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A Vorwort

Haushalt 2026 · Band 1 · Seiten 5 · Seiten 5 im PDF ansehen · Original bei der Stadt ↗

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Foto „Marcus König“: Stadt Nürnberg Foto „Thorsten Brehm“: Ludwig Olah A. Vorwort Haushaltsplan der Stadt Nürnberg 2026 SPAREN UND INVESTIEREN FÜR NÜRNBERGS ZUKUNFT Liebe Leserinnen und Leser, die kommunalen Finanzen in Deutschland stehen derzeit unter erheblichem Druck. Zwar entwickeln sich die Einnah￾men positiv, doch die Ausgaben steigen deutlich schneller. Die Folge sind wachsende Defizite, verschlechterte Jahres￾ergebnisse und ein kommunaler Investitionsrückstand, der sich laut KfW-Kommunalpanel 2025 des Deutschen Insti￾tuts für Urbanistik inzwischen rund 215,7 Mrd. Euro beträgt. Auch Nürnberg bildet hier keine Ausnahme. Ohne ein kon￾sequentes Gegensteuern bei den konsumtiven Ausgaben droht auch bei uns der Verlust der Genehmigungsfähigkeit des Haushalts. Aus diesem Grund hat der Stadtrat in sei￾nen Etatberatungen zum vorliegenden Haushaltsplan die Einsparung von knapp 30 Millionen Euro in 2026 sowie die Verschiebung diverser Investitionsprojekte beschlossen. Dies war ein notwendiger, erster Schritt zur Entlastung des Stadthaushalts. Dennoch bietet auch dieser Haushaltsplan die Chance, mit klaren Prioritäten die Zukunft unserer Stadt aktiv zu gestal￾ten. Mit einem Volumen von rund 2,3 Milliarden Euro bildet zum Beispiel der Entwurf des Mittelfristigen Investitions￾plans (MIP) in den nächsten vier Jahren die Grundlage für wichtige Investitionen in die Stadtentwicklung, soziale Inf￾rastruktur und moderne Verwaltung. Damit stellen wir si￾cher, dass Nürnberg handlungsfähig bleibt und die Men￾schen hier weiterhin gute Lebensbedingungen vorfinden. Zusätzliche Mittel aus dem Sondervermögen des Bundes sind für den Haushalt hilfreich und ausdrücklich zu begrü￾ßen, können die eingangs erwähnten strukturellen Prob￾leme jedoch nicht vollends und schon gar nicht dauerhaft beheben. Erfreulich ist die Entwicklung der Gewerbesteuer: Seit Jahren verzeichnet Nürnberg Rekordwerte – ein deut￾liches Zeichen für die Stärke unserer lokalen Wirtschaft, die sich aktuell den Problemen der wirtschaftlichen Gesamt￾lage noch erwehren kann. Auf der Ausgabenseite dominie￾ren vor allem steigende Personalkosten und sozialstaatli￾che Leistungen. Auch die Klinikumsfinanzierung bleibt ein Dauerbrenner. Sie ist schlicht nicht auskömmlich. Die Unterstützung aus dem Stadthaushalt muss hierbei deshalb perspektivisch weiter steigen. Wir stehen zu diesem Thema im engen Aus￾tausch mit dem Freistaat Bayern und adressieren unsere Forderungen auch konsequent nach Berlin. Daneben in￾vestieren die Städtischen Werke mit ihren Tochterunter￾nehmen VAG und N-ERGIE stark in Mobilitäts-, Strom- und Wärmewende. Diese Zukunftsaufgaben sind unverzicht￾bar, werden aber ohne ergänzende städtische Mittel nicht zu bewältigen sein – Geld, das der Nürnberger Stadthaus￾halt auf lange Sicht zusätzlich aufbringen muss. Verwaltung und Politik haben im engen Austausch die Schwerpunkte dieses Haushaltsplans sowie erste Konsoli￾dierungsfelder aufgezeigt, erarbeitet und beschlossen. Ein gemeinsamer Kraftakt, der aber dem gemeinsamen Ziel Rechnung trägt: Ein Haushalt, der finanzielle Verantwor￾tung wahrt und wichtige Zukunftsinvestitionen ermöglicht. Nürnberg, im November 2025 Marcus König Thorsten Brehm Oberbürgermeister Referent für Finanzen, Personal und IT Oberbürgermeister Marcus König Referent für Finanzen, Personal und IT Thorsten Brehm 1

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