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Vorwort
Produkthaushalt 2014
Zwischen Wandel und Kontinuität
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
sehr geehrte Mitglieder des ehrenamtlichen Stadtrates,
liebe Leserinnen und Leser,
“Nichts ist so beständig wie der Wandel”
sagt schon das oft verwendete Zitat von Heraklit von
Ephesus und auch für den Haushalt der Stadt Nürnberg
trifft es in diesem Jahr zu. Wieder einmal ist man geneigt hinzuzufügen, denn unser Haushaltsplan, der
quasi jedem kommunalen Handeln einen finanziellen
Rahmen gibt, unterliegt eigentlich einer ständigen Weiterentwicklung.
Die Einführung der Budgetierung Ende der neunziger
Jahre, die Umstellung auf die doppische Buchführung
verbunden mit dem Wechsel auf SAP im Jahr 2005 als
erste Großstadt in Bayern sind nur einige Beispiele.
Mit dem Produkthaushalt 2014 wird der jüngste Schritt
auch optisch deutlich. Der Haushaltsplan „sieht anders“
aus, enthält in Teilen andere Informationen als bislang
und vor allem bezieht er sich auf eine neue Einheit, das
Produkt.
Mit Hilfe der Produktdatenblätter, einem Kennzahlensystem mit zugehörigen Zielen und einem weiter
verbesserten Controlling wird sich der Fokus in Zukunft
auf die 255 städtischen Produkte richten. Die Organisationseinheiten, die weiterhin hinter den Produkten stehen, treten damit etwas mehr in den Hintergrund, verschwinden jedoch nicht vollends. Wichtiger als in der
Vergangenheit wird in den nächsten Jahren das Thema
Kennzahlensteuerung werden. Hier muss Verwaltung
und Politik sich langsam an die neue Welt herantasten
und sicherlich noch einige Zeit experimentieren, bis das
richtige Gefühl vorhanden ist und sich effektiv damit
arbeiten lässt.
Aber der äußere Rahmen ist nur die eine Seite eines
Haushaltsplanes. Viel wichtiger sind die Inhalte, die
Zahlen. Und diese zeigen in den Zeiten des Wandels
eine positive Kontinuität.
Das betrifft einerseits die positiven Jahresergebnisse.
Seit 2010 gelingt es nun, Überschüsse im Ergebnishaushalt zu erwirtschaften. Zunächst nur im Ist, seit
2012 auch in der Planung. Von anfänglich gut 13 Mio. €
Überschuss in 2010 ist es in kleinen Schritten gelungen, das positive Jahresergebnis auf bis auf gut
23 Mio. € im vorliegenden Entwurf zu steigern.
Eine Beständigkeit im Haushalt weist allerdings auch
der Investitionsdruck auf. Nach dem Kraftakt des Ausbaus der Kinderbetreuungseinrichtungen, der uns noch
einige Zeit in Beschlag nehmen wird, rücken Investitionen in Schulen und die Infrastruktur in den kommenden
Jahren stärker in den Mittelpunkt. Trotz steigender
Eigeninvestitionsanteile („Cashflows“) heißt es hier Maß
halten und teilweise eine zeitliche Streckung der Investitionen in Kauf zu nehmen, um die Neuverschuldung
auch weiterhin zu vermeiden beziehungsweise stark zu
begrenzen.
Der Wandel im Haushalt wird sich auch in den kommenden Jahren und Jahrzehnten weiter fortsetzen.
Langfristig wird uns vielleicht eine gemeinsame europäische Rechnungslegung vor wieder neue Herausforderungen stellen.
Wir wünschen Ihnen viel Spaß und viele neue Erkenntnisse bei der Lektüre.
Nürnberg, im November 2013
Dr. Ulrich Maly Harald Riedel
Oberbürgermeister Stadtkämmerer
Oberbürgermeister Stadtkämmerer
Dr. Ulrich Maly Harald Riedel
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