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J Wirtschaftliche Lage ausgewählter Beteiligungen

Haushalt 2026 · Seiten 45–65 · Seiten 45–65 im PDF ansehen · Original bei der Stadt ↗

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Die Stadt Nürnberg erfüllt ihre vielfältigen Aufgaben für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt nicht nur durch ihre klassischen Dienststellen der Stadtverwaltung. Ei￾nen nicht unerheblichen Teil der Aufgaben hat die Stadt Nürnberg auf Unternehmen übertragen, an denen sie unmittelbar oder mittelbar beteiligt ist. Die Unterjährige Finanzberichterstattung basiert auf den zur Jahresmitte vorliegenden Jahresabschlüsse 2024 und den Quartalsberichten aus dem Jahr 2025. Aus Konzernholding-Sicht sind im Jahr 2024 die Heraus￾forderungen für die städtischen Beteiligungen multifakto￾riell. Der Ukraine-Krieg, der Konflikt im Nahen Osten so￾wie die Handlungen der neuen US-Administration haben weiterhin Einfluss auf die Energieversorgung, sowie das generelle Preis- und Zinsniveau und sind somit auch ausschlaggebend für die Ergebnisentwicklungen der städtischen Tochterunternehmen. Der Geschäftsverlauf 2024 der VAG Verkehrs-Aktien￾gesellschaft Nürnberg spiegelt einerseits die hohe Be￾deutung des Personennahverkehrs, andererseits aber auch die Auswirkungen der allgemeinen Kostenentwick￾lung und der Angebotserweiterung sowie die schwierige Personallage insbesondere im Bereich des Fahrperso￾nals wider. Das Jahresergebnis vor Verlustübernahme stellte sich in Höhe von TEUR -109.724 dar. Eine be￾sondere Rolle spielten auch wieder das im Vorjahr ein￾geführte D-Ticket. Das Jahresergebnis der N-ERGIE vor Gewinnabführung lag bei 174.457 T€. Die Ertrags-, Finanz- und Vermö￾genslage der N-ERGIE entwickelte sich 2024, trotz der volatilen Energiemärkte und der politischen Unwägbar￾keiten, insgesamt deutlich positiver als prognostiziert. Das Ergebnis des StWN-Konzerns (Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 12.242) wurde 2024 weiter von der positiven Entwicklung der N-ERGIE und der VAG ge￾prägt, wenngleich der außergewöhnlich hohe Gewinn der N-ERGIE aus dem Jahr 2023 nicht mehr erreicht werden konnte. Die allgemeinen wirtschaftlichen, politi￾schen und strukturellen Rahmenbedingungen sowie die forcierte Umsetzung der Energie- und Verkehrswende, einhergehend mit gestiegenen Preisen sowie Finanzie￾rungskosten, wirken zukünftig dämpfend auf die Ergeb￾nisse der N-ERGIE und der VAG. Das Jahresergebnis (€ -18,1 Mio.) des Klinikums ist ge￾genüber dem Vorjahr leicht gestiegen und fiel besser aus als im Wirtschaftsplan (€ -24,8 Mio.) erwartet. Insgesamt sind auch weiterhin Maßnahmen zur strukturellen Ver￾besserung der Finanzsituation erforderlich. Im Jahr 2024 lag die Anzahl an Passagieren am Alb￾recht Dürer Airport Nürnberg mit 4,0 Mio. knapp unter dem Plan. Der Konzernumsatz erreichte eine Höhe von 99.512 TEUR (+7.359 TEUR ggü. Plan). Der Jahresfehl￾betrag verringerte sich um 9.905 TEUR auf 5.563 TEUR im Vergleich zur Planung. Im Geschäftsjahr 2024 erzielte die wbg Nürnberg GmbH mit 17,4 Mio. EUR ein im Vergleich zum Vorjahr um rd. 8,7 Mio. EUR höheres Jahresergebnis. Die Um￾satzerlöse aus der Bewirtschaftungstätigkeit sind im Ver￾gleich zum Vorjahr um 3,9 Mio. EUR gestiegen, dies lässt sich vorrangig auf höhere Sollmieten und Umsatz￾erlöse aus abgerechneten Betriebskosten zurückführen. In 2024, dem Jahr ihres 50sten Jubiläums, verzeichnete die NürnbergMesse den höchsten Umsatz ihrer Unter￾nehmensgeschichte und schloss mit einem Jahreser￾gebnis von 26.035 T€. In diesem Jubiläumsjahr fanden im Portfolio der NürnbergMesse weltweit 154 Veranstal￾tungen statt, an denen sich 33.196 Aussteller beteiligten, eine Gesamtnettofläche von 1.189.191 m2 belegt wurde und diese sich vor 1.578.135 Besuchern präsentierten. Das Geschäftsjahr 2024 der Noris-Arbeit gGmbH zeigte sich im bekannten Verlauf. Neue Maßnahmen mit neuen Förderinstrumenten konnten geplant und gestar￾tet werden. Der Noris-Arbeit gGmbH ist es gelungen, für beendete Vorhaben adäquate Nachfolgeprojekte zu ak￾quirieren und neue Projektideen fördertechnisch umzu￾setzen. Auf der Grundlage des Geschäftsverlaufs ergab sich in 2024 ein Jahresüberschuss in Höhe von 377 T€ (im Vorjahr: -271 T€). Das Jahresergebnis der NOA.kommunal GmbH liegt gegenüber dem Vorjahresergebnis (229.270 €) um rund 78 T€ niedriger als im Vorjahr. Einfluss auf die Höhe des Jahresergebnisses hat die Tatsache, dass die Förde￾rung der Personalkosten von Mitarbeitern im Teilha￾bechancengesetz degressiv verläuft und sich viele die￾ser Mitarbeiter in den letzten Jahren der Förderung be￾finden. Der Arbeitsbereich der noris inklusion gGmbH stand auch im Jahr 2024 unter dem externen Einfluss der welt￾wirtschaftlichen Unwägbarkeiten durch die geopoliti￾schen Krisen und den daraus resultierenden Unsicher￾heiten bei Auftraggebern im Bereich der Industrieferti￾gung. Im Geschäftsjahr 2024 wurde ein negatives Jah￾resergebnis in Höhe von T€- 865 ausgewiesen. Die Projektentwicklungsgesellschaft der Stadt Nürn￾berg mbH wurde mit Stadtratsbeschluss vom J. Kurzzusammenfassung der wirtschaftlichen Lage ausgewählter Beteiligungen 45 25.06.2025 für neue Aufgaben (Entwicklung von Flä￾chen bis zur realen Bebauungsreife) beauftragt. Dies umfasst die Projektentwicklung für das Projekt "Südlich der Kriegsopfersiedlung (Mühlweg)", die Projektentwick￾lung für das Projekt "Schmalau-Ost" und für das Projekt „Tiefes Feld“. Die Landesgartenschau 2030 Nürnberg GmbH hatte die für 2024 geplanten Investitionen in Höhe von TEUR 970 nicht erreicht. Die LGS Nürnberg 2030 GmbH ist nach dem Gesellschaftsvertrag mit der Vorbereitung, Planung, und Durchführung der Landesgartenschau Nürnberg im Jahr 2030 betraut. 46 Das Jahresergebnis der VAG vor Verlustübernahme be￾trug -109.724 T€. Es wurde auf Basis des bestehenden Ergebnisabführungsvertrags von der StWN übernom￾men. Der Geschäftsverlauf 2024 der VAG spiegelt einerseits die hohe Bedeutung des Personennahverkehrs, ande￾rerseits aber auch die Auswirkungen der allgemeinen Kostenentwicklung und der Angebotserweiterung sowie die schwierige Personallage insbesondere im Bereich des Fahrpersonals wider. Eine besondere Rolle spielten auch wieder das im Vorjahr eingeführte D-Ticket und dessen Sonderformen (D-Ticket Job, Bayerisches Ermä￾ßigungsticket, D-Ticket Nürnberg-Pass). Zum 1. Januar 2024 wurden die Fahrpreise im Verkehrs￾verbund Großraum Nürnberg (VGN) über alle Tarifstufen um durchschnittlich 7,7 % erhöht. Der Preis des D-Ti￾ckets blieb gleichzeitig unverändert. Die mit dem D-Ti￾cket entstehenden Fahrgeldmindereinnahmen und ver￾trieblichen Umsetzungskosten werden auf Basis der Richtlinien D-Ticket ÖPNV Bayern 2024 vom 22. Januar 2024 vollständig ausgeglichen. Der vorläufige Ausgleich für das Jahr 2024 lag bei rund 62.254 T€. Das D-Ticket hatte weiterhin einen wesentlichen Einfluss auf die operativen Geschäftsprozesse im Vertrieb und Marketing, die Ticket- und Nachfragestruktur sowie das Mobilitätsverhalten der Fahrgäste. Insgesamt stieg die Anzahl der Abonnentinnen und Abonnenten bei der VAG (einschließlich 365-Euro-Ticket VGN für Selbstzah￾lende) bis zum Jahres-ende (Stand 10. Dezember 2024) auf rund 281.000 (Vorjahr 239.000), davon 259.000 D￾Tickets. Die Zahl der betreuten Firmen im Jobticket er￾höhte sich zum Jahresende (Stand 31. Dezember 2024) auf 593 (Vorjahr 499). In der Kundenkommunikation so￾wie im Kundenservice resultierte hieraus ein hoher Ser￾vicebedarf. Der Fahrgastbetrieb konnte im Jahr 2024 weitgehend stabil erbracht werden. Wegen baustellenbedingter Zu￾satzleistungen bei gleichzeitig hohen Krankenständen wurden in Absprache mit dem Aufgabenträger ab Januar 2024 geringfügige Fahrplananpassungen im Busbereich erforderlich, die im Laufe des Jahres sukzessive fast vollständig wieder zurückgenommen werden konnten. Die Infrastruktur stand ohne größere Störungen für den Betrieb zur Verfügung. Insgesamt wurde eine Verkehrsleistung von 24,0 Mio. Kilometern erbracht. Auf die U-Bahn entfielen davon 5,8 Mio. Kilometer, auf die Straßenbahn 4,0 Mio. Kilometer und auf den Busverkehr 14,2 Mio. Kilometer. Alle neuen U-Bahn-Fahrzeuge des Typs G1 sind in Be￾trieb. Es bestehen Auflagen zur IT-Sicherheit, die zu wei￾terhin befristeten Inbetriebnahmegenemigungen seitens der Technischen Aufsichtsbehörde führen. Die Auslieferung der neuen Straßenbahnfahrzeuge der Baureihe GTA8 („Avenio“) wurde im Jahr 2024 fortge￾setzt. Bis zum Jahresende wurden 21 der insgesamt 26 bestellten Fahrzeuge in den Fahrgastbetrieb überführt. Im Jahr 2024 beschäftigte die VAG im Durchschnitt 2.143 Mitarbeitende (Vorjahr 2.083) und 105 zur Berufs￾ausbildung Beschäftigte (Vorjahr 105). Insgesamt entwickelte sich die Ergebnissituation des Unternehmens besser als erwartet – trotz der Auswir￾kungen der allgemeinen Kostenentwicklung in Folge der hohen Inflation sowie der schwierigen Personallage ins￾besondere im Bereich des Fahrpersonals. Das Ergebnis der Geschäftstätigkeit (EGT) des Ge￾schäftsjahres 2024 lag bei -109.586 T€ und damit 12.010 T€ bzw. 12,3% unter dem Vorjahresniveau, aber deutlich positiver als das Planergebnis von rund -134.710 T€. Nachfolgend werden die wesentlichen Einflüsse auf das Ergebnis dargestellt. Im Berichtsjahr erhöhten sich die Umsatzerlöse insge￾samt um 25.804 T€ bzw. 13,4 % auf 218.594 T€. Hierbei nahmen insbesondere die Verkehrserlöse im Vergleich zum Vorjahr deutlich zu. Die Fahrgeldeinnahmen sanken leicht, trotz der Erhö￾hung der Fahrpreise im VGN um durchschnittlich 7,7 % über alle Tarifstufen hinweg, aufgrund der Verschiebung von den Bartarifen hin zum D-Ticket. Kompensiert wurde dieser Rückgang durch die vorläufigen Ausgleichszah￾lungen für die entstehenden Fahrgeldmindereinnahmen und vertrieblichen Umsetzungskosten aufgrund des D￾Tickets. Diese Ausgleichsleistungen führten im Ver￾gleich zum Vorjahr zu einem Anstieg der Erlöse und la￾gen im Jahr 2024 bei rund 58.214 T€ (Vorjahr 25.812 T€). Die sonstigen Erträge reduzierten sich deutlich aufgrund geringerer Erträge aus der Auflösung von Rückstellun￾VAG Verkehrs-Aktiengesell￾schaft Nürnberg 47 gen, vor allem für Verbund-Einnahmen, und dem Weg￾fall der Zuschüsse aus dem Corona-Rettungsschirm von Bund und Ländern (Vorjahr 4.000 T€). Der Materialaufwand stieg im Vorjahresvergleich um 10.496 T€ auf 95.761 T€. Der Anstieg resultierte im We￾sentlichen aus höheren Aufwendungen für den Bezug von Energie und Fahrstrom sowie gestiegenen Aufwen￾dungen für bezogene Leistungen von Fremden. Der Personalaufwand erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 8,0 % und war vor allem Folge des gestiege￾nen Personalstands und der Entgelterhöhungen im Rah￾men des Tarifvertrags. Das negative Jahresergebnis und somit der Zuschuss￾bedarf erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr. Während sich die Umsatzerlöse infolge der Ausgleichsleistungen für das D-Ticket erhöhten, reduzierten sich die sonstigen Erträge aufgrund der geringeren Erträge aus der Auflö￾sung von Rückstellungen sowie dem Wegfall der Zu￾schüsse aus dem Corona-Rettungsschirm. In Folge des gestiegenen Material- und Personalaufwands sowie der gestiegenen sonstigen betrieblichen Aufwendungen lag das negative Jahresergebnis mit 109.724 T€ um 12.011 T€ unter dem des Vorjahres. Dieses wird auf Basis des bestehenden Organschafts￾vertrags von der Muttergesellschaft StWN ausgeglichen. Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefähr￾den könnten, sind unter Berücksichtigung der wirtschaft￾lichen Einbindung der VAG in den StWN-Konzern zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht erkennbar. Die VAG geht nach wie vor davon aus, dass dem ÖPNV eine tragende Rolle bei der Erreichung der Klimaziele zukommt und hierfür der Ausbau des Verkehrsangebots fortgesetzt wird, wenngleich die Finanzierung der Pro￾jekte schwieriger werden dürfte. Auch für die kommen￾den Jahre wird eine Erhöhung des ÖPNV-Anteils am Modal Split angestrebt, um den politisch und öffentlich formulierten Zielsetzungen zu Klimaschutz und Ver￾kehrswende gerecht zu werden. Im Rahmen der Wirtschaftsplanung wird im Geschäfts￾jahr 2025 mit einem negativen EGT in Höhe von rund 125.000 T€ bis 135.000 T€ gerechnet. Im Vergleich zum Geschäftsjahr 2024 werden sich die Personalaufwendungen, der Materialaufwand infolge höherer Kosten für den Fahrstrom sowie die Abschrei￾bungen aller Voraussicht nach erhöhen, während sich vor allem die Umsatzerlöse verbessert zeigen werden. Der Aufsichtsrat genehmigte mit dem Wirtschaftsplan für das Geschäftsjahr 2025 Investitionen in Höhe von rund 110.000 T€. Die VAG rechnet für 2025 mit rund 33.000 T€ Zuschüssen der öffentlichen Hand. Die Förderquote für den ÖPNVV durch die öffentliche Hand variiert dabei je nach Investitionsmaßnahme. 48 Das Jahresergebnis 2024 der N-ERGIE lag vor Gewinn￾abführung bei 174.457 T€. Die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der N-ERGIE entwickelte sich 2024, trotz der volatilen Energiemärkte und der politischen Un￾wägbarkeiten, insgesamt deutlich positiver als prognos￾tiziert. Das Ergebnis der Geschäftstätigkeit des Geschäftsjah￾res 2024 lag mit 180.206 T€ insgesamt 124.300 T€ bzw. 40,8 % unter dem Vorjahreswert und deutlich höher als geplant. Das Ergebnis des Geschäftsjahrs 2023 war ge￾prägt durch eine außergewöhnliche Marktsituation, die zu singulären positiven Ergebnissen führte. Im Ge￾schäftsjahr 2024 trat wieder eine Normalisierung des Marktumfelds ein. Nachfolgend werden die wesentlichen Einflüsse auf das Ergebnis dargestellt: Die Erlöse aus Stromlieferungen (ohne Stromsteuer; in￾klusive Nebenerlöse) summierten sich auf 3.483.267 T€ und lagen 16,4 % unter dem Vorjahreswert. Im Key-Ac￾count-Segment verringerten sich die Verkaufserlöse im Wesentlichen durch die Weitergabe der deutlich gerin￾geren Bezugskosten, welche durch die gestiegenen Netzentgelte nur teilweise kompensiert wurden. Zusätz￾lich wirkte sich ein Absatzrückgang bei den Weitervertei￾lern erlösmindernd aus. Bei den übrigen Bestandskunden reduzierte sich die Ab￾satzmenge nur leicht und erreichte annähernd das Vor￾jahresniveau. Im Gewerbekundensegment lagen die Verkaufserlöse infolge der geringeren Absatzmenge so￾wie der Weitergabe der deutlich niedrigeren Bezugskos￾ten trotz der höheren Netzkosten unter dem Niveau des Vorjahres. Im Privatkundensegment wirkten sich die ver￾ringerte Absatzmenge sowie der unterjährig erfolgte Preisrückgang reduzierend auf die Erlöse aus. Die ge￾stiegenen vorgelagerten Netzkosten wurden nicht voll￾ständig an die Kunden weitergereicht. Vom Stromum￾satz entfielen 81,2 % (Vorjahr 81,8 %) auf Key-Account￾Kunden sowie 18,8 % (Vorjahr 18,2 %) auf Privat- und Gewerbekunden. Im Vergleich zum Vorjahr erhöhte sich der Stromabsatz der N-ERGIE um 2,3 % auf 15.378,1 Mio. kWh. Die Key￾Account-Kunden stellten mit 90,2 % (Vorjahr 89,1 %) weiterhin die absatzstärkste Kundengruppe dar. Im Rahmen der Normalisierung der Marktentwicklung re￾duzierten sich die Erlöse aus der Vermarktung von Strommengen von 1.080.727 T€ auf 877.789 T€. Die Umsatzerlöse aus dem Erdgasverkauf (ohne Ener￾giesteuer; inklusive Nebenerlöse) verringerten sich im Vergleich zum Vorjahr um 22,0 % auf 1.069.029 T€. Im Key-Account-Segment führte ein Absatzrückgang zu ei￾ner geringeren Verkaufsmenge, was zusammen mit den rückläufigen Preisen (Weitergabe der geringeren Be￾zugskosten und höheren Netzentgelte) insgesamt zu ei￾nem deutlichen Rückgang der Verkaufserlöse führte. Bei den Gewerbekunden verringerten sich die Verkaufs￾erlöse insbesondere durch die Weitergabe der niedrige￾ren Bezugskosten und etwas höheren Netzentgelte, trotz Mengensteigerung. Bei den Privatkunden führte der rückläufige Absatz zusammen mit den unterjährig erfolg￾ten Preissenkungen zu einem deutlich überproportiona￾len Rückgang der Verkaufserlöse. Die Erlöse im Key-Ac￾count Bereich hatten 2024 einen Anteil von 71,5 % (Vor￾jahr 72,8 %), im Privatkunden- sowie Gewerbekunden￾bereich von 28,5 % (Vorjahr 27,2 %) am Erdgasumsatz. Bedingt durch die konjunkturelle Entwicklung, das Ein￾sparverhalten der Kunden sowie die milde Witterung re￾duzierte sich die Gesamtabgabe im Erdgasgeschäft 2024 um 20,7 % auf 11.295,1 Mio. kWh. Mit einem Anteil von 81,2 % (Vorjahr 84,3 %) an der Gesamtabgabe stell￾ten die Key-Account-Kunden die größte Abnehmer￾gruppe dar. Vergleichbar zum Gesamtrückgang der Umsatzerlöse aus dem Erdgasverkauf verminderten sich die Erlöse aus der Vermarktung von Gasmengen im Vergleich zum Vorjahr von 380.903 T€ auf 344.021 T€. Die Umsatzerlöse (inklusive Nebenerlöse) im Bereich Fernwärme nahmen gegenüber dem Vorjahr um insge￾samt 3,8 % auf 178.382 T€ ab. Der Erlösrückgang war auch in diesem Segment zum einen preisbedingt, da durch die geringen Preise des Einsatzstoffes Gas for￾melbedingt geringere Entgelte weitergegeben werden konnten, zum anderen nahm die Absatzmenge entspre￾chend dem Gasabsatz gegenüber dem Vorjahr leicht ab. Der Personalaufwand erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 10,4 %, was zum einen auf höhere Zuführun￾gen zu den Altersteilzeitverpflichtungen und Pensions￾rückstellungen zurückzuführen ist. Zusätzlich erhöhte sich der laufende Personalaufwand in Folge des gestie￾genen Personalstands im Vergleich zum Vorjahr sowie durch die Umsetzung des Tarifabschlusses zum 1. Ja￾nuar 2024. N-ERGIE Aktiengesellschaft Nürnberg 49 Insgesamt lag das EGT der N-ERGIE deutlich unter dem Vorjahr jedoch über den Prognosen des mittelfristigen Wirtschaftsplans 2024. Diese positive Abweichung ist unter anderem Folge noch anhaltender Effekte aus den günstigen Marktgegebenheiten in den Geschäftsjahren 2022 und 2023. Zudem konnte die positive Entwicklung im Großkundenbereich auf-rechterhalten werden. Ent￾gegen wirkten unter anderem die nicht vollumfänglich an die Kunden weitergegebenen erhöhten Netznutzungs￾entgelte im Privatkundenbereich sowie die rückläufigen Entwicklungen im Bereich der Vermarktung von Mengen aus dem Bereich der erneuerbaren Energien. Im Rohergebnis von 345.365 T€ (Vorjahr 430.762 T€), das sich aus den Umsatzerlösen und Materialaufwen￾dungen ergibt, spiegeln sich im Vorjahres-Ist-Vergleich die Abschwächung der positiven Effekte aus dem Groß￾und Privatkundenbereich sowie der günstigen Vermark￾tung von beschafften Strommengen wider. Die sonstigen betrieblichen Erträge liegen aufgrund von Auflösungen von Rückstellungen über Plan, im Ver￾gleich zum Vorjahr sind die sonstigen betrieblichen Er￾träge zurückgegangen. Die sonstigen betrieblichen Auf￾wendungen übersteigen infolge von Zuführungen zur Einzel- und Pauschalwertberichtigung moderat sowohl den Planwert als auch den Vorjahreswert. Das Finanzergebnis zeigt gegenüber dem Plan die posi￾tive Entwicklung der Tochterunternehmen, vor allem bei der Vermarktung von Kraftwerkskapazitäten. Im Ver￾gleich zum Vorjahr ergibt sich ein Rück-gang. Die N-ERGIE tätigte im Berichtsjahr Investitionen in Höhe von 249.950 T€ (Vorjahr 252.227 T€). Davon ent￾fielen 209.780 T€ (Vorjahr 152.372 T€) auf Sachanla￾gen, 27.190 T€ (Vorjahr 89.143 T€) auf Finanzanlagen und 12.980 T€ (Vorjahr 10.712 T€) auf immaterielle Ver￾mögensgegenstände. Die Sachinvestitionen kon￾zentrierten sich insbesondere auf Verteilungsanlagen sowie geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau. Im Bereich der Finanzanlagen erfolgte vor allem die Einzah￾lung in die Kapitalrücklage der N-ERGIE Netz in Höhe von 27.000 T€. Aufgrund des Organschaftsverhältnisses erhält die Thüga als außenstehende Aktionärin 2024 eine Aus￾gleichszahlung in Höhe von 25.021 T€. Unter Berück￾sichtigung des Steueraufwands und nach Dotierung der Gewinnrücklage von 128.982 T€ waren 86.436 T€ an den Organträger Städtische Werke Nürnberg Gesell￾schaft mit beschränkter Haftung (StWN), Nürnberg, ab￾zuführen Das Jahr 2024 war geprägt von der Konsolidierung der Märkte nach den Herausforderungen der Energiekrise. Die N-ERGIE nutzte dieses Jahr, um insbesondere im Bereich der Kundenabrechnung wieder prozessuale Stabilität zu erreichen, aber auch um die Neuausrichtung der Abrechnungsplattform voranzutreiben. In diesem Zu￾sammenhang wird die weitere Digitalisierung und Auto￾matisierung von Kernprozessen gerade im Bereich der Medienabrechnung einen Schwerpunkt der Tätigkeiten in den kommenden Jahren darstellen sowie die N-ER￾GIE in die Lage versetzen auch künftig innovative und kundengerechte Versorgungslösungen anzubieten. Die Geschäftsmodelle der N-ERGIE trotzen den wirt￾schaftlich schwierigen Zeiten sowie den mannigfaltigen Folgewirkungen der Energiekrise und zeigen sich krisen￾sicher, zeitgleich wird der Druck auf die Kostenseite in￾tern weiter hochgehalten. Aufgrund der beschriebenen Effekte erwartet die N-ER￾GIE im verabschiedeten Wirtschaftsplan für das Jahr 2025 ein weiterhin robustes und gutes Ergebnis, das mo￾derat unter dem Niveau des Jahres 2024 liegen wird. 50 Die StWN ist als geschäftsleitende Konzernholding im Auftrag der Stadt Nürnberg als Alleingesellschafterin tä￾tig. Im Ergebnis erwirtschaftete die StWN GmbH im Be￾richtsjahr einen Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 12.242 (Vorjahr: TEUR 10.189). Die wirtschaftliche Tätigkeit der StWN GmbH lag über￾wiegend in der Geschäftsleitung der Konzernholding. Ohne Berücksichtigung von Zinsen, Steuern und einem Zuschuss des Gesellschafters ergab sich bei der Gesell￾schaft ein Fehlbetrag von 22.281 T€ (Vorjahr Über￾schuss 24.479 T€). Die Veränderung ist insbesondere auf die Ergebnisveränderungen bei den Tochterunter￾nehmen zurückzuführen. Aufgrund der Gewinnabführungsverträge der N-ERGIE und der VAG wird die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der StWN GmbH weitgehend von den erwirtschafteten Ergebnissen der Tochtergesellschaften beeinflusst. Im Jahr 2024 konnte der Jahresverlust der VAG in Höhe von -109.724 T€ nicht vollständig durch die Ergebnisabführung der N-ERGIE in Höhe von 86.436 T€ gedeckt werden. Aufgrund der Prognose eines Jahresverlustes von über 40.000 T€ hat die Stadt Nürnberg im Jahr 2024 über den 1. Nachtragshaushalt eine ertragswirksame Zuführung von 25.000 T€ zur Reduktion des absehbaren Fehlbetrages beschlossen. Die allgemeinen wirtschaftlichen, politischen und struk￾turellen Rahmenbedingungen sowie die forcierte Umset￾zung der Energie- und Verkehrswende, einhergehend mit gestiegenen Preisen sowie Finanzierungskosten, wirken zukünftig dämpfend auf die Ergebnisse der N-ER￾GIE und der VAG. Sie führen somit zu einer insgesamt rückläufigen Ergebnisprognose für 2025 für den StWN￾Konzern im oberen zweistelligen Mio. Bereich. Für die StWN GmbH wird im Vergleich zum Geschäfts￾jahr 2024 wird auch unter Berücksichtigung der seitens der Alleingesellschafterin eingeplanten Zuschüsse in Höhe von 30 Mio. € ein deutlich negatives EGT im mitt- Städtische Werke Nürnberg leren zweistelligen Mio. Bereich erwartet. GmbH 51 Das Jahresergebnis (€ -18,1 Mio.) des Kommunalunter￾nehmens ist gegenüber dem Vorjahr leicht gestiegen und fiel besser aus als im Wirtschaftsplan (€ -24,8 Mio.) erwartet. Das EBIT verschlechterte sich um € 3,3 Mio. gegenüber dem Vorjahr und das EBITDA um € 2,5 Mio. vor allem wegen der stark gestiegenen Personalaufwendungen aufgrund der Übernahme der KNSG. Gegenüber der Planung für 2024 (- € 17,3 Mio.) verbesserte sich das EBITDA um € 11,9 Mio. Ursächlich hierfür sind operative Margen, die sich nicht so stark verschlechterten, wie das noch im Wirtschaftsplan erwartet wurde. Es flossen weitere krankenhausindividuelle Zahlungen als „Ausgleich für Steigerungen der Kosten für den Be￾zug von Erdgas, Wärme und Strom“ für Januar bis April 2024 (€ 3,8 Mio.) zu und es konnten verstärkte Apothe￾kenverkäufe im Bereich GKV-Rezepte realisiert werden, da die Apotheke die ASV-Ambulanzen (ambulante spe￾zialfachärztliche Versorgung), sowie deren Selbstzahler, verstärkt mit Medikamenten beliefert. Ferner konnten durch Preisanpassungen im Wahlleistungsbereich Un￾terkunft, durch zusätzliche Abrechnungsmöglichkeiten über weitere ASV-Angebote und generell fortschreitende Ambulantisierung die Umsatzerlöse jeweils deutlich ge￾steigert werden. In den sonstigen betrieblichen Erträgen wirkt sich der Sondereffekt aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von € 18,6 Mio. positiv aus. Im Vergleich zum Wirt￾schaftsplan stiegen die Umsatzerlöse und sonstigen be￾trieblichen Erträge um insgesamt € 58,4 Mio. Jedoch nahmen auch die Betriebsaufwendungen mit € 802,5 Mio. im Vergleich zum Planansatz um € 46,5 Mio. deut￾lich zu. Ursächlich hierfür waren gestiegene Personal￾aufwendungen sowie Materialaufwendungen. Die EBITDA-Marge liegt mit - 0,7 % im Geschäftsjahr um 1,7 %-Punkten über dem Plan. Weitere Abweichungen zur Planung ergaben sich im Finanzergebnis des Klini￾kums aufgrund eines in der Planung nicht vorgesehenen Forderungsverzichts an die ABC GmbH. Das Klinikum stützt weiterhin das Eigenkapital der ABC GmbH und der Schaukel gGmbH. Es wurden Forde￾rungsverzichte gegen Besserungsschein auf Gesell￾schafterdarlehen der ABC in Höhe von insgesamt € 3,7 Mio. erklärt. Wie in den Vorjahren erfolgte eine freiwillige Verlustübernahme der Schaukel gGmbH, um das nega￾tive Jahresergebnis auszugleichen. Insgesamt liegen die Umsatzerlöse rund 5,4 % über dem Wirtschaftsplan. Der Anstieg der Umsatzerlöse gegen￾über dem Vorjahr resultiert größtenteils aus der Steige￾rung der sonstigen Umsatzerlöse um € 8,4 Mio., der Er￾löse aus ambulanten Krankenhausleistungen um € 3,9 Mio. und der Erlöse aus stationären Krankenhausleis￾tungen um € 56,6 Mio. Die Erlöse nach BPflV liegen erneut über Vorjahresni￾veau und damit deutlich über dem Niveau von 2019 (+ 14,9 % im Vergleich zu 2019 und + 9,8 % im Vergleich zu 2023). Die Erlössteigerung ist auf eine Preissteige￾rung auf Grundlage des Veränderungswertes in Höhe von 5,31 % sowie auf einen Anstieg der Auslastung zu￾rückzuführen. Erlöse aus Zusatzentgelten sind im Vergleich zum Vor￾jahr um € 2,5 Mio. gestiegen. Die Erlöse aus Wahlleistungen Arzt konnten um 2,1 % gesteigert werden, die Erlöse aus sonstigen Wahlleis￾tungen um 1,5 % und liegen damit leicht über Vorjahres￾niveau. Aufgrund von Preisanpassungen und höherer In￾anspruchnahme konnten die Umsätze für die Wahlleis￾tungen Zimmer im Vergleich zum Vorjahr um 16,7 % ge￾steigert werden. Die ambulanten Erlöse erhöhten sich bedingt durch die fortschreitende Ambulantisierung sowie einer beschleu￾nigten Abrechnung insgesamt um 9,6 %, wobei ambu￾lantes Operieren (+ 50,3 %), sowie der Zuwachs an ASV-Teams (ambulante spezialfachärztliche Versor￾gung (+ 55,2 %) besonders herausstechen. Durch das Auslaufen der Coronavirus-Impfverordnung im Frühjahr 2023 (inkl. der im Jahr 2023 bis zum 31. Juli erfolgten Endabrechnungen durch die Kassenärztliche Vereini￾gung Bayerns) sanken die ambulanten Erlöse für Impfleistungen um 77,2 %, die aus IGeL-Leistungen ge￾nerierten Umsätze reduzierten sich um 14,3 % im Ver￾gleich zum Vorjahr. Die sonstigen Umsatzerlöse sind um 10,4 % gestiegen, was im Wesentlichen auf höhere Erlöse aus Apotheken￾verkäufen (+ 16,6 %), Aufwandserstattungen für Explan￾tationen (+ 343,6 %), gestiegene Verkäufe und Dienst￾leistungen an Dritte (+ 573,9 %), sowie ein An-stieg von Erlösen aus Sponsoring und Drittmitteln für Studien (+ 49,5 %) beruht. Die periodenfremden Erlöse sanken um 117,5 % im Ver￾gleich zum Vorjahr, begründet v. a. dadurch, dass die mit Klinikum Nürnberg 52 der neuen Prüfverfahrensvereinbarung aus 2022 einge￾führten Strafzahlungen erstmalig ganzjährig wirken. Der Start in das Geschäftsjahr 2025 erfolgte wie bereits in den Vorjahren unter anhaltend schwierigen Rahmen￾bedingungen. Hohe Krankheitsausfälle sowie Streik￾maßnahmen der Belegschaft, Probleme bei der Abver￾legung von Patienten, nach wie vor instabile Lieferketten sowie die nur zögerlich sinkende Inflation belasten das Ergebnis des Klinikums auch in den ersten Monaten der Jahres 2025. Die 4,3-prozentige Steigerung des Landes￾basisfallwerts sowie eine nachgeschaltete Tarifrate kön￾nen diese Mehrkosten sowie die steigenden Personal￾kosten keinesfalls vollumfänglich kompensieren. Basierend auf diesen Ausführungen geht das Klinikum für das Geschäftsjahr 2025 von Umsätzen in Höhe von rund € 782 Mio., einem EBITDA von rund € -7,6 Mio. so￾wie einem Jahresergebnis von circa € -15,8 Mio. aus, wobei diese Ansätze je nach weiterer Entwicklung der Inflation, regulatorischer Eingriffe sowie etwaiger gesetz￾geberischer Stützungsmaßnahmen der Krankenhäuser erheblichen Schwankungen unterliegen können. 53 Für das Jahr 2024 waren ein Konzernumsatz von 92.153 TEUR, ein daraus resultierender Jahresfehlbetrag von 15.468 TEUR und Passagierzahlen in Höhe von 4,2 Mio. geplant. Die tatsächliche Anzahl an Passagieren lag mit 4,0 Mio. knapp unter dem Plan. Der Konzernumsatz erreichte 2024 eine Höhe von 99.512 TEUR (+7.359 TEUR ggü. Plan). Der Jahresfehlbetrag verringerte sich um 9.905 TEUR auf 5.563 TEUR im Vergleich zur Planung. Der im Vergleich zur Planung gestiegene Umsatz resultiert im Wesentlichen aus gestiegenen Luftverkehrserlösen so￾wie höheren Umsätzen im Non Aviation Bereich (Erlöse aus Parkumsätzen sowie Vermietung). Zudem wurde für das Jahr 2024 der Betrieb des Mietwagenservicecenters durch die FNSG aufgrund des Ausfalls des bisherigen Betreibers ungeplant übernommen. Zur positiven Plana￾bweichung trugen auch Auflösungen von Rückstellun￾gen in Höhe von 2,1 Mio. EUR bei. Zusätzlich konnten durch die Anlage von Festgeld am Kapitalmarkt höhere Zinserträge erzielt werden als angenommen (+0,6 Mio. EUR ggü. Plan). Dies führte zu hohen ungeplanten Er￾trägen und damit zu einer Ergebnisverbesserung. Auf der Aufwandsseite führten geringere Ausgaben für den Anlagenunterhalt (+1,7 Mio. EUR), für Beratungs￾kosten und Marketingmaßnahmen zu großen Einsparun￾gen. Demgegenüber stehen höhere Aufwendungen für Leiharbeit (-1,7 Mio. EUR) und gestiegene Kosten für Versicherungen sowie der Betriebssicherheit. Letztlich konnte ein wesentlich besseres Jahresergebnis als ge￾plant erzielt werden. Das Jahr 2024 zeichnete sich am Flughafen Nürnberg – wie auch im Vorjahr – durch eine ganzjährig stabile, wenn auch saisonal schwankende, Nachfrage nach Flugreisen aus. Bei über 4 Millionen Fluggästen lag die durchschnittliche Auslastung der Flugzeuge im Schnitt aller planmäßigen Linien- und Touristik-Verbindungen bei 83,4%. Damit übertrifft die Auslastung die Werte des vergangenen Jahres nochmals um 1,8 Prozentpunkte und erreicht somit erneut einen historischen Höchst￾stand. Betrachtet man die Veränderungsraten der Passagiere nach Monaten, so fällt auf, dass insbesondere im ersten Quartal sowie in den letzten beiden Monaten ein erheb￾liches Passagierwachstum gegenüber dem Vorjahr er￾zielt werden konnte. Mit Beginn des Sommerflugplans wurde etwa wieder die￾selbe Passagiermenge wie im Vorjahr erzielt. Der starke Anstieg der Passagierzahlen im Mai erklärt sich durch die Verschiebung der Pfingstferien in diesen Monat ge￾genüber dem Vorjahr. Wie auch in den beiden Vorjahren wurde in der Sommer￾flugplanperiode 2024 das Niveau aus dem Jahr 2019 er￾reicht und teilweise sogar deutlich überschritten. Durch ausreichende Personal-Ressourcen und verstärkten Leiharbeitereinsatz im operativen Betrieb kam es zu kei￾nen Betriebsbeeinträchtigungen. Im ersten Quartal so￾wie in den Monaten November und Dezember wurden rund 88% des Volumens im Vergleich zum Pre-Covid Jahr 2019 erreicht. Insgesamt lag die durchschnittliche Recovery Rate am Standort Nürnberg damit im Jahr 2024 bei 98%, während der bundesweite Durchschnitt noch bei 85% gegenüber 2019 lag. Im Jahr 2024 wurden in allen Flugverkehrsarten rund 4,028 Millionen Passagiere am Albrecht Dürer Airport gezählt. Damit wuchs die Passagiermenge im Vergleich zu 2023 um 2,5% und lag nur noch 2,0% unter dem Jah￾resergebnis von 2019. Im Jahr 2024 verzeichnete der Flughafen Nürnberg ei￾nen Rückgang im Linienverkehr, der sich insbesondere im Full-Service-Carrier Segment bemerkbar machte. Hier sank das Verkehrsaufkommen um 10,9% im Ver￾gleich zum Vorjahr. Dieser Rückgang ist maßgeblich auf den Wegfall drei wichtiger Verbindungen zurückzufüh￾ren. Die beiden Strecken nach Zürich (Swiss) und Wien (Austrian Airlines) wurden zum Ende des Sommerflug￾plans 2023, bzw. London-Heathrow (British Airways) im Februar 2024 eingestellt. Während Turkish Airlines weit￾gehend konstant blieb, konnten Wachstumsimpulse bei Lufthansa (+16,3%) sowie insbesondere bei KLM (+31,3%) erzielt werden. Die Busverbindung zum Flug￾hafen München bestand auch 2024. Durch nur noch zwei tägliche Verbindungen an das Drehkreuz Paris (CDG) verliert Air France 22,5% Passagiere gegenüber dem Vorjahr. Insgesamt verzeichnete der Flughafen Nürnberg in diesem Segment 777.746 Passagiere bei ei￾ner durchschnittlichen Flugauslastung von 73,5%. Je￾doch zeigt sich in diesem Segment eine Zunahme der Gesamtauslastung um 5,6 Prozentpunkte gegenüber 2023. Auch im Low-Cost-Segment musste der Flughafen ein Minus von 4,4% verzeichnen. Hier zeigte sich vor allem bei Ryanair ein erheblicher Rückgang des Verkehrsauf￾kommens um rund 140.000 Passagiere, was rund 11,0% Flughafen Nürnberg GmbH 54 entspricht. Dieser Rückgang ist Teil eines deutschland￾weiten Trends, da sich aufgrund hoher Standortkosten an deutschen Flughäfen Low-Cost-Carrier schwierige￾ren Rahmenbedingungen gegenübersehen. Trotz des Rückgangs bleibt Ryanair weiterhin die größte Airline am Flughafen Nürnberg und bietet einen Mix aus europäi￾schen Städteverbindungen, touristischen Zielen im Mit￾telmeerraum sowie Flügen für das VFR-Segment (Vi￾siting friends and relatives) nach (Süd-)Osteuropa an. Im Berichtsjahr konnten auf Konzernebene Umsatzer￾löse in Höhe von 99.512 TEUR (i. Vj. 100.335 TEUR) erzielt werden. Dies entspricht einem Rückgang von 0,8%. Durch die Ausgliederung des Duty-Free Shops in das Gemeinschaftsunternehmen Smartseller Flughafen Nürnberg GmbH & Co. KG sanken die Ladenumsätze der FNSG im Vergleich zum Vorjahr um 5,4 Mio. EUR. Weiter sanken die Umsätze der FNEG (-0,2 Mio. EUR). Dies konnte nur zum Teil von steigenden Parkumsätzen in Höhe von 3,3 Mio. EUR, gestiegenen Non-Aviation Umsätzen von 0,4 Mio. EUR und gestiegenen Luftver￾kehrserlöse um 1,1 Mio. EUR, welche durch den mode￾raten Passagieranstieg bei gleichzeitiger Erhöhung der Entgelte um 2,4% verursacht wurden, kompensiert wer￾den. Der vollständige Rückgang der Umsatzerlöse aus dem Frachtgeschäft der APG, aufgrund der Ausgliede￾rung in die Joint Venture Gesellschaft (-1,1 Mio. EUR), konnte durch die unplanmäßige Übernahme des Be￾triebs des Mietwagenservicecenters in 2024 kompen￾siert werden (1,2 Mio. EUR). Der Konzern schloss das Jahr 2024 mit einem negativen Ergebnis nach Steuern in Höhe von -5.563 TEUR ab. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einer Ergebnis￾verschlechterung um 2.672 TEUR. Das Operative Er￾gebnis verschlechtert sich, da steigende Kosten im Per￾sonalbereich sowie steigende Betriebskosten nicht di￾rekt an die Kunden weitergegeben werden konnten. Das EBITDA betrug im Jahr 2024 7.496 TEUR und liegt damit 3.992 TEUR unter dem Vorjahresniveau. Das geplante Jahresergebnis 2024 konnte von -15.468 TEUR um +9.905 TEUR auf -5.563 TEUR verbessert werden. Diese positive Entwicklung erklärt sich aus einer Kombination von vielen operativen Ergebnisverbesse￾rungen sowie den beschriebenen Einmaleffekten. Für das Jahr 2025 ist aufgrund des weiterhin positiven Ausblicks und den bereits buchbaren Flugprogrammen über die verschiedenen Airlines hinweg mit steigenden Passagierzahlen zu rechnen. So werden 4,3 Mio. Passa￾giere erwartet. Damit wird ein Umsatz von 104.362 TEUR prognostiziert. Dennoch wurde im Vergleich zum Geschäftsjahr 2024 ein steigender Jahresfehlbetrag in 2025 um 5.496 TEUR auf 11.059 TEUR geplant. Aus￾schlaggebend hierfür sind die durch tarifbedingte Erhö￾hungen gestiegenen Personalkosten inkl. der Leihar￾beitskosten und die Zunahme der sonstigen betriebli￾chen Aufwendungen, die durch den zusätzlichen Um￾satz nicht aufgefangen werden können. Zum Stand Juni 2025 wird erwartet, dass sich das Jahresergebnis ge￾genüber dem Plan nahezu auf das Ergebnis 2024 ver￾bessern wird. Der Wirtschaftsplan für 2025 geht von einer Gesamt￾menge in Höhe von 4,3 Millionen Passagieren aus. Dies würde etwa 4,9% mehr Passagieren als im Jahr 2019 vor der COVID Pandemie entsprechen. Somit würde sich erstmals eine Recovery über dem vorpandemischen Ni￾veau ergeben. 55 Im Geschäftsjahr 2024 erzielte die wbg mit 17,4 Mio. EUR ein im Vergleich zum Vorjahr um rd. 8,7 Mio. EUR höheres Jahresergebnis. Die Umsatzerlöse aus der Be￾wirtschaftungstätigkeit sind im Vergleich zum Vorjahr um 3,9 Mio. EUR gestiegen, dies lässt sich vorrangig auf hö￾here Sollmieten und Umsatzerlöse aus abgerechneten Betriebskosten zurückführen. Die Umsatzerlöse aus Verkauf von Grundstücken liegen hingegen 4,8 Mio. EUR unter dem Vorjahreswert, da in 2024 keine Übergabe des Bauträgers stattfand. Die Um￾satzerlöse aus der Betreuungstätigkeit lagen 4,5 Mio. EUR über dem Vorjahreswert, was auf die Baufertigstel￾lungen in der WBGJ und der daraus folgenden Abrech￾nung von Baubetreuungsleistungen zurückzuführen ist. Weiterhin positiv wirken sich die sonstigen betrieblichen Erträge (+3, 1 Mio. EUR) aus, darunter insbesondere die Auflösung von Rückstellungen (+0,9 Mio. EUR) und er￾haltene Investitionszuschüsse (+1,4 Mio. EUR). Der Auf￾wand für Baumaßnahmen lag mit 2,4 Mio. EUR deutlich unter dem Vorjahreswert, was auf die verstärkte Aktivie￾rung von Maßnahmen zurückzuführen ist. Dem gegen￾über stehen höhere Aufwendungen für die laufende und geplante Instandhaltung sowie die Mieterwechsel (+5,7 Mio. EUR). Das Planergebnis wurde in 2024 um rd. 13,4 Mio. EUR übertroffen. Zum einen wurden aufgrund der in den letz￾ten Jahren schwierigen gesamtwirtschaftlichen Rah￾menbedingungen und steigenden Anforderungen z.B. im Kontext Klimazielpfad Baumaßnahmen als bilanzpoliti￾sche Steuerungsmaßnahme verstärkt aktiviert (Abwei￾chung rd. 5,5 Mio. EUR). Zum anderen waren einige Planansätze wie z.B. die prognostizierte Zinsentwick￾lung aufgrund der bestehenden Unsicherheiten konser￾vativ gewählt. Im Detail ist die Abweichung unter ande￾rem auf folgende Positionen zurückzuführen: höhere Umsatzerlöse aus der Betreuungstätigkeit (+2,4 Mio. EUR), geringere Aufwendungen für Baumaßnahmen (+5,5 Mio. EUR) durch die Aktivierung von Projekten so￾wie niedrigere Aufwendungen für die laufende und ge￾plante Instandhaltung und dem Mieterwechsel (+1,5 Mio. EUR). Ebenfalls positiv wirken sich die Auflösung von Rückstellungen (+1,7 Mio. EUR) und ein niedrigerer Per￾sonalaufwand (1,5 Mio. EUR) auf das Jahresergebnis aus. Gestiegenen Erträgen aus Beteiligung und Zinser￾trägen (+3,0 Mio. EUR) steht eine erhöhte Verlustüber￾nahme der WBG Jobst (-1,2 Mio. EUR) gegenüber. Die wbg weist eine positive wirtschaftliche Entwicklung und eine gute Ertragslage auf. Die durchschnittliche Miete für Wohnen (Jahresdurch￾schnitt) ist in 2024 von 7,23 EUR/m2 auf 7,40 EUR/m2 angestiegen. Damit liegen die Mieten weiterhin deutlich unter dem Durchschnittswert des Nürnberger Mietspie￾gels (9,65 EUR/m2). Die geplanten Instandhaltungskosten (30,02 EUR/m2) wurde mit 31,4 EUR/m2 knapp überschritten. Weiterhin lag das angestrebte Investitionsziel mit 50,4 EUR/m2 leicht unter dem Plan von 52,2 EUR/m2. Die Abweichung in der Instandhaltung wird wesentlich durch den Mehrbedarf von 800 TEUR gegenüber der Planung für die baulich kurzfristig erforderliche Dachsa￾nierung Jenaer Straße geprägt. Unter anderem konnten im Investitionsprojekt Eisena￾cher Str. 16-24 im Jahr 2024 durch gute Vergabeergeb￾nisse ca. 1.300 TEUR gegenüber der Planung einge￾spart werden. Der ursprünglich für 2024 geplante Ankauf von Bestandsimmobilien in Höhe von 6,4 Mio. EUR wurde nicht realisiert. Die wbg verwaltet insgesamt 16.565 eigene Mietwoh￾nungen und 269 Gewerbeeinheiten. Von den Wohnein￾heiten sind 5.067 Wohnungen öffentlich gefördert, 911 Wohnungen hiervon sind einkommensorientiert geför￾dert (EOF). Im Rahmen der Bewirtschaftung fremder Im￾mobilien verwaltet die wbg zum Bilanzstichtag 1.030 fremde Mietwohnungen und 191 Gewerbeeinheiten für verschiedene Unternehmen und Einrichtungen. Im Jahr 2024 erhielten 1.117 Haushalte ein neues Zu￾hause (Vj.: 1.119). Die Mieterfluktuationsrate lag bei 6,8 % (Vorjahr: 6,5 %). Die vergabebedingte Leerstandsquote (Leerstand> 3 Monate) lag zum 31.12.2024 bei 0,6 % (Vj: 0,3 %). Im Kontext der zukunftsorientierten Ausrichtung des Wohnungsbestandes und der Umsetzung des Klimaziel￾pfades wurden die Modernisierungsmaßnahmen des Bestandes weiter fortgeführt. Im Geschäfts­jahr konnten 107 Wohneinheiten umfassend modernisiert werden. Im Zuge dessen konnten durch entsprechende Aufstockun￾gen 18 Wohneinheiten neu geschaffen werden. 103 Wohnungen wurden einer Basismodernisierung unterzo￾gen. Des Weiteren wurden zwei Umbaumaßnahmen (60 WE) in der Parkwohnanlage und im Quartier Langwas￾ser fertiggestellt. wbg Nürnberg GmbH 56 Zur Schaffung bezahlbaren Wohnraums wurden im Ge￾schäftsjahr 2024 die Bauarbeiten im Neubauprojekt Er￾hardstraße weitestgehend fertiggestellt. Ferner wurden zwei Typenhäuser im Quartier Langwasser fertiggestellt. Zum Jahreswechsel befanden sich 34 weitere Neubau￾einheiten in Bau. Für 2025 ist ein Jahresergebnis von voraussichtlich 11,6 Mio. EUR geplant. Basierend auf der geplanten Bestandsentwicklung und - bewirtschaftung wird gegenüber 2024 eine Steigerung der Umsatzerlöse aus der Bewirtschaftungstätigkeit von 3,5 % erwartet (127,3 Mio. EUR; Vj.: 123,1 Mio. EUR). Im Jahr 2025 werden die Modernisierungs- und Umbau￾maßnahmen in den Quartieren Langwasser-Süd (50 WE) und in der Parkwohnanlage (48 WE) fortgeführt. Bei den Neubauvorhaben Grünewaldstraße 16 (34 WE), Pflegeheim AWO (1 GE) und 4 Tiny Houses ist jeweils die Fertigstellung vorgesehen. Im Jahr 2025 sind im Bereich Bauträger 24 übergaben von Einheiten geplant. Im Vergleich zum aktuellen Geschäftsjahr wird für 2025 ein um 5,8 Mio. EUR niedrigeres Jahresergebnis erwar￾tet. Zwar steigen die Umsatzerlöse aus der Bewirtschaf￾tungs- und Verkaufstätigkeit (in Summe 10,6 Mio. EUR), dem stehen jedoch gestiegene Instandhaltungsaufwen￾dungen und höhere Baukosten als im Vorjahr gegen￾über. Somit steigt das Rohergebnis nur um 1,2 Mio. EUR. Weiter kompensierend wirken sich höhere Perso￾nalaufwendungen (+3,9 Mio. EUR), niedrigere Finanzer￾träge, daraus insbesondere niedrigere Erträge aus Be￾teiligungen (-1,0 Mio. EUR) und höhere Zinsaufwendun￾gen (+2,2 Mio. EUR) aus. 57 In 2024, dem Jahr ihres 50sten Jubiläums, verzeichnete die NürnbergMesse den höchsten Umsatz ihrer Unter￾nehmensgeschichte und schloss mit einem Jahreser￾gebnis von 26.0 Mio. EUR. In diesem Jubiläumsjahr fanden im Portfolio der Nürn￾bergMesse weltweit 154 Veranstaltungen statt (2023: 177; 2022: 155), an denen sich 33.196 Aussteller betei￾ligten (2023: 28.135; 2022: 23.457), eine Gesamtnetto￾fläche von 1.189.191 m2 belegt wurde (2023: 904.466 m2; 2022: 841.612 m2) und die sich vor 1.578.135 Be￾suchern präsentierten (2023: 1.289.113; 2022: 989.338). Der Umsatz der NürnbergMesse GmbH betrug 2024 285,7 Mio. EUR (2023: 194,2 Mio. EUR; 2022: 205,3 Mio. EUR) und lag damit wie auch der Konzernumsatz über Plan. Nach Veranstaltungsaufwendungen, Perso￾nalaufwendungen, Abschreibungen, sonstigen betriebli￾chen Aufwendungen, Bestandsveränderungen zuzüg￾lich der sonstigen betrieblichen Erträge, des Beteili￾gungsergebnisses sowie Erträgen aus Gewinnabführun￾gen erzielte die Gesellschaft ein operatives Ergebnis von 25,7 Mio. EUR (2023: -7,5 Mio. EUR; 2022: 1,3 Mio. EUR). Höhere turnusbedingte Ergebnisabführungen und zusätzliche Erträge aus der Auflösung von Rückstellun￾gen wirkten sich positiv aus. Die im Finanzergebnis aus￾gewiesenen Zuschreibungen auf Finanzanlagen in Höhe von 5,0 Mio. EUR erfolgten aufgrund der verbesserten Prognosen für die Folgejahre als Wertaufholung der in Vorjahren aufgrund vorübergehender coronabedingter Wertminderung außerplanmäßig abgeschriebenen Be￾teiligungsbuchwerte. Das Ergebnis vor Steuern beläuft sich im Jahr 2024 auf 30,6 Mio. EUR (2023: -2,0 Mio. EUR; 2022: 4,8 Mio. EUR). Das EBITDA betrug 47,9 Mio. EUR (2023: 13,0 Mio. EUR; 2022: 23,3 Mio. EUR). Der Umsatz der NürnbergMesse Group konnte gegen￾über dem Vorjahr auf 367,8 Mio. EUR gesteigert werden (2023: 265, 1 Mio. EUR; 2022: 257, 1 Mio. EUR). Die Eigen- und Partnerveranstaltungen im Inland er￾reichten einen Umsatz von 146,0 Mio. EUR (2023: 80,6 Mio. EUR; 2022: 106,4 Mio. EUR), die Gastveranstaltun￾gen 56,9 Mio. EUR (2023: 55,0 Mio. EUR; 2022: 33,8 Mio. EUR) und das NürnbergConvention Center 6,2 Mio. EUR (2023: 14,3 Mio. EUR; 2022: 10,5 Mio. EUR). Der Umsatz des MesseService (einschließlich der Holtmann GmbH & Co. KG und der LEHRIEDER GmbH & Co. KG) lag bei 91,0 Mio. EUR (2023: 61,4 Mio. EUR; 2022: 63,2 Mio. EUR) und der Umsatz im Bereich International bei 67,7 Mio. EUR (2023: 53,7 Mio. EUR; 2022: 43,2 Mio. EUR). Der für das Jahr 2024 geplante Konzernumsatz von 340,0 Mio. EUR konnte damit deutlich übertroffen werden. Nach Veranstaltungs- und Personalaufwendungen, Ab￾schreibungen, sonstigen betrieblichen Aufwendungen, Bestandsveränderungen und zuzüglich der sonstigen betrieblichen Erträge sowie des Ergebnisses aus asso￾ziierten Unternehmen und des Beteiligungsergebnisses erzielte die NürnbergMesse Group ein operatives Ergeb￾nis von 28,6 Mio. EUR (2023: 3,2 Mio. EUR; 2022: 6,3 Mio. EUR). In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rück￾stellungen enthalten. Der Anstieg des Personalauf￾wands resultiert insbesondere aus den gestiegenen Mit￾arbeiterzahlen und erhöhten Personalrückstellungen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich deutlich, insbesondere durch gestiegene Aufwendungen für Instandhaltung und Großreparaturen sowie Rechts￾und Beratungskosten im Zusammenhang mit einer Un￾ternehmenstransaktion und für Fremdleistungen, erhöht. Das Ergebnis vor Steuern beläuft sich auf 29,6 Mio. EUR (2023: 3,6 Mio. EUR; 2022: 5,6 Mio. EUR). Das EBITDA betrug 56,8 Mio. EUR (2023: 28,4 Mio. EUR; 2022: 32,3 Mio. EUR). Die Bilanzsumme der NürnbergMesse Group hat sich gegenüber dem Vorjahr um 83,9 Mio. EUR erhöht (Nürn￾bergMesse GmbH: 80,6 Mio. EUR). Bei der NürnbergMesse Group hat sich auf der Aktivseite das Anlagevermögen um 72,6 Mio. EUR erhöht (Nürn￾bergMesse GmbH: 82,3 Mio. EUR). In das Anlagever￾mögen der Group wurden 100, 1 Mio. EUR und der GmbH wurden 100,3 Mio. EUR investiert. Neben Inves￾titionen in das Sachanlagevermögen ist dies vor allem durch den Erwerb der WEKA Fachmedien GmbH (Um￾firmierung in Componeers GmbH im März 2025) durch die EW GmbH & Co. KG geprägt. Wenngleich der Er￾werb mit wirtschaftlicher Wirkung zum 1. Januar 2025 erfolgt, wurde der Kaufpreis bereits Ende des Geschäfts￾jahres entrichtet. Insoweit liegen für den Beteiligungser￾werb zum Bilanzstichtag entsprechend hohe Anzahlun￾gen vor. Das Umlaufvermögen hat sich um 11,3 Mio. EUR erhöht (NürnbergMesse GmbH: 3,0 Mio. EUR). Dies ist bei der Group im Wesentlichen auf den Anstieg der flüssigen NürnbergMesse GmbH 58 Mittel und bei der GmbH auf höhere Forderungen gegen￾über verbundenen Unternehmen und Beteiligungen zu￾rückzuführen. Auf der Passivseite hat sich das Eigenkapital um 43,9 Mio. EUR erhöht (NürnbergMesse GmbH: 46,0 Mio. EUR). Ursächlich hierfür ist neben dem erzielten Jahre￾süberschuss im Wesentlichen die Einzahlung einer wei￾teren Tranche der durch die Hauptgesellschafter be￾schlossenen Eigenkapitalerhöhung in Höhe von 20,0 Mio. EUR. Das gesamte Eigenkapital beträgt 289,3 Mio. EUR (NürnbergMesse GmbH: 305,8 Mio. EUR). Die Rückstellungen erhöhen sich um 8,7 Mio. EUR (NürnbergMesse GmbH: 6,9 Mio. EUR). Im Wesentli￾chen ist dies auf höhere Personalrückstellungen, Rück￾stellungen für ausstehende Rechnungen, Rückstellun￾gen für Instandhaltung und Steuerrückstellungen zu￾rückzuführen. Die gesamten Verbindlichkeiten haben sich um 30,8 Mio. EUR erhöht (NürnbergMesse GmbH: 27,6 Mio. EUR). Dies ist insbesondere auf die Erhöhung von Ver￾bindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um 48,6 Mio. EUR (NürnbergMesse GmbH: 49,3 Mio. EUR) zurückzu￾führen, die im Wesentlichen mit der Neuaufnahme eines Darlehens im Zusammenhang mit der Finanzierung des Beteiligungserwerbs an der Componeers GmbH in Ver￾bindung stehen. Gegenläufig wirkte der messeturnusbe￾dingte Rückgang der erhaltenen Anzahlungen um 11,4 Mio. EUR (NürnbergMesse GmbH: 12,8 Mio. EUR). Zum 31.12.2024 ist das Anlagevermögen der Nürnberg Messe Group zu 102,8 % (NürnbergMesse GmbH: 99,4 %) durch Eigenkapital und mittel- und langfristige Ver￾bindlichkeiten gedeckt. Im Vorjahr betrug dieser Wert 86,8 % (NürnbergMesse GmbH: 85,8 %). Die NürnbergMesse hat bereits im Jahr 2021 auf Basis einer umfassenden Wesentlichkeitsanalyse ihre erste Nachhaltigkeitsstrategie erarbeitet. Im Berichtsjahr hat sie erneut eine Wesentlichkeitsanalyse unter Einbezug aller Tochtergesellschaften vorgenommen, um die für sie wichtigen Nachhaltigkeitsthemen als Grundlage für die Strategieformulierung zu bestimmen. Bei der Durch￾führung der Analyse erfolgte eine vollständige Orientie￾rung an den Vorgaben der ESRS, um die Konformität mit der CSRD zu gewährleisten. Die Führungsrolle im Rah￾men der Wesentlichkeitsanalyse für die gesamte Nürn￾bergMesse Group übernahm die NürnbergMesse GmbH als größtes Unternehmen des Konzerns, bei dem die Verantwortung für die Prozesssteuerung lag. Beeinträchtigende Unsicherheitsfaktoren bleiben 2025 vor allem der andauernde Krieg in der Ukraine, der Kon￾flikt zwischen Israel und der Hamas sowie die protektio￾nistische Politik der neuen US-Administration. Dennoch bleibt festzuhalten, dass die deutsche Messebranche trotz ähnlich schwieriger Rahmenbedingungen 2024 ein überaus erfolgreiches Messejahr erlebte, welches die NürnbergMesse mit einem Umsatzrekord abschloss. Im Jahr 2025 will die NürnbergMesse an ihr erfolgreiches Jubiläumsjahr anschließen. Vor dem Hintergrund einer stabilen Nachfrage nach ihren Fachmessen und Kon￾gressen blickt die NürnbergMesse optimistisch auf die￾ses veranstaltungsschwächere ungerade Jahr und er￾wartet für das Geschäftsjahr 2025 einen Konzernumsatz von ca. 350 Mio. EUR, wovon ca. 241 Mio. EUR auf die NürnbergMesse entfallen. Das Unternehmens- bzw. Konzernergebnis wird sich dabei voraussichtlich auf ei￾nen hohen einstelligen bzw. niedrigen zweistelligen ne￾gativen Millionenbetrag belaufen. 59 Das Geschäftsjahr 2024 zeigte sich im bekannten Ver￾lauf. Neue Maßnahmen mit neuen Förderinstrumenten konnten geplant und gestartet werden. Der Noris-Arbeit gGmbH ist es gelungen, für beendete Vorhaben adä￾quate Nachfolgeprojekte zu akquirieren und neue Pro￾jektideen fördertechnisch umzusetzen. Auf der Grund￾lage des Geschäftsverlaufs ergab sich in 2024 ein Jah￾resüberschuss in Höhe von 377 T€ (im Vorjahr: -271 T€). Im Geschäftsjahr 2024 wurden Umsatzerlöse von rund 11,5 Mio.€ erzielt. Dies entspricht einer Steigerung ge￾genüber dem Vorjahr um gut 400 T€. Die Zunahme der Umsatzerlöse ist insbesondere auf den Start der neuen ESF-Förderperiode zurückzuführen. Die sonstigen betrieblichen Erträge (149 T€; im Vorjahr: 193 T€) beinhalten wie im Vorjahr auch Erträge aus der Herabsetzung von bestehenden Rückstellungen, Spen￾den und Versicherungsentschädigungen. In den Sozialkaufhäusern sind in 2024 im Vergleich zum Vorjahr die Umsatzerlöse auf Grund veränderter Markt￾bedingungen gesunken. Von Seiten des Jobcenters als auch des Sozialamtes nahm die Anzahl ausgestellter Kostenübernahmeerklärungen im Geschäftsjahr 2024 ab. Die hohe Anzahl an Kostenübernahmen in den ver￾gangenen Jahren kam auf Grund der Zuwanderung uk￾rainischer Bürger zu Stande. Im gleichen Verhältnis sind auch die Aufwendungen für den Wareneinsatz gesun￾ken. In der gesamten Position Materialaufwand sind auch Aufwendungen für freie Mitarbeiter enthalten. Im Ver￾gleich zum Vorjahr sind die Honorarkosten im Ge￾schäftsjahr 2024 um 323 T€ auf 288 T€ gesunken. We￾sentlicher Grund hierfür ist das sogenannte Herrenberg￾Urteil, das die bisherige Praxis der Honorargestaltung in bestimmten Leistungsbereichen als nicht mehr rechtmä￾ßig bewertet. In der Folge mussten zahlreiche Verträge neu bewertet und angepasst werden. Leistungsverga￾ben im Zuge der Rechtsanpassung wurden daraufhin in￾tern neu organisiert und zusätzliche Einsparungen im Bereich des Materialaufwandes hierdurch erzielt. In 2024 gab es im Bereich der Lohnkosten keine nen￾nenswerte Veränderung. Die gesamten Personalauf￾wendungen beliefen sich in 2024 auf insgesamt 7.333 T€ (im Vorjahr: 7.430 T€). Auch hier zeigen sich die Fol￾gen des Herrenberg-Urteils; bisherige Tätigkeiten, die durch Honorarkräfte erbracht wurden, wurden in 2024 auf sozialversicherungspflichtige Arbeitsverhältnisse (wie Werkstudentenverträge) umgestellt. Die Personal￾kosten spiegeln somit in erster Linie die Umsetzung der rechtlichen Vorgaben und die Absicherung einer rechts￾sicheren Beschäftigungspraxis wider. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um rund 253 T€ (2024: 2.401 T€; im Vorjahr: 2.148 T€). Die Steigerung ergibt sich u. a. durch erhöhte Raumkosten, Kosten für Ener￾gieaudit und weitere Unternehmenszertifizierungen, Test-Lizenzen im Bereich der Berufsorientierung sowie durch Investitionen in Infrastruktur und Raumausstat￾tung. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind im aktu￾ellen Geschäftsjahr in Höhe von 31 T€ (im Vorjahr: 53 T€) angefallen. Sonstige Steuern sind in Form von Kfz￾Steuern angefallen. Insgesamt schließt das Geschäftsjahr 2024 mit einem Jahresüberschuss in Höhe von 377 T€ ab und zeigt da￾mit einen positiven Trend auf. Im Jahresabschluss 2024 konnte die bilanzielle Überschuldung, die zum Stichtag 31. Dezember 2023 noch bestand, vollständig abgebaut werden. Zum Stichtag 31. Dezember 2024 wurden insgesamt 146 Personen (im Vorjahr: 146 Personen) bei der Noris￾Arbeit gGmbH durch Arbeits- oder Ausbildungsvertrag beschäftigt. Die Belegschaftsstärke ist somit unverän￾dert. Um die Geschäftstätigkeit im bisherigen Umfang zukünf￾tig sichern zu können, benötigt die Noris-Arbeit gGmbH neben den Umsatzerlösen in den Sozialkaufhäusern Zu￾schüsse durch Fördermittelgeber sowie durch die Ge￾sellschafterin. Das geplante Auftragsvolumen ist nach heutigen Erkenntnissen gesichert. In dem vom Aufsichtsrat und Gesellschafter genehmig￾ten Wirtschaftsplan für das Jahr 2025 wird von Umsatz￾erlösen in Höhe von 12,3 Mio.€ und einem leicht positi￾ven Jahresergebnis ausgegangen. Die im Wirtschafts￾plan getroffene Prognose stand unter der Prämisse, dass Projektvorhaben im beantragten Umfang geneh￾migt werden und die Auslastung von Maßnahmen im ge￾planten Umfang realisiert werden kann. Die betriebswirtschaftliche Auswertung unterstützt den für das Geschäftsjahr 2025 zugrunde gelegten Pla￾nungsansatz. Auf Basis des derzeitigen Kenntnisstan￾des und anhand einer aktuellen Planungsrechnung wird davon ausgegangen, dass das Geschäftsjahr 2025 ins￾gesamt planmäßig verlaufen wird. Noris-Arbeit gGmbH 60 Die NOA.kommunal Gesellschaft mit beschränkter Haf￾tung wurde am 15. Dezember 2014 von der Stadt Nürn￾berg gegründet. Sie ist alleinige Gesellschafterin. Ge￾genstand des Unternehmens ist die Wahrnehmung kom￾munaler Aufgaben, für die keine spezifischen Fach￾kenntnisse erforderlich sind. Die Aufgabenzuständigkeit verbleibt bei der Stadt, deren Dienststellen und Eigenbe￾trieben. Diese können einzelne oder geschlossene Auf￾gaben vertraglich der NOA.kommunal übertragen, wenn sie hierfür keine eigenen Ressourcen vorhalten bzw. nutzen können. Dies umfasst z. B. Reinigungsdienst im Innen- und Außenbereich, Helfertätigkeiten, insbeson￾dere im Grünbereich, Arbeiten bei Transport, Räumung und Umzug und vieles mehr. Die Gesellschaft erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2024 einen Jahresüberschuss in Höhe von 150.984 €. Das Jahresergebnis liegt gegenüber dem Vorjahreser￾gebnis (229.270 €) um rund 78 T€ niedriger als im Vor￾jahr. Einfluss auf die Höhe des Jahresergebnisses hat die Tatsache, dass die Förderung der Personalkosten von Mitarbeitern im Teilhabechancengesetz degressiv verläuft. Im Geschäftsjahr 2024 waren verhältnismäßig viele Personen bereits in den letzten beiden Jahren der Förderdauer. Eine Förderung ist maximal für fünf Jahre möglich. Das Teilhabechancengesetz wurde zum 1. Ja￾nuar 2019 eingeführt. Eine handelsrechtliche Berück￾sichtigung dieses Umstandes ist nicht möglich. Insgesamt liegen die Umsatzerlöse mit 5,45 Mio.€ in 2024 um 252 T€ höher als im Vorjahr (5,2 Mio.€). In den Umsatzerlösen sind 2,35 Mio.€ (Vorjahr: 2,53 Mio.€) Personalkostenzuschüsse enthalten. Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe be￾treffen im Wesentlichen den Einkauf von benötigtem Verbrauchsmaterial, insbesondere für die Maler-, Rei￾nigungs- und Grünsparte. Hinzu kommen Fremdleistun￾gen in der Sparte „Betreuung des Personenschifffahrts￾hafens", die die elektrische Betriebssicherheit im Hafen￾gelände gewährleisten. Die Personalaufwendungen betrugen im Jahr 2024 rund 4,2 Mio. €. Gegenüber dem Vorjahr hat sich eine Erhö￾hung um rund 283 T€ ergeben. Im Geschäftsjahr 2024 erreichte die NOA.kommunal eine Personalförderquote von rund 66 %. Die Möglichkeiten des Teilhabechancengesetzes (THCG) führen nach wie vor zu einem starken Interesse der Stadt Nürnberg an längerfristig angelegten Rahmen￾verträgen und zu einer Steigerung des Auftragsvolu￾mens. Die Auftragslage ist als positiv einzustufen. Ent￾sprechend der vom Aufsichtsrat beschlossenen Wirt￾schaftsplanung für 2025 ist im operativen Geschäft von einem Umsatz in Höhe von rund 5,8 Mio. € und unter Zugrundelegung eines konservativen Planungsansatzes von einem Gewinn in Höhe von 154 T€ auszugehen. NOA.kommunal 61 Der Arbeitsbereich der noris inklusion stand auch im Jahr 2024 unter dem externen Einfluss der weltwirt￾schaftlichen Unwägbarkeiten durch die geopolitischen Krisen und den daraus resultierenden Unsicherheiten bei Auftraggebern im Bereich der Industriefertigung. Im Geschäftsjahr 2024 wurde ein negatives Jahresergebnis in Höhe von T€- 865 ausgewiesen. Im Jahr 2024 konnte die noris inklusion gGmbH insge￾samt die Position der Umsatzerlöse gegenüber dem Vor￾jahr um T€ 2.530 verbessern. T€ 645 der Erhöhung ent￾fielen dabei auf Arbeitserlöse und Einnahmen, T€ 1.885 auf Erstattungen durch Kostenträger. Die Summe der Arbeitserlöse im Arbeitsbereich der no￾ris inklusion gGmbH konnten dabei im Jahr 2024 gegen￾über dem Vorjahr, trotz der anhaltenden wirtschaftlichen Unwägbarkeiten bei einigen Kunden erhöht werden, in￾dem Preisanpassungen bei laufenden Aufträgen umge￾setzt wurden. Positive Auswirkungen auf die Summe der Arbeitserlöse hatte im Jahr 2024 vor allem die Erhöhung der Produkti￾onserlöse im Werk Süd und die Absatzmehrung im Ein￾zelhandel der Natur-Erlebnis-Gärtnerei, dem Marktplatz Marienberg (T€ 99 mehr gegenüber dem Jahr 2023). Verbessert zeigte sich zudem der Bereich der ausgela￾gerten Arbeitsplätze: T€ 55 mehr an Umsatzerlöse durch die Platzierung von Mitarbeitenden mit Behinderung auf Arbeitsplätze bei externen Unternehmen trug dieser Be￾reich zu den Umsätzen im Arbeitsbereich bei. Ein weiterer Beitrag zur Erhöhung der Umsatzerlöse bei noris inklusion gGmbH im Jahr 2024 gegenüber dem Jahr 2023 resultiert im Bereich der beiden Kitas aus der notwendigen Anhebung der Elternbeiträge sowie der Beiträge für Verpflegung und Arbeitsmaterialien. Dadurch erhöhten sich die Umsatzerlöse aus Arbeitser￾löse und Einnahmen. Bei den Umsatzerlösen wirkt zu￾dem eine Veränderung der Buchungslogik: Ein Teil der bisher unter Erstattungen von Kostenträgern enthaltene Elternbeiträge, werden nun unter Arbeitserlösen und Einnahmen verbucht (in Summe ergibt dies T€ 171 mehr unter der Position Arbeitserlöse und Einnahmen als im Vorjahr). Im Bereich Wohnen trug das hinzugekommene Wohn￾heim Braillestraße mit seinen 24 Wohneinheiten zu der Gesamterhöhung der Umsatzerlöse bei noris inklusion gGmbH bei. Bei den Erlösen aus Erstattungen von Kostenträgern ist eine Erhöhung, um T€ 1.885 zu verzeichnen. Diese Er￾höhung der Erstattungen ist ca. zur Hälfte auf Anpassun￾gen der Refinanzierung durch die Kostenträger gegen￾über 2023 und zur anderen Hälfte auf die neu hinzuge￾kommenen Erstattungen für das Wohnheim Brail￾lestraße zurückzuführen. Das Geschäftsfeld Wohnen besteht seit September 2023 aus vier Wohnheimen mit 124 Plätzen. Das hinzu￾gekommene Wohnheim Braillestraße mit 24 Plätzen konnte aufgrund mangelnder personeller Ausstattung erst Ende des Jahres 2024 die vollen 24 Plätze belegen. Mit 122 Plätzen (Vorjahr 124) zum 31.12.2024 ist das Ambulant Betreuten Wohnen (ABW) ein stabiles Ge￾schäftsfeld. Der Bereich Freizeit mit dem Schwerpunkt der Einrich￾tungen der Tagesbetreuungen für Erwachsene nach dem Erwerbsleben (TENE) ist kontinuierlich ausgelastet (44 Menschen mit Behinderung zum Bilanzstichtag 2024 bestätigen den Wert aus dem Vorjahr). Gegenüber der beschriebenen deutlichen Steigerung der Umsatzerlöse aus den Geschäftsfeldern der noris in￾klusion gGmbH steht eine niedriger ausfallende Erhö￾hung des Aufwands, wodurch sich der Jahresfehlbetrag 2024 deutlich besser als im Jahr 2023 darstellt. Die Schwerpunkte der Aufwandserhöhung liegen im Personalaufwand (T€ 1.599, v.a. aufgrund der Tarifstei￾gerungen im TVöD sowie des hinzugekommenen WH Braillestraße) und in den Abschreibungen (T€ 328, durch die Fertigstellung des Baues WH Braillestraße und die damit begonnene Abschreibung). Die Ergebnisse der Beteiligungen der noris inklusion (BUNI, noris gastro und noris inklusion kommunal), sind ein weiterer Einflussfaktor auf das Jahresergebnis der noris inklusion und werden deshalb im Folgenden erläu￾tert. Der Kultur- und Freizeittreff BUNI, der mit dem Ziel be￾trieben wird, behinderten und nicht behinderten Men￾schen kulturelle, soziale und sportliche Freizeitangebote zu offerieren, stellt sich auch im Jahr 2024 als gleichblei￾bender Aufwand für gesellschaftliche Teilhabe im Sozi￾alraum dar, den sich noris inklusion und die Lebenshilfe Nürnberg je hälftig teilen. In der Tochterfirma noris gastro gGmbH war das Ge￾schäftsjahr 2024 das umsatzstärkste Jahr der Unterneh￾noris inklusion gemeinnützige GmbH 62 mensgeschichte. Der deutliche Anstieg der Umsatzer￾löse bei geringerem Anstieg der Aufwendungen führte zu einem nahezu ausgeglichenem Betriebsergebnis bei der Gastronomie-Tochter der noris inklusion. Preiserhö￾hungen für Speisen und Getränke wurden umgesetzt, um insbesondere die erste von drei Stufen an gestiege￾nen Personalaufwänden (Tariferhöhung im Jahr 2024 gern. Tarifvertrag der NGG) kompensieren zu können. Im Jahr 2025 folgen zwei weitere Tariferhöhungen für das Personal in der Gastronomie. Die Tochterfirma noris inklusion kommunal gGmbH hatte im Geschäftsfeld Grünpflege für die Stadt Nürnberg wei￾terhin eine stabile Auftragslage, die nur durch leichte Schwankungen aufgrund zeitweise anfallender Zusatz￾arbeiten beeinflusst wird. Die Umsätze im Geschäftsfeld Bürodienstleistung (Schwerpunkte Druck und Scanning) konnten stabil ge￾halten werden. Insgesamt konnte im Geschäftsjahr 2024 ein gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändertes Be￾triebsergebnis erzielt werden. Im Gesamten zeigt sich, dass die Ausgründung der kommunalen Tochterfirma als Modell zur rechtssicheren Vergabe trägt. Die Auftrags￾lage stellt sich in beiden Geschäftsfeldern stabil dar, wodurch 60 Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung gesichert werden. Das Betriebsergebnis der noris inklusion gGmbH beträgt im Jahr 2024 T€ -85 (Vorjahr T€ -747). Dieses Betriebs￾ergebnis ergänzt um das Finanzergebnis (T€ -650; Vor￾jahr T€ -505), die übernahmen der Verluste der Beteili￾gungen T€ -109 (T€ -81 Buni, T€ -19 ni-kommunal gGmbH und T€-8 noris gastro gGmbH; Vorjahr T€ -155) und der Steuern (T€ -21 Vorjahr T€ -29) ergibt einen Jah￾resfehlbetrag von T€ -865 (Vorjahr T€ -1.437). Die noris inklusion gGmbH erwirtschaftet aktuell 72% der Gesamterlöse über die Entgelte der Sozialleistungsträ￾ger. Damit wird deutlich, dass das Sozialunternehmen für die angebotenen Leistungen auch kostendeckende Entgelte erlösen muss. Der Werkstattbereich erwirt￾schaftet aktuell 64% der Gesamterlöse über Entgelte durch die Sozialleistungsträger. Im Wirtschaftsplan für das Jahr 2025 geht die noris in￾klusion gGmbH (inkl. BUNI, noris gastro und noris inklu￾sion kommunal) von einem Jahresergebnis in Höhe von T€ -1.275 aus. Das Gesamtergebnis entwickelte sich im ersten Quartal 2025 entsprechend dem Plan - es bestand lediglich eine marginale Abweichung vom Plan in Höhe von T€ -13,2 (-2,6 %). In Abwägung aller Gesichtspunkte und unter Berück￾sichtigung der seit Bestehen der gGmbH gelebten Praxis einer jährlichen Verlustübernahme durch die Alleinge￾sellschafterin „Stadt Nürnberg", geht die Geschäftsfüh￾rung der noris inklusion gGmbH davon aus, das Ge￾schäftsjahr 2025 positiv bewältigen zu können. 63 Der Zweck des Unternehmens ist die Förderung der Stadtentwicklung auf dem gesamten Gebiet der Stadt Nürnberg. Gegenstand des Unternehmens ist der Er￾werb, die Entwicklung und die Vermarktung von Grund￾stücken und Immobilien jeder Art auf dem Gebiet der Stadt Nürnberg, die Übernahme von umfassenden Dienstleistungsaufgaben für die Stadt Nürnberg bei der Entwicklung von Grundstücken und Immobilien jeder Art, jeweils ausschließlich als öffentlicher Zweck im Sinne von Art. 87 Abs. 1 Nr. 1 der Bayerischen Gemeindeord￾nung und nur örtlich innerhalb der Grenzen des Nürnber￾ger Stadtgebiets. Die Gesellschaft war im Geschäftsjahr 2024 noch ohne Geschäftsbetrieb und hat aufgrund von Verwaltungs￾und Prüfungskosten einen Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR 10.028,50 erwirtschaftet. Mit Beschluss vom 21.07.2021 hat der Ältestenrat die Stadtverwaltung beauftragt, die Reaktivierung, Umstruk￾turierung, Umbenennung und Ausstattung der seit dem Jahr 1997 bestehenden und seit dem Jahr 2015 ruhend gestellten Projektentwicklungsgesellschaft St. Leon￾hard-Nord mbH (PEG) zwecks Entwicklung städtischer Wohnbau- und Gewerbeflächen zu prüfen, die damit ver￾bundenen Fragestellungen zu klären und die erforderli￾chen Beschlussfassungen im Stadtrat bzw. dessen Aus￾schüssen vorzubereiten. Die Satzung ist hierfür entspre￾chend angepasst worden und die Gesellschaft mit den erforderlichen Mitteln ausgestattet worden. Mit Stadtratsbeschluss vom 25.06.2025 wurde die Pro￾jektentwicklungsgesellschaft der Stadt Nürnberg mbh nachfolgend beauftragt: Mit der Projektentwicklung für das Projekt "Südlich der Kriegsopfersiedlung (Mühlweg)", mit der Projektentwick￾lung für das Projekt "Schmalau-Ost" und für das Projekt „Tiefes Feld“ mit der Definition einer Projektentwicklung. Die reaktivierte PEG hat in 2025 ihre operative Tätigkeit in den drei Pilotprojekte aufgenommen (Tiefes Feld, Schmalau-Ost und Kriegsopfersiedlung). Die Gesellschaft wurde am 4. Mai 2023 von den Gesell￾schaftern Stadt Nürnberg und der Bayerischen Landes￾gartenschau GmbH als alleinige wirtschaftliche und rechtliche Trägerin der Landesgartenschau Nürnberg 2030 gegründet. Die LGS Nürnberg 2030 GmbH ist nach dem Gesell￾schaftsvertrag mit der Vorbereitung, Planung, und Durchführung der Landesgartenschau Nürnberg im Jahr 2030 betraut. Für den Durchführungshaushalt sind 24.000.000 € festgelegt. Zur Finanzierung des Durchfüh￾rungshaushaltes werden erwirtschaftete Eintrittsgelder, Miet- und Pachteinnahmen, ein Eigenanteil der Stadt Nürnberg sowie eingeworbene Sponsorengelder einge￾setzt. Die aktuell bereits anfallenden Kosten für die Durchfüh￾rung werden über finanzielle Mittel aus einem Betriebs￾mittelkredit der Stadt Nürnberg gedeckt. Die für 2024 geplanten Investitionen beliefen sich auf TEUR 970. Diese wurden nicht in dem geplanten Um￾fang umgesetzt, da eine Verausgabung der geplanten Mittel vom Abschluss eines landschafts- und freiraum￾planerischen Wettbewerbs abhängig ist und im Folgen￾den von der Beauftragung eines Planungsbüros und mit dem Beginn der Planungs- und Baumaßnahmen. Die Stadt Nürnberg hat sich als Ausloberin des Wettbewerbs dafür entschieden, mehrere Wettbewerbe aufeinander￾folgend zu veröffentlichen. Ziel war es, eine hohe Quali￾tät bei den Wettbewerbsergebnissen zu erzielen. Der Stadtrat hat am 19. Juni 2024 die grundsätzliche Veröffentlichung von vier Wettbewerben für die Landes￾gartenschau Nürnberg 2030 beschlossen. Der Auf￾sichtsrat wurde am 7. Mai 2024 über die Absicht und Art der Ausschreibungen informiert. Eine Veröffentlichung des ersten Verfahrens, des sogenannten Dachwettbe￾werbs, erfolgte Anfang November 2024. Der Abschluss des Dachwettbewerbs und eine anschließende Beauf￾tragung eines ersten Planungsbüros durch die LGS Nürnberg 2030 GmbH, wird aus diesem Grund erst nach der Sommerpause 2025 erfolgen. Im Berichtsjahr wur￾den aus diesem Grund nur TEUR 3 in das Anlagevermö￾gen investiert. Der Abschluss der folgenden Wettbe￾werbe erstreckt sich bis zum Ende des Jahres 2026. Das Planergebnis i.H.v. TEUR -530 wurde um TEUR 262 übertroffen. Aufgrund der sich veränderten Situation im Wettbewerbsverfahren der Investition, wurden in des￾sen Folge auch keine Gelder für die Ausstellungspla￾nung verausgabt. Darüber hinaus sind auch Marketing￾und Veranstaltungsmaßnahmen abhängig vom Ab￾schluss der Wettbewerbe, bzw. dem Beginn der Planun￾gen. Erst ab diesem Zeitpunkt werden konkrete Themen und Fakten für eine umfangreiche Öffentlichkeitsarbeit geschaffen werden. Darüber hinaus fielen für den bedarfsgerechten weiteren Auf- und Ausbau der Geschäftsstelle, sowie die geplan￾ten Leistungen des Gesellschafters ByLGS im Bereich der Allgemeinen Verwaltung, geringere Aufwendungen im Vergleich zur Planung an. Projektentwicklungsgesellschaft der Stadt Nürnberg mbH Landesgartenschau Nürnberg 2030 GmbH 64 Für das Jahr 2025 sind Investitionen in Höhe von TEUR 1.460 (VJ TEUR 970) für Vorbereitende Maßnahmen, Bau und Planungskosten vorgesehen. Für den laufenden Betrieb wird gemäß Wirtschaftsplan 2025 bei Umsatzerlösen von TEUR 0 ein Jahresverlust von TEUR 1.050 erwartet. Aktuell sind keine Entwicklungen zu erkennen, die eine Überschreitung der im Wirtschaftsplan eingestellten und genehmigten Mittel bedingen. Das Geschäftsjahr 2024 wurde mit einem positiven Er￾gebnis von 563 T€ abgeschlossen. Das Ergebnis vor Steuern als bedeutsamer finanzieller Leistungsindikator betrug im Jahr 2024 TEUR 787 (Vorjahr: TEUR 158) und lag damit deutlich über dem geplanten Ergebnis vor Steuern von TEUR 46. Das Jahresergebnis der Stadion Nürnberg Betriebs-GmbH betrug im Jahr 2024 TEUR 563 (Vorjahr: TEUR 124). Der Vertrag mit dem 1. FC Nürnberg wurde nach Ablauf der Vertragslaufzeit zum 30. Juni 2013 kontinuierlich, bis zwischenzeitlich 30. Juni 2027, verlängert. Die Namensrechte des Stadions sind seit 01.01.2024 an DATEV eG vergeben. Die Gesellschaft hat mit DATEV einen anerkannten und zuverlässigen Partner zur Fort￾führung des Namens „Max-Morlock-Stadion“ bis 31.12.2026 gewonnen. Ein weiterer wichtiger Geschäftsbereich ist das Eventge￾schäft. Seit dem 17. April 2016 stemmt die Gesellschaft das wachsende Geschäftsfeld mit eigenen Ressourcen sehr erfolgreich und hat bereits bewiesen, sowohl Groß￾als auch Kleinveranstaltungen professionell und erfolg￾reich abwickeln zu können. Dieser Geschäftsbereich wächst stetig an. Die Umsatzerlöse als finanzieller Leistungsindikator be￾trugen im Jahr 2024 TEUR 7.322 und lagen damit TEUR 2.044 über dem Vorjahresumsatz in Höhe von TEUR 5.278. Die Steigerung der Umsatzerlöse resultiert maß￾geblich aus dem Eventbetrieb, der mit einem Umsatzan￾teil von TEUR 3.467 (Vorjahr: TEUR 1.868) entschei￾dend zu dem Geschäftsjahreserfolg beitrug. Dabei sind besonders das DFB-Länderspiel Deutschland-Ukraine mit einem Umsatz in Höhe von TEUR 665, und ein Fir￾mensommerfest mit einem Beitrag von TEUR 571 her￾vorzuheben. Die wesentlichen Chancen und Risiken sind mit der Zu￾gehörigkeit des 1. FC Nürnberg zur 1. oder 2. Bundesliga verbunden. Bei einem möglichen Aufstieg des 1. FC Nürnberg in die 1. Bundesliga zur Saison 2025/2026 werden sich die Einnahmen der Gesellschaft aus dem Nutzungsentgelt nahezu verdoppeln. Die Gesellschaft ist wirtschaftlich gut aufgestellt und die liquiden Mittel sind ausreichend, um Engpässe zu ver￾meiden. Zweck der Gesellschaft ist der Betrieb und Unterhalt ei￾nes Existenzgründerzentrums in der Stadt Nürnberg und die Erledigung aller damit verbundenen Tätigkeiten, wie zum Beispiel die Verwaltung von Baulichkeiten, die För￾derung und Betreuung von Gründern sowie die Akquisi￾tion von Mietern. Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts liegt noch kein geprüfter Jahresabschluss für das Jahr 2024 vor. Nach aktueller Datenlage hat die Gesellschaft das Ge￾schäftsjahr 2024 mit einem positiven Ergebnis von 2 T€ abgeschlossen. Die die Geschäftstätigkeit der wbg Immohold Verwal￾tungs-GmbH beschränkt sich auf die Haftungsüber￾nahme und Geschäftsführung für die wbg Immohold GmbH & Co KG. Stadion Nürnberg Betriebs GmbH Klee-Center GmbH, Existenzgründerzentrum Nürn￾berg wbg Immohold Verwaltungs￾GmbH 65

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