Wirtschafts- und Wissenschaftsreferat
Wirtschaftsstandort nürnberg
positionsbestimmung 2022
Inhalt
Seite
Bevölkerung 4
Beschäftigte 5
Branchen 6
Arbeitsmarkt 8
Wirtschaftsleistung 10
Industrie 11
IKT-Sektor 12
Einzelhandel 13
Gewerbesteuer 14
Grußwort
Sehr geehrte Damen und Herren,
nach erfolgsverwöhnten Jahren mit einem stetigen Wachstum der Nürnberger Wirtschaft waren die Auswirkungen der Corona-Pandemie ab dem Frühjahr 2020 auch in Nürnberg deutlich spürbar. Auch wenn einige der Corona-Auswirkungen immer noch anhalten und einige Branchen, vor allem im Dienstleistungssektor, noch stark eingeschränkt sind, ist Nürnberg mittlerweile wieder deutlich auf Erfolgskurs. Dies ist auch ein Zeichen für die hohe Resilienz, die der Standort - im Gegensatz zur früheren Krisenanfälligkeit - inzwischen aufweist. Die Beschäftigtenzahlen steigen, die Arbeitslosenzahlen sinken und der Bestand an offenen Stellen liegt inzwischen sogar wieder über dem Vorkrisenniveau. Allerdings bleiben die Herausforderungen groß: Die Transformation der Automobilindustrie, Probleme bei den Lieferketten und steigende Energiepreise. Auch der Krieg in der Ukraine hat erhebliche wirtschaftliche Auswirkungen. Dennoch bleibt festzustellen: Nürnberg ist ein attraktiver Wirtschaftsstandort mit guten Perspektiven. High-Tech-, Industrie- und Dienstleistungsunternehmen schätzen das hervorragende Innovations- Ökosystem und die perfekte Anbindung. Ein breites Angebot wissensintensiver Produkte und Lösungen in allen Wirtschaftsbereichen sowie massive Investitionen in den Wissensstandort - hervorzuheben ist hier die Neugründung der Technischen Universität Nürnberg - bilden zentrale Entwicklungsmotoren und Bausteine für Resilienz in Krisenzeiten. Das vielschichtige Arbeitsmarktpotenzial und das gute Angebot an Infrastruktur und Kultur oder zuletzt die Gründung der neuen Technischen Universität Nürnberg sind weitere Bausteine für Nürnbergs Stellung als attraktiver Standort. Die vorliegende Auswertung „Positionsbestimmung 2022“ zeigt, wie erfolgreich sich Nürnberg entwickelt und im Wettbewerb der Wirtschaftsstandorte positioniert und bietet Ihnen einen aktuellen Überblick über die wichtigsten Daten und Indikatoren zum Wirtschaftsstandort.
Dr. Michael Fraas
Wirtschafts- und Wissenschaftsreferent der Stadt Nürnberg
Bevölkerung
Corona dämpft Aufwärtstrend bei Bevölkerungswachstum Verringerter Zuzug
Laut Einwohnermelderegister 538 000 waren im Dezember 2021 530.222 Personen mit ihrem 534 000
535 886 Bevölkerung mit Hauptwohnung in Nürnberg 535 746
532 331
532 194 529 407
526 920
516 770
513 339
09 005
530 222 Hauptwohnsitz in Nürnberg ge-
530 000 meldet. Innerhalb der letzten 526 000 zwei Corona-Jahre ist Nürnbergs 522 000 Bevölkerungszahl damit um 1,1% zurückgegangen. Die 518 000 wesentliche Ursache dafür liegt in 514 000 der Corona-Pandemie. 510 000 Seit Oktober 2021 nimmt die 506 000 Zahl der Einwohnerinnen und 502 000 Einwohner wieder deutlich zu.
498 000
Wohnbevölkerung mit Hauptwohnsitz in Nürnberg laut Einwohnermelderegister
Quelle: Amt für Stadtforschung und Statistik für Nürnberg und Fürth
Quelle: CTZ Nürnberg; © Steffen Oliver Riese
Beschäftigte
Stabilisierung der Nürnbergs Beschäftigtenzahl erholt sich wieder
Beschäftigtenzahl
Nach kurzzeitigem, Coronabedingten Absinken der Beschäf-
314 648 3 zialversicherungspflichtig Beschäftigte im Stadtgebiet Nürnberg 311 312
309 0
294 200 295 693
269 483
272 049 264 202 265 288
64 187
254 599 252 469
SV-Beschäftigte jeweils am 30.06.
12 129
tigtenzahlen fand im Jahr 2021 So wieder eine deutliche Gegenbewegung statt. Mit 312.129 Beschäftigten (Stand: Juni 2021) gehen mittlerweile nahezu wieder so viele Menschen im Stadtgebiet Nürnberg einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung nach wie vor der Corona- Krise. Dies belegt die relativ resiliente Wirtschaftsstruktur Nürnbergs dank gutem Bran- 8788899091929394959697989900010203040506070809101112131415161718192021 chenmix.
Entwicklung der sozialversicherungspflichtig Beschäftigtenzahl am Arbeitsort Nürnberg, jeweils zum Stand 30. Juni
Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit
Leicht unterdurchschnittlicher Beschäftigtenzuwachs zum Vorjahr
Positive Beschäftigungs-
entwicklung
| Veränderung der Gesamtbeschäftigung zum Vorjahr (von Juni 2020 zu Juni 2021) Bochum 3,4% Bielefeld 3,0% Berlin 2,8% Münster 2,8% Köln 2,0% Bonn 2,0% Leipzig 1,9% Wuppertal 1,9% Dortmund 1,7% Duisburg 1,4% Hannover 1,4% Düsseldorf 1,4% München 1,2% Bremen 1,2% Hamburg 1,1% Stuttgart 1,0% Durchschnitt der 20 Nürnberg 1,0% größten deutschen Essen 0,3% Städte: 1,6 % Frankfurt a M 0,2% Dresden 0,1% Mittelfranken 1,1% Metropolregion… 1,1% Bayern 1,2% Deutschland 1,4% | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 3,4% | |||||||
| 2,0% 2,0% 1,9% 1,9% | |||||||
| 1,7% % | |||||||
| 1,4 1,4% 1,4% % % 1,4 | |||||||
| 1,2 1,2% 1,1% 1,0% 1,0% 1,1% 1,1% 1,2 | |||||||
| Durc größ Städ | hschnitt d ten deutsc te: 1,6 % | er 20 hen | |||||
| 3% | |||||||
| % |
Im Vergleich zum Vorjahr konnten alle der zwanzig größten Städte Deutschlands Beschäftigtenanstiege verzeichnen. Der Zuwachs in Nürnberg fällt leicht unterdurchschnittlich aus. Die Beschäftigung in Nürnberg ist im Vergleich zum Vorjahr „nur“ um 1% angestiegen. Allerdings unterscheidet sich Nürnbergs Entwicklung kaum von der Entwicklung in den bayerischen bzw. süddeutschen Regionen, was an strengeren Corona-bedingten Beschränkungen liegen könnte.
Entwicklung der sozialversicherungspflichtig Beschäftigtenzahlen am jeweiligen Arbeitsort; die 20 größten deutschen Städte im Vergleich
Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit
Branchen
Pandemiebedingt starke Zuwächse bei Verkehr, Gesundheit und IuK Wachstum beim
Frühindikator Zeitarbeit
Deutliche Beschäftigungsverschiebungen gab es innerhalb des Wirtschaftsabschnitts der Arbeitnehmerüberlassung (ANÜ) 2.613 sonstigen wirtschaftlichen Dienst- Verkehr und Lagerei Gesundheitswesen leistungen. Information und Kommunikation 551 Baugewerbe 422 Während es bei den sonstigen Öff. Verwaltung, Verteidigung, SV, ext. Org. 374 Erziehung und Unterricht 245 wirtschaftlichen Dienstleistungen Heime und Sozialwesen 177
- ohne Arbeitnehmerüberlas-
Herst. überwieg. häusl. konsumierter Güter 119 Finanz- u. Versicherungsdienstleist. 62 sung -, wie z.B. dem Sicherheits-, Herstellung von Vorleistungsgütern 26 dem Reinigungsgewerbe oder Land-, Forstwirtschaft, Fischerei -8 Zu-bzw. Abnahme der Handel, Instandhaltung/ Reparatur Kfz -33 sozialversicherungspflichtig dem Facility Management, z.B. Immobilien, freiber./wiss./techn. Dienstl. -137 Sonst. Dienstl. u. private Haushalte -138 Beschäftigten nach durch Homeoffice oder fehlende Wirtschaftsbereichen Metall-, Elektro-, Stahlindustrie -166 am Arbeitsort Nürnberg Großveranstaltungen, Beschäfti- Gastgewerbe -5 Sonst. wirtschaftl. Dienstleist. (ohne ANÜ) -938 von Juni 2020 bis Juni 2021. gungsrückgänge gab (-938 Personen), wurden bei der Arbeit- Entwicklung der sozialversicherungspflichtig Beschäftigtenzahlen nach Branchen am Arbeitsort Nürnberg Hinweis: Der hohe Beschäftigungsrückgang bei den Energieversorgern lässt sich auf Zuordnungskorrekturen zurückführen. nehmerüberlassung die
Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit
Personalstände stark aufgebaut (+2.613 Beschäftigte).
Quelle: VAG - Horst Gautier
Branchen
Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort Nürnberg nach Branchen
| 1-Jahres-Veränderung | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Anteil an der | ||||||
| Branche | Juni 21 | Gesamt- | Juni 20 | 2020 zu 2021 | ||
| beschäftigung | absolut | in % | ||||
| Insgesamt | 312 129 | 100,0% | 309 094 | 3 035 | 1,0% | |
| A | Land- und Forstwirtschaft, Fischerei; | 1 513 | 0,5% | 1 521 | - 8 | -0,5% |
| B, D, E | Bergbau, Energie- und Wasserversorgung, Entsorgungswirtschaft | 4 114 | 1,3% | 6 101 | - 1 987 | -32,6% |
| C | Verarbeitendes Gewerbe | 45 174 | 14,5% | 45 195 | - 21 | 0,0% |
| davon | Metall- und Elektroindustrie sowie Stahlindustrie (24-30, 32,33) | 38 676 | 12,4% | 38 842 | - 166 | -0,4% |
| F | Baugewerbe | 11 556 | 3,7% | 11 134 | 422 | 3,8% |
| G | Handel; Instandhaltung und Reparatur v. Kfz | 36 480 | 11,7% | 36 513 | - 33 | -0,1% |
| davon | Handel und Reparatur von Kraftfahrzeugen (45) | 4 533 | 1,5% | 4 395 | 138 | 3,1% |
| Großhandel (ohne Handel mit Kfz.) (46) | 14 222 | 4,6% | 14 212 | 10 | 0,1% | |
| Einzelhandel (ohne Handel mit Kfz.) (47) | 17 758 | 5,7% | 17 873 | - 115 | -0,6% | |
| H | Verkehr und Lagerei | 25 124 | 8,0% | 23 615 | 1 509 | 6,4% |
| I | Gastgewerbe | 8 669 | 2,8% | 9 238 | - 569 | -6,2% |
| J | Information und Kommunikation | 26 865 | 8,6% | 26 314 | 551 | 2,1% |
| K | Erbringung von Finanz- und Versicherungsdienstleistungen | 15 445 | 4,9% | 15 383 | 62 | 0,4% |
| L | Grundstücks- und Wohnungswesen | 3 456 | 1,1% | 3 578 | - 122 | -3,4% |
| M | Erbringung von freiberuflichen, wissenschaftlichen und techni- | 22 613 | 22 628 | - 15 | ||
| 7,2% | -0,1% | |||||
| schen Dienstleistungen | ||||||
| N | Erbringung von sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen | 36 745 | 11,8% | 35 070 | 1 675 | 4,8% |
| davon | Überlassung von Arbeitskräften (782, 783) | 13 922 | 4,5% | 11 309 | 2 613 | 23,1% |
| O, U | Öffentl. Verwaltung, Verteidigung; Sozialversicherung | 18 866 | 6,0% | 18 492 | 374 | 2,0% |
| P | Erziehung und Unterricht | 7 605 | 2,4% | 7 360 | 245 | 3,3% |
| Q | Gesundheits- und Sozialwesen | 36 417 | 11,7% | 35 327 | 1 090 | 3,1% |
| davon | Gesundheitswesen (86) | 20 128 | 6,4% | 19 215 | 913 | 4,8% |
| Heime und Sozialwesen (87-88) | 16 289 | 5,2% | 16 112 | 177 | 1,1% | |
| R | Kunst, Unterhaltung und Erholung | 2 237 | 0,7% | 2 352 | - 115 | -4,9% |
| S | Erbringung von sonstigen Dienstleistungen | 8 937 | 2,9% | 8 944 | - 7 | -0,1% |
| T | Priv. Haushalte mit Hauspersonal; Herst. v. Waren u. Erbringung | 313 | 0,1% | 329 | - 16 | -4,9% |
| v. Dienstl. durch priv. Haushalte | ||||||
| Nach Sektoren: | ||||||
| A | Land-, Forstwirtschaft und Fischerei | 1 513 | 0,5% | 1 521 | - 8 | -0,5% |
| B - F | Produzierender Sektor | 60 844 | 19,5% | 62 430 | - 1 586 | -2,5% |
| G - U | Dienstleistungssektor | 249 772 | 80,0% | 245 143 | 4 629 | 1,9% |
| Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit |
Arbeitsmarkt
Nach kurzfristigem Anstieg wieder rückläufige Arbeitslosigkeit
Arbeitslosenzahlen nähern
Arbeitslose im Monat Dezember 31 058 29 966 24 182 21 942 22 831 20 586 19 027 18 690 19 695 19 295 17 651 15 991 14 998 14 487
sich dem Vorkrisenniveau
Im Dezember 2019, also vor der Pandemie, lag die Arbeitslosenquote bei 4,9% - der niedrigste Wert seit 28 Jahren. Im Jahr 2020 stieg die Quote an. Inzwischen ist die Zahl nahezu auf das Vorkrisenniveau gesunken. Im Dezember 2021 waren 15.991 Menschen in Nürnberg arbeitslos gemeldet - das entspricht einer Arbeitslosenquote von 5,3%.
31 058 29 966
4 182 21 942 22 831 20 586
19 027 18 6 19 695 19 295 17 651
14 998 14 487
Entwicklung der Dezember-Arbeitslosenzahlen im Stadtgebiet Nürnberg
Quelle: Bundesagentur für Arbeit
Niedrige Arbeitslosenquote im Großstadtvergleich
Vergleichsweise günstige
München 4,0 % Stuttgart 4,3 % Arbeitslosenquoten Nürnberg 5,3 % vom Dezember 2021 Dresden 5,4 % der größten deutschen Städte Frankfurt a. M. 5,8 % Leipzig 6,1 % Hamburg 6,6 % Region Hannover 6,9 % Düsseldorf 6,9 % Bochum 8,4 % Wuppertal 8,5 % Köln 8,6 % Berlin 8,8 % Bremen 9,3 % Essen 9,9 % Dortmund 10,5 % Duisburg 11,6 %
Arbeitsmarktlage
Im bundesweiten Vergleich der größten deutschen Städte nimmt Nürnberg eine hervorragende Position ein und hat nach München und Stuttgart die drittniedrigste Arbeitslosenquote.
Arbeitslosenquoten in den Stadtkreisen der großen deutschen Städte mit mind. 350.000 EW; bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen.
Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit; jeweils im Dezember 2021
Arbeitsmarkt
Rückgang der Nürnberg unter den Städten mit dem größten Arbeitslosenrückgang
%
Arbeitslosigkeit
In Deutschland erholen sich die Arbeitslosenzahlen. Im Vergleich zum Dezember 2020 gingen in Nürnberg im Dezember 2021 die Arbeitslosenzahlen um 14,4% zurück. Unter den großen Städten mit mehr als 350.000 Einwohnerinnen und Einwohnern ist das der fünftgrößte Rückgang. Essen
| Stuttgart | ||
|---|---|---|
| Leipzig | ||
| München | ||
| Frankfurt a. M. | ||
| Nürnberg | ||
| amburg | ||
| üsseldorf | ||
| Bremen | ||
| Dresden | ||
| Berlin | ||
| uppertal | ||
| Region Hannover |
-20,1% -18,7% -16,8% -15,5% -14,4% -13,8% -13,8% -13,6% -11,5% -11,4% -10,8% -9,6% Rückgang der -9,5% Arbeitslosenzahlen zum Vorjahr -9,0% -8,7% -7,6% -7,0% -19,0% -14,0%
| Köln | |
|---|---|
| Bochum | |
| ortmund | |
| Duisburg |
D
Bayern Deutschland
Veränderung der Arbeitslosenzahlen von Dezember 2020 zu 2021 in Prozent; Quelle: Bundesagentur für Arbeit; Stadtkreise der großen deutschen Städte mit mind. 350.000 EW in Vergleich
Bestand an offenen Stellen übertrifft Vorkrisenniveau
Aufnahmefähiger
Arbeitsmarkt
Ende 2021 waren der Arbeitsagentur für das Stadtgebiet
Bestandgemeldetersozialversicherungspflichtiger
Nürnberg 6.914 zu besetzende
Arbeitsstellenin Nürnberg
sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsangebote gemeldet. Das sind 42,2% mehr offene Stellen als auf dem Höhepunkt der Krise im Jahr 2020 und 5,6% mehr als zum Vorkrisenjahr 2019.
| 6 951 6 914 | ||
|---|---|---|
| 6 482 6 156 | 6 545 | |
| 5 271 | 4 863 | |
| 3 805 | ||
| 3 418 | ||
| 2 546 |
2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021
Bestand der bei der Bundesagentur für Arbeit gemeldeten sozialversicherungspflichtigen Arbeitsstellen für das Stadtgebiet Nürnberg;
jeweils im Monat Dezember
Quelle: Bundesagentur für Arbeit
Wirtschaftsleistung
Überproportional hohes Bruttoinlandsprodukt Hohe Wirtschaftsleistung
In Nürnberg wird ein überpropor-
Wirtschaftskraft Nürnbergs im Städtevergleich
tional hohes Bruttoinlandsprodukt (BIP) erzeugt. Obwohl Nürnberg nach Bevölkerungsgröße die 14. größte Stadt Deutschlands ist, liegt es mit einem BIP von 32,3 Mrd. Euro an 9. Stelle der 20 größten deutschen Städte. Größenbereinigt - in der Pro- Kopf-Betrachtung - erreicht Nürnberg mit einer erwirtschafteten Leistung von über 62.000 €
| Rang nach | Bruttoinlandsprodukt | BIP 2019 | Bruttoinlandsprodukt | |
|---|---|---|---|---|
| Einwohnerzahl | (absolut) | in Mrd. € | je Einwohnerin und Einwohner in Euro | |
| 1 Berlin | 1 | Berlin | 156,8 | Frankfurt a. M. 96 670 Stuttgart 91 228 Düsseldorf 85 540 München 82 719 Bonn 82 081 Hamburg 67 017 Nürnberg 62 314 Köln 61 073 Münster 57 708 Bremen 51 485 Hannover (Reg.) 47 899 Essen 45 013 Berlin 42 886 Bielefeld 42 426 Bruttoinlandsprod Dresden 41 948 der größten deuts Dortmund 40 713 Städte zu Marktpre Leipzig 38 762 Wuppertal 37 183 Duisburg 35 482 Bochum 34 862 |
| 2 Hamburg | 2 | Hamburg | 123,6 | |
| 3 München | 3 | München | 122,2 | |
| 4 Hannover (Reg.) | 4 | Frankfurt am Main | 73,3 | |
| 5 Köln | 5 | Köln | 66,4 | |
| 6 Frankfurt a. M. | 6 | Stuttgart | 58,0 | |
| 7 Stuttgart | 7 | Hannover (Region) | 55,4 | |
| 8 Düsseldorf | 8 | Düsseldorf | 53,1 | |
| 9 Leipzig | 9 | Nürnberg | 32,3 | |
| 10 Dortmund | 10 | Bremen | 29,3 | |
| 11 Essen | 11 | Bonn | 27,0 | |
| 12 Bremen | 12 | Essen | 26,2 | |
| 13 Dresden | 13 | Dortmund | 23,9 | |
| 14 Nürnberg | 14 | Dresden | 23,3 | |
| 15 Duisburg | 15 | Leipzig | 22,9 | |
| 16 Bochum | 16 | Münster | 18,2 | |
| 17 Wuppertal | 17 | Duisburg | 17,7 | |
| 18 Bielefeld | 18 | Bielefeld | 14,2 | |
| 19 Bonn | 19 | Wuppertal | 13,2 | |
| 20 Münster | 20 | Bochum | 12,8 |
ukte
chen je Einwohnerin und Einwohner
isen sogar Rang 7 der 20 größten
deutschen Städte. Im Vergleich zum Vorjahr ist das Nürnberger BIP um 2,0% angewachsen. Quelle: Arbeitskreis „Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder“; eigene Darstellung
Wertschöpfung durch
Ausgeglichener Branchenmix der Nürnberger Bruttowertschöpfung
Branchenvielfalt
Ein ausgewogener Branchen- und 35 Mrd. € Unternehmensmix verleiht Nürnbergs Wirtschaft Stabilität. 30 Mrd. € Sowohl das verarbeitende Gewerbe als auch die unterneh- 25 Mrd. € mensbezogenen Dienstleister mit den Unternehmen der Finanz-, 20 Mrd. € Versicherungs- und Immobilienwirtschaft und die weiteren 15 Mrd. € Dienstleistungsbranchen sind wichtige Säulen der lokalen 10 Mrd. € Wertschöpfung. Wichtige Impulse und wachsende Wachstums- 5 Mrd. € beiträge liefert in den letzten Jahren u.a. die Informations-und 0 Mrd. € Kommunikationswirtschaft. 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019
| Branchenanteil an der gesamten BWS absolut in % | Veränderung 2009 zu 2019 |
|---|---|
| 0,03 Mrd. € 0,1% 5,84 Mrd. € 20,1% 8,96 Mrd. € 30,8% 7,68 Mrd. € 26,4% 1,13 Mrd. € 3,9% 4,77Mrd. € 16,4% 0,67 Mrd. € 2,3% | + 30,0% + 47,5% + 36,1% + 58,1% + 126,6% + 50,6% - 8,3% |
Gesamt BWS 2019: 29,1 Mrd. Euro
Land-und Forstwirt.
Öffentliche und sonst. Dienstl., Erziehung und Gesundheit, Priv. Haushalte
Finanz-, Versicherungs-, Immobilien und Unternehmensdienstl.
Handel, Verkehr, Gastgewerbe,
Information und Kommunikation Baugewerbe
Verarbeitendes Gewerbe Sonst. prod. Gewerbe
Bruttowertschöpfung (BWS) in der Stadt Nürnberg in jeweiligen Preisen nach Branchen Quelle: Arbeitskreis „Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder“; eigene Darstellung
Industrie
Ein wichtiger Industriesektor ist wichtiger Beschäftigungsträger in Nürnberg
Industriestandort
Das verarbeitende Gewerbe ist Anteil des verarbeitenden Gewerbes an allen Beschäftigten für Nürnberg von hoher Bedeu- Duisburg 18,8% tung. 14,5% aller Nürnberger Wuppertal 18,5% Stuttgart ,0% Beschäftigten sind in Unterneh- Bremen men des verarbeitenden Bielefeld Nürnberg Gewerbes tätig. Hannover Dresden Im Vergleich der 20 größten München Hamburg deutschen Städte liegt Nürnberg Dortmund dabei über dem Durchschnitt und Bochum Leipzig gehört zum oberen Drittel. Köln Düsseldorf Münster Berlin Essen Frankfurt a M Bonn
4,6%
| Durchs größten Städte: | chnitt de deutsch 10,1 % | r 20 en |
|---|
Anteile der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im verarbeitenden Gewerbe an allen Beschäftigten am jeweiligen Arbeitsort;
Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit; jeweils im Juni 2021
Nürnberg ist High-Tech- Nürnbergs Industrie ist stark wissensbasiert
Standort
Nürnbergs Anteil an Beschäf- Anteilder wissensintensivenIndustrieam gesamten 69,3% tigten in wissensintensiven verarbeitendenGewerbe 61,0% Industriebranchen an den Gesamtbeschäftigten im 51,0% 48,8% verarbeitenden Gewerbe liegt 45,4% 40,6% deutlich über dem Durchschnitt. Im Stadtgebiet arbeiten über 69% der Beschäftigten des verarbeitenden Sektors in wissensintensiven Branchen. In den anderen großen deutschen Städten beträgt dieser Anteil Deutschland Bayern Europäische Mittelfranken ø der 20 größten Stadt Nürnberg durchschnittlich 61%, in Metropolregion deutschen Städte Nürnberg Deutschland rund 45%.
Anteil der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in wissensintensiven Industriebranchen an den Gesamtbeschäftigten im verarbeitenden Gewerbe im Juni 2021; Abgrenzung der wissensintensiven Industrien nach NIWI/ISI/ZEW-Listen; WZ08-3-Steller. Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit und Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI)
IKT-Sektor
Spitzenwerte bei den Beschäftigten im IKT-Sektor
Starker IKT-Standort
Anteilder IKT-Branchenan der Gesamtbeschäftigung München 12,9% Bonn 11,5% Nürnberg 10,5% Dresden 10,0% Köln 9,4% Berlin 9,1% Stuttgart 9,0% Frankfurt a M 8,8% Hamburg 8,3% Leipzig 7,9% Münster 7,3% Dortmund 7,0% Düsseldorf 6,8% Hannover 6,8% Essen 5,9% Durchschnitt der Bremen 5,8% 20 größten Bielefeld 5,0% deutschen Bochum 4,8% Städte: 8,6 % Wuppertal 3,5% Duisburg 2,2% Mittelfranken 8,1% Metropolregion Nürnberg 5,5% Bayern 6,6% Deutschland 5,3%
Nürnberg zeichnet eine hohe Beschäftigtenquote in den zukunftsweisenden Branchen der Informations- und Kommunikationswirtschaft (IKT) aus. In Nürnberg sind 10,5% der Beschäftigten in diesen Wirtschaftsbereichen tätig. Nürnberg teilt sich im Vergleich der großen deutschen Städte zusammen mit München und Bonn die Spitzenplätze beim Beschäftigtenanteil im IKT-Sektor.
Beschäftigtenanteile der Informations- und Kommunikationswirtschaft (Produktion und Dienstleistung) an den Gesamtbeschäftigten,
Quelle: Bundesagentur für Arbeit, eigene Berechnungen; Juni 2021
Quelle: Forte Ideas / Stadt Nürnberg
Einzelhandel
Überdurchschnittliche Hohe Einzelhandelsumsätze in Nürnberg
Pro-Kopf-Umsätze im
München 140,7 Nürnberg 131,1 Düsseldorf 129,1 Stuttgart 123,9 Bundes- Köln durchschnitt 123,9 Hamburg = 100 117,9 Hannover (Region) 112,0 Dortmund 111,7 Frankfurt 111,7 Essen 110,2 Bochum 109,6 Bremen 108,8 Dresden 104,6 Umsatzkennziffer je Berlin 100,4 Einwohner* Wuppertal 97,9 Kaufkraftkennziffer je Duisburg 93,3 Einwohner** Leipzig 90,5 0 % 20 % 40 % 60 % 80 % 100 % 120 % 140 % 160 %
| Bundes- | |
|---|---|
| durchschnitt | |
| = 100 | |
| 93 90, |
Nürnberger Einzelhandel
Nürnbergs Umsatzkennziffer beträgt 131,1. Der Umsatz je Einwohner/in liegt damit 31,1% über dem Bundesdurchschnitt (= 100) und ist um 27,8 Prozentpunkte höher als die Kaufkraft je Einwohnerin und Einwohner (Kaufkraftkennziffer = 103,3). Im Vergleich der großen deutschen Städte ist der Nürnberger Pro-Kopf-Einzelhandelsumsatz ein Spitzenwert. Gegenüber dem Vorjahr ist Nürnbergs Umsatz- * Umsatz je Einwohner im Vergleich zum Bundesdurchschnitt in % ** einzelhandelsrelevantes Einkommen je Einwohner im Vergleich zum Bundesdurchschnitt in % kennziffer zuletzt um 1,4 Pro- Die größten deutschen Städte mit mind. 350.000 Einwohnerinnen und Einwohnern im Vergleich.
Quelle: GfK-Basiszahlen 2022
zentpunkte zurückgegangen, die Kaufkraftkennziffer um Diesen Abschnittswechsel bitte nicht 0,7 Prozentpunkte. löschen bs -->
Attraktiver Einzel- Hohe Einkaufszentralität
handelsstandort
Einzelhandelszentralitätskennziffern Nürnberg 126,9 Dortmund 122,7 Bremen 119,1 Köln 117,7 Bochum 116,6 Essen 115,9 Duisburg 113,2 Dresden 112,3 Düsseldorf 111,7 Stuttgart 111,4 Hamburg 109,7 Hannover (Region) 109,7 München 107,9 Berlin 107,8 Wuppertal 106,0 Leipzig 101,6 Frankfurt 100,9 0 % 20 % 40 % 60 % 80 % 100 % 120 % 140 %
Die Zentralitätskennziffer Nürnbergs beträgt 126,9. Sie gibt das Verhältnis des Einzelhandelsumsatzes vor Ort zur vorhandenen einzelhandelsrelevanten Kaufkraft an. Im Nürnberger Einzelhandel wird demzufolge 26,9% mehr Umsatz gemacht, als die Menschen in Nürnberg an Kaufkraft haben. Das ist ein Hinweis auf die hohe Attraktivität des Einzelhandelsstandorts für Menschen von außerhalb.
Verhältnis des Einzelhandelsumsatzes zur vor Ort vorhandenen einzelhandelsrelevanten Kaufkraft Die größten deutschen Städte mit mind. 350.000 Einwohnerinnen und Einwohnern im Vergleich.
Quelle: GfK-Basiszahlen 2022
Gewerbesteuer
Gewerbesteuererträge stabilisieren sich Corona-Auswirkungen
Entwicklung der Gewerbesteuererträge in Nürnberg (in Mio. Euro) 550Mio. € 477 470 447 418 424 436 424 393 379 384 390 336 338 318 295 298 284 255 227 210 203 ca. 36% 40% 47% 49% 38% 40% 41% 38% 41% 38% 42% 43% 39% 38% 39% 39% 38% 3 c 8 a % . 38% 30% 34% 30% davon Steueranteil auswärtiger Unternehmen Gesamte Gewerbesteuererträge
mit Zeitverzug
Die Gewerbesteuererträge sind in hohem Grad konjunkturabhängig. Aufgrund der Corona-Pandemie kam es ab März 2020 zu stark rückläufigen Gewerbesteuereinnahmen. Mittlerweile hat das laufende Gewerbesteuer- Soll den Stand vor Ausbruch der Corona-Pandemie überschritten. Die im Vergleich zu den Vorjahren stark gestiegenen Gewerbesteuereingänge im Jahr 2021 stammen jedoch aus Jahresveranlagungen und Betriebsprüfungen für zurückliegende Jahre. Daher ist damit zu rechnen, dass die Auswirkungen der Corona- Pandemie zeitverzögert erst in Gewerbesteuer-Gesamtertrag vor Umlage in Mio. Euro. Die Prozentsätze geben den Anteil an der Gewerbesteuer von Unternehmen an, die ihren Sitz außerhalb Nürnbergs haben. den Folgejahren spürbar werden.
| Entwicklung der Gewerbesteuererträge in Nürnberg (in Mio. Euro) 550M 477 | |||||||||||||||||||||
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| 470 447 418 424 436 424 393 379 384 390 | |||||||||||||||||||||
| 295 284 | 318 | 336 338 298 | |||||||||||||||||||
| 255 227 210 203 | |||||||||||||||||||||
| ca. | |||||||||||||||||||||
| 36% | 40% | 47% | 49% | 38% | 40% | 41% | 38% | 41% | 38% | 42% | 43% | 39% | 38% | 39% | 39% | 38% | ca. 38% | 38% | |||
| 34% | |||||||||||||||||||||
| 30% | 30% |
Quelle: Kassen- und Steueramt der Stadt Nürnberg
Gewerbesteuer von hoher Bedeutung für Nürnbergs Stadthaushalt
Gewerbesteuer ist größte
Einnahmequelle der Stadt
Die Gewerbesteuer ist der wichtigste Bestandteil der Steuer- Erwartete Zusammensetzung der erträge im Nürnberger Haushalt.
Steuererträge der Stadt Nürnberg 2022 Sie trägt in großem Maße dazu
bei, dass die Stadt ihre Aufgaben
Einkommen- Umsatzsteuer zum Gemeinwohl finanziell
steuer
7,7% erfüllen kann.
32,0%
Grundsteuer B
sonstige Fast die Hälfte (48,5% im Plan-
11,6%
Steuern ansatz 2022) der städtischen
0,3%
Steuereinnahmen entfallen auf
Gewerbe-
steuer die Gewerbesteuer.
48,5%
Quelle: Referat für Finanzen, Personal und IT; Eckdaten und Vorbericht zum Haushaltsplan der Stadt Nürnberg 2022
Erfolgreich in Nürnberg agierende Unternehmen schaffen Arbeitsplätze, Ausbildungsmöglichkeiten, Einkommen und Wohlstand für die Menschen und für die Stadt insgesamt. Mit zahlreichen Maßnahmen und Projekten arbeitet das Wirtschafts- und Wissenschaftsreferat mit seinen Dienststellen, insbesondere der Wirtschaftsförderung Nürnberg, daran, dass der Wirtschaftsstandort Nürnberg zukunftsfähig und attraktiv bleibt.
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Herausgeberin Stadt Nürnberg Wirtschafts- und Wissenschaftsreferat Theresienstraße 9, 90403 Nürnberg Redaktion Wirtschaftsförderung Nürnberg Theresienstraße 9, 90403 Nürnberg
Stand Februar 2022