017 Verbindlichkeiten und Schulden
Maschinell extrahierter Text. Tabellen verlieren dabei ihre Form, verbindlich ist das Original.
I. Verbindlichkeiten und Schulden
Die vorstehende Grafik zeigt den Schuldenstand der
Stadt Nürnberg
• ohne Eigenbetriebe (nur Kernhaushalt),
• mit den steuerfinanzierten Eigenbetrieben und
• mit allen Eigenbetrieben zusammen.
Innere Darlehen - hierbei handelt es sich um Darlehen,
die von der Stadt Nürnberg an den Eigenbetrieb SÖR
ausgereicht worden sind - wurden in der Grafik konsolidiert.
Die Schulden der städtischen Eigenbetriebe werden in
die zwei grundlegenden Kategorien „steuerfinanziert“
und „Kostendecker“ unterteilt.
Zu den steuerfinanzierten Eigenbetrieben zählen die
Eigenbetriebe Service Öffentlicher Raum (SÖR),
NürnbergBad (NüBad), Frankenstadion (FSN) und das
NürnbergStift (NüSt). Bei NüBad, SÖR und FSN müssen die Verlustausgleiche und somit auch Teile des
Schuldendienstes aus dem Kernhaushalt bedient werden. NüSt wird aufgrund möglicher Kreditaufnahmen für
Investitionen in den nächsten Jahren jetzt ebenfalls
dieser Kategorie zugeordnet. Aus diesen Gründen sind
diese Schulden in der Bewertung gedanklich dem
Kernhaushalt zuzuordnen.
Anders gestaltet es sich bei der Stadtentwässerung und
Umweltanalytik (SUN) und bei der Abfallwirtschaft
(ASN): Diese Eigenbetriebe sind externe Kostendecker,
die ihre Aufwendungen und ihren Kapitaldienst aus
ihren Einnahmen und Gebühren komplett selbst refinanzieren müssen.
Die Schulden der Stadt Nürnberg im Kernhaushalt
betragen zum Jahresende 2016 1,36 Mrd. €. Darin
enthalten sind die Verbindlichkeiten aus Krediten, also
die klassischen Darlehen von Sparkassen und Banken,
die Anleihe, Schuldscheindarlehen sowie die Verbindlichkeiten aus ÖPP/ÖÖP-Verträgen (sogenannte kreditähnliche Rechtsgeschäfte). Die Stadt Nürnberg trägt
hiermit explizit der wachsenden Bedeutung dieser Verträge Rechnung, in dem diese - im Gegensatz zu anderen Kommunen - in die Verschuldenszahlen mit einbezogen werden.
Zum Jahresende 2017 werden die Verbindlichkeiten
der Stadt voraussichtlich auf 1,40 Mrd. € ansteigen.
Dies ist insbesondere auf die Fertigstellung der JohannPachelbel-Realschule/Staatliche Realschule Nürnberg
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III mit einem Volumen von 52,5 Mio. € und der GretelBergmann-Schule mit voraussichtlichen Baukosten von
24,4 Mio. € zurück zu führen. Zur Abarbeitung des
anstehenden Investitionsprogramms wird sich dann die
Verschuldung im Jahr 2018 weiter um 35,5 Mio. € auf
1,44 Mrd. € erhöhen.
Die äußere Verschuldung der Eigenbetriebe lag Ende
2016 bei 431,1 Mio. € und steigt planmäßig bis Ende
2017 auf 439,2 Mio. € an. Ende 2018 werden 438,9
Mio. € erwartet. Die Eigenbetriebe ASN, FSN, NüBad
und SÖR planen von 2017 auf 2018 mit einer Tilgung
von insgesamt 10,6 Mio. €. Bei SUN und NüSt sind
Neukreditaufnahmen von 8,8 Mio. € bzw. 1,6 Mio. €
vorgesehen.
In den folgenden Übersichten werden der voraussichtliche Stand der Verbindlichkeiten aus Krediten und kreditähnlichen Rechtsgeschäften sowie Verpflichtungen
nach Art. 72 Abs. 2 GO entsprechend dem vom Bayerischen Staatsministerium des Innern veröffentlichten
Haushaltsmuster zu § 1 Abs. 3 Nr. 4 KommHV-Doppik
dargestellt.
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