Integriertes Digitales Entwicklungskonzept
IDEK „Reallabor
Lichtenreuth“
Impressum
Herausgeber: Stadt Nürnberg Rathausplatz 2 90403 Nürnberg
Koordination
Amt für Digitalisierung und Prozessorganisation Monika Leng
Konzept und Bearbeitung
IDEK-Beraterteam Die Erstellung des Integrierten Digitalen Entwick- Jochen Gauly, Stefan Heinig, Peter Liebhart, lungskonzepts (IDEK) „Reallabor Lichtenreuth“ Horst Mentz, Felix Volgmann, Damian Wagner- wurde im Rahmen des Modellprojekts „Smart Herold, Sofiya Chuhuyevets Cities Smart Regions – Kommunale Digitalisierungsstrategien für Städtebau und Mobilität der c/o Bürogemeinschaft Gauly & Volgmann (bgh.) Zukunft“ des Bayerischen Staatsministeriums für Georg-Schumann-Straße 130 Wohnen, Bau und Verkehr gefördert. 04155 Leipzig
Kernteam des IDEK „Reallabor Lichtenreuth“
Amt für Digitalisierung und Prozessorganisation Monika Leng
Bürgermeisteramt, Stab Stadtentwicklung Dr. Stefan Bege Michael Ruf
Wirtschaftsförderung Nürnberg Daniela Förtsch
Gestaltung
Bürogemeinschaft Gauly & Volgmann (bgh.) Sofiya Chuhuyevets
Nürnberg, November 2022
Inhalt
Einleitung 5
01_HINTERGRUND 6
1.1 Ein Integriertes Digitales Entwicklungskonzept (IDEK) für Lichtenreuth 7 1.2 Der IDEK-Prozess 8 1.3 Das Quartier Lichtenreuth 12 1.3.1 Einordnung des Modellquartiers 12 1.3.2 Siedlungsentwicklung und Mobilität 12 1.3.3 Städtebauliche Ziele und Planungen 13 1.3.4 Soziodemografisches Umfeld 15
02_BESTANDSANALYSE 18
2.1 Bestandsanalyse Gesamtstadt 21 2.2 Bestandsanalyse Lichtenreuth 22
03_SWOT-ANALYSE 24
3.1 Zusammengeführte Ergebnisse der SWOT-Analysen und Handlungsbedarfe 27
04_LEITBILD UND ZIELE 30
4.1 Grundlagen der Ziele für Lichtenreuth 32 4.2 Leitbild und Ziele für Lichtenreuth 34
05_PROJEKTVORSCHLÄGE 36
5.1 Priorisierte Projektvorschläge 39 5.1.1 Projektlisten A1 und A2 39 5.1.3 Projektliste B 58 5.1.4 Projektliste C 59
06_VORSCHLAG FÜR DIE IDEK-UMSETZUNG 60
6.1 Steuerungs- und Arbeitsstrukturen für die Umsetzung 61 6.1.1 Programmmanagement Lichtenreuth 61 6.1.2 Projektteams für IDEK-Umsetzungsprojekte & (fakultative) Facharbeitsgruppen 63 6.1.3 Begleit- und Steuerungsgremium „Lichtenreuth“ 64 6.2 Monitoring und Evaluation 65 6.2.1 Controlling des Prozessfortschrittes der priorisierten IDEK-Projekte 65 6.2.2 Monitoring des Outputs der priorisierten IDEK-Projekte 66 6.2.3 Evaluierung der Zielerreichung der digitalen Ziele und des Beitrags der Projekte (Outcome) 66 6.3 Zukunftskonferenz 68
07_ANHANG 70
7.1 Bestandsanalyse für die einzelnen Handlungsfelder 72 7.2 SWOT für die einzelnen Handlungsfelder 82 7.3 Beschreibung der Projektvorschläge 92 7.4 Vorschläge für Indikatoren zur Messung der Zielerreichung 124
Abbildungsverzeichnis 126
Einleitung
Das Integrierte Digitale Entwicklungskonzept (IDEK) Reallabor Lichtenreuth besteht aus einem Hauptteil und einem Anlagenteil.
Der Hauptteil umfasst:
- Einblicke in den Erarbeitungsprozess (Kapitel 1), die Beschreibung der Ausgangssitu-
ation in Form der Bestandsanalyse (Kapitel 2) und der SWOT-Analyse (Kapitel 3),
- die integrierte, digitale Handlungsstrategie bestehend aus Leitbild und strategischen
Zielen (Kapitel 4), der digitalen Potenzialanalyse und dem Maßnahmen- und Finanzierungskonzept (Kapitel 5) sowie
- dem Monitoring und der Evaluierung (Kapitel 6).
Der Anlagenteil ergänzt den Hauptteil um vertiefende Bestandsanalysen, die Langfassungen der SWOT-Analysen sowie die Steckbriefe der Projekte, die zur zeitnahen Vertiefung und Umsetzung empfohlen werden.
Der Aufbau des Integrierten Digitalen Entwicklungskonzepts (IDEK) Reallabor Lichtenreuth spiegelt die Phasen des Erarbeitungs- und Beteiligungsprozesses wider.
01
Hintergrund
Ein Integriertes Digitales
Entwicklungskonzept (IDEK)
für Lichtenreuth
Mit Integrierten Stadtentwicklungskonzep- nen, Bau und Verkehr (StMB) sollen überten (INSEK) wurden in den letzten Jahren tragbare und praxisnahe Lösungsansätze in Nürnberg gute Erfahrungen gesammelt. zur Entwicklung von kommunalen Digi- Sie sind ein geeignetes Instrument, um talisierungsstrategien aufgezeigt sowie in einem partizipativen Prozess Stadt- übertragbare, praxisnahe Lösungsansätze entwicklungsprozesse strategisch und und Handlungsempfehlungen abgeleitet fachübergreifend zu begleiten. Das hat werden. Die Beteiligung an dem Modellsich sowohl bei der Gestaltung von Trans- vorhaben umfasste auch die Orientierung formationsprozessen in Stadtteilen, zum an den methodischen Vorgaben des StMB Beispiel in der Nürnberger Weststadt, als sowie einen regelmäßigen Erfahrungsausauch bei thematischen Stadtentwicklungs- tausch mit anderen Modellkommunen im konzepten bewährt. Rahmen der Austausch- und Coachingworkshops des Instituts für Innovation und Das Integrierte Digitale Entwicklungs- Technik (iit), das für die wissenschaftliche konzept (IDEK) Reallabor Lichtenreuth Begleitforschung im Vorhaben zuständig entwickelt diesen Ansatz weiter: Strategien war. und Projekte zur digitalen Entwicklung – häufig auch unter dem Schlagwort „Smart Der offizielle Start des Modellvorhabens City“ zusammengefasst – werden für den erfolgte im Februar 2021 mit einer Auftaktin Nürnberg neu entstehenden Stadtteil veranstaltung für alle elf Modellprojekte Lichtenreuth erarbeitet, bewertet und in im Freistaat Bayern. Für die Erstellung einem Handlungskonzept gebündelt. Die des IDEKs „Reallabor Lichtenreuth“ wurde Nutzung der INSEK-Methodik sichert ein von der Stadt Nürnberg ein interdiszipintegratives und partizipatives Vorgehen, linäres Arbeitsteam unter Federführung welches sich an der Stärkung des Ge- der Bürogemeinschaft Gauly & Volgmann meinwohls orientiert. (bgh.) aus Leipzig beauftragt. Das IDEK „Reallabor Lichtenreuth“ wurde in einem Das Reallabor Lichtenreuth ist eines von breitangelegten Beteiligungsverfahren elf Modellprojekten im Freistaat Bayern, im Zeitraum von April 2021 bis Oktober in denen die methodische und inhaltliche 2022 gemeinsam mit der Stadt Nürnberg Verschneidung räumlicher und digitaler erarbeitet. Planungsansätze erprobt wird. Durch die Förderung der Projekte im Modellvorhaben „Smart Cities Smart Regions – Kommunale Digitalisierungsstrategien für Städtebau und Mobilität der Zukunft“ des Bayerischen Staatsministeriums für Woh-
Der IDEK-Prozess
Die Erarbeitung des IDEK erfolgte in über die Beteiligungsveranstaltungen sechs vom Bayerischen Staatsministerium eingebracht wurden, wurden hinsichtlich für Wohnen, Bau und Verkehr (StMB) ihres Nutzens und Beitrages zur Zielerreivorgegebenen und eng miteinander chung, aber auch ihrer Risiken sowie der verknüpften Arbeitspaketen: Machbarkeit bewertet.
1. Bestandsanalyse 5. Maßnahmen- und Finanzierungskonzept
In der Bestandsanalyse wurden der Auf Grundlage der digitalen Potenzialaktuelle Arbeitsstand der städtebaulichen analyse erfolgte eine Priorisierung – und Planungen für Lichtenreuth sowie die vor- teilweise auch Zusammenfassung – der handenen Fachplanungen und -strategien Projektideen. Die priorisierten Projekte in Nürnberg gesichtet und durch Exper- wurden in Steckbriefen konkretisiert. teninterviews vertieft. Im Ergebnis wurde der Wissensstand zur Digitalisierung in 6. Monitoring und Evaluation der Gesamtstadt und zur Entwicklung von Abschließend wurde ein Monitoringkonzept Lichtenreuth komprimiert aufbereitet. erstellt, das sowohl die digitalen Ziele als auch die priorisierten Projekte adressiert.
2. SWOT-Analyse
Anschließend erfolgte die Bewertung der Stärken und Schwächen sowie der Chancen und Risiken für die Stadtteilentwicklung von Lichtenreuth unter besonderer Fokussierung auf Digitalisierungsbedarfe und -projekte. Daraus wurden Handlungsbedarfe für das IDEK „Reallabor Lichtenreuth“ abgeleitet.
3. Leitbild und strategische Ziele
Aufbauend auf der SWOT-Analyse wurde ein übergreifendes Leitbild für Lichtenreuth, verknüpft mit strategischen Zielen für die digitale Entwicklung, formuliert.
4. Digitale Potenzialanalyse
Projektideen und -vorschläge, die über Abb. 1: Der IDEKden bisherigen Prozess gesammelt oder Erarbeitungsprozess
Fördermittel- Umsetzung der Monitoring und Anpassung akquise Projekte Evaluation Oktober 2022
Finalisieren des IDEK- Zukunftskonferenz IDEK Entwurfs in Abstimmung mit der Stadt Nürnberg
- Konzept zum Monitoring und Evaluation
Mini-Labs zu ausgewählten Projekten 5. Maßnahmen- und Finanzierungskonzept
Akteursübergreifender Fachworkshop „Projekte“ 4. Digitale Potenzialanalyse
Digitaler Workshop „Digitale Ansätze auf dem UTN-Campus“ 3. Leitbild, Strategien, Ziele Digitaler Workshop „Leitbild und Ziele“
Verwaltungsworkshop „SWOT-Analyse“ 2. Herausarbeiten von Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken Expertengespräche
Digitale Zukunftswerkstatt IDEK
- Bestandsanalyse
Kick-off Workshop Stadt Nürnberg April 2021
Abb. 2: Handlungsfelder des IDEK „Reallabor (6) Neue Formen Lichtenreuth“ der Partizipation
(5) Daten, (1) Städtebau, Infrastruktur und Wohnen, kommunale Dienste Demografie
(4) Kultur & (2) Mobilität & Freizeit Verkehr
(3) Bildung, Wissenschaft & Wirtschaft
Um die Bearbeitung der komplexen Materie genutzt. Die Projekte, die im Arbeitspaket 5 zu erleichtern, wurden sechs Handlungs- ausgearbeitet wurden, wirken sich dagegen felder gebildet (Abb. 2). Diese wurden vor häufig auf mehrere Handlungsfelder und allem in den ersten vier Arbeitspaketen deren digitale Ziele aus.
Abb. 3: Formate und 02. Juli 2021 Veranstaltungen im IDEK- Prozess Zukunftswerkstatt
Zukunfts- Experten- Juni/ 25. Oktober 2022 konferenz interviews Juli 2021
Juli-September Mini- Verwaltungs- 05. November 2021 2022 Labs workshop
Akteurs- Fach- 12. Mai 2022 übergreifen- Fachteam 21. Februar 2022 workshops der WS
Technsiche 25. März 2022 Universität (UTN)
Um dem partizipativen Anspruch des IDEK gerecht zu werden, wurden prozessbegleitend mehrere Veranstaltungen durchgeführt. Dabei lag ein besonderer Fokus auf der Mitwirkung der unterschiedlichen Fachämter, Referate und städtischen Unternehmen, um Mitwirkungsinteresse und Ownership in dem Prozess zu stärken. Auf die Beteiligung von Bürgerinnen und Bürger wurde verzichtet, da in Lichtenreuth bisher noch keine Menschen wohnen.
Folgende Beteiligungen wurden durchgeführt:
• Kick-off Workshop am 23. April 2021
mit 13 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verwaltung
• Digitale Zukunftswerkstatt am
- Juli 2021: Bestandsaufnahme und Diskussion der Chancen des IDEK mit 54 Akteurinnen und Akteure aus Verwaltung, Wirtschaft und Forschung sowie Vereinen und Initiativen
- Expertengespräche im Juni/Juli 2021:
Vertiefung der Bestandsaufnahme, Abb. 4: Sammeln der Ziele während des Verwaltungsworkshops am 05.11.2021 Sondierung guter Beispiele mit Digitali- Abb. 5: Gallery Walk beim Akteursübergreifenden Workshop am 12.05.2022 sierungsprojekten sowie Sammlung erster Projektideen in 20 digitalen nology Nuremberg (UTN) sowie den Expertengesprächen Fachämtern und kommunalen Unter-
• Workshop SWOT-Analyse (verwaltungs- nehmen mit 18 Teilnehmenden
interner Workshop) am 05. November
• Workshop Projekte (akteursübergrei-
2021: Diskussion der Ergebnisse der fender Workshop) am 12. Mai 2022: SWOT mit 28 Teilnehmenden, schwer- Diskussion von Projektvorschlägen für punktmäßig aus Verwaltung und städtidas IDEK „Reallabor Lichtenreuth“ mit schen Unternehmen 42 Teilnehmenden, schwerpunktmäßig
• Digitaler Workshop Leitbild und Ziele aus Verwaltung und städtischen Unter-
(Workshop Fachteam) am 21. Februar nehmen 2022: Diskussion des Leitbildes, der
- Mini-Labs im Juli/August 2022:
strategischen und digitalen Ziele für Vertiefung priorisierter Projekte in Lichtenreuth mit 13 Teilnehmenden, Steckbriefen in 19 digitalen Mini-Labs schwerpunktmäßig aus Verwaltung und mit potenziellen Projektpartnern städtischen Unternehmen
• Zukunftskonferenz am 25. Oktober
• Digitaler Fachworkshop UTN am
2022: Vorstellung des IDEK „Reallabor 25. März 2022: Diskussion möglicher Lichtenreuth“ und Diskussion der Schwerpunkte und Schnittstellen im nächsten Umsetzungsschritte IDEK zwischen der University of Tech-
Das Quartier Lichtenreuth
1.3.1 Einordnung des zu Lichtenreuth benachbarten Quartie-
ren überwiegend unter dem städtischen
Modellquartiers
Durchschnitt. Lichtenreuth liegt im Süden Nürnbergs an In den nächsten 15 Jahren stellt das Modellder Schnittstelle zwischen Innenstadt und quartier eines der größten Wohnbauflächen- Innenstadtrand. Prägend ist besonders die potenziale im Nürnberger Süden dar, hat Nachbarschaft zum Volkspark Dutzendaber auch eine stadtweit große Bedeuteich und zum Dokumentationszentrum tung für die Neuentwicklung von Standor- Reichsparteitagsgelände. ten der Wirtschaft und Wissenschaft. Für die Siedlungsbereiche im Umfeld benennt das INSEK Nürnberg-Südost 1.3.2 Siedlungsentwicklung folgende wesentlichen Merkmale:
und Mobilität
- eine hohe Wohnqualität durch großen
Die künftige Siedlungsentwicklung von Grünanteil, Lichtenreuth soll über die vorhandenen
- das Spektrum unterschiedlicher Wohn- Erschließungsachsen im ÖPNV sowie
bautypologien wie 20-geschossige über das bestehende Hauptstraßennetz Hochhäuser, Punkthäuser, drei- bis erfolgen. Der Verlängerung der Straßenviergeschossige Zeilenbauten, zweige- bahnlinie Nr. 7 bis Bauernfeindstraße, schossige Reihenhäuser, eingeschossige aber auch einem verbesserten Taktangebot Patio-Häuser/Winkelhäuser, der U-Bahnlinie U1 kommen hierbei eine zentrale Rolle zu. Ziel ist es, nach-
- die vergleichsweise günstigen Mieten, haltige, autoreduzierte Mobilität durch
hochwertige Infrastruktur im Fuß-, Rad-
- die soziale Mischung durch ein breites
verkehr und in der ÖPNV-Erreichbarkeit Angebot von Wohneigentum, freifinanzu gewährleisten. Als Voraussetzung für ziertem und gefördertem Wohnungsbau die hochwertige Erschließungsplanung sowie dient der Mobilitätsbaukasten der Stadt
- eine gute ÖPNV-Anbindung und Erreich- Nürnberg. Stellplatzablöse und reduzierte
barkeit. Stellplatzschlüssel unterstützen das Konzept der nachhaltigen Mobilität. Der Insgesamt kann das Umfeld von Lichtenneue Campus der UTN ist als autofreies reuth eher den einfachen und mittleren bzw. verkehrsberuhigtes Areal vorge- Wohnlagen in Nürnberg zugeordnet werden. sehen mit Lösungen für die Stadt- bzw. Die Angebotsmieten lagen 2019 in den „letzte Meile“ – Logistik.
Unabhängig davon ist die Einflussnahme • Anbindung des Grünraums Volkspark auf das Verhalten der künftigen Bürgerinnen Dutzendteich an die umliegenden und Bürger sowie der Studierenden in Quartiere. Lichtenreuth durch Information und Steue- Die städtebauliche Leitidee für Lichtenrung des Verkehrs zwingend notwendig. reuth ist eine nutzungsgemischte Stadt Hier kommt zum einen dem geplanten der kurzen Wege. Die Entwicklung von Quartiersbüro für ganz Lichtenreuth Lichtenreuth gliedert sich dabei in drei eine zentrale Rolle zu, welches eine Module, in denen diese Leitidee unter- Vielzahl von Themenfeldern (z.B. Mobilität, schiedlich umgesetzt wird. Eine zentrale Kultur) abdecken soll. Zum anderen Grünachse zieht sich als verbindendes stellt die Digitalisierung als Vernetzungs- Glied durch das gesamte Plangebiet und element – auch für neue Formen der verknüpft den Volkspark Dutzendteich Mobilität – einen wesentlichen Baustein mit den benachbarten Stadtteilen. Für die für die Quartiersentwicklung dar. Mit der drei Module werden jeweils eigenständige Mobilitätsapp NürnbergMobil verfolgt die Teilbebauungspläne erarbeitet. Nürnberger Verkehrs-Aktiengesellschaft (VAG) das Ziel, künftig alle intermodalen Modul 1: „Hasenbuck Süd“ (B-Plan Nr. Mobilitätsangebote in Nürnberg zugäng-
4635, Satzungsbeschluss 2020)
lich und buchbar zu machen. Ziel der Planung ist ein neuer, attraktiver, autoarmer und durchgrünter Stadtteil im
1.3.3 Städtebauliche Ziele Nürnberger Süden, welcher im Wesent-
lichen dem Wohnen dienen und somit
und Planungen
zur Deckung der hohen Nachfrage nach Das Modellquartier Lichtenreuth befindet Wohnraum beitragen soll. Das Konzept sich auf dem Gelände des ehemaligen sieht für das Gebiet eine gemischte Woh- Südbahnhofs und umfasst ca. 90 ha. Für nungstypologie mit Geschosswohnungsdas Areal fand 2015 ein städtebaulicher bau und Stadthäusern vor. Für Stadthäu- Ideenwettbewerb statt, den das Büro West 8, ser wurden durchgehend maximal drei Rotterdam, gewonnen hat. Auf Grundlage Vollgeschosse vorgesehen, während für des Wettbewerbsergebnisses und einer den Geschosswohnungsbau überwiegend darauf aufbauenden Rahmenplanung fünf Geschosse sowie Hochpunkte mit bis wurde 2016 ein Bebauungsplanverfahren zu sieben Geschossen zulässig sind. (B-Plan Nr. 4600 „Brunecker Straße“) Die weiteren im Gebiet vorgesehenen eingeleitet. Nutzungen (Schule, Kita, Hort und Ein- Wesentliche Ziele für das gesamte Quartier zelhandel) sollen den neuen Stadtteil sind: entsprechend ortsnah mit der erforder-
- Beitrag zur Deckung des gesamtstädti- lichen sozialen Infrastruktur und Gütern
schen Bedarfes an Flächen für Wohnen des täglichen Bedarfs versorgen und auch und Gewerbe, zu einer verbesserten Versorgung der angrenzenden Bestandsgebiete beitra-
- Ansiedlung der Technischen Universität, gen. Der zentrale Park ist ein wichtiger
Baustein der Verbindung des Volksparks
- Entwicklung der Schnittstelle zwischen
Dutzendteich mit den neu entstehenden dem Nürnberger Süden und Südosten und nördlich angrenzenden Quartieren. sowie
Kennzahlen: Blockrandbebauung vor. Die Mehrzahl Abb. 6: Bebauungsplan Nr. 4552 und Module der Baufelder erhält einen Hochpunkt mit des zukünftigen
- ca. 1 575 Wohnungen, davon ca. 142 in
mindestens sieben bis neun Geschossen, Quartiers Lichtenreuth Einfamilienhäusern teilweise bis 16 Geschossen. Im südlichen Teil des Plangebietes ist ein großer
- 30 % geförderter Wohnungsbau
Grünbereich mit Sport- und Spielflächen
- ca. 3 300 Einwohnerinnen und Einwohner vorgesehen, der einen Teil des Grünver-
bundes zwischen Volkspark Dutzendteich
- Kitas mit ca. 550 Plätzen, Grundschule
und angrenzenden Quartieren bildet. mit ca. 500 Plätzen Kennzahlen:
-
Sondergebiet Wohnen und Nahversor-
-
ca. 1 330 Wohnungen im Geschoss-
gung bis 3 000 m2 Verkaufsfläche wohnungsbau
Modul 2: „Ingolstädter Straße“ (B-Plan
- ca. 104 000 m2 Gewerbeflächen
Nr. 4642 öffentliche Auslegung / Erlass
Satzung für 3./4. Quartal 2023 geplant) • Kindertagesstätte mit ca. 195 Plätzen
Ziel der Planung ist ein nutzungsgemischtes, urbanes Gebiet. Das Konzept sieht eine überwiegend sechsgeschossige
Modul 3: Technische Universität weise erfolgen. Zu Beginn sind kleine
(B-Plan-Nr. 4556, Erarbeitung ab 2022) Anfangsangebote vorgesehen, insbeson-
Ziel der Entwicklung des Moduls 3 ist die dere Gebäude mit experimentellen Ge- Ansiedlung der Technischen Universität bäudetypologien zur vielfältigen Nutzung Nürnberg (UTN) auf ca. 37 ha für pers- für Lehre und Forschung, die bereits nach pektivisch 5 000 bis 6 000 Studierende. § 34 BauGB genehmigt werden könnten. Detailplanungen sind dafür noch nicht vorhanden. Es liegt eine aktuelle Struk-
1.3.4 Soziodemografisches
turplanung des Teams Ferdinand Heide,
Umfeld
Frankfurt am Main, vor. Der Strukturplanung ging ein interdisziplinärer Workshop Bezogen auf die statistische Gliederung im September 2020 voraus, dessen liegt Lichtenreuth in der südlichen Außen- Ergebnisse hier kurz zusammengefasst stadt. Aber auch die südlichen Teile des werden: Innenstadtgürtels sowie die südöstliche Außenstadt, insbesondere Dutzendteich
- Anspruch für die Entwicklung des
und Langwasser, prägen das Umfeld. Universitätsareals ist ein offener Campus im Quartier, der wirklich erlebbar Da im Modellquartier noch keine Meninnovativ und experimentell als „Green schen wohnen, wird die demografische Campus“ entwickelt werden soll. und soziale Struktur im Umfeld kurz beleuchtet. Dabei gibt es einen grundle-
- Neben der universitären Nutzung soll
genden Unterschied der Struktur in den Raum für Versorgung, soziale Einrichnördlich angrenzenden Quartieren getungen, voruniversitäre Bildung, Wohgenüber den südlichen und südöstlichen nen, Arbeiten, Freizeit, Kultur, Gastro- Nachbarquartieren. nomie, Sport und Erholung angeboten werden. Das Wohnraumangebot auf Die nördlich von Lichtenreuth gelegenen dem Campusareal wird jedoch auf statistischen Bezirke des Innenstadtgürtels das Wohnen von Studierenden sowie Süd sowie Hasenbuck und Katzwanger Gastwissenschaftlerinnen und -wissen- Straße haben schaftler ausgerichtet.
-
ein tendenziell unterdurchschnittliches
-
Entstehen soll ein zukunftsweisender, Durchschnittsalter,
klimafreundlicher Campus, der keine
- einen unterdurchschnittlichen Jugend-
Emissionen im Betrieb verursacht oder quotienten, sogar „Klima-Positiv“ funktionieren kann.
-
überwiegend einen unterdurchschnittli-
-
Angestrebt wird eine höchstmögliche
chen Seniorenquotienten, Anpassungsfähigkeit der Gebäude auf sich verändernde Anforderungen und
- einen überdurchschnittlichen Anteil an
Nutzungen. Menschen mit Migrationshintergrund,
-
Die Freiraumangebote im Campus sind
-
einen überdurchschnittlichen Anteil an
als Ergänzung des vorhandenen Netz- Einpersonenhaushalten, werkes konzipiert. Das innere Grün soll eine hohe Aufenthaltsqualität bieten, für • eine überdurchschnittliche Arbeitslosigkeit, Adressbildung, Sport und Spiel, Ent-
- einen überdurchschnittlichen Anteil an
spannung, Naturbelassenheit etc. Bedarfsgemeinschaften (SGB II) mit Die Entwicklung des Campus soll schritt- Kindern.
Die südlich und südöstlich gelegenen statistischen Bezirke der südlichen und südöstlichen Außenstadt haben
- tendenziell ein überdurchschnittliches
Durchschnittsalter,
- einen überdurchschnittlichen Senioren-
quotienten,
- einen unterdurchschnittlichen Anteil an
Menschen mit Migrationshintergrund in Nürnberg Süd und einen überdurchschnittlichen Anteil an Menschen mit Migrationshintergrund in Langwasser,
- einen unterdurchschnittlichen Anteil an
Einpersonenhaushalten,
- eine Arbeitslosigkeit und einen Anteil
an Bedarfsgemeinschaften (SGB II) mit Kindern, die kleinräumig sehr differenziert sind.
Abb. 7-12: Soziodemografische Daten der Nachbarbezirke v. l. n. r. Anteil an Bedarfsgemeinschaften mit Kindern, Seniorenquotient, Anteil an Einpersonenhaushalten, Anteil Arbeitsloser, Jugendquotient, Anteil an Menschen mit Migrationshintergrund, Innergebietliche Strukturdaten Nürnberg 2020 (31.12.2019)
02
Bestands-
analyse
Grundlage der Bestandsanalyse bilden die 02. Juli 2021 mit insgesamt 54 Teilnehbereits dargestellte sozialräumliche Analyse menden statt. Im Zeitraum von Mitte Juni im Umfeld des IDEK-Gebiets sowie die bis Anfang August 2021 wurden zusätzlich vorhandenen räumlichen Planungen für insgesamt 20 Expertengespräche mit Lichtenreuth. Darauf aufbauend wurden Verwaltungsmitarbeitenden und lokalen das Integrierte Stadtentwicklungskonzept Akteuren durchgeführt, um die Bestands- Digitales Nürnberg, das Integrierte Stadt- analyse zu ergänzen. teilentwicklungskonzept Nürnberg Südost Wichtige Aussagen der Bestandsanalyse und eine Vielzahl von relevanten Fachsind im Nachfolgenden auf Ebene der planungen, Strategien und Projekten in Gesamtstadt und des Stadtteils Lichtenden sechs Handlungsfeldern ausgewertet reuth dargestellt. Dabei werden insbeson- (Abb. 13). dere digitale Potenziale und Bedarfe aus Gemeinsam mit der Stadt Nürnberg wurde der Digitalen Dachstrategie und weiterer die Akteurslandschaft sondiert und der strategischer Dokumente wiedergegeben Teilnehmerkreis für eine Zukunftswerk- sowie Aussagen der Beteiligten der Experstatt und vertiefende Expertengespräche tengespräche berücksichtigt. definiert. Die Zukunftskonferenz fand am
Digitale Dachstrategie: Intelligent vernetzt,
nutzenorientiert, innovativ
Als erster von zwei Bausteinen des INSEK „Digitales Nürnberg“ wurden im Oktober 2019 die Strategischen Leitlinien der digitalen Dachstrategie durch den Stadtrat beschlossen. Mit den Strategischen Leitlinien wurden im Zusammenspiel mit der Stadtverwaltung und relevanten Akteuren Ziele und Handlungsfeldziele für Nürnberg und die Leitplanken für eine digitale Stadt definiert. Mit der daraus im zweiten Schritt abgeleiteten Roadmap wurden im November 2020 die Konturen für eine digitale Stadt Nürnberg weiter geschärft. Die Roadmap konkretisiert Handlungsfelder, mögliche Projekte und Initiativen und formuliert Empfehlungen innerhalb der durch die Strategie gesetzten Leitplanken und Ziele. Dies beinhaltet beispielsweise Anforderungen an künftige Daten- und Kommunikationsinfrastrukturen, digitale Bürgerdienste und die gesetzlich vorgeschriebene Umsetzung des Online-Zugangsgesetzes. Die Aktivitäten um eine künftige digitale Stadtverwaltung, die notwendigen Prozessoptimierungen und „Change-Prozesse“ (Digitalisierung nach innen) sowie für das Thema „Smart Cities“ (Digitalisierung nach außen) werden durch das neu geschaffene Amt für Digitalisierung und Prozessorganisation begleitet, koordiniert und unterstützt. Im Zusammenspiel mit sogenannten Digitalkoordinatoren in unterschiedlichen Verwaltungsbereichen sind damit wichtige organisatorische Querschnittstellen und zusätzliche Kapazitäten für den weiteren Prozess geschaffen worden.
Integriertes Stadtteilentwicklungskonzept Nürnberg Südost VERNETZEN !
Freiräume für Innovationen Das Handbuch für Reallabore
Memorand Urbane Re Wunedg zeu zkuurn rfotbsufäshteigne,n a dS
um
D DInitge i igt g arliee i rDt t ea a sc hSt l sat e rdatt s eeng tiw N e i/c k ü lun r g n sko b nz e ep r t ( g INSEK) IÜ N I n N tb e e S g u er E ier a r K pt u e - rS s Z üt r a i df i e c tue l h n e nt t wg u ic n kulu g nng d d N e ü r r n b erg s atap i dt l itv i e e n nz TDEIEIL W2:E IRTOERAEDNMTWAPIC –K PLUERNSGPEKTIVEN FÜR 2020
1
- Integriertes Stadtteilentwicklungs- • Neue Leipzig Charta. Die trans-
konzept Nürnberg Südost formative Kraft der Städte für das Gemeinwohl
- Digitale Dachstrategie/Integriertes
Stadtentwicklungskonzept (INSEK) • Smart City Charta. Digitale Transfor- „Digitales Nürnberg“. mation in der Kommunen nachhaltig Teil 1: Strategische Leitlinien gestalten Teil 2: Roadmap - Perspektiven für
- Freiräume für Innovationen.
die Weiterentwicklung Das Handbuch für Reallabore
-
Integrierte Stadtentwicklung in Nürn-
-
Memorandum Urbane Resilienz.
berg. Überprüfung und Neuausrich- Wege zur robusten, adaptiven und tung der INSEK-Ziele 2020 zukunftsfähigen Stadt
Fachkonzepte, z.B. Sonstige Daten, z.B.
- Gesamtstädtische
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|---|---|
| ten des Kulturreferats der Stadt Nürnberg turstrategie der Stadt Nürnberg lussbericht 3 |
Amt für Digitalisierung, IT und Prozessorganisa tion
Klimaschutzfahrplan Leitlinien
Nürnberg
digital.stadt.nürnberg
2020 – 2030 K
- Leitbild der Stadt
Nürnberg (2001)
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- Soziodemografische Daten
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und städtebauliche Planung
- Klimaschutzfahrplan Nürnberg
2020-2030
- digital.stadt.nürnberg. Konzept für • Expertengespräche
eine digitale Stadtverwaltung
-
Zukunftswerkstatt am
-
Kulturstrategie der Stadt Nürnberg. 02. Juli 2021
Abschlussbericht
- Struktur- und Rahmenplanung für
die Technische Universität Nürnberg (TUN). Workshops
Abb. 13: Übersicht der Grundlagendokumente und Quellen für die Bestandsanalyse 0302 – 0202 grebnrüN nalprhafztuhcsamilK Lokale Strategien, z.B. Übergeordnete Strategien, z.B.
Bestandsanalyse Gesamtstadt
Folgende wichtige Erkenntnisse konnten vielfältige digitalaffine Gründerszene im Rahmen der Bestandsanalyse gewonnen (u.a. Initiative Startup.Digital.Nürnberg, werden: ZOLLHOF Tech Incubator, offenes Innovationslabor JOSEPH’S).
- Nürnberg hat ein umfangreiches Angebot
an digitalen Bürgerdienstleistungen sowie • Mit der Friedrich-Alexander-Universität digitalisierten Verwaltungsprozessen. Erlangen-Nürnberg und der Technischen Hochschule Nürnberg Georg
- Der Ausbau von frei zugänglichem
Simon Ohm sowie dem Fraunhofer- WLAN wurde in öffentlichen Gebäuden Institut für Integrierte Schaltungen (IIS) seitens der Stadtverwaltung forciert und mit rund 1 000 Forschenden gibt es ist insbesondere in den 300 Schulen anwendungsorientierte Forschung für weit vorangeschritten. Die VAG stellt digitale Technologien. zusätzlich im ÖPNV und an einigen Haltestellen WLAN für die Fahrgäste • In der Bauleitplanung erfolgt bisher nur zur Verfügung. eine punktuelle Nutzung von digitalen Prozessen, zum Beispiel von 3D-Modellen
- Der Betrieb der Breitband- bzw. Daten-
oder digitaler TÖB-Beteiligung bei eininfrastruktur, inklusive der Rechenzentzelnen Projekten. ren, stellt sich in Nürnberg bisher divers dar (Feuerwehr, N-ERGIE, UTN etc.). • Der „Masterplan Nachhaltige Mobilität“, Umweltverbund: der bis 2025 die Realisierung von 100 Fuß- und Radverkehr
- Das Konzept der Smart City, d.h. eines
Mobilitätsstationen und die Stärkung sowie der öffentliche intelligent vernetzten, nachhaltigen und Nahverkehr des Umweltverbundes auf 68 % der bürgerzentrierten städtischen Ökosys- Verkehrsmittelwahl in der Gesamtstadt tems, hat in Nürnberg bisher noch keine vorsieht, beinhaltet bereits wesentliche konkrete Anwendung gefunden. Elemente der Digitalisierung. Der „Mobilitätsbaukasten für Bauvorhaben in
- Verschiedene zielgruppenbezogene
Nürnberg“ unterstützt zusätzlich den digitale Beteiligungsangebote und Ansatz der autoreduzierten Mobilität. -plattformen werden bereits erfolgreich angewendet (u.a. „e-Partizipations-
- Im Bereich Wohnen wurden in Nürn-
plattform“, Partizipationsprojekt „laut!“, berg einzelne digitale Pilotprojekte (u.a. „Integreat-App“). Mieter-App und digitale Vermietung der WBG, Modellprojekte im Smart Metering).
- Nürnberg zählt zu den deutschen
Städten mit dem größten Beschäftigtenanteil im IT- und Kommunikationssektor. Zusätzlich verfügt Nürnberg über eine
Bestandsanalyse Lichtenreuth
- Grundsätzlich ist eine gute Breitband- nungen nicht zu entnehmen.
infrastruktur eingeplant, teilweise werden
- Das geplante Quartiersbüro kann poten-
Leerrohre verlegt. ziell eine Scharnierfunktion zwischen
- Die Leuchten im Quartier sind „konven- digitalen und analogen Angeboten
tionell“ geplant. Zusätzliche Daten- bzw. einnehmen und auch nicht-digitalaffine Kommunikationskabel an einzelnen Personen in der Nutzung digitaler Ange- Leuchten bzw. Knotenpunkten und bote unterstützen. zusätzliche Strominfrastruktur an den
- Eine zentrale Herausforderung besteht
Leuchten sind nicht vorgesehen. darin, dass die Stadt Nürnberg keinen
- Bisher ist keine IoT-Infrastruktur über Einfluss auf die Grundstücksvergabe
das bestehende LoRaWAN-Netz ange- im neuen Stadtteil hat. Dadurch hängt dacht, z.B. um Sensornetzwerke für die es vom Interesse der jeweiligen Pro- Bewässerung, Verkehrsmessung usw. jektentwickler und neuen Eigentümer zu integrieren. Allerdings können ent- ab, inwieweit digitale Komponenten in sprechende Gateways mit ihrer großen Wohn- und Gewerbegebäuden umge- Reichweite und geringen Anforderun- setzt werden können. gen problemlos nachgerüstet werden.
-
Die großen zusammenhängenden
-
Die UTN plant für ihren neuen Campus Grünflächen im Stadtteil bieten grund-
eine eigene Daten- bzw. Breitband- sätzlich Potenziale für die Nutzung von infrastruktur einschließlich eines Re- digitalen Lösungen, z.B. in der Beleuchchenzentrums. Diese Infrastruktur wird tungssteuerung, der Bewässerung oder auch als Rückgrat für hochdigitalisierte der Sportflächennutzung. Ebenso stellen Prozesse und Lehre dienen (z.B. Kom- sie ein Potenzial für die Anwendung munikationszentrum statt Bibliothek). digitaler bzw. hybrider Kulturangebote im öffentlichen Raum dar.
- Bisher bestehen noch keine Initiativen
zwischen UTN und der Stadt Nürnberg • Eine nachhaltige, autoreduzierte Mobilität für eine vernetzte Herangehensweise kann durch die vorgesehene qualitativ an Digital- und Innovationsthemen. Dies hochwertige Infrastruktur in Lichtenreuth betrifft auch die Planung der Infrastruk- im Fuß- und Radverkehr sowie der ÖPNVtur wie Rechenzentrum oder Datenlei- Erreichbarkeit gewährleistet werden. tungen. Jedoch gibt es noch keine konzeptionellen Ansätze für die Logistik der „letzten Meile“
- Digitale Komponenten im Kultur- und
im Quartier. Sozialbereich sind den bisherigen Pla-
Abb. 14: Lichtenreuth als Teil der gesamtstädtischen Betrachtung
Lichtenreuth
Nürnberg
- Das benachbarte Lern-, Kultur- und ten Handlungsmöglichkeiten. Im Modul 2
Bildungshaus „südpunkt“ als auch das ist es wichtig, zumindest im Bereich der Kulturzentrum „Z-Bau“ könnten Einfluss digitalen Infrastrukturen (Breitband, LoRaauf das kulturelle Angebot in Lichten- WAN, Leerrohre u.a.) höhere Standards reuth nehmen. als im Modul 1 im städtebaulichen Vertrag zu vereinbaren. Darüber hinaus ist im
Schlussfolgerungen Planungsprozess darauf zu achten, dass
Der Entwicklung von Lichtenreuth ist ein jenseits modulbezogener Insellösungen langjähriger Planungsprozess vorausge- eine möglichst breite Vernetzung zwischen gangen, in dem Smart-City-Ansätze kaum den Modulen und mit den Nachbarquartieeine Rolle spielten. Um innovative Ansätze ren erreicht wird. Diese Vernetzung sollte zum gegenwärtigen Zeitpunkt oder in den nicht zuletzt auch auf der Ebene sozialer nächsten Jahren noch zu implementieren, und kultureller Angebote erfolgen und sind die Voraussetzungen in den einzel- kann durch digitale Technologien begünsnen Modulen der Quartiersentwicklung tigt werden. unterschiedlich. Während die Einfluss- Eine ausführliche Aufbereitung der Ergebmöglichkeiten im Modul 1 aufgrund der nisse der Bestandsanalyse befindet sich in abgeschlossenen Bebauungsplanung Bestandsanalyse der Anlage. Darin sind neben der Situation für die einzelnen sehr gering sind, ergeben sich im Modul 3 Handlungsfelder in der Gesamtstadt und im Planungsproangesichts des frühen Planungsstadiums zess für Lichtenreuth die relevanten Ziele und eines an innovativen, digitalen Lösungen und Projektansätze der Digitalen Dachinteressierten Bauherren (UTN) die größstrategie abgebildet.
03
SWOT-
Analyse
Ausgehend von der Bestandsanalyse Für die SWOT-Analyse wurden folgende werden Stärken und Schwächen sowie Hilfsfragen herangezogen, die für jedes Chancen und Risiken mit einem Fokus auf Handlungsfeld interpretiert werden, wenn- Digitalisierung für die sechs Handlungs- gleich die Beantwortung der Leitfragen felder des IDEK herausgearbeitet. Das nicht in allen Handlungsfeldern gleicher- Handlungsfeld „Bildung, Wissenschaft und maßen möglich war: Wirtschaft“ wird insbesondere unter dem Aspekt des Ökosystem-Managements und relevanter Kooperationen betrachtet.
Stärken (intern) Schwächen (intern)
- Was macht die Entwicklung des • Was könnte die Stadt Nürnberg bei der
Quartiers Lichtenreuth in Bezug auf Entwicklung Lichtenreuths im Bereich Digitalisierung einzigartig? Digitalisierung verbessern?
- Welche guten Erfahrungen hat die Stadt • Was sollte sie vermeiden?
Nürnberg bei Digitalisierungsprojekten,
- Was sind Dinge, die zukünftige
die sie in die Quartiersentwicklung Bewohnerinnen und Bewohner, Lichtenreuth einbringt? Gewerbetreibende und andere
- Auf welche einzigartigen Ressourcen Nutzende des Quartiers als Schwächen
(z.B. Finanzen, Partner, Akteure) ansehen könnten? kann die Stadt Nürnberg bei der Quartiersentwicklung Lichtenreuths zurückgreifen?
Chancen (extern) Risiken (extern)
- Haben die zukünftigen Nutzerinnen • Vor welchen Herausforderungen
und Nutzer des Quartiers bestimmte steht die Stadt Nürnberg bei der Bedarfe oder Erwartungen? Quartiersentwicklung Lichtenreuth im Bereich Digitalisierung?
- Gibt es neue Technologien, die bei
der aktuellen Planung des Quartiers • Gibt es ein Problem, das die berücksichtigt werden sollten? Umsetzung des IDEK Lichtenreuth verhindern könnte?
- Gibt es Änderungen in den politischen
Voraussetzungen (z.B. Förderpolitik, • (Standortwettbewerb: Wo sind andere kommunale/nationale Schwerpunkte)? Städte der Stadt Nürnberg im Bereich Quartiersentwicklung/Digitalisierung voraus?)
pro Handlungsfeld integriert und
interne Faktoren
vernetzt
S
n c
e h S
ä r k w ä c
Stärke n ch w äch
S t
en
h
e
n Analyse
Analyse Ha
n
d
l
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Risike n
cen
b
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d
a
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f
e
C n
h e
a k
n
si
c
e Ri Handlungs-
n
bedarfe
externe Faktoren
Darauf aufbauend wurden aus den SWOTs SWOT-Analysen der einzelnen Hand- Abb. 15: Vorgehen der SWOT-Analyse der sechs Handlungsfelder erste strategi- lungsfelder sind im Anhang dargestellt. sche Ableitungen für Entwicklungspers- Die Ergebnisse der SWOT-Analyse und pektiven (Handlungsbedarf) getroffen. die daraus resultierenden Schlussfolgerungen wurden am 5. November 2021 mit Eine übergreifende SWOT-Analyse, die im insgesamt 28 Teilnehmenden, vorrangig 7.2 folgenden Kapitel dargestellt ist, stellt die SWOT für aus Verwaltung und städtischen Unternehdie einzelnen Essenz aus den handlungsfeldbezogenen men, diskutiert. Handlungsfelder SWOT-Analysen dar. Die Details zu den
Zusammengeführte Ergebnisse
der SWOT-Analysen und
Handlungsbedarfe
Stärken (intern) Schwächen (intern)
- geplante Entwicklung eines durchgrünten, • Bisher nur wenige inhaltliche Ziele für
nutzungsgemischten Neubauquartiers: die Quartiersentwicklung Lichtenreuths Integrierte Betrachtung von Siedlungs-
- Sehr unterschiedliche Verfahrensstände
entwicklung & Mobilität der Module (führt z.B. zu unterschied-
- Modellkommune „Smart Cities Smart lichen technischen Lösungen und
Regions“ Qualitäten)
- Große Potenziale (auch für angren- • Teilweise nur noch geringe Einfluss-/
zende Stadtteile/Gesamtstadt) durch Gestaltungsmöglichkeiten bei den Mo- Ansiedlung der Technischen Universität dulen 1 und 2 (UTN) mit Digitalisierung als einen
- Fehlende Kommunikations- und Erklär-
Schwerpunkt der Lehre strategie („Storytelling“) für das Thema
- Neubau von Bildungsinfrastruktur Smart Cities nach innen und außen
(gesamtstädtisch und insbesondere
- geplanter Aufbau eines Quartiersbüros
im Rahmen der Quartiersentwicklung Lichtenreuth)
- Starkes Commitment der Verwaltungs-
spitze/Leadership für die Quartiersent-
- Verbesserungswürdige kontinuierliche
wicklung Lichtenreuth unter Berücksich- Kommunikation zwischen den beteiligtigung digitaler Aspekte ten Akteuren der Gebietsentwicklung (intern sowie außerhalb der Verwaltung)
- Vorhandene strategische Rahmenwerke
und Vorgaben (z.B. INSEK Südost, Digi-
- Fehlende geplante Orte für soziale und
tale Dachstrategie „Digitales Nürnberg“) kulturelle Angebote in Lichtenreuth für die Quartiersentwicklung
-
Heterogener Betrieb der Daten-Infra-
-
Erste Vernetzung der Akteurslandschaft
struktur innerhalb der Stadt (z.B. Breitbzw. „Community“ mit Bezug zu Digitaband, Rechenzentrum) lisierung auf gesamtstädtischer Ebene (z.B. Nürnberg Digital Festival) • Fehlende Regelungen/Strategie für die Erhebung, Speicherung, Verwertung
- Interesse des Stadtplanungsamts an digi-
und Zurverfügungstellung von Daten im talen Planungs-/Modellierungsprozessen Kontext der Smart City/Digitalen Stadt (Governance-Struktur/Strategie, Daten-
- Etablierte digitale Beteiligungsformate
plattformen etc.) (z.B. ePartizipation)
- Unzureichende Priorisierung, Sensibilisie- • Aufbau eines digitalen Stadtteilportals
rung und Verankerung des Smart City- mit Einbindung weiterer Funktionen Themas innerhalb der Stadtverwaltung (z.B. ÖPNV)
- Wenig positive Beispiele für Smart City- • Laufende und geplante Fördermög-
Lösungen, die kommuniziert werden lichkeiten auf Landes-, Bundes- und können EU-Ebene für Smart City (z.B. Anschubfinanzierungen für neue Mobilitätsformen, 4. Staffel Modellprojekte Smart Cities“, BMWSB, Green Deal)
Chancen (extern)
- Quartier als Raum für Erprobung („Test-
feld“) digitaler Lösungen in allen Hand- Risiken (extern) lungsbereichen
-
Langer Entwicklungs- und Realisie-
-
Vernetzung der Bevölkerung: Schaffung
rungszeitraum; Gefahr des Verlusts des von digitalen sozialen Räumen und politischen und operativen Commitments barrierefreien Möglichkeiten zur Inforsowie Unsicherheit in Bezug auf zukunftsmationsbeschaffung und Nutzung von fähige Technologien digitalen Angeboten
-
Doppeltes Risiko der „Verinselung“: keine
-
Generierung von „Quick-wins“ (auch in
Vernetzung mit Nachbarquartieren und Form von „Testballons“ und temporären singuläres Denken in den einzelnen Nutzungen) für schnelle Sichtbarkeit Modulen
-
Schaffung und Bewerbung neuer, lebens-
-
Bei zu später oder zu geringer Abstim-
stilgerechter Mobilitätsformen (z.B. im mung der Planungsprozesse zwischen Personenverkehr und Wirtschaftsverkehr) Stadt und UTN: Gefahr einer schwierigen/fehlenden Zusammenarbeit mit
- Hohes Interesse und Ambition der UTN
der UTN und dadurch geringes Gestalan innovativen digitalen Lösungen auf tungspotenzial im Modul 3 dem Campus
-
Geringe Einflussmöglichkeiten auf pri-
-
Öffnung UTN-Campus in den Stadtteil/
vate Bauherren für die Bewohnerschaft
-
Potenzieller Ausschluss bzw. verminder-
-
Neue Akteure auf dem Immobilienmarkt
te Teilhabe von Bevölkerungsgruppen als Chance für Innovation und frühdurch die Digitalisierung zeitige Zusammenarbeit bei digitalen Lösungen
- Vulnerabilität eines stark digital ausge-
richteten Quartiers in Bezug auf Cyber-
- Quartiersbüro als Lernort erweiterbar
security: erhöhter Schutz kritischer (z.B. Begleitung von Offlinern) Infrastruktur erforderlich
- Erprobung und Einführung neuer Formen
der Bürgerbeteiligung
- Auf- und Ausbau neuer Betreiber- und
Kooperationsmodelle
Übergeordnete • Erarbeitung eines integrierten, digitalen
Verkehrskonzeptes über alle Module
Handlungsbedarfe (und angrenzende Stadtgebiete), dabei
Festlegung von Kriterien zur Evaluie-
- Aufbau einer integrierten, strategischen
rung (Lärm, Abgas, Verkehr), Koordi- Quartiersentwicklung und einer integnation und Betrieb von Personen- und rierten, operativen Quartiersbetreuung Wirtschaftsverkehr (möglicherweise Quartiersbüro)
-
Regelungen bzw. Strategie für die Er-
-
Kommunikations- und Erklärstrategie
hebung, Speicherung, Verwertung und („Storytelling“) für das Thema Smart Bereitstellung von Daten im Kontext der Cities nach innen und außen Smart City/Digitalen Stadt (Governance- Struktur/Strategie, Datenplattformen etc.)
- Aufbau von kontinuierlichen, sektorüber-
greifenden Kommunikationsstrukturen (z.B. Beratungsgremium) zwischen den beteiligten Akteuren der Gebietsentwicklung u.a. mit „AG Infrastruktur“ (intern sowie außerhalb der Verwaltung)
- Formate der Zusammenarbeit zum
Thema Smart Cities mit Forschung, Wirtschaft/Start-ups und Multiplikatoren und Strukturen vor Ort entwickeln und aufbauen (z.B. mit Zollhof)
- Übergreifende Abstimmung und Zusam-
menarbeit der IKT bzw. Daten-Dienstleister im Stadtkonzern (Feuerwehr, N-ERGIE), UTN und privaten Anbietern forcieren, Verknüpfung des Themas bzw. der Planung Daten-/Ladeinfrastruktur mit Beleuchtung/Servicebetrieb Öffentlicher Raum (SÖR)
- Unterstützung der bestehenden kultu-
rellen und sozialen Einrichtungen aus Nachbarquartieren zur ausreichenden Versorgung in Lichtenreuth sowie Einordnung ergänzender kultureller/sozialer Angebote in bereits geplante Institutionen (z.B. Schule, UTN-Campus)
- Weiterentwicklung und Ausdifferenzie-
rung des Quartiersbüros zum zentralen Ort der Beteiligung, Beratung, Kommunikation und Ko-Produktion mit einem starken Fokus auf Digitalisierung für unterschiedliche Zielgruppen (Onliner & Offliner)
04
Leitbild und
Ziele
Das Zielsystem für das IDEK Lichtenreuth Zur Erreichung der strategischen Ziele gründet sich sowohl auf übergeordnete für Lichtenreuth sind weitere Projekte bundesweite bzw. europäische Leitgedan- erforderlich, die keinen engeren Bezug ken (z.B. Neue Leipzig Charta, Smart City zur Digitalisierung haben. Diese werden Charta) als auch auf vorhandene Beschlüsse im IDEK nicht betrachtet, aber je nach zur integrierten Stadtentwicklung in Nürn- Relevanz im Bebauungsplan und städteberg (z.B. INSEK Südost, INSEK Digita- baulichen Vertrag, in einem INSEK oder in les Nürnberg) und zur städtebaulichen fachlichen Konzepten aufgegriffen. Entwicklung von Lichtenreuth (z.B. Bau- Leitbild und Ziele für das IDEK „Reallabor leitplanung). Es besteht aus zwei Teilen: Lichtenreuth“ wurden in einem digitalen dem Leitbild und den strategischen Zielen Workshop am 21. Februar 2022 mit inseinerseits und den Zielen zur digitalen gesamt 13 Teilnehmenden, vorrangig aus Entwicklung andererseits. Verwaltung und städtischen Unternehmen, Das Leitbild und die strategischen Ziele diskutiert. befinden sich auf der Ebene eines INSEK und umfassen Kernthemen einer integrierten Stadtteilentwicklung. Sie sind selbst nicht auf die Digitalisierung ausgerichtet, bilden aber die strategische Grundlage
Leitbild
für die Ziele zur digitalen Entwicklung in Lichtenreuth.
Für jedes Handlungsfeld wurde ein strategisches Ziel formuliert. Da die Handlungsfelder jedoch nicht trennscharf abzugrenzen sind, sind einzelne Aspekte der strategischen Ziele auch in mehreren Strategische Ziele Handlungsfeldern relevant. Das betrifft insbesondere übergreifende Themen wie Klimaschutz, Living Lab-Gedanke, Infrastruktur oder digitale Spaltung, die jeweils nur in einem strategischen Ziel benannt werden.
Ziele zur digitalen
Aus den strategischen Zielen wurden für Entwicklung Abb. 16: jedes Handlungsfeld ein oder zwei Ziele Zielhierarchie für Lichtenreuth zur digitalen Entwicklung in Lichtenreuth abgeleitet. Diese digitalen Ziele werden im weiteren IDEK-Prozess mit Projekten untersetzt. In der gegenwärtigen Arbeitsphase werden dazu (intern) Handlungsansätze und mögliche Projekte benannt. Diese werden in den nächsten Arbeitsschritten konkretisiert, auf ihre Realisierbarkeit geprüft und priorisiert. Dabei ist zu beachten, dass einzelne Projekte auch zur Erreichung mehrerer digitaler Ziele beitragen können.
Grundlagen der Ziele für
Lichtenreuth
Als integriertes digitales Entwicklungskon- • Infrastrukturen, Daten und Dienstleiszept baut das IDEK Lichtenreuth sowohl tungen sowie auf die Neue Leipzig Charta als auch
- Ressourcen, Kompetenzen und Koope-
auf die Smart City Charta auf. Die Neue rationen. Leipzig Charta strebt an, die transformative Kraft der Städte für das Gemeinwohl Zur Umsetzung wird Städten sowohl zu nutzen. Dabei werden Prinzipien guter Offenheit gegenüber neuen Technologien Stadtentwicklungspolitik benannt, die auch empfohlen als auch ein starker Werte- und für die Entwicklung von Lichtenreuth hand- Zielebezug, um die Technologien mit lungsleitend sind. Herauszuheben ist ins- Bedacht und Weitblick nutzen zu können. besondere das integrierte und kooperative Die Smart City Charta macht deutlich, Herangehen an die Quartiersentwicklung dass Digitalisierung in die Stadtentwickin Lichtenreuth, das vielfältige Akteure in lung integriert sein und Ziele der nachhaltieine nachhaltige Stadtentwicklung einbegen Stadtentwicklung umsetzen soll. Demzieht. entsprechend benennt das Zielsystem des Städtische Transformation im Sinne der IDEK Lichtenreuth zunächst ein Entwick- Neuen Leipzig Charta basiert auf der lungsleitbild und strategische Stadtent- Integration der sozialen, ökologischen und wicklungsziele (SZ) für Lichtenreuth, aus wirtschaftlichen Dimensionen einer nach- denen die Ziele zur digitalen Entwicklung haltigen Entwicklung. Deshalb werden (DZ) abgeleitet werden. Dabei können mit den drei Dimensionen gemeinwohl- Projekte (P) gleichzeitig zu mehreren orientierter Stadtentwicklung die grüne, digitalen Zielen einen Beitrag leisten, und die produktive und die gerechte Stadt übergeordnete Kommunikations- und adressiert. Die Digitalisierung ist dabei ein Arbeitsstrukturen bilden eine gemeinsame Querschnittsthema, das viele Chancen für Klammer zur Umsetzung des IDEKs und nachhaltige Lösungen in der Stadtteilent- seiner Projekte (Abb. 17). wicklung beinhaltet. Das Zielsystem für Lichtenreuth knüpft Wie Digitalisierung zu städtischen Trans- inhaltlich auch an die übergeordneten formationsprozessen beitragen kann, führt Ziele in Nürnberg an, insbesondere die die Smart City Charta in vier Leitlinien „Gesamtstädtischen Leitlinien“ (die im aus. Die digitale Transformation benötigt Entwurf vorliegen) und ihre Anwendung bei demnach Flächenkonkurrenzen sowie die verschiedenen integrierten Stadtentwicklungskon-
- Ziele, Strategien und Strukturen,
zepte (Abb. 17). Es greift darüber hinaus
- Transparenz, Teilhabe und Mitgestaltung, Ziele auf, die bereits dem städtebaulichen
Gesamt-
städtische
Leitlinien
Nürnberg
(Entwurf)
Leitbild Lichtenreuth
SZ 1 SZ 2 SZ 3 SZ 4 SZ 5 SZ 6
efradebsgnuldnaH
DZ 1.1 DZ 2.1 DZ 3.1 DZ 4.1 DZ 5.1 DZ 6.1
DZ 1.2 DZ 2.2 DZ 3.2 DZ 5.2
P1 P2 P3 P4 P5 P...
Kommunikations- und Arbeitsstrukturen
Wettbewerb und der Bauleitplanung zu- um Wohlstand zu sichern und die Stadt Abb. 17: Erarbeitung des grunde liegen. zukunftsfähig zu machen.“ IDEK-Zielsystems
Das INSEK Digitales Nürnberg formuliert eine Vision, die auch für Lichtenreuth handlungsleitend ist: „Wir wollen die Lebensqualität der Menschen heben. Dabei nutzen wir neue digitale Lösungen,
Leitbild und Ziele für Lichtenreuth
SZ 1: In Lichtenreuth werden vielfältige Wohn-, Arbeits-, Bildungs- und
Freizeitangebote für unterschiedliche Bevölkerungsgruppen unter besonderer Berücksichtigung der Erfordernisse des Klimawandels und einer sich wandelnden Gesellschaft mit stetig neuen Herausforderungen realisiert.
SZ 2: In Lichtenreuth wird ein integriertes, klimaneutrales Verkehrskonzept für den Personen- und den Wirtschaftsverkehr über alle drei Module mit Berücksichtigung und Einbindung der angrenzenden Stadtgebiete realisiert. Dabei hat der Umweltverbund einen Anteil von mindestens 80 % am Modal Split* im Quartier.
SZ 3: Lichtenreuth wird als urbanes Labor
Leitbild Lichtenreuth entwickelt, in dem Wirtschaft, Wissenschaft, Bildung, Bürgerschaft sowie die Kommune und Lichtenreuth ist ein nutzungs- und sozial ihre Tochterunternehmen eng kooperieren und dabei gemischter Stadtteil mit integriertem Uni- gemeinsam innovative Projekte sowie Angebote versitätscampus und hoher Lebensqualität. entwickeln, erproben und umsetzen. In ihm werden digitale Lösungen für eine gemeinwohlorientierte, nachhaltige und klimagerechte Stadtteilentwicklung im Sinne SZ 4: In Lichtenreuth werden vielfältige soziale, eines Reallabors kooperativ erprobt. Die kulturelle und partizipative Angebote für einzelnen Module, Handlungsfelder und unterschiedliche Bevölkerungsgruppen geschaffen Stakeholder sind gut miteinander und in sowie sinnvoll miteinander und über die die angrenzenden Quartiere vernetzt. Stadtteilgrenzen hinaus vernetzt.
SZ 5: Lichtenreuth bietet die infrastrukturellen Voraussetzungen für ein Living Lab für innovative, digitale und intelligent vernetzte Lösungen und Projekte, welche dem Gemeinwohl dienen und auf andere städtische Quartiere skalierbar sind.
SZ 6: Allen Interessierten aus Zivilgesellschaft, Wirtschaft, Verwaltung, Wissenschaft und Politik werden Anreize und niedrigschwellige Möglichkeiten geboten, sich über die Entwicklung des Stadtteils Lichtenreuth zu informieren und aktiv bei der Gestaltung einzubringen.
SZ Strategisches Ziel Städtebau, Wohnen und Bildung, Wissenschaft Daten, Infrastrukturen,
DZ Digitales Ziel Demografie und Wirtschaft kommunale Dienste
Mobilität und Verkehr Kultur und Soziales (Neue Formen der) * Verteilung des Transportaukommens Partizipation auf verschiedene Verkehrsmittel
DZ 1.2: In den öffentlichen Grün- und Freiräu-
men werden digitale Lösungen zur Bewälti-
gung der Herausforderungen des Klima-
DZ 1.1: Die Implementierung von digitalen Lösungen im wandels sowie zur besseren Nutzbarkeit und Neubau trägt zu Energieeffizienz sowie zu demografi- Bewirtschaftung des öffentlichen Raums modellscher und sozialer Vielfalt bei. haft für Nürnberg erprobt.
DZ 2.1: Die Implementierung von digitalen und vernetz- DZ 2.2: Nachhaltige Stadtlogistik, die mit Hilfe ten Mobilitätsstrukturen ermöglicht eine flexible und von vernetzten Mobilitätsdaten Verkehrsaufeinfache Nutzung verschiedener Mobilitätsformen kommen im Wirtschaftsverkehr reduziert, und deren Kombination, um auch autounabhängige wird in Lichtenreuth kombiniert mit flexiblen Lebensstile zu unterstützen. Verteilstrukturen angeboten.
DZ 3.1: In Lichtenreuth stehen ko-kreative Formate DZ 3.2: In Lichtenreuth werden hybride sowie Innovations- und Kooperationsstrukturen wie Bildungs-, Versuchs- und Erprobungsräume Digital Labs oder ein Think Tank zur Verfügung, um zur Verfügung gestellt, in denen digitale und neue digitale und vernetzte Lösungen zu entwickeln vernetzte Lösungen mit kollaborativen und und umzusetzen. partizipativen Ansätzen ausprobiert, angewendet, vermittelt und weiterentwickelt werden.
DZ 4.1: Digitale, multimediale und anpassungsfähige
Angebote und Räume verschiedener städtischer und nichtstädtischer Akteure tragen zur Stärkung der
sozialen und kulturellen Teilhabe bei und wirken
einer digitalen Spaltung entgegen.
DZ 5.1: In Lichtenreuth werden organisationsüber- DZ 5.2: Dienstleistungen der Bürgerdienste greifende Konzepte für Konnektivität und schnelle und der kommunalen Tochterunternehmen Datenverbindungen entwickelt und implementiert, um werden in Lichtenreuth als hybrides Angebot, zukunftsweisende digitale Lösungen, Angebote und d.h. digital und mit physischer „Schnittstelle“ Dienstleitungen langfristig zu gewährleisten. zum Kunden, zur Verfügung gestellt, um den
bestmöglichen Zugang und Umfang der
Dienste und deren Abwicklung zu gewährleisten.
DZ 6.1: Digitale Kommunikations- und Beteiligungsfor-
mate sowie Visualisierung von notwendigen Planungsgrundlagen ergänzen analoge Formate sinnvoll und schaffen neue Angebote für umfassende Information
und Ko-Produktion, um die Teilhabe unterschiedli-
cher Bevölkerungsgruppen an der Quartiersentwick-
lung zu erhöhen.
05
Projekt-
vorschläge
Die Herausarbeitung konkreter Projek- Beitrag zur Zielerreichung te und deren Priorisierung für das IDEK
Innovation
„Reallabor Lichtenreuth“ erfolgte in einer Zusammenführung der Arbeitspakete 4 und
Bürgernutzen
5 – der digitalen Potenzialanalyse und der Maßnahmen- und Finanzierungsplanung.
Übertragbarkeit
Nutzen
In der digitalen Potenzialanalyse geht es
Synergiepotenziale
darum, auf Grundlage der bisherigen Arbeitsergebnisse die IDEK-Anwendungsfelder für den Einsatz digitaler Technologien in Lichtenreuth zu identifizieren. Gleichzeitig ist es wichtig, den Mehrwert digitaler gegenüber analogen Lösungen zu prüfen und Risikofaktoren in Bezug auf die Digitalisierungspotenziale aufzuzeigen.
Die über den Erarbeitungsprozess des Mitwirkungsbereitschaft IDEK gesammelten 34 Projektideen wurden Umsetzzunächst in einem Pool zusammengeführt barkeit Technische Voraussetzungen und prägnant beschrieben. Darauf aufbau-
Investitionskosten
end erfolgte eine Bewertung von Nutzen und Umsetzbarkeit der Projektideen. Die
Vergleichbare Lösungen
Bewertungskriterien berücksichtigten die digitalen Potenziale und Hemmnisse, da-
Zeitraum
rüber hinaus aber auch Aspekte bezüglich des Mehrwerts für eine gemeinwohlorientierte Stadtteilentwicklung und der Mitwirkungsbereitschaft der wichtigen Akteure. Maßnahmenliste, die insgesamt 25 Pro- Abb. 18: Die Projektideen wurden in einem fach- Bewertungskriterien jektvorschläge umfasste. Durch weitere übergreifenden Workshop am 12.05.2022 für die Projektideen Betrachtung und Prüfung der einzelnen mit 42 Teilnehmenden, vorrangig aus Ver- Projektvorschläge konnte eine Zuordnung waltung und kommunalen Unternehmen, in drei Umsetzungskategorien erfolgen: diskutiert. Die Akteure hatten auch die Möglichkeit, den Entwurf der Bewertung
• Projektliste A: Projekte, die zur Vertie-
nach dem Workshop zu kommentieren fung und Umsetzung empfohlen werund mit eigenen Erfahrungen zu ergänzen. den, dabei wir differenziert in: Das Bewertungsergebnis wurde grafisch
• Liste A 1: Steckbriefe wurden im Rahmen des
in einem „Mapping“ aufbereitet und diente IDEK-Prozesses erstellt als Grundlage für die Priorisierung der
• Liste A2: Machbarkeitsanalyse/Sondierungs-
Projekte. Dabei zeigte sich, dass einige studie ist vorab erforderlich Projektideen in einem so engen inhaltli-
• Projektliste B: Projektpool mit guten
chen Zusammenhang stehen, dass sie zu Projekten, die zu einem späteren Zeiteinem gemeinsamen Projekt zusammenpunkt nochmals geprüft werden sollten geführt wurden. Nach Zusammenführung einzelner Pro- • Projektliste C: Projekte, die derzeit jekte entstand eine ausdifferenzierte nicht weiterverfolgt werden
AP 4: Mapping Potenzialanalyse | Stand: 20.06.2022
Nicht digitale Projektideen Digitale Projektideen
Lichtenreuth Lichtenreuth
Digitale Digitaler Leihangebote öffent. Raum
| Interaktiv | e | ||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Quart | iersbüro | Vernetzun | Visualisierung | ||||||||
| AG Digitale Infrastruktur Engagement- u Ermöglichungs remium abor Aktivierung u. Beratung priv. Bauherrn | 2 . räume neztuN Zufahrtsregulierung Wirtschaftsverkehr | Living Lab Erprobungsräum Steuerung Regenrückhaltung u. Bewässerung Steuerung Beleuchtung Concierge- Dienste Ge Na Zer Nachbarschafts- Plattform Na Kä Gebäudeautom | Fahrplan | u. Modellierung | |||||||
| Living Lab | s/ | Daten-/Lad | e- Hybride | ||||||||
| e | |||||||||||
| Steuerung Regenrückhaltung u. Bewässerung | |||||||||||
| Steuerung Beleuchtung | |||||||||||
| Gebäudeautom | ation | ||||||||||
| 1 girdein | UTN | UT | N |
Aktivierung u. Vernetzung kult/soz. Akteure
| Engagement- u | . |
|---|---|
| Ermöglichungs | räume |
| Concierge- Dienste | ||
|---|---|---|
| Ge | bäude mit | |
| Na | chh.- | |
| Zer | tifizierung |
Akteurnetzwerk
| Begleitg | remium | |
|---|---|---|
| R | eall | abor |
| Orientierung | |
|---|---|
| Parklandschaften | |
| Digitale TÖB- |
| Na Kä | hwärme/- lte UTN |
|---|
Aktivierung u.
Beratung
priv. Bauherrn
Ridesharing
Betriebliche
Mobilitätsmg
HF1
Start- up/
Digital Lab
HF2
HF3
HF4
HF5
HF6
einfach 2 Umsetzbarkeit 1 komplex komplex 1 2 einfach
Umsetzbarkeit
neztuN
Nicht digitale Projektideen Digitale Projektideen
Gesamtstadt Gesamtstadt
Abb. 19: Potenzialanalyse: Mapping der Projektideen hcoh
Priorisierte Projektvorschläge
In einem weiteren Arbeitsschritt wurden 5.1.1 Projektlisten A1 und A2 Projekte, die im Ergebnis der Bewertung prioritär für die Umsetzung zu empfehlen Projektliste A1: Projekte, die zur Vertiesind, in insgesamt 19 Mini-Labs mit po- fung und Umsetzung empfohlen werden tenziellen Projektbeteiligten diskutiert und A1.1 – Aktivierung und Beratung vertieft. Die Ergebnisse sind in Form von gewerblicher und institutioneller Steckbriefen als Grundlage der Beantra- Bauherren gung von Fördermitteln und weiteren Projektumsetzung dokumentiert. Die Steckbriefe A1.2 – Verbesserung Verteilstrukturen/ können als flexible Handlungsgrundlage letzte Meile, Concierge-Dienste im Zuge der Konkretisierung des Projektes A1.3 – Quartiersbüro Lichtenreuth bzw. der Ausrichtung auf ein konkretes Förderprogramm fortgeschrieben werden. A1.4 – Digital zugängliche Leihangebote Innerhalb der nachfolgenden Projektliste A im öffentlichen Raum wurden vier Projekte als sogenannte Leit- A1.5 – Hybride Bürgerdienste und projekte definiert (als Leitprojekt mit einem Leistungen der Stadtverwaltung Stern gekennzeichnet). Dabei handelt es sich um Projekte, die zeitnah umgesetzt A1.6 – Testfeld für Sensortechnik und IoTwerden sollen und denen eine besonders Technologien mit Use Cases große Wirkung für die integrierte, digitale
Projektliste A2: Machbarkeitsanalyse/
Entwicklung des neuen Stadtteils beige- Sondierungsstudie vorab erforderlich messen wird. A2.1 – Quartiersschule Lichtenreuth
A2.2 – Living Labs und Erprobungsräume für Technologien
A2.3 – Niedrigschwellige Engagementund Ermöglichungsräume
Aktivierung und Beratung gewerblicher
und institutioneller Bauherren
Abb. 20: Aktivierung und Beratung von Bauherren
Ziel Budget (geschätzte Kosten)
Gewerbliche und institutionelle Bauherren Gesamtkosten von 100 000 € über in Modul 1 und 2 sollen für (innovative) di- 3 Jahre. gitale Lösungen mit den Schwerpunkten Die Kosten teilen sich auf in Energieeffizienz, demografischer Wandel
- die Erarbeitung von Beratungsmaterialien
und Lebensqualität beim Bau von neuen (einmalig 50 000 €) Gebäuden in Lichtenreuth gewonnen und unterstützt werden. Dazu sollen bis 2025 • die Kosten für die Beratung der Bau- 90 % der Bauherren aktiv angesprochen herren und Pflege der Materialien (ca. und sensibilisiert sowie 20 % der Bau- 10 000 € 2023 und je 20 000 € in den herren für konkrete Projekte gewonnen Jahren 2024 und 2025) werden. Beides sollte extern beauftragt werden.
Zeithorizont / Umsetzungszeitraum Federführung
Kurz- bis mittelfristig: 2023-2025 ff Stadtplanungsamt (Vorschlag)
Mitwirkende (intern) • ggf. Servicebetrieb Öffentlicher Raum
(SÖR)
-
Bürgermeisteramt, Stab Stadtentwicklung
-
Amt für Digitalisierung und Prozessor- Mitwirkende (extern)
ganisation • N-ERGIE
-
Verkehrsplanungsamt • Aurelis
-
Stab Wohnen
-
Wirtschaftsförderung Nürnberg
-
ggf. Referat für Jugend, Familie und
Soziales
Die Stadt Nürnberg hat keinen direkten Einfluss darauf, ob und wie Erwerberinnen und Erwerber der Baugrundstücke in Modul 1 und 2 digitale Maßnahmen beim Bau ihrer Gebäude realisieren und sich aktiv in das Reallabor einbringen. Deshalb wird eine Aktivierung und Beratung von Bauherren sowohl von Wohnals auch von Gewerbegebäuden aufgebaut, um diese für die Realisierung digitaler Lösungen zu interessieren, fachlich zu beraten und in das Reallabor Lichtenreuth einzubeziehen. Diese lässt sich bei Erfolg für weitere Neubauquartiere nutzen. Schwerpunkt der Projekte soll im Bereich von Energieeffizienz (z.B. Smart Metering), altersgerechtem Wohnen (z.B. Ambient Assistance Living) und nachhaltiger Mobilität (z.B. Echtzeit-ÖPNV-Anzeige in Bürogebäuden) liegen.
Die Aktivierung und Beratung erfolgt in vier Bausteinen:
- Erstansprache von Bauherren im Zuge der frühzeitigen Bauberatung durch
das Stadtplanungsamt/Stadtteilkoordination, dabei Information über Ziele, Möglichkeiten und Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner im Reallabor „IDEK Lichtenreuth“
- Informationen zu digitalen Lösungen durch ein Bauherrenhandbuch als digi-
tale Informationsplattform (Bündelung der gebietsspezifischen Informationen für Lichtenreuth, allgemeines Fachwissen, gute Beispiele, nützliche Links u.a.)
- Fachliche Erstberatung zu technischen Lösungen und Fördermöglichkeiten
durch externen Dienstleister
- Einbindung und Vermittlung von Ansprechpartnerinnen und Ansprechpart-
nern in den Fachämtern und bei der N-ERGIE für die Zusammenarbeit an fachspezifischen digitalen Lösungen
Die Inhalte des Bauherrenhandbuches werden in einem moderierten interaktiven Prozess zwischen den beteiligten Fachämtern und externen Beteiligten des Projektes durch einen Dienstleister erarbeitet. Dieser setzt auch die Informationsplattform technisch um.
Verbesserung Verteilstrukturen/
letzte Meile, Concierge-Dienste
Abb. 21: Letzte Meile, Concierge- Dienste
Ziel Zeithorizont / Umsetzungszeitraum
Das übergeordnete Ziel dieser Maß- Kurz- bis mittelfristig: 2023-2025 ff nahme besteht darin, Lieferverkehre für Güter mit Pkw und Lkw in Lichtenreuth um 50 % gegenüber dem Durchschnitt in Nürnberger Bestandsquartieren zu
Budget (geschätzte Kosten)
reduzieren, ohne die Qualität der Zustel- Konzepterarbeitung durch externe lungsdienste zu beeinträchtigen. Bewoh- Vergabe: 100 000 € nerinnen und Bewohner können gelieferte Ware direkt beim Concierge-Dienst Konkrete Investitions- und Betriebsbeziehungsweise bei den Quartiersboxen kosten für die Realisierung werden abholen oder sich Waren gezielt mit auf Grundlage des Logistikkonzeptes einem umweltfreundlichen Lastenrad zu- ermittelt. stellen lassen. Diese Dienstleistung kann auch für den Versand von Waren genutzt
Federführung
werden. Verkehrsplanungsamt (Vorschlag)
Mitwirkende (intern) Mitwirkende (extern)
-
Verkehrsplanungsamt • N-ERGIE
-
Stadtplanungsamt • Aurelis
-
Wirtschaftsförderung Nürnberg
Der stetige Zuwachs des E-Commerce-Markts führt zu einer Zunahme des Lieferverkehrs in den Quartieren, aber auch zu einer Steigerung der Flächenkonkurrenzen im öffentlichen Raum. Vor diesem Hintergrund wird eine nachhaltige Verteilstruktur in Lichtenreuth angestrebt. Dazu wird ein gemeinsames Projekt der Stadt Nürnberg mit Logistikunternehmen und sogenannten KEP-Diensten (Kurier-, Express- und Postdienste) zur Bereitstellung von Flächen für Mikro- Depots und Quartiersboxen sowie Concierge-Stationen realisiert.
Damit wird eine umweltverträgliche Zustellung und Abholung von Gütern innerhalb der „Letzten Meile“ per Lastenrad möglich. Die Quartiersboxen sind mit 24-Stunden-Service für Lieferung, Einkauf und Tausch vorgesehen. Darüber hinaus können Bewohnerinnen und Bewohner gelieferte Waren direkt beim Concierge-Dienst abholen oder für den Versand abgeben.
Die Standortwahl der Mikro-Depots und der Quartiersboxen ist in Abhängigkeit der städtebaulichen Entwicklung und der ÖPNV-Erschließung auszuweisen. Das geplante Quartiersbüro für Lichtenreuth kann für Concierge-Dienste genutzt werden, sofern ausreichend Flächen zur Verfügung stehen. In einem ersten Projektbaustein wird ein Logistikkonzept für die „Letzte Meile“ mit einem Betreibermodell bis Ende 2024 entwickelt.
In der Konzepterstellung spielen die Verhandlungen mit Logistikdienstleistern über eine Kooperation im Zuge des Projekts eine zentrale Rolle.
In Abhängigkeit von den Ergebnissen des Konzepts kann die Realisierung schrittweise für einzelne Teile des Stadtteils erfolgen. Weiter ist zu prüfen, ob die angrenzende Südstadt in das geplante Projekt integriert werden kann.
Quartiersbüro Lichtenreuth
Abb. 22: Quartiersbüro Lichtenreuth
Ziel Budget (geschätzte Kosten)
Schaffung einer zentralen Anlaufstelle 200 000 € (zweijährige Aufbau- und für alle Bewohner, Studierende oder Erprobungsphase) Arbeitnehmende im Stadtteil sowie Akteure und Multiplikatoren. Begegnungsort und räumliche Ressource für Vereine, Initiativen und Bürgerschaft.
Zeithorizont / Umsetzungszeitraum Federführung
Konzepterstellung: kurzfristig Bürgermeisteramt, Realisierung: mittelfristig (nach 2024) Stab Stadtentwicklung
Mitwirkende (intern) Mitwirkende (extern)
- Stadtplanungsamt • Evangelisches Siedlungswerk, weitere
Bauträger mit großen Anteilen an
- Verkehrsplanungsamt
Wohnungen
-
Referat für Jugend, Familie und Soziales,
-
Träger eines Quartiersbüros
Regiestelle Sozialraumentwicklung
-
VAG (ggf. mit Mobilitätsberatung)
-
Amt für Kultur und Freizeit
-
ggf. Anbieter von Carsharing im Quartier
-
ggf. Direktorium Bürgerservice, Digitales
(mit Beratungsangebot) und Recht
-
ggf. Gesundheitsamt
-
ggf. Bildungszentrum
Das Quartiersbüro berät im neuen Stadtteil zu diversen (digitalen) Angeboten, unterstützt wenig digitalaffine Personen in ihrem Zugang zu diesen Angeboten und übernimmt die Rolle des Mittlers zwischen der Stadt Nürnberg und den Bewohnerinnen und Bewohnern. Über das Quartiersbüro sollen Information, Kommunikation, Begegnung, Vernetzung und Beteiligung im Stadtteil befördert werden. Ausgewählte Angebote des Quartiersbüros können sich explizit an spezifische Zielgruppen richten, wie etwa Bewohnerinnen und Bewohner im geförderten Wohnungsbau. Daneben sind thematische Schwerpunktsetzungen möglich, wie etwa Unterstützung beim Aufbau und der Umsetzung eines integrierten Mobilitätsmanagements. Das Quartiersbüro soll über feste Öffnungsund Sprechzeiten verfügen. Außerhalb dieser Zeiten sollen die Räumlichkeiten des Quartiersbüros als Begegnungsort und räumliche Ressource für Vereine, Initiativen und Bürgerschaft dienen und z.B. für kleinere Veranstaltungen nutzbar sein (z.B. durch innovative digitale Schließsysteme). Dabei soll geprüft werden, ob auch der angrenzende Freiraum für Aktionen und Veranstaltungen des Quartiersbüros genutzt werden kann.
Als erster Schritt soll ein Betreiberkonzept erarbeitet werden unter Berücksichtigung der „Stadtteilkoordination Brunecker Straße“. Ebenso gilt es, das Konzept des Verkehrsplanungsamtes für ein „Quartiersbüro mit integriertem Mobilitätsmanagement“ im neuen Stadtquartier Brunecker Straße und die durch Referat für Jugend, Familie und Soziales geplante Erarbeitung eines standortübergreifenden Betreiber- und Finanzierungskonzeptes von sozialen Treffpunkten und Nachbarschaftstreffs zu berücksichtigen.
Digital zugängliche Leihangebote
im öffentlichen Raum
Abb. 23: Leihangebote im öffentlichen Raum
Ziel Zeithorizont / Umsetzungszeitraum
Die soziale Teilhabe der Bevölkerung in Mittelfristig bis 2026 (abhängig von Lichtenreuth und den Nachbarquartieren Baufortschritt) soll gestärkt und der Austausch zwischen Nutzerinnen und Nutzern gefördert werden. Des Weiteren tragen
Budget (geschätzte Kosten)
die Leihangebote dazu bei, dass das Ab 20 000 EUR je Leihstation Potenzial des öffentlichen Raums – vor allem der Grünanlagen – für Sport, Spiel und Freizeitbeschäftigung besser und von vielfältigen Nutzergruppen genutzt werden kann. Wichtige Voraussetzung
Federführung
für die Zielerreichung ist, dass die Zunächst: Bürgermeisteramt, Angebote kostengünstig bzw. kostenlos Stab Stadtentwicklung verfügbar sind. Andocken an Projekt „Quartiersbüro“ bis zur Umsetzungsreife, danach Verständigung zur betriebstechnischen Federführung
Mitwirkende (intern)
-
SportService Nürnberg
-
Referat für Schule und Sport
-
Referat für Jugend, Familie und Soziales,
Stab Sozialraumentwicklung
-
Jugendamt
-
IT-Kundenmanagement, wenn Leih-
geräte beschafft und in IT-System eingebettet werden
Mit digital zugänglichen Leihangeboten im öffentlichen Raum soll das Ausleihen von Spiel- und Sportausrüstung (z.B. Fußbälle, Tischtennisschläger) ohne Personal und Öffnungszeiten ermöglicht werden. Das Angebot könnte um Alltagsgegenstände (z.B. Werkzeug) sowie Auflademöglichkeiten für Mobiltelefone oder ähnliche Erweiterungen ergänzt werden. Wichtige Voraussetzung für die Zielerreichung ist, dass die Angebote kostengünstig bzw. kostenlos verfügbar sind.
In einer Pilotphase können unterschiedliche Ausrüstungsgegenstände an verschiedenen Standorten (Grünflächen, Wohnquartier) sowie Kooperationen mit geplanten Einrichtungen (z.B. Quartiersbüro, Kinder- und Jugendhaus, UTN) erprobt werden. In einem partizipativen Prozess können die Erfahrungen mit verschieden Standorten und Variationen der Leihboxen ausgewertet werden.
In der Pilotphase sollen bis 2026 zwei Leihboxen im öffentlichen Raum installiert und 100 Leihvorgänge pro Jahr erreicht werden.
Hybride Bürgerdienste und Leistungen
der Stadtverwaltung
Abb. 24: Hybride Bürgerdienste
Ziel Zeithorizont / Umsetzungszeitraum
Städtische Dienstleistungen und Kurz- bis mittelfristig Bürgerservices werden in Lichtenreuth digital, niedrigschwellig und durchgehend als digital-analoge Hybridlösung in Form von „Bürgerterminals“ zur Verfügung
Budget (geschätzte Kosten)
gestellt. Bis 2024 ist mindestens ein (1 Terminal ohne Betrieb) Terminal installiert, in Betrieb und ein zu Use Case 1: 95 000€ definierender Umfang von kommunalen Use Case 2: 55 000€ Dienstleistungen steht öffentlich zur Verfügung. Perspektivisch werden städtische Prozesse dadurch effizienter
Federführung
gestaltet und Kapazitäten eingespart. Direktorium Bürgerservice, Digitales und Kurzfristig soll ein messbarer Mehrwert Recht bei der Bürgerschaft entstehen, da u.a. Öffnungszeiten und persönliche Besuche auf dem Bürgeramt umgangen werden können.
Mitwirkende (intern)
- Direktorium Bürgerservice, Digitales und
Recht
- Amt für Digitalisierung und Prozessorga-
nisation
- Perspektivisch: Kommunale Tochterbe-
triebe
Bürgerterminals als Ausgabegeräte von Dokumenten werden bereits erfolgreich an einer wachsenden Zahl von Standorten in Nürnberg betrieben. Mit „Mein Nürnberg“ stellt die Stadt Nürnberg ein gut ausgebautes Angebot digitaler Bürgerdienste zur Verfügung und betreibt bereits die dafür notwendige Infrastruktur. Sowohl die Angebote als auch die entsprechende Infrastruktur sollen weiter ausgebaut werden.
Mit den hybriden Bürgerdiensten in Lichtenreuth sollen die Stärken aus dem digitalen Angebot mit einem barrierefreien „physischen“ Zugang kombiniert und einer möglichst breiten Nutzergruppe barrierefrei zugänglich gemacht werden. Dabei werden zwei Anwendungsfälle/Use Cases in Lichtenreuth umgesetzt:
Use Case 1 „Ausgabe“:
Das Terminal dient allein als Ausgabestelle für Dokumente, die von der Stadtverwaltung hinterlegt und rund um die Uhr von Bürgerinnen und Bürgern abgeholt werden können.
Use Case 2 „Bürgerdienste“:
Bereitstellung der digitalen Bürgerdienste von „Mein Nürnberg“ über ein Terminal; Diese Anwendung stellt deutlich höhere Anforderungen an Umsetzung und im Betrieb.
Testfeld für Sensortechnik und
IoT-Technologien mit Use Cases
Abb. 25: Smarte Sensorik für Bewässerung und Intelligente Mülleimer im öffentlichen Raum
Ziel Federführung
Kapazitäten bei SÖR sollen durch Amt für Digitalisierung und Prozesseffizient geplante Routen für die Entlee- organisation (Vorschlag) rung der Abfallcontainer eingespart bzw. umverteilt werden (i.d.R. sinnvoll abseits vielbefahrener Routen).
Mitwirkende
Durch bedarfsorientiere Bewässerung wird Wasser eingespart und je nach • SÖR Auswahl der Sensoren können Starkre-
- Amt für Informationstechnologie
genereignisse früh erkannt werden.
- N-ERGIE
Zeithorizont / Umsetzungszeitraum
- Forschungsorganisationen
Kurz- bis mittelfristig: 2023-2026 ff
- Technologieunternehmen
Budget (geschätzte Kosten)
ca. 160 000 € (Investitionskosten für zwei Use Cases inkl. Dashboard und Connectivity; exklusive Datendrehscheibe).
Konzeption, Aufbau und Betrieb eines Testfelds für IoT und Sensortechnik auf Grundlage von zunächst zwei durch die Stadt Nürnberg festgelegten Use Cases „Intelligente Mülleimer“ und „Digitale Bewässerungssteuerung“ bis zum Jahr 2025.
- Installation, Betrieb und Anbindung an eine städtische Datenplattform von
IoT-Infrastruktur/Gateways und ca. 20 Sensoren sowie einem Dashboard in einem festgelegten Areal
- Voraussetzung: Datenplattform/-Drehscheibe garantiert u.a. die notwendige
Konnektivität, Speicherung und die zur Verfügungstellung der Daten nach Open-Data-Maßstäben
- Die von den Sensoren erfassten Daten können grundsätzlich für zwei Zwe-
cke verwendet werden:
-
Sie werden an eine Datendrehscheibe gesendet, dort gesammelt und zu Analysezwecken verarbeitet und verwertet. Bei einer städtischen Open-Data- Plattform sind diese Daten dann öffentlich einsehbar und i.d.R. auch verwendbar (z.B. Zahl der Fahrräder, die eine Messstelle passieren)
-
Die Daten werden verwendet, um Prozesse zu steuern, z.B. ab einem gewissen Feuchtigkeitswert wird bewässert oder ab einem gewissen Pegel wird die Feuerwehrleitstelle über die Hochwassergefahr informiert.
Weitere mögliche Use Cases (Expertenaustausch):
-
Belegung von Sonderparkplätzen und Anfahrtzonen (z.B. Taxi, E-Laden)
-
Auslesung von Zählern im Messwesen (Wasser, Strom, Wärme etc.)
-
Auslesung Energiedaten kommunale Immobilienwirtschaft
-
Feuchtigkeitsmessung städtisches Grün/Bäume (z.B. Talking Trees in Ulm)
-
(Hoch-) Wasserstandsmessungen z.B. im Rahmen einer Schwammstadt
-
Beleuchtungssteuerung für responsive/„on-demand“ Beleuchtung
-
Umwelt- und Wettermessungen (z.B. Hochwasserschutz, Stadttemperaturen,
Feinstaub)
- Füllstandsmessung Glaskontainer im öffentlichen Raum (privater Dienstleister)
Quartiersschule Lichtenreuth
(Machbarkeitsstudie)
Abb. 26: Quartiersschule Lichtenreuth
Ziel Federführung
Die Grundschule in Lichtenreuth soll Referat für Schule und Sport neben der UTN als ein zentraler Standort des lebenslangen Lernens im „Reallabor Lichtenreuth“ etabliert werden.
Zeithorizont / Umsetzungszeitraum Mitwirkende
Umsetzung mit Beginn des Schulbetriebes Mitarbeitende von Schule und Hort (voraussichtlich 2025)
Budget (Zeitaufwand)
15 Arbeitstage
Mit Beginn des Schulbetriebes soll unter enger Einbeziehung der Mitarbeitenden in Schule und Hort eine Machbarkeitsstudie durchgeführt werden. In drei Bausteinen soll die Realisierung von Quartiersfunktionen auf dem Schulgelände
- unter besonderer Berücksichtigung digitaler und hybrider Möglichkeiten – unter-
sucht werden:
a) Erfassung und Priorisierung möglicher Funktionen einer Quartiersschule
Erarbeitung eines inhaltlichen Profils für die Quartiersschule, inklusive der priorisierten Quartiersfunktionen für formales und nonformales Lernen, der dafür notwendigen Mehrfachnutzungen von Räumen und Freiflächen sowie der Möglichkeiten der Realisierung als digitale und hybride Angebote.
b) Inhaltliches Konzept für Interaktion zwischen Schule und Quartier
Gemeinsam mit Lehrerinnen und Lehrern sowie Hortnerinnen und Hortnern werden konkrete Maßnahmen an der Schnittstelle von schulischer Bildung und Quartiersentwicklung erarbeitet.
c) Organisation und Finanzierung
Erarbeitung eines Betriebskonzepts für die Bausteine a) und b) mit Aussagen zur Koordination, Organisation der Mehrfachnutzung von Räumen, Organisation der Interaktion zwischen Schule und Quartier sowie der Kosten und Finanzierungsmöglichkeiten.
Living Labs und Erprobungsräume
für Technologien
(Machbarkeitsstudie)
Abb. 27: Living Labs und Erprobungsräume
Ziel Budget (geschätzte Kosten)
Dreistufige Prüfung/Sondierung eines Stufe 1 „Status Quo “: ca. 40 000€ möglichen Living Labs für die Erprobung Stufe 2 „Betreiber/Geschäftsmodell“: von Technologien, Anwendungen oder ca. 60 000€ Projekten sowie eines Betreiber- und Stufe 3 „Roadmap“: ca. 15 000€ Finanzierungsmodells, unter welchem eine solche Initiative mehrwertstiftend mit Partnern umgesetzt werden könnte. Entwicklung skalierbarer Lösungen im
Federführung
Living Lab und Transfer auf andere Wirtschaftsförderung Nürnberg (WIF) Stadtteile. (Vorschlag)
Zeithorizont / Umsetzungszeitraum
12 Monate von 2023 - 2024
Im neu entstehenden Stadtteil Lichtenreuth ergibt sich die Chance, neue Lösungsansätze, Technologien und Anwendungen, insbesondere aus dem digitalen Umfeld, in Kooperationen zu testen und auf die Anforderungen der Stadt anzupassen. Um den Nutzen, Anwendbarkeit und Betriebsprozesse der innovativen Lösungen zu verstehen und zu verbessern, braucht es jedoch Räume, sogenannte „Living Labs“, für die (schnelle) Erprobung von Anwendungsfällen und Projekten und den Aufbau relevanter Partnerschaften, z.B. mit Forschungseinrichtungen und Unternehmen. Für die Konkretisierung dieses Vorhabens wird im Rahmen des Reallabors Lichtenreuth zunächst eine Machbarkeits- bzw. Sondierungsstudie durchgeführt.
Folgende wesentliche Leistungsbausteine der Sondierungsstudie wurden in der Zusammenarbeit mit der Wirtschaftsförderung Nürnberg und Bayern Innovativ erarbeitet:
Stufe 1 „Status Quo“:
Erfassung der Stakeholder, Rahmenbedingungen und Bedarfe und Abgleich mit den städtischen Zielsetzungen. Fällt nach dieser ersten Stufe der Entschluss zu einer Vertiefung bzw. Machbarkeit der Initiative, wird im nächsten Schritt der Sondierungsstudie eine Vertiefung vorgenommen
Stufe 2 „Zielsetzung und Konkretisierung“:
Konkretisierung der grundsätzlichen Zielsetzung, Ausrichtung und Schwerpunkte der Initiative, einschließlich Entwicklung eines Zielbildes, Identifizierung von Partnern und Kooperationen. Im Zentrum steht die Erstellung eines Geschäfts- und Betreibermodells und die Messbarkeit der Ergebnisse durch klar formulierte KPIs.
Stufe 3 „Umsetzungsroadmap“:
Beschreibung der Umsetzungsschritte der Studie anhand eines detaillierten Projektmanagementplans.
Niedrigschwellige Engagement-
und Ermöglichungsräume
(Machbarkeitsstudie)
Abb. 28: Engagement- und Ermöglichungsräume
Ziel Zeithorizont / Umsetzungszeitraum
Als Ergebnis der Machbarkeitsstudie Kurzfristig sollen Empfehlungen abgeleitet werden, wie Sharing von Räumen bereits in Budget (Zeitaufwand) der Entwicklung mitgedacht werden 20 Arbeitstage kann und wo Potenziale für eine solche
Federführung
Öffnung und Aneignung der Räume Referat für Jugend, Familie und Soziales in Gebäuden und im öffentlichen (Vorschlag) Raum bestünden. Des Weiteren sollen Anforderungen an die Ausstattung der Begegnungs- und Engagementräume abgeleitet werden, damit diese von
Mitwirkende
Anfang an in Planungen berücksichtigt Jugendamt werden können.
Für die Prüfung potenzieller physischer Engagement- und Begegnungsräume im Quartier Lichtenreuth soll eine Machbarkeitsstudie durchgeführt werden. Dabei ist eine Differenzierung nach Altersgruppen vorzunehmen, wobei auch generationenübergreifende Angebote und Räume betrachtet werden sollen.
Vergleichbare Begegnungsräume existieren vielfältig in bestehenden Stadtteilen, sie fördern Vernetzung und Austausch im Quartier und sind insbesondere für Jugendliche von hoher Bedeutung. Unter niedrigschwelligen Begegnungsräumen werden formelle Orte (z.B. Jugendtreffs, Seniorenbegegnungsstätten), aber auch informelle öffentliche Räume (z.B. Plätze mit Ausstattung, Aktionsflächen) verstanden.
Im neuen Stadtteil Lichtenreuth können solche physischen Räume einen wichtigen Beitrag zum Ankommen und Einleben sowie zur Bildung von Netzwerken und lokalen Engagementstrukturen leisten. Sie sind eine zentrale Voraussetzung, um im Reallabor Ansätze zur Förderung sozialer und kultureller Teilhabe mit digitalen/hybriden Angeboten erproben zu können. Soziale Einrichtungen und pädagogisch betreute Spielplätze können das Spektrum an Kulturräumen für Kinder und Jugendliche erweitern. Sie fungieren als wichtige Experimentierund Erprobungsräume und sind zudem Kontakt- und Treffpunkt. Das Quartier ist aufgrund der Lage im Stadtgebiet und der guten Verkehrsanbindung prädestiniert für Aktionsflächen im öffentlichen Raum. Lärmintensive Angebote und auch Angebote mit überörtlicher Bedeutung wie z.B. Ballsport, Skaten, BMX/ Pump Track, Dirtbike, Fitness usw. können hier untergebracht werden.
5.1.3 Projektliste B Das Angebot kann auch eine digitale
„Quartiers-Interessensbörse“/schwarzes Projektpool mit guten Projekten, die zu ei- Brett für Anwohnerinnen und Anwohner, nem späteren Zeitpunkt nochmals geprüft Studierende, Start-ups etc. umfassen, um werden sollten den Austausch und die Zusammenarbeit zu fördern.
B1: Digitales Orientierungssystem für
Parklandschaften B6: Digitale TÖB-Beteiligung
In der Parkanlage werden digitale Orien- Anhand der Bauleitplanung in Lichtentierungssysteme für Menschen mit Beein- reuth wird ein Pilotprojekt zur digitalen trächtigungen geschaffen. Zusätzlich wird TÖB- (Träger öffentlicher Belange) und der „Schilderwald“ gezielt durch digitale Öffentlichkeitsbeteiligung im Bauleitplan- Informationen ergänzt. Diese können auch verfahren durchgeführt. Die Beteiligung in leichter Sprache sowie mehrsprachig erfolgt auf Grundlage von interaktiven angeboten werden. Karten und XPlanung und ermöglicht ortsbasierte Stellungnahmen zu der Planung.
B2: Koordination Logistikunternehmen/
Dies soll mit dem Aufbau eines Digitalen
UTN/Stadt Nürnberg
Zwillings verbunden werden und könnte Ein gemeinsames Projekt der Logistikunin einer späteren Stufe auf interaktive ternehmen, des Quartiersmanagements Visualisierungen aus dem Digitalen Zwilvon Lichtenreuth und dem Logistikzentrum ling zurückgreifen. Im Ergebnis kann dies der UTN wird angestrebt, mit dem Ziel, die gesamtstädtisch weiterentwickelt werden. Lieferung von Gütern mit PKW und LKW in das Gebiet zu reduzieren.
B7: Infrastruktur für digitale Informati-
on & Beteiligung
B3: Intelligente Ampelschaltung
Schaffung der Voraussetzungen für digita- Detektierte, bedarfsgerechte Grünzeitverle Information & Beteiligung, z.B. öffentliteilung für Fuß- und Radverkehr (Modell che W-LAN Punkte (heutiger Standard) an Amsterdam). den Versammlungsorten im öffentlichen Raum oder für den Stadtteil relevante
B4: Start-up/Digital Lab
digitale Produkte (Beteiligungs-App für Aufbau einer Start-up-Werkstatt/“Digi-Lab” Umfragen/Meinungsbilder im Stadtteil mit entsprechender Ausrüstung für Rapid oder Visualisierung und Interaktion etc.) Prototyping Prozesse und die Entwicklung von Minimum Viable Products (MVPs)
B8: Stadtteillabor/Co-Working
im Zusammenspiel der UTN, Zollhof und Stadtteillabor mit Co-Working-Arbeitsplätweiteren geeigneten Akteuren. zen für Bürgerinnen und Bürger sowie Studierenden, z.B. in Verbindung mit dem
B5: Plattform für nachbarschaftliche
UTN-Kommunikationszentrum, der Quar-
Dienstleistungen
tiersbibliothek oder der neuen (Quartiers-) Aufbau einer eigenen Plattform bzw. Schulen, inklusive Leihsystem für Laptops Anpassung und Weiterentwicklung einer und Tablets (vgl. Bibliothek der Dinge, geeigneten bestehenden Plattform, die der Ulm). Vernetzung der Stadtteilbewohnerinnen und -bewohner dient und u.a. die Möglich-
B9: Digitaler Zwilling
keit des Teilens von Räumen und digitalen Der Aufbau und Betrieb eines „Digitalen Ressourcen bieten soll. Dies kann über Zwillings“ für den neuen Stadtteil Licheine App und/oder Webseite erfolgen. tenreuth zielt darauf ab, Planungs- und
Entwicklungsprozesse transparenter zu 5.1.4 Projektliste C gestalten und verfügbare Daten nutzbar zu machen. Ein besonderer Schwerpunkt Projekte, die derzeit nicht weiterverfolgt soll dabei in der laufenden und anschau- werden lichen Kommunikation der Entwicklung C1 – Modellprojekt Gebäudeautomation Lichtenreuths für Bewohnerschaft, Nut- UTN zende sowie Nachbarinnen und Nachbarn liegen. Aufbau eines geobasierten realge- C2 – Vernetzung von Mobilitätsdiensten treuen (3D)-Abbilds von Lichtenreuth als (MaaS) digitalen Zwilling auf Basis von BIM-Daten C3 – Inter- und Multimodalität, Vernetzung (Building Information Modelling) der UTN von Fahrplan- und Echtzeitdaten und anderer Projektentwickler zur Durchführung von Analysen, Simulationen und C4 – Ridesharing Lichtenreuth Was-Wäre-Wenn-Szenarien und Unter- C5 – Zufahrtsregulierung Wirtschaftsverkehr stützung partizipativer Stadtteilentwicklung (z.B. TÖB-Beteiligung/ Bürgerbeteiligung). C6 – Parkraummanagement
B10: Nachhaltige Gebäude auf dem
UTN-Campus
Durch die Planung und Realisierung einer Eine ausführliche Darstellung der Vor- 7.3 noch festzulegenden Anzahl von Gebäu- Beschreibung der schläge der Projektlisten A1 und A2 befin- Projektvorschläge den der UTN mit Nachhaltigkeitszertifiziedet sich in Steckbriefform in der Anlage. rung soll ein Campus mit Modellcharakter entstehen, der in besonderer Weise zum sparsamen Ressourcenverbrauch und zur Erreichung der Klimaziele einen Beitrag leistet. Die Übertragung der dabei gesammelten Erfahrungen auf andere Projekte wird ermöglicht. Eine Nachhaltigkeitszertifizierung aller Gebäude der UTN wird nicht angestrebt.
06
Vorschlag für
die IDEK-
Umsetzung
Steuerungs- und
Arbeitsstrukturen für die
Umsetzung
Es wird darauf hingewiesen, dass es sich • Begleit- und Steuerungsgremium bei den Ergebnissen (Projekte, Arbeits- „Lichtenreuth“ als Koordinations- und struktur etc.) aus dem IDEK-Prozess um Austauschplattform mit Verwaltungsmit- Vorschläge handelt, welche in eine Gre- arbeitenden und Externen mienbehandlung einfließen werden und Eine erfolgreiche IDEK-Umsetzung kann derzeit nicht verbindlich sind. durch Einwerbung externer Finanzmittel stark befördert werden. Förderprogramme Beim IDEK Lichtenreuth handelt es sich im Themenfeld bieten u.a. die Möglichum eine komplexe und innovative Quer- keit, (einzelne/mehrere) Modellprojekte schnittsaufgabe der Stadtentwicklung sowie für die Steuerung und Umsetzung der Stadt Nürnberg, bei der unterschied- notwendige Personalstellen finanziell zu lichste Akteure innerhalb und außerhalb unterstützen. Aktuell bzw. in Vorbereitung der Verwaltung miteinander agieren. Die befinden sich lukrative Förderprogramme, Umsetzung und Weiterentwicklung des z.B. der EU (z.B. Horizon 2022) und des IDEK Lichtenreuth soll durch eine Steue- Bundes (z.B. Modellprojekte Smart Cities rungs- und Arbeitsstruktur erfolgen. Um im 4. Staffel (BMWSB). höchsten Maße effizient zu agieren und zusätzliche Arbeitsbelastungen aller Betei-
6.1.1 Programmmanagement
ligten möglichst gering zu halten, werden,
Lichtenreuth
wo immer möglich, bereits vorhandene Facharbeitsgruppen und Gremien in den
Zielsetzung
Prozess eingebunden. Die zukünftige Das Programmmanagement Lichtenreuth Steuerungs- und Arbeitsstruktur soll minist die Schlüsselposition für die Koordiniedestens folgende Bausteine umfassen: rung des IDEK-Umsetzungsprozesses.
• Programmmanagement Lichtenreuth Es soll mit dem Management der Planung
mit Verantwortung für die Steuerung der: und Umsetzung der Stadtteilentwicklung kombiniert werden, um analoge und digita-
- IDEK-Umsetzungsprojekte und
le Stadtteilentwicklung „aus einer Hand“ zu ermöglichen.
- Planung und Umsetzung der Stadt-
teilentwicklung Darüber hinaus prüft und evaluiert das Programmmanagement die Vorbereitung
• Projektteams für die IDEK-Umset-
und Umsetzung der Projekte des Realzungsprojekte sowie fakultativ Facharlabors Lichtenreuth und bildet die Dach-
beitsgruppen für Sonderthemen
struktur für Projektteams und fakultative
Gesamtsteuerung Lichtenreuth
Projektleitungen & Beteiligungs- Management
Begleit- und Projektteams verfahren
Steuerungs-
gremium
Facharbeitsgruppen
„Lichtenreuth“
für Sonderthemen Kommunikation Kooperation
(fakultativ) & Beratung & Netzwerke
Planung und Umsetzung
IDEK-Umsetzungsprojekte
Stadtteilentwicklung
Arbeitsgruppen für Sonderthemen. Das die zeitliche Befristung der Stadteilkoordi- Abb. 29: Vorgeschlagene Programmmanagement muss Entschei- nation für Lichtenreuth bzw. die weiteren Steuerungs- und dungen für die Leitungsebene vorbereiten. angedachten Aufgaben der Stadtteilkoor- Arbeitsstrukturen zur Entwicklung von Daneben ist der Rahmen für Entschei- dination sein (siehe Entscheidungsvorlage Lichtenreuth dungsbefugnisse des Programmmanage- Stadtteilkoordination Brunecker Straße ments zu klären (z.B. Budgets, Termine, Juli 2021). Anträge). Das Programmmanagement ist Es wäre wünschenswert, das Programm- Mitglied im Gebietsteam Südost. management Lichtenreuth zumindest ta- Zusätzlich zur bereits ausgeschriebenen geweise im geplanten Projekt „Quartiers- Stelle der Stadtteilkoordination für die büro Lichtenreuth“ räumlich zu verorten. Planung und Umsetzung der Stadtteilentwicklung umfasst der Aufwand voraus- Aufgabenbeschreibung sichtlich eine Vollzeitstelle für die Leitung Gesamtsteuerung für die Umsetzung des des IDEK-Programmmanagements IDEK: Lichtenreuth und die Koordination der
- Programmmanagement
IDEK-Umsetzungsprojekte sowie der fakultativen Facharbeitsgruppen. Dabei ist • Koordinierung von Vorlagen für notwenzu prüfen, wie die Leistungen zum Pro- dige Ratsbeschlüsse grammmanagement konkret in Kooperation mit der geplanten Stadtteilkoordination • Umsetzung der Berichterstattung an erfolgen können. Herausforderung könnte Verwaltungsspitze (z.B. halbjährlich)
- Organisation des Monitoring-Prozesses Außendarstellung
sowie kontinuierliche Überprüfung des
- Begleitung, Kommunikation und Bera-
Umsetzungsstandes des IDEK tung bei komplexen Planungsprozessen
-
Beobachtung und Einschätzung digita-
-
Aufbau, Betreuung und Pflege von Koope-
ler Zukunftstrends rationen von regionalen Netzwerken
- Steuerung der Fortschreibung des IDEK
6.1.2 Projektteams für
- Koordination der jeweiligen Projekt-
teams der IDEK-Umsetzungsprojekte, IDEK-Umsetzungsprojekte ggf. auch Federführung für ausgewählte
& (fakultative) Facharbeits-
IDEK-Projekte; laufende Kommunikati-
gruppen
on mit den Federführenden der IDEK- Projekte
Zielsetzung
- Berichterstattung aus und Diskussion Die Teams zur Umsetzung der IDEK-
mit den Projektteams und den Fachar- Projekte bestehen jeweils aus einer beitsgruppen Projektleitung und einem Projektteam. Die Projektleitung hat die Federführung für die
- Screening geeigneter Förderprogramme
Umsetzung inne. Die Projektteams besteund nach Möglichkeit zentrale Koordihen aus relevanten Mitwirkenden aus der nierung der Fördergeldbeantragung und Verwaltung sowie ggf. Externen. Ziel ist des -managements jeweils die Planung und Umsetzung der Projekte.
- Geschäftsführung für das Begleitgre-
mium (v.a. Einladungsmanagement,
Aufgabenbeschreibung
Sitzungsvorbereitung)
-
Detailplanung der jeweiligen IDEK-
-
Bedarfsgerechte Kommunikation mit Projekte
weiteren IDEK- und Stadtteilakteuren, nach innen (Stadtverwaltung) und au- • Unterstützung des Programmmanageßen (Multiplikatoren) sowie Koordinie- ments bei Fördermittelakquise rung der Öffentlichkeitsarbeit
-
Umsetzung der Projekte
-
Planung und Umsetzung der Stadtteil-
Zusammensetzung
entwicklung in Kooperation mit Stadt- Der Ressourcenpool für Projektleitung teilkoordination und Mitglieder der einzelnen Projektteams Aufgaben der Stadtteilkoordination können umfasst das Gebietsteam Südost, städtinach jetziger Einschätzung sein: sche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und weitere projektbezogene Akteure.
- Planung und Umsetzung der Stadtteilent-
wicklung Federführung:
- Management der Stadtteilaufsiedlung • Je nach Projekt muss eine Zuständig-
keit für die Federführung gefunden wer-
- Initiieren und Begleiten von öffentlichen
den, i.d.R. aus städtischer Verwaltung. Beteiligungsverfahren Im Einzelfall kann die Federführung auch außerhalb der Verwaltung liegen,
- Erarbeitung und Fortführung eines
z.B. UTN. plakativen Workflows in Binnen- und
Mitwirkende: kann das Gremium nach Einschätzung
des IDEK-Projektteams nicht erfüllen, da
- Alle Mitwirkenden eines laufenden
dieses Gremium zu groß und in seiner IDEK-Projektes Zusammensetzung (bewusst) so divers Meetingstruktur ist, sodass zwar Empfehlungen gegeben, Die Arbeitsstruktur sollte flexibel an den aber keine Entscheidungen getroffen wer- Bedarf der jeweiligen Projekte angepasst den können. werden. Die Projektteams sollten sich
Aufgabenbeschreibung
zu Beginn mindestens monatlich treffen, später z.B. alle zwei Monate. • Fortlaufende Vernetzung der relevanten Akteure (bereits aktive sowie zukünftig Bei Bedarf können zusätzliche Fachwichtige) arbeitsgruppen für Sonder- bzw. Querschnittsthemen (z.B. „Digitale Infrastruk- • Berichterstattung aus und Diskussion tur“, „Kulturelle und soziale Akteure“) mit den Facharbeitsgruppen und Netzeingerichtet werden, sofern relevante werken Akteure nicht in einzelnen Projektteams oder im Begleitgremium verortet sind. • Unterstützung und kritische Begleitung Vorhandene Facharbeitsgruppen können des Umsetzungsprozesses des IDEK bei einzelnen Projekten eingebunden oder
- Einbringen von Impulsen für laufende
zur Klärung von IDEK-Themen genutzt Projekte sowie zur Fortschreibung des werden (z.B. Verkehrsbesprechung, Stra- IDEK ßenbahnerweiterung Brunecker Straße, Mobilitätsgutachten Nürnberger Südosten, • Generierung neuer IDEK-Projekte Klimaneutralität).
- Sicherstellung der Beteiligung und der
Teilhabe der Zivilgesellschaft am Prozess
6.1.3 Begleit- und
Steuerungsgremium Zusammensetzung
Federführung:
„Lichtenreuth“
- Programmmanagement Lichtenreuth
Zielsetzung
Funktion: Das Begleit- und Steuerungs- Mitwirkende (intern): gremium „Lichtenreuth“ bildet die Kommu-
- Gebietsteam Südost
nikationsplattform für den kontinuierlichen Austausch zwischen den relevanten • Arbeits- und Steuerungskreis „Digitales Akteurinnen und Akteure der Verwaltung, Nürnberg“ der Infrastrukturbetreibenden, der Ent- Mitwirkende (extern): wicklergesellschaften, der Wirtschaft, der UTN und der Zivilgesellschaft.
- entwicklungs- und projektbezogene
Ziel und Rolle: Vorrangiges Ziel ist die externe Akteure Einbeziehung aller an IDEK-Projekten
Meetingstruktur
mitwirkenden und darüber hinaus am Das Gremium trifft sich einmal halbjähr- Reallabor interessierten Akteure. Außerlich, vorzugsweise in Präsenz dem soll das Gremium das Programmmanagement Lichtenreuth in strategischen Fragen unterstützen. Eine Steuerungsrolle
Monitoring und Evaluation
(Kernaussagen)
Um eine erfolgreiche Realisierung der 3. Evaluierung der Zielerreichung der digiidentifizierten und priorisierten Projek- talen Ziele und des Beitrags der Projekte te sicherzustellen, soll das Konzept zur (Outcome) Erfolgskontrolle sowohl Praktikabilität als auch Transparenz bei Monitoring und
6.2.1 Controlling des
Evaluierung gewährleisten. In dem Kon-
Prozessfortschrittes der
zept werden in Abstimmung mit der Stadt Nürnberg die Indikatoren zur Messung der priorisierten IDEK-Projekte digitalen Ziele (Wirkung) und der Umset- Der erste Baustein des Konzepts ist das zung der jeweiligen Schlüsselprojekte des Controlling. Das Controlling des Prozess- IDEK definiert. fortschritts (Fortschrittskontrolle) erfolgt Das Konzept schlägt vor, was gemessen über die vereinbarten Meilensteine in den werden sollte und wie der Fortschritt der Zeitplänen der einzelnen Projekte. Erste Umsetzung überprüft werden kann. Es Meilensteine wurden in den Mini-Labs zu soll helfen, die Erfolgskontrolle ressour- den jeweiligen priorisierten Projekten beceneffizient und zielgerichtet durchzufüh- reits identifiziert. Je nach Umsetzungszeitren. Die Federführung für das Monitoring raum der Projekte sind die Meilensteine in sollte durch das Programmmanagement einem kurz-/mittelfristigen oder in einem Lichtenreuth erfolgen (s. Vorschlag zu langfristigen Zeitplan verortet. Mit fort- Steuerungs- und Arbeitsstrukturen Lich- schreitendem Umsetzungsstand kann die tenreuth). Als ein lebendes Dokument Meilensteinplanung der jeweiligen Projekkann das Konzept zur Erfolgskontrolle te spezifiziert werden. bedarfsgerecht an die situative Lage und Neben der zeitlichen Projektkontrolle die Änderung von Prioritäten angepasst spielt auch das Kostencontrolling eine werden. entscheidende Rolle. Dabei werden neben Mustervorgehen für das Controlling, dem ermittelten Planwert für die Projekte Monitoring und die Evaluierung des IDEK regelmäßig die Ist-Kosten überwacht und Lichtenreuth: schließlich auch der Fertigstellungswert festgestellt. Das Termin- und Kostencon- 1. Controlling des Prozessfortschrittes der trolling wird zusammen auch als Earned- IDEK-Projekte (Meilensteine in den Zeit- Value-Analyse (EVA) bezeichnet. plänen der einzelnen Projekte) Die Verantwortung für das Controlling des 2. Monitoring des Outputs der priorisierten Prozessfortschritts liegt bei der Projekt- IDEK-Projekte (Key Performance Indicators) leitung für die jeweiligen Projekte. Das
Programmmanagement Lichtenreuth erst 2-3 Jahre nach Beginn der Projektumsammelt die jeweiligen Zuarbeiten, fügt setzung erfassbar sein (ab 2025). sie zusammen und erhält im Ergebnis 7.3 Referenz: Vorschläge für Output-Indikatoeinen Gesamtüberblick über den aktuellen Beschreibung der ren in den Steckbriefen (siehe Anlage). Projektvorschläge Prozessfortschritt. Bei Bedarf erfolgt eine Nachsteuerung des Umsetzungsprozesses.
6.2.3 Evaluierung der
Das Controlling sollte, je nach verfügbaren
ielerreichung der digitalen
personellen Ressourcen und dem Umsetzungsstand der Projekte, ab 2023 jährlich Ziele und des Beitrags der (ggf. halbjährlich) erfolgen.
Projekte (Outcome)
Referenz: Zeitplan & Meilensteine in den Der dritte Baustein des Konzepts ist die Steckbriefen (siehe Anlage). umfassende Evaluierung der Zielerreichung der digitalen Ziele sowie des Bei-
6.2.2 Monitoring des trags der Projekte zur Zielerreichung. Hier
Outputs der priorisierten wird die Wirkung der Projekte gemessen. Eine externe Durchführung der Evaluie-
IDEK-Projekte
rung wird empfohlen. Der zweite Baustein des Konzepts ist das Im ersten Schritt der Evaluierung wird das Monitoring des Outputs der priorisierten Erreichen der digitalen Ziele überprüft. IDEK-Projekte. Dafür werden Output-In- Grundlage für diese Evaluierung sind Indidikatoren in den Steckbriefen vorgeschlakatoren zur Messung der Zielerreichung 7.4 gen („Monitoring & Evaluierung“). Erste Vorschläge für der digitalen Ziele. Vorschläge sind im Indikatoren zur Vorschläge wurden bereits in den Mini- Anhang zu finden. Diese bestehen in der Messung der Labs erarbeitet, diese werden bei Bedarf Zielerreichung Regel aus einem quantitativen Indikator weiterentwickelt. Wesentlich ist hier, dass und einem qualitativen Indikator sowie der die jeweiligen Indikatoren (KPI) praktikabel Beschreibung entsprechender Quellen/ zu erheben sind. Die projektbezogenen Methoden. Die Methode/Quelle unter- Indikatoren sind ein aktueller Vorschlag scheidet sich zwischen einzelnen Indikatound müssen bei Projektkonkretisierung ren. Im zweiten Schritt der Evaluierung soll nochmals überprüft werden. der Beitrag der Projekte zur Zielerreichung Die Verantwortung für das Monitoring des konkreter erfasst werden. Für diesen Outputs der priorisierten IDEK-Projekte Schritt sollte zu Beginn der Evaluierung liegt bei der Projektleitung für die jeweili- z.B. ein passgenauer Fragebogen entwigen Projekte. Das Programmmanagement ckelt werden, der gezielt auf die umge- Lichtenreuth sammelt die jeweiligen Zuar- setzten Projekte und deren Verbindung beiten, fügt sie zusammen und erhält im zur Zielerreichung eingeht. Häufig ist die Ergebnis einen Gesamtüberblick über die Evaluierung und der Beitrag qualitativ zu Outputs der priorisierten Projekte. erfassen, z.B. über Befragungen, um die Wirkung aus Nutzersicht zu bewerten. Mit der Erfassung der Output-Indikatoren sollte möglichst frühzeitig begonnen werden, Die Verantwortung für die Evaluierung um eine entsprechende Datengrundlage zu der Zielerreichung der digitalen Ziele und generieren, z.B. im jährlichen Turnus. Wahr- des Beitrags der Projekte liegt beim Pronehmbare Outputs werden voraussichtlich grammmanagement Lichtenreuth, wobei
eine externe Vergabe der Evaluierung empfohlen wird.
Die Evaluierung sollte nach 5 Jahren (ab Vorschläge für 2027) stattfinden, um einen angemesse- Indikatoren zur Messung der nen Zeitraum für die Umsetzung einzelner Zielerreichung Projekte zu gewährleisten und die Wahrscheinlichkeit, konkrete Wirkungen erfassen zu können, zu erhöhen.
Referenz: Zielindikatoren (siehe Anlage).
Zukunftskonferenz
Der Entwurf des Integrierten Digitalen Als Leitprojekte wurden folgende Projekte Abb. 30: Oberbürgermeister Entwicklungskonzepts Lichtenreuth wurde vorgestellt, die in Kapitel 5 bereits be- Marcus König nimmt auf der Zukunftskonferenz am 25.10.2022 schrieben wurden: in einem persönlichen Fazit Stellung zum im Heilig-Geist-Saal vorgestellt. Mehr IDEK „Reallabor
- Quartiersbüro Lichtenreuth
als 60 Vertreterinnen und Vertreter aus Lichtenreuth“ Politik, Stadtverwaltung, der stadteigenen
- Testfeld für Sensortechnik und IoT-
Tochterunternehmen, der Wissenschaft Technologien mit den Anwendungen und Forschung, der Wohnungswirtschaft „Intelligente Mülleimer“ und „Digitale sowie der Zivilgesellschaft informierten Bewässerungssteuerung“ sich über die Projektvorschläge für das neue Quartier und den gemeinsamen Weg • Quartiersschule Lichtenreuth der Umsetzung. Die Konferenz bildete den
- Living Labs und Erprobungsräume für
Abschluss der Erarbeitungsphase. Bei den Technologien Ergebnissen aus dem IDEK-Prozess handelt es sich um Vorschläge, welche in eine Eingerahmt wurde die Veranstaltung durch Gremienbehandlung einfließen werden Beiträge aus der Begleitforschung (Instiund zum Zeitpunkt der Konferenz noch tut für Innovation und Technik) sowie der nicht verbindlich sind. Leitenden Baudirektorin der Regierung von Mittelfranken. Beide sehen große
Chancen in der akteursübergreifenden labor müsse auch das Scheitern erlaubt Abb. 31: Podiumsdiskussion Umsetzung der IDEK-Leitprojekte, die sein. Zugleich könnten bei erfolgreicher im Rahmen der allesamt die Zusammenarbeit unterschied- Erprobung wertvolle Erfahrungen für die Zukunftskonferenz am 25.10.2022 licher Beteiligter erfordern. Darüber hinaus Gestaltung einer gemeinwohlorientierten, wurde die Bedeutung innovativer, digitaler nachhaltigen und klimagerechten Stadt- Ansätze in der Quartiersentwicklung her- teilentwicklung mit digitalen Lösungen vorgehoben. Diese gelte es, im Reallabor gewonnen werden. Lichtenreuth zu erproben. In dem Real-
07
Anhang
Übersicht der Anhänge
Bestandsanalyse für die einzelnen
Handlungsfelder
SWOT für die einzelnen Handlungsfelder
Beschreibung der Projektvorschläge
Vorschläge für Indikatoren zur Messung
der Zielerreichung
Bestandsanalyse für die
einzelnen Handlungsfelder
Handlungsfeld 1: Lichtenreuth
Städtebau, Demografie, Wohnen Die zentrale Herausforderung besteht darin, dass
die Stadt Nürnberg keinen Einfluss auf die Grundstücksvergabe im neuen Stadtteil hat. Dadurch
Digitale Dachstrategie
hängt es vom Interesse der jeweiligen Projektent- Die digitale Dachstrategie für Nürnberg enthält wickler und neuen Eigentümer ab, inwieweit digikaum Aussagen für das Handlungsfeld 1. Nur tale Komponenten in Wohn- und Gewerbegebäueinzelne Referenzprojekte werden benannt, den umgesetzt werden können. Die kommunale insbesondere in Bezug auf Smart Metering und WBG wird nicht in Lichtenreuth bauen. Mit dem digitale Assistenzsysteme (Ambient Assistent Evangelischen Siedlungswerk gibt es möglicher- Living; AAL). Allerdings hat sich im Expertengeweise einen interessierten Kooperationspartner. spräch mit der WBG Nürnberg gezeigt, dass sie Weitere Bestandshalter könnten im Zuge der die AAL-Systeme nach einer Modellprojektphase Verkaufsprozesse hinzukommen. Auch die UTN nicht mehr weiterverfolgen wird. Unternehmensist eine interessierte Kooperationspartnerin für strategie ist vielmehr, eine gute digitale Erschliedigitale Lösungen im baulichen Bereich. ßung bis zur Wohnung zu sichern, die Einrichtung Für die Wärmeversorgung des Quartiers ist Ferneines konkreten Smart-Home-Systems aber den wärmeversorgung vereinbart. Innovative Ansätze, Mieterinnen und Mieter zu überlassen. beispielsweise die Einbindung von Solarthermie in die Fernwärmeversorgung, sind bisher nicht
Gesamtstadt
vorgesehen. Im Ergebnis der Bestandsanalyse ist festzustel- Die großen zusammenhängenden Grünflächen len, dass es im Bereich Wohnen einzelne digitale im Stadtteil bieten grundsätzlich Potenziale für Pilotprojekte gibt. Beispielsweise hat die WBG die Nutzung von digitalen Lösungen, z.B. in der eine eigene Mieter-App entwickelt und ermöglicht Beleuchtungssteuerung, der Bewässerung oder eine digitale Vermietung, auch in der Vermietung der Sportflächennutzung. von Sozialwohnungen in Kooperation mit der Mögliche Potenziale für Lichtenreuth aus der Stadt. In den Wohnungen selbst werden mehrere Phase „Bestandserfassung“: Modellprojekte im Smart Metering mit unterschiedlichen Partnern getestet und angesichts • Beratung und Motivation der Bauherren für der technologischen Unsicherheiten bei Neu- digitale Modellprojekte (z.B. AAL, Smart Home) bau- und Modernisierungsmaßnahmen Leerrohre • Intelligentes Bewässerungssystem, Beleuchverlegt. tungssteuerung, Wegweisung für den neuen Im Bereich der Wärmeversorgung setzt Nürnberg Stadtteilpark auf Fernwärme. Dabei ist langfristig die Integration • „LoRaWAN-Testfeld“ mit öffentlichkeitswirkerneuerbarer Energiequellen vorgesehen. samer Erprobung unterschiedlicher Anwen- In der Bauleitplanung erfolgt bisher nur eine dungsfälle für Sensorik im öffentlichen Raum / punktuelle Nutzung von digitalen Prozessen, zum Stadtteilpark Beispiel von 3D-Modellen oder digitaler Beteili-
- Modellprojekt für Solarthermie-Einbindung in
gung Träger öffentlicher Belange (TÖB-Beteilidie Fernwärme im Modul 3 gung) bei einzelnen Projekten. Ein Konzept zur konsequenten Digitalisierung von Planungsgrund- • Digitale Modellierung und TÖB-Beteiligung für lagen und -prozessen ist bisher nicht in Arbeit. Planverfahren UTN
Handlungsfeld 2: Lichtenreuth durch die vorgesehene qualitativ
Mobilität & Verkehr hochwertige Infrastruktur im Fuß- und Radver-
kehr sowie der ÖPNV-Erreichbarkeit gewährleistet werden. Die Digitalisierung verbessert diese
Digitale Dachstrategie
Qualitäten. Als Voraussetzung dient der Mobili- Das Thema „nachhaltige Mobilität“ nimmt in der tätsbaukasten der Stadt Nürnberg. Stellplatzablöse digitalen Dachstrategie von Nürnberg eine zentraund der reduzierte Stellplatzschlüssel unterstütle Rolle ein. Die Nachfrage und digitale Vernetzen das Konzept der nachhaltigen Mobilität. zung, inter- und multimodale Mobilitätslösungen, Unabhängig davon ist die Einflussnahme auf das mit dem Ziel der Reduzierung des Individualver- Verhalten der Bürgerinnen und Bürger durch Inkehrs, stehen hier im Mittelpunkt. formation und Steuerung des Verkehrs zwingend Der Leitgedanke „nutzen statt besitzen“, die Beto- notwendig. Zur Förderung nachhaltiger Mobilitätsnung der Nahmobilität und des ÖPNV sowie der formen sind zielgruppenspezifisch schriftliche und Aufschwung digitaler Mobilitätsdienstleister sind digitale Informationen kontinuierlich bereitzustelhier zu nennen. Dabei sind folgende Projekte len. Die Information über neue Mobilitätsformen besonders hervorzuheben: mit dem Ziel „teilen statt besitzen“ muss lebens-
- Dynamische Fahrgastinformation (VAG), stilorientiert Gegenstand dieser Kommunikations-
und Informationsstrategie sein. Hier kommt dem
- Aufbau einer Mobilitätsplattform (VAG),
geplanten Quartiersbüro eine zentrale Rolle zu,
- Fahrradverleihsystem VAG Rad, das neben Fragen zur Mobilität eine Vielzahl von
weiteren Themenfeldern mit abdecken soll.
- flächendeckender Ausbau der Ladesäulen-
Mögliche Potenziale für Lichtenreuth aus der infrastruktur für Elektromobilität und Phase der „Bestandserfassung“:
-
Mobilpunkte Nürnberg.
-
Verzahnung von öffentlichen und privaten Mo-
bilitätsangeboten/Mobility Hubs, Gebiets-App
Gesamtstadt
Im Ergebnis der Bestandsanalyse ist festzustel- • Modellprojekte für Mieterticket, Concierge- und len, dass im Handlungsfeld Mobilität und Verkehr Lieferdienste/letzte Meile gerade der „Masterplan nachhaltige Mobilität – • Modellprojekte für betriebliches Mobilitätsma- Mobilitätsbeschluss für Nürnberg“, der bis 2025 nagement, Mitfahrzentrale, Job-Ride die Realisierung von 100 Mobilitätsstationen und
- Unterschiedliche Anwendung von Sensorik im
die Stärkung des Umweltverbundes auf 68 % der öffentlichen Raum und Parkraumbewirtschaftung Verkehrsmittelwahl in der Gesamtstadt vorsieht, wesentliche Elemente der Digitalisierung enthält. • Autonomes Shuttle System (ÖV) zur Verbesse- Das Förderprogramm „Digitalisierung der kom- rung der fußläufigen Erreichbarkeit munalen Verkehrssysteme“ betont die künftige Bedeutung der Digitalisierung. In dem Programm wurden sieben Maßnahmenfelder von Nürnberg angemeldet, u.a. Digitalisierung der U1, Nürnberg MOBIL (Plattform, App, eTarif) sowie der Ausbau der DFIS-Anzeige.
Der „Mobilitätsbaukasten für Bauvorhaben in Nürnberg“, der Maßnahmenvorschläge für den Fuß-, Rad-, Individualverkehr, ÖPNV sowie die nachhaltige Mischung von einzelnen Elementen in der Stadtplanung anspricht, unterstützt den Ansatz der autoreduzierten Mobilität.
Lichtenreuth
Die zentrale Herausforderung der geplanten Siedlungsentwicklung von Lichtenreuth besteht darin, dass die o.g. Grundsatzbeschlüsse und Handlungsansätze konsequent in die geplante Siedlungsentwicklung der einzelnen Module einfließen und umgesetzt werden.
Nachhaltige, autoreduzierte Mobilität kann in
Handlungsfeld 3: liches WLAN, ein.
Bildung, Wissenschaft & Wirtschaft • Digital Startups: Die Wirtschaftsförderung
Nürnberg beteiligt sich an und unterstützt
Digitale Dachstrategie und Agenda Gründerzentren und Inkubatoren vor Ort, bietet
Digitalisierung Beratungsleistungen für Unternehmensgründe-
Die digitale Dachstrategie und die daraus ab- rinnen und Gründer und unterstützt attraktive geleitete Roadmap für Nürnberg ergänzen das Formate für Gründerinnen und Gründer und Handlungsfeld 3 „Bildung, Wissenschaft, Wirt- zur Vernetzung von Startups mit etablierten schaft“ um das Thema Innovation und digitale Unternehmen. Stadtgesellschaft mit dem Ziel, diese „Bausteine“ • Digital Mindset: Die Wirtschaftsförderung untereinander zu vernetzen. Erfolgskritisch dafür Nürnberg fördert moderne Unternehmenskulsind (neue) Kooperationen und die gute Zusam- turen und „Open Innovation“ als Schlüssel für menarbeit innerhalb des städtischen Ökosys- die Identifikation und Umsetzung von digitalen tems. Dies umfasst einerseits neue Formen der Projekten in Unternehmen. agilen, disziplinenübergreifenden Zusammenarbeit und entsprechender Prozesse innerhalb
Gesamtstadt
der Verwaltung und des Stadtkonzerns mit der Nürnberg zählt zu den deutschen Städten mit ergänzenden Einbindung externen Knowhows. dem größten Beschäftigtenanteil im IT- und Gleichzeitig wird der Erfolg für die Entwicklung Kommunikationssektor. In der Städteachse und Umsetzung der digitalen, vernetzten und Nürnberg – Fürth – Erlangen arbeiten ca. 30.000 zunehmend komplexen Themen und Projekte Beschäftigte in Unternehmen mit digitalisierter maßgeblich vom Aufbau bzw. der Institutionalisie- Produktion. Zusätzlich verfügt Nürnberg über rung von Kooperationen und Partnerschaften abeine vielfältige Gründerszene, die sich vor allem hängen. Hier gilt es nicht nur, bestehende Partner in der Initiative Startup.Digital.Nürnberg und im wie die Universität, Hochschule, Fraunhofer oder ZOLLHOF Tech Incubator (Teil der Bundesinitia- Unternehmen einzubinden, sondern auch die tive Digital Hubs) zeigt. Im offenen Innovationsla- Zusammenarbeit mit neuen Partnern wie Starbor JOSEPHS erhalten etablierte Unternehmen tups und jungen Unternehmen zu forcieren. Die ebenso wie junge Startups die Gelegenheit, neue Grundlage hierfür sind entsprechende Moderations- Entwicklungen testen und kommentieren zu lasund Kommunikationsprozesse, neue Workshopsen. Vor allem das Thema „Open Innovation“ hat Formate und Plattformen, insbesondere aber sich das JOSEPHS auf die Fahnen geschrieben. Begegnungs- und Versuchsräume. Mit der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen- Zur Anwendung kommen sollen vor allem digitale Nürnberg und der Technischen Georg-Simon- Bildungsleuchttürme als vernetzte Lern- und Ohm-Hochschule Nürnberg sowie dem Fraun- Begegnungsstätten und branchenübergreifende hofer-Institut für Integrierte Schaltungen (IIS) mit Innovationslabore, um die Anlaufstelle zwischen rund 1.000 Forscherenden gibt es anwendungs- Stadt und Unternehmen zu fördern. Hervorgehoorientierte Forschung für digitale Technologien ben wird die Rolle der Reallabore, u.a. Lichtenund damit gleichzeitig erfolgsversprechende reuth, um die Forschungslandschaft mit der nach- Projektpartner. haltigen kommunalen Entwicklung zu koppeln. Nürnberg verfügt über ein ausgeprägtes Ökosys- In Ergänzung dazu wurde die sogenannte „Agentem im Bereich Innovation und Digitalisierung, da Digitalisierung“ formuliert. Sie beschreibt die dessen Vernetzung mit dem Reallabor Lichtenwirtschaftspolitische Umsetzung der digitalen reuth sehr hilfreich und zielführend sein kann. Dachstrategie und wurde unter Federführung Dazu gehören: des Wirtschafts- und Wissenschaftsreferates koordiniert und erarbeitet. Mit Blick auf die Netzwerke: digitale Transformation der Wirtschaft stehen für • NIK - Netzwerk der Digitalwirtschaft die Wirtschaftsförderung vier Themenblöcke im
- XR HUB Nürnberg
Vordergrund:
-
Nürnberg Digital Festival
-
Digital Transfer: Beratung und Information der
Unternehmen durch die Wirtschaftsförderung • MAN Städtenetzwerk München-Augsburg- Nürnberg zum Thema Daten
- Digital Infrastructure: Die Wirtschaftsförderung
Nürnberg setzt sich für den zügigen Ausbau der digitalen Infrastrukturen, wie 5G und öffent-
Technologietransfer: • Entwicklung von (digitalen) Begegnungsstätten zwischen Universität/Studierenden sowie
- ZOLLHOF – Tech Incubator
Anwohnerinnen und Anwohner
-
Digital Health Hub
-
Institutionalisierung der Kollaboration in Form
-
ESI-Anwendungszentrum gemeinsamer Erprobungsräume bzw. Realla-
-
Innovationslabor Industrial IoT bore für das Quartier mit N-ERGIE, Startups,
Fraunhofer, Universitäten, Unternehmen etc.;
- ADA Lovelace Center für Analytics, Data &
als Beispiel Munich Urban Colab Application
-
Erprobung/Showroom für mögliche Ansätze
-
JOSEPHS – das Offene Innovationslabor
und Lösungen für Lichtenreuth im Innovations-
- LEONARDO Zentrum für Kreativität und Inno- labor
vation
Lichtenreuth
Für den Erfolg des Reallabors Lichtenreuth wird das Zusammenspiel von Wirtschaft, Wissenschaft, Bildung sowie der Stadtverwaltung ausschlaggebend sein. Nur durch diese (organisatorische) Vernetzung werden die Anforderungen an einen vernetzen, nachhaltigen und bürger- bzw. nutzerzentrierten Stadtteil abgebildet und die Zukunftsfähigkeit gesichert. Neben der grundsätzlichen Infrastrukturplanung sind dahingehend bisher noch keine Ansätze bekannt. Jedoch wurde sowohl im strategischen Rahmenwerk als auch in Gesprächen mit der Stadtverwaltung und Akteuren wie der UTN ausdrücklich auf die Chance hingewiesen, das Areal und Reallabor für den Aufbau, Ausbau und die Institutionalisierung von Partnerschaften und Kooperationen zu nutzen, z.B. zur Erprobung neuer Smart-City-Technologien, Infrastruktur, Mobilität/Parken oder der Vernetzung zwischen Universität und Quartier. Denkbar wären dafür gemeinsame Begegnungsstädten oder Innovationslabore. Darüber hinaus suchen Startups, insbesondere die UTN-bezogenen, stetig nach Anwendungsfällen und Gebieten zur Erprobung ihrer Lösungsansätze. Dafür könnten Innovationsareale im Quartier entstehen.
Zwar gibt es im Rahmen der städtischen Planungsprozesse bereits Schnittstellen mit der UTN, allerdings bestehen aktuell noch keine Formate oder Initiativen, welche die vernetzte und gemeinsame Herangehensweise an Digital- und Innovationsthemen für das Quartier adressieren würden. Dies betrifft auch die Planung der Infrastruktur wie Rechenzentrum oder Datenleitungen, für die ggf. frühzeitige gemeinschaftliche Planung notwendig wäre.
Mögliche Potenziale für Lichtenreuth aus der Phase „Bestanderfassung“:
- Arbeitsgruppe „Intelligente Vernetzung“ zur
übergreifenden Entwicklung und Planung der IoT/Daten-Infrastruktur für die Module mit der UTN (Betrieb Infrastruktur)
Handlungsfeld 4: Räumlichkeiten der UTN bieten grundsätzlich
Kultur & Soziales Potenzial für die Anwendung digitaler bzw. hybrider Lösungen im sozio-kulturellen Bereich (z.B. technische Infrastruktur für öffentliche und
Digitale Dachstrategie und
private Veranstaltungen, Sharing-Angebote
Kulturstrategie
im Quartiersbüro). Bei Räumlichkeiten, für die Die digitale Dachstrategie für Nürnberg fokuseine sozio-kulturelle Nutzung vorgesehen ist, siert mit Bezug zum Handlungsfeld 4 „Kultur und können digitale/technologische Möglichkeiten in Soziales“ u.a. die digitale Verzahnung als Chance der Planungs- und Umsetzungsphase integriert für eine bessere Nutzung von Synergieeffekten werden (z.B. Digitales Bühnenbild). Das Quarzwischen den Einrichtungen der Nürnberger tiersbüro kann potenziell eine Scharnierfunktion Kultur- und Freizeitlandschaft. Die Kulturstratezwischen digitalen und analogen Angeboten im gie der Stadt Nürnberg sieht einzelne digitale sozialen und kulturellen Bereich einnehmen und Ansätze und Projektideen vor. Hierzu zählt u.a. auch nicht-digitalaffine Personen in der Nutzung das verstärkte Aufgreifen digitaler Nutzungsdigitaler Angebote unterstützen (z.B. Trainings, gewohnheiten, z.B. bei der Entwicklung eines Nutzung von Hardware, Wohnungssuche online, neuen Vermittlungskonzepts für das ehemalige Informationen zu städtischen Angeboten). Reichsparteitagsgelände, die Schaffung des nötigen Rahmens für digitale und analoge Orte Ebenso stellen die Grünflächen im Stadtteil der Begegnung durch die Kulturpolitik sowie ein Potenzial für die Anwendung digitaler bzw. die Schaffung von technischer Infrastruktur und hybrider Kulturangebote im öffentlichen Raum dar flexiblerer Strukturen, insbesondere innerhalb der (z.B. WLAN-Versorgung, hybride Ausstellungen Kulturverwaltung, die eine schnellere Reakti- im öffentlichen Raum). Auch im sozialen Bereich onsfähigkeit und somit sinnvolle sowie kritische können digitale Lösungen im öffentlichen Raum Nutzung digitaler Möglichkeiten erlauben. Anwendung finden, z.B. Leihangebote über Smartphone (Sportausrüstung, Fußbälle etc.).
Gesamtstadt Eine Herausforderung für die Entwicklung des
Einzelne digitale Referenzprojekte im Kultur- und neuen Stadtteils wird sein, einerseits soziale Sozialbereich wurden bzw. werden umgesetzt, Infrastruktur zu planen, andererseits aber auch z.B. das Stadtportal Nürnberg und der digitale informelle und weniger regulierte und insti- Kulturkalender, aber auch das trägerübergrei- tutionalisierte Treffpunkte für Jugendliche zu fende Online-Portal zur Anmeldung von Kindern ermöglichen. Die partizipative Entwicklung unter in Nürnberger Kindertageseinrichtungen. In gezielter Einbindung von Jugendlichen mit digiden Expertengesprächen mit dem Referat für talen Ansätzen kann auf diese Herausforderung Jugend, Familie und Soziales sowie dem Amt eingehen, vgl. Projekt „laut“ oder Ansprache mit für Kultur und Freizeit wurde einerseits die in der Tablets - UTOPOLIS Langwasser. Dachstrategie als Handlungsempfehlung aufge- Mögliche Potenziale für Lichtenreuth aus der zeigte kooperative Entwicklung von kuratierten Phase „Bestandserfassung“ (vgl. Synergien zu Informationsangeboten zu Kultur und Freizeit als Handlungsfeld 6 - (Neue Formen der) Partizipation): gesamtstädtisch bedeutsam hervorgehoben, an-
- „Ambient Assistant Living“-Lösungen mit
dererseits auch auf die Notwendigkeit einer digitalen planen (und analogen) Vernetzung des Stadtteils mit den Nachbarquartieren und der Gesamtstadt hinge- • Sport- und Spielgeräteausleihe im öffentlichen wiesen. Raum via App (z.B. Digital-Stadt Ahaus)
- Stadtteilportal für Lichtenreuth: In Anlehnung
Lichtenreuth an das Portal „Online-Beteiligung Nürnberg“
Digitale Komponenten im Kultur- und Sozialbe- könnten hier Anregungen, Wünsche und Kritik reich sind den bisherigen Planungen nicht zu zu aktuellen Themen zwischen Bürgerschaft entnehmen. In der Planung ist unklar, welche und Stadtverwaltung moderiert und disku- Räume in welchem Umfang für kulturelle Nutzung tiert werden sowie eine digitale Verbindung zur Verfügung stehen werden. Sowohl das Lern-, zu Quartiersbüro (koordinierende Person) Kultur- und Bildungshaus „südpunkt“ als auch geschaffen werden. Die Plattform könnte durch das Kulturzentrum „Z-Bau“ können als wichtige Ansätze der Sharing Economy, Vermittlung kulturelle Einrichtungen einen Einfluss auf das nachbarschaftlicher Dienstleistungen sowie kulturelle Angebot in Lichtenreuth nehmen. Unterstützung bei der Raumsuche & -buchung für Stadtteilaktivitäten etc. ergänzt werden. Das geplante Quartiersbüro und die zukünftigen
- Entwicklung einer Mieter-App mit erweiterten Handlungsfeld 5:
Funktionen wie Vernetzung der Mieterinnen Daten, Infrastruktur & Kommunale und Mieter, nachbarschaftliche Dienstleistungen
Dienste
- Förderung und Vermittlung ehrenamtlicher
und stadtteilwirksamer Tätigkeiten bei Stu- Digitale Dachstrategie dierenden und Mitarbeitenden der UTN durch Durch die Auswirkungen und Anforderungen Einbettung entsprechender Funktionen z.B. im der Covid-19-Pandemie rückten 2020 zunächst Studierenden-/Uniportal Angebote zur Verbes- Handlungsfelder der digitalen Dachstrategie mit serung der Digitalkompetenz (insb. für „Offli- Bezug zur digitalen Stadtverwaltung und Bürgerner“) im Quartiersbüro diensten ins Zentrum. Das Querschnittsthema
- WLAN im öffentlichen Raum Smart City bzw. smartes Quartier wird mit dem
Reallabor Lichtenreuth erstmals umfassend adressiert. Ziel ist es, durch die Identifizierung und schnelle Erprobung möglicher Maßnahmen und Kooperationen zukunftsweisende und maßgeschneiderte Smart-City-Lösungen für Lichtenreuth und die Gesamtstadt zu entwickeln. In Kombination mit dem Ausbau relevanter Datenund IoT-Infrastruktur, der Konkretisierung von Themen um die kommunale Daten-Governance und -Plattformen sowie Kooperationen (z.B. mit der UTN), wird so die fundierte Umsetzung von Maßnahmen der Roadmap vorangetrieben. Gleichzeitig wird damit die Zukunftsfähigkeit des städtischen Ökosystems bei diesen erfolgskritischen Themen ausgebaut.
Gesamtstadt
Daten- und Kommunikationsinfrastruktur
Im Rahmen der IT-Strategie wurden für das Sollkonzept der Stadt im Jahr 2019 unter den vier grundsätzlichen Themenfeldern (1) IT – Projektportfolio, (2) Serviceportfolio, (3) Betriebsmodelle und (4) IT-Kompetenz, folgende Handlungsfelder für die die städtische IT-Verwaltung identifiziert:
-
Die Kundenorientierung wird intensiviert
-
Die Projektarbeit wird umgebaut
-
Die Organisation wird teamorientiert entwickelt
-
Das Thema IT-Architektur wird fokussiert und
strukturell verankert
- IT-Services werden klar definiert und standar-
disiert
Der Schlüssel zur erfolgreichen Transformation und Umsetzung liegt demnach in der künftigen Arbeitsorganisation und Prozessausgestaltung der Stadtverwaltung. Die dafür wichtige organisatorische Querschnittsfunktion übernimmt das neue Amt für Digitalisierung und Prozessorganisation. Die Handlungsfelder der IT-Strategie und des Sollkonzepts wurden in Form von Maßnahmen in der digitalen Dachstrategie bzw. Roadmap ergänzt bzw. konkretisiert.
Der Betrieb der Breitband- bzw. Dateninfrastruk- auch dem Ausbau zukunftsfähiger (Daten-) Infratur, inklusive der Rechenzentren, stellt sich in struktur, spielen städtische Leuchten eine wich- Nürnberg divers dar. Die Nürnberger Feuerwehr tige Rolle, z.B. zum Anbringen von Sensoren, betreibt ein Glasfasernetz in der Stadt, an das als mögliche E-Ladepunkte oder für die adaptive neben den städtischen Dienststellen und den Beleuchtung. Die rund 48 000 Lichtpunkte (ca. 20 % Brandschutzmeldeanlagen der Schulen auch LED) in Nürnberg werden von der Stadt selbst, Unternehmen und weitere Institutionen in der d.h. durch den Servicebetrieb öffentlicher Raum Stadt angebunden sind. Die öffentlichen Gebäu- (SÖR), betrieben. Im Rahmen der Modernisiede (Schulen usw.) sind dabei über einen Haus- rung der Leuchten wird eine zeitgemäße Steueübergabepunkt (HÜP) an ein Glasfaser- bzw. rung und Abrechnung über die 1 200 Zählstellen Lichtwellenleiternetz angeschlossen, welches als aktuell anhand einer Konzeptstudie sondiert „Fiber to the Building“ (FTTB) bezeichnet wird. und skizziert. Die Verknüpfung mit Breitband- Dabei übernimmt die Feuerwehr ausschließlich bzw. IoT oder E-Ladeinfrastruktur zählt nicht zu die Infrastruktur bis zur Steckdose. Die städtische den Aufgabengebieten der SÖR. Die N-ERGIE IT ist verantwortlich für (Daten-) Dienstleistungen übernimmt grundsätzlich die Stromversorgung und Rechenzentren. und ist zuständig für die E-Ladeinfrastruktur. Die Infrastruktur ist im städtischen GIS-System er- Parallel dazu betreibt die N-ERGIE ein Datenfasst und kann bei Bedarf z.B. von der N-ERGIE bzw. Breitbandnetz für den Stadtkonzern STWN abgefragt werden. (u.a. Wasser, VAG, Parkhausbetrieb). Die Technische Universität Nürnberg betreibt eine eigene In- Smart City und Kommunale Dienste frastruktur und plant dies u.a. auch in Form eines Das Konzept der Smart City, d.h. eines intelligent Rechenzentrums auf dem Campus Lichtenreuth vernetzten, nachhaltigen und bürgerzentrierten zu tun. Zusätzlich decken gewerbliche Anbieter städtischem Ökosystems, hat in Nürnberg bisher die privaten Haushalte im Stadtgebiet ab. Zwar noch keine konkrete Anwendung gefunden. ist mittlerweile die Abstimmung bei Planungspro- Der dafür nötige Prozess, Kooperationen und zessen, z.B. bei Neuverlegung von Leitungen, Partizipation, die Definition erster Leitplanken gegeben, allerdings lässt sich die (geplante) und Identifikation möglicher Maßnahmen, wird im Nutzung von Synergien z.B. aus gemeinsam ge- Rahmen des Reallabor Lichtenreuth angestoßen nutzter Infrastruktur, nicht aus den vorliegenden und vorangetrieben. Das Projekt wird durch das Dokumenten und Gesprächen ableiten. Programm Modellprojekt „Smart Cities Smart Re- Der Ausbau von öffentlichem WLAN, d.h. frei gions“ der Landesregierung gefördert. In diesem zugänglichem Internet, wurde in öffentlichen Rahmen soll die (schnelle) Erprobung möglicher Gebäuden seitens der Stadtverwaltung forciert Maßnahmen und Projekte stattfinden. Perspekund ist insbesondere in den 300 Schulen weit tivisch wäre die „intelligente Vernetzung“ mit vorangeschritten. Die VAG stellt zusätzlich im weiteren Projekten z.B. der „NürnbergMobil“ oder ÖPNV und an einigen Haltestellen WLAN für die digitalem Parkraummanagement, insbesondere Fahrgäste zur Verfügung. Die Bereitstellung von aber mit „MeinNürnberg“ als digitale Drehscheibe WLAN an öffentlichen Plätzen soll seitens der für kommunale Dienste, möglich. Das bereits Stadtverwaltung weiter vorangetrieben werden. gut ausgebaute Angebot über „MeinNürnberg“ (Desktop-Anwendung sowie mobil zugänglich) Der Ausbau eines LoRaWAN-Netzwerks mit wird aktuell u.a. durch erweiterte Serverkapazientsprechenden Gateways im Stadtgebiet wurde täten, ein verbessertes Customer-Relation-Maseitens der N-ERGIE Kundendienste vor allem nagement inklusive zentraler Datenbank sowie für Anwendungsfälle im Bereich Messdaten die Einbindung weiterer Dienstleistungen gestärkt vorgenommen, z.B. zur Erfassung unterirdischer und ausgebaut. Grundlage für den Erfolg werden Messstellen (Wasser). Die Nutzung des vergute Kooperationen, neue Formen der Zusamgleichsweise günstigen Niedrigenergie-Funknetmenarbeit bzw. deren Institutionalisierung sein. zes für weitere Anwendungen, insbesondere für die Einbindung von Sensoren, wurde diskutiert, Weitere Digital-Projekte und Initiativen bis dato aber noch nicht wesentlich umgesetzt. (geplant, laufend) Üblicherweise sind dies Sensoren zur Erhebung Der Sachstandsbericht an den Stadtrat vom 22. von Umwelt-, Verkehrs-, Park- oder Passanten- Juni 2021 fasst die aktuellen Digitalisierungs- Frequenz-Daten, die über eine Datendrehscheibe projekte zusammen und benennt – neben dem z.B. zur umweltsensitiven Verkehrssteuerung Reallabor Lichtenreuth – folgende Projekte: genutzt werden könnten.
- Nutzerzentrierte Kontaktsteuerung mittels
Im Zusammenhang mit Sensornetzwerken, aber Chatbot/KI (Konzeptstudie, laufendes Projekt),
- Digitalkoordinatoren (laufendes Projekt), Mögliche Potenziale für Lichtenreuth aus der
Phase „Bestanderfassung“:
- Städtekooperation zu Daten-Governance und
-Plattformen: München – Augsburg – Nürnberg,
- Kombinierte Planung der Daten- und „smarten“
MAN (laufende Initiative), Leuchten-Infrastruktur (inkl. adaptive Beleuch-
- Parkraumanagement (Konzeptstudie, laufen- tung)
des Projekt),
-
Diskussion eines gemeinsamen Betriebs der
-
Projektantrag: Wettbewerb „Kommunal? Digi- Daten- und Rechenzentrumsinfrastruktur
tal!“ – Projektskizze „City Connect Nürnberg“, (UTN, N-Energie, Feuerwehr/Stadt) in Lichtenreuth
- Schaufensterprojekte „Sichere Digitale Identitä-
ten“ – „IDunion“ (geplantes Projekt) und • Einbindung von Sensoren über ein Lora-Netzwerk, z.B. für Umwelt-, Verkehrs- oder Grünflä-
- Digitaler Bewohnerparkausweis (Projektidee).
chendaten z.B. zum Leiten des Verkehrs und zum Parkraummanagement
Lichtenreuth
Bekanntlich handelt es sich beim Quartier • Entwicklung eines Datenethikkonzepts/Data- Lichtenreuth um eine Neuentwicklung auf einer Governance-Strategie Bahnbrache. Die vorliegenden Informationen • Aufbau und Pilotierung einer Datenplattform/ deuten darauf hin, dass zwar grundsätzliche eine urbaner Datenraum und Dashboard für das Breitbandinfrastruktur eingeplant ist bzw. mindes- Quartier tens Leerrohre verlegt werden sollen. Allerdings
- Grundsätzliche Erfassung und Darstellung des
wurden die Leuchten im Quartier „konventionell“ Quartiers bzw. der Gebäude im (3D-) Modell/ geplant. Demnach sind zusätzliche Daten- bzw. als Digitaler Zwilling und Bereitstellung der Kommunikationskabel an einzelnen Leuchten Daten für partizipative Prozesse, Planung, bzw. Knotenpunkten und zusätzliche Strominfra- Blaulichtorganisationen etc. struktur an den Leuchten nicht vorgesehen. Diese könnten u.a. für E-Ladeinfrastruktur, Sensoren • Bereitstellung von Bürgerdiensten im Bürger- (Parkraummanagement) adaptive Beleuchtung zentrum über Terminals bzw. im Zusammenoder für Leitsysteme zum Einsatz kommen. spiel mit „MeinNürnberg“ (z.B. Druck von Darüber hinaus ist keine IoT-Infrastruktur über Dokumenten, Erfassung usw.) das bestehende LoRaWAN-Netz angedacht,
- Gestaltungsspielräume für Modul UTN, da
z.B. um Sensornetzwerke für die Bewässerung, viele Fragestellungen noch offen sind, z.B. Verkehrsmessung usw. zu integrieren. Allerfür Infrastruktur, digitale Mobilität und für eine dings können entsprechende Gateways mit ihrer mögliche Vernetzung mit den Wohnquartieren großen Reichweite und geringen Anforderungen problemlos „nachgerüstet“ werden. Ein Quartiers- bzw. Bürgerzentrum ist fest für das Quartier eingeplant. Mögliche digitale Tools bzw. Schnittstellen zu den Bürgerdiensten sind jedoch noch nicht angedacht.
Die Technische Universität Nürnberg plant für ihren neuen Campus eine eigene Daten- bzw. Breitbandinfrastruktur inkl. eines Rechenzentrums (keine Hochleistungsrechner). Diese wird auch als Rückgrat für hochdigitalisierte Prozesse und Lehre dienen. Beispielsweise wird es keine Bibliothek im konventionellen Sinne mehr geben, sondern ein Kommunikationszentrum. Die Planung der Daten- bzw. Kommunikationsinfrastruktur findet unabhängig von den ersten beiden Modulen statt. Mögliche Synergien z.B. durch eine gemeinsame Dateninfrastrukturbetriebsgesellschaft der Feuerwehr, N-Energie und Universität wurden bisher noch nicht sondiert.
Handlungsfeld 6: Angeboten oder ausländerrechtlichen Fragen
(Neue Formen der) Partizipation etc.). Beteiligungsangebote sollen auch weiterhin aus einer Mischung von analogen und digitalen Formaten bestehen, um auch die Gruppe der
Digitale Dachstrategie
„Offliner“ und der „Einsteiger/Digitalen Novizen“ Die digitale Dachstrategie für Nürnberg zielt für zu erreichen. das Handlungsfeld 6 „(Neue Formen der) Partizipation“ auf die Umsetzung unterschiedlicher Formen der Teilhabe als Querschnittsthema für Lichtenreuth die verschiedenen Handlungsfelder und Lebens- Für eine frühzeitige Einbindung und umfassende bereiche ab. Digitales Empowerment wird dabei Beteiligung bei der Stadtteilentwicklung Lichtenals entscheidende Voraussetzung für gesamtge- reuths wurden die Schaffung eines Netzwerkes/ sellschaftliche Teilhabe in allen gesellschaftlichen regelmäßigen „Runden Tisches“ vor Ort und Bereichen gesehen. die Schaffung einer koordinierenden Stelle für den Stadtteil (Quartiersmanagement/Städtebau) Der Fokus liegt zum einen auf dem Aufbau vorgeschlagen, die ggf. mit dem Konzept des digitaler Strukturen, Prozesse und Angebote zur Quartiersbüros gekoppelt werden könnte. Diese Stärkung der zielgruppenspezifischen Ansprache zentrale Anlaufstelle für Bewohnerinnen und und des Servicegedankens. Wesentlich sind Bewohner soll u.a. als Kontaktstelle für Mobiliinteraktive und partizipative Elemente in der tätsdienstleistungen und sämtliche verkehrliche Kommunikation zwischen Stadtverwaltung und Anliegen vor Ort fungieren und eine lebendige Stadtgesellschaft sowie innerhalb der Verwal- Nachbarschaft fördern. Ergänzende (digitale) Antung der Stadt Nürnberg und zur Schaffung und gebote sind an diesem Ort denkbar (z.B. Angebo- Gestaltung von mehr Transparenz über städtite zur Verbesserung der digitalen Kompetenzen sche Produkte, Angebote und Dienstleistungen. bei der Gruppe der Offliner). Zum anderen sieht die digitale Dachstrategie die aktive Unterstützung der Erprobung konkreter, Digitale Beteiligungsformate werden sowohl bei bereits als geeignet eingeschätzter Ideen und der Stadtteil- und Freiraumentwicklung sowie Pilotprojekte als Chance. Dazu zählen soge- der Entwicklung eines Mobilitätskonzeptes in nannte energetische Nachbarschaften, in denen Lichtenreuth als wichtig eingeschätzt. Zur bes- Lösungen z. B. für ein intelligentes Last- und seren Information, frühzeitigen Einbindung und Beschaffungsmanagement, nachhaltige Mobilität Stärkung von Mitwirkungsmöglichkeiten könnten oder neue Geschäftsmodelle zur Beteiligung der digitale Beteiligungsinstrumente eng mit lokalen Anwohnerinnen und Anwohner erprobt werden Managementstrukturen sowie Forschungsansätkönnen. zen verknüpft werden. Instrumente wie z.B. die Entwicklung/Anwendung digitaler Visualisierungs- Niedrigschwelliger Online-Service als neue Form tools unter Einsatz von Augmented/Virtual Reality der Teilhabe und für mehr Chancengerechtigkeit für den Planungs- und Entwicklungsprozess von bei der Darstellung von Stadtentwicklungsthemen Lichtenreuth unterstützen innovative Prozesse. wird kritisch gesehen und nur bedingt als zielfüh- Als Voraussetzungen für spätere digitale Interakrend eingeschätzt. tionen im Stadtteil wurden u.a. öffentliche WLAN- Punkte, Ladestationen und offene, niedrigschwel-
Gesamtstadt
lig zugängliche Räume für (digitales) Lernen Verschiedene zielgruppenbezogene digitale genannt. Beteiligungsangebote und -plattformen werden Das geplante Quartiersbüro sowie die UTN biebereits erfolgreich angewendet. Beispiele sind die ten grundsätzlich Potenziale für die Anwendung „e-Partizipationsplattform“ (elektronische Beteidigitaler bzw. hybrider Lösungen im Sinne einer ligungsprojekte der Stadt Nürnberg), die „Meine zukunftsorientierten, vielseitigen und transparenwbg“-App (laut Dachstrategie mit Funktionen für ten Beteiligung. Information/Vernetzung für Mieterinnen und Mieter, nachbarschaftliche Dienstleistungen, Beförderung Mögliche Potenziale für Lichtenreuth aus der Teilhabe älterer Menschen und inklusive Angebo- Phase „Bestandserfassung“ (mit Synergien zu te), das Partizipationsprojekt „laut!“ (Online- und den anderen Handlungsfeldern): Offline-Formate für Jugendliche/junge Erwachsene zur Einbringung in die Gestaltung der Stadt) • Stadtteilportal für Lichtenreuth: In Anlehnung oder die „Integreat“-App (kostenlose mehrspra- an das Portal Online-Beteiligung Nürnberg chige Integrationsplattform für Nürnberg mit könnten hier Anregungen, Wünsche und Kritik Informationen zum Alltag in Deutschland, lokalen zu aktuellen Themen zwischen Bürgerschaft
und Stadtverwaltung moderiert und diskutiert werden sowie eine digitale Verbindung mit dem Quartiersbüro (koordinierende Person) geschaffen werden. Die Plattform könnte durch Ansätze der Sharing Economy, Vermittlung nachbarschaftlicher Dienstleistungen sowie Unterstützung bei der Raumsuche & -buchung für Stadtteilaktivitäten etc. ergänzt werden
- Entwicklung einer Mieter-App mit erweiterten
Funktionen wie Vernetzung der Mieterinnen und Mieter, nachbarschaftliche Dienstleistungen
- Entwicklung/Anwendung digitaler Visualisie-
rungstools unter Einsatz von Augmented/Virtual Reality für die Information und Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger in den Planungs- und Entwicklungsprozess von Lichtenreuth (nach der Planungsphase Einsatz für z.B. Identifikation von Nachbarschaftsprojekten, weitere Beteiligung)
- Förderung und Vermittlung ehrenamtlicher und
stadtteilwirksamer Tätigkeiten bei Studierenden und Mitarbeitenden der UTN durch Einbettung entsprechender Funktionen z.B. im Studierenden-/Uniportal, Angebote zur Verbesserung der Digitalkompetenz (insb. für „Offliner“) im Quartiersbüro.
SWOT für die einzelnen
Handlungsfelder
Handlungsfeld 1: • Hohe Skepsis der Fachämter gegenüber dem
Städtebau, Demografie, Wohnen Erproben neuer Lösungen
Stärken Chancen
- Komplett neu gebautes Quartier • Evangelisches Siedlungswerk (ESW) als po-
tenzieller Partner für Wohnungsbau
- Vielfältige Ansatzpunkte für digitale Lösungen
durch Nutzungsmischung • Neue Akteure auf dem Nürnberger Immobilienmarkt, die für Digitalprojekte und Kooperatio-
- Große neue Grün- und Sportflächen als Erho-
nen interessiert werden könnten lungsraum auch für umliegende Quartiere
-
Freifinanzierter Wohnungsbau mit Potenzial für
-
Neubau einer öffentlichen Schule im Quartier
kaufkräftige/digital-affine Bewohnerinnen und
- Schaffung eines Quartierszentrums zwischen Bewohner
Modul 1 und 2
-
Aufgeschlossene zivilgesellschaftliche Akteure
-
Planung eines Quartiersbüros
-
Öffentlicher Raum als „Testfeld“ für digitale
-
Bereitschaft des Stadtplanungsamtes zu digita- Lösungen
len Planungs-/Modellierungsprozessen
-
Modul 3: Hohes Interesse der UTN an innovati-
-
Integrierter Blick auf den Gesamtraum durch ven Lösungen
INSEK Südost
-
Modul 3: UTN plant innovative und energieeffi-
-
Gute Erfahrungen mit ambulanten Angeboten ziente Haustechnik, Wärmespeicher etc.
des Pflegepraxiszentrums
- Modul 3: Studenten-/Forschungswohnheime
für digitale Modellprojekte im Wohnen
Schwächen
-
Aufgeschlossenheit von Studierenden gegen-
-
Nur wenige beschlossene Ziele für die gesam-
über digitalen Lösungen Risiken te Stadtteilentwicklung Lichtenreuth
- Unterschiedliche Verfahrensstände und Hand- Risiken
lungsmöglichkeiten in den Modulen
-
Langer Entwicklungs- und Realisierungszeit-
-
Fehlende Kommunikation unter den Akteuren raum
des Gebietes
-
Anfangs nur geringe Nachfrage durch Bewoh-
-
Kein Neubau durch die WBG in Lichtenreuth nerschaft/Nutzende vor Ort
-
Schlechte Erfahrungen der WBG mit AAL- • Geringes Interesse von Aurelis an digitaler
Systemen/Musterwohnung Profilierung des Quartiers und innovativen
- Kein Interesse der N-ERGIE an Kopplung von digitalen Lösungen
Fernwärme mit Solarthermie etc. im Gebiet • Geringe Einflussmöglichkeiten auf private Bau-
- Geringe Relevanz des Handlungsfeldes herren bezüglich digitaler Maßnahmen
(Städtebau, Demografie, Wohnen) in Digitaler • Keine Möglichkeit der Ausschreibung von Dachstrategie Grundstücken für digitale Pilotprojekte
- Offene Zukunft der Systeme bei Haustechnik, Handlungsfeld 2:
Smart Metering Mobilität & Verkehr
- Keine Umsetzung innovativer, dezentraler
Energieversorgung Stärken
- Insellösungen: geringe Vernetzung der Ansätze • Integrierte Betrachtung von Siedlungsentwick-
zwischen Modulen oder mit Nachbarquartieren lung und Mobilität, dadurch beste Voraussetzungen für schnelles Handeln/Digitalisierung
- Höhere Mietkosten durch Digitalisierung
gegeben
-
Ungewissheit über künftige Bewohnerstruktur
-
Umsetzung nachhaltiger Mobilitätskonzepte
(Stärkung des Umweltverbundes, autoreduzier-
Handlungsbedarfe te Gebietsentwicklung/Wohnen, Carsharing-
- Integrierte Sicht auf den neuen Stadtteil mit Nutzen statt Besitzen durch Intermodalität,
seinem Umfeld Neuverteilung des öffentlichen Raums)
- Kommunikationsplattform für Akteure im Quar- • Nutzung und Erweiterung der bestehenden
tier schaffen Mobilitätsplattform mit VAG, Integration von VAG-Rad etc.
- Quick-wins generieren und positives Bild
schaffen • Vorhandener strategischer Rahmen: u.a. Masterplan nachhaltige Mobilität, Digitale Dachstra-
- Lichtenreuth wirklich als Reallabor nutzen
tegie, Mobilitätsbaukasten, Stellplatzsatzung,
- Erprobungsräume im öffentlichen Raum schaf- INSEK Südost, wissenschaftliches Know-How
fen (a la Lora-Park)
- Neue Grundstückseigentümer direkt nach Kauf Schwächen
aktiv bezüglich digitaler Projekte und Koopera- • Fehlende zielgerichtete Zusammenarbeit der tion im Quartier ansprechen (dazu geeignete unterschiedlichen Akteure in den einzelnen Strukturen schaffen, auch mit Aurelis) Modulen mit unterschiedlichen Interessen
- Quartiersbüro an zentrale Stelle verlagern und • Fokus i.d.R. auf Infrastrukturplanung ohne Ein-
als Schnittstelle zwischen digitalem und analo- bindung von künftigen Betriebsmodellen und gem Raum ausbauen privaten/öffentlichen Mobilitätskonzepten
-
Schule als Quartiersschule entwickeln • Fehlende Messbarkeit/Monitoring: ohne aus-
-
Systematische Gesprächsebene mit UTN reichende Zielvorgaben ist keine Evaluierung
aufbauen möglich
- Digitale Planungs- und Modellierungsprozesse
Chancen
-
Digitale Unterstützung der Anpassung an
-
Modernes, zukunftsgerichtetes Leitbild: z.B.
den Klimawandel (Starkregen, Trockenheit, Teilen statt Besitzen, gesünder leben, Gestal- Hitzetage) tung des öffentlichen Raumes, Zero Emission,
-
Innovative Haustechnik klimaneutrale Energieversorgung
-
Digitale Profilierung vom Studierenden- und • Bedarfsgerechte Angebote im Personen- und
Gästewohnen Wirtschaftsverkehr durch neue Mobilitätsformen
-
Monitoring Lärm, Abgas und Verkehr
-
Bürgerbeteiligung für neue Mobilitätsformen
(informieren, Erfahrungen sammeln und ausprobieren, Ko-Kreation und Selbstbestimmung von Bewohnerschaft, Studierenden und Gewerbetreibenden ermöglichen)
- Anschubfinanzierung für neue Mobilitätsformen
(z.B. Mieterticket, Mobilitätsstationen, autonomes Fahren)
Risiken • Nutzung von Lichtenreuth als Reallabor für
künftige Projekte (ggf. mit Anschubfinanzie-
- Keine Überführung gelungener Projekte in den
rung), wie z.B. Mieterticket, Concierge-Dienst, Regelbetrieb für ganz Nürnberg autonomes Fahren, Kontrollstrukturen für MIV/
- Singuläres Denken und Planen in den einzel- Parkraummanagement, Lieferkonzepte „letzte
nen Modulen Meile“/KEP-Dienste
- Fehlen von Qualitätsstandards für private • Verknüpfung von privaten und öffentlichen Mobili-
Mobilitätskonzepte tätskonzepten, Integration und Erweiterung von
- Keine konkrete privatrechtliche Verpflichtung bestehenden Mobilitätspunkte
und Anreize zum autoreduzierten Wohnen
- Unzureichende Abstimmungen mit Nachbarquar-
tieren, Reallabor Lichtenreuth als Insellösung
Handlungsbedarfe
- Erstellung eines Leitbildes und Konzepts für
nachhaltige Mobilität mit Betonung des Umweltverbundes für alle Module (Basis: Masterplan nachhaltige Mobilität-Nürnberg, Digitale Dachstrategie)
- Erarbeitung eines integrierten, digitalen Ver-
kehrskonzeptes über alle drei Module mit Berücksichtigung der angrenzenden Stadtgebiete, konkreten Zielvorgaben für Modal-Split, Mobilitätsstationen, ruhenden Verkehr, E-Mobilität, Definition und Erarbeitung von Möglichkeitsräumen für digitale Anwendungen, physische Wege durch digitale Dienste ersetzen
- Einbindung der UTN und deren Innovations-
charakter / Reallabor in die weitere Quartiersentwicklung
- Festlegung von Kriterien zur Evaluierung des
integrierten Verkehrskonzeptes und deren digitaler Elemente/Maßnahmen (Lärm, Abgas, Verkehr, Intermodalität)
- Einrichtung eines Quartiersbüros zu Koordi-
nation und nachhaltigem Betrieb von Personen- und Wirtschaftsverkehr (Betonung neuer Mobilitätsformen)
- Notwendigkeit horizontaler Vernetzung bei
Planung und Betrieb von Mobilitätsangeboten
- Erstellung von Qualitätsstandards für private
Mobilitätskonzepte
- Erarbeitung von privatrechtlichen Verpflichtun-
gen und Schaffung von Anreizen zum autoreduzierten Wohnen
- Entwicklung neuer Formen der Bürgerbetei-
ligung mit dem Ziel, zu informieren, auszuprobieren und Erfahrungen zu sammeln und künftige Bewohnerinnen und Bewohner sowie Gewerbetreibende und Studierende zum Akteur für neue Mobilitätsformen werden zu lassen
Handlungsfeld 3: Chancen
Bildung, Wissenschaft und Wirtschaft • Vorreiter-Potenzial:
- Sichtbarkeit durch Umsetzung digital ver-
Stärken
netzter, nachhaltiger und bürgerorientierter
- Vielfältiges städtisches Ökosystem aus Bildungs- Projekte
einrichtungen, Forschung, Unternehmen und • Raum zur Erprobung möglicher Lösungen/ Stadtkonzern Ansätze in Lichtenreuth (Technologien, neue Formen der Zusammenarbeit)
-
Bestehende Strukturen und Formate der Zu-
-
Quick-wins durch schnelle Umsetzung
sammenarbeit z.B. im Bereich Start-ups kleinerer „Testballons“
-
Grundlage für notwendige Querschnittsarbeit
-
Entwicklung/Zusammenarbeit zusammen mit
im Themenfeld durch der UTN, z.B. im Bereich Infrastruktur, Mobili-
- Amt für Digitalisierung und Prozessorganisation tät, Erprobungs- oder Begegnungsräume
bereits geschaffen
-
Auf- und Ausbau der Zusammenarbeit/Ko-
-
Bereits gestartete bzw. abgeschlossene stra- operation durch Einbindung des Nürnberger
tegische Prozesse und „Rahmenwerke“ (z.B. Ökosystems wie Forschung (Fraunhofer etc.), Digitale Dachstrategie & Roadmap) für die Unternehmen (v.a. Start-ups) oder der Bürgerdigitale Stadt, die erste Impulse/Aktivierung der schaft (z.B. über 3D-Modelle) Akteure aus Bildung, Wirtschaft und Wissen-
- Wirtschaftliches Potenzial für einen Smart City/
schaft gesetzt haben GovTech“ Markt für Unternehmen durch neue
- Top-down Commitment: Förderung von Digitali- Geschäftsmodelle, Lösungen/Produkte
sierung/Smart Cities durch Verwaltungsspitze
- Umfassende Förderung für weitere Initiativen
(z.B. Budget für Digitalkoordinatoren) und Folgeprojekte vorhanden (z.B. Land: Umsetzung Maßnahmen, Bund: BMWSB Smart
Schwächen
Cities, EU: Green Deal)
- Noch keine ausreichende übergreifende
Zusammenarbeit der Stadtverwaltung/unter- Risiken schiedliche Gewichtung des Thema Smart City
- Verlust der Motivation bei wichtigen Partnern
in den verschiedenen Bereichen (Stadtkoninnerhalb und außerhalb der Stadtverwaltung zern), dadurch schwierig Anknüpfungspunkte für Umsetzung des IDEKs zu Akteuren aus Bildung, Wirtschaft und Wissenschaft aufzubauen • Ziele, Perspektiven und Nutzen digitaler Ansätze im Reallabor Lichtenreuth nicht erkennbar
- Smart Cities bisher kein gelebtes Schwer-
für Beteiligte punktthema (bisher v.a. digitale Stadt und Bürgerservices) und daher noch keine „Sen- • Keine konstruktive Zusammenarbeit mit der sibilisierung“ bzw. Verankerung insbesondere UTN innerhalb der Verwaltung bzw. Unklarheit
- „Demoralisierung“: Viel (Strategie-) Papier für
darüber, worin der Mehrwert in der externen die Schublade ohne erkennbare Resultate/ Zusammenarbeit liegen könnte Umsetzung
-
Zu geringe Sensibilisierung für die Zusam-
-
Begrenzte Einflussmöglichkeiten dieses Pro-
menarbeit mit Akteuren und Multiplikatoren jekts auf Module beim Thema „Digitale Stadt/Smart Cities“, v.a. wenige Schnittstellen Wirtschaft/Forschung:
Handlungsbedarfe
unzureichende Kommunikation, keine passenden Formate und Prozesse • Verstärkte Kommunikation(-strategie) zur Erklärung und Verankerung des Themas inner-
- Keine Kommunikations- und Erklärstrategie
halb der Stadtverwaltung z.B. in Form eines („Storytelling“) für das Thema Smart Cities Storytellings/Narrativs und durch Hervorheben nach innen und außen. Nutzen, Zielsetzung der „Benefits“ nach innen und nach außen usw. daher für Beteiligte z.B. für Bürgerschaft/ (Stadt spricht nicht immer mit „einer Stimme“) Verwaltungsangestellte sowie Akteure aus Bildung, Wissenschaft und Wirtschaft nicht • Definition, Festlegung und Kommunikation der greifbar bzw. nachvollziehbar „Ownership“ für Smart Cities (inhaltlich/Steuerung) innerhalb der Verwaltung und Stadtge-
sellschaft Handlungsfeld 4:
- Formulierung des Themas CO2-Reduzierung/ Kultur & Soziales
Klimaschutz als ein „Leitthema“ und Priorisierung, z.B. hinsichtlich der Energieversorgung Stärken
- Mischung aus top-down und bottom-up Com- • Neubaugebiet mit Potenzial für neue technolo-
mitment und Wille zur Umsetzung innerhalb gische Standards in der (Gebäude-) Infrastrukder Stadtverwaltung als grundsätzliche Vor- tur im Kultur- und Sozialbereich, vor allem im aussetzung muss von Stadtverwaltung selbst Modul 3 generiert werden
-
Ansiedlung der UTN: mögliche Erweiterung
-
Aufbau neuer Kooperationen bzw. Weiterent- der Nutzung für Freizeit-, Kultur- und soziale
wicklung/Einbindung bestehender Formate mit Projekte auf dem UTN-Campus Wirtschaft, Forschung, Organisationen, z.B.
- Geplantes Quartiersbüro
Nürnberg Digital Festival, Zollhof
-
Neubau einer Grundschule im Modul 1 mit
-
Etablierung eines interdisziplinären, sekto-
Potenzial für Quartiersnutzung, Versammrübergreifenden „Beratungsgremiums“ aus lungsräume etc. relevanten Stakeholdern
-
Öffentliche Park-, Spiel- und Grünflächen in
-
Nutzung bestehender Innovations-/Versuchsla-
Modulen 1 und 2 bore zur „Vorab-Erprobung“ möglicher Quartierslösungen • Ansatzpunkte für digitale Lösungen durch Nutzungsmischung, v.a. in Modul 2 („Urbanes
- Planung einer digitalen Stadt(teil)bibliothek
Gebiet“ gemäß § 6a BauNVO Mischung aus sowie Berücksichtigung von Schulen, Kitas etc. Wohnen, Gewerbe sowie sozialen und kulturelbei Digitalmaßnahmen len Einrichtungen)
-
Planung einer Kollaborationsinfrastruktur in
-
Vorhandene strategische Rahmenwerke/Vor-
Form eines physischen Quartiers-Lab/Realgaben, v.a. Digitale Dachstrategie, Kulturstralabors/Versuchsraums/Showrooms mit UTN; tegie Öffnung für externe Partnerinnen und Partner, z.B. für Unternehmen (nicht Quartiersbüro, • Realisierung sozialer und Bildungsinfrastruktur idealerweise UTN-Lead und -Fläche) in Lichtenreuth als Ziel im INSEK Südost
- Frühzeitiges Mitdenken und Umsetzen von
Schwächen
„Quick-wins“ z.B. in Form kleiner Versuchsprojekte
-
Geringe Einfluss- und Gestaltungsmöglichkei-
-
Frühzeitiges Mitdenken von Folgeprojekten und
ten bei Modulen 1 und 2 mit Bezug auf das entsprechender Förderung (Land, BMWSB, EU) IDEK
- Konkrete kulturelle Räumlichkeiten/Nutzungen
aktuell nicht in der Planung für Modul 1 und 2 vorgesehen und mit Bezug zu Modul 3 bisher unverbindlich
- Soziale Infrastruktur in der aktuellen Planung
auf Schulen und Kitas beschränkt; weitere Nutzungen außerhalb der städtischen Pflichtaufgaben (z.B. Freizeittreffs, Begegnungsstätten, kulturelle Zentren) bisher nicht vorgesehen
Chancen
- Stadtteilübergreifende Vernetzung durch Ein-
ordnung kultureller und sozialer Nutzung mit Relevanz für andere Stadtteile
- Innovative kulturelle und soziale Infrastruktur
als Attraktivitätsfaktor
- UTN als potenzieller Partner, z.B. Raum- und
Infrastrukturnutzung für soziale und kulturelle
Zwecke, Engagementförderung, „Wohnen für stellen zwischen digitalen Portalen/Apps (z.B. Hilfe“-Ansatz für Studierendenwohnen zukünftiges Uni-Portal und potenzielle Stadtteil-/Nachbarschaftsapps)
- Inhaltliche Erweiterung des Quartiersbüros,
z.B. als Lernort/Unterstützung für Offliner; • Einbindung der umliegenden sozialen und kul- Anknüpfungspunkt und Vernetzung für soziale turellen Einrichtungen/Akteure in Entwicklung und kulturelle Angebote; Ressource für die Lichtenreuths (v.a. Südpunkt, Gemeinschafts- Zivilgesellschaft haus Langwasser, Z-Bau)
- Bildungs- und Kulturzentrum Südpunkt und • Stärkung des Bildungs- und Kulturzentrums
Gemeinschaftshaus Langwasser in Verbindung Südpunkt, des Gemeinschaftshaus Langwasmit dem Quartiersbüro als möglicher Anknüp- ser und des Z-Baus (sowie perspektivisch der fungspunkt zum Erlernen und Erleben digitaler Kongresshalle) als Lernort zum Erleben und Möglichkeiten Erproben digitaler Technologien
- Digitale Vernetzungsmöglichkeiten (z.B. durch • Schaffung niedrigschwelliger Begegnungsräu-
Nachbarschaftsapps) für die Begünstigung me (z.B. auch Bars, Kneipen, Bühnen usw.) für Bildung neuer Kulturkreise (z.B. private und Einbindung der Gastro-Betreibenden zur Bücherclubs) Verbindung digitaler Lösungen und der Begegnungsorte
- Digitale Assistenzsysteme für Menschen mit
Unterstützungsbedarfen zur Verbesserung der • Berücksichtigung der Balance zwischen sozialen/kulturellen Teilhabe institutionellen Trägern und freien Trägern wie Vereine oder Initiativen
- Nürnberg Digital Festival als Plattform für Aus-
tausch rund um Digitalisierung (auch im Kunst- • Einbindung des Nürnberg Digital Festivals in und Kulturbereich) die Entwicklung Lichtenreuths (Storytelling)
- Bündelung vorhandener stadtweiter digitaler • Erprobung digitaler Quick-Wins (z.B. Hacka-
Angebote (Kulturkalender, KiTa-Portal) thons für die Quartiersentwicklung)
- Erweiterung des Aufgabenspektrums des
Risiken Quartiersbüro um ergänzende kulturelle und
- Nicht im gewünschten Umfang zustande kom- soziale Inhalte, ggf. Verbindung mit einem In-
mende Zusammenarbeit mit der UTN novationsbüro, um andere Strukturen einzubinden (Social Entrepreneurship)
- Geringe Einflussmöglichkeiten auf private
Bauherren (u.a. für die Ansiedlung sozialer und • Entwicklung eines Betreiber- und Finanziekultureller Nutzungen) rungskonzepts für das Quartiersbüro
- Fokussierung auf digitale Angebote zum Nach- • Sicherstellen der Angebote für die Unterstüt-
teil analoger Kulturgüter und -räume zung von „Offlinern“ (Teilhabe)
- „Verinselung“, keine Vernetzung mit Nachbar- • Schaffung von Räumen für Kultur und Bildung
quartieren und ihrer sozio-kulturellen Infra- mit personalunabhängigen Öffnungszeiten struktur durch digitales Zugangssystem, z.B. Bibliothek
- Definition der Zielgruppen für kulturelle und
Handlungsbedarfe soziale Angebote im Quartiert (z.B. lebt eine
fluktuierende Studierendenschaft auch im
- Schaffung kultureller und sozialer (Ermögli-
Quartier? chungs-) Räume/Angebote innen und außen, wenn möglich in Kopplung mit bereits vorgesehenen Strukturen (z.B. Schule, Quartiersbüro, UTN-Campus, im öffentlichen Grün, Kitas, Kinder- und Jugendhaus)
- Räume für Quartiersnutzung bei Schulneubau
berücksichtigen (z.B. separate Zugänge)
- Schaffung der technologischen Voraussetzun-
gen/Infrastruktur in kulturell/gemeinschaftlich genutzten Räumen (z.B. Medienanschlüsse, Ausstattung, flexible und multimediale Nutzung)
- Betrachtung geplanter und potenzieller Schnitt-
Handlungsfeld 5: neue Formen der Zusammenarbeit)
Daten, Infrastrukturen und kommunale • Quick-wins durch schnelle Umsetzung
kleinerer „Testballons“ z.B. für eine Straße
Dienste
oder einen Grünflächenabschnitt
Stärken • Ausbau der LoraWAN -/Sensorinfrastruktur
inkl. neuer Anwendungsfälle für das Quartier
-
Neues Quartier und neuer UTN-Campus
-
Umfassende Förderung für weitere Initiativen
-
Vorhandene und laufende strategische Pro-
und Folgeprojekte vorhanden (z.B. Land: Umzesse und Rahmenwerke zum Thema der setzung Maßnahmen, Bund: BMWSB Smart digitalen Stadt Cities, EU: Green Deal)
-
MAN Städtenetzwerk zu Daten-Governance,
-
Cybersecurity: Konzipierung und Maßnah-
Plattformen etc. men zum Schutz der Infrastruktur und Daten
- Top-down Commitment: Digitalisierung/Smart mitdenken
Cities wird von der Verwaltungsspitze vorangetrieben und Konsolidierung auch während Risiken Corona unterstützt, z.B. in Form eines Budgets
- Ziele, Perspektiven und Nutzen digitaler Ansät-
für Digitalkoordinatoren ze im Reallabor Lichtenreuth nicht erkennbar
- Bestehende gesamtstädtische WLAN-Infra- für Beteiligte
struktur, teilweise in öffentlichen Gebäuden
- Infrastruktur durch lange Planungsphasen bei
und an Haltestellen Umsetzung veraltet
-
In kleinem Umfang bestehende LoraWAN
-
Begrenzte Einflussmöglichkeiten dieses Pro-
Infrastruktur jekts auf Module
-
Gut ausgebaute digitale Bürgerservices,
-
Vulnerabilität eines stark digital ausgerichteten
Kapazitäten (werden aktuell erweitert) mit gut Quartiers in Bezug auf Cybersecurity: erhöhskalierbarer Basisinfrastruktur (MeinNürnberg) ter Schutz kritischer Infrastruktur und Daten erforderlich
Schwächen
- Grundsätzliche Fragen zum Umgang und Handlungsbedarfe
Vorgehen zu Daten bzw. deren Verwertung,
- Definition, Festlegung und Kommunikation der
Bereitstellung und Plattformen stadtverwal- „Ownership“ bzw. Kümmerer für Smart Cities tungsintern nicht geklärt (inhaltlich/Steuerung) innerhalb der Verwaltung
-
Übergreifende Zusammenarbeit der Stadt-
-
Zusammendenken des Themas Daten-, E-Lade-
verwaltung/Stadtkonzern steht bei Smart und Beleuchtungsinfrastruktur (SÖR) Cities-Themen am Anfang
-
Runder Tisch/Arbeitsgruppe „Infrastruktur
-
Betrieb der Infrastruktur (Breitband, Rech-
Lichtenreuth“ zur Abstimmung des Aufbaus nungszentrum, Beleuchtung) wird von Stadt und Betriebs der Daten bzw. IKT-Infrastruktur bzw. innerhalb städtischer „Silostruktur“ geleisund Rechenzentren (UTN, Feuerwehr/Std IT, tet; Vernetztes, sektorübergreifendes Arbeiten N-ERGIE) daher schwierig (z.B. Verbindung zwischen Beleuchtung und Daten, Breitband-Synergien • Zentrale/r „Quartierskoordinator/-in“ für digitale zwischen den „öffentlichen“ Anbietern etc.) Themen und Formulierung von Anforderungen
- Kein Storytelling/Narrativ für digitale, datenbe- • Entwicklung einer Data-Governance/Strategie,
zogene bzw. Smart City Themen Roadmap (Grundsatzfragen, Rolle der Stadt, Open-Data/Source etc.) und entsprechenden
Chancen Infrastruktur
-
Vorreiter-Potenzial: • Aufbau einer urbanen übergeordneten Daten-
-
Grundsätzliche Verlegung bzw. Kombinati- drehscheibe/Plattform für die Stadtverwaltung,
on unterschiedlicher Dateninfrastruktur z.B. die u.a. die Verschneidung von Daten ermög- LoraWAN und 5G (nicht nur Leerrohre) licht
-
Ausbaukonzept für 5G • Einführung einer regionalen Cloud für die
-
Raum zur Erprobung möglicher Lösungen/ Verwaltung (N-ERGIE plant bereits für Stadt-
Ansätze in Lichtenreuth (Technologien, konzern)
- Definition und Einarbeitung der Grundlagen Handlungsfeld 6:
bzw. Zukunftsfähigkeit für künftige Dateninfra- (Neue Formen der) Partizipation struktur und Technologien (z.B. Leerrohre, Anschluss Leuchten, E-Ladeinfrastruktur,
Stärken
Campusnetz, ggf. 5G)
-
Breite Akteurslandschaft in der Quartiersent-
-
Prüfung und Umsetzung eines flächendecken-
wicklung von Lichtenreuth den Breitbandausbaus im Quartier
-
Erste Beteiligungserfahrungen zur Entwicklung
-
Ausstattung der Verwaltung und Bildungsein-
Lichtenreuths (Nürnbergs neuer Süden: „Grün richtungen mit zeitgemäßem Equipment/WLAN im Quartier“, „Wohnen und Arbeiten“, „Mobilität und damit Abbau von Hürden für externe im Quartier“) Zusammen- bzw. Zuarbeit (Bildungscampus u.a. ohne WLAN) • Quartiersbüro geplant (mit Aufgaben wie „Organisation und Aufbau von Strukturen zur
- Konsensfindung zur gemeinsamen Entwick-
Nachbarschaftshilfe“, „Vernetzung mit Akteuren lung und Umsetzung von Versuchsräumen zu aus dem Stadtteil und weiteren Kooperations- (Daten-) Infrastruktur z.B. mit dem auf informapartnern“ und „Informationen über Planungen tionstechnische Systemlösungen spezialisierund Entwicklungen im Quartier“) ten Fraunhofer IIS
-
Etablierte digitale (und analoge) Beteiligungs-
-
Sensibilisierung der Verwaltung für das Thema
ansätze und -erfahrungen in der Stadt, z.B. „Cybersecurity“ und Gewährleistung des ePa, „laut!“, UTOPOLIS Langwasser Schutzes von Daten (z.B. Verkehrsdaten)
-
Erfolgreiche ämterübergreifende Zusammenar-
-
Dialog mit der UTN priorisieren (z.B. mit AG
beit bei Planung der technischen Infrastruktur Infrastruktur Lichtenreuth, siehe oben)
-
Bürger- und Vorstadtvereine als wichtige Mittler
-
Frühzeitiges Mitdenken und Umsetzen von
zwischen Bürgerschaft und Verwaltung in „Quick-wins“ z.B. in Form kleiner Versuchspro- Nürnberg jekte
-
Vorhandene strategische Rahmenwerke/
-
Frühzeitiges Mitdenken von „Folgeprojek-
Vorgaben (u.a. Digitale Dachstrategie, INSEK ten“ und entsprechender Förderung (Land, Südost) BMWSB, EU) und mögliche Synergien bestehender Projekte nutzen (z.B. Antrag Digitaler
Schwächen
Zwilling Innenstadt)
- Neubaugebiet, daher keine klassische Einbin-
dung der (künftigen) Bewohnerschaft in den Planungsprozess möglich
- Geringe Einflussmöglichkeiten der Stadt Nürn-
berg (aber auch der Zivilgesellschaft) auf die Planung und Einordnung digitaler/technischer Infrastruktur in den Modulen 1 (weit fortgeschritten und externer Entwickler) und Modul 2; (im Modul 3 noch zu klären)
- Bisher keine inhaltlichen Ziele für die Quar-
tiersentwicklung definiert und damit fehlende Grundlage für zielgerichtete Beteiligung
- Bisher kein öffentlichkeitswirksames Story-
telling zu Smart City-Themen bei der Quartiersentwicklung Lichtenreuth (wenig greifbar)
- Kaum fortgeschrittene Digitalisierung bei Nürn-
berger Bürger- und Vorstadtvereinen
Chancen W-LAN Punkte, Smartphone-Ladestationen etc.
- Reallabor als „Testfeld“/Raum für Erprobung • Entwicklung bzw. Nutzung eines digitalen
digitaler Lösungen und neuer Formen der Tools zur Visualisierung der unterschiedlichen Beteiligung, z.B. CivicTech Entwicklungsstufen Lichtenreuths
- (Digitale) Beteiligung der Anwohnerschaft • Aufbau eines 3D-Modells als Grundlage digita-
sowie Akteurinnen und Akteure aus Nachbar- ler Informations- und Beteiligungsformate quartieren in den Entwicklungs- und Umset-
- Prüfung der Kooperationsmöglichkeiten mit der
zungsprozess der Module 2 und 3 UTN im Bereich der digitalen Information und
- UTN als Partnerin (Generator innovativer Beteiligung
Lösungen, Begegnungsräume zwischen UTN/
- Schaffung von Begegnungsmöglichkeiten
Campus und Bewohnerschaft, Ressourcenpool zwischen UTN/Campus und Bewohnerschaft für Engagement) z. B. offene digitale Veranstaltungen der UTN,
- Digitales Stadtteilportal für bürgerschaftliche Räume für digitales Lernen etc.
Vernetzungsangebote, nachbarschaftliche
- Inhaltliche Erweiterung des Aufgabenspektrums
Hilfeleistungen und als Brücke zur Politik und des Quartiersbüros in Richtung Ort der digita- Verwaltung len (und analogen) Information, Kommunikati-
- Digitale Visualisierungstools/Stadtteildaten- on und Kooperation/Ko-Kreation
pool zum Einsatz im Planungs- und Entwick-
- Schaffung ergänzender Ermöglichungsräume
lungsprozess von Lichtenreuth und spätere unter Einbeziehung freier Träger, lokaler Bewohneraktivierung/-beteiligung, insbesondere Kompetenzen und Nutzung vorhandenen beim Modul 3 (Möglichkeit: digitale Karten, Know-hows in städtischen Dienststellen (z.B. Luftbilder, Pläne, 3D-Modelle und Geodaten BZ, Städtische Bibliothek) abzurufen und ein lokalisiertes Feedback zu Planungsvorhaben zu geben (vgl. DIPAS) • Unterstützung der Teilhabe von Offlinern und Sicherstellung von Inklusion bei digitalen An-
- Inhaltliche Erweiterung des Quartiersbüros als
geboten (z.B. Barrierefreiheit, leichte Sprache, Lernort (z.B. Begleitung von Offlinern) inklusives Mitdenken aller Bevölkerungsgrup-
- Neuer potenzieller Bürgerverein für Lichten- pen, hybride Angebote)
reuth als Vorreiter digitaler Information und
- Aufbau eines Bürgervereins mit Vorreiterfunk-
Beteiligung tion im Bereich der digitalen Information und
- Nürnberg Digital Festival als Plattform für Beteiligung
Austausch rund um Digitalisierung (Reallabor
- Bedarfe der unterschiedlichen Zielgruppen
Lichtenreuth könnte thematisiert werden) analysieren
- Erprobung (digitaler) Beteiligungsformate für
Risiken
verschiedene Zielgruppen durch Aktivierung
- Langfristiger Entwicklungs- und Realisierungs- und Zusammenarbeit mit gesamtstädtischen
zeitraum mit komplexem Sachverhalt kritisch (z.B. laut, Nürnberg Digital Festival) und anfür (digitale) Beteiligungsverfahren der Zivil- grenzenden Einrichtungen/Akteuren (z.B. Z-Bau) gesellschaft (ggf. nur Beteiligung öffentlicher als Orte/Impulsgeber von Beteiligung Akteure)
- Exklusivität der digitalen Beteiligungsangebote
(Barrierefreiheit, Ausschluss der nicht digitalaffinen Personen)
Handlungsbedarfe
- Aufbau einer Kommunikationsstruktur zur
Stärkung des Dialogs aller relevanten Akteure/ Entwickler
- Aufbau von Akteursnetzwerken (Community-
basiert)
- Schaffung der Voraussetzungen für digitale
Information und Beteiligung, z.B. öffentliche
Beschreibung der
Projektvorschläge
Projektliste A
Steckbriefe: A1.1 – Aktivierung und Beratung gewerblicher und institutioneller Bauherren A1.2 – Verbesserung Verteilstrukturen/letzte Meile, Concierge-Dienste A1.3 – Quartiersbüro Lichtenreuth A1.4 – Digital zugängliche Leihangebote im öffentlichen Raum A1.5 – Hybride Bürgerdienste und Leistungen der Stadtverwaltung A1.6 – Testfeld für Sensortechnik und IoT- Technologien mit Use Cases („Digitale Steuerung Regenrückhaltung und Bewässerung“ und „Intelligente Mülltonne“)
Machbarkeitsstudien: A2.1 – Quartiersschule Lichtenreuth A2.2 – Living Labs und Erprobungsräume für Technologien A2.3 – Niedrigschwellige Engagement- und Ermöglichungsräume
A1.1 Aktivierung und
Beratung gewerblicher und institutioneller Bauherren
Handlungsfeld Zeithorizont/Umsetzungszeitraum
HF 1 „Städtebau, Wohnen und Demografie“ 2023 – 2025
Digitales Ziel Gesamtbudget
DZ1.1 100 000 €
Federführung Zielsetzung der Maßnahme/Zielgruppe
Stadtplanungsamt (Vorschlag) Die Maßnahme richtet sich an gewerbliche und institutionelle Bauherren in Modul 1 und 2. Ziel
Mitwirkende ist es, Bauherren für (innovative) digitale Lösun-
intern gen mit den Schwerpunkten Energieeffizienz, demografischer Wandel und Lebensqualität beim
- Bürgermeisteramt, Stab Stadtentwicklung
Bau von neuen Gebäuden in Lichtenreuth zu
- Amt für Digitalisierung und Prozessorganisation gewinnen und zu unterstützen. Dazu sollen bis
2025 90 % der Bauherren aktiv angesprochen
- Verkehrsplanungsamt
und sensibilisiert sowie 20 % der Bauherren für
-
Stab Wohnen konkrete Projekte gewonnen werden.
-
Wirtschaftsförderung Nürnberg
-
ggf. Referat für Jugend, Familie und Soziales
-
ggf. Servicebetrieb Öffentlicher Raum (SÖR)
extern
-
N-ERGIE
-
Aurelis
Beschreibung und Hintergrund
Die Stadt Nürnberg hat keinen direkten Einfluss darauf, ob und wie Erwerber der Baugrundstücke in Modul 1 und 2 digitale Maßnahmen beim Bau ihrer Gebäude realisieren und sich aktiv in das Reallabor einbringen. Deshalb wird eine Aktivierung und Beratung von Bauherren sowohl von Wohn- als auch von Gewerbegebäuden aufgebaut, um diese für die Realisierung digitaler Lösungen zu interessieren, fachlich zu beraten und in das Reallabor Lichtenreuth einzubeziehen. Diese lässt sich bei Erfolg für weitere Neubauquartiere nutzen. Schwerpunkt der Projekte soll im Bereich von Energieeffizienz (z.B. Smart Metering), altersgerechtem Wohnen (z.B. Ambient Assistance Living) und nachhaltiger Mobilität (z.B. Echtzeit-ÖPNV-Anzeige in Bürogebäuden) liegen. Die Aktivierung und Beratung erfolgt in vier Bausteinen:
- Erstansprache von Bauherren im Zuge der frühzeitigen Bauberatung durch das Stadtplanungsamt/
Stadtteilkoordination, dabei Information über Ziele, Möglichkeiten und Ansprechpersonen im Reallabor „IDEK Lichtenreuth“
- Weiterführende Informationen zu digitalen Lösungen durch ein Bauherrenhandbuch als digitale In-
formationsplattform (Bündelung der gebietsspezifischen Informationen für Lichtenreuth, allgemeines Fachwissen, gute Beispiele, nützliche Links zu bestehenden Webseiten u.a.)
- Fachliche Erstberatung zu technischen Lösungen und Fördermöglichkeiten durch externe Dienstleis-
tende
- Einbindung und Vermittlung von Ansprechpartnern in den Fachämtern und bei der N-ERGIE für die
Zusammenarbeit an fachspezifischen digitalen Lösungen
Die Inhalte des Bauherrenhandbuches werden in einem moderierten interaktiven Prozess zwischen den beteiligten Fachämtern und externen Beteiligten des Projektes durch einen externes Dienstleistungsunternehmen erarbeitet. Dieses setzt auch die Informationsplattform technisch um. Im Zuge der weiteren Ausarbeitung des Projektes sind die Schnittstellen zwischen den vier Bausteinen und die notwendige fachliche Fortbildung für die Erstansprache zu sichern. Darüber hinaus sollte geprüft werden, ob den Bauherren gezielte Fördermöglichkeiten angeboten werden können.
Nutzen
-
Verbesserung der Wohn- und Lebensqualität in einzelnen Gebäuden
-
Nutzung digitaler Möglichkeiten für ein besseres Wohnen im Alter
-
Nutzung digitaler Möglichkeiten zur Energieeinsparung
-
Nutzung digitaler Möglichkeiten zur Schaffung von Anreizen für den Umstieg auf stadtverträgliche
Verkehrsarten
Risiken & Hemmnisse
- Geringe Innovationsbereitschaft der Bauherren, wenn nicht aus der Beteiligung am Reallabor ein
deutlicher Mehrwert entsteht
-
Schlecht funktionierende Schnittstellen zwischen den Modulen
-
Realisierung ausschließlich bereits etablierter Lösungen
Synergieeffekte zu weiteren IDEK-Maßnahmen
- Mögliche Synergien mit dem Quartiersbüro (Projekt A1.3)
Kosten
Geschätzte Kosten: Gesamtkosten von 100 000 € über 3 Jahre.
Die Kosten teilen sich auf
-
in die Erarbeitung von Beratungsmaterialien (einmalig 50 000 €)
-
sowie die Kosten für die Beratung der Bauherren und Pflege der Materialien (ca. 10 000 € 2023 und
je 20 000 € in den Jahren 2024 und 2025)
Beides soll extern beauftragt werden.
Geschätzter verwaltungsinterner Aufwand:
-
0,25 Vollzeitäquivalent für Projektkoordinierung und Erstansprache
-
unter 0,1 Vollzeitäquivalent bei mitwirkenden Fachämtern
Fördermöglichkeiten
Derzeit keine
Verortung
Beratung erfolgt digital für Vorhaben im Modul 1 und Modul 2
Monitoring & Evaluierung
-
Anzahl Erstansprachen
-
Anzahl Bauherrenberatungen
-
Anzahl Digitalisierungsprojekte bei privaten Bauherren
Sonstiges/Anmerkungen
Keine
Zeitplan
| Handlungsschritte/Meilensteine | 2023 | 2024 | 2025 |
|---|---|---|---|
| 1. Ausschreibung der Beratungs- materialien und Beratungsleistung | Q1 | ||
| 2. Erstellung Bauherrenhandbuch/ digitale Plattform | Q2-3 | ||
| 3. Erstansprache von Erwerbern | Q3-4 | Q1-4 | Q1-4 |
| 4. Beratungsangebote für Erwerber | Q3-4 | Q1-4 | Q1-4 |
| 5. Zwischenevaluierung | Q1 | ||
| 6. Entscheidung über Fortführung des Angebotes nach 2025 und ggf. notwendige Modifizierung | Q2 |
A1.2 Verbesserung Verteilstrukturen/letzte Meile,
Concierge-Dienste
Handlungsfeld Zeithorizont/Umsetzungszeitraum
HF 2 „Mobilität und Verkehr“ Konzepterstellung: kurzfristig
Realisierung: mittel-/langfristig
Digitales Ziel
DZ 2.2
Gesamtbudget
100 000 € für die Konzepterstellung
Federführung
Verkehrplanungsamt (Vorschlag)
Zielsetzung der Maßnahme/Zielgruppe
Das übergeordnete Ziel dieser Maßnahme be-
Mitwirkende steht darin, Lieferverkehre für Güter mit Pkw und
intern Lkw in Lichtenreuth um 50 % gegenüber dem
- Verkehrsplanungsamt Durchschnitt in Nürnberger Bestandsquartieren
zu reduzieren, ohne die Qualität der Zustellungs-
- Stadtplanungsamt
dienste zu beeinträchtigen. Bewohnerinnen und
- Wirtschaftsförderung Nürnberg Bewohner können gelieferte Ware direkt beim
Concierge-Dienst beziehungsweise bei den Quarextern tiersboxen abholen oder sich Waren gezielt mit einem umweltfreundlichen Lastenrad zustellen
- Technische Hochschule
lassen. Diese Dienstleistung kann auch für den
-
Industrie- und Handelskammer Versand von Waren genutzt werden.
-
Logistikunternehmen Dazu wird in einem ersten Projektbaustein ein
-
ggf. VAG Logistikkonzept für die „Letzte Meile“ mit einem
Betreibermodell bis Ende 2024 entwickelt.
- ggf. University of Technology Nuremberg
(UTN)
Beschreibung und Hintergrund
Der enorme Zuwachs des E-Commerce-Markts führt zu einer Zunahme des Lieferverkehrs in den Quartieren, aber auch zu einer Steigerung der Flächenkonkurrenzen im öffentlichen Raum. Vor diesem Hintergrund wird eine nachhaltige Verteilstruktur in Lichtenreuth angestrebt. Dazu wird ein gemeinsames Projekt der Stadt Nürnberg mit Logistikunternehmen und sogenannten KEP-Diensten (Kurier-, Express- und Postdienste) zur Bereitstellung von Flächen für Mikro-Depots und Quartiersboxen sowie Concierge-Stationen realisiert.
Damit wird eine umweltverträgliche Zustellung und Abholung von Gütern innerhalb der „letzten Meile“ per Lastenrad möglich. Die Quartiersboxen sind mit 24-Stunden-Service für Lieferung, Einkauf und Tausch vorgesehen. Darüber hinaus können Bewohnerinnen und Bewohner gelieferte Waren direkt beim Concierge-Dienst abholen oder für den Versand abgeben.
Die Standortwahl der Mikro-Depots und der Quartiersboxen ist in Abhängigkeit der städtebaulichen Entwicklung und der ÖPNV-Erschließung auszuweisen. Das geplante Quartiersbüro für Lichtenreuth kann für Concierge-Dienste genutzt werden, sofern ausreichend Flächen zur Verfügung stehen. Die Möglichkeit zur Aufstellung von Paketstationen wird es auf dem Campus der UTN voraussichtlich geben. Hier stehen die Studentenwohnheime im Vordergrund, die Nutzung ist aber – je nach Betreibermodell – für Dritte denkbar. In einem ersten Projektbaustein wird ein Logistikkonzept für die „letzte Meile“ in Lichtenreuth mit folgenden Arbeitsschritten erstellt:
-
Analyse des Bedarfs
-
Ermittlung interessierter Logistikunternehmen
-
Konzept künftiger Verteilstrukturen
-
Festlegung geeigneter Standorte
-
Kooperation der unterschiedlichen Logistikdienste
-
Kostenschätzung und Betreibermodell
-
Evaluierungskonzept
In der Konzepterstellung spielen die Verhandlungen mit Logistikdienstleistern über eine Kooperation im Zuge des Projekts eine zentrale Rolle.
In Abhängigkeit von den Ergebnissen des Konzepts kann die Realisierung schrittweise für einzelne Teile des Stadtteils erfolgen. Weiter ist zu prüfen, ob die angrenzende Südstadt in das geplante Projekt integriert werden kann.
Nutzen
-
Reduzierung des Lieferverkehrs, geringeres Verkehrsaufkommen im Quartier
-
Beitrag zur Gestaltung und Nutzung des öffentlichen Raums
-
Verlässliche Lieferstrukturen im Quartier, bessere Integration in den Alltag
-
Bei erfolgreicher Erprobung in anderen Gebieten einsetzbar
Risiken & Hemmnisse
- Akzeptanz für ein gemeinsames Betriebskonzept von Logistikunternehmen und Stadtverwaltung not-
wendig
-
Entwicklung und Abstimmung eines Betriebskonzepts sehr zeitaufwendig
-
Realisierung abhängig von der Siedlungsentwicklung
Synergieeffekte zu weiteren IDEK-Maßnahmen
Concierge-Dienste können in das Aufgabenspektrum des geplanten Quartiersbüros (Projekt A1.3) integriert werden. Allerdings müssen hierfür ausreichend Flächen zur Verfügung stehen.
Kosten
Geschätzte Kosten: Konzepterarbeitung durch externe Vergabe: 100 000 €
Konkrete Investitions- und Betriebskosten für die Realisierung werden auf Grundlage des Logistikkonzeptes ermittelt.
Geschätzter verwaltungsinterner Aufwand:
-
0,25 Vollzeitequivalent für federführendes Ressort
-
jeweils unter 0,1 Vollzeitequivalent für mitwirkende Ressorts
Fördermöglichkeiten
Voraussichtlich keine Fördermöglichkeiten für die Konzepterstellung
Fördermöglichkeiten für die Realisierung:
-
BMWSB Städtelogistik/Smart-Cities-Förderung
-
eventuell IKT-Fördermittel des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (z.B. Mikro-
Depot-Richtlinie)
- eventuell Mobilitäts- und Logistikprogramme vom Freistaat Bayern
Verortung
Modul 1 und 2
Die konkrete Verortung der Infrastruktur ist mit der städtebaulichen Realisierung der einzelnen Module von Lichtenreuth, der ÖPNV-Erschließung/Straßenbahnhaltestellen sowie mit dem Betreiberkonzept abzustimmen.
Weiter ist zu prüfen, ob die angrenzende Südstadt mit in das geplante Projekt integriert werden kann.
Monitoring & Evaluierung
-
Summe der Verteilvorgänge
-
Eingesparte Kfz/Lkw-Kilometer der „letzten Meile“
-
Kundenzufriedenheit
-
Anzahl der KEP-Sendungen pro Endkunde/Endkundin
Sonstiges/Anmerkungen
- Prof. Bogdanksi (TH Nürnberg) hat sich bereiterklärt, im laufenden TH-Forschungsprojekt die ÖPNV-
Integration in der „letzten KEP-Meile“ in Lichtenreuth zu prüfen, wenn von Seiten der Stadt Nürnberg die Planungsunterlagen für alle Tram- und Bushaltestellen sowie Informationen zu geplanten Einzelhandels- und Gewerbeflächen bzw. Ansiedlungen zur Verfügung gestellt werden.
- Die TH Nürnberg ist bereit, dieses Projekt für Lichtenreuth zu unterstützen, wenn die Ressourcenfra-
ge geklärt ist (Fördermittel für die wissenschaftliche Begleitung).
Zeitplan
| Handlungsschritte/Meilensteine | 2023 | 2024 | 2025 |
|---|---|---|---|
| 1. Gründung Projektstruktur „Letzte Meile Nürnberg“ | Q1 | ||
| 2. Ausschreibung der Konzepter- arbeitung | Q2 | ||
| 3. Konzepterstellung | Q3-4 | Q1-2 | |
| 4. Entscheidung über Konzeptum- setzung und Betreibermodell | Q3-4 | ||
| 5. Start der Konzeptumsetzung (Modul 1) | Q1-4 |
A1.3 Quartiersbüro Lichtenreuth
Handlungsfeld Gesamtbudget
HF 4 „Kultur und Soziales“ 200 000 € (zweijährige Aufbau- und Erprobungsphase)
Digitales Ziel
DZ 4.1, DZ 6.1 Zielsetzung der Maßnahme/Zielgruppe Das übergeordnete Ziel dieser Maßnahme
Federführung besteht darin, eine zentrale Anlaufstelle für alle
Bürgermeisteramt, Stab Stadtentwicklung Bewohner, Studierende oder Arbeitnehmende (Vorschlag): im Stadtteil sowie Akteure und Multiplikatoren Steuerung der Initiierung und des Aufbaus/ zu schaffen. Das Quartiersbüro berät im neu- Betreiberkonzept en Stadtteil zu diversen (digitalen) Angeboten, unterstützt wenig digitalaffine Personen in ihrem Zugang zu diesen Angeboten und übernimmt die
Mitwirkende
Rolle des Mittlers zwischen der Stadt Nürnberg
intern
und der Bewohnerschaft. Über das Quartiersbüro
-
Stadtplanungsamt sollen Information, Kommunikation, Begegnung,
-
Verkehrsplanungsamt Vernetzung und Beteiligung im Stadtteil beför-
dert werden. Ausgewählte Angebote des Quar-
- Referat für Jugend, Familie und Soziales,
tiersbüros können sich explizit an spezifische Regiestelle Sozialraumentwicklung Zielgruppen richten, wie etwa Bewohnerinnen
- Amt für Kultur und Freizeit und Bewohner im geförderten Wohnungsbau. Da-
neben sind thematische Schwerpunktsetzungen
- ggf. Direktorium Bürgerservice, Digitales und
möglich, wie etwa Unterstützung beim Aufbau Recht und der Umsetzung eines integrierten Mobilitäts-
-
ggf. Gesundheitsamt managements.
-
ggf. Bildungszentrum Dazu wird in einem ersten Projektbaustein ein
Betreiberkonzept bis 2023 erarbeitet und eine
extern zweijährige Aufbau- und Erprobungsphase ab
- Evangelisches Siedlungswerk, weitere Bauträ- 2024 initiiert.
ger mit großen Anteilen an Wohnungen Das Projekt trägt durch seine u.a. digitalen,
- Träger eines Quartiersbüros multimedialen und anpassungsfähigen Angebote
und Räume verschiedener städtischer und nicht-
- VAG (ggf. mit Mobilitätsberatung)
städtischer Akteure zur Stärkung der sozialen und
- ggf. Anbieter von Carsharing im Quartier (mit kulturellen Teilhabe bei und wirkt einer digitalen
Beratungsangebot) Spaltung entgegen.
Über das Quartiersbüro erfolgen digitale Kom-
Zeithorizont/Umsetzungszeitraum munikations- und Beteiligungsformate sowie
Konzepterstellung: kurzfristig Visualisierung von notwendigen Planungsgrundlagen. Diese ergänzen analoge Formate sinnvoll
Realisierung: und schaffen neue Angebote für umfassende
mittelfristig (nach 2024) Information und Ko-Produktion, um die Teilhabe unterschiedlicher Bevölkerungsgruppen an der Quartiersentwicklung zu erhöhen.
Beschreibung und Hintergrund
Die Konzeptentwicklung (Betreiberkonzept) erfolgt durch die Stadt Nürnberg unter Federführung des Bürgermeisteramtes, Stab Stadtentwicklung. Bei der Erarbeitung des Betreiberkonzeptes soll die Stadtteilkoordination Brunecker Straße berücksichtigt werden. Ebenso gilt es das Konzept des Verkehrsplanungsamtes für ein „Quartiersbüro mit integriertem Mobilitätsmanagement im neuen Stadtquartier
Brunecker Straße“ und die durch Referat V geplante Erarbeitung eines standortübergreifenden Betreiber- und Finanzierungskonzeptes von sozialen Treffpunkten und Nachbarschaftstreffs zu berücksichtigen. Es soll geprüft werden, ein externes Quartiersmanagement mit dem Großteil der Aufgaben des Quartiersbüros zu beauftragen. Die Steuerung der Arbeit des Quartiersbüros sowie die Abstimmung und Koordinierung von städtischen Leistungen soll in der Stadtverwaltung erfolgen (zu prüfen, ob dies durch die „Stadtteilkoordination Brunecker Straße“ erbracht werden kann).
Bei der Konzeptentwicklung (Betreiberkonzept) soll zunächst auf eine zweijährige Aufbau- und Erprobungsphase fokussiert werden. Zu deren Abschluss soll eine Evaluierung durchgeführt werden, welche Entscheidungsgrundlage für die Weiterführung bestehender und Ausgestaltung ergänzender Angebote sein soll. Zudem gilt es, die Fertigstellung der verschiedenen Module/Entwicklungsphasen Lichtenreuths zu berücksichtigen.
Das Quartiersbüro soll über feste Öffnungs- und Sprechzeiten verfügen. Außerhalb dieser Zeiten sollen die Räumlichkeiten des Quartiersbüros als Begegnungsort und räumliche Ressource für Vereine, Initiativen und Bürgerschaft dienen und z.B. für kleinere Veranstaltungen nutzbar sein (z.B. durch innovative digitale Schließsysteme). Dabei soll geprüft werden, ob auch der angrenzende Freiraum für Aktionen und Veranstaltungen des Quartiersbüros genutzt werden kann.
Die originäre Idee zur Einrichtung und zum Betrieb eines Quartiersbüros entstand, um im als autoarmen Stadtteil geplanten Lichtenreuth umfassend zu einem integrierten Mobilitätsmanagement zu beraten. Im Laufe des IDEK-Prozesses wurden weiterführende Leistungen identifiziert. Dem Quartiersbüro wird in Lichtenreuth eine herausragende Rolle zugeschrieben. Es soll als zentrale Anlaufstelle für die Bewohnerinnen und Bewohner des Stadtteils fungieren und Pilotprojekt für kooperative Zusammenarbeit verschiedener (städtischer) Institutionen sein. Als Begegnungs- und Aneignungsort sowie Ort der digitalen und analogen Information, Kommunikation und Kooperation/Ko-Kreation könnten nach jetzigen Diskussionsstand im Quartiersbüro folgende Angebote für den Stadtteil erbracht werden:
- Stadtentwicklung (Informationen über Planungen und Entwicklungen im Quartier, Informationen zur
Umsetzung von IDEK-Projekten, Unterstützung der Beteiligungsprozesse im Stadtteil).
- Mobilität (z.B. Unterstützung bei der Etablierung eines autoarmen Mobilitätsverhaltens durch
Mobicards-Ausleihe, Unterstützung bei Fahrkartenkauf, Beratung zu Carsharing, Kinderfahrräder- Ausleihe, Fahrradreparatur, ggf. Anlaufstelle für Paket- und Concierge-Dienste etc.)
- Soziales (z.B. Durchführung von Beratungen durch städtische Dienststellen, Durchführung von
kleinen Veranstaltungen/Seminaren, ggf. Betreuung und Koordination der Aktivitäten von Ehrenamtlichen aus dem Stadtteil etc.)
- Kultur (z.B. Ort für kulturelle Angebote, Vernetzung mit kulturellen Einrichtungen aus den Nachbar-
stadtteilen etc.)
Durch Beratungs- und Unterstützungsangebote (z.B. Lotsen- und Verweisberatung) kann die Teilhabe von Offlinern und Sicherstellung von Inklusion bei digitalen Angeboten gestärkt werden.
Nutzen
-
Funktion als Begegnungs- und Aneignungsort, Keimzelle/Wohnzimmer im Stadtteil
-
Physischer Raum mit technischer Infrastruktur für analoge wie digitale, multimediale und anpas-
sungsfähige Angebote, Beratung und Information
- Nicht bis wenig digitalaffine Personen erfahren niedrigschwellig Unterstützung bei digitalen Ange-
boten, etwa bei der Wahrnehmung digitaler Dienstleistungen im Mobilitäts- oder Kulturbereich und können somit besser am gesellschaftlichen Leben teilhaben.
- Mehrstufiger Ausbau als Chance: Erprobung neuer Ansätze für Nürnberg und Sammeln wichtiger
Lernerfahrungen
Risiken & Hemmnisse
- Entwicklung und Abstimmung eines von verschiedenen Ressorts getragenen Betriebskonzeptes sind
herausfordernd
-
Geringe Raumgröße (50 m²)
-
Langfristige Finanzierung des Quartiersbüros ohne Städtebauförderung
-
Realisierung abhängig von der Siedlungsentwicklung
-
Sicherstellung der Präsenz im Quartiersbüro (Rezeption: Anlauf- und Verweisberatung)
Synergieeffekte zu weiteren IDEK-Maßnahmen
Das Quartiersbüro soll als zentrale Anlaufstelle für die Bewohnerschaft und andere Nutzenden des Stadtteils fungieren. Daher besteht hohes Synergiepotenzial hinsichtlich Information und Beteiligung zu vielen Projekten des „Reallabors Lichtenreuth“. Das Quartiersbüro kann IDEK-Maßnahmen bekannter machen, über Unterstützung und Beratung auch Offliner mitnehmen und potenziell als Raumressource agieren.
Kosten
Geschätzte Kosten: 1) Phase Konzepterarbeitung (Betreiberkonzept)
Geschätzter verwaltungsinterner Aufwand:
-
15 Tage für federführendes Amt
-
jeweils bis zu fünf Tage für Stadtplanungsamt; Stadtplanungsamt Referat für Jugend, Familie und
Soziales, Regiestelle Sozialraumentwicklung und Verkehrsplanungsamt
- jeweils unter zwei Tage für weitere mitwirkende Ressorts
- Aufbau- und Erprobungsphase
Geschätzter externer Aufwand:
-
Personalkosten: 110 000 € (120h/Monat bei Laufzeit von 24 Monaten)
-
Ausstattungskosten: 30 000 € (einmalig)
-
Mietkosten: 20 000 € (Laufzeit von 24 Monaten)
-
Nebenkosten: 10 000 € (Laufzeit von 24 Monaten)
-
Öffentlichkeitsarbeit/Veranstaltungen: 30.000 €
Im Falle einer Kooperation zwischen mehreren städtischen Dienststellen können die Kosten ggf. gemeinschaftlich getragen werden.
Geschätzter verwaltungsinterner Aufwand:
-
0,5 Vollzeitäquivalent für federführendes Ressort (ggf. Stadtteilkoordination)
-
jeweils unter 0,1 Vollzeitäquivalent für mitwirkende Ressorts
Fördermöglichkeiten
Voraussichtlich keine Fördermöglichkeiten für die Konzepterstellung (Betreiberkonzept) Fördermöglichkeiten für die Aufbau- und Erprobungsphase:
- Modellprojekte Smart Cities 4. Staffel (BMWSB)
Verortung
Modul 1 oder 2 Derzeit 50 m2 Ladenfläche bei ESW vorgesehen
Monitoring & Evaluierung
-
Anzahl der Besucherinnen und Besucher
-
Anzahl der wahrgenommenen Angebote
-
Kundenzufriedenheit
-
Raumbuchungen
Sonstiges/Anmerkungen
- Bei der Konzeption eines Betreiberkonzeptes für das Quartiersbüro ist eine dynamische Weiterent-
wicklung der Inhalte zu berücksichtigen.
- Vorab sollte mit der Stadtmission ein Abstimmungs- und Prüfgespräch erfolgen. Die Stadtmission
plant eine Beratungsstelle (vermutlich für sozial orientierte Angebote) in unmittelbarer Nähe zum geplanten Quartiersbüro aufzubauen. Dies könnte zur Folge haben, dass das Quartiersbüro für eine städtische Kooperation ohne Referat V genutzt wird, um inhaltliche Überschneidungen zu vermeiden. Je nach inhaltlicher Ausrichtung wäre zu prüfen, ob auf einen eigenen Standort des Quartiersbüros verzichtet werden sollte und die Angebote des Quartiersbüros mit denen der Stadtmission an einem gemeinsamen Ort zusammengeführt werden könnten.
- Bei der Ausarbeitung eines Betreiberkonzeptes ist darüber hinaus zu prüfen, welche Aufgaben die
in Vorbereitung befindliche Stelle der Stadtteilkoordination Brunecker Straße bei der Bespielung des Quartiersbüros einnehmen sollte (punktuelle Beratung/Präsentation aus der Umsetzung der Vorhaben).
- Ggf. sollte der Mietvertrag (15-jährige Laufzeit) mit einer Ausstiegsoption nach X Jahren versehen
werden.
Zeitplan
| Handlungsschritte/Meilensteine | 2022 | 2023 | 2024 |
|---|---|---|---|
| 0. Sondieren der vorhandenen Erfahrungen (ggf. im Rahmen der Erarbeitung eines standortübergrei- fenden Betreiber- und Finanzie- rungskonzeptes von sozialen Treff- punkten und Nachbarschaftstreffs) | Q4 | ||
| 1. Erarbeitung eines Betreiberkon- zepts (inkl. Leistungsbeschreibung und Finanzierungskonzept) | Q2-3 | ||
| 2. Prüfung der vorgeschlagenen Räumlichkeiten auf Eignung und ggf. Suche optionaler Räumlich- keiten | Q2-3 | ||
| 3. Ausschreibung und Vergabe Trägerschaft | Q3-4 | ||
| 4. Start erster Angebote | Q1-4 | ||
| 5. Weiterer Ausbau der Angebote |
A1.4 Digital zugängliche Leihangebote im öffentlichen
Raum
Handlungsfeld Zeithorizont/Umsetzungszeitraum
HF 4 „Kultur und Soziales“ Mittelfristig (abhängig vom Baufortschritt)
Digitales Ziel Gesamtbudget
DZ 4.1, D 1.2 Ab 20 000 € je Leihstation
Federführung Zielsetzung der Maßnahme/Zielgruppe
Zunächst: Bürgermeisteramt, Stab Stadtentwicklung Mit digital zugänglichen und kostenlosen bzw. Andocken an Projekt „Quartiersbüro“ kostengünstigen Leihangeboten im öffentlichen bis zur Umsetzungsreife, danach Verständigung Raum soll die soziale Teilhabe der Bevölkerung in der betriebstechnischen Federführung Lichtenreuth und den Nachbarquartieren gestärkt werden und der Austausch zwischen Nutzerinnen
Mitwirkende und Nutzern gefördert werden. Des Weiteren
intern tragen die Leihangebote dazu bei, dass das Potenzial des öffentlichen Raums – vor allem der
- SportService Nürnberg
Grünanlagen – für Sport, Spiel und Freizeitbe-
- Referat für Schule und Sport schäftigung besser und von vielfältigen Nutzer-
gruppen genutzt werden kann. Die Zielgruppen
- Referat für Jugend, Familie und Soziales, Stab
des Angebots sind verschiedene Altersgruppen, Sozialraumentwicklung auch aus den Nachbarstadtteilen, unabhängig
-
Jugendamt von ihren finanziellen Ressourcen.
-
IT-Kundenmanagement, wenn Leihgeräte be- In einer Pilotphase werden bis 2026 zwei Leih-
schafft und in IT-System eingebettet werden boxen im öffentlichen Raum installiert und 100 Leihvorgänge pro Jahr erreicht. extern
-
Externe Dienstleister für Leihsysteme
-
ggf. University of Technology Nuremberg
(UTN) bei UTN-Flächen
Beschreibung und Hintergrund
Mit Hilfe von mobilen Anwendungen und mehreren im öffentlichen Raum verorteten Leihstellen soll das Ausleihen von Spiel- und Sportausrüstung (z.B. Fußbälle, Tischtennisschläger) ohne Personal und Öffnungszeiten ermöglicht werden. Das Angebot könnte um Alltagsgegenstände (z.B. Werkzeug) sowie Auflademöglichkeiten für Mobiltelefone oder ähnliche Erweiterungen ergänzt werden. Wichtige Voraussetzung für die Zielerreichung ist, dass die Angebote kostengünstig bzw. kostenlos verfügbar sind. Durch den Sharing-Ansatz trägt das Projekt zu nachhaltigerem Lebensstil im Stadtteil bei. Darüber hinaus besteht Potenzial, das die Leihangebote zu einer Vernetzung mit den Nachbarquartieren beitragen, da sie niedrigschwellig nutzbar sind und in Verbindung mit dem öffentlichen Raum zum möglichen Anziehungspunkt werden können. Die einschränkenden Hinweise von SÖR hinsichtlich der Nutzung der öffentlichen Grünanlagen sind zu berücksichtigen (s. Sonstiges/Anmerkungen).
In einer Pilotphase können unterschiedliche Ausrüstungsgegenstände an unterschiedlichen Standorten (Grünflächen, Wohnquartier) sowie Kooperationen mit geplanten Einrichtungen (z.B. Kinder- und Jugendhaus, UTN) erprobt werden. In einem partizipativen Prozess können die Erfahrungen mit verschieden Standorten und Variationen der Leihboxen ausgewertet.
Die Stadt Nürnberg/SportService hat bereits ein konkretes Angebot für die Aufstellung einer Sportbox eingeholt. Eine Installation der Leihstationen in der Pilotphase ist in verschiedenen Variationen (z.B. Sportbox, Werkzeugbox) möglich.
Rolle der Stadt/Dienststelle:
-
Vergabe der mechanischen Wartung (da keine Kapazitäten bei SÖR)
-
Wartung der Sportgeräte: SportService (Vorschlag)
-
Softwareverwaltung: extern über den Anbieter
Nutzen
- Stärkung des Zugangs zu Spiel- und Sportgeräten, insbesondere für Personen mit geringen finanzi-
ellen Möglichkeiten
-
Bessere Nutzbarkeit der öffentlichen (Sport-)Infrastruktur
-
Förderung der nachhaltigen Nutzung (sharing economy)
-
Förderung der Vernetzung mit den Nachbarstadtteilen
-
Beitrag zur Gesundheitsförderung
-
Übertragbarkeit auf andere Grünflächen und öffentliche Räume
Risiken & Hemmnisse
-
Vandalismusgefahr und Umgang mit Beschädigung einzelner Sportgeräte
-
Wartung und Problemlösung durch externe Dienstleister (Form, Umfang)
-
Erweiterung der Standardausstattung um Alltagsgegenstände erfordert „Sonderlösung“
-
Zusätzlicher Abstimmungsaufwand: Auswahl der Sportgeräte abhängig von Freiraumplanung
-
Möglichkeit und Notwendigkeit eines Kümmerers
Synergieeffekte zu weiteren IDEK-Maßnahmen
Das Angebot hat Synergiepotenzial zu:
- Niedrigschwelligen Engagement- und Ermöglichungsräumen (Projekt A2.3): Der öffentliche Raum
wird durch die Leihangebote kostengünstig/kostenlos vielfältiger nutzbar und steht auch den Nachbarquartieren zur Verfügung
- Digitalem Orientierungssystem für Parklandschaften (Projekt B1): Die Leihstationen können in das
Orientierungssystem eingebunden werden
- ggf. Testfeld für Sensortechnik und IoT-Technologien (Projekt A1.6): Eine Leihstation kann mit Sen-
soren ausgestattet werden
- ggf. Quartiersbüro Lichtenreuth (Projekt A1.3): Abhängig von Profil des Quartiersbüros (z.B. Bera-
tung zur Nutzung des Angebots, Rolle des Kümmerers, Nutzung potenzieller Informationsflächen)
Kosten
Geschätzte Kosten: Entsprechende Lösungen sind auf dem Markt verfügbar. Die Kosten variieren mit der Anzahl der Leihstandorte, der Größe, der Ausstattung sowie dem Wartungsumfang.
Beispielkosten in Anlehnung an ein bereits eingeholtes Angebot sind:
- Ab 19 655,23 € (pro Sportbox, inkl. monatliche Grundgebühr für 24 Monate) zzgl. monatliche Grund-
gebühr von 135 € ab dem 25. Monat. Umfasst Ausstattung
- Zzgl. 790 €/Jahr Jahresinspektion Mechanik
Potenziell besteht die Möglichkeit, die Boxen mit (vermietbaren) Werbeflächen auszustatten, wobei hier Einschränkungen in öffentlichen Grünanlagen zu berücksichtigen sind (SÖR). Eine Vergabe ist nach Vergaberecht erforderlich. Die Ausstattung mit Sport- und Spielgeräten ist im oben genannten Angebot umfasst. Die Ausstattung mit anderen Gegenständen (z.B. Werkzeug) erfordert zusätzliche Personalressourcen und Anschaffungskosten.
Abhängig vom Anbieter könnte die Entwicklung einer App notwendig sein: ca. 10 000 EUR. Geschätzter verwaltungsinterner Aufwand:
- jeweils unter 0,1 Vollzeitäquivalent für federführendes Ressort und für mitwirkende Ressorts
Fördermöglichkeiten
- Refinanzierung durch Vermietung von Werbeflächen (beim Aufstellen in öffentlichen Grünanlagen
laut SÖR nicht möglich)
-
Ggf. Sponsoring
-
Ggf. weitere Fördermöglichkeiten
Verortung
Pilot-Platzierung, z.B. Grünanlagen im Modul 1. Weitere potenzielle Standorte sind:
-
Stadtteilpark
-
Lichtenreuth Naturnah (südlich des UTN-Campus)
-
Im Wohnquartier (mit Alltagsgegenständen)
-
In Schulnähe
-
Auf dem UTN-Campus
-
In der Nähe weiterer Einrichtungen (Jugendhaus, Aktivspielplatz)
Monitoring & Evaluierung
-
Anzahl der ausgeliehenen Gegenstände bzw. Verleihvorgänge pro Woche oder Monat
-
Wohnort der ausleihenden Personen
-
Wartungsaufwand (Anzahl der Beschädigungen und Verschleiß der Geräte)
Sonstiges/Anmerkungen
Modul 1 ist voraussichtlich ab 2024 bezugsfertig. Wesentliche öffentliche Grünflächen werden erst später umgesetzt (z.B. Stadtteilpark). In Pilotphase Zwischennutzung auf Grünflächen und Erprobung im Wohnquartier möglich.
Nach der Grünanlagensatzung Nürnbergs ist „das Anbieten gewerblicher Leistungen“ nur im Ausnahmefall mit einer Sondernutzung erlaubt.
SÖR verweist darauf, dass die wenigen und oft zu kleinen städtischen Grünanlagen sehr überlastet seien. Die zu erstellende Infrastruktur (Stromleitungen, Kästen, etc.) und der Unterhalt ist keine Aufgabe des SÖR, weshalb dafür weder Gelder noch Personal zur Verfügung stehen.
Zeitplan
| Handlungsschritte/Meilensteine | 2023 | 2024 | 2025 | 2026 | 2027 |
|---|---|---|---|---|---|
| 1. Konzeption der Pilotphase mit stufenweiser Umsetzung | |||||
| 2. Ausschreibung und Vergabe | |||||
| 3. Umsetzung Leihangebote im Modul 1 (wenn bezugsfertig) | |||||
| 4. Installation weiterer Leihstatio- nen als Zwischennutzung auf Grün- und Parkflächen | |||||
| 5. Auswertung Pilotphase | |||||
| 6. Umsetzung im Stadtteilpark |
A1.5 Hybride Bürgerdienste und Leistungen der
Stadtverwaltung
Handlungsfeld Zielsetzung der Maßnahme/Zielgruppe
HF 5 „Daten, Infrastrukturen und kommunale Städtische Dienstleistungen und Bürgerservices Dienste“ werden in Lichtenreuth digital, niedrigschwellig und durchgehend als digital-analoge Hybridlö-
Digitales Ziel sung in Form von „Bürgerterminals“ zur Verfü-
DZ 5.2 gung gestellt. Bis 2024 ist mindestens ein Terminal installiert, in Betrieb und ein zu definierender Umfang von kommunalen Dienstleistungen steht
Federführung
öffentlich zur Verfügung. Perspektivisch werden Direktorium Bürgerservice, Digitales und Recht städtische Prozesse dadurch effizienter gestaltet und Kapazitäten eingespart. Kurzfristig soll ein
Mitwirkende
messbarer Mehrwert bei der Bürgerschaft entintern stehen, da u.a. Öffnungszeiten und persönliche
- Direktorium Bürgerservice, Digitales und Recht Besuche auf dem Bürgeramt umgangen werden
können.
- Amt für Digitalisierung und Prozessorganisation
Bis zum Jahr 2026 ist der Leistungsumfang um extern Angebote der kommunalen Töchter erweitert und mindestens ein weiteres Terminal in Betrieb.
- Perspektivisch: Kommunale Tochterbetriebe
Zielgruppe: Bürgerschaft/Bewohnerinnen und
Zeithorizont/Umsetzungszeitraum Bewohner sowie Studierenden, perspektivisch
kurz- bis mittelfristig auch Unternehmen und Touristen.
Gesamtbudget
Schätzung Investition (1 Terminal ohne Betrieb) Use Case 1: 95 000 € Use Case 2: 55 000 €
Beschreibung und Hintergrund
Mit „Mein Nürnberg“ stellt die Stadt Nürnberg bzw. die Bürgerdienste ein gut ausgebautes Angebot digitaler Dienstleistungen zur Verfügung und betreibt bereits die dafür notwendige Infrastruktur. Sowohl die Angebote als auch die entsprechende Infrastruktur werden weiter ausgebaut. Die digitalen Bürgerdienste der Stadt wurden mit einem hohen Ranking im Bitkom Smart City Index prämiert. Bürgerterminals als Ausgabegeräte von Dokumenten werden bereits erfolgreich an einer wachsenden Zahl von Standorten in Nürnberg betrieben.
Mit den hybriden Bürgerdiensten in Lichtenreuth sollen die Stärken aus dem digitalen Angebot mit einem barrierefreien „physischen“ Zugang kombiniert und einer möglichst breiten Nutzergruppe barrierefrei zugänglich gemacht werden.
Dabei unterscheiden wir im Folgenden zwei Anwendungsfälle/Use Cases:
Use Case 1 „Ausgabe“: Das Terminal dient allein als Ausgabestelle für Dokumente, die von der Stadtverwaltung hinterlegt und rund um die Uhr von Bürgerinnen und Bürgern abgeholt werden können.
Use Case 2 „Bürgerdienste“: Bereitstellung der digitalen Bürgerdienste von „Mein Nürnberg“ über ein Terminal; Diese Anwendung stellt deutlich höhere Anforderungen an Umsetzung und im Betrieb.
Folgende Voraussetzungen für eine erfolgreiche Umsetzung wurden von der eingebundenen Expertengruppe hervorgehoben:
Use-Case-übergreifend:
-
Klare Ownership für die verwaltungsübergreifende Koordination benennen
-
Nachhaltiges Betriebs- und Finanzierungsmodell (z.B. für Instandhaltung, ggf. Kosten für vor-Ort
Support etc.)
-
Zielgruppe und entsprechenden Nutzen schärfen
-
Gut zugänglicher, barrierefreier Standort mit zuverlässiger Infrastruktur und ggf. durchgehender
Zugang (Räume Sparkasse ideal; Kundenzentrum geplant)
- Einfache, niederschwellige Bedienung (keine komplexen Vorgänge)
Use Case 2 „Bürgerdienste“:
- Zentrale Datenplattform insbesondere für die Nutzung unterschiedlicher Datenquellen (z.B. Verkehr)
notwendig
-
Unterlagen müssen zum gewissen Grad hochgeladen bzw. gedruckt werden können
-
Persönliche Ansprechpersonen müssen unmittelbar als Unterstützung der Nutzenden der Bürgerser-
vices zur Verfügung bzw. vor Ort bereitstehen (ideal: Standort städtisches Gebäude, z.B. Quartiersbüro)
- Für Dienstleistungen über die Bürgerdienste hinaus (z.B. Mobilität) benötigt es Nutzungsverträge
zwischen den unterschiedlichen kommunalen Rechtspersönlichkeiten (GmbH, Eigenbetrieb, Hoheitsverwaltung)
- Die Digitalisierung des Angebots und der Prozesse ist aufgrund begrenzter Kapazität und digitaler
Kompetenz in der Verwaltung nur begrenzt möglich
- Notwendigkeit, neue Stellen zu schaffen oder entsprechende Mitarbeiter an anderen Stellen zu
entlasten
Nutzen
- Nutzerzentrierte Bereitstellung städtischer bzw. kommunaler Dienstleistungen auch außerhalb der
Öffnungszeiten
-
Automatisierte Prozesse
-
Einfache Abwicklung und Durchführung von städtischen Verfahren für die Nutzer
-
Kombination verschiedener Daten und Bereitstellung soliderer Dienstleistungen aufgrund der besse-
ren Datenlage
Risiken & Hemmnisse
-
Ablehnung des Angebots z.B. aufgrund schlechter Bedienbarkeit und fehlendem Support
-
Betreuung durch Mitarbeitende vor Ort muss gewährleistet sein
-
Mögliche Zusammenführung der Services (Stadtwerke und Stadtverwaltung) als komplexe Aufgabe
-
Viele interne bzw. manuelle „Schleifen“/ Rückfragen bei „Mein Nürnberg“-Prozessen führen im Hin-
tergrund nicht zwangsläufig zu Effizienzsteigerungen
Synergieeffekte zu weiteren IDEK-Maßnahmen
Synergien mit dem Quartiersbüro (Projekt A1.3)
Kosten
Geschätzte Kosten:
Alle Investitionskosten und Vollzeitäquivalente sind geschätzt, bilden Erfahrungswerte ab und können nur zur Orientierung dienen.
Use Case 1 „Ausgabeautomat“ (Grundlage DIP-Projekt)
-
Ausgabeterminal: 80 000 €/Stück
-
Anschluss: 15 000 €
-
Betrieb 8 000 €/jährlich (Betriebskosten relativ gering)
Use Case 2 „Bürgerdienste“
-
Terminal/Drucker: ca. 10 000 €/Stück
-
Installation/Infrastruktur/Integration: ca. 25 000 €
-
Betrieb/Wartung: ca. 15 000 €/jährlich
Die Anfangsinvestition für Use Case 1 ist höher, der Betrieb günstiger, da kein hoher Personaleinsatz benötigt wird. Use Case 2 wirft durch die Integration in die digitale Infrastruktur und durch den notwendigen Support für die Kunden im Betrieb höhere Kosten auf.
Geschätzter verwaltungsinterner Aufwand:
Use Case 1 „Ausgabeautomat“
-
0,3 Vollzeitäquivalent für Koordination/PM/Weiterentwicklung
-
0,1 Vollzeitäquivalent für Betrieb/Wartung
Use Case 2 „Bürgerdienste“
-
0,5 Vollzeitäquivalent für Koordination und Projektmanagement
-
0,3 Vollzeitäquivalent für Software, Konnektivität und Wartung
-
0,4 Vollzeitäquivalent für Vor-Ort-Support/Helpdesk
Durch die Integration, Weiterentwicklung und den Support für die digitalen Bürgerservices ist der Personaleinsatz bei Use-Case 2 ungleich höher.
Fördermöglichkeiten
Aktuell keine Fördermöglichkeiten identifiziert
Verortung
- Vorraum des Quartiersbüros bzw. Räume für Bankautomaten und der Uni Campus
(z.B. im Kommunikationszentrum)
- Grundsätzlich: Außenstellen der Bürgerämter oder andere Verwaltungsgebäude
Monitoring & Evaluierung
-
Anzahl der aufgestellten und operativen Terminals
-
Umfang des digitalen im Vergleich zum analogen Angebot (Bitkom Smart City Index)
-
Anzahl der Zugriffe/Nutzung der Terminals
-
Anzahl der Nutzungen des digitalen Angebots durch die Menschen im Quartier
-
Nutzerumfrage zur Bedienbarkeit und Zufriedenheit hinsichtlich des Angebots
Sonstiges/Anmerkungen
- Ausgabeautomaten der Stadt Nürnberg sind bereits an unterschiedlichen Standorten in Betrieb (Bür-
gerdienste, Sparkassen); Ansprechpartner: Thomas Hahn, BDR
Anmerkungen Use Case 2:
-
Die Angebote sollten perspektivisch z.B. mit Verkehrs-, Wetter- bzw. Sensordaten kombiniert werden
-
Es können und müssen nicht alle Bürgerdienste angeboten werden (z.B. falls viele Dokumente
benötigt werden)
- Das Angebot weiterer städt. Dienstleister sollte mittelfristig integriert werden
(z.B. Mobilitätsangebot)
- Start mit „Mein Nürnberg“-Dienstleistungen als „proof of concept“, dann weitere Dienstleister bzw.
Dienstleistungen integrieren
- Mit einer Registrierung sind die Services über ein Benutzerkonto zugänglich; Ab 2023 wird die
„BayernID“ für städtische- und perspektivisch für stadtnahe Dienstleistungen genutzt werden können
Ähnliche Projekte:
- SECMaaS - Erarbeitung von Lösungswegen für die Gewährleistung von IT-Sicherheit in der öffentli-
chen Verwaltung
- Bürgerterminal München
Zeitplan
| Handlungsschritte/Meilensteine | 2023 | 2024 | 2025 |
|---|---|---|---|
| 1. Entscheidung über Anwen- dungsbereiche, 1-2 Standorte, Budget | Q1 | ||
| 2. Ausschreibung der Leistungen | Q2-3 | ||
| 3. Installation und Einbindung/ Integration | Q1-2 | ||
| 4. Testbetrieb & Modifikation | Q1-4 | ||
| 5. Normalbetrieb /ggf. Erweiterung um weitere Dienstleistungen | Q3-4 | Q1-4 | |
| 6. Rollout auf weitere Standorte Stadtgebiet | Q2-4 |
A1.6 Testfeld für Sensortechnik und IoT-Technologien
Handlungsfeld Gesamtbudget
HF 3 „Bildung, Wissenschaft und Wirtschaft“ ca. 157 000 € (Investitionskosten für 2 Use Cases inkl.
Digitales Ziel Dashboard und Connectivity)
DZ 3.1
Zielsetzung der Maßnahme/Zielgruppe
Federführung Ziel ist die Konzeption, Aufbau und Betrieb eines
Amt für Digitalisierung und Prozessorganisation Testfelds für IoT und Sensortechnik auf Grundla- (Vorschlag) ge von zunächst zwei durch die Stadt Nürnberg festgelegten Use Cases „Intelligente Mülleimer“ und „Digitale Bewässerungssteuerung“ bis zum
Mitwirkende
Jahr 2025.
intern
Durch effizient geplante Routen für die Entlee-
- Amt für Digitalisierung und Prozessorganisation
rung der Abfallcontainer sollen Kapazitäten bei
-
SÖR SÖR eingespart bzw. umverteilt werden. Durch
-
Amt für Informationstechnologie bedarfsorientiere Bewässerung wird Wasser ein-
gespart und je nach Auswahl der Sensoren kön-
- N-ERGIE
nen Starkregenereignisse früh erkannt werden.
extern Zielgruppe ist die Stadtverwaltung Nürnberg, ihre
kommunalen Tochterunternehmen, insbesondere
- Forschungsorganisationen
SÖR und N-ERGIE sowie Partnerinnen und
- Technologieunternehmen Partner aus dem Nürnberger Ökosystem wie
Forschung und Technologieunternehmen (z.B. Zeithorizont/Umsetzungszeitraum Fraunhofer, UTN, Siemens). Kurz- bis mittelfristig
Beschreibung und Hintergrund
Im Rahmen der digitalen Transformation der Städte und Stadtverwaltungen stehen zwei wesentliche Fragen im Zentrum: 1) Wo und auf welche Weise können digitale Lösungen und die entsprechende Hardware sinnvoll für Fragestellungen, Herausforderungen und am Bedarf von Städten eingesetzt werden und 2) Welche Daten können wie mehrwertstiftend erhoben, verwertet und zur Verfügung gestellt werden.
Im Erprobungsraum Lichtenreuth werden bis 2025 im Rahmen von zwei festgelegten Anwendungsfällen eine IoT-Infrastruktur/Gateways und ca. 20 Sensoren sowie ein Dashboard in einem festgelegten Areal installiert, betrieben und an eine städtische Datenplattform angebunden sowie nach oben genannten Gesichtspunkten getestet werden. Das Herz der Infrastruktur ist die Datenplattform/Datendrehscheibe, welche u.a. die notwendige Konnektivität und die zur Verfügungstellung der Daten – nach Open-Data-Maßstäben – garantiert. Über einen Zeitraum von mindestens zwölf Monaten (2024/25) werden die erhobenen Daten analysiert, ggf. miteinander kombiniert und Projektpartnerinnen/Projektpartnern sowie der Öffentlichkeit (Open Data) zur Verfügung gestellt und nutzbar gemacht. Des Weiteren werden die Verwendung und Anwendung der entsprechenden Datensätze erprobt. Wichtiger Bestandteil, neben der Technologie-Erprobung, ist die disziplinen- und sektorenübergreifende Zusammenarbeit der „lokalen“ Partner, die sich in das Projekt einbringen. Der Erprobungsraum muss nicht auf ein Areal beschränkt sein, sondern kann dem Bedarf des jeweiligen Use Cases entsprechend aus mehreren Arealen bestehen, z.B. einer Grünanlage für die Bewässerungssensoren oder eines Straßenzugs für Sensoren in Müllbehältern.
Ab ca. 2025/26 werden weitere zu definierende Anwendungsfälle in das Testfeld integriert und/oder die Zahl der Sensoren in den beiden Anwendungsfällen ausgeweitet.
Erfolgskritisch wird im ersten Schritt die detaillierte, bedarfsorientierte Ausarbeitung der (vorgegebenen) Use Cases mit einer klaren Zuordnung der Verantwortlichkeiten sein.
Lead bzw. Koordination: Das Amt für Digitalisierung und Prozessorganisation übernimmt aufgrund der Querschnittsorganisation die bereichsübergreifende Koordination des Projekts und des Stakeholdermanagements und verantwortet die Umsetzung dieser Maßnahme.
Technische (Elektrotechnik) Begleitung, Umsetzungen und ggf. Betrieb: Wird von Seiten der Stadt durch SÖR übernommen und durchgeführt. Dies betrifft insbesondere Use Cases zu „smarten“ Müllbehältern und Bewässerung. N-ERGIE übernimmt ggf. den Ausbau von LoRaWan sowie Anwendungen um das Thema Zählerwesen, Immobilienwirtschaft und (Sonder-)Parken.
Datenplattform und – Infrastruktur sowie Verarbeitung von Daten: Amt für Informationstechnologie
Die von den Sensoren erfassten Daten können grundsätzlich für zwei Zwecke verwendet werden:
- Sie werden an eine Datendrehscheibe gesendet, dort gesammelt und zu Analysezwecken verar-
beitet und verwertet. Bei einer städtischen Open-Data-Plattform sind diese Daten dann öffentlich einsehbar und i.d.R. auch verwendbar (z.B. Zahl der Fahrräder, die eine Messstelle passieren)
- Die Daten werden verwendet, um Prozesse zu steuern, z.B. ab einem gewissen Feuchtigkeitswert
wird bewässert oder ab einem gewissen Pegel wird die Feuerwehrleitstelle über die Hochwassergefahr informiert.
Für Sensoren, die keine größeren Datenmengen erfassen, eignet sich ein LoRaWan Netzwerk. LoRa- Wan Gateways verbrauchen wenig Energie und sind schnell und kostengünstig (z.B. an öffentlichen Gebäuden/Infrastruktur) aufgebaut. Entsprechende Sensoren lassen sich ebenfalls schnell installieren bzw. nachrüsten. Je nach Sensor wird ein Stromanschluss benötigt. Nürnberg verfügt bereits über ein teilweise ausgebautes LoRaWan Netzwerk der N-ERGIE, welches für das Auslesen von Messstellen verwendet wird.
Falls ein öffentlich zugängliches und erlebbares Versuchsfeld zur Veranschaulichung der digitalen Anwendungen gewünscht ist, wird ein öffentlich aufgestelltes Dashboard/digitale Stele empfohlen, auf der Echtzeitdaten und anschauliche Analysen den Besucherinnen und Besuchern angezeigt werden. Ein gutes Beispiel für die Verwendung eines solchen Displays ist der LoRaPark in Ulm, der regelmäßig Anlaufpunkt für Besuchergruppen ist (Use Cases u.a. Intelligente Müllcontainer, Bewässerung, Umweltdatenmessung, Besucherstrommessung).
Der umfassende Prozess der Entwicklung, des Aufbaus und der Integration einer städtischen Datenplattform/Datendrehscheibe und die entsprechende Data-Governance bzw. die Entscheidung über die Anwendung einer Datenplattform und die Verwendung der Daten muss in einem zentralen, bereichsübergreifenden Prozess innerhalb der Stadtverwaltung stattfinden und konkretisiert werden. Das interkommunale MAN-Projekt scheint einige dieser Fragestellungen bereits aufzugreifen. Konkrete Bestrebungen hinsichtlich einer Nürnberger Datenplattform sind nicht bekannt.
Durch die Stadt priorisierte Use-Cases:
- Intelligenter Müllcontainer/Füllstandsmessung (öffentlicher Raum)
Anmerkungen: Sensoren/erprobte Lösungen verfügbar; I.d.R. Beschaffung neuer, kompatibler Abfallcontainer notwendig. Anwendungsfall ideal an nicht regelmäßig angefahrenen Standorten und Routen (vs. öffentliche Sichtbarkeit)
- Digitale Steuerung der Bewässerung von (Jung-)Bäumen
Anmerkungen: Sensoren/erprobte Lösungen verfügbar; Mögliche Überschneidung mit Vorhersage Hochwasserlagen (Feuerwehr) prüfen
Folgende Use Cases, die ab 2025 aufgegriffen werden könnten, wurden darüber hinaus von der eingebundenen Expertengruppe genannt:
-
Belegung von Sonderparkplätzen und Anfahrtszonen (z.B. Taxi, E-Laden)
-
Auslesung von Zählern im Messwesen (Wasser, Strom, Wärme etc.)
-
Auslesung Energiedaten kommunale Immobilienwirtschaft
-
Feuchtigkeitsmessung städtisches Grün/Bäume (z.B. Talking Trees in Ulm)
-
(Hoch-)/Wasserstandmessungen, z.B. im Rahmen einer Schwammstadt
-
Beleuchtungssteuerung für responsive/„on-demand“ Beleuchtung
-
Umwelt- und Wettermessungen (z.B. Hochwasserschutz, Stadttemperaturen, Feinstaub)
-
Füllstandsmessung Glascontainer im öffentlichen Raum (privater Dienstleister)
Nutzen
- Erprobung von Technologie vor der großflächigen Ausschreibung, dadurch frühzeitige Modifikation-
oder Abbruch
-
Integration in bestehende Prozesse und Infrastruktur
-
Aufbau übergreifender Partnerschaften z.B. mit der Forschung/Industrie
-
Minimierung des Umsetzungs- bzw. Projektrisikos
-
Demonstration des Nutzens von digitalen Maßnahmen („Digitalisierung zum Anfassen“)
-
Besuchermagnet (siehe LoRaPark Ulm)
Risiken & Hemmnisse
-
Querschnittsthema braucht starke Ownership und Koordination
-
Bürokratische Hindernisse
-
Technologien können und „müssen“ manchmal scheitern
-
Aufbau urbaner Datenplattform sehr aufwändig und ressourcenintensiv
-
Erprobung zu vieler Netztechnologien „überlasten“ das Projekt, daher zunächst Fokus auf wenige
Use Cases
Synergieeffekte zu weiteren IDEK-Maßnahmen
Kosten
Geschätzte Kosten: Alle Investitionskosten und Vollzeitäquivalente sind geschätzt, bilden Erfahrungswerte ab und können nur zur Orientierung dienen.
Use Case 1 „Intelligente Müllcontainer“
-
8 x Solarbetriebener Müllbehälter inkl. Sensor = ca. 36 000 €
-
2 x LoRaWan Gateways = 8 000 €
-
Installation und Einbindung/Connectivity Datendrehscheibe = ca. 15 000 €
Use Case 2 „Digitale Steuerung Wasserückhaltung und Bewässerung“
-
Ca. 12 Sensoren, Steuerungstechnik & Installation (abhängig von Anwendungsfällen) = ca. 35 000 €
-
2 x LoRaWan Gateways = ca. 8 000 €
-
Installation und Einbindung/Connectivity Datendrehscheibe = ca. 15 000 €
-
Öffentliches aufgestelltes Dashboard/Display = ca. 40 000 €
Kostenschätzung Erprobung Use Cases 1 und 2 (ohne Betrieb/Personal): ca. 157 000 €
Beispiel übergreifendes Testfeld (vergleichbar LoRaPark Ulm)
- 6 x Use Cases inkl. Sensoren und Installation und öffentliches Dashboard, Einbindung in Datenplatt-
form = ca. 200 000 €
Die Kosten hängen stark vom Qualitätsniveau der eingesetzten Sensoren und des Dashboards ab. Zusätzliche Kosten können für die Auswertung der Daten durch einen externen Dienstleister und die Wartung entstehen.
Die Entwicklung einer städtische Datenplattform /Drehscheibe sowie entsprechender Data Governance
muss in zentralen Initiativen und Projekten der Stadt adressiert und definiert werden (z.B. MAN) und wird daher an dieser Stelle nicht berücksichtigt.
Geschätzte Vollzeitäquivalente für 2 Use Cases:
-
ca. 0,2 Vollzeitäquivalent für Koordination (Amt für Digitalisierung und Prozessorganisation)
-
ca. 0,2 Vollzeitäquivalent für fachliche Begleitung/Wartung (SÖR)
-
ca. 0,1 Vollzeitäquivalent für Konnektivität, Datenverarbeitung (Amt für Informationstechnologie)
Fördermöglichkeiten
u.a. Förderprogramm des BMWSB „Smart Cities made in Germany“
Verortung
- Verortung in allen Modulen des Quartiers sowie ggf. auf dem UTN-Campus
Monitoring & Evaluierung
Bei der Evaluation und beim Monitoring ist die Auswertung, Verschneidung der Daten und der Mehrwert daraus ausschlaggebend. Idealerweise werden Messdaten über einen Zeitraum von mindestens einem Jahr/vier Jahreszeiten und unterschiedlichen Standorten ausgewertet, um hochwertige und repräsentative Aussagen treffen zu können.
-
zwei Use Cases wurden bis Ende 2023 mit Partnern konkretisiert und für die Umsetzung ausgewählt
-
20 Sensoren und entsprechende Zahl von Gateways sind bis Q4/2024 installiert und an die Daten-
drehscheibe angebunden
- Ab Q2/2024 werden für einem Zeitraum von mindestens 12 Monaten belastbare und verwertbare
Daten von allen installierten Sensoren erfasst und ausgewertet
Sonstiges/Anmerkungen
Folgende Voraussetzungen für eine erfolgreiche Umsetzung wurde von der eingebundenen Expertengruppe hervorgehoben:
- Klare Ownership, Commitment, Koordination seitens der Stadtverwaltung (Infrastruktur/Technologie,
Datenplattform und Prozesse/Kooperationen)
-
Entwicklung und Anwendung eines Betriebs- und Finanzierungsmodells
-
Umsetzung entlang klar definierter Use Cases
-
Anbindung an städtische Datenplattform/- Drehscheibe (Stand MAN-Projekt)
-
Datenverarbeitung, Aufbereitung/Analyse sowie die Datennutzung und Bereitstellung muss gewähr-
leistet werden
- Hürden durch bürokratische/regulatorische Rahmenbedingungen für den Erprobungsraum müssen,
z.B. anhand von Experimentierklauseln, gesenkt werden
- Erprobung in unterschiedlichen Arealen prüfen
Ähnliche Projekte:
-
Der LoraPark Ulm (LoRaWan Anwendungen)
-
Schwammstadt Wien (Bewässerung)
-
Talking Trees der Stadt Ulm
-
LoRaWan Versuchsfeld Fürth und Frankfurt
Zeitplan
| Handlungsschritte/Meilensteine | 2023 | 2024 | 2025 | 2026 |
|---|---|---|---|---|
| 1. Kurzkonzept „Schnelle Erpro- bung“ zu Vorgehen, Betrieb und Definition der Use Cases durch Fachbereich; Bestimmung Standor- te für Gateways und Sensoren | Q2-3 | |||
| 2. Entscheidung über Umsetzung und Betreibermodell | Q4 | |||
| 3. Ausschreibung und Beschaffung Hardware, ggf. Dienstleister (Sen- soren, Gateways etc.) | Q4 | Q1 | ||
| 4. Aufbau IoT-Infrastruktur, Installation Sensoren, Anbindung Nürnberger Datenplattform | Q1-3 | |||
| 5. Testbetrieb des Versuchsfeldes Auswertung der Daten sowie not- wendige Modifizierungen | Q2-4 | Q1-2 | ||
| 6. Regelbetrieb der Testsensoren und der Datenplattform und öffentli- che Datenbereitstellung | Q4 | Q1-3 | ||
| 7. Einbindung weiterer Use-Cases/ Sensoren | Q2-4 | Q1-4 |
A2.1: Machbarkeitsstudie „Quartiersschule Lichtenreuth“
Die Grundschule in Lichtenreuth soll neben der UTN als ein zentraler Standort des lebenslangen Lernens im „Reallabor Lichtenreuth“ etabliert werden. Da Mitte 2022 die baulichen Planungen für die Schule bereits weit fortgeschritten und Änderungen am Raumprogramm nicht mehr möglich sind, ist es für die Durchführung einer klassischen „Phase 0“ (vgl. Phase Null im Schulbau: Was, wie, warum?) bereits zu spät.
Deshalb soll mit Beginn des Schulbetriebes (voraussichtlich 2025) unter enger Einbeziehung der Mitarbeitenden in Schule und Hort eine Machbarkeitsstudie beauftragt werden, die in drei Bausteinen die Realisierung von Quartiersfunktionen auf dem Schulgelände – unter besonderer Berücksichtigung digitaler und hybrider Möglichkeiten – untersucht. Die Erfahrungen mit Quartiersschulkonzepten in Bremen (Gröpelingen) und Leipzig (Quartiersschule Leipzig Osten) sollen in der Machbarkeitsstudie berücksichtigt werden.
a) Erfassung und Priorisierung möglicher Funktionen einer Quartiersschule
In einem ersten Schritt sind die Anforderungen und Bedarfe für formelles und informelles Lernen in Lichtenreuth zu erfassen. Dies umfasst neben klassischen Bildungsangeboten u.a. Möglichkeiten der Familienbildung, Gesundheitsbildung, intergenerative und interkulturelle Bildung, auch in Verbindung mit sozialen und kulturellen Angeboten.
Zur Erfassung der Bedarfe sind einerseits Expertengespräche mit Akteuren aus dem Bildungs-, und Kultur- und Sozialbereich in Lichtenreuth bzw. den benachbarten Stadtteilen durchzuführen. Andererseits soll mit geeigneten Methoden die Sicht der bereits im Quartier zugezogenen Bewohnerinnen und Bewohner ermittelt werden.
In einem zweiten Schritt werden die ermittelten Bedarfe im Abgleich mit den baulichen und räumlichen Gegebenheiten von Schule und Freigelände hinsichtlich ihrer Realisierbarkeit geprüft und priorisiert. Dabei sind zum einen die Möglichkeiten für eine Mehrfachnutzung von Gebäudeteilen sowie zur partiellen Nutzung von Teilen der Schule bzw. der schulischen Freiräume außerhalb der Unterrichtszeiten zu untersuchen (z.B. Veranstaltungsräume/Aula, Gemeinschaftsräume für Ganztagesangebote und Erwachsenenbildung). Zum anderen ist die Möglichkeit zur Realisierung von priorisierten Funktionen in digitaler oder hybrider Form als Teil des Reallabors zu prüfen.
Im Ergebnis wird ein inhaltliches Profil für die Quartiersschule erstellt. Dieses umfasst
-
die priorisierten Quartiersfunktionen für formales und nonformales Lernen
-
die dafür notwendigen Mehrfachnutzungen von Räumen und Freiflächen
-
die Möglichkeiten der Realisierung als digitale und hybride Angebote.
b) Inhaltliches Konzept für Interaktion zwischen Schule und Quartier
Anknüpfend an die IT-Strategie „Lernen und Lehren an städtischen und staatlichen Schulen in Nürnberg im Digitalen Zeitalter“ ist ein Konzept zur Interaktion zwischen Schule und Quartier als Teil der Quartiersschule zu erarbeiten. Dabei werden gemeinsam mit Lehr- und Erziehungskräften konkrete Maßnahmen an der Schnittstelle von schulischer Bildung und Quartiersentwicklung erarbeitet. Das Konzept könnte u.a. Maßnahmen zu folgenden Inhalten umfassen:
-
Schülerinnen und Schüler erstellen Ausstellungen/virtuelle Rundgänge etc.
-
Studierende geben Unterricht als Fachkundige in der Schule
-
UTN als außerschulischer Lernort für die Schule
-
Bewohnerinnen und Bewohner sowie Studierende als Lerncoaches für die Kinder
-
Kinder laden Bewohnerinnen und Bewohner zu Aktionen in die Schule ein
c) Organisation und Finanzierung
Für die Bausteine A und B ist ein Betriebskonzept zu erarbeiten. Dieses soll mindestens umfassen:
-
die Koordination der in der Schule angesiedelten Quartiersfunktionen
-
die Organisation der Mehrfachnutzung von Räumen und Freiflächen unter besonderer Berücksichti-
gung der Öffnung außerhalb der Schulzeiten
-
die Organisation der Interaktion zwischen Schule und Quartier
-
Kosten sowie Finanzierungs- und Fördermöglichkeiten
Begründung zur Einordnung des Projekts ab 2025:
Es wurde der Vorschlag diskutiert, eine Machbarkeitsanalyse durchzuführen, die sich an den vorhandenen baulichen Gegebenheiten orientiert. Als sinnvoll wurde erachtet, diese gemeinsam mit der künftigen Schulleitung und den Lehrkräften zu erarbeiten, da dadurch auch deren Vorstellungen berücksichtigt werden können.
A2.2: Machbarkeitsstudie „Living Labs und Erprobungs-
räume für Technologien“
Im neu entstehenden Stadtteil Lichtenreuth ergibt sich die Chance, neue Lösungsansätze, Technologien und Anwendungen, insbesondere aus dem digitalen Umfeld, in Kooperationen zu testen und auf die Anforderungen der Stadt anzupassen. Um den Nutzen, Anwendbarkeit und Betriebsprozesse der innovativen Lösungen zu verstehen und zu verbessern, braucht es jedoch Räume, sogenannte „Living Labs“, für die (schnelle) Erprobung von Anwendungsfällen und Projekten und den Aufbau relevanter Partnerschaften, z.B. mit Forschungseinrichtungen und Unternehmen. Die Entwicklung belastbarer Partnerschaften ist selten trivial, da es völlig unterschiedliche Herangehensweisen, Prozesse, Geschwindigkeiten und Auffassungen über den Mehrwert zu synchronisieren und streamlinen gilt. Für die Konkretisierung dieses Vorhabens wird im Rahmen des Reallabors Lichtenreuth zunächst eine Machbarkeits- bzw. Sondierungsstudie durchgeführt.
Ziel ist die dreistufige Prüfung/Sondierung eines möglichen Living Labs für die Erprobung von Technologien, Anwendungen oder Projekten sowie eines Betreiber- und Finanzierungsmodells, unter welchem eine solche Initiative mehrwertstiftend mit Partnern umgesetzt werden könnte. Ziel eines Living Labs wird es sein, skalierbare Lösungen zu entwickeln und zu transferieren.
Folgende wesentliche Leistungsbausteine der Sondierungsstudie wurden in der Zusammenarbeit mit der Wirtschaftsförderung Nürnberg und Bayern Innovativ erarbeitet:
Stufe 1: „Status Quo“
Im Rahmen der Status-Quo-Analyse werden zunächst die Stakeholder, Rahmenbedingungen und Bedarfe erfasst und mit den städtischen Zielsetzungen abgeglichen. Fällt nach dieser ersten Stufe der Entschluss zu einer Vertiefung bzw. Machbarkeit der Initiative, wird im nächsten Schritt der Sondierungsstudie eine Vertiefung vorgenommen:
-
Zielsetzung und Hintergrund der Studie
-
Status-Quo-Analyse:
-
Stakeholder-Mapping/Bedarfsanalyse
-
Analyse des Nürnberger Innovationsökosystems inkl. Anforderungen und Rolle der Akteure sowie
Abhängigkeiten/Zeiträume zu Fördermitteln
-
Politische Zielsetzungen/Rahmen/Entwicklungen
-
Neues Hochschulgesetz zur Förderung von Gründung
-
DATI, Deutsche Agentur für Transfer und Innovation (im Aufbau) → Hochschulen für angewandte
Wissenschaft
- ggf. weitere
- Abgleich /Zusammenführung der Ergebnisse mit kommunalen Zielsetzungen
- Identifizierung von Schnittstellen mit städtischen Strategien und Zielsetzungen sowie Erstellung
einer Nutzenanalyse (pro/contra)
„Quality Gate“: Entscheidung über Fortsetzung/Vertiefung der Machbarkeitsstudie
Stufe 2: „Zielsetzung und Konkretisierung“
Dieser Leistungsbaustein konkretisiert die Grundsätzliche Zielsetzung, Ausrichtung und Schwerpunkte der Initiative. Dies schließt die Entwicklung eines Zielbildes, Identifizierung von Partnern und Kooperation ein. Im Zentrum steht die Erstellung eines Geschäfts- und Betreibermodells und die Messbarkeit der Ergebnisse durch klar formulierte KPIs.
- Grundsätzliche Zielsetzung, Ausrichtung und Schwerpunkte der Iniative
-
Zielsetzung der Initiative/Vision und Erstellung eines Zielbildes
-
Fokus auf Erprobung Infrastruktur im Quartier (z.B. Zollverein Essen)
-
Fokus auf Schaffung eines rechtlichen Experimentierrahmens seitens der Stadt ohne zwangsläu-
fige Verankerung im Quartier
- Fokus auf Fragestellungen der Stadt (z.B. Munich Urban Collab)
Zusammenfassend wird eine Gegenüberstellung und Bewertung der unterschiedlichen Ansätze vorgenommen. Im Ergebnis wird damit eine Entscheidungsgrundlage für die weitere inhaltliche und organisatorische Ausrichtung vorliegen.
-
Zielgruppe/„Kundschaft“
-
Welcher Nutzen könnte für welchen Partner/Partnerin entstehen?
-
Vernetzung und Zusammenarbeit mit der UTN, z.B. bei den Zielsetzungen der Universität und Ver-
zahnung mit dem Ökosystem.
Beispiel: Es sollte eine Potenzialanalyse in Auftrag gegeben und auf dieser Grundlage – unter Mitwirkung relevanter Akteure aus Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft – ein Transferkonzept erarbeitet werden. Der Wissenschaftsrat empfiehlt – wie es im Gründungskonzept dargestellt ist – Transfer nicht als integralen Bestandteil von Forschung und Lehre, sondern als eigenständige Leistungsdimension zu verstehen, die allerdings eng mit anderen Leistungsdimensionen wie Lehre, Forschung und Infrastruktur verwoben ist. Maker Spaces, die Nutzung von Schutzrechten, direkte Kooperation mit anwendenden Unternehmen und Einrichtungen, Spin-offs sowie Beteiligung an Innovationsnetzwerken und Wissenschafts-Wirtschafts-Clustern sollte berücksichtigt und die Aktivitäten der UTN systematisch mit denen regionaler Partner aus Wissenschaft und Wirtschaft verknüpft werden.
- Partner und Kooperation Identifizierung, Ansprache und Kooperationsvereinbarungen mit Partnern auf Grundlage der Stakeholder-Map und Nutzenanalyse.
-
Fokus kommunale Partner (z.B. N-ERGIE, VAG etc.)
-
Fokus Wirtschaftsakteure und Start-ups (z.B. Siemens etc.)
-
Fokus Forschung (z.B. Fraunhofer, UTN etc.)
- Geschäfts- und Betreibermodelle (Business Plan)
-
Ableitung aus vorigen Ergebnissen
-
Pains/Gains
-
Dienstleistungsportfolio/„Kundschaft“ (UVP)
-
Betreibermodell (mittelfristig selbsttragend)
-
Kosten und Finanzierung/Sponsoring und mögliche Fördermittel
- Monitoring, Erfolgsindikatoren und Messbarkeit der Ziele (SMART)
„Quality Gate“: Entscheidung über Fortsetzung/Vertiefung der Machbarkeitsstudie
Stufe 3: „Umsetzungsroadmap“
Die Umsetzungsroadmap beschreibt die Umsetzungsschritte der Studie anhand eines detaillierten Projektmanagementplans.
- Erstellung eines Projektmanagement- bzw. Implementierungsplans Schätzung Kosten und Aufwand
Geschätzte Kosten:
(inkl. Erfahrungswerte Bayern Innovativ)
Stufe 1 „Status Quo“ ca. 40 000 €
Stufe 2 „Betreiber/Geschäftsmodell ca. 60 000 €
Stufe 3 „Roadmap“ ca. 15 000 €
Geschätzter verwaltungsinterner Aufwand: Zeitraum ca. 12 Monate
0,3 Vollzeitäquivalent für Koordination und Kooperationen
Durchführung der Sondierungsstudie: externe Vergabe
Vorschlag zur Federführung: Wirtschaftsförderung Nürnberg (WIF)
Zeitplan
| Handlungsschritte/Meilensteine | 2023 | 2024 |
|---|---|---|
| 1. Ausschreibung und Vergabe Machbarkeitsstudie | ||
| 2. Stufe 1 „Status Quo“ | ||
| 3. Stufe 2 „Vertiefung & Betreiber/ Geschäftsmodell“ | ||
| 4. Stufe 3 „Umsetzungsroadmap“ |
A2.3: Machbarkeitsstudie „Niedrigschwellige
Engagement- und Ermöglichungsräume“
Begegnungsräume existieren vielfältig in bestehenden Stadtteilen, sie fördern Vernetzung und Austausch im Quartier und sind insbesondere für Jugendliche von hoher Bedeutung. Unter niedrigschwelligen Begegnungsräumen werden formelle Orte (z.B. Jugendtreffs, Seniorenbegegnungsstätten), aber auch informelle öffentliche Räume (z.B. Plätze mit Ausstattung, Aktionsflächen) verstanden.
Im neuen Stadtteil Lichtenreuth können solche physischen Räume einen wichtigen Beitrag zum Ankommen und Einleben sowie zur Bildung von Netzwerken und lokalen Engagementstrukturen leisten. Sie bilden eine zentrale Voraussetzung, um im Reallabor Ansätze zur Förderung sozialer und kultureller Teilhabe mit digitalen/hybriden Angeboten erproben zu können. Soziale Einrichtungen und pädagogisch betreute Spielplätze können das Spektrum an Kulturräumen für Kinder und Jugendliche erweitern. Sie fungieren als wichtige Experimentier- und Erprobungsräume und sind zudem Kontaktund Treffpunkt. Das Quartier ist aufgrund der Lage im Stadtgebiet und der guten öffentlichen Verkehrsanbindung prädestiniert für Aktionsflächen im öffentlichen Raum. Lärmintensive Angebote und auch Angebote mit überörtlicher Bedeutung wie z.B. Ballsport, Skaten, BMX/Pump Track, Dirtbike, Fitness usw. sind hier unterzubringen.
Weil solche physischen Engagement- und Begegnungsräume von hoher Bedeutung sind, soll hierzu im ersten Schritt eine Machbarkeitsstudie durchgeführt werden. Dabei ist eine Differenzierung nach Altersgruppen vorzunehmen, wobei auch generationenübergreifende Angebote und Räume betrachtet werden sollen.
Als Ergebnis der Machbarkeitsstudie sollen Empfehlungen abgeleitet werden, wie Sharing von Räumen bereits in der Entwicklung mitgedacht werden kann und wo Potenziale für eine solche Öffnung und Aneignung der Räume bestünden. Des Weiteren sollen Anforderungen an die Ausstattung der Begegnungs- und Engagementräume abgeleitet werden, damit diese von Anfang an in Planungen berücksichtigt werden können.
Wesentliche Leistungsbausteine sind:
1. Bedarfserhebung für niedrigschwellige Begegnungs- und Engagementräume
1.1. Zusammenstellung vorhandener relevanter Daten aus:
-
Dem Aufgabengebiet der Kinder- und Jugendarbeit: www.jugendhilfeplanung.nuernberg.de
-
Bedarfserhebung für Stadtteilkoordination (u.a. sozio-demografische Daten, Neubauprognosen,
Einrichtungen, Problemlagen für Nachbarquartiere wie Hasenbuck)
- Schätzung der künftigen Bewohnerstruktur anhand von Planungsdaten (z.B. Häuseranzahl etc.)
sowie Ableitung von Zielgruppen
-
ggf. Ableitung der Bedarfe aus ähnlichen Neubaugebieten in anderen Städten
-
Prüfung der gesetzlichen Vorgaben für Spielflächen sowie Angebote für Jugendliche;
-
Berücksichtigung der sozialräumlichen Wirkung der Bedarfe und Angebote (v.a.: welche Bedarfe der
Nachbarquartiere können in Lichtenreuth mit Angeboten bedient werden?)
1.2. Schärfung der Bedarfe durch Interviews mit Akteuren aus dem sozialen und kulturellen Bereich (Nachbarquartiere, stadtweite Multiplikatoren)
- Erhebung von Raumpotenzialen und Ausstattung zur Förderung von niedrigschwelligen
Begegnung und Engagement
2.1. In geplanten Gebäuden und Räumen, z.B.
-
Cafeteria der UTN (ggf, auch in weiteren Räumlichkeiten der UTN)
-
Quartiersschule (sofern eine Öffnung in den Stadtteil beabsichtigt ist und ggf. in der Bauplanung
gedacht werden kann)
-
Kita
-
Quartiersbüro (bisher geplant mit 50m², ggf. weitere Räumlichkeiten)
-
In Nachbarschaft zum Quartiersbüro ist ein Laden eines Wohlfahrtsverbandes geplant (Prüfung, ob
gemeinschaftlich bespielte Räume denkbar sind)
- Kinder- und Jugendhaus in Planung in Kombination mit einem Aktivspielplatz (zentral zwischen
Modul 1 und 2 am Ende des Grünzugs)
- Schnittstellen zwischen Lichtenreuth und Nachbarquartieren als Raumressourcen und Partner, z.B.
Kirchgemeinde, Quartiersbüro in Hasenbuck, Jugendtreff Hasenbuck
- Prüfung, ob Wohnungsbauträger Bereitschaft zeigen, Mieterbüros mit weiteren (Beratungs-) Ange-
boten zu ergänzen
- Gibt es Raumpotenziale in weiteren geplanten Gebäuden und Räumen?
2.2. Im öffentlichen Raum, z.B.
-
Freibereiche und Sportinfrastruktur der UTN, der Quartiersschule, der Kita
-
Stadtteilpark
-
Grünzug im Modul 1 mit öffentlich zugänglichem Kinderspielplatz
-
Aktionsfläche im Modul 2, z.B. Basketball
-
„Lichtenreuth naturnah“ – südliches Planungsgebiet
-
Prüfung von Raumpotenzial in weiteren Gebäuden und Räumen
Hinweis: Bei der Erhebung der Raumpotenziale im öffentlichen Raum ist auch auf den Erhalt ausreichender Aufenthaltsflächen ohne Mehrfachnutzung zu achten.
2.3. Anforderungen an die Ausstattung sowie förderliche digitale Lösungen, z.B.
- WLAN (Einrichtungen + öffentlicher Raum), digitales Raummanagement, digitales Buchungssystem/
Kalender, Schließsystem, VR-Brillen, Projektoren, interaktive Bildschirme, Soundinstallationen etc.)
- Sonstige Anforderungen: Reinigung der Räume bei Mehrfachnutzung durch verschiedene Akteu-
re; große Räume in den Einrichtungen, ggf. getrennte Gebäudeteile, die separat bespielt werden können; Bereitstellung öffentlicher Toiletten; Mülleimer im öffentlichen Raum und an Begegnungsorten, Büroausstattung für gemeinschaftliche Nutzung für Akteure (z.B. abschließbare Rollcontainer, Dockingstationen, getrennte IT-Netze und Rechner)
2.4. Prüfung von Finanzierungsoptionen (z.B. Fördermittel des Bundes oder des Freistaats); Förderung von Ausstattung (digitale Technologien), Personalkosten
- Erarbeitung von Empfehlungen zu Nutzungskonzepten für niedrigschwellige Begegnungs-
und Engagementräume
-
Mehrfachnutzung, Teilen/Öffnen geplanter Räume
-
Unkomplizierter, niedrigschwelliger Zugang zu (digitalen/hybriden) Angeboten im Kultur- und Sozial-
bereich für alle Bewohnerinnen und Bewohner
-
Freiraum für innovative, künstlerische und vor allem partizipative Formate
-
Förderung und Vermittlung ehrenamtlicher und stadtteilwirksamer Tätigkeiten
-
Vernetzung der Angebote in die Nachbarquartiere aufgrund der unzureichenden Ausstattung mit
sozialen Angeboten, z.B. in Hasenbuck und der Rangierbahnhof-Siedlung
- Möglichkeit einer Verknüpfung mit Angeboten des campusnahen Wohnens (Hilfe bei Familien, Seni-
oren)
- Möglichkeit einer sinnvollen Verknüpfung und Ergänzung des vorhandenen Portals für ehrenamtli-
ches Engagement (Zentrum Aktiver Bürger)
-
Einschätzung des Verwaltungsaufwands für die jeweilen Räume/Orte
-
Bedarf und strukturelle Verortung eines Kümmerers für (IT-)Support, Vernetzung, Ansprache der
Bürgerinnen und Bürger (ggf. über Stadtteilkoordination, Quartiersbüro oder bestehende Träger in den angrenzenden Quartieren mit Interesse in Lichtenreuth)
Die durch das Referat für Jugend, Familie und Soziales beauftragte Studie zu Gelingensbedingungen für Nachbarschaftstreffs sowie standortübergreifendes Betreiber- und Finanzierungskonzept sollen in der Erarbeitung von Empfehlungen für niedrigschwellige Begegnungs- und Engagementräume berücksichtigt werden.
In der Vorbesprechung der Beschreibung dieser Machbarkeitsstudie wurde von den jeweiligen Mitarbeitenden verdeutlicht, dass die Federführung für die Koordination der Machbarkeitsstudie aufgrund von Kapazitäten weder durch das Referat für Jugend, Familie und Soziales noch durch das Jugendamt möglich sei. Die Zuständigkeit innerhalb der Stadtverwaltung für die Umsetzung der konkreten Räume und Orte hängt von der konkreten inhaltlichen Ausgestaltung und Schwerpunktsetzung ab.
Vorschläge für Indikatoren zur
Messung der Zielerreichung
Hinweis: Die Erhebung von Baselines ist bei einem Neubau-Quartier wenig sinnvoll, um die Entwicklung im Projektverlauf darzustellen (häufig „0“ bzw. „nicht vorhanden“). Referenzwerte für die Evaluierung liegen im Vergleich mit der Gesamtstadt/Nachbarquartieren.
| Digitales Ziel | Indikator | Quelle |
|---|---|---|
| DZ 1.1: Die Implementierung von digitalen Lösungen im Neubau trägt zu Energieeffizienz sowie zu demografischer und sozialer Vielfalt bei. | Durchschnittlicher Energieverbrauch der Gebäude in Lichtenreuth im Vergleich zu anderen Neubauprojekten in Nürnberg* Segregationsindex für Lichtenreuth im Ver- gleich zum städtischen Durchschnitt | Energieausweise der Gebäude Eigene Berechnungen |
| DZ 1.2: In den öffentlichen Grün- und Freiräumen werden digitale Lösungen zur Bewältigung der Herausforderungen des Klimawan- dels sowie zur besseren Nutz- barkeit und Bewirtschaftung des öffentlichen Raums modellhaft für Nürnberg erprobt. | Anzahl der erprobten digitalen Lösungen zur Bewältigung der Herausforderungen des Klimawandels und zur besseren Nutzbar- keit des öffentlichen Raums im öffentlichen Raum Nutzerzufriedenheit der öffentlichen Räume | Eigene Erfassung Befragung |
| DZ 2.1: Die Implementierung von digitalen und vernetzten Mobi- litätsstrukturen ermöglicht eine flexible und einfache Nutzung verschiedener Mobilitätsformen und deren Kombination, um auch autounabhängige Lebensstile zu unterstützen. | Modal Split von Lichtenreuth, differenziert nach den einzelnen Modulen und ggf. im Vergleich zu anderen Nürnberger Neubau- gebieten Nutzerzufriedenheit mit verschiedenen Mobi- litätsangeboten | Eigene Erhebung Aus- wertung von Mobilfunk- daten induktive Schleifen Befragung |
| DZ 2.2: Nachhaltige Stadtlogistik, die mit Hilfe von vernetzten Mobili- tätsdaten Verkehrsaufkommen im Wirtschaftsverkehr reduziert, wird in Lichtenreuth kombiniert mit flexi- blen Verteilstrukturen angeboten. | Reduzierung der Lieferfahrten von Lich- tenreuth, differenziert nach den einzelnen Modulen. Daraus abgeleitet: CO-Reduktion 2 im Lieferverkehr (Wirkung) Ggf. Nutzerzufriedenheit mit Stadtteillogistik (getrennt nach Bewohnerschaft und Wirt- schaftsakteuren) | Eigene Erhebungen/ Messungen Auswertung Mobilfunkdaten induktive Schleifen Befragung |
| DZ 3.1: In Lichtenreuth stehen ko- kreative Formate sowie Innova- tions- und Kooperationsstrukturen wie Digital Labs oder ein Think Tank zur Verfügung, um neue digitale und vernetzte Lösungen zu entwickeln und umzusetzen. | Anzahl der Formate und Kooperationsstruk- turen, idealerweise in institutionalisierter Form (z.B. Urban Colab etc.) Einschätzung der Nutzer*innen zum Beitrag der Formate & Kooperationsstrukturen für die Entwicklung digitaler Lösungen | Eigene Erfassung Befragung |
| Digitales Ziel | Indikator | Quelle |
|---|---|---|
| DZ 3.2: In Lichtenreuth werden hybride Bildungs-, Versuchs- und Erprobungsräume zur Verfügung gestellt, in denen digitale und vernetzte Lösungen mit kollabora- tiven und partizipativen Ansätzen ausprobiert, angewendet, vermit- telt und weiterentwickelt werden. | Anzahl der hybriden Bildungs-, Versuchs- und Erprobungsräume Zufriedenheit der eingebundenen Akteure sowie Mehrwert/Aussagekraft der durch ein Versuchsfeld erhobenen Daten | Eigene Erfassung Befragung/Evaluation |
| DZ 4.1: Digitale, multimediale und anpassungsfähige Angebote und Räume verschiedener städtischer und nichtstädtischer Akteure tra- gen zur Stärkung der sozialen und kulturellen Teilhabe bei und wirken einer digitalen Spaltung entgegen. | Anteil der Nutzenden von digitalen sozialen und kulturellen Angeboten städtischer und nicht-städtischer Träger in Lichtenreuth, die angeben, dass sie mit dem digitalen (oder multimedialen) Angebot „zufrieden“ oder „sehr zufrieden“ sind | Befragung der Nutzer*innenschaft oder Stadtteilbevölkerung bei Veranstaltungen oder Zugriffen auf Angebote (per Website/App) |
| DZ 5.1: In Lichtenreuth werden or- ganisationsübergreifende Konzep- te für Konnektivität und schnelle Datenverbindungen entwickelt und implementiert, um zukunftsweisen- de digitale Lösungen, Angebote und Dienstleitungen langfristig zu gewährleisten. | Geschwindigkeit der Datenverbindung im Vergleich zur Gesamtstadt und „Konnektivi- tät“ der unterschiedlichen Dateninfrastruktu- ren in Form nutzbarer Daten (z.B. Umwelt- sensorennetzwerk mit Mobilitätsleitsystem usw.) Anzahl der realisierten organisationsüber- greifenden Projekte | Eigene Erfassung |
| DZ 5.2: Dienstleistungen der Bür- gerdienste und der kommunalen Tochterunternehmen werden in Lichtenreuth als hybrides Angebot, d.h. digital und mit physischer „Schnittstelle“ zum Kunden, zur Verfügung gestellt, um den best- möglichen Zugang und Umfang der Dienste und deren Abwicklung zu gewährleisten. | Anzahl der hybriden Angebote (z.B. Bürger- terminals) bzw. Anzahl der Bürgerinnen und Bürger (unterschiedlicher Altersgruppen), die diese Angebote wahrnehmen Messung der Zufriedenheit der Bürgerinnen und Bürger mit diesen Dienstleistungen, z.B.: X% der Nutzerinnen/Nutzer von ange- botenen Bürgerdiensten in Lichtenreuth ge- ben an, dass sie mit dem jeweiligen Angebot „zufrieden“ oder „sehr zufrieden“ sind | Erhebungen/Messungen/ Dokumentation der Angebote und der Anzahl der wahrgenommenen digitalen und physischen Dienstleistungen der Bürgerdienste Befragung |
| DZ 6.1: Digitale Kommunikations- und Beteiligungsformate sowie Visualisierung von notwendigen Planungsgrundlagen ergänzen analoge Formate sinnvoll und schaffen neue Angebote für umfas- sende Information und Ko-Produk- tion, um die Teilhabe unterschiedli- cher Bevölkerungsgruppen an der Quartiersentwicklung zu erhöhen. | Anteil der digitalen Formate in allen städti- schen Beteiligungsprozessen im Quartier Lichtenreuth Zufriedenheit mit digitalen Informations- und Beteiligungsformaten zur Stadtteilentwicklung | Analyse der Dokumenta- tion von Veranstaltungen/ Workshops Befragung |
* Die Indikatoren stellen erste Vorschläge dar, die im Weiteren konkretisiert werden können. Wenn z.B. bekannt ist, welche digitalen Projekte die privaten Bauherren umsetzen, können zielgenauere Indikatoren gefunden werden.
Abbildungsverzeichnis
2 Titelbild: Smarter Stadtteil Lichtenreuth. Quelle: Eigene Collage 8 Abb. 1: Der IDEK-Erarbeitungsprozess. Quelle: Eigene Darstellung 10 Abb. 2: Handlungsfelder des IDEK „Reallabor Lichtenreuth“. Quelle: Eigene Darstellung 10 Abb. 3: Formate und Veranstaltungen im IDEK-Prozess. Quelle: Eigene Darstellung 11 Abb. 4: Sammeln der Ziele während des Verwaltungsworkshops am 05.11.2021. Quelle: Eigene Aufnahme IDEK-Beraterteam 11 Abb. 5: Gallery Walk beim Akteursübergreifenden Workshop am 12.05.2022. Quelle: Eigene Aufnahme IDEK-Beraterteam 14 Abb. 6: Bebauungsplan Nr. 4552 und Module des zukünftigen Quartiers Lichtenreuth 16 Abb. 7-12: Soziodemografische Daten der Nachbarbezirke v. l. n. r. Anteil an Bedarfsgemeinschaften mit Kindern, Seniorenquotient, Anteil an Einpersonenhaushalten, Anteil Arbeitsloser, Jugendquotient, Anteil an Menschen mit Migrationshintergrund (Stand: 31.12.2019). Quelle: Stadt Nürnberg, Amt für Stadtforschung und Statistik. Innergebietliche Strukturdaten Nürnberg 2020 20 Abb. 13: Übersicht der Grundlagendokumente und Quellen für die Bestandsanalyse. Quelle: Eigene Darstellung 23 Abb. 14: Lichtenreuth als Teil der gesamtstädtischen Betrachtung. Quelle: Eigene Darstellung 26 Abb. 15: Vorgehen der SWOT-Analyse. Quelle: Eigene Darstellung 31 Abb. 16: Zielhierarchie für Lichtenreuth. Quelle: Eigene Darstellung 33 Abb. 17: Erarbeitung des IDEK-Zielsystems. Quelle: Eigene Darstellung 37 Abb. 18: Bewertungskriterien für die Projektideen. Quelle: Eigene Darstellung 38 Abb. 19: Potenzialanalyse: Mapping der Projektideen. Quelle: Eigene Darstellung 40 Abb. 20: Aktivierung und Beratung von Bauherren. Quelle: Eigene Collage 42 Abb. 21: Letzte Meile, Concierge-Dienste. Quelle: Eigene Collage 44 Abb. 22: Quartiersbüro Lichtenreuth. Quelle: Eigene Collage 46 Abb. 23: Leihangebote im öffentlichen Raum. Quelle: Eigene Collage 48 Abb. 24: Hybride Bürgerdienste. Quelle: Eigene Collage 50 Abb. 25: Smarte Sensorik für Bewässerung und Intelligente Mülleimer im öffentlichen Raum. Quelle: Eigene Collage 52 Abb. 26: Quartiersschule Lichtenreuth. Quelle: Eigene Collage 54 Abb. 27: Living Labs und Erprobungsräume. Quelle: Eigene Collage 56 Abb. 28: Engagement- und Ermöglichungsräume. Quelle: Eigene Collage 62 Abb. 29: Vorgeschlagene Steuerungs- und Arbeitsstrukturen zur Entwicklung von Lichtenreuth. Quelle: Eigene Darstellung 68 Abb. 30: Oberbürgermeister Marcus König nimmt in einem persönlichen Fazit Stellung zum IDEK „Reallabor Lichtenreuth“. Quelle: Eigene Aufnahme Damian Wagner-Herold, IDEK- Beraterteam 69 Abb. 31: Podiumsdiskussion im Rahmen der Zukunftskonferenz am 25.10.2022. Quelle: Eigene Aufnahme Damian Wagner-Herold, IDEK-Beraterteam
Bildmaterial für Collagen (Abb. 20-28 und Titelbild):
Titelbild: Aurelis Real Estate Service GmbH: http://lichtenreuth.de/de (letzter Abruf: 10.11.2022, 12:11) Foto von Priscilla Du Preez auf Unsplash
Abb. 20: Foto von Westend61 auf GettyImages BÖHM GmbH & Co. KG: https://www.boehm-interieur.com/neuigkeiten/boehm-interieur/das-neueenergielabel/ (letzter Abruf: 29.11.2022, 10:51) Discovergy GmbH: https://discovergy.com/blog/smart-meter-vorteile (letzter Abruf: 29.11.2022, 11:03)
Abb. 21: Foto von harshahars auf Pixabay Foto von Alexander Fox | PlaNet Fox auf Pixabay Foto von nextbike by TIER auf Pexels
Abb. 22: Foto von Andrea Piacquadio auf Pexels Foto von cottonbro studioauf Pexels Foto von KOBU Agency auf Unsplash
Abb. 23: Foto von Kateryna Artamonova auf Pexels Foto von Pixabay auf Pexels Foto von Dominika Roseclay auf Pexels app and move GmbH: https://city-sportbox.com/wp-content/uploads/2022/01/DE_SportBox- Katalog_2022_np.pdf (letzter Abruf: 29.11.2022, 14:19)
Abb. 24: Foto von Liliana Drewauf Pexels Foto von Kelly Sikkema auf Unsplash Foto von Andreas Lischka auf Pixabay WES Systeme Electronic GmbH: https://www.wes-electronic.de/de/produkte/buergerterminal-mitpersonalausweis-lesegeraet (letzter Abruf: 29.11.2022, 14:27)
Abb. 25: Enrico Bender: https://www.fotocommunity.de/photo/freistehender-baum-enrico-bender/31302107 (letzter Abruf: 29.11.2022, 15:23) Weg im Toskana Park: https://www.tripadvisor.de/LocationPhotoDirectLink-g229453-d2336974i36438942-Toskana_Park-Gmunden_Upper_Austria.html (letzter Abruf: 29.11.2022, 15:36) IFAT Munich: https://ifat.de/de/besucher/informieren/gruende-fuer-ihren-besuch/kommunale-undprivate-ver-und-entsorger/ (letzter Abruf: 29.11.2022, 15:36)
Abb. 26 Foto von Yunming Wang auf Unsplash Foto von Max Fischer auf Pexels Foto von Michal Jarmoluk auf Pixabay
Abb. 27: Foto von Ivan Samkov auf Pexels Foto von Markus Spiske auf Unsplash
Abb. 28: Foto von Allan Mas auf Pexels Foto von Anna Shvets auf Pexels Foto von Pixabayauf Pexels