D.12.1 Wirtschaftsplan 2026
LGS LGS in allen Haushaltsjahren
Maschinell extrahierter Text. Tabellen verlieren dabei ihre Form, verbindlich ist das Original.
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TOP 6
Wirtschaftsplan 2026
(Beschluss)
I. Vortrag
Ausgangslage
Am 23. Juni 2021 beauftragte der Stadtrat die Verwaltung bei der Bayerischen
Landesgartenschau GmbH das Interesse der Stadt N¸rnberg zu bekunden, im
Jahr 2030 die Jubil‰ums-Landesgartenschau auszurichten. Am 18. Mai 2022
beschloss der Stadtrat die Bewerbung mit dem Konzept „Urbane Gartenschau
Nürnberg 2030“ (UGS), die am 20. Mai 2022 eingereicht wurde. Im August 2022
erhielt die Stadt N¸rnberg den Zuschlag, die Landesgartenschau im Jahr 2030
auszurichten.
Der erste formale Schritt auf dem Weg zur „Urbanen Gartenschau Nürnberg
2030“ war im Anschluss die Gründung einer gemeinnützigen Projektgesellschaft
„Landesgartenschau Nürnberg 2030 GmbH“ zur Durchführung der
Landesgartenschau N¸rnberg 2030 (im folgenden LGS 2030 genannt).
Gesellschafter sind die Stadt N¸rnberg (60%) und die Bayerische
Landesgartenschau GmbH (ByLGS GmbH, 40%), die beide jeweils einen
Gesch‰ftsf¸hrer stellen.
Die Stadtratssitzung, in der die Verwaltung beauftragt wurde, die
entsprechenden, zwischen der Verwaltung und der Bayerischen
Landesgartenschau GmbH abgestimmten Vertr‰ge zu schlieflen und die Projekt
GmbH zu gr¸nden, fand am 24. April 2023 statt.
Die Landesgartenschau N¸rnberg 2030 GmbH wurde am 4. Mai 2023 offiziell
gegr¸ndet.
Gegenstand des Unternehmens ist ausschliefllich die Verwirklichung der
gemeinn¸tzigen unmittelbaren Zwecke des Naturschutzes, der
Landschaftspflege, der Kunst und der Volksbildung i.S.v. ß 52 Abs. 2 Nr. 7 und 8
AO.
Der Gegenstand des Unternehmens wird insbesondere verwirklicht durch die
Vorbereitung, Planung, den Bau, die Durchf¸hrung und Abwicklung der LGS
2030, deren Zielsetzung wie folgt festgelegt wird:
• einen Beitrag zur nachhaltigen Stadtentwicklung durch die Schaffung von
neuen Gr¸nanlagen, durch Sanierung, Entsiegelung,
Wohnumfeldverbesserungen und Durchgr¸nung in N¸rnberg zu leisten;
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• den B¸rgern und G‰sten von N¸rnberg erweiterte Freizeit- und
Erholungsmˆglichkeiten, auch ¸ber den Veranstaltungszeitraum der LGS
2030 hinaus, zu sichern;
• in der Bevˆlkerung durch beispielhafte Gestaltungen, Ausstellungen,
Informationsveranstaltungen und ƒhnliches, Verst‰ndnis f¸r die Erfordernisse
der Natur, des Umweltschutzes und der Kunst wecken zu helfen;
• das Hinf¸hren der B¸rger zum Verstehen, zur Achtung und zur St‰rkung ihrer
Umwelt durch Maflnahmen der Landschaftsarchitektur (z.B. gr¸nes
Wohnumfeld), und
• allen bayerischen g‰rtnerischen Berufssparten die Mˆglichkeit zu geben, ihre
Leistungsf‰higkeit und ihren Beitrag zu gestalterischen und ˆkologischen
Verbesserungen und zu kreativem Gr¸n in N¸rnberg darzustellen.
Weiter z‰hlen die Entwicklung, Vorbereitung und Durchf¸hrung eines
gemeinsamen Gartenschau- und Veranstaltungskonzeptes auf Grundlage des
Ergebnisses des landschaftsplanerischen Wettbewerbs sowie die Koordination
aller mit der Planung, Gestaltung und Durchf¸hrung der Veranstaltung
befassten Behˆrden, Dienststellen, Verb‰nde, Firmen und sonstiger juristischer
wie nat¸rlicher Personen zu den Aufgaben und Zielsetzungen.
Gem‰fl ß 11 Absatz 1, Ziffer 7 des Gesellschaftsvertrags, hat die
Landesgartenschau N¸rnberg 2030 GmbH einen Wirtschaftsplan aufzustellen,
der den kommunalrechtlichen Vorschriften des Artikels 94 Gemeindeordnung
entspricht und diesen vom Aufsichtsrat genehmigen zu lassen.
Zum Zeitpunkt der Erstellung des Wirtschaftsplanes 2026 sind die finanziellen
Auswirkungen f¸r das Jahr 2026 noch nicht vollends absehbar, da einige
Gesch‰ftst‰tigkeiten vom Abschluss des landschaftsplanerischen Wettbewerbs
Kefllerplatz abh‰ngig sind. Voraussichtlich wird der Wettbewerb
JohannisBoulevard nicht mehr durchgef¸hrt.
Den Vertrag mit Sinai Gesellschaft von Landschaftsarchitekten mbH aus Berlin
konnte, nach einer Entscheidung des Stadtrates in seiner Sitzung am 23. Juli 2025
und des Aufsichtsrates am 24. Juli 2025, die Gesch‰ftsf¸hrung in Hˆhe von
2.189.510,64€ abschließen. Diese Verpflichtung ist mit einem investiven
Haushalt f¸r den Dachwettbewerb mit anrechenbaren Kosten von netto
12.670.000,00€ verbunden. Beide Summen entsprechen der Kalkulation der
Landesgartenschau N¸rnberg 2030 GmbH von 2023.
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Am 16. Juli 2025 wurde der Wettbewerb um das Vergabeverfahren
S¸dstadt.Klima.Meile durchgef¸hrt. Hierbei trat bauchplan Landschaftsarchitektur
und Stadtplanung Partnerschaft mit beschr‰nkter Berufshaftung aus M¸nchen als
eindeutiger Sieger hervor. Nach Beschluss durch den Aufsichtsrat wird der Vertrag in
Hˆhe von 462.977,33€ abgeschlossen. Für das Projekt sind anrechenbare Kosten von
netto 2.100.000,00€ vorgesehen.
Die Planer, die aus dem Wettbewerb Kefllerplatz hervorgehen, werden,
entsprechend der Zeitschiene f¸r die Wettbewerbe, erst im Jahr 2026
beauftragt.
Die Planung basiert auf der aktuell g¸ltigen Zeitschiene f¸r die Durchf¸hrung der
Wettbewerbe sowie der sich anschlieflenden Beauftragung der Planer.
Erfolgsplan
Der Erfolgsplan enth‰lt alle voraussichtlichen Aufwendungen, die der
Gesellschaft zur Erf¸llung des Unternehmensgegenstandes gem‰fl dem
Gesellschaftsvertrag aus dem gewˆhnlichen Gesch‰ftsbetrieb entstehen
werden.
Die Aufwendungen f¸r bezogene Leistungen – Position 1b) beinhalten Mittel f¸r
die Ausstellungsplanung der tempor‰ren Ausstellungsbereiche, die
voraussichtlich nach Abschluss der ersten beiden landschaftsplanerischen
Wettbewerbe f¸r die investiven Maflnahmen - parallel mit der Leistungsphase II
beginnen wird. Eine finale Entscheidung ¸ber den Beginn der tempor‰ren
Ausstellungsplanung kann erst mit Vorliegen der Wettbewerbsergebnisse f¸r
die investiven Bereiche getroffen werden.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen – Position 4) enthalten im
Wesentlichen Kosten f¸r den Allgemeinen Gesch‰ftsbetrieb, die
÷ffentlichkeitsarbeit und Veranstaltungen.
Die Personalkosten sind in der Position 2) Personalaufwand abgebildet.
Ertr‰ge flieflen der Gesellschaft in den Jahren 2029 und 2030 durch Erlˆse aus
der Vergabe von Liefer- und Lizenzrechten, aus Vermietung und Verpachtung,
aus Sponsoring und Spenden, aus Marketingmaflnahmen sowie aus
Eintrittsgeldern zu.
F¸r die gesamten Aufwendungen des Erfolgsplans des Gesch‰ftsjahres 2026 in
Hˆhe von 1.281.000 € stehen zur Deckung ausreichend Mittel im Haushalt der
Stadt N¸rnberg bereit, die in dieser Hˆhe abgerufen werden kˆnnen.
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Vermˆgensplan
Der Vermˆgensplan zeigt den Finanzmittelbedarf f¸r das Jahr 2026 auf. Die
Gesellschafterin Stadt N¸rnberg stellt zur Finanzierung der Gesellschaft neben
ihrem Eigenanteil auch Finanzmittel in Form von zinslosen Darlehen zur
Verf¸gung. Diese stehen sowohl f¸r die Finanzierung der Investitionen als auch
zur Deckung des Jahresfehlbetrages zur Verf¸gung.
Grundlage f¸r die Finanzierung der Aufgaben, die die Gesellschaft zu erf¸llen
hat, bildet der Beschluss des Stadtrates vom 18. Mai 2022. Mit diesem Beschluss
sind die Mittel f¸r den Investitionshaushalt und den Durchf¸hrungshaushalt von
insgesamt 51 Mio. € entschieden worden. Die Mittel werden in Form zinsloser
Darlehen zur Verf¸gung gestellt. Der Eigenanteil der Stadt N¸rnberg hieran
betr‰gt unver‰ndert 24 Mio. €.
Der Jahresverlust unter Position 1 der Überschrift „Ausgaben Mittelverwendung“
spiegelt die Aufwendung des Durchf¸hrungshaushaltes wider. Hier fallen
insbesondere Planungsleistungen f¸r die Ausstellungsplanung, die
Personalkosten, die Kosten der Allgemeinen Verwaltung sowie f¸r
Marketingmaflnahmen und Veranstaltungen an.
Die Position 2 – Investitionen in Sachanlagen - unter der Überschrift „Ausgaben
Mittelverwendung“ spiegelt die Aufwendungen des Investitionshaushaltes
wider. Hier fallen insbesondere Planungsleistungen f¸r die investiven
Maflnahmen nach Abschluss der ersten beiden Wettbewerbe sowie Leistungen
f¸r vorbereitende Maflnahmen wie Baugrunduntersuchungen, Arch‰ologie etc.
an.
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Investitionsplan
F¸r Investitionen der Landesgartenschau N¸rnberg 2030 GmbH werden
1.100.000 € veranschlagt.
In der Position I01 sind die bereichs¸bergreifenden Kosten f¸r den
landschaftsplanerischen Realisierungswettbewerb der Daueranlage sowie
Kosten f¸r vorbereitende Maflnahmen, Erkundungen, Beprobungen, etc.
eingestellt.
Die Position I02 enth‰lt alle Baukosten f¸r investive Maflnahmen der
Landesgartenschau N¸rnberg 2030. Die LGS N¸rnberg 2030 GmbH beabsichtigt,
eventuell kleinere Projekte und B¸rgerprojekte mit dem Ergebnis des
landschaftsplanerischen Realisierungswettbewerbs im kommenden Jahr
umzusetzen, sodass hierf¸r Mittel im Budget vorgesehen sind.
Die Position I03 enth‰lt alle Baunebenkosten der investiven Maflnahmen der
Landesgartenschau N¸rnberg 2030 GmbH. Hierunter fallen auch die Honorare
f¸r die Beauftragung der Planungsb¸ros nach Abschluss der einzelnen
Wettbewerbe und Beauftragung der Leistungsphase 1-3 HOAI, welche die
Grundlagenermittlung, Vorplanung, Kostensch‰tzung und die beginnende
Entwurfsplanung f¸r den Dachwettbewerb beinhalten. Findet der dazu
vorgelegte Entwurf samt Kosten die Zustimmung des Aufsichtsrates bzw.
Stadtrates, wird die 2. Stufe der Planungsleistungen (Entwurfsplanung und
Kostenberechnung, Leistungsphase 3 HOAI) freigegeben. Die Kostenberechnung
bildet dann die Grundlage f¸r die Projektgenehmigung durch den
Aufsichtsrat/Stadtrat. Die Hˆhe des gesamten Investitionshaushaltes
(Baukosten und Honorare) f¸r die Landesgartenschau bis zum Jahr 2030 h‰ngt
von den Gremienbeschl¸ssen des Stadtrates/Aufsichtsrates nach Abschluss der
Leistungsphase 3 ab. Erst nach Vorliegen der Gremienbeschl¸sse f¸r alle drei
Wettbewerbe kann abschlieflend beziffert werden, wie hoch der
Investitionshaushalt f¸r die Landesgartenschau N¸rnberg 2030 GmbH sein wird.
Grunds‰tzlich und sofern keine anderen Gremienbeschl¸sse herbeigef¸hrt
werden, gilt der Stadtratsbeschluss, in dem ein Investitionshaushalt von 34 Mio.
€ beschlossen wurde.
Bei entsprechender Beschlusslage soll im Anschluss die Beauftragung der
Genehmigungsplanung (LPH 4) und Ausf¸hrungsplanung (LPH 5) erfolgen. In
dieser Phase kˆnnen die ersten Fˆrdermittelantr‰ge der Stadt N¸rnberg f¸r die
zweckgebundene Verwendung der investiven Baumaflnahmen der LGS 2030
gestellt werden.
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Stellenplan
Der Landesgartenschau N¸rnberg 2030 GmbH stehen aktuell zwei
Gesch‰ftsf¸hrer vor: Herr Andreas Wissen von st‰dtischer Seite und Herr
R¸diger Eckhardt von der Seite der Bayerischen Landesgartenschau GmbH.
Weitere Festangestellte ist Frau Iris Kisslinger als Assistenz mit einer halben
Stelle. Der Stamm der Mitarbeitenden wird schrittweise aufgebaut. Der Vertrag
¸ber Freie Mitarbeiterschaft mit Frau Petra Pintscher besteht weiterhin. Sie
arbeitet freiberuflich in der Abteilung Marketing und ist f¸r die PR und
÷ffentlichkeitsarbeit zust‰ndig.
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Folgende Stellenbesetzungen sind f¸r 2026 geplant:
Ab 01.01.2026 eine Assistenzstelle in Teilzeit
Ab 01.01.2026 eine Vollzeitstelle f¸r Investition und Bau
Ab 01.06.2026 eine Stelle in der Abteilung Marketing.
Dar¸ber hinaus werden entsprechend dem Durchf¸hrungsvertrag Mitarbeitende
der Bayerischen Landesgartenschau eingesetzt, die nicht in den Personalkosten,
sondern in den Kosten aus dem Rahmenvertrag zur Durchf¸hrung mit der
ByLGS abgebildet sind.
Finanzplan
Der Finanzplan der Gesellschaft ist nach Abschluss der ersten beiden
landschaftsplanerischen Wettbewerbe im Jahr 2025 und dem verbleibenden
Wettbewerb im Jahr 2026 durch den Beginn und die dann fortschreitenden
Planungen gekennzeichnet. Zus‰tzlich flieflen bis ins Jahr 2029 weitere
finanzielle Mittel f¸r Baumaflnahmen der LGS 2030 sowie dem weiteren
Aufbau der Gesch‰ftsstelle, der Erhˆhung des Personalstamms und
Marketingmaflnahmen ein.
Hierdurch erhˆhen sich die Aufwendungen, was sich entsprechend auf das
Ergebnis auswirkt. Eigene Erlˆse aus wirtschaftlicher Bet‰tigung wird die
Gesellschaft erst in den Jahren 2029 und 2030 erzielen.
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II. Antrag
Der Aufsichtsrat stimmt dem vorgelegten Wirtschaftsplan f¸r das Gesch‰ftsjahr
2026 zu.
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