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Standortalternativenprüfung

Anlage · 17.03.2022 · PDF ansehen · Originaldokument im RIS ↗

Maschinell extrahierter Text. Verbindlich ist das Originaldokument.

Altholzverbrennungsanlage Nürnberg

Sandreuth – FNP-Änderungsverfahren

Fachbeitrag Standortalternativenprüfung

N-ERGIE Aktiengesellschaft

Sweco GmbH

Graeffstraße 5 50823 Köln

T +49 221 57402-0

F +49 221 57402-11

E koeln@sweco-gmbh.de

W www.sweco-gmbh.de

Impressum

Auftraggeber: N-ERGIE Aktiengesellschaft Auftragnehmer: Sweco GmbH

Postfach 30 01 06 50771 Köln

Graeffstraße 5 50823 Köln Bearbeitung: Dr.-Ing. Christian Weiler, Dipl.-Ing. Stefanie Kuhn-Joeressen, Till Heimann genannt Hagedorn, M.Sc. Bearbeitungszeitraum: Juni 2021 – August 2021, Oktober – November 2021

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

1 Anlass und Aufgabenstellung 1

2 Beschreibung des Vorhabens 2

3 Standortalternativenprüfung 4

3.1 Vorgehensweise und Bewertung der Standortalternativenprüfung 7 3.1.1 Vorprüfung (Stufe 1): 7 3.1.2 Vertiefte Prüfung (Stufe 2) 8 3.1.3 Bewertung der Einzelkriterien in Stufe 2 9 3.1.3.1 Grad der erforderlichen Neuversiegelung 9 3.1.3.2 Verfügbare weiter nutzbare Infrastruktur 9 3.1.3.3 Lage im Fernwärmenetz / Wärmeauskopplung 10 3.1.3.4 Kraftauskopplung und Anbindung an 20/110 KV-Netz 10 3.1.3.5 Verkehrliche Infrastruktur 10 3.1.3.6 Schutzabstände zu sensiblen Nutzungen 11 3.1.3.7 Auswirkungen auf Pflanzen und Tiere am Standort 13 3.1.3.8 Sichtwirkungen (städtebauliches Umfeld und/oder Nutzungen im Umfeld) 13 3.1.3.9 Gesamtvorbelastung (Immissionen von Staub, NO , SO sowie Cd) 14 2 2 3.2 Grad der Flächenverfügbarkeit für N-ERGIE 15 3.3 Vorprüfung (1. Stufe) der Standortalternativen 16 3.4 Vertiefte Prüfung (2. Stufe) der weiter zu betrachtenden Standorte 23 3.4.1 Kraftwerksstandort Nürnberg Sandreuth (Standort 6) 24 3.4.2 Hafen Nürnberg (Standort 7) 28 3.4.3 Kraftwerksstandort Franken I (Uniper) in Nürnberg-Gebersdorf (Standort 8) 31 3.4.4 Standort A Nähe Südwesttangente in Nürnberg-Kleinreuth b. Schweinau (Standort 10) 34 3.4.5 Standort B Nähe Südwesttangente in Nürnberg-Kleinreuth b. Schweinau (Standort 11) 37 3.4.6 Standort B in Maiach / Hafen Nord (Standort 15) 40 3.4.7 Fläche ehem. Fa. Prinovis GmbH & Co. KG (Standort 16) 43 3.4.8 Fläche 1 ehem. Fa. Quelle (Standort 19) 46 3.5 Vergleich der Standortalternativen 49 3.6 Auswertung / Ergebnis / Verfügbarkeit der Standort für N-ERGIE 50

4 Ergebnis 52

Gesamtzahl Seiten: 53 9131-17-034 • 211111 Fachbeitrag Standortalternativen Seite III www.sw eco-gmbh.de

Inhaltsverzeichnis

Seite

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Übersichtskarte zu Standortalternativen 6 Abbildung 2: Übersichtskarte zur näheren Untersuchung in Stufe 2 23 Abbildung 3: Lage Standort 6 24 Abbildung 4: Lage Standort 7 28 Abbildung 5: Lage Standort 8 31 Abbildung 6: Lage Standort 10 34 Abbildung 7: Lage Standort 11 37 Abbildung 8: Lage Standort 15 40 Abbildung 9: Lage Standort 15 43 Abbildung 10: Lage Standort 19 46

Tabellenverzeichnis

Tabelle 1: Vorprüfung (Stufe 1) der Standortalternativen 16 Tabelle 2: Vertiefte Prüfung (Stufe 2) für Standort 6 25 Tabelle 3: Vertiefte Prüfung (Stufe 2) für Standort 7 29 Tabelle 4: Vertiefte Prüfung (Stufe 2) für Standort 8 32 Tabelle 5: Vertiefte Prüfung (Stufe 2) für Standort 10 35 Tabelle 6: Vertiefte Prüfung (Stufe 2) für Standort 11 38 Tabelle 7: Vertiefte Prüfung (Stufe 2) für Standort 15 41 Tabelle 8: Vertiefte Prüfung (Stufe 2) für Standort 16 44 Tabelle 9: Vertiefte Prüfung (Stufe 2) für Standort 19 47 Tabelle 10: Vergleich der (numerischen) Bewertung der generell geeigneten Standortalternativen 49

9131-17-034 • 211111 Fachbeitrag Standortalternativen Seite IV

1 Anlass und Aufgabenstellung

1 Anlass und Aufgabenstellung

Anlass der durchzuführenden Standortalternativenprüfung ist die Absicht der N-ERGIE Aktiengesellschaft, vertreten durch die N-ERGIE Kraftwerke GmbH, am Kraftwerksstandort in Nürnberg Sandreuth eine Altholzverbrennungsanlage zur thermischen Verwertung von Altholz zu errichten. Bestandteil dieses Prozesses wird die Erzeugung von Strom und Fernwärme in Kraft-Wärme-Kopplung sein.

Im Rahmen der frühzeitigen Behördenbeteiligung zum B-Plan 4669 Altholzverbrennung hat die Regierung von Mittelfranken empfohlen, für die vorgesehene Fläche des B-Plans in Sandreuth ein FNP-Änderungsverfahren durchzuführen.

Die Stadt Nürnberg führt nunmehr neben dem B-Plan-Verfahren ein FNP-Änderungsverfahren durch.

Im Rahmen der FNP-Änderung wird eine vertiefte Standortalternativenprüfung in Form eines Fachbeitrags vorgelegt.

2 Beschreibung des Vorhabens

2 Beschreibung des Vorhabens

Die N-ERGIE Kraftwerke GmbH plant auf Teilflächen der Flurstücke 166 und 166/2 Gemarkung Gibitzenhof in Nürnberg-Sandreuth die Errichtung eines Heizkraftwerks auf Basis von Altholz der Klassen A I bis A IV sowie Siebüberlauf aus der Kompostierung mit einer Feuerungswärmeleistung von 45 MW . Des th Weiteren soll die Möglichkeit geschaffen werden, Gärrückstände aus der anaeroben Behandlung von Siedlungsabfällen zu lagern und mit zu verbrennen. Der in der Anlage erzeugte Dampf soll zum einen Teil das Fernwärmenetz der Stadt Nürnberg mitversorgen, zum anderen mithilfe der auf dem Gelände bereits bestehenden Turbinen anteilig verstromt werden.

Die Anlage besteht aus den folgenden Hauptkomponenten:

und Kalkhydrat), Gewebefilter und SCR-Verfahren zur Einhaltung der Grenzwerte der 17. BIm- SchV. Nicht-reagierte Adsorbentien werden anteilig rezirkuliert.

Der Altholzmix aus den Althölzern A I bis A IV wird auf dem Straßen- oder ggf. zukünftig auch Schienenweg angeliefert. Letztere Möglichkeit ist jedoch abhängig von den technischen Möglichkeiten und der Umsetzbarkeit auf Zuliefererseite. Die Anlieferung erfolgt in der Regel an 5 Tagen der Woche (montags bis freitags) in den Lieferzeiten in der Regel zwischen 9:00 und 22:00 Uhr (6:00 bis 22:00 Uhr auch möglich und beantragt). Es wird von einer maximalen Anzahl von 26 LKW pro Werktag ausgegangen. Dies entspricht demnach maximal ca. 2 LKW pro Betriebsstunde. Einfahrende- und ausfahrende LKW und Waggons werden gewogen. Sollte zukünftig eine Anlieferung per Bahn technisch möglich sein, könnten die LKW komplett oder mindestens teilweise durch einen Halbzug pro Tag ersetzt werden. Von der Annahmehalle werden die Brennstoffe mit Förderbändern in die 4 bereits bestehenden, noch umzurüstenden Silos gefördert und eingelagert. Um eine für die Silolagerung und Förderung erforderliche Kantenlänge von < 150 mm zu garantieren, wird ein Nachzerkleinerer in der Anlieferhalle vorgesehen. Zusätzlich werden als Alternativbrennstoffe Siebüberlauf aus der Kompostierung sowie Gärreste in zwei separaten Speichern vorgehalten und anteilig dem Brennstoffmassenstrom zur Verbrennung zugegeben.

Austragsschnecken und Förderbänder führen den Brennstoff dem Brennstoffvorlagebehälter am Kessel zu. Die Verbrennungswärme und entstehendes heißes Rauchgas erwärmen und verdampfen das Speisewasser in den Kesselwänden und Verdampferheizflächen beim Durchströmen der einzelnen Kesselzüge. Das Speisewasser wird somit beim Durchlaufen der Heizflächen zunächst vorgewärmt (Economizer-Heizflächen am Ende des letzten Zuges) und dann verdampft (Verdampferheizflächen in den Kesselwänden). Der Dampf wird schließlich in den Überhitzerheizflächen überhitzt (rauchgasseitig vor den Economizern, üblicherweise im 3. Kesselzug angeordnet).

2 Beschreibung des Vorhabens

Der Kessel wird so ausgelegt, dass die Verbrennungstemperatur und die Verweilzeit des Rauchgases im Kessel die Vorgaben an die Emissionen erfüllen und die Entstehung von Schadstoffen minimiert wird. Aufgrund der Verbrennung von Altholz AII, AIII und AIV bedeutet dies, dass das Rauchgas mindestens 2 Sekunden bei über 850 °C im Kessel verweilen muss, um die Bildung von Dioxinen und Furanen zu vermeiden.

Anfallende Schlacke und Asche wird abgezogen und in einem Nassentschlacker aufgefangen. Flug- und Kesselasche fällt im unteren Bereich der Kesselzüge an und wird gesondert in ein Silo abgeführt. Die Aschen werden entsprechend zwischengelagert und entsorgt bzw. recycelt.

Reststoffe aus der Rauchgasreinigung werden in einem Reststoffsilo gelagert und, ebenso wie Flug- und Kesselasche, ordnungsgemäß entsorgt. Ein Teil der Reststoffe wird rezirkuliert und erneut in den Rauchgasstrom eingegeben, da sich weiterhin nicht reagierte Adsorbentien in den Reststoffen befinden. Des Weiteren wird auf diese Weise der Reststoffanfall reduziert.

Der erzeugte Dampf wird dem Wasser-Dampf-Kreislauf der bestehenden Anlage zugeführt und in das Fernwärmenetz abgegeben. Die Frischdampfparameter der Anlage betragen 74 bar(a) und 450°C. Im Volllastfall können so 7,3 MW über die Bestandsturbine erzeugt werden, während 32 MW für die Fernel th wärmeversorgung zur Verfügung gestellt werden.

Für die Planung am Standort in Sandreuth wird die maximale Höhe der Betriebsgebäude bei maximal 40 m liegen. Die Planung kann an anderen Standorten aufgrund der Gegebenheiten jedoch hiervon abweichen. Es ist aber von einer ähnlichen maximalen Höhe auszugehen. Die Mindestschornsteinhöhe nach TA Luft wurde auf 41,64 m berechnet.

Im Rahmen des B-Planverfahrens (Umweltbericht) wurde bereits eine Standortalternativenbetrachtung über Flächen im Eigentum der N-ERGIE durchgeführt. Die hierin betrachteten Kriterien (Anschluss an Fernwärme, verkehrliche Infrastruktur, verfügbare Flächen, Abstände zu sensiblen Nutzungen) sollen im Rahmen der vertieften Prüfung ergänzt werden. Darüber hinaus werden im Rahmen der vorliegenden Standortalternativenprüfung potenzielle Standorte auf Eignung für das Vorhaben untersucht.

Im Ergebnis der weiteren Abstimmungen hat die Stadt Nürnberg planungsrechtliche Kriterien zur Auswahl potenzieller Standorte aufgestellt und zur kritischen Prüfung vorgelegt.

Bei den insgesamt betrachteten Standorten handelt es sich sowohl um Flächen und Anlagen, die sich im Besitz der N-ERGIE befinden (Standorte 1 bis 6, s.u.) als auch um Standorte, die die Stadt Nürnberg auf Basis planungsrechlicher Bedingungen („Fall I, II, III und IV“) ermittelt und vorgeschlagen hat:

I. Überplante Flächen i.S. § 30 BauGB mit Industriegebieten bzw. entsprechende SO (Sondergebiete)

II. Nicht überplante Flächen i.S. § 34 BauGB mit Anlagen in der näheren Umgebung i.S. Nr. 8 Anhang 1 der 4. BImSchV: Verwertung und Beseitigung von Abfällen und sonstigen Stoffen (G= Genehmigungsverfahren gemäß § 10 BImSchG mit Öffentlichkeitsbeteiligung E = Anlage gemäß § 3 4. BImSchV, Anlagen nach Industrieemissionsrichtlinie (IED-Anlagen))

III. Nicht überplante Flächen i.S. § 34 BauGB aufgelassener Anlagen (i.S. 4. BImSchV, Anhang 1 G und E)

IV. Nicht überplante Flächen i.S. § 34 BauGB in der näheren Umgebung von Kraftwerken bzw. Flächen aufgelassener Kraftwerke und deren nähere Umgebung i.S. 4. BImSchV Nrn. 1.1. G und E

Es werden insgesamt folgende Standorte betrachtet: 1. Standort HW Muggenhof (Spitzenlastanlage), Gemarkung Höfen, Fl. Nr. 1023, Fuchsstraße 2, 90429 Nürnberg, Muggenhof; Fall IV 2. Standort HW Maxfeld (Spitzenlastanlage zur Absicherung des Dampfnetzes), Gmkg. Gärten b. Wörth, Fl. Nr.114 und 115/14, Ludwig-Feuerbachstraße 2, 90489 Nürnberg, Rennweg; Fall IV 3. Standort HW/HKW Langwasser (aktuell wird ein hocheffizientes Motorenkraftwerk errichtet), Gmkg. Langwasser, Fl. Nr.180/419, Breslauer Straße 320, 90471 Nürnberg, Langwasser; Fall IV 4. Standort HKW Klingenhof (hocheffizientes Motorenkraftwerk), Gmkg. Erlenstegen, Fl. Nr. 356/25, Otto-Kraus-Straße 7, 90411 Nürnberg, Schafhof; Fall IV 5. Standort PDA Nord Klinikum (Versorgung des Klinikums mit Prozessdampf), Gmkg. St. Johannis, Fl. Nr. 260, Kirchenweg 54, 90419 Nürnberg, St. Johannis (die Anlage ist im Besitz der N-ERGIE, nicht die Fläche); Fall IV 6. Standort Sandreuth A (HKW) (Abbruch nicht mehr benötigter Kohlesilos, vorhandene Hilfsanlagen, vorhandene 72 bar-Dampfsammelschiene, vorhandene Turbinen), Gmkg. Gibitzenhof, Fl. Nr. 166/1 und 166/2, Sandreuthstraße 55a, 90441 Nürnberg, Sandreuth; Fall IV 7. Standort Hafen Nürnberg, Gemarkung Eibach, Triester Straße 17, 90451 Nürnberg, Hafen; Fall I 8. Standort Kraftwerk Franken I (Uniper), Gmkg. Großreuth B. Schweinau, Felsenstraße 14, 90449 Nürnberg, Gebersdorf (im Besitz der E.ON); Fall IV 9. Standort Schmalau-West, Teilfläche aus Gmkg. Boxdorf, Fl. Nr. 634/2 und Gmkg. Großgründlach, Fl. Nr. 294/22, Wetzlarer Straße, 90427 Nürnberg, Großgründlach / Boxdorf; Fall I

  1. Standort A Nähe Südwesttangente, Gem. Höfen, Fl. Nr. 372/18 verbunden mit Gmkg. Höfen, Fl. Nr. 400/18, Vershofenstraße / Proeslerstraße, 90431 Nürnberg, Kleinreuth b. Schweinau; Fall I 11. Standort B Nähe Südwesttangente, Gmkg. Höfen, Fl. Nr. 372/1, Proeslerstraße, 90431 Nürnberg, Kleinreuth b. Schweinau; Fall I 12. Standort C Nähe Südwesttangente, Gmkg. Höfen, Fl. Nr. 400/15, Vershofenstraße, 90431 Nürnberg, Kleinreuth b. Schweinau; Fall I 13. Standort Großreuth, Gmkg. Großreuth b. Schweinau, Teilfläche aus Fl. Nr. 61/3, Edisonstraße, 90431 Nürnberg, Großreuth b. Schweinau; Fall I 14. Standort A in Maiach / Hafen Nord, Gmkg. Eibach, Teilfläche aus Fl. Nr. 740, Erweiterungsfläche Spedition, Rheinstraße, 90451 Nürnberg; Fall I 15. Standort B in Maiach / Hafen Nord, Gmkg. Eibach, Teilfläche aus Fl. Nr. 750, Erweiterungsfläche Fa. Diehl, Donaustraße, 90451 Nürnberg; Fall I 16. Standort ehemalige. Fa. Prinovis, Gmkg. Langwasser, Fl. Nr. 146/17, Breslauer Str. 300, 90471 Nürnberg, Langwasser; Fall I 17. Standort in Nähe Jäklechemie, Gmkg Höfen, Teilfläche aus Fl. Nr. 673, Matthiasstraße, 90431 Nürnberg, Doos; Fall II 18. Standort Sandreuth B, Gmkg. Gibitzenhof, Teilfläche aus Fl. Nr. 166 Sandreuthstraße, 90441 Nürnberg, Sandreuth;Fall IV 19. Standort ehem. Fa. Quelle, „Fläche 1“, Fürther Straße, 90431 Nürnberg, Seeleinsbühl, (aufgelassene Anlage); Fall III 20. Standort ehem. Fa. Quelle, „Fläche 2“, ehemaliges Kesselhaus, Wandererstraße 89, 90431 Nürnberg, Seeleinsbühl, (aufgelassene Anlage); Fall III 21. Standort ehem. Fa. Schulte & Schmidt, Nopitschstraße 46, 90441 Nürnberg, Schweinau (aufgelassene Anlage); Fall III 22. Standort östlich benachbarte Fläche zum HKW Klingenhof, Gmkg. Erlenstegen, Fl. 361/29, Otto- Kraus-Straße, 90411 Nürnberg, Schafhof; Fall IV

Abbildung 1

Abbildung 1: Übersichtskarte zu Standortalternativen

Quelle: Sweco; Kartengrundlage: Geobasisdaten © Bayerische Vermessungsverwaltung

3.1 Vorgehensweise und Bewertung der Standortalternativenprüfung

Die Standortalternativenprüfung wird im Rahmen eines mehrstufigen Prüfungsverfahrens durchgeführt. Dies wird im Folgenden näher ausgeführt.

3.1.1 Vorprüfung (Stufe 1):

In einer ersten (Vor-) Prüfung (allgemeine Suche nach geeigneten Standorten) werden die zu untersuchenden Standorte jeweils hinsichtlich der folgenden Kriterien überprüft:

kopplung ins Netz, Turbine, Schornstein, zusätzliche Verkehrsflächen, Wasseraufbereitung, Nebenanlagen).

Die Peripherie ist am Standort Sandreuth A in großen Teilen vorhanden (Turbine, Einkopplung Fernwärme, Schornstein, Wärmespeicher). Aus diesem Grund ist am Standort Sandreuth A bereits eine verfügbare Baufläche von ca. 6.000 m2 ausreichend, um das Vorhaben zu realisieren. Für die anderen Standorte unter 10.000 m2 wurde ebenfalls geprüft, ob eine Ausnahme vorliegt. Das Ergebnis ist, dass die vorhandenen Flächen jeweils nicht ausreichen (s. Tabelle 1).

Die Differenz in der notwendigen Fläche ergibt sich aus der am Standort Sandreuth verfügbaren Infrastruktur. Diese kann für das Vorhaben der Altholzverbrennung genutzt werden. Aufgrund dessen wird an diesem Standort weniger Fläche benötigt als an allen Alternativstandorten.

Flächen im Geltungsbereich von B-Plänen mit Industriegebieten bzw. entsprechend in SO (Sondergebieten)

Zuordnung i.S. § 50 BImSchG (Chemie, Kraftwerke, Abfallentsorgung) ist gegeben.

und Beseitigung von Abfällen und sonstigen Stoffen und Flächen i.d. näheren Umgebung von Kraftwerksstandorten 4. BImSchV Nrn. 1.1. G und E

gebung von Kraftwerksstandorten 4. BImSchV Nrn. 1.1. G und E

Kraftwerke und deren nähere Umgebung i.S. 4. BImSchV Nrn. 1.1. G und E

Für alle o.g. Standorte werden diese Voraussetzungen untersucht, d.h. ob die vorgenannten Kriterien für die potenziellen Standorte zutreffen oder nicht. Die Ergebnisse werden in Form einer Checkliste dargestellt. Anschließend werden nur die Standorte in einem 2. Prüfverfahren bewertet, die über eine ausreichende Baufläche verfügen.

3.1.2 Vertiefte Prüfung (Stufe 2)

In der vertieften Prüfung, Stufe 2, werden die weiter zu untersuchenden Standorte in einzelnen Steckbriefen detailliert beschrieben. Weiterhin erfolgt eine Bewertung unter Berücksichtigung der folgenden Kriterien. Aus den Einzelbewertungen wird abschließend eine Summe gebildet, die für die Güte / Eignung des jeweiligen Standorts innerhalb des Vergleiches herangezogen wird.

vorhandene Turbine und Generator, Schornstein, Anschluss an Abwasserleitungen, Infrastruktur für Anschluss an das Fernwärmenetz (Netzwasserpumpen, FW-Pumpen, Rohrleitungen)

gekoppelten Wärme):

Um keinen Aspekt überzubewerten, wurde auf eine zusätzliche Gewichtung der Kriterien verzichtet. Es gibt daher keine Abstufung der Wertigkeit zwischen den Bewertungskategorien. Dies soll gewährleisten, dass keine Überhöhung von Einzelinteressen stattfindet.

3.1.3 Bewertung der Einzelkriterien in Stufe 2

Die einzelnen Kriterien für die generell geeigneten Standortalternativen in der vertieften Prüfung (Stufe 2) werden jeweils wie folgt (numerisch) bewertet:

3.1.3.1 Grad der erforderlichen Neuversiegelung

Die Neuversiegelung kann gravierende Folgen für die Umwelt haben. Versiegelte bzw. undurchlässige

Böden nehmen Nährstoffe und Regen nicht mehr auf. Dadurch ändert sich das Abflussverhalten. Durch

den Wegfall unversiegelter und begrünter Flächen gehen positive Effekte auf das Mikroklima durch Ver-

dunstung verloren. Durch ein höheres Abflussaufkommen, besonders in vermehrt auftretenden Starkre-

genereignissen, steigt die Anforderung an vorhandene Entwässerungsstrukturen. Aus diesem Grund wird

innerhalb des angesetzten Bewertungssystems eine möglichst niedrige Neuversiegelung angestrebt.

4 = Neuversiegelung von weniger als 5 % der Fläche erforderlich

3 = Neuversiegelung von unter 25 % der Fläche

2 = Neuversiegelung von unter 50 % der Fläche

1 = Neuversiegelung von unter 75 % der Fläche

0 = Über 95 % der Fläche muss neuversiegelt werden

3.1.3.2 Verfügbare weiter nutzbare Infrastruktur

Bereits verfügbare Infrastruktur senkt den Aufwand für einen nötigen Neubau. So können Ressourcen gespart und Einflüsse während der Bauphase minimiert werden. Verfügbare und weiterhin nutzbare Strukturen werden daher positiv bewertet.

Die Abstufung der einzelnen Bewertungskategorien wurde aufgrund des verbundenen Aufwandes und Flächenbedarfs der jeweiligen Komponenten durchgeführt. Dabei ist neben dem Flächenbedarf auch aus Sicht der Bauzeit, ökologischer und wirtschaftlicher Faktoren das Vorhandensein eines Wärmespeichers deutlich stärker als das aller anderen Komponenten zu werten. Aus diesem Grund ist für eine Bewertung mit mindestens einem Punkt in dieser Kategorie ein verfügbarer Wärmespeicher am Standort erforderlich. Eine Bewertung von 0 Punkten stellt jedoch kein grundsätzliches Ausschlusskriterium für einen Standort dar. Lediglich die Teilkategorie „Verfügbare weiter nutzbare Infrastruktur“ ist dadurch schlechter bewertet. Die anderen Komponenten nehmen in der Bewertung eine geringere Wichtigkeit ein und werden daher in folgender Abstufung bewertet:

4 = Wärmespeicher, Turbinen, Generator, Wasseraufbereitung sowie weitere Anlagenbestandteile (z. B. Kamin, Anschluss an Abwassernetz, Infrastruktur für den Anschluss Fernwärmenetz) vorhanden

3 = Wärmespeicher, Turbine, Generator und Wasseraufbereitung vorhanden und können komplett genutzt werden 2 = Wärmespeicher, Turbinen und Generator sind bereits am Standort vorhanden und nutzbar

1 = Wärmespeicher ist bereits am Standort vorhanden und nutzbar

0 = es ist kein Wärmespeicher bereits am Standort vorhanden oder nicht nutzbar

3.1.3.3 Lage im Fernwärmenetz / Wärmeauskopplung

Räumliche Nähe zu Strukturen im Fernwärmenetz reduziert den nötigen Aufwand zum Neubau. Ein Neubau in diesem Bereich würde durch Bauarbeiten große Einschränkungen in der Umgebung, insbesondere im Verkehr, mit sich bringen und den Einfluss auf die Umwelt mindestens während der Bauphase, aber unter Umständen auch darüber hinaus deutlich erhöhen. Diese gilt auch für mögliche notwendige Anpassungen an vorhandenen Strukturen. Für den Betrieb der Anlage wird ein Anschluss an das Primärfernwärmenetz benötigt. Somit wird die Bewertung anhand der Distanz zu direkt nutzbaren Strukturen vorgenommen.

4 = unmittelbarer Anschluss an Primärfernwärmenetz vorhanden und potenzielle lokale Verwendung der ausgekoppelten Wärme möglich

3 = unmittelbarer Anschluss an Primärfernwärmenetz vorhanden

2 = Entfernung zum Primärfernwärmenetzanschluss bis 500 m

1 = Entfernung zum Primärfernwärmenetzanschluss bis 2.000 m

0 = Entfernung zum Primärfernwärmenetzanschluss bis 5.000 m

3.1.3.4 Kraftauskopplung und Anbindung an 20/110 KV-Netz

Räumliche Nähe zum Anschluss an das KV-Netz reduziert den nötigen Aufwand zum Neubau. Ein Neubau in diesem Bereich würde durch Bauarbeiten große Einschränkungen in der Umgebung, insbesondere im Verkehr, mit sich bringen und den Einfluss auf die Umwelt deutlich erhöhen. Somit wird die Bewertung anhand der Distanz zu nutzbaren Anschlüssen vorgenommen.

4 = unmittelbarer Anschluss an 20/110 KV-Netz vorhanden

3 = Entfernung zum KV-Netzanschluss bis 200 m

2 = Entfernung zum KV-Netzanschluss bis 500 m

1 = Entfernung zum KV-Netzanschluss bis 2.000 m

0 = Entfernung zum KV-Netzanschluss bis 5.000 m

3.1.3.5 Verkehrliche Infrastruktur

Die verkehrliche Infrastruktur dient der Anlieferung des zu verwertenden Altholzes. Aufgrund der Strukturen bei den Zulieferern kann das Altholz derzeit größtenteils nur per LKW angeliefert werden. Eine solche Anlieferungsmöglichkeit stellt daher eine Mindestvoraussetzung dar und müsste, falls nicht vorhanden, in jedem Fall geschaffen werden. Mittel- bis langfristig ist das Ziel, das Altholz alternativ per Bahn anzuliefern, um Emissionen weiter zu senken. Im Zusammenhang mit der Bewertung der verkehrlichen Infrastruktur wurde zudem mögliche Wohnbebauung im Bereich der Anfahrt außerhalb des Werksgeländes als Kriterium mit aufgenommen. Grenzwerte für Schall- und Luftimmissionen müssen ohnehin eingehalten werden, dennoch ist es positiv zu bewerten, wenn keine Wohnnutzung bei der Anlieferung direkt passiert werden muss. Ein Bahn-Anschluss könnte mittelfristig den LKW-Verkehr potenziell deutlich reduzieren. Aufgrund dieser Kriterien wurde die Abstufung in der Bewertung wie folgt vorgenommen:

4 = Straßenzufahrt für LKW-Anlieferung ohne angrenzende Wohnbebauung im Anfahrtsweg vorhanden; Bahn-Anschluss vorhanden

3 = Straßenzufahrt für LKW-Anlieferung vorhanden, im Anfahrtsweg grenzen jedoch zumindest teilweise Wohnbauten an die Anfahrtsroute an; Bahnanschluss vorhanden

2 = Straßenzufahrt für LKW-Anlieferung ohne angrenzende Wohnbebauung im Anfahrtsweg vorhanden; kein Bahn-Anschluss vorhanden; oder ein Wohngebiet muss bei LKW-Anlieferung direkt durchquert werden, wodurch eine größere Belastung von Wohnnutzung zu erwarten ist.

1 = Straßenzufahrt für LKW-Anlieferung vorhanden, im Anfahrtsweg liegen Wohnnutzungen vor; kein Bahnanschluss vorhanden

0 = keine Anlieferungsinfrastruktur vorhanden

3.1.3.6 Schutzabstände zu sensiblen Nutzungen

Schutzabstände zu sensiblen Nutzungen sind relevant, um bisherige Nutzungen sowie vorhandene ökologische Strukturen zu schützen. Dies gilt sowohl für direkte Einflüsse der Anlage als auch auf den aufkommenden Lieferverkehr. Für die Bewertung wurden daher mehrere relevante Gebiete gewählt und anhand des vorhandenen Abstandes bewertet. Die Einzelbewertungen der jeweiligen Abstände wird abschließend in eine Gesamtbewertung im Parameter „Schutzabstände“ mittels Durchschnittsbildung zusammengefasst. Dabei wird auf die nächste ganze Zahl gerundet.

Die Abstände (jeweils von Grundstücksgrenze) beziehen sich jeweils auf das nächstgelegene Gebiet.

Wohnen:

4 = Abstand zum Wohngebiet größer 400 m

3 = Abstand zum Wohngebiet zwischen 250 und 400 m

2 = Abstand zum Wohngebiet zwischen 100 und 250 m

1 = Abstand zum Wohngebiet zwischen 50 und 100 m

0 = Abstand zum Wohngebiet < 50 m

Denkmalgeschützte Bauten:

4 = Abstand zum Denkmal größer 400 m

3 = Abstand zum Denkmal zwischen 250 und 400 m

2 = Abstand zum Denkmal zwischen 100 und 250 m

1 = Abstand zum Denkmal zwischen 50 und 100 m

0 = Abstand zum Denkmal < 50 m

Natura 2000-Gebiete (auch VS-Gebiete):

4 = Abstand zum Natura 2000-Gebiet größer 3 km

3 = Abstand zum Natura 2000-Gebiet zwischen 2 und 3 km

2 = Abstand zum Natura 2000-Gebiet zwischen 1 und 2 km

1 = Abstand zum Natura 2000-Gebiet zwischen 0,5 und 1 km

0 = Abstand zum Natura 2000-Gebiet < 0,5 km

Naturschutzgebiete (NSG):

4 = Abstand zum NSG größer 3 km

3 = Abstand zum NSG zwischen 2 und 3 km

2 = Abstand zum NSG zwischen 1 und 2 km

1 = Abstand zum NSG zwischen 0,5 und 1 km

0 = Abstand zum NSG < 0,5 km

Landschaftsschutzgebiete (LSG):

4 = Abstand zum LSG größer 3 km

3 = Abstand zum LSG zwischen 2 und 3 km

2 = Abstand zum LSG zwischen 1 und 2 km

1 = Abstand zum LSG zwischen 0,5 und 1 km

0 = Abstand zum LSG < 0,5 km

3.1.3.7 Auswirkungen auf Pflanzen und Tiere am Standort

Die Anlage kann in Bau- und Nutzungsphase unter Umständen Auswirkungen auf Pflanzen und Tiere am Standort nehmen. Diese sind in jedem Fall zu minimieren. Eine Abstufung findet daher anhand des möglichen Einflusses statt.

Die Bewertung wurde anhand der vorhandenen Biotope im Umkreis der Standorte vorgenommen. Die Art der Fläche und die damit verbundenen erwartbaren Arten wurden ebenfalls soweit möglich einbezogen. Eine detaillierte faunistische Erhebung konnte im Zuge der Standortalternativenprüfung nicht stattfinden.

4 = kein Einfluss, d. h. es werden keine seltenen, streng geschützte Arten oder wertvolle Lebensräume durch das Vorhaben beeinträchtigt

3 = minimaler Einfluss, d. h. es kommt zu nicht vermeidbaren Auswirkungen auf seltene, streng geschützte Arten oder wertvolle Lebensräume, die aber artenschutzrechtlich und naturschutzrechtlich ausgeglichen werden können

2 = geringer Einfluss, es kommt zu geringen Auswirkungen auf seltene und/oder streng geschützte Arten. Diese können größtenteils artenschutz- und naturschutzrechtlich ausgeglichen werden

1 = mittelstarker Einfluss, es muss mit Beeinträchtigungen auf seltene und/oder streng geschützte Arten gerechnet werden, die teilweise artenschutzrechtlich und naturschutzrechtlich kompensiert werden können

0 = starker Einfluss, d.h. es muss mit Beeinträchtigungen auf seltene und/oder streng geschützte Arten gerechnet werden, die nicht kompensiert werden können

3.1.3.8 Sichtwirkungen (städtebauliches Umfeld und/oder Nutzungen im Umfeld)

Teil der Anlage sind bauliche Strukturen, die unter Umständen einen Einfluss auf das städtebauliche Umfeld nehmen können. Eine Integration in das Umfeld wird angestrebt. Ein industriell vorgeprägter Standort wird entsprechend innerhalb der Kategorie besser bewertet als ein Standort mit vorwiegend wohnlicher Nutzung in der Umgebung. Für die Planung am Standort in Sandreuth wird die maximale Höhe der Betriebsgebäude bei 40 m liegen. Die Planung kann an anderen Standorten aufgrund der Gegebenheiten jedoch hiervon abweichen. Für die Bewertung in diesem Punkt wird dennoch von einer ähnlichen Ausführung an den jeweiligen Standorten ausgegangen. Die Mindestschornsteinhöhe nach TA Luft wurde auf 41,64 m berechnet.

4 = das Bauvolumen und die Nutzung fügen sich nahtlos in die umgebene Nutzung ein und Synergien mit anderen Nutzungen möglich. Der Standort liegt in einem stark industriell vorgeprägten Gebiet.

3 = das Bauvolumen und die Nutzung fügen sich nahtlos in die umgebene Nutzung ein. Es sind bereits industrielle Nutzungen im Gebiet vorhanden.

2 = Bauvolumen oder Nutzung fügen sich nahtlos in die umgebene Nutzung ein und Synergien mit anderen Nutzungen sind gegeben. Das Gebiet wird vorrangig wohnlich genutzt oder ist ein Mischgebiet.

1 = Bauvolumen oder Nutzung fügen sich nahtlos in die umgebene Nutzung ein. Der Standort liegt in einem reinen Wohngebiet.

0 = keine Integration in das städtebauliche Umfeld möglich und isolierte Nutzung im Umfeld mit anderem Nutzungsschwerpunkt. Der Anlagenstandort liegt auf der grünen Wiese.

3.1.3.9 Gesamtvorbelastung (Immissionen von Staub, NO , SO sowie Cd)

2 2

Der Betrieb der geplanten Anlage unterschreitet alle relevanten immissionsschutzrechtlichen Grenzwerte deutlich, wenn ein sehr hoher Schornstein, wie in Sandreuth A im Bestand vorhanden, benutzt wird. Dennoch muss auch für diesen Standort - sowie alle anderen Standorte – die vergleichende Bewertung auf Grundlage der Mindestschornsteinhöhe nach TA Luft erfolgen. In diesem Zusammenhang kann die Gesamtvorbelastung am Standort für das Vorhaben relevant werden. Cadmium in der Konzentration und in der Deposition sind in diesem Falle u. U. nicht mehr irrelevant und die Vorbelastung ist zur Bewertung mit heranzuziehen. In Summe mit der bereits vorhandenen Gesamtvorbelastung steigt der Einfluss auf das Umfeld. Eine niedrige Vorbelastung der Parameter NO , SO sowie PM 10 (Feinstaub) und Staubde- 2 2 position als Ersatz für Cadmium als Konzentration und Deposition gehen positiv in die Bewertung ein. Die Parameter werden jeweils einzeln bewertet. Für die Gesamtbewertung wird anschließend der Durchschnitt gebildet. Eine Einzelbewertung von 0 führt allerdings auch automatisch zu einer Gesamtbewertung von null Punkten.

4 = < 30 % der zulässigen Immissionswerte für NO , Staub (Cd), PM10 und SO 2 2

3 = < 50 % der zulässigen Immissionswerte für NO , Staub (Cd), PM10 und SO 2 2

2 = < 70 % der zulässigen Immissionswerte für NO , Staub (Cd), PM10 und SO 2 2

1 = < 90 % der zulässigen Immissionswerte für NO , Staub (Cd), PM10 und SO 2 2

0 = > 100 % der zulässigen Immissionswerte für NO , Staub (Cd), PM10 und SO 2 2

In Bezug auf die Gesamtvorbelastung konnte im Zuge einer Standortalternativenprüfung nur auf vorhandene Werte der Messstationen in der Stadt Nürnberg vom Bayerischen Landesamtes für Umwelt (LfU) sowie die städtischen Messungen zurückgegriffen werden. Durch die relative räumliche Nähe der untersuchten Standorte kommt es dabei zu großen Überschneidungen.

Zur Bewertung der Einzelparameter wurde jeweils der von der Luftlinie nächste verfügbare Wert herangezogen. Das unter Berücksichtigung der Schornsteinhöhe theoretische Immissionsmaximum läge jedoch ca. 0,1 km in östlicher Richtung vom jeweiligen Standort entfernt.

Zur Bewertung der NO -Vorbelastung wurden je nach Lage der Standorte die Stationen „Nürnberg Bahn- 2 hof“ (Jahresmittelwerte: 2019 32 µg/m3 und 2020 27 µg/m3) oder „Muggenhof“ (Jahresmittelwert 2019 25 µg/m3 und 2020 23 µg/m3) verwendet.

Werte zu Cd-Deposition beziehen sich für alle Standorte auf die Messungen an der Station „Nürnberg Bahnhof“. Die Auswertungen des LfU ergeben dort Depositionswerte für Cd für das Jahr 2018 von 0,07 µg/m2*d und für 2019 von 0,063 µg/m2*d.

Die Vorbelastung Cd-Konzentration stand für die Standortalternativen nur für die LfU-Station „Von-der- Tann-Straße“ zur Verfügung. Der Messwert beträgt hier 0,13 µg/m3 (jeweils für das Jahr 2019 und 2020).

Zur Bestimmung der PM -Konzentration waren Messwerte von der LfU-Station „Von-der-Tann-Straße“ 10 (Jahresmittelwerte: 2019 22 µg/m3 und2020 21 µg/m3) sowie der städtischen Messstation „Jakobsplatz“ (Jahresmittelwerte: 2019 18 µg/m3 und 2020 16 µg/m3) vorhanden.

Zur Bewertung der SO -Vorbelastung standen lediglich Werte aus flächendeckenden Messungen zwi- 2 schen 2002-2011 zur Verfügung. Diese wurden der Vollständigkeit halber in die Bewertung

aufgenommen. Es ist jedoch klar, dass diese lediglich einen Trend angeben können. Die Messwerte waren hier jedoch ohnehin für alle Standorte auf einem ähnlich niedrigen Niveau.

Aufgrund der großen Überschneidungen kommen alle Alternativstandorte zu der gleichen Gesamtbewertung in der Kategorie „Gesamtvorbelastung“. Aufgrund der eingeschränkten Datenlage ist eine differenzierte Betrachtung im Zuge eines Alternativstandortvergleiches leider nicht möglich. Durch die letztlich gleiche Bewertung spielen die unterschiedlich großen Distanzen zu der jeweils betrachteten Messstation keine prägende Rolle. Der Parameter Gesamtvorbelastung wurde trotz der beschriebenen Datenlage daher trotzdem in die Bewertung mit aufgenommen. Letztlich ist durch das Vorhaben an keinem der betrachteten Standorte von einer Überschreitung der nach TA Luft vorgegebenen Werte auszugehen.

3.2 Grad der Flächenverfügbarkeit für N-ERGIE

Der Grad der Flächenverfügbarkeit beschreibt die unmittelbare Nutzungsmöglichkeit des Grundstücks. Durch die Nutzung direkt verfügbarer Flächen sinkt das Erfordernis von Nutzungsänderungen am Standort. Zudem ist die Verfügbarkeit eine zwingende Voraussetzung für die Umsetzbarkeit des Vorhabens. Neben den Eigentumsverhältnissen sind dabei auch städtebauliche Ziele und laufende Planungen zu berücksichtigen.

Nach der vertieften Prüfung (Stufe 2) muss der bestbewertete Standort noch auf die Flächenverfügbarkeit hin überprüft werden. Sollte es mehrere ähnlich gut bewertete Alternativen geben, so kann die Flächenverfügbarkeit zur letztlichen Entscheidungsfindung herangezogen werden. Dabei können Standorte bei Nichtverfügbarkeit letztlich noch ausscheiden. Diese Überprüfung wird an das Ende gestellt, um den Abstimmungsbedarf mit potenziellen Grundstückseigentümern zu reduzieren und Standorte im Besitz der N- ERGIE nicht von vornherein in der Bewertung zu bevorteilen. Zudem bietet sich so eine neutrale Bewertungsgrundlage im Falle beispielsweise möglicher planungsrechtlicher Änderungen.

3.3 Vorprüfung (1. Stufe) der Standortalternativen

Die folgende Tabelle zeigt das Ergebnis der Vorprüfung (1. Stufe) der in Kapitel 3 genannten Standorte.

Tabelle 1: Vorprüfung (Stufe 1) der Standortalternativen

Standort Verfügbare Baufläche Planungsrecht gemäß B-Plan Umgebung bis maximal 800 m
Nr. Bezeichnung min. 10.000 m2 GI bzw. „I“ SO unbe- IED-Anlage vorhanden / Anmerkungen
planter
Innen-
bereich
1 HW Muggenhof - - - ✓ ✓ - „AGO Argentum GmbH“ / „S.P.T. Surface Plating Technology GmbH“ (Ober- flächenbehandlungsanla- gen für Metalle), ca. 600 m in südwestlicher Richtung - GfE Metalle und Materia- lien GmbH („Aluminother- mie“ etc.) ca. 990 m in west- licher Richtung - „CSC Jäklechemie GmbH & Co. KG“ (zeitweilige La- gerung gefährlicher Ab- fälle), ca. 530 m in westli- cher Richtung
2 HW Maxfeld - B-Plan Nr. 4000 („Bau- grundstück für Versorgungs- anlage – Spit- zenheizwerk der EWAG“) - - -
3 HW Langwasser - B-Plan Nr. 3745 („Fläche für ein Fern- heizwerk“) - - ✓ - „Gebhardt Lissi Spezial- transporte Umweltschutz GmbH“ (Anlage zur zeitwei- ligen Lagerung von gefähr- lichen Abfällen), ca. 530 m in südwestlicher Richtung - „Prinovis GmbH & Co. KG“ (Druckerei und Gasturbi- nen-BHKW und Dampfkes- sel), ca. 150 m in nord-

Verfügbare

Baufläche

Planungsrecht

gemäß B-Plan

Umgebung bis maximal

800 m

min.

10.000 m2

IED-Anlage vorhanden /

Anmerkungen

„S.P.T. Surface Plating

Technology GmbH“

Standort Verfügbare Baufläche Planungsrecht gemäß B-Plan Umgebung bis maximal 800 m
Nr. Bezeichnung min. 10.000 m2 GI bzw. „I“ SO unbe- IED-Anlage vorhanden / Anmerkungen
planter
Innen-
bereich
östlicher Richtung (aktuell im Abbruch)
4 HKW Klingenhof - - - ✓ -
5 PDA Nord Klinikum - - - ✓ -
6 Fläche Sandreuth A (HKW) (✓) (Ausnahme: aufgrund der vorhandenen Infrastruktur sind 6000 m2 ausreichend) - - ✓ ✓ - Müllverbrennungsanlage Nürnberg, ca. 120 m in westlicher Richtung - „ZF Gusstechnologie GmbH, Werk 2“ (Schmelz- anlagen für Al und Alumi- nium-Druckgießerei), ca. 600 m in südlicher Richtung - „Federal-Mogul Nürnberg GmbH, Werk 1+2“ (Alumi- nium-Schmelzanlage, Alu- minium-Gießerei), ca. 700 m in südlicher Richtung - „eds-r GmbH Zerlege- und Sortierbetrieb Nürnberg“ (Demontage von Elektroalt- geräten und Zwischenlager für gefährliche Abfälle, ca. 700 m in südöstlicher Rich- tung
7 Hafen Nürnberg ✓ - ✓ B- Plan 3811 (SO GVZ Ha- fen) - ✓ - Deponie Nürnberg Süd, ca. 500 m in östlicher Rich- tung des Hafens - diverse Betriebe im Hafen: - Durmin Entsorgung und Logistik GmbH (Altholzauf- bereitung zur thermischen Verwertung, Behandlung und Aufbereitung von Ab- fällen div. Art, Demontage von gef. Elektrogeräten) - Max Aicher Recycling GmbH (Schredder),

Verfügbare

Baufläche

Planungsrecht

gemäß B-Plan

Umgebung bis maximal

800 m

min.

10.000 m2

IED-Anlage vorhanden /

Anmerkungen

Nürnberg

(Ausnahme:

aufgrund der

vorhandenen

Infrastruktur

sind 6000 m2

ausreichend)

GmbH, Werk 2“ (Schmelz-

anlagen für Al und Alumi-

nium-Druckgießerei), ca.

600

GmbH, Werk 1+2“ (Alumi-

nium-Schmelzanlage, Alu-

minium-Gießerei), ca. 700

Standort Verfügbare Baufläche Planungsrecht gemäß B-Plan Umgebung bis maximal 800 m
Nr. Bezeichnung min. 10.000 m2 GI bzw. „I“ SO unbe- IED-Anlage vorhanden / Anmerkungen
planter
Innen-
bereich
- NGV Nürnberger Gewer- bemüllverwertung GmbH (Althozzerkleinerungsanlge nicht gef. / gef. Abfälle), La- gerung von gefährlichen Abfällen), - Derichebourg Umwelt GmbH (Schreder, Lage- rung gefährlicher Abfall, NE-Metalllager gefährlicher Abfall - ZECH Umwelt GmbH, BRA Nürnberg (Biologische Bodenbehandlung für gef. Abfälle, Lagerung gef. Und nicht gef. Abfälle, Anlgaer zur biologischen Behand- lung gef. U. nicht gef. Ab- fälle) - SWRN Sekundärwertstoff Recycling GmbH (div. La- ger für Elektrogeräte, Batte- rien, etc.)
8 KW Franken I (Uniper) ✓ - - ✓ -
9 Fläche in Schmalau- West - ✓ GI 1 (B-Plan Nr. 4478 - - ✓ - „ReToVal GmbH“, Ver- bundstoffaufbereitungsan- lae, ca. 220 m in nordöstli- cher Richtung
10 Flächen A in Nähe Südwesttangente ✓ ✓ GI 1a (B-Plan Nr. 4288) GI1b (B-Plan Nr. 4161) - - -
11 Fläche B in Nähe Südwesttangente ✓ ✓ GI 2 (B-Plan Nr. 4288) - - -

Verfügbare

Baufläche

Planungsrecht

gemäß B-Plan

Umgebung bis maximal

800 m

min.

10.000 m2

IED-Anlage vorhanden /

Anmerkungen

✓
GI 1

bundstoffaufbereitungsan-

lae, ca. 2

Standort Verfügbare Baufläche Planungsrecht gemäß B-Plan Umgebung bis maximal 800 m
Nr. Bezeichnung min. 10.000 m2 GI bzw. „I“ SO unbe- IED-Anlage vorhanden / Anmerkungen
planter
Innen-
bereich
12 Fläche C in Nähe Südwesttangente - ✓ GI 3 (B-Plan Nr. 4161) - - -
13 Fläche in Großreuth - ✓ GI (B-Plan Nr. 3776) - - -
14 Fläche A in Maiach / Hafen Nord - ✓ GI 1 (B-Plan Nr. 3750) - - ✓ - „Burda Druck Nürnberg GmbH & Co. KG“, Drucke- rei, ca. 90 m in südlicher Richtung
15 Fläche B in Maiach / Hafen Nord ✓ ✓ GI 3 (B-Plan Nr. 3750) - - ✓ - „Burda Druck Nürnberg GmbH & Co. KG“, Drucke- rei, ca. 220 m in nordwestli- cher Richtung
16 Fläche ehem. Fa. Pri- novis GmbH & Co. KG“ ✓ ✓ GE (B-Plan Nr. 3833) ✓ - „Gebhardt Lissi Spezial- transporte Umweltschutz GmbH“ (Anlage zur zeitwei- ligen Lagerung von gefähr- lichen Abfällen), ca. 680 m in südwestlicher Richtung - „HW Langwasser“, ca. 150 m in südwestlicher Richtung Die Fläche befindet sich im Abbruch, Schulzentrum ge- plant
17 Fläche in Nähe CSC Jäklechemie GmbH & Co. KG“ - - - ✓ ✓ - „HW Muggenhof“, ca. 400 m in nordöstlicher Richtung

Verfügbare

Baufläche

Planungsrecht

gemäß B-Plan

Umgebung bis maximal

800 m

min.

10.000 m2

IED-Anlage vorhanden /

Anmerkungen

Burda Druck Nürnberg
GmbH & Co. KG“, Drucke-
rei, ca. 90 m in südlicher
Richtung
Burda Druck Nürnberg
GmbH & Co. KG“, Drucke-
rei, ca. 220 m in nordwestli-
cher Richtung

transporte Umweltschutz

GmbH“ (Anlage zur zeitwei-

ligen Lagerung von gefähr-

lichen Abfällen), ca. 680 m

in südwestlicher Richtung

- „ , ca.
150 m in südwestlicher
Richtung

Die Fläche befindet sich im

Abbruch, Schulzentrum ge-

plant

- „ , ca. 400
m in nordöstlicher Richtung
Standort Verfügbare Baufläche Planungsrecht gemäß B-Plan Umgebung bis maximal 800 m
Nr. Bezeichnung min. 10.000 m2 GI bzw. „I“ SO unbe- IED-Anlage vorhanden / Anmerkungen
planter
Innen-
bereich
- „AGO Argentum GmbH“ /
„S.P.T. Surface Plating
Technology GmbH“ (Ober-
flächenbehandlungsanla-
gen für Metalle), ca. 150 m
in südlicher Richtung
- GfE Metalle und Materia-
lien GmbH („Aluminother-
mie“ etc.) ca. 700 m in nord-
westlicher Richtung
18 Fläche Sandreuth B - - - ✓ ✓ - HKW Sandreuth, ca. 110 m in nördlicher Richtung - Müllverbrennungsanlage Nürnberg, ca. 110 m in westlicher Richtung - „ZF Gusstechnologie GmbH, Werk 2“ (Schmelz- anlagen für Al und Alumi- nium-Druckgießerei), ca. 490 m in südlicher Rich- tung - „Federal-Mogul Nürnberg GmbH, Werk 1+2“ (Alumi- nium-Schmelzanlage, Alu- minium-Gießerei), ca. 590 m in südlicher Richtung - „eds-r GmbH Zerlege- und Sortierbetrieb Nürn-berg“ (Demontage von Elektroalt- geräten und Zwi-schenla- ger für gefährliche Abfälle, ca. 590 m in süd-östlicher Richtung
19 Fläche 1 ehem. Fa. Quelle ✓ - - ✓ ✓ - „HW Muggenhof“, ca. 570 m in nordwestlicher Rich- tung

Verfügbare

Baufläche

Planungsrecht

gemäß B-Plan

Umgebung bis maximal

800 m

min.

10.000 m2

IED-Anlage vorhanden /

Anmerkungen

m in nördlicher Richtung

Nürnberg, ca. 110 m in

westlicher Richtung

GmbH, Werk 2“ (Schmelz-

anlagen für Al und Alumi-

nium-Druckgießerei), ca.

490 m in südlicher Rich-

tung

GmbH, Werk 1+2“ (Alumi-

nium-Schmelzanlage, Alu-

minium-Gießerei), ca. 590

m in südlicher Richtung

Sortierbetrieb Nürn-berg“

(Demontage von Elektroalt-

geräten und Zwi-schenla-

ger für gefährliche Abfälle,

ca. 590 m in süd-östlicher

Richtung

Standort Verfügbare Baufläche Planungsrecht gemäß B-Plan Umgebung bis maximal 800 m
Nr. Bezeichnung min. 10.000 m2 GI bzw. „I“ SO unbe- IED-Anlage vorhanden / Anmerkungen
planter
Innen-
bereich
20 Fläche 2 ehem. Fa. Quelle -- - - ✓ ✓ - „HW Muggenhof“, ca. 670 m in nordwestlicher Rich- tung
21 Fläche ehem. Fa. Schulte & Schmidt - - - ✓ „ZF Gusstechnologie GmbH, Werk 2“ (Schmelz- anlagen für Al und Alumi- nium-Druckgießerei), ca. 420 m in östlicher Richtung - „Federal-Mogul Nürnberg GmbH, Werk 1+2“ (Alumi- nium-Schmelzanlage, Alu- minium-Gießerei), ca. 200 m in nordöstlicher Richtung
22 Fläche östlich HKW Klingenhof - - - ✓ ✓ - Müllverbrennungsanlage Nürnberg, ca. 750 m in nördlicher Richtung - HKW Sandreuth, ca. 110 m in nördlicher Richtung - „ZF Gusstechnologie GmbH, Werk 2“ (Schmelz- anlagen für Al und Alumi- nium-Druckgießerei), ca. 590 m in östlicher Rich-tung - „Federal-Mogul Nürnberg GmbH, Werk 1+2“ (Alumi- nium-Schmelzanlage, Alu- minium-Gießerei), ca. 170 m in östlicher Richtung - „eds-r GmbH Zerlege- und Sortierbetrieb Nürn-berg“ (Demontage von Elektroalt- geräten und Zwi-schenla- ger für gefährliche Abfälle, ca. 600 m in östlicher Rich- tung

Verfügbare

Baufläche

Planungsrecht

gemäß B-Plan

Umgebung bis maxima

800 m

min.

10.000 m2

IED-Anlage vorhanden

Anmerkungen

„ZF Gusstechnologie

GmbH, Werk 2“ (Schmelz-

anlagen für Al und Alumi- nium-Druckgießerei), ca.

420 m in östlicher Richtun

GmbH, Werk 1+2“ (Alumi-

nium-Schmelzanlage, Alu-

minium-Gießerei), ca. 200

m in nordöstlicher Richtun

✓ = gegeben, (+) = positiv, (+/-) = neutral, (-) = nicht gegeben / negativ

Wie der Tabelle zu entnehmen, sind von den aufgeführten Standorten die Standorte 6, 7, 8 10, 11, 15, 16 und 19 in der vertieften Prüfung (Stufe 2) näher zu betrachten.

3.4 Vertiefte Prüfung (2. Stufe) der weiter zu betrachtenden Standorte

In den nachfolgenden Kapiteln werden die einzelnen, weiterhin betrachteten Standorte bezüglich ihrer derzeitigen Nutzung bzw. Funktion, ihrer örtlichen Lage, dem jeweiligen Umfeld, der Verkehrsanbindung und der weiteren o.g. Kriterien in Form von Steckbriefen charakterisiert und beschrieben. Es wird eine Bewertung (je Standort) entsprechend der in Kap 3.1.3 definierten Einstufungen vorgenommen. In der folgenden Abbildung ist die jeweilige Lage der weiter zu untersuchenden Standorte in einer Übersicht dargestellt.

Abbildung 2

Abbildung 2: Übersichtskarte zur näheren Untersuchung in Stufe 2

Quelle: Sweco; Kartengrundlage: Geobasisdaten © Bayerische Vermessungsverwaltung

3.4.1 Kraftwerksstandort Nürnberg Sandreuth (Standort 6)

Die folgende Abbildung zeigt die Lage des Standortes 6.

Abbildung 3

Abbildung 3: Lage Standort 6

Quelle: © Stadt Nürnberg 2020

Der Standort Nr. 6 wird in der folgenden Tabelle näher beschrieben. Für die in Kapitel 3.1.2 aufgeführten Kriterien wird eine Bewertung vorgenommen.

Tabelle 2: Vertiefte Prüfung (Stufe 2) für Standort 6

Standort 6: „Kraftwerksstandort Nürnberg Sandreuth“
Kriterien Beschreibung Bewertung
Art der Anlage Heizkraftwerk -
Lage und Umgebung Der Standort befindet sich auf dem Betriebsgelände der N-ERGIE und dem Fernwärmestandort Sandreuth südlich des Stadtzentrums der Stadt Nürnberg. Unmittelbar östlich des Geländes befindet sich der Frankenschnellweg, auf dessen östlicher Seite Wohnbebauung angrenzt. Nördlich und westlich ist das Gelände von den Bahngleisen der Deutschen Bahn (DB AG) umgeben. Im Westen, auf der gegen- überliegenden Seite der Gleise, befindet sich der Ab- fallwirtschaftsbetrieb der Stadt Nürnberg (nordwest- lich) sowie weiter südlich die Müllverbrennungsan- lage Nürnberg. Im Süden des Betriebsgeländes Sandreuth verläuft die Sandreuthstraße. Diese trennt das angrenzende Gebiet mit Wohn- und Gewerbebebauung vom Standort der Vorhabenträgerin ab. Nürnberg-Sandreuth, Gemarkung Gibitzenhof, Fl. Nr. 166/1 und 166/2. Das Umfeld des Plangebiets wird stark von den weit- räumig verlaufenden Bahngleisen sowie den domi- nanten Bestandsgebäuden des Fernwärmestandorts bestimmt. Hier sind insbesondere der Fernwärme- speicher, der Bestandskamin, das alte Kesselhaus und die Kohlesilos zu nennen. -
Planungsrecht FNP: Ver- und Entsorgung, Fernwärme, § 34 BauGB -
Aktuelle Nutzung / Eigentum Eigentum der N-ERGIE
Grad der erforderlichen Neuver- siegelung Sehr geringe Neuversiegelung notwendig, lediglich eine kleine teilversiegelte Parkplatzreihe. 4
Nutzbarkeit der vorhandenen Infrastruktur / technischen Anla- gen (z.B. Generator, Turbine, Auf dem Standort befinden sich diverse gas-/ ölbe- feuerte Dampferzeuger, ein Biomasseheizkraftwerk, ein großer Wärmespeicher, ein alter Kohlekessel, 4
Standort 6: „Kraftwerksstandort Nürnberg Sandreuth“
Kriterien Beschreibung Bewertung
Schornstein, Wärmespeicher, etc.) der auf Gas/Öl umgerüstet worden ist, mit zugehöri- ger Annahme-, Lager- und Förderinfrastruktur, Rest- stoffsilos und diverse Betriebsgebäude sowie der Be- stands-Kamin. Die vorhandene Infrastruktur (Wasseraufbereitungs- anlagen, Wärmespeicher, vorhandene Turbine und Generator, Schornstein, Anschluss an das Abwas- sernetz, Infrastruktur für Anschluss an das Fernwär- menetz) kann komplett genutzt werden (keine Neu- bauten erforderlich. Abbruch nicht mehr benötigter Kohlesilos, vorhan- dene Hilfsanlagen, vorhandene 72 bar-Dampfsam- melschiene, vorhandene Turbinen.
Lage im Fernwärmenetz / Wär- meauskopplung Eine Anbindung an das FW Primärnetz Am Standort befindet sich der FW Knotenpunkt für die Versorgung aller Netze (Ost-, West-, Südspange und Süd Netz). 4
Kraftauskopplung Eine Anbindung an das 110-KV Netz ist vorhanden. 4
Verkehrliche Infrastruktur / Er- schließung Die Zufahrt auf das Gelände kann über die Industrie- straße erfolgen, darüber erfolgt auch die LKW-Anlie- ferung der benachbarten Müllverbrennungsanlage. Die Zufahrt in Richtung des Grundstücks verläuft dann über die Sandreuthstraße. Entlang des Fahrt- weges auf der Sandreuthstraße liegen vereinzelt Wohngebäude. Alternativ ist die Anlieferung der Brennstoffe per Bahn im westlichen Bereich der B- Plan-Fläche geplant. Die Gleise sind vorhanden, die Strecke muss nur reaktiviert werden. 3
Schutzabstände zu sensiblen Nutzungen 3
- Wohnen ca. 220 m in südlicher Richtung 2
- Denkmalgeschützte Bauten ca. 100 m in östlicher Richtung 1
- Natura 2000-Gebiete 3,5 km in südöstlicher Richtung (VS-Gebiet) 4
- NSG 4,4 km in südwestlicher Richtung 4
- LSG 1,9 km in nördlicher Richtung 2
Standort 6: „Kraftwerksstandort Nürnberg Sandreuth“
Kriterien Beschreibung Bewertung
Auswirkungen auf Pflanzen und Tiere am Standort gering (bereits versiegelte Flächen), mögliche Aus- wirkungen auf Zauneidechsen und Zwergfleder- mäuse müssen kompensiert werden. 2
Sichtwirkungen Industriestandort mit Vorprägung. Kein negativer Einfluss auf Sichtwirkung. 4
Gesamtvorbelastung am Stand- ort (Staub (Cd), NO und SO ) 2 2 Mittelwert der Einzelparameter vgl. Kap. 3.1.3.9 3
NO : 29,5 µg/m3 (Jahresmittelwerte 2019 und 2020 2 gemittelt), (LfU, Station Bahnhof; Entfernung ca. 1,8 km nordöstlich) 1
Cd-Deposition: 0,067 µg/m2*d (Jahresmittelwert von 0,07 µg/m2*d für 2018 und 0,063 µg/m2*d für 2019), (LfU, Station Bahnhof, ca. 1,8 km nordöstlich) 4
Cd-Konzentration: 0,13 µg/m3 (Jahresmittelwerte 2019 und 2020 gemittelt), (LfU, Station Von-der- Tann-Straße, ca. 1,8 km westlich) 4
PM -Konzentration: 17 µg/m3 (Jahresmittelwerte 10 2019 und 2020 gemittelt), (Stadt Nürnberg, Station Jakobsplatz, ca. 1,3 km nordöstlich) 3
SO : zwischen 5 und 6 µg/m3 (aus flächendeckenden 2 Immissionsmessungen) 4

3.4.2 Hafen Nürnberg (Standort 7)

Die folgende Abbildung zeigt die Lage des Standortes 7.

Abbildung 4

Abbildung 4: Lage Standort 7

Quelle: © Stadt Nürnberg 2020

Der Standort Nr. 7 wird in der folgenden Tabelle näher beschrieben. Die Bewertung erfolgt gemäß der in Kapitel 3.1.2 aufgeführten Kriterien.

Tabelle 3: Vertiefte Prüfung (Stufe 2) für Standort 7

Standort 7: „Hafen Nürnberg“
Kriterien Beschreibung Bewertung
Art der Anlage Binnenhafen und trimodales Güterverkehrszentrum am Main-Donau-Kanal, Umschlagleistung von ca. 15 Millionen Tonnen, das größte und bedeutendste mul- tifunktionale Güterverkehrs- und Logistikzentrum in Süddeutschland. -
Lage und Umgebung Nürnberg- Hafen, im Süden des Stadtgebietes von Nürnberg, Gemarkung Eibach (TF 27 und 31) -
Planungsrecht FNP: Sonderbaufläche – Hafen-Güterverkehrszent- rum B-Plan: Sondergebiet Güterverkehrszentrum Hafen -
Aktuelle Nutzung / Eigentum
Grad der erforderlichen Neuver- siegelung Fläche bisher unbebaut und nur teilversiegelt. 1
Nutzbarkeit der vorhandenen Infrastruktur / technischen Anla- gen (z.B. Generator, Turbine, Schornstein, Wärmespeicher, etc.) kein Wärmespeicher vorhanden Ebenfalls keine Wasseraufbereitungsanlage, keine Druckluftversorgung im benötigten Umfang sowie keine Turbinen vorhanden. 0
Lage im Fernwärmenetz / Wär- meauskopplung Eine Anbindung an das FW Primärnetz ist nicht vor- handen. Anschluss in ca. 1,2 km (Luftlinie) in nord- westlicher Richtung (TF 31). 1
Kraftauskopplung ca. 1.200 m südlich 110 kV-Netz 1
Verkehrliche Infrastruktur / Er- schließung direkt an die Verkehrsträger Straße, Schiene und Wasserstraße angebunden; keine direkte Beein- trächtigung von Wohnnutzung durch die Anlieferung. 4
Schutzabstände zu sensiblen Nutzungen 3
- Wohnen ca. 520 m (TF 31) bzw. 995 m (TF 27) in nördlicher Richtung 4
Standort 7: „Hafen Nürnberg“
Kriterien Beschreibung Bewertung
- Denkmalgeschützte Bauten ca. 700 m (TF 31) bzw. 1,15 km (TF 27) in nordöstli- cher Richtung 4
- Natura 2000-Gebiete ca. 880 m in östlicher Richtung (VS-Gebiet) 2
- NSG ca. 1,45 km (TF 31) bzw. 1,07 km (TF 27) in südöst- licher Richtung 2
- LSG ca. 880 m in östlicher Richtung (VS-Gebiet) 2
Auswirkungen auf Pflanzen und Tiere am Standort Neuversiegelung der kompletten Fläche, damit ver- bundener Lebensraumverlust 1
Sichtwirkungen Industrielle Vorprägung im Hafengebiet, Schornstein würde voraussichtlich bestehende Gebäude überra- gen. 3
Gesamtvorbelastung am Stand- ort (Staub (Cd), NO und SO ) 2 2 Mittelwert der Einzelparameter vgl. Kap 3.1.3.9 3
NO : 29,5 µg/m3 (Jahresmittelwerte 2019 und 2020 2 gemittelt), (LfU, Station Bahnhof, ca. 5,2 km nordöst- lich) 1
Cd-Deposition: 0,067 µg/m2*d (Jahresmittelwert von 0,07 µg/m2*d für 2018 und 0,063 µg/m2*d für 2019), (LfU, Station Bahnhof, ca. 5,2 km nordöstlich) 4
Cd-Konzentration: 0,13 µg/m3 (Jahresmittelwerte 2019 und 2020 gemittelt), (LfU, Station Von-der- Tann-Straße, ca. 4,7 km nordwestlich) 4
PM -Konzentration: 17 µg/m3 (Jahresmittelwerte 10 2019 und 2020 gemittelt), (Stadt Nürnberg, Station Jakobsplatz, ca. 5,6 km nordöstlich) 3
SO : kleiner 5 µg/m3 (aus flächendeckenden Immis- 2 sionsmessungen) 4

3.4.3 Kraftwerksstandort Franken I (Uniper) in Nürnberg-Gebersdorf (Standort 8)

Die folgende Abbildung zeigt die Lage des Standortes 8.

Abbildung 5

Abbildung 5: Lage Standort 8

Quelle: © Stadt Nürnberg 2020

Der Standort Nr. 8 wird in der folgenden Tabelle näher beschrieben. Die Bewertung erfolgt gemäß der in Kapitel 3.1.2 aufgeführten Kriterien.

Tabelle 4: Vertiefte Prüfung (Stufe 2) für Standort 8

Standort 8: „Kraftwerksstandort Franken I (Uniper)“
Kriterien Beschreibung Bewertung
Art der Anlage Kraftwerk zur Stromversorgung, Fernwärmeversor- gung (bis 30 MW im Winter) -
Lage und Umgebung Nürnberg-Gebersdorf, Gemarkung Großreuth B. Schweinau -
Planungsrecht FNP: Flächen f.d. Ver- und Entsorgung, Elektrizität, § 34 BauGB -
Aktuelle Nutzung / Eigentum Kondensationskraftwerk, Uniper -
Grad der erforderlichen Neuver- siegelung Teilweise Neuversiegelung auf der Fläche notwen- dig. Diese betrifft ca. 40 % der Baufläche. 2
Nutzbarkeit der vorhandenen Infrastruktur / technischen Anla- gen (z.B. Generator, Turbine, Schornstein, Wärmespeicher, etc.) Vorhandene Infrastruktur kann größtenteils nicht ge- nutzt werden. Der Bau eines Wärmespeichers würde erforderlich. 0
Lage im Fernwärmenetz / Wär- meauskopplung Eine Anbindung an das FW Primärnetz ist nicht vor- handen. Anschluss in ca. 1,9 km (Luftlinie) in südöst- licher Richtung. Da der Standort bereits zur Fernwär- meversorgung genutzt wird, steht eine Anbindung an das FW Sekundärnetz zur Verfügung. Die vorhan- dene Trasse müsste jedoch aufwändig ertüchtigt werden. Die Bewertung findet daher auf Grundlage der Entfernung zum Primärnetz statt. 1
Kraftauskopplung UA Gebersdorf in direkter Nähe (südlich vom KW) 4
Verkehrliche Infrastruktur / Er- schließung Gleisanschluss vorhanden, Straßenverkehr muss bei Bahnbetrieb allerdings unterbrochen werden. Bei der Anlieferung mit LKW kommt es durch die Straßen- führung zu einem deutlichen Einfluss auf die Wohn- nutzung. 2
Schutzabstände zu sensiblen Nutzungen 1
- Wohnen ca. 150 m in nördlicher Richtung 2
- Denkmalgeschützte Bauten ca. 70 m in östlicher Richtung 1
Standort 8: „Kraftwerksstandort Franken I (Uniper)“
Kriterien Beschreibung Bewertung
- Natura 2000-Gebiete ca. 150 m in nordwestlicher Richtung 0
- NSG ca. 150 m in nordwestlicher Richtung 0
- LSG direkt an südwestliche Grundstücksgrenze angren- zend 0
Auswirkungen auf Pflanzen und Tiere am Standort Größtenteils versiegelte Fläche; aufgrund bisheriger Nutzung keine lärmempfindlichen Tierarten erwart- bar; Auswirkungen insgesamt gering und größten- teils ausgleichbar. 2
Sichtwirkungen Industrielle Vorprägung, bestehender Kraftwerks- standort. 4
Gesamtvorbelastung am Stand- ort (Staub (Cd), NO und SO ) 2 2 Mittelwert der Einzelparameter vgl. Kap 3.1.3.9 3
NO : 24 µg/m3 (Jahresmittelwerte 2019 und 2020 ge- 2 mittelt), (Station Muggenhof, ca. 4,2 km nordöstlich) 2
Cd-Deposition: 0,067 µg/m2*d (Jahresmittelwert von 0,07 µg/m2*d für 2018 und 0,063 µg/m2*d für 2019), (LfU, Station Bahnhof, ca. 5,8 km nordöstlich) 4
Cd-Konzentration: 0,13 µg/m3 (Jahresmittelwerte 2019 und 2020 gemittelt), (LfU, Station Von-der- Tann-Straße, ca. 2,9 km nordöstlich) 4
PM -Konzentration: 21,5 µg/m3 (Jahresmittelwerte 10 2019 und 2020 gemittelt), (LfU, Station Von-der- Tann-Straße, ca. 2,9 km nordöstlich) 2
SO : zwischen 5 und 6 µg/m3 (aus flächendeckenden 2 Immissionsmessungen) 4

3.4.4 Standort A Nähe Südwesttangente in Nürnberg-Kleinreuth b. Schweinau

(Standort 10)

Die folgende Abbildung zeigt die Lage des Standortes 10.

Abbildung 6

Abbildung 6: Lage Standort 10

Quelle: © Stadt Nürnberg 2020

Der Standort Nr. 10 wird in der folgenden Tabelle näher beschrieben. Die Bewertung erfolgt gemäß der in Kapitel 3.1.2 aufgeführten Kriterien.

Tabelle 5: Vertiefte Prüfung (Stufe 2) für Standort 10

Standort 10: „Standort A Nähe Südwesttangente“
Kriterien Beschreibung Bewertung
Art der Anlage Unbebaute Fläche -
Lage und Umgebung Nürnberg-Kleinreuth b. Schweinau, Gemarkung Hö- fen -
Planungsrecht FNP: gewerbliche Baufläche B-Plan: Industriegebiet -
Aktuelle Nutzung / Eigentum Fläche momentan ungenutzt -
Grad der erforderlichen Neuver- siegelung unversiegelte Fläche 0
Nutzbarkeit der vorhandenen Infrastruktur / technischen Anla- gen (z.B. Generator, Turbine, Schornstein, Wärmespeicher, etc.) keine technischen Anlagen vorhanden 0
Lage im Fernwärmenetz / Wär- meauskopplung Eine Anbindung an das FW Primärnetz ist nicht vor- handen. Anschluss in ca. 2,4 km (Luftlinie) in östli- cher Richtung. 1
Kraftauskopplung ca. 500 m zur 110 kV-Leitung in östlicher Richtung 2
Verkehrliche Infrastruktur / Er- schließung direkt an das Straßennetz angeschlossen; keine Be- einträchtigung von Wohnnutzung bei Anlieferung; kein Bahn-Anschluss 2
Schutzabstände zu sensiblen Nutzungen 2
- Wohnen ca. 370 m in südöstlicher Richtung 3
- Denkmalgeschützte Bauten ca. 430 m in nordöstlicher Richtung 4
- Natura 2000-Gebiete ca. 1,35 km in südwestlicher Richtung 2
- NSG ca. 1,35 km in südwestlicher Richtung 2
Standort 10: „Standort A Nähe Südwesttangente“
Kriterien Beschreibung Bewertung
- LSG Ca. 780 m in westlicher Richtung 1
Auswirkungen auf Pflanzen und Tiere am Standort Neuversiegelung des gesamten Grundstücks führt zu potenziellen Lebensraumverlust. Eine besondere Bedeutung für Pflanzen und Tiere ist am Standort nicht zu erwarten. Dennoch bietet der Standort Habitatstrukturen für bspw. Reptilien. 1
Sichtwirkungen Industrielle Vorprägung mit anschließender Wohn- nutzung. 2
Gesamtvorbelastung am Stand- ort (Staub (Cd), NO und SO ) 2 2 Mittelwert der Einzelparameter vgl. Kap 3.1.3.9 3
NO : 24 µg/m3 (Jahresmittelwerte 2019 und 2020 ge- 2 mittelt), (Station Muggenhof, ca. 2,5 km nordöstlich) 2
Cd-Deposition: 0,067 µg/m2*d (Jahresmittelwert von 0,07 µg/m2*d für 2018 und 0,063 µg/m2*d für 2019), (LfU, Station Bahnhof, ca. 5,9 km östlich) 4
Cd-Konzentration: 0,13 µg/m3 (Jahresmittelwerte 2019 und 2020 gemittelt), (LfU, Station Von-der- Tann-Straße, ca. 2,6 km südöstlich) 4
PM -Konzentration: 21,5 µg/m3 (Jahresmittelwerte 10 2019 und 2020 gemittelt), (LfU, Station Von-der- Tann-Straße, ca. 2,6 km südöstlich) 2
SO : zwischen 5 und 6 µg/m3 (aus flächendeckenden 2 Immissionsmessungen) 4

3.4.5 Standort B Nähe Südwesttangente in Nürnberg-Kleinreuth b. Schweinau

(Standort 11)

Die folgende Abbildung zeigt die Lage des Standortes 11.

Abbildung 7

Abbildung 7: Lage Standort 11

Quelle: © Stadt Nürnberg 2020

Der Standort Nr. 11 wird in der folgenden Tabelle näher beschrieben. Die Bewertung erfolgt gemäß der in Kapitel 3.1.2 aufgeführten Kriterien.

Tabelle 6: Vertiefte Prüfung (Stufe 2) für Standort 11

Standort 11: „Standort A Nähe Südwesttangente“
Kriterien Beschreibung Bewertung
Art der Anlage Unbebaute Fläche -
Lage und Umgebung Nürnberg-Kleinreuth b. Schweinau, Gemarkung Hö- fen -
Planungsrecht FNP: gewerbliche Baufläche B-Plan: Industriegebiet -
Aktuelle Nutzung / Eigentum Fläche momentan ungenutzt -
Grad der erforderlichen Neuver- siegelung unversiegelter Standort 0
Nutzbarkeit der vorhandenen Infrastruktur / technischen Anla- gen (z.B. Generator, Turbine, Schornstein, Wärmespeicher, etc.) keine technischen Anlagen vorhanden 0
Lage im Fernwärmenetz / Wär- meauskopplung Eine Anbindung an das FW Primärnetz ist nicht vor- handen. Anschluss in ca. 2,3 km (Luftlinie) in östli- cher Richtung. 1
Kraftauskopplung ca. 400 m zur 110 kV-Leitung in östlicher Richtung 2
Verkehrliche Infrastruktur / Er- schließung direkt an das Straßennetz angeschlossen; keine Be- einträchtigung von Wohnnutzung bei Anlieferung; kein Bahn-Anschluss 2
Schutzabstände zu sensiblen Nutzungen 2
- Wohnen ca. 380 m in südöstlicher Richtung 3
- Denkmalgeschützte Bauten ca. 620 m in nordöstlicher Richtung 4
- Natura 2000-Gebiete ca. 1,2 km in südwestlicher Richtung 2
- NSG ca. 1,2 km in südwestlicher Richtung 2
Standort 11: „Standort A Nähe Südwesttangente“
Kriterien Beschreibung Bewertung
- LSG ca. 745 m in westlicher Richtung 1
Auswirkungen auf Pflanzen und Tiere am Standort Neuversiegelung des gesamten Grundstücks führt zu potenziellen Lebensraumverlust. Eine besondere Bedeutung für Pflanzen und Tiere ist am Standort nicht zu erwarten. Dennoch bietet der Standort Habitatstrukturen für bspw. Reptilien. 1
Sichtwirkungen Industrielle Vorprägung mit anschließender Wohn- nutzung. 2
Gesamtvorbelastung am Stand- ort (Staub (Cd), NO und SO ) 2 2 Mittelwert der Einzelparameter vgl. Kap 3.1.3.9 3
NO : 24 µg/m3 (Jahresmittelwerte 2019 und 2020 ge- 2 mittelt), (Station Muggenhof, ca. 2,6 km nordöstlich) 2
Cd-Deposition: 0,067 µg/m2*d (Jahresmittelwert von 0,07 µg/m2*d für 2018 und 0,063 µg/m2*d für 2019), (LfU, Station Bahnhof, ca. 5,9 km östlich) 4
Cd-Konzentration: 0,13 µg/m3 (Jahresmittelwerte 2019 und 2020 gemittelt), (LfU, Station Von-der- Tann-Straße, ca. 2,6 km südöstlich) 4
PM -Konzentration: 21,5 µg/m3 (Jahresmittelwerte 10 2019 und 2020 gemittelt), (LfU, Station Von-der- Tann-Straße, ca. 2,6 km südöstlich) 2
SO : zwischen 6 und 7 µg/m3 (aus flächendeckenden 2 Immissionsmessungen) 4

3.4.6 Standort B in Maiach / Hafen Nord (Standort 15)

Die folgende Abbildung zeigt die Lage des Standortes 15.

Abbildung 8

Abbildung 8: Lage Standort 15

Quelle: © Stadt Nürnberg 2020

Der Standort Nr. 15 wird in der folgenden Tabelle näher beschrieben. Die Bewertung erfolgt gemäß der in Kapitel 3.1.2 aufgeführten Kriterien.

Tabelle 7: Vertiefte Prüfung (Stufe 2) für Standort 15

Standort 15: „Standort B in Maiach / Hafen Nord“
Kriterien Beschreibung Bewertung
Art der Anlage Freifläche im Hafenindustriegebiet Nord -
Lage und Umgebung Nürnberg Hafen-Nord, Gemarkung Eibach -
Planungsrecht FNP: gewerbliche Baufläche B-Plan: Industriegebiet -
Aktuelle Nutzung / Eigentum Die Fläche ist momentan als Grünfläche genutzt und bewaldet -
- Grad der erforderlichen Neuversiegelung Größtenteils unversiegelte Fläche mit Baumbe- wuchs, Bestandsfläche vollversiegelt (wird bewertet) 3
- Nutzbarkeit der vorhan- denen Infrastruktur / technischen Anlagen (z.B. Generator, Tur- bine, Schornstein, Wär- mespeicher, etc.) unbebaute Fläche ohne technische Anlagen 0
Lage im Fernwärmenetz / Wär- meauskopplung Eine Anbindung an das FW Primärnetz ist nicht vor- handen. Anschluss in ca. 750 m (Luftlinie) in westli- cher Richtung. 1
Kraftauskopplung Entfernung zum 110 kV-Netz ca. 150 m südlich 3
Verkehrliche Infrastruktur / Er- schließung Noch keine direkte Zuwegung zum Standort, Stra- ßenverkehrswege nah; keine Wohnnutzung im mög- lichen Anfahrtsbereich 0
Schutzabstände zu sensiblen Nutzungen 3
- Wohnen ca. 340 m in nördlicher Richtung 3
- Denkmalgeschützte Bauten ca. 1,7 km in westlicher Richtung 4
- Natura 2000-Gebiete ca. 1,2 km in südöstlicher Richtung 2
- NSG ca. 2,8 km in südöstlicher Richtung 3
- LSG ca. 1,2 km in südöstlicher Richtung 2
Standort 15: „Standort B in Maiach / Hafen Nord“
Kriterien Beschreibung Bewertung
Auswirkungen auf Pflanzen und Tiere am Standort Rodung der gesamten Fläche, damit verbundener Lebensraumverlust sowie Auswirkungen auf die Bio- diversität 0
Sichtwirkungen Industriell vorgeprägte Umgebung ohne hohe Ge- bäude. Baugrundstück bisher vollständig begrünt. 1
Gesamtvorbelastung am Stand- ort (Staub (Cd), NO und SO ) 2 2 Mittelwert der Einzelparameter vgl. Kap 3.1.3.9 3
NO : 29,5 µg/m3 (Jahresmittelwerte 2019 und 2020 2 gemittelt), (LfU, Station Bahnhof, ca. 4,2 km nordöst- lich) 1
Cd-Deposition: 0,067 µg/m2*d (Jahresmittelwert von 0,07 µg/m2*d für 2018 und 0,063 µg/m2*d für 2019), (LfU, Station Bahnhof, ca. 4,2 km nordöstlich) 4
Cd-Konzentration: 0,13 µg/m3 (Jahresmittelwerte 2019 und 2020 gemittelt), (LfU, Station Von-der- Tann-Straße, ca. 3,6 km nordwestlich) 4
PM -Konzentration: 17 µg/m3 (Jahresmittelwerte 10 2019 und 2020 gemittelt), (Stadt Nürnberg, Station Jakobsplatz ca. 4,2 km nordöstlich) 3
SO : kleiner 5 µg/m3 (aus flächendeckenden Immis- 2 sionsmessungen) 4

3.4.7 Fläche ehem. Fa. Prinovis GmbH & Co. KG (Standort 16)

Die folgende Abbildung zeigt die Lage des Standortes 16.

Abbildung 9

Abbildung 9: Lage Standort 16

Quelle: © Stadt Nürnberg 2020

Der Standort Nr. 16 wird in der folgenden Tabelle näher beschrieben. Die Bewertung erfolgt gemäß der in Kapitel 3.1.2 aufgeführten Kriterien.

Tabelle 8: Vertiefte Prüfung (Stufe 2) für Standort 16

Standort 16: „Fläche ehem. Fa. Prinovis GmbH & Co. KG“
Kriterien Beschreibung Bewertung
Art der Anlage Ehem. Druckereistandort, befindet sich aktuell im Ab- bruch, vorgesehene Planung: Schulzentrum (Zent- rum für Gymnasium, Realschule und Berufsbildender Schule) -
Lage und Umgebung Nürnberg-Langwasser an Bahnstrecke, Gemarkung Langwasser -
Planungsrecht FNP: gewerbliche Baufläche Bebauungsplan: gewerbliche Baufläche -
Aktuelle Nutzung / Eigentum Ehemaliger Druckereistandort, die Fläche befindet sich gerade in Planung als Standort für ein Gymna- sium bzw. als Universitätsstandort. -
- Grad der erforderlichen Neuversiegelung Vollbebauter Altstandort 4
- Nutzbarkeit der vorhan- denen Infrastruktur / technischen Anlagen (z.B. Generator, Tur- bine, Schornstein, Wär- mespeicher, etc.) Keine Kraftwerksbezogenen technischen Anlagen vorhanden. 0
Lage im Fernwärmenetz / Wär- meauskopplung Eine Anbindung an das FW Primärnetz ist nicht vor- handen. Anschluss in ca. 0,2 km (Luftlinie) in süd- westlicher Richtung. 2
Kraftauskopplung Anschluss an das 110 kV-Netz in direkter Nähe 4
Verkehrliche Infrastruktur / Er- schließung LKW-Zufahrt vorhanden; keine Wohnbebauung be- einflusst; Zuwegung mittels Bahn vorhanden 4
Schutzabstände zu sensiblen Nutzungen 2
- Wohnen ca. 150 m in südöstlicher Richtung 2
- Denkmalgeschützte Bauten ca. 180 m in nordöstlicher Richtung 2
Standort 16: „Fläche ehem. Fa. Prinovis GmbH & Co. KG“
Kriterien Beschreibung Bewertung
- Natura 2000-Gebiete ca. 1,3 km in südwestlicher Richtung 2
- NSG ca. 4,2 km in südwestlicher Richtung 4
- LSG ca. 820 m in östlicher Richtung 1
Auswirkungen auf Pflanzen und Tiere am Standort Größtenteils versiegelte Fläche; aufgrund bisheriger Nutzung keine lärmempfindlichen Tierarten erwart- bar; Auswirkungen insgesamt gering Keine bekannten Habitatstrukturen am Standort 2
Sichtwirkungen Gewerblich-industriell vorgeprägte Umgebung 2
Gesamtvorbelastung am Stand- ort (Staub (Cd), NO und SO ) 2 2 Mittelwert der Einzelparameter vgl. Kap 3.1.3.9 3
NO : 29,5 µg/m3 (Jahresmittelwerte 2019 und 2020 2 gemittelt), (LfU, Station Bahnhof, ca. 5,7 km nord- westlich) 1
Cd-Deposition: 0,067 µg/m2*d (Jahresmittelwert von 0,07 µg/m2*d für 2018 und 0,063 µg/m2*d für 2019), (LfU, Station Bahnhof, ca. 5,7 km nordwestlich) 4
Cd-Konzentration: 0,13 µg/m3 (Jahresmittelwerte 2019 und 2020 gemittelt), (LfU, Station Von-der- Tann-Straße ca. 8,0 km nordwestlich) 4
PM -Konzentration: 17 µg/m3 (Jahresmittelwerte 10 2019 und 2020 gemittelt), (Stadt Nürnberg, Station Jakobsplatz, ca. 6,5 km nordwestlich) 3
SO : zwischen 5 und 6 µg/m3 (aus flächendeckenden 2 Immissionsmessungen) 4

3.4.8 Fläche 1 ehem. Fa. Quelle (Standort 19)

Die folgende Abbildung zeigt die Lage des Standortes 19.

Abbildung 10

Abbildung 10: Lage Standort 19

Quelle: © Stadt Nürnberg 2020

Der Standort Nr. 19 wird in der folgenden Tabelle näher beschrieben. Die Bewertung erfolgt gemäß der in Kapitel 3.1.2 aufgeführten Kriterien.

Tabelle 9: Vertiefte Prüfung (Stufe 2) für Standort 19

Standort 19: „Fläche 1 ehem. Fa. Quelle“
Kriterien Beschreibung Bewertung
Art der Anlage Ehemaliges Versandhaus mit angrenzendem Kes- selhaus (als Baudenkmal klassifiziert) -
Lage und Umgebung Altstandort in Wohn-Mischgebiet
Planungsrecht FNP: gemischte Baufläche § 34 BauGB, großfl. Einzelhandel; gewerbl. Bauflä- che
Aktuelle Nutzung / Eigentum Ungenutzter Altstandort der Firma Quelle
Grad der erforderlichen Neuver- siegelung Standort vollständig bebaut und versiegelt 4
Nutzbarkeit der vorhandenen Infrastruktur / technischen Anla- gen (z.B. Generator, Turbine, Schornstein, Wärmespeicher, etc.) Ehemaliges Kesselhaus auf anderer Straßenseite 1
Lage im Fernwärmenetz / Wär- meauskopplung ca. 350 m zum Primärheizwassernetz 2
Kraftauskopplung ca. 480 m zum 110 kV-Netz 2
Verkehrliche Infrastruktur / Er- schließung Infrastruktur und Zufahrt für eine LKW-Anlieferung vorhanden; Wohnbebauung grenzt direkt an Zuwe- gung an 1
Schutzabstände zu sensiblen Nutzungen 2
- Wohnen ca. 30 m in östlicher, westlicher und südlicher Rich- tung 0
- Denkmalgeschützte Bauten 0 m 0
- Natura 2000-Gebiete ca. 4,5 km in westlicher Richtung 4
- NSG ca. 3,8 km in südlicher Richtung 4
- LSG ca. 480 m in nördlicher Richtung 0
Standort 19: „Fläche 1 ehem. Fa. Quelle“
Kriterien Beschreibung Bewertung
Auswirkungen auf Pflanzen und Tiere am Standort Größtenteils versiegelte Fläche; keine besonderen Habitatstrukturen zu erwarten. Vögel, Fledermäuse und Reptilien unter Umständen relevant, aber geringe Auswirkungen 2
Sichtwirkungen Wohnlich genutztes Gebiet (Mischgebiet) 1
Gesamtvorbelastung am Stand- ort (Staub (Cd), NO und SO ) 2 2 Mittelwert der Einzelparameter vgl. Kap 3.1.3.9 3
NO : 24 µg/m3 (Jahresmittelwerte 2019 und 2020 ge- 2 mittelt), (Station Muggenhof, ca. 700 m nordwestlich) 2
Cd-Deposition: 0,067 µg/m2*d (Jahresmittelwert von 0,07 µg/m2*d für 2018 und 0,063 µg/m2*d für 2019), (LfU, Station Bahnhof, ca. 3,8 km südöstlich) 4
Cd-Konzentration: 0,13 µg/m3 (Jahresmittelwerte 2019 und 2020 gemittelt), (LfU, Station Von-der- Tann-Straße, ca. 1,9 km südöstlich) 4
PM -Konzentration: 21,5 µg/m3 (Jahresmittelwerte 10 2019 und 2020 gemittelt), (LfU, Station Von-der- Tann-Straße, ca. 1,9 km südöstlich) 2
SO : zwischen 5 und 6 µg/m3 (aus flächendeckenden 2 Immissionsmessungen) 4

3.5 Vergleich der Standortalternativen

In der folgenden Tabelle sind die in der vertieften Prüfung ermittelten Bewertungen der einzelnen Standorte zum Vergleich zusammengefasst. Tabelle 10: Vergleich der (numerischen) Bewertung der generell geeigneten Standortalternati-

ven

Kriterium Standorte
6 7 8 10 11 15 16 19
Sandreuth Hafen Hafen Franken I Franken I Fläche Fläche Hafen Ex Pri- Ex
A A B Nord novis Quelle
Grad der erforderli- chen Neu- versiege- lung 4 1 2 0 0 3 4 4
Verfügbare weiter nutz- bare Infra- struktur 4 0 0 0 0 0 0 1
Lage im Fernwär- menetz / Wärmeaus- kopplung 4 1 1 1 1 1 2 2
Kraftaus- kopplung (20/110 KV- Netz) 4 1 4 2 2 3 4 2
verkehrli- che Infra- struktur 3 4 2 2 2 0 4 1
Schutzab- stände zu sensiblen Nutzungen 3 3 1 2 2 3 2 2
- Wohnen 2 4 2 3 3 3 2 0
Kriterium Standorte
6 7 8 10 11 15 16 19
Sandreuth Hafen Hafen Franken I Franken I Fläche Fläche Hafen Ex Pri- Ex
A A B Nord novis Quelle
- Denk- malge- schützte Bauten 1 4 1 4 4 4 2 0
- Natura 2000 Gebiete 4 2 0 2 2 2 2 4
- NSG 4 2 0 2 2 3 4 4
- LSG 2 2 0 1 1 2 1 0
Auswirkun- gen auf Pflanzen und Tiere am Stand- ort 2 1 2 1 1 0 2 2
Sichtwir- kungen 4 3 4 2 2 1 2 1
Gesamtvor- belastung 3 3 3 3 3 3 3 3
Gesamt- 31 17 19 13 13 14 23 18
zahl
Punkte

3.6 Auswertung / Ergebnis / Verfügbarkeit der Standort für N-ERGIE

Die Auswertung aller Parameter ist Standort 6 am besten bewertet. Darauf folgen in großem Abstand die Standorte 16 und 8.

Der Standort 6 in Sandreuth bietet den großen Vorteil der bereits vorhandenen Infrastruktur. Ein Wärmespeicher, Turbinen, Generator, Schornstein und Anlagen zur Wasseraufbereitung und Abwasserverbringung stehen am Standort zur Verfügung und sind nutzbar. Der Standort liegt zentral im Hinblick auf die Fernwärmeteilnetze in Nürnberg. Insbesondere die räumliche Nähe zu den Bestandsanlagen am Standort, die Einbindung in den Wasser-Dampf-Kreislauf und das Fernwärmenetz machen den Standort zu einer optimalen Wahl. Neben vorhandenen Liefer- und Entsorgungswegen, Schnittstellen und baulich nutzbarer Strukturen kann ebenso eine optimale optische Eingliederung der Anlage in den Bestand

erfolgen. Entsprechend ist der technische Aufwand für das Projekt an diesem Standort deutlich am geringsten. Durch die bereits hohe Flächenversiegelung können Neuversiegelungen geringgehalten werden.

Der Standort 6 befindet sich bereits im Eigentum der N-ERGIE. Damit stehen einem Umbau zur Altholzverbrennungsanlage keine weiteren Nutzungsinteressen entgegen. Aufgrund der im Vergleich zu allen Alternativen deutlich besseren Bewertung drängen sich dadurch keine anderen Standorte für die Planung und die FNP-Änderung auf.

Abgesehen von der Fläche Standort 6 befinden sich sämtliche in der zweiten Stufe betrachtete Flächen nicht im Eigentum der N-ERGIE. Diese Flächen wurden zusätzlich zur bisher dargestellten Bewertung auf ihre Verfügbarkeit für den Vorhabenträger N-ERGIE untersucht. Dabei wurden neben dem Eigentum auch städtebaulichen Ziele inkludiert.

Die in der Bewertung zweitplatzierte Alternative, Standort 16, kann nicht zur Verfügung stehen: Im Stadtplanungsausschuss v. 30.01.2020 wurde die Änderung des Bebauungsplans Nr. 3833 beschlossen und wie folgt hinsichtl. der städtebaulichen Ziele bewertet: Durch ihre Lage im Stadtgebiet, eignet sich die ca. 9 ha große Fläche für hochwertige arbeitsplatzintensive gewerbliche Nutzungen, die insbesondere z. B. im Zusammenhang mit der Nürnberg Messe oder aber auch der Technischen Universität z. B. als gewerbliche Ausgründungen stehen könnten. Darüber hinaus ist die Stadt dringend auf die Sicherung eines weiteren Gymnasialstandorts (in Standortnähe) angewiesen.

Auch der Standort 19 (vierter Platz) ist aufgrund entgegenstehender städtebaulicher Ziele nicht verfügbar: Die Anlagen des ehemaligen Quelle-Versandhauses bzw. Kaufhauses sollen als Behördenzentrum und Kaufhaus ggf. auch zu Wohnnutzung entwickelt werden.

Die Standorte mit der niedrigsten Punktezahl 10, 11 und 15 stehen für die geplante Nutzung nicht zur Verfügung, da sie für Betriebserweiterungen vorgesehen sind.

Die Option der Bereitstellung von Flächen an den Standorten 8, Kraftwerk Franken I (dritter Platz) und 7, Güterverkehrszentrum Hafen (fünfter Platz) für eine Altholzverbrennungsanlage muss bedarfsweise geprüft werden. Aufgrund des großen Abstandes des Standorts 6: Sandreuth A in der positiven Bewertung gegenüber den anderen, ist eine solche Betrachtung nur bei einem Wegfall des geplanten Standortes 6 sinnvoll.

4 Ergebnis

4 Ergebnis

Die Auswertung der Standortalternativen erfolgte auf Basis einer zweistufigen Bewertung. Im ersten Verfahrensschritt wurde die grundsätzliche Eignung der Standorte überprüft. Bestandteil dieser ersten Bewertung waren die verfügbare Baufläche, Aspekte des Planungsrechts, bestehende IED-Anlagen in der Nähe der Standorte und die Lage im unbeplanten Innenbereich. Die möglichen Standortalternativen wurden in Abstimmung der Stadt Nürnberg und der N-ERGIE erarbeitet. Aufgrund der reinen Flächengröße konnte bereits ein großer Teil der potenziellen Standorte ausgeschlossen. In die Untersuchung wurden 22 Standorte aufgenommen. Von den ursprünglichen Alternativstandorten wurde im ersten Verfahrensschritt die Anzahl auf acht mögliche Flächen reduziert. Dabei handelt es sich um folgende Flächen:

55a, 90441 Nürnberg, Sandreuth

90449 Nürnberg, Gebersdorf (im Besitz der E.ON)

Höfen, Fl. Nr. 400/18, Vershofenstraße / Proeslerstraße, 90431 Nürnberg, Kleinreuth b. Schweinau

Nürnberg, Kleinreuth b. Schweinau

fläche Fa. Diehl, Donaustraße, 90451 Nürnberg

90471 Nürnberg, Langwasser

Diese acht Standorte wurden anschließend anhand mehrerer Parameter qualitativ bewertet und anhand eines Bewertungssystems in Zahlenwerte überführt. Aus diesen Zahlenwerten wurde anschließend eine Summe gebildet, die zur Rangfolge der Bewertung der einzelnen Alternativen im Rahmen führt. Die bewerteten Parameter sind:

tor, Schornstein)

gekoppelten Wärme):

4 Ergebnis

Die besten Flächen wurden hinsichtlich ihrer Verfügbarkeit für den Vorhabenträger N-ERGIE beurteilt. Der bestbewertete Standort 6 Sandreuth A befindet sich bereits im Besitz der N-ERGIE. Lediglich zwei weitere der bewerteten Standorte sind derzeit nicht von entgegenstehenden städtebaulichen Zielen beansprucht. Alle Standorte sind zudem deutlich schlechter bewertet als der Standort Sandreuth A. Im Bedarfsfall müsste eine mögliche Bereitstellung zusätzlich geprüft werden, dies wäre aber aufgrund der Bewertung nur bei einem Fortfall des Standortes 6 eine Alternative.

Die Überprüfung der Standortalternativen ergab somit den Standort 6: Sandreuth A (HKW), Gmkg. Gibitzenhof, Fl. Nr. 166/1 und 166/2, Sandreuthstraße 55a, 90441 Nürnberg, Sandreuth als beste Alternative.

Für diesen wird ein FNP-Änderungsverfahren durchgeführt da sich alternative Standorte nicht aufdrängen.

Sweco GmbH

Köln, den 11.11.2021

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