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Erlaeuterungsbericht

Anlage · 28.10.2022 · PDF ansehen · Originaldokument im RIS ↗

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Maschinell extrahierter Text. Verbindlich ist das Originaldokument.

NürnbergBad – Wirtschaftsplan 2023

Anlage 1: Erläuterungsbericht

1. Einführung

Mit Beschluss des Stadtrats vom 02. Juli 2003 wurde der Eigenbetrieb NürnbergBad gegründet und hat zum 01. Januar 2004 seine Tätigkeit aufgenommen. Die Betriebssatzung für den Eigenbetrieb NürnbergBad vom 08. Juli 2003 wurde am 16. Juli 2003 im Amtsblatt der Stadt Nürnberg veröffentlicht. Die letzte Änderung der Betriebssatzung erfolgte durch Satzung vom 07. April 2020.

Der Eigenbetrieb NürnbergBad bewirtschaftet alle städtischen Hallenbäder:  Südstadtbad,  Nordostbad,  Katzwangbad,  Langwasserbad;

und alle städtischen Freibäder:  Stadionbad,  Westbad,  Naturgartenbad.

NürnbergBad ist für die Planung und Durchführung der Maßnahmen zur Sanierung und Attraktivitätssteigerung verantwortlich.

Die wesentlichen Maßnahmen bisher waren:

 2008 / 2009 – Südstadtbad; Sanierung, Erweiterung um Außenbereich und Saunalandschaft

 Dezember 2009 – Nordostbad; Erweiterung Außenbereich

 September 2010 bis Juli 2011 – Westbad; vollständige Erneuerung

 Mai 2013 bis Juli 2015 – Langwasserbad; Neubau

 Februar 2017 bis Mai 2017 – Nordostbad; Neubau einer Röhrenrutsche

 Juli 2017 bis Oktober 2017 – Nordostbad; Neugestaltung des Vorplatzes

 2018 – Maßnahmen zur Verbesserung der Barrierefreiheit im Stadionbad; Umbau und Neugestaltung des Eingangsbereichs im Katzwangbad

 Im Oktober 2020 beauftragte der Nürnberger Stadtrat den Eigenbetrieb NürnbergBad mit der Generalsanierung und Wiedereröffnung des Volksbades. Die Umsetzung erfolgt durch eine Projektorganisation. Projektleiter ist der Zweite Werkleiter des Eigenbetriebs. Die Wiedereröffnung des Volksbades ist für Ende des Jahres 2024 geplant.

In den vorliegenden Unterlagen ist die Planung für das Wirtschaftsjahr 2023 des Eigenbetriebs NürnbergBad dargestellt.

2. Erfolgsplan

Die Ermittlung der Planansätze im Erfolgsplan (Anlage 2) erfolgt aufgrund der Zahlen des Jahresabschlusses 2021 und der Ist-Situation des fortgeschrittenen Wirtschaftsjahres 2022, unter Berücksichtigung der Corona und Ukraine bedingten Einflüsse.

2.1 Umsatzerlöse

Zur Ermittlung der Umsatzerlöse wird berücksichtigt, dass ein vollständiger Normalbetrieb für das Jahr 2023 noch nicht sicher erscheint. Es wird mit 900.000 Besucher für das Gesamtjahr 2023 geplant (2021: 420.901 Besucher / 2020: 445.720 Besucher / 2019: 1.182.000 Besucher)

2.2 Material und Instandhaltung

Der Aufwand für Gas, Strom, Wasser und Heizung (Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe) wurde aus den Verbrauchsdaten der Vergangenheit und unter Berücksichtigung der aktuellen Entwicklungen aus dem Ukraine-Krieges ermittelt. Gegenüber den 2021 Zahlen im Bereich der Aufwendungen für Brennstoffe und Strom wurde mit einem deutlichen Anstieg für das Jahr 2023 eingeplant (Brennstoffe: + 70 % ggü. 2021/Strom: + 56 % ggü. 2021). Sollte es infolge des Ukraine-Krieges zu einem Energieengpass kommen, könnte für den Eigenbetrieb die Leistungserbringung zumindest zeitweise Infrage gestellt sein. Aktuell hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz die sogenannte Frühwarnstufe des Notfallplans Gas ausgerufen. Dies hat für NürnbergBad noch keine Konsequenzen. Sollte jedoch die sogenannte Notfallstufe erreicht werden, dürfen Freizeiteinrichtungen nicht mehr mit einer durchgehenden Energieversorgung rechnen. Denn in dieser Notfallstufe ist die Bundesnetzagentur aufgefordert, durch hoheitliche Maßnahmen die Gasversorgung zu regulieren. Hierfür hat sie bereits angekündigt, dass Schwimmbäder, Spaßbäder und Freizeiteinrichtungen sich als erstes auf Abschaltungen bei der Energiebelieferung einstellen müssten.

Die Aufwendungen für bezogene Leistungen beinhalten Aufwendungen für den Bauunterhalt (Anlage 3) mit 827 TEUR sowie für die Fremdreinigung mit 500 TEUR.

2.3 Personalaufwand

Die Tarifeinigung vom 25.10.2020 sieht folgende stufenweise Erhöhungen der Tabellenentgelte vor:  ab 01.04.2021: 1,4 %  ab 01.04.2022: 1,8 % Die Tarifeinigung hat eine Laufzeit bis 31.12.2022.

Der Jahresabschluss 2021 weist Gesamtpersonalkosten von 4.368 TEUR (2020: 4.475 TEUR) aus. Der Anstieg der Inflation in 2022 könnte sich auch bei den Personalkosten des Bäderbetriebes in 2023 auswirken. NürnbergBad plant mit folgenden Tarif-Erhöhungen: 2023 3 % 2024 2,8 % 2025 2,5 % 2026 2,3 %

Es wird von Gesamtpersonalkosten i.H.v. 4.676 TEUR in 2023 ausgegangen.

2.4 Abschreibungen

Es wurden lineare Abschreibungszeiten auf Grundlage der AfA-Tabelle für den Wirtschaftszweig „Heil-, Kur-, Sport- und Freizeitbäder“ des Bundesministeriums der Finanzen vom 09. Mai 1995 angewandt.

Für das Jahr 2023 wird mit Abschreibungen in Höhe von 2.016 TEUR geplant.

Die Entwicklung der Abschreibungen ist im Finanzplan 2022 – 2026 dargestellt. Den Abschreibungen steht kein unmittelbarer Liquiditätsabfluss gegenüber, allerdings wird das Jahresergebnis (Erfolgsplan) dadurch belastet.

2.5 Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen für z.B. Verwaltungskostenerstattungen, Miete, Öffentlichkeitsarbeit, Bürobedarf, Beratungsgebühren, Gutachten, Honorare Hochbauamt, Gärtnereileistungen, Winterdienst, Instandhaltung und Wartung der Gebäude, Betriebsvorrichtungen und technischen Anlagen veranschlagt.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen werden 2023 mit 1.600 TEUR eingeplant

2.6 Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Für das Jahr 2023 ist eine Kreditaufnahme für Investitionen i.H.v. 14.924 TEUR vorgesehen. (siehe Vermögensplan). Die sich aus den Krediten ergebenden Zinsaufwendungen in Höhe von 626 TEUR sind im Erfolgsplan berücksichtigt.

Zur Deckung der laufenden Ausgaben ist die Inanspruchnahme eines Kassenkredites nötig.

2.7 Kassenkredit

Als Kassenkreditmittel reichen die in Art. 73 Abs. 2 GO veranschlagten 1/6 der im Erfolgsplan vorgesehenen Erträge nicht aus. Um den reibungslosen Betriebsablauf und eine fristgerechte Bezahlung der Kreditorenrechnungen zu gewährleisten ist eine Summe von 9,9 Mio. EUR als Kassenkredit eingeplant.

3. Vermögensplan

Im Vermögensplan werden 250 TEUR als Investitionspauschale für Energiespar- und Klimaschutzmaßnahmen ausgewiesen.

Weiterhin sind 1.304 TEUR für sonstige Investitionen geplant. Insbesondere die nötige Instandsetzung der Badewassertechnik für das Katzwangbad und das Nordostbad i.H.v. insgesamt 750 TEUR und die Verbesserung der Wegesituation vor verschiedenen Bädern, inkl.

Verkehrssicherung und Erhöhung der Fahrradstellplätze i.H.v. 300 TEUR stehen für den überwiegenden Teil der sonstigen Investitionen.

Für das Projekt Volksbad sind in 2023 Baukosten in Höhe von brutto 25,5 Mio EUR (netto 21,4 Mio. EUR) eingeplant. Bis 2026 wird von Gesamtbaukosten für das Projekt i.H.v. brutto 67,6 Mio EUR (netto 56,8 Mio. EUR) ausgegangen. Die für das Volksbad anfallende Vorsteuer auf die Kosten kann zu ca. 90 % geltend gemacht werden und wird auf der Mittelherkunftsseite unter dem Punkt „4. Rückzahlung Vorsteuerüberhang durch Finanzamt“ berücksichtigt.

4. Stellenplan

Anlage 10 zeigt in der Übersicht den Stellenplan für 2023.

5. Finanzplan

Der Finanzplan für die Zeit von 2022 bis 2026 weist einen Finanzbedarf von 113,87 Mio. EUR aus. Diese Summe beinhaltet für den genannten Zeitraum 2022 – 2026 angenommene Investitionen für das Projekt Volksbad in Höhe von brutto 63,8 Mio. EUR (netto 53,6 Mio. EUR).

Auf der Mittelherkunftsseite sind neben den erwarteten Verlustausgleichszahlungen durch die Stadt und der Rückzahlung aus dem Vorsteuerüberhang durch das Finanzamt, die Kreditaufnahme, als auch die Förderungen i.H.v. 25,4 Mio EUR für das Projekt Volksbad berücksichtigt.

Behandlung Verlustausgleich

Der Verlustausgleich der Stadt Nürnberg beläuft sich lt. Erfolgsplan im Jahr 2023 auf 8.123.983 EUR.

In Anlage 9 ist die Entwicklung des Verlustausgleiches gemäß § 8 EBV dargestellt.

Der vorliegende Wirtschaftsplan ist mit dem Finanzreferat abgestimmt.

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