Haushaltssperre

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Positionsbestimmung 2022

Anlage · 06.04.2022 · PDF ansehen · Originaldokument im RIS ↗

Energie & Versorgung Verkehr & Mobilität Wirtschaft & Arbeit Haushalt & Finanzen Kultur, Sport & Freizeit

Maschinell extrahierter Text. Verbindlich ist das Originaldokument.

Wirtschafts- und Wissenschaftsreferat

Abbildung 1

Wirtschaftsstandort nürnberg

positionsbestimmung 2022

Inhalt

Seite

Bevölkerung 4

Beschäftigte 5

Branchen 6

Arbeitsmarkt 8

Wirtschaftsleistung 10

Industrie 11

IKT-Sektor 12

Einzelhandel 13

Gewerbesteuer 14

Grußwort

Sehr geehrte Damen und Herren,

nach erfolgsverwöhnten Jahren mit einem stetigen Wachstum der Nürnberger Wirtschaft waren die Auswirkungen der Corona-Pandemie ab dem Frühjahr 2020 auch in Nürnberg deutlich spürbar. Auch wenn einige der Corona-Auswirkungen immer noch anhalten und einige Branchen, vor allem im Dienstleistungssektor, noch stark eingeschränkt sind, ist Nürnberg mittlerweile wieder deutlich auf Erfolgskurs. Dies ist auch ein Zeichen für die hohe Resilienz, die der Standort - im Gegensatz zur früheren Krisenanfälligkeit - inzwischen aufweist. Die Beschäftigtenzahlen steigen, die Arbeitslosenzahlen sinken und der Bestand an offenen Stellen liegt inzwischen sogar wieder über dem Vorkrisenniveau. Allerdings bleiben die Herausforderungen groß: Die Transformation der Automobilindustrie, Probleme bei den Lieferketten und steigende Energiepreise. Auch der Krieg in der Ukraine hat erhebliche wirtschaftliche Auswirkungen. Dennoch bleibt festzustellen: Nürnberg ist ein attraktiver Wirtschaftsstandort mit guten Perspektiven. High-Tech-, Industrie- und Dienstleistungsunternehmen schätzen das hervorragende Innovations- Ökosystem und die perfekte Anbindung. Ein breites Angebot wissensintensiver Produkte und Lösungen in allen Wirtschaftsbereichen sowie massive Investitionen in den Wissensstandort - hervorzuheben ist hier die Neugründung der Technischen Universität Nürnberg - bilden zentrale Entwicklungsmotoren und Bausteine für Resilienz in Krisenzeiten. Das vielschichtige Arbeitsmarktpotenzial und das gute Angebot an Infrastruktur und Kultur oder zuletzt die Gründung der neuen Technischen Universität Nürnberg sind weitere Bausteine für Nürnbergs Stellung als attraktiver Standort. Die vorliegende Auswertung „Positionsbestimmung 2022“ zeigt, wie erfolgreich sich Nürnberg entwickelt und im Wettbewerb der Wirtschaftsstandorte positioniert und bietet Ihnen einen aktuellen Überblick über die wichtigsten Daten und Indikatoren zum Wirtschaftsstandort.

Dr. Michael Fraas

Wirtschafts- und Wissenschaftsreferent der Stadt Nürnberg

Bevölkerung

Corona dämpft Aufwärtstrend bei Bevölkerungswachstum Verringerter Zuzug

Laut Einwohnermelderegister 538 000 waren im Dezember 2021 530.222 Personen mit ihrem 534 000

535 886 Bevölkerung mit Hauptwohnung in Nürnberg 535 746

532 331

532 194 529 407

526 920

516 770

513 339

09 005

530 222 Hauptwohnsitz in Nürnberg ge-

530 000 meldet. Innerhalb der letzten 526 000 zwei Corona-Jahre ist Nürnbergs 522 000 Bevölkerungszahl damit um 1,1% zurückgegangen. Die 518 000 wesentliche Ursache dafür liegt in 514 000 der Corona-Pandemie. 510 000 Seit Oktober 2021 nimmt die 506 000 Zahl der Einwohnerinnen und 502 000 Einwohner wieder deutlich zu.

498 000

Wohnbevölkerung mit Hauptwohnsitz in Nürnberg laut Einwohnermelderegister

Quelle: Amt für Stadtforschung und Statistik für Nürnberg und Fürth

Abbildung 2

Quelle: CTZ Nürnberg; © Steffen Oliver Riese

Beschäftigte

Stabilisierung der Nürnbergs Beschäftigtenzahl erholt sich wieder

Beschäftigtenzahl

Nach kurzzeitigem, Coronabedingten Absinken der Beschäf-

314 648 3 zialversicherungspflichtig Beschäftigte im Stadtgebiet Nürnberg 311 312

309 0

294 200 295 693

269 483

272 049 264 202 265 288

64 187

254 599 252 469

SV-Beschäftigte jeweils am 30.06.

12 129

tigtenzahlen fand im Jahr 2021 So wieder eine deutliche Gegenbewegung statt. Mit 312.129 Beschäftigten (Stand: Juni 2021) gehen mittlerweile nahezu wieder so viele Menschen im Stadtgebiet Nürnberg einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung nach wie vor der Corona- Krise. Dies belegt die relativ resiliente Wirtschaftsstruktur Nürnbergs dank gutem Bran- 8788899091929394959697989900010203040506070809101112131415161718192021 chenmix.

Entwicklung der sozialversicherungspflichtig Beschäftigtenzahl am Arbeitsort Nürnberg, jeweils zum Stand 30. Juni

Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit

Leicht unterdurchschnittlicher Beschäftigtenzuwachs zum Vorjahr

Positive Beschäftigungs-

entwicklung

Veränderung der Gesamtbeschäftigung zum Vorjahr (von Juni 2020 zu Juni 2021) Bochum 3,4% Bielefeld 3,0% Berlin 2,8% Münster 2,8% Köln 2,0% Bonn 2,0% Leipzig 1,9% Wuppertal 1,9% Dortmund 1,7% Duisburg 1,4% Hannover 1,4% Düsseldorf 1,4% München 1,2% Bremen 1,2% Hamburg 1,1% Stuttgart 1,0% Durchschnitt der 20 Nürnberg 1,0% größten deutschen Essen 0,3% Städte: 1,6 % Frankfurt a M 0,2% Dresden 0,1% Mittelfranken 1,1% Metropolregion… 1,1% Bayern 1,2% Deutschland 1,4%
3,4%
2,0% 2,0% 1,9% 1,9%
1,7% %
1,4 1,4% 1,4% % % 1,4
1,2 1,2% 1,1% 1,0% 1,0% 1,1% 1,1% 1,2
Durc größ Städ hschnitt d ten deutsc te: 1,6 % er 20 hen
3%
%

Im Vergleich zum Vorjahr konnten alle der zwanzig größten Städte Deutschlands Beschäftigtenanstiege verzeichnen. Der Zuwachs in Nürnberg fällt leicht unterdurchschnittlich aus. Die Beschäftigung in Nürnberg ist im Vergleich zum Vorjahr „nur“ um 1% angestiegen. Allerdings unterscheidet sich Nürnbergs Entwicklung kaum von der Entwicklung in den bayerischen bzw. süddeutschen Regionen, was an strengeren Corona-bedingten Beschränkungen liegen könnte.

Entwicklung der sozialversicherungspflichtig Beschäftigtenzahlen am jeweiligen Arbeitsort; die 20 größten deutschen Städte im Vergleich

Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit

Branchen

Pandemiebedingt starke Zuwächse bei Verkehr, Gesundheit und IuK Wachstum beim

Frühindikator Zeitarbeit

Deutliche Beschäftigungsverschiebungen gab es innerhalb des Wirtschaftsabschnitts der Arbeitnehmerüberlassung (ANÜ) 2.613 sonstigen wirtschaftlichen Dienst- Verkehr und Lagerei Gesundheitswesen leistungen. Information und Kommunikation 551 Baugewerbe 422 Während es bei den sonstigen Öff. Verwaltung, Verteidigung, SV, ext. Org. 374 Erziehung und Unterricht 245 wirtschaftlichen Dienstleistungen Heime und Sozialwesen 177

Herst. überwieg. häusl. konsumierter Güter 119 Finanz- u. Versicherungsdienstleist. 62 sung -, wie z.B. dem Sicherheits-, Herstellung von Vorleistungsgütern 26 dem Reinigungsgewerbe oder Land-, Forstwirtschaft, Fischerei -8 Zu-bzw. Abnahme der Handel, Instandhaltung/ Reparatur Kfz -33 sozialversicherungspflichtig dem Facility Management, z.B. Immobilien, freiber./wiss./techn. Dienstl. -137 Sonst. Dienstl. u. private Haushalte -138 Beschäftigten nach durch Homeoffice oder fehlende Wirtschaftsbereichen Metall-, Elektro-, Stahlindustrie -166 am Arbeitsort Nürnberg Großveranstaltungen, Beschäfti- Gastgewerbe -5 Sonst. wirtschaftl. Dienstleist. (ohne ANÜ) -938 von Juni 2020 bis Juni 2021. gungsrückgänge gab (-938 Personen), wurden bei der Arbeit- Entwicklung der sozialversicherungspflichtig Beschäftigtenzahlen nach Branchen am Arbeitsort Nürnberg Hinweis: Der hohe Beschäftigungsrückgang bei den Energieversorgern lässt sich auf Zuordnungskorrekturen zurückführen. nehmerüberlassung die

Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit

Personalstände stark aufgebaut (+2.613 Beschäftigte).

Abbildung 3

Quelle: VAG - Horst Gautier

Branchen

Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort Nürnberg nach Branchen

1-Jahres-Veränderung
Anteil an der
Branche Juni 21 Gesamt- Juni 20 2020 zu 2021
beschäftigung absolut in %
Insgesamt 312 129 100,0% 309 094 3 035 1,0%
A Land- und Forstwirtschaft, Fischerei; 1 513 0,5% 1 521 - 8 -0,5%
B, D, E Bergbau, Energie- und Wasserversorgung, Entsorgungswirtschaft 4 114 1,3% 6 101 - 1 987 -32,6%
C Verarbeitendes Gewerbe 45 174 14,5% 45 195 - 21 0,0%
davon Metall- und Elektroindustrie sowie Stahlindustrie (24-30, 32,33) 38 676 12,4% 38 842 - 166 -0,4%
F Baugewerbe 11 556 3,7% 11 134 422 3,8%
G Handel; Instandhaltung und Reparatur v. Kfz 36 480 11,7% 36 513 - 33 -0,1%
davon Handel und Reparatur von Kraftfahrzeugen (45) 4 533 1,5% 4 395 138 3,1%
Großhandel (ohne Handel mit Kfz.) (46) 14 222 4,6% 14 212 10 0,1%
Einzelhandel (ohne Handel mit Kfz.) (47) 17 758 5,7% 17 873 - 115 -0,6%
H Verkehr und Lagerei 25 124 8,0% 23 615 1 509 6,4%
I Gastgewerbe 8 669 2,8% 9 238 - 569 -6,2%
J Information und Kommunikation 26 865 8,6% 26 314 551 2,1%
K Erbringung von Finanz- und Versicherungsdienstleistungen 15 445 4,9% 15 383 62 0,4%
L Grundstücks- und Wohnungswesen 3 456 1,1% 3 578 - 122 -3,4%
M Erbringung von freiberuflichen, wissenschaftlichen und techni- 22 613 22 628 - 15
7,2% -0,1%
schen Dienstleistungen
N Erbringung von sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen 36 745 11,8% 35 070 1 675 4,8%
davon Überlassung von Arbeitskräften (782, 783) 13 922 4,5% 11 309 2 613 23,1%
O, U Öffentl. Verwaltung, Verteidigung; Sozialversicherung 18 866 6,0% 18 492 374 2,0%
P Erziehung und Unterricht 7 605 2,4% 7 360 245 3,3%
Q Gesundheits- und Sozialwesen 36 417 11,7% 35 327 1 090 3,1%
davon Gesundheitswesen (86) 20 128 6,4% 19 215 913 4,8%
Heime und Sozialwesen (87-88) 16 289 5,2% 16 112 177 1,1%
R Kunst, Unterhaltung und Erholung 2 237 0,7% 2 352 - 115 -4,9%
S Erbringung von sonstigen Dienstleistungen 8 937 2,9% 8 944 - 7 -0,1%
T Priv. Haushalte mit Hauspersonal; Herst. v. Waren u. Erbringung 313 0,1% 329 - 16 -4,9%
v. Dienstl. durch priv. Haushalte
Nach Sektoren:
A Land-, Forstwirtschaft und Fischerei 1 513 0,5% 1 521 - 8 -0,5%
B - F Produzierender Sektor 60 844 19,5% 62 430 - 1 586 -2,5%
G - U Dienstleistungssektor 249 772 80,0% 245 143 4 629 1,9%
Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit

Arbeitsmarkt

Nach kurzfristigem Anstieg wieder rückläufige Arbeitslosigkeit

Arbeitslosenzahlen nähern

Arbeitslose im Monat Dezember 31 058 29 966 24 182 21 942 22 831 20 586 19 027 18 690 19 695 19 295 17 651 15 991 14 998 14 487

sich dem Vorkrisenniveau

Im Dezember 2019, also vor der Pandemie, lag die Arbeitslosenquote bei 4,9% - der niedrigste Wert seit 28 Jahren. Im Jahr 2020 stieg die Quote an. Inzwischen ist die Zahl nahezu auf das Vorkrisenniveau gesunken. Im Dezember 2021 waren 15.991 Menschen in Nürnberg arbeitslos gemeldet - das entspricht einer Arbeitslosenquote von 5,3%.

31 058 29 966

4 182 21 942 22 831 20 586

19 027 18 6 19 695 19 295 17 651

14 998 14 487

Entwicklung der Dezember-Arbeitslosenzahlen im Stadtgebiet Nürnberg

Quelle: Bundesagentur für Arbeit

Niedrige Arbeitslosenquote im Großstadtvergleich

Vergleichsweise günstige

München 4,0 % Stuttgart 4,3 % Arbeitslosenquoten Nürnberg 5,3 % vom Dezember 2021 Dresden 5,4 % der größten deutschen Städte Frankfurt a. M. 5,8 % Leipzig 6,1 % Hamburg 6,6 % Region Hannover 6,9 % Düsseldorf 6,9 % Bochum 8,4 % Wuppertal 8,5 % Köln 8,6 % Berlin 8,8 % Bremen 9,3 % Essen 9,9 % Dortmund 10,5 % Duisburg 11,6 %

Arbeitsmarktlage

Im bundesweiten Vergleich der größten deutschen Städte nimmt Nürnberg eine hervorragende Position ein und hat nach München und Stuttgart die drittniedrigste Arbeitslosenquote.

Arbeitslosenquoten in den Stadtkreisen der großen deutschen Städte mit mind. 350.000 EW; bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen.

Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit; jeweils im Dezember 2021

Arbeitsmarkt

Rückgang der Nürnberg unter den Städten mit dem größten Arbeitslosenrückgang

%

Arbeitslosigkeit

In Deutschland erholen sich die Arbeitslosenzahlen. Im Vergleich zum Dezember 2020 gingen in Nürnberg im Dezember 2021 die Arbeitslosenzahlen um 14,4% zurück. Unter den großen Städten mit mehr als 350.000 Einwohnerinnen und Einwohnern ist das der fünftgrößte Rückgang. Essen

Stuttgart
Leipzig
München
Frankfurt a. M.
Nürnberg
amburg
üsseldorf
Bremen
Dresden
Berlin
uppertal
Region Hannover

-20,1% -18,7% -16,8% -15,5% -14,4% -13,8% -13,8% -13,6% -11,5% -11,4% -10,8% -9,6% Rückgang der -9,5% Arbeitslosenzahlen zum Vorjahr -9,0% -8,7% -7,6% -7,0% -19,0% -14,0%

Köln
Bochum
ortmund
Duisburg

D

Bayern Deutschland

Veränderung der Arbeitslosenzahlen von Dezember 2020 zu 2021 in Prozent; Quelle: Bundesagentur für Arbeit; Stadtkreise der großen deutschen Städte mit mind. 350.000 EW in Vergleich

Bestand an offenen Stellen übertrifft Vorkrisenniveau

Aufnahmefähiger

Arbeitsmarkt

Ende 2021 waren der Arbeitsagentur für das Stadtgebiet

Bestandgemeldetersozialversicherungspflichtiger

Nürnberg 6.914 zu besetzende

Arbeitsstellenin Nürnberg

sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsangebote gemeldet. Das sind 42,2% mehr offene Stellen als auf dem Höhepunkt der Krise im Jahr 2020 und 5,6% mehr als zum Vorkrisenjahr 2019.

6 951 6 914
6 482 6 156 6 545
5 271 4 863
3 805
3 418
2 546

2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021

Bestand der bei der Bundesagentur für Arbeit gemeldeten sozialversicherungspflichtigen Arbeitsstellen für das Stadtgebiet Nürnberg;

jeweils im Monat Dezember

Quelle: Bundesagentur für Arbeit

Wirtschaftsleistung

Überproportional hohes Bruttoinlandsprodukt Hohe Wirtschaftsleistung

In Nürnberg wird ein überpropor-

Wirtschaftskraft Nürnbergs im Städtevergleich

tional hohes Bruttoinlandsprodukt (BIP) erzeugt. Obwohl Nürnberg nach Bevölkerungsgröße die 14. größte Stadt Deutschlands ist, liegt es mit einem BIP von 32,3 Mrd. Euro an 9. Stelle der 20 größten deutschen Städte. Größenbereinigt - in der Pro- Kopf-Betrachtung - erreicht Nürnberg mit einer erwirtschafteten Leistung von über 62.000 €

Rang nach Bruttoinlandsprodukt BIP 2019 Bruttoinlandsprodukt
Einwohnerzahl (absolut) in Mrd. € je Einwohnerin und Einwohner in Euro
1 Berlin 1 Berlin 156,8 Frankfurt a. M. 96 670 Stuttgart 91 228 Düsseldorf 85 540 München 82 719 Bonn 82 081 Hamburg 67 017 Nürnberg 62 314 Köln 61 073 Münster 57 708 Bremen 51 485 Hannover (Reg.) 47 899 Essen 45 013 Berlin 42 886 Bielefeld 42 426 Bruttoinlandsprod Dresden 41 948 der größten deuts Dortmund 40 713 Städte zu Marktpre Leipzig 38 762 Wuppertal 37 183 Duisburg 35 482 Bochum 34 862
2 Hamburg 2 Hamburg 123,6
3 München 3 München 122,2
4 Hannover (Reg.) 4 Frankfurt am Main 73,3
5 Köln 5 Köln 66,4
6 Frankfurt a. M. 6 Stuttgart 58,0
7 Stuttgart 7 Hannover (Region) 55,4
8 Düsseldorf 8 Düsseldorf 53,1
9 Leipzig 9 Nürnberg 32,3
10 Dortmund 10 Bremen 29,3
11 Essen 11 Bonn 27,0
12 Bremen 12 Essen 26,2
13 Dresden 13 Dortmund 23,9
14 Nürnberg 14 Dresden 23,3
15 Duisburg 15 Leipzig 22,9
16 Bochum 16 Münster 18,2
17 Wuppertal 17 Duisburg 17,7
18 Bielefeld 18 Bielefeld 14,2
19 Bonn 19 Wuppertal 13,2
20 Münster 20 Bochum 12,8

ukte

chen je Einwohnerin und Einwohner

isen sogar Rang 7 der 20 größten

deutschen Städte. Im Vergleich zum Vorjahr ist das Nürnberger BIP um 2,0% angewachsen. Quelle: Arbeitskreis „Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder“; eigene Darstellung

Wertschöpfung durch

Ausgeglichener Branchenmix der Nürnberger Bruttowertschöpfung

Branchenvielfalt

Ein ausgewogener Branchen- und 35 Mrd. € Unternehmensmix verleiht Nürnbergs Wirtschaft Stabilität. 30 Mrd. € Sowohl das verarbeitende Gewerbe als auch die unterneh- 25 Mrd. € mensbezogenen Dienstleister mit den Unternehmen der Finanz-, 20 Mrd. € Versicherungs- und Immobilienwirtschaft und die weiteren 15 Mrd. € Dienstleistungsbranchen sind wichtige Säulen der lokalen 10 Mrd. € Wertschöpfung. Wichtige Impulse und wachsende Wachstums- 5 Mrd. € beiträge liefert in den letzten Jahren u.a. die Informations-und 0 Mrd. € Kommunikationswirtschaft. 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019

Branchenanteil an der gesamten BWS absolut in % Veränderung 2009 zu 2019
0,03 Mrd. € 0,1% 5,84 Mrd. € 20,1% 8,96 Mrd. € 30,8% 7,68 Mrd. € 26,4% 1,13 Mrd. € 3,9% 4,77Mrd. € 16,4% 0,67 Mrd. € 2,3% + 30,0% + 47,5% + 36,1% + 58,1% + 126,6% + 50,6% - 8,3%

Gesamt BWS 2019: 29,1 Mrd. Euro

Land-und Forstwirt.

Öffentliche und sonst. Dienstl., Erziehung und Gesundheit, Priv. Haushalte

Finanz-, Versicherungs-, Immobilien und Unternehmensdienstl.

Handel, Verkehr, Gastgewerbe,

Information und Kommunikation Baugewerbe

Verarbeitendes Gewerbe Sonst. prod. Gewerbe

Bruttowertschöpfung (BWS) in der Stadt Nürnberg in jeweiligen Preisen nach Branchen Quelle: Arbeitskreis „Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder“; eigene Darstellung

Industrie

Ein wichtiger Industriesektor ist wichtiger Beschäftigungsträger in Nürnberg

Industriestandort

Das verarbeitende Gewerbe ist Anteil des verarbeitenden Gewerbes an allen Beschäftigten für Nürnberg von hoher Bedeu- Duisburg 18,8% tung. 14,5% aller Nürnberger Wuppertal 18,5% Stuttgart ,0% Beschäftigten sind in Unterneh- Bremen men des verarbeitenden Bielefeld Nürnberg Gewerbes tätig. Hannover Dresden Im Vergleich der 20 größten München Hamburg deutschen Städte liegt Nürnberg Dortmund dabei über dem Durchschnitt und Bochum Leipzig gehört zum oberen Drittel. Köln Düsseldorf Münster Berlin Essen Frankfurt a M Bonn

4,6%

Durchs größten Städte: chnitt de deutsch 10,1 % r 20 en

Anteile der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im verarbeitenden Gewerbe an allen Beschäftigten am jeweiligen Arbeitsort;

Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit; jeweils im Juni 2021

Nürnberg ist High-Tech- Nürnbergs Industrie ist stark wissensbasiert

Standort

Nürnbergs Anteil an Beschäf- Anteilder wissensintensivenIndustrieam gesamten 69,3% tigten in wissensintensiven verarbeitendenGewerbe 61,0% Industriebranchen an den Gesamtbeschäftigten im 51,0% 48,8% verarbeitenden Gewerbe liegt 45,4% 40,6% deutlich über dem Durchschnitt. Im Stadtgebiet arbeiten über 69% der Beschäftigten des verarbeitenden Sektors in wissensintensiven Branchen. In den anderen großen deutschen Städten beträgt dieser Anteil Deutschland Bayern Europäische Mittelfranken ø der 20 größten Stadt Nürnberg durchschnittlich 61%, in Metropolregion deutschen Städte Nürnberg Deutschland rund 45%.

Anteil der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in wissensintensiven Industriebranchen an den Gesamtbeschäftigten im verarbeitenden Gewerbe im Juni 2021; Abgrenzung der wissensintensiven Industrien nach NIWI/ISI/ZEW-Listen; WZ08-3-Steller. Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit und Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI)

IKT-Sektor

Spitzenwerte bei den Beschäftigten im IKT-Sektor

Starker IKT-Standort

Anteilder IKT-Branchenan der Gesamtbeschäftigung München 12,9% Bonn 11,5% Nürnberg 10,5% Dresden 10,0% Köln 9,4% Berlin 9,1% Stuttgart 9,0% Frankfurt a M 8,8% Hamburg 8,3% Leipzig 7,9% Münster 7,3% Dortmund 7,0% Düsseldorf 6,8% Hannover 6,8% Essen 5,9% Durchschnitt der Bremen 5,8% 20 größten Bielefeld 5,0% deutschen Bochum 4,8% Städte: 8,6 % Wuppertal 3,5% Duisburg 2,2% Mittelfranken 8,1% Metropolregion Nürnberg 5,5% Bayern 6,6% Deutschland 5,3%

Nürnberg zeichnet eine hohe Beschäftigtenquote in den zukunftsweisenden Branchen der Informations- und Kommunikationswirtschaft (IKT) aus. In Nürnberg sind 10,5% der Beschäftigten in diesen Wirtschaftsbereichen tätig. Nürnberg teilt sich im Vergleich der großen deutschen Städte zusammen mit München und Bonn die Spitzenplätze beim Beschäftigtenanteil im IKT-Sektor.

Beschäftigtenanteile der Informations- und Kommunikationswirtschaft (Produktion und Dienstleistung) an den Gesamtbeschäftigten,

Quelle: Bundesagentur für Arbeit, eigene Berechnungen; Juni 2021

Abbildung 4

Quelle: Forte Ideas / Stadt Nürnberg

Einzelhandel

Überdurchschnittliche Hohe Einzelhandelsumsätze in Nürnberg

Pro-Kopf-Umsätze im

München 140,7 Nürnberg 131,1 Düsseldorf 129,1 Stuttgart 123,9 Bundes- Köln durchschnitt 123,9 Hamburg = 100 117,9 Hannover (Region) 112,0 Dortmund 111,7 Frankfurt 111,7 Essen 110,2 Bochum 109,6 Bremen 108,8 Dresden 104,6 Umsatzkennziffer je Berlin 100,4 Einwohner* Wuppertal 97,9 Kaufkraftkennziffer je Duisburg 93,3 Einwohner** Leipzig 90,5 0 % 20 % 40 % 60 % 80 % 100 % 120 % 140 % 160 %

Bundes-
durchschnitt
= 100
93 90,

Nürnberger Einzelhandel

Nürnbergs Umsatzkennziffer beträgt 131,1. Der Umsatz je Einwohner/in liegt damit 31,1% über dem Bundesdurchschnitt (= 100) und ist um 27,8 Prozentpunkte höher als die Kaufkraft je Einwohnerin und Einwohner (Kaufkraftkennziffer = 103,3). Im Vergleich der großen deutschen Städte ist der Nürnberger Pro-Kopf-Einzelhandelsumsatz ein Spitzenwert. Gegenüber dem Vorjahr ist Nürnbergs Umsatz- * Umsatz je Einwohner im Vergleich zum Bundesdurchschnitt in % ** einzelhandelsrelevantes Einkommen je Einwohner im Vergleich zum Bundesdurchschnitt in % kennziffer zuletzt um 1,4 Pro- Die größten deutschen Städte mit mind. 350.000 Einwohnerinnen und Einwohnern im Vergleich.

Quelle: GfK-Basiszahlen 2022

zentpunkte zurückgegangen, die Kaufkraftkennziffer um Diesen Abschnittswechsel bitte nicht 0,7 Prozentpunkte. löschen bs -->

Attraktiver Einzel- Hohe Einkaufszentralität

handelsstandort

Einzelhandelszentralitätskennziffern Nürnberg 126,9 Dortmund 122,7 Bremen 119,1 Köln 117,7 Bochum 116,6 Essen 115,9 Duisburg 113,2 Dresden 112,3 Düsseldorf 111,7 Stuttgart 111,4 Hamburg 109,7 Hannover (Region) 109,7 München 107,9 Berlin 107,8 Wuppertal 106,0 Leipzig 101,6 Frankfurt 100,9 0 % 20 % 40 % 60 % 80 % 100 % 120 % 140 %

Die Zentralitätskennziffer Nürnbergs beträgt 126,9. Sie gibt das Verhältnis des Einzelhandelsumsatzes vor Ort zur vorhandenen einzelhandelsrelevanten Kaufkraft an. Im Nürnberger Einzelhandel wird demzufolge 26,9% mehr Umsatz gemacht, als die Menschen in Nürnberg an Kaufkraft haben. Das ist ein Hinweis auf die hohe Attraktivität des Einzelhandelsstandorts für Menschen von außerhalb.

Verhältnis des Einzelhandelsumsatzes zur vor Ort vorhandenen einzelhandelsrelevanten Kaufkraft Die größten deutschen Städte mit mind. 350.000 Einwohnerinnen und Einwohnern im Vergleich.

Quelle: GfK-Basiszahlen 2022

Gewerbesteuer

Gewerbesteuererträge stabilisieren sich Corona-Auswirkungen

Entwicklung der Gewerbesteuererträge in Nürnberg (in Mio. Euro) 550Mio. € 477 470 447 418 424 436 424 393 379 384 390 336 338 318 295 298 284 255 227 210 203 ca. 36% 40% 47% 49% 38% 40% 41% 38% 41% 38% 42% 43% 39% 38% 39% 39% 38% 3 c 8 a % . 38% 30% 34% 30% davon Steueranteil auswärtiger Unternehmen Gesamte Gewerbesteuererträge

mit Zeitverzug

Die Gewerbesteuererträge sind in hohem Grad konjunkturabhängig. Aufgrund der Corona-Pandemie kam es ab März 2020 zu stark rückläufigen Gewerbesteuereinnahmen. Mittlerweile hat das laufende Gewerbesteuer- Soll den Stand vor Ausbruch der Corona-Pandemie überschritten. Die im Vergleich zu den Vorjahren stark gestiegenen Gewerbesteuereingänge im Jahr 2021 stammen jedoch aus Jahresveranlagungen und Betriebsprüfungen für zurückliegende Jahre. Daher ist damit zu rechnen, dass die Auswirkungen der Corona- Pandemie zeitverzögert erst in Gewerbesteuer-Gesamtertrag vor Umlage in Mio. Euro. Die Prozentsätze geben den Anteil an der Gewerbesteuer von Unternehmen an, die ihren Sitz außerhalb Nürnbergs haben. den Folgejahren spürbar werden.

Entwicklung der Gewerbesteuererträge in Nürnberg (in Mio. Euro) 550M 477
470 447 418 424 436 424 393 379 384 390
295 284 318 336 338 298
255 227 210 203
ca.
36% 40% 47% 49% 38% 40% 41% 38% 41% 38% 42% 43% 39% 38% 39% 39% 38% ca. 38% 38%
34%
30% 30%

Quelle: Kassen- und Steueramt der Stadt Nürnberg

Gewerbesteuer von hoher Bedeutung für Nürnbergs Stadthaushalt

Gewerbesteuer ist größte

Einnahmequelle der Stadt

Die Gewerbesteuer ist der wichtigste Bestandteil der Steuer- Erwartete Zusammensetzung der erträge im Nürnberger Haushalt.

Steuererträge der Stadt Nürnberg 2022 Sie trägt in großem Maße dazu

bei, dass die Stadt ihre Aufgaben

Einkommen- Umsatzsteuer zum Gemeinwohl finanziell

steuer

7,7% erfüllen kann.

32,0%

Grundsteuer B

sonstige Fast die Hälfte (48,5% im Plan-

11,6%

Steuern ansatz 2022) der städtischen

0,3%

Steuereinnahmen entfallen auf

Gewerbe-

steuer die Gewerbesteuer.

48,5%

Quelle: Referat für Finanzen, Personal und IT; Eckdaten und Vorbericht zum Haushaltsplan der Stadt Nürnberg 2022

Erfolgreich in Nürnberg agierende Unternehmen schaffen Arbeitsplätze, Ausbildungsmöglichkeiten, Einkommen und Wohlstand für die Menschen und für die Stadt insgesamt. Mit zahlreichen Maßnahmen und Projekten arbeitet das Wirtschafts- und Wissenschaftsreferat mit seinen Dienststellen, insbesondere der Wirtschaftsförderung Nürnberg, daran, dass der Wirtschaftsstandort Nürnberg zukunftsfähig und attraktiv bleibt.

Mehr Informationen unter www.wirtschaft.nuernberg.de.

impressum

Herausgeberin Stadt Nürnberg Wirtschafts- und Wissenschaftsreferat Theresienstraße 9, 90403 Nürnberg Redaktion Wirtschaftsförderung Nürnberg Theresienstraße 9, 90403 Nürnberg

Stand Februar 2022

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