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Entscheidungsvorlage

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Beilage

Betreff: Neugestaltung der städtischen Freifläche am Rathenauplatz im Zusammenhang mit dem

Evangelischen Campus Nürnberg/Bayreuther Straße 1

Entscheidungsvorlage

Ausgangssituation

Die Fläche südlich des ehemaligen Telekom Gebäudes Bayreuther Straße 1 ist zum überwiegenden Teil städtisches Eigentum und als Ortsstraße (Straßenbegleitgrün) gewidmet. Die direkte Vorfläche inclusive der bestehenden Tiefgaragenzufahrt ist in Privateigentum. Die Fläche wurde als Pocketpark in den 70iger Jahren angelegt und ist in die Jahre gekommen. Große Bestandsbäume prägen den nördlichen Rand des Rathenauplatzes und den Maxtorgraben, vier Bäume befinden sich auf städtischem Grund. Durch die Nähe zur Altstadt kommt der Fläche eine besondere Bedeutung zu.

Die evangelische Landeskirche beabsichtigt nun das Areal zu einem evangelischen Hochschulcampus zu entwickeln. Aufgrund der vorgesehenen Nutzung ist mit einer großen Anzahl an Studierenden, die mit dem Fahrrad, der U-Bahn und zu Fuß kommen, zu rechnen. Die Haupterschließung des Gebäudes soll künftig über diese städtische Freifläche geführt werden, deshalb wird eine Neugestaltung der Fläche erforderlich. Da das Gelände ein starkes Gefälle von Nordwesten nach Südosten aufweist, wird eine neue Treppenanlage und eine Rampe als barrierefreier Zugang in die Freiraumplanung integriert. Der Freiflächengestaltungsplan ist Teil des Bauantragsverfahrens. Die evangelische Kirche hat das Wiener Landschaftsarchitekturbüro EGKK mit der gesamten Freiflächenplanung beauftragt, das zusammen mit dem Wiener Architekturbüro Franz und Sue den 1. Preis im Realisierungswettberb bekam.

Ziel und Beschreibung der Planung

Im Zusammenhang mit der Freiflächenplanung des Privatgrundstücks der Kirche soll auch die städtische Platzfläche aufgewertet und neugestaltet werden. Ziel der Planung ist, den Hauptzugang zu integrieren und ein repräsentatives Vorfeld mit einer hohen Aufenthaltsqualität für die Studentinnen und Studenten und für die Allgemeinheit zu schaffen. Es soll ein identitätsstiftender, grüner Platz an der Schnittstelle zur Altstadt entstehen.

Der Baumbestand soll möglichst erhalten werden. Alle vier Bäume auf öffentlichem Grund, die stadtbildprägend sind, werden erhaltenn. Auf Privatgrund müssen 3 Bäume, die an der Fassade stehen, gefällt werden. Insgesamt werden auf der Vorfläche 7 neue Bäume gepflanzt werden. Die vier Bestandsbäume werden in zwei große Grünflächen integriert an deren Rand Sitzbänke für einen konsumzwangfreien Aufenthalt geplant sind.

Auf Privatgrund ist eine Terrasse angrenzend an das Gebäude vorgesehen, mit einer bewirtschafteten Freischankfläche, die den Platz ebenfalls beleben wird. Die Treppenanlage und die barrierefreie Rampe werden Eigentum der Kirche. Die Parkbuchten werden zurückgebaut, damit der Platz im südwestlichen Übergang zur Altstadt frei zugänglich und großzügig gestaltet werden kann. Im Norden sind an Stelle von Schrägparkplätzen Fahrradbügel und ein Baum vorgesehen. Dadurch reduziert sich die Kfz- Stellplatzzahl um insgesamt 12 bisher kostenlose Parkplätze.

Mit der am 06.05.2021 im AfV beschlossenen Verkehrsplanung der Bayreuther Straße kann die Engstelle an der südöstlichen Gebäudekante beseitigt werden, Radverkehr auf dem Gehweg in

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nördliche Richtung soll freigegeben werden. Dies trägt wesentlich zu einer leichteren Erreichbarkeit des evangelischen Campus für alle nicht motorisierten Verkehrsarten bei.

Die Oberflächenbefestigung orientiert sich am Gestaltungshandbuch der Stadt Nürnberg.

Kosten und weiteres Vorgehen

Der Bauherr übernimmt die gesamten Herstellungskosten in Höhe von ca. 700.000 Euro. Ein Grundstückstausch wird erforderlich, damit die Treppenanlage und die Rampe künftig vollständig in Privateigentum und dem Unterhalt der Kirche sind. Dazu soll in Kürze eine technische Vereinbarung geschlossen werden. Nach Abschluss der Hochbaumaßnahmen soll die Platzfläche zeitnah hergestellt werden.

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