Lagebericht
Maschinell extrahierter Text. Tabellen verlieren dabei ihre Form, verbindlich ist das Original.
Hafen Nürnberg-Roth GmbH
Allgemein
Die Hafen Nürnberg-Roth GmbH ist die Betreibergesellschaft des bayernhafen Nürnberg und des bayernhafen Roth. Der bayernhafen Nürnberg ist mit 337 ha Fläche, über 200 ansässigen Unternehmen mit mehr als
6.600 Arbeitsplätzen das bedeutendste trimodale Güterverkehrs- und Logistikzentrum Süddeutschlands.
Wirtschaftliche Entwicklung / Verkehrsleistungen
Der Güterumschlag der Verkehrsträger Bahn und Schiff im bayernhafen Nürnberg und bayernhafen Roth ist
im Geschäftsjahr 2020 gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen. Mit 3.699 Tsd. Tonnen wurden 611 Tsd.
Tonnen (- 14,2 %) weniger als im Vorjahr (4.310 Tsd. Tonnen) umgeschlagen. Insbesondere war im ersten
Halbjahr infolge der Corona-Pandemie ein schwacher Güterumschlag zu verzeichnen.
Der Schiffsgüterumschlag im bayernhafen Nürnberg ist im Vergleich zum Vorjahr um 37 Tsd. Tonnen (- 17,4
%) gesunken und im bayernhafen Roth um 11 Tsd. Tonnen (+ 12,0 %) gestiegen. Insgesamt wurden im
bayernhafen Nürnberg und bayernhafen Roth 277 Tsd. Tonnen (Vorjahr 303 Tsd. Tonnen) umgeschlagen,
das sind 26 Tsd. Tonnen (- 8,6 %) weniger als im Vorjahr.
Auch der Bahnumschlag im bayernhafen Nürnberg war im Jahr 2020 im Vergleich zum Vorjahr rückläufig. Im
Berichtsjahr wurden 3.422 Tsd. Tonnen umgeschlagen, das sind 584 Tsd. Tonnen (- 14,6 %) weniger als im
Vorjahr (4.006 Tsd. Tonnen). Davon wurden 2.408 Tsd. Tonnen (- 14,3 %) im Kombinierten Verkehr und
1.014 Tsd. Tonnen (- 15,2 %) bei den konventionellen Verkehren umgeschlagen.
Das Ergebnis vor Gewinnabführung und Ausgleichzahlung an Minderheitsgesellschafter liegt bei 1.645 T€
und somit um 47 T€ über dem des Vorjahres (1.598 T€). Vom Ergebnis erhalten die Minderheitsgesellschafter
Stadt Nürnberg und Stadt Roth eine Garantiedividende von gesamt 12 T€. An die Bayernhafen GmbH & Co.
KG wird ein Gewinn nach Konzernsteuerumlage von 1.633 T€ (Vorjahr: 1.586 T€) abgeführt.
Investitionen
Die Investitionen der Hafen Nürnberg-Roth GmbH betrugen im Geschäftsjahr 2020 428 T€ und betrafen
insbesondere technische Anlagen und Maschinen, sonstige Betriebsvorrichtungen, Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie vorbereitende Maßnahmen zur Erweiterung der KV-Umschlaganlage.
Liegenschaften und Infrastruktur
Derzeit stehen nur noch wenige Flächen für die Neuvermarktung zur Verfügung. Die Verlängerung auslaufender Liegenschaftsverträge sowie die Nachnutzung bestehender Objekte gewinnt deshalb zunehmend an
Bedeutung. Flächenrecycling statt Flächenverbrauch bestimmt dabei die strategische Ausrichtung. Ziel ist es,
die knappen Flächen effizient zu nutzen, die Wertschöpfung zu erhöhen und Mehrwerte für die Ansiedler zu
schaffen.
Forciert wird im bayernhafen Nürnberg und Roth der Ausbau der hafeneigenen Infrastruktur. Dazu zählen
neben stetigen Instandhaltungsmaßnahmen vor allem der Ausbau der KV-Umschlaganlage, die Optimierung
der Krananlagen und der Umbau der Kaianlagen.
Trotz der derzeit rückläufigen Transporte per Bahn bietet der Kombinierte Verkehr mittel- und langfristig weiterhin kontinuierliche Wachstumsimpulse. Durch den Ausbau der Umschlagkapazitäten der von der Beteiligungsgesellschaft TriCon betriebenen KV-Umschlaganlage soll frühzeitig zukünftigen Anforderungen begegnet werden und die sich daraus ergebenden Wachstumschancen genutzt werden.
Zusammen mit den ansässigen Unternehmen arbeitet die Hafen Nürnberg-Roth GmbH stetig an neuen
Dienstleistungen und Services, die die Attraktivität des Standortes nach innen und außen weiter erhöhen.
Dazu zählt unter anderem die Weiterführung der ”Sicherheitsbestreifung” durch einen externen Dienstleister,
die nach der erfolgten Testphase nun - unter finanzieller Beteiligung von zahlreichen Ansiedlern - fortgeführt
wird.
Ziel ist es, die Zukunfts- und Wettbewerbsfähigkeit des bayernhafen Nürnberg und Roth weiter zu stärken.
Ausblick auf das Jahr 2021
Durch die Corona-Pandemie ist der weitere Geschäftsverlauf noch mit Unsicherheiten verbunden. Wir erwarten im Geschäftsjahr 2021 wieder ein positives Jahresergebnis vor Ausgleichszahlung an die Minderheitsgesellschafter und vor Gewinnabführung, das etwas unter dem Vorjahresergebnis liegen wird.