Vorwort
Maschinell extrahierter Text. Tabellen verlieren dabei ihre Form, verbindlich ist das Original.
A. Vorwort
Nürnbergs Stadthaushalt 2018
Haushalt auf Kurs
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
sehr geehrte Mitglieder des ehrenamtlichen Stadtrates,
liebe Leserinnen und Leser,
der Nürnberger Stadthaushalt für das Jahr 2018 und die
Folgejahre befindet sich auf Kurs. Nachdem im laufenden
Jahr die entsprechenden Voraussetzungen mit einer
maßvollen Anpassung der Gewerbe- und Grundsteuerhebesätze beschlossen wurden, zeigen sich sowohl im Ergebnis- und Finanzhaushalt für das Folgejahr, wie auch im
„Szenario 2026“ positive Auswirkungen. Das Ergebnis
steigt, die zur Finanzierung der notwendigen Investitionen
benötigte Neuverschuldung geht zurück.
Konkret in Zahlen ausgedrückt bedeutet dies: Geplante
28,5 Mio. € Jahresüberschuss in 2018 nach einem Defizit
von 8,8 Mio. € im Haushaltsplan 2017. Und eine Reduzierung der Nettoneuverschuldung von geplanten 56,7 Mio. €
auf 35,5 Mio. € im verabschiedeten Haushalt. Auch im
Szenario reduziert sich die Finanzierungslücke bis zum
Jahr 2026 deutlich.
Die Umsetzung der Investitionsvorhaben genießt in Nürnberg weiterhin höchste Priorität. Dies wird auch in der
diesjährigen Fortschreibung des Mittelfristigen Investitionsplanes deutlich, der gegenüber dem hohen Niveau des
Vorjahres noch einmal deutlich gestiegen ist (+ 11,8% bei
den Bruttoinvestitionen und 14,2% bei den hierfür erforderlichen städtischen Mitteln). Bei den Gesamtinvestitionen überschreiten wir damit erstmals die Milliardengrenze
im Vierjahreszeitraum. Zum Vergleich: Im Jahr 2008 lag
dieser Wert bei gerade einmal etwas über 500 Mio. €.
Diese Verdoppelung innerhalb einer Dekade zeigt, dass
die Stadt Nürnberg sich ihrer Rolle und Bedeutung als
wachsende Metropole stellt. Insbesondere dem Ausbau
und der Sanierung der Bildungsinfrastruktur kommt hier
eine immer größere Bedeutung zu.
Wo Licht ist, ist bekanntlich auch der Schatten nicht fern.
Auch für den vorgelegten Haushalt müssen einige Rahmenbedingungen offen benannt werden. Die eingeplanten
Steuererträge sind auf Basis der amtlichen Steuerschätzung berechnet worden. Sollten sich diese aufgrund eines
Abschwächens der Konjunktur als nicht realisierbar herausstellen, müssen auch Rückschläge beim Jahresergebnis
und bei der Neuverschuldung hingenommen werden. Die
zurzeit florierende Baukonjunktur treibt einerseits die
Kosten und führt andererseits zu Kapazitätsengpässen,
die uns bei der Umsetzung des vorgenommenen Investitionspakets bremsen können. Nichtsdestotrotz sind wir
optimistisch, mit einem Mix aus konventioneller Umsetzung, öffentlich-öffentlich und öffentlich-privaten Partnerschaften, das Paket insgesamt stemmen zu können.
Ein weiteres wichtiges Thema in den kommenden Jahren
wird die zunehmende Digitalisierung unserer Verwaltung
sein. Dabei gibt es eine Neuerung dieses Jahr: Wir werden den ersten Schritt hin zu einem Online-Haushalt gehen. Mit dem sogenannten "interaktiven Haushalt", einem
Softwareprodukt der Firma IKVS, sind wir in der Lage, den
Haushalt in einer noch nie dagewesenen Form über das
Internet zu präsentieren. Dabei werden die Haushaltsdaten grafisch und visuell aufbereitet. Der Betrachter erhält
die wesentlichsten Informationen immer auf einen Blick
und kann bei Bedarf durch Mausklick in die Details einsteigen.
Wir wünschen eine aufschlussreiche Lektüre.
Nürnberg, im November 2017
Dr. Ulrich Maly Harry Riedel
Oberbürgermeister Stadtkämmerer
Oberbürgermeister Stadtkämmerer
Dr. Ulrich Maly Harry Riedel
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