Vorwort_Beteiligungsbericht 2015
Maschinell extrahierter Text. Tabellen verlieren dabei ihre Form, verbindlich ist das Original.
Vorwort
Beteiligungsbericht 2015
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
sehr geehrte Mitglieder des ehrenamtlichen Stadtrates,
liebe Leserinnen und Leser,
die Stadt Nürnberg legt mit dem Beteiligungsbericht
2015 den jährlichen Bericht über die städtischen Gesellschaften vor und erfüllt damit die gesetzliche Verpflichtung aus der Bayerischen Gemeindeordnung.
Gleichzeitig gewährt der Beteiligungsbericht den Stadtratsmitgliedern sowie interessierten Bürgerinnen und
Bürgern einen Einblick in die wirtschaftlichen Aktivitäten
der Stadt Nürnberg. Dem Bericht liegen die Unternehmensdaten mit Stichtag 31.12.2014 zugrunde.
Ein Ziel des Berichtes ist es, der interessierten Öffentlichkeit deutlich zu machen, dass die Stadt Nürnberg
ihre vielfältigen Aufgaben nicht nur durch ihre klassischen Dienststellen erfüllt. Einen Teil der Aufgaben hat
die Stadt auf Unternehmen übertragen, an denen sie
unmittelbar oder mittelbar beteiligt ist. Insbesondere
Aufgaben der öffentlichen Daseinsvorsorge werden so
durch ein Zusammenwirken des Gesamtkonzerns erfüllt.
Der „Konzern Stadt Nürnberg“ verfügte im Jahr 2014
unmittelbar über 8 Töchter in Privatrechtsform mit
Mehrheitsbeteiligung und ist an weiteren 10 Gesellschaften direkt beteiligt. Über diese Tochtergesellschaften ist die Stadt Nürnberg seit Ende 2009 nunmehr an
über 200 Gesellschaften beteiligt. Ein einschneidendes
Ereignis war hier die Beteiligung der N-ERGIE AG an
der Thüga AG zusammen mit einem Konsortium verschiedener Stadtwerke in kommunaler Trägerschaft.
Die Thüga AG mit Sitz in München ist überwiegend als
Minderheitsgesellschafterin an rund 110 Unternehmen
beteiligt – unter anderem gehören ihr 39,8 % der NERGIE AG - und bildet deutschlandweit das größte
Netzwerk kommunaler Energie- und Wasserversorger.
Daneben unterhält die Stadt Nürnberg sechs Eigenbetriebe, ein Kommunalunternehmen, einen Regiebetrieb
und beteiligt sich an mehreren Zweckverbände, darunter auch den Zweckverband Sparkasse.
Die Bedeutung der Beteiligungsgesellschaften lässt
sich nur zum Teil am Ansatz der Beteiligungen/Zweckverbände im Jahresabschluss der Stadt
Nürnberg erkennen, wo sie etwa 430 Mio. € der rund
4,51 Mrd. Euro umfassenden Bilanzsumme des „Konzerns Stadt Nürnberg“ ausmachen.
Erst mit Aufstellung des Konzernabschlusses, der - wie
ein Konzernabschluss in der Privatwirtschaft - die verselbstständigten Aufgabenbereiche (Beteiligungsunternehmen, Eigenbetriebe etc.) mit der Kernverwaltung
zusammenfasst, wird sich ein Gesamtbild der Finanzen
im Gesamtkonzern ergeben.
Im Bereich der unmittelbaren Beteiligungen gab es im
Jahr 2014 zwei Änderungen. Im Juni 2014 wurde die
GkF - Gesellschaft für kulturelle Freiräume mbH gegründet. Gegenstand der Gesellschaft ist der Betrieb
und die Trägerschaft der gemeinwohlorientierten Kultureinrichtung "Ehemalige Kaserne Frankenstraße
200", dem sog. Z-Bau. Daneben wurde im Dezember
2014 die wbg Immohold Verwaltungs-GmbH als Komplementär für die wbg Immohold GmbH & Co. KG gegründet. Mit Wirkung zum 01.01.2015 hat die StWN
GmbH 19,1 % ihrer Anteile an der wbg Nürnberg GmbH
an die wbg Immohold GmbH & Co. KG, einer mittelbaren 100%-Tochtergesellschaft der Stadt Nürnberg,
verkauft.
Der Beteiligungsbericht enthält von Unternehmen, an
denen die Stadt mit mehr als 5 % beteiligt ist, eine
Kurzbeschreibung, die wesentlichen Ergebnisse aus
der Gewinn- und Verlustrechnung im Zeitvergleich,
Bilanz- und Leistungsdaten und die Personalentwicklung bezogen auf den Stichtag 31.12.2014. Erstmals ist
der Beteiligungsbericht in zwei Teile aufgeteilt, einer
Oberbürgermeister Stadtkämmerer
Dr. Ulrich Maly Harald Riedel
umfassenden Darstellung der wesentlichen Teilkonzerne innerhalb des Konzerns Stadt mitsamt der Eigenbetriebe und allen übrigen Beteiligungen in einer kompakten Darstellung im Rahmen eines ergänzenden Anhangs. Diese Darstellung soll mit ihrer Fokussierung
auf die wesentlichen Beteiligungen und Eigenbetriebe
die Übersichtlichkeit und Zugänglichkeit für die interessierte Öffentlichkeit erhöhen.
Wir wünschen Ihnen viel Spaß und viele neue Erkenntnisse bei der Lektüre.
Nürnberg, im Dezember 2015
Dr. Ulrich Maly Harald Riedel
Oberbürgermeister Stadtkämmerer