11354000 F.8 Wirtschaftliche Lage ausgewählter Betriebex
Maschinell extrahierter Text. Tabellen verlieren dabei ihre Form, verbindlich ist das Original.
Wirtschaftliche Lage
ausgewählter Beteiligungen
Die Stadt Nürnberg erfüllt ihre vielfältigen Aufgaben für
die Bürgerinnen und Bürger der Stadt nicht nur durch
ihre klassischen Dienststellen der Stadtverwaltung.
Einen nicht unerheblichen Teil der Aufgaben hat die
Stadt Nürnberg auf Unternehmen übertragen, an denen
sie unmittelbar oder mittelbar beteiligt ist.
Insbesondere die Städtischen Werke Nürnberg GmbH
(StWN) und das Klinikum Nürnberg (Klinikum) haben
aufgrund ihrer Bedeutung im Gesamtkonzern unmittelbar Einfluss auf das Konzernergebnis und auf den
städtischen Kernhaushalt.
Städtische Werke Nürnberg GmbH
Die StWN schließt das Geschäftsjahr 2012 mit einem
Jahresfehlbetrag von 15,5 Mio. € ab. Damit hat sich das
Jahresergebnis im Vergleich zu 2011 (Jahresfehlbetrag i.H.v. 3,3 Mio. €) um 12,2 Mio. € verschlechtert.
Gegenüber dem Wirtschaftsplan liegt das Jahresergebnis um 2,64 Mio. € besser als prognostiziert. Ursächlich
hierfür sind vor allem Veränderungen in der Ergebnisabführung der N-ERGIE und der VAG.
Gegenüber dem Vorjahr erhöhte sich die Ergebnisabführung des N-ERGIE Teilkonzerns an die StWN leicht
auf 54,4 Mio. € (Vorjahr 52,7 Mio. €), gleichzeitig stieg
aber auch der Zuschussbedarf der VAG deutlich von
53,5 Mio. € in 2011 auf 65,8 Mio. € in 2012 (Ergebnis
2011 enthielt Sondereffekte).
Das Eigenkapital hat sich gegenüber 2011 um 6,2 %
verringert. Die Eigenkapitalquote ist auf 57,5 % (Vorjahr: 63,0 %) gesunken. Ursache hierfür sind höhere
Verbindlichkeiten und das gesunkene Eigenkapital.
Für den Haushalt 2014 ist im Ergebnishaushalt ein
Verlustausgleich durch die Stadt Nürnberg in Höhe von
2,5 Mio. € eingeplant. Dies trägt der Erwartung einer
mittelfristigen Stabilisierung des Jahresergebnisses der
StWN Rechnung und verdeutlicht gleichzeitig, dass die
Stadt bereit ist im Rahmen ihrer finanziellen Möglichkeiten die StWN bilanziell und liquiditätsmäßig auf Stabilitätskurs zu halten.
Selbstverständlich war auch in 2012 die Energiewende
für die N-ERGIE AG das dominierende Thema. Seit
2011 wurde der Ausbau der Energieerzeugung aus
regenerativen Quellen bei der N-ERGIE AG vorangetrieben und auch in 2012 fortgesetzt. Die N-ERGIE AG
setzt hier darauf die eigenen Erzeugungskapazitäten
weiter auszubauen. Über die 100%ige Tochter NERGIE Regenerativ GmbH (ehemals empuls GmbH)
wurden in 2012 weitere Gesellschaften erworben, die
Photovoltaik-Freiflächenanlagen betreiben und bereits
2011 errichtete Windkraftanlagen in Betrieb genommen. In Summe beträgt das Erzeugungsvolumen der
N-ERGIE Regenerativ GmbH aus erneuerbaren Energien mittlerweile rund 44 MW.
Die N-ERGIE rechnet aktuell damit, dass das geplante
Jahresergebnis in 2013 erreicht werden kann. Ergebnisrisiken bestehen aufgrund Unsicherheiten über die
Ausgestaltung des zukünftigen Energiemarktdesigns
sowie ggf. erforderlicher überplanmäßiger Zuführungen
bei den Pensionsrückstellungen.
Bei der zweiten wesentlichen Einheit des StWNKonzern, der VAG, hat sich in 2012 aufgrund der in
Deutschland freundlichen wirtschaftlichen Gesamtsituation der Trend der Vorjahre fortgesetzt.
Die VAG beförderte im Jahr 2012 in Nürnberg, Fürth,
Stein, Erlangen sowie in kleineren Nachbarorten rechnerisch 156,8 Millionen Personen. Wie bereits in den
Vorjahren entschieden sich 22 Prozent der Nürnberger
bei der Verkehrsmittelwahl für den ÖPNV. Die rechnerische Zahl der Fahrten im öffentlichen Personennahverkehr (ÖV-Fahrten) sank leicht um 0,5 Prozent von 158
Mio. auf 157 Mio. Personen.
Für den leichten rechnerischen Rückgang der ÖVFahrten ist ein geändertes Kaufverhalten der Kunden
der VAG verantwortlich. Viele Nutzer haben ihre Ti39
cketwahl optimiert und wechselten von der MobiCard
ins Jahresabo oder in die Solo31 und damit zu Fahrkarten, die mit einer geringeren Nutzungshäufigkeit bewertet ist. Folglich hat sich die Zahl der rechnerisch vom
VGN ermittelten ÖV-Fahrten leicht verringert. Die eigenen Verkehrszählungen der VAG mithilfe automatischer
Zählanlagen ergab für 2012 einen Fahrgastzuwachs
von 0,6%.
Die Umsatzerlöse der VAG stiegen im Geschäftsjahr
2012 um 12,6 Millionen € auf 153,1 Millionen €. Die
Verkehrserlöse inklusive Verkehrsnebenerlöse erhöhten sich im Berichtsjahr um 13,4 Mio. €. Die Steigerung
resultierte aus der Tariferhöhung und der Einführung
des Stadttarifs zum 1. Januar 2012.
Ergebnisrisiken ergeben sich unter anderem aus der
bislang ungeklärten Perspektive der öffentlichen Investitionsförderung. Im Zeitraum von 2014 bis 2019 erreichen 42 Altfahrzeuge des Typs DT1, die aktuell auf der
U-Bahn-Linie U1 im Einsatz sind, ihr kalkuliertes Lebensdauerende. Die Finanzierung der Ersatzbeschaffung sowie weiterer notwendiger Investitionen ist bisher
nicht geklärt. Aufgrund der derzeit fehlenden Zusagen
für öffentliche Zuschüsse seitens des Freistaates Bayern wären die Maßnahmen im dreistelligen Millionenbereich durch die VAG alleine zu tragen.
Klinikum Nürnberg
Das Klinikum schließt das Geschäftsjahr 2012 mit einem Jahresfehlbetrag von rund 4,7 Mio. € (Vorjahr:
Jahresüberschuss von rund 2,1 Mio. €) ab. Damit liegt
das Jahresergebnis gegenüber dem Wirtschaftsplan
um 4,75 Mio. € schlechter als geplant. Der Wirtschaftplan 2012 hatte einen Jahresüberschuss in Höhe von
40.000 € ausgewiesen.
Für das Geschäftsjahr 2013 schließt der Erfolgsplan
des Klinikums mit einem Jahresüberschuss von
422.000 € ab.
Die Planansätze für die Erlöse aus allgemeinen Krankenhausleistungen sind allerdings mit Unsicherheit
behaftet. Auf Landesebene konnte zum Zeitpunkt der
Aufstellung des Wirtschaftsplans zwischen der Bayerischen Krankenhausgesellschaft und der Arbeitsgemeinschaft der Krankenkassen keine Einigung zum
Landesbasisfallwert erzielt werden. Ferner beruht auch
die Prognose der Leistungsentwicklung auf unsicheren
Annahmen zur Entwicklung der Nachfrage nach Krankenhausleistungen.
Ende des zweiten Quartals 2013 lässt sich eine leicht
positive Entwicklung der Fallzahlen sowie des „Casemix“ (Summe der mit dem kaufmännischen Schweregrad gewichten Behandlungsfälle) im Vergleich zum
Vorjahreszeitraum feststellen. Der abgerechnete Casemix, vor Prüfung durch den Medizinischen Dienst der
Krankenkassen, bewegte sich im ersten Halbjahr in
etwa auf dem Vorjahresniveau, wobei die vollstationären Fallzahlen leicht zunahmen.
Der Landesbasisfallwert 2013, als wichtigste Berechnungsgrundlage der abgerechneten Leistungen, wurde
2013 gegenüber dem Vorjahr um lediglich 1,26% erhöht. Die Erhöhung bleibt somit erneut hinter den mit
durchschnittlich 2,5 % erwarteten Tarif- und Sachkostensteigerungen im laufenden Jahr zurück. Auch das im
Juli beschlossene Finanzierungspaket für die Krankenhäuser in Höhe von 0,4% (umgerechnet auf das Gesamtjahr 2013) kann diese Erlös-Kostenschere nur
teilweise schließen.
Die entstehende Lücke muss durch weitere Leistungssteigerungen sowie Konsolidierungsmaßnahmen kompensiert werden. Insoweit ist das geplante Jahresergebnis des Klinikums risikobehaftet.
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Flughafen Nürnberg GmbH
Die Nachwirkungen der allgemeinen Wirtschaftskrise
und der damit verbundene Verkehrsrückgang haben die
Ergebnisentwicklung der Flughafen Nürnberg GmbH
deutlich belastet.
Mit dem zunehmenden Wettbewerb unter den Airlines
und zwischen den Flughäfen erhöht sich gleichzeitig
der Druck auf die für die Nutzung der Infrastruktur und
der Dienstleistungen des Flughafens erhobenen Entgelte. Der aktuelle Markt- und Wettbewerbsdruck erschwert es, kostendeckende Preise am Markt durchzusetzen, ohne dadurch das Streckenangebot zu gefährden. Vielmehr erwarten die Airlines zur Sicherung des
bestehenden Verkehrs mehr und mehr preisliche Zugeständnisse.
Mit der Akquisition der airberlin, dem gemeinsamen
Aufbau und der ständigen Weiterentwicklung des Drehkreuzes sowie der permanenten Streckenoptimierung
mit den übrigen Airlines konnte der Flughafen Nürnberg
bis 2007 z. T. überproportionale Wachstumsraten erzielen. Dadurch konnten steigende Kostenbelastungen im
Wesentlichen ausgeglichen werden.
Mit Beginn der Finanz- und Wirtschaftskrise in
2008/2009 blieb aber dieses Wachstum nicht nur aus,
sondern die Krise sowie die Situation der Airberlin hat
zu einem massiven Verkehrs- und Umsatzeinbruch
geführt. Nach den aktuellen Verkehrsprognosen wird
die Verkehrs- und Umsatzentwicklung auch in den
nächsten Jahren nachhaltig unter der damaligen Erwartung bleiben.
Die Stadt Nürnberg und der Freistaat Bayern als Gesellschafter der Flughafen Nürnberg GmbH haben
daher verschiedene Maßnahmen ergriffen, mit dem Ziel
die Voraussetzungen für eine positive wirtschaftliche
Entwicklung des Flughafens zu schaffen. Die Maßnahmen sollen die Kapitalausstattung des Flughafens verbessern, auf der Kostenseite für Einsparungen sorgen
und gleichzeitig auf der Marktseite wieder positive Entwicklungen ermöglichen.
Die Gesellschafter haben bereits Ende 2011 beschlossen, paritätische 80%ige Ausfallbürgschaften für Bankkreditaufnahmen gemäß der aktuellen Bürgschaftsmitteilung der EU-Kommission vom 20.06.2008 (ABl. EU
2008/C 155/10) zu übernehmen sowie Bareinlagen im
Gesamtvolumen von 40 Mio. € an die Flughafen Nürnberg GmbH zu leisten, um damit die Kapitalausstattung
des Flughafens zu verbessern.
Sowohl die Zuführung der Bareinlage als auch die
Übernahme der Kreditbürgschaften erfolgt paritätisch,
d.h. zu gleichen Teilen durch den Freistaat Bayern und
die Stadt Nürnberg. Die Beiträge (Bareinlage) der Stadt
Nürnberg für 2014 in Höhe von 3,75 Mio. EUR sind im
Haushaltsplanentwurf bereits enthalten.
Daneben wurden von dem Beratungsunternehmen
PricewaterhouseCoopers (PWC) ein Restrukturierungskonzept erstellt, dessen Bestandteile sukzessive
abgearbeitet werden. Dieser Prozess wird eng durch
den Aufsichtsrat und die Gesellschafter begleitet.
In 2012 konnte aufgrund der Umsetzung der Maßnahmen trotz einer erheblich unter der Erwartung liegenden
Verkehrsentwicklung das Jahresergebnis der FNG
deutlich verbessert werden (Jahresfehlbetrag 2012
i.H.v. 2,47 Mio. €; Dies entspricht einer Reduzierung
auf rund ein Viertel des Vorjahreswertes und einer
Verbesserung gegenüber der Planung i.H.v. rd. 3 Mio.
€).
Das Marktumfeld der Flughafen Nürnberg GmbH befindet sich aktuell allerdings weiterhin in einer dramatischen Veränderung mit zunehmender Marktbereinigung.
Sparprogramme der wichtigsten Airlines mit erheblichen Kapazitätsreduzierungen und Konzentration auf
große Flughäfen sowie Marktaustritte v.a. bei Regionalairlines führen zu einer anhaltend sehr schwierigen
Situation für mittlere und kleinere Flughäfen.
Airberlin hat zwischenzeitlich entschieden, das touristische Drehkreuz in NUE nicht weiter zu fliegen. Hinzu
kommen Kapazitätsreduzierungen des LufthansaKonzerns. Für das laufende Jahr 2013 zeichnet sich für
NUE damit ein weiterer Rückgang bei den Passagierzahlen auf ca. 3,1 Mio. Passagiere ab.
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Angesichts dieser Entwicklung hat die Geschäftsführung in Abstimmung mit den Gesellschaftern ein Konzept für eine langfristig tragfähige Unternehmens- und
Finanzierungsstruktur in Auftrag gegeben mit dem Ziel,
Handlungsoptionen aufzuzeigen, welche die Gesellschaft in die Lage versetzen, Betrieb und Weiterentwicklung des Flughafens wieder aus eigener Kraft zu
bewältigen.
Bis zur Fertigstellung und Umsetzung des Konzeptes
hält die Geschäftsführung am strikten Sparkurs fest.
Dennoch kann nicht ausgeschlossen werden, dass für
den städtischen Kernhaushalt weitere finanzielle Belastungen entstehen.
Am 02.08.2013 hat der Aufsichtsrat einstimmig beschlossen, dass Herr Dr. Michael Hupe als Alleingeschäftsführer die Nachfolge der bisherigen FlughafenGeschäftsführer Karl-Heinz Krüger und Harry Marx
übernimmt. Dr. Hupe hat zum 01.11.2013 seinen
Dienst angetreten.
wbg Nürnberg GmbH
In 2012 erzielte die Unternehmensgruppe einen Jahresüberschuss von rund 12,5 Mio. € (Vorjahr 10,9 Mio.
€). Der Jahresüberschuss der wbg Nürnberg GmbH lag
bei 12,8 Mio. € (Vorjahr 11,1 Mio. €).
Die Bilanzsumme der WBG Nürnberg Gruppe hat sich
von 508,8 Mio. € im Vorjahr auf rund 510,4 Mio. € erhöht. Das Eigenkapital ist auf 164,1 Mio. € (Vorjahr
151,6 Mio. €) gestiegen und hat damit erneut den Wert
des Unternehmens gesteigert.
Die Ertragssituation hat sich damit erfreulich positiv
entwickelt, auch wenn die Unternehmensgruppe nicht
auf Gewinnmaximierung ausgerichtet ist.
Die Durchschnittsmiete aller wbg-eigenen Wohnungen
stieg pro Quadratmeter Wohnfläche und Monat um 0,14
€ auf 5,47 €, die der Unternehmensgruppe ebenfalls
um 0,14 € auf 5,55 €. Dieser Wert liegt deutlich unter
dem Mittelwert des aktuellen Nürnberger Mietenspiegels von 6,42 €. Gerade hier wird deutlich, dass die
wbg dämpfend auf die Mietpreisentwicklung in Nürnberg einwirkt und eine sehr verantwortungsvolle Mietpreispolitik umsetzt, die nicht auf Gewinnmaximierung
ausgerichtet ist, sondern den satzungsmäßigen Auftrag
der wbg Nürnberg GmbH ernst nimmt.
Dies zeigt auch das hohe Niveau der Instandhaltungsausgaben für den Wohnungsbestand. Die wbgUnternehmensgruppe hatte 2012 Ausgaben für laufende Instandhaltung und Modernisierung in Höhe von
29,7 Mio. € (Vorjahr 29,2 Mio. €).
Eine zentrale Aufgabe in den nächsten Jahren ist die
weitere Entlastung des Wohnungsmarktes durch die
verstärkte Neubautätigkeit. Hierzu sollen rund 1.000
Wohneinheiten neu errichtet werden, etwa hälftig im
Bereich des Mietwohnungsbaus und des Wohneigentums.
Die wbg Nürnberg GmbH rechnet aktuell damit, dass
das geplante Jahresergebnis in 2013 (Jahresüberschuss i.H.v. 10,4 Mio. €) erreicht werden kann.
Nürnberg Messe GmbH
Die NürnbergMesse Group verzeichnet 2012 das
stärkste Geschäftsjahr ihrer Unternehmens-geschichte:
236 Millionen € Umsatz und ein Jahresüberschuss von
10,1 Millionen €.
Dies resultiert aus der positiven Entwicklung des operativen Geschäftes. So stieg die gebuchte Nettofläche um
5 % gegenüber dem bislang besten Geschäftsjahr
(2010: 946.031 Quadratmeter, 2012: 990.718 Quadratmeter), die Zahl der Aussteller um 2 % (2010:
28.850, 2012: 29.449), die der Besucher um 1 % (2010:
1.346.356, 2012: 1.356.095).
In der ‚Besten-Liste‘ des Messeplatzes Deutschland ist
die NürnbergMesse damit hinsichtlich des Umsatzes in
2012 erstmals auf Platz 6 vorgerückt, und hinsichtlich
des Jahresergebnisses auf Platz 4.
Der Neubau der Halle 3A befindet sich im Zeitplan.
Geplant ist, dass die Halle der Spielwarenmesse im
Februar 2014 als erste Nutzerin zur Verfügung steht.
Die Halle 3a erweitert die Ausstellungsfläche um 9.000
Quadratmeter zusätzlich, auf dann insgesamt 170.000
Quadratmeter Ausstellungsfläche.
Für das turnusgemäß schwächere Jahr 2013 erwartet
die NürnbergMesse Group einen Umsatz von gut 180
Millionen €. Insgesamt zeigen sich das operative Ergebnis und das Jahresergebnis im ersten Quartal leicht
verbessert gegenüber den Planwerten des Wirtschaftsplanes 2013.
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Noris Arbeit gGmbH
Das Geschäftsjahrs 2012 war bei der Noris Arbeit
gGmbH (NOA) geprägt durch innerbetriebliche Anpassungsprozesse, verbunden mit einem Wechsel des
Geschäftsführers im Oktober 2012 und einer Änderung
der innerbetrieblichen Organisation in Form eines massiven Personalabbaus und der Konzentration der Unternehmenstätigkeit auf das Kerngeschäft der NOA.
Die umfangreichen Restrukturierungsmaßnahmen
waren notwendig um den für die Gesellschaft negativen
arbeitsmarktpolitischen Entwicklungen entgegenzuwirken. Der Umstrukturierungsprozess wurde in 2012
begonnen und soll 2014 abgeschlossen sein.
In 2012 erwirtschaftete die NOA daher einen operativen
Verlust in Höhe von 4,8 Mio. €. Darin enthalten sind
Abfindungszahlungen auf Grundlage der zu Erreichung
des notwendigen Personalabbaus abgeschlossenen
Betriebsvereinbarung (sog. „Jobplan“) in Höhe von 1,3
Mio. €.
Insgesamt haben bis Juni 2013 61 Personen auf
Grundlage der Betriebsvereinbarung einen Auflösungsvertrag mit dem Unternehmen geschlossen. Die damit
verbundenen Einsparungen werden teilweise erst in
den Jahren 2013 und vereinzelt 2014 wirksam.
Aufgrund der im Jahr 2012 eingeleiteten Maßnahmen
zur Anpassung der Geschäftstätigkeit und der Struktur
des Unternehmens an die aktuellen Möglichkeiten
Umsätze zu erwirtschaften, geht die Geschäftsführung
davon aus, dass im Jahr 2013 das Volumen der Geschäftstätigkeit stabil gehalten werden kann. Aufgrund
der Umstellung der Finanzierungssystematik durch die
Stadt Nürnberg auf projektbezogenen Zuschüsse an
die NOA wird sich der Verlust im Jahr 2013 stark reduzieren. Entsprechend der Wirtschaftsplanung für 2013
ist für das operative Geschäft (ohne geplante Restrukturierungskosten i.H.v. rund 0.9 Mio. €) erstmalig eine
„schwarze Null“ geplant.
Spätestens für das Geschäftsjahr 2014 kann mit einem
noch einmal deutlich geringeren finanziellen Engagement der Stadt Nürnberg für die NOA gerechnet werden. Die aktuelle Wirtschaftsplanung sieht projektbezogenen Zuschüsse i.H.v. 2,2 Mio. € vor. Ein Verlustausgleich ist daneben im Wirtschaftsplan der NOA nicht
mehr vorgesehen. Der Entwurf der Geschäftsführung
sieht aktuell ein ausgeglichenes Ergebnis vor.
noris inklusion gemeinnützige GmbH
(vormals: Werkstatt für Behinderte der Stadt Nürnberg
gGmbH)
Das Geschäftsjahr 2012 ist insgesamt etwas befriedigender verlaufen als das Vorjahr, da laufende Rechtsstreitigkeiten über Entgelte mit dem überörtlichen Sozialhilfeträger zu einem für die Erlössituation positiven
Ende geführt werden konnte. Die Entwicklung der Umsätze im Arbeitsbereich war leicht rückläufig und wurde
zum Teil durch die Senkung der Produktionskosten
aufgefangen.
Insbesondere aufgrund der höheren Entgelte konnte
der Verlust im Jahresergebnis 2012 auf -1,1 Mio. € im
Vergleich zum Vorjahr (-1,2 Mio. €) leicht gesenkt werden.
Das Thema Entgelte wird auch in Zukunft prägend sein,
da die Entgelte die Haupterlöse des Unternehmens
darstellen. Die noris inklusion gemeinnützige GmbH
erwirtschaftet im Werkstattbereich aktuell 70 % der
Gesamterlöse im Entgeltbereich über die Sozialleistungsträger. Beim Gesamtumsatz des Unternehmens
beträgt die Quote der durch Entgelte erzielten Erlöse 78
%.
Damit wird deutlich, dass für die angebotenen Leistungen auch kostendenkende Entgelte von den Sozialleistungsträgern erzielt werden müssen. Dies stellt einen
entscheidenden Schlüssel zur Verbesserung der Ergebnissituation dar.
Augenfällig war sicherlich auch die Umfirmierung Anfang 2013 im Rahmen einer Satzungsrevision. Die
Satzung der Werkstatt für Behinderte stammte aus dem
Jahr 1980. Seit dieser Zeit hat sich das Aufgabengebiet
der Gesellschaft stark verändert. Aufgrund der Anpassungen der Angebote bestand zwischenzeitlich nur
noch eine teilweise Deckung der Tätigkeit der Gesellschaft mit dem eingetragenen Satzungszweck.
Vor diesem Hintergrund wurde der Gegenstand der
Gesellschaft an die aktuellen Gegebenheiten angepasst. Gleichzeitig hat die Werkstatt für Behinderte
ihren Firmennamen in "noris inklusion gemeinnützige
GmbH" geändert um dem an die tatsächlichen Gegebenheiten angepassten Satzungszweck Ausdruck zu
verleihen.
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