StRin Marion Padua - Fünferplatz 2f 90403 Nürnberg OBERBÜRGE StRin Marion Padua Fünferplatz 2 Herrn Oberbürgermeister der 90403 Nürnberg Marcus König Ll....................................... Telefon: 0160 - 9419 19 72 Rathausplatz 1 https://linke-liste-nijmberg.de
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Antrag zu den Preiserhöhungen der N-Ergie für die Stadtratssitzung am 14.12.22
Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,
Anfang November hat die N-Ergie mitgeteilt, die Strom- und Erdgaspreise zum 1. Januar 2023 deutlich zu erhöhen. Der meistgewählte Tarif Strom Smart z. B. verteuert sich bei einem durchschnittlichen Verbrauch von 23,49 Cent auf 44,77 Cent pro kWh. Der Gaspreis (Tarif Erdgas Smart) wird bei einem durchschnittlichen Verbrauch von 8,17 Cent auf 14,92 Cent pro kWh angehoben.
Diese Tarifsteigerung von Strom und Gas von knappen 80 Prozent bedeuten Mehrkosten von mehreren hundert Euro für die Verbraucherinnen. Die vorgesehenen Preisbremsen verbessert diese Steigerungen nicht, da der Strom erst bei 40 Cent pro kWh und das Gas bei 23 Cent pro KWh gedeckelt werden.
Es stellt sich die Frage, warum der hohe Gaspreis derart den Stromtarif bestimmt, obwohl Gas bei der Stromerzeugung für N-Ergie nur einen Anteil von 19,4 Prozent hat. (Energiemix Normal- und Ökostrom 2021).
Der Energiemix von N-Ergie setzt sich wie folgt zusammen:
25.3 Prozent erneuerbare Energien 36,8 Prozent Kohle 16,5 Prozent Kernenergie 19.4 Prozent Erdgas 2 Prozent sonstige fossile Energie
Nach Zahlen des Vergleichsportals Verivox liegen die geplanten Preiserhöhungen der regionalen Grundversorger in Deutschland im Durchschnitt bei 61 Prozent für Strom und 54 Prozent für Gas. Damit stechen die Preiserhöhungen der N-Ergie sogar negativ heraus - und das vor dem Hintergrund einer deutlichen Gewinnsteigerung von 129,1 Millionen Euro auf 158,2 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2021.
N-Ergie gehört zu 60,2 Prozent den StWN und zu 39,8 Prozent der Thüga AG. Damit bestimmt die Stadt Nürnberg mehrheitlich die Geschäftspolitik der N-Ergie.
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LINKE LISTE
Nürnberg
Die LINKE LISTE stellt deshalb folgenden Antrag:
- Womit werden die Preiserhöhungen für Gas und Strom ab dem 1. Januar 2023 um fast 80 Prozent begründet? 2. Welchen Anteil hat Gas bei der Stromerzeugung für N-Ergie aktuell Ende 2022 und voraussichtlich 2023? 3. Warum bestimmt der hohe Gaspreis den Stromtarif der N-Ergie? 4. Wie hoch waren die Gewinne der N-Ergie in den vergangenen drei Jahren? 5. Wir bitten darum, jeweils den erwirtschafteten Reingewinn und den verbliebenen Gewinn nach Abführung an die VGN und die Stadt Nürnberg zu benennen. 6. Warum werden die Gewinne nicht stärker an die Kundinnen weitergegeben, sondern stattdessen die Tarife im bundesweiten Vergleich überdurchschnittlich stark erhöht?
Mit freundlichen Grüßen
Marion Padua Stadträtin LINKE LISTE Nürnberg