Kurzzusammenfassung der wirtschaftlichen Lage ausgewählter Beteiligungen
Maschinell extrahierter Text. Tabellen verlieren dabei ihre Form, verbindlich ist das Original.
D.1 Kurzzusammenfassung der wirtschaftlichen Lage ausgewählter
Beteiligungen
Die Stadt Nürnberg erfüllt ihre vielfältigen Aufgaben für
die Bürgerinnen und Bürger der Stadt nicht nur durch
ihre klassischen Dienststellen der Stadtverwaltung.
Einen nicht unerheblichen Teil der Aufgaben hat die
Stadt Nürnberg auf Unternehmen übertragen, an denen
sie unmittelbar oder mittelbar beteiligt ist.
Die wirtschaftliche Situation der ausgewählten Beteiligungen hat sich im Geschäftsjahr 2016 überwiegend
positiv entwickelt. Die Nürnberg Messe GmbH (Konzern) erzielte mit 288,0 Mio. € einen Umsatzrekord und
kann insgesamt in 2016 auf ihr erfolgreichstes Geschäftsjahr der Unternehmensgeschichte zurückblicken. Der Jahresüberschuss der wbg Nürnberg GmbH
lag bei 17,5 Mio. € (Vorjahr 15,8 Mio. €). Die Ertragssituation hat sich damit erfreulich positiv entwickelt, auch
wenn die Unternehmensgruppe nicht auf Gewinnmaximierung ausgerichtet ist. Die Durchschnittsmiete aller
wbg-eigenen Wohnungen liegt pro Quadratmeter
Wohnfläche monatlich bei 5,95 €. Dieser Wert liegt
weiterhin deutlich unter dem Durchschnitt des aktuellen
Nürnberger Mietenspiegels von derzeit monatlich 7,31
€ je m² Wohnfläche. Gerade hier wird deutlich, dass die
wbg dämpfend auf die Mietpreisentwicklung in Nürnberg einwirkt und eine sehr verantwortungsvolle Mietpreispolitik umsetzt, die den satzungsmäßigen Auftrag
der wbg Nürnberg GmbH ernst nimmt. Gleichzeitig
investiert die wbg in den Bestand und setzt ein ambitioniertes Neubauprogramm um.
Das Klinikum Nürnberg schließt 2016 erneut mit einem
Jahresfehlbetrag von 4,24 Mio. € (Vorjahr: Jahresfehlbetrag von 3,84 Mio. €) ab. Vor diesem Hintergrund
sind weiterhin Maßnahmen zur strukturellen Verbesserung der Kostensituation erforderlich um einer weiteren
Verschlechterung des Ergebnisses entgegenzuwirken.
Die Noris Arbeit gGmbH hat im Geschäftsjahr 2016
keinen Bilanzgewinn ausgewiesen. Der entstandene
Jahresfehlbetrag von 0,504 Mio. € wurde wie geplant
mit den Rücklagen der Vorjahre ausgeglichen. Die
Umsatzerlöse sind im Vergleich zum Vorjahr um
19,57% gestiegen. Bei der noris inklusion gemeinnützige GmbH reduzierte sich der Verlust im Jahresergebnis 2016 auf T€ -166 (Vorjahr T€ -293). Das Ergebnis
entwickelte sich deutlich besser als zunächst im Wirtschaftsplan prognostiziert. Ursache hierfür war zum
einen eine vorlaufbedingte Verschiebung von Bau- und
Instandhaltungsmaßnahmen nach 2017 sowie die Verlagerung von Kosten der Dachsanierung in den Anlagebereich.
Mit einem Zuwachs um 3% auf 3,48 Mio. Passagiere
verzeichnete der Flughafen Nürnberg 2016 eine solide
Verkehrsentwicklung und konnte seinen im Vorjahr
eingeschlagenen Wachstumskurs fortsetzen. Das Verkehrswachstum wirkte sich im Geschäftsjahr 2016 auch
positiv auf die wirtschaftliche Lage des Konzerns aus.
Der Jahresabschluss 2016 weist einen Gewinn vor
Steuern in Höhe von 2,1 Mio. € auf (Ergebnis nach
Steuern: 1,7 Mio. €) und liegt damit deutlich über der
Planung und dem Vorjahr (+ 51 T€).
Das Jahresergebnis 2016 der Städtische Werke Nürnberg GmbH mit einem Jahresüberschuss von 10,8 Mio.
€ ist auf Verbesserungen bei den Ergebnisabführungen
der N-ERGIE und der VAG zurückzuführen.
Aus Konzernholding-Sicht ist insgesamt bei den Beteiligungen in 2016 eine weitgehend positive Entwicklung
zu konstatieren. Diese Entwicklung hat auch einen
unmittelbaren positiven Einfluss auf das Konzernergebnis und auf den städtischen Kernhaushalt.
Städtische Werke Nürnberg GmbH
Die StWN GmbH schließt das Geschäftsjahr 2016 mit
einem Jahresüberschuss von 10,8 Mio. € ab. Damit
verschlechterte sich zwar das Jahresergebnis im Vergleich zu 2015 (Jahresüberschuss i.H.v. 59,9 Mio. €)
um 49,1 Mio. €.
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Hierbei ist aber zu beachten, dass das Vorjahresergebnis vor allem durch die Realisierung eines Veräußerungsgewinns aus dem Verkauf von Geschäftsanteilen
an der wbg Nürnberg GmbH geprägt war. Mit Wirkung
zum 01.01.2015 hatte die StWN GmbH 19,1% ihrer
Anteile an der wbg Nürnberg GmbH an die wbg Immohold GmbH & Co. KG, einer mittelbaren 100%-
Tochtergesellschaft der Stadt Nürnberg, verkauft. Nach
der Anteilsveräußerung hält die StWN GmbH noch
40,9% an der wbg Nürnberg GmbH. Ein vergleichbarer
Sondereffekt lag in 2016 nicht vor.
Gegenüber dem Wirtschaftsplan liegt das Jahresergebnis in 2016 jedoch um 34,1 Mio. € besser als geplant.
Ursächlich hierfür ist vor allem die Ergebnisentwicklung
bei den Tochtergesellschaften N-ERGIE und der VAG.
Das Jahresergebnis der StWN GmbH ist weitestgehend
durch die Ergebnisabführungen bestimmt.
Gegenüber dem Vorjahr erhöhte sich die Ergebnisabführung des N-ERGIE AG Teilkonzerns an die StWN
GmbH um 2,5 Mio. € auf 70,2 Mio. € (Vorjahr 67,7 Mio.
€), gleichzeitig sank der Zuschussbedarf der VAG erheblich von rund 83,1 Mio. € in 2015 auf 59,0 Mio. € in
2016. Hierdurch sanken allein die Aufwendungen aus
der Übernahme des Verlusts der VAG um rund 24,1
Mio. €.
Die Eigenkapitalquote auf Ebene der StWN GmbH ist
im Vergleich zum Vorjahr leicht um 0,9% auf 59,1%
gesunken.
Selbstverständlich war auch in 2016 die Energiewende
im Allgemeinen und das Engagement der N-ERGIE AG
im Bereich erneuerbare Energien weiterhin ein dominierendes Thema.
Aktuell sind am Netz der N-ERGIE AG Tochter MDN
Main-Donau Netzgesellschaft GmbH bereits über
47.000 Wind-, Photovoltaik- und Biogasanalgen mit
einer installierten Leistung von rund 2.000 Megawatt
angeschlossen. Die N-ERGIE leistet damit in der Region einen wesentlichen Beitrag zum Gelingen der Energiewende, und macht damit deutlich, dass eine stark
dezentral geprägte, regionale Umsetzung der Energiewende möglich ist.
Über die 100%ige Tochter N-ERGIE Regenerativ
GmbH engagiert sich die N-ERGIE AG wie in den Vorjahren im Bereich der erneuerbaren Energien. Zusammen mit Partnern aus dem Stadtwerkeumfeld oder über
Bürgerbeteiligungen hält die N-ERGIE Regenerativ
GmbH Anteile an Gesellschaften, die Photovoltaik- und
Windkraftanlagen betreiben. In Summe beträgt das
Erzeugungsvolumen (installierte Leistung) der
N-ERGIE Regenerativ GmbH aus erneuerbaren Energien mittlerweile rund 70.431 kW (Vorjahr: 68.511 kW).
Aufgrund des geänderten Fördermechanismus des
EEG und der 10H-Regelung des Freistaates Bayern hat
die N-ERGIE Regenerativ GmbH 2016 jedoch keine
weiteren Anlagen errichtet. Insbesondere die neu eingeführten Ausschreibungsverfahren bei der Photovoltaik erschwerten die wirtschaftliche Umsetzung von Projekten in der Region. Extrem schwierig zeigt sich zudem seit einigen Jahren der Markt für die Erzeugung
von Bioerdgas. Nicht zuletzt der Verfall des Ölpreises
bringt die Erzeugungsgesellschaften in finanzielle
Schwierigkeiten. In Folge der Anteilsabwertung verschiedener Gesellschaften bei der N-ERGIE Regenerativ GmbH musste der Beteiligungsbuchwert der NERGIE Regenerativ GmbH bei der N-ERGIE AG wertberichtigt werden.
Für die N-ERGIE AG hat sich gleichzeitig an der unbefriedigenden Situation für den Betrieb konventioneller
Kraftwerke auch in 2016 nichts geändert.
Einem Antrag der Gesellschafter der Gemeinschaftskraftwerk Irsching GmbH (GKI) auf vorübergehende
Stilllegung des Kraftwerks wurde nicht stattgegeben.
Seit dem 01.04.2016 erfolgt der Betrieb des Kraftwerks
nach den Regularien des Strommarktgesetzes ausschließlich unter der Regie des Übertragungsnetzbetreibers. Die hierfür an die GKI gezahlte Vergütung
reicht aber nicht aus, um sämtliche anfallenden Kosten
des Kraftwerks zu decken. Daneben erhöhten sich die
laufenden Verluste als Folge des auslaufenden Redispatchvertrages und der ungelösten Anschlussregelung.
Insgesamt aber entwickelte sich die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der N-ERGIE AG in 2016 positiv.
Das Ergebnis der Geschäftstätigkeit lag mit 132,9 Mio.
€ um 13,6 Mio. € oder 11,4% besser als im Vorjahr und
zugleich deutlich über den Erwartungen der Wirtschaftsplanung. Unter Berücksichtigung des Steueraufwandes und einer Zuführung zur Gewinnrücklage in
Höhe von 26 Mio. € sowie der Ausgleichzahlung an die
Thüga AG in Höhe von 29,6 Mio. € konnten daher insgesamt 70,2 Mio. € an die StWN GmbH abgeführt werden.
Die N-ERGIE AG rechnet aktuell damit, dass auch
2017 die geplante Ergebnisabführung erreicht werden
kann.
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Die zweite wesentliche Einheit des StWN-Konzerns, die
VAG, blickt in 2016 auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr
zurück.
Die VAG beförderte im Jahr 2016 in Nürnberg (Nürnberg mit Nachbarorten und U-Bahn Fürth) 150 Mio.
Fahrgäste. Die rechnerische Zahl der Fahrten im öffentlichen Personennahverkehr (ÖV-Fahrten) stieg damit
spürbar um 4,3% von 144,1 Mio. auf 150 Mio. Fahrgäste. Ähnlich wie in den Vorjahren entschieden sich 22%
der Nürnberger bei der Verkehrsmittelwahl für den
ÖPNV.
Mit Inbetriebnahme der Tramverlängerung Thon – Am
Wegfeld wurde am 10. Dezember 2016 eine der größten Angebotsverbesserungen der letzten Jahre im
VAG-Netz realisiert. In diesem Zusammenhang wurde
ebenfalls das Busnetz Nord, mit der neuen Direktverbindung der Umsteigehaltestelle Am Wegfeld mit dem
Flughafen sowie dem Nordostbahnhof, eröffnet. Das
Ringbuskonzept mit neuen Fahrtrouten der Linien 35,
45 und 65 konnte nach Realisierung erforderlicher Baumaßnahmen durch die Stadt Nürnberg ebenfalls starten.
Zum 1. Januar 2016 wurden die Preise im VGN angepasst. Grundlage war der vom VGN jährlich berechnete
ÖPNV-spezifische Warenkorb-index, der für 2016 eine
durchschnittliche Kostensteigerung von 2,61% prognostizierte. Der Aufschlag von 0,5% zur Abschmelzung der
Kosten früherer Verbundraumerweiterungen führte im
Ergebnis für das Jahr 2016 zu einer VGN-weiten Preiserhöhung um durchschnittlich 3,11%.
Gleichzeitig wurden Maßnahmen aus dem Tarifprojekt
der Stadt Nürnberg im Tarifgebiet Nürnberg/Fürth/Stein
umgesetzt. Mit der Preisreduzierung des 9-UhrJahresAbos wird nun eine besonders günstige Zeitkarte
angeboten. Ebenso wurde der Rabatt des 4er-Tickets
im Vergleich zum Einzelfahrschein deutlich erhöht. Die
Neuregelung der Kurzstrecke zielt auf Fahrten im echten Nahbereich. Durch die Bezuschussung der Schülertickets für nicht freigestellte Schulwegverkehre durch
die Stadt Nürnberg konnte der Endpreis aus Kundensicht für Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I
und II deutlich gesenkt werden. Insgesamt hat die Stadt
Nürnberg in 2016 hierfür 2,7 Mio. € bereit gestellt.
Auf Basis des bisherigen Neukunden-FirmenAbos
wurde zudem ein FirmenAbo-Modell für kleine und
mittlere Unternehmen entwickelt und im Verbund zunächst für eine zweijährige Pilotphase etabliert. Mit der
IHK Nürnberg für Mittelfranken sowie der Handwerkskammer für Mittelfranken wurden Kooperationsverträge
geschlossen, die es Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
der Mitgliedsunternehmen ermöglichen, ein vergünstigtes FirmenAbo zu erhalten.
Die Verkehrserlöse inklusive Verkehrsnebenerlösen
erhöhten sich dementsprechend in 2016 im Vorjahresvergleich deutlich um 10.500 T€ (8,0%) auf 141.009 T€.
Die öffentlichen Ausgleichsleistungen für die Schwerbehindertenbeförderungen nahmen dabei um 14,0%
zu, die für den Schülerverkehr um 20,9% ab. Die Umsatzerlöse der VAG insgesamt erhöhten sich im Geschäftsjahr 2016 um 16% oder 22,5 Mio. € von rund
140,9 Mio. € in 2015 auf 163.323 T€. Neben dem geschilderten Anstieg bei den Verkehrserlösen stiegen
hier auch die sonstigen Umsatzerlöse im Wesentlichen
aufgrund von Umgliederungen von Konzernleistungen
aus den sonstigen Erträgen in die Umsatzerlöse.
Auf der Aufwandseite fällt der Rückgang des Personalaufwands ins Gewicht. Der Rückgang ist im Wesentlichen auf die Anpassung des Abzinsungssatzes an den
Zehn-Jahres-Durchschnittszins für die Bewertung der
Pensionsrückstellung in Höhe von 16.431 T€ zurückzuführen, während sich gegenläufig die Tariferhöhung bei
den Löhnen und Gehältern ab 01.06.2016 um 2,4%
erhöhten.
Das negative Jahresergebnis und somit der Zuschussbedarf verringert sich aufgrund der beschriebenen
Effekte im Vergleich zum Vorjahr deutlich um 24.101 T€
oder 29% auf 58.985 T€. Dieser wird auf Basis des
bestehenden Ergebnisabführungsvertrags von der
Muttergesellschaft StWN GmbH ausgeglichen.
Klinikum Nürnberg
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Das Klinikum schließt das Geschäftsjahr 2016 mit einem Jahresfehlbetrag von rund 4,24 Mio. € (Vorjahr:
Jahresfehlbetrag von rund 3,84 Mio. €) ab. Damit liegt
das Jahresergebnis gegenüber dem Wirtschaftsplan
spürbar schlechter als geplant. Der Wirtschaftsplan
2016 hatte zunächst einen Jahresfehlbetrag in Höhe
von 1,44 Mio. € ausgewiesen.
Zwar sind die Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahr
um 3,2% auf 536 Mio. € angestiegen und lagen im
Ergebnis auch über den Planwerten, jedoch überstiegen auch die Betriebsaufwendungen Planung und
Vorjahr entsprechend. Im Ergebnis reduzierte sich das
Betriebsergebnis / EBITDA um 2,6%. Wesentliche
Aufwandsposition bei den Betriebsaufwendungen stellt
dabei mit insgesamt 353,5 Mio. € der Personalaufwand
dar. Gegenüber dem Vorjahr sind die Personalaufwendungen um 11,9 Mio. € oder 3,5% gestiegen. Neben
den Tariferhöhungen wirkt sich hier auch die Erhöhung
der Personalausstattung aus. Die Zahl der Vollkräfte
hat sich in 2016 um 1,5% erhöht.
Prägend für die Ergebnisentwicklung ist weiterhin auch
die Bildung einer Rückstellung für erwartete Fördermittelkorrekturen im Zusammenhang mit dem Neubau
West. Die positiven Effekte auf das Jahresergebnis in
2016 der Änderung der Regelung zur Ermittlung des
handelsrechtlichen Rechnungszinses für Pensionsrückstellungen werden hierdurch in etwa kompensiert. Bei
der Bewertung von Altersvorsorgeverpflichtungen ist
zum Bilanzstichtag 31.12.2016 anstelle des bislang
gültigen 7-Jahres-Durchschnittszinssatzes ein 10-
Jahres-Durchschnittszinssatz zu Grunde zu legen. Dies
hat dazu geführt, dass der Rechnungszins 2016 gegenüber 2015 wieder leicht angestiegen ist. Der Zinsaufwand für die Aufzinsung der Rückstellungen ist
dadurch im 2016 niedriger ausgefallen als geplant. Die
Rückstellung für Pensionsverpflichtungen reduzierte
sich durch diesen Effekt von 64,1 Mio. € auf 61,6 Mio.
€. In den Folgejahren stellt sich diesbzgl. wieder ein
gegenteiliger Effekt ein.
Für das Geschäftsjahr 2017 schließt der Erfolgsplan
des Klinikums mit einem Jahresfehlbetrag von 181 T€
ab.
Eine große wirtschaftliche Herausforderung im Rahmen
der mittelfristigen Unternehmensplanung stellt weiterhin
die mittel- und langfristige Sicherstellung der finanziellen Handlungsfähigkeit dar. Vor dem Hintergrund des
investiv bedingten erheblichen Liquiditätsbedarfs der
kommenden Jahre, zählt hierzu insbesondere, eine
ausreichende Innenfinanzierung zu gewährleisten und
den Fremdfinanzierungsbedarf auf ein tragfähiges
Niveau zu begrenzen.
Um auch mittel- und langfristig finanziell handlungsfähig
zu bleiben, ist die in der Vergangenheit angestrebte
„Schwarze Null“ aufgrund der hohen eigenfinanzierten
Investitionsbedarfe zukünftig nicht mehr ausreichend,
um sicherzustellen, dass das Klinikum wirtschaftlich
aus eigener Kraft seinen Versorgungsauftrag erfüllen
kann.
Ende des ersten Quartals 2017 lässt sich ein Anstieg
des abgerechneten Casemix um 2,20% (Summe der
mit dem kaufmännischen Schweregrad gewichteten
Behandlungsfälle), vor Prüfung durch den Medizinischen Dienst der Krankenkassen, bei einer Zunahme
der vollstationären Fallzahlen um 2,14% gegenüber
dem Vorjahreszeitraum feststellen. Dies ist im Wesentlichen auf die im Vorjahresvergleich günstigere Feiertagssituation zurückzuführen und wird sich im Folgequartal wieder ausgleichen.
Der Landesbasisfallwert wurde 2017 gegenüber dem
Vorjahr nur um rund 1,2% erhöht und erreicht damit
nicht die erwarteten Steigerungsraten der Personalund Sachkosten im Berichtszeitraum. Neben der allgemeinen Tariferhöhung wird auch die neue Entgeltordnung des TVöD zu einem deutlichen Anstieg der Personalaufwendungen führen.
Bereits für 2016 blieb der Landesbasisfallwert, als wichtigste Berechnungsgrundlage der abgerechneten Leistungen, wie auch schon in den Vorjahren mit einer
Erhöhung gegenüber dem Vorjahr um rund 1,74%
deutlich hinter der Kostenentwicklung zurück und konnte die verhandelten Tarifsteigerungen nicht kompensieren.
Vor diesem Hintergrund sind weiterhin Maßnahmen zur
strukturellen Verbesserung der Kostensituation erforderlich um einer weiteren Verschlechterung des Betriebsergebnisses entgegenzuwirken.
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Flughafen Nürnberg GmbH
Mit einem Zuwachs um 3% auf 3,48 Mio. Passagiere
verzeichnete der Flughafen Nürnberg 2016 eine solide
Verkehrsentwicklung und konnte seinen im Vorjahr
eingeschlagenen Wachstumskurs fortsetzen. Die Verkehrsentwicklung entspricht damit dem Bundesdurchschnitt. Die 22 internationalen Verkehrsflughäfen in
Deutschland konnten in 2016 einen Zuwachs bei den
Fluggästen von 3,3% verzeichnen.
Der Linienverkehr steigerte sich auf 2,33 Mio. Fluggäste oder 8,1% gegenüber dem Vorjahr, der Touristikverkehr hingegen reduzierte sich um 5,9% auf 1,17 Mio.
Passagiere. Die deutliche Kundenzurückhaltung bei
Reisen an das östliche Mittelmeer war für diese Entwicklung im Touristikverkehr maßgeblich. Im Türkeiund Ägyptenverkehr wurden rund 172.600 weniger
Passagiere als im Vorjahr verzeichnet.
Die größten Wachstumsimpulse – mit zahlreichen neuen Zielen und einem deutlich verstärkten Angebot –
setzten Ryanair (+95,9 Tsd. Passagiere), Wizz Air
(+53,5 Tsd. Passagiere) und Lufthansa mit der günstiger operierenden Lufthansa-Tochter Eurowings (+51,2
Tsd. Passagiere). Air Berlin beförderte im Linienverkehr
439.565 Passagiere und damit 5,5% weniger Fluggäste
als im Vorjahr.
Das Jahr 2016 markierte damit durch eine gelungene
Transformation vom Drehkreuz zu einem durch eine
zunehmende Anzahl von Fluggesellschaften und einem
neuen Spitzenwert von Lokaleinsteigern geprägten
Flughafen auch einen Wendepunkt in der Ausrichtung
des Flughafens Nürnberg.
Das Verkehrswachstum wirkte sich im Geschäftsjahr
2016 auch positiv auf die wirtschaftliche Lage des Konzerns aus. Der Jahresabschluss 2016 weist einen Gewinn vor Steuern in Höhe von 2,1 Mio. € auf (Ergebnis
nach Steuern: 1,7 Mio. €) und liegt damit deutlich über
der Planung und dem Vorjahr (+ 51 T€). Der Umsatz
erreichte 95,5 Mio. € (Vorjahr: 92,3 Mio. €), das EBITDA liegt bei 22,1 Mio. €.
Zum Halbjahr 2017 zeichnet sich eine gegenüber 2016
nochmals spürbar positivere Entwicklung des Verkehrsaufkommens ab. Damit verbunden ist auch eine
entsprechende Entwicklung der Luftverkehrserlöse und
der Umsatzerlöse insgesamt. So liegt die Zielmarke für
das neue Geschäftsjahr 2017 auf einem Umsatz von –
erstmals – über 100 Mio. €.
In der Jahresvorschau werden aktuell für 2017 rund 4,2
Mio. Passagiere erwartet, dies entspricht bezogen auf
das Gesamtjahr gegenüber dem Vorjahr einem Anstieg
von 21,2% oder um rund 740.000 Passagiere. Auch
gegenüber der Planung ergäbe sich damit ein Anstieg
um 0,7%.
Zwar wurde bei Erstellung des Wirtschaftsplanes bei
Ryanair mit einem höheren Ladefaktor und bei AirBerlin
nicht mit einer derart umfangreichen Ausdünnung des
Streckennetzes gerechnet, die überplanmäßig positive
Entwicklung, etwa bei Eurowings insbesondere auf den
von AirBerlin übernommenen Strecken (Hamburg,
Wien), kompensiert dies aber vollständig.
Die Geschäftsführung geht derzeit davon aus, dass die
Zielwerte aus der Planung in 2017, trotz der geschilderten Einbußen im Vergleich zur Planung, zum Jahresbeginn erreicht werden. Die Hochrechnung lässt derzeit
einen Jahresüberschuss von rund 2,5 Mio. € erwarten.
Auch die zwischenzeitlich eingetretene Insolvenz von
AirBerlin ändert hieran grundsätzlich nichts. Das Ziel
von etwa 4,2 Mio. Passagieren bleibt aus Sicht der
Geschäftsführung aus heutiger Sicht weiterhin erreichbar.
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wbg Nürnberg GmbH
In 2016 erzielte die Unternehmensgruppe einen Jahresüberschuss von rund 17,7 Mio. € (Vorjahr 15,6 Mio. €).
Der Jahresüberschuss der wbg Nürnberg GmbH lag bei
17,5 Mio. € (Vorjahr 15,8 Mio. €).
Die Bilanzsumme der wbg Nürnberg GmbH hat sich
von 605,9 Mio. € im Vorjahr auf rund 649,2 Mio. € erhöht. Das Eigenkapital ist auf 233,8 Mio. € (Vorjahr
216,3 Mio. €) gestiegen und hat damit erneut den Wert
des Unternehmens gesteigert.
Die Ertragssituation hat sich damit erfreulich positiv
entwickelt, auch wenn die Unternehmensgruppe nicht
auf Gewinnmaximierung ausgerichtet ist.
Die Durchschnittsmiete aller wbg-eigenen Wohnungen
stieg pro Quadratmeter Wohnfläche und Monat um 0,12
€ auf 5,95 €. Dieser Wert liegt weiterhin deutlich unter
dem Durchschnitt des aktuellen Nürnberger Mietenspiegels von derzeit monatlich 7,31 € je m² Wohnfläche. Gerade hier wird deutlich, dass die wbg dämpfend
auf die Mietpreisentwicklung in Nürnberg einwirkt und
eine sehr verantwortungsvolle Mietpreispolitik umsetzt,
die nicht auf Gewinnmaximierung ausgerichtet ist, sondern den satzungsmäßigen Auftrag der wbg Nürnberg
GmbH ernst nimmt.
Dies zeigt auch das hohe Niveau der Instandhaltungsausgaben für den Wohnungsbestand. Die wbgUnternehmensgruppe hatte 2016 Ausgaben für laufende Instandhaltung und Modernisierung in Höhe von
32,8 Mio. € (Vorjahr 32,5 Mio. €). Das entspricht einem
Wert in Höhe von rund 29 € je m² Wohnfläche in der
Unternehmensgruppe.
Eine zentrale Aufgabe in den nächsten Jahren ist weiterhin die Entlastung des Wohnungsmarktes durch die
verstärkte Neubautätigkeit. Hierzu sollen rund 1.000
Wohneinheiten bis zum Jahr 2020 neu errichtet werden. Dabei soll ein Anteil von etwa 780 Wohnungen im
Bestand verbleiben und den Mietwohnungsmarkt entlasten. In diesem Rahmen wurden bereits in den letzten
Jahren Neubauprojekte mit rund 323 Wohnungen fertig
gestellt.
Aufgrund des hohen Bedarfs an preisgünstigem Wohnraum hat die Stadt Nürnberg daneben ein Sonderprogramm Wohnen initiiert. Ziel des Sonderprogramms
Wohnen ist zur Beschleunigung der Bautätigkeit städtische Flächen zu aktivieren und diese unter anderem an
die wbg zu übertragen und durch diese entwickeln zu
lassen.
In der Stadtratssitzung vom 17.11.2016 wurde beschlossen, dies im Rahmen eines GmbH-Modells umzusetzen, indem die betreffenden städtischen Grundstücke zum Einlagewert von der Stadt Nürnberg in die
WBG Nürnberg Beteiligungs GmbH (WBG Bet) eingebracht werden. Daraufhin erfolgte am 28.12.2016 sowohl die Anpassung des Gesellschaftsvertrages (Satzungsänderung) der WBG Bet sowie die Übertragung
von 49% der Geschäftsanteile an die Stadt Nürnberg.
51% der Geschäftsanteile verbleiben weiterhin bei der
wbg Nürnberg GmbH.
Die Grundstücke wurden im ersten Quartal 2017 seitens der Stadt Nürnberg als Sacheinlage in die WBG
Bet eingebracht. Auf den eingebrachten Grundstücken
sollen ca. 445 Wohnungen mit einem hohen Anteil an
gefördertem Wohnraum errichtet werden.
Die wbg Nürnberg GmbH rechnet in 2017 aktuell mit
einem Jahresergebnis spürbar über dem Planwert
(Jahresüberschuss i.H.v. 11,4 Mio. €).
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NürnbergMesse GmbH
Die NürnbergMesse (Konzern) erreichte 2016 einen
Umsatz von 288,0 Mio. € und konnte damit einen neuen Rekord erzielen (Vorjahr: 203,7 Mio. €). Der Umsatz
liegt damit in 2016 um 84,3 Mio. € oder 41% über dem
Vorjahreswert und immer noch 26% über dem turnusmäßig besser vergleichbaren Geschäftsjahr 2014.
Eigen- und Partnerveranstaltungen im Inland erreichten
einen Umsatz von 120,0 Mio. €, Gastveranstaltungen
47,2 Mio. € und das NCC NürnbergConvention Center
14,6 Mio. €. Der Umsatz des MesseService (einschließlich der Holtmann GmbH & Co. KG) lag bei 75,0 Mio. €
und der Umsatz im Bereich International bei 31,2 Mio.
€.
Nach Veranstaltungsaufwendungen, Personalaufwendungen, Abschreibungen, sonstigen betrieblichen Aufwendungen, Bestandsveränderungen und zuzüglich
den sonstigen betrieblichen Erträgen sowie dem Beteiligungsergebnis erzielte die NürnbergMesse Group ein
operatives Ergebnis von 32,8 Mio. € (2015: 5,5 Mio. €;
2014: 16,8 Mio. €) und ein Ergebnis vor Steuern von
26,5 Mio. € (2015: 1,8 Mio. €; 2014: 11,7 Mio. €).
Das Konzernergebnis 2016 hat sich mit einem Konzerngewinn von 15,4 Mio. € im Vergleich zum turnusgemäß schwächeren Vorjahr 2015 (Konzernverlust von
109 T€) entsprechend deutlich verbessert. Die Nürnberg Messe GmbH zeigt für 2016 im Einzelabschluss
einen Jahresüberschuss von rund 13,5 Mio. €.
2016 nahmen 32.317 Aussteller (2014: 29.171) und
1,42 Mio. Besucher (2014: 1,32 Mio.) an 172 Veranstaltungen der NürnbergMesse Group teil. Insgesamt wurden 2016 rund 1.127.000 m² Nettofläche (2014:
993.575 m²) bei Veranstaltungen der NürnbergMesse
Group gebucht.
Insgesamt kann die NürnbergMesse (Konzern) in 2016
auf ihr erfolgreichstes Geschäftsjahr der Unternehmensgeschichte zurückblicken.
Um den Erfolg der NürnbergMesse Group auch für die
Zukunft zu sichern, haben die beiden Hauptgesellschafter (Stadt Nürnberg und Freistaat Bayern) eine Eigenkapitalerhöhung zur Finanzierung des Unternehmenswachstums sowie des massiven Investitionsbedarfs in
eine Modernisierung der Hallen und der Geländeinfrastruktur von 100 Mio. € pro Gesellschafter in zehn Jahrestranchen von je 10 Mio. € im Zeitraum von 2018 bis
2027 beschlossen. Zur Umsetzung der geplanten Eigenkapitalerhöhung wurde im ersten Quartal 2017 ein
entsprechender Konsortialvertrag zwischen den beiden
Hauptgesellschaftern abgeschlossen.
Für das laufende Geschäftsjahr zeigt sich zum 1. Halbjahr eine leicht überplanmäßige Entwicklung. Für das
Jahresergebnis wird eine leichte Verbesserung gegenüber den Planwerten des Wirtschaftsplans 2017 erwartet.
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Noris Arbeit gGmbH
Im Berichtsjahr 2016 wird kein Bilanzgewinn ausgewiesen. Der entstandene Jahresfehlbetrag von 0,504 Mio.
€ wurde wie geplant mit den Rücklagen der Vorjahre
ausgeglichen, die zweckgebunden und frei für Folgejahre gebildet wurden.
Die Umsatzerlöse sind von 9,611 Mio. € in 2015 auf
11,492 Mio. € im Jahr 2016 gestiegen. Dies entspricht
einer Mehrung um 19,57%. Die Personalaufwendungen
betrugen im Jahr 2016 Mio. € 8,004. Im Vorjahr waren
Personalaufwendungen mit Mio. € 6,488 angefallen.
Die Personalkostensteigerung ist durch Neueinstellungen über befristete Arbeitsverträge entstanden. Diese
begründen sich überwiegend in der verstärkten Arbeit
in der Flüchtlingsintegration.
Am 31.12.2016 gehörten 147 Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter (Vorjahr 134) zur Stammbelegschaft der
NOA. Wie in den Vorjahren beschäftigt das Unternehmen in der Stammbelegschaft fast genauso viele Frauen (52,38%) wie Männer (47,62%).
Die Altersstruktur der Stammbelegschaft hat sich im
Jahr 2016 gegenüber 2015 leicht verändert. Zum Stichtag 31.12.2016 betrug das Durchschnittsalter 50,3
Jahre gegenüber 50,5 Jahren zum Jahresende 2015.
Durch die Verlegung des Stammhauses und des Umweltservices verfügt die NOA mindestens für die nächsten 10 Jahre über wesentlich modernere und besser
ausgestattete Betriebsstätten als in den letzten 25
Jahren. Die Liegenschaften sind nicht nur repräsentativer, sondern zur Erledigung der Arbeitsmarkt- und
Bildungsdienstleistungen, auch wesentlich besser geeignet. Hinzu kommt das Projekt „soziale Teilhabe“. Mit
ihm gewinnt die NOA 70 neue Arbeitnehmer, die fachlich angeleitet und betreut werden müssen.
noris inklusion gemeinnützige GmbH
(vormals: Werkstatt für Behinderte der Stadt Nürnberg
gGmbH)
Die Umsätze im Arbeitsbereich in Höhe von T€ 2.852
(Vorjahr T€ 3.020) wurden in 2016 im Werk Süd und
Werk Nord durch Fertigungsverringerungen aufgrund
der Dachsanierungen negativ beeinflusst. Umstrukturierungen im A-Kunden Segment im Werk Süd wirken sich
ebenfalls auf die Fertigung aus. Im Werk West ist in
den Bereichen Digitaldruck und Offestdruck ein Auftragsrückgang zu verzeichnen. Die Bereiche Handling
und Datenscanning dagegen konnten die Umsatzeinbußen von Digital- und Offsetbereich teilweise auffangen.
Das Jahresfehlbetrag lag bei T€ 166 (Vorjahr T€ 293).
Das Geschäftsfeld Wohnen ist mit drei Wohnheimen
mit 99 Plätzen sowie 115 Plätzen im Ambulant Betreuten Wohnen voll ausgelastet. Auch wenn durch die
Neuverhandlungen für den Bereich stationäres und
ambulantes Wohnen nun eine den Rahmenleistungsvereinbarungen entsprechende finanzielle Ausstattung
vorliegt, besteht insbesondere für das Ambulant Betreute Wohnen weiterhin Nachbesserungsbedarf.
Im Arbeitsbereich sind die Entgelteinnahmen in 2016,
verglichen mit 2015, um T€ 209 gestiegen. Das Ergebnis im Arbeitsbereich lag mit einem Rohertrag von T€
972 um T€ 6 unter dem des Vorjahres (T€ 979).
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