Bedarfen zum langfristigen Technologie-Foresight eine passgenaue komplementäre, z.T. kooperative Angebotspalette für Unternehmen und öffentliche Organisation anzubieten und deren Zukunftsfähigkeit zu stärken
Verknüpfung der internationalen Messen in KI mit wissenschaftlichen Tagungen, Summer Schools
Gezielte Koppelung von Messen und wissenschaftlichen Tagungen zur Stärkung des globalen Marketing
Denkfabrik Mensch-Maschine-Interaktion und Human Agency in Digital Age: Strukturierte, durch ein Tandem von Wissenschaftler/-innen und Unternhmensvertreter/-innen ko-moderierte Denkfabrik für Unternehmen und Hochschulen (Digital Humanities, Politik-, Rechtsund Wirtschaftswissenschaften/ -informatik, Datenwissenschaften, XR & KI, mit IT-Unternehmen im Hinblick auf Datenbasiertes menschliches Entscheidungsverhalten, Dienstleistungen der Zukunft, Haftung, Regulierung, Manipulationsrisiken, Verhaltenspsychologie im Zeitalter von datenbasierten Entscheidungen (big data, KI), Mensch-Maschine-Interface-Definitionen, digitalen Menschenrechten
Vernetztes/Gemeinsames Standortmarketing für den Digital Hub Nürnberg: (siehe 6.3) Multi-akteurbasiertes Marketing der Unique Selling Points der Stadt im Globalen Wettbewerb um IT-Talente, fachliches Kooperationsumfeld, städtisches Lebensumfeld / Vibes, relevante Gründerszene, Zugänglichkeit der Stadt für Zugezogene, Kulturelles Umfeld
Digitale Transformation im Öffentlichen Sektor (Gov Tech) Use Case Digitalisierung der Stadtverwaltung: Quadruple Helix-Großprojekt, d.h. als Kooperation zwischen Hochschulexperten/-innen, Unternehmen, städtischen oder anderen öffentlichen Organisationen sowie Bürgerschaft als Dienstleistungskunden; in PPP-Verbund unter Einbindung städtischer Experten und Expertinnen aus den Bereichen Weiterbildung und Personalentwicklung.
6.3 Nürnberg als Hub für Soziale Innovation: Wissenschaft im Quadruple Helix-Netzwerk als Future Lab der Gesellschaft Future Society
Standortvoraussetzungen
Nürnberg ist als Stadt seit jeher für seine soziale Innovationskraft angesichts seiner sozialen Herausforderungen bekannt. Breite zivilgesellschaftliche und städtische Bemühungen um sozialen Zusammenhalt, international sichtbarer Einsatz für Menschenrechte und zahlreiche schulische und hochschulische soziale Projekte machen aus Nürnberg, gerade vor dem Hintergrund seiner Geschichte, eine Stadt mit einer besonderen systematischen Aufmerksamkeit für die Zukunft und Nachhaltigkeit gesellschaftlichen Zusammenlebens, für die unveräußerlichen Rechte aller Menschen unabhängig von Herkunft, Glauben und Geschlecht. Als eine der deutschen Städte mit dem höchsten Ausländeranteil (18,6%) und Anteil von Personen mit Migrationshintergrund (48,2%) stellt sich die Frage der Vielfalt im städtischen Alltag von selbst. Ob sie jedoch als Quelle von Innovation, von Zusammenhalt und Bildungsgerechtigkeit entwickelt wird, liegt am Einsatz, an der Kooperationsfähigkeit, an datenbasierter Vorstellungskraft, die durch die Hochschulen untermauert und befruchtet werden kann. Leitlinien zur Integrationspolitik der Stadt N rnberg wurden vom Stadtrat im Jahr 2018 beschlossen und als zentrales kommunalpolitisches Thema identifiziert. Die Bewerbung Nürnbergs zur Kulturhauptstadt hat erneut den Einfallsreichtum der Zivilgesellschaft offenbart, Fragen der Zukunftsgestaltung der Gesellschaft, der städtischen Vielfalt und des Zusammenhalts auszuloten und mit neuen Formaten der Kooperation zu versehen. So ergibt
sich für die Stadt Nürnberg als Hochschu- und Wissenschaftsstadt die Frage, wie ihre Wissenschaft und deren lokalen Akteurinnen und Akteure diese profilgebende soziale Reflektions- und Handlungsdimension anregen, beflügeln und als Quelle der Transformation und Innovation nutzbar ft fungieren kann. Die folgenden Institutionen und Plattformen geben einen ersten Anhaltspunkt für die Vielfalt von Chancen für die Entwicklung neuer Formen städtischer Vernetzung zwischen Wissenschaft und Praxis in der Metropole Nürnberg im Hinblick auf die Gestaltung einer nachhaltigen Zukunft gesellschaftlichen und insbesondere städtischen Zusammenlebens und Zusammenhalts in einer immer vielfältigeren Gesellschaft: Als Stadt der Menschenrechte konzipiert, koordiniert und realisiert das kommunale Menschenrechtsbüro der Stadt Nürnberg seit dem Jahr 1997 ein breites und z.T. international sichtbares Portfolio von Menschenrechtsaktivitäten in Kooperation mit Partnerinnen und Partnern aus Politik, Stadtverwaltung und Zivilgesellschaft, mit UN und PEN, und zahlreichen Studierenden.43 Von
| g von Menschen, die eine Diskriminierungserfahrung gemacht haben, über die Auslobung | |
|---|---|
| des internationalen Menschenrechtskreises bis zur Menschenrechtsbildung und Demokratieförderung | |
| ibt es wohl keinen anderen Ort in Deutschland, in dem Fragen der Menschenrechte und des | |
| usammenlebens in Vielfalt so bewusst, explizit und systematisch gefragt und reflektiert werden wie | |
| n Nürnberg. Gerade die Entwicklung von Konfliktlösungsstrukturen in einer immer pluraler | |
| werdenden städtischen Gesellschaft steht dabei im Vordergrund des städtischen Auftrags. |
g Z i
| Nürnberger Menschenrechtszentrum e.V. (NMRZ) ist ein unabhängiger, gemeinnütziger Verein, | |
|---|---|
| der ausschließlich von der ehrenamtlichen Arbeit der aktiven Vereinsmitglieder getragen wird und sich | |
| n Nürnberg und von |
i internationaler Ebene für die Menschenrechte einsetzt. Das NMRZ von zahlreichen Wissenschaftlern/innen der FAU wissenschaftlich kontinuierlich begleitete Nürnberger Zentrum für Menschenrechte bietet einen nationalen wissenschaftlichen Reflektions- und Bildungsraum, welche Demokratie- und Menschenrechtsbildung und wissenschaftliche Forschung in Bezug auf Menschenrechte vorantreibt. Das Center for Human Rights Erlangen-Nürnberg der FAU widmet sich dieser Forschung. Im Rahmen des BarCamp Soziale Innovation der Evangelischen Hochschule Nürnberg tauschen sich seit einigen Jahren unterschiedliche Akteure aus sozialen Organisationen und Hochschulen in innovativen Formaten, loten neue Praktiken aus oder entwerfen diese sogar gemeinsam. Neue Formate der Gestaltung des städtischen Zusammenlebens in Vielfalt bildeten eines der drei Kernthemenbereiche der Nürnberger Bewerbung für die Europäische Kulturhauptstadt (3.Thema .44 Im Fokus standen soziale Perspektiven des Miteinanders, der kulturellen Vielfalt, der Nachhaltigkeit, neue Aushandlungsformate f r Diversit t und Transkulturalit t, Mehr- und Vielstimmigkeit unseres gemeinschaftlichen Zusammenlebens sollten entwickelt werden. Auch wenn die Wahl auf eine andere Stadt in der Endrunde fiel, sind die dort entwickelten Ideen doch Ausdruck der Gestaltungsenergie, Ideenvielfalt und des Willens zur vernetzten Reflektion, die auch durch wissenschaftliche, hochschulische, studentische Projekte weiterentwickelt, begleitet und animiert werden können.
43 https://www.nuernberg.de/internet/menschenrechte/menschenrechtsbuero.html. 44 https://www.metropolregionnuernberg.de/aktuelles/news/kulturhauptstadt-europas-2025-nuernbergveroeffentlicht-das-zweite-bewerbungsbuch
Die ConSozial ist die größte Fachmesse mit Kongress für die Sozialwirtschaft im deutschsprachigen Raum. Sie findet jährlich im Herbst in der NürnbergMesse statt. Die jährlich über 5000 Besucher/innen der ConSozial sind v. a. Führungs- und Fachkräfte aus sozialen Einrichtungen und Verbänden sowie Sozialverwaltungen, Lehrende aus dem Bereich der sozialen Berufe, Sozialwissenschaftler sowie Studierende und bietet damit eine herausragende Vernetzungsplattform für Akteure aus beruflicher Praxis und Wissenschaft im Bereich sozialer Innovation. Das Kompetenzzentrum Soziale Innovationen, Methoden und Analysen (KoSIMA) ist ein Cluster von Expertinnen und Experten aus den Bereichen Sozialwissenschaften, Wirtschaftswissenschaften und Informatik an der TH Nürnberg, welches Ergebnisse in der Form sozialer und wirtschaftlicher Innovationen in Öffentlichkeit, Politik und Unternehmen transferiert. Auch das Verbundkolleg Sozialer Wandel der TH Nürnberg mit der Universität Bamberg und anderen Hochschulen konzentriert sich auf die Gestaltung sozialen und gesellschaftlichen Zusammenlebens auf mikro-, meso- oder makrosozialer Ebene. Ausgehend von diesen und weiteren Chancen stellt sich die Frage nach dem Mehrwert und der Rolle, welche wissenschaftliche Akteure, Projekte, (Aus)bildung, Kommunikationsplattformen zum gelebten Wandel der Gesellschaft beitragen können und wie die Vernetzung eine neue Qualität der gemeinsamen Zukunftsgestaltung erreichen und zur Standortqualität nachhaltig beitragen kann.
Strategische Maßnahmen Das oben skizzierte reichhaltige zivilgesellschaftliche Engagement der Bürgerinnen und Bürger Nürnbergs für soziale Innovation in einer diversen Gesellschaft erweist sich gerade im Hinblick auf die Fokussierung der Wissenschaftsstadt auf die Twin Transition als strategische Chance. Eine nachhaltige Gestaltung unserer technologischen und ökologischen Zukunft kommt nicht ohne den Einbezug gesellschaftlicher Rahmenbedingungen und individuellen Entscheidungsverhaltens, d.h. ohne eine Reflektion ihrer Veränderung und der dafür benötigten Kompetenzen aus. Der oben beschriebene strategische Ansatz muss in seinem Zusammenspiel zwischen wissenschaftlichen Institutionen unternehmen städtischen Organisationen und Öffentlichkeit immer auch die soziale, politische, rechtliche und ethische Dimension der Twin Transition reflektieren und in Transformationsprojekte integrieren. Es sollte daher in allen oben und unten vorgeschlagenen strategischen Maßnahmen Handlungspfaden darauf geachtet werden, dass, neben technologischen und ökologischen Themen, Fragestellungen und Kompetenzprofilen, geistes- und sozialwissenschaftliche Fragestellungen, Expertisen und Kompetenzen in die Projektzusammenhänge integriert werden.
6.4 Hochqualifizierte Talente für Nürnberg: Standortvorteile ausbauen durch Triple Helix- Kooperation (Wissenschaftsinstitutionen, Stadt, Unternehmen) Talents for Future Impact
Standortvoraussetzungen Die Gewinnung qualifizierter Fachkräfte stellt eine der großen Herausforderungen wissensintensiver Unternehmen, Hochschulen und Wissenschaftsinstitutionen dar angesichts der demographischen Entwicklung mit bedrohlich wachsender Dringlichkeit. Für wissensintensive Unternehmen aber auch Nürnbergs Wirtschaft insgesamt wird die Fähigkeit, Talente zu gewinnen, wird den maßgeblichen Standortfaktor für eine Ansiedelung oder den Verbleib an einem Standort ausmachen. Auch für Hochschulen wird angesichts des demographischen Wandels in Deutschland in Zukunft vor allem die Rekrutierung internationaler Talente im Vordergrund stehen.
Die heutige Generation von Studierenden, jungen Wissenschaftlern/-innen und hochqualifizierten Fachkräften wird stark vom Streben nach Impact, nach Wirksamkeit und nach einem Beitrag zur Lösung dringlicher globaler Probleme getrieben. Die Möglichkeit, wissenschaftliche Erkenntnisse und Fähigkeiten zu nutzen, um nachhaltigen gesellschaftlichen, ökologischen oder technologischen Wandel zu bewirken, wird zum entscheidenden Standortvorteil von Hochschulen, Unternehmen, öffentlichen Organisationen als Gestaltungsräumen. Dabei nehmen motivierte und international mobile Studierende vor allem thematische Netzwerke, Gründungsunterstützung und Challenges als starke Attraktivitäts- Faktoren von Studienorten und Forschungsumgebungen wahrgenommen. Hochschulen weiten derartige Angebote aus, um Problemlösungs- und Handlungskompetenzen, Teamfähigkeit und interdisziplinäres Verständnis ihrer Studierenden zu befördern, aber auch um ihren Partnerinstitutionen in der Region zu helfen, konkrete Probleme niedrigschwellig zu lösen und talentierte motivierte Fachkräfte zu identifizieren. Vorbilder dieser international ausstrahlenden Challenges, die den Hochschulen und Standorten als Gestaltungsräume weltweite Sichtbarkeit verschafft haben, sind z.B. die Helsinki Aalto Design Factory aus Helsinki/Espoo, Innovation Space der TU Eindhoven45, die Tech Venture Challenge und Venture Labs der TUM46. Die beschriebene Impact-Orientierung der Studierenden und Nachwuchstalente von Wissenschaft und Industrie kommt dem oben beschriebenen strategischen Portfolio Nürnbergs sehr entgegen. Die starken Kompetenzen für die Twin Transition sowie die herausragende Stellung Nürnbergs als Standort gesellschaftlicher Innovation sind ideale Voraus -Standort und entsprechendes globales Branding. Auch an den Universitäten und Hochschulen wird die Impact-Orientierung seit Jahren gezielt vorangetrieben: So gehört die Förderung von Problemlösungs- und Innovationskompetenzen sowohl zu den Hochschulentwicklungszielen der stark Innovationsorientierten FAU als auch der TH Nürnberg und entspricht auch der Neu-Orientierung der Lehre an der neugründeten UTN. Gezielte Entrepreneurship-Förderung, Gründungsunterstützung und Challenge-basierte Seminare gibt es an der FAU wie der TH Nürnberg und sind zudem erklärtes strategisches Ziel ihrer European University Alliance (ENHANCE). Service Learning-Projekte und projektbasiertes Lernen werden auch an der THN grundlegend sein47. Auch das national sichtbare Leonardo-Projekt der TH Nürnberg, der Akademie der bildenden Künste Nürnberg und der Hochschule für Musik Nürnberg oder die Barcamps Soziale Innovation der Evangelischen Hochschule Nürnberg bieten Problemlösungsprojekte und Lern- und Innovationsräume für interdisziplinäre Teams verschiedener Institutionen. Die UTN will in ihrem innovativen Lernkontexten (Learning Experience Design), projektbasiertes interdisziplinäres Lernen und Forschen mit Kooperationen mit externen Organisationen verbinden. Schließlich wird die Problemlösungs- und Challenge-Orientierung auch in den neuen Kommunikations- und Ausstellungsformaten des Zukunftsmuseums und Josephs erlebbar, erfolgreich inszeniert und sinnvoll vernetzend in die breite Öffentlichkeit getragen. Die Impact-Orientierung ist damit an allen Hochschulen stark ausgeprägt. Die Interviews zur Positionierung der Wissenschafts- und Innovationsstadt Nürnberg haben einen breiten Konsens darüber offenbart, dass sich eine proaktive Rolle der Stadt Nürnberg als Wissenschafts- und Innovationsstandort gerade auch bei der Einwerbung und Integration von
45 https://www.tue.nl/en/education/tue-innovation-space/. 46 Technische Universität München, TUM Venture Labs, https://www.venturelabs.tum.de/en/venturelabs/home/. 47 https://www.th-nuernberg.de/forschung-innovation/transfer-und-kooperationen/kooperationen-mitgemeinnuetzigen-partnern/service-learning-engagiert-studiert/.
hochqualifizierten auswärtigen Talenten erweisen muss - entweder durch den Ausbau eigener Dienstleistungen oder die Förderungen von entsprechenden Vernetzungen der ansässigen Hochschulen und wissensintensiven Unternehmen. In jedem Fall wird die Vernetzung zwischen städtischen bzw. staatlichen Institutionen, Hochschulen bzw. Universitäten und Unternehmen in der müssen, diese Herausforderung zu meistern. Um ein vernetztes strategisches Handeln einzuleiten, bedarf es einer gemeinsamen Klärung der Standortvoraussetzungen, d.h. es sollten die unterschiedlichen Rekrutierungsbedarfe der Akteurinnen und Akteure, ihre diesbezüglichen Stärken, Schwächen und Potentiale identifiziert werden, eine gemeinsame Stärken-Schwächen-Analyse (SWOT) der Region in Bezug auf Talentgewinnung, jenseits der Fachkräfteinitiative, ausgerichtet auf hochqualifizierte oder hoch zu qualifizierende Talente vor allem aus dem Ausland, erarbeitet werden, die bestmöglichen Synergien zwischen den Akteurinnen und Akteuren identifiziert werden, um die Gewinnung von auswärtigen Talenten nach Nürnberg (Stadt und Metropolregion) zu erleichtern, auf der Grundlage der Initiativen der IHK48, aber konzentriert auf hochqualifizierte Zielgruppen in Kooperation mit den Hochschulen, ein gemeinsames Verständnis der Rollen der unterschiedlichen Akteurinnen und Akteure entwickelt werden, um derartige Synergien zu gewährleisten, gemeinsame Handlungspfade festgelegt werden, welche die Standortvorteile Nürnbergs als Wissens- und Innovationsmetropole und Gestaltungsraum für hochqualifizierte Talente aus dem In- und Ausland systematisch und langfristig ausbauen.
Strategische Maßnahmen
SWOT Internationale hochqualifizierte Talente Im Rahmen der systematischen Erarbeitung der gemeinsamen Standortvoraussetzungen (siehe oben) wird in einer vernetzten strategischen Talentinitiative für Hochqualifizierte festgestellt werden müssen, welche Standortfaktoren für eine Entscheidung auswärtiger (oder inländischer aber international orientierter) hochqualifizierter Talente (Studierende und Fachkräfte) für Nürnberg als Gestaltungsraum und Lebensumfeld wesentlich sind, wie sich diese je nach Zielgruppe unterscheiden, und wie wettbewerbsfähig Nürnberg diesbezüglich dasteht bzw. welche Potentiale es hat, diese maßgeblich auszubauen.
Ausbau der Welcome- und Integrationsservices Auf der Basis der SWOT-Analyse, welches auch die Welcome-Service-Angebotsstrukturen miteinbeziehen sollte, kann deren Ausbau (der von einzelnen Akteuren bereits lebhaft vorgetrieben wird) von Synergien durch gemeinsames Vorgehen und Vernetzung erheblich profitieren. Der gemeinsame Ausbau dieser Angebotsstrukturen sollte gemeinsam mit entsprechender Rollenverteilung festgelegt werden. Dazu gehören unter anderem: Erleichterter Visa Service (Modell IHK Firmenservice Internationale Fachkräfte49): Erweiterung auf andere Gruppen von Hochqualifizierten ausländischen Arbeitskräften und Wissenschaftler/-innen Dual Career Service (im größeren Netzwerk erleichtert)
48 IHK, Firmenservice Internationale Fachkräfte: https://www.ihknuernberg.de/de/Geschaeftsbereiche/Standortpolitik-und-Unternehmensfoerderung/fachkraefte/ihkfirmenservice-internationale-fachkraefte/.
Relocation Service for International Faculty and Professionals Leicht zugängliche soziale Anknüpfungsmöglichkeiten für Zugezogene Expat Welcome Service for International Faculty and Professionals Bezahlbarer Wohnraum, vor allem in urbanen Quartieren mit dynamischer Stadtkultur für junge Fachkräfte inkl. reservierte kurzfristige Mietobjekte für Zugezogene im ersten Jahr Dynamische kreative Stadtkultur (kulturelle Angebote, urbane Events, Cafés, Bars, Sportmöglichkeiten): erleichterter Zugang für nicht deutschsprachige Zugezogene Detaillierte englischsprachige zielgruppengerechte Information über relevante Angebote, Services und Anknüpfungsmöglichkeiten (aufbauend auf dem Welcome Package des Wirtschaftsreferats, zielgruppenspezifische Weiterentwicklung) Verbesserung der Internationalen verkehrstechnischen Anknüpfung.
Vernetztes und z.T. gemeinsames strategisches Standortmarketing, Aufbau gemeinsamer Rekrutierungspipelines: Gemeinsames Auftreten als Standort: Festlegung auf einige Leitthemen, die am Standort stark vertreten sind, Verknüpfung mit Beitrag zu globalen Herausforderungen (Global Impact Stories), Anchor-Unternehmen, Innovations-Highlights Nürnberg als wissenschaftsbasierter HighTechund Social Innovation Hub (Human Tech), Betonung relevanter kultureller Stärken (Gründungskultur, niedrigschwellige Kommunikation und Netzwerke, Kooperationsbereitschaft). Gegenseitige Nutzung von Flagship-Angeboten und Events zwischen Wissenschaftsinstitutionen, Unternehmen, Start-ups, Städtischen und weitere öffentliche Akteurinnen und Akteuren sowie NürnbergMesse zur Vermarktung des Wissenschafts- und Innovationsstandorts Auswahl und Konzentration auf bestimmte internationale Märkte, Netzwerke, Partnerstädte, Offshore Präsenzen oder Allianzen, bei denen die Rekrutierung von internationalen Talenten besonders vielversprechend erscheint und an denen sich die Akteure in ihren Rekrutierungsbemühungen gegenseitig unterstützen oder verstärken könnten.
Weiterentwicklung kooperativer Angebote im Hinblick auf internationale Wettbewerbsfähigkeit Aufbau eines gemeinsamen Nürnberg High Tech & High Social Impact Brand Auf Grundlage der SWOT (siehe oben) sowie der Erfahrungen internationaler Benchmarks können die Akteurinnen und Akteure miteinander ihre Studienangebote z.T. kooperativ ausbauen und/oder mit einem gemeinsamen global ausgerichteten Nürnberg-Brand vermarkten z.B. als High Tech for a better , welches wissenschaftlich-technologische Innovationsstandards mit maximaler Impact-Orientierung verbindet. So könnte zum einen die Impact-Orientierung der Studienangebote ausgebaut oder als Standortvorteil gezielt global vermarktet werden, z.B. im Rahmen von projekt-basierten Lernen und Challenge-Projekten in Kooperation mit Unternehmen oder öffentlichen Organisationen betreffen. Zum anderen könnte der erleichterte Zugang von Studierenden zur Industrie als Standortvorteil ausgebaut und global verstärkt vermarktet werden, z.B. über unternehmensbasierte Projektarbeit, Praktika, Berufseinstiegs-, Studienanschlussangebote an namhaften global ausgerichteten High- Tech Unternehmen, erleichterten Berufseinstieg nach Studium (inkl. entsprechende Aufenthaltserlaubnis); gemeinsame Angebotsgestaltung von Unternehmen und Hochschulen (neben wissenschaftsbasierten industrienahen dualen Studiengängen, Forschungsprojekte in Unternehmen Studierende, oder Ausweitung von PhD in Industry-Programmen).
Der Qualitätsruf der deutschen Industrie trägt als Standortvorteil erheblich zur Wettbewerbsfähigkeit der Universitäten und Hochschulen bei der Rekrutierung internationaler Studierender bei. Eine Verbindung dieses Rufs mit einer globalen Impact-Orientierung würde zu Nürnberg als Branding passen und die globale Sichtbarkeit der Stadt, der Metropolregion, ihrer Wissens- und Innovationsinstitutionen stärken.
Aufbau/ Ausbau eines international ausgerichteten, wissenschaftsbasierten, kooperativen Weiterbildungsangebots von Hochschulen, Forschungsinstituten mit Firmen, Nutzung eines gemeinsamen Nürnberg Brandings. Weiterbildung ist an den meisten deutschen Universitäten und Hochschulen bisher eher ein Nebenschauplatz. Einzelne Hochschul-Angebote könnten aber nationale und internationale Sichtbarkeit entfalten. Diese binden zumeist mehrheitlich externe Lehrpersonen aus Unternehmen und anderen Hochschulen ein und sind somit immer kooperativ zumeist auch unter starker Nutzung regionaler Netzwerke angelegt. Diese Vernetzungsgrundstruktur kann verstärkt auch in gemeinsamen Angebotsplattformen und Vermarktungen genutzt werden und evtl. auch durch ein gemeinsames Branding befördert werden.
Science for Impact Nürnberg Challenge Projects Gemeinsame Entwicklung motivierender, überregional und international sichtbarer Challenges als spannende Lern- und Gestaltungskontexte für fortgeschrittene Studierende und Promovierende und als wissenschaftsbasierte Lösungen für Problemstellungen regionaler Organisationen und Unternehmen , auf der Grundlage /als systematische Ausweitung der good practices von FAU, TH Nürnberg, der Kunsthochschulen und der künftigen Studienangebote der UTN, um Nürnberg als Standort zu markieren, an dem Studierende, Wissenschaftler/-innen und Wissensarbeiter/-innen den Wandel in Wirtschaft und Gesellschaft aktiv gestalten und wissenschaftliche Erkenntnisse und Methoden über disziplinäre, institutionelle und sektorielle Grenzen hinweg für die Lösung dringender Herausforderungen unserer Zeit einsetzen. Diese Challenges können in Kooperation mit externen Stakeholdern (Unternehmen, städtische und andere öffentliche Organisationen) entwickelt werden, im Hinblick auf die Positionierung Nürnbergs als globalen HighTech-High Impact-Standort (Standortmarketing), aber auch, um
- r und privatwirtschaftlicher Organisationen
bei der Bewältigung großer Herausforderungen (Energiewende, Mobilitätswende, Digitale Transformation etc.) auf lokaler Ebene zu lösen (Wissenstransfer), und um Wissenschaft als Ermöglichung greifbaren Wandels erlebbar zu machen (Wissenschaftskommunikation). Die folgenden (oder andere) Optionen könnten in Zukunft verfolgt werden: Die Themen könnten jährlich variieren und damit verschiedene große Themenbereiche umfassen (z.B. Energiesysteme der Zukunft, Mobilitätswende, Soziale Innovation und neue städtische Formen gesellschaftlichen Zusammenhalts). Die Challenges könnten wie in anderen nationalen und internationalen erfolgreichen Beispiele durchinszeniert werden. Die Beiträge der Kunsthochschulen und der FAU-Theaterwissenschaft könnte in diesem Zusammenhang auch im Hinblick auf Innovationskultur, Innovationsquartiere und Innovationsdeisgn spannend sein. Einzelne Nürnberg Impact Teams könnten als Problemlösungsteams Wirksamkeit und Sichtbarkeit erlangen. Die Problemlösungsprojekte könnten in Curricula eingebettet sein und mit Kreditpunkten honoriert werden.
Einige der Challenge-Projektergebnisse könnten in Start-up-Ideen und entsprechende Unterstützung münden. Ein Vorbild ist die Aalto Design Factory, die regelmäßig Prototypen und Start-ups hervorbringt. Eine Koppelung von Challenge-based Learning mit der Förderung von unternehmerischen Kompetenzen wird daher auch häufig praktiziert.
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__________________________________________________________________________________
Dr. Sybille Reichert
Bamberg, den 1.6.2023
StA/004/2023
Beratung Datum Behandlung Ziel
Ausschuss für Recht, Wirtschaft und 28.06.2023 öffentlich Gutachten
Arbeit
Stadtrat 19.07.2023 öffentlich Beschluss-Auflage
Betreff:
Wohnungs- und Haushaltserhebungensatzung - WoHausS
Anlagen: Satzung zur Änderung der Satzung über die Wohnungs- und Haushaltserhebungen der Stadt Nürnberg (WoHausS)
Sachverhalt (kurz):
Die Änderungen im Mietspiegelreformgesetz (MsRG) und der Mietspiegelverordnung (MsV), die im Sommer 2022 in Kraft getreten sind, haben umfassende und weitreichende Auswirkungen auf die Erstellung von Mietspiegeln. Da in Nürnberg die Erhebung der Daten für die Erstellung des qualifizierten Mietspiegels im Rahmen der großen Bürgerumfrage "Leben in Nürnberg" (Wohnungs- und Haushaltserhebung) erfolgt, muss auf die Auskunftspflicht für die Angaben zur Erstellung des Mietspiegels hingewiesen werden. Dies macht eine Änderung des § 3 der Satzung notwendig. Darüber hinaus erfolgen redaktionelle Anpassungen zur Form der Erhebung.
Noch offen, ob finanzielle Auswirkungen Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:
(→ weiter bei 2.)
Nein (→ weiter bei 2.)
Ja
Kosten noch nicht bekannt
Kosten bekannt
Gesamtkosten € Folgekosten € pro Jahr
dauerhaft nur für einen begrenzten Zeitraum
davon investiv € davon Sachkosten € pro Jahr
davon konsumtiv € davon Personalkosten € pro Jahr
Stadt Nürnberg Beschlussvorlage StA/004/2023
(mit Ref. I/II / Stk - entsprechend der vereinbarten Haushaltsregelungen - abgestimmt, ansonsten Ref. I/II / Stk in Kenntnis gesetzt) Ja Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:
2a. Auswirkungen auf den Stellenplan:
Nein (→ weiter bei 3.)
Ja
Deckung im Rahmen des bestehenden Stellenplans
Auswirkungen auf den Stellenplan im Umfang von Vollkraftstellen (Einbringung und Prüfung im Rahmen des Stellenschaffungsverfahrens)
Siehe gesonderte Darstellung im Sachverhalt
Ja Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:
- Diversity-Relevanz:
Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich: Ja
- Abstimmung mit weiteren Geschäftsbereichen / Dienststellen:
RA und DiP (verpflichtend bei Satzungen und Verordnungen)
Stadt Nürnberg Beschlussvorlage StA/004/2023
Gutachtenvorschlag:
Der Ausschuss begutachtet die Änderungen der beiliegenden Wohnungs- und Haushaltserhebungensatzung (WoHausS) und empfiehlt dem Stadtrat, den Änderungen an dieser Satzung zuzustimmen.
Beschlussvorschlag:
Entsprechend dem Gutachten des Ausschusses für Recht, Wirtschaft und Arbeit vom 28.06.2023 wird der Erlass der Satzung zur Änderung der Satzung über die Wohnungs- und Haushaltserhebungen der Stadt Nürnberg (WoHausS) beschlossen.
Anlage
Satzung zur Änderung der Satzung über die Wohnungs- und Haushaltserhebungen
der Stadt Nürnberg (WoHausS) vom 2. Oktober 1991 (Amtsblatt S. 350), zuletzt
geändert durch Satzung vom 11. Oktober 2017 (Amtsblatt S. 417)
Vom ........................
Die Stadt Nürnberg erlässt aufgrund des Art. 23 der Gemeindeordnung für den Freistaat Bayern (BayRS 2020-1-1), zuletzt geändert durch § 2 des Gesetzes vom 9. Dezember 2022 (GVBl. S. 674) und des Art. 23 des Bayerischen Statistikgesetzes (BayStatG) vom 10. August 1990 (GVBl. S. 270), zuletzt geändert durch Gesetz vom 23.06.2021 (GVBl. S. 349), folgende Satzung:
Art. 1
-
§ 3 Abs. 1 Satz 1 wird wie folgt gefasst: „Die Erhebungen werden bei einer repräsentativen Auswahl von Wohnungen, Haushalten und Personen durch persönliche, schriftliche oder elektronische Interviews durchgeführt.“
-
§ 3 Abs. 2 wird wie folgt gefasst: „Angaben zur Erstellung des Mietspiegels unterliegen gem. Art. 238 Abs.1 und 2 EGBGB der Auskunftspflicht. Weitere Angaben sind freiwillig.“
-
§ 3 Abs. 6 wird wie folgt gefasst: „Angaben über Gebäude und Wohnungen sowie von Kosten, die für die Aufstellung des Mietspiegels benötigt werden, können auch bei den Eigentümern oder Verwaltern der Gebäude und Wohnungen schriftlich, mündlich oder elektronisch erhoben werden. Gleiches gilt für Angaben, die zur Fortschreibung der Statistischen Gebäudedatei des Amts für Stadtforschung und Statistik dienen. Angaben zur Erstellung des Mietspiegels unterliegen gem. Art. 238 Abs. 1 und 2 EGBGB der Auskunftspflicht, weitere Angaben sind freiwillig.“
Art. 2
Diese Satzung tritt am Tag nach ihrer Bekanntmachung im Amtsblatt in Kraft.
OA/005/2023
Beratung Datum Behandlung Ziel
Ausschuss für Recht, Wirtschaft und 28.06.2023 öffentlich Gutachten
Arbeit
Stadtrat 19.07.2023 öffentlich Beschluss-Auflage
Betreff:
Vollzug des Ladenschlussgesetzes (LadSchlG)
Neuerlass der Verordnung über den Verkauf von Bäcker- und Konditorwaren an Sonn- und Feiertagen im Stadtgebiet Nürnberg (Bäcker- und Konditorwarenverkaufsverordnung –
BKVerkVO)
Anlagen: Bäcker- und Konditorwarenverkaufsverordnung in der abgelaufenen Fassung (Anlage 1) Entwurf der neuen Bäcker- und Konditorwarenverkaufsverordnung (Anlage 2)
Sachverhalt (kurz):
Nach § 12 Abs. 2 Satz 3 LadSchlG i. V. m. § 11 Nr. 2 der Delegationsverordnung können die Kreisverwaltungsbehörden die Lage der zugelassenen Öffnungszeiten für die Verkaufstellen für Bäcker- und Konditorenwaren unter Berücksichtigung der Zeit des Hauptgottesdienstes durch Rechtsverordnung festsetzen.
Die bisherige Bäcker- und Konditorwarenverkaufsverordnung ist durch Zeitablauf außer Kraft getreten. Der Inhalt der Verordnung bleibt unverändert.
Noch offen, ob finanzielle Auswirkungen Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:
(→ weiter bei 2.)
Nein (→ weiter bei 2.)
Ja
Kosten noch nicht bekannt
Kosten bekannt
Gesamtkosten € Folgekosten € pro Jahr
dauerhaft nur für einen begrenzten Zeitraum
davon investiv € davon Sachkosten € pro Jahr
davon konsumtiv € davon Personalkosten € pro Jahr
(mit Ref. I/II / Stk - entsprechend der vereinbarten Haushaltsregelungen - abgestimmt, ansonsten Ref. I/II / Stk in Kenntnis gesetzt) Ja Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:
2a. Auswirkungen auf den Stellenplan:
Nein (→ weiter bei 3.)
Ja
Deckung im Rahmen des bestehenden Stellenplans
Auswirkungen auf den Stellenplan im Umfang von Vollkraftstellen (Einbringung und Prüfung im Rahmen des Stellenschaffungsverfahrens)
Siehe gesonderte Darstellung im Sachverhalt
Ja Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:
- Diversity-Relevanz:
Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich: Ja Die Sonderöffnung an Sonntagen betrifft Verkaufstellen für Bäcker- und Konditorenwaren und keine Personen.
- Abstimmung mit weiteren Geschäftsbereichen / Dienststellen:
RA und DiP (verpflichtend bei Satzungen und Verordnungen)
Gutachtenvorschlag:
Der Ausschuss begutachtet die beiliegende Verordnung über den Verkauf von Bäcker- und Konditorwaren an Sonn- und Feiertagen im Stadtgebiet Nürnberg (Bäcker- und Konditorwarenverkaufsverordnung – BKVerkVO) und empfiehlt dem Stadtrat, diese Verordnung zu erlassen.
Beschlussvorschlag:
Entsprechend dem Gutachten des Ausschusses für Recht, Wirtschaft und Arbeit vom 28.06.2023 wird der Erlass der beiliegenden Verordnung über den Verkauf von Bäcker- und Konditorwaren an Sonn- und Feiertagen im Stadtgebiet Nürnberg (Bäcker- und Konditorwarenverkaufsverordnung – BKVerkVO) beschlossen.
Bäcker- und Konditor-
warenverkaufsVO
320.048
Verordnung über den Verkauf von Bäcker- und Konditor-
waren an Sonn- und Feiertagen im Stadtgebiet Nürnberg
(Bäcker- und Konditorwarenverkaufsverordnung -
BKVerkVO)
Vom 12. Dezember 1996 (Amtsblatt S. 564)
Die Stadt Nürnberg erläßt aufgrund von § 12 Abs. 2 Satz (2) Die Öffnungszeiten sind im jeweiligen Betrieb am 3 des Gesetzes über den Ladenschluß vom 28. Novem- Eingang deutlich sichtbar bekanntzugeben. Bei der Festber 1956 (BGBl. I S. 875), zuletzt geändert durch Gesetz legung der Öffnungszeit ist die Zeit des örtlichen Hauptvom 30. Juli 1996 (BGBl. I S. 1186), in Verbindung mit gottesdienstes zu berücksichtigen. der Verordnung über den Verkauf bestimmter Waren an Sonn- und Feiertagen vom 21. Dezember 1957 (BGBl. I S. 1881), zuletzt geändert durch Gesetz vom 30. Juli
§ 2
1996 (BGBl. I S. 1186) und § 4 Nr. 2 der Verordnung über Zuständigkeiten und Aufgaben auf dem Gebiet des Diese Verordnung tritt am Tage nach ihrer Bekanntma- Arbeitsschutzes und der Sicherheitstechnik vom 02. Auchung* im Amtsblatt der Stadt Nürnberg in Kraft und am gust 1994 (BayRS 805-2-A) folgende Verordnung: 31. Dezember 2016 außer Kraft. Mit dem Inkrafttreten dieser Verordnung tritt die Verordnung über den Verkauf von Konditorwaren an Sonn- und Feiertagen im Stadtge-
§ 1 biet Nürnberg vom 4. November 1993 (Amtsblatt S. 410)
außer Kraft. (1) In Verkaufsstellen, die Bäcker- und Konditorwaren herstellen, dürfen diese an Sonn- und Feiertagen im Zeitraum zwischen 8.00 und 17.00 Uhr während 3 Stunden * Tag der Bekanntmachung: 18.12.1996 abgegeben werden. Dies gilt nicht für den zweiten Weihnachts-, Oster- und Pfingstfeiertag.
______________________ 25. Nachtrag Januar 1997 1
Verordnung über den Verkauf von Bäcker- und Konditorwaren
an Sonn- und Feiertagen im Stadtgebiet Nürnberg
(Bäcker- und Konditorwarenverkaufsverordnung – BKVerkVO)
Vom .......................................
Die Stadt Nürnberg erlässt auf Grund von § 12 Abs. 2 Satz 3 des Gesetzes über den Ladenschluß in der Fassung der Bekanntmachung vom 2. Juni 2003 (BGBl. I S. 744), zuletzt geändert durch Art. 430 der Verordnung vom 31. August 2015 (BGBl. I S. 1474), in Verbindung mit der Verordnung über den Verkauf bestimmter Waren an Sonn- und Feiertagen vom 21. Dezember 1957 (BGBl. I S. 1881), zuletzt geändert durch Art. 3 des Gesetzes vom 30. Juli 1996 (BGBl. I S. 1186), in Verbindung mit § 11 Nr. 2 der Verordnung über die Zuständigkeit zum Erlass von Rechtsverordnungen vom 28. Januar 2014 (GVBl. S. 22), zuletzt geändert durch Verordnung vom 21. März 2023 (GVBl. S. 104), folgende Verordnung:
Inhaltsübersicht: § 1 Öffnungszeit § 2 Inkrafttreten
§ 1
Öffnungszeit
(1) In Verkaufsstellen für Bäcker- und Konditorwaren dürfen diese an Sonn- und Feiertagen im Zeitraum zwischen 8.00 Uhr und 17.00 Uhr während drei Stunden abgegeben werden. Dies gilt nicht für den zweiten Weihnachts-, Oster- und Pfingstfeiertag. (2) Die Öffnungszeiten sind im jeweiligen Betrieb am Eingang deutlich sichtbar bekanntzugeben. Bei der Festlegung der Öffnungszeit ist die Zeit des örtlichen Hauptgottesdienstes zu berücksichtigen.
§ 2
Inkrafttreten
Diese Verordnung tritt am Tag nach ihrer Bekanntmachung im Amtsblatt in Kraft.
DiP/009/2023
Beratung Datum Behandlung Ziel
Ausschuss für Recht, Wirtschaft und 28.06.2023 öffentlich Bericht
Arbeit
Betreff: twi.N City – Urbaner Digitaler Zwilling der Nürnberger Innenstadt (EU-Innenstadt-
Förderinitiative (REACT-EU))
hier: Ergebnisse, Perspektive und Vorschlag zum weiteren Vorgehen
Anlagen: Sachverhaltsdarstellung
Bericht:
Die Stadt Nürnberg wurde im Zeitraum 01.01.2022 bis 30.06.2023 im Rahmen der EU- Innenstadt-Förderinitiative im Operationellen Programm EFRE-IWB 2014-2020 Bayern, Maßnahmengruppe 7.5 (REACT-EU) als eine von 37 Gemeinden in Bayern mit Mitteln aus dem Wiederaufbaufonds der Europäischen Union zur Stärkung der Innenstadt gefördert. Mit den Mitteln wurde aus der Maßnahmenkategorie E „Erstellung einer lokalen Online-Plattform als digitaler Zwilling der Innenstadt“ das Projekt „twi.N City“ umgesetzt.
In einem interdisziplinären Projektteam bestehend aus dem Amt für Geoinformation und Bodenordnung, dem Amt für Digitalisierung und Prozessorganisation (Federführung) sowie der Wirtschaftsförderung Nürnberg unter Einbeziehung von Akteurinnen und Akteuren der Nürnberger City Werkstatt wurde im Projektzeitraum ein geodatenbasiertes Stadtmodell mit Besucherfrequenzdaten (u.a. Besucherfrequenzmessungen, Parkhausbelegung, anonymisierten Handydaten, ÖPNV-Daten) verknüpft sowie eine Daten-Visualisierung in Form eines Dashboards zur verwaltungsinternen Nutzung zur Evaluation und zukünftigen Planungsunterstützung von Innenstadtbelebungsmaßnahmen der Nürnberger City Werkstatt realisiert.
Auf Basis der Bedarfe und Erfahrungen aus twi.N City sollte als eine Perspektive die anwendungsfallbezogene Entwicklung eines Urbanen Digitalen Zwillings weiterverfolgt und dieser zukünftig als Bestandteil der stadtweiten Geoinformationsstrategie Berücksichtigung finden. Zur Vermeidung von Insellösungen und mangelnder Anschlussfähigkeit von Einzelprojekten, wie dies häufig bei einer rein anwendungsfallbezogenen Entwicklung der Fall ist, bedarf es als zusätzlichen Aspekt jedoch eines grundlegenden strategischen Konzepts für die Einführung sowie die Weiterentwicklung des Urbanen Digitalen Zwillings insbesondere hinsichtlich eines Geobasiszwillings und des notwendigen Technologie- und Infrastrukturausbaus. Beide Aspekte sollten für die weitere zukünftige Realisierung des Urbanen Digitalen Zwillings integriert behandelt und umgesetzt werden.
Noch offen, ob finanzielle Auswirkungen Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:
(→ weiter bei 2.)
Nein (→ weiter bei 2.)
Ja
Kosten noch nicht bekannt
Kosten bekannt
Gesamtkosten € Folgekosten € pro Jahr
dauerhaft nur für einen begrenzten Zeitraum
davon investiv € davon Sachkosten € pro Jahr
davon konsumtiv € davon Personalkosten € pro Jahr
(mit Ref. I/II / Stk - entsprechend der vereinbarten Haushaltsregelungen - abgestimmt, ansonsten Ref. I/II / Stk in Kenntnis gesetzt) Ja Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:
2a. Auswirkungen auf den Stellenplan:
Nein (→ weiter bei 3.)
Ja
Deckung im Rahmen des bestehenden Stellenplans
Auswirkungen auf den Stellenplan im Umfang von Vollkraftstellen (Einbringung und Prüfung im Rahmen des Stellenschaffungsverfahrens)
Siehe gesonderte Darstellung im Sachverhalt
Ja Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:
- Diversity-Relevanz:
Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich: Ja Urbane Digitale Zwillinge ermöglichen u.a. umfangreichere Partizipations- und Informationsmöglichkeiten und fördern damit Strukturen, welche die Chancengleichheit und Nichtdiskriminierung unterstützen
- Abstimmung mit weiteren Geschäftsbereichen / Dienststellen:
RA und DiP (verpflichtend bei Satzungen und Verordnungen)
Geo
WiF
Sitzung des Ausschusses für Recht, Wirtschaft und Arbeit vom 28.06.2023 110-10.59.10-14/14/3
twi.N City – Urbaner Digitaler Zwilling der Nürnberger Innenstadt (EU-Innenstadt-
Förderinitiative (REACT-EU))
hier: Ergebnisse, Perspektive und Vorschlag zum weiteren Vorgehen
I. Sachverhalt
1. Ausgangslage
Die Stadt Nürnberg wurde im Zeitraum vom 01.01.2022 bis 30.06.2023 im Rahmen der EU- Innenstadt-Förderinitiative im Operationellen Programm EFRE-IWB 2014-2020 Bayern, Maßnahmengruppe 7.5 (REACT-EU) als eine von 37 Gemeinden in Bayern mit Mitteln aus dem Wiederaufbaufonds der Europäischen Union zur Stärkung der Innenstadt gefördert. Mit den Mitteln wurde aus der Maßnahmenkategorie E „Erstellung einer lokalen Online-Plattform als digitaler Zwilling der Innenstadt“ das Projekt „twi.N City“ umgesetzt.
Das Projekt twi.N City bildet einen wichtigen Bestandteil bei der Umsetzung der Digitalen Dachstrategie der Stadt Nürnberg. In der „Roadmap“, dem zweiten Teil der Digitalen Dachstrategie, werden Themen und Maßnahmen aufgezeigt, die Nürnberg als digitale Stadt voranbringen. Anknüpfend an die „Roadmap“ bildet der Urbane Digitale Zwilling einen Grundstein für eine sektorenübergreifende Datenstruktur sowie der anwendungsorientierten Verknüpfung von bestehenden Modellen, Daten, Sensoren und deren Nutzung für komplexe Planungsszenarien.
2. Urbane Digitale Zwillinge als Hilfsmittel für die Stadtentwicklung
Hintergrund und Konzept eines Urbanen Digitalen Zwilling
Digitale Zwillinge sind im Allgemeinen aus Daten erstellte digitale Modelle realer Objekte – von Maschinen, Gebäuden, einer Stadt oder einer ganzen Region. Sie sind ein innovatives digitales Werkzeug zur Bewältigung der komplexer werdenden An- und Herausforderungen für eine multifunktionale Stadt, im Sinne einer Smart City. Mittlerweile entdecken immer mehr Städte und Regionen ihre Vorteile für sich: In visualisierten Stadtmodellen können verschiedenste Situationen analysiert, zukünftige Szenarien simuliert werden, ohne in die reale Welt einzugreifen. So können zum Beispiel Szenarien der Verkehrsplanung, Energieversorgung oder Stadtbegrünung virtuell getestet und ihre Auswirkungen auf Menschen und Umwelt analysiert werden. Urbane Digitale Zwillinge können ebenso als Informations- und Partizipationsplattform für Bürgerinnen und Bürger sowie als Planungsinstrument für die Verwaltung und zur Entwicklung von Städten und Regionen genutzt werden.
Ein Urbaner Digitaler Zwilling (UDZ) bezeichnet ein Konzept zur Organisation und Nutzbarmachung der vielfältigen Daten über die Stadt, ihrer physischen Bestandteile und logischen Strukturen sowie der beteiligten Akteure und ihrer Prozesse; also alle digitalen Ressourcen (umfassen verschiedenste Arten von Daten, aber auch Funktionalitäten wie Analysen, Simulationen und Visualisierungen) einer Kommune. Dabei spielen technische, organisatorische und rechtliche Aspekte eine Rolle. Ein instanziierter UDZ, konkret zur Erfüllung einer speziellen Aufgabe erstellter UDZ, ist eine zweckmäßige Zusammenstellung von digitalen Ressourcen einer Kommune. Dabei werden alle für seinen Zweck erforderlichen Aspekte der realen Welt digital repräsentiert und für Anwendungen sowie Nutzerinnen und Nutzer zugreifbar, analysierbar und visualisierbar gemacht.
Ziel ist es, auf der Grundlage der Beobachtung und Analyse des UDZ wesentliche Erkenntnisse über
den aktuellen Zustand der Stadt oder des Quartiers und ihre Entwicklung gewinnen zu können und
damit die Planung und Entscheidungsfindung zu unterstützen. Wesentliches Merkmal des Urbanen
Digitalen Zwillings ist der kontinuierliche Abgleich mit der realen Welt.
Die unterschiedlichen, anwendungsfallbezogenen UDZ basieren dabei, in Anlehnung an das CUT-
Projekt 1, auf den folgenden Kernelementen:
Geobasisinformationen
Geobasisinformationen sind die Grundlage eines Urbanen Digitalen Zwillings einer
datensouveränen Stadt. Sie definieren den Raumbezug, ermöglichen eine persistente,
fachübergreifende Informationsverknüpfung und schaffen damit einen eindeutigen
Interpretationsraum.
Fachdaten
Fachdaten sind anwendungsspezifische Daten von Fachanwenderinnen und -anwendern.
Haben diese einen Raumbezug, werden sie auch Geofachdaten genannt. Dabei geht es
beispielsweise um Informationen zu Bauvorhaben, zum Umweltschutz oder um demografische
Informationen.
Analyse
Analysewerkzeuge dienen zur Untersuchung und Interpretation von Daten. Analysen können
interaktiv durch Benutzende mittels Visualisierungen erfolgen, aber auch voll- und
teilautomatisch, z. B. bei Simulationen oder KI-gestützten Auswertungswerkzeugen.
Anwendungen
Anwendungen sind die Gesichter von Urbanen Digitalen Zwillingen. Über Schnittstellen
bereitgestellte Daten werden visualisiert und zur Mensch-Maschine-Interaktion angeboten.
Analysekomponenten können als fest integrierte Bestandteile oder als einzelne Komponenten
(z.B. Routing) in Anwendungen eingebunden werden.
Geobasiszwilling
Der Geobasiszwilling bildet den geodätischen Rahmen, also die verbindliche Grundlage für den
Raumbezug für alle Zwillingsinstanzen. Er umfasst die intelligente Vernetzung von
gebietsbezogenen Geobasisinformationen und berücksichtigt auch die Methoden zur
Datenanalyse. Durch diese konzeptionelle Weiterentwicklung werden Datensilos innerhalb der
Kommunen geöffnet und Geobasisdaten ganzheitlich gedacht.
3. Projekt twi.N City (EU-Innenstadt-Förderinitiative (REACT-EU))
Ausgangssituation – Maßnahmen zur Innenstadtbelebung
Nürnberg hat als Einkaufsstandort nach wie vor große Strahlkraft. Die Zunahme des Online- Einzelhandels und das deutlich veränderte Einkaufsverhalten insbesondere der jüngeren Generationen ist ein bundesweiter Trend, der auch Auswirkungen auf Nürnberg hat. Die Corona- Pandemie hat diesen Trend noch beschleunigt. Ziel zahlreicher Innenstadtmaßnahmen der Stadt Nürnberg ist daher die weitere Belebung und Attraktivitätssteigerung der Innenstadt als multifunktionaler Standort.
1 Connected Urban Twins (CUT) ist eines von 73 ausgewählten Smart Cities Modellprojekten. Mit dem Förderprogramm der Bundesregierung werden Städte und Kommunen dabei unterstützt, die Chancen von Digitalisierung im Sinne einer nachhaltigen Stadtentwicklung umzusetzen. Im Rahmen des CUT-Projekts entwickeln die Partnerstädte Hamburg, Leipzig und München gemeinsam Urbane Digitale Zwillinge für die Integrierte Stadtentwicklung.
Bei der Innenstadtentwicklung geht die Stadt Nürnberg innovative Wege – insbesondere mit der Nürnberger City Werkstatt. Sie ist eine gemeinsame Initiative der Stadt Nürnberg (Wirtschafts- und Wissenschaftsreferat) und der IHK Nürnberg für Mittelfranken zur Belebung der Nürnberger Innenstadt. Mit ihr wurde ein Format geschaffen, mit dem Akteurinnen und Akteure aus Einzelhandel, Gastronomie, Immobilienwirtschaft, Kultur, Hotellerie, Bildung und Wissenschaft die Innenstadtentwicklung selbst in die Hand nehmen. Agiert wird umsetzungsorientiert, wobei es ums Ausprobieren, die Schaffung von Prototypen und um „trial and error“ geht. Die Projekte reichen von Pop-up-Stores, also temporären Läden, der Belebung öffentlicher Plätze mit mobilen Grünelementen und Stadtmöbeln, einer Summer Street, bis hin zu einer digitalen Kampagne für die Innenstadtquartiere. Mit Hilfe der Web-App „Nürnberger Quartiere“ (quartiere-nuernberg.de) können Einheimische sowie Besucherinnen und Besucher unbekannte Ecken der Altstadt entdecken.
Um festzustellen, welche Projekte sich positiv auswirken und zur Erreichung der übergeordneten Ziele, wie der Belebung der Innenstadt, beitragen, sind genaue Daten und Analysemöglichkeiten notwendig. Diese fehlten aber bislang. Hier sollte das Projekt twi.N City Abhilfe schaffen.
Umsetzung und Ergebnisse des Projekts twi.N City
In einem interdisziplinären Projektteam bestehend aus dem Amt für Geoinformation und Bodenordnung, dem Amt für Digitalisierung und Prozessorganisation (Federführung) sowie der Wirtschaftsförderung Nürnberg unter Einbeziehung von Akteurinnen und Akteuren der Nürnberger City Werkstatt wurde im Projektzeitraum (01.01.2022 bis 30.06.2023) ein geodatenbasiertes Stadtmodell mit Besucherfrequenzdaten (u.a. Besucherfrequenzmessungen, Parkhausbelegung, anonymisierten Handydaten, ÖPNV-Daten) verknüpft sowie eine Daten-Visualisierung in Form eines Dashboards zur verwaltungsinternen Nutzung zur Evaluation und zukünftigen Planungsunterstützung von Innenstadtbelebungsmaßnahmen der Nürnberger City Werkstatt realisiert. (siehe Abbildung 1)
Abbildung 1: Illustrative Darstellung der technischen Umsetzung
Exemplarischer Ausgangspunkt für die Umsetzung und Erprobung des Projekts twi.N City war dabei das Nürnberger City Werkstatt Projekt „Summer Street“ Adlerstraße und die Fragestellung, wie eine datenbasierte Evaluation der Maßnahme ermöglicht werden kann.
Entsprechend der Nutzeranforderungen wurde die technische Realisierung in Form einer Datenvisualisierung auf Basis der Applikation „Dashboards“ der Firma ESRI, deren GIS-Technologie zentraler Bestandteil der Geodateninfrastruktur Nürnberg ist, umgesetzt.
Neben Diagrammen der jeweils einfließenden (Fach-)Daten ist eine 2D-Karte eingebunden, die einen räumlichen Überblick über die Untersuchungsbereiche und Standorte der Messstationen gibt. Zudem gibt es einen Zeitstrahl, mit welchem die restlichen Diagramme und Indikatoren verknüpft sind. Außerdem sind die einzelnen Diagramme und Indikatoren untereinander verknüpft. Durch diese Verknüpfungen ist eine simultane Selektion von Zeiträumen bzw. -punkten möglich.
Der Zeitstrahl gibt darüber hinaus Auskunft über die Zeiträume des Untersuchungsgegenstands, die Nürnberger City Werkstatt-Maßnahme Summer Street Adlerstraße.
Der interaktive Aufbau des twi.N City Dashboard ist als Auszug in Abbildung 2 dargestellt. Neben der dargestellten Ansicht ergeben sich für die verwaltungsinternen Benutzenden noch weitere Auswahl- und Darstellungsmöglichkeiten.
Abbildung 2: Aufbau des twi.N City Dashboards
Nutzung der twi.N City Projektergebnisse zur Evaluation von Innenstadtbelebungsmaßnahmen
Um herauszufinden, ob Innenstadtbelebungsmaßnahmen wie z. B. die Summer Street Adlerstraße der Nürnberger City Werkstatt, zu einer messbaren Belebung beitragen, wurden im Dashboard folgende Daten integriert:
Parkhäuser (SöR, ab 07.03.2022, täglicher Durchschnitt und tägliche (prozentuale) Auslastung) Passantenfrequenz im Adlerstraßenareal aus anonymisierten Handydaten (WHAT A LOCATION.io GmbH, ab 01.01.2019, aggregiert täglich) Verweildauer (WHAT A LOCATION .io GmbH, ab 01.01.2019, aggregiert monatlich (nach Personen, die 30-60min., 60-120min., 120-240min. und >240 min. bleiben) Aussteiger U-Bahn – Lorenzkirche und Weißer Turm (VAG, ab 01.01.2019, aggregiert täglich) Temperatur – Jakobsplatz (SUN, ab 21.10.2021, täglicher Durchschnitt) Niederschlag – Jakobsplatz, SUN, ab 21.10.2021, täglicher Durchschnitt)
Mit Hilfe des Dashboards kann damit gezeigt werden, wie sich die Passantenfrequenz sowie die Aufenthaltsdauern im Untersuchungsgebiet in verschiedenen Zeiträumen, z.B. während der Belebungsmaßnahmen und im Vergleich zu den Vor-Corona-Zeiträumen, entwickelt hat. Die detaillierten Auswertungen dazu werden derzeit vorgenommen. Neben der Passantenfrequenzen
stehen weitere Besucherzahlen grafisch aufbereitet im Dashboard bereit. So eignen sich beispielsweise auch die Parkhausbelebungsdaten oder die U-Bahn-Ausstiege gerade in Verbindung mit den Wetterdaten auch zur Analyse von Einzelevents wie z.B. dem Bardentreffen oder der langen Einkaufsnacht. Mit Hilfe des Dashboards kann man folglich auch den Erfolg solcher Events oder ähnlicher Veranstaltungen über die Zeit messen und vergleichen.
Fazit aus Sicht der Anwenderin
Das Fazit aus Sicht der Anwenderin, der Wirtschaftsförderung Nürnberg, lautet wie folgt: Mit Hilfe des Dashboards aus dem twi.N City Projekt erhält die Wirtschaftsförderung Nürnberg erstmals einen Blick auf wertvolle Daten zum Besucheraufkommen in der Innenstadt. Das Besondere dabei ist die Möglichkeit des Dashboards, sich die verschiedenen Daten simultan durch das einfache Navigieren über den Zeitstrahl anzeigen zu lassen. Damit erhält WiF erstmals einen Überblick über das Besucheraufkommen für die Maßnahmenzeiträume von Innenstadtmaßnahmen wie der Summer Street Adlerstraße aber auch jeden anderen frei wählbaren Zeitraum, seit welchem die einzelnen Daten zur Verfügung stehen.
Durch das Projekt twi.N City sammelt die Wirtschaftsförderung Nürnberg außerdem wertvolle Erfahrungen im Umgang und in der Interpretation von Passantendaten im Zusammenhang mit anderen Daten zur Innenstadt: Welche Daten zur Evaluation bestimmter Maßnahmen gibt es überhaupt und welche sind eher geeignet, welche eher ungeeignet? So kann zukünftig schon bei der Maßnahmenplanung die Evaluation mitgedacht werden und eine realistische Aufwandsabschätzung bezüglich einer hilfreichen Datenbeschaffung, -integration und -auswertung abgegeben werden.2
4. Ausblick und Perspektive für Urbane Digitale Zwillinge in Nürnberg
Im Zuge der Projektlaufzeit von twi.N City wurden bei der anwendungsfall- und nutzerzentrierten technischen Umsetzung des Dashboards wichtige neue Erkenntnisse im Umgang sowie in der Verarbeitung und Visualisierung heterogener georeferenzierter Datenquellen gesammelt, insbesondere da sich auch mit neuen Arten von Datenquellen beschäftigt wurde, z. B. anonymisierten Handydaten.
Auch bezüglich der Nutzung der vorhandenen Geodateninfrastruktur Nürnberg zur Umsetzung möglicher Anwendungsfälle eines UDZ konnten wichtige Erkenntnisse und Limitierungen im Rahmen des Projektes eruiert werden, welche einen wertvollen Beitrag für die weitere Ausgestaltung eines UDZ in Nürnberg liefern.
Mit dem Projekt twi.N City wurden erste wichtige Schritte anhand eines konkreten Anwendungsfalls für einen UDZ unternommen und im Rahmen von Workshops sowie Gesprächen mit Dienststellen und Geschäftsbereichen weitere Anwendungsfelder identifiziert, bei denen ein UDZ bei der Bewältigung der zunehmenden fachlichen Aufgaben helfen kann.
Auf Basis der Bedarfe und Erfahrungen aus twi.N City sollte als eine Perspektive die anwendungsfallbezogene Entwicklung eines UDZ weiterverfolgt und dieser zukünftig als Bestandteil der stadtweiten Geoinformationsstrategie Berücksichtigung finden.
Zur Vermeidung von Insellösungen und mangelnder Anschlussfähigkeit von Einzelprojekten, wie dies häufig bei einer rein anwendungsfallbezogenen Entwicklung der Fall ist, bedarf es als zusätzlichen Aspekt jedoch eines grundlegenden strategischen Konzepts für die Einführung sowie
2 Dafür stehen der Wirtschaftsförderung Nürnberg auch nach Projektende weiterhin die im Rahmen des Projekts beschafften versetzbaren passiv-infrarot-basierten Messgeräte zur Verfügung, welche im Sinne einer Weiterentwicklung derzeit bereits bei der Belebungsmaßnahme „Grüne Klara“ in der Klaragasse eingesetzt werden.
die Weiterentwicklung des UDZ insbesondere hinsichtlich eines Geobasiszwillings und des notwendigen Technologie- und Infrastrukturausbaus.
Beide Aspekte sollten für die weitere zukünftige Realisierung des UDZ integriert behandelt und umgesetzt werden.
II. Laufweg im DMS
| OE | Unterschrieben am | Unterschrieben von | Unterschriftenart | Bemerkung |
|---|---|---|---|---|
| DiP/Stab | 30.05.2023 | Schweikl, Stefan, Dr. | Kenntnisnahme | |
| DiP | 30.05.2023 | Franke, Bernd | Schlusszeichnen | In Vertretung von Hr. Dr. Latus |
| BDR | 05.06.2023 | Kuch, Olaf | Genehmigung |
Nürnberg, 30.05.2023 Amt für Digitalisierung und Prozessorganisation i. A.
gez. Franke (5 13 95) (Unterschrift liegt elektronisch vor)
Ref.VII/002/2023
Beratung Datum Behandlung Ziel
Ausschuss für Recht, Wirtschaft und 28.06.2023 öffentlich Bericht
Arbeit
Betreff: EU-geförderte Projekte der Stadt Nürnberg im Jahr 2022 und in der Förderperiode 2014 bis
Anlagen: Diversity-Check Sachverhalt Anlage 1: Übersicht der EU-geförderten Projekte (Fortschreibung) Anlage 2: Projekt-Steckbriefe nach Geschäftsbereichen
Bericht:
Der Bericht liefert eine Übersicht über die EU-geförderten Projekte der Stadtverwaltung im Jahr 2022 sowie in der Förderperiode 2014 bis 2020. Dazu werden die genutzten EU- Förderprogramme und Finanzvolumen dargestellt. Das jährliche Monitoring zeigt auf, welche Dienststellen EU-Projekte durchführen und dient der Transparenz der EU-Projektaktivitäten der städtischen Verwaltung.
Im Jahr 2022 wurden 41 EU-Projekte durchgeführt, die insgesamt ein Gesamtfinanzvolumen von gut 15,3 Millionen Euro umfassen. Davon sind rund 10,2 Millionen Euro EU-Fördermittel. Die Kofinazierung der Stadt Nürnberg liegt bei knapp 2,9 Millionen Euro. Somit generiert jeder von der Stadt Nürnberg eingesetzte Euro mehr als das Dreifache an EU-Mitteln. Die Mittel sind im Vergleich zum Vorjahr stark angestiegen: Gesamtvolumen plus 83 Prozent, EU-Fördermittel plus 79 Prozent.
In der Förderperiode 2014 bis 2020 wurden insgesamt 134 städtische EU-Projekte gemeldet. Diese hatten ein Gesamtfinanzvolumen von 24 Millionen Euro und es konnten knapp 14,7 Millionen Euro an EU-Fördermitteln akquiriert werden. Im Vergleich zur vorherigen EU- Förderperidoe 2007 bis 2013 hat sich für die Stadt Nürnberg das Kofinanzierungsverhältnis auf mehr als 3:1 verbessert (vorher: 2:1).
Noch offen, ob finanzielle Auswirkungen Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:
(→ weiter bei 2.)
Nein (→ weiter bei 2.)
Ja
Kosten noch nicht bekannt
Kosten bekannt
Gesamtkosten € Folgekosten € pro Jahr
dauerhaft nur für einen begrenzten Zeitraum
davon investiv € davon Sachkosten € pro Jahr
davon konsumtiv € davon Personalkosten € pro Jahr
(mit Ref. I/II / Stk - entsprechend der vereinbarten Haushaltsregelungen - abgestimmt, ansonsten Ref. I/II / Stk in Kenntnis gesetzt) Ja Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:
2a. Auswirkungen auf den Stellenplan:
Nein (→ weiter bei 3.)
Ja
Deckung im Rahmen des bestehenden Stellenplans
Auswirkungen auf den Stellenplan im Umfang von Vollkraftstellen (Einbringung und Prüfung im Rahmen des Stellenschaffungsverfahrens)
Siehe gesonderte Darstellung im Sachverhalt
Ja Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:
- Diversity-Relevanz:
Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich: Ja Einige EU-geförderte Projekte fokussieren eine bestimmte Zielgruppe. Damit ist eine Diversity-Relevanz gegeben (siehe Anlage).
- Abstimmung mit weiteren Geschäftsbereichen / Dienststellen:
RA und DiP (verpflichtend bei Satzungen und Verordnungen)
Diversity-Check Stadt Nürnberg
| Nr. | Prüffragen | Begründung / Bemerkungen | Bewertung | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1. | In welcher Weise wirkt sich das Vorhaben nach Einschätzung der Verwaltung auf unter- schiedliche Personen- gruppen aus? | relevant teilweise relevant nicht relevant | ||||
| 2. | Auf welchen nach den Diversity-Dimensionen differenzierten Daten, Informationen oder Schätzungen basiert das Vorhaben? | relevant teilweise relevant nicht relevant | ||||
| 3. | Kann das Vorhaben zur Gleichberechtigung / Gleichstellung und Chancengleichheit bei- tragen? | relevant teilweise relevant nicht relevant | ||||
| 4. | Welche Auswirkungen auf bestimmte Perso- nengruppen sind mit dem Einsatz öffentli- cher Mittel zu erwar- ten? | relevant teilweise relevant nicht relevant | ||||
| Gesamt- relevanz | relevant teilweise relevant nicht relevant |
EU-geförderte Projekte der Stadt Nürnberg im Jahr 2022 sowie in der Förderperiode 2014
bis 2020
Sachverhalt:
1. Monitoring der städtischen EU-Projekte
Jedes Jahr werden zahlreiche Projekte der Stadt Nürnberg durch Mittel der Europäischen Union (teil-)finanziert. Um eine Übersicht über diese Projekte zu erhalten, führt das Europabüro im Wirtschafts- und Wissenschaftsreferat ein jährliches Monitoring durch. Die Abfrage der EU- Projekte bei der Kernverwaltung sowie den städtischen Eigenbetrieben und 100 Prozent-Töchtern der Stadt Nürnberg1 wird durch die Europa-Ansprechpartnerinnen und -Ansprechpartner der Geschäftsbereiche unterstützt. Um eine Vergleichbarkeit über mehrere Jahre zu ermöglichen, werden jährlich die gleichen Kriterien abgefragt. Auch in diesem Jahr wurden alle Projekte, die mit EU-Fördermitteln finanziert wurden und im Jahr 2022 begannen, durchgeführt oder beendet wurden, erfasst.
Das vorliegende Monitoring enthält unter anderem Informationen zu Anzahl, Fördermitteln und Förderprogrammen der von den Dienststellen rückgemeldeten EU-geförderten Projekte des Jahres 2022.2 Wie in den beiden Vorjahren wurden erneut mögliche Auswirkungen der Corona- Pandemie auf die Projektdurchführung abgefragt.
Darüber hinaus enthält das Monitoring einen aktualisierten Überblick über die EU-Projekte der Förderperiode 2014 bis 2020, der erstmals 2021 im Ausschuss für Recht, Wirtschaft und Arbeit vorgestellt wurde. Denn in den Jahren 2021 und 2022 starteten noch zwanzig Projekte aus der vergangenen Förderperiode.
2. Ergebnisse für das Jahr 2022
Anzahl der Projekte
| Abb. 1: Anzahl der Projekte 2019-2022 | |
|---|---|
| 50 40 41 37 40 33 30 20 10 0 2019 2020 2021 2022 | |
| Quelle: Darstellung des Europabüros der Stadt | |
| Nürnberg, Daten aus den Geschäftsbereichen |
Für das Jahr 2022 wurden insgesamt 41 EUgeförderte Projekte der Stadt Nürnberg gemeldet. Dies ist ein leichter Anstieg im Vergleich zum Vorjahr (2021: 37 Projekte). Dieser ist durch die Überlappung von Projekten aus den zwei Förderperioden 2014 bis 2020 und 2021 bis 2027 zu erklären: Zum einen starten immer mehr Projekte aus der aktuellen Förderperiode 2021 bis 2027. Zum anderen fließen weiterhin Projekte aus der abgelaufenen Förderperiode 2014 bis 2020 in die Statistik ein. Das als letztes gestartete Projekt aus der Förderperiode 2014 bis 2020 endet erst am 31. Dezember 2025. Zusätzlich wurden einige Projekte aufgrund der Corona-Pandemie bis in das Jahr 2022 verlängert.
1 Noris Arbeit gGmbH, NOA.kommunal GmbH, noris inklusion gGmbH, Städtische Werke Nürnberg GmbH, NürnbergStift Service GmbH, Stadion Nürnberg Betriebs GmbH, Klee-Center GmbH Existenzgründerzentrum, wbg Immohold Verwaltungs-GmbH. 2 Das Monitoring umfasst nur die EU-Projekte, die von den Dienststellen gemeldet wurden und erhebt daher keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit.
Für die Folgejahre ist mit einem leichten Rückgang der Anzahl der EU-Projekte zu rechnen. Grund dafür ist, dass es im Programm Erasmus+ wesentliche Änderungen in der Förderstruktur gibt. Bisher mussten Einrichtungen jede Mobilität (zum Beispiel einen Schüleraustausch) einzeln beantragen, sodass diese jeweils einzeln in die Statistik eingingen. Ab 2021 besteht für Einrichtungen nun die Möglichkeit sich einmalig für einen mehrjährigen Zeitraum akkreditieren zu lassen. Dies ist eine erhebliche Erleichterung für die Einrichtungen, senkt den administrativen Aufwand und bietet eine langfristige Planungssicherheit. In der Statistik werden die akkreditierten Einrichtungen dadurch aber nicht mehr mit mehreren Einzelprojekten für die jeweiligen Mobilitäten (also einzelne Schüler- oder Klassenaustausche) auftauchen und somit verringert sich die Gesamtanzahl der Projekte. Bisher sind zwei allgemeinbildende Schulen (Johannes- Scharrer Gymnasium, Sigena-Gymnasium), drei berufliche Schulen (B 6, B 8, B 10) sowie das Amt für Berufliche Schulen erfolgreich akkreditiert.
Zu beachten ist grundsätzlich, dass durch die Europäische Union geförderte Maßnahmen meist eine Laufzeit von mehreren Monaten haben und nicht an Kalenderjahre gebunden sind. Eine Abgrenzung von Projekten auf Kalender- oder Haushaltsjahre kann daher nicht erfolgen. In Abbildung 1 kann es folglich teilweise zu Überlappungen mit Bestandsaufnahmen der Vorjahre kommen. Anlage 1 stellt deshalb eine Übersicht der einzelnen EU-Projekte und deren Laufzeiten dar. Weitere Details zu den einzelnen Projekten des Jahres 2022 können den Steckbriefen in Anlage 2 entnommen werden.
Finanzierung
Bei der Finanzierung gibt es im Vergleich zum Vorjahr einen beträchtlichen Anstieg. So erhöhte sich das Gesamtvolumen der EU-Projekte um 83 Prozent auf gut 15,3 Millionen Euro im Vergleich zu 8,4 Millionen Euro im Vorjahr. Rund 10,2 Millionen Euro stammen im Jahr 2022 direkt von der Europäischen Union (Anstieg um 79 Prozent im Vergleich zu 2021). Die EU-Fördermittel werden ergänzt durch 0,4 Millionen Euro vom Freistaat Bayern und 1,7 Millionen Euro vom Bund. Der Kofinanzierungsanteil der Stadt Nürnberg liegt dabei insgesamt bei 2,9 Millionen Euro. Die 0,1 Millionen Euro sonstige Kofinanzierung (zum Beispiel Teilnahmegebühren) vervollständigen die Gesamt-Projektfinanzierung (siehe Abbildung 2).
| Abb. 2: Gesamtvolumen und Finanzierungsanteile der gemeldeten EU-Projekte | |
|---|---|
| in den Jahren 2021 und 2022 (in Millionen Euro) | |
| 15,3 16 2021 2022 14 12 10,2 10 8,4 8 5,7 6 4 2,9 1,7 1,6 2 0,3 0,4 0,7 0,1 0,1 0 | |
| Quelle: Darstellung des Europabüros der Stadt Nürnberg, Daten aus den Geschäftsbereichen |
Hervorgerufen wird der Anstieg durch mehrere neu gestartete Projekte mit relativ hohen Fördersummen. 2022 fällt die Gesamtbilanz damit außerordentlich erfreulich aus: Städtische Investitionen in EU-Projekte werden mit dem mehr als Dreifachen an EU-Fördermitteln aufgestockt. Ergänzt mit den weiteren Mitteln von Bund, Land und sonstiger Kofinanzierung werden die städtischen Haushaltsmittel sogar mehr als verfünffacht.
In den Folgejahren bleibt abzuwarten, ob diese positive Entwicklung ungebrochen fortgesetzt werden kann. Abhängig wird dies von der Anzahl der neu eingeworbenen EU-Projekte sein, da 2022 einige EU-Projekte mit hohem Finanzvolumen beendet worden sind.
EU-Förderprogramme
Die insgesamt 41 städtischen EU-Projekte verteilen sich auf zehn EU-Förderprogramme (siehe Abbildung 3; die schraffierten Flächen kennzeichnen Förderprogramme aus der aktuellen Förderperiode 2021 bis 2027), wobei die bereits erwähnte Überlappung von Projekten aus den Förderperioden 2014 bis 2020 und 2021 bis 2027 zu berücksichtigen ist. Spitzenreiter im Jahr 2022 ist förderperiodenübergreifend erneut der Europäische Sozialfond (ESF) mit 18 geförderten Projekten, wobei fünf Projekte aus der neuen Förderperiode ab 2021 resultieren.3 Das Erasmus+- Programm für Bildung und Jugend unterstützt 2022 insgesamt 13 städtische Projekte. Der Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds (AMIF) kommt an dritter Stelle (drei Projekte). Im EFRE und in Horizont 2020 werden jeweils zwei Projekte durchgeführt. Durch den EHAP, das EU- Förderprogramm Europa für Bürgerinnen und Bürger (EfBB) und die „spezifische Haushaltslinie der EU-Kommission“ werden jeweils ein Projekt gefördert.
| Abb. 3: EU-Projekte der Stadt Nürnberg nach EU-Förderprogrammen, | |
|---|---|
| Anzahl an Projekten, n=41 | |
| Horizont 2020 EHAP EfBB spez. Haushaltslinie 2 1 1 EU-Kommission 1 EFRE (2014-2020) 2 ESF 13 AMIF 3 Erasmus+ (2021-2027) 6 ESF+ 5 Erasmus+ (2014-2020) 7 | |
| Quelle: Darstellung des Europabüros der Stadt Nürnberg, Daten aus den Geschäftsbereichen |
3 In der Förderperiode 2021 bis 2027 hat der ESF+ eine neue Struktur: Der bisherige ESF, der bisherige Europäische Hilfsfonds für die am stärksten benachteiligten Personen (EHAP), die Jugendbeschäftigungsinitiative (YEI) und die Maßnahmen für Beschäftigung und soziale Innovation (EaSI) werden unter einem Dach zusammengefasst. Daher werden diese Projekte in der Statistik alle unter dem ESF+ geführt.
Der Blick auf die Finanzierungsanteile der Programme zeigt jedoch eine etwas andere Verteilung (siehe Abbildung 4). Mit über 46 Prozent vereint der ESF förderperiodenübergreifend fast die Hälfte aller EU-Fördermittel auf sich. Dabei kommen rund 93 Prozent der Mittel vom ESF-Bund (sieben Projekte) und etwa 7 Prozent der Mittel vom ESF-Land (elf Projekte) (siehe Abbildung 5). Während das Bundesprogramm umfangreichere Projekte fördert, handelt es sich beim bayerischen ESF vor allem um kleinere Projekte im Bildungsbereich.
| Abb. 4: EU-Projekte der Stadt Nürnberg nach EU-Förderprogrammen, | |
|---|---|
| Anteil an EU-Fördermitteln (in Prozent), n=41 | |
| EfBB EHAP spez. Haushaltslinie 0,2% 1,7% EU-Kommission 0,4% Horizont 2020 18,7% ESF 24,4% EFRE (2014-2020) 4,3% AMIF ESF+ 12,5% 22,0% Erasmus+ (2021-2027) 9,0% Erasmus+ (2014-2020) 6,7% | |
| Quelle: Darstellung des Europabüros der Stadt Nürnberg, Daten aus den Geschäftsbereichen |
| Abb. 5: Differenzierung in ESF-Bund und ESF-Land, | ||
|---|---|---|
| Anzahl an Projekten und Aufteilung der ESF-Mittel in Prozent, n=18 | ||
| Anzahl der ESF-Projekte Aufteilung der ESF-Mittel ESF (Land) ESF+ (Bund) 3 6% ESF+ (Land) ESF (Land) ESF+ (Bund) 1% 9 46% ESF (Bund) 4 ESF (Bund) ESF+ (Land) 47% 2 | ||
| ESF+ (Bund) 3 ESF (Land) 9 ESF (Bund) 4 ESF+ (Land) 2 | ESF (Land) 6% ESF+ (Land) ESF+ (Bund) 1% 46% ESF (Bund) 47% | |
| Quelle: Darstellung des Europabüros der Stadt Nürnberg, Daten aus den Geschäftsbereichen |
Horizont 2020 fördert zwar nur zwei Projekte, nimmt jedoch trotzdem knapp ein Fünftel (18,7 Prozent) der gesamten EU-Fördermittel ein. Dicht dahinter folgt Erasmus+: Obwohl 13 Projekte gefördert werden, vereinen diese nur knapp 16 Prozent der gesamten EU- Fördermittel. Die Fördersummen für Erasmus+-Maßnahmen fallen häufig vergleichsweise gering
aus, da sie zum Beispiel die Mobilität von Einzelpersonen bezuschussen (zum Beispiel Schüleraustausche). Der AMIF macht 12,5 Prozent aus. Ergänzt wird die Statistik durch Mittel aus dem EFRE (4,3 Prozent), dem EHAP (1,7 Prozent), der spezifischen Haushaltslinie der Europäischen Kommission (0,4 Prozent) und dem EfBB (0,2 Prozent).
Verteilung nach Geschäftsbereichen
Die Verteilung nach Geschäftsbereichen zeigt ein ähnliches Bild wie 2021. Die Hälfte aller EUgeförderten Projekte der Stadt Nürnberg finden im Referat für Schule & Sport statt (siehe Abbildung 6). Dabei handelt es sich unter anderem um geförderte Deutschklassen sowie Lernund Mobilitätsprojekte an Nürnbergs (beruflichen) Schulen. Darauf folgt das Referat für Jugend, Familie und Soziales, das inklusive der NOA zehn Projekte betreut. Auch im Geschäftsbereich Kultur, im Geschäftsbereich Wirtschaft und Wissenschaft sowie im Geschäftsbereich des Oberbürgermeisters finden mehrere Projekte statt.
| Abb. 6: EU-Projekte der Stadt Nürnberg nach Geschäftsbereichen, | |
|---|---|
| Anzahl an Projekten (n=41) und Anteil an EU-Fördermitteln (in Millionen Euro) | |
| Anzahl an Projekten Anteil an EU-Fördermitteln 25 3,0 2,77 21 2,20 20 2,0 15 1,50 1,19 1,25 10 0,84 5 5 1,0 5 3 2 3 0,36 1 1 0,14 0 0,0 | |
| Quelle: Darstellung des Europabüros der Stadt Nürnberg, Daten aus den Geschäftsbereichen |
| 25 21 20 15 10 5 5 5 3 2 3 1 1 0 | 3,0 2,77 2,20 2,0 1,50 1,19 1,25 0,84 1,0 0,36 0,14 0,0 |
|---|---|
| Quelle: Darstellung des Europabüros der Stadt Nürnberg, Daten aus den Geschäftsbereichen |
Internationalität
Die Internationalität der Projekte blieb im Vergleich zum Vorjahr konstant: 14 Projekte finden in Kooperation mit internationalen Partnern statt (Vorjahr 12 von 37 Projekten). In einigen Programmen ist eine Zusammenarbeit mit Projektpartnern aus einem oder mehreren Mitgliedstaaten der Europäischen Union obligatorisch. Die Anzahl der internationalen Projektpartner variiert dabei stark zwischen einem und 29 Partnern.
| Abb. 7: EU-Projekte mit nationalen | |
|---|---|
| und internationalen Partnern, | |
| Anzahl der Projekte, n=41 | |
| international 14 national 27 | |
| Quelle: Darstellung des Europabüros der Stadt | |
| Nürnberg, Daten aus den | |
| Geschäftsbereichen |
27 Projekte haben keine internationalen Projektpartner beziehungsweise Projektpartner aus Deutschland (siehe Abbildung 7).
Auswirkungen der Corona-Pandemie
Aus gegebenen Anlass wurden 2022 nochmals eventuelle Auswirkungen der Corona-Pandemie auf Durchführung, Laufzeit und Finanzierung von Projekten abgefragt. Ergebnis ist, dass auch ein Teil der für 2022 geplanten europäischen Mobilitäten wieder abgesagt oder verschoben werden mussten. Allerdings konnten auch einige Maßnahmen nachgeholt werden, die in den Vorjahren nicht stattfinden konnten. Positiv ist weiterhin, dass trotz geänderter oder abgesagter Projektaktivitäten kein finanzieller Nachteil entsteht. Zudem haben einige Einrichtungen ihre Erfahrungen aus den ersten Corona-Wellen genutzt und waren somit besser vorbereitet.
3. Ergebnisse für die Förderperiode 2014 bis 2020
Die europäische Fördermittelandschaft ist in siebenjährigen Förderprogrammen und Fonds organisiert, die im mehrjährigen Finanzrahmen der EU festgelegt sind. Da 2021 und 2022 noch weitere Projekte aus der bereits abgelaufenen Förderperiode 2014 bis 2020 starteten, wird an dieser Stelle noch einmal ein aktualisierter Überblick gegeben.
Insgesamt wurden zwischen 2014 und 2020 nun 134 EU-Projekte bei der Stadt Nürnberg durchgeführt. Das Gesamtvolumen lag bei 24 Millionen Euro, wobei die EU-Fördermittel knapp 14,7 Millionen Euro betrugen (siehe Abbildung 8). Die Ko-Finanzierung der Stadt Nürnberg betrug 4,6 Millionen Euro. Somit wurde jeder eingesetzte städtische Euro im Vergleich zu den EU- Fördermitteln mehr als verdreifacht.
| Abb. 8: Gesamtvolumen und Finanzierungsanteile der gemeldeten EU-Projekte | |
|---|---|
| in den Jahren 2014 bis 2020 (in Millionen Euro) | |
| 30,0 24,0 25,0 20,0 14,7 15,0 10,0 4,6 5,0 2,9 1,5 0,3 0,0 Gesamtvolumen EU-Fördermittel Fördermittel Fördermittel Kofinanzierung Sonstige Land Bayern Bund Stadt Nürnberg Kofinanzierung | |
| Quelle: Darstellung des Europabüros der Stadt Nürnberg, Daten aus den Geschäftsbereichen |
EU-Förderprogramme
Die insgesamt 134 städtischen EU-Projekte wurden über die Förderperiode verteilt aus elf verschiedenen EU-Förderprogrammen und -fonds (ko-)finanziert (siehe Abbildung 9). Der ESF ist mit 70 Projekten am häufigsten vertreten, gefolgt von 40 durch Erasmus+ geförderte Projekte. Dies zeigt sich auch in der Aufteilung nach Anteil an EU-Fördermitteln. 43 Prozent der Mittel
stammen vom ESF und etwas über 15 Prozent der Mittel von Erasmus+. Jedoch wird auch deutlich, dass Fördersummen und -umfang von Projekten der verschiedenen Programme sehr unterschiedlich sind. Obwohl die Anzahl der vom AMIF (fünf Projekte) oder durch Horizont 2020 (drei Projekte) geförderten Projekte sehr gering ist, umfassen beide Töpfe jeweils einen Anteil von mehr als zehn Prozent der gesamten EU-Fördermittel. Der Trend der vorherigen Förderperiode setzt sich damit fort: Der ESF fördert die meisten Projekte und stellt den höchsten Anteil an EU- Fördermitteln zur Verfügung.
| Abb. 9: EU-Projekte der Stadt Nürnberg nach EU-Förderprogrammen, | |
|---|---|
| Anzahl an Projekten, n=134 | |
| Horizont 2020 EfBB EFRE 2014-2020 Interreg 3 2 2 1 COSME EHAP 1 3 AMIF 5 spez. Haushaltslinie EU-Kommission 7 ESF 70 Erasmus+ (2014-2020) 40 | |
| Quelle: Darstellung des Europabüros der Stadt Nürnberg, Daten aus den Geschäftsbereichen |
| Abb. 10: EU-Projekte der Stadt Nürnberg nach EU-Förderprogrammen, | |
|---|---|
| Anteil an EU-Fördermitteln (in Prozent), n=134 | |
| EFRE (2014-2020) Interreg COSME 3,0% 2,0% 0,0% EfBB 0,2% Horizont 2020 14,1% ESF 43,0% EHAP 9,6% AMIF 11,3% spez. Haushaltslinie EU-Kommission Erasmus+ (2014-2020) 1,5% 15,2% | |
| Quelle: Darstellung des Europabüros der Stadt Nürnberg, Daten aus den Geschäftsbereichen |
Verteilung nach Geschäftsbereichen
Die Verteilung nach Geschäftsbereichen bei der Stadt Nürnberg summiert die Verhältnisse der einzelnen Jahre. Das Referat für Schule und Sport trägt mehr als die Hälfte der Gesamtanzahl an EU-Projekten bei (siehe Abbildung 11). Auch das Referat für Jugend, Familie und Soziales (mit NOA) war sehr erfolgreich und verzeichnet insgesamt 30 Projekte. Darauf folgt der Geschäftsbereich Kultur, dessen Projekte vor allem vom Bildungscampus Nürnberg umgesetzt wurden.
| Abb. 11: EU-Projekte der Stadt Nürnberg nach Geschäftsbereichen, n=134 | |
|---|---|
| OBM 2 BDR 1 Kultur 13 Schule & Sport 75 Jugend, Familie und Soziales 21 Planung & Bau 2 Wirtschaft & Wissenschaft 11 NOA 9 0 10 20 30 40 50 60 70 80 | |
| Quelle: Darstellung des Europabüros der Stadt Nürnberg, Daten aus den Geschäftsbereichen |
4. Fazit
Das Monitoring der EU-geförderten Projekte der Stadt Nürnberg zeigt ein sehr positives Ergebnis, sowohl für die gesamte Förderperiode 2014 bis 2020 als auch für das Jahr 2022. Besonders erfreulich ist das Verhältnis der von der Stadt Nürnberg eingesetzten Haushaltsmittel zu den erhaltenen EU-Fördergeldern. Im Schnitt können die eigenen Mittel mehr als verdreifacht werden und das bereits seit einigen Jahren.
Der Mehrwert von EU-Projekten ist aber nicht nur finanzieller Natur: Die Corona-Pandemie und die völkerrechtswidrige Invasion Russlands in die Ukraine haben die Bedeutung internationaler Kooperationen und des Austauschs mit anderen (internationalen) Akteuren abermals verdeutlicht. Darüber hinaus profitiert die Stadtverwaltung von einem fachlichen Erfahrungsaustausch und Know-how-Transfer. Die Steckbriefe in Anlage 2 zeigen die Vielfalt der EU-Projekte in der Stadtverwaltung.
Positiv ist ebenso die hohe Kontinuität bei einem Großteil der beteiligten Dienststellen und den Projektformaten, die in einer stetigen Professionalisierung und Festigung bei der Arbeit mit EU- Fördergeldern resultiert. Dies gilt beispielsweise für den Geschäftsbereich Schule und Sport, in dem regelmäßig durch Erasmus+ geförderte EU-Projekte durchgeführt werden und bei dem bereits viele Projekte aus der neuen Förderperiode angelaufen sind. Auch der Geschäftsbereich Jugend, Familie und Soziales (inklusive der Noris-Arbeit gGmbH) setzt seit vielen Jahren erfolgreich EU-Projekte um und erschließt neue EU-Fördermöglichkeiten.
Mit Blick auf die angelaufene EU-Förderperiode 2021 bis 2027 sind dies gute Startbedingungen. Die neuen EU-Förderprogramme bieten vielfältige Fördermöglichkeiten für Kommunen. Zudem kommt der lokalen Ebene eine immer größer werdende Rolle bei der Umsetzung von politischen Zielen der Europäischen Union zu, was sich zum Teil bereits in der Ausgestaltung der EU- Förderprogramme widerspiegelt.
Erfreulicherweise wurden die ersten Projekte aus der neuen EU-Förderperiode bereits bewilligt, weitere Anträge sind geplant. Es ist für die Zukunft zu empfehlen, dass die Stadt Nürnberg die EU-Fördermöglichkeiten weiter und verstärkt für sich nutzt. Gerade bei den zukunftsträchtigen Themen wie Klimaschutz, Mobilität und Digitalisierung finden sich in den EU-Programmen auch immer wieder Chancen für Kommunen. Es wäre daher begrüßenswert, wenn noch mehr Dienststellen einer Beteiligung an EU-Projekten erwägen würden.
Das Europabüro der Stadt Nürnberg hat über das Arbeitsteam Europa, das vom Europabüro koordiniert wird und in dem jeder Geschäftsbereich mit einer EU-Ansprechperson vertreten ist, bereits über die vielfältigen neuen EU-Förderprogramme informiert und einzelne Geschäftsbereiche zu EU-Fördermöglichkeiten beraten.
ÖÖ
Anlage 2
EU-geförderte Projekte
der Stadt Nürnberg
im Jahr 2022
Projekt-Steckbriefe
(Quelle: Projektverantwortliche der Ämter und Dienststellen)
Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis
- Städtische EU-Projekte ..................................................................................................... 4 1.1. Geschäftsbereich des Oberbürgermeisters .............................................................. 4 BLEIB in Nürnberg / „Flüchtlinge in Beruf und Ausbildung“ ........................................ 4 IKÖK - Interkulturelle Öffnung in Kommunen ............................................................. 6 Flüchtlinge nachhaltig in Bildung, Ausbildung und Arbeit begleiten - Teilvorhaben Integrationsrat Nürnberg (FiBA+ Integrationsrat Nürnberg) ........................................ 8 1.2. Direktorium Bürgerservice, Digitales und Recht ......................................................10 twi.N City ...................................................................................................................10 1.3. Geschäftsbereich Kultur..........................................................................................12 Weiterbildung in Europa: Gemeinsam lernen, kompetent lehren, interkulturell leben 12 Zentrale Servicestelle zur Anerkennung ausländischer Qualifikationen in der Metropolregion Nürnberg (ZAQ) ................................................................................14 1.4. Geschäftsbereich Schule und Sport ........................................................................17 Klasse D5-6ag - Deutschklasse an der Dr.-Theo-Schöller-Mittelschule .....................17 Klasse D5-6bg - Deutschklasse an der Dr.-Theo-Schöller-Mittelschule .....................19 Klasse D5-6cg - Deutschklasse an der Dr.-Theo-Schöller-Mittelschule .....................21 Klasse D7-8ag - Deutschklasse an der Dr.-Theo-Schöller-Mittelschule .....................23 Klasse D7-8bg - Deutschklasse an der Dr.-Theo-Schöller-Mittelschule .....................25 Klasse D7-8cg - Deutschklasse an der Dr.-Theo-Schöller-Mittelschule .....................27 Klasse D8-9ag - Deutschklasse an der Dr.-Theo-Schöller-Mittelschule .....................29 Klasse D8-9bg - Deutschklasse an der Dr.-Theo-Schöller-Mittelschule .....................31 Erasmus+ Akkreditierung Johannes Scharrer-Gymnasium .......................................33 Erasmus+ Akkreditierung Sigena-Gymnasium ..........................................................35 Shifting school meals and schools into a new paradigm by addressing public health and territorial, social and environmental resilience (SchoolFood4Change) ................37 Internationalisierung des Beruflichen Schulwesens ...................................................41 Erasmus+ Akkreditierung: Internationalisierung des Beruflichen Schulwesens .........43 Berufsvorbereitungsjahr (BVJ) Neustart, Berufliche Schule 3, Nürnberg ...................46 Background to European Business ...........................................................................48 Background to International Business .......................................................................50 Work Experience for Retailers (WE4R) .....................................................................53 Erasmus+ Akkreditierung: Work Experience for Retailers (WE4R) & Background to International Business ...............................................................................................55 Erasmus+ Akkreditierung: Job shadowing ................................................................58 Erzieher in Europa ....................................................................................................59 Erasmus+ Akkreditierung: Erzieher in Europa ...........................................................63
Inhaltsverzeichnis
1.5. Geschäftsbereich Jugend, Familie und Soziales .....................................................66 Create strong bridges. German-Polish-Romanian Training for international youth work .................................................................................................................................66 Keep in Touch: KIT ...................................................................................................68 Perspektiven im Quartier II ........................................................................................71 Praxisklasse an der Mittelschule Hummelsteiner Weg ..............................................74 Praxisklasse an der Johann-Daniel-Preißler-Mittelschule ..........................................76 1.6. Noris-Arbeit gGmbH ...............................................................................................78 ErIK 2.0-Erfolgreiche Teilnahme am Integrationskurs ...............................................78 MiA! Mütter in den Arbeitsmarkt! ...............................................................................81 NEUN - Neue EU-Bürger in Nürnberg .......................................................................83 SENA - Soziale Eingliederung der neu Zugewanderten Unionsbürger gegen Ausgrenzung .............................................................................................................85 SPOK - Sprache Orientierung kulturelle Werte ..........................................................87 1.7. Geschäftsbereich Planung und Bau ........................................................................89 procuRE: Pre-Commercial Procurement for a 100% Renewable Energy Supply in Buildings ...................................................................................................................89 1.8. Geschäftsbereich Wirtschaft und Wissenschaft ......................................................92 Innenstadtmanagement ............................................................................................92 EUROPE DIRECT Nürnberg .....................................................................................94 EURIGHT: The connection between the Charter of Fundamental Rights of the EU and the Citizenship ..........................................................................................................96 2. Abfrage .............................................................................................................................98 Formular zur Abfrage ................................................................................................98 Leitfaden zur Abfrage .............................................................................................. 101
1. Städtische EU-Projekte
1.1. Geschäftsbereich des Oberbürgermeisters
BLEIB in Nürnberg / „Flüchtlinge in Beruf und Ausbildung“
| Projektzeitraum | von | 01.07.2015 | bis | 30.09.2022 | |||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Projektnummer | 339980 | ||||||
| Dienststelle(n) | BgA/3 – Geschäftsstelle des Integrationsrats | ||||||
| Antragsteller/in | Landeshauptstadt München, Amt für Wohnen und Migration | ||||||
| Ansprechpartner/in in der Dienststelle | Ansprechpartner/in in | Name: | Gülay Incesu-Asar | ||||
| der Dienststelle | |||||||
| Telefon: | 0911/231-10301 | ||||||
| E-Mail: | guelay.incesu-asar@stadt.nuernberg.de | ||||||
| Name: | Daniel Stanin | ||||||
| Telefon: | 0911/231-10323 | ||||||
| E-Mail: | daniel.stanin@stadt.nuernberg.de | ||||||
| Projektpartner | Lead-Partner | Lead-Partner | Landeshauptstadt München, Amt für Wohnen und Migration | ||||
| deutsche | - Ausbildungsring Ausländischer Unternehmer (AAU e. V.) Nürnberg - Nürnberger Rat für Integration und Zuwanderung | ||||||
| internationale | - | ||||||
| EU-Förderprogramm | ESF - Integrationsrichtlinie Bund mit dem Handlungsschwerpunkt Integration von Asylbewerbern/-innen und Flüchtlingen (IvAF) | ||||||
| Zielgruppe | Geflüchtete | ||||||
| Inhalt | Inhalt | Angebot zur beruflichen Integration für Flüchtlinge und Bleibeberechtigte in der Metropolregion Nürnberg | |||||
| Zitat | „Erst wenn die Migration als Chance und nicht als Problem gesehen wird, schafft man komplett neue Wege, die zum produktiven und friedlichen Zusammenleben führen werden“. - Elina Schnürer, ehem. Projektmitarbeiterin | ||||||
| Zielsetzung | BLEIB in Nürnberg ist ein Teilprojekt des IvAF-Netzwerks „FiBA 2 – Flüchtlinge in Beruf und Ausbildung“ mit insgesamt neun Teilprojekten in München, Regensburg, Landshut und Nürnberg. |
| Koordiniert wird das Netzwerk FiBA 2 durch die Landeshauptstadt München. Der Rat für Integration und Zuwanderung der Stadt Nürnberg und die AAU e.V. in Nürnberg arbeiten im Projekt BLEIB eng zusammen, um die beruflichen Chancen für Flüchtlinge zu verbessern. Wir beraten, unterstützen und qualifizieren Geflüchtete individuell und helfen ihnen bei der Suche nach einem gesicherten Beschäftigungsverhältnis oder Studium. | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Finanzierung in € | Gesamt-Finanzvolumen | 564.612,50 | € | € | |
| des Projekts | |||||
| EU-Fördermittel | 333.687,94 | € | |||
| Fördermittel des Landes Bayern | - | € | |||
| Fördermittel des Bundes | 187.011,49 | € | |||
| Kofinanzierung durch die | 43.913,07 | € | € | ||
| Stadt Nürnberg | |||||
| Sonstige Kofinanzierung | - | € |
| Durchführung | Veranstaltungen und Beratungen fanden zum Teil noch online statt. Ein großes Problem dabei war die schlechte Internetausstattung der Gemeinschaftsunterkünfte für Geflüchtete. WLAN ist zwar oft vorhanden, wegen der mangelhaften Kapazität ist die Video- und Tonübertragung oft sehr schlecht bis unmöglich. Die für 2020 geplanten Informationsveranstaltungen in Gemeinschaftsunterkünften und AnKER-Zentren mussten weiter verschoben werden, ebenso die erneut geplante Podiumsdiskussion im Rahmen der interkulturellen Woche. Die Teilnehmendenzahlen sind gegenüber 2020 und 2021 wieder leicht angestiegen (Statistik wird gerade aktualisiert). |
|---|
Bild: Elina Schnürer
IKÖK - Interkulturelle Öffnung in Kommunen
| Projektzeitraum | von | 01.11.2020 | bis | 30.06.2022 | |||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Projektnummer | AM19-BY5240 | ||||||
| Dienststelle(n) | BgA/Bildungsbüro | ||||||
| Antragsteller/in | Oberbürgermeister Marcus König | ||||||
| Ansprechpartner/in in der Dienststelle | Ansprechpartner/in in | Name: | Dr. Martin Bauer-Stiasny | ||||
| der Dienststelle | |||||||
| Telefon: | 0911/231-14149 | ||||||
| E-Mail: | martin.bauer-stiasny@stadt.nuernberg.de | ||||||
| Projektpartner | Lead-Partner | - | |||||
| deutsche | AWO Kreisverband Nürnberg e.V. | ||||||
| internationale | - | ||||||
| EU-Förderprogramm | Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds (AMIF) | ||||||
| Zielgruppe | Zielgruppe | Breite Öffentlichkeit, Verwaltungspersonal, Menschen mit Migrationshintergrund (EU und Nicht-EU), Unternehmen | |||||
| Inhalt | Aufbauend auf das städtische Integrationsprogramm wurde zur gelingenden Integration von Menschen mit Zuwanderungsgeschichte durch den Einbezug migrantischer Netzwerke innerhalb und außerhalb der Stadtverwaltung sowie der Wirtschaft die Arbeit der Stadtverwaltung Nürnberg reflektiert und weiterentwickelt. Durch interkulturelle Trainings und die Installation eines Projektbeirats wurde ein breiter und nachhaltiger Öffnungsprozess erzielt. Die beteiligungsorientierte Bestandsaufnahme erfolgte unter anderem durch Interviews und Workshops mit Dienststellen, aber auch durch Workshops mit internen und externen Migrantinnen- und Migrantennetzwerken und Vertretungen der Wirtschaft. Ziel dieser Reflexionsprozesse war die Ableitung entsprechender Bedarfe und Handlungsempfehlungen hinsichtlich interkultureller Öffnung, die in der Kommune allen relevanten Akteuren rückgespielt wurden. Alle im Projekt gemachten Erfahrungen wurden in einer Transferpublikation, in Form einer Broschüre, schrittweise skizziert und jeweils mit Empfehlungen für interessierte Kommunen und Institutionen verfasst. Die Transferbroschüre wurde Mitte Juni 2022 veröffentlicht und dient mit Hilfestellungen bei der interkulturellen Öffnung als Anregung für interessierten Institutionen, wobei bei der eigenen Umsetzung die spezifischen Rahmenbedingungen zu berücksichtigen sind. |
| Zielsetzung | Ziel des Projekts IKÖK – interkulturelle Öffnung in Kommunen – war die Entwicklung und Erprobung innovativer Maßnahmen für eine interkulturelle Öffnung. Die daraus resultierenden Handlungsempfehlungen wurden im Anschluss für den Transfer in andere Kommunen aufbereitet. | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Finanzierung in € | Gesamt-Finanzvolumen | 550.668,92 | € | € | |
| des Projekts | |||||
| EU-Fördermittel | 402.471,83 | € | |||
| Fördermittel des Landes Bayern | - | € | |||
| Fördermittel des Bundes | - | € | |||
| Kofinanzierung durch die | 91.657,92 | € | € | ||
| Stadt Nürnberg | |||||
| Sonstige Kofinanzierung | 56.539,17 | € |
| Durchführung | Während der gesamten Projektlaufzeit wurden durch den Kooperationspartner AWO bedarfsorientierte interkulturelle Schulungen für Beschäftigte der Verwaltung in Nürnberg und in der Europäischen Metropolregion Nürnberg angeboten. Bei der Umsetzung mussten die durch die Corona-Pandemie veränderten Rahmenbedingungen berücksichtigt werden, so mussten beispielweise Veranstaltungslänge sowie die Bereitstellung technischer Infrastruktur neu bedacht und didaktische Anpassungen vorgenommen werden. Die im Projektantrag ursprünglich als Präsenzveranstaltung konzipierten Interkulturellen Schulungen, wurden als Onlineveranstaltungen neu konzipiert. Ebenfalls pandemiebedingt wurden einige Workshops, Projektbeiratssitzungen und ein Aktionstag online durchgeführt. Durch diese Anpassungen konnten alle zuvor geplanten Maßnahmen, durch leichte Modifizierungen durchgeführt werden |
|---|
Flüchtlinge nachhaltig in Bildung, Ausbildung und Arbeit begleiten -
Teilvorhaben Integrationsrat Nürnberg (FiBA+ Integrationsrat Nürnberg)
| Projektzeitraum | von | 01.10.2022 | bis | 30.09.2026 | |||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Projektnummer | WIR-1-0029 | ||||||
| Dienststelle(n) | BgA/3 – Geschäftsstelle des Integrationsrats | ||||||
| Antragsteller/in | Landeshauptstadt München, Amt für Wohnen und Migration | ||||||
| Ansprechpartner/in in der Dienststelle | Ansprechpartner/in in | Name: | Gülay Incesu-Asar | ||||
| der Dienststelle | |||||||
| Telefon: | 0911/231-10301 | ||||||
| E-Mail: | guelay.incesu-asar@stadt.nuernberg.de | ||||||
| Name: | Daniel Stanin | ||||||
| Telefon: | 0911/231-10323 | ||||||
| E-Mail: | daniel.stanin@stadt.nuernberg.de | ||||||
| Projektpartner | Lead-Partner | Lead-Partner | Landeshauptstadt München, Amt für Wohnen und Migration | ||||
| deutsche | - Jobcenter München - Trägerkreis junge Flüchtlinge e.V. München - Förderverein Bayerischer Flüchtlingsrat e.V. München - Ausbildungsring Ausländischer Unternehmer (AAU e.V.) Nürnberg - Caritasverband Landshut - CampusAsyl e.V. Regensburg | ||||||
| internationale | - | ||||||
| EU-Förderprogramm | Förderrichtlinie ESF plus, Förderperiode 2021-2027: "WIR - Netzwerke integrieren Geflüchtete in den regionalen Arbeitsmarkt" | ||||||
| Zielgruppe | Geflüchtete | ||||||
| Inhalt | Inhalt | Angebot zur beruflichen Integration für Flüchtlinge und Bleibeberechtigte in der Metropolregion Nürnberg | |||||
| Zitat | „Erst wenn die Migration als Chance und nicht als Problem gesehen wird, schafft man komplett neue Wege, die zum produktiven und friedlichen Zusammenleben führen werden“. - Elina Schnürer, ehem. Projektmitarbeiterin |
| Zielsetzung | Das Projekt "FiBA+ Integrationsrat Nürnberg" ist Teil des bayerischen Netzwerks "FiBA+ Flüchtlinge nachhaltig in Bildung, Ausbildung und Arbeit begleiten" mit insgesamt sieben Teilvorhabenpartnern in München, Nürnberg, Regensburg und Landshut. Die Koordination liegt bei der Landeshauptstadt München. Es steht in direkter Nachfolge zum am 30. September 2022 ausgelaufenen Projekt BLEIB beziehungsweise zum Netzwerk "FiBA 2". Der Rat für Integration und Zuwanderung und AAU e.V. Nürnberg arbeiten im Rahmen des Netzwerks im Raum Nürnberg eng zusammen, um die beruflichen Chancen für Flüchtlinge zu verbessern. Wir beraten, unterstützen und qualifizieren Geflüchtete individuell und helfen ihnen bei der Suche nach einem gesicherten Beschäftigungsverhältnis oder Studium. | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Finanzierung in € | Gesamt-Finanzvolumen | 262.458,85 | € | ||
| des Projekts | |||||
| EU-Fördermittel | 104.983,53 | € | |||
| Fördermittel des Landes Bayern | - | € | |||
| Fördermittel des Bundes | 131.229,42 | € | |||
| Kofinanzierung durch die | 26.245,90 | € | € | ||
| Stadt Nürnberg | |||||
| Sonstige Kofinanzierung | - | € |
Bild: Elina Schnürer
Direktorium Bürgerservice, Digitales und Recht
1.2. Direktorium Bürgerservice, Digitales und Recht
twi.N City
| Projektname | twi.N City | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Projektzeitraum | von | 01.01.2022 | bis | 30.06.2023 | |||
| Projektnummer | RMF-SG34-4654-9-2-48 | ||||||
| Dienststelle(n) | DiP, WiF, Geo | ||||||
| Antragsteller/in | DiP | ||||||
| Ansprechpartner/in in der Dienststelle | Ansprechpartner/in in | Name: | Monika Leng | ||||
| der Dienststelle | |||||||
| Telefon: | 0911/231-51395 | ||||||
| E-Mail: | monika.leng@stadt.nuemberg.de | ||||||
| EU-Förderprogramm | EU-Innenstadt-Förderinitiative im Operationellen Programm EFRE-IWB 2014-2020 Bayern Maßnahmengruppe 7.5 (REACT-EU) | ||||||
| Zielgruppe | Verwaltungspersonal, Sonstige: Die Maßnahme ist grundsätzlich verwaltungsintern, jedoch soll diese zur Innenstadtbelebung beitragen und damit indirekt eine positive Wirkung für weitere Zielgruppen erzeugen. | ||||||
| Inhalt | Der digitale Zwilling der Nürnberger Innenstadt ist als geodatenbasiertes Stadtmodell in der Lage, Besucherfrequenzen mit weiteren Daten zu verknüpfen. Zu diesen Datenquellen zählen beispielsweise Parkhausbelegungsdaten, ÖPNV-Daten und Wetterdaten. So wird eine Grundlage geschaffen, um die Attraktivität des Zentrums zu überprüfen. Besucherströme und die Verweildauer der Passantinnen und Passanten lassen sich damit beispielsweise über Heatmaps, interaktive Karten oder Dashboards visualisieren. Diese Darstellungen unterstützen die Planung und erleichtern die Evaluation von Maßnahmen zur Belebung der Innenstadt. Die durch twi.N City gewonnenen Erkenntnisse bilden die Basis, um die Projekte der Nürnberger City Werkstatt zu evaluieren und so zukünftig ganz fokussiert und effektiv auch dauerhafte Maßnahmen zu planen und umzusetzen. So können zum Beispiel stark genutzte Bereiche ökologisch und mikroklimatisch aufgewertet und damit die Aufenthaltsqualität verbessert oder die wirtschaftliche Entwicklung schwach frequentierter Lagen durch punktgenaue Maßnahmen gefördert werden. | ||||||
| Zielsetzung | Mit dem Projekt twi.N City wird die Entwicklung eines digitalen Zwillings der Nürnberger Innenstadt gefördert. Ziel ist es, belastbare Aussagen zu Frequentierung und Attraktivität der |
Direktorium Bürgerservice, Digitales und Recht
| Innenstadt zu liefern und diese Daten für die Innenstadtbelebung einzusetzen. | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Finanzierung in € | Gesamt-Finanzvolumen | 396.500,00 | € | ||
| des Projekts | |||||
| EU-Fördermittel | 356.800,00 | € | |||
| Fördermittel des Landes Bayern | - | € | |||
| Fördermittel des Bundes | - | € | |||
| Kofinanzierung durch die Stadt Nürnberg | Kofinanzierung durch die | 39.700,00 zzgl. städtische Personalkosten | € | ||
| Stadt Nürnberg | |||||
| Sonstige Kofinanzierung | - | € |
1.3. Geschäftsbereich Kultur
Weiterbildung in Europa: Gemeinsam lernen, kompetent lehren, interkulturell
leben
| Projektzeitraum | von | 01.10.2019 | bis | 31.08.2022 | |||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Projektnummer | 2019-1-DE02-KA104-005651 | ||||||
| Dienststelle(n) | Bildungscampus Nürnberg | ||||||
| Antragsteller/in | Bildungscampus Nürnberg | ||||||
| Ansprechpartner/in in der Dienststelle | Ansprechpartner/in in | Name: | David Wassiliadis | ||||
| der Dienststelle | |||||||
| Telefon: | 0911/231-20211 | ||||||
| E-Mail: | david.wassiliadis@stadt.nuernberg.de | ||||||
| Name: | Andrea Lüftner | ||||||
| Telefon: | 0911/231-4868 | ||||||
| E-Mail: | andrea.lueftner@stadt.nuernberg.de | ||||||
| EU-Förderprogramm | Erasmus+ Lernmobilitäten | ||||||
| Zielgruppe | Lehrpersonal, Multiplikatoren, Unternehmen | ||||||
| Inhalt | Inhalt | Angebot von Mobilitäten ins europäische Ausland; Besuch von strukturierten Kursen oder Job-Shadowing in einer Partnereinrichtung. | |||||
| Zitat | "In verschiedenartigen Bildungseinrichtungen habe ich viele Eindrücke gewonnen und wertvolle Erfahrungen sammeln können, die für meine berufliche Weiterentwicklung hilfreich sind." "…die daraus resultierenden Begegnungen haben mein Leben bereichert." | ||||||
| Zielsetzung | Kenntnisse von neuen fachlich-didaktischen Konzepten im Fremdsprachenunterricht und landeskundliches Wissen; verbesserte methodisch-didaktische Unterrichtsplanung; Einschätzung von und Sensibilität für aktuelle landeskundliche Themen; verbesserte personelle, soziale und fachliche Kompetenzen; Steigerung der interkulturellen Kompetenzen. |
| Finanzierung in € | Gesamt-Finanzvolumen | 98.000,00 | € | |
|---|---|---|---|---|
| des Projekts | ||||
| EU-Fördermittel | 98.000,00 | € | ||
| Fördermittel des Landes Bayern | - | € | ||
| Fördermittel des Bundes | - | € | ||
| Kofinanzierung durch die | - | € | ||
| Stadt Nürnberg | ||||
| Sonstige Kofinanzierung | - | € |
| Durchführung | Im Jahr 2022 konnten noch viele verschobene Mobilitäten durchgeführt werden. | |
|---|---|---|
| Laufzeitverlängerung | Eine Laufzeitverlängerung bis 31.08.2022 wurde bewilligt. |
Zentrale Servicestelle zur Anerkennung ausländischer Qualifikationen in der
Metropolregion Nürnberg (ZAQ)
| Projektzeitraum | von | 01.01.2019 | bis | 31.12.2022 | |||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Dienststelle(n) | Bildungscampus Nürnberg | ||||||
| Antragsteller/in | Bildungscampus Nürnberg | ||||||
| Ansprechpartner/in in der Dienststelle | Ansprechpartner/in in | Name: | Franz Barthel | ||||
| der Dienststelle | |||||||
| Telefon: | 0911/231-14299 | ||||||
| E-Mail: | franz.barthel@stadt.nuernberg.de | ||||||
| Name: | Andrea Lüftner | ||||||
| Telefon: | 0911/231-4868 | ||||||
| E-Mail: | andrea.lueftner@stadt.nuernberg.de | ||||||
| Projektpartner | Lead-Partner | Lead-Partner | Tür an Tür Integrationsprojekte gGmbH, IQ Migranet, Augsburg (Hauptantragssteller) | ||||
| deutsche | - | ||||||
| internationale | - | ||||||
| EU-Förderprogramm | ESF-Bund (Integration durch Qualifizierung- IQ) | ||||||
| Zielgruppe | Zielgruppe | Menschen mit Migrationshintergrund (EU- und Nicht-EU), Multiplikatoren, Unternehmen | |||||
| Inhalt | Die Zentrale Servicestelle zur Anerkennung ausländischer Qualifikationen in der Metropolregion Nürnberg (ZAQ) bietet Beratung für alle Berufsabschlüsse für Menschen aus allen Ländern. Am 1. April 2012 ist das Gesetz zur Verbesserung der Feststellung und Anerkennung im Ausland erworbener Berufsqualifikationen (BQFG) in Kraft getreten. Es schafft einen Rechtsanspruch auf ein Verfahren zur Prüfung der Gleichwertigkeit dieser Abschlüsse für alle Menschen – unabhängig vom Herkunftsland und der Staatsangehörigkeit. Die ZAQ am Bildungszentrum im Bildungscampus Nürnberg ist eine Anlaufstelle für eine qualifizierte Beratung zu den Möglichkeiten, die sich aus dem BQFG ergeben. Weiterhin ist es möglich Qualifizierungsmaßnahmen, die zur Anerkennung notwendig sind, zu finanzieren. Die ZAQ berät und begleitet Menschen aus dem gesamten fränkischen Raum auf ihrem Weg zur Anerkennung | ||||||
| Zitat | „Ein Verfahren zur Berufsanerkennung öffnet das Tor für den Weg zur Eingliederung in unsere Gesellschaft.“ |
| Zielsetzung | Die Anerkennungsberatung zielt darauf ab, Menschen mit Migrationshintergrund zur Anerkennung ausländischer Berufsqualifikationen umfassend zu informieren und zu beraten. Wer seinen im Ausland erworbenen Abschluss auf Gleichwertigkeit prüfen lassen will, erfährt bei der ZAQ, wohin man sich wenden muss und welche Dokumente für das Verfahren benötigt werden. Darüber hinaus bietet die ZAQ Informationen zu den Grundlagen und Verfahren der beruflichen Anerkennung. Bei Bedarf werden Ratsuchende beim Anerkennungsverfahren und bei Qualifizierungsmaßnahmen, die für eine volle Anerkennung erforderlich sind, von der Beratungsstelle begleitet. Ziel ist es, die beruflichen Perspektiven von Menschen mit im Ausland erworbenen Berufsqualifikationen zu verbessern. Das Projekt ZAQ ist eingebunden in das Bayerische IQ- Landesnetzwerk MigraNet, das im Auftrag des Bundes die Umsetzung des Berufsqualifizierungsfeststellungsgesetzes (BQFG) begleitet. Ergänzt wird die Anerkennungsberatung im IQ-Netzwerk durch die Qualifizierungsberatung. Das Angebot zielt in Zusammenarbeit mit der flächendeckenden Struktur der Anerkennungsberatungen auf Fachkräftegewinnung und Fachkräftesicherung in Deutschland ab. Das Beratungsangebot richtet sich an Personen mit ausländischen Berufs- und Studienabschlüssen und bietet Beratungsleistungen zu Qualifizierungsmöglichkeiten im Kontext des Anerkennungsgesetzes an. Das sind beispielsweise Anpassungsqualifizierungen für reglementierte Berufe, die fachliche Lücken schließen oder erforderliche Deutschkenntnisse vermitteln. Oder Brückenqualifizierungen für Akademikerinnen und Akademiker in nicht reglementierten Berufen, deren Arbeitsaufnahme durch fachliche, methodische oder sprachliche Kenntnisse unterstützt wird. In jedem Fall soll mit den Qualifizierungen der Weg zu einer vollen Anerkennung vorhandener Abschlüsse und einer adäquaten Arbeitsmarktintegration geebnet werden. |
|---|
| Finanzierung in € | Gesamt-Finanzvolumen | 2.184.000,00 | € | |
|---|---|---|---|---|
| des Projekts | ||||
| EU-Fördermittel | 1.092.000,00 | € | ||
| Fördermittel des Landes Bayern | - | € | ||
| Fördermittel des Bundes | 1.092.000,00 | € | ||
| Kofinanzierung durch die | - | € | ||
| Stadt Nürnberg | ||||
| Sonstige Kofinanzierung | - | € |
| Durchführung | Die Beratung und der Austausch im Netzwerk fand überwiegend telefonisch, per Mail und per Videochat statt. |
|---|
1.4. Geschäftsbereich Schule und Sport
Klasse D5-6ag - Deutschklasse an der Dr.-Theo-Schöller-Mittelschule
| Projektzeitraum | von | 01.09.2021 | bis | 31.08.2022 | |||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Projektnummer | StMBW-B-IV.8-14-212816 | ||||||
| Dienststelle(n) | SchA | ||||||
| Antragsteller/in | SchA | ||||||
| Ansprechpartner/in in der Dienststelle | Ansprechpartner/in in | Name: | Holger Kraus | ||||
| der Dienststelle | |||||||
| Telefon: | 0911/231-10347 | ||||||
| E-Mail: | holger.kraus@stadt.nuernberg.de | ||||||
| Projektpartner | Lead-Partner | - | |||||
| deutsche | deutsche | Gesellschaft zur Förderung beruflicher und sozialer Integration (gfi) gemeinnützige GmbH | |||||
| internationale | - | ||||||
| EU-Förderprogramm | Europäischer Sozialfonds (ESF) 2014-2020; Prioritätsachse C, Aktion 14 | ||||||
| Zielgruppe | Schülerinnen und Schüler, Menschen mit Migrationshintergrund (EU und Nicht-EU), Geflüchtete | ||||||
| Inhalt | Intensive Deutschförderung als Schlüsselqualifikation zur Teilhabe an Bildung und Erwerbsleben; Erhöhung der Zugangsvoraussetzungen zu einer hochwertigen Sekundarbildung; verbesserte individuelle Förderung der meist heterogenen Schülerschaft z. B. sprachlich, kognitiv; raschere Integration der Schüler/innen in die Regelklassen; Verbesserung der Sozialkompetenzen. Schuleigene Curricula zum sozialen Lernen und zur Förderung der Berufs- und Lebensreife werden für die Arbeit in den gebundenen Ganztagsklassen der Übergangsklassen angepasst. In Kursen, die von externen Kräften des Trägers angeboten werden, sind Schüler/innen der gebundenen Ganztags- Regelklassen mit Schüler/innen der gebundenen Ganztagsdeutschklassen gemischt (Spracherwerb auch in diesem Rahmen). In Zusammenarbeit mit der HWK soll bei Elternabenden die Migrationsgeschichte der Eltern und Kinder berücksichtigt werden. Elternlotsen sollen Familien in deren Herkunftssprachen über das bayerische Schulsystem informieren und diese unterstützend begleiten. |
| Zitat | „Die Integration zugereister Migranten ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Durch die ESF-Förderung wird ein gebundener Ganztagsbetrieb ermöglicht. Dieser ist u. a. verbunden mit verstärkter Förderung beim Spracherwerb und einer Verbreiterung der Bildung, wie sie in den Erziehungszielen des BayEUG angelegt ist.“ (Georg Altmann, ehem. stv. SchA/D) | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Zielsetzung | Der Unterricht mit Schwerpunkt Deutsch wird durch Förderkurse in Kreativität und Spracherwerb ergänzt. Durch die intensivere Auseinandersetzung mit differenzierten Unterrichtsformen in diesen Zusatzangeboten soll der Lernfortschritt gesichert werden. | ||||
| Finanzierung in € | Gesamt-Finanzvolumen | 60.604,00 | € | ||
| des Projekts | |||||
| EU-Fördermittel | 29.000,00 | € | |||
| Fördermittel des Landes Bayern | 25.000,00 | € | |||
| Fördermittel des Bundes | - | € | |||
| Kofinanzierung durch die | 6.604,00 | € | |||
| Stadt Nürnberg | |||||
| Sonstige Kofinanzierung | - | € |
| Durchführung | Klassengemeinschaftliche / sozialisierungsfördernde Veranstaltungen entsprechend gültiger Hygienevorschriften. Elterngespräche vielfach nur digital möglich => oftmals eine Erschwernis, je nach Grad der Digitalisierung des Elternhauses => z. B. entsprechend Standard im Herkunftsland und daraus resultierender individueller familiärer Gewohnheit und / oder Möglichkeiten entsprechend der hiesigen Unterbringung. |
|---|
| Projektzeitraum | von | 01.09.2021 | bis | 31.08.2022 | |||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Projektnummer | StMBW-B-IV.8-14-211761 | ||||||
| Dienststelle(n) | SchA | ||||||
| Antragsteller/in | SchA | ||||||
| Ansprechpartner/in in der Dienststelle | Ansprechpartner/in in | Name: | Holger Kraus | ||||
| der Dienststelle | |||||||
| Telefon: | 0911/231-10347 | ||||||
| E-Mail: | holger.kraus@stadt.nuernberg.de | ||||||
| Projektpartner | Lead-Partner | - | |||||
| deutsche | deutsche | Gesellschaft zur Förderung beruflicher und sozialer Integration (gfi) gemeinnützige GmbH | |||||
| internationale | - | ||||||
| EU-Förderprogramm | Europäischer Sozialfonds (ESF) 2014-2020; Prioritätsachse C, Aktion 14 | ||||||
| Zielgruppe | Schülerinnen und Schüler, Menschen mit Migrationshintergrund (EU und Nicht-EU), Geflüchtete | ||||||
| Inhalt | Intensive Deutschförderung als Schlüsselqualifikation zur Teilhabe an Bildung und Erwerbsleben; Erhöhung der Zugangsvoraussetzungen zu einer hochwertigen Sekundarbildung; verbesserte individuelle Förderung der meist heterogenen Schülerschaft z. B. sprachlich, kognitiv; raschere Integration der Schüler/innen in die Regelklassen; Verbesserung der Sozialkompetenzen. Schuleigene Curricula zum sozialen Lernen und zur Förderung der Berufs- und Lebensreife werden für die Arbeit in den gebundenen Ganztagsklassen der Übergangsklassen angepasst. In Kursen, die von externen Kräften des Trägers angeboten werden, sind Schüler/innen der gebundenen Ganztags- Regelklassen mit Schüler/innen der gebundenen Ganztagsdeutschklassen gemischt (Spracherwerb auch in diesem Rahmen). In Zusammenarbeit mit der HWK soll bei Elternabenden die Migrationsgeschichte der Eltern und Kinder berücksichtigt werden. Elternlotsen sollen Familien in deren Herkunftssprachen über das bayerische Schulsystem informieren und diese unterstützend begleiten. | ||||||
| Zitat | „Die Integration zugereister Migranten ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Durch die ESF-Förderung wird ein gebundener Ganztagsbetrieb ermöglicht. Dieser ist u. a.. verbunden mit verstärkter Förderung beim Spracherwerb und |
| einer Verbreiterung der Bildung, wie sie in den Erziehungszielen des BayEUG angelegt ist.“ (Georg Altmann, ehem. stv. SchA/D) | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Zielsetzung | Der Unterricht mit Schwerpunkt Deutsch wird durch Förderkurse in Kreativität und Spracherwerb ergänzt. Durch die intensivere Auseinandersetzung mit differenzierten Unterrichtsformen in diesen Zusatzangeboten soll der Lernfortschritt gesichert werden. | ||||
| Finanzierung in € | Gesamt-Finanzvolumen | 60.604,00 | € | ||
| des Projekts | |||||
| EU-Fördermittel | 29.000,00 | € | |||
| Fördermittel des Landes Bayern | 25.000,00 | € | |||
| Fördermittel des Bundes | - | € | |||
| Kofinanzierung durch die | 6.604,00 | € | |||
| Stadt Nürnberg | |||||
| Sonstige Kofinanzierung | - | € |
| Durchführung | Klassengemeinschaftliche / sozialisierungsfördernde Veranstaltungen entsprechend gültiger Hygienevorschriften. Elterngespräche vielfach nur digital möglich => oftmals eine Erschwernis, je nach Grad der Digitalisierung des Elternhauses => z. B. entsprechend Standard im Herkunftsland und daraus resultierender individueller familiärer Gewohnheit und / oder Möglichkeiten entsprechend der hiesigen Unterbringung. |
|---|
Klasse D5-6cg - Deutschklasse an der Dr.-Theo-Schöller-Mittelschule
| Projektzeitraum | von | 01.09.2021 | bis | 31.08.2022 | |||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Projektnummer | StMBW-B-IV.8-14-211753 | ||||||
| Dienststelle(n) | SchA | ||||||
| Antragsteller/in | SchA | ||||||
| Ansprechpartner/in in der Dienststelle | Ansprechpartner/in in | Name: | Holger Kraus | ||||
| der Dienststelle | |||||||
| Telefon: | 0911/231-10347 | ||||||
| E-Mail: | holger.kraus@stadt.nuernberg.de | ||||||
| Projektpartner | Lead-Partner | - | |||||
| deutsche | deutsche | Gesellschaft zur Förderung beruflicher und sozialer Integration (gfi) gemeinnützige GmbH | |||||
| internationale | - | ||||||
| EU-Förderprogramm | Europäischer Sozialfonds (ESF) 2014-2020; Prioritätsachse C, Aktion 14 | ||||||
| Zielgruppe | Schülerinnen und Schüler, Menschen mit Migrationshintergrund (EU und Nicht-EU), Geflüchtete | ||||||
| Inhalt | Intensive Deutschförderung als Schlüsselqualifikation zur Teilhabe an Bildung und Erwerbsleben; Erhöhung der Zugangsvoraussetzungen zu einer hochwertigen Sekundarbildung; verbesserte individuelle Förderung der meist heterogenen Schülerschaft z. B. sprachlich, kognitiv; raschere Integration der Schüler/innen in die Regelklassen; Verbesserung der Sozialkompetenzen. Schuleigene Curricula zum sozialen Lernen und zur Förderung der Berufs- und Lebensreife werden für die Arbeit in den gebundenen Ganztagsklassen der Übergangsklassen angepasst. In Kursen, die von externen Kräften des Trägers angeboten werden, sind Schüler/innen der gebundenen Ganztags- Regelklassen mit Schüler/innen der gebundenen Ganztagsdeutschklassen gemischt (Spracherwerb auch in diesem Rahmen). In Zusammenarbeit mit der HWK soll bei Elternabenden die Migrationsgeschichte der Eltern und Kinder berücksichtigt werden. Elternlotsen sollen Familien in deren Herkunftssprachen über das bayerische Schulsystem informieren und diese unterstützend begleiten. | ||||||
| Zitat | „Die Integration zugereister Migranten ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Durch die ESF-Förderung wird ein gebundener Ganztagsbetrieb ermöglicht. Dieser ist u. a.. verbunden mit verstärkter Förderung beim Spracherwerb und |
| einer Verbreiterung der Bildung, wie sie in den Erziehungszielen des BayEUG angelegt ist.“ (Georg Altmann, ehem. stv. SchA/D) | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Zielsetzung | Der Unterricht mit Schwerpunkt Deutsch wird durch Förderkurse in Kreativität und Spracherwerb ergänzt. Durch die intensivere Auseinandersetzung mit differenzierten Unterrichtsformen in diesen Zusatzangeboten soll der Lernfortschritt gesichert werden. | ||||
| Finanzierung in € | Gesamt-Finanzvolumen | 60.604,00 | € | ||
| des Projekts | |||||
| EU-Fördermittel | 29.000,00 | € | |||
| Fördermittel des Landes Bayern | 25.000,00 | € | |||
| Fördermittel des Bundes | - | € | |||
| Kofinanzierung durch die | 6.604,00 | € | |||
| Stadt Nürnberg | |||||
| Sonstige Kofinanzierung | - | € |
| Durchführung | Klassengemeinschaftliche / sozialisierungsfördernde Veranstaltungen entsprechend gültiger Hygienevorschriften. Elterngespräche vielfach nur digital möglich => oftmals eine Erschwernis, je nach Grad der Digitalisierung des Elternhauses => z. B. entsprechend Standard im Herkunftsland und daraus resultierender individueller familiärer Gewohnheit und / oder Möglichkeiten entsprechend der hiesigen Unterbringung. |
|---|
Klasse D7-8ag - Deutschklasse an der Dr.-Theo-Schöller-Mittelschule
| Projektzeitraum | von | 01.09.2021 | bis | 31.08.2022 | |||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Projektnummer | StMBW-B-IV.8-14-211750 | ||||||
| Dienststelle(n) | SchA | ||||||
| Antragsteller/in | SchA | ||||||
| Ansprechpartner/in in der Dienststelle | Ansprechpartner/in in | Name: | Holger Kraus | ||||
| der Dienststelle | |||||||
| Telefon: | 0911/231-10347 | ||||||
| E-Mail: | holger.kraus@stadt.nuernberg.de | ||||||
| Projektpartner | Lead-Partner | - | |||||
| deutsche | deutsche | Gesellschaft zur Förderung beruflicher und sozialer Integration (gfi) gemeinnützige GmbH | |||||
| internationale | - | ||||||
| EU-Förderprogramm | Europäischer Sozialfonds (ESF) 2014-2020; Prioritätsachse C, Aktion 14 | ||||||
| Zielgruppe | Schülerinnen und Schüler, Menschen mit Migrationshintergrund (EU und Nicht-EU), Geflüchtete | ||||||
| Inhalt | Intensive Deutschförderung als Schlüsselqualifikation zur Teilhabe an Bildung und Erwerbsleben; Erhöhung der Zugangsvoraussetzungen zu einer hochwertigen Sekundarbildung; verbesserte individuelle Förderung der meist heterogenen Schülerschaft z. B. sprachlich, kognitiv; raschere Integration der Schüler/innen in die Regelklassen; Verbesserung der Sozialkompetenzen. Schuleigene Curricula zum sozialen Lernen und zur Förderung der Berufs- und Lebensreife werden für die Arbeit in den gebundenen Ganztagsklassen der Übergangsklassen angepasst. In Kursen, die von externen Kräften des Trägers angeboten werden, sind Schüler/innen der gebundenen Ganztags- Regelklassen mit Schüler/innen der gebundenen Ganztagsdeutschklassen gemischt (Spracherwerb auch in diesem Rahmen). In Zusammenarbeit mit der HWK soll bei Elternabenden die Migrationsgeschichte der Eltern und Kinder berücksichtigt werden. Elternlotsen sollen Familien in deren Herkunftssprachen über das bayerische Schulsystem informieren und diese unterstützend begleiten. | ||||||
| Zitat | „Die Integration zugereister Migranten ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Durch die ESF-Förderung wird ein gebundener Ganztagsbetrieb ermöglicht. Dieser ist u. a.. verbunden mit verstärkter Förderung beim Spracherwerb und |
| einer Verbreiterung der Bildung, wie sie in den Erziehungszielen des BayEUG angelegt ist.“ (Georg Altmann, ehem. stv. SchA/D) | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Zielsetzung | Der Unterricht mit Schwerpunkt Deutsch wird durch Förderkurse in Kreativität und Spracherwerb ergänzt. Durch die intensivere Auseinandersetzung mit differenzierten Unterrichtsformen in diesen Zusatzangeboten soll der Lernfortschritt gesichert werden. | ||||
| Finanzierung in € | Gesamt-Finanzvolumen | 60.604,00 | € | ||
| des Projekts | |||||
| EU-Fördermittel | 29.000,00 | € | |||
| Fördermittel des Landes Bayern | 25.000,00 | € | |||
| Fördermittel des Bundes | - | € | |||
| Kofinanzierung durch die | 6.604,00 | € | |||
| Stadt Nürnberg | |||||
| Sonstige Kofinanzierung | - | € |
| Durchführung | Klassengemeinschaftliche / sozialisierungsfördernde Veranstaltungen entsprechend gültiger Hygienevorschriften. Elterngespräche vielfach nur digital möglich => oftmals eine Erschwernis, je nach Grad der Digitalisierung des Elternhauses => z. B. entsprechend Standard im Herkunftsland und daraus resultierender individueller familiärer Gewohnheit und / oder Möglichkeiten entsprechend der hiesigen Unterbringung |
|---|
| Projektzeitraum | von | 01.09.2021 | bis | 31.08.2022 | |||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Projektnummer | StMBW-B-IV.8-14-212832 | ||||||
| Dienststelle(n) | SchA | ||||||
| Antragsteller/in | SchA | ||||||
| Ansprechpartner/in in der Dienststelle | Ansprechpartner/in in | Name: | Holger Kraus | ||||
| der Dienststelle | |||||||
| Telefon: | 0911/231-10347 | ||||||
| E-Mail: | holger.kraus@stadt.nuernberg.de | ||||||
| Projektpartner | Lead-Partner | - | |||||
| deutsche | deutsche | Gesellschaft zur Förderung beruflicher und sozialer Integration (gfi) gemeinnützige GmbH | |||||
| internationale | - | ||||||
| EU-Förderprogramm | Europäischer Sozialfonds (ESF) 2014-2020; Prioritätsachse C, Aktion 14 | ||||||
| Zielgruppe | Schülerinnen und Schüler, Menschen mit Migrationshintergrund (EU und Nicht-EU), Geflüchtete | ||||||
| Inhalt | Intensive Deutschförderung als Schlüsselqualifikation zur Teilhabe an Bildung und Erwerbsleben; Erhöhung der Zugangsvoraussetzungen zu einer hochwertigen Sekundarbildung; verbesserte individuelle Förderung der meist heterogenen Schülerschaft z. B. sprachlich, kognitiv; raschere Integration der Schüler/innen in die Regelklassen; Verbesserung der Sozialkompetenzen. Schuleigene Curricula zum sozialen Lernen und zur Förderung der Berufs- und Lebensreife werden für die Arbeit in den gebundenen Ganztagsklassen der Übergangsklassen angepasst. In Kursen, die von externen Kräften des Trägers angeboten werden, sind Schüler/innen der gebundenen Ganztags- Regelklassen mit Schüler/innen der gebundenen Ganztagsdeutschklassen gemischt (Spracherwerb auch in diesem Rahmen). In Zusammenarbeit mit der HWK soll bei Elternabenden die Migrationsgeschichte der Eltern und Kinder berücksichtigt werden. Elternlotsen sollen Familien in deren Herkunftssprachen über das bayerische Schulsystem informieren und diese unterstützend begleiten. | ||||||
| Zitat | „Die Integration zugereister Migranten ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Durch die ESF-Förderung wird ein gebundener Ganztagsbetrieb ermöglicht. Dieser ist u. a.. verbunden mit verstärkter Förderung beim Spracherwerb und |
| einer Verbreiterung der Bildung, wie sie in den Erziehungszielen des BayEUG angelegt ist.“ (Georg Altmann, ehem. stv. SchA/D | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Zielsetzung | Der Unterricht mit Schwerpunkt Deutsch wird durch Förderkurse in Kreativität und Spracherwerb ergänzt. Durch die intensivere Auseinandersetzung mit differenzierten Unterrichtsformen in diesen Zusatzangeboten soll der Lernfortschritt gesichert werden. | ||||
| Finanzierung in € | Gesamt-Finanzvolumen | 60.604,00 | € | ||
| des Projekts | |||||
| EU-Fördermittel | 29.000,00 | € | |||
| Fördermittel des Landes Bayern | 25.000,00 | € | |||
| Fördermittel des Bundes | - | € | |||
| Kofinanzierung durch die | 6.604,00 | € | |||
| Stadt Nürnberg | |||||
| Sonstige Kofinanzierung | - | € |
| Durchführung | Klassengemeinschaftliche / sozialisierungsfördernde Veranstaltungen entsprechend gültiger Hygienevorschriften. Elterngespräche vielfach nur digital möglich => oftmals eine Erschwernis, je nach Grad der Digitalisierung des Elternhauses => z. B. entsprechend Standard im Herkunftsland und daraus resultierender individueller familiärer Gewohnheit und / oder Möglichkeiten entsprechend der hiesigen Unterbringung. |
|---|
Klasse D7-8cg - Deutschklasse an der Dr.-Theo-Schöller-Mittelschule
| Projektzeitraum | von | 01.09.2021 | bis | 31.08.2022 | |||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Projektnummer | StMBW-B-IV.8-14-212823 | ||||||
| Dienststelle(n) | SchA | ||||||
| Antragsteller/in | SchA | ||||||
| Ansprechpartner/in in der Dienststelle | Ansprechpartner/in in | Name: | Holger Kraus | ||||
| der Dienststelle | |||||||
| Telefon: | 0911/231-10347 | ||||||
| E-Mail: | holger.kraus@stadt.nuernberg.de | ||||||
| Projektpartner | Lead-Partner | - | |||||
| deutsche | deutsche | Gesellschaft zur Förderung beruflicher und sozialer Integration (gfi) gemeinnützige GmbH | |||||
| internationale | - | ||||||
| EU-Förderprogramm | Europäischer Sozialfonds (ESF) 2014-2020; Prioritätsachse C, Aktion 14 | ||||||
| Zielgruppe | Schülerinnen und Schüler, Menschen mit Migrationshintergrund (EU und Nicht-EU), Geflüchtete | ||||||
| Inhalt | Intensive Deutschförderung als Schlüsselqualifikation zur Teilhabe an Bildung und Erwerbsleben; Erhöhung der Zugangsvoraussetzungen zu einer hochwertigen Sekundarbildung; verbesserte individuelle Förderung der meist heterogenen Schülerschaft z. B. sprachlich, kognitiv; raschere Integration der Schüler/innen in die Regelklassen; Verbesserung der Sozialkompetenzen. Schuleigene Curricula zum sozialen Lernen und zur Förderung der Berufs- und Lebensreife werden für die Arbeit in den gebundenen Ganztagsklassen der Übergangsklassen angepasst. In Kursen, die von externen Kräften des Trägers angeboten werden, sind Schüler/innen der gebundenen Ganztags- Regelklassen mit Schüler/innen der gebundenen Ganztagsdeutschklassen gemischt (Spracherwerb auch in diesem Rahmen). In Zusammenarbeit mit der HWK soll bei Elternabenden die Migrationsgeschichte der Eltern und Kinder berücksichtigt werden. Elternlotsen sollen Familien in deren Herkunftssprachen über das bayerische Schulsystem informieren und diese unterstützend begleiten. | ||||||
| Zitat | „Die Integration zugereister Migranten ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Durch die ESF-Förderung wird ein gebundener Ganztagsbetrieb ermöglicht. Dieser ist u. a.. verbunden mit verstärkter Förderung beim Spracherwerb und |
| einer Verbreiterung der Bildung, wie sie in den Erziehungszielen des BayEUG angelegt ist.“ (Georg Altmann, ehem. stv. SchA/D | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Zielsetzung | Der Unterricht mit Schwerpunkt Deutsch wird durch Förderkurse in Kreativität und Spracherwerb ergänzt. Durch die intensivere Auseinandersetzung mit differenzierten Unterrichtsformen in diesen Zusatzangeboten soll der Lernfortschritt gesichert werden. | ||||
| Finanzierung in € | Gesamt-Finanzvolumen | 60.604,00 | € | ||
| des Projekts | |||||
| EU-Fördermittel | 29.000,00 | € | |||
| Fördermittel des Landes Bayern | 25.000,00 | € | |||
| Fördermittel des Bundes | - | € | |||
| Kofinanzierung durch die | 6.604,00 | € | |||
| Stadt Nürnberg | |||||
| Sonstige Kofinanzierung | - | € |
| Durchführung | Klassengemeinschaftliche / sozialisierungsfördernde Veranstaltungen entsprechend gültiger Hygienevorschriften. Elterngespräche vielfach nur digital möglich => oftmals eine Erschwernis, je nach Grad der Digitalisierung des Elternhauses => z. B. entsprechend Standard im Herkunftsland und daraus resultierender individueller familiärer Gewohnheit und / oder Möglichkeiten entsprechend der hiesigen Unterbringung. |
|---|
Durchführung
Klasse D8-9ag - Deutschklasse an der Dr.-Theo-Schöller-Mittelschule
| Projektzeitraum | von | 01.09.2021 | bis | 31.08.2022 | |||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Projektnummer | StMBW-B-IV.8-14-212818 | ||||||
| Dienststelle(n) | SchA | ||||||
| Antragsteller/in | SchA | ||||||
| Ansprechpartner/in in der Dienststelle | Ansprechpartner/in in | Name: | Holger Kraus | ||||
| der Dienststelle | |||||||
| Telefon: | 0911/231-10347 | ||||||
| E-Mail: | holger.kraus@stadt.nuernberg.de | ||||||
| Projektpartner | Lead-Partner | - | |||||
| deutsche | deutsche | Gesellschaft zur Förderung beruflicher und sozialer Integration (gfi) gemeinnützige GmbH | |||||
| internationale | - | ||||||
| EU-Förderprogramm | Europäischer Sozialfonds (ESF) 2014-2020; Prioritätsachse C, Aktion 14 | ||||||
| Zielgruppe | Schülerinnen und Schüler, Menschen mit Migrationshintergrund (EU und Nicht-EU), Geflüchtete | ||||||
| Inhalt | Intensive Deutschförderung als Schlüsselqualifikation zur Teilhabe an Bildung und Erwerbsleben; Erhöhung der Zugangsvoraussetzungen zu einer hochwertigen Sekundarbildung; verbesserte individuelle Förderung der meist heterogenen Schülerschaft z. B. sprachlich, kognitiv; raschere Integration der Schüler/innen in die Regelklassen; Verbesserung der Sozialkompetenzen. Schuleigene Curricula zum sozialen Lernen und zur Förderung der Berufs- und Lebensreife werden für die Arbeit in den gebundenen Ganztagsklassen der Übergangsklassen angepasst. In Kursen, die von externen Kräften des Trägers angeboten werden, sind Schüler/innen der gebundenen Ganztags- Regelklassen mit Schüler/innen der gebundenen Ganztagsdeutschklassen gemischt (Spracherwerb auch in diesem Rahmen). In Zusammenarbeit mit der HWK soll bei Elternabenden die Migrationsgeschichte der Eltern und Kinder berücksichtigt werden. Elternlotsen sollen Familien in deren Herkunftssprachen über das bayerische Schulsystem informieren und diese unterstützend begleiten. | ||||||
| Zitat | „Die Integration zugereister Migranten ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Durch die ESF-Förderung wird ein gebundener Ganztagsbetrieb ermöglicht. Dieser ist u. a.. verbunden mit verstärkter Förderung beim Spracherwerb und |
| einer Verbreiterung der Bildung, wie sie in den Erziehungszielen des BayEUG angelegt ist.“ (Georg Altmann, ehem. stv. SchA/D | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Zielsetzung | Der Unterricht mit Schwerpunkt Deutsch wird durch Förderkurse in Kreativität und Spracherwerb ergänzt. Durch die intensivere Auseinandersetzung mit differenzierten Unterrichtsformen in diesen Zusatzangeboten soll der Lernfortschritt gesichert werden. | ||||
| Finanzierung in € | Gesamt-Finanzvolumen | 60.604,00 | € | ||
| des Projekts | |||||
| EU-Fördermittel | 29.000,00 | € | |||
| Fördermittel des Landes Bayern | 25.000,00 | € | |||
| Fördermittel des Bundes | - | € | |||
| Kofinanzierung durch die | 6.604,00 | € | |||
| Stadt Nürnberg | |||||
| Sonstige Kofinanzierung | - | € |
| Durchführung | Klassengemeinschaftliche / sozialisierungsfördernde Veranstaltungen entsprechend gültiger Hygienevorschriften. Elterngespräche vielfach nur digital möglich => oftmals eine Erschwernis, je nach Grad der Digitalisierung des Elternhauses => z. B. entsprechend Standard im Herkunftsland und daraus resultierender individueller familiärer Gewohnheit und / oder Möglichkeiten entsprechend der hiesigen Unterbringung. |
|---|
| Projektzeitraum | von | 01.09.2021 | bis | 31.08.2022 | |||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Projektnummer | StMBW-B-IV.8-14-212829 | ||||||
| Dienststelle(n) | SchA | ||||||
| Antragsteller/in | SchA | ||||||
| Ansprechpartner/in in der Dienststelle | Ansprechpartner/in in | Name: | Holger Kraus | ||||
| der Dienststelle | |||||||
| Telefon: | 0911/231-10347 | ||||||
| E-Mail: | holger.kraus@stadt.nuernberg.de | ||||||
| Projektpartner | Lead-Partner | - | |||||
| deutsche | deutsche | Gesellschaft zur Förderung beruflicher und sozialer Integration (gfi) gemeinnützige GmbH | |||||
| internationale | - | ||||||
| EU-Förderprogramm | Europäischer Sozialfonds (ESF) 2014-2020; Prioritätsachse C, Aktion 14 | ||||||
| Zielgruppe | Schülerinnen und Schüler, Menschen mit Migrationshintergrund (EU und Nicht-EU), Geflüchtete | ||||||
| Inhalt | Intensive Deutschförderung als Schlüsselqualifikation zur Teilhabe an Bildung und Erwerbsleben; Erhöhung der Zugangsvoraussetzungen zu einer hochwertigen Sekundarbildung; verbesserte individuelle Förderung der meist heterogenen Schülerschaft z. B. sprachlich, kognitiv; raschere Integration der Schüler/innen in die Regelklassen; Verbesserung der Sozialkompetenzen. Schuleigene Curricula zum sozialen Lernen und zur Förderung der Berufs- und Lebensreife werden für die Arbeit in den gebundenen Ganztagsklassen der Übergangsklassen angepasst. In Kursen, die von externen Kräften des Trägers angeboten werden, sind Schüler/innen der gebundenen Ganztags- Regelklassen mit Schüler/innen der gebundenen Ganztagsdeutschklassen gemischt (Spracherwerb auch in diesem Rahmen). In Zusammenarbeit mit der HWK soll bei Elternabenden die Migrationsgeschichte der Eltern und Kinder berücksichtigt werden. Elternlotsen sollen Familien in deren Herkunftssprachen über das bayerische Schulsystem informieren und diese unterstützend begleiten. | ||||||
| Zitat | „Die Integration zugereister Migranten ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Durch die ESF-Förderung wird ein gebundener Ganztagsbetrieb ermöglicht. Dieser ist u. a.. verbunden mit verstärkter Förderung beim Spracherwerb und |
| einer Verbreiterung der Bildung, wie sie in den Erziehungszielen des BayEUG angelegt ist.“ (Georg Altmann, ehem. stv. SchA/D | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Zielsetzung | Der Unterricht mit Schwerpunkt Deutsch wird durch Förderkurse in Kreativität und Spracherwerb ergänzt. Durch die intensivere Auseinandersetzung mit differenzierten Unterrichtsformen in diesen Zusatzangeboten soll der Lernfortschritt gesichert werden. | ||||
| Finanzierung in € | Gesamt-Finanzvolumen | 60.604,00 | € | ||
| des Projekts | |||||
| EU-Fördermittel | 29.000,00 | € | |||
| Fördermittel des Landes Bayern | 25.000,00 | € | |||
| Fördermittel des Bundes | - | € | |||
| Kofinanzierung durch die | 6.604,00 | € | |||
| Stadt Nürnberg | |||||
| Sonstige Kofinanzierung | - | € |
| Durchführung | Klassengemeinschaftliche / sozialisierungsfördernde Veranstaltungen entsprechend gültiger Hygienevorschriften. Elterngespräche vielfach nur digital möglich => oftmals eine Erschwernis, je nach Grad der Digitalisierung des Elternhauses => z. B. entsprechend Standard im Herkunftsland und daraus resultierender individueller familiärer Gewohnheit und / oder Möglichkeiten entsprechend der hiesigen Unterbringung. |
|---|
Erasmus+ Akkreditierung Johannes Scharrer-Gymnasium
| Projektzeitraum | von | 01.01.2022 | bis | 31.12.20221 | |||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Projektnummer | KA121-BY-21-4647 | ||||||
| Dienststelle(n) | Johannes-Scharrer-Gymnasium | ||||||
| Antragsteller/in | OStD Dr. Michael Schminke | ||||||
| Ansprechpartner/in in der Dienststelle | Ansprechpartner/in in | Name: | OStR Dr. Michael Veeh | ||||
| der Dienststelle | |||||||
| Telefon: | 0911/231-3931 | ||||||
| E-Mail: | michael.veeh@schulen.nuernberg.de | ||||||
| Name: | StR Sebastian Gottschalk | ||||||
| Telefon: | 0911/231-3931 | ||||||
| E-Mail: | sebastian.gotschalk@schulen.nuernberg.de | ||||||
| Projektpartner | Lead-Partner | - | |||||
| deutsche | - | ||||||
| internationale | internationale | - Schule Murallas Ávila (Spanien) - 5. Gymnasium Volos (Griechenland) - IES Penyagolsa Castellón de la Plana (Spanien) - IES Maimónes Córdoba (Spanien) | |||||
| EU-Förderprogramm | Erasmus+ Schulbildung, Gruppenaustausch und Gruppenmobilitäten | ||||||
| Zielgruppe | Schülerinnen und Schüler, Lehrpersonal, Verwaltungspersonal | ||||||
| Inhalt | Inhalt | Schülerinnen und Schüler arbeiteten gemeinsam mit Lernenden unserer Partnerschulen an gemeinsamen Unterrichtsprojekten zu Themenfeldern aus den Bereichen 'kultureller Austausch', 'Nachhaltigkeit und Fairtrade', 'soziales Miteinander und Inklusion' sowie 'Digitalisierung'. Gelernt wird in internationalen und interdisziplinären Settings, die auch außerhalb der Schulen stattfinden. Aus gegebenem Anlass wurde 2022 intensiv über das Thema Krieg in Europa diskutiert. Darüber hinaus setzten sich die Lernenden in diesem Jahr intensiv mit dem verantwortungsvollen Umgang mit den natürlichen Ressourcen unserer Erde auseinander. | |||||
| Zitat | "Im Mittelpunkt unserer Erasmus+-Aktivitäten stehen Zukunftskompetenzen wie Kooperation und Kommunikation. |
| Dabei lernen unsere Schülerinnen und Schüler mit und von unseren europäischen Partnerinnen und Partnern." (Dr. Michael Veeh) | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Zielsetzung | Schülerinnen und Schüler fühlen sich in fremde Kulturen ein und werden zum Perspektivwechsel angeregt, der zu einer weltoffenen Werteerziehung beitragen soll. In der Zusammenarbeit mit anderen Lernenden aus den europäischen Ländern Griechenland und Spanien arbeiten sie international an Problemstellungen, die Bezug zu ihrer eigenen Lebenswelt aufweisen. Ein übergreifendes und längerfristiges Ziel, das über die konkreten Maßnahmen im Unterricht hinausweist, liegt darin, dass die Schülerinnen und Schüler auch längerfristige Freundschaften und Sprachpartnerschaften aufbauen und davon profitieren können. | ||||
| Finanzierung in € | Gesamt-Finanzvolumen | -2 | € | ||
| des Projekts | |||||
| EU-Fördermittel | - | € | |||
| Fördermittel des Landes Bayern | - | € | |||
| Fördermittel des Bundes | - | € | |||
| Kofinanzierung durch die | - | € | |||
| Stadt Nürnberg | |||||
| Sonstige Kofinanzierung | - | € |
2 2022 wurden keine neuen Mittel angefordert, sondern die Aktivitäten mit den 2021 angeforderten Mitteln fortgeführt.
Erasmus+ Akkreditierung Sigena-Gymnasium
| Projektzeitraum | von | 01.06.2022 | bis | 31.08.20233 | |||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Projektnummer | BY-20-KA120-093731 | ||||||
| Dienststelle(n) | Sigena-Gymnasium | ||||||
| Antragsteller/in | OStD Martin Chlechowitz | ||||||
| Ansprechpartner/in in der Dienststelle | Ansprechpartner/in in | Name: | Sophie Biedermann | ||||
| der Dienststelle | |||||||
| Telefon: | - | ||||||
| E-Mail: | sophie.biedermann@schulen.nuernberg.de | ||||||
| Projektpartner | Lead-Partner | - | |||||
| deutsche | IBG e.V. | ||||||
| internationale | Jump Academy, Otavan Opisto Finnland | ||||||
| EU-Förderprogramm | Erasmus+ | ||||||
| Zielgruppe | Schülerinnen und Schüler, Lehrpersonal | ||||||
| Inhalt | Inhalt | Über die fünf Jahre der Förderung hinweg sind folgende Aktivitäten geplant: - regelmäßige Hospitationen und Fortbildungen von Lehrkräften, vor allem von Multiplikatoren mit dem Fokus darauf, wie digitale Medien nachhaltig im Unterricht eingesetzt werden in allen Fächern und wie eine Schulgemeinschaft und soziales Lernen gestärkt werden kann - Förderung von bestehenden Austauschprogrammen, die dann den Schwerpunkt der gemeinsamen europäischen Identität (Gemeinsamkeiten und Werte stärken) und den Nachhaltigkeitsgedanken stärken - Förderung einzelner Schüler*innen in Form von Praktika für gemeinnützige Projekte im europäischen Ausland (Werte, Nachhaltigkeit) sowie im Zuge der 11. Klasse G9 Gastschulaufenthalte finanzieren | |||||
| Zitat | Hannes Forster: "(...) bin ich dankbar für die tollen Anregungen und Denkanstöße und vor allem für die unglaublich freundlichen, immer gesprächsfreudigen finnischen Kolleginnen und Kollegen, die sich wahnsinnig viel Zeit für mich und meine Fragen genommen haben." | ||||||
| Zielsetzung | Digitalisierung |
| Die Corona Pandemie sowie der Lockdown haben uns deutliche unsere Defizite bezüglich der Digitalisierung aufgezeigt. Es fehlt uns an der Infrastruktur zum einen und zum anderen am Know- how. Denn gerade diese Vielzahl an Möglichkeiten, diese Vielzahl an Neuem kann sowohl bei Schüler*innen als auch bei Kolleg*innen schnell zu Überforderung und damit auch zu Frustration führen. Unsere Herausforderung besteht also darin, den Weg in das digitalisierte Klassenzimmer verantwortungsbewusst und umsichtig zu gehen, so dass alle Kolleg*innen mitgenommen werden und sich ein dauerhafter Mehrwert und eine Erleichterung daraus ergibt. Schulgemeinschaft An unserer Schule lernen Schüler*innen mit vielen unterschiedlichen kulturellen Hintergründen. Es treffen unterschiedliche Werte, unterschiedliche kulturelle Prägungen, unterschiedliche Erwartungshaltungen aufeinander. Unser Schwerpunkt sollte dabei sein, eine Schulgemeinschaft herauszubilden, die sich auf gemeinsamen Werten begründet und von Respekt geprägt ist. Eine emotionale Verbundenheit zur Schule und das Gefühl der Zugehörigkeit erleichtern den Schulalltag und schaffen ein größeres Verantwortungsbewusstsein, das gerade dann besonders wichtig ist, wenn Kinder im Rahmen des gebundenen Ganztags viel Zeit in der Schule verbringen. | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Finanzierung in € | Gesamt-Finanzvolumen | 23.410,00 | € | ||
| des Projekts | |||||
| EU-Fördermittel | 23.410,00 | € | |||
| Fördermittel des Landes Bayern | - | € | |||
| Fördermittel des Bundes | - | € | |||
| Kofinanzierung durch die | - | € | |||
| Stadt Nürnberg | |||||
| Sonstige Kofinanzierung | - | € |
| Durchführung | Der geplante Italienaustausch konnte 2022 nicht stattfinden, sondern wurde auf 2023 verlegt. | |
|---|---|---|
| Laufzeitverlängerung | Die Laufzeit wurde für diesen Austausch verlängert. | |
| Finanzierung | 7.712 Euro |
Shifting school meals and schools into a new paradigm by addressing public
health and territorial, social and environmental resilience (SchoolFood4Change)
| Projektzeitraum | von | 01.01.2022 | bis | 31.12.2025 | |||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Projektnummer | 101036763 | ||||||
| Dienststelle(n) | Amt für Allgemeinbildende Schulen | ||||||
| Antragsteller/in | |||||||
| Ansprechpartner/in in der Dienststelle | Ansprechpartner/in in | Name: | Caroline Merkel (Amtsleitung SchA) | ||||
| der Dienststelle | |||||||
| Telefon: | 0911/231-8178 | ||||||
| E-Mail: | caroline.merkel@stadt.nuernberg.de | ||||||
| Name: | Dorothee Everding (Projektleitung SF4C) | ||||||
| Telefon: | 0911/231-78317 | ||||||
| E-Mail: | dorothee.everding@stadt.nuernberg.de | ||||||
| Projektpartner | Lead-Partner | ICLEI Europe Secretariat GmbH | |||||
| deutsche | deutsche | - Speiseräume F+B GmbH Berlin - Stadt Essen - Stadt Nürnberg | |||||
| internationale | - Universidad De Alcala, Spanien - Stockholmi Keskkonnainstituudi Tallinna Keksus, Estland - Rikolto Belgie VZW, Belgien - Universita Degli Studi Di Scienze Gastronomiche, Italien - WWF Sweden, Schweden - IFOAM Organics Europe - Vallalatgazdasagi Tudomanyos Es Oktatasi Alapitvany, Ungarn - Association Risteco-La Ville Qui Mange, Frankreich - Fundazio Eurecat, Spanien - Fondazione Ecosistemi, Italien - Danachda - Bildung für Nachhaltigkeit, Wien, Österreich - Stichting Fair Trade Advocacy Office, Belgien - Mensa Civica, Spanien - Skutecne Zdrava Skola, z.s., Tschechien - Skutecne Zdrava Skola, O.Z., Slowakei - Budapest Fovaros Önkormanyzata, Ungarn - Kobenhavns Kommune, Dänemark - Stad Gent, Belgien - Stad Leuven, Belgien |
| - Ville De Lyon, Frankreich - Malmö Stad, Schweden - Comune Di Mailano, Italien - Comune di Nuoro, Italien - Tallinna Linn, Estland - Umea Kommun, Schweden - Stadt Wien, Österreich - Viimsi Vallavalitsus, Estland - Departement Dorfogne, Frankreich - Generaltiat Valenciana, Spanien | |||
|---|---|---|---|
| EU-Förderprogramm | Horizont 2020 | ||
| Zielgruppe | breite Öffentlichkeit, Schülerinnen und Schüler, Lehrpersonal | ||
| Inhalt | Inhalt | Wandel von Schulmahlzeiten und Schulen in eine neue nachhaltige und gesunde Ernährungsstruktur unter der Einbindung der Aspekte öffentliche Gesundheit und regionale, soziale und umweltbedingte Belastbarkeit. Einbeziehung der Schulfamilie (Lernende, Lehrkräfte, pädagogisches Personal, Eltern und Erziehungsberechtigte und weiteres Personal, Köchinnen, Köche, Küchenpersonal der Cateringfirmen, Nahrungsmittelproduzierende, kommunale Entscheidungsträgerinnen und -träger) im Prozess der Schulernährung. Im Rahmen von Bildungsaktivitäten im partizipativen "Whole School Food Approach" erhalten alle im Projekt Beteiligten Basiswissen über den Ursprung der Nahrungsmittel, den ökologischen und sozialen Fußabdruck, über die Auswirkungen von Nahrungsmitteln auf den Körper und die Gesundheit (physisch und psychisch) und über die Prävention von Fettleibigkeit und Wohlstandserkrankungen. SF4C-Schulen ermutigen in Zusammenarbeit mit den Cateringunternehmen zur Entscheidung zu gesunden und nachhaltigen Mahlzeiten (Mensen werden zum "Lernort"). SF4C-Schulen organisieren Aktivitäten (auch lehrplanunabhängig), um den Wissenstand der Schülerschaft zum Thema Ernährung zu erweitern; Schule-Bauernhof- Partnerschaften spielen dabei eine Rolle. SF4C-Schulen gehen miteinander und mit außerschulischen Partnerinnen und Partnern in den Austausch zu Ernährungsthemen. Köchinnen und Köche der Cateringfirmen erweitern in einer zentral organisierten Fortbildung ihr Wissen über eine gesunde, nachhaltige und leckere Schülerernährung, die die Geschmackswelt von Heranwachsenden sowie ihre kulturelle und soziale Diversität berücksichtigt. | |
| Zitat | „SF4C ist ein wichtiges zukunftsweisendes Projekt, das die Gesundheit der Heranwachsenden, ihre Ernährung und |
| Ernährungsgewohnheiten sowie die Auswirkungen des Ernährungsverhaltens auf unsere Umwelt im Rahmen eines ganzheitlichen Ansatzes in den Fokus der Gesellschaft rückt. Kinder und Jugendliche werden befähigt mit ihrem Wissen und ihrem Können ihr nachhaltiges Verhalten selbst in die Hand zu nehmen und sich als Botschafterinnen und Botschafter der guten Idee "Gesunde und nachhaltige Ernährung" in ihrem schulischen, familiären und breiteren Umfeld selbstwirksam zu erleben.“ (Dorothee Everding, Projektmanagerin SF4C Nürnberg) | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Zielsetzung | Erreichung einer breiten gesellschaftlichen Akzeptanz für nachhaltige und gesunde Ernährung; Schaffung von ernährungsbasierten Präventionsmaßnahmen für das öffentliche Gesundheitswesen und unseren Planeten mit einem Fokus auf vulnerable Gruppen Die gesamte Nahrungsmittelbereitstellung in Schulen soll nachhaltig sein - von der Beschaffung über den Transport, die Logistik, die Lagerung, die Kühlung, Bearbeitung, Erwärmung bis hin zur Abfallentsorgung. Ziel ist die Definition eines für alle Beteiligten idealen Geschäftsmodells (Caterer, Schulfamilie, Kommune), das die Ideen von SF4C abbildet und dabei die Diversität der individuellen Stadt/Region berücksichtigt. | ||||
| Finanzierung in € | Gesamt-Finanzvolumen | 417.517,50 | € | ||
| des Projekts | |||||
| EU-Fördermittel | 417.517,50 | € | |||
| Fördermittel des Landes Bayern | - | € | |||
| Fördermittel des Bundes | - | € | |||
| Kofinanzierung durch die | - | € | |||
| Stadt Nürnberg | |||||
| Sonstige Kofinanzierung | - | € |
| Durchführung | Die Auswirkungen der Corona-Pandemie haben dazu geführt, dass sich Schulen zwar gerne am Projekt beteiligen, weil ihnen die Gesundheit ihrer Schülerschaft, aber auch der Mitarbeitenden ebenso wie die Nachhaltigkeit am Herzen liegt. Das schulische "Long-Covid", das 2022 auch noch durch die Herausforderungen der Beschulung, Begleitung und Betreuung geflüchteter ukrainischer Schülerinnen und Schüler ergänzt wurde, führt dazu, dass Schulen die Umsetzung der SF4C- Projektideen und -ziele nur individuell angepasst in kleinen Schritten verfolgen können |
|---|
Das gesamte europäische Team der SF4C-Projektpartnerinnen und -partner, Projektmagerinnen und -manager beim General Assembly Oberbürgermeister Marcus König & in Tallinn, November 2022 Referentin für Schule und Sport, Cornelia Trinkl, vor SF4C-Plakat Nürnberg
Impressionen von der Nürnberger SF4C-Kick-Off-Veranstaltung mit dem Oberbürgermeister Marcus König, den Referentinnen für Schule und Sport sowie Umwelt und Gesundheit, Cornelia Trinkl und Britta Walthelm
Logo
Internationalisierung des Beruflichen Schulwesens
| Projektzeitraum | von | 01.06.2020 | bis | 31.05.2022 | |||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Projektnummer | 2020-1-DE02-KA102-006898 | ||||||
| Dienststelle(n) | Berufliche Schulen der Stadt Nürnberg (1,2,4,5,6,7,9,12,14) | ||||||
| Antragsteller/in | Amt für Berufliche Schulen | ||||||
| Ansprechpartner/in in der Dienststelle | Ansprechpartner/in in | Name: | Christina Degering | ||||
| der Dienststelle | |||||||
| Telefon: | 0911/231-15993 | ||||||
| E-Mail: | christina.degering@stadt.nuernberg.de | ||||||
| Name: | Natascha Sponsel | ||||||
| Telefon: | 0911/231-15993 | ||||||
| E-Mail: | natascha.sponsel@stadt.nuernberg.de | ||||||
| Projektpartner | Lead-Partner | - | |||||
| deutsche | - | ||||||
| internationale | internationale | - HTL Vöcklabruck - Landesberufsschule Graz 1 - BHAK-HBLW Rohrbach - Elektrotehnicka skola - Vyssi odborna skola odevniho navrharstvi a Stredni prumyslova skola odevni, Praha - Savon koulutuskuntayhtymä - Helsingin kaupunki - LYCEE HOTELIER ET DE TOURISME PAUL AUGIER - ALPHA.B - I.E. Partners Limited - ADC Technology Training (Ireland) Ltd - PROVINCIA AUTONOMA DI BOLZANO - SCUOLA PROFESSIONALE PROVINCIALE TSCHUGGMALL DI BRESSANONE - Kolpinghaus Meran e. V. - Executive Training Institute Ltd. - Zespol Szkol Gastronomicznych nr 1 - Colegiul Tehnic Maria Baiulescu Brasov - International Formation Center S.L. - FRICSA97 S.L - Escuela de hosteleria de Cordoba - GLASGOW CLYDE COLLEGE - THE BOARD OF MANAGEMENT OF GLASGOW CLYDE COLLEGE | |||||
| EU-Förderprogramm | Erasmus+, Leitaktion 1 |
| Zielgruppe | Schülerinnen und Schüler, Auszubildende, Lernende in der Weiterbildung, Lehrpersonal, Menschen mit Migrationshintergrund (EU und Nicht-EU) | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Inhalt | Das Konzept des Amtes für Berufliche Schulen sieht die Internationalisierung des Beruflichen Schulwesens der Stadt Nürnberg vor. Im Kern geht es um eine Steigerung der internationalen Aktivitäten der Beruflichen Schulen durch das Angebot von Erasmus+ Mobilitäten für Schüler/-innen sowie Bildungspersonal ins europäische Ausland. Damit einher geht die Zunahme internationaler Partnerschaften und die Verbreitung des europäischen Gedankens. Wir stellen allen Beruflichen Schulen hierfür die notwendigen Fördermittel zur Verfügung, koordinieren die finanzielle sowie administrative Projektabwicklung und beraten bei der Planung, Organisation und Durchführung der Auslandsmobilitäten. | ||||
| Zielsetzung | - Internationalisierung des Beruflichen Schulwesens - Steigerung der Mobilitäten ins europäische Ausland - Vernetzung und Erweiterung der europäischen Aktivitäten zwischen Schulen und Dienststellen der Stadt Nürnberg - Intensivierung und Ausweitung von Kontakten zu europäischen Bildungseinrichtungen - Verbesserung der Managementkompetenzen von EU- Koordinator/-innen - Profilbildung als international ausgerichteter Anbieter von beruflicher Bildung in der Metropolregion | ||||
| Finanzierung in € | Gesamt-Finanzvolumen | 165.363,00 | € | ||
| des Projekts | |||||
| EU-Fördermittel | 165.363,00 | € | |||
| Fördermittel des Landes Bayern | - | € | |||
| Fördermittel des Bundes | - | € | |||
| Kofinanzierung durch die | - | € | € | ||
| Stadt Nürnberg | |||||
| Sonstige Kofinanzierung | - | € |
Erasmus+ Akkreditierung: Internationalisierung des Beruflichen Schulwesens
| Projektzeitraum | von | 01.06.2022 | bis | 31.08.20234 | |||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Projektnummer | 2022-1-DE02-KA121-VET-0000631195 | ||||||
| Dienststelle(n) | Berufliche Schulen der Stadt Nürnberg (1,2,4,5,6,7,9,12,14) | ||||||
| Antragsteller/in | Amt für Berufliche Schulen | ||||||
| Ansprechpartner/in in der Dienststelle | Ansprechpartner/in in | Name: | Christina Degering | ||||
| der Dienststelle | |||||||
| Telefon: | 0911/231-15993 | ||||||
| E-Mail: | christina.degering@stadt.nuernberg.de | ||||||
| Name: | Natascha Sponsel | ||||||
| Telefon: | 0911/231-15993 | ||||||
| E-Mail: | natascha.sponsel@stadt.nuernberg.de | ||||||
| Projektpartner | Lead-Partner | - | |||||
| deutsche | - | ||||||
| internationale | internationale | - HTL Vöcklabruck - Landesberufsschule Graz 1 - BHAK-HBLW Rohrbach - Elektrotehnicka skola - Vyssi odborna skola odevniho navrharstvi a Stredni prumyslova skola odevni, Praha - Savon koulutuskuntayhtymä - Helsingin kaupunki - LYCEE HOTELIER ET DE TOURISME PAUL AUGIER - ALPHA.B - I.E. Partners Limited - ADC Technology Training (Ireland) Ltd - PROVINCIA AUTONOMA DI BOLZANO - SCUOLA PROFESSIONALE PROVINCIALE TSCHUGGMALL DI BRESSANONE - Kolpinghaus Meran e. V. - Executive Training Institute Ltd. - Zespol Szkol Gastronomicznych nr 1 - Colegiul Tehnic Maria Baiulescu Brasov - International Formation Center S.L. - FRICSA97 S.L - Escuela de hosteleria de Cordoba |
5 Projektnummer der Akkreditierung: 2020-1-DE02-KA120-VET-008050
| - GLASGOW CLYDE COLLEGE - THE BOARD OF MANAGEMENT OF GLASGOW CLYDE COLLEGE | |||
|---|---|---|---|
| EU-Förderprogramm | Erasmus+, Leitaktion 1 | ||
| Zielgruppe | Zielgruppe | Schülerinnen und Schüler, Auszubildende, Lernende in der Weiterbildung, Lehrpersonal, Menschen mit Migrationshintergrund (EU und Nicht-EU) | |
| Inhalt | Das Konzept des Amtes für Berufliche Schulen sieht die Internationalisierung des Beruflichen Schulwesens der Stadt Nürnberg vor. Im Kern geht es um eine Steigerung der internationalen Aktivitäten der Beruflichen Schulen durch das Angebot von Erasmus+ Mobilitäten für Schüler/-innen sowie Bildungspersonal ins europäische Ausland. Damit einher geht die Zunahme internationaler Partnerschaften und die Verbreitung des europäischen Gedankens. Wir stellen allen Beruflichen Schulen hierfür die notwendigen Fördermittel zur Verfügung, koordinieren die finanzielle sowie administrative Projektabwicklung und beraten bei der Planung, Organisation und Durchführung der Auslandsmobilitäten. Details: Berufliche Schule 1: - Vöcklabruck/Österreich, Praktikum, 2 Lernende (Oktober 2022) Berufliche Schule 2/RDF - Dublin/Irland, Sprachaufenthalt, 20 Lernende (Juni 2022) - Dublin/Irland, Vorbereitender Besuch, 2 Bildungspersonal (Juni 2022) Berufliche Schule 2: - Sonderborg/Dänemark, Vorbereitender Besuch, 1 Bildungspersonal (November 2022) Berufliche Schule 4: - Aarhus/Dänemark, Vorbereitender Besuch, 3 Bildungspersonal (Oktober 2022) Berufliche Schule 5: - Londonderry/UK, Praktikum, 4 Lernende, 1 Bildungspersonal (Juni 2022) - Prag/Tschechien, Praktikum, 4 Lernende (Juni 2022) Berufliche Schule 6/Fachakademie: - Nizza/Frankreich, Sprachaufenthalt, 4 Lernende (Juni 2022) - Salamanca/Spanien, Sprachaufenthalt, 9 Lernende (Juni 2022) Berufliche Schule 6/14: - Bozen/Italien, Cool-Trainer-Ausbildung, 4 Bildungspersonal (Oktober 2022) |
| - Salzburg/Österreich, Cool-Trainer-Ausbildung, 4 Bildungspersonal (November 2022) | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Zielsetzung | - Internationalisierung des Beruflichen Schulwesens - Steigerung der Mobilitäten ins europäische Ausland - Vernetzung und Erweiterung der europäischen Aktivitäten zwischen Schulen und Dienststellen der Stadt Nürnberg - Intensivierung und Ausweitung von Kontakten zu europäischen Bildungseinrichtungen - Verbesserung der Managementkompetenzen von EU- Koordinator/-innen - Profilbildung als international ausgerichteter Anbieter von beruflicher Bildung in der Metropolregion | ||||
| Finanzierung in € | Gesamt-Finanzvolumen | 371.725,00 | € | ||
| des Projekts | |||||
| EU-Fördermittel | 371.725,00 | € | |||
| Fördermittel des Landes Bayern | - | € | |||
| Fördermittel des Bundes | - | € | |||
| Kofinanzierung durch die | - | € | € | ||
| Stadt Nürnberg | |||||
| Sonstige Kofinanzierung | - | € |
Berufsvorbereitungsjahr (BVJ) Neustart, Berufliche Schule 3, Nürnberg
| Projektzeitraum | von | 01.09.2022 | bis | 31.08.2023 | |||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Projektnummer | StMBW-B-III.2-11.2-220188 | ||||||
| Dienststelle(n) | Amt für Berufliche Schulen, Berufliche Schule Direktorat 3 | ||||||
| Antragsteller/in | Ulrike Horneber | ||||||
| Ansprechpartner/in in der Dienststelle | Ansprechpartner/in in | Name: | Angelika Härdl | ||||
| der Dienststelle | |||||||
| Telefon: | 0911/231-78238 | ||||||
| E-Mail: | angelika.haerdl@stadt.nuernberg.de | ||||||
| Projektpartner | Lead-Partner | Berufliche Schule Direktorat 3 Nürnberg, | |||||
| deutsche | deutsche | Kooperationspartner: Bietergemeinschaft (DAA und bfz), Nürnberg | |||||
| internationale | - | ||||||
| EU-Förderprogramm | ESF (Europäischer Sozialfonds) Innovatives Projekt BVJ „Neustart“, das sich als Förderaktivität 11.2 in die Prioritätsachse C (Investitionen in Bildung, Fähigkeiten und lebenslanges Lernen) des Operationellen Programms ESF Bayern 2014 bis 2020 einordnet. | ||||||
| Zielgruppe | Schülerinnen und Schüler, Menschen mit Migrationshintergrund (EU und Nicht-EU), Geflüchtete, Erwerbslose | ||||||
| Inhalt | Das BVJ "Neustart" hilft benachteiligten Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die ohne besondere Unterstützung mit hoher Wahrscheinlichkeit keinen oder einen unter ihren Möglichkeiten liegenden Schul- beziehungsweise Ausbildungsabschluss erreichen würden, ihr Bildungs- und Ausbildungspotential zu erschließen. | ||||||
| Zitat | „Aktuell der einzige schulische Weg, diese Jugendlichen zu erreichen und eine erneute Chance zu geben!“ Lehrerklassenteam des BVJ-Neustart an der Berufsschule 3 Nürnberg | ||||||
| Zielsetzung | - Erproben alternativer Wege beim Umgang mit benachteiligten Jugendlichen - Verringerung der Zahl der Jugendlichen im Schulsprengel, die bisher nicht zum Schulbesuch beziehungsweise zum Besuch von Vollzeitmaßnahmen zu bewegen sind - Vermeidung von langfristigem Bezug von Sozialleistungen |
| - Stärkung der Zusammenarbeit mit den Vertretern der Jugendberufsagentur (JBA) und weiteren Partnern im regionalen Netzwerk - gezielte Sprachförderung und Berufsvorbereitung - Erlangung der erforderlichen Ausbildungsreife - Einmündung in eine Berufsausbildung oder dauerhafte Beschäftigung | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Finanzierung in € | Gesamt-Finanzvolumen | 119.460,00 | € | ||
| des Projekts | |||||
| EU-Fördermittel | 60.000,00 | € | |||
| Fördermittel des Landes Bayern | 59.460,00 | € | |||
| Fördermittel des Bundes | - | € | |||
| Kofinanzierung durch die | - | € | € | ||
| Stadt Nürnberg | |||||
| Sonstige Kofinanzierung | - | € |
Background to European Business
| Projektzeitraum | von | 01.06.2020 | bis | 31.05.2022 | |||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Projektnummer | 2020-1-DE02-KA116-006923 | ||||||
| Dienststelle(n) | Berufliche Schule 4 | ||||||
| Antragsteller/in | Frank Fleischmann | ||||||
| Ansprechpartner/in in der Dienststelle | Ansprechpartner/in in | Name: | Daniel Hruschka | ||||
| der Dienststelle | |||||||
| Telefon: | 0911/231-3948 | ||||||
| E-Mail: | daniel.hruschka@schulen.nuernberg.de | ||||||
| Projektpartner | Lead-Partner | International Formation Center | |||||
| deutsche | - | ||||||
| internationale | - | ||||||
| EU-Förderprogramm | Erasmus+, Leitaktion 1 | ||||||
| Zielgruppe | Auszubildende | ||||||
| Inhalt | Inhalt | Fortbildungsaufenthalt für Azubis zum Erwerb der Qualifikation "Kaufmann International" | |||||
| Zielsetzung | Dieses Projekt wird von der Berufsschule 4 in Nürnberg in Zusammenarbeit mit weiteren Nürnberger Berufsschulen durchgeführt. Inhalt des Projektes ist das Erfassen internationaler Arbeitsweisen im europäischen Wirtschaftsraum und das interkulturelle Lernen der Arbeits- und Funktionsweise spanischer Unternehmen und die damit verbundene Verbesserung der Spanisch-Kenntnisse. Der Arbeitsplan des zweiwöchigen Projektes beinhaltet neben der Verbesserung von Skills wie Telefonieren und Korrespondenz in der Fremdsprache auch wichtige Punkte wie die Planung, Durchführung und Präsentation von Projekten in einer Fremdsprache. Ein weiterer Themenblock beschäftigt sich mit dem politischen System Spaniens. |
| Finanzierung in € | Gesamt-Finanzvolumen | 40.572,00 | € | |
|---|---|---|---|---|
| des Projekts | ||||
| EU-Fördermittel | 40.572,00 | € | ||
| Fördermittel des Landes Bayern | - | € | ||
| Fördermittel des Bundes | - | € | ||
| Kofinanzierung durch die | - | € | ||
| Stadt Nürnberg | ||||
| Sonstige Kofinanzierung | - | € |
| Durchführung | 16.05 - 27.05.2022 | |
|---|---|---|
| Laufzeitverlängerung | keine, Rückzahlung der restlichen Mittel | |
| Finanzierung | Finanzierung | durch Umwidmung der für die England-Fahrt beantragten Mittel (insg. 10 Mobilitäten) |
Background to International Business
| Projektzeitraum | von | 01.08.2020 | bis | 31.05.2022 | |||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Projektnummer | 2020-1-DE02-K102-006933 | ||||||
| Dienststelle(n) | Berufliche Schule 6, Fachakademie für Wirtschaft | ||||||
| Antragsteller/in | Fachakademie für Wirtschaft, Ulrike Krabbe | ||||||
| Ansprechpartner/in in der Dienststelle | Ansprechpartner/in in | Name: | Ulrike Krabbe | ||||
| der Dienststelle | |||||||
| Telefon: | 0911/231-8777 | ||||||
| E-Mail: | ulrike.krabbe@schulen.nuernberg.de | ||||||
| Projektpartner | Lead-Partner | European College of Business and Management | |||||
| deutsche | - | ||||||
| internationale | - | ||||||
| EU-Förderprogramm | Erasmus+, Leitaktion 1 | ||||||
| Zielgruppe | Lernende in der Weiterbildung | ||||||
| Inhalt | Inhalt | Schwerpunkt liegt auf wirtschaftlichen Inhalten, die die Rahmenbedingungen internationalen Handels bestimmen. Im Einzelnen sind dies: Britain in Social Change Britain in the EU/Brexit Business Ethics Corporate Culture Case Studies Housing Market Introduction to English Law Introduction to the City of London Locations for Business Business Case Sudies Marketing and Advertising in the UK incl. Social Media Media in The UK Modern British Economy Modern British Politics Negotiating skills Organisational Culture and Change Project Planning and Presentation Skills |
| Writing applications and CVs – Job interviews Es finden zudem Besichtigungen wirtschaftlicher und politischer Einrichtungen statt (zum Beispiel City of London, Docklands, Old Bailey) | |
|---|---|
| Zielsetzung | Zielgruppe sind staatlich geprüfte Betriebswirte mit Schwerpunkt Außenhandel. Dieser Personenkreis ist international tätig und hat daher auch großes Interesse daran, interkulturelle Beziehungen aufzubauen und diese zu pflegen. Das Projekt dient dazu, wirtschaftliche Hintergründe und Zusammenhänge aufzuzeigen (zum Beispiel die wirtschaftlichen und rechtlichen Rahmenbedingungen, denen Unternehmen im Ausland unterliegen, Standortwahl etc.), die für die berufliche Praxis wichtigen interkulturellen, internationalen Gepflogenheiten in London, an einem der weltweit größten Finanz- und Wirtschaftszentren zu vertiefen, und dazu beizutragen, den europäischen Gedanken noch weiter zu fördern. Im Detail sind dies - in fachlicher Hinsicht: Sicherheit gewinnen in der Geschäftskorrespondenz und bei Geschäftsverhandlungen (unter Berücksichtigung kultureller Gegebenheiten des jeweiligen ausländischen Geschäftspartners); Präsentationen auch in der Fremdsprache gestalten und vortragen; Projektarbeiten ausarbeiten und ansprechend aufbereiten; Zeitmanagement (Projekte unter Druck erfolgreich erarbeiten und beenden); Einblick in die Arbeitsweisen gewinnen durch Betriebsbesichtigungen und den Besuch von Einrichtungen vor Ort - in persönlicher Hinsicht: Selbstvertrauen gewinnen für Geschäftsverhandlungen; Förderung der Teamfähigkeit über kulturelle Grenzen hinweg; Verständnis für ausländische Kunden und kompetenter Umgang mit deren Gepflogenheiten; Akzeptanz von kulturellen Unterschieden; Zeitmanagement (Prioritäten setzen können und unter Druck sicher und erfolgreich verhandeln) Das Projekt ist seit langem erfolgreich im Weiterbildungsangebot der Fachakademie verankert. Es wird seit über 20 Jahren durchgeführt und seit 2006 mit EU-Fördermitteln unterstützt. |
| Finanzierung in € | Gesamt-Finanzvolumen | 26.700,00 | € | ||
|---|---|---|---|---|---|
| des Projekts | |||||
| EU-Fördermittel | 24.000,00 | € | |||
| Fördermittel des Landes Bayern | - | € | |||
| Fördermittel des Bundes | - | € | |||
| Kofinanzierung durch die | - | € | |||
| Stadt Nürnberg | |||||
| Sonstige Kofinanzierung | Sonstige Kofinanzierung | 2.700,00 (Eigenanteil Schülerinnen und Schüler) | € |
| Durchführung | Aufgrund der Pandemie fand keine Mobilität statt. Die Gelder wurden bereits zurückbezahlt. |
|---|
Work Experience for Retailers (WE4R)
| Projektzeitraum | von | 01.06.2020 | bis | 31.05.2022 | |||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Projektnummer | 2020-1-DE02-KA102-006948 | ||||||
| Dienststelle(n) | Berufliche Schule 6 der Stadt Nürnberg | ||||||
| Antragsteller/in | Christina Degering | ||||||
| Ansprechpartner/in in der Dienststelle | Ansprechpartner/in in | Name: | Christina Degering | ||||
| der Dienststelle | |||||||
| Telefon: | 0911/231-8777 | ||||||
| E-Mail: | christina.degering@schulen.nuernberg.de | ||||||
| Projektpartner | Lead-Partner | Irish Education Partners (IEP) | |||||
| deutsche | - | ||||||
| internationale | - | ||||||
| EU-Förderprogramm | Erasmus+, Leitaktion 1 | ||||||
| Zielgruppe | Auszubildende | ||||||
| Inhalt | Inhalt | Betriebspraktikum im irischen Einzelhandel zur Förderung der englischen Sprache (speziell sales talk) sowie zum Erwerb interkultureller Kompetenzen | |||||
| Zielsetzung | Die Zielgruppe fit zu machen für den Zugang auf den nationalen sowie auf den europäischen Arbeitsmarkt, mit besseren Chancen für eine erfolgreiche berufliche Zukunft. Dieses Ziel lässt sich in zwei wesentliche Teilbereiche aufgliedern: Die (fach-)sprachliche und die persönliche Weiterentwicklung der Auszubildenden unter anderem durch: - Stärkung des Selbstwertgefühls - Horizonterweiterung - Globales wirtschaftliches Denken - Sprachkompetenz (mündlich und schriftlich) im Englischen - Offenheit im Umgang mit internationalen Kunden |
| Finanzierung in € | Gesamt-Finanzvolumen | 36.284,00 | € | |
|---|---|---|---|---|
| des Projekts | ||||
| EU-Fördermittel | 36.284,00 | € | ||
| Fördermittel des Landes Bayern | - | € | ||
| Fördermittel des Bundes | - | € | ||
| Kofinanzierung durch die | - | € | ||
| Stadt Nürnberg | ||||
| Sonstige Kofinanzierung | - | € |
| Durchführung | Die Projektmittel wurden wegen der unsicheren Lage durch die Pandemie nicht abgerufen beziehungsweise fristgerecht an die NABIBB zurückgegeben. Unsere Mobilität nach Irland sollte im Mai 2022 stattfinden und wurde dann in den Juli 2022 verschoben. Hier konnten wir Erasmus+ Gelder aus der Akkreditierung/Mittelanforderung 2022 nutzen. |
|---|
Erasmus+ Akkreditierung:
Work Experience for Retailers (WE4R) & Background to International Business
| Projektzeitraum | von | 01.06.2022 | bis | 31.08.20236 | |||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Projektnummer | 2022-1-DE02-KA121-VET-0000635387 | ||||||
| Dienststelle(n) | Berufliche Schule 6 der Stadt Nürnberg | ||||||
| Antragsteller/in | Christina Degering | ||||||
| Ansprechpartner/in in der Dienststelle | Ansprechpartner/in in | Name: | Christina Degering | ||||
| der Dienststelle | |||||||
| Telefon: | 0911/231-8777 | ||||||
| E-Mail: | christina.degering@schulen.nuernberg.de | ||||||
| Projektpartner | Lead-Partner | - | |||||
| deutsche | - | ||||||
| internationale | internationale | - Irish Education Partners (IEP) - European College of Business and Management | |||||
| EU-Förderprogramm | Erasmus+, Leitaktion 1 | ||||||
| Zielgruppe | Auszubildende, Lernende in der Weiterbildung, Lehrpersonal | ||||||
| Inhalt | Inhalt | Projekt 1: WE4R - Kurzzeitmobilität (Praktikum) von Auszubildenden aus Einzelhandel/Verkauf - 10. - 23.07.2022 - Dublin/Irland - 9 Lernende & 2 Bildungspersonal (vorbereitender Besuch) - Betriebspraktikum im irischen Einzelhandel zur Förderung der englischen Sprache (speziell sales talk) sowie zum Erwerb interkultureller Kompetenz u. a. durch Besichtigung wichtiger kultureller Einrichtungen u. a. Trinity College & Library. Projekt 2: Background to International Business - Kurzzeitmobilität (Collegebesuch)/Blended Mobility von Auszubildenden mit Schwerpunkt kaufmännischer Medienberufe & Weiterbildung (Fachakademie für Wirtschaft, Berufsschule+) - Online-Kurse: 1./2.6.2022; vor Ort: 13. - 24.6.2022 |
7 Akkreditierungsnummer 2021-1-DE02-KA120-VET-000043456
| - 12 Lernende & 2 Bildungspersonal (vorbereitender Besuch) - Erlernen wirtschaftlicher Inhalte, die die Rahmenbedingungen internationalen Handelns bestimmen, u. a. Brexit & Consequences for UK/Europe, Business Ethics, Media in Ireland, Marketing & Communication in the UK/Ireland incl. Social Media - Es finden Besichtigungen wirtschaftlicher und kultureller Einrichtungen statt. | |
|---|---|
| Zielsetzung | Projekt 1: WE4R Die Zielgruppe fit zu machen für den Zugang auf den nationalen sowie auf den europäischen Arbeitsmarkt, mit besseren Chancen für eine erfolgreiche berufliche Zukunft. Dieses Ziel lässt sich in zwei wesentliche Teilbereiche aufgliedern: Die (fach-)sprachliche und die persönliche Weiterentwicklung der Auszubildenden unter anderem durch: - Stärkung des Selbstwertgefühls - Horizonterweiterung - Globales wirtschaftliches Denken - Sprachkompetenz (mündlich und schriftlich) im Englischen - Offenheit im Umgang mit internationalen Kunden Projekt 2: Background to International Business Das Projekt dient dazu, wirtschaftliche Hintergründe und Zusammenhänge aufzuzeigen (z. B. die wirtschaftlichen und rechtlichen Rahmenbedingungen, denen Unternehmen im Ausland unterliegen, Standortwahl etc.), die für die berufliche Praxis wichtigen interkulturellen, internationalen Gepflogenheiten im englischsprachigen Raum zu vertiefen und dazu beizutragen, den europäischen Gedanken noch weiter zu fördern. Im Detail sind dies: - in fachlicher Hinsicht: Sicherheit gewinnen in der Geschäftskorrespondenz und bei Geschäftsverhandlungen (unter Berücksichtigung kultureller Gegebenheiten des jeweiligen ausländischen Geschäftspartners); Präsentationen in der Fremdsprache gestalten und vortragen; Projektarbeiten ausarbeiten und ansprechend aufbereiten; Zeitmanagement (Projekte unter Druck erfolgreich erarbeiten und beenden); Einblick in die Arbeitsweisen gewinnen durch Betriebsbesichtigungen und den Besuch von Einrichtungen vor Ort -in persönlicher Hinsicht: Selbstvertrauen gewinnen für Geschäftsverhandlungen; Förderung der Teamfähigkeit über kulturelle Grenzen hinweg; Verständnis für ausländische Kunden und kompetenter Umgang mit deren Gepflogenheiten; Akzeptanz von kulturellen Unterschieden; Zeitmanagement |
| Das Projekt ist seit langem (2006) erfolgreich im Weiterbildungsangebot der B 6 verankert. Im Zuge der Akkreditierung wurde es für alles Auszubildende kaufmännischer Medienberufe sowie der Fachschule geöffnet. | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Finanzierung in € | Gesamt-Finanzvolumen | 151.670,00 | € | ||
| des Projekts | |||||
| EU-Fördermittel | 148.970,00 | € | |||
| Fördermittel des Landes Bayern | - | € | |||
| Fördermittel des Bundes | - | € | |||
| Kofinanzierung durch die | - | € | |||
| Stadt Nürnberg | |||||
| Sonstige Kofinanzierung | Sonstige Kofinanzierung | 2.700,00 (Eigenanteil Schülerinnen und Schüler) | € |
Auszubildende aus dem EH/VK während der Besichtigung des Irish Whiskey Museums
Teilnehmende kaufm. Medienberufe & Weiterbildung am ECBM in Dublin
Erasmus+ Akkreditierung: Job shadowing
| Projektzeitraum | von | 01.06.2022 | bis | 31.08.20238 | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Dienststelle(n) | Berufliche Schule 8 | |||||||||
| Antragsteller/in | OStD Matthias Behrendt | |||||||||
| Ansprechpartner/in in der Dienststelle | Ansprechpartner/in in | Name: | Sabine Hain | |||||||
| der Dienststelle | ||||||||||
| Telefon: | 0911/231-8797 | |||||||||
| E-Mail: | sabine.hain@schulen.nuernberg.de | |||||||||
| Name: | Andrea Benesch | |||||||||
| Telefon: | 0911/231-8797 | |||||||||
| E-Mail: | andrea.benesch@schulen.nuernberg.de | |||||||||
| EU-Förderprogramm | Erasmus+ | |||||||||
| Zielgruppe | Lehrpersonal | |||||||||
| Inhalt | Job Shadowing | |||||||||
| Zielsetzung | Zielsetzung | Erfahrung an ausländischen Schulen sammeln und internationaler Austausch | ||||||||
| Finanzierung in € | Gesamt-Finanzvolumen | 8.740,00 | € | |||||||
| des Projekts | ||||||||||
| EU-Fördermittel | 8.740,00 | € | ||||||||
| Fördermittel des Landes Bayern | - | € | ||||||||
| Fördermittel des Bundes | - | € | ||||||||
| Kofinanzierung durch die | - | € | ||||||||
| Stadt Nürnberg | ||||||||||
| Sonstige Kofinanzierung | - | € |
| Durchführung | Die Vorhaben waren für 2022 angedacht, jedoch wegen Corona im Vorfeld konkreter Planungen auf 2023 verschoben. |
|---|
8 Laufzeit der Akkreditierung: 2021 - 2027
Erzieher in Europa
| Projektzeitraum | von | 01.06.2019 | bis | 31.05.2022 | |||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Projektnummer | 2019-1-DE02-KA116-005641 | ||||||
| Dienststelle(n) | SchB/B10 | ||||||
| Antragsteller/in | Antragsteller/in | B10 Kompetenzzentrum für erzieherische Berufe, Fachakademie für Sozialpädagogik, Berufsfachschule für Kinderpflege | |||||
| Ansprechpartner/in in der Dienststelle | Name: | Anke Ebeling | |||||
| Telefon: | 0911/231-5461 | ||||||
| E-Mail: | anke.ebeling@stadt.nuernberg.de | ||||||
| Name: | Ingrid Zumpe | ||||||
| Telefon: | 0911/231-5461 | ||||||
| E-Mail: | ingrid.zumpe@schulen.nuernberg.de | ||||||
| Projektpartner | Lead-Partner | Lead-Partner | Sozialpädagogische Einrichtungen der Stadt Wien / Mag 11 (zuständig Herr Werner Meyer) | ||||
| deutsche | - | ||||||
| internationale | internationale | - Komun Halmstad, Born- och- Umgangsversorg (Jugendamt), Halmstad, Schweden - Gradinata Diddleland, Herrmannstadt, Rumänien - Centre Departemental de l’Enfance et de la Fa- mille, Besancon, Frankreich - Sozialpädagogische Einrichtungen der Stadt Wien, Mag 11, Wien, Österreich - Rainmans Home, Verein für Menschen mit Autismus, Wien, Österreich - Kindergarten Thalia, Wien, Österreich - Komun Monsteras, Förskola Lammet, Monsteras, Schweden - The Georgian Montessori School, Dublin, Irland - Escuela Pere IV, Barcelona, Spanien - Deutscher Kindergarten Sonderborg, Dänemark - Przedszkole Integracyine Montessori, Krakau, Polen - Institut Obert de Catalunya, Barcelona, Spanien - Escuela des Encants, Barcelona, Spanien | |||||
| EU-Förderprogramm | Erasmus+ | ||||||
| Zielgruppe | Zielgruppe | Schülerinnen und Schüler, Lehrpersonal, Berufspraktikantinnen und -praktikanten |
Ansprechpartner/in in
der Dienststelle
| Inhalt | Nachhaltig setzten wir das Internationalisierungskonzept und das Konzept zur interkulturellen Bildung an der B 10 seit Jahren um. Es hat sich etabliert, dass wir bereits in der Erstausbildung zum/zur Kinderpfleger/in ausgewählte Schüler/innen zu unseren Partnern schicken. Die Teilnehmer kommen mit neuen Erfahrungen und begeistert zurück, sodass sie sich oft für die Ausbildung zum Erzieher in der Erasmus/Europaklasse bewerben. Wir haben im Oktober 2021 25 Schüler der aufsteigenden Europaklasse in verschiedene Partnerinstitutionen (Short-term learning mobilities) entsandt und bereiten derzeit wieder 7 Schülerinnen der Berufsfachschule für Kinderpflege und 25 Schüler/innen der neuen Europaklasse für Kurzzeitmobilitäten im Frühling vor. Im Zuge dieser nachhaltigen und frühzeitigen Integration der internationalen Mobilitäten zeigt sich, dass immer mehr Studierende der Abschlusseuropaklasse das Berufspraktikum (long-term learning mobilities) im europäischen Ausland absolvieren möchten. Die fachpraktische Ausbildung im Rahmen einer Erasmus Mobilität erhält den gleichen Stellenwert wie die fachpraktische Ausbildung, die Studierende anderer Klassen hier vor Ort durchführen. In diesem Zusammenhang stehen Richtlinien zur Praktikumsbeurteilung zur Verfügung, die sehr erfolgreich eingesetzt werden – die entsprechenden Vorschläge zur Beurteilung unserer Praktikantinnen und Praktikanten durch die aufnehmende Einrichtung im europäischen Ausland werden durchgängig von den unterrichtenden Praxislehrkräften an der B 10 akzeptiert. In den meisten Fällen konnte anschließend eine kritische Reflexion der gemachten Erfahrungen geschehen – die verschiedenen Aspekte der Gestaltungsmöglichkeiten von frühkindlicher und vorschulischer Bildung im Rahmen der jeweiligen nationalen und regionalen Hintergründe konnten beobachtet, dokumentiert und verglichen werden. Für alle Teilenehmer an den Mobilitäten gilt: Der Umgang mit Lehrplänen und deren Bedeutung für die Praxis der vorschulischen Bildung konnte sehr gut erfahren werden – Grundauffassungen und verschiedene Perspektiven und Wertentscheidungen bezüglich dem „Bild vom Kind“ konnten erlebt werden. Die jeweils zugrundeliegenden Vorstellungen in der Einordnung vorschulischer Bildung wurden in der Praxis erfahren und erkannt und in der Theorie eingeordnet. Die in dem Projekt anvisierten Zielsetzungen wurden im Wesentlichen erreicht und teilweise in den Erwartungen übertroffen. Sie werden unter dem Punkt "Zielsetzung" genauer erläutert. |
|---|---|
| Zitat | „Jetzt bin ich im Bewerbungsverfahren ausgewählt worden und werde inhaltlich sowie sprachlich auf eine Erfahrung im Ausland vorbereitet und dann ist da dieses blöde Virus, was uns einen Strich durch die Rechnung macht.“ (Aussage einer Schülerin der |
| Berufsfachschule für Kinderpflege - geplante Kurzzeitmobilität März 2021) | |
|---|---|
| Zielsetzung | Zielsetzungen für Schülermobilitäten: - ErzieherInnen sollen in ausgewählten Praktika im Ausland ihre Ausbildung um interkulturelle, fremdsprachliche und berufsspezifische Erfahrungen und Erkenntnisse erweitern; - ErzieherInnen sollen dazu in der Lage sein im (meist) fremdsprachigen Ausland die eigene Persönlichkeit weiter zu entwickeln; - ErzieherInnen sollen den landesspezifischen Bildungs- und Erziehungsauftrag kennenlernen und mit dem Bayerischen Bildungs- und Erziehungsplan (BEP) vergleichen können sowie dessen Umsetzung in der beruflichen Praxis reflektieren; - ErzieherInnen sollen berufliche Mobilität als selbstverständliche Aufgabe der Gesellschaft im Rahmen ihrer Berufsausbildung erkennen und als Grundhaltung weitergeben. Zur Überprüfung unserer Zielsetzungen analysieren die Studierenden im Abschlussbericht ihre Erfahrungen und bewerten die erworbenen Kenntnisse, Fähigkeiten und Kompetenzen. Der B 10 interne Bericht fordert unter anderem eine Institutionsanalyse, die Selbstreflexion der Erzieherpersönlichkeit und die Selbsteinschätzung zu Stärken und Schwächen. Für die Verfassung dieses Berichtes mussten die Teilnehmer in der Lage sein, gezielte Beobachtungen zu leisten sowie sich mit den Richtlinien und Rahmenbedingungen der Einrichtungen auseinanderzusetzen und diese mit dem Bayerischen Bildungs- und Erziehungsplan zu vergleichen. Die Tatsache, dass (mit Ausnahme von Österreich) dies in einer fremden Sprache erfolgen musste, förderte neben der kritischen Auseinandersetzung über das Erlebte auch die sprachlichen Kompetenzen in hohem Maß. Bei der Auswertung dieser internen Berichte einerseits durch das Erasmus-Team und/oder durch das Aufgreifen der Lernergebnisse und die Diskussion über Haltung/Einstellungen zur beruflichen Mobilität im Unterricht in den Erasmusklassen konnten wir einen Entwicklungszuwachs bei Allen feststellen. Die oben genannten Zielsetzungen unserer Internationalisierungsstrategie werden wir auch in den nächsten Jahren nachhaltig fördern und verfolgen, um über Jahre hinweg die Ausbildung zum Erzieher/Kinderpflegerin an der B 10 durch das Erasmus+ Programm in die Richtung „Ausbildung zum Erzieher/Kinderpfleger in Europa“ zu fokussieren. Die in dem Projekt anvisierten Zielsetzungen wurden sehr gut erreicht und teilweise in den Erwartungen übertroffen. Die Rückmeldung der NABIBB zum Abschlussbericht des Projektes 2019-2022: Ihr Abschlussbericht wurde mit 92.00 - von insgesamt maximal zu erreichenden 100.00 Punkten - bewertet. |
| Das Projekt wurde insgesamt in ausgezeichneter Qualität durchgeführt. | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Finanzierung in € | Gesamt-Finanzvolumen | 303.336,00 | € | ||
| des Projekts | |||||
| EU-Fördermittel | 303.336,00 | € | |||
| Fördermittel des Landes Bayern | - | € | |||
| Fördermittel des Bundes | - | € | |||
| Kofinanzierung durch die | - | € | |||
| Stadt Nürnberg | |||||
| Sonstige Kofinanzierung | - | € |
| Durchführung | Alle Projekte konnten wie geplant durchgeführt werden. | |
|---|---|---|
| Laufzeitverlängerung | Laufzeitverlängerung | Die NABIBB hat aufgrund der Situation die Laufzeit dieses Projektes bis Mai 2022 verlängert. |
Erasmus-Team der Beruflichen Schule 10
Erasmus+ Akkreditierung: Erzieher in Europa
| Projektzeitraum | von | 01.06.2022 | bis | 31.08.2023 | |||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Projektnummer | 2022-1-DE02-KA121-VET-000054607 | ||||||
| Dienststelle(n) | SchB/B10 | ||||||
| Antragsteller/in | Antragsteller/in | B10 Kompetenzzentrum für erzieherische Berufe, Fachakademie für Sozialpädagogik, Berufsfachschule für Kinderpflege | |||||
| Ansprechpartner/in in der Dienststelle | Name: | Anke Ebeling | |||||
| Telefon: | 0911/231-5461 | ||||||
| E-Mail: | anke.ebeling@stadt.nuernberg.de | ||||||
| Name: | Diana Grosch | ||||||
| Telefon: | 0911/231-5461 | ||||||
| E-Mail: | diana.grosch@schulen.nuernberg.de | ||||||
| Projektpartner | Lead-Partner | Lead-Partner | Sozialpädagogische Einrichtungen der Stadt Wien / Mag 11 (zuständig Frau Ursula Beck) | ||||
| deutsche | - | ||||||
| internationale | internationale | -Komun Halmstad, Born- och- Umgangsversorg (Jugendamt), Halmstad, Schweden - Gradinata Diddleland, Herrmannstadt / Sibiu, Rumänien - Centre Departemental de l’Enfance et de la Fa- mille, Besancon, Frankreich - Sozialpädagogische Einrichtungen der Stadt Wien, Wien, Österreich - Rainmans Home, Verein für Menschen mit Autismus, Wien, Österreich - Kindergarten Thalia, Wien, Österreich - Komun Monsteras, Monsteras, Schweden - The Georgian Montessori School, Dublin, Irland - Escuela Pere IV, Barcelona, Spanien - Deutscher Kindergarten Sonderborg, Dänemark - Przedszkole Integracyine Montessori, Krakau, Polen - Institut Obert de Catalunya, Barcelona, Spanien - Escuela des Encants, Barcelona, Spanien - City of Glasgow, Early Learning and Childcare Education Service, Glasgow, Schottland | |||||
| EU-Förderprogramm | Erasmus+ |
Ansprechpartner/in in
der Dienststelle
| Zielgruppe | Schülerinnen und Schüler, Lehrpersonal, Menschen mit Migrationshintergrund (EU und Nicht-EU), Berufspraktikantinnen und -praktikanten |
|---|---|
| Inhalt | Auch im Jahr 2022 setzten wir das Internationalisierungskonzept und das Konzept zur interkulturellen Bildung an der B10 um. Es hat sich wiederum etabliert, dass wir bereits in der Erstausbildung zum/zur Kinderpfleger/in ausgewählte Schüler/innen zu unseren Partnern schicken. Die Teilnehmer kommen mit neuen Erfahrungen und begeistert zurück, sodass sie sich oft für die Ausbildung zum Erzieher in der Erasmus/Europaklasse bewerben. Wir haben im Frühjahr 2022 acht Schülerinnen der Berufsfachschule für Kinderpflege sowie 25 Schülerinnen der neuen Europaklasse und im Oktober 2022 16 Schüler der aufsteigenden Europaklasse in verschiedene Partnerinstitutionen (Short-term learning mobilities) entsandt und bereiten derzeit wieder 10 Schülerinnen der Berufsfachschule für Kinderpflege und 24 Schüler/innen der neuen Europaklasse für Kurzzeitmobilitäten im Frühling vor. Im Zuge dieser nachhaltigen und frühzeitigen Integration der internationalen Mobilitäten zeigt sich, dass immer mehr Studierende der Abschlusseuropaklasse das Berufspraktikum (long-term learning mobilities) im europäischen Ausland absolvieren möchten. Im Jahr 2022 sind acht Berufspraktikantinnen für 6 oder 12 Monate im Ausland (long-term learning mobilities). Die fachpraktische Ausbildung im Rahmen einer Erasmus Mobilität erhält den gleichen Stellenwert wie die fachpraktische Ausbildung, die Studierende anderer Klassen hier vor Ort durchführen. In diesem Zusammenhang stehen Richtlinien zur Praktikumsbeurteilung zur Verfügung, die sehr erfolgreich eingesetzt werden – die entsprechenden Vorschläge zur Beurteilung unserer Praktikantinnen und Praktikanten durch die aufnehmende Einrichtung im europäischen Ausland werden durchgängig von den unterrichtenden Praxislehrkräften an der B10 akzeptiert. In den meisten Fällen konnte anschließend eine kritische Reflexion der gemachten Erfahrungen geschehen – die verschiedenen Aspekte der Gestaltungsmöglichkeiten von frühkindlicher und vorschulischer Bildung im Rahmen der jeweiligen nationalen und regionalen Hintergründe konnten beobachtet, dokumentiert und verglichen werden. Für alle Teilnehmer an den Mobilitäten gilt: Der Umgang mit Lehrplänen und deren Bedeutung für die Praxis der vorschulischen Bildung konnte sehr gut erfahren werden – Grundauffassungen und verschiedene Perspektiven und Wertentscheidungen bezüglich dem „Bild vom Kind“ konnten erlebt werden. Die jeweils zugrundeliegenden Vorstellungen in der Einordnung vorschulischer Bildung wurden in der Praxis erfahren und erkannt und in der Theorie eingeordnet. |
| Zitat | „Ich bin wirklich überaus glücklich über diese tollen Erfahrungen und habe sehr viel mit nach Deutschland genommen. Es war |
| besser als ich je erwarten konnte.“ (Josephine Deuter, Berufsfachschule) | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Zielsetzung | Zielsetzungen für Schülermobilitäten - ErzieherInnen sollen in ausgewählten Praktika im Ausland ihre Ausbildung um interkulturelle, fremdsprachliche und berufs- spezifische Erfahrungen und Erkenntnisse erweitern; - ErzieherInnen sollen dazu in der Lage sein im (meist) fremdsprachigen Ausland die eigene Persönlichkeit weiter zu entwickeln; - ErzieherInnen sollen den landesspezifischen Bildungs- und Erziehungsauftrag kennen lernen und mit dem Bayerischen Bildungs- und Erziehungsplan (BEP) vergleichen können sowie dessen Umsetzung in der beruflichen Praxis reflektieren; - ErzieherInnen sollen berufliche Mobilität als selbstverständliche Aufgabe der Gesellschaft im Rahmen ihrer Berufsausbildung erkennen und als Grundhaltung weitergeben. | ||||
| Finanzierung in € | Gesamt-Finanzvolumen | 366.345,00 | € | ||
| des Projekts | |||||
| EU-Fördermittel | 366.345,00 | € | |||
| Fördermittel des Landes Bayern | - | € | |||
| Fördermittel des Bundes | - | € | |||
| Kofinanzierung durch die | - | € | |||
| Stadt Nürnberg | |||||
| Sonstige Kofinanzierung | - | € |
| Durchführung | Alle Projekte konnten wie geplant durchgeführt werden. |
|---|
Verleihung der Europapässe zur Abschlussfeier
1.5. Geschäftsbereich Jugend, Familie und Soziales
Create strong bridges. German-Polish-Romanian Training for international
youth work
| Projektzeitraum | von | 01.07.2020 | bis | 30.06.2022 | |||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Projektnummer | 2020-1-DE04-KA105-019236 | ||||||
| Dienststelle(n) | J/B2-4 | ||||||
| Antragsteller/in | Stadt Nürnberg, Jugendamt | ||||||
| Ansprechpartner/in in der Dienststelle | Ansprechpartner/in in | Name: | Jürgen Reuther | ||||
| der Dienststelle | |||||||
| Telefon: | 0911/231-7471 | ||||||
| E-Mail: | juergen.reuther@stadt.nuernberg.de | ||||||
| Name: | Stephan Schwieren | ||||||
| Telefon: | 0911/231-7471 | ||||||
| E-Mail: | stephan.schwieren@stadt.nuernberg.de | ||||||
| Projektpartner | Lead-Partner | Lead-Partner | STOWARZYSZENIE EUROPE 4 YOUTH, Krakau / Polen | ||||
| deutsche | - | ||||||
| internationale | Brasov (Rumänien) | ||||||
| EU-Förderprogramm | Erasmus+, Leitaktion 1 | ||||||
| Zielgruppe | Multiplikatoren, Fachkräfte der Kinder- und Jugendarbeit | ||||||
| Inhalt | Inhalt | Den drei Partnerstädten im zweiteiligen Projekt geht es um die Stärkung von Internationaler Jugendarbeit in ihrer Stadt und den Aufbau von langfristigen Kontakten und Partnerschaften. Alle Beteiligten verbindet die Überzeugung, dass Jugendliche durch die Teilnahme an einer internationalen Jugendbegegnung wichtige Erfahrungen erleben, die sie in ihrer Persönlichkeit stärken. Das Projekt soll das Zusammenwachsen von Europa auf lokaler Ebene unterstützen und voranbringen. Die drei Kommunen sollen durch das Training aktiver in der Internationalen Jugendarbeit werden. Gelingen soll dies, indem Akteure aus der (kommunalen) Jugendarbeit für Austauscharbeit fit gemacht werden und tragfähige neue Partnerschaften (neue Brücken) aufgebaut werden. Der 1. Teil fand im September 2021 in Nürnberg und der zweite Teil im April 2022 in Krakau statt. Mittlerweile ist für Herbst 2023 ein dritter Teil in Brasov geplant. |
| Zielsetzung | Das Trainingsprojekt setzt bei den Bedarfen aller drei Partner an: Aufbau von neuen europäischen Kontakten; Vermittlung von Grundlagen und methodischen Kenntnissen von non-formaler Bildung; Ansätze von diskriminierungskritischer Bildungsarbeit im Jugendaustausch; Einbeziehung von Zielgruppen mit geringeren Chancen; partnerschaftliche Zusammenarbeit. | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Finanzierung in € | Gesamt-Finanzvolumen | 20.570,00 | € | ||
| des Projekts | |||||
| EU-Fördermittel | 20.570,00 | € | |||
| Fördermittel des Landes Bayern | - | € | |||
| Fördermittel des Bundes | - | € | |||
| Kofinanzierung durch die | - | € | € | ||
| Stadt Nürnberg | |||||
| Sonstige Kofinanzierung | - | € |
| Durchführung | Keine wesentlichen Auswirkungen |
|---|
Keep in Touch: KIT
| Projektzeitraum | von | 01.09.2022 | bis | 31.12.2027 | |||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Projektnummer | JSB.033.22 | ||||||
| Dienststelle(n) | Dienststelle(n) | Koordinierungsstelle: Jugendamt Stadt Nürnberg Koordinierungsstelle Jugendberufshilfe/ Jugendsozialarbeit Umsetzende Institution: Noris-Arbeit (NOA) gGmbH | |||||
| Antragsteller/in | Stadt Nürnberg - Referat für Jugend, Familie und Soziales | ||||||
| Ansprechpartner/in in der Dienststelle | Ansprechpartner/in in | Name: | Hanna Groner | ||||
| der Dienststelle | |||||||
| Telefon: | 0911/231-28648 | ||||||
| E-Mail: | hanna.groner@stadt.nuernberg.de | ||||||
| Name: | Marnie Finke-Drexler | ||||||
| Telefon: | 0911/231-10371 | ||||||
| E-Mail: | marnie.finke-drexler@stadt.nuernberg.de | ||||||
| Projektpartner | Lead-Partner | Noris-Arbeit (NOA) gGmbH | |||||
| deutsche | - | ||||||
| internationale | - | ||||||
| EU-Förderprogramm | Die Europäische Union fördert zusammen mit dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend das Programm: "Jugend Stärken: Brücken in die Eigenständigkeit" über den Europäischen Sozialfonds Plus (ESF Plus) in Deutschland. Rechtsgrundlage ist das Bundesprogramm für den Europäischen Sozialfonds Plus (ESF Plus) in der Förderperiode 2021 bis 2027 (CCI: 2021DE05SFPR001). Die Förderung nach dieser Richtlinie ist dem spezifischen Ziel „Förderung der sozialen Integration von Menschen, die von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht sind, einschließlich der am stärksten benachteiligten Personen und Kindern“ gemäß Artikel 4 Absatz 1 Buchstabe l der Verordnung (EU) 2021/1057 zugeordnet. Es handelt sich um eine Förderung zugunsten benachteiligter junger Menschen im Alter von 14 bis einschließlich 26 Jahren. | ||||||
| Zielgruppe | Schülerinnen und Schüler, Menschen mit Migrationshintergrund (EU und Nicht-EU), Geflüchtete, Erwerbslose, Entkoppelte und von Entkopplung Bedrohte: - die zwar Sozialleistungen in Anspruch nehmen könnten, sich aber nicht in Integrationsmaßnahmen befinden. |
| - die in der Schule vom Übergangsmanagement nicht erreicht werden. - die sich weder in Schule noch in Ausbildung oder Erwerbstätigkeit befinden - nicht mehr schulpflichtige bis 27Jahre, die die Regelangebote von Arbeitsagentur & Jobcenter nicht annehmen und als marginalisierte und systemverweigernde junge Menschen bezeichnet werden - neu Zugewanderte ohne persönliche Ressourcen sich Zugang zum Hilfs-, Ausbildungs- und Bildungssystem zu verschaffen. - mit sonderpädagogischem Förderbedarf ohne Reha-Status, die sich nicht ins Regelsystem integrieren lassen - besonderes Merkmal ist häufig ein prekäres oder unzureichend gesichertes Wohnverhältnis/Einkommen, fehlende Unterstützung durch Umfeld/ Familie Care Leaver: Die Zielgruppe der Care Leaver ist in Nürnberg durch vielfältige Anschlussmöglichkeiten nach Hilfe zur Erziehung (HzE) bereits in weiten Teilen versorgt. Dennoch bleibt eine Restgruppe, die Unterstützung nach Beendigung der HzE benötigt und die sich selbst nicht die Zugänge zum Hilfesystem erschließen kann. Dies sind junge Menschen von 18-27 Jahren mit Problemen in den Bereichen finanzielle Absicherung, Übergang in den Beruf/Ausbildung und eigenständige Lebensführung. Deren Lebenssituation ist gekennzeichnet von mangelndem sozialem Halt, fehlender Ausbildung, Wohnungslosigkeit, psychischer Beeinträchtigung und insgesamt prekärer Lebenssituation. Diese junge Menschen bewegen sich nicht mehr in den Regelsystemen der Jugendhilfe, noch haben sie schulische/ berufliche Anbindung. | |
|---|---|
| Inhalt | Mit KIT bietet die NOA niedrigschwellige, individuelle, flexible Unterstützung und Begleitung, ausgerichtet auf Stabilisierung und Empowerment der Zielgruppe und schließlich die Förderung der Ausbildungs- und Beschäftigungsfähigkeit. Zentrale Prinzipien sind Freiwilligkeit, Bedürfnisorientierung und Ausrichtung an den Interessen der jungen Menschen. Zugänge sind möglich über aufsuchende Arbeit (Hotspots, Notschlafstellen), Anlaufstelle KLARA und in den Räumen der NOA (Clearingstelle) oder durch die Vermittlung von Kooperationspartnern. Der Einstieg in KIT orientiert sich an Bedürfnissen und Problemstellungen. Beim Case Management für junge Menschen mit intensivem Unterstützungsbedarf steht der Bindungsaufbau, Stärkung des Selbstvertrauens und die Motivationsförderung im Fokus. So sollen Drop-Outs vermieden werden. Gestützt auf mehrere Eckpfeiler der Durchführung (Anamnese, flankierende Gruppenangebote: lebensweltorientierte |
| Grundbildung, persönliche Stabilisierung) kann eine individuelle Perspektive entwickelt und eine anhaltende Anbindung zum Hilfs- und Bildungssystem, sowie Verselbstständigung erreicht und der Zugang zu eigenem Wohnraum multimodal unterstützt werden. Bewerbungs- und Jobcoaching sowie die Vernetzung mit Unternehmen sind geplant, um selbstwertstärkende Arbeitserfahrungen zu ermöglichen und berufliche Orientierung zu fördern. Außerdem sind nahtlose Übergänge in geeignete Aktivierungs-, Beschäftigungs- und Qualifizierungsangebote innerhalb der NOA möglich. In der Umsetzung des Projekts werden wichtige Akteure eingebunden: Zu den Kooperationspartnern auf der operationalen Ebene gehören insbesondere Einrichtungen der Jugendarbeit, Sozialamt, Streetwork, Jugendsozialarbeit an Schulen (JaS), Jugendmigrationsdienste, der Allgemeine Sozialdienst mit der JBA-Anlaufstelle, Don Bosco und anderen Sozialen Diensten der freien Träger. | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Zielsetzung | Geplante Projekteintritte über die gesamte Förderperiode sind 300 junge Menschen. Kontinuierliche Einbindung des Projekts in die kommunale Gremienarbeit des Übergangssystems und in die vorhandenen Netzwerkstrukturen (z. B. JaS, Jugendarbeit, Jobcenter, Arbeitsagentur, Kammern). Enge Zusammenarbeit auf strategischer und operativer Ebene mit Akteuren der Übergangsgestaltung, auch aus anderen Rechtskreisen, zur effektiven Weiterentwicklung der Angebotsstruktur der Jugendberufshilfe und Jugendsozialarbeit. | ||||
| Finanzierung in € | Gesamt-Finanzvolumen | 1.601.285,92 | € | ||
| des Projekts | |||||
| EU-Fördermittel | 640.000,00 | € | |||
| Fördermittel des Landes Bayern | - | € | |||
| Fördermittel des Bundes | - | € | |||
| Kofinanzierung durch die | 961.285,92 | € | |||
| Stadt Nürnberg | |||||
| Sonstige Kofinanzierung | - | € |
Perspektiven im Quartier II
| Projektzeitraum | von | 01.01.2019 | bis | 30.06.2022 | |||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Projektnummer | JSQ.0209.19 | ||||||
| Dienststelle(n) | Dienststelle(n) | Koordinierungsstelle: Jugendamt Stadt Nürnberg Koordinierungsstelle Jugendberufshilfe/ Jugendsozialarbeit Umsetzende Institution: Noris-Arbeit (NOA) gGmbH | |||||
| Antragsteller/in | Stadt Nürnberg - Referat für Jugend, Familie und Soziales | ||||||
| Ansprechpartner/in in der Dienststelle | Ansprechpartner/in in | Name: | Hanna Groner | ||||
| der Dienststelle | |||||||
| Telefon: | 0911/231-28648 | ||||||
| E-Mail: | hanna.groner@stadt.nuernberg.de | ||||||
| Projektpartner | Lead-Partner | Noris-Arbeit (NOA) gGmbH | |||||
| deutsche | - | ||||||
| internationale | - | ||||||
| EU-Förderprogramm | ESF-Bundesprogramm JUGEND STÄRKEN im Quartier des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, und des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat. | ||||||
| Zielgruppe | Schülerinnen und Schüler, Menschen mit Migrationshintergrund (EU und Nicht-EU), Geflüchtete, Junge Menschen i. S. d. § 13 Abs. 1 SGB VIII im Alter von 12 bis einschließlich 26 Jahren mit und ohne Migrationshintergrund, die von den Angeboten der allgemeinen und beruflichen Bildung, Grundsicherung für Arbeitssuchende und/oder Arbeitsförderung nicht mehr erfasst/erreicht werden oder bei denen diese Angebote auf Grund multipler individueller Beeinträchtigungen und/oder sozialer Benachteiligungen nicht erfolgreich sind, und zum Ausgleich ihrer sozialen Benachteiligungen und/oder individuellen Beeinträchtigungen in erhöhtem Maße auf sozialpädagogische Unterstützung im Rahmen der Jugendhilfe angewiesen sind. | ||||||
| Inhalt | Zur Erreichung der Ziele werden folgende methodischen Bausteine umgesetzt: 1. Case Management: Ganzheitlicher Ansatz. Entwicklung individueller beruflicher Perspektiven durch sanktionsfreie Beratung auf Vertrauensbasis, Kompetenzfeststellung, Zielvereinbarung, Förderplanung, Coaching, Krisenintervention, Begleitung und Vermittlung. 2. Aufsuchende Jugendsozialarbeit: Hinführung an die Unterstützungsangebote |
| 3. Niedrigschwellige, kurzfristige und berufsbezogene Beratung/ Clearing für junge Menschen mit folgender Zielsetzung: - Entwicklung von beruflichen Perspektiven - Berufswegeplanung und Bewerbungshilfe - Abbau von Vermittlungshemmnissen - soziale und berufliche Integration - Heranführung an die bestehenden Hilfesysteme - Verbesserung der beruflichen und sozialen Teilhabe Intensive Netzwerkarbeit mit Jobcenter, Berufsberatung, Stadtteilkoordination, Jugendsozialarbeit an Schulen, Jugendtreffs, Jugendmigrationsdiensten, Jugendberufsagentur, Streetworkern, Fachdiensten usw. | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Zielsetzung | Verringerung der Jugendarbeitslosigkeit. Kontinuierliche Einbindung des Projekts in die kommunale Gremienarbeit des Übergangssystems und in die vorhandenen Netzwerkstrukturen (z. B. JaS, Jugendarbeit, Jobcenter, Arbeitsagentur, Kammern). Enge Zusammenarbeit auf strategischer und operativer Ebene mit Akteuren der Übergangsgestaltung, auch aus anderen Rechtskreisen, zur effektiven Weiterentwicklung der Angebotsstruktur für sog. "entkoppelte" junge Menschen. | ||||
| Finanzierung in € | Gesamt-Finanzvolumen | 1.092.912,66 | € | ||
| des Projekts | |||||
| EU-Fördermittel | 525.000,00 | € | |||
| Fördermittel des Landes Bayern | - | € | |||
| Fördermittel des Bundes | - | € | |||
| Kofinanzierung durch die | 567.912,66 | € | |||
| Stadt Nürnberg | |||||
| Sonstige Kofinanzierung | - | € |
| Durchführung | Administrative Erleichterungen u. a. bei der Teilnehmendendatenerfassung waren bis 31.08.2020 befristet. |
|---|---|
| Sonstiges | Bei der Bewertung der erreichten Teilnehmendenzahlen (Outputindikator), wurden pandemiebedingte Unterbrechungen bzw. Einschränkungen des Vorhabens angemessen berücksichtigt: Pandemiebedingt wird eine Abweichung von minus 40 Prozent auf den linear zu erreichenden Zielwert für den Zeitraum 01.01.2020-30.06.2022 akzeptiert. Für den neuen Outputindikator gelten die gleichen Maßgaben wie im Zuwendungsbescheid. Erst bei einer Unterschreitung des neuen Outputindikators von mehr als 20 Prozent muss eine schriftliche Begründung vorgelegt werden. |
Foto: Christine Dierenbach
Praxisklasse an der Mittelschule Hummelsteiner Weg
| Projektzeitraum | von | 01.09.2022 | bis | 31.08.2023 | |||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Projektnummer | StMBW-B-III.2-11.1-220448 | ||||||
| Dienststelle(n) | Jugendamt, J/B2-2 | ||||||
| Antragsteller/in | Stadt Nürnberg - Jugendamt | ||||||
| Ansprechpartner/in in der Dienststelle | Ansprechpartner/in in | Name: | Ronny Kern (Leitung und fachliche Begleitung) | ||||
| der Dienststelle | |||||||
| Telefon: | 0911/231-10334 | ||||||
| E-Mail: | ronny.kern@stadt.nuernberg.de | ||||||
| Name: | Beate Sengenberger (Antragstellung & Finanzen) | ||||||
| Telefon: | 0911/231-5585 | ||||||
| E-Mail: | beate.sengenberger@stadt.nuernberg.de | ||||||
| EU-Förderprogramm | ESF+ in Bayern 2021-2027, Förderaktion 6: Praxisklassen | ||||||
| Zielgruppe | Schülerinnen und Schüler | ||||||
| Inhalt | Inhalt | In der Praxisklasse werden Jugendliche mit problematisch verlaufenden schulischen Biografien, die aber durch praktisch orientierte Lerninhalte und Methoden neu motivierbar und zu positiven Veränderungen bereit sind in ihrem letzten Schulbesuchsjahr aufgenommen. Die sozialpädagogische Betreuung der Jugendlichen erfolgt insbesondere im Unterricht, am Praxistag und im Praktikum, bei schulischen, familiären und persönlichen Problemen, in Fragen der beruflichen und individuellen Orientierung, bei Konflikten und vielem anderen mehr. Die sozialpädagogische Arbeit mit den Jugendlichen vollzieht sich in enger Kooperation mit dem Klassenlehrer, den Lehrkräften der Berufsschulen, der Berufsberatung, der Schulleitung und dem städtischen und staatlichen Schulamt sowie weiteren öffentlichen, beruflichen und sozialen Einrichtungen. | |||||
| Zitat | „In der Praxisklasse werden Jugendliche mit problematisch verlaufenden schulischen Biografien, die aber durch praktisch orientierte Lerninhalte und Methoden neu motivierbar und zu positiven Veränderungen bereit sind, in ihrem letzten Schulbesuchsjahr aufgenommen.“ | ||||||
| Zielsetzung | Die Anzahl der vorzeitigen Schulabgänger ohne Ausbildungsreife soll erheblich reduziert werden, da neben schulischen Kenntnissen auch Schlüsselqualifikationen trainiert und die |
| Schülerinnen und Schüler bei der Berufsorientierung unterstützt werden. Die Praxisklasse ist als Schlüsselmaßnahme konzipiert, denn sie bringt einen hohen Anteil Unterstützung für Wissen und Innovation, da die Schulabgänger - in Kenntnissen, Fähigkeiten und Sozialkompetenzen - gefördert und gebildet in das Berufs- und Arbeitsleben starten sollen. | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Finanzierung in € | Gesamt-Finanzvolumen | 154.731,00 | € | ||
| des Projekts | |||||
| EU-Fördermittel | 33.500,00 | € | |||
| Fördermittel des Landes Bayern | 58.000,00 | € | |||
| Fördermittel des Bundes | - | € | |||
| Kofinanzierung durch die | 63.231,00 | € | |||
| Stadt Nürnberg | |||||
| Sonstige Kofinanzierung | - | € |
| Durchführung | Die Durchführung erfolgte weitestgehend wie geplant, jedoch mit Anpassungen in den praktischen Einheiten. |
|---|
Praxisklasse an der Johann-Daniel-Preißler-Mittelschule
| Projektzeitraum | von | 01.09.2022 | bis | 31.08.2023 | |||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Projektnummer | StMBW-B-III.2-11.1-220447 | ||||||
| Dienststelle(n) | Jugendamt, J/B2-2 | ||||||
| Antragsteller/in | Stadt Nürnberg - Jugendamt | ||||||
| Ansprechpartner/in in der Dienststelle | Ansprechpartner/in in | Name: | Ronny Kern (Leitung und fachliche Begleitung) | ||||
| der Dienststelle | |||||||
| Telefon: | 0911/231-10334 | ||||||
| E-Mail: | ronny.kern@stadt.nuernberg.de | ||||||
| Name: | Beate Sengenberger (Antragstellung & Finanzen) | ||||||
| Telefon: | 0911/231-5585 | ||||||
| E-Mail: | beate.sengenberger@stadt.nuernberg.de | ||||||
| EU-Förderprogramm | ESF+ in Bayern 2021-2027, Förderaktion 6: Praxisklassen | ||||||
| Zielgruppe | Schülerinnen und Schüler | ||||||
| Inhalt | Inhalt | In der Praxisklasse werden Jugendliche mit problematisch verlaufenden schulischen Biografien, die aber durch praktisch orientierte Lerninhalte und Methoden neu motivierbar und zu positiven Veränderungen bereit sind in ihrem letzten Schulbesuchsjahr aufgenommen. Die sozialpädagogische Betreuung der Jugendlichen erfolgt insbesondere im Unterricht, am Praxistag und im Praktikum, bei schulischen, familiären und persönlichen Problemen, in Fragen der beruflichen und individuellen Orientierung, bei Konflikten und vielem anderen mehr. Die sozialpädagogische Arbeit mit den Jugendlichen vollzieht sich in enger Kooperation mit dem Klassenlehrer, den Lehrkräften der Berufsschulen, der Berufsberatung, der Schulleitung und dem städtischen und staatlichen Schulamt sowie weiteren öffentlichen, beruflichen und sozialen Einrichtungen. | |||||
| Zitat | „In der Praxisklasse werden Jugendliche mit problematisch verlaufenden schulischen Biografien, die aber durch praktisch orientierte Lerninhalte und Methoden neu motivierbar und zu positiven Veränderungen bereit sind, in ihrem letzten Schulbesuchsjahr aufgenommen.“ | ||||||
| Zielsetzung | Die Anzahl der vorzeitigen Schulabgänger ohne Ausbildungsreife soll erheblich reduziert werden, da neben schulischen Kenntnissen auch Schlüsselqualifikationen trainiert und die |
| Schülerinnen und Schüler bei der Berufsorientierung unterstützt werden. Die Praxisklasse ist als Schlüsselmaßnahme konzipiert, denn sie bringt einen hohen Anteil Unterstützung für Wissen und Innovation, da die Schulabgänger - in Kenntnissen, Fähigkeiten und Sozialkompetenzen - gefördert und gebildet in das Berufs- und Arbeitsleben starten sollen. | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Finanzierung in € | Gesamt-Finanzvolumen | 151.161,00 | € | ||
| des Projekts | |||||
| EU-Fördermittel | 33.500,00 | € | |||
| Fördermittel des Landes Bayern | 58.000,00 | € | |||
| Fördermittel des Bundes | - | € | |||
| Kofinanzierung durch die | 59.661,00 | € | |||
| Stadt Nürnberg | |||||
| Sonstige Kofinanzierung | - | € |
| Durchführung | Die Durchführung erfolgte weitestgehend wie geplant, jedoch mit Anpassungen in den praktischen Einheiten. |
|---|
1.6. Noris-Arbeit gGmbH
ErIK 2.0-Erfolgreiche Teilnahme am Integrationskurs
| Projektzeitraum | von | 01.11.2020 | bis | 30.09.2022 | |||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Projektnummer | AM19-BY5211 | ||||||
| Dienststelle(n) | Noris-Arbeit gGmbH | ||||||
| Antragsteller/in | Noris-ArbeitgGmbH | ||||||
| Ansprechpartner/in in der Dienststelle | Ansprechpartner/in in | Name: | Beatrice Preising | ||||
| der Dienststelle | |||||||
| Telefon: | 0911/5863-118 | ||||||
| E-Mail: | beatrice_preising@noa.nuernberg.de | ||||||
| Name: | Carolin Bezold (Finanzen) | ||||||
| Telefon: | 0911/5863-246 | ||||||
| E-Mail: | carolin_bezold@noa.nuernberg.de | ||||||
| EU-Förderprogramm | Asyl-, Migrations- und Integrationsfond (AMIF), Spezifisches Ziel: Integration, Maßnahmenbereich: Erstintegration | ||||||
| Zielgruppe | Menschen mit Migrationshintergrund (EU und Nicht-EU), Geflüchtete, Drittstaatenangehörige | ||||||
| Inhalt | Das Projekt ErIK 2.0 (Erfolgreiche Teilnahme am Integrationskurs) bietet eine Kombination aus vertiefender Sprachförderung und Lernbegleitung und sozialpädagogischem Coaching. Die Teilnehmenden werden mit einem den Integrationskurs ergänzenden Lernangebot individuell unterstützt und sozialpädagogisch begleitet. Der Unterricht und die sozialpädagogische Begleitung werden in Präsenz und online angeboten. - Zielgruppe: Teilnehmende an Integrationskursen in Nürnberg und Umgebung, die nicht die Staatsangehörigkeit eines Mitgliedstaats der Europäischen Union besitzen. - Umfang: Sprachförderung: 2-4 UE / Woche, Coaching: nach Bedarf, individuelle Terminabsprache Förderdauer: begleitend zum IK, in der Regel 6 Monate Standorte: Allersberger Straße 130, Siebenkeesstr. 4 Mögliche Kurszeiten nach individueller Absprache, flexible Termingestaltung, da die Teilnehmenden unterschiedliche IK- Kurszeiten haben Benötigte Unterlagen - Berechtigung zum Integrationskurs (in Kopie) |
| - Teilnahmebestätigung des IK-Trägers - Personaldokumente inkl. Aufenthaltstitel | ||||
|---|---|---|---|---|
| Zitat | "Das Team ErIK steht für eine erfolgreiche Migrationsgeschichte. Uns alle verbindet – in einer oder anderer Richtung – Migrations- erfahrungen. Deswegen wissen wir auch, dass die Sprache nicht reicht, wenn man in Deutschland Fuß fassen möchte. Wir helfen auch bei ganz alltäglichen Problemen, wie z. B. beim Finden eines Kindergartenplatzes." Diana Werkmeister (Lehrkraft) "Bei der Sprachvermittlung setzen wir individuelle Akzente, je nachdem, woher unsere Teilnehmer kommen. Ob Arabisch- oder Englischkenntnisse vorhanden sind, versuchen wir immer, die Sprache und die Erfahrungen unserer Teilnehmer in der Heimat zu thematisieren und einzubeziehen. Die Motivation, weiter zu lernen kommt oft von dem Eindruck, sich hier als Mensch angenommen zu fühlen." Heike Sieburg (Lehrkraft) | |||
| Zielsetzung | 240 Teilnehmende nutzen ErIk 2.0. 40 Prozent der regelmäßig Teilnehmenden bestehen den Deutsch-Test für Zuwanderer | |||
| Finanzierung in € | Gesamt-Finanzvolumen des | 394.900,26 | € | |
| Projekts | ||||
| EU-Fördermittel | 296.175,19 | € | ||
| Fördermittel des Landes Bayern | - | € | ||
| Fördermittel des Bundes | - | € | ||
| Kofinanzierung durch die Stadt | 98.725,07 | € | € | |
| Nürnberg | ||||
| Sonstige Kofinanzierung | - | € |
Durchführung Aufgrund der Pandemie war die Durchführung von
Integrationskursen in Präsenz bis zum Juni 2021 untersagt. Die Kurse fanden in dieser Zeit teilweise online statt, Unterstützungsangebote konnten ebenfalls nur online stattfinden (ErIK 2.0 online), womit aber überwiegend nur Teilnehmende aus dem eigenen Haus erreicht werden konnten. Auch die Akquise der Teilnehmenden für ErIk 2.0 konnte nicht in gewohnter Form (Vorstellung des Angebots in den Kursen selbst) stattfinden, während sich die digitale Kommunikation aufgrund der Sprach- und Verständnisbarrieren schwierig und weniger erfolgreich gestaltete. Mit Ausnahme eines anderen Trägers konnte ErIK 2.0 in dieser Phase fast nur
| Lernende aus den eigenen Kursen versorgen. Nach Beendigung des Verbots des Präsenzunterrichts lief der Regelbetrieb bei den Trägern nur langsam wieder an, da Abstandsregeln und wechselnde Pandemieauflagen die Umsetzung schwermachte. Erst seit September waren die meisten Träger wieder in einer Art Regelbetrieb, sodass wir wieder mehr Lernende anderer Träger ansprechen und gewinnen konnten. Seit der Einführung der 2G-Regel für den Unterricht ab November wurde alles wieder erschwert, einige Lernende konnten wieder nur digital versorgt werden. Die Notwendigkeit des nachholenden und begleitenden Lernens besteht bei vielen IK-Kurs-Teilnehmenden durch die Pandemie- Pausen verstärkt, doch es war das ganze Jahr schwierig, unser Angebot umzusetzen. Im Rahmen eines Änderungsantrages bei der zuständigen Behörde beim BAMF wurde daher ein Änderungsantrag zur Senkung der Indikatoren eingereicht. | |
|---|---|
| Laufzeitverlängerung | Eine Verlängerung wurde ermöglicht, auch wenn sich die Förderung nicht erhöht hat. Es handelte sich nicht um eine coronabedingte Verlängerung, sondern um den Umstand, dass die Richtlinien für die neue Förderperiode noch nicht vorlagen; die Verlängerung dient dazu, Förderlücken zu vermeiden. Die Projektverlängerung lief bis 30.09.2022. |
MiA! Mütter in den Arbeitsmarkt!
| Projektzeitraum | von | 01.07.2019 | bis | 30.06.2022 | |||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Projektnummer | SIB 0029.19 | ||||||
| Dienststelle(n) | Noris Arbeit gGmbH | ||||||
| Antragsteller/in | Noris Arbeit gGmbH | ||||||
| Ansprechpartner/in in der Dienststelle | Ansprechpartner/in in | Name: | Elisabeth Reinlein | ||||
| der Dienststelle | |||||||
| Telefon: | 0911/5863-127 | ||||||
| E-Mail: | elisabeth_reinlein@noa.nuernberg.de | ||||||
| Name: | Carolin Bezold (Finanzen) | ||||||
| Telefon: | 0911/5863-246 | ||||||
| E-Mail: | carolin_bezold@noa.nuernberg.de | ||||||
| EU-Förderprogramm | SiB Stark im Beruf - Mütter mit Migrationshintergrund steigen ein | ||||||
| Zielgruppe | Zielgruppe | Menschen mit Migrationshintergrund (EU und Nicht-EU), Geflüchtete, Erwerbslose | |||||
| Inhalt | Zielgruppe sind Mütter mit Migrationshintergrund, die erstmals oder wieder in den Arbeitsmarkt einsteigen wollen. Die Maßnahme besteht aus den Bausteinen sprachliche Qualifizierung, Gruppen- und Einzelcoaching. Neben der individuellen Qualifizierungs- und Berufswegplanung sind die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, mit all seinen Facetten wie die "Fragen zur Kinderbetreuung", "Werteverständnis in Deutschland", "Unterschiedlichen Rollenverständnisse von Mutter und Ehefrau im Herkunftsland und in D", "Leistungen für Familien" zentrale Maßnahmeinhalte. Berufsbezogene Themen sind u. a. "Ressourcenaktivierung", "Selbstmanagement", "Umgang mit Konfliktsituationen", "Vorstellungsgespräch". Darüber hinaus werden noch Themen zur Kindererziehung, Freizeitgestaltung, Entspannung/Erholung behandelt. | ||||||
| Zitat | "Eine Freundin hat mir MiA! empfohlen. Jetzt empfehle ich MiA! weiter." Meryem G. | ||||||
| Zielsetzung | - Heranführung der Mütter an den Arbeitsmarkt - Förderung der Qualifizierungs- und Weiterbildungsbereitschaft - Vermittlung in Arbeit, Ausbildung und Weiterbildung - Verbesserung der sprachlichen Kenntnisse |
| Finanzierung in € | Gesamt-Finanzvolumen | 551.691,86 | € | |
|---|---|---|---|---|
| des Projekts | ||||
| EU-Fördermittel | 262.499,98 | € | ||
| Fördermittel des Landes Bayern | - | € | ||
| Fördermittel des Bundes | - | € | ||
| Kofinanzierung durch die | 289.191,88 | € | ||
| Stadt Nürnberg | ||||
| Sonstige Kofinanzierung | - | € |
| Durchführung | Ins Jahr 2022 sind wir mit den Vorerfahrungen aus 2020 und 2021 gegangen und konnten auf Corona-Beschränkungen schnell reagieren und das Angebot ggf. auf eine hybride Durchführung umstellen. Folgende Probleme stellten sich bei der Zielgruppe: unzureichende EDV-Ausstattung, schwaches WLAN, Kinder im Homeschooling, manchmal geringe Technik- Affinität. Insgesamt funktionierte die digitale Umsetzung jedoch deutlich besser als zu Beginn des Lockdowns in 2020, da im Kursverlauf die TNinnen auf eine mögliche digitale Umsetzung vorbereitet werden konnten. Der Schwerpunkt in 2022 lag auf der Durchführung in Präsenz. |
|---|---|
| Laufzeitverlängerung | Eine Verlängerung des Projektes gab es nicht - es gab eine Zwischenfinanzierungsmöglichkeit aus Bundesmitteln (01.07.2022 - 31.12.2022), von der wir Gebrauch gemacht haben. |
NEUN - Neue EU-Bürger in Nürnberg
| Projektzeitraum | von | 01.01.2021 | bis | 30.06.2022 | |||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Projektnummer | E030-BY-003 | ||||||
| Dienststelle(n) | Noris-Arbeit gGmbH | ||||||
| Antragsteller/in | Noris-Arbeit gGmbH | ||||||
| Ansprechpartner/in in der Dienststelle | Ansprechpartner/in in | Name: | Elisabeth Reinlein | ||||
| der Dienststelle | |||||||
| Telefon: | 0911/5863-127 | ||||||
| E-Mail: | elisabeth_reinlein@noa.nuernberg.de | ||||||
| Name: | Carolin Bezold (Finanzen) | ||||||
| Telefon: | 0911/5863-246 | ||||||
| E-Mail: | carolin_bezold@noa.nuernberg.de | ||||||
| Projektpartner | Lead-Partner | - | |||||
| deutsche | AWO Kreisverband Nürnberg | ||||||
| internationale | - | ||||||
| EU-Förderprogramm | EHAP - Europäischer Hilfsfond für die am meisten benachteiligten Menschen | ||||||
| Zielgruppe | Menschen mit Migrationshintergrund (EU und Nicht-EU), Erwerbslose, Erwerbstätige | ||||||
| Inhalt | Ansprache, Information und Beratung von neuzugewanderten UnionsbürgerInnen, deren Lebenslagen durch die Kumulation mehrerer Belastungen gekennzeichnet sind. | ||||||
| Zitat | "Dank euch habe ich endlich wieder eine Zukunft" Zbigniew B. | ||||||
| Zielsetzung | Zielsetzung | In einem ersten Schritt werden die dringendsten existenziellen Bedürfnisse wie Schlafen und Essen durch Vermittlung in das System der Wohnungslosennotfallhilfe erfüllt. Danach werden in einem Clearingprozess die weiteren Bedürfnisse und Motive der Zugewanderten abgeklärt und die Zuführung in das richtige Hilfesystem gesteuert. Hier ist das EHAP Projekt Wegweiser durch Erkennen des richtigen Hilfesystems und Vermittlung in das passende Angebot. Ziel ist dabei die Eigenständigkeit der Hilfesuchenden und ein menschenwürdiges, existenziell abgesichertes Leben und soziale Teilhabe zu ermöglichen. |
| Finanzierung in € | Gesamt-Finanzvolumen | 420.307,36 | € | |
|---|---|---|---|---|
| des Projekts | ||||
| EU-Fördermittel | 174.341,29 | € | ||
| Fördermittel des Landes Bayern | - | € | ||
| Fördermittel des Bundes | 224.950,68 | € | ||
| Kofinanzierung durch die | 14.095,41 | € | ||
| Stadt Nürnberg | ||||
| Sonstige Kofinanzierung | 6.919,98 | € |
| Durchführung | Die Maßnahme wurde in 2022 vorwiegend in Präsenz durchgeführt, ergänzt durch Einzelberatungen per Telefon oder per Mail. Persönliche Beratungen wurden während Corona- Zugangsbeschränkungen von der AWO am "Beratungsfenster" (Fenster im Büroraum zur Straße hin) und bei der NOA in einem "Schleusenraum" (Raum neben dem Eingang, der mit einer Trennwand und Beratungsscheibe versehen wurde, wodurch ein weiterer Zugang ins Gebäude verhindert wurde) durchgeführt. Letzterer war dringend notwendig, weil die NOA- Kolleg*innen weiterhin die Berechtigungsscheine für die Notschlafstellen ausgegeben haben. Positiv war, dass während der Corona-Phase die Stadt Nürnberg die Notschlafstelle "Dianaherberge" eröffnete, die auch Tagesaufenthalt und Essensversorgung beinhaltet. Die Kolleg*innen von NOA und AWO waren einmal wöchentlich mit einem Beratungsangebot vor Ort. |
|---|---|
| Laufzeitverlängerung | Von Seiten des EHAP-Programms ist auf Grund von Corona keine Laufzeitverlängerung vorgesehen. |
| Finanzierung | Aufgrund der Gewährung der alternativen Durchführung gibt es keine Veränderung bei der ESF-Finanzierung |
SENA - Soziale Eingliederung der neu Zugewanderten Unionsbürger gegen
Ausgrenzung
| Projektzeitraum | von | 01.10.2022 | bis | 30.09.2026 | |||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Projektnummer | EHA-1-0039 | ||||||
| Dienststelle(n) | Noris-Arbeit gGmbH | ||||||
| Antragsteller/in | Noris-Arbeit gGmbH | ||||||
| Ansprechpartner/in in der Dienststelle | Ansprechpartner/in in | Name: | Elisabeth Reinlein | ||||
| der Dienststelle | |||||||
| Telefon: | 0911/5863-127 | ||||||
| E-Mail: | beatrice_preising@noa.nuernberg.de | ||||||
| Name: | Carolin Bezold (Finanzen) | ||||||
| Telefon: | 0911/5863-246 | ||||||
| E-Mail: | carolin_bezold@noa.nuernberg.de | ||||||
| Projektpartner | Lead-Partner | - | |||||
| Deutsche | Deutsche | - AWO Kreisverband Nürnberg - Kassandra e. V. | |||||
| internationale | |||||||
| EU-Förderprogramm | ESF+, EHAP Plus | ||||||
| Zielgruppe | Zielgruppe | Menschen mit Migrationshintergrund (EU und Nicht-EU), Erwerbslose, Erwerbstätige | |||||
| Inhalt | Ansprache, Information und Beratung von neuzugewanderten UnionsbürgerInnen, deren Lebenslagen durch die Kumulation mehrerer Belastungen gekennzeichnet sind. Heranführung der Teilnehmer an das reguläre Hilfesystem. Beratung der Teilnehmer in der Muttersprache. Vermittlung der Teilnehmer an Angebote des Job Centers oder der Arbeitsagentur. | ||||||
| Zielsetzung | In einem 1. Schritt werden die dringendsten existenziellen Bedürfnisse wie Schlafen und Essen durch Vermittlung in das System der Wohnungslosennotfallhilfe erfüllt. Danach werden in einem Clearingprozess die weiteren Bedürfnisse und Motive der Zugewanderten abgeklärt und die Zuführung in das richtige Hilfesystem gesteuert. Hier ist das EHAP Projekt Wegweiser durch Erkennen des richtigen Hilfesystems und Vermittlung in das passende Angebot, auch in Richtung Arbeit. |
| Ziel ist dabei die Eigenständigkeit der Hilfesuchenden und ein menschenwürdiges, existenziell abgesichertes Leben und soziale Teilhabe zu ermöglichen. | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Finanzierung in € | Gesamt-Finanzvolumen des | 1.609.060,66 | € | ||
| Projekts | |||||
| EU-Fördermittel | 1.448.154,53 | € | |||
| Fördermittel des Landes Bayern | - | € | |||
| Fördermittel des Bundes | 80.452,96 | € | |||
| Kofinanzierung durch die Stadt | 46.583,15 | € | € | ||
| Nürnberg | |||||
| Sonstige Kofinanzierung | 33.870,02 | € |
Sonstiges Es liegt noch kein endgültiger Bewilligungsbescheid vor.
SPOK - Sprache Orientierung kulturelle Werte
| Projektzeitraum | von | 01.07.2019 | bis | 31.12.2022 | |||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Projektnummer | AM18-BY4643 | ||||||
| Dienststelle(n) | Noris-Arbeit gGmbH | ||||||
| Antragsteller/in | Noris-Arbeit gGmbH | ||||||
| Ansprechpartner/in in der Dienststelle | Ansprechpartner/in in | Name: | Beatrice Preising | ||||
| der Dienststelle | |||||||
| Telefon: | 0911/5863-118 | ||||||
| E-Mail: | beatrice_preising@noa.nuernberg.de | ||||||
| Name: | Carolin Bezold (Finanzen) | ||||||
| Telefon: | 0911/5863-246 | ||||||
| E-Mail: | carolin_bezold@noa.nuernberg.de | ||||||
| EU-Förderprogramm | Asyl-, Migrations- und Integrationsfond (AMIF), Nationales Ziel 2: Integrationsmaßnahmen, Maßnahmenbereich 3: Erstintegration | ||||||
| Zielgruppe | Geflüchtete | ||||||
| Inhalt | Inhalt | - 300 UE differenziertes Sprachlernangebot (12 - 20 UE/Woche) - Lerncoaching und Lernberatung - Vermittlung von kulturellen Werten - Exkursionen zur Vermittlung von alltagspraktischem Wissen | |||||
| Zielsetzung | In der Förderperiode sollen 360 Menschen das Sprachlernangebot annehmen. 300 Teilnehmende sollen während der Projektlaufzeit das Angebot des Lerncoachings annehmen. 80 Prozent der Teilnehmenden, die an Lernangeboten und Lerncoaching regelmäßig teilgenommen haben, verbessern ihre Kenntnisse um einen AlphaLevel (alpha- Kurzdiagnostik, vhs). 70 Prozent der Teilnehmenden, die regelmäßig an den Lernangebote und dem Lerncoaching teilnehmen, erreichen A1 GER (NOA Zertifikat, nach telc) |
| Finanzierung in € | Gesamt-Finanzvolumen des | 780.004,87 | € | |
|---|---|---|---|---|
| Projekts | ||||
| EU-Fördermittel | 585.003,65 | € | ||
| Fördermittel des Landes Bayern | - | € | ||
| Fördermittel des Bundes | - | € | ||
| Kofinanzierung durch die Stadt | 195.001,22 | € | € | |
| Nürnberg | ||||
| Sonstige Kofinanzierung | - | € |
Das BAMF gestattete schon 2020 eine alternative Durchführung der Maßnahme. In 2022 wurde die Maßnahme zum größten Teil in Präsenz umgesetzt. Schon im Vorfeld des Lockdowns wurden die Teilnehmenden beim Anlegen von E- Mail-Adressen, Herunterladen von Apps und beim Zugang und der Nutzung von Lernportalen unterstützt und vertraut gemacht. Sprachlich schwache Teilnehmenden, die lernungeübt waren und/oder strukturelle Analphabeten waren, konnten auch wieder mit Info- und Unterrichtsmaterial per Post versorgt werden; sprachlich geübtere Teilnehmende wurden in ihren Unterkünften als Multiplikatoren für die Ungeübten eingesetzt. Gerade bei Frauen, war das Thema Homeschooling in Gemeinschaftsunterkünften problematisch, aufgrund der beengten räumlichen Verhältnisse, Raum und Zeit für störungsfreies Lernen zu finden.
Eine Laufzeitverlängerung ist seitens des AMIF nicht gewollt und konnte daher auch gar nicht beantragt werden.
Aufgrund der alternativen Durchführungsmöglichkeit ergab sich bei der Finanzierung keine Veränderung.
Eine Verlängerung wurde ermöglicht, auch wenn sich die Förderung nicht erhöht hat; hierbei handelte es sich nicht um eine coronabedingte Verlängerung - die Richtlinien für die neuen Projekte lagen noch nicht vor und man wollte Förderlücken vermeiden.
Durchführung
Laufzeitverlängerung
Finanzierung
Sonstiges
1.7. Geschäftsbereich Planung und Bau
procuRE: Pre-Commercial Procurement for a 100% Renewable Energy Supply in
Buildings
| Projektzeitraum | von | 01.12.2020 | bis | 31.05.2024 | |||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Projektnummer | 963648 | ||||||
| Dienststelle(n) | Hochbauamt / ZA-KEM | ||||||
| Antragsteller/in | Antragsteller/in | ZAVOD ENERGETSKA AGENCIJA ZA SAVINJSKO SALESKO IN KOROSKO (KSSENA), Slowenien | |||||
| Ansprechpartner/in in der Dienststelle | Name: | Alexander Nordhus | |||||
| Telefon: | 0911/231-14584 | ||||||
| E-Mail: | alexander.nordhus@stadt.nuernberg.de | ||||||
| Name: | Mathias Klaußner | ||||||
| Telefon: | 0911/231-21283 | ||||||
| E-Mail: | mathias.klaussner@stadt.nuernberg.de | ||||||
| Projektpartner | Lead-Partner | Lead-Partner | Zavod Energetska Agencija Za Savinjsko Salesko in Korosko (Slowenien) | ||||
| deutsche | Empirica Gesellschaft für Kommunikations- und Technologieforschung mbH (Bonn) | ||||||
| internationale | - ENERGAIA - Agencia De Energaia Do Sul Da Rea Metropolitana do Porto (Portugal) - Stadt Eilat (Israel) - Stadt Instanbul (Türkei) - Ozyegin Universität (Istanbul, Türkei)) - Accademia Europea di Bolzano (Italien) | ||||||
| EU-Förderprogramm | H2020-LC-SC3-2018-2019-2020 / H2020-LC-SC3-2020-Joint- Actions-1 | ||||||
| Zielgruppe | Verwaltungspersonal, Multiplikatoren, Unternehmen | ||||||
| Inhalt | Inhalt | Ziel ist ein innovatives Renovierungskonzept, das Renovierungs- pakete für die Versorgung von bestehenden Nichtwohngebäuden mit 100 Prozent erneuerbarer Energie erstellt. Der Sanierungsansatz soll durch die Erstellung und Umsetzung von Sanierungspaketen für bestimmte Nichtwohngebäude in den |
Ansprechpartner/in in
der Dienststelle
| Portfolios der Käufergruppe, den Demonstrationsstandorten, getestet werden. Das Renovierungskonzept soll ein komplettes Paket von Methoden, Technologien, Dienstleistungen und Geräten umfassen, die in ein gut dokumentiertes Instrumentarium integriert sind, das mindestens Folgendes beinhaltet: Rahmen für die Gebäudebewertung, Systemdesign und Steuerungskonzept, EE-Erzeugung, interoperable Integration von Altgeräten, Datenmanagement und Datenaustausch, Gebäudesteuerung, Speicherlösungen, Finanzierungs- und Vertragsmodelle, Lebenszykluskostenansatz, kontinuierliche Inbetriebnahme, verhaltensorientierte Schulung und Ausbildung von Bewohnern und Experten. Während der Phasen I und II passen die Anbieter ihren Renovierungsansatz an, erweitern ihn und wenden ihn an, um Renovierungspakete für sechs spezifische Gebäude in den Portfolios der Käufergruppe mit zunehmendem Detailgrad zu erstellen. Während dieser beiden Phasen werden die Anbieter ihr Co-Design-Verfahren anwenden, um den Informationsaustausch, die Beteiligung, die Entscheidungsfindung usw. zu erleichtern. Die erfolgreichen Bieter für Phase III werden dann die Renovierungspakete in drei zugewiesenen Gebäuden umsetzen, die Leistung sicherstellen und das Verfahren der kontinuierlichen Inbetriebnahme anwenden. Die erste Lieferung des Renovierungspakets soll schlüsselfertig sein. | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Finanzierung in € | Gesamt-Finanzvolumen | 1.504.125,00 | € | ||
| des Projekts | |||||
| EU-Fördermittel | 1.504.125,00 | € | |||
| Fördermittel des Landes Bayern | - | € | |||
| Fördermittel des Bundes | - | € | |||
| Kofinanzierung durch die | - | € | |||
| Stadt Nürnberg | |||||
| Sonstige Kofinanzierung | - | € |
| Durchführung | Es waren ursprünglich jährlich etwa zwei Vor-Ort Treffen der Partner geplant. Diese Konsortial-Treffen sind auf den nötigsten Inhalt geschrumpft und online durchgeführt worden. Dabei wurde die Software MS-Teams eingesetzt, die vom Partner Empirica vollumfänglich eingesetzt wird, auch zum Projektmanagement und zur gemeinsamen Bearbeitung und Verfügbarmachung aller Projektdokumente. (Diese Funktion wird leider von Seiten der Stadt Nürnberg nicht zur Verfügung gestellt, ist aber sehr hilfreich.) Das erste Konsortialtreffen konnte Mitte September 2022 in Villa Nova de Gaia (Portugal) stattfinden. Insgesamt hatte die Corona-Pandemie nur sehr geringe Auswirkungen auf das Projekt. Zeitpläne konnten wie geplant eingehalten werden. Die interkulturelle Zusammenarbeit und das Zusammenwachsen des Partnerkonsortiums konnte allerdings nicht wie sonst üblich erfolgen. | |
|---|---|---|
| Laufzeitverlängerung | Nicht wegen Corona | |
| Finanzierung | Keine Auswirkung |
1.8. Geschäftsbereich Wirtschaft und Wissenschaft
Innenstadtmanagement
| Projektzeitraum | von | 01.05.2022 | bis | 30.06.2023 | |||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Projektnummer | RMF-SG34-4654-9-2-35 | ||||||
| Dienststelle(n) | Ref. VII/WiF | ||||||
| Antragsteller/in | Dr. Michael Fraas | ||||||
| Ansprechpartner/in in der Dienststelle | Ansprechpartner/in in | Name: | Daniela Förtsch | ||||
| der Dienststelle | |||||||
| Telefon: | 0911/231-8526 | ||||||
| E-Mail: | daniela.foertsch@stadt.nuernberg.de | ||||||
| EU-Förderprogramm | EU-Innenstadt-Förderinitiative im Operationellen Programm EFRE-IWB 2014-2020 Bayern Maßnahmengruppe 7.5 (REACT-EU) | ||||||
| Zielgruppe | breite Öffentlichkeit, Unternehmen | ||||||
| Inhalt | Inhalt | Um eine nachhaltige Verstetigung des bislang sehr erfolgreichen Ansatzes der Nürnberger City Werkstatt gewährleisten zu können, wird ein Community-Management etabliert, das die vielfältigen Akteurinnen und Akteure bei der Vernetzung sowie dem Projektmanagement unterstützt. Bislang fehlte bei den vielen einzelnen Projekten, aus denen die Nürnberger City Werkstatt besteht, eine zentrale Anlaufstelle. Die Schaffung der Stelle soll dazu beitragen, dass eine Schnittstelle unter den Akteurinnen und Akteuren der laufenden Projekte sowie hin zur interessierten Öffentlichkeit geschaffen wird. Sie soll als zentrale Ansprechperson für alle in der City Werkstatt Organisierten oder daran Interessierten zur Verfügung stehen, ein Netzwerk aufbauen und Kooperationen zwischen den Projektteams unterstützen, neue Projektideen aus der Community aufnehmen und eine Erstberatung zu den nächsten Schritten geben sowie regelmäßige Austausch- oder Wissenstransferformate organisieren. Zudem soll ein digitales Projekt- und Netzwerkmanagementtool mit Hilfe der Community implementiert werden. |
| Zitat | „Das Motto ‚einfach machen’ ist das Erfolgsgeheimnis der Nürnberger City Werkstatt: Prototypen schaffen, Dinge ausprobieren, daraus lernen und verstetigen, wenn sich etwas bewährt hat. Für diesen innovativen Ansatz unter Einbeziehung der Innenstadt-Akteurinnen und Akteure haben wir im Jahr 2022 den Stadtmarketingpreis Bayern bekommen und werden bundesweit beachtet.“ (Dr. Michael Fraas, Wirtschafts-und Wissenschaftsreferent der Stadt Nürnberg) | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Zielsetzung | Einstellung und Etablierung einer zentralen Ansprechperson innerhalb der Nürnberger City Werkstatt, die als Schnittstelle im Community-Management fungiert und die Akteurinnen und Akteure bei der Vernetzung und beim Projektmanagement unterstützt. | ||||
| Finanzierung in € | Gesamt-Finanzvolumen | 309.449,25 | € | ||
| des Projekts | |||||
| EU-Fördermittel | 86.860,47 | € | |||
| Fördermittel des Landes Bayern | - | € | |||
| Fördermittel des Bundes | - | € | |||
| Kofinanzierung durch die | 222.588,78 | € | |||
| Stadt Nürnberg | |||||
| Sonstige Kofinanzierung | - | € |
EUROPE DIRECT Nürnberg
| Projektzeitraum | von | 01.01.2022 | bis | 31.12.2022 | |||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Projektnummer | 101071285 | ||||||
| Dienststelle(n) | Ref. VII/EU-Büro | ||||||
| Antragsteller/in | Ref. VII | ||||||
| Ansprechpartner/in in der Dienststelle | Ansprechpartner/in in | Name: | Jasmin Kaiser | ||||
| der Dienststelle | |||||||
| Telefon: | 0911/231-2300 | ||||||
| E-Mail: | jasmin.kaiser@stadt.nuernberg.de | ||||||
| EU-Förderprogramm | Spezifische Haushaltslinie der Europäischen Kommission zur Finanzierung der EUROPE DIRECTs | ||||||
| Zielgruppe | breite Öffentlichkeit, Schülerinnen und Schüler, Auszubildende, Lernende in der Weiterbildung, Lehrpersonal, Verwaltungspersonal, Menschen mit Migrationshintergrund (EU und Nicht-EU), Geflüchtete, Multiplikatoren, Erwerbslose, Erwerbstätige, Unternehmen | ||||||
| Inhalt | In den Mitgliedstaaten der Europäischen Union gibt es rund 450 sogenannte "EUROPE DIRECT". Sie sind bürgernahe Anlaufstellen für alle EU-bezogenen Fragen vor Ort. Das EUROPE DIRECT Nürnberg, das im Wirtschafts- und Wissenschaftsreferat der Stadt Nürnberg angesiedelt ist, ist eine dieser Kontaktstellen. In Zusammenarbeit mit der Europäischen Kommission werden EU-Informationen vermittelt und der Dialog gefördert. Dazu zählen die Zurverfügungstellung von geeigneten Informationsmaterialien, das Halten von Vorträgen, die Organisation von Informations- und Dialogveranstaltungen sowie die Recherche, Auswertung und Beratung bei verschiedensten Fragen zur EU. | ||||||
| Zitat | „Danke nochmals für die klasse gemeinsame Veranstaltung heute, die Gastfreundschaft und die Unterstützung vor Ort. Es hat wirklich Freude gemacht und ich war angetan von der regen Diskussionsbereitschaft der Schüler:innen. Wenn der Gong nicht gekommen wäre, hätten wir glatt überzogen.“ (Feedback zu einer Veranstaltung) | ||||||
| Zielsetzung | Förderung des Verständnisses für die Zusammenarbeit in Europa und Wissensvermittlung über die Europäische Union. Bereithaltung einer bürgernahen Anlaufstelle bei Fragen zur EU. |
| Finanzierung in € | Gesamt-Finanzvolumen | 121.415,59 | € | |
|---|---|---|---|---|
| des Projekts | ||||
| EU-Fördermittel | 38.000,00 | € | ||
| Fördermittel des Landes Bayern | - | € | ||
| Fördermittel des Bundes | - | € | ||
| Kofinanzierung durch die | 83.415,59 | € | ||
| Stadt Nürnberg | ||||
| Sonstige Kofinanzierung | - | € |
Bürgerdialog “Mitreden über Europa”, 08.04.2022 „Ideen für Europa!“ mit Martin Speer, 09.11.2022
Bayerischer Europatag in Nürnberg, 21.05.2022
EURIGHT: The connection between the Charter of Fundamental Rights of the EU
and the Citizenship
| Projektzeitraum | von | 02.11.2020 | bis | 01.05.2023 | |||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Projektnummer | 620477 | ||||||
| Dienststelle(n) | Ref. VII/EU-Büro | ||||||
| Antragsteller/in | Ref. VII | ||||||
| Ansprechpartner/in in der Dienststelle | Ansprechpartner/in in | Name: | Jasmin Kaiser | ||||
| der Dienststelle | |||||||
| Telefon: | 0911/231-2300 | ||||||
| E-Mail: | jasmin.kaiser@stadt.nuernberg.de | ||||||
| Projektpartner | Lead-Partner | Stadt Gijón, Spanien | |||||
| deutsche | - | ||||||
| internationale | internationale | - Stadt Alba Iulia, Rumänien - Stadt Genua, Italien - Universitate 1 Decembrie 1918, Alba Iulia, Rumänien - Friends of Europe, Belgien | |||||
| EU-Förderprogramm | Europa für Bürgerinnen und Bürger | ||||||
| Zielgruppe | Breite Öffentlichkeit, Multiplikatoren | ||||||
| Inhalt | Inhalt | EURIGHT möchte die europäische Bürgerschaft über die Charta der Grundrechte der Europäischen Union informieren. Die Charta wurde mit dem Inkrafttreten des Vertrags von Lissabon (Dezember 2009) für die EU rechtsverbindlich. Auch die EU- Mitgliedstaaten müssen sie anwenden, wenn sie EU- Rechtsvorschriften umsetzen. Die Charta und die darin enthaltenen Rechte sind jedoch vielen europäischen Bürgerinnen und Bürgern unbekannt. | |||||
| Zielsetzung | Durch Bürgerdialoge, einen Online-Kurs und eine Online-Debatte soll das Wissen über die EU-Charta der Grundrechte verbessert und weitere Diskussionen unter den Bürgerinnen und Bürgern, mit Politikerinnen und Politkern, Interessenvertreterinnen und Interessenvertretern und den europäischen Institutionen gefördert werden. Das Projekt möchte dadurch die Rolle der Europäischen Union im Bereich der Menschenrechte hervorheben und die Bürgerinnen und Bürger über ihre Rechte informieren. 2022 fanden Bürgerdialoge in Alba Iulia (Rumänien), Genua (Italien), Nürnberg und Gijon (Spanien) statt. Die Online-Debatte wurde im Oktober 2022 sowohl auf Deutsch |
| (https://www.debatingeurope.eu/de/2022/11/09/wie-schuetzt-die- eu-die-grundrechte/) als auch auf Englisch (https://www.debatingeurope.eu/2022/10/12/how-important-is- the-charter-of-fundamental-rights-for-eu-citizens/#.Y0bfjkxBxPZ) gestartet. Der Online-Kurs wurde finalisiert und steht seit November 2022 auf der Website des Projekts (https://euright- project.eu/) zur Verfügung. | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Finanzierung in € | Gesamt-Finanzvolumen | 18.000,00 | € | ||
| des Projekts | |||||
| EU-Fördermittel | 18.000,00 | € | |||
| Fördermittel des Landes Bayern | - | € | |||
| Fördermittel des Bundes | - | € | |||
| Kofinanzierung durch die | - | € | |||
| Stadt Nürnberg | |||||
| Sonstige Kofinanzierung | - | € |
| Durchführung | Der erste Bürgerdialog in Rumänien konnten nicht wie geplant im Oktober 2021 stattfinden, sondern wurde auf Januar 2022 verschoben (und dann ohne Vor-Ort-Präsenz der anderen Projektpartner durchgeführt). Das erste persönliche Treffen fand im Mai 2022 in Genua statt. | |
|---|---|---|
| Projektverlängerung | Das Projekt wurde bis 1. Mai 2023 verlängert. |
Bürgerdialog in Nürnberg (Copyright Fotos: Europabüro der Stadt Nürnberg/Anestis Aslanidis)
2. Abfrage
Formular zur Abfrage
EU-Projekte der Stadt Nürnberg
im Jahr 2022
Hinweis: Bitte beachten Sie zum Ausfüllen dieses Formulars unbedingt den Leitfaden, der die einzelnen Punkte nochmal genauer beschreibt und Unterschiede definiert.
| Projektname | [Bitte ausfüllen] | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Projektzeitraum (laut | von | [Bitte ausfüllen] | bis | [Bitte ausfüllen] | |||
| Fördervertrag) | |||||||
| Projektnummer | [Bitte ausfüllen] | ||||||
| Dienststelle(n) | [Bitte ausfüllen] | ||||||
| Antragsteller/in | [Bitte ausfüllen] | ||||||
| Ansprechpartner/in in der Dienststelle (bitte mindestens eine/n Ansprechpartner/in angeben) | Ansprechpartner/in in | Name: | [Bitte ausfüllen] | ||||
| der Dienststelle | Telefon: | [Bitte ausfüllen] | |||||
| (bitte mindestens eine/n | |||||||
| E-Mail: | [Bitte ausfüllen] | ||||||
| Ansprechpartner/in | |||||||
| angeben) | Name: | [Bitte ausfüllen] | |||||
| Telefon: | [Bitte ausfüllen] | ||||||
| E-Mail: | [Bitte ausfüllen] | ||||||
| Projektpartner | Lead-Partner | [Bitte ausfüllen] | |||||
| deutsche | [Bitte ggfs. ausfüllen] | ||||||
| internationale | [Bitte ggfs. ausfüllen] | ||||||
| EU-Förderprogramm | [Bitte ausfüllen] | ||||||
| (ggfs. auch Prioritätsachse | |||||||
| und Förderaktion) |
Zielgruppe
(Mehrfachankreuzung
möglich)
☐breite Öffentlichkeit ☐Schülerinnen und Schüler ☐Auszubildende ☐Lernende in der Weiterbildung ☐Lehrpersonal
| ☐Verwaltungspersonal ☐Menschen mit Migrationshintergrund (EU und Nicht-EU) ☐Geflüchtete ☐Multiplikatoren ☐Erwerbslose ☐Erwerbstätige ☐Unternehmen ☐Sonstige: [Bitte ausfüllen] [Bitte ausfüllen] [Bitte ausfüllen] [Bitte ausfüllen] | |
|---|---|
| Inhalt | |
| (Richtwert 1000 Zeichen) | |
| Zitat | |
| seitens | |
| Projektdurchführende/r | |
| oder -teilnehmer/in (mit | |
| Name) | |
| (Richtwert 200 Zeichen) | |
| Zielsetzung | |
| (Richtwert 500 Zeichen) |
| Fotos und/oder Logos | [Bitte ausfüllen] |
|---|---|
| des Projektes | |
| (bei Dateien größer als 50 | |
| MB bitte | |
| Datenaustauschserver | |
| verwenden) |
| Finanzierung in € (laut Fördervertrag) | Gesamt-Finanzvolumen | [Bitte ausfüllen] | € | |
|---|---|---|---|---|
| des Projekts | ||||
| EU-Fördermittel | [Bitte ausfüllen] | € | ||
| Fördermittel des Landes Bayern | [Bitte ggfs. ausfüllen] | € | ||
| Fördermittel des Bundes | [Bitte ggfs. ausfüllen] | € | ||
| Kofinanzierung durch die | [Bitte ggfs. ausfüllen] | € | ||
| Stadt Nürnberg | ||||
| Sonstige Kofinanzierung | [Bitte ggfs. ausfüllen] | € |
Finanzierung in €
(laut Fördervertrag)
| Durchführung | [Bitte ausfüllen] |
|---|---|
| (Richtwert 500 Zeichen) | |
| Laufzeitverlängerung | [Bitte ggfs. ausfüllen] |
| (Richtwert 200 Zeichen) | |
| Finanzierung | [Bitte ggfs. ausfüllen] |
| (Richtwert 200 Zeichen) | |
| Sonstiges | [Bitte ggfs. ausfüllen] |
| (Richtwert 500 Zeichen) |
Leitfaden zur Abfrage
EU-PROJEKTE DER STADT NÜRNBERG
IM JAHR 2022
- LEITFADEN ZUM AUSFÜLLEN DES FORMULARS –
| Die grauen Flächen des Formulars können nicht verändert werden! | ||
|---|---|---|
| Projektname | Vollständiger Titel des Projekts | |
| Projektzeitraum | Projektzeitraum | Laufzeit des Projekts, mit Anfangs- und Enddatum. (Achtung: nur Projekte die im Jahr 2022 begannen, beendet wurden oder stattfanden) Achtung: Falls das Projekt z. B. Corona-bedingt verlängert wurde, geben Sie bitte sowohl das ursprüngliche als auch das neue Enddatum an. |
| Projektnummer | Projektnummer laut Fördervertrag | |
| Dienststelle(n) | Dienststelle(n) | Dienststelle, die das EU-Projekt durchführt bzw. koordiniert, ggfs. mehrere Dienststellen, falls mehr als eine Dienstelle beteiligt ist/war. |
| Antragsteller/in | Person, Unternehmen bzw. Einrichtung, die den Förderantrag eingereicht hat. | |
| Ansprechpartner/in in der | Wer kann bei Bedarf Auskunft über das Projekt geben? (Bitte maximal 2 Ansprechpartner/innen nennen) | |
| Dienststelle | ||
| Projektpartner | Projektpartner | Alle teilnehmenden Projektpartner ausweisen, ggfs. auch internationale Partner, den Lead-Partner falls vorhanden gesondert ausweisen. |
| EU-Förderprogramm | Welches Förderprogramm, evtl. Unterprogramm oder Prioritätsachse wird/wurde genutzt? (Bitte so genau wie möglich) | |
| Zielgruppe | An wen richtet/e sich das Projekt? Wer profitiert/profitierte direkt von dem Projekt? Es kann mehr als eine Zielgruppe angegeben werden, z. B. bei Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund. | |
| Inhalt | Kurze Beschreibung des Projekts. | |
| (Richtwert 1000 Zeichen) | ||
| Zitat (Richtwert 200 Zeichen) | Zitat | Kurzes Zitat seitens einer/eines Projektverantwortlichen oder einer/ eines Projektteilnehmerin/s zum Projekt. Bitte geben Sie auch den Namen an. |
| (Richtwert 200 Zeichen) | ||
| Zielsetzung | Welche Ziele sollen erreicht werden/wurden erreicht? | |
| (Richtwert 500 Zeichen) | ||
| Fotos und/oder Logos des | Bei Dateien größer als 50 MB bitte Datenaustauschserver verwenden. Bitte mit Quellenangaben und ggf. Bildunterschriften. | |
| Projektes |
| Finanzierung | Achtung: Finanzierung laut ursprünglichem (!) Fördervertrag angeben. Sollten sich die finanziellen Mittel des Projekts Corona- bedingt verändert haben, bitte im separaten Abschnitt (s.u.) angeben. Hinweis Erasmus+: Falls Sie eine Akkreditierung haben, geben Sie bitte die bewilligten Zuschüsse für die Mobilitäten aus der Mittelanforderung 2022 an. Sollten Sie 2022 keine Mittel angefordert haben, tragen Sie bitte null Euro ein. Gesamt-Finanzvolumen des Projekts: Angabe des Gesamtbudgets des Projekts über die gesamte Laufzeit. Bei nationalen oder internationalen Partnerschaften nur den Anteil für die Stadt Nürnberg ausweisen. EU-Fördermittel: Angabe in welcher Höhe EU-Mittel für die Stadt Nürnberg zur Verfügung stehen/standen. Fördermittel des Landes Bayern: Angabe in welcher Höhe Landesmittel für die Stadt Nürnberg zur Verfügung stehen/standen. Fördermittel des Bundes: Angabe in welcher Höhe Bundesmittel für die Stadt Nürnberg zur Verfügung stehen/standen. Kofinanzierung durch die Stadt Nürnberg: Angabe in welcher Höhe finanzielle Mittel durch die Stadt Nürnberg zum Projekt beigetragen werden/wurden, z. B. durch Abstellung von Personal, Mietkosten, etc. Sonstige Kofinanzierung: z. B. Teilnehmergebühren, private Mittel, etc. |
|---|
| Durchführung | Welche Auswirkungen hatte die Corona-Pandemie auf die Durchführung des Projektes, bspw. auf die Durchführbarkeit von Veranstaltungen oder Mobilitäten? Konnte das Projekt wie geplant durchgeführt werden? Wurden Aktivitäten abgeändert durchgeführt, verschoben oder abgesagt? Welche Alternativlösungen wurden gefunden? |
|---|---|
| Laufzeitverlängerung | Wurde die Laufzeit des Projektes aufgrund der Corona-Pandemie verlängert bzw. eine Verlängerung beantragt? Achtung: hier Abweichungen vom ursprünglichen Projektzeitraum (s.o.) angeben. |
| Finanzierung | Wie hat sich die Corona-Pandemie auf die Finanzierung des Projektes ausgewirkt? (Mittelkürzung, Ausgaben- oder Einnahmensteigerung oder -senkung) Achtung: hier Abweichungen von der ursprünglichen Finanzierung laut Fördervertrag (s.o.) angeben. |
| Sonstiges | Falls das Projekt auf andere Art und Weise durch die Corona- Pandemie beeinflusst wurde, können Sie dies hier erläutern. |
Laufzeitverlängerung
Beratung Datum Behandlung Ziel
Ausschuss für Recht, Wirtschaft und 28.06.2023 öffentlich Bericht
Arbeit
Betreff:
Innovationsorte in Nürnberg
Bericht:
Im Rahmen ihrer Aufgabe als Zukunftsgestalterin des Wirtschafts- und Wissenschaftsstandortes entwickelt die Wirtschaftsförderung Nürnberg das lokale Innovationsökosystem.
Innovationsorte sind die sichtbaren Knotenpunkte im Nürnberger Innovationsökosystem und damit erste Anlaufstellen, um Ideen und Innovationen voranzutreiben und in neue Wirtschaftskraft umzusetzen. Die Wirtschaftsförderung Nürnberg initiiert und betreut die Innovationsorte in Nürnberg.
Die Sachverhaltsdarstellung gibt einen Überblick über die Innovationsorte in Nürnberg.
Noch offen, ob finanzielle Auswirkungen Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:
(→ weiter bei 2.)
Nein (→ weiter bei 2.)
Ja
Kosten noch nicht bekannt
Kosten bekannt
Gesamtkosten € Folgekosten € pro Jahr
dauerhaft nur für einen begrenzten Zeitraum
davon investiv € davon Sachkosten € pro Jahr
davon konsumtiv € davon Personalkosten € pro Jahr
(mit Ref. I/II / Stk - entsprechend der vereinbarten Haushaltsregelungen - abgestimmt, ansonsten Ref. I/II / Stk in Kenntnis gesetzt) Ja Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:
2a. Auswirkungen auf den Stellenplan:
Nein (→ weiter bei 3.)
Ja
Deckung im Rahmen des bestehenden Stellenplans
Auswirkungen auf den Stellenplan im Umfang von Vollkraftstellen (Einbringung und Prüfung im Rahmen des Stellenschaffungsverfahrens)
Siehe gesonderte Darstellung im Sachverhalt
Ja Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:
- Diversity-Relevanz:
Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich: Ja Keine Diversity-Relevanz erkennbar.
- Abstimmung mit weiteren Geschäftsbereichen / Dienststellen:
RA und DiP (verpflichtend bei Satzungen und Verordnungen)
Innovationsorte in Nürnberg
Sachverhaltsdarstellung:
Das Wirtschafts- und Wissenschaftsreferat / Wirtschaftförderung Nürnberg macht sich seit Jahren stark für die Förderung innovativer Technologien und den dazugehörigen Wissenstransfer. Mit Erfolg - wie die Vielzahl der Innovationsorte in Nürnberg zeigt. Das Resultat: Lokale Unternehmen vernetzen sich zunehmend und öffnen sich für Impulse von außen. Gleichzeitig wirkt sich der interdisziplinäre Austausch von Informationen und Ideen mit und für die Stadtgesellschaft positiv auf den Standort aus.
Innovationen sind die Basis für langfristigen unternehmerischen Erfolg. Innovationsimpulse
- neue Ideen für Produkte, Dienstleistungen, Prozesse oder Geschäftsmodelle - entstehen
durch das Zusammenwirken von Startups, etablierten Unternehmen, Technologieclustern, Forschung und Entwicklung, Kreativen sowie Communities.
Die Wirtschaftsförderung Nürnberg legt daher gezielt den Fokus darauf, Innovationsbedarfe und Innovationsangebote zusammenzuführen. Im Rahmen ihrer Aufgabe als Zukunftsgestalterin des Wirtschafts- und Wissenschaftsstandortes entwickelt die Wirtschaftsförderung Nürnberg das lokale Innovationsökosystem weiter.
Dynamische Märkte erfordern dynamisches Denken und Handeln. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass sich Unternehmerinnen und Unternehmer bewusst von Denkroutinen und gelernten Prozessen lösen. Dazu gehört vor allem der Mut, weniger zu mauern und sich nach außen zu öffnen. Hier setzen Innovationsorte an: Orte, an denen verschiedene Akteure
- Innovationssuchende und Lösungsanbieter - gemeinsam Ideen entwickeln und experimen-
tieren.
In Nürnberg gibt es bereits eine ganze Reihe davon. Im Folgenden ein Kurzüberblick:
Technologietransfer Labs sind Technologiezentren von Hochschulen bzw. Forschungseinrichtungen mit dem Ziel, angewandte Forschung und Entwicklung mit technologieorientierten Unternehmen umzusetzen. Sie richten sich an Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Unternehmen.
| Thema | Ort | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| E | nergie Campus Nürnberg | Energieforschung, Energietechnologie | ehem. AEG-Areal | ||
| E - | mbedded Systems Institute | Digitalisierung, eingebettete Systeme | Nordostpark | ||
| Anwendungszentrum | |||||
| F | raunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen IIS | Digitalisierung | Nordostpark | ||
| Test- und Anwendungszentrum L.I.N.K (am IIS) | Lokalisierung, Identifikation, Navigation und Kommunikation | Nordostpark | |||
| A | da Lovelace Center (am IIS) | Künstliche Intelligenz | Nordostpark | ||
| Campus Future Driveline | Zukunftsfähige Schwerlastmobilität (elektrische Antriebe) | Südstadt, Frankenstraße |
Open Innovation Labs werden häufig von Hochschulen oder Forschungseinrichtungen mit dem Ziel ins Leben gerufen, externe Organisationen und Unternehmen in Forschungs- und Entwicklungsprojekte einzubinden - und eventuell daraus neue Unternehmen bzw. Startups entstehen zu lassen. Sie richten sich an ein breites Publikum (Hochschulen, Forschungseinrichtungen, Unternehmen, Privatpersonen und Institutionen).
| Thema | Ort | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| L In | EONARDO – Zentrum für Kreativität und | Open Innovation, Kreativität, Cross- | Innenstadt | ||
| novation | Innovation | ||||
| In | novationslabor Industrial IoT (am IIS) | Industrie 4.0 | Nordostpark | ||
| J | OSEPHS - das offene Innovationslabor (am IIS) | Open Innovation | Innenstadt |
Inkubatoren sind Gründerzentren für Startups aus einer bestimmten Branche - mit mehr Know-how-Transfer und bedarfsgerechten Coaching-Leistungen wie z.B. Hilfe bei Finanzierung oder dem Marktzugang. Inkubatoren richten sind in der Regel an Gründungswillige und Startups bestimmter - oft technologieorientierter - Branchenfelder.
| Thema | Ort | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Z | OLLHOF Tech Incubator | Digitalisierung, Smart Engineering | Kohlenhof | ||
| N E | Kubator - Innovations- und Gründerzentrum für | Grüne Technologien, Nachhaltigkeit, Energietechnik | ehem. AEG-Areal | ||
| nergie, GreenTech und Nachhaltigkeit | |||||
| O E d | M7 - Business Innovation Center für | Kreativwirtschaft, Cross-Innovation | Nordstadt | ||
| xistenzgründungen und junge Unternehmen | |||||
| er Kreativwirtschaft | |||||
| K | lee-Center | Low-Tech | Südstadt | ||
| E | SA BIC (am IIS) | Raumfahrttechnik | Nordostpark | ||
| A | nders Gründen | Social Start-ups | Gostenhof |
Außerschulische Lernorte und Grassroot Labs sind besonders zugängliche Innovationsorte. Außerschulische Lernorte bereiten Wissen auf und machen es erlebbar. Im Fokus steht neben der Wissensvermittlung der Spaß am Entdecken und das Lernen mit allen Sinnen. Grassroot Labs haben in der Regel keinen kommerziellen Hintergrund und stellen den Spaß am kreativen Austausch in den Vordergrund. Zielgruppen sind hier vor allem Privatpersonen und Schulklassen.
| Thema | Ort | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| B | ionicum | Bionik | Tiergarten Nürnberg | ||
| D - | eutsches Museum Nürnberg | Zukunftstechnologien | Innenstadt | ||
| Das Zukunftsmuseum | |||||
| K | inderUni Nürnberg | div. Themen | - | ||
| Museum Industriekultur | Industriegeschichte, Technikgeschichte, Sozialgeschichte | Tafelhalle | |||
| S | pielzeugmuseum Nürnberg | Spielzeug | Innenstadt | ||
| S | tadtmuseum im Fembohaus | Stadtgeschichte | Innenstadt | ||
| G - | ermanisches Nationalmuseum | Archäologie, Geschichte, Kunst, Kultur | Innenstadt | ||
| Leibniz Forschungsmuseum | |||||
| N | icolaus-Copernicus-Planetarium | Astronomie | Plärrer | ||
| T | urm der Sinne | Sinneswahrnehmung | Innenstadt | ||
| E | rfahrungsfeld zur Entfaltung der Sinne | Sinneswahrnehmung | Wöhrder Wiese | ||
| K | indermuseum Nürnberg | Natur, Technik, Sozialgeschichte | Rothenburger Straße | ||
| K | I-Showroom (im JOSEPHS) | Künstliche Intelligenz | Innenstadt | ||
| U | rban Lab | Partizipative Stadtentwicklung | Weststadt | ||
| CoderDojo in der Tollwerkstatt | Programmierclub für Kinder und Jugendliche | Nordostpark |
Die Wirtschaftsförderung Nürnberg war in den letzten Jahren an Aufbau, Ausgestaltung und Entwicklung von Innovationsorten beteiligt. Maßgeblich beigetragen hat sie zur Realisierung des ZOLLHOF Tech Incubator, des NKubator - Innovations und Gründerzentrum für Energie, GreenTech und Nachhaltigkeit, des OM7 - Business Innovation Center für Existenzgründungen und junge Unternehmen der Kreativwirtschaft, des Energie Campus Nürnberg, des Innovationslabors Industrial IoT, des Embedded Systems Institute - Anwendungszentrum und des Bionicums.
Zusammen mit den handelnden Akteurinnen und Akteuren (Unternehmen, Startups, Multiplikatoren, Wissenschaftseinrichtungen, etc.) und Kreativ- und Vernetzungsformaten (z.B. Matching- und Networking-Events, Eventreihen, Kongresse, Messen, Kreativformate) bilden Innovationsorte das Innovationsökosystem am Standort aus.
Anmerkung zur Diversity-Relevanz Es bestehen keine Anhaltspunkte, dass diese Maßnahme bestimmte Personengruppen, beispielsweise unterschiedlichen Geschlechts, verschiedener ethnischer Herkunft, mit Behinderungen, unterschiedlichen Alters, sozialer Lage bevorteilt oder benachteiligt. Das Vorhaben ist damit nicht Diversity-
relevant. Die Maßnahme hat weder diskriminierende Auswirkungen noch erschließt sie Potenziale für Gleichberechtigung bzw. Gleichstellung und Chancengleichheit.
Referat VII
Beratung Datum Behandlung Ziel
Ausschuss für Recht, Wirtschaft und 28.06.2023 öffentlich Beschluss
Arbeit
Betreff:
Umsetzung der Wasserstoffstrategie Nürnberg
Anlagen: Entscheidungsvorlage
Sachverhalt (kurz):
Die im Stadtrat am 15.03.2023 vorgestellte Wasserstoffstrategie umfasst neben der Identifikation der wirtschaftlichen Potenziale in Stadt und Metropolregion Nürnberg auch konkrete Handlungsfelder, um die Region als Innovations-Hub für Wasserstofftechnologien weiter zu stärken. Im Fokus stehen hierbei Vernetzung, Wissens- und Technologietransfer und Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit.
Zur Umsetzung der Wasserstoffstrategie hat die Wirtschaftsförderung Nürnberg gemeinsam mit dem Energie Campus Nürnberg und der Kompetenzinitiative ENERGIEregion ein Partnermodell aufgesetzt.
In einem ersten Schritt wird eine Transferstelle "Wasserstoff-Metropolregion Nürnberg hy+" etabliert, die als metropolitane Ansprechpartnerin zum Thema Wasserstoff konkrete Formate für den Wissens- und Technologietransfer zwischen Wirtschaft und Wissenschaft aufsetzt, technologische Sub-Cluster initiiert und die Sichtbarkeit der Region mit dem Thema Wasserstoff erhöht. Die Transferstelle "Wasserstoff-Metropolregion Nürnberg hy+" soll über ein Partnermodell finanziert werden. Für die Entwicklung des Geschäftsmodells und die Aufnahme des Betriebs im Jahr 2023 ist ein städtischer Zuschuss notwendig. Für den Hochlauf der Transferaktivitäten werden in den Folgejahren 2024 und 2025 allerdings weitere städtische Finanzierungbeiträge i.H.v. jeweils 25.000 € notwendig. Nach dem Jahr 2025 soll sich die Transferstelle aus eingeworbenen Mitteln aus der Privatwirtschaft selbst tragen können.
In einem zweiten Schritt soll zudem ein "Wasserstoff-Wissenszentrum" in der Metropolregion Nürnberg etabliert werden. Fokus dieses Wissenszentrums liegt auf technologischer Spitzenforschung, Bildung und Qualifizierung in der Metropolregion Nürnberg. Für die Konzeptionierung wurde vom Energie Campus Nürnberg ein Antrag auf Projektmittel bei der Metropolregion Nürnberg i.H.v. 25.000 € im Jahr 2024 gestellt.
Die Erschließung der wirtschaftlichen Potenziale neuer Technologien stärkt die Wirtschaftsstruktur Nürnbergs und eröffnet Chancen für Wertschöpfung und Beschäftigung, sie gibt Impulse zur Transformation und Verjüngung bestehender Branchen und Unternehmen. Dies ist Aufgabe der Wirtschaftsförderung Nürnberg als Zukunftsgestalterin des Wirtschaftsund Wissenschaftsstandortes Nürnberg. Wasserstofftechnologien sind insbesondere anschlussfähig an die bestehenden großen Kompetenzen in der Energietechnik am Standort. Wasserstoff bietet zudem neue Möglichkeiten zur De-Karbonisierung von Energieversorgung und Industrie.
Noch offen, ob finanzielle Auswirkungen Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:
(→ weiter bei 2.)
Nein (→ weiter bei 2.)
Ja
Kosten noch nicht bekannt
Kosten bekannt
Gesamtkosten 90.000 € Folgekosten € pro Jahr
dauerhaft nur für einen begrenzten Zeitraum
davon investiv € davon Sachkosten € pro Jahr
davon konsumtiv € davon Personalkosten € pro Jahr
(mit Ref. I/II / Stk - entsprechend der vereinbarten Haushaltsregelungen - abgestimmt, ansonsten Ref. I/II / Stk in Kenntnis gesetzt) Ja Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich: Im Jahr 2023 sind Mittel in Höhe von 40.000 € als Zuschuss im Budget von WiF vorhanden. Anmeldung i.R.d. Haushaltsplanaufstellung 2024 und 2025, jeweils 25.000 €.
2a. Auswirkungen auf den Stellenplan:
Nein (→ weiter bei 3.)
Ja
Deckung im Rahmen des bestehenden Stellenplans
Auswirkungen auf den Stellenplan im Umfang von Vollkraftstellen (Einbringung und Prüfung im Rahmen des Stellenschaffungsverfahrens)
Siehe gesonderte Darstellung im Sachverhalt
Ja Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:
- Diversity-Relevanz:
Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich: Ja Keine Diversity-Relevanz zu erkennen.
- Abstimmung mit weiteren Geschäftsbereichen / Dienststellen:
RA und DiP (verpflichtend bei Satzungen und Verordnungen)
Ref. I/II
Beschlussvorschlag:
-
Der Ausschuss für Recht, Wirtschaft und Arbeit befürwortet die Umsetzung des dargelegten Konzepts zur Umsetzung der Wasserstoff-Strategie Nürnberg.
-
Die Verwaltung wird beauftragt, die hierfür notwendigen zusätzlichen Mittel zum Haushalt 2024 und 2025 i.H.v. jeweils 25.000 Euro anzumelden.
Umsetzung der Wasserstoffstrategie Nürnberg
Entscheidungsvorlage
Wasserstoffstrategie: Grundlage der am 15.03.2023 vom Wirtschafts- und Wissenschaftsreferat im Stadtrat vorgestellten Wasserstoffstudie ist die Studie „Wasserstoff in der Metropolregion Nürnberg - Kompetenzen, wirtschaftliches Potenzial und Anwendung“ (vgl. StR vom 15.03.2023). Im Folgenden wird dargestellt, wie die Strategie zur Umsetzung gebacht wird.
Potenziale erschließen: Die Metropolregion Nürnberg ist - wenn es darum geht, wirtschaftliche Potenziale der Wasserstoff-Technologien zu erschließen - in einer guten Ausgangsposition. Im Benchmark mit den anderen Metropolregionen in Deutschland steht Nürnberg auf dem vierten Rang. Nürnberg ist TOP 5-Regionalcluster in Deutschland für Wasserstoffinnovation, gemessen an der Zahl der Patentanmeldungen. 150 Akteurinnen und Akteure gestalten derzeit das Thema Wasserstoff in der Region, davon 90 Unternehmen. Kernkompetenzen liegen in den Bereichen Elektrolyse-Anlagen, Wasserstoff-Speicherung (insbesondere organische Wasserstoffträger = Liquid Organic Hydrogen Carriers LOHC) und Brennstoffzellen für stationäre sowie mobile Anwendungen.
Mit neuen Produkten und Technologien in stationären und mobilen Wasserstoff-Anwendungen könnten bis zum Jahr 2030 zwischen 0,25 und 1 Mrd. Euro an neuer Wertschöpfung in der Region und 2.000 bis 8.000 neue Arbeitsplätze entstehen.
Im Ergebnis ergeben sich aus der Wasserstoffstrategie Nürnberg vier Handlungsfelder, um Wasserstoff-Technologien in Stadt und Metropolregion Nürnberg zu stärken und damit die wirtschaftlichen Potenziale zu heben:
Metropolitane Koordinationsstelle zum Thema Wasserstoff Vernetzung, Wissens- und Technologietransfer, Stärkung der Sichtbarkeit der Region und Matching von Erzeugern und Anwendern von Wasserstoff Wasserstoff-Wissenszentrum Bündelung der wissenschaftlichen Kompetenzen der Universitäten, Hochschulen und angewandten Forschung der Region mit dem Fokus auf Forschung und Entwicklung und Bildungsangebote im Bereich Wasserstoff Forschungsbedarf insbesondere im Bereich Wasserstoff-Technologien und -Anwendungsszenarien Beschleunigter Ausbau der Erneuerbaren Energien
Um in diesen Handlungsfeldern voranzukommen, hat die Wirtschaftsförderung Nürnberg mit den Schlüsselpartnern Energie Campus Nürnberg und ENERGIEregion Nürnberg e.V. konkrete Umsetzungsmaßnahmen erarbeitet.
Relevanz: Die Erschließung der wirtschaftlichen Potenziale neuer Technologien stärkt die Wirtschaftsstruktur Nürnbergs und eröffnet Chancen für Wertschöpfung und Beschäftigung, sie gibt Impulse zur Transformation und Verjüngung bestehender Branchen und Unternehmen. Dies ist Aufgabe der Wirtschaftsförderung Nürnberg als Zukunftsgestalterin des Wirtschafts- und Wissenschaftsstandortes Nürnberg. Wasserstofftechnologien sind insbesondere anschlussfähig an die bestehenden großen Kompetenzen in der Energietechnik am Standort. Wasserstoff bietet zudem neue Möglichkeiten zur De-Karbonisierung von Energieversorgung und Industrie.
Transferstelle „Wasserstoff-Metropolregion Nürnberg hy+“
In einem ersten Schritt zur Umsetzung der Wasserstoffstrategie Nürnberg soll eine Transferstelle „Wasserstoff-Metropolregion Nürnberg hy+“ geschaffen werden.
Zuschnitt: Als metropolitane Ansprechpartnerin zum Thema Wasserstoff entwickelt sie konkrete Formate für den Wissens- und Technologietransfer zwischen Wirtschaft und Wissenschaft, initiiert technologische Sub-Cluster in den Bereichen Elektrolyse und Brennstoffzellen, erhöht die Sichtbarkeit der Region mit dem Thema Wasserstoff und bringt potenzielle Erzeuger und Anwender von Wasserstoff zusammen.
Realisierung: Umsetzungspartner ist die Kompetenz- und Clusterinitiative ENERGIEregion Nürnberg e.V., die aufgrund ihrer Expertise im Bereich Wasserstoff sowie in Vernetzung, Förderberatung, Wissens- und Technologietransfer hervorragend aufgestellt ist, um die Transferstelle aufzubauen und mit Leben zu füllen. Die ENERGIEregion Nürnberg e.V. kann zur Umsetzung der Transferstelle bereits auf ein bestehendes Wasserstoff-Netzwerk in der Metropolregion Nürnberg zurückgreifen sowie auf eine etablierte Marke (inkl. Webpräsenz und Social-Media-Kanal) zur Positionierung des Standortes (Wasserstoff-Metropolregion hy+).
Geschäftsmodell: Die Transferstelle „Wasserstoff-Metropolregion Nürnberg hy+“ soll über ein Partnermodell finanziert werden, das auf Finanzierungsbeiträge insbesondere aus der Privatwirtschaft abzielt. Über einen Zuschuss der Stadt Nürnberg in Höhe von 40.000 Euro soll die Geschäftsmodellentwicklung und die Aufnahme des Betriebs im Jahr 2023 ermöglicht werden. Die hierfür notwendigen Haushaltsmittel sind bereits im Haushaltsplan 2023 enthalten (Produkt: 571100). Der Zuschuss ermöglicht:
Konzeption für die Transferstelle und Umsetzung initialisierender Schritte. Akquise von Drittmitteln o Entwicklung von Partnerpaketen und Kooperationsvereinbarungen zur Akquise von privatwirtschaftlichen und kommunalen Finanzierungspartnern. o Öffentliche Präsentation der Transferstelle bei externen Veranstaltungen und Durchführung von Einzelgesprächen mit dem Ziel der Akquise von Finanzierungspartnern. Akteursvernetzung und Wissens- und Technologietransfer - Initiierung erster Aktivitäten, Fokus auf das Nürnberger Stadtgebiet. Anpassung bestehender Kommunikationskanäle und des Marketings (inhaltlich, graphisch und technisch) an die neuen Anforderungen der Transferstelle.
Für den Hochlauf der Transferaktivitäten werden in den Folgejahren 2024 und 2025 weitere Finanzierungbeiträge i.H.v. jeweils 25.000 Euro notwendig (siehe Beschlussvorschlag). Nach 2025 soll sich die Transferstelle aus eingeworbenen Mitteln aus der Privatwirtschaft selbst tragen können.
Wasserstoff-Wissenszentrum
In einem zweiten Schritt soll ein Wasserstoff-Wissenszentrum in der Metropolregion Nürnberg geschaffen werden. Das Wasserstoff-Wissenszentrum bündelt die wissenschaftlichen Kompetenzen der Universitäten, Hochschulen und angewandten Forschung der Region mit dem Fokus auf technologischer Spitzenforschung, Bildung und Qualifizierung. Umsetzungspartner ist der Energie Campus Nürnberg.
Für die Konzeptionierung wurde vom Energie Campus Nürnberg ein Antrag auf Projektmittel bei der Metropolregion Nürnberg i.H.v. 25.000 Euro im Jahr 2024 gestellt. Der Antrag wurde von der Wirtschaftsförderung Nürnberg angestoßen und die Unterstützung der Foren Wirtschaft und Infrastruktur, Klimaschutz und Nachhaltige Entwicklung sowie Wissenschaft der Europäischen Metropolregion Nürnberg koordiniert. Eine Entscheidung über die Förderung steht gegenwärtig noch aus.
Für die Abarbeitung des aufgedeckten Forschungsbedarfs übernimmt der Energie Campus Nürnberg ebenfalls die Verantwortung.
Die Wirtschaftsförderung Nürnberg übernimmt die Gesamtkoordination der o.g. Vorhaben, bezuschusst und unterstützt diese (u.a. bei der Mittelakquise, Bewerbung, Ausgestaltung, etc.).
Benefits
Stärkung des Wirtschaftsstandortes Nürnberg in Bezug auf Zukunftstechnologien, Impulse für Wachstum und Beschäftigung am Wirtschaftsstandort Nürnberg, Stärkung von Netzwerkbildung, Wissens- und Technologietransfer, Förderung von Forschung und Entwicklung, Anstoß zu Entwicklungs- und Anwendungsprojekten in Nürnberger Unternehmen, Profilbildung für den Wirtschaftsstandort Nürnberg im Bereich Wasserstoff, Energietechnik, grüner Technologien und Nachhaltigkeit.
Anmerkung zur Diversity-Relevanz Es bestehen keine Anhaltspunkte, dass diese Maßnahme bestimmte Personengruppen, beispielsweise unterschiedlichen Geschlechts, verschiedener ethnischer Herkunft, mit Behinderungen, unterschiedlichen Alters, sozialer Lage bevorteilt oder benachteiligt. Das Vorhaben ist damit nicht Diversity-relevant. Die Maßnahme hat weder diskriminierende Auswirkungen noch erschließt sie Potenziale für Gleichberechtigung bzw. Gleichstellung und Chancengleichheit.
Referat VII
Beratung Datum Behandlung Ziel
Ausschuss für Recht, Wirtschaft und 28.06.2023 öffentlich Bericht
Arbeit
Betreff:
Gewerbeflächenentwicklung am Standort Nürnberg - Herausforderungen und Konflikte
Bericht:
Die Gewerbeflächensitation am Standort Nürnberg ist weiter angespannt. Durch die Attraktivität Nürnbergs als Wohn- und Arbeitsort nehmen die Flächenkonkurrenzen zwischen Wohnen, Gewerbe, Grün und Infrastruktureinrichtungen weiter zu. Bei diesem "Konkurrenzkampf" ziehen Gewerbeflächen in vielen Fällen den Kürzeren gegenüber anderen Nutzungen. Dabei befinden sich die in Nürnberg vorhandenen Gewebegebiete seit Jahren langem in einem permanenten „Abwehrkampf“ gegenüber anderen Nutzungen und ziehen nicht selten den Kürzeren. Dies liegt u.a. nicht nur an den höheren Renditeversprechen, die Wohnungsbau gegenüber Gewerbe derzeit bietet, sondern auch an der spezifischen, historisch gewachsenen Gewerbeflächenstruktur Nürnbergs.
Die Vorlage gibt einen Abriss über die Herausforderungen bei den Gewerbeflächen in Nürnberg und die Entwicklungen seit der letzten Berichterstattung im Stadtrat vom 21.10.2020 anlässlich der damaligen Beschlussfassung zum Masterplan Gewerbeflächen.
Noch offen, ob finanzielle Auswirkungen Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:
(→ weiter bei 2.)
Nein (→ weiter bei 2.)
Ja
Kosten noch nicht bekannt
Kosten bekannt
Gesamtkosten € Folgekosten € pro Jahr
dauerhaft nur für einen begrenzten Zeitraum
davon investiv € davon Sachkosten € pro Jahr
davon konsumtiv € davon Personalkosten € pro Jahr
(mit Ref. I/II / Stk - entsprechend der vereinbarten Haushaltsregelungen - abgestimmt, ansonsten Ref. I/II / Stk in Kenntnis gesetzt) Ja Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:
2a. Auswirkungen auf den Stellenplan:
Nein (→ weiter bei 3.)
Ja
Deckung im Rahmen des bestehenden Stellenplans
Auswirkungen auf den Stellenplan im Umfang von Vollkraftstellen (Einbringung und Prüfung im Rahmen des Stellenschaffungsverfahrens)
Siehe gesonderte Darstellung im Sachverhalt
Ja Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:
- Diversity-Relevanz:
Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich: Ja Es werden keine Personengruppen aufgrund von Geschlecht, Herkunft, Alter, Religion oder anderer personenbezogener Merkmale bevorzugt oder benachteiligt.
- Abstimmung mit weiteren Geschäftsbereichen / Dienststellen:
RA und DiP (verpflichtend bei Satzungen und Verordnungen)
Gewerbeflächenentwicklung am Standort Nürnberg - Herausforderungen und Konflikte
Sachverhaltsdarstellung:
1. Konstant hohe Nachfrage nach Gewerbeflächen
Das Ansehen Nürnbergs als Wirtschaftsstandort ist ausgezeichnet. Deutlich wird dies vor allem bei der Nachfrage nach Gewerbeflächen und -immobilien, die trotz der jüngsten Krisensituationen (Corona-Pandemie, die Folgen des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine, insbesondere die angespannte Energielage) weiterhin auf einem hohen Niveau liegt. So erreichten seit Jahresbeginn 2023 bereits über 40 Standortanfragen aus verschiedensten Branchen die Wirtschaftsförderung Nürnberg. In den letzten zwei Jahren gingen alleine aus den Branchenfeldern verarbeitendes und produzierendes Gewerbe, Handwerk, Baugewerbe, Großhandel sowie industrienahe Dienstleistungen Standortanfragen im Umfang von über 47 ha bei der Wirtschaftsförderung Nürnberg ein (diejenigen Projekte, die ohne Unterstützung der Wirtschaftsförderung Nürnberg realisiert wurden, sind in dieser Zahl nicht enthalten). Dabei handelt es sich sowohl um Interessenten für Neuansiedlungen als auch um Betriebserweiterungsvorhaben ansässiger Unternehmen. Ein bedarfsgerechtes Angebot an Gewerbeflächen - insbesondere für das klassische Gewerbe, Handwerk, Produktion und Industrie, aber auch für unternehmensnahe Logistik - ist deshalb entscheidend, um Nürnbergs starke Position im Standort-Wettbewerb langfristig zu sichern und dadurch Arbeits- und Ausbildungsplätze sowie lokale Wertschöpfungsketten am Standort zu erhalten.
2. Die spezifische Struktur der Nürnberger Gewerbegebiete
Die Mobilisierung neuer, unbebauter Gewerbeflächen ist in Nürnberg aufgrund verschiedener Faktoren perspektivisch nur noch an wenigen Entwicklungsstandorten möglich (Schmalau- Südost, Flughafenstraße-Ost, Erlanger Straße/Marienbergstraße, Boxdorf-Nordost). Mit Ausnahme des Standorts Schmalau-Südost (ca. 7 ha vgl. AfS vom 16.02.2023) ist der Zeithorizont für eine Mobilisierung dieser Gewerbeflächen zudem vollkommen unklar. Die fehlende Verkaufsbereitschaft der vielen Einzeleigentümerinnen und -eigentümer bzw. deren vom städtischen Entwicklungsziel abweichenden Vorhaben sowie die langwierigen Prozesse bei der Baurechtschaffung spielen hierbei eine entscheidende Rolle. Vor diesem Hintergrund und auch mit Blick auf das stadtentwicklungspolitische Ziel der doppelten Innenentwicklung muss sich der Fokus auf die gewerblichen Bestandsgebiete richten. Durch Nachverdichtungsund Revitalisierungsmaßnahmen können hier noch Flächenpotenziale zur Deckung der Nachfrage gehoben werden. Dies ist das Ziel des vom Stadtrat am 21.10.2020 beschlossenen Masterplan Gewerbeflächen.
Abb.1: Nürnberger Gewerbegebiete (links) im Stadtgebiet im Vergleich zu Stuttgart (rechts)
Quelle: Stadt Nürnberg, Geobasisdaten: Bayerische Vermessungsverwaltung; Landeshauptstadt Stuttgart, Stadtmessungsamt & Arbeitsgemeinschaft Geoinformationssysteme (GIS-AG)
In Nürnberg gibt es insgesamt 77 Gewerbe-Bestandsgebiete, die im gesamten Stadtgebiet verteilt sind. Diese besondere Struktur unterscheidet Nürnberg von den meisten anderen Städten. Vergleicht man diese Situation beispielsweise mit der Stadt Stuttgart (vgl. Abb. 1), wird deutlich, dass sich dort der überwiegende Teil der gewerblichen Nutzungen auf wenige sehr große, zusammenhängende Gewerbegebiete konzentriert. Im Gegensatz dazu ist in Nürnberg nahezu die Hälfte der Gewerbe-Bestandsgebiete kleiner als 10 ha.
Abb. 2: Gewerbegebiete und Wohnen in Diese vielfach kleinteilige Struktur hat zur direkter Nachbarschaft Folge, dass in sehr vielen Fällen Wohngebiete oder soziale Einrichtungen in direkter Nachbarschaft zu den gewerblichen Nutzungen in den Gewerbegebieten liegen. In den letzten Jahren hat sich diese räumliche Nähe, bedingt durch das Bevölkerungswachstum in Nürnberg und der daraus resultierenden Erschließung immer weiterer Flächen für den Wohnungsbau, deutlich verstärkt. In der Folge rücken an immer mehr Standorten Wohngebäude direkt an bestehende Gewerbegebiete heran. Abhängig von der jeweiligen gewerblichen Nutzung kann dies zu erheblichen Konflikten und zu Einschränkungen auf beiden Seiten führen.
Mit dem 21.10.2020 vom Stadtrat beschlossenen Masterplan Gewerbeflächen hat die Wirtschaftsförderung Nürnberg für jedes Gewerbe-Bestandsgebiet einen Branchenschwerpunkt (z.B. klassisches Gewerbe, Industrie, Dienstleistungen, Transport und Logistik, Einzelhandel) in den Gebieten be- Quelle: Luftbild Nürnberg, Hajo Dietz stimmt, der den Standort auch künftig prägen soll und als Richtschnur bei Neuansiedlungen sowie im Rahmen von Aufwertungs- und Weiterentwicklungsmaßnahmen im Gewerbegebiet dient. Mit dieser Standorttypologisierung reagiert der Masterplan Gewerbeflächen auf die je unterschiedlichen Bedarfe und Anforderungen, die die einzelnen Branchen an eine geeignete Gewerbefläche stellen (z.B. hinsichtlich Bebauung, öffentlicher Verkehrsraum, Begrünung, Emissionen). Damit wurde eine wesentliche Grundlage für eine bedarfsgerechte und nachhaltige Gewerbeflächenentwicklung geschaffen.
Dennoch: Im Vergleich zur Stadtgröße verfügt Nürnberg über ein äußerst geringes Gewerbeflächenangebot. In Verbindung mit der aufgezeigten spezifischen Gewerbegebietsstruktur und der notwendigen Konzentration auf die gewerblichen Bestandsgebiete ergibt sich daraus eine angespannte Situation. Um ihr zu begegnen und Nürnbergs Attraktivität als Wirtschaftsstandort nicht zu schwächen, müssen die im Rahmen des Masterplan Gewerbeflächen definierten Umgriffe der Gewerbe-Bestandsgebiete sowie deren Standorttypologie geschützt und gesichert werden. Sie sind zentrale Voraussetzungen für eine erfolgreiche und langfristig orientierte Gewerbeflächenpolitik.
3. Herausforderung Gewerbeflächenentwicklung
Die Notwendigkeit, sich zur Deckung der Flächennachfrage auf die Potenziale in den bestehenden Gewerbegebieten zu fokussieren, ist unstrittig. Die Mobilisierung und Vermarktung dieser Flächen erweist sich in vielen Fällen jedoch als sehr schwierig. Im Rahmen der Erstellung des Masterplan Gewerbeflächen wurden ca. 73 ha unbebaute und/oder ungenutzte bzw. mindergenutzte Gewerbeflächen in den Gewerbegebieten identifiziert (vgl. Abb. 3). Diese liegen allerdings zum Großteil in privater Hand, und eine Bereitschaft der Eigentümerinnen und Eigentümer zum Verkauf an Gewerbebetriebe oder Gewerbeprojektentwickler ist kaum vorhanden. Darüber hinaus stehen verschiedene Entwicklungshemmnisse und/oder Restriktionen wie fehlendes Baurecht oder Altlasten verbunden mit hohen Entsorgungskosten einer Mobilisierung entgegen. Von den 73 ha theoretisch vorhandener Potenzialflächen können fast zwei Drittel, nämlich 46 ha, erst mittel- bis langfristig vermarktet werden. Bei weiteren 15 ha ist die Perspektive derzeit völlig unbekannt, da ein Austausch mit dem/der Eigentümer/in über deren/dessen Absichten auch nach mehrmaligen Versuchen nicht möglich war. Übrig bleiben nur rund 12 ha, die dem Markt derzeit zur Verfügung stehen.
Abb.3: Potenzialflächen in den Gewerbegebieten
12ha
15 ha
12 ha am Markt verfügbar
(14 Flächen)
46 ha mittel- bis langfristig
verfügbar (15 Flächen)
15 ha Perspektive derzeit
unbekannt (23 Flächen)
46 ha
Quelle: Wirtschaftsförderung Nürnberg
Gleichzeitig führt das starke Wachstum der Einwohnerzahl Nürnbergs in den vergangenen Jahren zu einem massiven Anstieg bei der Nachfrage nach Wohnraum. Um diese Bedarfe bedienen und zugleich von einer höheren Rendite profitieren zu können, stehen in zunehmendem Maße Gewerbeflächen im Blickfeld von Wohnbauinvestoren und -projektentwicklern. Wohnungsbau verspricht gerade jetzt eine höhere Rendite als Gewerbe. Immer häufiger treten Flächeneigentümer, Projektentwickler und Investoren an die Stadt Nürnberg heran mit Konzepten für eine wohnbauliche Nutzung von Gewerbeflächenpotenzialen und dem damit verbundenen Begehren, die jeweilige Fläche planungsrechtlich in eine Wohnbaufläche oder Mischgebietsfläche umzuwandeln.
Das Wirtschafts- und Wissenschaftsreferat (das u.a. für die Wohnungsbauförderung zuständig ist) und die Wirtschaftsförderung Nürnberg verschließen sich nicht gegenüber sinnvollen Durchmischungen z.B. im Rahmen von Quartiersentwicklungen. Es muss jedoch jeder Einzelfall genau geprüft werden. Entscheidend ist, dass Nürnberg als Standort auch für klassisches Gewerbe, Produktion, Handwerk und Industrie nicht geschwächt wird. Industrie ist in Nürnberg in erster Linie wissensbasiert und damit ein Grundpfeiler für das Vorantreiben von Zukunftstechnologien in Nürnberg. Im Übrigen: Gemischte Quartiere dürfen ihren Ursprung nicht länger nur in umgewidmeten Gewerbeflächen haben. Auch Wohnbauflächen bieten Potenzial für Nachverdichtung und Durchmischung im Quartier.
Mit Standorten wie der ehem. Bundesbranntweinmonopolverwaltung an der Erlenstegenstraße, dem ehem. Coca-Cola-Areal an der Ostendstraße, dem ehemaligen Porsche-Areal an der Dresdener Straße oder dem ehem. Akzo Nobel-Areal an der Lochnerstraße wurden in der jüngeren Vergangenheit mehr als 58 ha Gewerbeflächen in Wohnbauflächen bzw. gemischt genutzte Quartiere umgewidmet. Weitere Umwidmungen sind in Vorbereitung, z.B. beim Gelände der Deutschen Hefewerke GmbH in Buch.
Nicht nur private Flächen, auch städtische Gewerbeflächen wurden in jüngerer Zeit für nichtgewerbliche Entwicklungen ins Auge gefasst, z.B. die städtischen Flächen im südlichen Teil der Uffenheimer Straße, an der Bamberger Straße oder in Kornburg an der Ecke Kellermannstraße / Bruckweg. Dies entspricht 25 % der derzeit vorhandenen gewerblichen Flächen am Markt.
So sinnvoll im Einzelfall Umwidmungen waren und sind, gilt stets zu bedenken: Es entstehen in der Regel Gewerbeeinheiten für Büronutzungen oder sonstige Nutzungen, die ausschließlich emissionsarmen bzw. -freien Unternehmen zur Verfügung stehen. Für den Großteil der Anfragen aus den Bereichen klassisches Gewerbe bzw. Handwerk kommen solche Gebiete nicht mehr in Frage. Werden Standorte für klassisches Gewerbe umgewidmet, sind sie im Stadtgebiet nicht einfach ersetzbar und gehen dauerhaft verloren. Zudem sinkt mit jeder Umwidmung die Verkaufsbereitschaft an gewerbliche Nutzer weiter, da die Spekulationen auf eine lukrativere, renditestärkere Nachnutzung für Wohnzwecke neue Nahrung erhalten.
Neben dem direkten Verlust von Gewerbeflächen ziehen Umnutzungen weitere Einschränkungen für Gewerbebetriebe in Nürnberg nach sich. Ein Heranrücken von Wohnen oder sozialen Einrichtungen an Gewerbegebiete kann an einzelnen Standorten ohne Nutzungseinschränkungen für die bestehende Gewerbestruktur einhergehen. In den meisten Fällen jedoch - insbesondere dann, wenn es sich um Standorte für das klassische Gewerbe, Handwerksbetriebe, Industrie oder Logistik handelt - haben ins Gewerbegebiet eindringende Fremdnutzungen einen stark negativen Einfluss auf das bestehende Gewerbegebiet und dessen Strukturen. Abb. 4 verdeutlicht die entstehenden Konflikte, die die gesamte Gewerbegebietsentwicklung verändern und das Gebiet zum „Kippen“ bringen können. Der Standort wird für die bereits ansässigen, aber auch für ansiedlungsinteressierte Unternehmen zunehmend unattraktiv. Das liegt vor allem an den Einschränkungen bei Emissionen (z.B. Lärm und Licht), die sich aufgrund der Nähe zu den dann in direkter Nachbarschaft befindlichen schutzbedürftigen Nutzungen ergeben. Auch wenn die Emissionen bei Produktionsunternehmen in den letzten Jahren durch neue technische Möglichkeiten erheblich reduziert werden konnten: Verarbeitendes Gewerbe und Industrie sind auf Freiheitsgrade bei Emissionen angewiesen. Fehlen diese, werden attraktive, zukunftsgerichtete Unternehmen von einer Ansiedlung oder Erweiterung in Nürnberg abgehalten.
Abb. 4: Konflikte bei der Gewerbegebietsentwicklung
Quelle: Wirtschaftsförderung Nürnberg; Stadt Nürnberg, Geobasisdaten: Bayerische Vermessungsverwaltung
4. Schlussfolgerung
Notwendig ist eine deutlich sensiblere und differenziertere Sichtweise auf die schwierige Gewerbeflächensituation am Standort Nürnberg, den an die jeweilige Branche geknüpften unterschiedlichen Bedürfnissen der Unternehmen sowie auf die weitreichenden Auswirkungen bzw. Konsequenzen von gewerblichen Umwidmungen.
Ein bedarfsgerechtes Portfolio an Standortoptionen, bereitgestellt hauptsächlich durch die Gewerbe-Bestandsgebiete mit jeweils spezifischen Branchenschwerpunkten, ist essentiell, damit sich die Nürnberger Wirtschaftsstruktur auch künftig durch einen breiten und damit krisenresilienten Branchenmix auszeichnen kann. Das bedeutet: Die bestehenden Gewerbegebiete in Nürnberg müssen - ganz im Sinne des Masterplans Gewerbeflächen - in ihrem Umgriff erhalten und in ihrer Struktur gestärkt werden. Umwidmungen von gewerblichen Bestandsgebieten oder gewerblichen Entwicklungsgebieten dürfen nicht länger als Option zur Bedienung anderer Bedarfe verstanden werden. Sie dienen in der Regel in erster Linie den Renditeinteressen privater Investoren und Projektentwickler und verhindern eine positive Weiterentwicklung des Wirtschaftsstandorts Nürnberg, indem sie ihn seiner räumlichen Basis berauben.
Anmerkung zur Diversity-Relevanz Es bestehen keine Anhaltspunkte, dass diese Maßnahme bestimmte Personengruppen, beispielsweise unterschiedlichen Geschlechts, verschiedener ethnischer Herkunft, mit Behinderungen, unterschiedlichen Alters, sozialer Lage bevorteilt oder benachteiligt. Das Vorhaben ist damit nicht Diversity-relevant. Die Maßnahme hat weder diskriminierende Auswirkungen noch erschließt sie Potenziale für Gleichberechtigung bzw. Gleichstellung und Chancengleichheit.
Referat VII
LA/015/2023
Beratung Datum Behandlung Ziel
Ausschuss für Recht, Wirtschaft und 28.06.2023 öffentlich Gutachten
Arbeit
Stadtrat 19.07.2023 öffentlich Beschluss-Auflage
Betreff:
Satzung zur Änderung der Sondernutzungsgebührensatzung mit Anlage 1
- Erhöhung der Sondernutzungsgebühren und Entgelte zum 01.01.2024
Anlagen: Entscheidungsvorlage Änderungssatzung Entgeltverzeichnis privatrechtliche Sondernutzungen Gegenüberstellung der alten und neuen Sondernutzungsgebühren und Entgelte
Sachverhalt (kurz):
Die Sondernutzungsgebühren und Entgelte sind gemäß Gutachten des RWA vom 05.04.2017 und Beschluss des Stadtrates vom 26.04.2017 zu erhöhen, wenn eine vorausgeschaltete Überprüfung ergeben hat, dass eine Veränderung der gemäß Stadtratsbeschluss vom 13.05.2015 festgelegten Indexzahlen (Index des Statistischen Bundesamtes "Einzelhandel ohne Handel mit Kraftfahrzeugen") um mehr als 1 % erfolgt ist.
Gemäß Gutachten des RWA vom 22.09.2021 und gemäß Beschluss des Stadtrats vom 29.09.2021 wird als Berechnungsgrundlage und als Bezug für die zu prüfende Änderung der Jahresdurchschnittswert des Index verwendet. Verglichen werden das letzte Jahr, dessen Index durch die letzte Gebührenerhöhung miterfasst wurde, mit dem jeweiligen Vorjahr.
Eine Überprüfung ergab eine Veränderung um 8,3 Prozentpunkte (Vergleichswerte 2021 zu 2022). Dies ist eine Erhöhung von 8,07 %. Eine Erhöhung der Gebühren und Entgelte um 8,07 % zum 01.01.2024 ist mithin erforderlich.
Noch offen, ob finanzielle Auswirkungen Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:
(→ weiter bei 2.)
Nein (→ weiter bei 2.)
Ja
Kosten noch nicht bekannt
Kosten bekannt
Gesamtkosten € Folgekosten € pro Jahr
dauerhaft nur für einen begrenzten Zeitraum
davon investiv € davon Sachkosten € pro Jahr
davon konsumtiv € davon Personalkosten € pro Jahr
(mit Ref. I/II / Stk - entsprechend der vereinbarten Haushaltsregelungen - abgestimmt, ansonsten Ref. I/II / Stk in Kenntnis gesetzt) Ja Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:
2a. Auswirkungen auf den Stellenplan:
Nein (→ weiter bei 3.)
Ja
Deckung im Rahmen des bestehenden Stellenplans
Auswirkungen auf den Stellenplan im Umfang von Vollkraftstellen (Einbringung und Prüfung im Rahmen des Stellenschaffungsverfahrens)
Siehe gesonderte Darstellung im Sachverhalt
Ja Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:
- Diversity-Relevanz:
Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich: Ja Keine unterschiedlichen Auswirkungen auf einzelne Bevölkerungsgruppen zu erwarten.
- Abstimmung mit weiteren Geschäftsbereichen / Dienststellen:
RA und DiP (verpflichtend bei Satzungen und Verordnungen)
SÖR
BANOS
Gutachtenvorschlag:
Die Sondernutzungsgebühren und Entgelte sind gemäß Gutachten des RWA vom 05.04.2017 und Beschluss des Stadtrates vom 26.04.2017 zu erhöhen, wenn eine vorausgeschaltete Überprüfung ergeben hat, dass eine Veränderung der gemäß Stadtratsbeschluss vom 13.05.2015 festgelegten Indexzahlen (Index des Statistischen Bundesamtes "Einzelhandel ohne Handel mit Kraftfahrzeugen") um mehr als 1 % erfolgt ist.
Gemäß Gutachten des RWA vom 22.09.2021 und gemäß Beschluss des Stadtrats vom 29.09.2021 wird als Berechnungsgrundlage und als Bezug für die zu prüfende Änderung der Jahresdurchschnittswert des Index verwendet. Verglichen werden das letzte Jahr, dessen Index durch die letzte Gebührenerhöhung miterfasst wurde, mit dem jeweiligen Vorjahr.
Eine Überprüfung ergab eine Veränderung um 8,3 Prozentpunkte (Vergleichswerte 2021 zu 2022). Dies ist eine Erhöhung von 8,07 %. Eine Erhöhung der Gebühren und Entgelte um 8,07 % zum 01.01.2024 ist mithin erforderlich.
Beschlussvorschlag:
Entsprechend dem Gutachten des Ausschusses für Recht, Wirtschaft und Arbeit vom 28.06.2023 wird beschlossen:
-
Der Erlass der beiliegenden Satzung zur Änderung der Sondernutzungsgebührensatzung der Stadt Nürnberg (SondernutzungsGebS – SNutzGebS).
-
Das beiliegende Entgeltverzeichnis.
-
Folgende Vorgabe für eine Anpassung der Sondernutzungsgebühren und des Entgeltverzeichnisses: Die nächste turnusmäßige Anpassung zum 01.01. des darauffolgenden Jahres erfolgt wieder, sobald die jährliche Überprüfung ergeben hat, dass eine Veränderung der Indexzahlen um mehr als 1 % erfolgt ist. Bemessungsmaßstab ist der Index "Einzelhandel (ohne Handel mit Kraftfahrzeugen)".
Satzung zur Änderung der Sondernutzungsgebührensatzung mit Anlage 1
– Erhöhung der Sondernutzungsgebühren und Entgelte zum 01.01.2024
Entscheidungsvorlage
Ausgangslage
Die Sondernutzungsgebühren und Entgelte sind gemäß Gutachten des RWA vom 05.04.2017 und Beschluss des Stadtrats vom 26.04.2017 zu erhöhen, wenn eine vorausgeschaltete Überprüfung ergeben hat, dass eine Veränderung der gemäß Stadtratsbeschluss vom 13.05.2015 festgelegten Indexzahlen (Index des Statistischen Bundesamtes "Einzelhandel ohne Handel mit Kraftfahrzeugen") um mehr als 1 % erfolgt ist. Gemäß Gutachten des RWA vom 22.09.2021 und Beschluss des Stadtrats vom 29.09.2021 wird als Berechnungsgrundlage und als Bezug für die zu prüfende Änderung der Jahresdurchschnittswert des Index verwendet. Verglichen werden das letzte Jahr, dessen Index durch die letzte Gebührenerhöhung miterfasst wurde, mit dem jeweiligen Jahr vor der Prüfung.
Die letzte Erhöhung der Sondernutzungsgebühren und der zugehörigen Entgelte der Stadt Nürnberg erfolgte zum 01.01.2023. In den Jahren 2020 und 2021 erfolgte jeweils eine Überprüfung der Indexwerte. Aber es ergab sich keine Erhöhung der Gebühren und Entgelte, weil die prozentuale Steigerung des Indexwerts nicht mehr als 1 % betrug.
Anhebung der Sondernutzungsgebühren und Entgelte mit Wirkung zum 01.01.2024
Die Überprüfung der o. g. Indexwerte im Jahr 2023 ergab eine Veränderung um 8,3 Prozentpunkte (Vergleichswert 2021 zu 2022)1. Dies bedeutet eine Erhöhung um 8,07 %. Die Sondernutzungsgebühren und Entgelte sollen deshalb zum 01.01.2024 angehoben werden.
Vorgeschlagen wird eine Erhöhung der Sondernutzungsgebühren und der zugehörigen Entgelte um jeweils 8,07 %, verbunden mit einer sachgerechten Rundung der jeweiligen Werte, wie sie aus der Gegenüberstellung (vgl. Anlage) hervorgehen.
Zur dargestellten Anhebung der Sondernutzungsgebühren ist die Sondernutzungsgebührensatzung mit ihrer Anlage 1 (Sondernutzungsgebührenverzeichnis) zu ändern. Ebenso zu ändern ist das Entgeltverzeichnis für die privatrechtlich zu regelnden Sondernutzungen.
Aus verwaltungstechnischen Gründen tritt die Satzung bereits mit Wirkung bereits zum 01.11.2023 in Kraft, die Erhöhungen erfolgen mit Wirkung zum 01.01.2024.
Finanzielle Auswirkungen:
Die Erhöhung der Gebühren und Entgelte führt zu einer Erhöhung der Einnahmen. Unter Rückgriff auf die Jahreswerte aus dem Jahr 2022 und auf die zuletzt erfolgte Gebührenerhöhung zum 01.01.2023 kann mit der gebotenen Vorsicht von Mehreinnahmen in Höhe von 173.000 Euro für das Haushaltsjahr 2024 ausgegangen werden2.
1 Index der Einzelhandelspreise - Statistisches Bundesamt (destatis.de) Mit der Basis 100 (2015) liegen die Jahresdurchschnittswerte im Einzelhandel (ohne Handel mit Kraftfahrzeugen) für das Jahr 2021 bei 102,9 und für das Jahr 2022 bei 111,2 Indizes. 2 Einnahmen Sondernutzungen bei LA betrugen im Jahr 2022 etwa 2,05 Mio. Euro Euro aus Gebühren und Entgelten. Hinzu kommt die Erhöhung der Gebühren und Entgelte zum 01.01.2023 um knapp 4 %. Zudem gibt es noch Gebühren und Entgelte in geringer(er) Höhe, die von BANOS bzw. direkt von SÖR vereinnahmt werden, diese wurden hier nicht berücksichtigt.
Satzung zur Änderung der Sondernutzungsgebührensatzung der Stadt Nürnberg
(SondernutzungsGebS – SNutzGebS) vom 17. März 1977 (Amtsblatt S. 64), zuletzt
geändert durch Satzung vom 22. Juli 2022 (Amtsblatt S. 309)
Vom ..........................
Die Stadt Nürnberg erlässt auf Grund von Art. 18 Abs. 2a des Bayerischen Straßen- und Wegegesetzes in der Fassung der Bekanntmachung vom 5. Oktober 1981 (GVBl. S. 448), zuletzt geändert durch § 1 des Gesetzes vom 10. Februar 2023 (GVBl. S. 22), und auf Grund von § 8 Abs. 3 des Bundesfernstraßengesetzes in der Fassung der Bekanntmachung vom 28. Juni 2007 (BGBl. I S. 1206), zuletzt geändert durch Art. 6 des Gesetzes vom 22. März 2023 (BGBl. I Nr. 88), folgende Satzung:
Art. 1
Die Anlage 1 wird wie folgt gefasst:
„Anlage 1 zur Sondernutzungsgebührensatzung
Sondernutzungsgebührenverzeichnis
Soweit Gebühren mit einem dreiteiligen Betrag aufgeführt sind, gilt
-
der erstgenannte für die Straßengruppe 1
-
der zweitgenannte für die Straßengruppe 2
-
der letztgenannte für die Straßengruppe 3
Die Straßengruppen und die jeweils zugehörigen Straßen sind in der Anlage 2 zur Sondernutzungsgebührensatzung - Straßengruppenverzeichnis - aufgeführt.
| Pos. Nr. | Art der Sondernutzung | Maßeinheit | Zeit- einheit | Betrag in Euro |
|---|---|---|---|---|
| 1a | Baustelleneinrichtung mit Aufstellen von Baugerüsten, -zäunen, -hütten, Aufzügen, Kränen, Hubsteigern, Arbeitsbühnen, Lagerung von Baustoffen, -materialien und Gegenständen aller Art; Aufgrabungen, Rohrdurchpressungen u. ä. | je angefangene 25 m² | je ange- fangene Woche | 18,00 |
| 1b | Aufstellen von Schutt-Containern aufgrund einer Jahreserlaubnis | Stück | Monat | 84,80 |
| 2 | Überspannungen dauernd | lfd. Meter | Jahr | 11,70 |
| 3 | Überspannungen kurzfristig (auch für Baustellen) | pro Überquerung | Monat | 27,60 |
| 4 | Keller-, Licht-, Luft- und Ladeschächte und Gruben größer 1 m² | pro Mauer- oder Bodenöffnung | Jahr | 5,30 / 10,50 / 16,30 |
| 5 | Säulen, Stützpfeiler | Stück | Jahr | 11,80 / 19,70 / 27,60 |
| 6 | Treppen, Trittstufen | ab der 1. Stufe | Jahr | 16,90 |
| 7 | Masten | Stück | Jahr | 21,00 / 38,00 / 56,20 |
| Stück | Monat | 2,90 / 4,40 / 5,90 | ||
| 8 | Aufstellen von Baumkübeln, Topfpflanzen, Blumentrögen, Fahrradständer, etc. | Stück | Jahr | 9,20 / 15,80 / 23,60 |
| oder Pflanzbeete | m² | Jahr | ||
| 9 | Tisch- und Stuhlaufstellung | m2 | Saison (01.02. bis 15.11.) | 16,30 / 23,60 / 30,40 |
| 10 | Tisch- und Stuhlaufstellung kurzfristig | m2 | Tag | 0,39 / 0,65 / 0,79 |
| 11a | Warenausstellungsvorrichtungen bis 60 cm Tiefe | lfd. Meter | Jahr | 30,20 / 41,90 / 53,60 |
| 11b | Warenautomaten im Luftraum | |||
|---|---|---|---|---|
| bis 0,4 m Breite | lfd. Meter | Jahr | 13,50 | |
| über 0,4 m Breite | lfd. Meter | Jahr | 27,00 | |
| 12 | Warenausstellungsvorrichtungen bis 60 cm Tiefe kurzfristig | lfd. Meter | Tag | 0,26 / 0,26 / 0,39 |
| 13 | Warenausstellungsvorrichtungen über 60 cm Tiefe | m2 | Jahr | 52,30 / 75,90 / 98,30 |
| 14 | Warenausstellungsvorrichtungen über 60 cm Tiefe kurzfristig | m2 | Tag | 0,39 / 0,65 / 0,79 |
| 15 | Blumenhandel aus dem Korb | pro Verkaufs- person | Monat | 38,00 |
| 16 | Blumenhandel am Stand vor den Friedhöfen | lfd. Meter | Tag | 23,60 |
| 17 | Brezenverkaufsstände | |||
| - innerhalb der Altstadt (§ 8 Abs. 1 Nr. 5 SNS) | Stück | Monat | 168,60 | |
| - im übrigen Stadtgebiet | Stück | Monat | 112,40 | |
| 18 | Heringsbratstände | Stück | Monat | 32,60 |
| 19 | Lotterieverkaufsstände | Stück | Jahr | 153,40 / 222,50 / 307,90 |
| 20 | Zeitungsverkaufsstände | m2 | Monat | 9,80 / 19,20 / 29,20 |
| 21 | Stumme Zeitungsverkäufer | Stück | Jahr | 60,10 |
| 22 | Verkaufsstände, Verkaufsautomaten, Verkaufscontainer anlässlich Geschäfts- /Ladenumbau | m2 | Monat | 23,60 / 37,70 / 54,00 |
| 22a | Container anlässlich Ladenumbau, die nicht Verkaufszwecken dienen | m² | Monat | 11,80 / 18,90 / 27,00 |
| 23 | Verkaufsstände, Verkaufsautomaten kurzfristig | Frontmeter | Tag | von 4,20 bis 55,10 |
| 24 | Veranstaltungen | je nach Art und Umfang der Flächen- inanspruch- nahme | Tag | von 14,10 bis 1.405,00 |
| 25 | Standkonzerte aus gewerblichen Gründen | - | Stunde | 27,60 / 52,30 / 75,30 |
|---|---|---|---|---|
| 26 | Werbeaktionen (gewerblich) je nach Art und Umfang der Flächeninanspruchnahme der Grundfläche (Promotion einschließlich einer Person Standpersonal) | m2 | Tag | 11,20 |
| Mindestgebühr | Tag | 45,00 | ||
| Promoter, Plakatträger (Sandwichmänner), Hostessen, Miniroboter, sonst. bewegliche Werbemaßnahmen | pro Person oder Figur | Tag | 45,00 | |
| 27 | Schaufenstervitrinen | m2 | Monat | 19,70 / 23,60 / 28,80 |
| 28 | Aufstellen von Informationsständen (nicht gewerblich) | Stück | Tag | 13,70 |
| 28a | Aufstellen von Informationsständen (nicht gewerblich) einschließlich Werbung von Mitgliedschaften | Stück | Tag | 27,50 |
| 29 | Aufstellen/Anbringen von Werbeflächen (größer 0,5 m² = DIN A0) auf Dreiecksständer und Klappständer (nur kurzfristig) bis 3 m² Gesamtansichtsfläche | Stück | Tag | 5,60 |
| 30 | Aufstellen/Anbringen von Großflächenwerbung bis einschließlich 10 m² Ansichtsfläche (nur kurzfristig) (z. B. Plakatwerbung, Symbolwerbung, Bauzaunwerbung) | m2 | Tag | 1,74 |
| Aufstellen/Anbringen von Großflächenwerbung ab mehr als 10 m² Ansichtsfläche (nur kurzfristig) (z. B. Plakatwerbung, Symbolwerbung, Bauzaunwerbung) | m2 | Tag | 0,86 | |
| 31 | Aufstellen/Anbringen von Werbeflächen auf Dreiecksständer bis 0,5 m² und Klappständer bis 1,5 m² Gesamtansichtsfläche (jeweils nur kurzfristig) | Stück | Tag | 2,25 |
| 32 | Industrie- und Rollgleise pro Anschlussfirma | lfd. Meter Gleisstrecke | Jahr | 20,90 |
| 33 | Aufstellen/Anbringen von Werbeflächen pro m² Ansichtsfläche (z. B. Plakatwerbung, Symbolwerbung, Klappständer) | m2 | Jahr | 427,00 |
| 34 | Tankstellenstelen mit Werbeflächen und Preisanzeigen | Stück | Jahr | 424,00 |
|---|---|---|---|---|
| 35 | Modeschmuckstände auf der Museumsbrücke | m2 | Januar bis Mai | 342,70 |
| m2 | Juni bis Novem- ber | 466,30 | ||
| 36 | Imbissstände (soweit nicht unter Nrn. 17, 18 fallend) | |||
| - innerhalb der Altstadt (§ 8 Abs. 1 Nr. 5 SNS) | m2 | Monat | 269,70 | |
| - im übrigen Stadtgebiet | m2 | Monat | 23,60 / 38,20 / 55,10 | |
| 37 | Werbefahnen an Fahnenmasten pro m² Ansichtsfläche | m² | Jahr | 143,80 |
| 38 | unerlaubt abgestellte Kfz-Anhänger, Fahrräder und sonstige Fahrzeuge jeglicher Art zum Zweck der Werbung | Fahrzeug | Tag | 61,80 |
| 39 | unerlaubte Lichtprojektionswerbung, Sprühschablonenwerbung und Streetbranding bzw. reverse graffiti | Werbung | Tag | 61,80 |
| 40 | Postablage-, Verteiler-, Stromkästen | Stück | Jahr | 150,60 |
| 41 | unerlaubte gewerbliche Plakatierung (einschließlich Planen, etc.) | |||
| - DIN A1 oder kleiner | Stück | Tag | 28,10 | |
| - größer DIN A1 bis einschließlich DIN A0 | Stück | Tag | 56,20 | |
| - größer DIN A0 | Stück | Tag | 84,30 | |
| 42 | Abstellen von Autowracks und sonstigen nicht zugelassenen Fahrzeugen | Fahrzeug | Tag | 28,10“ |
Art. 2
Diese Satzung tritt am 01.11.2023 in Kraft.
Entgeltverzeichnis für privatrechtlich zu regelnde Sondernutzungen
| Pos. | Art der Sondernutzung | Maßeinheit | Zeiteinheit | Betrag |
|---|---|---|---|---|
| Nr. | ||||
| 50 | Überbauungen (außer Vordächer, Trittstufen, freistehende Säulen, Stützpfeiler) | Fläche, Nutzwert, Verwendungszweck | einmalig | Ermittlung durch Geo im Einzelfall |
| 52 | Überbrückungen | Fläche, Nutzwert | einmalig | Ermittlung durch Geo im Einzelfall |
| 53 | Kabel- und Rohrleitungen (unterirdisch) | lfd. Meter | Jahr | 1,30 € |
| pauschal mindestens | 42,70 € | |||
| 54 | Kanäle | lfd. Meter | Jahr | 1,30 € |
| pauschal mindestens | 42,70 € | |||
| 55 | Aufgrabungen und Verlegung von Grundstücksanschlüssen gemäß Entwässerungssatzung | pro Anschluss | einmalig | 179,80 € |
| 55a | Anker (temporär oder dauerhaft) | Stück, Nutzwert | einmalig | Ermittlung durch SÖR im Einzelfall |
| 56 | Fernheizleitungen | lfd. Meter je nach Lage und Verwendungszweck | Rahmen je Jahr von… | 3,50 € |
| … bis… | 30,40 € | |||
| Pauschal jedoch mindestens | 48,90 € | |||
| 57 | Unterkellerungen | Fläche, Nutzwert | einmalig | Ermittlung durch Geo im Einzelfall |
| 58 | unterirdische Tanks | Stück ( je angefangene 20.000 l Lagermenge) | Jahr | |
| - gewerblich | 303,70 € | |||
| - nicht gewerblich | 150,80 € | |||
| 60 | Altstadtfest | je nach Art und Umfang der Flächeninanspruchna hme Berechnung im Einzelfall bis | pauschal | 24.608,00 € |
| 61 | Kirchweihgeschäfte aller Art (außer Pos. Nrn. 62 - 64) | Frontmeter, Durchmesser | Tag | 3,80 € |
| 62 | Kleinkinderfahrgeschäfte | Frontmeter, Durchmesser | Tag | 3,50 € |
| 63 | Imbissstände | Frontmeter | Tag | 5,60 € |
| 64 | Zeltaufstellungen | m² | Tag | 0,66 € |
| 65 | Großveranstaltungen | je nach Art und Umfang der Flächen- inanspruchnahme | pauschal | bis 10 % der Einnahmen aus Eintrittsgeldern |
| 66 | Veranstaltungen im Bereich des Volkspark Dutzendteich einschl. Zeppelintribüne und Stadionumfeld | je nach Art und Umfang der Flächen- inanspruchnahme Berechnung im Einzelfall bis | pauschal | 137.300,00 € |
|---|
Sondernutzungsgebührenverzeichnis - Gegenüberstellung der aktuellen und neuen Beträge ab 01.01.2024
Hinweis: Bei Gebühren mit einen dreiteiligen Betrag beziehen sich diese auf die im Straßengruppenverzeichnis genannten Straßengruppen
Pos. Art der Sondernutzung Maßeinheit Zeiteinheit aktueller Neuer Betrag Neuer Betrag Prozentuale Betrag nach nach Erhöhung Erhöhung um Rundung nach Rundung 8,07 % Nr. Baustelleneinrichtung mit Aufstellen von Baugerüsten, -zäunen, -hütten, je angefangene 25 je 16,65 € 17,99 € 18,00 € 8,11% Aufzügen, Kränen, Hubsteigern, Arbeitsbühnen, Lagerung von Baustoffen, - m² angefangene 1 a materialien und Gegenständen aller Art; Aufgrabungen, Rohrdurchpressungen Woche u.ä. 1 b Aufstellen von Schutt-Containern aufgrund einer Jahreserlaubnis Stück Monat 78,50 € 84,83 € 84,80 € 8,03% 2 Überspannungen dauernd lfd. Meter Jahr 10,85 € 11,73 € 11,70 € 7,83% 3 Überspannungen kurzfristig (auch für Baustellen) pro Überquerung Monat 25,50 € 27,56 € 27,60 € 8,24% Keller-, Licht,- Luft und Ladeschächte und Gruben größer 1 m² pro Mauer- oder Jahr 4,90 € 5,30 € 5,30 € 8,16% Bodenöffnung 9,70 € 10,48 € 10,50 € 8,25% 15,10 € 16,32 € 16,30 € 7,95% 5 Säulen, Stützpfeiler Stück Jahr 10,95 € 11,83 € 11,80 € 7,76% 18,20 € 19,67 € 19,70 € 8,24% 25,50 € 27,56 € 27,60 € 8,24% 6 Treppen, Trittstufen ab der 1. Stufe Jahr 15,60 € 16,86 € 16,90 € 8,33% 7 Masten Stück Jahr 19,40 € 20,97 € 21,00 € 8,25% 35,15 € 37,99 € 38,00 € 8,11% 52,00 € 56,20 € 56,20 € 8,08% Monat 2,70 € 2,92 € 2,90 € 7,41% 4,05 € 4,38 € 4,40 € 8,64% 5,40 € 5,84 € 5,90 € 9,26% Aufstellen von Baumkübeln, Topfpflanzen, Blumentrögen, Fahrradständern etc. Stück Jahr 8,55 € 9,24 € 9,20 € 7,60%
oder 14,60 € 15,78 € 15,80 € 8,22%
Pos. Art der Sondernutzung Maßeinheit Zeiteinheit aktueller Neuer Betrag Neuer Betrag Prozentuale Betrag nach nach Erhöhung Erhöhung um Rundung nach Rundung 8,07 % Nr. Pflanzbeete m² 21,85 € 23,61 € 23,60 € 8,01% 9 Tisch- und Stuhlaufstellung m² Saison 15,10 € 16,32 € 16,30 € 7,95% (01.02. bis 21,85 € 23,61 € 23,60 € 8,01% 15.11.) 28,10 € 30,37 € 30,40 € 8,19% 10 Tisch- und Stuhlaufstellung kurzfristig m² Tag 0,36 € 0,39 € 0,39 € 8,33% 0,60 € 0,65 € 0,65 € 8,33% 0,73 € 0,79 € 0,79 € 8,22% 11a Warenausstellungsvorrichtungen bis 60 cm Tiefe lfd. Meter Jahr 27,90 € 30,15 € 30,20 € 8,24% 38,80 € 41,93 € 41,90 € 7,99% 49,60 € 53,60 € 53,60 € 8,06% 11b Warenautomaten im Luftraum Jahr ¬ bis 0,4 m Breite lfd. Meter 12,50 € 13,51 € 13,50 € 8,00% ¬ über 0,4 m Breite lfd. Meter 24,95 € 26,96 € 27,00 € 8,22% 12 Warenausstellungsvorrichtungen bis 60 cm Tiefe kurzfristig lfd. Meter Tag 0,24 € 0,26 € 0,26 € 8,33% 0,24 € 0,26 € 0,26 € 8,33% 0,36 € 0,39 € 0,39 € 8,33% 13 Warenausstellungsvorrichtungen über 60 cm Tiefe m² Jahr 48,35 € 52,25 € 52,30 € 8,17% 70,20 € 75,87 € 75,90 € 8,12% 91,00 € 98,34 € 98,30 € 8,02% 14 Warenausstellungsvorrichtungen über 60 cm Tiefe kurzfristig m² Tag 0,36 € 0,39 € 0,39 € 8,33% 0,60 € 0,65 € 0,65 € 8,33% 0,73 € 0,79 € 0,79 € 8,22% 15 Blumenhandel aus dem Korb pro Verkäufer Monat 35,15 € 37,99 € 38,00 € 8,11% 16 Blumenhandel am Stand vor den Friedhöfen lfd. Meter Tag 21,85 € 23,61 € 23,60 € 8,01% 17 Brezenverkaufsstände ¬ innerhalb der Altstadt (§ 8 Abs. 1 Nr. 5 SNS) Stück Monat 156,00 € 168,59 € 168,60 € 8,08% ¬ im übrigen Stadtgebiet Stück Monat 104,00 € 112,39 € 112,40 € 8,08%
Pos. Art der Sondernutzung Maßeinheit Zeiteinheit aktueller Neuer Betrag Neuer Betrag Prozentuale Betrag nach nach Erhöhung Erhöhung um Rundung nach Rundung 8,07 % Nr. 18 Heringsbratstände Stück Monat 30,15 € 32,58 € 32,60 € 8,13% 19 Lotterieverkaufsstände Stück Jahr 141,95 € 153,41 € 153,40 € 8,07% 205,90 € 222,52 € 222,50 € 8,06% 284,90 € 307,89 € 307,90 € 8,07% 20 Zeitungsverkaufsstände m² Monat 9,05 € 9,78 € 9,80 € 8,29% 17,80 € 19,24 € 19,20 € 7,87% 27,05 € 29,23 € 29,20 € 7,95% 21 Stumme Zeitungsverkäufer Stück Jahr 55,65 € 60,14 € 60,10 € 8,00% Verkaufsstände, Verkaufsautomaten, Verkaufs-container anlässlich Geschäfts- m² Monat 21,85 € 23,61 € 23,60 € 8,01% /Ladenumbau 34,85 € 37,66 € 37,70 € 8,18% 49,95 € 53,98 € 54,00 € 8,11% Container anlässlich Geschäfts-/Ladenumbau, die nicht Verkaufszwecken m² Monat 10,95 € 11,83 € 11,80 € 7,76% 22 a dienen 17,45 € 18,86 € 18,90 € 8,31% 24,95 € 26,96 € 27,00 € 8,22% Verkaufsstände, Verkaufsautomaten kurzfristig Frontmeter Rahmen je Tag 3,85 € 4,16 € 4,20 € 9,09% von… … bis… 50,95 € 55,06 € 55,10 € 8,15% Veranstaltungen je nach Art und Rahmen je Tag 13,00 € 14,05 € 14,10 € 8,46% Umfang der von… Flächeninanspruchnahme … bis… 1.300,00 € 1.404,91 € 1.405,00 € 8,08% 25 Standkonzerte aus gewerblichen Gründen - Stunde 25,50 € 27,56 € 27,60 € 8,24% 48,35 € 52,25 € 52,30 € 8,17% 69,70 € 75,32 € 75,30 € 8,03%
Pos. Art der Sondernutzung Maßeinheit Zeiteinheit aktueller Neuer Betrag Neuer Betrag Prozentuale Betrag nach nach Erhöhung Erhöhung um Rundung nach Rundung 8,07 % Nr. Werbeaktionen (gewerblich) ja nach Art und Umfang der m² Tag 10,40 € 11,24 € 11,20 € 7,69% 26 Flächeninanspruchnahme der Grundfläche (Promotion einschließlich einer Person Standpersonal) Mindestgebühr 41,60 € 44,96 € 45,00 € 8,17% Promoter, Plakatträger (Sandwichmänner), Hostessen, Miniroboter, sonst. pro Person oder Tag 41,60 € 44,96 € 45,00 € 8,17% bewegliche Werbemaßnahmen Figur 27 Schaufenstervitrinen m² Monat 18,20 € 19,67 € 19,70 € 8,24% 21,85 € 23,61 € 23,60 € 8,01% 26,65 € 28,80 € 28,80 € 8,07% 28 Aufstellen von Informationsständen (nicht gewerblich) Stück Tag 12,70 € 13,72 € 13,70 € 7,87% Aufstellen von Informationsständen (nicht gewerblich) inkl. Werbung von Stück Tag 25,40 € 27,45 € 27,50 € 8,27% 28a Mitgliedschaften Aufstellen/Anbringen von Werbeflächen (größer 0,5 m² = DIN A0) auf Stück Tag 5,20 € 5,62 € 5,60 € 7,69% 29 Dreiecksständer und Klappständer (kurzfristig) bis 3 m² Gesamtansichtsfläche
Aufstellen/Anbringen von Großflächenwerbung pro m² bis zu 10 m² m² Tag 1,61 € 1,74 € 1,74 € 8,07% 30 Ansichtsfläche (kurzfristig) (z. B. Plakatwerbung, Symbolwerbung, Bauzaunwerbung) Aufstellen/Anbringen von Großflächenwerbung ab 10 m² Ansichtsfläche m² Tag 0,80 € 0,86 € 0,86 € 7,50% (kurzfristig) (z. B. Plakatwerbung, Symbolwerbung, Bauzaunwerbung) Aufstellen/Anbringen von Werbeflächen auf Dreiecksständer bis 0,5 m² und Stück Tag 2,08 € 2,25 € 2,25 € 8,17% 31 Klappständer bis 1,5 m² Gesamtansichtsfläche (jeweils nur kurzfristig)
Industrie- und Rollgleise pro Anschlussfirma lfd. Meter Jahr 19,35 € 20,91 € 20,90 € 8,01% Gleisstrecke Aufstellen/Anbringen von Werbeflächen pro m² Ansichtsfläche (z.B. m² Jahr 395,10 € 426,98 € 427,00 € 8,07% Plakatwerbung, Symbolwerbung, Klappständer) 34 Tankstellenstelen mit Werbeflächen und Preisanzeigen Stück Jahr 392,00 € 423,63 € 424,00 € 8,16%
Pos. Art der Sondernutzung Maßeinheit Zeiteinheit aktueller Neuer Betrag Neuer Betrag Prozentuale Betrag nach nach Erhöhung Erhöhung um Rundung nach Rundung 8,07 % Nr. Modeschmuckstände auf der Museumsbrücke m² Januar bis Mai 317,15 € 342,74 € 342,70 € 8,06%
m² Juni bis 431,50 € 466,32 € 466,30 € 8,06% November 36 Imbissstände (soweit nicht unter Nrn. 17, 18 fallend) ¬ innerhalb der Altstadt (§ 8 Abs. 1 Nr. 5 SNS) m² Monat 249,55 € 269,69 € 269,70 € 8,07% ¬ im übrigen Stadtgebiet m² Monat 21,85 € 23,61 € 23,60 € 8,01% 35,35 € 38,20 € 38,20 € 8,06% 50,95 € 55,06 € 55,10 € 8,15% 37 Werbefahnen an Fahnenmasten pro m² Ansichtsfläche m² Jahr 133,10 € 143,84 € 143,80 € 8,04% Unerlaubt abgestellte Kfz-Anhänger, Fahrräder und sonstige Fahrzeuge jeglicher Fahrzeug Tag 57,20 € 61,82 € 61,80 € 8,04% Art zum Zwecke der Werbung Unerlaubte Lichtprojektionswerbung, Sprühschablonenwerbung und Werbung Tag 57,20 € 61,82 € 61,80 € 8,04% Streetbranding bzw. reverse graffiti 40 Postablage-, Verteiler-, Stromkästen Stück Jahr 139,35 € 150,60 € 150,60 € 8,07% 41 Unerlaubte gewerbliche Plakatierung (inkl. Planen etc.) ¬ DIN A 1 oder kleiner Stück Tag 26,00 € 28,10 € 28,10 € 8,08% ¬ DIN A 0 oder kleiner Stück Tag 52,00 € 56,20 € 56,20 € 8,08% ¬ größer DIN A 0 Stück Tag 78,00 € 84,29 € 84,30 € 8,08% Abstellen von Autowracks und sonstigen nicht zugelassenen Fahrzeugen ("Rot- Fahrzeug Tag 26,00 € 28,10 € 28,10 € 8,08% Punkt-Fahrzeuge")
Geo/005/2023
Beratung Datum Behandlung Ziel
Ausschuss für Recht, Wirtschaft und 28.06.2023 öffentlich Beschluss
Arbeit
Betreff: Berufung ehrenamtlicher Mitglieder des Gutachterausschusses für Grundstückswerte im
Bereich der kreisfreien Stadt Nürnberg nach der Verordnung über die
Gutachterausschüsse, die Kaufpreissammlungen und die Bodenrichtwerte nach dem
Baugesetzbuch (Gutachterausschussverordnung - BayGaV)
Anlagen: Entscheidungsvorlage
Sachverhalt (kurz):
Wiederberufung von Frau Ulrike Temme und Herrn Michael Reidner als ehrenamtliche Mitglieder in den Gutachterausschuss für Grundstückswerte im Bereich der kreisfreien Stadt Nürnberg, da die zuletzt erfolgte Berufung vom 18.09.2019 nach vier Jahren endet.
Noch offen, ob finanzielle Auswirkungen Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:
(→ weiter bei 2.)
Nein (→ weiter bei 2.)
Ja
Kosten noch nicht bekannt
Kosten bekannt
Gesamtkosten € Folgekosten € pro Jahr
dauerhaft nur für einen begrenzten Zeitraum
davon investiv € davon Sachkosten € pro Jahr
davon konsumtiv € davon Personalkosten € pro Jahr
Stadt Nürnberg Beschlussvorlage Geo/005/2023
(mit Ref. I/II / Stk - entsprechend der vereinbarten Haushaltsregelungen - abgestimmt, ansonsten Ref. I/II / Stk in Kenntnis gesetzt) Ja Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:
2a. Auswirkungen auf den Stellenplan:
Nein (→ weiter bei 3.)
Ja
Deckung im Rahmen des bestehenden Stellenplans
Auswirkungen auf den Stellenplan im Umfang von Vollkraftstellen (Einbringung und Prüfung im Rahmen des Stellenschaffungsverfahrens)
Siehe gesonderte Darstellung im Sachverhalt
Ja Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:
- Diversity-Relevanz:
Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich: Ja Durch die Kriterien zur Auswahl der ehrenamtlichen Mitglieder werden keine Personengruppen aufgrund von Geschlecht, Herkunft, Religion oder anderer personenbezogener Merkmale benachteiligt.
- Abstimmung mit weiteren Geschäftsbereichen / Dienststellen:
RA und DiP (verpflichtend bei Satzungen und Verordnungen)
Stadt Nürnberg Beschlussvorlage Geo/005/2023
Beschlussvorschlag:
Dem Vorschlag aus der Entscheidungsvorlage folgend, werden Frau Ulrike Temme sowie Herr Michael Reidner als ehrenamtliche Gutachterin bzw. ehrenamtlichen Gutachter nach § 3 BayGaV für jeweils weitere 4 Jahre in den Gutachterausschuss für Grundstückswerte im Bereich der kreisfreien Stadt Nürnberg berufen.
Entscheidungsvorlage
Mit Beschluss des Ausschusses für Recht, Wirtschaft und Arbeit vom 18.09.2019 wurden Frau Ulrike Temme und Herr Michael Reidner wiederholt als ehrenamtliche Mitglieder in den Gutachterausschuss berufen.
Da die Berufungsdauer nach vier Jahren endet und eine wiederholte Berufung nach § 3 Abs. 3 BayGaV möglich ist, wird vorgeschlagen, Frau Temme und Herrn Reidner als ehrenamtliche Gutachterin bzw. ehrenamtlichen Gutachter für weitere vier Jahre in den Gutachterausschuss für Grundstückswerte im Bereich der kreisfreien Stadt Nürnberg zu berufen.
Frau Temme und Herr Reidner stimmen einer erneuten Berufung zu.