← Haushaltsplan 2014 – 09_Budgetierung
Vorbemerkungen
Maschinell extrahierter Text. Tabellen verlieren dabei ihre Form, verbindlich ist das Original.
H. Budgetierung
H.1 Vorbemerkungen
Das Thema Budgetierung hat bei der Stadt Nürnberg
eine lange Tradition, die sich bis in die 90er Jahre zurück verfolgen lässt.
Mit der Einführung des Produkthaushaltes zum
01.01.2014, in dem Produkte und eine outputorientierte
Steuerung eine wichtige Rolle spielen werden, wird das
Budgetmodell an die neuen Erfordernisse angepasst.
Der eingeschlagene Weg der dezentralen Ressourcenverantwortung soll dabei nicht verlassen werden. Da
die Stadt Nürnberg mit der Umstellung auf die neue
Budgetlogik zum Teil Neuland betritt, sollen die Jahre
2014 und 2015 dazu genutzt werden, Erfahrungen zu
sammeln, und das Modell den Erfordernissen anzupassen.
Ein Budget stellt grundsätzlich den finanziellen Ermächtigungsrahmen für die bewirtschaftende Stelle dar, in
welchem sie die zur Zielerreichung notwendigen Maßnahmen eigenverantwortlich einleiten, steuern und
überwachen muss.
Die den Dienststellen/Organisationseinheiten zugeordneten Produkte sollen ergebnisorientiert mit Leistungsund Finanzvorgaben gesteuert werden. Die Leistungsvorgaben werden dabei über Ziele und Kennzahlen
abgebildet. Die Finanzvorgaben erfolgen grundsätzlich
in Form von Budgets. Mit dem neuen Budgetmodell
wird den Produktverantwortlichen im Vergleich zum
bisherigen Modell mehr Steuerungskompetenz und -
verantwortung übertragen. Das vom Produktverantwortlichen zu verantwortende Budgetvolumen wurde erweitert.
Funktional gesehen erfolgt die Steuerung zukünftig auf
den vier Ebenen: Produkte, Dienststellen/Organisationseinheiten, Referate/Geschäftsbereiche und Gesamtstadt („Vier-Ebenen-Steuerung“). Mit
dieser hierarchischen Trennung soll die dezentrale
Ressourcenverantwortung gefördert werden. Aus Produktsicht heraus werden in der Regel Abteilungen für
die Leistungserstellung und -steuerung verantwortlich
sein. Leistungen werden zu Produkten (= Budgetebene) zusammengefasst, die von den Dienststellen zu
steuern und verantworten sind. Auf der nächsten
Steuerungsebene sollen die Referate/Geschäftsbereiche vor allem eine Finanzverantwortung für die vereinbarten Produktbudgets ihrer Dienststellen übernehmen, und, falls notwendig steuernd
eingreifen. Erst wenn auf dieser Steuerungsebene
keine Lösungen erreicht werden können, greift die
Gesamtstadt steuernd ein.
In Anlehnung an die Begrifflichkeiten der KommHVDoppik (siehe Muster zu § 4 Abs. 4 KommHV-Doppik),
in dem für die Darstellung der internen Leistungsbeziehungen auch die Begriffe Erträge und Aufwendungen
benutzt werden, werden im Budgetierungshandbuch
durchgängig die Begriffe Erträge und Aufwendungen
verwendet.
H.2 Budgetmodell
Im Produkthaushalt sind Produkte mit den zugehörigen
Finanzdaten, Zielen und Kennzahlen das zentrale
Steuerungselement. Aus diesem Grunde werden die
Budgets bei der Stadt Nürnberg - unter Beachtung des
§ 4 KommHV-Doppik - unterhalb der Teilhaushalte
(= Geschäftsbereiche/Referate) auf der Produktebene
festgelegt und durch den jeweiligen Produktverantwortlichen verantwortet.
H.2.1 Produktbudgets
Zur besseren Informationsgewinnung (Transparenz)
und zur Trennung unterschiedlicher steuerungsrelevanter Bestandteile wird ein Produkt in mehreren Teilbudgets zerlegt:
Die Teilbudgets K1 bis K5 umfassen den konsumtiven
Bereich mit den zugehörigen Aufwendungen und Erträ116