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Sachverhalt der noris inklusion Tätigkeitsbericht

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Sozialausschuss Hauptmarkt Schule & Bildung Wöhrder See Wirtschaft & Arbeit Soziales & Gesundheit Kultur, Sport & Freizeit

Maschinell extrahierter Text. Verbindlich ist das Originaldokument.

Thema Bericht Sozialausschuss Stadt Nürnberg 08.12.2022
Ersteller C. Schadinger, T. Braun
Datum 15.11.2022

Sachverhalt der noris inklusion

Als größter Anbieter für erwachsene Menschen mit Behinderung in Nürnberg, ist die zu 100% städtische Tochterfirma noris inklusion gGmbH der federführende städtische Träger im Bereich der Eingliederungshilfe auf dem Weg zu einer inklusiven Stadtgesellschaft. Nach dem Motto: „Mittendrin und dabei“ finden bei noris inklusion alle Menschen mit Behinderung ihren individuellen Platz in allen Lebensbereichen. Bei der Arbeit, beim Wohnen, in der Weiterbildung und Qualifizierung sowie in der Freizeit.

Aktuelle Zahlen

Jahresumsatz rund 22,5 Mio. € 530 Werkstatt-Arbeitsplätze (inkl. ausgelagerten Arbeitsplätzen und Berufsbildung) 12 Arbeitsplätze bei noris gastro (Café) 100 Wohnheimplätze (ab 6/2022 124 Plätze) 120 Ambulante Wohnplätze (ABW) 36 Tagesplätze für Senioren (mit Behinderung) 150 inklusive KITA-Plätze 369 SV Arbeitsplätze (=Personal)

In Summe sind rund 1000 Menschen bei noris inklusion tätig oder werden in den Senioreneinrichtungen betreut (Mehrfachleistungen z.B. Werkstatt und Wohnheim wurden saldiert). Hinzu kommen rund 150 Kinder in den Kindertagesstätten.

Zuletzt im Jahr 2015 wurde bei einer Vorstellung im Stadtrat mit der Präsentation „Eine Stadt übernimmt Verantwortung“ dargestellt, in welcher Form die noris inklusion sich dieser übertragenen Aufgabe annimmt (Vorstellung Stadtrat 25.03.2015).

Im Jahr 2022 wird deutlich, weshalb diese Verantwortungsübernahme in der Stadt der Menschenrechte nach über 40-jährigem Bestehen der noris inklusion (ehemals Werkstatt für Behinderte der Stadt Nürnberg) ein so tragfähiges, bedeutsames und aktives Element im Aktionsplan zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention der Stadt Nürnberg ist.

  1. noris inklusion bietet Lebensraum in Nürnberg – „Von KITA bis SUSA“ 2. Trias noris inklusion, noris inklusion kommunal und noris gastro 3. Kooperationen 4. Ausblick

1. noris inklusion bietet Lebensraum in Nürnberg – „Von KITA bis SUSA“

So vielfältig wie Nürnberg ist, so vielfältig stellt sich auch die noris inklusion den Bedarfen von Bürgern mit Behinderung. Darüber hinaus setzt die städtische Tochterfirma vielfältige Impulse in die städtische Gesellschaft – den Lebensraum Nürnberg – mit dem Ziel, Inklusion überall wirksam werden zu lassen. Und dies bereits seit 1980, als der städtische Leistungsträger für Behindertenhilfe unter dem Namen Werkstatt für Behinderte der Stadt Nürnberg gegründet wurde.

Thema Bericht Sozialausschuss Stadt Nürnberg 08.12.2022
Ersteller C. Schadinger, T. Braun
Datum 15.11.2022

Gemäß dem Satzungszweck erfüllt die noris inklusion den folgenden Auftrag:

„Aufgabe und Zweck der Gesellschaft ist die Förderung der Hilfe für Menschen mit Behinderung, der Jugend- und Altenhilfe, der Bildung und Erziehung sowie der Wohlfahrtspflege. Der Satzungszweck wird insbesondere verwirklicht durch die Errichtung und Unterhaltung von Einrichtungen und Angeboten sowie die Förderung, Betreuung, Pflege, Ausbildung und die Erbringung von Diensten für Menschen mit geistigen, körperlichen, psychischen Behinderungen.“

Das Leitbild der noris inklusion drückt aus, in welchem städtischen Kontext gehandelt wird:

„Neben den gesetzlich festgeschriebenen Leistungen, die sich aus dem Sozialgesetzbuch IX, Sozialgesetzbuch XII und der Werkstättenverordnung ergeben, erbringen wir im Auftrag der Stadt Nürnberg Daseinsvorsorge für Menschen mit Behinderung.

Das Sozialunternehmen noris inklusion trägt mit seinen Leistungen in besonderer Weise zur Entwicklung einer solidarischen und barrierefreien Stadtgesellschaft bei, die Inklusion ermöglicht. Auf kommunaler Ebene sensibilisieren wir Interessensgruppen, Behörden und Verbände, Vereine, Einrichtungen und Arbeitgeber für die Bereitschaft zur Inklusion.“

Durch selbst gesteckte Eckpunkte als Wegweiser für die Jahre 2020 und 2025 ergibt sich ein roter Faden und Leitplanken für die praktische Umsetzung von Inklusion.

„Das Ziel: Teilhabe für Menschen mit Behinderung absichern und weiterentwickeln. Alle Angebote und Leistungen von noris inklusion und deren Töchtern/Beteiligungen sollen

decken

Mehrwert der Inklusion“

Welche Zielstellung hinter der kommunal betriebenen noris inklusion steckt, wird durch Satzung, Leitbild und Eckpunkte deutlich.

Das Erfüllen des sozialpolitischen Auftrags gelingt dem städtischen Sozialunternehmen nicht nur in gebotener Vielfalt (siehe § 5 der Werkstättenverordnung (WVO)), sondern auch mit der notwendigen Tiefe in den unterschiedlichen Arbeitsfeldern.

Welches Unternehmen kann von sich behaupten, für die Menschen einer Stadt als Partner und Dienstleister in den Bereichen Arbeit, Bildung und Qualifizierung, Wohnen und Freizeit gleichermaßen Ansprechpartner zu sein?

Im Bereich Arbeit ist die Werkstatt für Menschen mit Behinderung der noris inklusion die „Branche mit allen Branchen“. In den vier Betriebsstätten Werk Süd, Werk Nord, Werk West/Druckerei und der Natur-Erlebnis-Gärtnerei der noris inklusion gibt es fast nichts, was es (an Arbeitsfeldern) nicht gibt – sowohl inhaltlich als auch von den qualitativen Anforderungen:

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Ersteller C. Schadinger, T. Braun
Datum 15.11.2022

Industrie- und Elektromontage, Metallbearbeitung, Brennholzfertigung, Verpackung und Mailing, Konfektionierung, Recycling, Landschafts- und Grünanlagenpflege, Zierpflanzenund Kräuteraufzucht, Druck- und Scanning, E-Check, Tierbetreuung, Töpfern, Gastronomie und Kantinenbetrieb, Einzelhandel, Saftherstellung, Imkerei, Kindertagesstätten und vieles mehr.

Um den individuellen Fähigkeiten der Beschäftigten Genüge leisten zu können, besteht nicht nur diese Breite an Tätigkeiten, sondern auch eine Abstufung hinsichtlich Arbeitsmarktnähe. Je nach Leistungsfähigkeit ist so schrittweise eine Hinführung auf den allgemeinen Arbeitsmarkt möglich. Vom Förderbereich mit der Anforderung minimaler Tätigkeiten, über die Arbeitsplätze in den klassischen Werkstätten, wo ein Mindestmaß an verwertbarer Arbeit notwendig ist, über Tätigkeiten mit Bezug zu Kunden wie z.B. der E- Check-Gruppe oder im Marktplatz Marienberg im Einzelhandel bis hin zu Tätigkeiten außerhalb der WfbM wie in den Cafés oder auch bei Firmen auf dem ersten Arbeitsmarkt als ausgelagerter Arbeitsplatz.

All diese Arbeitsbereiche erfordern Fachbereichs-Expertise und pädagogisches Verständnis in Vermittlung und Anleitung der Tätigkeiten, aber auch Kenntnisse in passgenauer Arbeitsvorbereitung, so dass die Menschen mit Behinderung bei noris inklusion dem Wunsch- und Wahlrecht entsprechend ihre Arbeitsplätze auswählen können.

Im Bereich Bildung von den Kindern in den Kindertagesstätten Kükenkoje und Hasenhäusla, über den Berufsbildungsbereich mit breitem Praxisangebot in diversen Arbeitsbereichen, gefolgt von arbeitsbegleitenden Bildungsangeboten, die den Arbeitsbereich flankieren, bis hin zu lebenslangem Lernen bis ins hohe Alter nach dem Berufsleben in der TENE (Tagesbetreuung für Erwachsene nach dem Erwerbsleben).

Im Bereich Wohnen entsprechend den Bedarfen der Bürgerinnen und Bürgern mit Behinderung in der Stadt Nürnberg – sowohl stationär in den Wohnheimen im Norden und Süden der Stadt als auch ambulant seit 40 Jahren bei einem der größten Anbieter Bayerns. 40 Jahre Ambulant Betreutes Wohnen in Nürnberg hätte es ohne städtische Beteiligung so nie gegeben – die Stadt Nürnberg war und ist hier bereits Vorreiter der Inklusion! Dies zeigt sich auch beim Wohnprojekt SUSA (Sicher und selbstbestimmt Altern): Dieses Leuchtturmprojekt zwischen den beiden städtischen Töchtern noris inklusion und NürnbergStift (NüSt) überwindet Grenzen und deckt Bedarfe von Senioren mit Behinderung, die bis dato nicht abgedeckt waren. SUSA greift nicht nur den Wohn- und Pflegebedarf von Senioren mit Behinderung auf, sondern agiert durch die Überschneidung mit NüSt kostenträgerübergreifend (Pflege/Eingliederungshilfe). Dieser Fortschritt ist ein Gewinn, der durch die Vernetzung der städtischen Betriebe, dem städtischen Seniorenhilfeträger NüSt und dem städtischen Behindertenhilfeträger noris inklusion, ermöglicht wird und der als einmalig bezeichnet werden kann. Möglich gemacht durch die Stadt Nürnberg.

Der Bereich Freizeit komplettiert das Angebot der noris inklusion. Teilhabe am Leben der Gesellschaft bedeutet auch Teilhabe am sportlichen, kulturellen und politischen Leben in unserer Gesellschaft. Dies ermöglicht die noris inklusion über diverse Angebote im privaten Umfeld von Menschen mit Behinderung in Nürnberg. In den Tagesstätten für Senioren, der offenen Behindertenarbeit (OBA), der Begegnungsstätte BUNI, der Theatergruppe „Dreamteam“ in Zusammenarbeit mit dem BZ und der Künstlergruppe „Chroma

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Datum 15.11.2022

Omada“, der Fußballmannschaft, den Laufgruppen oder auf Tagesausflügen und Freizeit- und Bildungsfahrten. Unterstützt wird die noris inklusion hier über den Förderverein noris inklusion, der unabhängig vom Sozialunternehmen, die Förderung von Freizeitaktivitäten als Ziel hat und hinter dem ein Netzwerk aus Bürgerinnen und Bürgern der Stadt Nürnberg steht, unter anderem auch einige Stadträte, die dieses Ziel unterstützen.

In Abstimmung mit dem Sozialreferat nimmt sich die noris inklusion vieler Themen der Inklusion federführend an. Getreu dem Slogan „Viele reden über Inklusion – Wir ermöglichen sie.“, schafft die noris inklusion eine Plattform für die Vision der Inklusion in der Stadt Nürnberg.

2. Trias noris inklusion, noris inklusion kommunal und noris gastro

Das Leistungsspektrum der noris inklusion hat viele Facetten. Viele davon kann noris inklusion originär erbringen. Durch die Ausweitung der Anforderungen war es in den vergangenen Jahren jedoch notwendig, die entsprechenden gesellschaftsrechtlichen Rahmenbedingungen aufzubauen. So wurde aus der ehemaligen „Werkstatt für Behinderte der Stadt Nürnberg“ das Sozialunternehmen noris inklusion gGmbH, das mittlerweile zwei Töchter zur Erfüllung der Aufgaben betreibt: die noris inklusion kommunal gGmbH und die noris gastro gGmbH.

Warum noris gastro? Das Ziel der 2018 gegründeten noris gastro gGmbH war die Schaffung eines entstigmatisierten Arbeitsangebotes nahe am allgemeinen Arbeitsmarkt. Loslösen von vom Stigma Werkstatt und damit vom Stigma Werkstattbeschäftigter. Viele Menschen mit Behinderung streben explizit ein Beschäftigungsverhältnis außerhalb des Werkstattsettings an. Dies ist bei den Cafés der Tante Noris gegeben, wodurch insbesondere Menschen mit Behinderung hinzukommen, die einen Werkstattbedarf haben, jedoch nie einen klassischen Werkstattbetrieb der noris inklusion besuchen würden..

Die noris gastro gGmbH wurde als „anderer Leistungsanbieter“ nach § 60 SGB IX gegründet, eine neue Option der Sozialgesetzgebung, die hier durch die Tochterfirma der noris inklusion genutzt werden konnte. Anderer Leistungsanbieter bedeutet, dass „Werkstattklientel“ außerhalb von anerkannten Werkstätten, in unabhängigen Firmen ohne „Werkstatt-Label“ tätig sein kann, trotzdem aber den besonderen sozialrechtlichen Schutz des Werkstatt-Status erhält und z.B. den professionellen Background der noris inklusion nutzen kann. Dass diese Ausgründung im Herzen der Stadt Nürnberg, am Hauptmarkt, ihr erstes Café eröffnete, ist erneut ein äußerst repräsentatives Beispiel, wie Inklusion gelebt und im Mittelpunkt der Gesellschaft verortet wird.

Die drei Cafés der Tante Noris ermöglichen Menschen mit Behinderung eine Tätigkeit in der Gastronomie, zu der sie auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt aufgrund des hohen Drucks nie die Chance gehabt hätten. So können sich Menschen mit Behinderung als stolze Kompetenzträger erweisen: Ein Kontakt auf Augenhöhe! Auch der ehemalige Oberbürgermeister Dr. Ulrich Maly bewertete dies bereits begeistert bei der Eröffnung der Tante Noris am Markt: „Das ist genau die richtige Institution am richtigen Ort!"

Thema Bericht Sozialausschuss Stadt Nürnberg 08.12.2022
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Warum noris inklusion kommunal? Etwas anders als bei der Gastronomie-Tochter gestaltet sich der Hintergrund für die Gründung der noris inklusion kommunal gGmbH im Jahr 2020. Auch sie wurde als 100%ige Tochterfirma der noris inklusion gegründet, jedoch mit der Zielstellung, bewährte Werkstatt-Arbeitsplätze zu erhalten und der Stadt Nürnberg weiterhin als Dienstleister zur Verfügung zu stehen.

Seit Jahrzehnten arbeitet die noris inklusion (vormals die WfB) in manchen Arbeitsfeldern fast ausschließlich für die Stadt Nürnberg. Dies betrifft insbesondere den Bereich Druck und Druck-Weiterverarbeitung, seit einigen Jahren Scan-Dienstleistungen und vor allem die Parkanlagenreinigung und Grünflächenpflege mit ihrer Arbeit im Sozialraum. Aufgrund vergaberechtlicher Veränderungen bestand die Anforderung, diese bewährten Aufträge in einem rechtssicheren Rahmen abzubilden, so dass nicht aufgrund vergaberechtlicher Fragestellung diese Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung in Gefahr gerieten.

Die Gründung der noris inklusion kommunal gGmbH bringt einen dreifachen Mehrwert : Die Beschäftigten in diesen Arbeitsfeldern können weiterhin in „ihrem“ Bereich tätig sein und erworbene Kompetenzen fortführen, die noris inklusion kann diese attraktiven Arbeitsfelder weiterhin auf wirtschaftlicher Basis anbieten und die städtischen Dienststellen können auch in Zukunft sensible Aufträge, wie z.B. den im Fokus vieler Bürger stehenden Bereich der Parkanlagenreinigung („Wir lassen es für Sie blühen!“), durch stadtnahe Dienstleister in gewohnter Qualität verrichten lassen. Ein dreifacher Mehrwert, der für die Beteiligten durch diese Ausgründung generiert wurde!

Insgesamt ist das Bestreben durch diese Trias an Gesellschaften, alle Leistungen der noris inklusion aus einer Hand anzubieten und dadurch Synergieeffekte zu generieren.

3. Kooperationen

Doch nicht nur durch eigene Gesellschaften gestaltet noris inklusion Dienstleistungen für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Nürnberg. Die Vernetzung im städtischen Kontext ermöglicht Kooperationen mit städtischen Dienststellen, Eigenbetrieben und Tochterunternehmen mit Mehrwerten, die solitäre Unternehmen nur schwer ermöglichen können.

Beispielhaft sei hierfür nur die zuletzt aktuelle Zusammenarbeit zur Unterbringung ukrainischer Flüchtlinge (mit Behinderung) genannt, die schnell, wirtschaftlich und unbürokratisch durch die noris inklusion in Abstimmung mit dem Sozialamt der Stadt Nürnberg bewältigt werden konnte.

Aber auch mit anderen Partnern im städtischen Umfeld, wie der WBG, der NOA oder auch dem NüSt werden übergreifende Projekte im Sinne des sozialpolitischen Auftrags der Stadt Nürnberg umgesetzt.

Einen Leuchtturm der Zusammenarbeit im städtischen Umfeld ist die Kooperation mit dem NüSt. Das Projekt SUSA im Elisabeth-Bach-Haus am Wöhrder See, stellt ein Pilotprojekt dar, in dem erstmalig zwischen stationärer Eingliederungshilfe, ambulanter Ein-

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gliederungshilfe und Altenpflege Grenzen überwunden wurden, die aufgrund von Finanzierungsfragen schwer bis gar nicht zu bewältigen waren. Das städtische Netzwerk ermöglicht es, dass auch marktwirtschaftlich unattraktive Felder bestellt werden, für die ein Bedarf besteht, jedoch aufgrund genannter (rechtlicher) Barrieren und mangelnder Attraktivität für private Anbieter, bis dato keine Angebote bestanden. SUSA schließt hierbei eine Nische zwischen Eingliederungshilfe und Altenpflege und ermöglicht der Stadt Nürnberg tatsächlich für alle Bürgerinnen und Bürger da zu sein!

Aber auch in anderen sozialpolitischen Feldern bringt sich die noris inklusion im städtischen Netzwerk ein und generiert doppelte Renditen sozialpolitischer Art, indem sozialrechtliche Felder verschränkt werden. Folgende Beispiele sind nur einzelne aus diversen erfolgreichen Projekten mit städtischen Partnern:

Durch Kooperationen mit der WBG gelingt es an vielen Stellen, die Themen Inklusion und Wohnen zusammenzubringen und gemeinwesenorientierte Wohnangebote für Menschen mit Behinderung voran zu bringen. Durch den Betrieb der städtischen Kita Hasenhäusla gelingt auf der einen Seite, einen Nutzen für die Teilhabe am Arbeitsleben durch Arbeitsplätze in der Kita für Menschen mit Behinderung zu schaffen und auf der anderen Seite, den Bedarf an inklusiven Kita Plätzen in Nürnberg weiter zu decken. Oder auch das „Durchsetzen“ vieler Bildungsangebote des Bildungszentrums mit inklusiven Aspekten und Angeboten spricht dafür, wie ernst es die Stadt Nürnberg durch die direkte Mitwirkung durch die noris inklusion mit dem Thema Inklusion und der Umsetzung der UN- BRK meint.

Dass man gemeinsam mit noris inklusion sinnvolle, wirksame und repräsentative Projekte durchführen kann, wird anhand dieser Beispiele deutlich und entwickelt auch eine gewisse Strahlkraft im Raum Nürnberg. So wurden durch das öffentlich sichtbare Wirken von noris inklusion diverse andere „Player“ in der Stadt Nürnberg aufmerksam. Hieraus entwickelten sich in den letzten Jahren weitere Kooperationsprojekte: Die Bewirtung der IHK-Akademie im Norden Nürnbergs oder auch die Kooperation mit der Tucher-Stiftung zur Aufwertung städtischer Grünflächen,– gut sichtbar für die Öffentlichkeit – „Man lässt sich gerne mit noris inklusion sehen!“ Ein Gewinn für alle Beteiligten und letzten Endes ein Gewinn für das Kerngeschäft der noris inklusion, die Behindertenhilfe und Inklusion in Nürnberg.

4. Ausblick

Anhand der Darstellung wird deutlich, wie wichtig es für die Stadt der Menschenrechte ist, dass sie die Verantwortung für das Thema Inklusion selbst trägt und selbst „in der Hand hat“, um direkte Gestaltungsoptionen in der sozialpolitischen Agenda zu ermöglichen.

Es wird auch deutlich, welchen Nutzen die Stadt Nürnberg und die Bürgerinnen und Bürger von dem kommunalen Sozialunternehmen noris inklusion haben. Die noris inklusion bot und bietet einen Mehrwert für alle Bürgerinnen und Bürger der Stadt Nürnberg, in der Vergangenheit, in der Gegenwart und auch in der Zukunft!

Thema Bericht Sozialausschuss Stadt Nürnberg 08.12.2022
Ersteller C. Schadinger, T. Braun
Datum 15.11.2022

noris inklusion bedankt sich stellvertretend für die Menschen mit Behinderung und deren Angehörigen für die Unterstützung, welche die Stadt Nürnberg durch den direkten Betrieb von Einrichtungen und Diensten leistet. Hiermit steht Nürnberg mit wenigen anderen Kommunen an vorderster Stelle, wenn es darum geht, die Daseinsvorsorge und auch die Inklusion für Menschen mit Behinderung unmittelbar zu gewährleisten und sich zu seinen Bürgerinnen und Bürgern mit Behinderung zu bekennen.

Die Zielsetzung, die 1980, bei der Gründung aktuell war, ist heutzutage in weiterentwickelter Form immer noch zutreffend und wichtig und wird es auch in Zukunft sein! noris inklusion gGmbH „Viele reden über Inklusion – Wir ermöglichen sie!“

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