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Sachverhaltsdarstellung

Anlage · 06.07.2022 · PDF ansehen · Originaldokument im RIS ↗

Maschinell extrahierter Text. Verbindlich ist das Originaldokument.

Falsche Polizisten - Gemeinsame Präventionsarbeit von Stadt und Polizei

Antrag der CSU-Stadtratsfraktion vom 14.03.2022

1. Aktuelle Lage

Die aktuelle Situation wurde zuletzt im Sicherheitsrat am 05.05.2022 erörtert. An den Sitzungen des Sicherheitsrats nehmen die Leitungsebenen des Polizeipräsidiums, der Staatsanwaltschaft sowie seitens der Stadt Nürnberg BgA, BDR, RA, OA sowie 3. BM teil. Hier informierte die Polizei über die aktuellen Tricks und Erschwernisse bei (vor allem Call- Center-)Betrügereien:

 Spam-Anrufe: Aktuell ruft vermeintlich „Europol“ an und fordert per Computerstimme auf, die Taste 1 (oder xy) zu drücken, um nähere Informationen über angeblich missbrauchte Daten des Opfers zu erhalten; im Anschluss werden sodann in der Regel Beträge zwischen 5.000 € und 8.000 € vom Opfer eingefordert.

 Vermehrt finden WhatsApp-Betrügereien statt: Unbekannte geben sich dort als Sohn oder Tochter der Betroffenen aus, deren Handy nicht mehr funktioniere und sie darüber hinaus in akuter Geldnot seien: „Bitte überweise 1.000 € bis 1.500 €“; hier täglich ca. 45 Fälle (davon durchschnittlich zwei erfolgreich).

 z.T. haben die Betrüger perfide Ideen: Die Betroffenen sollen beispielweise Geld und Schmuck im Staubsauger verstecken, um einen bevorstehenden Einbruch und Diebstahl wertvoller Gegenstände zu vereiteln. Dann wird durch die Täter, die sich ebenfalls als Polizisten ausgeben, ein neutraler Kurierdienst mit Abholung des Staubsaugers beauftragt, um diesen in scheinbare Sicherheit zu bringen.

 Die Objekte der Opfer werden oftmals überwacht, so dass bei polizeilich empfohlenen Übergaben zum Schein die Betrugsaktion abgebrochen und damit eine Festnahme vereitelt wird.

 Die Opfer sind in der Regel 50+ Jahre alt, die Telefonate erstrecken sich z. T. über Stunden. In derartigen Stresssituationen wird es selbst gut informierten Personen erschwert, rationale Entscheidungen zu treffen.

 Die Call-Center sitzen in der Regel im Ausland, was die Ermittlungen insgesamt erschwert. Hier gibt es aber bereits eine vernetzte, grenzüberschreitende Zusammenarbeit mit Polizeibehörden außerhalb Deutschlands.

 Wie professionell die Täter vorgehen, zeigt schon die Tatsache, dass Know-how und Adresspakete für Betrügereien verkauft werden.

Die Staatsanwaltschaft ist sich der Tragweite der Problematik umfassend bewusst. Bei nachgewiesenen Fällen wurden bis auf eine Ausnahme bislang stets Haftstrafen ohne Bewährung gegen Täter verhängt.

Die Dunkelziffer bei den Taten ist aber insgesamt sehr hoch. Nach den Erfahrungen der Polizei erfolgt die Tatermittlung teilweise über Nachbarn, die fremde Autos vor ihrer Haustüre feststellen und diese der Polizei melden. Ein wichtiges Mittel der Prävention ist daher neben der Aufklärung, medialen Berichterstattung vor allem auch die Mundpropaganda im Bekannten- und Verwandtenkreis.

2. Zusammenarbeit Stadt Nürnberg - Polizei

Hauptakteur in Sachen Präventionsarbeit innerhalb der Stadtverwaltung Nürnberg ist - da es sich bei den Geschädigten in der Regel um Personen handelt, deren Alter 50+ beträgt - das Seniorenamt (SenA). Dort ist die Grundproblematik bestens bekannt und es besteht eine gute Vernetzung zur Nürnberger Kriminalpolizei.

Nachfolgend werden die Aktivitäten des Seniorenamts und seiner Partner zur Prävention Trickbetrug in Zusammenarbeit mit der Kriminalpolizei Nürnberg dargestellt:

Seniorenamt / Fachbereich Quartiersentwicklung und Seniorennetzwerke:

 Hinweis im Koordinierenden-Treffen am 24.02.2022: „Wegen aktuell gehäufter Vorkommnisse im Bereich „Trickbetrug“ bei älteren Menschen, werden die Koordinatorinnen und Koordinatoren gebeten, wieder verstärkt bei Seniorinnen und Senioren, aber auch bei den Netzwerkakteuren auf das Thema hinzuweisen.“

 Kooperation mit Herrn Walter Carl, Kriminalhauptkommissar im Kriminalfachdezernat 3 Nürnberg, zuletzt Weiterleitung einer E-Mail zum Thema Enkeltrick, Falsche Amtsträger, Schockanrufe mit Infoblättern zum Thema „Falscher Polizist“ und „Trickbetrug“ (E-Mail vom 14.12.2021). Herr Carl ist auch immer wieder Gast am Runden Tisch Seniorenarbeit in einigen Seniorennetzwerken und klärt über das Phänomen auf.

 Verteilung von folgenden Informationsbroschüren, die vom Kriminalfachdezernat 3 Nürnberg an die Seniorennetzwerke Nürnberg im April 2021 herausgegeben wurden: o 220 Broschüren „Gut beraten im hohen Alter“ o 220 Flyer „Vorsicht Trickbetrüger“ o 220 Informationsblätter „Corona Zeit ist Betrüger Zeit“

 Verteilung folgender Broschüren der Polizei bei der Messe inviva (09. und 10.03.2022):  DINA 4 Broschüre „Gut beraten im hohen Alter“  DINA 5 Broschüre „Im Alter sicher leben“  DINA 5 Broschüre „Sicher Wohnen“  Flyer „Einbruchsschutz zahlt sich aus“  Flyer Vorsicht Betrüger!“  „Tipps für ein sicheres Zuhause“  Türschild „Ich lasse keine Unbekannten in meine Wohnung!“

 Über das Freiwilligenmanagement im Seniorenamt wurden o am 16.06.2020 an 90 ältere Menschen folgende Informationsmaterialien der Kriminalpolizei versandt:  Merkblatt „Coronazeit ist Betrüger-Zeit“  gelbes Türschild für die Haustür  gelber Handzettel mit der Übersicht aller wichtigen Telefonnummern  DINA4 Broschüre „Im Alter sicher leben“

o am 21.03.2021 an 230 Ehrenamtliche folgende Informationsmaterialien der Kriminalpolizei versandt:  Merkblatt „Coronazeit ist Betrüger-Zeit“  Faltblatt „Vorsicht Betrüger – Trickbetrug am Telefon“  DINA5 Broschüre „Im Alter sicher leben“

o am 13.09.2021 Plakate bzw. Vorlage Handzettel zu „Verhaltenstipps Schockanrufe“ und „Vorsicht Trickbetrug“ an die Koordinatoren*innen der Seniorennetzwerke per Mail zur Weitergabe an ältere Menschen versandt.

 Informationen aus den Seniorennetzwerken (SNW):

o SNW Langwasser:

 Immer wieder Hinweise auf diese Art der Betrügereien bei Veranstaltungen für Seniorinnen und Senioren, insbesondere dann, wenn es wieder einmal einen besonders spektakulären Fall von Enkeltrick oder Schockanrufen gab.

 Im Mai 2022 war der Stammtisch zu Gast im SIGENA-Treffpunkt, dort hielt Herr Carl den üblichen Vortrag zu Trickbetrug.

 Handzettel und Broschüren der Polizei werden regelmäßig verteilt.

o SNW Altenfurt/Brunn/Fischbach/Moorenbrunn:

 Am 02.05.2022 Vortrag Herr Carl zum Thema „Schockanrufe und Verhalten im Öffentlichen Raum“

o SNW Nordstadt:

 27.01.20: Herr Kunze von der Kriminalpolizei hält einen Vortrag im Netzwerk zum Thema „Senioren im Visier von Trickbetrügern“.

 29.10.21: Herr Carl von der Kriminalpolizei hält einen Vortrag im Netzwerk zum Thema „Schockanrufe und mehr“.

o SNW Nordostbahnhof:

 Regelmäßiges Auslegen und Aufhängen von Broschüren und Handzetteln der Kriminalpolizei.  10.03.2020: Die Polizeipuppenbühne ist mit dem Stück „Gunda und Gerch“ (hier geht es um Trickbetrug) zu Gast im SNW Nordostbahnhof.

o SNW Ziegelstein/Buchenbühl:

 22.01.2020: Sicher unterwegs- Gefahren erkennen – Risiken ausschließen mit Herrn Kunze: Inhalt wurde von Herrn Kunze geändert auf „Trickbetrug“.

 Es wurden zwei Termine im Herbst 2021 in Buchenbühl Himmelfahrt und bei St. Georg Ziegelstein gehalten von Herrn Carl zum Thema Trickbetrug.

o SNW St. Johannis:

 8.11.21: bei Tabea+ Zivilcourage mit Herrn Carl – Inhalt wurde geändert auf „Trickbetrug“.

o SNW Eberhardshof/Muggenhof/Gostenhof:

 07.03.2022 – Seniorenstammtisch (Vortrag zum Thema Betrug am Telefon

telefonisch beraten, den Vortrag hat Frau Miller, Koordinatorin des SNW, gehalten)

 22.04.2022 – Café Eberhard (Vortrag zum Thema Betrug am Telefon durch Herrn Carl)

o SNW Wöhrd:

 Infoveranstaltungen der Kriminalpolizei im SNW Wöhrd am 27.09.2019, am 29.11.2019 und am 24.09.2021

o SNW Südstadt West:

 „Schockanrufe und aktuelle Kriminalphänomene“ (Referent: Hauptkommissar Walter Carl): Zwei Veranstaltungen im Jahr 2021 (SIGENA Nachbarschaftstreffe Gibitzenhof und Südstadtforum)

 geplant sind zwei weitere Veranstaltungen im Herbst 2022

o SNW Südstadt Ost:

 Im Mai 2022 fanden 2 Veranstaltungen zum Thema „Schockanrufe und aktuelle Kriminalphänomene“ statt (Referent: Hauptkommissar Walter Carl) im Treff Bleiweiß und im Zeltnerschloß

Stadtseniorenrat (StSR):

Der Stadtseniorenrat Nürnberg arbeitet bereits seit Jahren mit der Kriminalprävention des Nürnberger Polizeipräsidiums zusammen und nutzt seine Möglichkeiten und Reichweite, Nürnberger Seniorinnen und Senioren vor Trickbetrügereien zu warnen, z.B. im Rahmen von Veranstaltungen mit der Polizei – was leider in den vergangenen beiden Jahren pandemiebedingt nicht möglich war.

Über seine Website Stadtseniorenrat (nuernberg.de) informiert der StSR mit aktuellen Beiträgen. Aktuell in diesem Jahr: „Achtung: Betrug am Telefon“ im Januar 2022 mit einem Link auf einen Newsletterbeitrag des StSR Nr.1/2022: Achtung, Betrug am Telefon! (nuernberg.de) – entlehnt beim Familienblog Nürnberg (Bündnis für Familie): Betrug am Telefon: „Sichern Sie sich Ihren Gewinn, indem Sie auf Taste 1 drücken!“ - Familienblog - Bündnis für Familie (nuernberg.de)

Am 03.03.22 verfasste der StSR (Arbeitskreis Sicherheit und Vorstand) ein Schreiben „Warnung des Stadtseniorenrates Nürnberg an alle Nürnberger Seniorinnen und Senioren: Vorsicht Telefonbetrug!“ Achtung, Betrug am Telefon! (nuernberg.de). Gleichzeitig ging dieses Schreiben mit einem PDF für Aushänge an alle Seniorennetzwerke, Kirchengemeinden und Bürgervereine. Als DIN A3-Plakat hängt es im und am Heilig-Geist-Haus, Handzettel liegen aus. Die Warnung wurde auch eingestellt im Newsletter Nr.2/2022 "Zur Sache" - Neues vom Stadtseniorenrat - Stadtseniorenrat (nuernberg.de)

Auf seiner Website hat der StSR ständige Rubriken, die regelmäßig überprüft und gepflegt werden, wie Achtung: Betrug am Telefon! - Stadtseniorenrat (nuernberg.de) und Warnung vor dem Enkeltrick! - Stadtseniorenrat (nuernberg.de) sowie mit Beiträgen und Linkempfehlungen zum Thema Datenschutz oder zur digitalen Selbstverteidigung (z.B. Silvertipps).

Weitere Kommunikations- und Veranstaltungsarbeit Seniorenamt:

 Im Rahmen eines Rundbriefs an rd. 280 ehrenamtliche Leitungen von Seniorenclubs wurden im März 2021 verschiedene Informationsmaterialien der Polizei (u.a. „Corona Zeit ist Betrüger Zeit“ und „Vorsicht: Falscher Polizist am Telefon“) versandt.

 Im aktuellen Veranstaltungsprogramm des Seniorenamts fand am 18. Mai die Informationsveranstaltung „Schockanrufe und aktuelle Kriminalphänomene“ im Treff Bleiweiß statt. Hier informierte Polizeihauptkommissar Walter Carl über aktuelle Kriminalfälle im Raum Nürnberg wie z.B. Schockanrufe und Enkeltrick und gab Tipps, wie man sich schützen kann.

3. Weitere Möglichkeiten (Vorschau)

Seniorinnen und Senioren werden über die unterschiedlichen Netzwerke und regelmäßige Berichterstattung in den herkömmlichen Medien regelmäßig erreicht. Wichtig wäre dagegen, zusätzlich jüngere Menschen für die Thematik zu sensibilisieren, um so die aktuellen Tricks und Betrugsmaschen innerhalb der Familie und gegenüber älteren Verwandten zu thematisieren. Nach Rücksprache mit KOM (Amt für Kommunikation und Stadtmarketing) ist eine Darstellung der Problematik in den Sozialen Medien der Stadt Nürnberg grundsätzlich machbar. Dabei könnte auch anlassunabhängig (z.B. am „Welt-Seniorentag“) einer der Filme der Polizei zum Thema oder die Vorstellung eines aktuellen Falles dargestellt werden. Die Kriminalprävention der Polizei steht der Idee einer Präsentation auf den Social-Media- Kanälen der Stadt Nürnberg sehr aufgeschlossen gegenüber. Sie wird prüfen, welcher Film / Spot geeignet wäre und dann Kontakt zur Stadt aufnehmen.

Mit Unterstützung der Geschäftsführer der Taxizentrale Nürnberg wurde das Infoblatt „Tipps der Polizei für Taxifahrer“ großen Teilen der süddeutschen Taxiunternehmer bekannt gemacht. Ergänzend wurde bei der Tagung der Taxiunternehmer Mittel-/Süddeutschlands in Nürnberg ein Vortrag abgehalten. Derzeit ist ein Aufkleber in Planung, der analog eines Projektes in Nordrhein-Westfalen für die Taxis entworfen werden soll.

Zusätzlich wird auf Grund der bisherigen Erkenntnisse der mittelfränkischen Polizeiarbeit und damit zusammenhängender Opferreaktionen folgender neuer Ansatz vom Sachbereich Prävention des PP Mittelfranken beleuchtet:

Grundsätzlich wissen die Betroffenen, dass es den Phänomenbereich gibt, nahezu allen Opfern war der Trick bekannt. Durch gezielte Informationen der Täter in den ersten Sätzen wird ein Reiz ausgelöst, der einen Teilbereich des Gehirns, die sogenannte „Amygdala“, aktiviert. Dies führt zu einer Stress- und Angstreaktion, die ein rationales Denken nicht oder nur eingeschränkt zulässt. Das heißt konkret, die Betroffenen verspüren in der Situation vor allem Angst und Druck, sind in einem Tunnel und merken dabei nicht, dass sie gerade Opfer eines Call-Center-Betrugs sind.

Diesen Ansatz möchte das PP Mittelfranken nun gezielt in den polizeilichen Botschaften transportieren. Der Sachbereich Prävention des PP Mittelfranken ist gerade dabei, gemeinsam mit ihrem Social-Media-Team einen Spot zu kreieren, der hierüber informiert und entsprechende Tipps gibt, wie man unter entsprechenden Druck und Stress-Situationen reagiert.

Eine Auslegung bzw. Aushang von Informationsmaterial zur Sensibilisierung und Aufklärung von betroffenen Zielgruppen und deren Angehörigen kann jederzeit in städtischen Einrichtungen erfolgen. Jedenfalls die Dienststellen mit entsprechendem Bürgerkontakt (Bürgerdienststellen, Bibliothek, Schwimmbäder, Stadtteilläden etc.) wären aus Sicht der Präventionsarbeit geeignet und auch bereit, hier regelmäßig entsprechende Informationen und Aufklärung zur Verfügung zu stellen. Die Verteilung des von der Polizei zur Verfügung gestellten Infomaterials wird dabei durch ZD erfolgen.

Eine „Brottütenaktion“, wie sie bereits in der Vergangenheit in einem anderen Kontext durchgeführt wurde, könnte hier ebenfalls analog initiiert werden. Auf Brottüten von verschiedenen Bäckereien könnte dann ein Aufdruck wie etwa „Enkeltrick – nicht mit mir“ eventuell mit einer Rufnummer der Stadt und / oder der Polizei angebracht werden. Gegen eine Neuauflage dieser Form der Information spricht allerdings, dass die Druckplatten verhältnismäßig teuer sind und bislang kein Sponsor gefunden wurde, der diese Aktion unterstützen würde. Für 29.500 Brottüten fielen 2021 bei einer ähnlichen Aktion 1272,20 € Kosten an, wobei hier die Druckplatten wiederverwendet werden konnten. Im Vorjahr waren für 30.000 Tüten 1585,72 € angefallen. Inwiefern eine „Brottüten-Aktion“ auch tatsächlich ihr Aufklärungsziel erreicht, kann dagegen mangels Erfahrung nicht beziffert werden. Um die Zusammenarbeit zu diesem Thema zu aktivieren sowie ein eventuelles Sponsoring zu erreichen, wurden seitens BDR die Bayerische Landesapothekerkammer, der Ärztliche Kreisverband Nürnberg, die Industrie- und Handelskammer Nürnberg und die Handwerkskammer für Mittelfranken angeschrieben.

4. Fazit

Die Zusammenarbeit des Seniorenamtes mit der Polizei funktioniert dank dem außerordentlich hohen Engagement der Beteiligten ausgezeichnet. Dabei werden die nachgeordneten Gremien sehr gut koordiniert. Durch den jetzt gestellten Antrag der CSU-Stadtratsfraktion wurde die Koordinierungsarbeit der Dienststelle nochmals oder erstmals ausführlich dargestellt und somit kann intern überprüft werden, ob noch Nachbesserungsmöglichkeiten bestehen. Gleichzeitig wurden auch zusätzliche Verknüpfungsmöglichkeiten, z.B. zu KOM erkannt und die Synergieeffekte werden künftig genutzt, indem z.B. von der Polizei erstellte Clips durch KOM gegebenenfalls medial weiterverbreitet werden und eine Vielzahl von Aufklärungsmöglichkeiten für alle Personengruppen geschaffen werden.

Letztendlich ist der Dreh- und Angelpunkt für eine spürbare Verbesserung der Situation die Aufklärung des speziell betroffenen Personenkreises dahingehend, Taktiken und Verhaltensstrategien aufzuzeigen, die für eine akute Stresssituation wappnen. Das PP Mittelfranken und die beteiligten Nürnberger Dienststellen werden in der Präventionsarbeit die Besonderheiten und Strategien bei den Tatausführungen aktuell aufgreifen, um zeitnah entsprechend gegenzusteuern.

Nürnberg, 14.06.2022 Ordnungsamt

gez. Kurr (3268)

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