A Vorwort
Maschinell extrahierter Text. Tabellen verlieren dabei ihre Form, verbindlich ist das Original.
A. Vorwort
Nürnbergs Stadthaushalt 2019:
Große Herausforderungen
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
sehr geehrte Mitglieder des ehrenamtlichen Stadtrates,
liebe Leserinnen und Leser,
der Nürnberger Stadthaushalt für das Jahr 2019 macht einmal mehr die großen Herausforderungen der nächsten
Jahre deutlich, denen viele Kommunen in Deutschland gegenüberstehen.
Unsere Steuererträge werden mit einem prognostizierten
Wachstum von 4,8 % neue Höhen erklimmen, vorausgesetzt die Konjunktur spielt weiter mit und die Steuerschätzer behalten mit ihren durchaus optimistischen Schätzungen recht. Nach fast einer Dekade Daueraufschwung ist
dies jedoch zunehmend ein gewisser Risikofaktor.
Weitere wichtige Punkte sind:
Das Thema „Investitionen“ behandeln wir an dieser
Stelle seit Jahren. Die Stadt Nürnberg hat sich entschieden, konsequent in die Zukunft zu investieren.
Schul-, Kinderbetreuungs- und Infrastrukturentwicklung sind weiterhin unser Hauptfokus, wenn es gilt,
den Investitionsrückstand abzuarbeiten und die
wachsende Stadt mit den notwendigen Einrichtungen
zu versorgen. Ein Plus von 26,4 % bei den städtischen Mitteln im Vierjahresinvestitionsplan spricht
hier abermals eine deutliche Sprache. Deswegen
bleibt auch 2019 die Nettoneuverschuldung als direkter Ausfluss dieser Investitionstätigkeit mit geplanten
39,5 Mio. € nur knapp unter der 40 Mio. €-Grenze.
Auch im Verwaltungshaushalt zeigen die Herausforderungen der wachsenden Stadt ihre Spuren. Diese
führen dazu, dass beim geplanten Jahresergebnis
gerade noch ein kleiner Überschuss von rund
400.000 € steht. Zur Erinnerung: Das Jahr 2018 hatten wir noch mit einem Überschuss von 28,5 Mio. €
geplant. Der Grund hierfür liegt in der simplen Tatsache, dass unsere Aufwendungen deutlich schneller
steigen als unsere Erträge. An die 50 Mio. € Mehraufwendungen bei den Personal- und Versorgungsaufwendungen spiegeln zum einen den hohen Tarifabschluss, aber auch den hohen Bedarf an zusätzlichen
Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den Dienststellen
wider. Wir haben uns deshalb dazu entschlossen,
den Personalhaushalt als „Doppelhaushalt“ zu planen, um so im übernächsten Jahr hier eine Verschnaufpause einlegen zu können. Auch die fortschreitende Digitalisierung der Stadtverwaltung und
der Gesellschaft insgesamt ist mit vielen Einzelpositionen im Haushalt zunächst mit einem Mehraufwand
und mit Investitionen verbunden, bevor wir zu einem
späteren Zeitpunkt die Früchte ernten werden können.
Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass die Stadt
Nürnberg mit diesen Entwicklungen durchaus mit den anderen staatlichen Ebenen Bund und Land in einer Reihe
steht: Die Erwartungshaltung von Bürgerinnen und Bürgern, von Unternehmen und gesellschaftlichen Gruppen an
eine funktionierende öffentliche Verwaltung, eine laufend
bessere Infrastruktur und entsprechende Unterstützungsleistungen kann nur durch den Einsatz von mehr Ressourcen in Form von Haushaltsmitteln oder Personal erfüllt werden.
Die Stadt Nürnberg versucht dies, im Rahmen ihres Haushaltsplans 2019 entsprechend abzubilden.
Nürnberg, im Dezember 2018
Dr. Ulrich Maly Harry Riedel
Oberbürgermeister Stadtkämmerer
Oberbürgermeister Stadtkämmerer
Dr. Ulrich Maly Harry Riedel
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