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Antrag der Stadtratsfraktion der FDP vom 23.04.2021

Anlage · 16.02.2022 · PDF ansehen · Originaldokument im RIS ↗

Ümit Sormaz Marcus König Digitalisierung & Verwaltung

Maschinell extrahierter Text. Verbindlich ist das Originaldokument.

Demokraten

ÖBERBÜRG

FDP

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Antrag: Digitalisierung und Corona

Nürnberg, den 23. April 2021

Die Corona-Krise hat den eklatanten Mangel an Digitalisierung in

Zeichen: ÜS-AN

Deutschland offen gelegt, sowohl auf der Seite der öffentlichen

Ümit Sormaz

Verwaltung als auch der der Unternehmen. In Nürnberg ist im Jahr 2019

Mitglied des Stadtrates der Stadt Nürnberg mit dem „Integrierten Stadtentwicklungskonzept" „Digitales Nürnberg" ein fdp@uemit-sormaz.de übergeordnetes Konzept zur Digitalisierung vorgestellt und vom Stadtrat www.uemit-sormaz.de

verabschiedet worden. Im Licht der Corona-Krise erscheint eine

Freie Demokraten FDP Beschleunigung in der Umsetzung des begrüßenswerten Konzepts Rathausplatz 2 90403 Nürnberg notwendig. Darüber hinaus ist zu fragen, inwieweit die jüngsten Ereignisse Anpassungen am INSEK „Digitales Nürnberg" erforderlich machen. T: 0911-1325250 M: 0177-2502513

Zum einen ist im Rahmen des gegenwärtigen Verwaltungshandelns nach

wie vor die Tendenz zu beobachten, Digitalisierung eher zu verstehen als

die Optimierung von Prozessen, und weniger als die Möglichkeit zur

Implementierung neuer Prozesse, die das Leben in der Stadtgesellschaft

bereichern, indem sie einerseits Teilhabeverfahren niedrigschwelliger

ausgestalten, andererseits die Möglichkeit zu eigenverantwortlichem

Handeln effizienter organisieren. Dass Anträge bei Behörden digital gestellt

werden können, erspart Bürgerinnen und Bürgern den Gang zur Behörde,

ist aber so wenig innovativ wie die Videokonferenz, die inhaltlich nicht

anders abläuft als die Präsenzkonferenz der Vor-Corona-Zeit. Es gilt, wie im

INSEK bereits gefordert, digitale interaktive bzw. partizipative Formate

einzurichten, die über die analogen Formate hinausgehen und einen

Mehrwert darstellen.

Daneben müssen die lokalen Unternehmen bei der Digitalisierung

intensiver unterstützt werden. Auch dies hat die Pandemie vor Augen

geführt. Dabei geht es wiederum nicht allein um die Digitalisierung

bestehender Prozesse, sondern das Erschließen neuer Geschäftsfelder im

Bereich des Digitalen, das nötig wird, weil die alten nicht mehr tragfähig

sind. Im Umkehrschluss kann Nürnberg dadurch noch attraktiver werden

für Unternehmen, deren Kernkompetenz in durch Digitalisierung

getriebenen Marktsegmenten liegt.

Demokraten

FDP

Es hat sich gezeigt, dass Innovativität nicht nur in Krisenzeiten gefragt ist,

sondern als Grundeigenschaft öffentlichen und privatwirtschaftlichen

Handelns ständig vorhanden sein muss, damit die Resilienz gegen Krisen

steigt.

Digitale Werkzeuge zur intelligenten Steuerung von Mobilitätsströmen in

Großstädten beispielsweise ermöglichen ein kluges Verkehrsmanagement,

über das sich Stadtbewohnerinnen und Stadtbewohner ebenso freuen

können wie ansässige Unternehmen (im Ranking der staureichsten Städte

Deutschlands ist Nürnberg für das Jahr 2020 leider erneut weit oben, auf

Rang 4, gelistet). Ein solches auf der Auswertung großer Datenmengen

basierendes Verkehrsmanagement hätte zudem den Vorteil gehabt, dass

es hilfreich bei der Organisierung des innerstädtischen Verkehrs gewesen

wäre.

Daher stelle ich folgenden Antrag:

Die Verwaltungen legen im Einzelnen dar, wo sich während der Corona-Krise aus ihrer Sicht das Defizit an Digitalisierung am stärksten bemerkbar gemacht hat. Für die identifizierten Probleme werden Lösungen erarbeitet.

Die Verwaltung beschreibt, inwieweit die Erfahrungen aus einem Jahr Pandemie dazu geführt haben, Anpassungen am INSEK „Digitales Nürnberg" vorzunehmen. Wenn sie der Meinung ist, dass Anpassungen nicht notwendig waren und sind, dass Schwerpunkte nicht verschoben oder anders gesetzt werden müssen, so gibt sie dafür ausführliche Begründungen.

Gegenüber dem Stadtrat erfolgt zeitnah ein Monitoring zum INSEK „Digitales Nürnberg", das zugleich als öffentliche Debatte über die

Demokraten

FDP

Frage fungiert, in welchen Bereichen der Stadtgesellschaft ein

höherer Grad an Digitalisierung und digitaler Vernetzung geholfen

hätte, um die Pandemie in der Stadt besser bewältigen zu können.

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